Schlagwortarchiv für: Rennrad

Klick, klick, die ersten Pedaletritte sind noch schwer, es ist frisch im Vinschgauer Tal, auf 2757 Meter erleuchtet bereits das Ziel im Sonnenaufgang. Dazwischen 48 Kehren auf 24,6 Kilometer: Der Passo Stelvio – Zweithöchster Alpenpass nach dem Col de l’Iseran. Doch statt direkt die Nordostrampe von Prad aus zu nehmen, fahre ich über Glurns und Santa Maria Val Müstair durch die Schweiz, um erst den Passo Umbrail zu bewzingen.

 

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Das Vinschgau ist frisch im Morgengrauen © stefandrexl.com

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Das Vinschgau ist frisch im Morgengrauen © stefandrexl.com

Die Kette surrt, die Trittfrequenz ist hoch und kaum ein Mensch ist so früh am Morgen auf den Strassen unterwegs. Die Beine werden allmählich locker nach der langen Anreise im Auto und die kühle Luft macht munter. Ein latenter Vorteil, fährt man nicht sofort in den Anstieg und kann ein paar Kilometer einrollen. Vorbei an Laatsch ist die Lockerheit auch schon wieder vorbei, es geht hinauf nach Taufers im Münstertal und über die schweizer Grenze. Die ersten zehn Kilometer liegen hinter mir und ich erreiche Santa Maria.
 

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Die Serpentine im Val Muraunza hinauf zum Passo Umbrail © stefandrexl.com

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Die Serpentine im Val Muraunza hinauf zum Passo Umbrail © stefandrexl.com

IM RHYTHMUS DER SERPENTINEN

An der einzigen Kreuzung im Dorf geht’s diesmal für mich links ab und hinein in den Passo Umbrail mit gleich zehn Prozent. Gerade aus käme man über den Ofenpass nach Zernez oder Livigno. Wer die Kreuzung nicht kennt, steht erst einmal vor einer Rampe. Die ersten beiden Kilometer im Wiegetritt, dann beginnt der Takt der Serpentinen, mein Rhythmus für die nächsten 75 Minuten.
 

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Gipfelglück weicht dem Tunnelblick am Passo Umbrail © stefandrexl.com

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Gipfelglück weicht dem Tunnelblick am Passo Umbrail © stefandrexl.com

DER TUNNELBLICK WEICHT EINEM GLÜCKSGEFÜHL

Nach dem letzten Gasthof ist man alleine mit sich selbst, seinem Rennrad und dem Berg. Eine flache Passage durch das Val Muraunza nimmt etwas Druck zum verschnaufen, bevor ich die letzten vier Kilometer zur Passhöhe angreife. Die Baumgrenze liegt hinter mir und die Strasse schlängelt sich den Berg entlang mit wechselnden Kehren und meist elf Prozent. Den Passo Umbrail auf 2503 Meter markieren ein paar Rifugios mit der verlassenen Zollstation. Mein angestrengter Tunnelblick der letzten Stunde weicht einem ersten Glückgefühl. Nach einem kurzen Fotostopp und lockeren hundert Meter trifft die Passstrasse auf Südwestrampe von Bormio und die letzten 264 Höhenmeter hinauf zum Passo Stelvio folgen.
 

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Das Finale der Südwestrampe zum Passo Stelvio © stefandrexl.com

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Das Finale der Südwestrampe zum Passo Stelvio © stefandrexl.com

DER GEIST WIRD WIEDER HELL WACH AM STELVIO

Es ist deutlich kühler und die Luft dünner hier oben, aber zum Glück ist man aus dem schattigen Muraunza Tal in der Sonne. Die Serpetinen sind hier micht mehr so eng, die Steigung aber weiterhin asnpruchsvoll. Die Konzentration lässt aufgrund der Höhe etwas nach, aber auch die fantastische Aussicht über sämtliche Gipfel um mich herum lenkt von der Anstrengung ab. Nach zwei Stunden ist die Passhöhe erklommen und ich stehe überwältigt auf 2757 Höhenmeter. Der Schmerz der Schinderei verfliegt schnell und der Geist wird wieder hell wach am Stelvio, zwei Cappuccini erledigen das Übrige.
 

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Wir sind wohl nicht die ersten am Passo Stelvio © stefandrexl.com

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Wir sind wohl nicht die ersten am Passo Stelvio © stefandrexl.com

1.842 HÖHENMETER IN NUR 45 MINUTEN ABGEBAUT

Mit demütigen Blick auf das imposante Ortler Massiv mit seinen Gletscherkappen in 3905 Höhe geniesse ich jetzt die Abfahrt über die Nordostrampe hinunter zum Startort. Mit purer Freude geht’s durch jede Serpentine und einem sportlichen Gruss jedem entgegenkommende Radpsortbegeisterten. In 45 Minuten sind zwei Stunden hart erarbeitete, schweisstreibende 1.842 Höhenmeter wieder abgebaut und Prad wieder erreicht: Klack, klack!
 

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Demütiger Blick auf das imposante Ortler Massiv mit seinen Gletscherkappen © stefandrexl.com

PAPA IS A RIDING STONE Mit dem Rennrad über Stelvio, Sella und Valparola 2 / Demütiger Blick auf das imposante Ortler Massiv mit seinen Gletscherkappen © stefandrexl.com

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PHOTOCREDITS

Stefan Drexl
 
 

INFO

Stelvio
Vinschgau
Val Müstair
Südtirol
Glurns
Sella Ronda Bike Day
Alta Badia
Val Gardena
 

LESENSWERT

Mit dem Rennrad auf einen Berpass? Warum nur? Darum! (Süddeutsche Zeitung)
Alpenpässe für Radfahrer (Süddeutsche Zeitung)
 

QUELLEN

Wikipedia Grödner Joch
Wikipedia Valparola Pass
Wikipedia Passo_di_Falzarego
Wikipedia Pordoi Joch
Wikipedia Sella Joch
Wikipedia Stilfser Joch
Wikipedia Umbrail Pass
Quäl Dich / Pässe

 

A C H T U N G !
Unser ENDLESS SEASON RIDE 2018 ist witterungsbedingt
auf SAMSTAG, 06. Oktober verschoben


 

Der SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 ist unser offizieller Ausklang der Triathlonsaison und Start in den Indian Summer. Mit dem Rennrad fahren wir gemeinsam von München auf einer wunderbaren Runde quer durch das bayerische Oberland und wieder zurück. Keine Zeitnahme, kein Trainingsdruck, aber Zeit für Gespräche und eine Pause bei Espresso aus frisch gerösteten Kaffeebohnen und leckeren Kuchen. Es gibt auch nichts zu gewinnen, ausser einer wunderbaren Erfahrung und neuer Freunde. Unser SOCIAL RIDE 2018 ist offen für jeden, der Bock auf Rennrad fahren hat, für Triathleten und Rennradfaherer, für unsere rennradbegeisterten Freunde und deren Freunde.

 
Die Triathlonsaison ist fast durch und nach dem sensationellen Sommer steht uns hoffentlich auch ein spätsommerlicher Herbst auf dem Rennrad bevor. DEr Herbst ist die Zeit, um sich in guter Gesellschaft zusammen auf das Rennrad zu schwingen, um über die spannenden Geschichten der vergangenen Saison im Plauschtempo zu philosophieren. Endlich wieder einmal ohne jeglichem Trainingsdruck mit Freunden und Gleichgesinnten einige Stunden durch Wälder, über Wiesen und Felder zu rollen. Und das Beste daran: Wir können währenddessen genau das machen, was wir besonders lieben!
 
Ganz egal, ob jung oder alt, Freizeitsportler oder Profi, wir starten zusammen, wir fahren zusammen und kommen auch wieder zusammen in München an. Niemand bleibt auf der Strecke und jeder kommt auf seine Kosten. Du hast die Option zwischend zwei Strecken und zwei Gruppen zu wählen. In der Gruppe rollt’s wie immer leichter, vor allem während du dich unterhältst vergehen die Kilometer und die Zeit wie im Flug.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 Heisse Reifen und scharfe Kurven © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris – Cabourg 2017

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 Heisse Reifen und scharfe Kurven © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris – Cabourg 2017


 
Wir starten in München, Thalkirchen und rollen gemeinsam Richtung Südosten aus der Stadt heraus. In Oberhaching, bei Kilometer 10 gibt’s einen zweiten Treffpunkt. Nach etwa 40 Kilometern teilt sich die Gruppe. Dann hast du die Möglichkeit zwischen der kürzeren Runde mit langsamen Tempo oder der Größeren in moderatem Tempo zu wählen. Beide Touren führen uns auf verkehrsarmen und stets asphaltierten und Strassen quer durch das bayerische Oberland. Beide Strecken verlaufen parallel und machen nach der Querung des Mangfalltals einen Bogen nach Norden.
 
Ganz egal für welche Tour Du dich entscheidest, beide Gruppen werden spätestens bei unserer grossen Pause, etwa 40 Kilometer vor München wieder zusammentreffen. Die KaffeeröstereiMERCHANT & FRIENDS wird dann für aromatischen Energieachschub mit mit Espresso und feinsten Kuchenspezialitäten sorgen. Nach einer ordentlichen Dosis Koffein mit intensivem Coffeetalk rollen wir gestärkt und alle zusammen wieder zurück nach München.
 
SUGAR & PAIN SEASON OPENING RIDE 2018 © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris - Cabourg 2017

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 Rennrad, Espresso und Indian Summer © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris – Cabourg 2017


 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / ANMELDUNG

Die Teilnahme zum SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 ist kostenfrei, Deinen Espresso und Kuchen bezahlst Du selbst. Wir freuen uns natürliche über jede Einladung auf einen Espresso für unsere tolle Organisation. Die exakte Streckenführung mit den Treffpunkten und dem genauen Zeitplan bekommst nach Deiner persönlichen Anmeldung rechtzeitig vor dem SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 zugeschickt. Wir haben bei unserer Planung auch stets den Blick auf das Wetter gerichtet, denn auch der 3. Oktober hat schon für manche Überraschung gesorgt. Entsprechend werden wir die Strecken wählen, uns aber auch vorbehalten den SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 abzusagen, sollte die Witterung einen sicheren RIDE nicht gewährleisten.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / FACTS

WAS Social Ride, Roundtrip
WANN Samstag, 06. Oktober 2018 ! ! !
WO München, Oberbayern
TREFFPUNKT #01 08:45 Uhr / Kiosk 1917 (Tierparkstraße 2, 81379 München)
ABFAHRT #01 09:00 Uhr
TREFFPUNKT #02 09:20 Uhr / Kugler Alm (Linienstraße 93, 82041 Oberhaching)
ABFAHRT #02 09:30 Uhr
WER SUGAR & PAIN Athleten, Freunde und Bekannte / Rennradfahrer, Triathleten und Gleichgesinnte / Mädels & Jungs / alle Altersklassen ab 18 Jahre & alle Leistungsstufen vom Fortgeschrittenen bis Profi
VORAUSSETZUNGEN Gute Grundlagenausdauer / allgemeine rennradspezifische Fähigkeiten / Erfahrungen im Gruppenfahren / beherrschen der StVO
DU BRAUCHST funktionsfähiges Rennrad / Radhelm / Erstazschlauch & Flickzeug / Witterung angepasst Radbekleidung / Regenjacke
VERPFLEGUNG Für ausreichend Trinken und Essen selbständig sorgen
TEILNEHMERMAXIMUM 24
TEILNAHMEBEDINGUNG Wer mitfahren möchte, muss sich vorab registrieren
REGISTRIERUNG BIS Freitag, 05.10.2018 / 21:00 Uhr
TEILNAHMEGEBÜHR kostenfrei (wir freuen uns über deine Espressospende)
 
Dabei sein ist ganz einfach: Für Deine Anmeldung zum SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 klickst du auf den unteren Link und wählst Deinen Treffpunkt / Startpunkt und Deine geplante Streckenlänge.
 
