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Die VO2 max ist der zentrale Leistungsparameter, der Intensität, Belastbarkeit und nachhaltige Performance bestimmt. Sie entscheidet, wie viel Leistung dein Körper effizient erzeugen, halten und nachhaltig abrufen kann, wenn es um deine Ausdauerfähigkeit geht. Entscheidend dabei: Die aerobe Kapazität ist keine starre Grenze. Durch eine strukturierte Trainingsplanung mit gezielten hochintensiven Intervallen lässt sich die VO2 max deutlich steigern – und damit die Fähigkeit, über längere Zeit ein hohes Leistungsniveau aufrechtzuerhalten.

Warum die VO2 max ein so wichtiger Indikator ist und wie du sie effektiv trainierst, erfährst du in diesem Beitrag.

Die maximale aerobe Kapazität, kurz VO2 max, beschreibt die größte Menge an Sauerstoff, die der Körper unter maximaler Belastung pro Minute effektiv verwerten kann. Entscheidend ist dabei nicht die eingeatmete Luftmenge, sondern der Sauerstoff, der im Rahmen des aeroben Stoffwechsels tatsächlich in der Muskulatur ankommt und zur Energiegewinnung genutzt wird. Der VO2 max-Wert wird in Millilitern Sauerstoff pro Minute angegeben (ml/min) beziehungsweise relativ zum Körpergewicht in ml/kg/min.

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Mountain ©  photo: OneAndAHalf / graphic: STEREOGRAPHIC

Die Messung der VO2 max im Labor

Die aerobe Kapazität kann im Labor im Rahmen einer Leistungsdiagnostik auf dem Fahrrad oder Laufband bestimmt werden, wie zum Beispiel an der TU München. Mithilfe der Spiroergometrie werden während einer stufenweise ansteigenden Belastung die Atemgase analysiert. Parallel dazu werden weitere leistungsrelevante Parameter wie Herzfrequenz (kontinuierliches EKG), Trittfrequenz und die tatsächlich erbrachte Leistung (Watt) erfasst.

Während der Untersuchung atmest du über eine Atemmaske, die Veränderungen der Atemfrequenz, des Atemvolumens sowie der aufgenommenen Sauerstoff- (O₂) und abgegebenen Kohlendioxidmenge (CO₂) pro Minute misst. Häufig kommt ein Rampentest nach Scharhag-Rosenberger (et al., 2011) zum Einsatz, bei dem die Belastung beispielsweise mit 25 Watt beginnt und gleichmäßig um 25 Watt pro Minute gesteigert wird.

Die Auswertung erfolgt unter anderem anhand der Wasserman-9-Felder-Grafik. Neben der VO₂max lassen sich so auch die ventilatorischen Schwellen (VT1 und VT2) sowie wertvolle Erkenntnisse über das Zustandekommen der Leistung, den Belastungsverlauf und die Art der Energiegewinnung – Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel – gewinnen.

Anaerobe Energiegewinnung

Während sportlicher Belastung benötigt der Körper Energie für sämtliche Stoffwechselprozesse, vor allem für die Muskelarbeit. Der direkte Energieträger jeder Muskelkontraktion ist Adenosintriphosphat (ATP). In den Muskelzellen steht nur ein sehr begrenzter ATP-Speicher zur Verfügung, der Energie für wenige Sekunden liefert.

Die Mitochondrien, die Kraftwerke der Muskelzellen, stellen ATP kontinuierlich neu her. Bei der Spaltung von ATP zu ADP (Adenosindiphosphat) wird Energie frei, von der etwa 30–40 % für die Muskelarbeit genutzt werden, während der größere Anteil als Wärme abgegeben wird. Für länger andauernde Belastungen ist daher eine fortlaufende Resynthese von ATP zwingend notwendig. Dafür greift der Körper auf unterschiedliche Energiesysteme und Substrate zurück.

Aerobe Energiegewinnung

Zu Beginn intensiver Belastungen erfolgt die Energiebereitstellung zunächst überwiegend anaerob, da das Herz-Kreislauf-System den Sauerstoffbedarf der Muskulatur nicht sofort decken kann. Mit zunehmender Belastungsdauer und -stabilisierung kommen weitere Systeme hinzu, darunter die Kreatinkinase-Reaktion und die anaerobe Glykolyse.

Sobald ausreichend Sauerstoff in der Muskulatur zur Verfügung steht, können die aerobe Glykolyse und die Lipolyse einsetzen – also die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Fetten. Alle Energiesysteme laufen dabei parallel ab, ihr jeweiliger Anteil hängt von Dauer und Intensität der Belastung ab. An dieser Stelle spielen sowohl die VO₂max als auch die Ernährung vor, während und nach dem Training eine entscheidende Rolle.

Bei dauerhaft hoher oder weiter steigender Intensität stößt das Herz-Kreislauf-System jedoch an seine Grenzen. Der Sauerstoffbedarf kann nicht mehr vollständig gedeckt werden, der Anteil der anaeroben Energiegewinnung steigt. Diese wird ausschließlich über Kohlenhydrate abgedeckt, Fett kann nicht mehr genutzt werden. Da die Kohlenhydratspeicher begrenzt sind und gleichzeitig Laktat entsteht, kommt es entweder zu einer deutlichen Reduktion der Intensität oder zum Leistungsabbruch.

 

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Velodrom © photo: AboutLife

VO2 max – wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit

Der maximale Sauerstoffumsatz pro Minute ist damit ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit bei intensiven Ausdauerbelastungen. Verbessert sich deine VO₂max durch gezieltes Training, kannst du mehr Sauerstoff aufnehmen, transportieren und verwerten. Das ermöglicht höhere Intensitäten über längere Zeit und wirkt sich positiv auf zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse aus.

Positive Effekte der VO2 max

Die VO2 max kann sowohl absolut (in Litern Sauerstoff pro Minute) als auch relativ zum Körpergewicht (ml/kg/min) angegeben werden. Gerade im Radsport ist die relative VO2 max ein wichtiger Referenzwert, da sie in engem Zusammenhang mit der Leistungsentwicklung in Watt pro Kilogramm Körpergewicht steht.

Untrainierte Frauen erreichen im Durchschnitt etwa 30–35 ml/kg/min, Männer etwa 40–45 ml/kg/min. Werte ab 40 ml/kg/min bei Frauen und 50 ml/kg/min bei Männern gelten medizinisch als deutlich überdurchschnittlich. Für den ambitionierten Amateurbereich werden VO₂max-Werte von etwa 50 ml/kg/min (Frauen) und 60 ml/kg/min (Männer) als Mindestvoraussetzung angesehen. Spitzenwerte im Profiradsport liegen teils deutlich über 80 ml/kg/min.

Trainierbarkeit der VO2 max

Alter, Geschlecht und genetische Voraussetzungen beeinflussen die VO2 max und dennoch lässt sich die aerobe Kapazität durch strukturiertes Ausdauertraining nachweislich um bis zu 25 % steigern. Neben dem Training spielt die Energiebereitstellung eine zentrale Rolle. Ohne ausreichende und hochwertige Nährstoffzufuhr kann auch der beste Sauerstoffumsatz nicht in Leistung umgesetzt werden. Eine angepasste Ernährung ist daher ein wesentlicher Bestandteil eines effektiven Trainingskonzepts.

Die VO₂max allein ist jedoch nicht das Maß aller Dinge. Ein Athlet kann trotz niedrigerer VO2 max leistungsfähiger sein, wenn er diese Kapazität besser nutzt – etwa durch einen höheren FTP oder eine bessere Effizienz. Besonders im Radsport und am Berg, wo das Körpergewicht eine große Rolle spielt, kann dies entscheidende Vorteile bringen.

Ein gezieltes VO2 max-Training verbessert daher nicht nur die maximale Sauerstoffaufnahme, sondern auch weitere leistungsbestimmende Faktoren wie den FTP-Wert, die Belastungstoleranz und die mentale Widerstandsfähigkeit.

 

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Time Trial Racing © photo: OneAndAHalf

Fazit

Ohne ausreichende Sauerstoffversorgung ist Ausdauerleistung nicht möglich. Je höher die aerobe Kapazität, desto effizienter funktioniert die Energiegewinnung. Eine gezielte Verbesserung der VO2 max führt nachweislich zu einer höheren Leistungsfähigkeit und wirkt sich positiv auf zahlreiche weitere physiologische Faktoren aus.

Du möchtest deine VO2 max nachhaltig trainieren und endlich mehr Druck auf dem Rad. Wir unterstützen Dich mit unserem sportwissenschaftlichen Know-How und mehr als 30 Jahren intensive Erfahrung im Leistungssport.
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Erfahre in Teil 2, wie Du die VO2 max verbessern kannst und welche Faktoren sich ungünstig auf die aerobe Kapazität auswirken.
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Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.

 

 

Ein gut strukturiertes Intervalltraining in Kombination mit einer smarten Ernährung steigert nachweislich die VO2max. Die maximale aerobe Kapazität ist ein zentraler Parameter der individuellen Ausdauerleistungsfähigkeit. Eine höhere VO2max verbessert zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse im Körper – insbesondere die Energiegewinnung und den Energieverbrauch. Das führt zu einem effizienteren Fettstoffwechsel und einem geringeren Kohlenhydratverbrauch. Ein klarer Vorteil bei Wettkämpfen über längere Distanzen: Es wird weniger Verpflegung benötigt. Im zweiten Teil unseres Specials erfährst Du, wie Du Deine VO2max gezielt trainierst und typische Fehler vermeidest.

WAS IST DIE VO₂MAX?

VO₂max beschreibt die maximale Sauerstoffmenge, die Dein Körper pro Minute und Kilogramm Körpergewicht unter maximaler Belastung aufnehmen, transportieren und in den Muskeln verwerten kann.
→ Sie definiert die physiologische Obergrenze Deiner aeroben Leistungsfähigkeit.

Die Sauerstoffaufnahme steuert alle wesentlichen Stoffwechselprozesse der Energiegewinnung. Ohne ausreichend verfügbaren Sauerstoff kann aus Fett und Kohlenhydraten keine nachhaltige Energie für die Muskelarbeit bereitgestellt werden. Die maximale aerobe Kapazität zeigt, wie gut dieses System funktioniert: Je höher der VO2max-Wert, desto leistungsfähiger der Organismus. Gemessen wird er mittels Spiroergometrie in Millilitern Sauerstoff pro Minute. Dabei geht es jedoch nicht um die maximal aufgenommene Sauerstoffmenge der Lunge allein, sondern um die Menge an Sauerstoff, die das Herz-Kreislauf-System effektiv aus der Lunge aufnimmt, transportiert und den Zellen tatsächlich zur Verfügung stellt.

WAS SAGT DER WERT AUS?

  • Leistungsmarker: Goldstandard für aerobe Kapazität und Ausdauerperformance

  • Gesundheitsfaktor: Hohe VO₂max = geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Systemleistung: Ergebnis aus Herzschlagvolumen, Lungenfunktion und muskulärer Verwertung

 

WIE WIRD DIE VO₂MAX GEMESSEN?

  • Spiroergometrie (Labor): Goldstandard – direkte Messung der Atemgase

  • Smartwatches: Algorithmen aus Puls & Leistung – gut für Trends, ±5 % Abweichung

  • Feldtests: z. B. Cooper-Test – praxisnahe Schätzung über Formeln


Vor allem hochintensive Intervalle im Bereich von 90–95 % der HFmax sowie Sweetspot-Training, kombiniert mit einer intelligenten Ernährungsstrategie, wirken sich besonders positiv auf die Entwicklung der maximalen aeroben Kapazität aus. Dennoch sollte der Anteil des intensiven Tempotrainings mit 90–100 % VO2max lediglich 10–20 % des gesamten Trainingsumfangs betragen. Die restlichen 80–90 % sollten dem aeroben Grundlagentraining und dem Fettstoffwechsel gewidmet sein. Ohne eine solide Grundlagenausdauer und als Teil einer insgesamt strukturierten und individuell angepassten Trainingsplanung sollte hochintensives Training nicht durchgeführt werden.

Typische Richtwerte der VO2max

FitnesslevelFrauen (20–30 J.)Männer (20–30 J.)
Untrainiert~35~40
Hobbysport40–5045–55
Leistungs-/Profisport60–70+70–90+
Hinweis: Der VO2max-Wert sinkt altersbedingt. Training kann diesen Prozess jedoch deutlich verlangsamen.

Die Argumente für diesen Ansatz sind eindeutig. Wird das Training jedoch vernachlässigt, fällt die maximale aerobe Kapazität innerhalb weniger Monate nahezu auf das Ausgangsniveau zurück. Gleichzeitig können bereits kleine Anpassungen entweder eine positive Entwicklung der VO2max fördern – oder sie deutlich hemmen.

 

VO2max: Richtig trainieren und Fehler vermeiden / TTL © photo: AdobeStock_213329914x1200

WELCHE FAKTOREN BEEINFLUSSEN DIE VO2MAX POSITIV?

Für eine Verbesserung der VO2max ist das reibungslose Zusammenspiel aller am Energiestoffwechsel beteiligten Systeme entscheidend: Muskulatur, Zentralnervensystem, Herz-Kreislauf-System, Lunge sowie die Sauerstofftransportkapazität des Blutes.

Das Blut übernimmt dabei als Transportmedium eine Schlüsselrolle. Es bestimmt, wie viel Sauerstoff die Muskulatur in welcher Zeit erreicht. Entscheidend hierfür sind der Mineralstoff Eisen und das Protein Hämoglobin. Beide befinden sich in den roten Blutkörperchen, verleihen ihnen ihre Farbe und binden den Sauerstoff für den Transport von der Lunge zu den arbeitenden Muskeln.

