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Gesundheit und Nachhaltigkeit: Wir achten nicht nur auf Spitzenleistung, sondern auch auf langfristige Gesundheit und eine nachhaltige Trainingsgestaltung. Denn wir wollen, dass du ohne Überlastungen und mit Spaß an deinen Zielen arbeitest – und zwar langfristig!
Resilienz stellt einen wesentlichen Faktor für den Erfolg im Triathlon dar. Sie ermöglicht es, sich mental weiterzuentwickeln, Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen und letztlich das Ziel zu erreichen. Dabei ist es irrelevant, ob äußere Umstände wie Regen, Hitze oder Erschöpfung einen Einfluss ausüben. Wir stärken deine mentale Verfassung und steigern deine Willenskraft, so dass du persönliche Grenzen überwinden und dich kontinuierlich verbessern kannst. Denn Triathlon ist mehr als die Summe seiner drei Disziplinen.
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Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Neukunden, die bislang keine Coaching-Pakete in Anspruch genommen haben.
Rabatt und Geltungsdauer: Neukunden erhalten einen Rabatt von 10 % auf die monatliche Gebühr unserer drei Coaching-Pakete: Der Rabatt gilt für die ersten sechs Monate für die Pakete BASIC, ADVANCED, AMBITIOUS und PRO Coacing. Der Rabatt gilt für die ersten sechs Monate des Vertrags. Nach Ablauf der sechs Monate gilt der reguläre Tarif des jeweiligen Coachingpakets.
Die nachfolgenden Vertragsbedingungen sind Bestandteil des Vertrags. Die Mindestlaufzeit für die Teilnahme an dieser Aktion beträgt zwölf Monate. Eine Kündigung des Vertrags ist mit einer Frist von mindestens vier Wochen zum Ende der Vertragsdauer von zwölf Monaten möglich. Eine Kündigung muss in schriftlicher Form erfolgen. Sofern keine Kündigung erfolgt, verlängert sich der Vertrag um eine weitere Saison (12 Monat). Es gelten desweiteren die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von SUGAR & PAIN Coaching.
Das BASIC Coaching kostet aktuell 195 EUR, das ADVANCED Coaching kostet aktuell 295 EUR, das AMBITIOUS Coaching kostet aktuell 495 EUR, das PRO Coaching kostet aktuell 495 EUR
Der Rabatt dieser Aktion ist nicht mit anderen Rabatten oder Sonderaktionen kombinierbar.
Wir behalten uns das Recht vor, die Aktion bei Bedarf zu ändern oder vorzeitig zu beenden. Änderungen werden entsprechend bekannt gegeben.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mit der Buchung des Coachings im Rahmen der Aktion akzeptierst du diese Aktionsbedingungen.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2024/10/2024-0708-SGRPN-TRIATHLON-ALL-FLY-S01-Aktion-1.png12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2024-10-31 18:51:042024-10-31 18:51:04SUB10 AKTION Dein Weg zum Erfolg – Deine Quali für Hawaii!
Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 war einmal mehr ein atemberaubendes Spektakel, dass aufgrund seiner hohen Leistungsdichte die Triathlonfans weltweit in seinen Bann zog! Patrick Lange brillierte in einem äusserst spannenden Rennen mit einer unglaublichen Zeit von 7:35:53 Stunden, stellte einen neuen Streckenrekord auf und krönte sich damit zum dritten Mal zum Weltmeister. Die herausfordernde Strecke rund um Kailua-Kona bot alles – von sengender Hitze bis zu starken Winden – und verlangte den Athleten alles ab. Auch SUGAR &PAIN Athlet Christian Schiwek zeigte eine beeindruckende Leistung und bewies mit seiner Zielzeit von 9:50 Stunden, dass er zu den besten Amateuren zählt. Dieses Rennen wird nicht nur als unvergessliches Erlebnis in die Geschichte des Triathlons eingehen, sondern auch als spektakuläre Demonstration menschlicher Ausdauer und Entschlossenheit!
Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 auf Big Island war das spektakulärste Langdistanzrennen der vergangenen Jahre – und das aus gutem Grund! Am vergangenen Samstag hat der Deutsche Patrick Langeneue Maßstäbe gesetzt! Mit einer sensationellen Zeit von 7:35:53 Stunden holte er sich nicht nur den dritten Weltmeistertitel nach 2017 und 2018, sondern stellte auch einen neuen Streckenrekord auf. Die 226 Kilometer lange Strecke rund um Kailua-Kona war wie immer eine unglaubliche Herausforderung, die es in sich hatte: sengende Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und starke Winde verlangten den Triathleten alles ab. Der zweifache IRONMAN-Weltmeister zeigte, was er drauf hat! Er bewies exzellente Ausdauer und taktische Klasse, vor allem auf der Laufstrecke, und ließ seine Konkurrenten mit einer clveren Strategie hinter sich zurück.
Ein grandioses Rennen lieferte auch Magnus Ditlev aus Dänemark, der in einer beeindruckenden Zeit von 7:43:39 Stunden den zweiten Platz erreichte. Rudy Von Berg aus den USA komplettiert das Podium mit einer Zeit von 7:46:00 Stunden. Auch Leon Chevalier aus Frankreich und Menno Koolhaas aus den Niederlanden erreichten mit hervorragenden Zeiten das Ziel in den Top 5. Das zeigt beeindruckend, wie stark das diesjährige Teilnehmerfeld war – ein echtes Feuerwerk an Spitzenathleten! Das Kona-Rennen ist ohne Zweifel eine der härtesten Triathlonstrecken der Welt. Die schnellsten Athleten haben bewiesen, dass sie dieser Herausforderung mehr als gewachsen sind!
WIE LIEF’S FÜR DEN TITELVERTEIDIGER BEI HAWAII 2024?
Titelverteidiger Sam Laidlow demonstrierte in HAWAII 2024 eindrucksvoll seine herausragende Form und stellte mit 03:57 Stunden einen neuen Radrekord auf. Die 180 Kilometer lange Strecke, geprägt von anspruchsvollen Winden und der gnadenlosen Hitze Hawaiis, meisterte Laidlow mit einer sensationellen Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,5 km/h und setzte damit neue Maßstäbe in der IRONMAN-Geschichte.
Diese ausgezeichnete Radleistung kostete Laidlow allerdings sehr viel Energie, und so kam es während des Marathons leider zu einem bitteren Einbruch für den Franzosen. Der immense Energieverbrauch und die hohen Temperaturen forderten ihren Tribut – die körperliche Belastung war einfach zu viel, und ab Kilometer 12 war der Tank leer und Laidlow griff an den Verpflegung Stationen zu allem, was er bekommen konnte, um die leeren Kohlenhydrat Speicher7 wenigstens noch etwas füllen zu können.
Dieser Moment verdeutlicht erneut die signifikanten Herausforderungen, die mit den außergewöhnlichen Belastungen und klimatischen Bedingungen auf Hawaii einhergehen. Es wurde ersichtlich, dass neben der Renntaktik eine individuelle Verpflegungsstrategie mit geeigneten Nährstoffen, einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr sowie einer effektiven Kühlung während der Dauer einer Langdistanz von entscheidender Bedeutung ist. Unter Hawaiis sengender Sonne ist es erforderlich, nicht nur eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit aufzuweisen, sondern auch den Körper vor Überhitzung zu bewahren und den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten, was eine besondere zusätzliche Herausforderung darstellt.
DER IRONMAN HAWAII 2024 WAR AUCH FÜR SUGAR & PAIN EIN ERFOLG
Am 26. Oktober waren auch Christian Schiwek (AK 30) und Reinhard Nitsche (AK 70) am Start der prestigeträchtigen IRONMAN Weltmeisterschaft auf HAWAII 2024. Mit heißen Temperaturen über 30 Grad Celsius im berüchtigten Energy Lab, teils starken Winden entlang der Küste nach Hawi, viel Sonne und sogar Regen im Ziel waren die Bedingungen auf den Strecken wieder legendär anspruchsvoll. Doch damit nicht genug, denn im Pazifik mussten die Triathleten diesmal auch gegen Quallen ankämpfen.
Mit seiner dritten Langdistanz in diesem Jahr konnte Christian in einem starken Teilnehmerfeld mit einer beeindruckenden Leistung seine beste Seite präsentieren. Mit einer starken Schwimmzeit von 1:02 Stunden startete er in den Tag und legte damit den perfekten Grundstein für ein großartiges Rennen! Der 31-Jährige nutzte unsere besprochene Rennstrategie, um sich im Mittelfeld zu positionieren. Damit hat er sich eine clevere Ausgangsposition für den entscheidenden Marathon verschafft. Nach nur 5 Stunden und 1 Minute stellte er somit sein Bike wieder in die Wechselzone und machte sich auf die 42,2 km lange Strecke durch die beeindruckende Lavawüste von Big Island zum Energy Lab.
Mit beeindruckender Konsequenz, fokussiert und dem Aloha-Spirit lief Christian einen fantastischen Marathon nach Plan. Für die 42,2 km brauchte der Münchner ohne eines Leistungseinbruchs und Moments des Zweifelns nur 3:30 Stunden. Das Resultat einer cleveren Pacing- und Verpflegungsstrategie. Nach 9 Stunden und 50 Minuten lief Christian mit einem breiten Grinsen über den Ali’i Drive und überquerte überglücklich die Finishline in Kona! Damit hatte er in seiner Altersklasse eine hervorragende Platzierung erzielt und sich mit Platz 526 unter den besten Amateuren weltweit behauptet.
Reinhard Nitsche hat sich mit seinem Start auf Hawaii einen großen Traum erfüllt! Als Triathlet der Altersklasse 70 absolvierte er den IRONMAN mit bewundernswerter Konstanz und beeindruckendem Durchhaltevermögen. Und das, obwohl die Bedingungen alles andere als einfach waren und ihn körperlich ganz schön herausgefordert haben. Mit einer überaus beeindruckenden Leistung erreichte er Kona nach 14 Stunden und 32 Minuten und ließ sich von den begeisterten Zuschauern für seine herausragende Leistung feiern.
Beide Athleten haben mit ihren erstaunlichen Leistungen eindrucksvoll bewiesen, dass Hawaii nicht nur absolute körperliche, sondern auch extreme mentale Stärke verlangt. Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 ist und bleibt das ultimative Rennen mit einer unvergesslichen Atmosphäre, bei dem selbst die stärksten Athleten physische und mentale Grenzen überwinden müssen – ein echtes Highlight für alle Ausdauersportfans! Doch damit nicht genug: 2024 war auch ein Rennen mit der höchsten je an einem Tag gezeigten Leistungsdichte! Patrick Langes Rekordlauf und die beeindruckenden Leistungen seiner Mitstreiter und aller Altersklassenathleten machen die IRONMAN World Championship 2024 auf Big Island zu einem historischen Ereignis, das die Welt des Triathlons begeistert hat und noch lange in Erinnerung bleiben wird.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2024/10/2024-1026-SGRPN-FLY-RC-IRONMAN-Hawaii-01.png12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2024-10-31 15:42:452024-10-31 15:42:45IRONMAN World Championship HAWAII 2024 Echte Sieger, Sugar and Pain in Kona
Ein gut strukturiertes Training mit Intervallen und einer smarten Ernährung steigern nachweislich die VO2max. Die maximale aerobe Kapazität ist ein wichtiger Parameter der persönlichen Ausdauerleistungsfähigkeit. Eine höhere VO2max verbessert viele weitere Stoffwechselprozesse im Körper wie die Energiegewinnung und den Energieverbrauch. Das bedeutet somit ebenso einen besseren Fettstoffwechsel und damit niedrigeren Kohlenhydratverbrauch. Ein wesentlicher Vorteil in Rennen über längere Distanzen. Es braucht weniger Verpflegung. Im zweiten Teil unserer Serie erfährst Du, wie Du die VO2max optimal trainieren und Fehler vermeiden kannst.
Die Sauerstoffaufnahme steuert alle wichtigen Stoffwechselprozesse der Energiegewinnung. Ohne ausreichend verfügbaren Sauerstoff kann aus Fett und Kohlenhydraten dauerhafte keine Energie für Muskelarbeit erzeugt werden. Durch die Ermittlung der maximalen aeroben Kapazität erfahren wir, wie gut das funktioniert: Je höher der VO2max-Wert, desto besser. Gemessen wir das durch Spiroergometrie in Milliliter (Sauerstoff) pro Minute. Es geht dabei allerdings nicht um die maximal aufgenommen Sauerstoffmenge der Lunge durch die Atmung. Vielmehr geht es um die Menge an Sauerstoff, die das Herz-Kreislauf-System letztendlich aus der Lunge aufnehmen kann und dann auch in den Zellen ankommt.