 

ANMELDUNG SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018

 
 
SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 Rennrad, Espresso und Indian Summer © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris - Cabourg 2017

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 Rennrad, Espresso und Indian Summer © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris – Cabourg 2017


 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / BULLITS

• ein Start, ein Ziel
• zwei Gruppen, zwei Tempo optional
• zwei Strecken optional ca. 100 km / 140 km
• zwei Treffpunkte optional
• wir starten gemeinsam, wir fahren gemeinsam, wir kommen gemeinsam an
• wir warten: nach Anstiegen, Bergen und Sprints
• das ist ein Social Ride und soll Menschen zusammenbringen
• du kannst unterwegs auf der Strecke in die Tour einsteigen / aussteigen optional
• für deine Verpflegung sorgst du selbständig
• wer mit uns fahren möchte, muss sich vorab bei uns anmmelden
• Kaffeepause bei MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS in Hermannsdorf
NO HELMET >> NO RIDE (Absolute Helmpflicht)
• § 1 StVO / Gegenseitige Rücksicht im Strassenverkehr
• Deine Teilnahme am SUGAR & PAIN Season Opening RIDE 2018 erfolgt auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keinerlei Haftung!

*
Die Streckenlänge ist abhängig von der Wahl deines Treffpunkts: Streckenlänge min ca. 80 km (bei Wahl Treffpunkt #02 + Strecke #02), Streckenlänge max ca. 140 km (bei Wahl Treffpunkt #01 + Strecke #01)
 
 
Sollten mehr Registrierungen eingehen, als Teilnehmerplätze verfügbar sind, dann entscheidet die zeitliche Reihenfolge der Registrierung. Im Falle einer erfolglosen Registrierung werden wir Dich rechtzeitig informieren. Wir behalten wir uns vor, die Veranstaltung aufgrund schlechter Witterung oder anderer nicht vorhersehbarer Umstände abzusagen. Du kannst Deine Registrierung jederzeit wieder absagen, das wäre natürlich schade. Bitte schreib uns in diesem Fall rechtzeitig eine kurze Nachricht.
 
 

SUGAR & PAIN CONTACT

 
 
SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Beeindruckend vom großen Probat Trommelröster lauschen die Athleten den Worten von Andi Merchant und der Espressomaschine bei Merchant & Friends © Stefan Drexl

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Beeindruckend vom großen Probat Trommelröster lauschen die Athleten den Worten von Andi Merchant und der Espressomaschine bei Merchant & Friends © Stefan Drexl


 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / TERMS

Das Angebot ist natürlich unverbindlich und nur gültig bis zum Erreichen des Teilnehmerlimits. Änderungen der angebotenen Inhalte, des zeitlichen Ablaufs, der Auswahl der Trainer, der Kooperationspartner, der Goodies und weitere, behalten wir uns vor. Für sämtliche Inhalte und angebotenen Leistungen gelten unsere DATENSCHUTZERKLÄRUNG, IMPRESSUM und ALLGEMEINEN GESCHÄFTSBEDINGUNGEN.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / LIABILITY

Mit Deiner Anmeldung zum SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 erklärst Du dich einverstanden, dass Du für Dein Tun und Handeln im Rahmen der Veranstaltung des Trainings, von Seminaren, Kursen, Workshops und ähnlichen Trainingsangeboten selbst verantwortlich bist und stellst SUGAR & PAIN und mich, Stefan Drexl, sowie alle von mir beauftragen Trainer, Personen und Partner, die an der Organisation und Durchführung beteiligt sind, von jeglichen Ansprüchen bei Unfällen, Verletzungen, körperlichen Schäden, Verlusten und anderem frei.
 
Ich, sowie alle von mir beauftragen Trainer, Personen und Kooperationsparter und Firmen, die an der Organisation und Durchführung beteiligt sind, übernehmen keine Haftung, soweit gesetzlich zulässig. Das Angebot und alle Leistungen sind unverbindlich!
 
• Deine Teilnahme am SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 erfolgt auf Dein eigenes Risiko.
• Die Haftung des Veranstalters – auch gegenüber Dritten – ist beschränkt auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Dies gilt auch für die vom Veranstalter eingesetzten Firmen, Kooperationspartner und Helfer. Die Haftung des Veranstalters für andere Schäden als solche aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, oder seines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruht.
• Der Veranstalter haftet nicht für Ausrüstungsgegenstände, die in der Trainings- oder Wettkampstätte abhandenkommen oder für andere abhanden gekommene Gegenstände der Teilnehmer soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, oder seines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruht. Sie sollten daher gegen Diebstahl versichert sein.
• Mit Deiner Anmeldung erklärst Du dich einverstanden, dass gegen Deine Teilnahme keine gesundheitlichen Bedenken bestehen.
• Mit Deiner Anmeldung per Mail bestätigst Du, dass Du die Ausschreibung anerkennst. Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris - Cabourg 2017

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 © Jochen Hoops / NRW RIDE Paris – Cabourg 2017


 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / COPYRIGHT

Mit der Anmeldung erklärst Du dich ausdrücklich einverstanden, dass die im Zusammenhang mit der Veranstaltung hergestellten und Dich darstellenden Fotos, Film- oder Tonaufnahmen in Medien aller Art uneingeschränkt und ohne Anspruch auf eine Vergütung verwendet werden dürfen. Der Veranstalter darf Bilder auf denen Du zu sehen bist für Druckwerke aller Art auch für Werbezwecke für zukünftige Veranstaltungen, kostenlos und uneingeschränkt verwenden. Weder Zuschauer, Betreuer oder Gäste der Veranstaltungen dürfen aufgenommene Fotos, Film- oder Tonmaterial für kommerzielle Zwecke verwenden. Jegliche weitere Vermarktung durch Fotografen und Bilderdienste die keine vertragliche Vereinbarung mit dem Veranstalter getroffen haben, ist untersagt.
 
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Merchant & Friends on the Road © Stefan Drexl

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Merchant & Friends on the Road © Stefan Drexl


 
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / COLLABORATION

MAVIC CYCLINGMavic entwickelt und stellt hochwertigste Fahrrad-Komponenten her. Entdecke das komplettes Modellprogramm an Laufrädern, Reifen, Felgen und Bekleidung für Rennrad, MTB, Triathlon
MERCHANT & FRIENDS The Coffee RoastersHochwertiger Espresso in biologisch-ökologischer Qualität aus Herrmannsdorf
SC PRINZ EUGEN MÜNCHENTriathlontraining für alle Alters- und Leistungsklassen, Einsteiger bis Ambitionierte von der Sprintdistanz bis zum Ironman
ultraSPORTSNahrungsergänzung für Training und Wettkampf mit hochwertige Energie in geprüfter Qualität “Made in Germany“
KIOSK 1917Der Kiosk1917 in Thalkirchebn ist für Jung und Alt, Treffpunkt und Anlaufstelle für Spaziergänger und Isarliebhaber, Outdoorsportler und Rennradfahrer. Neben einem kleinen Kiosksortiment bietet das „1917“ auch exzellenten Espresso und Cappuccino
 
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 2018 / WE ARE SOCIAL

FACEBOOKFolge unseren Athelten bei Training, Wettbewerben und Events auf Facebook
INSTAGRAMDie besten Eindrücke und Bilder von allen unseren Aktivitäten gibts auf Instagram
TWITTERSchnell informiert über alle unsere Aktivitäten, Ergebnisse und Events mit Twitter
HASHTAGSMarkiere deine Posts mit unseren Hashtags #sugarandpain #sugarandpaincoaching #sugarandpainteam #sugarandpaincycling #endlessseasonride #socialride
 
 

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Jochen Hoops
Moritz Werner
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Vor allem bekannt für seine erstklassigen Laufräder hat MAVIC in den vergangenen Jahren stetig das Repertoire erweitert und den Fokus stärker auf hochwertige Radkleidung, Radhelme, Radschuhe und Accessoires gelegt. Den traditionellen Hersteller mit Sitz in Annecy, Frankreich gibt es immerhin schon seit 1889. Jetzt haben die Franzosen mit LA FRANCE erstmals eine Kollektion als Hommage an die französische Kultur des Radsports gestaltet. Als Vorlage der limitierten Radsportkollektion dienten die Highlights aus zehn Jahren Entwicklung und Erfahrung in der Herstellung von Radsportbekleidung. Feine Stoffe, hochwertige Materialien und besondere Details im klassischen französischen Stil sollen den intensivsten Anforderungen der Radrennfahrer gerecht werden. Wir werden sehen, ob es damit Flügel wachsen: Vive la France!

 
 
Jedes Jahr geht’s mit dem Rennrad mindestens einmal nach Italien und nach Frankreich. Ein muss, schon alleine wegen des italienischen Espressos oder der guten französischen Baguettes. Doch jedes Jahr, denke ich mir, wie die Zeit vergeht schon wieder ein Jahr vorbei, erneut eine Saison in Vorbereitung. Aber die wunderbaren Touren und Trainingseinheiten sind jedes Mal ein Highlight und es gibt noch immer Neues zu entdecken. Längst nicht sind wir in all den Jahren alle Strecken und sämtliche Varianten gefahren oder haben alle Berge und Anstiege jeder Seite erobert.
 
 

DAS SELBE RITUAL WENN DIE SONNE STRAHLT

Genau deshalb ist jedes Frühjahr wenn’s wieder in den Süden geht, die Vorfreude gross. Dabei ist besonderes ein Ritual stets das Selbe. Jeder leidenschaftliche Rennradfahrer kennt es und weiss, wovon ich spreche. Wenn die Sonne strahlt und es endlich warm ist, dann wird erstmals die neue Radkollektion ausgepackt. Denn dann ist kurz-kurz angesagt. Noch größer ist die Freude denn diese limitierte Kollektion von MAVIC wurde von den Farben rot, weiss und blau der französischen Flagge inspiriert. Nach „Paris-Roubaix“ und „Paris-Nice“ ist das Thema der neuen, limitierten Kollektion für die Radsportsaison 2018, kurzum LA FRANCE.
 
 

MAVIC PARIS-NICE KOLLEKTION 2017 / Die Kollektion Paris-Nice war eine gelungene illustrierte Hommage 2017 an den Rennradklassiker von Paris nach Nizza / © MAVIC

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MIT DER TRICOLORE UNTERWEGS WIE EIN PROFI

Nach monotonen, puristischen Jahren in kühlendem, unpraktischen Weiss oder geheimnisvollem, schweisstreibenden Schwarz kommt jetzt lebendige Farbigkeit auf Radtrikot und Radhose. MAVIC lebt, wie kaum eine andere Marke, die Leidenschaft französischer Radsportkultur von Kopf bis Fuss. Konsequent hat die Traditionsmarke eine ganze Kolltektion von der Kappe, über Trikot, Trägerhose und Socken bis zu den Radschuhen in den Farben der Tricolore gestaltet. Design und Manufaktur „Made in France“ mit funktionellen Details, komfortablen Schnitten und viel Stil.
 
 

MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Die komplette Kollektion / LA FRANCE LIMITED EDITION / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Die komplette Kollektion / LA FRANCE LIMITED EDITION / © Stefan Drexl


 
 
Eine Radkollektion mit einem Hauch von „Tour de France“ und „savoire vivre“ bekommt man durchaus das Gefühl eines französischen Radprofis: Durch die bezaubernde Provençe, hinauf zum legendären Col du Galibier oder über das Kopfsteinpflaster nach Roubaix. Ein Wenig zumindest, wenigstens manchmal! An heissen Sommertagen, durch das Massive Central oder in den Pyrenäen zählt „La France“ in dieser Radsaison jedenfalls zu meiner favorisierten Radkollektion. Auch wenn das Outfit alleine noch nicht schneller macht, so fühlt es sich wenigstens etwas schneller an und ist auch nach Stunden im Sattel noch super bequem. Schneller wird man dafür durch’s richtige Training und wo man das bekommt, ist ja bekannt. Also ab auf’s Rad!
 