Eine eisen- und eiweißreiche Ernährung ist im Ausdauersport daher essenziell. Eisen ist unter anderem in grünem Gemüse wie Kohl oder Roter Bete enthalten. Hochwertige Proteinquellen sind Fisch, Geflügel, ausgewählte Hülsenfrüchte und Nüsse. Je natürlicher und weniger verarbeitet die Lebensmittel sind, desto höher ist ihre Nährstoffdichte. Neben Makronährstoffen liefern sie zahlreiche weitere Mineralstoffe und Spurenelemente, die für sämtliche Stoffwechselprozesse notwendig sind. Je mehr rote Blutkörperchen das Blut enthält, desto größer ist seine Sauerstofftransportkapazität – und damit die Fähigkeit, den aeroben Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Blutmenge, die mit jedem Herzschlag durch die Gefäße gepumpt wird. Sie beeinflusst direkt die Transportleistung des Systems. Je mehr Blut pro Zeiteinheit bewegt wird, desto schneller gelangen Sauerstoff und Nährstoffe zur Muskulatur und desto effizienter wird Kohlendioxid abtransportiert. Ein hohes Herzminutenvolumen ist daher von Vorteil. Es beschreibt die Blutmenge, die das Herz pro Minute durch den Kreislauf pumpt, und lässt sich durch gezieltes Ausdauertraining sowie eine abgestimmte Ernährung steigern.

Auch die Fließgeschwindigkeit des Blutes spielt eine wichtige Rolle. Eine ausreichende und gut verteilte Flüssigkeitsaufnahme verbessert die Viskosität des Blutes und ermöglicht einen schnelleren Sauerstofftransport. Neben der besseren Energieversorgung wirkt sich dies auch positiv auf die Gesundheit aus: Ein geringerer Strömungswiderstand entlastet Herz und Gefäße, reduziert das Risiko von Bluthochdruck und erlaubt es dem Körper, bei intensiven Belastungen effizienter zu reagieren. Plötzliche Belastungsspitzen können so besser über die Regulation der Herzfrequenz abgefangen werden.

Der letzte zentrale Faktor ist die Leistungsfähigkeit der Muskulatur selbst. Eine strukturierte Trainingsplanung verbessert das Verhältnis der unterschiedlichen Muskelfasertypen, deren Kapillarisierung sowie die Rekrutierung und Leistungsfähigkeit der Mitochondrien. Die Fähigkeit dieser Zellkraftwerke, Sauerstoff effizient zur Energiegewinnung zu nutzen, lässt sich durch eine gezielte Trainingsmethodik und eine intelligent abgestimmte Ernährung deutlich steigern. Insbesondere Fettstoffwechseltraining in Kombination mit einer protein- und fettreicheren Ernährungsstrategie erhöht sowohl die Effizienz als auch die Anzahl der Mitochondrien. Das führt zu einer spürbaren Verbesserung der aeroben Kapazität und des Energiestoffwechsels in den Muskelzellen.

WIE VERBESSERST DU DEINE VO₂MAX?

  • Hochintensive Intervalle: z. B. 4 × 4 Minuten nahe HFmax

  • Aerobe Basis: 80–90 % des Trainings im Grundlagentempo

  • Struktur schlägt Härte: Intensität wirkt nur auf einem stabilen Fundament

Das Ergebnis ist eine messbar bessere Grundlagenausdauer – die Basis für nachhaltige Leistungssteigerung. Während untrainierte Personen lediglich etwa 65 % ihrer Energie aus dem Fettstoffwechsel gewinnen, können gut trainierte Athletinnen und Athleten Werte von 87 % und mehr erreichen. Der dadurch deutlich geringere Kohlenhydratverbrauch bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit und langsamerer Entleerung der Speicher ist ein entscheidender Vorteil.

 

VO2max: Richtig trainieren und Fehler vermeiden / TTL © photo: AdobeStock_120654806x1200

FAZIT

Neben einer strukturierten Trainingsplanung liegt insbesondere in der Ernährung enormes Potenzial zur Verbesserung der maximalen aeroben Kapazität. Richtig dosiertes, hochintensives Intervalltraining in Kombination mit einer angepassten Verpflegung im Alltag und im Training wirkt sich besonders positiv auf die VO2max aus. Entscheidend ist, alle am Ausdauerstoffwechsel beteiligten Faktoren ganzheitlich zu betrachten und gezielt zu optimieren. Denn oft sind es die kleinen Stellschrauben, die am Ende den Unterschied machen.

 

FOKUS

Die VO₂max ist kein isolierter Wert – sie ist das Resultat eines funktionierenden Systems. Training, Ernährung und Regeneration entscheiden gemeinsam darüber, wie hoch Dein Limit liegt.

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Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.

 

 

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Stefan Drexl

Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 war einmal mehr ein atemberaubendes Spektakel, dass aufgrund seiner hohen Leistungsdichte die Triathlonfans weltweit in seinen Bann zog! Patrick Lange brillierte in einem äusserst spannenden Rennen mit einer unglaublichen Zeit von 7:35:53 Stunden, stellte einen neuen Streckenrekord auf und krönte sich damit zum dritten Mal zum Weltmeister. Die herausfordernde Strecke rund um Kailua-Kona bot alles – von sengender Hitze bis zu starken Winden – und verlangte den Athleten alles ab. Auch SUGAR &PAIN Athlet Christian Schiwek zeigte eine beeindruckende Leistung und bewies mit seiner Zielzeit von 9:50 Stunden, dass er zu den besten Amateuren zählt. Dieses Rennen wird nicht nur als unvergessliches Erlebnis in die Geschichte des Triathlons eingehen, sondern auch als spektakuläre Demonstration menschlicher Ausdauer und Entschlossenheit!

Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 auf Big Island war das spektakulärste Langdistanzrennen der vergangenen Jahre – und das aus gutem Grund! Am vergangenen Samstag hat der Deutsche Patrick Lange neue Maßstäbe gesetzt! Mit einer sensationellen Zeit von 7:35:53 Stunden holte er sich nicht nur den dritten Weltmeistertitel nach 2017 und 2018, sondern stellte auch einen neuen Streckenrekord auf. Die 226 Kilometer lange Strecke rund um Kailua-Kona war wie immer eine unglaubliche Herausforderung, die es in sich hatte: sengende Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und starke Winde verlangten den Triathleten alles ab. Der zweifache IRONMAN-Weltmeister zeigte, was er drauf hat! Er bewies exzellente Ausdauer und taktische Klasse, vor allem auf der Laufstrecke, und ließ seine Konkurrenten mit einer clveren Strategie hinter sich zurück.

RACING IRONMAN World Championship HAWAII 2024 Freude und Tränen, Sugar and Pain in Kona / Patrick Lange @ IM Hawaii 2024 © Simone Stegbauer

Ein grandioses Rennen lieferte auch Magnus Ditlev aus Dänemark, der in einer beeindruckenden Zeit von 7:43:39 Stunden den zweiten Platz erreichte. Rudy Von Berg aus den USA komplettiert das Podium mit einer Zeit von 7:46:00 Stunden. Auch Leon Chevalier aus Frankreich und Menno Koolhaas aus den Niederlanden erreichten mit hervorragenden Zeiten das Ziel in den Top 5. Das zeigt beeindruckend, wie stark das diesjährige Teilnehmerfeld war – ein echtes Feuerwerk an Spitzenathleten! Das Kona-Rennen ist ohne Zweifel eine der härtesten Triathlonstrecken der Welt. Die schnellsten Athleten haben bewiesen, dass sie dieser Herausforderung mehr als gewachsen sind!

WIE LIEF’S FÜR DEN TITELVERTEIDIGER BEI HAWAII 2024?

Titelverteidiger Sam Laidlow demonstrierte in HAWAII 2024 eindrucksvoll seine herausragende Form und stellte mit 03:57 Stunden einen neuen Radrekord auf. Die 180 Kilometer lange Strecke, geprägt von anspruchsvollen Winden und der gnadenlosen Hitze Hawaiis, meisterte Laidlow mit einer sensationellen Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,5 km/h und setzte damit neue Maßstäbe in der IRONMAN-Geschichte.

RACING IRONMAN World Championship HAWAII 2024 Freude und Tränen, Sugar and Pain in Kona / Sam Laidlow @ IM Hawaii 2024 © Simone Stegbauer

Diese ausgezeichnete Radleistung kostete Laidlow allerdings sehr viel Energie, und so kam es während des Marathons leider zu einem bitteren Einbruch für den Franzosen. Der immense Energieverbrauch und die hohen Temperaturen forderten ihren Tribut – die körperliche Belastung war einfach zu viel, und ab Kilometer 12 war der Tank leer und Laidlow griff an den Verpflegung Stationen zu allem, was er bekommen konnte, um die leeren Kohlenhydrat Speicher7 wenigstens noch etwas füllen zu können.

Dieser Moment verdeutlicht erneut die signifikanten Herausforderungen, die mit den außergewöhnlichen Belastungen und klimatischen Bedingungen auf Hawaii einhergehen. Es wurde ersichtlich, dass neben der Renntaktik eine individuelle Verpflegungsstrategie mit geeigneten Nährstoffen, einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr sowie einer effektiven Kühlung während der Dauer einer Langdistanz von entscheidender Bedeutung ist. Unter Hawaiis sengender Sonne ist es erforderlich, nicht nur eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit aufzuweisen, sondern auch den Körper vor Überhitzung zu bewahren und den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten, was eine besondere zusätzliche Herausforderung darstellt.

Die Versorgung mit Flüssigkeit während sportlicher Belastung und hoher Temperaturen ist wichtig um die Leistung zu erhalten, Ironman World Championships 2010, Kailua-Kona, Hawaii
© Stefan Drexl / www.stefandrexl.com

DER IRONMAN HAWAII 2024 WAR AUCH FÜR SUGAR & PAIN EIN ERFOLG

Am 26. Oktober waren auch Christian Schiwek (AK 30) und Reinhard Nitsche (AK 70) am Start der prestigeträchtigen IRONMAN Weltmeisterschaft auf HAWAII 2024. Mit heißen Temperaturen über 30 Grad Celsius im berüchtigten Energy Lab, teils starken Winden entlang der Küste nach Hawi, viel Sonne und sogar Regen im Ziel waren die Bedingungen auf den Strecken wieder legendär anspruchsvoll. Doch damit nicht genug, denn im Pazifik mussten die Triathleten diesmal auch gegen Quallen ankämpfen.

Mit seiner dritten Langdistanz in diesem Jahr konnte Christian in einem starken Teilnehmerfeld mit einer beeindruckenden Leistung seine beste Seite präsentieren. Mit einer starken Schwimmzeit von 1:02 Stunden startete er in den Tag und legte damit den perfekten Grundstein für ein großartiges Rennen! Der 31-Jährige nutzte unsere besprochene Rennstrategie, um sich im Mittelfeld zu positionieren. Damit hat er sich eine clevere Ausgangsposition für den entscheidenden Marathon verschafft. Nach nur 5 Stunden und 1 Minute stellte er somit sein Bike wieder in die Wechselzone und machte sich auf die 42,2 km lange Strecke durch die beeindruckende Lavawüste von Big Island zum Energy Lab.

Mit beeindruckender Konsequenz, fokussiert und dem Aloha-Spirit lief Christian einen fantastischen Marathon nach Plan. Für die 42,2 km brauchte der Münchner ohne eines Leistungseinbruchs und Moments des Zweifelns nur 3:30 Stunden. Das Resultat einer cleveren Pacing- und Verpflegungsstrategie. Nach 9 Stunden und 50 Minuten lief Christian mit einem breiten Grinsen über den Ali’i Drive und überquerte überglücklich die Finishline in Kona! Damit hatte er in seiner Altersklasse eine hervorragende Platzierung erzielt und sich mit Platz 526 unter den besten Amateuren weltweit behauptet.

RACING IRONMAN World Championship HAWAII 2024 Freude und Tränen, Sugar and Pain in Kona / Reinhard Nitsche @ IM Hawaii 2024 © Simone Stegbauer

Reinhard Nitsche hat sich mit seinem Start auf Hawaii einen großen Traum erfüllt! Als Triathlet der Altersklasse 70 absolvierte er den IRONMAN mit bewundernswerter Konstanz und beeindruckendem Durchhaltevermögen. Und das, obwohl die Bedingungen alles andere als einfach waren und ihn körperlich ganz schön herausgefordert haben. Mit einer überaus beeindruckenden Leistung erreichte er Kona nach 14 Stunden und 32 Minuten und ließ sich von den begeisterten Zuschauern für seine herausragende Leistung feiern.

Beide Athleten haben mit ihren erstaunlichen Leistungen eindrucksvoll bewiesen, dass Hawaii nicht nur absolute körperliche, sondern auch extreme mentale Stärke verlangt. Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 ist und bleibt das ultimative Rennen mit einer unvergesslichen Atmosphäre, bei dem selbst die stärksten Athleten physische und mentale Grenzen überwinden müssen – ein echtes Highlight für alle Ausdauersportfans! Doch damit nicht genug: 2024 war auch ein Rennen mit der höchsten je an einem Tag gezeigten Leistungsdichte! Patrick Langes Rekordlauf und die beeindruckenden Leistungen seiner Mitstreiter und aller Altersklassenathleten machen die IRONMAN World Championship 2024 auf Big Island zu einem historischen Ereignis, das die Welt des Triathlons begeistert hat und noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Seit dem neunten Jahrhundert etwa bringt Koffein die Menschen auf Touren, zwar nicht von Beginn an als Espresso, aber das koffeinreiche Gebräu galt schon bei Urvölkern in afrikanischen Hochlagen als äusserst gesund und belebend. Erstmals wurde Kaffee wahrscheinlich in Äthiopien gebrüht und erst im 17. Jahrhundert erreichten die rohen Kaffeebohnen dann auch endlich das nördliche Europa. Heute ist Kaffee das am meisten gehandelte Produkt in der Welt – nach Öl. Der kurze Schwarze am frühen Morgen oder zwischendurch, ob als Espresso, Mokka oder Curtado ist Wachmacher und ein tägliches Ritual, unter Ausdauersportlern gilt das herzhafte Genussmittel sogar als stimulierend und leistungssteigernd.

