Schlagwortarchiv für: Grundlagenausdauer

Ist der Winter lang, nass und kalt, hilft oft nur der Rollentrainer im Keller oder man packt seine sieben Sachen und flüchtet in ein Triathlon Trainingscamp gen Süden. Die Möglichkeiten für einen Urlaub mit Rennrad und Triathlontraining im Frühjahr und während der kalten Jahreszeit sind mittlerweile vielseitig und reichen von Mallorca über die Kanaren bis nach Thailand. Wer in wärmeren Regionen seine ersten eintausend Radkilometer sammeln möchte, der sollte allerdings rechtzeitig planen. Denn trotz beinahe unüberschaubarer Angebote zahlreicher Anbieter, sind die guten und günstigen Gelegenheiten schnell vergriffen. Es gilt aber auch ein paar andere wichtige Dinge bei der Planung zu beachten. Mit diesen fünf Tipps gelingt Dir ein erfolgreicher Saisonstart und Dein Trainingscamp macht noch mehr Spaß.
 
 

Wieso, weshalb, warum ein Trainingscamp?

Um aus der Vielzahl an Möglichkeiten für ein Trainingscamps zu finden, gilt es als erstes sein Trainingsziel und die dafür passende Location zu definieren. Das, sowie der Zeitpunkt sind natürlich auch von Deinem Saison-Highlight abhängig. Die Frage, was möchte ich trainieren, lange Grundlagen- oder intensive Kraftausdauer, oder beides, ist essentiell für Deine Planung? Schwerpunkt Rennrad oder Schwimmen, oder alles drei Disziplinen des Triathlon? Flach, bergig oder am Besten alles? Möchte ich alleine oder mit Freunden trainiern, möglichst billig reisen aber muss jede Kleinigkeit selbst organisieren? Oder aber bevorzuge ich lieber das gemeinsame Training mit einer überschaubaren Gruppe und die Betreuung durch einen professionellen Trainer? Individuallisiertes, fokussiertes Coaching, optimal organisiert und zum qualitativ beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
 
 

5 Tipps für ein perfektes Trainingscamp im Winter /  Eine gesunde und hochwertige Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen zu den festen Mahlzeiten ist vor, während und nach der Zeit im Trainingscamp essentiell. / © stefandrexl.com / Dr. Feil Eiweiss Muesli

5 Tipps für ein perfektes Trainingscamp im Winter /
Eine gesunde und hochwertige Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen zu den festen Mahlzeiten ist vor, während und nach der Zeit im Trainingscamp essentiell. / © stefandrexl.com / Dr. Feil Eiweiss Muesli

 

Die ersten Kilometer zu Hause …

Auch wenn Du im Trainingscamp ordentlich Kilometer strampeln wirst, die ersten Trainingseinheiten sollten dennoch bereits einige Wochen zuvor in der Heimat absolviert werden. Dadurch lassen sich nach einer kurzen Aklimatisation die großen Trainingsumfänge besser verkraften. Wer unvorbereitet ins Trainingscamp startet, der riskiert entweder nach wenigen Tagen bereits auf allen Vieren zu kriechen oder sogar krank zu werden.
 

Die richtige Dosis setzt den besten Reiz

In der Regel wird während eines Trainingscamps im Winter oder Frühling das Fundament für die bevorstehende Wettkampfsaison gebaut. Lange moderate Touren auf abwechslungsreichen Strecken verbessern die Grundlagenausdauer und den Fettstoffwechsel. Berge mit moderaten Steigungen über mehrere Kilometer mit moderaten Trittfrequenzen steigern die „Kraftausdauer“. Statt aber täglich Rekorde zu brechen ist es entscheidend auf den eigenen Körper zu hören, um nicht schon zur Halbzeit des Trainingscamps erschöpft am Straßenrand zu sitzen. Die richtige Dosis macht schliesslich das Gift: Ein klares Trainingsziel zu definieren, sinnvolle Trainingsreize zu setzen und Ruhe zu bewahren ist für Deine Leistungsentwicklung entscheidend.
 
 

SUGAR & PAIN KNOW-HOW Essentielle Warmmacher für den Radwinter / Gegen Kälte, Wind und Nässe hat sich das Zwiebelprinzip für den Radwinter mit Rennrad oder Mountainbike bestens bewehrt. Ohne diesen essentiellen Warmmachern für Hände, Kopf und Füße allerdings, währt das Wintertraining nur von kurzer Dauer und wenig Freude © stefandrexl.com

SUGAR & PAIN KNOW-HOW Essentielle Warmmacher für den Radwinter / Gegen Kälte, Wind und Nässe hat sich das Zwiebelprinzip für den Radwinter mit Rennrad oder Mountainbike bestens bewehrt. Ohne diesen essentiellen Warmmachern für Hände, Kopf und Füße allerdings, währt das Wintertraining nur von kurzer Dauer und wenig Freude © stefandrexl.com

 

Schlechtes Wetter? Es gibt nur schlechte Kleidung!

Selbst im wärmeren Süden ist meist noch Winterzeit und ein Trainingscamp kein Sommerurlaub. Wind und Wetter, und Temperaturen können sich auch auf den Ballearen oder den Kanarischen Inslen schnell ändern. Hat man Pech, erlebt man gar eine komplette Woche nur Regen. Regenjacke, Bein- und Ärmlinge, Überschuhe und Handschuhe gehören deshalb ebenso ins Gepäck, wie eine Funktionsmütze. Eine langes Trikot und eine lange Radhose sind auch in Italien und Spanien kein Stilbruch, ganz im Gegenteil: Erfahrene Triathleten, Rennradfahrer und Profis erkennt man an ihrer richtigen Bekleidung.
 