Vor allem hochintensive Intervalle im Beriech 90-95% HFmax oder Sweetspottraining kombiniert mit einer smarten Ernährung wirken sich besonders günstig auf die Entwicklung der maximalen aeroben Kapazität aus. Dennoch sollte der Anteil des Tempotrainings mit 90-100% VO2max nur 10-20% des gesamten Trainingsumfangs betragen. 90-80% sind dem aeroben Fettstoffwechseltraining zu widmen. Ohne einer guten Grundlagenausdauer und Teil einer insgesamt strukturierten und individuell angepassten Trainingsplanung zu sein, sollte hochintensives Schnelligkeitstraining jedoch nicht durchgeführt werden.
Starke Argumente dafür, diesen Weg konsequent zu gehen. Wird das Training jedoch wieder vernachlässigt, kehrt die maximale aerobe Kapazität in einigen Monaten wieder fast auf den Ausgangswert zurück. Allerdings können sich auch nur Kleinigkeiten auf eine positive Entwicklung der VO2max auswirken oder diese hemmen.
WELCHE FAKTOREN BEEINFLUSSEN DIE VO2MAX POSITIV?
Für eine Verbesserung der VO2max ist eine gut funktionierende Zusammenarbeit aller am Energiestoffwechsel beteiligten Organe wichtig: der Muskulatur, des Zentralnervensystems und Herz-Kreislauf-System sowie der Lunge und Sauerstofftransportkapazität des Blutes.
Das Blut ist als Transportmittel des Sauerstoffs ein bedeutender Faktor. Es ist dafür verantwortlich, wie viel Sauerstoff in welcher Zeit die Muskeln erreicht. Die Schlüsselfunktion dabei sind der Mineralstoff Eisen und die Eiweißverbindung Hämoglobin. Sie sind in den roten Blutkörperchen enthalten, geben ihnen die Farbe und binden den Sauerstoff für den Transport von der Lunge zu den Verbrauchern.
Eine eisen- und eiweißreiche Ernährung ist im Ausdauersport darum essenziell. Eisen ist besonders in grünen Gemüsesorten enthalten wie Kohl oder Beete. Optimale Proteinversorger sind Fisch, Geflügel, manche Hülsenfrüchte und Nüsse. Je natürlicher und unverarbeiteter umso hochwertiger, denn die Makronährstoffe alle liefern viele weitere wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente für sämtliche Stoffwechselprozesse. Je mehr rote Blutkörperchen das Blut enthält, desto größer ist seine Kapazität, Sauerstoff zu transportieren und den aeroben Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.
Ein zweiter Faktor ist die Blutmenge, die mit jedem Herzschlag bewegt durch die Blutgefäße gepumpt wird. Sie hat einen Einfluss auf die Transportkapazität. Je mehr Blut in Bewegung ist, umso mehr Sauerstoff kann es schneller von der Lunge zur Muskulatur transportieren und Kohlendioxid abtransportieren. Von Vorteil ist somit auch ein hohes Herzminutenvolumen. Es ist die Menge an Blut, die das Herz pro Minute durch den Blutkreislauf pumpen kann. Sie kann über eine gut abgestimmte Ernährung und durch fokussiertes Ausdauertraining erhöht werden.
Für einen schnelleren Transport des Sauerstoffs ist auch eine hohe Fließgeschwindigkeit des Blutes vorteilhaft. Das kann durch eine optimale Flüssigkeitsaufnahme und ein richtiges Trinkverhalten ermöglicht werden. Neben eines schnellen Sauerstofftransports und einer besseren Energieversorgung ist das auch für die Gesundheit nachhaltiger. Ein leichterer Blutfluss durch einen höheren Wasseranteil im Blut vermeidet Bluthochdruck. Herz und Gefäße werden weniger belastet und es kann mehr Blut schneller und müheloser während intensiver Anstrengung durch den Körper gepumpt werden. Plötzliche ansteigende körperliche Belastung können zudem leichter durch eine Regulierung der Herzfrequenz ausgeglichen werden.
Der letzte Faktor ist natürlich eine gute Leistungsfähigkeit der Muskulatur. Eine strukturierte Trainingsplanung verbessert das Verhältnis der verschiedenen Muskeltypen, deren Kapillarisierung und die Rekrutierung der Mitochondrien. Die Fähigkeit der Mitochondrien, den Sauerstoff effizient zu nutzen, um Energie zu erzeugen, kann durch eine optimal angepasste Trainingsmethodik und eine smart abgestimmte Ernährung gesteigert werden. Vor allem das Fettstoffwechseltraining mit protein- und fettreicher Ernährung kombiniert, steigert die Effizienz der Zellkraftwerke und erhöht auch deren Anzahl. Das führt zu einer deutlichen Verbesserung der aeroben Kapazität und des Energiestoffwechsels der Muskelzellen.
Das Resultat ist eine messbar bessere Grundlagenausdauer, die Voraussetzung für mehr Leistung. Nutzen untrainierte Menschen lediglich 65 % des Fettstoffwechsels zur Energiegewinnung, können richtig trainierte Personen Werte von 87 % und mehr erreichen. Der dadurch geringere Verbrauch an Kohlenhydraten bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit und langsamerer Entleerung der Speicher ist gravierend.
FAZIT
Neben einer gut strukturierten Trainingsplanung steckt besonders in der Ernährung großes Potenzial für die Verbesserung der maximalen aeroben Kapazität. Wohl dosiertes, hochintensives Intervalltraining und eine angepasste Verpflegung im Alltag und Training wirken sich besonders positiv auf die VO2max aus. Es ist deshalb entscheidend, sämtliche am Stoffwechsel der Ausdauerleistungsfähigkeit beteiligten Faktoren für ein effektives Training und den bestmöglichen Erfolg einzubeziehen. Kleinigkeiten können der Unterschied ausmachen.
Erfahre im dritten Teil, wie Du die VO2max optimal trainieren und mehr aus deinem Training rausholen kannst.
https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/4036290 https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Svendsen https://flexikon.doccheck.com/de/Energiestoffwechsel https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/1870 https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/4077920 http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html https://www.foodspring.de/magazine/energiebereitstellung https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kreatin/37295 http://www.gesundheits-lexikon.com/Labormedizin-Labordiagnostik/Sonstiges/Lactat.html http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.
Die VO2 max ist der Schlüssel wenn’s um die persönliche Leistungsfähigkeit geht, denn die aerobe Kapazität ist keine unveränderbare Grenze. Durch strukturierte Trainingsplanung mit hochintensiven Intervallen lässt sich die VO2 max deutlich steigern und dadurch länger auf einem hohen Leistungsniveau fahren. Warum die VO2 max ein wichtiger Indikator ist und wie Du sie optimal trainierst, erfährst Du in unserem Beitrag …
Die maximale aerobe Kapazität, kurz VO2 max ist der Wert der maximalen Menge an Sauerstoff, die der Körper während maximaler Ausbelastung effektiv in einer Minute umsetzen kann. Und zwar nicht die Menge der eingeatmeten Luft, sondern die während des aeroben Stoffwechsels in deinen Muskeln ankommt. Ausgegeben wird der VO2 max -Wert in Milliliter Sauerstoff pro Minute, ml/min.
Die aerobe Kapazität kann in einem Labor wie an der TU München über eine Leistungsdiagnostik auf dem Fahrrad oder auf dem Laufband ermittelt werden. Auf dem Ergometer werden durch Spiroergometrie die Atemgase mithilfe analysiert und weitere Leistungsfaktoren wie Herzfrequenz (kontinuierliches EKG), Trittfrequenz und tatsächlich erbrachte Leistung (P) gemessen.
DIE MESSUNG DER VO2 max IM LABOR
Durch die Atmung in eine Atemmaske während konstant ansteigender Belastungsintensität werden Veränderungen der Atemrate (RR), der Atemintensität sowie des Atemvolumens (V) der eingeatmeten Sauerstoffmenge (O2) und ausgeatmeten Kohlendioxidmenge (CO2) pro Minute gemessen. Das Belastungsprotokoll erfolgt mittels eines Rampentests nach Scharhag-Rosenberger (et al., 2011) mit einer Einstiegsleistung von 25 W/min und gleichmäßigen Belastungsteigerung von 25 W/min.
Im Ergebnis erhält man anhand der Wasserman-9-Felder-Grafik neben den ventilatorischen Schwellen (VT1,2) und vielen Werten und Kurven, die VO2 max und vor allem wertvolle Erkenntnisse über das Zustandekommen der Leistung im Belastungsverlauf und die Art der Energiegewinnung, kurzum der Fettverbrennung und Kohlenhydratverbrennung.
DIE ANAEROBE ENERGIEGEWINNUNG
Während sportlicher Aktivität verbraucht dein Körper viel Energie für sämtliche Stoffwechselprozesse. Die meiste Energie wird für die Muskelarbeit gebraucht. Mit zunehmender Dauer und Intensität des Trainings verbrauchen die Muskeln immer mehr Sauerstoff für den aeroben Stoffwechsel. Adenosintriphosphat (ATP) ist der Energieträger für jegliche Form der Muskelarbeit.
Es gibt einen kleinen ATP-Speicher in den Muskelzellen, um den Mitochondrien auch ohne Sauerstoff schnell zur Verfügung zu stehen, sobald der Muskel aktiviert werden muss. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Muskelzellen für die Energiegewinnung. Dort wird dann aus ATP durch Abspaltung eines Phosphats das ADP (Adenosindiphosphat) eine Menge Energie produziert. 30-40% werden für die Muskelkontraktion genutzt, das meiste aber, nämlich 60-70% ist Wärme.
Der vorgehaltene Energiespeicher reicht allerdings nur für einige Sekunden. Für länger andauernde Aktivitäten braucht die Muskelzelle kontinuierlich Nachschub für die Neubildung von ATP und für Resynthase von ADP zu ATP. Dafür stehen im Körper verschiedene Energiequellen zur Verfügung.
DIE AEROBE ENERGIEGEWINNUNG
Grob erklärt, läuft die Energiegewinnung am Anfang jeder intensiven sportlichen Aktivität anaerob, weil das Herzkreislaufsystem die Muskulatur nicht so schnell mit Sauerstoff versorgen kann. Nach und nach springen weitere Systeme der Energiegewinnung an, allerdings nur, wenn die Aktivität länger dauert. Dafür nutzt der Körper neben der ATP-Synthese unter anderem die Kreatinkinase und die anaerobe Glykolyse. Sobald der Sauerstoff in der Muskulatur ankommt, können die aerobe Glykolyse und die Lypolyse starten, die Energiegewinnung durch Kohlenhydrat- und durch Fettverbrennung. An dem Punkt kommt die VO2 max und vor allem auch die Ernährung vor, während und nachdem Training ins Spiel. Alle Systeme der muskulären Energiegewinnung laufen mehr oder weniger gleichzeitig ab, abhängig von der Dauer und Intensität der Belastung.
Bei konstant hoher oder zunehmender Belastungsintensität kann das Herz-Kreislauf-System den Sauerstoffbedarf nicht weiterhin decken. Es kommt dadurch zu verstärkter anaerober Energiegewinnung, die ausschließlich durch Kohlenhydrate und nicht mehr durch die Fettverbrennung abgedeckt wird. Allerdings sind die Kohlenhydratspeicher begrenzt, die Fettreserven dagegen im Grund unendlich, und es entsteht Laktat während der anaeroben Glykolyse. In der Folge kann man entweder die Intensität deutlich drosseln oder es kommt zum Leistungsabbruch.
VO2 max – WICHTIGSTER INDIKATOR DER LEISTUNGSFÄHIGKEIT
Der eigene Sauerstoffbedarf pro Minute ist also der entscheidende Faktor für die persönliche Leistungsfähigkeit während intensiver Ausdauerbelastungen. Verbesserst Du deine maximale aerobe Kapazität, die VO2 max, durch gezieltes Training, so kannst Du mehr Sauerstoff in der Minute aufnehmen und die Dauer und Intensität deiner aeroben Leistungsfähigkeit wesentlich verbessern. Das bringt einige weitere positive Effekte für die Energiebereitstellung und deinen gesamten Stoffwechsel.