Nun haben Lebenswissenschaftler in unzähligen wissenschaftlichen Studien dem Kaffee ja fast jedes Geheimnis seines natürlichen, aromatischen und belebenden Wirkstoffs Koffein entlockt. Durch seine vielen zahlreichen Inhaltsstoffe – längst sind nicht alle erforscht – besitzt die Kaffeebohne aber auch viele Eigenschaften, die sich richtig posititv auf deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Ausdauersportlern auswirken. So enthält Kaffee mehrere Antioxidantien wie Flavonoide, Chlorogensäuren sowie Resveratrol und Melanoidine, welche unter anderem die Konzentration von antioxidativ wirkenden körpereigenen Enzymen in der Leber erhöhen. Durchschnittlich konsumiert jeder deutsche Bürger etwa 200 Milligramm Koffein am Tag. Dabei wird Koffein nicht nur über den Kaffee aufgenommen. Ebenso über Tee, Cola, Energydrinks und sogar Schokolade nehmen wir täglich einige Milligramm in unseren Körper auf.

IST ESPRESSO DENN DOPING?

Da Koffein eine anregende Wirkung hat, helfen uns ein Espresso oder ein Glas Cola durchaus kleine Leistungstiefs zu überwinden. Jedoch kann es auch unerwünschte Nebenwirkungen haben, vor allem, wenn zu viel davon konsumiert wird. Wie gesund Kaffee letztendlich ist und warum sich seine positiven Eigenschaften auf Ausdauersportler vorteilhaft auswirken, dass lässt sich nicht uneingeschrängt mit ja oder nein beantworten, denn jeder Mensch reagiert schließlich anders auf den Genuss von Koffein. Klar ist, Koffein benötigt etwa 30 bis 45 Minuten, um in den Blutkreislauf zu gelangen und so im Körper verteilt zu werden. Die Halbwertszeit von Koffein im Körper beträgt etwa vier Stunden, bevor es dann wieder mit dem Urin ausgeschieden wird.

Tatsächlich stand Koffein noch im Jahr 2004 auf der Dopingliste der WADA. Das ausgerechnet die (Kaffee-) Mühlen der WADA so langsam mahlten, war erstaunlich. Doch das lag an dem festen Glauben, dass Kaffee nicht nur Wachmacher ist, sondern auch eine übermäßig leistungssteigernde sei. Mancher Mythos währt länger, aber zum Glück ist der nun auch widerlegt! Mittlerweile ist Koffein von der Liste verbotener Substanzen gestrichen, weil man diese Wirkung tatsächlich überbewertet hat. Es ist einfach kaum möglich, allein durch den Genuss von Kaffee oder Cola positiv auf Doping getestet zu werden. Der zugelassenen Grenzwert liegt bei 12 mg Koffein pro Liter Urin, um diesen zu überschreiten, müsstest du in kurzer Zeit viele Liter Espresso trinken. Das würde sich aber dann aber auch negativ auf deinen Stoffwechsel und Wasserhaushalt auswirken. Es wäre nicht kaum noch möglich vernünftig Sport zu treiben, vor allem würdest du vermutlich ständig auf der Toilette sitzen, denn Kaffee kann auch abführend wirken.

DAS NATÜRLICHE GEHEIMNIS EINES ESPRESSO

1,3,7-Trimethylxanthine, besser bekannt als Koffein, ist weltweit der am häufigsten konsumierte, natürliche, pharmakologische Wirkstoff. Koffein ist in Kaffeebohnen, Teeblättern, Kakaobohnen und Colanüsse enthalten und seine Verwendung ist unglaublich weit verbreitet. Nach Öl ist Kaffee der zweit meist gehandelte Rohstoff der Welt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Länder.

Das Alkaloid Koffein ist eine der wenigen Natursubstanzen, die sich nachweislich bewährt hat die Leistung in Ausdauersportarten über unterschiedliche Distanzen zu verbessern. Durchschnittlich kann man eine vorübergehende Steigerung der Leistungsfähigkeit von etwa zwei bis drei Prozent erwarten. Trotz dieser Vorteile ist noch immer nicht eindeutig geklärt, wie Koffein richtig angewendet werden soll und warum, wann und wie es tatsächlich wirkt. Im schlimmsten Fall kann ein übermässiger Genuss oder zu starker Espresso individuell zu Übelkeit, erhöhter Nervosität und Schlafstörungen führen.

DIE WIRKUNG VON KOFFEIN

Es gibt viele unterschiedliche Theorien – manche überzeugender und manche weniger – über die tatsächliche Wirkung eines Espressos und dem Koffein. Warum führt Koffein eigentlich zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit?

1. Theorie
Koffein schont die Glykogenspeicher der Muskeln und fördert die Fettverbrennung während körperlicher Belastung!
Klar ist, dass Koffein eine geringe Wirkung auf den Stoffwechsel und die Nutzung der verschiedenen Energiesysteme hat. Es fördert selbst nicht unmittelbar die Fettverbrennung oder Gewichtsverlust. Es kann allerdings abführend wirken, wodurch man kurzfristig natürlich auch sein Gewicht reduziert.

2. Theorie
Koffein kann die Aufnahme von Kohlenhydraten begünstigen!
Einige Studien haben ergeben, dass die gleichzeitige Einnahme von Koffein und Kohlenhydraten während des Trainings durchaus die Resorption fördern kann. Doch reagiert jeder Mensch unterschiedlich darauf und so lässt sich das wissenschaftliche nicht grundsätzlich feststellen.

3. Theorie:
Koffein steigert die Konzentration und Reizweiterleitung. Es regt das Gehirn und den Muskeltonus an.
Koffein beeinflusst nachweislich positiv das Empfinden von Schmerzen und steigert die Reizweiterleitung während des Trainings und körperlicher Anstrengung günstig. Das funktioniert tatsächlich und so werden intensive Trainingseinheiten „weniger anstrengend“ empfunden. Das Resultat: Der Athlet ist bereit sich intensiver, länger und öfter zu belasten.

WANN UND WIE KANN ESPRESSO ABER SCHNELLER MACHEN

Tatsache bleibt dennoch, dass Koffein die Leistung im Training und Wettkampf positiv beeinflussen kann. Das trifft vor allem in den folgenden Situationen zu:

Training am frühen Morgen
Die Einnahme von Koffein steigert die Konzentrationsfähigkeit und die koordinative Fähigkeiten, die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Wer einen starken Espresso etwa 30 bis 60 Minuten vor einem frühmorgendlichen Schwimmtraining trinkt, der kann effektiver trainieren. Um von diesem Effekt zu profitieren, reicht etwa ein 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht aus.

Vor hochintensiven Trainingseinheiten
Kaffee hat nachweislich viele Vorteile für Sportler bei hoch intensiven Trainingseinheiten. Es kann durchaus Sinn machen etwa eine Stunde vor einer harten Trainingseinheit, wie Intervallen, einen Espresso zu trinken. Etwa 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht sollte es wieder sein, um härter und schneller zu trainieren.

Wettkämpfe bis zwei Stunden
60 Minuten vor einem Rennen können bis zu 2 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht von Vorteil sein, um die Leistung im Wettkampf zu verbessern. Zusätzliche empfehle ich einen starken Kaffee oder doppelten Espresso etwa drei Stunden vor dem Wettkampf. Während des Rennens nehme ich ab der zweiten Disziplin 50 – 100 mg Koffein in Form von Gels und Getränken.

Langdistanz-Rennen
Auf diesem Gebiet gibt es noch kaum wissenschaftliche Forschung aber vielseitige Erfahrungswerte. Vor Mittel- und Langdistanzen trinke ich spätestens 60 Minuten vor dem Start einen Espresso, um hellwach zu werden und meine Schwimmleistung hundertprozentig abrufen zu können. Der Start ist doch meistens sehr früh und übrigens auch ein Grund, warum ich mich lange Zeit erfolgreich vor einem Ironman gedrückt habe. Während des Rennens nehme ich erst Koffein zu mir, sobald ich etwas Müdigkeit verspüre, um die Leistung zu erhalten oder noch einmal Gas zu geben. Ab der zweiten Hälfte des Rennens, dem letzten Drittel auf dem Rad nehme ich 50 mg Koffein pro Stunde über ein kohlenhydratreiches Getränk auf Basis von Grünem Tee oder Energy-Gels zu mir. Je nach Bauchgefühl und Verfügbarkeit trinke ich während des Laufens langsam, kleine Schlücke Cola mit wenig Kohlensäure. Das kann perfekt funktionieren, erfordert aber auch etwas Erfahrung, um keine Magenprobleme zu bekommen. Dann sollte man aber wegen des hohen Zuckergehalts auch regelmäßig mit Cola nachtrinken, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

FAZIT: EIN ESPRESSO ZUM ABGANG

Zahlreich Studien belegen, dass sich ein Espresso durchaus positiv auf die Ausdauerleistung von Sportlern auswirkt. Ganz besonders wirkunsvoll ist das bei Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Triathlon, denn hier wird die Energie überwiegend über aerobe Stoffwechselprozesse zur Verfügung gestellt.

Im Unterschied zum Ausdauersport erfolgt die Energiezufuhr bei sehr kurzzeitigen körperlichen Höchstleistungen, wie in den Sportarten Sprint, Mannschaftsspiele und Krafttraining hauptsächlich anaerob. Studien zu den Effekten von Koffein auf anaerobe, also auf kurzzeitige intensive Belastungen kommen zu sehr uneinheitlichen Resultaten. Einige Studien zeigen eine signifikante Leistungssteigerung, so zum Beispiel bei Mannschafts- und Kraftsportarten. Andere wiederum kommen zu gegenteiligen Ergebnissen. Eine mögliche Erklärung für diese unterschiedlichen Resultate könnte in der unterschiedliche Reaktion auf Koffein und in desse individueller Verstoffwechselung begründet liegen. Zudem könnte die Dauer der Belastung sowie die Art der Energiebereitstellung eine wichtige Rolle spielen. Bei aeroben Stoffwechselprozessen steht der Muskulatur ausreichend Sauerstoff im Blut – dort befindet sich auch das Koffein – zur Verfügung während bei anaeroben ein Überschuss an Kohlendioxid herrscht. Man darf also gespannt sein was zukünftige Forschungen für Erkenntnisse bringen und bis dahin entspannt ein paar Espressi trinken.

Regionale Kaffeeröstereien um München

Murnauer Kaffeerösterei GmbH, Am Mösl 4, 82418 Murnau
Erste Tegernseer Kaffeerösterei, Café & EspressoBar Felix, Tegernseerstrasse 104, 83700 Weißach, Gde. Kreuth / Tegernsee
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Dinzler Kaffeerösterei AG, Wendling 15, 83737 Irschenberg
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Wildkaffee Rösterei, Wild & Wild GbR, Bahnhofstraße 40 & 42, 82467 Garmisch-Partenkirchen

Die Regeneration kommt im Alltag oft zu kurz. Das wirkt sich negativ auf die Leistungsentwicklung aus. Der besondere Vorteil von Profitriathleten ist, den gesamten Tagesablauf mit Dauer, Umfang und Zeitpunkt des Trainings flexibel gestalten zu können. Die verbleibende Zeit wird für Regeneration mit Massagen, Physiotherapie und viel Ruhe genutzt, um maximalen Trainingseffekt zu erzielen. Angesichts dessen sind jene ambitionierten Altersklassenathletinnen und -athleten, die neben Beruf und Familie ihre Trainingseinheiten in den vollgepackten Alltag integrieren, die eigentlichen Profis. Das Training wird im täglichen Organisationsstress noch zwischenrein gepackt, die Erholung bleibt dabei allerdings meist auf der Strecke. Weniger ist oft mehr, denn die Form kommt in der Pause. Warum das so ist und wie’s richtig geht, erfährst Du hier.

 

Die Triathletinnen und Triathleten der Altersklassen sind meist wahre Trainingsweltmeister. Die erste Trainingseinheit wird bereits vor dem Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit absolviert. Anstatt eines entspannten Mittagessens werden ein paar Bahnen im Schwimmbad absolviert und am Abend noch ein paar Stunden auf dem Radergometer geschwitzt. Die Nahrungsaufnahme erfolgt zwischendrin und wer Familie hat, sagt noch schnell guten Morgen, guten Tag und gute Nacht, falls man sich nicht mehr sehen sollte. Von gemeinsamen Wochenenden kaum zu reden.

Ein phänomenales Pensum und das beinahe täglich. Das ist alles andere als eine optimale Trainingsplanung und Vorbereitung auf einen Triathlon, auch wenn eine Langdistanz viel Training und Disziplin verlangt. Zu wenig Schlaf und eine schlechte Ernährung, kaum Ruhephasen und fehlende Regeneration bedeuten Stress für den Körper und das Immunsystem. Durch den Trainingsstress sind Krankheiten oder gar Verletzungen vorprogrammiert. Müdigkeit, Muskelkater und das Ausbleiben der geplanten Leistungsentwicklung sind oft erste Anzeichen von Übertraining.