 
MAVIC LA FRANCE  Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC RADTRIKOT Front / LA FRANCE EDITION / © Stefan Drexl

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MAVIC COSMIC RADTRIKOT / LA FRANCE EDITION

Die limitierte „La France“-Version des bewährten Cosmic Trikots bleibt dem klassisch-französischem Style von MAVIC treu und ist gerade für die heissen Trainingstage im Sattel entwickelt. Saugfähiges Material an Vorder- und Rückenteil mit drei ergonomischen Rückentaschen plus einem Reissverschluss-Täschchen sowie kurzen Ärmeln aus luftdurchlässigem Netzgewebe sorgen für Kühlung und beständige Performance. Die ‚Pro Fit‘-Passform macht das Radtrikot komfortabel, ob im Sitzen oder Stehen, ohne in den Achseln zu zwicken oder bei Abfahrten zu flattern. Die Silikon-Applikationen an den Bünden vermeiden das Rutschen an Armen und Rücken. Einzig bei den Größen kalkulieren die Franzosen nach wie vor etwas knapp und messen beinahe eine ganze Nummer kleiner, sprich: Wer gewöhnlich sein Trikote in Grösse M trägt, der sollt bei MAVIC besser ein L nehmen.
 
 

MAVIC LA FRANCE  Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC RADTRIKOT Back / LA FRANCE EDITION / © Stefan Drexl

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MAVIC COSMIC RADHOSE / LA FRANCE EDITION

Für die „La France“-Radhose verwendet MAVIC seine Cosmic Trägerhose mit dem bequemen Ergo 3D Pro-Sitzpolster. Sie hat sich in den vergangenen zehn Jahren etabliert und wird den leistungsfähigen Anforderungen einer „La France“-Edition gerecht. Das geschmeidige Lycra-Material haben die Franzosen in Italien weben lassen. Es legt sich besonders komfortabel um die Oberschenkel, unterstützt und stabilisiert die Muskulatur. Die elastischen und weichen Beinabschlüsse in einer optimalen Bundbreite haben guten aber sanften Grip, so dass nichts rutscht und zwickt. Bei den Hosen übrigens, passen die Konfektionsgrössen auf Mass.
 
 

MAVIC LA FRANCE  Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC TRÄGERHOSE Back / LA FRANCE EDITION / © Stefan Drexl

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MAVIC COSMIC PRO RADSCHUH / LA FRANCE EDITION

Kompromisslos und ohne viel Schnickschnack, sehr stabil und vollends auf Performance ausgelegt, so muss ein Radschuh eigentlich sein – natürlich sollte er auch bequem sein, wenn man über Stunden optimalen Druck auf’s Pedal bringen möchte. Der „La France“-Radschuh ist alles das. Ist aber auch nicht besonders überraschend, denn schliesslich haben sich die Franzosen in diesem Fall des bewährten MAVIC Cosmic Pro bedient. Absolut konsequent, denn mit seiner Sohle aus Vollcarbon, den fein justierbaren Dial-Drehverschlüssen, sowie einem relativ weichen und dennoch Stabilität gebenden Obermaterial eignet er sich gut für anspruchsvolle Etappen und langen Bergfahrten. Persönlich finde ich die MAVIC Radschuhe anfangs meist sehr hart. Nach einigen Trainingseinheiten wird das Material des Oberschuhs dann aber geschmeidiger, passt sich optimal der Fussform an und man möchte ihn gar nicht mehr ausziehen. Auffällig ist die gute Haltbarkeit der MAVIC Radschuhe aufgrund des hochwertigen Materials und seiner sauberen Verarbeitung.
 
 

MAVIC LA FRANCE  Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC PRO RADSCHUH Top / LA FRANCE EDITION / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC PRO RADSCHUH Top / © Stefan Drexl


 
 

MAVIC ROADIE CAP / LA FRANCE EDITION

Immer gut unter dem Helm, um vor Kälte oder Sonne zu schützen und bei Hitze den Schweiss aufzunehmen, das sollte eine gute Radmütze sein. Natürlich auch bequem und gut sitzen – nicht zu klein und nicht zu gross. MAVIC verwendet für die Roadie Cap in „La France“ Ausführung zudem ein saugfähiges und leichtes Material mit einem elastischen Band. Ein Must-Have ohne dem ich mich kaum noch auf mein Rennrad schwinge.
 
 

MAVIC LA FRANCE  Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC ROADIE CAP / LA FRANCE EDITION / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC ROADIE CAP / © Stefan Drexl


 
 

MAVIC COSMIC HIGH SOCKE / LA FRANCE EDITION

Etwas höher geschnitten und im Style der klassisch-französischen Tricolore. Radsocken müssen einerseits atmungsaktiv sein, um nicht zu schwitzen und sollten auch geruchsfrei sein. Es sei denn man möchte die Konkurrenz auf diesem Weg auf Abstand halten. MAVIC nutz für seine „La France“-Radsocken die postiven Eigenschaften eines langlebigen anti-bakteriellen Garns, welcher die Füsse auch auf langen und intensiven Touren kühlt. Wenn auch unter eingefleischten Radsportleren verpöhnt, fahre ich bei heissem, sonnigen Wetter dennoch am liebsten barfuss in den Radschuhen. Hier kommt der Triathlet durch. Das restliche Jahr aber, im Frühling und Herbst, genau dann, wenn man erstmals mit kurzer Radhose fahren kann, dann fahre ich auf diese Radsocken und den französischen Look voll ab. Ich bin gespannt, was sich die französische Traditionsmarke MAVIC bereits für die nächste Saison überlegt.
 
 

MAVIC LA FRANCE  Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC RADSOCKEN / LA FRANCE EDITION / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC RADSOCKEN / © Stefan Drexl


 
 

MAVIC LA FRANCE EDITION / DETAILS

 
 

MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Hochwertiges Textil und feine Details prägen die Kollektion 2018 / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Hochwertiges Textil und feine Details prägen die Kollektion 2018 / © Stefan Drexl


 
 
MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Weiche Silikonbündchen vermeiden das Hochrutschen / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Weiche Silikonbündchen vermeiden das Hochrutschen / © Stefan Drexl


 
 
MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Griffiges Detail am Reissverschluss / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE KOLLEKTION Hommage französischer Radsportkultur / Griffiges Detail am Reissverschluss / © Stefan Drexl


 
 
MAVIC LA FRANCE  Hommage französischer Rennradtkultur / COSMIC TRÄGERHOSE Detail / LA FRANCE EDITION / © Stefan Drexl

MAVIC LA FRANCE Hommage französischer Rennradtkultur / Der Kollektionsname auf dem Rücken der Trägerhose / © Stefan Drexl


 
 

INFO

MAVIC Cycling
 
 

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Sailfish Rebel / Produkttest
 
 

SUPPORTED POST

Die Radkollektion LA FRANCE wurde für diesen Produkttest von der Firma MAVIC zur Verfügung gestellt. Der Produkttest erfolgte unabhängig und ohne Einfluss des Herstellers auf Inhalt und Testergebnis. Der Testbericht ist frei und unabhängig verfasst. Der Bericht gibt ausschließlich meine persönliche Meinung auf Basis meiner intensiven Erfahrungen während des Trainings und Wettbewerben wieder. Weder für den Produkttest noch für die Berichterstattung habe ich eine Vergütung erhalten.
 
 

Den Schwerpunkt seiner Entwicklung hat MAVIC auf integrierte Laufrad-Reifen-Systeme, wie das MAVIC COSMIC CXR 80 T gelegt. Der französische Hersteller möchte das Thema Aerodynamik ganzheitlich bearbeiten und in Zukunft nichts mehr dem Zufall zu überlassen. Die Franzosen haben die Entwicklung aerodynamischen Vollcarbon-Laufräder vorangetrieben und ihr Sortiment stark erweitert. MAVIC bietet für beinahe jedes Laufradsystem Modelle an: Drahtreifen Clincher, Tubular Schlauchreifen oder Tubeless Schlauchlosreifen. Und dies auch stets für Scheiben- und Felgenbremsen. Für das SUGAR & PAIN BLOGAZINE haben wir intensiv das MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufradsystem am CANYON Aeroad CF und am Speedmax CF Di2 getestet …

 
 
Die Sportart Triathlon boomt und mit ihr der Aerodynamikmarkt für Zeitfahrräder und Laufräder aus leichtem und besonders steifen Carbon. Die Auswahl ist groß, es gibt Modelle in fast allen Preiskategorien, die Schere geht teilweise sehr stark auseinander. Wer hier an der Qualität spart zahlt allzu oft in der Haltbarkeit drauf und spielt mit seiner Gesundheit. Das Know How und die Erfahrung der Hersteller, das eingesetzte Carbon und dessen Verarbeitung machen hier den großen Unterschied. Gerade im Bereich Laminationstechnik und der Bremsflanken war die Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren gewaltig.
 
 

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 01 © Stefan Drexl

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 01 © Stefan Drexl


 
 

HOCHWERTIGE LAUFRÄDER FÜR LEIDENSCHAFTLICHE TRIATHLETEN

Eigentlich erst sehr spät war MAVIC im Jahr 2013 der aerodynamischen Elite mit seinem COSMIC CXR 80 T Laufradsatz beigetreten. Allerdings hat der französische Laufradhersteller auch kein Geheimnis draus gemacht, denn man wollte seiner Sache absolut sicher sein. Aktuell kann man bedenkenlos sagen, dass die Franzosen alles richtig gemacht haben. MAVIC bietet mittlerweile eine komplette Kollektion an Carbonlaufrädern an. Alle paar Monate präsentiert die Radsportmarke aus Annecy einen neuen Aero-Laufradsatz höchstem Qualitätsniveau und ist mit seinen Mitbewerbern des Aerodynamikmarkts absolut auf Augenhöhe. Aerodynamische Laufräder für Training und Wettkampf, die sowohl für Profis als auch für leidenschaftliche und ambitionierte Athleten im Rennradsport und Triathlon entwickelt werden.
 
 

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 02 © Stefan Drexl

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 02 © Stefan Drexl


 
 

PERFEKTE MAVIC KOMBINATION: KNOW-HOW UND DIE ERFAHRUNG DER ATHLETEN

Der Markt für aerodynamische Laufräder boomt, nie war das Preis-Leistungsverhältnis besser und das Angebot größer. Nachdem die Franzosen in den 90ern die Aero-Welle vorangetrieben hatten, waren sie mit dem Jahrtausendwechsel erstmal in Rückstand geraten. MAVIC hat sein komplettes Felgensortiment aus Aluminium-Carbon-Verbundstoff beinahe ein Jahrzehnt unverändert gelassen. Oder besser: Die Ingenieure des französischen Laufradherstellers haben sich vier Jahre lang ins Labor eingesperrt, geforscht und dann ihre die Entwicklung von Aero-Laufrädern wieder voll hochgefahren. Das Ergebnis: Aus der Kombination technischen Know-Hows mit langjähriger Erfahrung, vieler Gespräche mit Athleten und intensiver Forschung entstand eine breite Palette neuartiger Laufräder. Darunter die neuen, ultimativen MAVIC COSMIC CXR 80 T.
 
 

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 04 © Stefan Drexl

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 04 © Stefan Drexl


 
 

EIN INTEGRIERTES AEROKONZEPT

MAVIC platziert seine kombinierten Laufrad-Reifen-Systeme, wie auch die COSMIC CXR 80 T über den bisher schnellsten erhältlichen Laufrädern des Marktes,. Zurecht, denn kein anderer Hersteller entwickelt bislang Laufrad und Reifen gemeinsam zu einer windschnittigen Einheit. MAVIC hat somit ein integriertes Laufrad-Reifen-System entworfen, das bisher einzigartig auf dem Markt ist und kann dadurch den Luftwiderstand bedeutend reduzieren.
 