POSITIVE EFFEKTE DER VO2 max
Wir können anhand der VO2 max einerseits die absolute aerobe Kapazität und somit den gesamten Sauerstoffverbrauch in Litern pro Minute (l/min) messen. Ausserdem können wir auch die relative aerobe Kapazität messen. Der gesamte O2-Verbrauch in Bezug auf das Körpergewicht wird dann in Milliliter pro Kilogramm pro Minute (ml/kg/min) ausgegeben. Gerade im Radsport spielt die relative VO2 max eine große Rolle für die Messung der Leistungsentwicklung in Bezug zum FTP in Watt/kg. Im Durchschnitt liegt die relative VO2 max untrainierter Frauen zwischen 30 und 35 ml/kg/min und Männer 40-45 ml/kg/min. Werte ab 40 ml/kg/min (Frau) und 50 ml/kg/min gelten als stark überdurchschnittlich aus medizinischer Sicht. Eine VO2 max ab 50 ml/kg/min bei den Frauen und ab 60 ml/kg/min bei den Männern ist Mindestvoraussetzung für den Amateurbereich. Die Stars im Profiradsport liegen allerdings jenseits der 80 ml/kg/min.
TRAINIERBARKEIT DER VO2max
Zwar haben Alter, Geschlecht und Genetik einen bedeutenden Einfluss auf die VO2 max, dennoch kann die aerobe Kapazität nachweislich durch strukturiertes Ausdauertraining um bis zu 25 % verbessert werden. Es gibt aber noch weitere Faktoren, die Einfluss auf die VO2max und die Effizienz der Energiegewinnung haben. Ein besonders Großer ist die Energiebereitstellung. Ohne ausreichenden Nachschub an Nährstoffen für die ATP-Synthase hat der Sauerstoff auch nichts zu verbrennen. Eine adäquate hochwertige Ernährung ist für das Training und den Trainingseffekt ebenso bedeutend wie für den Wettkampf.
Die VO2 max ist aber nicht das Maß aller Dinge. So könnte ein Radsportler zwar eine niedrige aerobe Kapazität haben, aber diese wegen eines besseren FTP-Werts besser nutzen. Er hat also mehr Leistungspotenzial und kann seine aerobe Kapazität prozentual besser nutzen. Gegenüber seinen Konkurrenten mit einer höheren VO2 max aber weniger Potenzial kann er schneller oder länger auf einem hohen Leistungsniveau fahren. Das bringt vor allem am Berg besondere Vorteile, wo das Körpergewicht ein limitierender Faktor sein kann.
Es braucht darum immer mehrere Fähigkeiten, um sein Leistungspotenzial maximal nutzen zu können. Der Vorteil eines gut strukturierten VO2 max-Trainings ist, dass es viele dieser Fähigkeiten, die sich positiv auf die optimale Nutzung der Leistungsfähigkeit auswirken, gleich mitverbessert. So steigert VO2 max-Training unter anderem auch den FTP-Wert sowie die mentale Stärke oder die Widerstandsfähigkeit eines Sportlers.
FAZIT
Ohne der ausreichenden Mengen Sauerstoff geht im Ausdauersport kaum etwas. Je höher die aerobe Kapazität, um so besser funktioniert die Energiegewinnung. Eine Verbesserung der VO2 max durch gezielte Trainingsmaßnahmen führt nachweislich zu einer Leistungssteigerung und Verbesserung vieler weiterer Faktoren.
Du möchtest deine VO2 max nachhaltig trainieren und endlich mehr Druck auf dem Rad. Wir unterstützen Dich mit unserem sportwissenschaftlichen Know-How und mehr als 30 Jahren intensive Erfahrung im Leistungssport.
https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/4036290 https://flexikon.doccheck.com/de/Energiestoffwechsel https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/1870 https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/4077920 http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html https://www.foodspring.de/magazine/energiebereitstellung https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kreatin/37295 http://www.gesundheits-lexikon.com/Labormedizin-Labordiagnostik/Sonstiges/Lactat.html http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.
Ein gut strukturiertes Training mit Intervallen und einer smarten Ernährung steigern nachweislich die VO2max. Die maximale aerobe Kapazität ist ein wichtiger Parameter der persönlichen Ausdauerleistungsfähigkeit. Eine höhere VO2max verbessert viele weitere Stoffwechselprozesse im Körper wie die Energiegewinnung und den Energieverbrauch. Das bedeutet somit ebenso einen besseren Fettstoffwechsel und damit niedrigeren Kohlenhydratverbrauch. Ein wesentlicher Vorteil in Rennen über längere Distanzen. Es braucht weniger Verpflegung. Im zweiten Teil unserer Serie erfährst Du, wie Du die VO2max optimal trainieren und Fehler vermeiden kannst.
Die Sauerstoffaufnahme steuert alle wichtigen Stoffwechselprozesse der Energiegewinnung. Ohne ausreichend verfügbaren Sauerstoff kann aus Fett und Kohlenhydraten dauerhafte keine Energie für Muskelarbeit erzeugt werden. Durch die Ermittlung der maximalen aeroben Kapazität erfahren wir, wie gut das funktioniert: Je höher der VO2max-Wert, desto besser. Gemessen wir das durch Spiroergometrie in Milliliter (Sauerstoff) pro Minute. Es geht dabei allerdings nicht um die maximal aufgenommen Sauerstoffmenge der Lunge durch die Atmung. Vielmehr geht es um die Menge an Sauerstoff, die das Herz-Kreislauf-System letztendlich aus der Lunge aufnehmen kann und dann auch in den Zellen ankommt.
Vor allem hochintensive Intervalle im Beriech 90-95% HFmax oder Sweetspottraining kombiniert mit einer smarten Ernährung wirken sich besonders günstig auf die Entwicklung der maximalen aeroben Kapazität aus. Dennoch sollte der Anteil des Tempotrainings mit 90-100% VO2max nur 10-20% des gesamten Trainingsumfangs betragen. 90-80% sind dem aeroben Fettstoffwechseltraining zu widmen. Ohne einer guten Grundlagenausdauer und Teil einer insgesamt strukturierten und individuell angepassten Trainingsplanung zu sein, sollte hochintensives Schnelligkeitstraining jedoch nicht durchgeführt werden.
Starke Argumente dafür, diesen Weg konsequent zu gehen. Wird das Training jedoch wieder vernachlässigt, kehrt die maximale aerobe Kapazität in einigen Monaten wieder fast auf den Ausgangswert zurück. Allerdings können sich auch nur Kleinigkeiten auf eine positive Entwicklung der VO2max auswirken oder diese hemmen.
WELCHE FAKTOREN BEEINFLUSSEN DIE VO2MAX POSITIV?
Für eine Verbesserung der VO2max ist eine gut funktionierende Zusammenarbeit aller am Energiestoffwechsel beteiligten Organe wichtig: der Muskulatur, des Zentralnervensystems und Herz-Kreislauf-System sowie der Lunge und Sauerstofftransportkapazität des Blutes.
Das Blut ist als Transportmittel des Sauerstoffs ein bedeutender Faktor. Es ist dafür verantwortlich, wie viel Sauerstoff in welcher Zeit die Muskeln erreicht. Die Schlüsselfunktion dabei sind der Mineralstoff Eisen und die Eiweißverbindung Hämoglobin. Sie sind in den roten Blutkörperchen enthalten, geben ihnen die Farbe und binden den Sauerstoff für den Transport von der Lunge zu den Verbrauchern.
Eine eisen- und eiweißreiche Ernährung ist im Ausdauersport darum essenziell. Eisen ist besonders in grünen Gemüsesorten enthalten wie Kohl oder Beete. Optimale Proteinversorger sind Fisch, Geflügel, manche Hülsenfrüchte und Nüsse. Je natürlicher und unverarbeiteter umso hochwertiger, denn die Makronährstoffe alle liefern viele weitere wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente für sämtliche Stoffwechselprozesse. Je mehr rote Blutkörperchen das Blut enthält, desto größer ist seine Kapazität, Sauerstoff zu transportieren und den aeroben Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.
Ein zweiter Faktor ist die Blutmenge, die mit jedem Herzschlag bewegt durch die Blutgefäße gepumpt wird. Sie hat einen Einfluss auf die Transportkapazität. Je mehr Blut in Bewegung ist, umso mehr Sauerstoff kann es schneller von der Lunge zur Muskulatur transportieren und Kohlendioxid abtransportieren. Von Vorteil ist somit auch ein hohes Herzminutenvolumen. Es ist die Menge an Blut, die das Herz pro Minute durch den Blutkreislauf pumpen kann. Sie kann über eine gut abgestimmte Ernährung und durch fokussiertes Ausdauertraining erhöht werden.
Für einen schnelleren Transport des Sauerstoffs ist auch eine hohe Fließgeschwindigkeit des Blutes vorteilhaft. Das kann durch eine optimale Flüssigkeitsaufnahme und ein richtiges Trinkverhalten ermöglicht werden. Neben eines schnellen Sauerstofftransports und einer besseren Energieversorgung ist das auch für die Gesundheit nachhaltiger. Ein leichterer Blutfluss durch einen höheren Wasseranteil im Blut vermeidet Bluthochdruck. Herz und Gefäße werden weniger belastet und es kann mehr Blut schneller und müheloser während intensiver Anstrengung durch den Körper gepumpt werden. Plötzliche ansteigende körperliche Belastung können zudem leichter durch eine Regulierung der Herzfrequenz ausgeglichen werden.
Der letzte Faktor ist natürlich eine gute Leistungsfähigkeit der Muskulatur. Eine strukturierte Trainingsplanung verbessert das Verhältnis der verschiedenen Muskeltypen, deren Kapillarisierung und die Rekrutierung der Mitochondrien. Die Fähigkeit der Mitochondrien, den Sauerstoff effizient zu nutzen, um Energie zu erzeugen, kann durch eine optimal angepasste Trainingsmethodik und eine smart abgestimmte Ernährung gesteigert werden. Vor allem das Fettstoffwechseltraining mit protein- und fettreicher Ernährung kombiniert, steigert die Effizienz der Zellkraftwerke und erhöht auch deren Anzahl. Das führt zu einer deutlichen Verbesserung der aeroben Kapazität und des Energiestoffwechsels der Muskelzellen.
Das Resultat ist eine messbar bessere Grundlagenausdauer, die Voraussetzung für mehr Leistung. Nutzen untrainierte Menschen lediglich 65 % des Fettstoffwechsels zur Energiegewinnung, können richtig trainierte Personen Werte von 87 % und mehr erreichen. Der dadurch geringere Verbrauch an Kohlenhydraten bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit und langsamerer Entleerung der Speicher ist gravierend.
FAZIT
Neben einer gut strukturierten Trainingsplanung steckt besonders in der Ernährung großes Potenzial für die Verbesserung der maximalen aeroben Kapazität. Wohl dosiertes, hochintensives Intervalltraining und eine angepasste Verpflegung im Alltag und Training wirken sich besonders positiv auf die VO2max aus. Es ist deshalb entscheidend, sämtliche am Stoffwechsel der Ausdauerleistungsfähigkeit beteiligten Faktoren für ein effektives Training und den bestmöglichen Erfolg einzubeziehen. Kleinigkeiten können der Unterschied ausmachen.
Erfahre im dritten Teil, wie Du die VO2max optimal trainieren und mehr aus deinem Training rausholen kannst.
https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/4036290 https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Svendsen https://flexikon.doccheck.com/de/Energiestoffwechsel https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/1870 https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/4077920 http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html https://www.foodspring.de/magazine/energiebereitstellung https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kreatin/37295 http://www.gesundheits-lexikon.com/Labormedizin-Labordiagnostik/Sonstiges/Lactat.html http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.
Seit dem neunten Jahrhundert etwa bringt Koffein die Menschen auf Touren, zwar nicht von Beginn an als Espresso, aber das koffeinreiche Gebräu galt schon bei Urvölkern in afrikanischen Hochlagen als äusserst gesund und belebend. Erstmals wurde Kaffee wahrscheinlich in Äthiopien gebrüht und erst im 17. Jahrhundert erreichten die rohen Kaffeebohnen dann auch endlich das nördliche Europa. Heute ist Kaffee das am meisten gehandelte Produkt in der Welt – nach Öl. Der kurze Schwarze am frühen Morgen oder zwischendurch, ob als Espresso, Mokka oder Curtado ist Wachmacher und ein tägliches Ritual, unter Ausdauersportlern gilt das herzhafte Genussmittel sogar als stimulierend und leistungssteigernd.
Nun haben Lebenswissenschaftler in unzähligen wissenschaftlichen Studien dem Kaffee ja fast jedes Geheimnis seines natürlichen, aromatischen und belebenden Wirkstoffs Koffein entlockt. Durch seine vielen zahlreichen Inhaltsstoffe – längst sind nicht alle erforscht – besitzt die Kaffeebohne aber auch viele Eigenschaften, die sich richtig posititv auf deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Ausdauersportlern auswirken. So enthält Kaffee mehrere Antioxidantien wie Flavonoide, Chlorogensäuren sowie Resveratrol und Melanoidine, welche unter anderem die Konzentration von antioxidativ wirkenden körpereigenen Enzymen in der Leber erhöhen. Durchschnittlich konsumiert jeder deutsche Bürger etwa 200 Milligramm Koffein am Tag. Dabei wird Koffein nicht nur über den Kaffee aufgenommen. Ebenso über Tee, Cola, Energydrinks und sogar Schokolade nehmen wir täglich einige Milligramm in unseren Körper auf.