 

5 Tipps für ein perfektes Trainingscamp im Winter / Was gibt es schöners als nach vollbrachtem Tagwerk ordentlich zu duschen? Erst danach geht’s an den gemeinsamen Esstisch um die Speicher wieder aufzufüllen. / © stefandrexl.com / Marathon Honolulu 2010

5 Tipps für ein perfektes Trainingscamp im Winter / Was gibt es schöners als nach vollbrachtem Tagwerk ordentlich zu duschen? Erst danach geht’s an den gemeinsamen Esstisch um die Speicher wieder aufzufüllen. / © stefandrexl.com / Marathon Honolulu 2010

 

Train, eat, sleep, repeat!

Wenn Du viel trainierst, verbrauchst Du auch viel Energie. Die Voraussetzung für Deinen Trainingserfolg ist, Dich im Trainingscamp richtig gut zu ernähren. Eine gesunde und hochwertige Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen zu den festen Mahlzeiten ist vor, während und nach der Zeit im Trainingscamp essentiell. Nur dann wirst Du auch täglich Druck auf die Pedale bringen, die vielen Laufkilometer meistern, im Wasser dauerhaft die richtige Kraultechnik gut umsetzen und vor allem gesund bleiben. Vor allem während der Zeit im Sattel solltest Du stets gut verpflegt sein: Bananen, Rosinen, evtentuell Energieriegel oder ähnliches sind hochwertige Energielieferer. Vorausgesetzt, dass Du zum richtigen Zeitpunkt in angemessenen Mengen isst und nicht schon mit leeren Speichern auf Dein Rad steigst. Damit vermeidest Du einen Hungerast und am Abend das Buffet wegen Deines Heisshungers zu plündern. Und eins noch: Was gibt es schöners als nach vollbrachtem Tagwerk ordentlich zu duschen? Erst danach geht’s an den gemeinsamen Esstisch um die Speicher wieder aufzufüllen.
 
 

PHOTOCREDITS ©

  • Stefan Drexl / SUGAR & PAIN
  • Jochen Hopps / CREATIVE HUB PARIS

 
 

Wenn dir der Winter mit Schnee und Kälte wieder einmal einen Strich durch dein geplantes Radtraining macht, dann ist das Rollentraining auf einem stationären Biketrainer eine optimale Alternative, um nicht erneut die Laufschuhe zu schnürren oder in den Pool zu springen und an der Radform zu arbeiten. Das regelmässige Training auf dem stationären Biketrainer ist witterungsunabhängig, ermöglicht einen sanften Trainingseinstieg und sorgt für die wichtigen Grundlagenkilometer. Mit kaum einem anderen Trainingsgerät lassen sich radspezifische Schwächen effektiver verbessern als auf einem Biketrainer. Per Widerstand und Trittfrequenz lässt sich das Training sehr gut steuern und ideal an der Kraftausdauer und Schnellkraft feilen. Also rauf auf die Rolle, damit die Form der vergangenen Saison nicht ganz verloren geht und es in der nächsten noch besser rockt und rollt.
 
 

Für die Meisten startet die neue Radsaison in den eigenen vier Wänden ist auf dem Biketrainer – zumindest für all jene nördlich der Alpen, die ein Trainingsziel haben oder nur schwer von ihrem Rennrad zu trennen sind. Die ersten Kilometer des Jahres nach der Off-Season können zwar anfangs manchmal zäh und schwer sein, doch mit einem guten Roadmovie oder einer Trainingssoftware, wie ZWIFT kommt man wieder relativ zügig in einen lockeren Tretrhythmus, und das im wohlig-warmen, trockenen Heim. Darin liegen für manch einen auch die besondere Motvation und grossen Vorteilen des Rollentrainings: Bei Nässe, Kälte oder Dunkelheit, ganz egal, man kann sich je nach Lust und Laune zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Sattel schwingen und lostreten. Vorausgesetzt der Nachbar hat einen guten Schlaf. Es gibt also kaum noch Ausreden, das Rennrad länger in der Ecke stehen zu lassen. Mit dem richtigen Sound auf den Ohren, einem packenden Film im Blick und einem guten Rollentrainer, kommt es schon mal vor, dass so mancher mehr Kilometer im Wohnzimmer runterspult als die restliche Saison auf der Strasse – das macht Bock auf Rock ’n’ Roll.
 
 

DIE FREQUENZ UND WATT STEUERN DAS ROLLENTRAINING

Auch auf den Rollentrainer solltest du stets gut erholt steigen und das stationäre Kilometersammeln nicht als Secondhand-Training oder notwendiges Übel betrachten. Das Radtraining auf dem stationären Biketrainer ist für den Körper sehr anstrengend und auch für den Kopf äusserst belastend, besonders wegen des fehlenden Gegenwindes. Die Körpertemperatur steigt während des Rollentrainings aufgrund der fehlenden Kühlung um fast drei Grad an. Selbst die Herzfrequenz und gefühlte Belastung sind bei gleicher Leistung meist etwas höher als auf der Strasse. Es kann deshalb vorkommen, dass die gewohnten Trainingsbereiche weniger relevant sind und teilweise angepasst werden müssen. Es is aus diesem Grund auch nur bedingt geeignet, ausschliesslich die Herzfrequenz für die Trainingssteuerung zu nutzen.
 