 

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 05 © Stefan Drexl

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 05 © Stefan Drexl


 
 

AUSFÜHRUNG BIS INS DETAIL

Das MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-System verwendet 80 Millimeter hohe und an der Bremsflanke 27 Millimeter breite Felgen. Die komplette Felge ist aus 3K-Carbon, mit einem eliptischen Aeroprofilen an Vorder- und Hinterrad welche nicht nur aerodynamisch sondern auch besonders steif sind. Auffälligstes Merkmal ist das integrierte Reifen-Felgen-Konzept. Dadurch schmiegt sich der Reifen an die Form des Laufrads an und spezielle Seitenwangen sorgen für einen nahtlosen Übergang was den Luftwiderstand erheblich minimiert. Diese Gummistreifen, sogenannte CX01 Aero-Blades, verschmelzen den Reifen regelrecht mit der Felge, indem sie den Übergang zwischen den Beiden geschmeidig glatt ausfüllen. Die Laufrad-Reifen-Kombination wirkt dadurch wie aus einem Guss. Sechzehn aerodynamisch abgeflachte Speichen am Vorderrad und 20 am Hinterrad verbinden die COSMIC CXR 80 T Felge mit den widerstandarmen Aluminiumnaben. Die flachen Flanschnaben an beiden Laufrädern sorgen für ein geringes Fahrgeräusch und sind reibungsarm gelagert mit einem Instant Drive 360-Freilauf für ultra-schnellem Kraftschluss.. Ohne Reifen und Kassette wiegt der Laufradsatz lediglich 1630 Gramm. Komplett mit den MAVIC CX01 Wangen und dem Yksion CXR GripLink Schlauchreifen vorne sowie dem hinteren Powerlink ganze 2170g.
 
 

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 06 © Stefan Drexl

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 06 © Stefan Drexl


 
 

FAZIT MAVIC COSMIC CXR 80 T

Mit seinem aerodynamischen Laufrad-Reifen-System CXR 80 T hat MAVIC die Messlatte hoch gelegt und die Konkurrenz vor eine große Herausforderung gestellt. Durch die Verschmelzung der für gewöhnlich getrennten Elemente Reifen und Felge hat MAVIC ein aerodynamisch synergetisches System geschaffen und dabei sämtliche positive Fahreigenschaften erhalten. Ganz egal ob die Vollcarbonlaufräder in einem Rennrad oder Zeitfahrrad eingesetzt werden. Die Seitenwindstabilität des CXR 80 T T ist sehr positiv und entspricht beinahe der von Laufrädern mit niedrigerer Höhe. Für seine Felgenhöhe von 80 Millimeter ist der Laufradsatz ziemlich leicht und zeigt eine positive Seitensteifigkeit selbst bei starken Antritten. Die Yksion CXR Reifen sind äußerst robust und haben auch bei hohen Geschwindigkeiten in engen Kurven einen zuverlässigen Grip. Einzig der Rollwiderstand ist gefühlt grösser und der Abrieb höher. Die CX01 Aero-Blades sind allerdings nur mit dem Yksion CXR Reifen kombinierbar. Wem eine 80er-Felgenhöhe zu hoch ist, für den hat MAVIC kürzlich den COMETE PRO CARBON SL T mit 60 Millimeter auf den Markt gebracht. Oder am Besten gleich einen tubeless Laufradsatz, wie den COMETE PRO CARBON SL UST. Die neueste Laufradgeneration mit schlauchloser Technologie ist zudem ideal für Training und Berge und für alle Liebhaber der zweiten Disziplin und leidenschaftlichen Rennradfahrer.
 
 

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 03 © Stefan Drexl

MAVIC COSMIC CXR 80 T Laufrad-Reifen-Kombination für mehr Aerodynamik / Produkttest / 03 © Stefan Drexl


 
 

MAVIC COSMIC CARBON CXR 80 T TECHNOLOGIE

• 28 Zoll, für Schlauchreifen
• Material: 100 Prozent 3K-Carbongewebe
• Bauart: Aero-Felge aerodynamisch
• Profilhöhe: 80 mm
• Felgen: elliptische Felgenflanken, extra breites Felgenbett
• Bremsflanken aus Carbon
• Farbe: Carbon schwarz
• Schnellspanner: BR601
• Speichenmaterial: Edelstahl
• Speichenbauart: gerade, mit Aero-Profil
• Felgenbohrungen: herkömmlich, ohne Speichenösen
• Speichenanzahl: Vorne 16 / Hinten 20
• Speichung: Vorderrad radial / Hinterrad links radial + rechts 2-fach gekreuzt
• Nabenkörper: Aluminium Carbon vorne und hinten
• Vorderachse: Aluminium, Größe 9 x 100
• Hinterachse: Aluminium, Größe 9,5 x 130
• Lagerung: QRM+
• Freilauf: Instant-Drive 360 FTS-L, Stahlkörper
• für 8 + 9 + 10 + 11-fach Kassette
 
 

MAVIC COSMIC CARBON CXR 80 T FAKTEN

• Paar mit Bereifung: 2.170 Gramm
• Paar ohne Bereifung: 1.630 Gramm
• Vorderrad mit Bereifung: 955 Gramm
• Hinterrad mit Bereifung: 1175 Gramm
• Vorderrad ohne Bereifung: 725 Gramm
• Hinterrad ohne Bereifung: 905 Gramm
• Bereifung VR + HR je 230 Gramm
 
 

MAVIC YKSION CXR SCHLAUCHREIFEN

• Vorderreifen: Yksion CXR Pro GripLink 23 x 622, faltbar, Ventillänge 52 mm, Druck: 8-10 bar 115-145 psi, Schutzlage: Nylon, TPI: Polycotton / Kevlar 210, Mischung: Single Combound 60a
• Vorderreifen: Gewicht 230 Gramm
• Hinterreifen: Yksion CXR Pro PowerLink 23 x 622, faltbar, Ventillänge 52 mm, Druck: 8-10 bar 115-145 psi, Schutzlage: Nylon, TPI: Polycotton / Kevlar 210, Mischung: Dual Combound
• Hinterreifen: Gewicht 230 Gramm
• Farbe schwarz, SSC Dekor

Die Laufräder werden komplett vormontierten mit Reifen und Seitenwangen aber unverklebt geliefert, so dass sie vor Benutzung noch verklebt werden müssen. Optional kann man seine neuen MAVIC COSMIC CARBON CXR 80 T Laufräder bei MAVIC versichern. Die MAVIC MP3 Versicherung umfasst sämtliche Schäden, die durch Sturz, Unfälle usw. verursacht werden könnten. Den natürlichen Verschleiß beinhaltet diese Versicherung natürlich nicht.
 
 

INFO

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SUPPORTED POST

Die MAVIC COSMIC CARBON CXR 80 T Laufräder wurden für diesen Produkttest von der Firma MAVIC zur Verfügung gestellt. Der Produkttest erfolgte unabhängig und ohne Einfluss des Herstellers auf Inhalt und Testergebnis. Der Testbericht ist frei und unabhängig verfasst. Der Bericht gibt ausschließlich meine persönliche Meinung auf Basis meiner intensiven Erfahrungen während des Trainings und Wettbewerben wieder. Weder für den Produkttest noch für die Berichterstattung habe ich eine Vergütung erhalten.
 
 

Gegen Kälte, Wind und Nässe hat sich das Zwiebelprinzip für den Radwinter mit Rennrad oder Mountainbike bestens bewehrt. Ohne diesen essentiellen Warmmachern für Hände, Kopf und Füße allerdings, währt das Wintertraining nur von kurzer Dauer und wenig Freude.
 
 

Mütze

Wer bei tiefen Temperaturen und Schnee auf’s Rennrad steigt, der kommt um eine funktionelle Radmütze nicht herum, die Kopf und Ohren vor dem Auskühlen schützt und komfortabel unter den Helm passt.
 

Stirnband

An nicht so kalten Tagen schützt ein breites Stirnband die Ohren und Stirn, es nimmt die Feuchtigkeit auf und kann die Wärme nach oben abgeben.
 

Sturmhaube

Eine dünne, atmugsaktive Sturmhaube schließt bei eisigen Temperaturen nahtlos die Lücke zwischen Kopf und Hals. Sie bietet einen hervorragenden Feuchtigkeitstransport und passt perfekt unter Helm und Mütze.
 

Brille mit Wechselscheiben

In den Wintermonaten steht die Sonne meist tief und kann blenden oder Nebel trübt die Sicht. Eine leichte Sportbrille Wechselscheiben sorgt für klare Sichtverhältnisse bei jeder Witterung und schützt die Augen vor kaltem Fahrtwind.
 

Handschuhe

Der sichere Griff des Lenkers und jederzeit bremsbereit ist das A und O bei Nässe und Kälte. Bei hochwertigen Handschuhen mit extra Grip sollte man nicht sparen und eventuell ein dünneres Paar darunter tragen, um möglichst lange Zeit warme Finger zu haben.
 

Wärmepads

Für längere Touren kann man sich Handschuhwärmer einpacken. Damit lassen sich die Finger bei Bedarf wieder schnell auf Temperaturen bringen.
 

Ärmlinge

Wirklich nützliche Helfer während des Jahreszeitenwechsels und im Winter sind Ärmlinge. Sie sind winddicht, geben dennoch die Feuchtigkeit ab und sparen manche Terxtillage. Der besondere Vorteil: Sie können schnell an- oder ausgezogen und leicht verpackt werden.
 

Beinlinge

Sie sind zwar Geschmackssache aber unterwegs schnell im Trikot verstaut, falls man sich einmal nicht sicher ist, ob man richtig angzogen ist. Möchte man nur eine gute Isolation am Knie gibt’s auch extra Kniewärmer.
 

Zehenkappen

Für die Übergangszeit, bei kühlem Wind und feuchten Strassen, oder auch ergänzend unter den Überschuhen können Zehenkappen zum Schutz über die Schuhspitzen gezogen werden und sorgen so für warme Zehen.
 

Überschuhe

Im Spätherbst kann man lange noch unten kurz fahren, wenn die Füße längst einen wärmenden Schutz vor Wind, Kälte und Nässe durch entsprechende Überschuhe benötigen. Vom leichten Regenschutz bis zum thermoisolierten Überschuh gibt es verschiedene Ausführungen, um keine kalten Füße zu bekommen.
 

Regen- / Windjacke

Eine, leicht packbare, winddichte Regenjacke sollte im Winter stets zusätzliche in der Trikotasche stecken. Sie sorgt bei Wetterwechseln für einen perfekten Schutz vor nasser Witterung mit optimaler Klimaregulation und für Extra-Isolation wenn’s mal länger dauert
 
 

RADWINTER HERSTELLERLINKS

GORE BIKE WEAR
SKINFIT
ODLO
OAKLEY
HEATMAX
 
 

PHOTOCREDITS

  • Stefan Drexl

 
 

Wer statt Espressowüste wert auf guten Geschmack und gesunde Ernährung  legt, der brüht seinen Espresso am besten selbst, ja der mahlt am Besten sogar die Kaffeebohnen frisch. So weit so gut. Wer aber mit dem Rennrad unterwegs ist, der wird sich damit schwer eher etwas tun. Selbst Handmühle, Gaskocher und Bialetti dürften in den Trikottaschen schwer Platz finden und aus einer gemütlichen Radrunde eine Tortour machen. Es bietet sich dann viel eher an, kurz in einem der kleinen Cafés im nächsten Ort zu halten und einen frischen Espresso zu bestellen. Rennrad und Espresso, das gehört für mich seit jeher zusammen.