 

MEHR GEDULD MIT DER REGENERATION

Für Altersklassenathleten, ganz egal ob ambitioniert, gut trainiert oder Einsteiger ist die Regeneration nach dem Training und vor den nächsten Einheiten ebenso wichtig wie für Leistungssportler. Die Regeneration ist untrennbar mit dem regelmässigen Training vereint und sollte immer Teil der Trainingsplanung sein. Allzu oft werden allerdings die Wochenenden genutzt, um ausgefallene Trainingseinheiten oder gar das komplette Trainingspensum einer ganzen Woche aufzuholen. Klar, das Wetter ist sonnig warm, die Vereinskollegen oder Trainingspartner warten schon und der Verlockung einer langen Radausfahrt kann man kaum widerstehen. So funktionieren die Physiologie des menschlichen Körpers und eine nachhaltige Leistungsentwicklung jedoch nicht. Ein Regenerationstag hätte möglicherweise einen merklich höheren Trainingseffekt gehabt.

 

IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT

Die Voraussetzung für einen maximalen Trainingserfolg ist der optimaler Wechsel zwischen Belastungs- und Entlastungsphasen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine körperliche Belastung muss aber nicht ausschließlich eine Trainingseinheit sein. Auch Alltagsstress aufgrund beruflicher und familiärer Herausforderungen kann sehr belastend sein. Die Adaptation des Körpers aufgrund vorangegangener Belastungen und die damit verbundene Leistungsentwicklung findet nur in den wichtigen Trainingspausen statt. In der indiviuell angepassten Ruhephase erfolgt die Kompensation für eine Leistungsverbesserung.

Ohne Rücksicht auf die Erholung von Körper und Geist wird die gewünschte Leistungssteigerung ausbleiben und es tritt Stagnation ein. Die Regeneration ist massgeblicher Bestandteil des langfristigen Trainingsprozesses und ein aktiver Prozess. Die richtige Nachbereitung einer intensiven Trainingseinheit, auch eines Rennens durch entsprechende Dehnübungen ist bereits Teil der Regeneration und gleichzeitig Vorbereitung auf das nachfolgende Training. Eine gesunde, angepasste Ernährung und mindestens acht Stunden Schlaf zählen zu den essenziellen Elementen einer optimalen Erholung.

Wie die Regeneration zu gestalten ist, das ist grundsätzlich immer von der Art und Dauer der Vorbelastung abhängig. Weiteren Einfluss haben aber unter anderem auch der Trainingszustand, die Erfahrung und natürlich das Alter des Triathleten. Die Erholung soll schließlich nicht nur die Müdigkeit nach dem Training oder Rennen beseitigen, sondern auch die Leistung und sportmotorische Ausgangslage verbessern. Die Qualität der Regeneration ist deshalb massgeblich entscheidend für die Dauer der Wiederherstellung und für den Trainingseffekt. Je besser und konsequenter man regeneriert, desto eher und besser kann man wieder trainieren und sich neuen Belastungsreizen aussetzten. Und genau darin liegt der Schlüssel von erfolgreichem Training mit nachhaltiger Leistungssteigerung.

 

ES GIBT KEIN PATENTREZEPT FÜR REGENERATION

Mit erhöhtem Alltagsstress, zunehmendem Alter oder größeren Zielen gewinnen regenerative Maßnahmen an Bedeutung. Ältere Athletinnen und Athleten regenerieren in Abhängigkeit ihres Trainingsalters nicht mehr so schnell wie Jüngere. Das sollte in der Trainings- und Saisonplanung ebenso berücksichtig werden wie die Art, Dauer, Intensität und Qualität von Training und Regeneration.

In der Erholungsphase repariert der Körper kleinste Verletzungen, sogenannte Mikrotraumata an den Muskeln, Sehnen und Bändern. Er optimiert unter anderem bestehende Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen und bildet neue, um besser auf zukünftige Belastungen vorbereitet zu sein. Mit Hilfe der Ernährung werden die Energielager der Muskelzellen wieder vollständig gefüllt und der Stoffwechsel an die vorangegangene Belastung angepasst. Das geschieht überwiegend nachts, weshalb eine ausreichende Schlafdauer für die Regeneration essenziell ist. In dieser Zeit wird der Körper gestärkt, um für zukünftige, noch höhere Belastungen gewappnet zu sein. Diesen Vorgang beschreibt man als Superkompensation.

 

FAZIT

Ein Patentrezept für die richtige Regeneration gibt es leider nicht. Für die optimale Dauer ist stets die Gesamtbelastung des Athleten und der Athletin selbst zu betrachten. Eine simple Grundregel der Regeneration ist: Je intensiver oder länger das Training, desto mehr Zeit braucht der Körper für die Erholung, um das biologische Gleichgewicht wieder herzustellen. Eine bessere Grundlage, die körperliche Fitness und das Trainingsalter beeinflussen die Regeneration nach dem Training. Je optimaler die Balance von Belastung und Regeneration, umso niedriger ist das Risiko von Verletzungen und Krankheiten. Mit einer ausgewogenen Trainingsplanung kann die gewünschte Zielleistung zuverlässiger und besser erreicht werden.

 

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Mit unseren fünf Tipps wirst Du die Herausforderungen im Freiwasser besser meistern und in Zukunft mit mehr Spass sicherer und schneller in offenen Gewässern Kraulschwimmen.

1. Die Angst vor dem Schwimmen im Freiwasser überwinden

Die Ursachen könnten unterschiedlicher nicht sein, dass Menschen Ängste haben in offenen Gewässern zu schwimmen. Das kann an einem beklemmenden Gefühl am Brustkorb und Hals durch den Neoprenanzug liegen, der kühlen Wassertemperaturen, der ungewissen Wassertiefe mit einer geringen Sicht unter Wasser oder der Angst vor Fischen. Die Liste scheint endlos, die Gründe vielseitig und oft irrational und unrealistisch. Dennoch, auch wenn viele Ängste meist unbegründet sind, so gilt es individuell darauf einzugehen. Wie kann man diese verschiedenen Ängste aber nun überwinden?

Nimm Dir Zeit, wenn du im Freiwasser schwimmen und trainieren möchtest. Geh langsam ins Wasser und mach dein Gesicht nass und erst dann setzt du deine Schwimmbrille und Schwimmkappe auf – unbedingt eine leuchtend farbige bitte. Ich lege mich zum Beispiel ein paar Minuten in Rücklage ins Wasser bis die Atmung gleichmässig und ruhig ist, bevor ich dann losschwimme.

RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Safety First – vernünftiges Risikobewusstsein © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Safety First – vernünftiges Risikobewusstsein © SUGAR & PAIN Stefan Drexl

Mit Neo klappt das noch viel besser und ist dann sogar noch wichtiger, damit sich der Neo durch das einfliessende Wasser dem Körper gut anpasst und sich auch die Atmung mit dem etwas eingeengten Brustkorb entspannt. Versuche natürlich und gleichmässig zu atmen – nicht zu tief oder zu flach atmen, um eine hohe CO2-Konzentration im Blut zu vermeiden.

Wenn ich alleine in offenen Gewässern schwimme, habe ich stets eine leuchtend farbige Schwimmboje dabei. Sie gibt mir mehr Sicherheit und ich kann mich daran auch über Wasser halten. Am Besten schwimmst du aber immer mit einer zweiten Person und besprichst klare Signale der Kommunikation. Zu zweit im Freiwasser zu schwimmen und zu trainieren macht zudem mehr Spass und ermöglicht zahlreiche spielerische Trainingsmethoden.

2. Die richtige Atmung für das Freiwasserschwimmen

Die beidseitige Atmung während des Kraulschwimmens regelmässig im Schwimmtraining zu üben, kann von grossem Vorteil sein. Das kann durch einen 3er-Atemzug – wechselseitig nach jedem dritten Armzug einmal links und einmal rechts atmen – oder abwechselnd 50 Meter (1 Minute) zur linken und 50 Meter (1 Minute) zur rechten Seite zu atmen, geübt werden. Desweiteren gibt es zahlreiche Varianten, wie 5er-Atemzug oder etwa 2 mal links, 2 mal rechts atmen und viele mehr.

Die Vorteile sind unter anderem eine symmetrische Entwicklung der richtigen Kraultechnik oder eine gleichmässige muskuläre Leistungsentwicklung beider Kraularmzüge. Im Triathlon und Freiwasser hilft die Möglichkeit zu beiden Seiten atmen zu können, wenn auf deiner „Schokoladenseite“ zum Beispiel Wellen sind oder dir ein Mitstreiter bei jedem Atemzug Wasser ins Gesicht spritzt. Eine bilaterale Atmung im Kraulschwimmen gibt dir also mehr Flexibilität und kann es dir erleichtern deine Schwimmrichtung besser zu halten.

Eine andauernde, wechselseitge 3er-Atemzug im Kraulschwimmen ist während intensiven Belastungen, wie im Triathlon aber nur selten von Vorteil. Wer nur nach jedem dritten Armzug atmet, der erhöht den Kohlendioxidgehalt im Blut und senkt die Sauserstoffaufnahmekapazität. Mit einem wechselseitigen 3er-Atemzug nimmst du bei gleicher Distanz letztendlich ein Drittel weniger Sauerstoff auf als mit einer Atmung nach jedem zweiten Kraularmzug zu nur einer Körperseite. Für intensive Belastungen, wie im Triathlon und bei Wettkämpfen mit Distanzen über 500 Meter ist eine kontinuierliche Sauerstoffaufnahme wichtig., schliesslich ist das Kraulschwimmen eine Ausdauersportart.

3. Im Freiwasser geradeaus schwimmen

Im Schwimmbad auf abgeleihnten Schwimmbahnen gerade zu schwimmen ist keine grosse Kunst und sollte jeder mühelos beherrschen – zumindest wenn man die Augen offen hat. Schliesst man seine Augen werden die meisten, selbst guten Kraulschwimmer schnell vom Kurs abkommen. Schaffst du es an einem perfekten Sommertag früh morgens bei spiegelglatter Wasseroberfläche und ohne einer geringsten Welle nicht 50 Meter auf einer geraden Linie durch den See zu schwimmen, dann liegt das ganz sicher einzig und alleine an dir. Klingt hart, ist aber so.

Es gibt dafür zwei wesentliche Gründe: Ein mangelhafter Kraularmzug und/oder eine ungünstige Wasserlage! Die Meisten driften in die gegenüberliegende Richtung ihrer Atmungsseite vom Kurs ab. Das liegt am vorne gestreckten Arm, auf den sich manche Kraulschwimmer während des Atemzugs stützen möchten, um das Gefühl einer stabileren Wasserlage zu haben – aber alles andere ist der Fall. Der nach vorne gestreckte linke Arm zum Beispiel, sinkt zu früh ab, während sich der Kopf nach rechts dreht und dabei aus dem Wasser gehoben werden muss. Denn mit dem früh absinkenden Arm sinkt auch der Körper ab. Durch das Anheben des Kopfes zieht der linke Arm unter den Körper und kreuzt die Körpermittelachse. Das ist alles andere als eine stabile Wasserlage, denn während der Atmung sollte gleichzeitig der rechte Arm in der Entlastungsphase nach vorne geschwungen werden … – du merkst schon wohin das führt.

RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Optimal Wasserlage und richtige Kraultechnik im Tüttensee © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Optimal Wasserlage und richtige Kraultechnik im Tüttensee © SUGAR & PAIN Stefan Drexl

Merke: Actio gleich Reaction. Drückst du Wasser mit deinem Kraularmzug in jede andere Richtung als von vorne nach hinten, wirst Du auch in jede andere Richtung als gerade nach vorne schwimmen. Ganz abgesehen vom erhöhten Widerstand, der nicht nur bremst sondern ebenso die Richtung auslenkt und dem erhöhten Energieverbrauch.

Stell dir vor du sitzt in einem Ruderboot und während Du das linke Ruder gerade ins Wasser steckst, bewegst du mit der rechten Ruder auf direktem Weg das Wasser von vorne nach hinten. Wenn du das lange genug machst, wirst du im Kreis fahren.

WIE SCHWIMMT MAN IM FREIWASSER MÖGLICHST GERADE AUS?

Die Fähigkeit geradeaus zu schwimmen setzt eine gute Kraultechnik voraus. Für eine gute Kraultechnik braucht es eine gute Rumpfstabilität, ein gutes Körpergefühl und richtiges Timing. Entscheidend für eine geradlinige Schwimmrichtung ist ein gerade gestreckter Körper zu jedem Zeitpunkt der komplexen Kraularmzugbewegung, der mit jedem Kraularmzug und Atemzug einzig um seiner Mittelachse rotiert.

Die nach vorne gerade gestreckten Arme liegen parallel zur Mittelachse in Verlängerung der Schultern bis der Atemzug beendet ist und aktive Arm während der Entlastungsphase am Gesicht vorbei schwingt. Erst dann leitet die Hand des vorne gestreckt liegend Armes die Zugphase ein und bewegt sich bei hohem Ellbogen auf direktem Weg nach hinten. Die Handfläche ist dabei stets senkrecht zur Schwimmrichtung und die Finger zeigen nach unten. Wir nennen diese Kraultechnik FRONT QUADRANT SWIMMING.

Entscheidend ist auch während der Atmung die Lücke zwischen Kopf und Oberam des nach vorne gestreckten Armes geschlossen zu halten, den Kopf nicht aus dem Wasser zu heben und 90 zur Seit zu atmen. Wer’s richtig beherrscht, der hat eine Auge unter Wasser während der Atmung.

Für den orientierenden Blick in Schwimmrichtung nach vorne kannst Du zusammen mit dem, am Gesicht – während der Atmung – aktiv vorbeischwingenden Entlastungsarm deinen Kopf nach vorne drehen und leicht in den Nacken neigen ohne ihn dabei aus dem Wasser zu heben. Dein Mund bleibt dabei unter Wasser. Gleichzeitig beginnst du mit der Zugeinleitung der Hand deines passiven, vorne gestreckt liegendes Armes.