 

DIE GRUNDLAGENAUSDAUER NICHT VERNACHLÄSSIGEN

Die Herzfrequenz zusammen mit dem relativen Belastungsempfinden stets im Blick zu haben ist dennoch sinnvoll zu empfehlen, um nicht irgendwann überhitzt vom Rad zu fallen. Deshalb auch auf dem Rollentrainer regelmässig trinken. Am besten kombiniert man die Herzfrequenz mit der Trittfrequenz und benutzt ein Powermeter, das die absolute Belastung in Watt misst, sofern im Budget. Denn ansonsten ist das Risiko natürlich gegeben, dass man sich regelmäßig überbelastet und die Grundlagenausdauer vernachlässigt. Ein typisches Phänomen zu vieler, intensiver Spinning-Stunden im Sportstudio oder zu vieler ambitionierter Trainingsrennen auf ZWIFT. Auch das winterliche Radtraining auf dem Rollentrainer erfordert eine cleverer Trainingsplanung und Trainingssteuerung.
 
 

WINTERTRAINING BIKETRAINER Rock ’n’ Roll im Takt der Trittfrequenz / Der KICKR Rollentrainer von WAHOO © wahoofitness.com

WINTERTRAINING BIKETRAINER Rock ’n’ Roll im Takt der Trittfrequenz / Der KICKR Rollentrainer von WAHOO © wahoofitness.com


 
 

MODERNE BIKETRAINER FÖRDERN KOORDINATION, KONDITION UND MOTIVATION

Auf stationären Biketrainern, wie dem WAHOO Kickr und ähnlichen, kann neben der Trettechnik auch ideal an der Koordination, Biomechanik und Ökonomie des Rennradfahrens gearbeitet werden. Abwechselnd einbeinig zu treten, trainiert den runden Tritt und die koordinativen Fähigkeiten, um die verschiedenen Tretphasen richtig auszuführen. Ebenso stellen Antritte und kraftvolle Sprints mit hohen Trittfrequenzen sowie HIIT-Einheiten grosse Herausforderungen dar, deren Trainingseffekte für die Leistungsentwicklung äusserst positiv sind. Viele Übungen, die im Freien kaum oder nur schwer unter gleichbleibenden Bedingungen ausgeführt werden können, lassen sich auf neuen Rollentrainern mit hoher Schwungmasse und einem festem Standgewicht optimal in das Trainingsprogramm integrieren.
 
 

Die Trainingseinheiten auf dem stationären Biketrainer sind also nicht nur ein geeignetes Alternativtraining, um noch mehr mit jeder Kurbelumdrehung aus jedem Tritt herauszuholen, sondern können selbst dann, wenn’s draussen schon milder wird, in den wöchentlichen Trainingsplan optimal integriert werden. Der Komfort moderner Rollentrainer ist dank neuer technischer Möglichkeiten und der Digitalisierung enorm gestiegen. Wer das Training auf der Rolle regelmässig in seine Vorbereitung auf die Radsaison oder Triathlonsaison einplanen möchte oder vielleicht sogar muss, der sollte etwas mehr investieren und kann damit nicht nur seine Leistung, sondern auch die Motivation für das Radtraining in den eigenen vier Wänden erheblich zu steigern.
 
 

ROLLENTRAINING MIT TRETTECHNIK FÜR SCHNELLKRAFT UND KRAFTAUSDAUER

 
TRAININGSDAUER 77 min
 
ERWÄRMEN
15 min Warm Up
95 – 100 U/min Trittfrequenz, locker – moderater Widerstand steigern
 
TECHNIK
15 min „Runder Tritt“
5 x (1 min 85 U/min einbeinig links plus 1 min einbeinig rechts plus 1 min 105 U/min beidbeinig, moderater Widerstand)
Beachte: Oberkörper stabilisieren, Hüfte nicht vorkippen!
 
SCHNELLKRAFT
15 min Sprints
5 x (2 min locker 85 – 95 U/min + 1 min steigern auf maximale Trittfrequenz, moderater – harter Widerstand)
Beachte: fester Griff am Unterlenker, im Sattel sitzen (nicht hüpfen), Oberkörper stabil!
 
KRAFTAUSDAUER
22 min Hill Climb progressiv
Start 2 min 120 Watt 75 – 85 U/min
Alle 2 min plus 10 Watt (Trittfrequenz halten)
Finish 2 min 220 Watt 75 – 85 U/min
 
AUSROLLEN
10 min Cool Down
95 -100 U/min, moderater – leichter Widerstand mindern mindern.
 
 

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN …
WAHOO
TACX
ZWIFT
SRM
POLAR
GARMIN
 
 

PHOTOCREDITS
Stefan Drexl

Sie galten unter Triathleten und Ausdauersportler seit jeher als Heilsbringer und die scheinbar einzig wahren Energielieferanten: Die Kohlenhydrate. Die aktuelle Studienlage der Sporternährung stellt diesen Mythos jedoch in Frage, räumt auf mit dem Glauben an eine einzige Nährstoffquelle und wirft in den letzten Jahren neue, individuelle Ernährungsstrategien in den Ring. Mehr Eweiß und ungesättige Fette anstatt ausschliesslich einer kohlenhydratreichen Ernährung sollen den Fettstoffwechsel verbessern und das Immunsystem stärken. Für ausgesprochen viel Diskussion hat vor allem ein Thema gesorgt: Low Carb statt Carbo Loading. Durch das regelmässige Ausdauertraining mit niedrigen Kohlenhydratspeichern lernt der Körper des Athleten immer mehr auch bei intensiven Belastungen länger Fett zu verbrennen und nicht vorzeitig in ein „Zuckerloch“ zu fallen. Weniger ist also mehr für eine bessere, nachhalitge gesunde Leistungsfähigkeit. Was ist dran an Low Carb – Methode und wie funktioniert eine kohlenhydratarme und gesunde Ernährung für Triathleten richtig?
 