 

KOFFEIN IM BLUT Auf dem Rennrad durch die Espressowüste / Rennrad und Espresso, das gehört für mich schon immer zusammen ©stefandrexl.de

KOFFEIN IM BLUT Auf dem Rennrad durch die Espressowüste / Rennrad und Espresso, das gehört für mich schon immer zusammen ©stefandrexl.de

 

Doch scheinbar weit gefehlt, selbst nach über 30 Jahren im sattel nicht! Der bajuwarische Freistaat, in dem Milch und Gerstensaft fliesen, ist bei gutem Espresso trockener als die Wüste Gobi. Peilt man im Münchner Umland einen örtlichen Becker an oder findet gar ein Café am Rande der Stadt, so bekommt man nichtsahnend eine heiße schwarze, koffeinhaltige Brühe mit laktosehaltiger Luft unter der Bezeichnung „Cappuccino“. Germania, Espressowüste, und das trotz der geographischen Nähe zu Italien und obwohl hierzulande mehr denn je des koffeihaltigen Heißgetränkes verkauft werden. Dass es aber auch anders geht, zeigen einige kleine feine Oasen der perfekten und frischen Espressokultur.


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Was uns hierzulande in der Regel als Cappuccino in die Tasse kommt, hat mit dem beliebten Heißgetränk aus Italien kaum mehr etwas gemein, ausser vielleicht mit der Farbe. An der Dosis Koffein mangelt es zwar nicht grundsätzlich, in der Regel aber geschmacklich. Das wundert kaum, werden die meisten koffeinhaltigen Milchheißgetränke von Halb- oder Voll-Automaten kredenzt: Kaffeebohnen mahlen, Kaffeepulver brühen und Milch aufschäumen auf Knopfdruck. Der menschlich Leistungsanteil reduziert sich dabei auf das Strecken des Zeigefinger, weit entfernt von der Kaffekunst und Leidenschaft eines Barista.

 

Koffeinoasen geben einen Lichtblick

Wenn man Glück hat, dann erhält man das koffeinhaltiges Heißgetränk sogar in einer Tasse aus Keramik anstatt in einem Pappbecher mit Plastikdeckel, welcher noch den letzten verbliebenen Geschmack verblassen lässt – ganz abgesehen von der Umweltverschmutzung und den gesundheitlichen Nebenwirkungen. Dennoch gibt’s diese „Cappuccini“ aus All-In-One-Automaten noch nicht einmal günstiger oder schneller und die Menschen stellen sich dafür sogar an. Also strample ich weiter auf meinem Rennrad durch die Espressowüste des bayerischen Oberlandes und passiere auf meinen Touren lieber zügig jene vebliebenen kleinen Cafés in den Dörfern, zumindest so lange bis sich endlich etwas ändert. Aber es gibt ein paar Lichtblicke dank einer handvoll ambitionierter Koffeinoasen. Tatsächlich keine Fata Morgana wenn ich wieder einmal auf längeren Touren mit einem Hungerast desorientiert entlang der Voralpen kurble. Nein, es gibt sie wirklich und ich plane manchen Trainingseinheit extra so, um an einer der wenigen kleinen Kaffeeröstereien, wie in Murnau, Tegernsee oder Hermansdorf für ein oder zwei Cappuccini kurz zu stoppen. Die Dosis Koffein für den Hinweg gibt’s schon zu Hause, einen Espresso aus der Bialetti Herdkanne mit frisch gemahlenen Kaffebohnen.

 

KOFFEIN IM BLUT: Durch die Espressowüste mit dem Rennrad / Mit dem Rennrad vorbei am Starnberger See und den Osterseen, und dann kommt man nach Markt Murnau am Staffelsee.

KOFFEIN IM BLUT: Durch die Espressowüste mit dem Rennrad / Mit dem Rennrad vorbei am Starnberger See und den Osterseen, und dann kommt man nach Markt Murnau am Staffelsee.

 

Warum ist das aber grundsätzlich so ein Jammer mit dem Kaffee hierzulande, fahren wir doch gerne gen Süden nach Bella Italia und bestellen schon kurzer hinterm Brenner den ersten Espresso? Ist es Bequemlichkeit, schlichtweg Geiz oder tatsächlich Geschmacksverirrung? Wenn ich mit meinem Rennrad durch die Berge Südtirols fahre oder die Toskana durchquere, dann finde ich in jedem noch so kleinen Villaggio eine kleine Bar mit einer exzellent eingestellten Siebträgermaschine und einem gutem Espresso oder Cappuccino. Schnell, unkompliziert und schmeckt wunderbar aromatisch für wenig Geld.

 

Guter Espresso? Keine Frage des Geschmacks

Aber es geht auch anders! Möchte man im weiteren Umland Münchens einen guten Espresso, frisch gemahlen aus qualitativ hochwertigen Kaffeebohnen, dann sieht das zwar sehr übersichtlich aus. Doch es wird aufgerüstet in den bayerischen Kaffeestuben, denn immer mehr Menschen und Radsportler legen endlich auch hierzulande immer mehr Wert auf guten Geschmack. Aber nicht nur das: Sie möchten es auch ganz genau Wissen woher die schwarzen Bohnen kommen und schätzen eine nachhaltige Qualität, wie ich auch. So habe auch ich natürlich den ersten sonnigen Frühlingstag für eine Fahrt mit dem Rennrad von München Richtung Süden genutzt. Vorbei am Starnberger See und den Osterseen nach Markt Murnau am Staffelsee. Das sind gute 70 Kilometer, genau die richtige Entfernung für eine kurze Pause auf einen Cappuccino. Und das lohnt sich wirklich!

 

KOFFEIN IM BLUT: Durch die Espressowüste mit dem Rennrad / Michael Eckel von der Murnauer Kaffeerösterei hat seine Leidenschaft in den verschiedenen Arten der Zubereitung von Espresso und Cappuccino gefunden

KOFFEIN IM BLUT: Durch die Espressowüste mit dem Rennrad / Michael Eckel von der Murnauer Kaffeerösterei hat seine Leidenschaft in den verschiedenen Arten der Zubereitung von Espresso und Cappuccino gefunden

 

Zwei Brüder rösten den Kaffeemarkt auf

In dem oberbayerischen Stätdchen mit Blick auf das Wettersteingebirge mit Zugspitze und Alpspitze haben zwei Brüder die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und eine kleine, feine Kaffeerösterei eröffnet. Ihren Ursprung hat die Murnauer Kaffeerösterei in der Kaffeeleidenschaft des Inhabers Thomas Eckel. Er entdeckte seine Begeisterung für guten Kaffee schon in den 90er Jahren auf einer Kaffeeplantage auf Hawaii. 2004 begann Thomas Eckel dann selbst mit dem privaten Vertrieb von Plantagen-Kaffee an Bekannte und Freunde. Das hat sich schnell rumgesprochen und so wurde aus der kleinen Manufaktur eine stetig wachsende Rösterei mit einem professionellen Vertrieb. Vor wenigen Jahren konnte Thomas Eckel dann auch seinen Bruder Michael für seine frisch gerösteten Kaffeebohnen begeistern.

Michael Eckel hat seine Leidenschaft in den verschiedenen Arten der Zubereitung von Espresso und Cappuccino gefunden, vom Mahlgrad und dem Tampen über die Extraktion bis zum richtigen Milchschäumen und der Latte Art erzählt er mit einer echten Begeisterung, die ansteckend ist und natürlich auch schmeckt. Mit diesen wenigen, kleinen Stellschrauben schafft er es das beste aus einer Kaffeesorte herauszuholen, so dass sich die Säure und Fruchtigkeit in einem Espresso oder Cappuccino zu einem echten Geschmackserlebnis entfaltet. Gemeinsam machen die Brüder nicht nur aus hochwertigen Kaffeebohnen besonders leckere Espressi sondern mischen mittlerweile den hisigen Kaffeemarkt auf und beliefern sogar das Münchener Traditionskaufhaus Kustermann am Viktualienmarkt.

 

KOFFEIN IM BLUT: Mit dem Rennrad durch die Espressowüste / Harmonie für den Gaumen, Koffein für’s Blut ©stefandrex.de

KOFFEIN IM BLUT: Mit dem Rennrad durch die Espressowüste / Harmonie für den Gaumen, Koffein für’s Blut ©stefandrex.de

 

Harmonie für den Gaumen, Koffein für’s Blut

Um die Unterschiede von Frucht- und Säuregehalt verschiedener Kaffeesorten zu schmecken, nehme ich noch einen zweiten Cappuccino. Ich entscheide mich für einen Pacha Mama, denn mein erster war ein Aricha aus Äthiopien. Der Aricha besticht durch eine aussergewöhnliche Fruchtigkeit, er ist ausgesprochen saftig, schmeckt nach Blaubeeren mit einer zarten Süße im Nachgeschmack und einen harmonischen Gesamteindruck. Der Pacha Mama hingegen kommt aus den Anden Perus und wächst seit Generationen in einer Höhe von 1700 Metern und besitzt eine würzig-feine Note und erlesene Säure. Er verbindet den Geschmack von Schokolade mit einem exotischen Touch von Maracuja, was ihn harmonisch und vollmundig macht. Der Peruaner scheint ein Highlight für Feinschmecker und für mich ein Traum als Cappuccino.

 

KOFFEIN IM BLUT: Durch die Espressowüste mit dem Rennrad / Vom Mahlgrad und dem Tampen über die Extraktion bis zum richtigen Milchschäumen und der Latte Art entdeckt man in der Murnauer Kaffeerösterei echte Begeisterung, die ansteckend ist und natürlich auch schmeckt.

KOFFEIN IM BLUT: Durch die Espressowüste mit dem Rennrad / Vom Mahlgrad und dem Tampen über die Extraktion bis zum richtigen Milchschäumen und der Latte Art entdeckt man in der Murnauer Kaffeerösterei echte Begeisterung, die ansteckend ist und natürlich auch schmeckt.

 

Nach einer halbstündigen Pause ist es wieder an der Zeit aufzubrechen und Michael lädt mich ein, doch gerne an einem seiner Seminare der Kaffee-Akademie der Murnauer Kaffeerösterei teilzunehmen, um mehr über den Kaffeeanbau und die Zubereitung eines feinen Espressos zu lernen. Das nehme ich doch gerne an und schwinge mich mit der richtigen Dosis Koffeein im Blut wieder auf den Sattel, um wieder hinaus in die Espressowüste zu reiten und den zweiten Teil meiner Tour zurück nach München anzutreten. Es ist einer dieser letzten sonnigen Herbsttage, das Laub ist bunt und duftet, ein „Indian Summer“ in Bayern.

 

Un Espresso, buona notte

Die Sonne steht schon tief, als ich wieder nach München hineinrolle und sich meine große Radrunde durch’s bayerische Oberland mit knapp 160 Kilometern langsam dem Ende neigt. Um den wunderbaren Tag auf dem Rennrad angemessen ausklingen zu lassen und die Regeneration geschmackvoll einzuläuten, halte ich noch für einen kurzen Absacker bei Tomaso und Elio im kleinen Caffè Italia. Ohne Fleiss kein Preis, oder wer guten Espresso. Buona notte!