IST ESPRESSO DENN DOPING?
Da Koffein eine anregende Wirkung hat, helfen uns ein Espresso oder ein Glas Cola durchaus kleine Leistungstiefs zu überwinden. Jedoch kann es auch unerwünschte Nebenwirkungen haben, vor allem, wenn zu viel davon konsumiert wird. Wie gesund Kaffee letztendlich ist und warum sich seine positiven Eigenschaften auf Ausdauersportler vorteilhaft auswirken, dass lässt sich nicht uneingeschrängt mit ja oder nein beantworten, denn jeder Mensch reagiert schließlich anders auf den Genuss von Koffein. Klar ist, Koffein benötigt etwa 30 bis 45 Minuten, um in den Blutkreislauf zu gelangen und so im Körper verteilt zu werden. Die Halbwertszeit von Koffein im Körper beträgt etwa vier Stunden, bevor es dann wieder mit dem Urin ausgeschieden wird.
Tatsächlich stand Koffein noch im Jahr 2004 auf der Dopingliste der WADA. Das ausgerechnet die (Kaffee-) Mühlen der WADA so langsam mahlten, war erstaunlich. Doch das lag an dem festen Glauben, dass Kaffee nicht nur Wachmacher ist, sondern auch eine übermäßig leistungssteigernde sei. Mancher Mythos währt länger, aber zum Glück ist der nun auch widerlegt! Mittlerweile ist Koffein von der Liste verbotener Substanzen gestrichen, weil man diese Wirkung tatsächlich überbewertet hat. Es ist einfach kaum möglich, allein durch den Genuss von Kaffee oder Cola positiv auf Doping getestet zu werden. Der zugelassenen Grenzwert liegt bei 12 mg Koffein pro Liter Urin, um diesen zu überschreiten, müsstest du in kurzer Zeit viele Liter Espresso trinken. Das würde sich aber dann aber auch negativ auf deinen Stoffwechsel und Wasserhaushalt auswirken. Es wäre nicht kaum noch möglich vernünftig Sport zu treiben, vor allem würdest du vermutlich ständig auf der Toilette sitzen, denn Kaffee kann auch abführend wirken.
DAS NATÜRLICHE GEHEIMNIS EINES ESPRESSO
1,3,7-Trimethylxanthine, besser bekannt als Koffein, ist weltweit der am häufigsten konsumierte, natürliche, pharmakologische Wirkstoff. Koffein ist in Kaffeebohnen, Teeblättern, Kakaobohnen und Colanüsse enthalten und seine Verwendung ist unglaublich weit verbreitet. Nach Öl ist Kaffee der zweit meist gehandelte Rohstoff der Welt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Länder.
Das Alkaloid Koffein ist eine der wenigen Natursubstanzen, die sich nachweislich bewährt hat die Leistung in Ausdauersportarten über unterschiedliche Distanzen zu verbessern. Durchschnittlich kann man eine vorübergehende Steigerung der Leistungsfähigkeit von etwa zwei bis drei Prozent erwarten. Trotz dieser Vorteile ist noch immer nicht eindeutig geklärt, wie Koffein richtig angewendet werden soll und warum, wann und wie es tatsächlich wirkt. Im schlimmsten Fall kann ein übermässiger Genuss oder zu starker Espresso individuell zu Übelkeit, erhöhter Nervosität und Schlafstörungen führen.
DIE WIRKUNG VON KOFFEIN
Es gibt viele unterschiedliche Theorien – manche überzeugender und manche weniger – über die tatsächliche Wirkung eines Espressos und dem Koffein. Warum führt Koffein eigentlich zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit?
1. Theorie
Koffein schont die Glykogenspeicher der Muskeln und fördert die Fettverbrennung während körperlicher Belastung!
Klar ist, dass Koffein eine geringe Wirkung auf den Stoffwechsel und die Nutzung der verschiedenen Energiesysteme hat. Es fördert selbst nicht unmittelbar die Fettverbrennung oder Gewichtsverlust. Es kann allerdings abführend wirken, wodurch man kurzfristig natürlich auch sein Gewicht reduziert.
2. Theorie
Koffein kann die Aufnahme von Kohlenhydraten begünstigen!
Einige Studien haben ergeben, dass die gleichzeitige Einnahme von Koffein und Kohlenhydraten während des Trainings durchaus die Resorption fördern kann. Doch reagiert jeder Mensch unterschiedlich darauf und so lässt sich das wissenschaftliche nicht grundsätzlich feststellen.
3. Theorie:
Koffein steigert die Konzentration und Reizweiterleitung. Es regt das Gehirn und den Muskeltonus an.
Koffein beeinflusst nachweislich positiv das Empfinden von Schmerzen und steigert die Reizweiterleitung während des Trainings und körperlicher Anstrengung günstig. Das funktioniert tatsächlich und so werden intensive Trainingseinheiten „weniger anstrengend“ empfunden. Das Resultat: Der Athlet ist bereit sich intensiver, länger und öfter zu belasten.
WANN UND WIE KANN ESPRESSO ABER SCHNELLER MACHEN
Tatsache bleibt dennoch, dass Koffein die Leistung im Training und Wettkampf positiv beeinflussen kann. Das trifft vor allem in den folgenden Situationen zu:
Training am frühen Morgen
Die Einnahme von Koffein steigert die Konzentrationsfähigkeit und die koordinative Fähigkeiten, die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Wer einen starken Espresso etwa 30 bis 60 Minuten vor einem frühmorgendlichen Schwimmtraining trinkt, der kann effektiver trainieren. Um von diesem Effekt zu profitieren, reicht etwa ein 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht aus.
Vor hochintensiven Trainingseinheiten
Kaffee hat nachweislich viele Vorteile für Sportler bei hoch intensiven Trainingseinheiten. Es kann durchaus Sinn machen etwa eine Stunde vor einer harten Trainingseinheit, wie Intervallen, einen Espresso zu trinken. Etwa 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht sollte es wieder sein, um härter und schneller zu trainieren.
Wettkämpfe bis zwei Stunden
60 Minuten vor einem Rennen können bis zu 2 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht von Vorteil sein, um die Leistung im Wettkampf zu verbessern. Zusätzliche empfehle ich einen starken Kaffee oder doppelten Espresso etwa drei Stunden vor dem Wettkampf. Während des Rennens nehme ich ab der zweiten Disziplin 50 – 100 mg Koffein in Form von Gels und Getränken.
Langdistanz-Rennen
Auf diesem Gebiet gibt es noch kaum wissenschaftliche Forschung aber vielseitige Erfahrungswerte. Vor Mittel- und Langdistanzen trinke ich spätestens 60 Minuten vor dem Start einen Espresso, um hellwach zu werden und meine Schwimmleistung hundertprozentig abrufen zu können. Der Start ist doch meistens sehr früh und übrigens auch ein Grund, warum ich mich lange Zeit erfolgreich vor einem Ironman gedrückt habe. Während des Rennens nehme ich erst Koffein zu mir, sobald ich etwas Müdigkeit verspüre, um die Leistung zu erhalten oder noch einmal Gas zu geben. Ab der zweiten Hälfte des Rennens, dem letzten Drittel auf dem Rad nehme ich 50 mg Koffein pro Stunde über ein kohlenhydratreiches Getränk auf Basis von Grünem Tee oder Energy-Gels zu mir. Je nach Bauchgefühl und Verfügbarkeit trinke ich während des Laufens langsam, kleine Schlücke Cola mit wenig Kohlensäure. Das kann perfekt funktionieren, erfordert aber auch etwas Erfahrung, um keine Magenprobleme zu bekommen. Dann sollte man aber wegen des hohen Zuckergehalts auch regelmäßig mit Cola nachtrinken, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
FAZIT: EIN ESPRESSO ZUM ABGANG
Zahlreich Studien belegen, dass sich ein Espresso durchaus positiv auf die Ausdauerleistung von Sportlern auswirkt. Ganz besonders wirkunsvoll ist das bei Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Triathlon, denn hier wird die Energie überwiegend über aerobe Stoffwechselprozesse zur Verfügung gestellt.
Im Unterschied zum Ausdauersport erfolgt die Energiezufuhr bei sehr kurzzeitigen körperlichen Höchstleistungen, wie in den Sportarten Sprint, Mannschaftsspiele und Krafttraining hauptsächlich anaerob. Studien zu den Effekten von Koffein auf anaerobe, also auf kurzzeitige intensive Belastungen kommen zu sehr uneinheitlichen Resultaten. Einige Studien zeigen eine signifikante Leistungssteigerung, so zum Beispiel bei Mannschafts- und Kraftsportarten. Andere wiederum kommen zu gegenteiligen Ergebnissen. Eine mögliche Erklärung für diese unterschiedlichen Resultate könnte in der unterschiedliche Reaktion auf Koffein und in desse individueller Verstoffwechselung begründet liegen. Zudem könnte die Dauer der Belastung sowie die Art der Energiebereitstellung eine wichtige Rolle spielen. Bei aeroben Stoffwechselprozessen steht der Muskulatur ausreichend Sauerstoff im Blut – dort befindet sich auch das Koffein – zur Verfügung während bei anaeroben ein Überschuss an Kohlendioxid herrscht. Man darf also gespannt sein was zukünftige Forschungen für Erkenntnisse bringen und bis dahin entspannt ein paar Espressi trinken.
Die Regeneration kommt im Alltag oft zu kurz. Das wirkt sich negativ auf die Leistungsentwicklung aus. Der besondere Vorteil von Profitriathleten ist, den gesamten Tagesablauf mit Dauer, Umfang und Zeitpunkt des Trainings flexibel gestalten zu können. Die verbleibende Zeit wird für Regeneration mit Massagen, Physiotherapie und viel Ruhe genutzt, um maximalen Trainingseffekt zu erzielen. Angesichts dessen sind jene ambitionierten Altersklassenathletinnen und -athleten, die neben Beruf und Familie ihre Trainingseinheiten in den vollgepackten Alltag integrieren, die eigentlichen Profis. Das Training wird im täglichen Organisationsstress noch zwischenrein gepackt, die Erholung bleibt dabei allerdings meist auf der Strecke. Weniger ist oft mehr, denn die Form kommt in der Pause. Warum das so ist und wie’s richtig geht, erfährst Du hier.
Die Triathletinnen und Triathleten der Altersklassen sind meist wahre Trainingsweltmeister. Die erste Trainingseinheit wird bereits vor dem Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit absolviert. Anstatt eines entspannten Mittagessens werden ein paar Bahnen im Schwimmbad absolviert und am Abend noch ein paar Stunden auf dem Radergometer geschwitzt. Die Nahrungsaufnahme erfolgt zwischendrin und wer Familie hat, sagt noch schnell guten Morgen, guten Tag und gute Nacht, falls man sich nicht mehr sehen sollte. Von gemeinsamen Wochenenden kaum zu reden.
Ein phänomenales Pensum und das beinahe täglich. Das ist alles andere als eine optimale Trainingsplanung und Vorbereitung auf einen Triathlon, auch wenn eine Langdistanz viel Training und Disziplin verlangt. Zu wenig Schlaf und eine schlechte Ernährung, kaum Ruhephasen und fehlende Regeneration bedeuten Stress für den Körper und das Immunsystem. Durch den Trainingsstress sind Krankheiten oder gar Verletzungen vorprogrammiert. Müdigkeit, Muskelkater und das Ausbleiben der geplanten Leistungsentwicklung sind oft erste Anzeichen von Übertraining.
MEHR GEDULD MIT DER REGENERATION
Für Altersklassenathleten, ganz egal ob ambitioniert, gut trainiert oder Einsteiger ist die Regeneration nach dem Training und vor den nächsten Einheiten ebenso wichtig wie für Leistungssportler. Die Regeneration ist untrennbar mit dem regelmässigen Training vereint und sollte immer Teil der Trainingsplanung sein. Allzu oft werden allerdings die Wochenenden genutzt, um ausgefallene Trainingseinheiten oder gar das komplette Trainingspensum einer ganzen Woche aufzuholen. Klar, das Wetter ist sonnig warm, die Vereinskollegen oder Trainingspartner warten schon und der Verlockung einer langen Radausfahrt kann man kaum widerstehen. So funktionieren die Physiologie des menschlichen Körpers und eine nachhaltige Leistungsentwicklung jedoch nicht. Ein Regenerationstag hätte möglicherweise einen merklich höheren Trainingseffekt gehabt.
IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT
Die Voraussetzung für einen maximalen Trainingserfolg ist der optimaler Wechsel zwischen Belastungs- und Entlastungsphasen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine körperliche Belastung muss aber nicht ausschließlich eine Trainingseinheit sein. Auch Alltagsstress aufgrund beruflicher und familiärer Herausforderungen kann sehr belastend sein. Die Adaptation des Körpers aufgrund vorangegangener Belastungen und die damit verbundene Leistungsentwicklung findet nur in den wichtigen Trainingspausen statt. In der indiviuell angepassten Ruhephase erfolgt die Kompensation für eine Leistungsverbesserung.
Ohne Rücksicht auf die Erholung von Körper und Geist wird die gewünschte Leistungssteigerung ausbleiben und es tritt Stagnation ein. Die Regeneration ist massgeblicher Bestandteil des langfristigen Trainingsprozesses und ein aktiver Prozess. Die richtige Nachbereitung einer intensiven Trainingseinheit, auch eines Rennens durch entsprechende Dehnübungen ist bereits Teil der Regeneration und gleichzeitig Vorbereitung auf das nachfolgende Training. Eine gesunde, angepasste Ernährung und mindestens acht Stunden Schlaf zählen zu den essenziellen Elementen einer optimalen Erholung.
Wie die Regeneration zu gestalten ist, das ist grundsätzlich immer von der Art und Dauer der Vorbelastung abhängig. Weiteren Einfluss haben aber unter anderem auch der Trainingszustand, die Erfahrung und natürlich das Alter des Triathleten. Die Erholung soll schließlich nicht nur die Müdigkeit nach dem Training oder Rennen beseitigen, sondern auch die Leistung und sportmotorische Ausgangslage verbessern. Die Qualität der Regeneration ist deshalb massgeblich entscheidend für die Dauer der Wiederherstellung und für den Trainingseffekt. Je besser und konsequenter man regeneriert, desto eher und besser kann man wieder trainieren und sich neuen Belastungsreizen aussetzten. Und genau darin liegt der Schlüssel von erfolgreichem Training mit nachhaltiger Leistungssteigerung.
ES GIBT KEIN PATENTREZEPT FÜR REGENERATION
Mit erhöhtem Alltagsstress, zunehmendem Alter oder größeren Zielen gewinnen regenerative Maßnahmen an Bedeutung. Ältere Athletinnen und Athleten regenerieren in Abhängigkeit ihres Trainingsalters nicht mehr so schnell wie Jüngere. Das sollte in der Trainings- und Saisonplanung ebenso berücksichtig werden wie die Art, Dauer, Intensität und Qualität von Training und Regeneration.
In der Erholungsphase repariert der Körper kleinste Verletzungen, sogenannte Mikrotraumata an den Muskeln, Sehnen und Bändern. Er optimiert unter anderem bestehende Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen und bildet neue, um besser auf zukünftige Belastungen vorbereitet zu sein. Mit Hilfe der Ernährung werden die Energielager der Muskelzellen wieder vollständig gefüllt und der Stoffwechsel an die vorangegangene Belastung angepasst. Das geschieht überwiegend nachts, weshalb eine ausreichende Schlafdauer für die Regeneration essenziell ist. In dieser Zeit wird der Körper gestärkt, um für zukünftige, noch höhere Belastungen gewappnet zu sein. Diesen Vorgang beschreibt man als Superkompensation.
FAZIT
Ein Patentrezept für die richtige Regeneration gibt es leider nicht. Für die optimale Dauer ist stets die Gesamtbelastung des Athleten und der Athletin selbst zu betrachten. Eine simple Grundregel der Regeneration ist: Je intensiver oder länger das Training, desto mehr Zeit braucht der Körper für die Erholung, um das biologische Gleichgewicht wieder herzustellen. Eine bessere Grundlage, die körperliche Fitness und das Trainingsalter beeinflussen die Regeneration nach dem Training. Je optimaler die Balance von Belastung und Regeneration, umso niedriger ist das Risiko von Verletzungen und Krankheiten. Mit einer ausgewogenen Trainingsplanung kann die gewünschte Zielleistung zuverlässiger und besser erreicht werden.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2022/04/2022-1220-SGRPN-Regeneration-AS_122883157x1920.png12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2022-12-22 23:12:152024-08-27 14:24:23REGENERATION & TRAINING Die Form kommt in der Pause
Mit unseren fünf Tipps wirst Du die Herausforderungen im Freiwasser besser meistern und in Zukunft mit mehr Spass sicherer und schneller in offenen Gewässern Kraulschwimmen.
1. Die Angst vor dem Schwimmen im Freiwasser überwinden
Die Ursachen könnten unterschiedlicher nicht sein, dass Menschen Ängste haben in offenen Gewässern zu schwimmen. Das kann an einem beklemmenden Gefühl am Brustkorb und Hals durch den Neoprenanzug liegen, der kühlen Wassertemperaturen, der ungewissen Wassertiefe mit einer geringen Sicht unter Wasser oder der Angst vor Fischen. Die Liste scheint endlos, die Gründe vielseitig und oft irrational und unrealistisch. Dennoch, auch wenn viele Ängste meist unbegründet sind, so gilt es individuell darauf einzugehen. Wie kann man diese verschiedenen Ängste aber nun überwinden?
Nimm Dir Zeit, wenn du im Freiwasser schwimmen und trainieren möchtest. Geh langsam ins Wasser und mach dein Gesicht nass und erst dann setzt du deine Schwimmbrille und Schwimmkappe auf – unbedingt eine leuchtend farbige bitte. Ich lege mich zum Beispiel ein paar Minuten in Rücklage ins Wasser bis die Atmung gleichmässig und ruhig ist, bevor ich dann losschwimme.
Mit Neo klappt das noch viel besser und ist dann sogar noch wichtiger, damit sich der Neo durch das einfliessende Wasser dem Körper gut anpasst und sich auch die Atmung mit dem etwas eingeengten Brustkorb entspannt. Versuche natürlich und gleichmässig zu atmen – nicht zu tief oder zu flach atmen, um eine hohe CO2-Konzentration im Blut zu vermeiden.
Wenn ich alleine in offenen Gewässern schwimme, habe ich stets eine leuchtend farbige Schwimmboje dabei. Sie gibt mir mehr Sicherheit und ich kann mich daran auch über Wasser halten. Am Besten schwimmst du aber immer mit einer zweiten Person und besprichst klare Signale der Kommunikation. Zu zweit im Freiwasser zu schwimmen und zu trainieren macht zudem mehr Spass und ermöglicht zahlreiche spielerische Trainingsmethoden.
2. Die richtige Atmung für das Freiwasserschwimmen
Die beidseitige Atmung während des Kraulschwimmens regelmässig im Schwimmtraining zu üben, kann von grossem Vorteil sein. Das kann durch einen 3er-Atemzug – wechselseitig nach jedem dritten Armzug einmal links und einmal rechts atmen – oder abwechselnd 50 Meter (1 Minute) zur linken und 50 Meter (1 Minute) zur rechten Seite zu atmen, geübt werden. Desweiteren gibt es zahlreiche Varianten, wie 5er-Atemzug oder etwa 2 mal links, 2 mal rechts atmen und viele mehr.
Die Vorteile sind unter anderem eine symmetrische Entwicklung der richtigen Kraultechnik oder eine gleichmässige muskuläre Leistungsentwicklung beider Kraularmzüge. Im Triathlon und Freiwasser hilft die Möglichkeit zu beiden Seiten atmen zu können, wenn auf deiner „Schokoladenseite“ zum Beispiel Wellen sind oder dir ein Mitstreiter bei jedem Atemzug Wasser ins Gesicht spritzt. Eine bilaterale Atmung im Kraulschwimmen gibt dir also mehr Flexibilität und kann es dir erleichtern deine Schwimmrichtung besser zu halten.
Eine andauernde, wechselseitge 3er-Atemzug im Kraulschwimmen ist während intensiven Belastungen, wie im Triathlon aber nur selten von Vorteil. Wer nur nach jedem dritten Armzug atmet, der erhöht den Kohlendioxidgehalt im Blut und senkt die Sauserstoffaufnahmekapazität. Mit einem wechselseitigen 3er-Atemzug nimmst du bei gleicher Distanz letztendlich ein Drittel weniger Sauerstoff auf als mit einer Atmung nach jedem zweiten Kraularmzug zu nur einer Körperseite. Für intensive Belastungen, wie im Triathlon und bei Wettkämpfen mit Distanzen über 500 Meter ist eine kontinuierliche Sauerstoffaufnahme wichtig., schliesslich ist das Kraulschwimmen eine Ausdauersportart.
3. Im Freiwasser geradeaus schwimmen
Im Schwimmbad auf abgeleihnten Schwimmbahnen gerade zu schwimmen ist keine grosse Kunst und sollte jeder mühelos beherrschen – zumindest wenn man die Augen offen hat. Schliesst man seine Augen werden die meisten, selbst guten Kraulschwimmer schnell vom Kurs abkommen. Schaffst du es an einem perfekten Sommertag früh morgens bei spiegelglatter Wasseroberfläche und ohne einer geringsten Welle nicht 50 Meter auf einer geraden Linie durch den See zu schwimmen, dann liegt das ganz sicher einzig und alleine an dir. Klingt hart, ist aber so.
Es gibt dafür zwei wesentliche Gründe: Ein mangelhafter Kraularmzug und/oder eine ungünstige Wasserlage! Die Meisten driften in die gegenüberliegende Richtung ihrer Atmungsseite vom Kurs ab. Das liegt am vorne gestreckten Arm, auf den sich manche Kraulschwimmer während des Atemzugs stützen möchten, um das Gefühl einer stabileren Wasserlage zu haben – aber alles andere ist der Fall. Der nach vorne gestreckte linke Arm zum Beispiel, sinkt zu früh ab, während sich der Kopf nach rechts dreht und dabei aus dem Wasser gehoben werden muss. Denn mit dem früh absinkenden Arm sinkt auch der Körper ab. Durch das Anheben des Kopfes zieht der linke Arm unter den Körper und kreuzt die Körpermittelachse. Das ist alles andere als eine stabile Wasserlage, denn während der Atmung sollte gleichzeitig der rechte Arm in der Entlastungsphase nach vorne geschwungen werden … – du merkst schon wohin das führt.
Merke: Actio gleich Reaction. Drückst du Wasser mit deinem Kraularmzug in jede andere Richtung als von vorne nach hinten, wirst Du auch in jede andere Richtung als gerade nach vorne schwimmen. Ganz abgesehen vom erhöhten Widerstand, der nicht nur bremst sondern ebenso die Richtung auslenkt und dem erhöhten Energieverbrauch.
Stell dir vor du sitzt in einem Ruderboot und während Du das linke Ruder gerade ins Wasser steckst, bewegst du mit der rechten Ruder auf direktem Weg das Wasser von vorne nach hinten. Wenn du das lange genug machst, wirst du im Kreis fahren.
WIE SCHWIMMT MAN IM FREIWASSER MÖGLICHST GERADE AUS?
Die Fähigkeit geradeaus zu schwimmen setzt eine gute Kraultechnik voraus. Für eine gute Kraultechnik braucht es eine gute Rumpfstabilität, ein gutes Körpergefühl und richtiges Timing. Entscheidend für eine geradlinige Schwimmrichtung ist ein gerade gestreckter Körper zu jedem Zeitpunkt der komplexen Kraularmzugbewegung, der mit jedem Kraularmzug und Atemzug einzig um seiner Mittelachse rotiert.
Die nach vorne gerade gestreckten Arme liegen parallel zur Mittelachse in Verlängerung der Schultern bis der Atemzug beendet ist und aktive Arm während der Entlastungsphase am Gesicht vorbei schwingt. Erst dann leitet die Hand des vorne gestreckt liegend Armes die Zugphase ein und bewegt sich bei hohem Ellbogen auf direktem Weg nach hinten. Die Handfläche ist dabei stets senkrecht zur Schwimmrichtung und die Finger zeigen nach unten. Wir nennen diese Kraultechnik FRONT QUADRANT SWIMMING.
Entscheidend ist auch während der Atmung die Lücke zwischen Kopf und Oberam des nach vorne gestreckten Armes geschlossen zu halten, den Kopf nicht aus dem Wasser zu heben und 90 zur Seit zu atmen. Wer’s richtig beherrscht, der hat eine Auge unter Wasser während der Atmung.