 

Es war bisher eine gängige, fast schon die einzige Lehrmeinung, dass Fette im Feuer der Kohlenhydrate verbrennen. Natürlich spielen Kohlenhydrate auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Ernährung und Energiebereitstellung für Ausdauersportler: Je höher die Intensität und länger der Dauer einer Bewegung, desto bedeutender werden die Kohlenhydrate. Wichtig zu wissen ist dabei aber auch, dass unser Körper nicht unbegrenzte Mengen an Kohlenhydraten verstoffwechseln und speichern kann, weder durch noch mehr Ausdauerraining oder noch mehr Carbo Loading. Ganz im Gegensatz zu Fett, es zu speichern ist nahezu unbegrenzt, aber selten so gewollt. Der Weg zu einer besseren Energieversorgung führt also indirekt an das Ziel: Über die sekundären Energiespeicher. Aus diesem Grund ist es im Ausdauersport wichtig dem Fettstoffwechseltraining ein geeigentes Ernährungskonzept zur Seite zu stellen.

Die Basis einer gesunden Sporternährung bilden in der Regel die natürliche Nährstoffquellen, sowie Fisch und Fleisch. Gemüse und Obst sind sehr wasser- und ballaststoffhaltig, sie sättigen und liefern dem Körper wichtig Mineralstoffe und Enzyme. Vor allem rohes Gemüse, Salate, Tomaten, Gurken, Karotten, Paprika, Kohlrabi und Co. ist besonders gesund und enthält wichtige Vitamine. Mindestens drei Portionen am Tag sollten Sie essen, nach oben gibt es dabei keine Grenzen. Verschiedene Obstsorten regelmässig zu essen ist wichtig, dennoch allerdings gilt es dabei Maß zu halten. Obst enthät von Natur aus Kohlenhydrate in Form von Fruktose. Für natürliche Fruktose, also Fruchtzucker ist unser Körper bestens gerüstet, sie wird in der Leber verstoffwechselt und gespeichert. Aber auch sie fördert die Ausschüttung von Insulin ähnlich wie Glukose und unterdrückt den Fettstoffwechsel. Richtige Probleme hingegen verursacht die industriell hergestellte Fructose, sie blockiert das Sättigungsgefühl, schädigt die Leber und Nieren und kann Dick machen.
 
 

NATÜRLICHE ENERGIEQUELLEN STEIGERN DIE LEISTUNGSFÄHIGKEIT

In der „Low Carb“-Ernährung liegt der wesentliche Mehrwert in natürlichen Nahrungssmitteln, die besonders reichhaltig an Eiweiss und gesunden, ungesättigten Fetten sind, während kohlenhydratereiche, insbesondere verarbeitete Nahrungssmittel nur in Ausnahmen gegessen werden sollten. Zwar war Fett lange als Dickmacher verrufen, aber Fette stärken unser Immunsystem und können Entzündungen abschwächen, sie schützen unsere Organe und können ganz nebenbei, richtig eingesetzt schnell machen, sogar sehr schnell. Entscheidend dafür ist natürlich ein gut trainierter Fettstoffwechsel, denn der schützt die eigenen Kohlenhydratspeicher. Isst man also die richtigen Fettsäuren erholt man sich gleichzeitig auch noch besser und kann somit wieder früher und auch härter trainieren. Durch eine kohlenhydratarme Ernährung wächst ergänzend die Zahl der Mitochondrien, die wesentlichen Kraftwerke unserer Muskelzellen, wodurch wiederum die Energiebereitstellung und Leistungsfähigkeit steigt.

Um den Fettstoffwechsel für mehr Ausdauerleistungsfähigkeit in allen drei Disziplinen zu verbessern, sollten deshalbe Trainingseinheiten der Grundlagenausdauer bevorzugt mit leeren Kohlenhydratspeichern durchgeführt werden. Das heißt, dass weder vor, noch während oder unmittelbar danach Kohlenhydrate, wie Reis, Brot, Nudeln, Sportriegel oder zuckerhaltige Sportgetränke verzehrt werden. Das gilt natürlich nicht für intensive Trainingseinheiten. Vor Tempotraining sollten unbeidngt hochwertige Kohlenhydrate aus nicht verarbeiteten Lebensmitteln aufgenommen werden. Schon allein zur Stärkung des Immunsystems sind deren essentielle Nährstoffe gesünder für den menschlichen Organismus und besser verträglich. Möchte man dennoch nicht nüchtern starten, ist ein 20-prozentiger Quark mit Beeren oder ein Eiweisstrink (ohne Zucker) vor dem Grundlagentraining ausreichend sättigend.
 
 

EIWEISS UND GESUNDE ÖLE SCHMIEREN DEN FETTSTOFFWECHSEL

Der wahre Schlüssel liegt in den natürlichen Eiweißquellen, denn ohne den Proteinbausteinen läuft im Körper schlichtweg gar nichts – genauer, ohne dessen kleinsten Elementen, den Aminosäuren. Denn daraus bauen sich unsere Muskeln und alle organischen Strukturen auf, sie bilden unter anderem Hormone, Boten- und Transportstoffe, sorgen für die Verdauung, Blutgerinnung und Verteidigung gegen schädliche Erreger. Eiweiß ist für den Trainingseffekt, die Kräftigung und Reparatur der Muskulatur, sowie die Leistungssteigerung essentiell. Täglich 1,5 – 2 g Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht sollten man, verteilt über alle Mahlzeiten essen.