 

QUELLEN

MURNAUER KAFFEERÖSTEREI
TEGERNSEER KAFFEERÖSTEREI
MERCHANT & FRIENDS Hermansdorf

Es ist die Königin der Passstraßen und zählt zu den schönsten Anstiegen in den Alpen, das Stilfser Joch. Nach dem Col de l’Iseran in Frankreich ist das Stilfser Joch im italienischen Südtirol der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen. Der Passo dello Stelvio verbindet das Städtchen Bormio im Veltlin und die Lombardei mit Prad im Vinschgau, Südtirol. Jedes Jahr zieht dieser Gebirgspass Radsportler aus ganz Europa wie magisch an. Es sind die in den Fels gemeisselten 48 Kehren der Ostrampe über 1835 Höhenmeter und die fantastische Aussicht, weshalb der Ritt auf das Stilfser Joch bei vielen Rennradfahrern beinahe schon ein Mythos ist.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt Anstieg zum Ofenpass © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt Anstieg zum Ofenpass © stefandrexl.de

In der Vorbereitung auf ein großes Ziel, zur Verbesserung der Kraftausdauer oder einfach nur der bezaubernden Landschaft wegen, ist für mich die Fahrt mit dem Rennrad auf das Stilfser Joch neben einem sehr guten physiologischen, besonders auch ein psychologisches Training und großartiger Gebirgspass. Lange steht er auf meinem Plan und viele Anläufe hatte ich in den vergangenen Wochen unternommen das Dach der Zentralalpen wieder einmal zu überqueren. Aber stets kam das Wetter anders als vorhergesagt oder das perfekte Wetter passte nicht in meine aktuelle Trainingsplanung oder den beruflichen Alltag. Mit Blick auf mein Highlight der Saison 2016 schloss sich das Zeitfenster allerdings immer weiter, um den Passo dello Stelvio somit noch in meine Vorbereitung und das Radtraining integrieren zu können. Die letzte Möglichkeit für solche eine harte, lange Radeinheit schien mit einer guten Wettervorhersage für die nächsten Tage dann endlich zu passen. Auch wenn es jetzt nur zu einem Tagesausflug ins schöne Vitschgau, Südtirol reichen sollte.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt Eine Stunde und dreißig Minuten zur Passhöhe des Ofenpass © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
Eine Stunde und dreißig Minuten zur Passhöhe des Ofenpass © stefandrexl.de



Für’s Warm-Up auf den Ofenpass

Um fünf Uhr morgens für ich also von München über Garmisch, den Fernpass und den Reschenpass nach Glurns (ital.: Gluorn) am Fuße des Ofenpass (ital.: Pass dal Fuorn). Mein Plan war eine Tour von Glurns über den Ofenpass nach Livigno und weiter über den Passo Tonale nach Bormio zu machen. Von dort wollte ich über die Westrampe den Passo dello Stelvio überqueren und über Prad (ital.: Prato allo Stelvio) zurück nach Glurns fahren. Also habe ich das Auto in Glurns geparkt, mich umgezogen und das Rennrad präpariert, um mich Punkt 9:30 Uhr auf den Sattel zu schwingen. Kein Warm-Up, kein Einrollen, denn schon nach zwei Kilometern begann der Anstieg auf den Ofenpass über den Grenzort Münstair und Santa Maria. Unproblematisch liessen mich die schweizer Beamten die Grenze passieren und die Sonne scheinte wärmend durch ein paar dicken Wolken in das Münstair Tal.

Nach Santa Maria, wo es noch die Variante über den Umbrail Pass auf’s Stilfser Joch gäbe, wurde es dann ernst und die Steigung aus dem retoromanischen Dörfchen nahm spürbar zu, während der Verkehr weniger wurde. Es gibt kaum Kehren auf dem ersten Streckenabschnitt, dafür immer wieder harte Rampen mit bis zu 16%. Das letzte Drittel des Ofenpass windet sich durch Kieferwälder und schließlich kargem Fels oberhalb der Baumgrenze. Die Sonne und wenigen Lücken mit blauem Himmel haben sind dunklen Wolken gewichen und ein frischer Wind weht aus dem Engadin. Als ich auf der 2149 Meter hohen Passhöhe des Ofenpass angekommen bin und glücklich über die erste Hürde des Tages war, spürte iche erste Tropfen und von Westen kam mir ein Wetterumschwung mit kaltem Wind und einer Regenfront entgegen. Alles andere als vom Wetterbericht vorhergesagt und was ich jetzt sehen wollte. Und es kam schneller als erwartet, so dass ich gar nicht erst in Erwägung ziehen konnte, eventuell doch noch die Punt dal Gall und den Tunnel nach Livigno trocken zu erreichen.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Unerwarteter Wetterumschschwung Ofenpass © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Unerwarteter Wetterumschschwung Ofenpass © stefandrexl.de

Na dann, meine Gore Jacke und Ärmlinge angezogen und wieder den selben Weg zurück. Etwas depremierend war das durchaus nach nur 26 Kilometern wieder umzukehren. Aber es ist wie’s ist, Rennradfahren bleibt eben eine Outdoor-Sportart und wir abhängig von Wind und Wetter – zum Glück. In Santa Maria habe ich noch kurz die Variante über den Umbrail Pass überlegt, aber der Regen war schneller und mittlerweile auch alle Gipfel in dicken Wolken.



Der Umbrail Pass – eine kurze knackige Alternative

Von Kletterkönig120 – Der Umbrailpass ist mit seinen 2503 m der höchste Schweizer Pass und verbindet das Val Mustair mit dem Val Braulio. Die Passhöhe liegt nur rund einen halben Kilometer von der Südwestauffahrt zum Stilfser Joch entfernt, so dass es keine wirkliche eigenständige Auffahrt von der Südseite gibt.

Das Passschild steht zwischen der Schweizer Zollstation und der Cantoniera IV an der Stilfser-Joch-Passstraße. Unmittelbar vor der Zollstation befindet sich auch ein Gasthaus, welches zumindest im September 2008 geöffnet hatte. Auf der Passhöhe wird anhand einiger Informationstafeln zu den Vorgängen im Dreiländereck Schweiz–Österreich–Italien während des Ersten Weltkriegs erläutert, als die Italienischen Truppenverbände versuchten, die Österreicher aus Südtirol, hier insbesondere vom strategisch wichtigen Reschenpass und aus dem Vinschgau zu verdrängen. Die unmittelbare Nähe zu den beiden Kriegsparteien machte auch eine militärische Präsenz der Schweizer Armee auf dem Umbrailpass notwendig.

Durch die Nähe zum Stilfser Joch fristet der Umbrailpass eher ein Schattendasein, dass er eigentlich gar nicht verdient hat. Wer sich jedoch an eine Befahrung des Umbrail wagt, wird vor allem die Abgeschiedenheit des Val Muraunza schätzen, während nur wenige Kilometer entfernt am Stilfser Joch fast täglich großer Trubel herrscht.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Cappuccino in Glurns in der Regenpause © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Cappuccino in Glurns in der Regenpause © stefandrexl.de



Historische Mittagspause mit Lichtblick

Ich bin also wieder den kompletten Ofenpass hinunter nach Glurns gefahren, habe alles ins Auto gepackt und mir im Caffe Pasticceria Riedl mit Cappuccino und Apfelstrudel ausgiebig Mittagspause gemacht bis der Regen vorüber war. Glurns am Fuße des Reschenpass ist ein rätoromanisches Städtchen und bereits in der Römerzeit war es, durch die Lage an der Via Claudia Augusta ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Handelsweg zur nahen Schweiz. Hier kann man durchaus ein paar Stunden spazieren und historische Eckchen, wie die Gerbergasse entdecken.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Das Gerberviertel des rätoromanischen Städtchens Glurns © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Das Gerberviertel des rätoromanischen Städtchens Glurns © stefandrexl.de

Der Himmel lichtete sich langsam und ich bin in die nächste Ortschaft nach Prad (ital. Prato) gefahren. Von dort beginnt der Aufstieg über die Ostrampe auf’s Stilfser Joch und man hat sogar direkte Sicht auf den 2758 Meter hochgelegenen Passo dello Stelvio. Und mein Blick hinauf zur Passhöhe jetzt war frei von Wolken und die Sonne strahlte die Gipfel wieder an. Ich parkte sofort mein Auto, habe mich erneut in die komplette Radmontur geschmissen und zügig auf mein Aeroad geschwungen. Es war 15 Uhr und erneut gab es kein Einrollen, denn bereits in Prad steigt die Passstraße auf den ersten 3 km mit 3 % leicht an. Doch dank nach der ersten Trainingseinheit am Vormittag und der ausgedehnten Mittagspause sind die Beine jetzt locker und der Tritt runder.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Schon in Prad beginnt der Anstie zum Stilfser Joch © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Schon in Prad beginnt der Anstie zum Stilfser Joch © stefandrexl.de



Von Bergriesen und buckelnden Zwerg im Trafoital

Die Straße läuft anfangs entlang des Rio Solda, einem Nebenfluss der Etsch (ital.: Adige) und führt dann weiter ins Trafoital. Das tiefblaue Wasser raucht das Tal hinab und sein tosendes Geräusch begleitet mich auf den ersten 4 km bis zur Abzweigung Sulden. Doch dann wird es spürbar steiler und die nächsten 3 km werden mit 7% Steigung bewältigt. Nach 8,5 km und zwei langen Galerien erreiche ich die ersten zwei von 48 Kehren. Alles easy, denn 400 Höhenmeter sind schon absolviert und 1400 warten noch auf mich.

2 Kilometer führt die Straße fast gerade weiter bergan, nur durch leichte Kurven unterbrochen. Dabei überquere ich zwei mal den Rio Solda und es gibt kaum Ausblicke in dem engen Tal. Kurz einmal tauchen zwar die Bergspitzen der Ortlergruppe auf und dann geht’s auch schon, vorbei an einer Jugendherberge und einem Hotel zur Rechten, durch das übersichtliche Örtchen Trafoi. Das liegt bereits auf 1500 Meter und die Passstrasse steigt einigermaßen konstant mit 7 % an. Das Tal öffnet sich jetzt und gibt den wunderbaren Blick frei auf die schneebedeckten Bergriesen direkt vor mir, was einen sofort zum sich buckelnden Zwerg werden und jegliche Quälerei vergessen lässt.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Immer steiler wird die Passstrasse ins Trafoital © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Immer steiler wird die Passstrasse ins Trafoital © stefandrexl.de

Bei Kilometer 10,5 steuert man direkt auf das imposante am Hotel Bella Vista“ und kurz davor nach rechts in die nächste Doppelkurve. Man macht dadurch schnell Höhenmeter und ist dann hoch über Trafoi. Etwa einen Kilometer fahre ich ohne Kurven und relativ flach weiter, der Tacho kletter tatsächlich noch einmal über 25 km/h, aber dann geht’s ungebremst in die kurven- und kehrenreichsten Bergauffahrt der Alpen hinein. Zwar ist die Hälfte fast schon geschafft, aber jetzt liegen noch 12,5 km, 1050 hm und 44 Kehren vor mir zum verspeisen.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Imposanter Anblick des Ortlermassivs © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Imposanter Anblick des Ortlermassivs © stefandrexl.de



Ausblick, Steigung und die Höhe sind atemberaubend

Je höhe desto spektakulärer sind die Rampen und ihre Kehren in den Fels gemeißelt. Erst steigt die Strasse über 12 Kehren durch einen bewaldeten Berghang hinauf und schwenkt dann nach rechts in ein Seitental ein. Es folgt ein relativ gerader Kilometer, der Wald lichtet sich und weicht Bergkiefern, sogenannten Latschen. Mit weiteren 4 Kehren sind die 2000 Höhenmeter geknackt und sieht jetzt die unzähligen Kurven in die Ostflanke des Passo Stelvio gezeichnet, aber noch lange kein Ende in Sicht. Einen ersten Blick auf die Passhöhe bekomme ich erstmals nach dem Hotel Franzenshöhe. Was ich da im Hintergrund sehe ist kaum vorstellbar. Ich hatte mit dem Anstieg von Prad zwar bereits 1200 Höhenmeter in den Beinen, aber dann diese fast unrealistsch wirkende Wand. Doch die Ausblicke wurden mit jeder Kehre und jedem Richtungswechsel auf das Ortlermassiv atemberaubender aber auch die Höhe erschwerte mir die Atmung.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / 48 Kehren hinauf zum Stilfser Joch © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ 48 Kehren hinauf zum Stilfser Joch © stefandrexl.de

Die Schilder in den Kehren mit ihrer rückwärtszählenden Nummerierung sind einerseits Motivation und andererseits führen sie mir stets vor Augen, wie viele Kurven, Höhenmeter und Kilometer noch vor mir liegen – das obwohl ich doch schon so viel hinter mir lassen konnte. Sie sind ähnlich der Auffahrtsschilder in den Pyrenäen, Darauf stehen vor jedem kommenden Kilometer auch die zu überwindenden Höhenmeter. Ich habe noch 24 Kehren bergauf zu strampeln und das ist immerhin die Hälfte der Kehren. Kilometer und Höhenmeter sind es allerdings schon erheblich mehr als die Hälfte.