Eine gute Übung im Schwimmbecken ist Kraulschwimmen mit geschlossenen Augen. Versuche anfangs eine möglichst lange Strecke kontrolliert ohne Atmung mit sauberen Kraularmzügen geschlossenen Augen zu schwimmen. Du wirst relativ schnell merken in welche Richtung du sogar ohne störender Atmung vom Kurs abkommst. Im nächsten Schritt wiederholst du die Übung mit jeweils 5 Armzüge zu deiner Schokoladenseite und zur gegenüberliegenden Körperseite – probier dabei verschiedene Atemtechniken aus und steigere dich, das schärft deine Wahrnehmung und steigert dein Orientierungsgefühl im Wasser.

4. So klappt die Orientierung im Freiwasser

Um so höher du den Kopf für deine Orientierung und den Blick nach vorne aus dem Wasser hebst, um so tiefer sinken deine und schlechter wird die Wasserlage. Dadurch die ungünstige Wasserlage steigt der Wasserwiderstand schlagartig und bremst dich ab. Nun solltest du regelmässig die richtige Richtung kontrollieren und bei Bedarf korrigieren, somit kann eine schlechte Orientierung technik ganz schön zeitraubend werden, vom erhöhten Energieverbrauch ganz zu schweigen.

Darum ist es wichtig, sich mit möglichst geringem Wasserwiderstand und wenig Auswirkung auf eine gute Wasserlage nach vorne zu orientieren. Das gelingt dir am Besten mit dem „Krokodilsblick“, für den nur deine Augen knapp über der Wasseroberfläche nach vorne blicken. Dafür drehst du gleichzeitig mit dem nach vorne schwingenden Entlastungsarm deinen Kopf in der Körpermittelachse vorne ohne ihn dabei aus dem Wasser zu heben. Neige den Kopf dabei nur leicht in den Nacken ohne ihn aus dem Wasser zu heben, sodass dein Mund unter Wasser und die Bugwelle erhalten bleibt.

RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Schneller Start auf den ersten hundert Metern © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Schneller Start auf den ersten hundert Metern © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
DREH DEN KOPF WIE EINEN BALL

Stell dir einen Basketball vor, dessen eine Hälfte Unterwasser schwimmt und den du ohne aus dem Wasser anzuheben bei gleichbleibender Wasserlinie in jede belibige Richtung drehen kannst. Genau so sollte sich dein Kopf für die Atmung zur Seit drehen und zur Orientierung nach vorne. Mit dem „Krokodilsblick“ nach vorne beginnt gleichzeitig die Hand des vorne, gestreckt liegenden Armes mit der Zugeinleitung. Spätestens mit dem Übergang von Zug- in Druckphase des Armes sollte dein Kopf wieder gerade ins Wasser gesenkt und dein Blick nach unten vorn gerichtet werden.

Vor deinem Schwimmtraining im Freiwasser suchst du dir gute Orientierungspunkte am Ufer, wie freistehende Bäume, Waldschneisen oder Kirchtürme, die schnell aus dem Wasser erkennbar sind. Übrigens auch für vor einem Wettkampf ist das sehr hilfreich, denn oft sind die Bojen schlecht zu sehen. Mit dieser elementaren Kraultechnik für eine bessere Orientierung gelingt es dir, die Schwimmgeschwindigkeit konstant zu halten und dich mit wenig Energieaufwand zu orientieren.

5. Die richtige Strategie für die Einteilung der Strecke und Energie

Ein schneller Schwimmstart über einige hundert Meter und mit etwas overpacing kann im Wettkampf von besonderem Vorteil sein, um dem Pulk zu entkommen. Doch in der Dosis liegt das Gift, schliesslich kommt nach der wichtigen Startphase der längere Teil der Schwimmdistanz. Jedoch verwechseln viele Triathleten overpacing mit all out und verschwinden nach einem vielversprechenden, zu schnellen Start und wenigen hundert Metern im oder gar am Ende des Pulks.

Die Kunst des richtigen Tempogefühls gilt es, zusammen mit deiner Kraultechnik in unzähligen Trainingseinheiten im Schwimmbecken zu üben. Im Schwimmtraining hast du dafür eine Uhr, Schwimmleinen, den Beckenboden, meist andere Schwimmer und eine Trainerin oder einen Trainer – das Wichtigste – für eine bessere und objektiv richtige Einschätzung deines Schwimmtempos. Wenn du deine Technikübungen zu schnell oder deine Intervalle zu langsam schwimmst, dann wird dir dein/e Trainer/in das lautstark mitteilen.

Entscheidend ist, wie so oft, eine realistische Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit verbunden mit der richtigen Streckeneinteilung. Das Geheimnis besteht in der optimalen Armzuglänge und hohen Armzugfrequenz bei einer konstanten Erhaltung der richtigen Kraultechnik. Dadurch kannst du deine Schwimmgeschwindigkeit über längere Distanzen konstant hoch halten ohne sinnfrei Energie zu verschwenden.

SUGAR & PAIN TRI CAMP #CH20 – Das Triathlon Traningslager im Chiemgau 2020 / Traumhafte Atmosphäre im Sonnenuntergang am Chiemsee @ SUGAR & PAIN / Adobe Stock
SUGAR & PAIN TRI CAMP #CH20 – Das Triathlon Traningslager im Chiemgau 2020 / Traumhafte Atmosphäre im Sonnenuntergang am Chiemsee @ SUGAR & PAIN / Adobe Stock
VIEL GEDULD PLUS RICHTIGE KRAULTECHNIK

Es kann Jahre dauern bis du ein gutes Tempogefühl entwickelst und deine ideale Verbindung von Armzuglänge und Armzugfrequenz generierst. Du brauchst dafür viel Geduld, genau darum sollte der Schwerpunkt deines Schwimmtrainings immer auf der richtigen Kraultechnik liegen. Schwimmen – im Freiwasser und Triathlon – ist Ausdauersport, dessen Erfolg in der Fähigkeit einer lang andauernden Erhaltung der richtigen Kraultechnik liegt. Entscheidende Faktoren sind nicht Kraft und Fitness.

Es ist dabei hilfreich zu wissen, dass du für die Verbesserung einer 1500 -m-Schwimmzeit (Kraulschwimmen) von 25 min um etwa 10 % (2:30 min) anstatt 1m Zuglänge, eine Länge von 1,1 m pro Armzug zurücklegen müsstest – Basis des Rechenbeispiels ist, mit jedem Armzug 1m zurückzulegen und dafür 1 sec zu brauchen. Eine andere Möglichkeit ist die Frequenz zu erhöhen und bei selber Armzuglänge, jeden einzelnen Armzug in kürzerer Zeit auszuführen – oder beides zusammen. Wenn Du deinen Armzug somit um 10 cm verlängerst, deine Armzugfrequenz um 0,1 sec pro Armzug erhöhst und das konstant über 1500 m kraultechnisch erhalten kannst, dann wirst du nach bereits nach 20:15 min aus dem Wasser kommen und dich ziemlich weit vorne im Teilnehmerfeld befinden.


ÜBRIGENS

Bevor du dich mit einem zu hohen Schwimmtempo schin in der ersten Disziplin abschiesst, schwimm etwas langsamer und dafür konstant. Wenn du auf 2000 m zum Beispiel 5 sec pro 100 m langsamer schwimmst, brauchst du für die gleiche Distanz gerade einmal 1:40 min länger und sparst Energie – dafür kannst du dann vielleicht schneller wechseln und Rad fahren.


Um dieses Trainingsziel zu erreichen wirst du noch unzählige Bahnen im Schwimmbecken ziehen. Solange solltest du deine Startphasen mit bedacht angehen und im letzten drittel der Schwimmdistanz deinen Turbo zünden. Auch die hervorragenden Schwimmer unter den Triathleten starten auf längeren Distanzen zurückhaltend mit leicht angezogener Handbremse aber können dieses Tempo konstant halten und sogar noch steigern. Sie wissen, dass nach den einigen hunderten Metern die Meisten wegplatzen.

Erfahrung ist im Schwimmen Gold wert. Darum ist es wichtig regelmässig im Freiwasser zu trainieren und Wettkampferfahrung zu sammeln, um verschiedene Strategien auszuprobieren. Für dein Schwimmtraining im Freiwasser zählt natürlich ebenso, deine Energie richtig einzuteilen und dich nicht zu überschätzen. Es geht um deine Sicherheit und darum, wieder gut zurück an Land zu schwimmen.

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Stefan Drexl
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EIN KOMMENTAR

Vor 5 Jahren wurden Rolling Starts bei Rennen der IRONMAN Serie eingeführt. Rookies sowie schlechtere Schwimmerinnen und Schwimmer sollte durch den Rolling Start stressfreie Schwimmstarts ermöglicht werden, so die Argumentation von IRONMAN damals. Man wollte so auch die Sicherheit gewährleisten und für schnellere Schwimmzeiten sorgen. Aber ist die Idee, einen Triathlon mit 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen komfortabler gestalten, nicht ein Paradoxon? Sind Triathlon Langdistanz und Komfortzone nicht bereits ein Widerspruch in sich. Längst  gibt es doch andere, bessere Optionen für Rookies und Nichtschwimmer*innen, um sich komfortabel an Triathlon und längere Distanzen heranzutasten.

Durch den Rolling Start ist der erste Schwimmer aus dem Wasser nicht mehr automatisch der schnellste Schwimmer. Zuschauern und Athleten geht der Überlick verloren. Die Sieger*innen oder gar das komplette Podium eines Wettbewerbs könnten erst Minuten hinter den Ersten durchs Ziel laufen – alles schon passiert und selbst erfahren. Wird hier also nicht das Pferd von hinten aufgezäumt und der Wettbewerbsgedanke ausser acht gelassen? Ist es nicht sogar Wettbewerbsverzerrung? Es geht in jedem Wettbewerb darum eine Siegerin und einen Sieger zu ermitteln, gesamt und in den jeweiligen Altersklassen. Es geht aber auch um die wenigen sehr begehrten Qualifikationsplätze für die IRONMAN Weltmeisterschaft auf Hawaii oder im IRONMAN 70.3. Gäbe es nicht optimalere Lösungen, die allen Teilnehmenden gerecht würden? Oder geht es IRONMAN eigentlich um etwas ganz anderes.

Die Argumente scheinen schlüssig, jedoch stehen sie entgegen der Idee eines Wettkampfes, besonders eines Triathlons mit der Herausforderung sich in allen drei Disziplinen zu messen. Nach 5 Jahren des Rolling-Start-Modus muss man jedoch feststellen, dass weder mehr Teilnehmende während der ersten Disziplin verunglückt sind, noch weniger als zuvor. Auch sind die Schwimmzeiten nicht durch den Rolling Start schneller geworden. Dies ist besserer Trainingsmethoden und verbesserter Neoprenanzüge zuzuschreiben.

Kaum einer der sehr bedauerlichen Todesfälle bis 2016 hätten durch einen Rolling Start verhindert werden können. Aus Sicht der Sporwissenschaft und Medizin läge eine Lösung viel eher darin, die sportliche Belastbarkeit der Teilnehmenden vor konsequenter, besser und regelmässiger durch Verbände und Veranstalter zu überprüfen. Die Nachfrage gesunder, sporttauglicher Athletinnen und Athleten mit Erfahrung und guten schwimmerischen Fähigkeiten nach Langdistanzrennen ist groß und steigt weiter – auch trotz oder gerade wegen der Pandemie. Warum also weiterhin diese gravierende Eingriffe in die Substanz des Triathlons? Was kommt als nächstes?

VERÄNDERUNG UND VERLAGERUNG DES WETTKAMPFSTRESS

Ein Rolling Start kann das Schwimmen gewiss stressfreier und komfortabler machen, zumindest zu Beginn. Für einen kurzen Moment. Es drängt sich allerdings die Frage auf, ob das der tatsächliche Sinn eines Wettkampfes ist. Ist dieser gefühlte Stress überhaupt negativ zu bewerten? Ist es nicht genau das Adrenalin, das dieser Stress auslöst, das Triathletinnen und Triathleten suchen, das diesen Sport ausmacht, das süchtig macht. Trotz oder gerade wegen der „Waschmaschine“ bei einem Massenstarts von gleichzeitig 500, 1000 oder 2000 Triathlet*innen. Selbst die guten und besten haben nach vielen Jahren im Triathlon großen Respekt vor jedem Start, jedesmal aufs Neue. Wer allerdings Angst vor dem Schwimmstart hat, der hat vermutlich seine Hausaufgaben nicht gemacht, der ist nicht bereit für die Herausforderung.

Aber darf eine falsche Selbsteinschätzung oder schlechte Vorbereitung einiger Teilnehmenden der Grund sein, dass Feeling eines echten Massenstarts zu verbannen und das für Höchstleistungen erforderliche, positive Adrenalin durch einen Komfortstart zu dämpfen? Stress und Ärger gibt es bei einem Rolling Start dennoch: Früher als zuvor muss sich müssen sich aussichtsreiche Teilnehmende am Start einfinden, um sich rechtzeitig in eine der vorderen Startreihen anzustellen. Denn immer öfter stehen dort langsamere Schwimmer und versprechen sich dadurch die versprochenen, „schnelleren Schwimmzeiten“. Spätestens 500 Meter nach dem Start beginnt dann dennoch der Stress für diejenigen, aber auch auch für jene tatsächlich besseren Schwimmer und Schwimmerinnen, die jene nun erst noch überholen müssen.