Hochwertigen Eiweißquellen sind besonders Eier aus Freilandhaltung, Rohmilchkäse, Lachs, Makrele und mageres Fleisch aus artgerechter Haltung. Hülsenfrüchte und Nüsse sind ebenso hochwertige Eiweißlieferanten, steigern den Fettstoffwechsel und sollten regelmäßig gegessen werden. Für die Stärkung des Imunsystems und den besseren Geschmack sind hochwertiger Öle, wie Olivenöl, Rapsöl, Walnuss- oder Leinöl die beste natürliche Medizin. Diese essentiellen Öle schmieren nicht nur den Fettstoffwechsel, sondern machen besonders fit und halten gesund.
 
 

LOW CARB BEDEUTET NICHT NO CARB

Aber keine Sorge: Low Carb bedeutet nicht den absoluten Verzicht auf Kohlenhydrate, sondern Ihre Ernährung und insbesondere die Kohlenhydrataufnahme besser auf de Trainingsplan und dem persönlichen Energiebedarf anzupassen. Der richtige Zeitpunkt, die richtige Menge und Qualität der Kohlenhydrate ist dabei entscheidend, um den Fettstoffwechsel nachhaltig zu verbessern, überflüssiges Körperfett zu verbrennen und möglicherweise auch etwas abzunehmen – wer etwas mehr auf den Rippen hat oder oft in den Bergen fährt, wird diesen Vorteil schätzen. Die Umstellung zu Low Carb ist sicherlich nicht leicht, hat man bisher täglich einen Berg Pasta verspeist. Denn der Körper hat sich an die ständige Verfügbarkeit von Kohlenhydraten für’s Training gewohnt.

Aber unser Körper ist auch durchaus anpassungsfähig, mehr als man das denkt, sofern man das möchte. Nach ein paar Wochen kann die Umstellung auf eine Low Carb Ernährung schon ganz prima klappen. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Wer diesen Weg geht, beziehungsweise schwimmt, fährt und läuft, der hat definitiv mehr vom Triathlon. Drei bis fünf Tage vor einem Wettbewerb, je nachdem ob Sprint-, Kurz- oder Mitteldistanz, oder sogar ein Ironman sollte die Zufuhr hochwertiger Kohlenhydrat wieder immer weiter gesteigert werden. Diese Ladephase ist dann entscheidend und wesentlich wirkungsvoller, denn der Körper verfügt jetzt über deutlich mehr Enzyme, den Stellschrauben für den Fettstoffwechsel, wodurch gerade dann, wenn es drauf ankommt, zusammen mit den Kohlenhydraten länger mit hohem Tempo geschwommen, gefahren und gelaufen werden kann. Eine entsprechende Ernährungsstrategie während eines Wettbewerbs ist dafür natürlich ebenso wertvoll, wie die richtige Wahl einer qualitativ hochwertigen Verpflegung.
 
 

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN
FASTEN für eine bessere Ernährung
Die Dr. Feil Strategie
 
 

PHOTOCREDITS
Stefan Drexl

ON hat seinen neu entwickelten Cloudflow für lange Dauerläufe auf Wolken zum Herbst / Winter 2017 vorgestellt. Den siebten Streich der schweizer Laufschuh-Manufaktur mit extra leichtem Zero-Gravity-Schaum wollten wir natürlich sofort auf Herz und Wolken testen und uns damit geradewegs ins Runner’s High befördern.

 

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl Grenzen los sein“, sang Reinhard Mey in den 70er-Jahren. Diese Zeilen sind auch dem deutschen Künstler eher nicht während des Laufens eingefallen. Dem neuen Cloudflow von ON sind diese Zeilen beinahe auf den Leib, oder besser auf den Schuh geschnitten. Denn über den Cloudflow führt der schnellste Weg zum gewünschten Hochgefühl eines Läufers, dem „Shortcut to Runner’s High“, so der ON-Mitgründer Oliver Bernhard.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Guys-Modell in dezentem grau

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Guys-Modell in dezentem grau

 

Auf Wolken läuft’s sonnig

Um dieses Gefühl, wenigstens ein bischen persönlich erleben zu können, hatte ON in’s Herzen Schwabing’s geladen. Am frühen Morgen, die Sonne ging gerade auf und es lag noch ein leichter Dunst über dem Kleinhesseloher See, durften wir erstmals auf achtzehn CloudTec-Elementen durch den Englischen Garten schweben – laufen natürlich. Die extra-leichten Wolken aus Zero-Gravity-Schaum liesen meine schmerzenden Waden vom Intervalltraining am Vortag zwar fast vergessen, aber von ganz allein läuft’s natürlich auch mit dem besten Schuhen nicht. Aber dank der „Wolken“ war’s laufen wie bei Sonnenschein. Denn die Vorspannung und der reaktive Flex des Cloudflow erleichtert jeden Schritt ungemein. Die Clouds sorgen während des Laufens für ein natürliches Abrollen und fördern den kraftvollen Abdruck. ON selbst nennt es Speedboard, auch wenn von Speed bei mir heute nicht zu sprechen war, so hat die Sohle doch optimal gedämpft ohne dabei Vortriebsenergie zu vernichten und zum richtigen Zeitpunkt beschleunigt. Wie sich das dann auf längeren Strecken und fit anfühlt, und ob der Cloudflow der schnellste Weg zum Runner’s High ist, das gilt es in den nächsten Wochen zu testen.