Zum Final die Passhöhe des Stilfser Joch stets fokusiert

Leichter wird’s beim Anblick der Steilwand und des Talkessels mit der vor mir in den Berg gezeichneten Passstraße allerdings auch nicht. Mit Kehre 20 erreiche ich die 2400 Höhenmeter und habe die letzte längere Gerade hinter mir gelassen. Im Schatten ist es bereits spürbar kühler und von der Passhöhe weht ein frischer Wind hinab, aber solange man in die Pedale tritt, ist es angenehm. Die verbleibenden Serpentinen sind mit relativ kurzen und sehr steilen Rampen gepickt, aber die Energie und Pedalkraft sind noch auf voller Leistung. Die Geschwindigkeit mit 12 – 15 km/h fühlt sich unheimlich langsam an und dennoch sammle ich immer wieder andere Rennradfahrer ein, die ich auch relativ zügig überhole.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Gipfelglück am Stilfser Joch nach 1835 Höhenmeter mit dem Rennrad © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Gipfelglück am Stilfser Joch nach 1835 Höhenmeter mit dem Rennrad © stefandrexl.de

Der Blick nach oben kann frustrieren oder motivieren. Ich sehe das sehr nüchtern und habe einen großen Spass am Alpenpässe fahren Wozu nach vorne schauen, wenn der Blick nach vorne, hier und jetzt bedeutend ist und die Aussicht nach links und rechts jede Anstrengung vergessen lässt. Die letzten 10 Kehren mit „nur“ noch 250 Höhenmeter sind angebrochen und mit jeder Linkskurve hat man das Ziel im Blick. Mit Kehre 5 hat man die letzten 100 Höhenmeter vor sich und fast schon intuitive wird mein Tritt stärker und das Tempo etwas höher. Obwohl die letzten Kilometer durchgängig 10 % Steigung hatten, schaltete ich auf den letzten 500 Metern für’s Finale noch einmal einen Gang höher und ging aus dem Sattel: Der Sturm auf den Gipfel.



Der Lohn: Der beste Cappuccino auf 2758 Meter

Nach fast zwei Stunden fahrt bergauf ist die Königin der Alpenpässe dann endlich geschafft und die Freude riesig. Es sind kaum noch Wolken, die Sonne strahlt und der Blick auf die zahlreichen Gipfel rundherum ist unglaublich schön. Der Lohn für die Mühe und wer hätte das, nach dem Tagesverlauf tatsächlich noch gedacht. Manchmal kommt es eben anders als man denkt. Obligatorisch gibt’s jetzt einen Cappuccino. Ich gehe ins Caffe Perego und ort gibt’s zudem einen fantastischen südtiroler Apfelstrudel, selbstgemacht. Der Cappuccino am Passo dello Stelvio auf 2758 Höhenmeter ist sensationell lecker und besser als unten im Tal. Alleine dafür hat sich die Auffahrt gelohnt. Natürlich wäre mir der Anstieg von Bormio aus, mit der Tour über Livigno lieber gewesen, denn ich bevorzuge Rundkurse. Aber diese Variante kannte ich schon und kann ich das nächste Mal bei besserem Wetter fahren.

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt / Ein Denkmal für einen der größten italienischen Radfahrer der Vergangenheit: Fausto Coppi © stefandrexl.de

DAS STILFSER JOCH 48 Kehren in Fels gemeisselt
/ Ein Denkmal für einen der größten italienischen Radfahrer der Vergangenheit: Fausto Coppi © stefandrexl.de

Die Pause am Stilfser Joch fällt kurz aus, denn etwa eine Stunde muss man für die Abfahrt einplanen und es ist bereits 18 Uhr. Der Vorteil ist, dass um diese Uhrzeit kaum noch Fahrzeuge unterwegs sind und man dank des guten Überblicks, die Kehren schwungvoll ausfahren kann. Ebenso ist mittlerweile die Strecke abgetrocknet und ich kann es auch im Wald ordentlich rollen lassen. Zurück in Prad sind’s nicht mehr die Beine die brennen, sondern die Unterarme vom Bremsen. Es war wunderbar und ich kann euch das Stilfser Joch, ganz egal von welcher Seite nur empfehlen. Ich kenne jetzt alle drei Varianten.



INFORMATION

Tour: Stilfser Joch (ital.: Passo del Stelvio)
Arbeitsgerät: Rennrad Canyon Aeroad CF
Übersetzung: 39 – 54 / 11 – 25
Start: Prato (Prad), Südtitol, Italien
Ziel: Passo del Stelvio
Variante: Trafoital, Ostrampe
Streckenlänge: 26,4 km
Passhöhe: 2758 m (über NN)
Höhendifferenz: 1835 m
Steigungsrate: ø 7,9 %
Steigung: max 13 %



VIDEO

Das Video zeigt eindrucksvoll womit wir es am Passo dello Stelvio zu tun bekommen.
Mark Colly mit seinem Ritt auf’s Stilfser Joch



HELFENDE LINKS

Der Ofenpass
Das Stilfser Joch
Der Umbrail Pass
Glurns am Ofenpass
Prad am Stilfser Joch

Durch einzigartiges Material und Konstruktion maximiert der Mavic Ultimate CXR Rennradschuh den Komfort und Kraftübertragung und besticht nebenbei mit Atmungsaktivität und Leichtgewichtigkeit. Mit diesen Radschuhen sparst Du vor allem Energie bei maximaler Leistung in der Druck- und Zugphase.

 
 

Das Obermaterial des Mavic Ultimate CXR Rennradschuh

Dank der CXR-Aeroflap wird der Luftwiderstand vermindert; die geklebte Ergo Lite-Konstruktion aus Synthetikleder und das Mesh-Material machen den Radschuh leicht und luftig.
 
 

Durch einzigartiges Material und Konstruktion maximiert der Mavic RennradSchuh Komfort und Kraftübertragung und besticht nebenbei mit Atmungsaktivität und Leichtgewichtigkeit. Mit diesen Radschuhen sparst Du vor allem Energie bei maximaler Leistung in der Druck- und Zugphase.

Mavic Ultimate CXR Rennradschuh mit CXR-Aeroflap für verminderten Luftwiderstand; die geklebte Ergo Lite-Konstruktion aus Synthetikleder und das Mesh-Material machen den Radschuh leicht und luftig. © MAVIC


 
 

Die Mavic Ultimate CXR Sohle

Energy Full Carbon SLR: extrem leichte, biegesteife und dünne (5,5 mm) Vollcarbon-Konstruktion; die geringe Gesamtbauhöhe bewirkt Pedalachsennähe und optimale Kraftübertragung; Anti-Slip-Besatz vorne und hinten; LOOK-, SPD-SL-, Speedplay-, Keo- und Time Impact-Pedale kompatibel.
 

Durch einzigartiges Material und Konstruktion maximiert der Mavic RennradSchuh Komfort und Kraftübertragung und besticht nebenbei mit Atmungsaktivität und Leichtgewichtigkeit. Mit diesen Radschuhen sparst Du vor allem Energie bei maximaler Leistung in der Druck- und Zugphase.

MAVIC CXR Ultimate Rennradschuh mit Energy Full Carbon SLR Sohle © MAVIC


 
 

Der Mavic Ultimate CXR Verschluss

Das neue Drehsystem Ergo Dial bietet präzisen Halt sowie eine einfache, extrem genaue Justierung.
 
 

Durch einzigartiges Material und Konstruktion maximiert der Mavic RennradSchuh Komfort und Kraftübertragung und besticht nebenbei mit Atmungsaktivität und Leichtgewichtigkeit. Mit diesen Radschuhen sparst Du vor allem Energie bei maximaler Leistung in der Druck- und Zugphase.

MAVIC CXR Ultimate Rennradschuh mit neuem Drehsystem Ergo Dial Verschluss © MAVIC


 
 

Die Ausstattung des Mavic Ultimate CXR Rennradschuh

Leichte, geklebte Vollcarbon-Fersenkappe, ergonomisch geformte Zunge, neue Ergo Fit 3D+ OrthoLite-Innensohle für überlegene Dämpfung.
 
 

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FACTS

TOP-AERODYNAMIK: Die CXR Aeroflap des Mavic Rennradschuh vermindert den Luftwiderstand und spart Energie
ATMUNGSAKTIVITÄT: Spezielle Materialien und Konstruktion sorgen beim Mavic Rennradschuh für starke Belüftung während der Fahrt
PASSFORM: Das neue Ergo Dial-Verschlusssystem bietet präzisen Halt sowie einfache, extrem genaue Justierung
GEWICHT: 260 g (Größe UK 8,5)
UVP 350,00 EUR
 
 

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Nachdem er fast alles abgeräumt hat, wovon Athleten träumen – zuletzt den Laureus World Sports Award als „World Action Sportsperson of the Year“ – möchte Jan Frodeno den Weltrekord von Andreas Raelert bei der Challenge Roth 2016 knacken. Zum 15. Geburtstag der Triathlon-Marke Challenge möchte „Frodo“ seinen Plan umsetzen und wird am 17. Juli 2016 unter anderem auf den Vorjahressieger und Deutschen Meister Nils Frommhold oder Tyler Butterfield, Teilnehmer der Olympischen Spiele 2004 in Athen und 2012 in London treffen. Mit der Lokalmatadorin Anja Beranek aus Nürnberg, der Zweitplatzierten Carrie Lester (AUS) und Titelverteidigerin Yvonne van Vlerken wird das komplette Podium des Challenge Roth 2015 bei den Frauen an den Start gehen.

Wer den Ironman Weltmeister von 2015 kennt der weiß, wenn Jan Frodeno sich etwas in den Kopf setzt, dann beißt er sich daran fest und setz das konsequent in die Tat um. In seiner beispiellosen Triathlon-Karriere hat Jan Frodeno schon fast alles erreicht. Er gewann 2008 Gold bei den Olympischen Spielen in Peking und ist aktueller Ironman Hawaii-Sieger. Zahlreiche Erfolge markieren die sportliche Karriere des 34-jährigen Triathlonprofi, in der zwei große Meilensteine bislang noch fehlen: Der Sieg des weltgrößten Triathlon-Events über die Langdistanz und die Weltbestzeit. Beides will der in Südafrika aufgewachsene Ausnahme-Athlet am 17. Juli 2016 in Roth anvisieren.

Jan Frodeno ist definitiv der Favorit

„Das Rennen in Roth ist die europäische Triathlon-Legende, ein Start beim Challenge ist ein Highlight in jeder Athleten-Vita“, so der derzeit beste Triathlet der Welt. Nach seiner Wadenverletzung im Februar ist Frodeno jetzt wieder voll im Trainingsmodus, mental stärker denn je und fest entschlossen, seine Pläne umzusetzen und seine Ziele zu erreichen: Roth zu gewinnen und die 2011 von Andreas Raelert in Roth aufgestellte Weltbestzeit von 7:41:33 h zu pulverisieren. Frodeno: „Ich werde alles dafür tun, dass mein großer Traum vom Weltrekord Wirklichkeit wird“. In Roth wird „Frodo“ definitiv als Favorit ins Rennen gehen wird.