Für den orientierenden Blick in Schwimmrichtung nach vorne kannst Du zusammen mit dem, am Gesicht – während der Atmung – aktiv vorbeischwingenden Entlastungsarm deinen Kopf nach vorne drehen und leicht in den Nacken neigen ohne ihn dabei aus dem Wasser zu heben. Dein Mund bleibt dabei unter Wasser. Gleichzeitig beginnst du mit der Zugeinleitung der Hand deines passiven, vorne gestreckt liegendes Armes.
Eine gute Übung im Schwimmbecken ist Kraulschwimmen mit geschlossenen Augen. Versuche anfangs eine möglichst lange Strecke kontrolliert ohne Atmung mit sauberen Kraularmzügen geschlossenen Augen zu schwimmen. Du wirst relativ schnell merken in welche Richtung du sogar ohne störender Atmung vom Kurs abkommst. Im nächsten Schritt wiederholst du die Übung mit jeweils 5 Armzüge zu deiner Schokoladenseite und zur gegenüberliegenden Körperseite – probier dabei verschiedene Atemtechniken aus und steigere dich, das schärft deine Wahrnehmung und steigert dein Orientierungsgefühl im Wasser.
4. So klappt die Orientierung im Freiwasser
Um so höher du den Kopf für deine Orientierung und den Blick nach vorne aus dem Wasser hebst, um so tiefer sinken deine und schlechter wird die Wasserlage. Dadurch die ungünstige Wasserlage steigt der Wasserwiderstand schlagartig und bremst dich ab. Nun solltest du regelmässig die richtige Richtung kontrollieren und bei Bedarf korrigieren, somit kann eine schlechte Orientierung technik ganz schön zeitraubend werden, vom erhöhten Energieverbrauch ganz zu schweigen.
Darum ist es wichtig, sich mit möglichst geringem Wasserwiderstand und wenig Auswirkung auf eine gute Wasserlage nach vorne zu orientieren. Das gelingt dir am Besten mit dem „Krokodilsblick“, für den nur deine Augen knapp über der Wasseroberfläche nach vorne blicken. Dafür drehst du gleichzeitig mit dem nach vorne schwingenden Entlastungsarm deinen Kopf in der Körpermittelachse vorne ohne ihn dabei aus dem Wasser zu heben. Neige den Kopf dabei nur leicht in den Nacken ohne ihn aus dem Wasser zu heben, sodass dein Mund unter Wasser und die Bugwelle erhalten bleibt.
Stell dir einen Basketball vor, dessen eine Hälfte Unterwasser schwimmt und den du ohne aus dem Wasser anzuheben bei gleichbleibender Wasserlinie in jede belibige Richtung drehen kannst. Genau so sollte sich dein Kopf für die Atmung zur Seit drehen und zur Orientierung nach vorne. Mit dem „Krokodilsblick“ nach vorne beginnt gleichzeitig die Hand des vorne, gestreckt liegenden Armes mit der Zugeinleitung. Spätestens mit dem Übergang von Zug- in Druckphase des Armes sollte dein Kopf wieder gerade ins Wasser gesenkt und dein Blick nach unten vorn gerichtet werden.
Vor deinem Schwimmtraining im Freiwasser suchst du dir gute Orientierungspunkte am Ufer, wie freistehende Bäume, Waldschneisen oder Kirchtürme, die schnell aus dem Wasser erkennbar sind. Übrigens auch für vor einem Wettkampf ist das sehr hilfreich, denn oft sind die Bojen schlecht zu sehen. Mit dieser elementaren Kraultechnik für eine bessere Orientierung gelingt es dir, die Schwimmgeschwindigkeit konstant zu halten und dich mit wenig Energieaufwand zu orientieren.
5. Die richtige Strategie für die Einteilung der Strecke und Energie
Ein schneller Schwimmstart über einige hundert Meter und mit etwas overpacing kann im Wettkampf von besonderem Vorteil sein, um dem Pulk zu entkommen. Doch in der Dosis liegt das Gift, schliesslich kommt nach der wichtigen Startphase der längere Teil der Schwimmdistanz. Jedoch verwechseln viele Triathleten overpacing mit all out und verschwinden nach einem vielversprechenden, zu schnellen Start und wenigen hundert Metern im oder gar am Ende des Pulks.
Die Kunst des richtigen Tempogefühls gilt es, zusammen mit deiner Kraultechnik in unzähligen Trainingseinheiten im Schwimmbecken zu üben. Im Schwimmtraining hast du dafür eine Uhr, Schwimmleinen, den Beckenboden, meist andere Schwimmer und eine Trainerin oder einen Trainer – das Wichtigste – für eine bessere und objektiv richtige Einschätzung deines Schwimmtempos. Wenn du deine Technikübungen zu schnell oder deine Intervalle zu langsam schwimmst, dann wird dir dein/e Trainer/in das lautstark mitteilen.
Entscheidend ist, wie so oft, eine realistische Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit verbunden mit der richtigen Streckeneinteilung. Das Geheimnis besteht in der optimalen Armzuglänge und hohen Armzugfrequenz bei einer konstanten Erhaltung der richtigen Kraultechnik. Dadurch kannst du deine Schwimmgeschwindigkeit über längere Distanzen konstant hoch halten ohne sinnfrei Energie zu verschwenden.
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VIEL GEDULD PLUS RICHTIGE KRAULTECHNIK
Es kann Jahre dauern bis du ein gutes Tempogefühl entwickelst und deine ideale Verbindung von Armzuglänge und Armzugfrequenz generierst. Du brauchst dafür viel Geduld, genau darum sollte der Schwerpunkt deines Schwimmtrainings immer auf der richtigen Kraultechnik liegen. Schwimmen – im Freiwasser und Triathlon – ist Ausdauersport, dessen Erfolg in der Fähigkeit einer lang andauernden Erhaltung der richtigen Kraultechnik liegt. Entscheidende Faktoren sind nicht Kraft und Fitness.
Es ist dabei hilfreich zu wissen, dass du für die Verbesserung einer 1500 -m-Schwimmzeit (Kraulschwimmen) von 25 min um etwa 10 % (2:30 min) anstatt 1m Zuglänge, eine Länge von 1,1 m pro Armzug zurücklegen müsstest – Basis des Rechenbeispiels ist, mit jedem Armzug 1m zurückzulegen und dafür 1 sec zu brauchen. Eine andere Möglichkeit ist die Frequenz zu erhöhen und bei selber Armzuglänge, jeden einzelnen Armzug in kürzerer Zeit auszuführen – oder beides zusammen. Wenn Du deinen Armzug somit um 10 cm verlängerst, deine Armzugfrequenz um 0,1 sec pro Armzug erhöhst und das konstant über 1500 m kraultechnisch erhalten kannst, dann wirst du nach bereits nach 20:15 min aus dem Wasser kommen und dich ziemlich weit vorne im Teilnehmerfeld befinden.
ÜBRIGENS
Bevor du dich mit einem zu hohen Schwimmtempo schin in der ersten Disziplin abschiesst, schwimm etwas langsamer und dafür konstant. Wenn du auf 2000 m zum Beispiel 5 sec pro 100 m langsamer schwimmst, brauchst du für die gleiche Distanz gerade einmal 1:40 min länger und sparst Energie – dafür kannst du dann vielleicht schneller wechseln und Rad fahren.
Um dieses Trainingsziel zu erreichen wirst du noch unzählige Bahnen im Schwimmbecken ziehen. Solange solltest du deine Startphasen mit bedacht angehen und im letzten drittel der Schwimmdistanz deinen Turbo zünden. Auch die hervorragenden Schwimmer unter den Triathleten starten auf längeren Distanzen zurückhaltend mit leicht angezogener Handbremse aber können dieses Tempo konstant halten und sogar noch steigern. Sie wissen, dass nach den einigen hunderten Metern die Meisten wegplatzen.
Erfahrung ist im Schwimmen Gold wert. Darum ist es wichtig regelmässig im Freiwasser zu trainieren und Wettkampferfahrung zu sammeln, um verschiedene Strategien auszuprobieren. Für dein Schwimmtraining im Freiwasser zählt natürlich ebenso, deine Energie richtig einzuteilen und dich nicht zu überschätzen. Es geht um deine Sicherheit und darum, wieder gut zurück an Land zu schwimmen.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-0528-SGRPN-SWIM-5-Tipps-Freiwasser-DSC01338x1920.jpg12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2022-06-29 01:20:002022-07-07 16:18:42RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser
Vor 5 Jahren wurden Rolling Starts bei Rennen der IRONMAN Serie eingeführt. Rookies sowie schlechtere Schwimmerinnen und Schwimmer sollte durch den Rolling Start stressfreie Schwimmstarts ermöglicht werden, so die Argumentation von IRONMAN damals. Man wollte so auch die Sicherheit gewährleisten und für schnellere Schwimmzeiten sorgen. Aber ist die Idee, einen Triathlon mit 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen komfortabler gestalten, nicht ein Paradoxon? Sind Triathlon Langdistanz und Komfortzone nicht bereits ein Widerspruch in sich. Längst gibt es doch andere, bessere Optionen für Rookies und Nichtschwimmer*innen, um sich komfortabel an Triathlon und längere Distanzen heranzutasten.
Durch den Rolling Start ist der erste Schwimmer aus dem Wasser nicht mehr automatisch der schnellste Schwimmer. Zuschauern und Athleten geht der Überlick verloren. Die Sieger*innen oder gar das komplette Podium eines Wettbewerbs könnten erst Minuten hinter den Ersten durchs Ziel laufen – alles schon passiert und selbst erfahren. Wird hier also nicht das Pferd von hinten aufgezäumt und der Wettbewerbsgedanke ausser acht gelassen? Ist es nicht sogar Wettbewerbsverzerrung? Es geht in jedem Wettbewerb darum eine Siegerin und einen Sieger zu ermitteln, gesamt und in den jeweiligen Altersklassen. Es geht aber auch um die wenigen sehr begehrten Qualifikationsplätze für die IRONMAN Weltmeisterschaft auf Hawaii oder im IRONMAN 70.3. Gäbe es nicht optimalere Lösungen, die allen Teilnehmenden gerecht würden? Oder geht es IRONMAN eigentlich um etwas ganz anderes.
Die Argumente scheinen schlüssig, jedoch stehen sie entgegen der Idee eines Wettkampfes, besonders eines Triathlons mit der Herausforderung sich in allen drei Disziplinen zu messen. Nach 5 Jahren des Rolling-Start-Modus muss man jedoch feststellen, dass weder mehr Teilnehmende während der ersten Disziplin verunglückt sind, noch weniger als zuvor. Auch sind die Schwimmzeiten nicht durch den Rolling Start schneller geworden. Dies ist besserer Trainingsmethoden und verbesserter Neoprenanzüge zuzuschreiben.
Kaum einer der sehr bedauerlichen Todesfälle bis 2016 hätten durch einen Rolling Start verhindert werden können. Aus Sicht der Sporwissenschaft und Medizin läge eine Lösung viel eher darin, die sportliche Belastbarkeit der Teilnehmenden vor konsequenter, besser und regelmässiger durch Verbände und Veranstalter zu überprüfen. Die Nachfrage gesunder, sporttauglicher Athletinnen und Athleten mit Erfahrung und guten schwimmerischen Fähigkeiten nach Langdistanzrennen ist groß und steigt weiter – auch trotz oder gerade wegen der Pandemie. Warum also weiterhin diese gravierende Eingriffe in die Substanz des Triathlons? Was kommt als nächstes?
VERÄNDERUNG UND VERLAGERUNG DES WETTKAMPFSTRESS
Ein Rolling Start kann das Schwimmen gewiss stressfreier und komfortabler machen, zumindest zu Beginn. Für einen kurzen Moment. Es drängt sich allerdings die Frage auf, ob das der tatsächliche Sinn eines Wettkampfes ist. Ist dieser gefühlte Stress überhaupt negativ zu bewerten? Ist es nicht genau das Adrenalin, das dieser Stress auslöst, das Triathletinnen und Triathleten suchen, das diesen Sport ausmacht, das süchtig macht. Trotz oder gerade wegen der „Waschmaschine“ bei einem Massenstarts von gleichzeitig 500, 1000 oder 2000 Triathlet*innen. Selbst die guten und besten haben nach vielen Jahren im Triathlon großen Respekt vor jedem Start, jedesmal aufs Neue. Wer allerdings Angst vor dem Schwimmstart hat, der hat vermutlich seine Hausaufgaben nicht gemacht, der ist nicht bereit für die Herausforderung.