 

Die 7,5 Kilometern fühlten sich heute zwar länger an, mit dem Cloudflow aber deutlich leichter und wieder zurück wurden wir im OCCAM Deli mit einem feinen Frühstück belohnt. Das hatten wir uns aber auch wirklich verdient, nach dieser „kalorienzehrenden“ Laufeinheit, und auch die Waden waren wieder locker. Das OCCAM Deli ist der perfekte Ort für ein reichhaltiges und gesundes Frühstück und durch seine Nähe zum münchener Englischen Garten bietet es sich für Läufer geradezu an. Obwohl, verschwitzt sollte man hier auch nicht einlaufen. Aber das haben wir ja nicht und waren noch unter uns. Na, dann Mahlzeit!

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Breakfrast im Occam Deli nach dem ersten Testlauf im Englischen Garten

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Breakfrast im Occam Deli nach dem ersten Testlauf im Englischen Garten

 

Der Cloudflow durchbricht die Barriere

„Eine Welle schwappt über deinen Körper“, beschreibt es ON-Mitgründer Oliver Bernhard und „mit einem Mal läuft es sich mit Leichtigkeit.“ Für den sechsfachen Ironman Weltmeister ist das Runner’s High ein pures Glücksgefühl, das die Gedanken verfliegen und den Körper auf das Hier und Jetzt konzentrieren lässt.

 

Dieses Phänomen welches jegliche Anstrengung vergessen lässt, beschäftigt Sportler und Wissenschaftler schon sehr lange. Man dachte ursprünglich, dass einzig das Endorphin für dieses Hochgefühl verantwortlich sei. Mittlerweile weiß man aber, dass Endorphine die Barriere vom Blut ins Gehirn, welche den Stoffaustausch im Nervensystem kontrolliert, nicht überwinden können. So ist ebenso bekannt, dass während des Laufens noch weitere körpereigenen Opioidpeptide, wie Endocannabinoide produziert werden 1.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / die Clouds aus Zero-Gravity-Schaum für bessere Dämpfung

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / die Clouds aus Zero-Gravity-Schaum für bessere Dämpfung

 

Sie sind denjenigen Cannabinoiden ähnlich, welche in der Hanfpflanze Cannabis enthalten sind und als Arzneimittel in Form von Marihuana und Haschisch verwendet werden: Die körpereigenen Endocannabinoide reduzieren während des Laufens den Schmerzen und Stress – der Läufer kann dadurch eine Art Rausch und Glücksgefühl erfahren 2. Das ist natürlich individuell und wird von den Läufern, abhängig von Alter, Geschlecht und Trainingsjahren unterschiedlich stark wahrgenommen. Eines ist aber ganz sicher: Dieses Glücksgefühl fühlt sich großartig an, es macht das Laufen noch ein Stück schöner und der Cloudflow soll es den Läufern erleichtern die Barriere zum Runner’s High zu durchbrechen. Die Erwartungen an den Cloudflow sind damit hoch, ob zu hoch, das werden nie nächsten Laufeinheiten zeigen.

 

 

Der Cloudflow bricht die ON Tradition

Eines steht fest: Mit dem Cloudflow hat sich ON intensiv Gedanken bis ins kleinste Detail gemacht, um einen Laufschuh für eine möglichst große Zielgruppe zu entwickeln. Der erste Blick fällt auf das wertige Obermaterial aus einem atmungsaktiven und stabilen Netzgewebe mit geschweisten Nähten. Die Löcher der Schnürung sind zwar nach wie vor sehr filigran und kaum verstärkt, was in der Vergangenheit gelegentlich dazu geführt hat, dass das dünne Obermaterial bei zu starkem Zug ausreisen konnte. Jetzt wurden am letzten Loch des Schafts, wo es während des Schnürens zur höchsten Belastung kommt, beidseitig Ösen in Form des ON-Logos verarbeitet. Dadurch wird mehr Haltbarkeit und leichteres Binden des Cloudflows gewährleistet und es sieht schick aus.

 

Schlüpft man in den Cloudflow, fällt sofort der komfortable Innenschuh auf, der sich leicht wie eine Socke um den Fuß schließt. Eine antimikrobische Behandlung des Textils soll langanhaltende Frische gewährleisten und während langer Läufe die Feutchtigkeit nach aussen abgeben und so den Fuß trocken und geruchsfrei halten. Die Zehenbox des Cloudlow passt bei mir und meinem breiteren Fuß optimal, ist nicht ganz so breit wie die des Cloudsurfers und aber auch nicht so schmal wie vom Cloudracer. Als ich den Cloudflow erstmals schnüre, beginne ich vorne im Zehenbereich und ziehe die Schuhbänder Loch für Loch nach oben fest. Denn erfahrungsgemäß rutschen die dünnen Schuhbänder nicht ohne weiteres bis nach unten durch, wenn man obe zieht und sie schneiden dann in den nicht verstärkten Schnürlöchern ein. Zieht man zu fest und das über viele Laufeinhieten, dann kann schon einmal eines der Löcher reißen.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High mit flacher Zunge und dünnem Obermaterial

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High mit flacher Zunge und dünnem Obermaterial

 

Der Cloudflow – auffällig unauffällig

Sitzt der Cloudflow dann fest und bequem am Fuß bemerkt man das Leichtgewicht kaum. Die ersten Schritte sind Nomen est Omen: Auch wenn man nicht gleich fliegt, so schwebt man. Das Abrollverhalten unterscheidet sich einfach grundsätzlich zu dem, anderer Laufschuhhersteller. Das ist für’s erste aber auch kein Wunder, denn mit 220 Gramm ist der Cloudflow ein Leichtigewicht in diesem Segment. Es kann also raus gehen und die Waden sind diesmal auch erholt.