Vielleicht sollte man besser gleich wieder zurück zu den Anfängen des IRONMAN und von allen Teilnehmenden  vorab den Nachweis eines erfolgreich absolvierten Halbmarathons verlangen? Ein erfolgreich absolvierter Marathon oder eine Triathlon Mitteldistanz wäre heutzutage wohl besser. Es würde den Veranstaltern von IRONMAN Rennen wenigstens garantieren, dass alle Teilnehmenden gewisse körperliche Voraussetzungen und Erfahrung mitbrächten. Ob sie deshalb ausreichend schwimmerische Fähigkeiten für 3,8 km hätten, bliebe zwar ungeklärt, die Teilnehmenden hätten aber einen ersten Belastungstest bestanden. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage und des großen Zustroms an Neueinsteigern im Triathlon könnte wäre zumindest auch eine kleine Hürde vor der Anmeldung zu einer Langdistanz und könnte die Selbsteinschätzung latent verbessern. Allerdings wäre es primär nicht die Aufgabe von IRONMAN, die gesundheitlichen Voraussetzungen aller Teilnehmenden zu überprüfen. Vielmehr ist es die Aufgabe der nationalen und internationalen Verbände und der Vereine genauer hinzuschauen, strengere Kriterien für den Erwerb von Startlizenzen festzulegen und die gesundheitlichen Voraussetzung der Athletinnen und Athleten regelmäßig abzufragen. Andernfalls erhalten diese weiterhin nur Zugang zu Triathlon Volksdistanzen.

AUSWIRKUNGEN DES ROLLING START AUF WETTKAMPFSTRATEGIE, -TAKTIK & -DYNAMIK?

Wer einmal einen Massenschwimmstart hunderter Triathleten gesehen oder sogar selbst erlebt hat, der versteht den Kult um die IRONMAN-Rennen und diesen Startmodus. Der möchte das weder als Zuschauer noch als Athlet missen. Der Massenstart ist unter anderem einer der Gründe, weshalb wir diese Tortour auf uns nehmen und Triathlon unsere Leidenschaft ist. Es ist fantastisch, ein Spektakel. Wenn es in Zukunft also weiterhin und immer mehr Triathlons mit einem Rolling Start durchgeführt werden, dann geht dieser wichtige Kult verloren, ein wesentlicher Teil des Spirits. Dann verkommt Schwimmen zum feucht fröhlichen Warm Up und notwendigen Übel.

Der direkte presönliche Vergleich, das Kopf an Kopf Rennen mit den weiteren Teilnehmenden gesamt und innerhalb einer Altersgruppe geht verloren. Die unmittelbare Konkurrenz könnte 5 Minuten vor dir oder 5 Minuten hinter dir starten. Du hast dann kaum eine Ahnung, wo sich die Konkurrenz oder du dich während des laufenden Wettbewerbs befindet. Wie sollen sich die schnellsten Triathletinnen oder Triathleten gesamt und in den jeweiligen Altersklassen somit noch im direkten Duell und fair messen, und ohne ständigen externen Support einen der wenigen begehrten Qualifikationsplätze für Kona erkämpfen? Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Leistungsdichte stark zugenommen hat. All-out, schwimmen, Rad fahren und laufen ohne jegliche Taktik bis man platzt und mit viel Glück das Ziel erreicht und zufällig einen Podiumsplatz erreicht, ist sicher keine gute Strategie. Ist jedoch jede und jeder Teilnehmende vor und hinter einem ein Platz weiter vorne oder weiter hinten, dann erzeugt das unmittelbar Motivation. Etwas sehr wichtiges und sehr positives. Es ist entscheidend, um Grenzen zu verschieben, um persönliche Höchstleistungen zu erzielen und wahres Glück zu finden.

Würde man den Rolling Start Modus auch auf die Profis anwenden oder gar Einzelstarts durchführen, dann würde das, neben großem Unmut selbstverständlich, zu einer komplett veränderten Renndynamik führen. Es würde keinen taktischen Vorteil durch den Wasserschatten im Schwimmen mehr geben, es gäbe keine Windschattenproblematik aber auch keine Gruppendynamik auf dem Rad und das Ergebnis würde dadurch dramatisch anders aussehen, ziemlich sicher sogar. Es würde aber auch etwas wesentlich dramatischeres geschehen. Die Bedeutung des Supports von aussen würde stark zunehmen und der Athlet hätte ausser den Einfluss auf seine eigene Leistungsbereitschaft, keine strategische Kontrolle mehr über das Renngeschehen. Der Wettbewerb und die Konkurrenz ist nicht mehr reell sondern virtuell und der Athlet abhänig von der Qualität des informellen Supports, um seine Leistung zielgerichtet gut einzuteilen.

Freiwasserschwimmen im Meer / Open Water Swimming in the Sea © Adobe Stock

DAS PARADOX: IRONMAN UND KOMFORTZONE

Die erste Disziplin des Triathlon stellt für die meisten Teilnehmenden die größte Herausforderung dar. Noch immer. Tendenz steigend. Das wird nun weiter durch den neuen Startmodus und wachsende Startfelder verstärkt. Dabei ist die Schwimmstrecke bei einer Langdistanz im Verhältnis zu Radfahren und Laufen ohnehin deutlich unterrepräsentiert. Zudem wäre es erheblich leichter die richtige Kraultechnik von professionellen Schwimmtrainern zu erlernen als zeitintensives Rad- und Lauftraining für die Verbesserung der Grundlagenausdauer.

Die Freude die erste Disziplin gemeistert zu haben, ist bei den meisten Teilnehmenden allerdings fast genauso groß, wie das erfolgreiche Finish. Welchen Anreiz die Teilnahme am IRONMAN langfristig noch hat, wenn immer mehr und immer öfter Teilnehmende mit ihren Leidensgenossen Händchen haltend ins Wasser springen, gemütlich nebeneinander oder abwechselnd hintereinander schwimmen und sich damit sogar während der gesamten Strecke gegenseitig unterstützen! Das mag für die Meisten auf den ersten Blick nach traumhaften Bedingungen klingen. Wozu dann eigentlich an einem IRONMAN teilnehmen, wenn ein direkter Vergleich nicht mehr möglich ist und die Konkurrenz im Grunde egal ist? Wer eine Herausforderung mit Abstand zu anderen in einer störungsfreien Umgebung möchte, den Wettstreit in der völligen Komfortzone nur gegen die Uhr und gegen sich selbst, der braucht sich dafür eigentlich nicht bei einem IRONMAN anzumelden. Denn die oder der jenige kann das jederzeit alleine tun. Dafür braucht es keinen anderen Startmodus.

ERNSTGEMEINTE EVOLUTION ODER MARKETING

Wohin wird sich IRONMAN und Triathlon durch diese gravierenden Eingriffe in Zukunft also entwickeln? Ist das erst der Anfang oder wird hier die Büchse der Pandora geöffnet? Ich bin der Meinung, dass der Rolling Start keine evidenzbasierte Evolution für den Triathlon darstellt, sondern Kalkül und Marketing ist. Es macht die Langdistanz attraktiver und senkt die Hemmschwelle. Es lockt all jene, für die das Wasser und die Distanz von 3,8 km bisher die größte Herausforderung stellte und für die neben eines Marathons auch endlich ein IRONMAN in den Lebenslauf muss.

Die Vorstellung, an einem Wettkampf teilzunehmen ohne dabei tatsächlich in direktem Kontakt zu den Mitbewerber*innen zu sein, ohne echten direkten Vergleich, wird viele talentfreie Schwimmer an die Startlinie spülen. Schwimmerinnen hingegen, so denke ich, wesentlich weniger. Für mich ist es zu offensichtlich, dass der Rolling Start hauptsächlich einer Aufstockung des Teilnehmerfeldes dient, um in erster Linie den Umsatz zu steigern. Dafür nimmt man billigend in Kauf den Triathlonsport, ganz besonders den echten Triathlet*innen und wahren Sportsgeist zu opfern. Mit der Entwicklung in Richtung „Erlebnis IRONMAN“ driftet der ehrliche Wettbewerb ambitionierter Triathleten aller Klassen in die Bedeutungslosigkeit und wird die größte Herausforderung die Anmeldung sein?

EHRLICHER WETTBEWERB ODER BELANGLOSES FINISH

Für alle Teilnehmenden ist es schon immer das Wichtigste, einen IRONMAN erst einmal gut und gesund ins Ziel zu bringen. Diese Aufgabe und Herausforderung steht über der geplanten Zeit und oder gar Platzierung, denn es gibt einfach zu viele Unabwägbarkeiten. Mit der wachsenden Erfahrung steigen natürlich auch die Erwartungen, wenn gleich man sich stets bewußt sein sollte, dass jede Langdistanz immer andere Überraschung mit sich bringen kann. Je besser man diese managed, um so besser werden in der Regel Zeit und Platzierung. Neben verbessertem Training und steigender Leistungsfähigkeit hat die wachsende Erfahrung einen bedeutenden Anteil am Rennverlauf und letztlich am Ergebnis. Passive oder aktive Renngestaltung, Renneinteilung, Renndynamik (die unmittelbare Reaktion Konkurrenten), Taktik und Strategie sind alles Elemente, welche wesentlich die persönliche innere und äussere Wahrnehmung sowie den Spaß am Wettkampf positiv beeinflussen.


Wie würden Rennen verlaufen und sich Schwimmzeiten entwickeln, würde bei Olympia
oder Weltmeisterschaften jede*r einzeln in den Pool springen oder einen Marathon laufen?
Gäbe es dann noch Rekorde? Was wäre die Motivation?


Ein Rolling Start beschneidet massgeblich den Spaß und besonderen Mehrwert von Rennbeginn, in dem er leidenschaftlichen Triathlet*innen die Möglichkeit gemeinsam zu starten, in Echtzeit zu racen und sich im direkten Vergleich bis zur Ziellinie zu batteln raubt. Sattdessen steigert ein Rolling Start den Stress für all diejenigen, denn sie wissen nie genau, auf welchem Platz sie während des Rennens liegen und wie sie ihre Leistung zu welchem Zeitpunkt wie einschätzen und vor allem einteilen sollen. Genau diese Erfahrung konnte ich trotz guten Supports mehrmals persönlich machen und hat mir nach erfolgreichem Zieleinlauf ein paar Mal die Freude über das Finish geraubt. Nämlich genau dann, wenn man als erster oder zweiter seiner Altersklasse durch das Ziel läuft aber sich dann 15 Minuten später auf Platz 4 mit nur 75 Sekunden Differenz befindet. Im direkten Duell würde das selten passieren und wäre wenn, dann ehrlich und fair. Im direkten Duell geschlagen zu werden oder zu gewinnen, ist etwas besonderes und hat einen Mehrwert auch in Niederlagen. Es macht glücklicher, dann man hat es selbst in der Hand, kann ins Renngeschehen selbst eingreifen und steht nicht machtlos im Ziel.

IRONMAN VICHY 2017 Die Fotostory / Orientierung war trotz des simplen Schwimmkurses problematisch aufgrund der wenigen Bojen. Denn auch ein guter Schwimmer schwimmt bei viel Betrieb nicht ohne Weiteres 1000 Meter gerade © Moritz Werner
IRONMAN VICHY 2017 Die Fotostory / Orientierung war trotz des simplen Schwimmkurses problematisch aufgrund der wenigen Bojen. Denn auch ein guter Schwimmer schwimmt bei viel Betrieb nicht ohne Weiteres 1000 Meter gerade © Moritz Werner

WAS SIND DIE ALTERNATIVEN ZUM ROLLING START?

Hätte IRONMAN und die Veranstalter tatsächlich die ehrliche Absicht die Triathlonrennen im Sinne der Teilnehmenden weiterzuentwickeln, gäbe es weit bessere Optionen als den „Rolling Start“. Selbst wenn dadurch die Startgebühren um 10 % ansteigen würden aber dafür die sportliche Fairness und Organisation ernstzunehmend verbessert würden. So könnte man zum Beispiel Startwellen einführen und nach Altersklassen strukturieren, so wie das die Veranstalter der CHALLENGE Roth organisieren. Das würde den Schwimmstart auch entzerren und neben der Fairness und gleichen Wettkampfbedingungen für alle die Teilnehmenden jeder Altersklasse auch für die Zuschauer spannender und nachvollziehbarer machen.

WAS KÖNNTE UNS DIE ZUKUNFT NOCH BRINGEN?

Es läßt sich natürlich vortrefflich darüber spekulieren, welche weiteren Regeländerungen IRONMAN in Zukunft noch plant. Viel Spielraum bleibt dem Platzhirsch allerdings nicht die Tolleranz der Triathlongemeinde weiter zu strapazieren, schließlich wächst das Angebot an alternativen Serien und Wettkampfformaten, und auch die Pandemie wirkt wie ein Katalysator. Manch mögliches Szenario ist gar nicht so abwägig, denkt man pro IRONMAN und pro Expansion, sprich die Anzahl der Teilnehmenden stetig zu steigern. So könnte als nächstes das Windschattenverbot kippen, um mehr Platz zu schaffen. Diese weitern Gedanken wurden tatsächlich schon diskutiert:

  • Änderung der Qualifikationskriterien: Sammeln von Punkten auch für Triathleten der Altersklassen ähnlich der Profis und dem Kona Pro Ranking.
  • Einführung eines Kona Age Group Rankings.
  • Wenige spezielle Events mit der Möglichkeit zur Qualifikation für Kona.
  • Einführung einer dritten Wertungsklasse von Amateuren, ähnlich dem Radpsort.
  • Eine eigene Ironman Lizenz, die erst zu einer Teilnahme am Qualifikationsmodus berechtigt, ähnlich nationaler Meisterschaften.