Aber darf eine falsche Selbsteinschätzung oder schlechte Vorbereitung einiger Teilnehmenden der Grund sein, dass Feeling eines echten Massenstarts zu verbannen und das für Höchstleistungen erforderliche, positive Adrenalin durch einen Komfortstart zu dämpfen? Stress und Ärger gibt es bei einem Rolling Start dennoch: Früher als zuvor muss sich müssen sich aussichtsreiche Teilnehmende am Start einfinden, um sich rechtzeitig in eine der vorderen Startreihen anzustellen. Denn immer öfter stehen dort langsamere Schwimmer und versprechen sich dadurch die versprochenen, „schnelleren Schwimmzeiten“. Spätestens 500 Meter nach dem Start beginnt dann dennoch der Stress für diejenigen, aber auch auch für jene tatsächlich besseren Schwimmer und Schwimmerinnen, die jene nun erst noch überholen müssen.
Vielleicht sollte man besser gleich wieder zurück zu den Anfängen des IRONMAN und von allen Teilnehmenden vorab den Nachweis eines erfolgreich absolvierten Halbmarathons verlangen? Ein erfolgreich absolvierter Marathon oder eine Triathlon Mitteldistanz wäre heutzutage wohl besser. Es würde den Veranstaltern von IRONMAN Rennen wenigstens garantieren, dass alle Teilnehmenden gewisse körperliche Voraussetzungen und Erfahrung mitbrächten. Ob sie deshalb ausreichend schwimmerische Fähigkeiten für 3,8 km hätten, bliebe zwar ungeklärt, die Teilnehmenden hätten aber einen ersten Belastungstest bestanden. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage und des großen Zustroms an Neueinsteigern im Triathlon könnte wäre zumindest auch eine kleine Hürde vor der Anmeldung zu einer Langdistanz und könnte die Selbsteinschätzung latent verbessern. Allerdings wäre es primär nicht die Aufgabe von IRONMAN, die gesundheitlichen Voraussetzungen aller Teilnehmenden zu überprüfen. Vielmehr ist es die Aufgabe der nationalen und internationalen Verbände und der Vereine genauer hinzuschauen, strengere Kriterien für den Erwerb von Startlizenzen festzulegen und die gesundheitlichen Voraussetzung der Athletinnen und Athleten regelmäßig abzufragen. Andernfalls erhalten diese weiterhin nur Zugang zu Triathlon Volksdistanzen.
AUSWIRKUNGEN DES ROLLING START AUF WETTKAMPFSTRATEGIE, -TAKTIK & -DYNAMIK?
Wer einmal einen Massenschwimmstart hunderter Triathleten gesehen oder sogar selbst erlebt hat, der versteht den Kult um die IRONMAN-Rennen und diesen Startmodus. Der möchte das weder als Zuschauer noch als Athlet missen. Der Massenstart ist unter anderem einer der Gründe, weshalb wir diese Tortour auf uns nehmen und Triathlon unsere Leidenschaft ist. Es ist fantastisch, ein Spektakel. Wenn es in Zukunft also weiterhin und immer mehr Triathlons mit einem Rolling Start durchgeführt werden, dann geht dieser wichtige Kult verloren, ein wesentlicher Teil des Spirits. Dann verkommt Schwimmen zum feucht fröhlichen Warm Up und notwendigen Übel.
Der direkte presönliche Vergleich, das Kopf an Kopf Rennen mit den weiteren Teilnehmenden gesamt und innerhalb einer Altersgruppe geht verloren. Die unmittelbare Konkurrenz könnte 5 Minuten vor dir oder 5 Minuten hinter dir starten. Du hast dann kaum eine Ahnung, wo sich die Konkurrenz oder du dich während des laufenden Wettbewerbs befindet. Wie sollen sich die schnellsten Triathletinnen oder Triathleten gesamt und in den jeweiligen Altersklassen somit noch im direkten Duell und fair messen, und ohne ständigen externen Support einen der wenigen begehrten Qualifikationsplätze für Kona erkämpfen? Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Leistungsdichte stark zugenommen hat. All-out, schwimmen, Rad fahren und laufen ohne jegliche Taktik bis man platzt und mit viel Glück das Ziel erreicht und zufällig einen Podiumsplatz erreicht, ist sicher keine gute Strategie. Ist jedoch jede und jeder Teilnehmende vor und hinter einem ein Platz weiter vorne oder weiter hinten, dann erzeugt das unmittelbar Motivation. Etwas sehr wichtiges und sehr positives. Es ist entscheidend, um Grenzen zu verschieben, um persönliche Höchstleistungen zu erzielen und wahres Glück zu finden.
Würde man den Rolling Start Modus auch auf die Profis anwenden oder gar Einzelstarts durchführen, dann würde das, neben großem Unmut selbstverständlich, zu einer komplett veränderten Renndynamik führen. Es würde keinen taktischen Vorteil durch den Wasserschatten im Schwimmen mehr geben, es gäbe keine Windschattenproblematik aber auch keine Gruppendynamik auf dem Rad und das Ergebnis würde dadurch dramatisch anders aussehen, ziemlich sicher sogar. Es würde aber auch etwas wesentlich dramatischeres geschehen. Die Bedeutung des Supports von aussen würde stark zunehmen und der Athlet hätte ausser den Einfluss auf seine eigene Leistungsbereitschaft, keine strategische Kontrolle mehr über das Renngeschehen. Der Wettbewerb und die Konkurrenz ist nicht mehr reell sondern virtuell und der Athlet abhänig von der Qualität des informellen Supports, um seine Leistung zielgerichtet gut einzuteilen.
DAS PARADOX: IRONMAN UND KOMFORTZONE
Die erste Disziplin des Triathlon stellt für die meisten Teilnehmenden die größte Herausforderung dar. Noch immer. Tendenz steigend. Das wird nun weiter durch den neuen Startmodus und wachsende Startfelder verstärkt. Dabei ist die Schwimmstrecke bei einer Langdistanz im Verhältnis zu Radfahren und Laufen ohnehin deutlich unterrepräsentiert. Zudem wäre es erheblich leichter die richtige Kraultechnik von professionellen Schwimmtrainern zu erlernen als zeitintensives Rad- und Lauftraining für die Verbesserung der Grundlagenausdauer.
Die Freude die erste Disziplin gemeistert zu haben, ist bei den meisten Teilnehmenden allerdings fast genauso groß, wie das erfolgreiche Finish. Welchen Anreiz die Teilnahme am IRONMAN langfristig noch hat, wenn immer mehr und immer öfter Teilnehmende mit ihren Leidensgenossen Händchen haltend ins Wasser springen, gemütlich nebeneinander oder abwechselnd hintereinander schwimmen und sich damit sogar während der gesamten Strecke gegenseitig unterstützen! Das mag für die Meisten auf den ersten Blick nach traumhaften Bedingungen klingen. Wozu dann eigentlich an einem IRONMAN teilnehmen, wenn ein direkter Vergleich nicht mehr möglich ist und die Konkurrenz im Grunde egal ist? Wer eine Herausforderung mit Abstand zu anderen in einer störungsfreien Umgebung möchte, den Wettstreit in der völligen Komfortzone nur gegen die Uhr und gegen sich selbst, der braucht sich dafür eigentlich nicht bei einem IRONMAN anzumelden. Denn die oder der jenige kann das jederzeit alleine tun. Dafür braucht es keinen anderen Startmodus.
ERNSTGEMEINTE EVOLUTION ODER MARKETING
Wohin wird sich IRONMAN und Triathlon durch diese gravierenden Eingriffe in Zukunft also entwickeln? Ist das erst der Anfang oder wird hier die Büchse der Pandora geöffnet? Ich bin der Meinung, dass der Rolling Start keine evidenzbasierte Evolution für den Triathlon darstellt, sondern Kalkül und Marketing ist. Es macht die Langdistanz attraktiver und senkt die Hemmschwelle. Es lockt all jene, für die das Wasser und die Distanz von 3,8 km bisher die größte Herausforderung stellte und für die neben eines Marathons auch endlich ein IRONMAN in den Lebenslauf muss.
Die Vorstellung, an einem Wettkampf teilzunehmen ohne dabei tatsächlich in direktem Kontakt zu den Mitbewerber*innen zu sein, ohne echten direkten Vergleich, wird viele talentfreie Schwimmer an die Startlinie spülen. Schwimmerinnen hingegen, so denke ich, wesentlich weniger. Für mich ist es zu offensichtlich, dass der Rolling Start hauptsächlich einer Aufstockung des Teilnehmerfeldes dient, um in erster Linie den Umsatz zu steigern. Dafür nimmt man billigend in Kauf den Triathlonsport, ganz besonders den echten Triathlet*innen und wahren Sportsgeist zu opfern. Mit der Entwicklung in Richtung „Erlebnis IRONMAN“ driftet der ehrliche Wettbewerb ambitionierter Triathleten aller Klassen in die Bedeutungslosigkeit und wird die größte Herausforderung die Anmeldung sein?
EHRLICHER WETTBEWERB ODER BELANGLOSES FINISH
Für alle Teilnehmenden ist es schon immer das Wichtigste, einen IRONMAN erst einmal gut und gesund ins Ziel zu bringen. Diese Aufgabe und Herausforderung steht über der geplanten Zeit und oder gar Platzierung, denn es gibt einfach zu viele Unabwägbarkeiten. Mit der wachsenden Erfahrung steigen natürlich auch die Erwartungen, wenn gleich man sich stets bewußt sein sollte, dass jede Langdistanz immer andere Überraschung mit sich bringen kann. Je besser man diese managed, um so besser werden in der Regel Zeit und Platzierung. Neben verbessertem Training und steigender Leistungsfähigkeit hat die wachsende Erfahrung einen bedeutenden Anteil am Rennverlauf und letztlich am Ergebnis. Passive oder aktive Renngestaltung, Renneinteilung, Renndynamik (die unmittelbare Reaktion Konkurrenten), Taktik und Strategie sind alles Elemente, welche wesentlich die persönliche innere und äussere Wahrnehmung sowie den Spaß am Wettkampf positiv beeinflussen.
Wie würden Rennen verlaufen und sich Schwimmzeiten entwickeln, würde bei Olympia oder Weltmeisterschaften jede*r einzeln in den Pool springen oder einen Marathon laufen? Gäbe es dann noch Rekorde? Was wäre die Motivation?
Ein Rolling Start beschneidet massgeblich den Spaß und besonderen Mehrwert von Rennbeginn, in dem er leidenschaftlichen Triathlet*innen die Möglichkeit gemeinsam zu starten, in Echtzeit zu racen und sich im direkten Vergleich bis zur Ziellinie zu batteln raubt. Sattdessen steigert ein Rolling Start den Stress für all diejenigen, denn sie wissen nie genau, auf welchem Platz sie während des Rennens liegen und wie sie ihre Leistung zu welchem Zeitpunkt wie einschätzen und vor allem einteilen sollen. Genau diese Erfahrung konnte ich trotz guten Supports mehrmals persönlich machen und hat mir nach erfolgreichem Zieleinlauf ein paar Mal die Freude über das Finish geraubt. Nämlich genau dann, wenn man als erster oder zweiter seiner Altersklasse durch das Ziel läuft aber sich dann 15 Minuten später auf Platz 4 mit nur 75 Sekunden Differenz befindet. Im direkten Duell würde das selten passieren und wäre wenn, dann ehrlich und fair. Im direkten Duell geschlagen zu werden oder zu gewinnen, ist etwas besonderes und hat einen Mehrwert auch in Niederlagen. Es macht glücklicher, dann man hat es selbst in der Hand, kann ins Renngeschehen selbst eingreifen und steht nicht machtlos im Ziel.
Hätte IRONMAN und die Veranstalter tatsächlich die ehrliche Absicht die Triathlonrennen im Sinne der Teilnehmenden weiterzuentwickeln, gäbe es weit bessere Optionen als den „Rolling Start“. Selbst wenn dadurch die Startgebühren um 10 % ansteigen würden aber dafür die sportliche Fairness und Organisation ernstzunehmend verbessert würden. So könnte man zum Beispiel Startwellen einführen und nach Altersklassen strukturieren, so wie das die Veranstalter der CHALLENGE Roth organisieren. Das würde den Schwimmstart auch entzerren und neben der Fairness und gleichen Wettkampfbedingungen für alle die Teilnehmenden jeder Altersklasse auch für die Zuschauer spannender und nachvollziehbarer machen.
WAS KÖNNTE UNS DIE ZUKUNFT NOCH BRINGEN?