 

Nach zwanzig Minuten fällt mir auf, dass mir nicht’s auffällt. Ich habe ganz vergessen, warum ich Laufe, denn es läuft fast von alleine mit dem Cloudflow. Ich spüre den Cloudflow kaum, so natürlich läuft er sich auf den ersten Kilometern bei einer fünfer Pace. Das mag sicher an den neuen Clouds aus Zero-Gravity-Schaum liegen, welche jedem Schritt eine gewisse Leichtigkeit geben. Sie sind weicher als die Vollgummi-Dämpfungselemente anderer ON-Modelle und dämpfen jeden Schritt. Ein Gefühl wie auf Wolken, ganz nach der Idee der Schweizer.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Ladies-Modell mit Clouds aus Zero-Gravity-Schaum

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Ladies-Modell mit Clouds aus Zero-Gravity-Schaum

 

Ich steigere das Tempo und bin gespannt, wie sich das patentierte Speedboard der Mittelsohle auf meinen Fußabdruck und das Laufgefühl auswirken. Das Speedboard verspricht den Abrollvorgang des Fußes besser zu unterstützen und gleichzeitig den explosiven Abdruck zu fördern. Durch die Verstärkung im Vorfuss soll der Cloudflow trotz des Zero-Gravity-Schaums noch reaktiver werden und die Landung ist weich wie auf Sand 3. Mit der höheren Pace von 4:30 Minuten / Kilometer verändert sich das Verhalten des Laufschuhs, auch weil jetzt der Abdruck vom Mittelfuß deutlich Richtung Vorderfuß wandert. Jetzt wird die Führung etwas schwammiger, wodurch die Waden stärker gefordert werden. Es scheint auch als würde mit der Dämpfung auch mehr Energie absorbiert wodurch der Kraftauwand steigt. Vorteilhaft macht sich hierbei aber die konvexe Form der Laufsohle bemerkbar, welche diesen Stabilitätsverlust leicht ausgleicht.

 

Perfekte Wolken für Trockenheit

Dafür merke ich ein anderes Problem: Im Aufbau der Laufsohle aus Speedboard und den Clouds aus weichem Zero-Gravity-Schaum setzt ON auf härtere Abriebkissen an der Außensohle. Die Idee und Funktion sind natürlich sehr positiv, denn das sorgt für mehr Haftung in jeder Phase des Bodenkontakts und weniger Verschleiss. Allerdings funktionieren die Abriebkissen nur auf trockenem Boden. Als es leicht zu regnen beginnt, erhöht sich auf Asphalt mit dem höheren Tempo auch die Drift mit jedem Schritt und sobald noch etwas nasses Laub dazukommt wird’s rutschig. Auf der Tartanlaufbahn reicht dann leider schon eine typisch herbstliche Feuchtigkeit für eine mangelhafte Bodenhaftung aus, insbesondere in den Kurven. Ist es aber trocken, dann läuft sich der Cloudflow bestens bei Technikläufen und Intervalltraining mit moderater Geschwindigkeiten auf der Laufbahn danke seines flachen Profils und einer Sprengung von nur sechs Millimetern.

 

[Not a valid template]

Fazit: ON Cloudflow füllt die Lücke

Die schweizer Laufschuh-Manufaktur hat mit dem Cloudflow einen edlen Trainingsschuh entwicklet, der durch eine hochwertige Verabreitung, viel Style und Funktion begeistert. Die Qualitäten des Cloudflow liegen vor allem in seiner Leichtigkeit, in der Reaktionsfähigkeit und im Grip auf festem, trockenen Untergrund bei mittleren Geschwindigkeiten und längeren Strecken. Dass die Laufsohle von ON auf losem Untergrund gerne einmal das ein oder andere Steinchen zwischen seinen Wolken einklemmt, ist bekannt. Wer sich für einen Laufschuh von ON entscheidet, der nimmt das in Kauf, sind sie schließlich für die Straße und Laufbahn entwickelt. Zwar bricht der Cloudflow mit mancher ON Tradition, dennoch läutet er damit noch keine neue Generation ein. Mit dem Cloudflow ergänzen die Schweizer ihr Portfolio an Trainingslaufschuhen und möchten damit die Lücke zwischen dem Cloudsurfer und Cloudracer schließen. Nach mehr als 250 Kilometern auf verschiedenen Bodenbelägen, mit unterschiedlichen Streckenlängen und Geschwindigkeiten sehe ich persönlich den Cloudflow eher zwischen dem Cloudflyer und Cloudsurfer.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / zwar wird's auf feuchtem Laub rutschig, aber die Optik passt perfekt in den Herbst für trockene Dauerläufe

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / zwar wird’s auf feuchtem Laub rutschig, aber die Optik passt perfekt in den Herbst für trockene Dauerläufe

 

Als optimal für den Cloudflow haben sich lange Trainingsläufe ab 60 Minuten im Grundlagenausdauerbereich herausgestellt. Hierbei konnte der Cloudflow durch die Leichtigkeit und das Speedboard seine energiesparenden Vorteile ausspielen und war auch nach 20 Kilometern noch komfortabel und stabil. Jedoch kann ich mir den Cloudflow auch gut über die Halbmarathon- und Marathondistanz, sowie im Triathlon auf der Ironman-Distanz vorstellen. Damit empfehle ich den ON Cloudflow besonders für Läufe über längere Distanze mit moderatem Tempo und all denjenigen, für die alle anderen ON-Modelle einen Tick zu aggressiv und vorderfussbetont sind. Ob der Cloudflow seinen Läufer mit jedem Training auf direktem Weg ins Runner’s High befördert, sei dahingestellt, aber die Freude am Laufen steigert er ganz bestimmt.