Ich hoffe nicht, dass einer dieser Gedanken oder ähnliches jemals realisiert werden. Regeländerungen der vergangenen Jahre waren allerdings selten pro Triathlon und pro Triathlet*in

FAZIT

Die Schwimmzeiten sind in den vergangenen Jahren nachweislich nicht durch Rolling Starts schneller gewesen. Ich selbst konnte diese Erfahrung auch machen. Ursächlich dafür ist meisten, dass sich die guten und besten Schwimmer*innen nicht mehr zusammenfinden und gemeinsam vorne weg schwimmen, sich dadurch auch nicht gegenseitig motivieren und das Tempo weiter forcieren. Die guten und besten Schwimmer*innen verteilen sich jetzt auf das gesamte Feld, entweder, weil sie sich anstellen müssen oder aus taktischen Gründen, um von weiter hinten die Konkurrenz besser im Blick zu haben. Oder aber, weil sie durch die Menge der Teilnehmenden nicht rechtzeitig nach vorne kommen, die sich bereits 30 Minuten vor dem Rolling Start brav in Reih und Glied anstellt. Nach 5 Jahren Rolling Start und viel schlechter Erfahrungen sollte man auch bereit zu Revolution sein und zurück zum ursprünglich Modus des Massenstarts kehren. Die Veranstaltungen werden sich dennoch weiter füllen und es gibt Raum für deutlich wichtigere Weiterentwicklungen.

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In Anbetracht der Gesamtleistung ist das Schwimmen im Triathlon zwar unterbewertet, von manchen wird es gar gerne unterschätzt, dennoch haben die Meisten unglaublichen Respekt vor der ersten Disziplinen. Doch das musst nicht sein, berücksichtigt man die Big Five des Kraulschwimmens. Unsere fünf Tipps, wie Du deine Angst im Wasser überwindest und das Schwimmen im Triathlon erfolgreich meisterst.

 

1. LÄNGER DICHT FÜR KLARE SICHT

Eine gute Schwimmbrille schützt die Augen und ist für eine klare Sicht im und über Wasser essentiell. Für die Orientierung während der ersten Disziplin ist sie besonders wichtig. Die Angst ist groß, dass Wasser in die Schwimmbrile läuft oder sie beim Schwimmstart von einem Mitbewerber versehentlich vom Kopf heruntergeschlagen wird.

Wenn Du deine Schwimmbrille unter die Schwimmkappe ziehst, dann sitzt sie besser und kann nicht verloren gehen. Verwende für den Wettkampf eine separate, möglichst neuwertige Schwimmbrille, am Besten das selbe, passende Modell wie im Training. Die hält länger dicht, wenn Du sie vor dem Schwimmen einmal aufsetzt und erst am Ende wieder runter. Eine Ersatzbrille solltest Du dennoch stets griffbereit haben, falls kurz vor dem Start deine Schwimmbrille kaputt gehen sollte. Dann hast Du stets den Durchblick im Wasser statt Angst und Nachsicht.
 

2. BESSERE ORIENTIERUNG IN DER ERSTEN DISZIPLIN

Ein gut organisierter Triathlon enthält bereits in der Ausschreibung eine detaillierte Streckenbeschreibung und Skizze der Schwimmstrecke. Beide solltest Du regelmässig vor deinem Wettkampf durchlesen und auch verstehen bevor Du dann tatsächlich an der Startlinie stehst. Die Schwimmstrecken, meist Drei- oder Viereckskurse haben gut sichtbare Bojen im Wasser und damit die Wenden zu markieren. Stand Up Paddlers oder Kanus, bei größeren Veranstaltungen auch Boote achten darauf, dass in der Regel kein Teilnehmer zu weit vom Kurs abkommt. Dennoch bleibt ein gewisser Korridor zwischen den Bojen oder zum Schwimmausstieg in dem sich der Schwimmer bewegt. Wer sich hier nicht richtig orientiert oder immer wieder zickzack schwimmt, der legt gerne einmal 25 bis 30 Prozent mehr Weg zurück. Ist man noch dazu ein schlechter Schwimmer verbraucht man natürlich erheblich mehr Energie.

Das muss nicht sein: Präge Dir die Schwimmstrecke und Farbe der Bojen genau ein, aber auch die Umgebung, sofern Du nicht im offene Meer schwimmst. Oftmals befinden sich in der Verlängerung jeder Teilstrecke markante Punkte an Land, die leichter zu erkennen oder zur zusätzlichen Orientierung helfen. Integriere in dein Schwimmtraining regelmässig das sogenannte Wasserballschwimmen. Statt zur Seite zu atmen, hebst Du regelmässig, nach acht bis 12 Kraularmzügen für einen Atemzug den Kopf vorne aus dem Wasser und orientierst Dich dabei. Bei Bedarf korrigierst Du dann die Richtung. Je besser Du gerade aus schwimmen kannst, um so weniger oft musst Du das natürlich wiederholen. Gerade Einsteiger sollten deshalb eine Dreieratmung trainieren, um so von Beginn an das geradeaus schwimmen besser zu erlernen. Es gibt dafür aber keine Studienlage, das dies grundsätzlich funktioniert oder man mit einer Zweieratmung nicht auch sehr geradlinig schwimmen kann. Für ungeübte Kraulschwimmer ist es dennoch meist zutreffend.
 

SCHWIMMEN IM TRIATHLON Keine Angst vor der ersten Disziplin / Die Schwimmbrille unter der Schwimmkappe sorgt für sicheren halt © rauschendorfer

SCHWIMMEN IM TRIATHLON Keine Angst vor der ersten Disziplin / Die Schwimmbrille unter der Schwimmkappe sorgt für sicheren halt © rauschendorfer

 

3. AUF INDIREKTEM WEG ENTSPANNTER AUS DEM WASSER

Eine Massenstart gehört zum Triathlon ebenso, wie zum Marathon. Man stelle sich nur vor jeder Läufer würde einzeln starten. Darüber könnte man jetzt an anderer Stelle natürlich vortrefflich diskutieren, aber wir betrachten das als gegeben. Die Angst während des Schwimmstarts überschwommen oder getreten zu werden ist bei Einsteigern, wie bei erfahrenen Triathleten aber schlechten Schwimmern gleichermassen gross. Die Lösung ist so einfach wie offensichtlich, wären stets genügend Platz im Wasser und würden bis auf die schnellsten zehn Prozent nicht 500 oder mehr Teilnehmer die selbe Idee verfolgen. In gut organisierten Veranstaltungen gibt es ab bestimmten Teilnehmerzahlen Wellenstarts nach Altersgruppen separiert. Für die Frauen dann noch einmal extra natürlich.

Ist das nicht gewährleistet oder die Startwelle dennoch sehr gross, so stellt man sich als unerfahrener oder schlechterer Schwimmer besser an den Rand des Feldes und im hinteren bis mittleren Startfeld. Aber bitte nicht in erster Reihe und in der Mitte, weil die Sicht auf die erste Boje hier gut und es der kürzeste Weg ist. Wer vom Rand des Feldes startet und sogar einen Bogen zur ersten Boje schwimmt, der hat zwar einen etwas längeren Weg aber auch eine komfortablere erste Disziplin und steigt entspannter auf sein Rad.
 

4. DIE RICHTIGE ATMUNG IN JEDER SITUATION

Kraulschwimmen ist die schnellste und ökonmischste Art sich durchs Wasser zu bewegen, vorausgesetzt man beherrscht es. Während des Schwimmstarts und der ersten fünfhundert Meter ist die körperliche Belastung sehr hoch und hinzu kommt dann noch eine besondere Stresssituation. Neben guten Schwimmfähigkeiten ist hier vor allem viel Erfahrung von Vorteil. Wer nicht um den Gesamtsieg oder das Podium in seiner Altersklasse, oder gar den Titel, „Erster aus dem Wasser“ kämpft, der kann, neben den oben genannten Möglichkeiten, zumindes etwas gemütlicher in das nasse Element starten. Aber ein Triathlet wäre kein Triathlet, würde er nicht versuchen jede Disziplin möglichst schnell und im Rahmen seiner Möglichkeiten hinter sich zu bringen vielleicht sogar die ein oder andere persönliche Bestzeit zu verbessern. Das gilt für Einsteiger wie für Fortgeschrittene und Profis gleichermassen.

Die individuelle Leistungsfähigkeit insbesondere die Sauerstoffaufnahmekapazität ist hier der limitierende Faktor. Im Wasser kann man jedoch nicht beliebig sondern nur in einem vorgegebenen Rhythmus atmen, vorausgesetzt man macht es richtig. Über Wasser einatmen, in das Wasser ausatmen. Wenn Du aber statt Luft zu atmen, einen Schluck Wasser in den Mund bekommst, kann es Dich schnell aus dem Atemrhythmus bringen und der Sauserstoff knapp werden. Wer sich dennoch verschluckt, der sollte erst einmal in das Wasser husten während man weiter kontrolliert Kraul schwimmt. Hilft das noch nicht, kannst Du dich mit einem Kraularmzug in die Rücklage drehen und einige Meter Rücken schwimmen bis das Problem gelöst ist. Anschliessend drehst Du dich mit einem Rückenarmzug wieder in die Bauchlage. Das solltest Du natürlich vorher auch im Schwimmtraining üben, um Deine Angst guten Gewissens abzulegen. Auf keinen Fall solltest Du aber plötzlich Brustschwimmen, zumindest nicht solange Du dich mitten im Getümmel befindest. Dein Hintermann wird es Dir danken, nicht Deinen Fuss plötzlich in seinem Gesicht zu spüren. Das Beste ist natürlich, sich erst gar nicht zu verschlucken. Von Vorteil ist es deshalb die Atmung auf beide Seiten zu beherrschen, denn meist ist eine Seite weniger turbulent.
 

5. DIE RICHTIGE KRAULTECHNK DURCH PROFESSIONELLES SCHWIMMCOACHING

Jeder möchte gerne besser und schneller Kraulschwimmen, wäre da nicht das begrenzte Trainingsbudget, sowohl zeitlich als auch finanziell. Derweil wären es ganz besonders Schwimmstunden für die richtige Kraultechnik in die man im Triathlon als erstes investieren sollte. In einem Schwimmtraining mit einem professionellen Coach lernst Du vom Kraularmzug über die Atmung bis zum Beinschlag besser Kraulschwimmen. Vor allem, wenn Du eventuell zuvor noch nie Kraul geschwommen bist, dann hlift Dir ein angeleitetes Training schneller Kraulschwimmen zu lernen und vor allem deinen Wasserwiderstand zu reduzieren, um mit weniger Kraftaufwand zu schwimmen. Eine Investition die sich langfristig rechnet. Du solltest selbst natürlich auch möglichst oft Kraulschwimmen, um an Deinem Wassergefühl zu arbeiten. Das Schwimmtraining in einem Verein kann deine Fortschritte dabei zusätzlich unterstützen.

Doch gewarnt sei vor der Trainingsmehtode „do it yourself“. Es fehlt im Wasser an den typischen Kontrollmechansimen aufgrund der reduzierten Schwerkraft und dem fehlenden Widerlager. Du kannst selbst nicht wahrnehmen wie und wo Du dich im Wasser gerade bewegst. Fehlt ein erfahrener und kompetenter Trainer am Beckenrand schleichen sich Technikfehler ein. Eine falsche Koordination und Dysbalancen etablieren sich. Die fehlerhaften Bewegungsabläufe später zu korrigieren ist mühseliger und langwieriger als von Anfang an den richtigen Trainingsweg zu wählen. Entscheidend ist das Richtige richtig zu machen. Dann ist Kraulschwimmen die gesündeste Ausdauersportart, an der man ein Leben lang Spass haben kann und keine Angst davor haben braucht.
 
 

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stefan drexl
rauschendorfer
 
 

Die meisten Menschen denken, dass Arabica generell die bessere Bohne und Robusta qualitativ eher schlechter sei. Das wird uns seit vielen Jahrzehnten durch die Bezeichnung „100% Arabica“ weiss gemacht. Kaffee aus Arabicabohnen wird daher grundsätzlich geschmacklich hochwertiger eingeschätzt als aus Bohnen der Sorte Robusta. Arabica ist in der Regel säuerlich, fruchtig und schokoladig und enthält weniger Bitterstoffe. Die Robustabohne hingegen überzeugt mit mehr Volumen, wird eher bitter, nussig und intensiver geschmeckt. Ein guter Espresso vereint in der Regel beide Bohnen und besteht aus einer Mischung der beiden Sorten im Verhältnis von 70% Arabica zu 30% Robusta. Von großen Kaffeeröstereien wird aber meist suggeriert, dass ausschließlich Kaffee aus 100% Arabica Bohnen von höchster Qualität sei. Grundsätzlich ist das erst einmal nicht ganz falsch. Jedoch ist es auch wichtig zu wissen, dass Arabica nicht gleich Arabica ist und 100% nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein muss. Aber was bedeutet denn nun 100% Arabica tatsächlich und was unterscheidet Arabica von Robusta Kaffee eigentlich?