Es läßt sich natürlich vortrefflich darüber spekulieren, welche weiteren Regeländerungen IRONMAN in Zukunft noch plant. Viel Spielraum bleibt dem Platzhirsch allerdings nicht die Tolleranz der Triathlongemeinde weiter zu strapazieren, schließlich wächst das Angebot an alternativen Serien und Wettkampfformaten, und auch die Pandemie wirkt wie ein Katalysator. Manch mögliches Szenario ist gar nicht so abwägig, denkt man pro IRONMAN und pro Expansion, sprich die Anzahl der Teilnehmenden stetig zu steigern. So könnte als nächstes das Windschattenverbot kippen, um mehr Platz zu schaffen. Diese weitern Gedanken wurden tatsächlich schon diskutiert:
Änderung der Qualifikationskriterien: Sammeln von Punkten auch für Triathleten der Altersklassen ähnlich der Profis und dem Kona Pro Ranking.
Einführung eines Kona Age Group Rankings.
Wenige spezielle Events mit der Möglichkeit zur Qualifikation für Kona.
Einführung einer dritten Wertungsklasse von Amateuren, ähnlich dem Radpsort.
Eine eigene Ironman Lizenz, die erst zu einer Teilnahme am Qualifikationsmodus berechtigt, ähnlich nationaler Meisterschaften.
Ich hoffe nicht, dass einer dieser Gedanken oder ähnliches jemals realisiert werden. Regeländerungen der vergangenen Jahre waren allerdings selten pro Triathlon und pro Triathlet*in
FAZIT
Die Schwimmzeiten sind in den vergangenen Jahren nachweislich nicht durch Rolling Starts schneller gewesen. Ich selbst konnte diese Erfahrung auch machen. Ursächlich dafür ist meisten, dass sich die guten und besten Schwimmer*innen nicht mehr zusammenfinden und gemeinsam vorne weg schwimmen, sich dadurch auch nicht gegenseitig motivieren und das Tempo weiter forcieren. Die guten und besten Schwimmer*innen verteilen sich jetzt auf das gesamte Feld, entweder, weil sie sich anstellen müssen oder aus taktischen Gründen, um von weiter hinten die Konkurrenz besser im Blick zu haben. Oder aber, weil sie durch die Menge der Teilnehmenden nicht rechtzeitig nach vorne kommen, die sich bereits 30 Minuten vor dem Rolling Start brav in Reih und Glied anstellt. Nach 5 Jahren Rolling Start und viel schlechter Erfahrungen sollte man auch bereit zu Revolution sein und zurück zum ursprünglich Modus des Massenstarts kehren. Die Veranstaltungen werden sich dennoch weiter füllen und es gibt Raum für deutlich wichtigere Weiterentwicklungen.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-0808-TRI-SWIM-Rolling-Start-IMG_1121-TTL-02.png12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2021-09-29 10:00:002021-11-04 14:28:025 JAHRE ROLLING START Ende eines Kults oder Heilsbringer
In Anbetracht der Gesamtleistung ist das Schwimmen im Triathlon zwar unterbewertet, von manchen wird es gar gerne unterschätzt, dennoch haben die Meisten unglaublichen Respekt vor der ersten Disziplinen. Doch das musst nicht sein, berücksichtigt man die Big Five des Kraulschwimmens. Unsere fünf Tipps, wie Du deine Angst im Wasser überwindest und das Schwimmen im Triathlon erfolgreich meisterst.
1. LÄNGER DICHT FÜR KLARE SICHT
Eine gute Schwimmbrille schützt die Augen und ist für eine klare Sicht im und über Wasser essentiell. Für die Orientierung während der ersten Disziplin ist sie besonders wichtig. Die Angst ist groß, dass Wasser in die Schwimmbrile läuft oder sie beim Schwimmstart von einem Mitbewerber versehentlich vom Kopf heruntergeschlagen wird.
Wenn Du deine Schwimmbrille unter die Schwimmkappe ziehst, dann sitzt sie besser und kann nicht verloren gehen. Verwende für den Wettkampf eine separate, möglichst neuwertige Schwimmbrille, am Besten das selbe, passende Modell wie im Training. Die hält länger dicht, wenn Du sie vor dem Schwimmen einmal aufsetzt und erst am Ende wieder runter. Eine Ersatzbrille solltest Du dennoch stets griffbereit haben, falls kurz vor dem Start deine Schwimmbrille kaputt gehen sollte. Dann hast Du stets den Durchblick im Wasser statt Angst und Nachsicht.
2. BESSERE ORIENTIERUNG IN DER ERSTEN DISZIPLIN
Ein gut organisierter Triathlon enthält bereits in der Ausschreibung eine detaillierte Streckenbeschreibung und Skizze der Schwimmstrecke. Beide solltest Du regelmässig vor deinem Wettkampf durchlesen und auch verstehen bevor Du dann tatsächlich an der Startlinie stehst. Die Schwimmstrecken, meist Drei- oder Viereckskurse haben gut sichtbare Bojen im Wasser und damit die Wenden zu markieren. Stand Up Paddlers oder Kanus, bei größeren Veranstaltungen auch Boote achten darauf, dass in der Regel kein Teilnehmer zu weit vom Kurs abkommt. Dennoch bleibt ein gewisser Korridor zwischen den Bojen oder zum Schwimmausstieg in dem sich der Schwimmer bewegt. Wer sich hier nicht richtig orientiert oder immer wieder zickzack schwimmt, der legt gerne einmal 25 bis 30 Prozent mehr Weg zurück. Ist man noch dazu ein schlechter Schwimmer verbraucht man natürlich erheblich mehr Energie.
Das muss nicht sein: Präge Dir die Schwimmstrecke und Farbe der Bojen genau ein, aber auch die Umgebung, sofern Du nicht im offene Meer schwimmst. Oftmals befinden sich in der Verlängerung jeder Teilstrecke markante Punkte an Land, die leichter zu erkennen oder zur zusätzlichen Orientierung helfen. Integriere in dein Schwimmtraining regelmässig das sogenannte Wasserballschwimmen. Statt zur Seite zu atmen, hebst Du regelmässig, nach acht bis 12 Kraularmzügen für einen Atemzug den Kopf vorne aus dem Wasser und orientierst Dich dabei. Bei Bedarf korrigierst Du dann die Richtung. Je besser Du gerade aus schwimmen kannst, um so weniger oft musst Du das natürlich wiederholen. Gerade Einsteiger sollten deshalb eine Dreieratmung trainieren, um so von Beginn an das geradeaus schwimmen besser zu erlernen. Es gibt dafür aber keine Studienlage, das dies grundsätzlich funktioniert oder man mit einer Zweieratmung nicht auch sehr geradlinig schwimmen kann. Für ungeübte Kraulschwimmer ist es dennoch meist zutreffend.
Eine Massenstart gehört zum Triathlon ebenso, wie zum Marathon. Man stelle sich nur vor jeder Läufer würde einzeln starten. Darüber könnte man jetzt an anderer Stelle natürlich vortrefflich diskutieren, aber wir betrachten das als gegeben. Die Angst während des Schwimmstarts überschwommen oder getreten zu werden ist bei Einsteigern, wie bei erfahrenen Triathleten aber schlechten Schwimmern gleichermassen gross. Die Lösung ist so einfach wie offensichtlich, wären stets genügend Platz im Wasser und würden bis auf die schnellsten zehn Prozent nicht 500 oder mehr Teilnehmer die selbe Idee verfolgen. In gut organisierten Veranstaltungen gibt es ab bestimmten Teilnehmerzahlen Wellenstarts nach Altersgruppen separiert. Für die Frauen dann noch einmal extra natürlich.
Ist das nicht gewährleistet oder die Startwelle dennoch sehr gross, so stellt man sich als unerfahrener oder schlechterer Schwimmer besser an den Rand des Feldes und im hinteren bis mittleren Startfeld. Aber bitte nicht in erster Reihe und in der Mitte, weil die Sicht auf die erste Boje hier gut und es der kürzeste Weg ist. Wer vom Rand des Feldes startet und sogar einen Bogen zur ersten Boje schwimmt, der hat zwar einen etwas längeren Weg aber auch eine komfortablere erste Disziplin und steigt entspannter auf sein Rad.
4. DIE RICHTIGE ATMUNG IN JEDER SITUATION
Kraulschwimmen ist die schnellste und ökonmischste Art sich durchs Wasser zu bewegen, vorausgesetzt man beherrscht es. Während des Schwimmstarts und der ersten fünfhundert Meter ist die körperliche Belastung sehr hoch und hinzu kommt dann noch eine besondere Stresssituation. Neben guten Schwimmfähigkeiten ist hier vor allem viel Erfahrung von Vorteil. Wer nicht um den Gesamtsieg oder das Podium in seiner Altersklasse, oder gar den Titel, „Erster aus dem Wasser“ kämpft, der kann, neben den oben genannten Möglichkeiten, zumindes etwas gemütlicher in das nasse Element starten. Aber ein Triathlet wäre kein Triathlet, würde er nicht versuchen jede Disziplin möglichst schnell und im Rahmen seiner Möglichkeiten hinter sich zu bringen vielleicht sogar die ein oder andere persönliche Bestzeit zu verbessern. Das gilt für Einsteiger wie für Fortgeschrittene und Profis gleichermassen.
Die individuelle Leistungsfähigkeit insbesondere die Sauerstoffaufnahmekapazität ist hier der limitierende Faktor. Im Wasser kann man jedoch nicht beliebig sondern nur in einem vorgegebenen Rhythmus atmen, vorausgesetzt man macht es richtig. Über Wasser einatmen, in das Wasser ausatmen. Wenn Du aber statt Luft zu atmen, einen Schluck Wasser in den Mund bekommst, kann es Dich schnell aus dem Atemrhythmus bringen und der Sauserstoff knapp werden. Wer sich dennoch verschluckt, der sollte erst einmal in das Wasser husten während man weiter kontrolliert Kraul schwimmt. Hilft das noch nicht, kannst Du dich mit einem Kraularmzug in die Rücklage drehen und einige Meter Rücken schwimmen bis das Problem gelöst ist. Anschliessend drehst Du dich mit einem Rückenarmzug wieder in die Bauchlage. Das solltest Du natürlich vorher auch im Schwimmtraining üben, um Deine Angst guten Gewissens abzulegen. Auf keinen Fall solltest Du aber plötzlich Brustschwimmen, zumindest nicht solange Du dich mitten im Getümmel befindest. Dein Hintermann wird es Dir danken, nicht Deinen Fuss plötzlich in seinem Gesicht zu spüren. Das Beste ist natürlich, sich erst gar nicht zu verschlucken. Von Vorteil ist es deshalb die Atmung auf beide Seiten zu beherrschen, denn meist ist eine Seite weniger turbulent.
5. DIE RICHTIGE KRAULTECHNK DURCH PROFESSIONELLES SCHWIMMCOACHING
Jeder möchte gerne besser und schneller Kraulschwimmen, wäre da nicht das begrenzte Trainingsbudget, sowohl zeitlich als auch finanziell. Derweil wären es ganz besonders Schwimmstunden für die richtige Kraultechnik in die man im Triathlon als erstes investieren sollte. In einem Schwimmtraining mit einem professionellen Coach lernst Du vom Kraularmzug über die Atmung bis zum Beinschlag besser Kraulschwimmen. Vor allem, wenn Du eventuell zuvor noch nie Kraul geschwommen bist, dann hlift Dir ein angeleitetes Training schneller Kraulschwimmen zu lernen und vor allem deinen Wasserwiderstand zu reduzieren, um mit weniger Kraftaufwand zu schwimmen. Eine Investition die sich langfristig rechnet. Du solltest selbst natürlich auch möglichst oft Kraulschwimmen, um an Deinem Wassergefühl zu arbeiten. Das Schwimmtraining in einem Verein kann deine Fortschritte dabei zusätzlich unterstützen.
Doch gewarnt sei vor der Trainingsmehtode „do it yourself“. Es fehlt im Wasser an den typischen Kontrollmechansimen aufgrund der reduzierten Schwerkraft und dem fehlenden Widerlager. Du kannst selbst nicht wahrnehmen wie und wo Du dich im Wasser gerade bewegst. Fehlt ein erfahrener und kompetenter Trainer am Beckenrand schleichen sich Technikfehler ein. Eine falsche Koordination und Dysbalancen etablieren sich. Die fehlerhaften Bewegungsabläufe später zu korrigieren ist mühseliger und langwieriger als von Anfang an den richtigen Trainingsweg zu wählen. Entscheidend ist das Richtige richtig zu machen. Dann ist Kraulschwimmen die gesündeste Ausdauersportart, an der man ein Leben lang Spass haben kann und keine Angst davor haben braucht.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2018/10/2010-1009-TRi-IM-Hawaii-RC-X-04xTTL.jpg493739Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2021-06-05 00:02:002022-02-12 00:43:44SCHWIMMEN IM TRIATHLON Keine Angst vor der ersten Disziplin
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