 

Die Fakten des ON Cloudflow

KATEGORIE
Lightweight-Trainer neutral

DAMEN
Sprengung: 6mm (k.A. mm Ferse/ k.A. mm Vorfuß)
Gewicht: 190 g (US W 7,0)
Farbkombinationen: Blue / Haze, Spice / Flash
SKU Nummer: 15.4516

HERREN
Sprengung: 6mm (k.A. mm Ferse/ k.A. mm Vorfuß)
Gewicht: 220 g (US M 8,5)
Farbkombinationen: Malibu / Neon, Rock / Orange
SKU Nummer: 15.4247

TECHNOLOGIE
Zwischensohle: Speedboard
Clouds: Zero-Gravity-Schaum

UVP
149,95 EUR

BEWERTUNG
Qualität
*****
Optik 6
Laufgefühl 8
Haltbarkeit 5
Preis 6

 

INFORMATIONEN
ON
OCCAM Deli

 

QUELLEN
1 Sparling, P. B., Giuffrida, A., Piomelli, D., Rosskopf, L. and Dietrich, A. (2003). Exercise activates the endocannabinoid system. NeuroReport 14, 2209-2211.

2 Fuss, J. , Steinle, J., Bindila, L., Auer, M. K., Kirchherr, H., Lutz, B., Gass, P. (2015). A runner’s high depends on cannabinoid receptors in mice. Proc. Natl. Acad. Sci. 112, 13105–13108.

3 ON Technologie Speedboard Factsheet

 

Nach drei Wochen Fasten während der Vorbereitungsphase 1 waren auf dem Trainingsplan für die Woche 11 lange Läufe und mehr Radeinheiten auf dem Weg zu neuen Zielen 2015 geplant. Seit Januar hatte ich erstmals wieder das Gefühl lockerer Beine und einer konstanten Leichtigkeit während der Trainingseinheiten. Laufen kann so schön sein – so darf’s dann auch gerne weiter gehen.

Nach dem langen Dauerlauf am Montag Mittag gab’s zur Belohnung ordentlich Magerquark mit Blaubeeren, jahreszeitlich bedingt gefroren. Nach getaner Arbeit und Regeneration ging’s dann noch ins Wasser. Schwimmen geht immer, selbst wenn ich mich etwas müde fühle. 500 Meter im Becken und ich bin auf Betriebstemperatur. Die gute Stimmung mitnehmen und das positive Tagesgefühl noch ein bisschen unter dem sternenklaren Himmel mit Schwimmtechnik ausklingen lassen.

Heiße Sojamilch mit Zimt als Booster

Am Dienstag hat der Frühling seine Vorboten geschickt und der Trainingsplan uns auf’s Rad. Zwar war die Nacht kurz, aber irgendwie und irgendwann muss man ja das ganze Tagesprogramm als Nicht-Profi unter einen Hut bekommen und dabei dennoch Zeit um zu regenerieren finden. Knappe 100 Kilometer mit meinem Namenskollegen als Windschatten rollt’s Richtung Starnberger See bei strahlendem Sonnenschein und freien Blick auf die Zugspitze. Am Abend hab ich’s dann immerhin noch geschafft mich für eine Schwimmeinheit zu motivieren. Als kleinen Booster gab’s davor eine zerquetschte Banane mit Honig und Zimt in heißer Sojamilch. Das wirkt wie Kerosin und hat mir, kaum im Wasser, ein gutes Wassergefühl gegeben, wenn’s auch nicht ganz so schnell war, wie geplant.

Der Trainingsplan für Mittwoch war hart und tat wieder richtig weh. Noch platt von den beiden Vortagen waren Intervalle geplant und die Leistung wegen der Fastenzeit noch nicht so stabil. Aber, was muss, das muss und geht auch vorbei. UND: Diese Trainingseinheiten, an denen man dann trotz der fehlenden Motivation trainiert, sind meist die Schlüsseleinheiten. An sie denkt man gerne und vor allem in harten Phasen der Wettkämpfe, wie einer Langdistanz sind sie geistige Nahrung. Aber nicht übertreiben und bei der Belastung auch das Bauchgefühl berücksichtigen.

Trainingsplan für Fettstoffwechseltraining: Läuft!

Am Donnerstag kam endlich wieder oder eher leider ordentlich Hunger – Paranüsse vor dem Schwimmen geben zwar ordentlich Druck, liegen aber eben auch schwer im Bauch.

Am Freitag war wieder ein super Lauf bei frühlingshaften Temperaturen auf dem Trainingsplan: 21km entlang der Isar. Am Abend stand dann der Aufbau des 5. SCPE Swim ’n‘ Run 2015 auf dem Plan und danach noch etwas Athletik. Der kompletten Samstag stand schließlich im Zeichen des 5. SCPE Swim ’n‘ Run 2015: ein großer Erfolg für alle Teilnehmer und den vor allem dem Verein! Am Abend war dann noch etwas locker die Beine ausstrampeln angesagt.

Der Sonntag, kurz und knackig mit dem ersten Koppeltraining lief einfach rund. Mein Fazit: Die Geduld mit der Fastenzeit und den vier Wochen Fettstoffwechseltraining haben sich ausgezahlt, alles läuft richtig nach meinem Trainingsplan – die Energie kommt zurück!

STEFANDREXL Coaching