Vorteil der Streckenkenntnis für Nils Frommhold

Vorjahressieger Nils Frommhold wird es unter diesen Vorzeichen nicht leicht haben, den Titel zu verteidigen, aber möglich ist im Triathlon bekanntlich alles. Immerhin konnte der gebürtige Berliner bei seinem Sieg in Roth 2015 mit seiner Zeit von 7:51:28 Stunden die siebtschnellste je auf der Langdistanz erzielte Zeit aufstellen, nicht einmal zehn Minuten trennen den für Triathlon Potsdam startenden Frommhold von der Weltbestzeit. Dazu kommt: Der 29-Jährige ist in perfekter Form, kennt die Strecke und selbst heiß darauf zu sehen, was in Roth diesmal geht. An einem guten Tag ist auch für den amtierenden Deutschen Meister, zweifachen Ironman-Sieger und Hawaii-Fünften von 2014 ein Sieg beim Challenge Roth in Reichweite.

Challenge Roth 2016: Jan Frodeno hat die Weltbestzeit im Visier - Die Titelverteidiger Yvonne van Vlerken und Nils Frommhold sind auch am Start © Luise Köstler

Challenge Roth 2016: Jan Frodeno hat die Weltbestzeit im Visier – Die Titelverteidiger Yvonne van Vlerken und Nils Frommhold sind auch am Start © Luise Köstler

Zwei weitere Deutsche mit Dirk Bockel und Jan Raphael

Aus deutscher Sicht ist auch Jan Raphael ein heißer Anwärter auf einen der vorderen Plätze in Roth. Gleich bei seinem ersten Langdistanz-Start holte er 2006 in Florida den Sieg, 2012 gewann er den Ironman Sweden in neuer persönlicher Bestzeit von 8:04 Stunden. In Frankfurt wurde der gebürtige Hannoveraner zweimal Zweiter, zuletzt 2013. Ebenso ist der gebürtige Waiblinger Dirk Bockel, der heute in Tucson/Arizona lebt, in Roth wieder am Start. Mit der damals sechstschnellsten je auf einer Langdistanz erzielten Zeit (7:52:01) konnte Bockel 2013 den DATEV Challenge Roth gewinnen und 2014 den Ironman Melbourne für sich entscheiden.

Tyler Butterfield: Ein weiterer Olympionike

Beim Kampf um die Podiumsplätze ist auch mit einem Pro von den Bermudas durchaus zu rechnen. Der 33-jährige Tyler Butterfield war Teilnehmer der Olympischen Spiele 2004 in Athen und 2012 in London, konnte 2014 Jahre später den Abu Dhabi International Triathlon gewinnen und hat viele Top Ten-Platzierungen bei Ironman-Rennen in seiner Vita stehen – darunter den fünften Platz beim Ironman Hawaii 2015. Darüber hinaus ist Butterfield auch als erfolgreicher Radrennfahrer international bekannt und kann in Roth den Radwettbewerb aktiv mitgestalten.

Mit Jan Frodeno, eine Legende und ein illustres Starterfeld

Ein Jahr vor Butterfield war es ein Franzose, der als Fünfter von Hawaii von sich reden machte: Cyril Viennot, der sich mit einem Sieg beim Ironman UK 2014 für den Hawaii-Wettbewerb qualifiziert hatte. 2015 ging seine Erfolgssträhne nahtlos weiter: In Schweden gewann er die offizielle Triathlon-Weltmeisterschaft der ITU auf der Langdistanz, wurde Sechster auf Hawaii und wird jetzt erstmals beim Challenge Roth an den Start gehen. Immer eine Nasenlänge hinter ihm, aber „in Sichtweite“ ist der junge Engländer Joe Skipper: mit Zweitplatzierungen beim Ironman UK (2014), Texas (2015), Neuseeland (2016) und immerhin seinem ersten Langdistanz-Sieg 2014 beim Challenge Weymouth ist der erst 26-Jährige ein Mann mit Zukunft.

Aus Spanien kommt der erfahrene Triathlet und Duathlet Marcel Zamora Pérez, der als Bergspezialist gilt und unter anderem fünf Mal in Folge den Ironman France gewinnen konnte. Auch beim Embrunman in den französischen Alpen, einem der härtesten Langdistanzrennen der Welt, wurde er 2014 zum fünften Mal Sieger. Amtierender Vize-Weltmeister bei den Triathlon-Weltmeisterschaft der ITU auf der Langdistanz ist der Däne Martin Jensen, ebenso hat der schwimmstarke 33-Jährige bereits einen Sieg beim Ironman Japan (2013) in seiner Vita stehen.

Das Starterfeld komplettieren der Deutsche Per Bittner, der junge Italiener Alessandro Degasperi und der Australier Nick Kastelein. Und auch eine echte Rother Legende lässt es sich nicht nehmen, zum 15. Challenge-Geburtstag noch einmal zu starten: Thomas Hellriegel. Er war 1997 der erste deutsche Sieger in Hawaii, konnte mehrfach in Roth unter den Top Five finishen und hat – obwohl es für ihn in Roth trotz Spitzenleistungen nie zu seinem Sieg reichte – im fränkischen Triathlon-Mekka nach wie vor eine riesige Fangemeinde. Zum 15. Challenge-Geburtstag will der mittlerweile 45-jährige mit dem Spitznamen „Hell on Wheels“ nochmal allen zeigen, was eine Harke ist.

Starke Frauen: Das komplette Podium des Vorjahres am Start

Bei den Frauen wird das komplette Podium des Challenge Roth 2015 wieder dabei sein: Vorjahressiegerin Yvonne van Vlerken, die Zweitplatzierte Carrie Lester (AUS) und natürlich auch Lokalmatadorin Anja Beranek aus Nürnberg. Über van Vlerken muss man in Roth nicht viele Worte verlieren, die „Fliegende Holländerin“ ist mit ihren bislang drei Siegen beim „Best old Race“ (2007, 2008, 2015) längst so etwas wie eine Roth-Legende: Drei Siege im fränkischen Triathlon-Mekka hatten zuvor nur Paula Newby-Fraser und die unvergleichliche Chrissie Wellington gefeiert. Die mit ihrem Lebensgefährten Per Bittner (der ebenfalls in Roth startet) in Vorarlberg/Österreich lebende Athletin konnte 2008 in Roth sogar eine – später von Chrissie Wellington unterbotene – Weltbestzeit aufstellen, im gleichen Jahr finishte die sechsfache Ironman-Siegerin in Hawaii als Zweite direkt hinter Wellington. Wenn sie diesmal erneut den Sieg holt, kann sie Wellington zumindest in Roth überrunden und als bislang einzige weibliche Vierfach-Siegerin Geschichte schreiben.

Nur knapp zwei Minuten nach van Vlerken kam 2015 die Australierin Carrie Lester ins Ziel, weitere zwei Minuten später die Fränkin Anja Beranek. Diesmal sollte sowohl für Lester als auch für die amtierende Deutsche Meisterin Beranek ein Sieg möglich sein. Insbesondere für die 31-jährige Deutsche ist es das erklärte Ziel, nun endlich den Titel bei ihrem Heimatrennen zu holen, an dem ihr Herz so hängt. Neben mehreren Halbdistanz-Erfolgen in jüngster Zeit ließ sie im September 2015 aufhorchen, als sie den Ironman Wales mit über einer halben Stunde Vorsprung vor der Zweitplatzierten Tineke Van Den Berg gewinnen konnte. Sie muss sich unter anderem mit Carrie Lester auseinandersetzen: Die in Queens-land lebende mehrfache Ironman-Siegerin hat 2015 in Roth bewiesen, dass sie auch ohne Streckenkenntnisse eine hervorragende Zeit heimbringen kann.

Die starke Konkurrenz kommt aus Übersee

Starke Konkurrenz kommt vor allem aus den USA mit den drei Top-Athletinnen Meredith Kessler, Mary Beth Ellis und Caroline Gregory. Nicht weniger als zehn Ironman-Siege stehen bereits in der Vita der in San Francisco lebenden Meredith Kessler, ihr jüngster Erfolg ist der Sieg beim Ironman New Zealand, den sie erst vor wenigen Wochen zum fünften Mal (und mit neuem Streckenrekord) gewinnen konnte. Die persönliche Bestzeit der starken Schwimmerin liegt bei 8:44 Stunden. Ihre Konkurrentin Mary Beth Ellis ist die amtierende ITU-Weltmeisterin auf der Langdistanz (2015 Schweden). Bereits bei ihrer ersten Langdistanz (Klagenfurt 2011) erzielte die in Boulder/Colorado lebende Athletin mit 8:43:34 Stunden nicht nur eine neue Streckenbestzeit, sondern auch das schnellste Ironman-Debüt aller Zeiten. Unglaublich: Innerhalb von sieben Wochen nach Klagenfurt finishte sie bei drei weiteren Langdistanz-Rennen – und gewann zwei davon. Von solchen Erfolgen muss die junge Caroline Gregory noch träumen, trotz mehrerer Top Five-Platzierungen fehlt ihr bislang noch ein Sieg auf der Langdistanz.

Zwei erfolgversprechende Sportlerinnen reisen aus dem hohen Norden nach Roth an. Die aktuelle Hawaii-Vierte Michelle Vesterby ist in Roth bekannt durch ihren Start 2014. Damals erreichte sie nur Platz acht, hat aber deutliches Potenzial für eine bessere Leistung. Die 32-jährige blonde Dänin wird von keinem Geringeren als Roth-Legende Luc van Lierde trainiert, holte ihren ersten Sieg 2012 auf Lanzarote und kann ihrer hervorragenden Hawaii-Platzierung vielleicht jetzt noch einen Sieg in Roth hinzufügen. Skandinavien wird außerdem von der Schwedin Jessica Fleming vertreten, die unter anderem bereits einen zweiten und einen dritten Platz beim Ironman Australia zu verzeichnen hat.

Zwei Profi-Triathletinnen kommen auch aus Großbritannien. Susie Cheetham (geborene Hignett) ist eigentlich eine Halbdistanz-Spezialistin, die aber auch die Langstrecke kann: Ein respektabler sechster Rang auf Hawaii 2015, ein Sieg kurz danach beim Challenge Sardinia Forte Village und ein zweiter Platz in Südafrika erst vor wenigen Tagen beweisen das. Landsfrau Laura Siddall, die auch noch eine australische Staatsbürgerschaft besitzt und abwechselnd in San Francisco und Neuseeland lebt, ist erst seit 2014 auf der Langdistanz zuhause, hat aber neben mehreren Top-Platzierungen auch schon zwei Mal – unter anderem beim Challenge Wanaka 2015 – mit der schnellsten Radzeit überzeugt.

Erika Csomor beendet in Roth ihre Triathlon-Karriere

Eine ganz besondere Athletin, die in Roth seit Beginn der Challenge-Ära immer irgendwie dabei war, kommt aus Ungarn: Erika Csomor. Mit 42 Jahren nimmt die beliebte Sportlerin ihren Abschied vom Triathlonsport und bestreitet ihr letztes Rennen – natürlich in Roth, wo 2002 alles begann. Es war für die dreifache Duathlon-Weltmeisterin ein furioser Einstieg in die Triathlon-Langdistanz, gleich bei ihrer Premiere in Roth kam sie als Zweite ins Ziel. Lachen und Weinen lagen dagegen bei ihrem Finish 2008 nah beieinander: Zwar gelang ihr das Kunststück, die bis dahin bestehende Weltbestzeit von Paula Newby-Fraser zu unterbieten, doch Yvonne van Vlerken war nochmal gut eine Minute schneller. „Nur“ persönliche Bestzeit und wieder der zweite Platz also für Erika Csomor. Gewonnen hat sie in Roth nie, aber mit ihrer freundlichen und bescheidenen Art die Herzen der Zuschauer gewonnen. Sie werden ihr zusammen mit den Athleten, Helfern und Fans einen glanzvollen Abschied bereiten.

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Oakley’s leichtgewichtige EVZero Collections werde ich natürlich demnächst näher unter die Lupe nehmen und einen kritischen Blick auf die neuen Gläser des amerikanischen Herstellers hochqualitativer Sportbrillen werfen.

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