Arabicakaffee, wird von den meisten Kaffeeproduzenten als die hochwertigste Kaffeesorte mit bester Qualität verkauft, während Robustakaffee als eher qualitativ minderwertig bezeichnet wird. Unbestritten ist die Aromenvielfalt der Arabicabohne, sie reicht von blumig bis schokoladig und auch ihr milderer Geschmack. Denn es überwiegen besonders viele fruchtige Aromen, die sich durch eine leichte Säurenote bemerkbar machen – ein Merkmal des geringeren Koffeingehalts. Zu unrecht wird im Vergleich die Robusta sehr oft als Kaffebohne mit „minderer“ Qualität beschrieben, denn es gibt qualitativ hochwertige Sorten, die vollmundig intensiv, ja fast schokoladig bitter oder toastig schmecken. Für Laien sehen die Bohnen der beiden Sorten auf den ersten Blick sehr ähnlich aus. Aber das täuscht. Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal sind die Bohnen in Form und Grösse. Robustabohnen sind rundlicher und kleiner und haben einen fast geraden Einschnitt auf der flacheren Seite. Arabicabohnen dagegen sind insgesamt grösser und flacher, die Form ist deutlich ovaler. Die Einkerbung auf der flachen Seite ist in sanfter S-Form geschwungen – je nach Herkunft mehr oder weniger deutlich. Der genetische Code verteilt sich bei der Robusta auf 22 Chromosomen, die Arabica hat doppelt so viele. Das zeigt sich in Details wie Form und Farbe der Blätter, ganz besonders aber beim Wuchs. Während wild wachsende Robustas bis zu 10 m hoch werden können, begnügt sich die Arabicapflanze mit nur 6 – 8 m, was wohl auch mit den Hochlagen zu tun hat.

Schmeckt 100% Arabica denn grundsätzlich besser?

Mit der Bezeichnung „100% Arabica“ lassen sich von den Importeuren und Kaffeeröstereien wesentlich höhere Preise auf dem Markt durchsetzen. Derweil ist „100% Arabica“ einfach nur eine simple Inhaltsangabe und hat keine Aussage über die Qualität des Inhalts. „100% Arabica“ sagt auch rein gar nichts darüber aus, ob dir der Kaffee schmecken wird oder nicht. Interessanterweise zeigt die Erfahrung, dass bei einer Verkostung verschiedener Kaffees, meistens eine Mischung mit Robusta-Anteil bevorzugt wird, denn sie ist harmonischer und kommt dem individuellen Geschmacksempfinden am nächsten. Der Grund liegt wohl in der Verbindung zu Italien, dem Heimatland des Espresso, wo uns der Kaffee fast immer am besten schmeckt und dort immer Mischungen mit Anteilen von Robusta verwendet. Denn auf den intensiven Geschmack einer hochwertigen Robustabohne möchte in Italien niemand verzichten.

KOFFEIN IM BLUT: Arabica versus Robusta – die Qualität und Mischung macht’s / … und der Barista zaubert die Blume in den Milchschaum © stefandrexl.de

KOFFEIN IM BLUT: Arabica versus Robusta – die Qualität und Mischung macht’s / … und der Barista zaubert die Blume in den Milchschaum © stefandrexl.de

Arabica oder Robusta – worin liegt der Unterschied?

Die Kaffeekirschen, in dessen Kern die Kaffeebohnen reifen, wachsen an einem Kaffeebaum oder –strauch der Familie der Rotgewächse (Rubicacae) und gehören zur Gattung Coffea (Kaffee) mit etwas mehr als 120 bekannten Sorten. Wirtschaftliche bedeutend sind derzeit lediglich zwei Arten: Die Coffea Arabica und die Coffea Canephora, bekannt unter der Bezeichnung Robusta. Natürlich existieren noch weitere Kaffeesorten, die weltweit auch angebaut und getrunken werden. Da sie aber wirtschaftlich eher unbedeutend sind, ist es in Europa sehr schwierig diese Kaffeesorten zu erwerben. Die beiden beliebtesten Kaffeesorten, Coffea Arabica und Coffea Canephora sind durchaus zwei unterschiedliche Pflanzen. Die in ihrem Ursprung aus Äthiopien stammende Coffea Arabica bevorzugt höhere und kühlere Lagen von 800 – 2500 Meter und ist wesentlich senibler für Krankheiten oder beir Temperaturschwankungen. Aufgrund der erforderlichen Höhenlage des Arabicas sind die bevorzugten Anbaugebiete in Südamerika und Afrika. Die Arabicabohne wird generell als feiner, komplexer und mit einer wohlschmeckenden Fruchtsäure beschrieben. Der Koffeingehalt derArabica liegt bei etwa 1,1 – 1,7%.

Im Vergleich dazu ist die Coffea Canephora mit der Robustabohne, wie ihr umgangssprachlicher Name schon beschreibt, deutlich robuster. Die Coffea Canephora stammt aus West- und Zentralafrika, sie ist viel widerstandsfähiger und wächst am besten im feuchteren und wärmeren Klima tieferer Lagen von 200 – 300 Metern. Es gibt auch keinen Grund, ihren Anbau in höhere Regionen zu verlegen. Die Coffea Canephora kann in großen Mengen in den niedrigeren Lagen gut in größeren Mengen angebaut werden. Aus diesem Grund hat sich Vietnam als das weltgrößte Anbauland von Robusta entwickelt und sich in der Kaffeeproduktion auf den zweiten Platz hinter Brasilien geschoben, noch vor allen afrikanischen und anderen südamerikanischen Ländern. Die Coffea Canephora trägt erheblich mehr Früchte, die auch schneller reifen. Ihr Geschmack wird meist als wesentlich bitterer und rassiger beschrieben. Auch besitzt Robusta im Vergleich zu Arabica einen deutlich höheren, ja fast doppelten Koffeingehalt von 2 – 4,5%. Während der Koffeingehalt durch das Rösten kaum zu beeinflussen ist, können die Chlorogensäuren durch langsame und schonende Röstverfahren deutlich reduziert werden. Auch beim Gehalt an Chlorogensäuren hat die Robustabohne die Nase vorn. Diese Säuren sind harntreibend und können bei magenempfindlichen Menschen unter Umständen Unwohlsein und Verdauungsstörungen verursachen.

Hohe Preise – mindere Qualität – der deutsche Arabica

Nach Öl ist Kaffee ist der am meisten gehandelte Rohstoff der Welt und deshalb wird sein Preis in der Regel auch an den internationalen Rohstoffmärkten festgelegt. Allerdings werden in New York und London nur die beiden Sorten Arabica und Robusta gehandelt, was individuellen Qualitätsabstufungen, anderen Herkunftsländern oder Sorten natürlich keinen Handlungsspielraum mehr lässt sich auf dem Weltmarkt zu präsentieren. Immer mehr Kaffeeproduzenten bevorzugen daher den „direkten“ Handel mit den Erzeugern ohne den Umweg über die komplexen Börse zu nehmen und von deren Preispolitik abhängig zu sein. Das hat große Vorteile, ganz besonders für die bewußten Kaffeegenießer unter den Kunden. Der Kaffeeproduzent kann sich dadurch für einzelne Erzeuger und ihre individuellen Sorten, bestimmte Anbaugebiete und Herkunftsländer entscheiden und vor allem seine gewünschte Qualität auswählen. Da der Arabica international nicht nur geschmacklich als der qualitativ hochwertigere Kaffee bezeichnet wird und sein Anbau in den Hochlagen erheblich aufwendiger ist, liegen natürlich auch der Börsenpreis deutlich höher als die der Robustabohne. In Deutschland landet in der Regel die schlechteste Qualität an Kaffeebohnen – Industrieware. Das liegt daran, dass hierzulande selbst am Kaffee gespart wird, vielmehr an dessen Qualität, denn für den „Coffee to go“ oder aus der Kapsel verschiedener Marken zahlt man bereitwillig überteuerte Preise – allerdings für den Lifestyle und nicht für die Qualität des Inhalts.

Kaffee – eine Frage des guten Geschmacks?

Kaffee aus der Arabicabohne besitzt eine höhere geschmackliche Komplexität im Vergleich zu Robusta. Entscheidend ist dafür natürlich die exakte Bedeutung von geschmacklicher Komplexität im Kaffee zu verstehen. So werden generell intensive und kräftige Aromen in Richtung Nuss, Schokolade, Karamell bevorzugt, während ein großes Säurespektrum und Fruchtigkeit nur wenigen Menschen zusagen. Nun ist aber vor allem die Säure eine bedeutende Eigenschaft des hochwertigen Arabica. Das führt in der Konsequenz leider dazu, dass die meisten Arabicabohnen im mitteleuropäischen Raum zu dunkel geröstet werden, um den fruchtigen und säuerlichen Geschmack in den Hintergrund treten zu lassen.

Nun ist der Robusta hingegen eigentlich genau dafür gerade zu prädestiniert, um dieses weniger fruchtiges und säuerliches Geschmackserlebnis im Kaffee hervorzurufen. Sein Geschmack ist deutlich kräftiger, herzhafter und besonders mit Milch als Cappuccino erzeugt der Robusta meist eine schokoladige Note. Aus diesem Grund werden besondere Mischungen aus beiden Sorten hergestellt, sogenannte „Blends“, welche die verschiedenen Qualitäten des Arabicas und Robustas kombinieren. Diese Kombination ermöglich es dem Röster die besten Eigenschaften der beiden Bohnesorten durch die Röstung herauszuholen, sie zu verstärken und ein einzigartiges Geschmackserlebnis zu erzeugen.

Was ist denn jetzt besser- Arabica oder Robusta?

Ob nun deshalb Arabica oder Robusta der bessere Kaffee ist, das ist letztendlich eine Frage des Geschmacks, denn es sind schlichtweg zwei völlig unterschiedlich Bohnen- und Kaffeesorten. Es kommt einfach darauf an, was man persönlich bevorzugt und welches Ergebnis man möchte, denn beide Kaffeesorten können zu einem guten Geschmackserlebnis führen. Richtig ist, dass günstige Robustasorten mit minderer Qualität auch meist einen schlechtere geschmacklich Qualität aufweisen, als das grundsätzlich schon einmal bei Arabica der Fall ist. Vor allem Großröster verlangen häufig nach sehr billigem Robusta für günstig gemahlene Kaffees um die Packungen zu füllen. Und weil Robusta leichter und einfacher hergestellt werden kann, wird er eben häufig für diesen Zweck missbraucht. Allgemein werden die Arabicabohnen geschmacklich höher eingeschätzt als die Robustas. Sie sind in der Regel weicher, aromatischer und weniger bitter. Dafür überzeugen die Robustas mit dem besseren Körper. Viele Espressosorten möchten das Beste aus beiden Welten vereinen und bestehen deshalb aus einer Mischung beider Arten.

„In Vino veritas“ gilt auch für Kaffee

Am besten lassen sich die beiden bekanntesten Kaffeebohnen mit den verschiedenen Weinsorten vergleichen. Grundsätzlich zu behaupten, „Robusta sei qualitativ schlechter“ wäre vergleichbar mit der Aussage „Rotwein ist qualitativ schlechter als Weißwein“. Diese Behauptung ist falsch und nicht haltbar, denn seit einigen Jahren werden von immer mehr Kaffeebauern qualitativ hochwertige Robusta-Kaffees angebaut und die Nachfrage unter den Röstereien steigt. Es gibt sensationell gute Röstungen speziell für Espresso, die aus 100% Robusta bestehen und in Geschmack und Qualität, als auch im Preis über manchem hochwertigen Arabica liegen. Und so schließt sich der Kreis und wir stellen fest, dass die Aussage 100% Arabica oder Robusta alleine kein Qualitätsmerkmal sein kann.

Stünde auf einer Flasche Wein „100% Rotwein“, so heißt das eben auch nur in der Flasche ist 100% Wein aus roten Trauben. Nicht mehr und auch nicht weniger. Selbst wenn auf dem Etikett „100% roter Bordeaux“ stehen würde, dann würde das auch nichts über die Qualität des Inhalts aussagen, denn auch bei Rotweinen aus der Region Bordeaux gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Das ist auch die Wahrheit bei Kaffeebohnen und so werden an den internationalen Rohkaffeebörsen die unterschiedlichsten Qualitäten an Arabicabohnen gehandelt – und das zu völlig unterschiedlichen Preisen und aus völlig unterschiedlichen Ländern, wie den Brasilianischen Santos, Äthiopischen Yirgacheffe oder einen neue Arabicasorte von Haiti. Das selbe gilt natürlich auch für die Kaffeebohnen des Robusta. Es gibt günstige Robustabohnen aus dem Vietnam, und teure, qualitativ hochwertigere, wie den Indischen Monsooned Robusta oder den bekannten Indonesischen Java.

Mein Fazit

Möchte man in Zukunft Kaffee mit hervorragender Qualität und einem wunderbaren Geschmackserlebnis, so kauft man seine Kaffeebohnen beim nächsten Mal am besten bei einer individuellen mittelständischen Kaffeerösterei in der Region und lässt sich nach dazu beraten. Eine Verkostung der verschiedenen Kaffeesorten vor Ort ist meistens auch möglich. So wird man schnell selbst feststellen, dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist und sowohl Robusta als auch Arabica über viel mehr Geschmackserlebnisse und Varianten verfügt, als uns das in der Werbung großer Produzenten suggeriert wird. Die Aussage „100% Arabica“ ist daher keine grundsätzliche Definition für guten Geschmack und beste Qualitat. Ich persönlich bevorzuge eine Mischung qualitativ hochwertiger Kaffeebohnen einer Arabica aus Tansania mit Robusta aus Panama.

Kaffeeröstereien in und um München

Murnauer Kaffeerösterei GmbH, Am Mösl 4, 82418 Murnau
Erste Tegernseer Kaffeerösterei, Café & EspressoBar Felix, Tegernseerstrasse 104, 83700 Weißach, Gde. Kreuth / Tegernsee
SUPREMO Kaffeerösterei & Café, Kapellenstrasse 9, 82008 Unterhaching
Dinzler Kaffeerösterei AG, Wendling 15, 83737 Irschenberg
Vits Kaffeerösterei GmbH & Co.KG, Rumfordstrasse 49, 80469 München
Caffé Fausto GmbH, Birkenleiten 41, 81543 München
emilo Spezialiatätenrösterei GmbH, Levelingstrasse 18, 81673 München
Wildkaffee Rösterei, Wild & Wild GbR, Bahnhofstraße 40 & 42, 82467 Garmisch-Partenkirchen