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Ist Resilienz neben VO2 max und VLa max der wichtigere Parameter für die tatsächliche Leistungsfähigkeit im Ausdauersport? Resilienz (engl. Resilience) ist die Fähigkeit, körperliche Belastungen während intensiven Trainings oder Wettkämpfen über eine lange Dauer auf hohem Niveau aufrechtzuerhalten. Betrachtet man die Wettkampfergebnisse der letzten drei Jahre, so fällt auf, dass immer häufiger Athleten gewinnen, die über die komplette Distanz auf einem sehr hohen Leistungsniveau bleiben und am Ende sogar noch eine Schippe draufpacken. Wir haben die wichtigsten Aspekte zusammengefasst, die einen großen Einfluss auf die Resilienz im Triathlon und Ausdauersport haben.

In jüngster Vergangenheit ist dieser Trend sowohl bei harten Straßenrennen als auch bei Rundfahrten über mehrere Tage oder Wochen sowie bei Triathlon-Mitteldistanzen und Langdistanzen zu erkennen. Beispiele hierfür sind Lucy Charles, die IRONMAN World Champion 2023, Sam Laidlow, 70.3 Weltmeister Rico Bogen oder der Tour de France Sieger Jonas Vingegaard. Auch der dreifache IRONMAN Weltmeister und Olympiasieger Jan Frodeno hat über viele Jahre konstant hohe Leistungen erbracht. Die Resilienz ist somit nicht nur ein Indikator dafür, wie schnell man nach vielen Stunden oder Tagen im Sattel noch fahren oder am Ende eines Marathons im IRONMAN noch laufen kann. Resilienz ist auch ein wesentlicher Faktor dafür, wie gut ein Athlet über einen längeren Zeitraum von Wochen, Monaten oder sogar Jahren Trainingseinheiten bewältigen kann.

TRAINING SCIENCE Resilienz im Triathlon und Ausdauersport / Strukturierte Trainingsplanung mit der richtigen Balance aus Belastung und Erholung / erschöpfte Läuferin (female Runner suffering) © SUGAR & PAIN / AdobeStock

Die Resilienz im Ausdauersport bezeichnet die Fähigkeit des Körpers, hohe körperliche Belastungen über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, ohne dass sich mentale und physiologische Leistungsparameter entscheidend verschlechtern oder die Gesundheit beeinträchtigt wird. Eine gute körperliche Widerstandsfähigkeit umfasst daher nicht nur eine optimal ausgebildete muskuläre Grundlagen- und Schnelligkeitsausdauer, sondern auch eine gute allgemeine Fitness, eine gesunde Ernährung, ein starkes Immunsystem, eine kräftige Rumpfstabilität, Flexibilität und eine effektive Regenerationsfähigkeit. Dazu tragen ausreichender Schlaf, ein effektives Stressmanagement sowie die Vermeidung schädlicher Substanzen wie Nikotin und Alkohol maßgeblich bei.

Diese Faktoren sind entscheidend, um das Risiko von Verletzungen und Krankheiten zu reduzieren und sowohl die allgemeine Gesundheit als auch die Lebensqualität zu verbessern. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass eine Verbesserung der Ausdauerleistung und Steigerung der körperlichen Widerstandsfähigkeit viel Zeit, Disziplin und Motivation erfordert. Es lohnt sich jedoch, denn wer frühzeitig damit beginnt, wird langfristig davon profitieren.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Wirkung von Training und Adaptation auf die Resilienz

Eine angemessene Trainingsbelastung, gefolgt von ausreichender Ruhe und Erholung, zu einer verbesserten Resilienz führen kann. Die richtige Balance zwischen Dauer, Intensität und Erholung ist entscheidend, um die physiologischen Anpassungen des Organismus auf den Trainingsreiz zu fördern, welche die Ausdauerleistung verbessern. Wir sprechen von einem optimalen Trainingseffekt, wenn die Trainingsmethoden und -intensität angemessen sind und der Körper nach einer ausreichenden Erholungsphase gestärkt ins Training zurückkehrt.

Es ist jedoch möglich, diesen Bereich zu überschreiten, was dazu führen kann, dass der Körper sich nicht mehr ausreichend regenerieren kann. Bei wiederholtem Auftreten über einen längeren Zeitraum besteht das Risiko des Übertrainings und von Verletzungen. Eine strukturierte und individuell angepasste Trainingsplanung ist daher notwendig, um das Training genau so intensiv und lange zu gestalten, dass dieser Punkt nicht überschritten wird.

Nachhaltige Ernährungsstrategien / Avocado Edamame Tuna Bowl © Adobe Stock

Resilienter durch richtige Ernährung und Hydratation

Im Ausdauersport ist eine ausgewogene Ernährung sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend, um die Widerstandsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Eine individuell angepasste Ernährung kann dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit während des Trainings und Wettkampfs zu verbessern und die Regeneration zu beschleunigen. Die Erstellung eines metabolischen Profils ermöglicht die Abbildung individueller Energiestoffwechselreaktionen auf Basis verschiedener Parameter während der Erholung und unterschiedlicher Belastungsmethoden. Die verschiedenen Werte werden am besten durch eine Spiroergometrier, ein großes Blutbild und durch die Erstellung eines Ernährungstagebuchs ermittelt. Dadurch können Defizite rechtzeitig erkannt werden.

Kohlenhydrate, Proteine und gesunde Fette unterstützen die Energiebereitstellung und Muskelregeneration. Während des Trainings sollte man Wasser und gegebenenfalls Elektrolytgetränke konsumieren, um Dehydrierung vorzubeugen. Das optimale Timing von Mahlzeiten und Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Nach dem Training ist es wichtig, die Energiereserven wieder aufzufüllen und die Erholung zu unterstützen. Eine optimale Ernährungsplanung hängt von den Anforderungen einer Sportart und den individuellen Bedürfnissen des Athleten ab.

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Suffering is a leck of resilience © stefandrexl.de

Regeneration und Prävention für eine verbesserte Resilienz

Regenerations- und Präventionsstrategien sind im Ausdauersport entscheidend, um den Körper nach intensiven Trainingseinheiten oder -wochen und nach Wettkämpfen optimal zu erholen, den Trainingseffekt zu erhöhen und die langfristige Leistungsfähigkeit zu fördern. Schließlich kommt die Form in der Pause. Das ist nicht nur ein Spruch. Eine effektive Regeneration und Prävention beinhaltet verschiedene Maßnahmen. Eine aktive Erholung, wie lockeres Schwimmen, Radfahren oder Gehen, verbessert die Durchblutung und fördert den Abtransport von Stoffwechselprodukten.

Passive Erholungsmaßnahmen umfassen ausreichenden Schlaf (mindestens 8 Stunden), Ruhephasen und eine gesunde, individuell angepasste Ernährung mit drei Mahlzeiten pro Tag. Diese Maßnahmen verbessern den Trainingseffekt, die Reparatur von Muskelschäden und die Wiederherstellung des Energiehaushalts. Auch Stretching und Massage unterstützen die Regeneration durch Entspannung der Muskulatur und Erhöhung der Flexibilität.

REGENERATION Die Form kommt in der Pause © AdobeStock, SUGAR & PAIN

Ebenso können Eisbäder die Regeneration und Prävention fördern, indem sie den Blutfluss verlangsamen und Entzündungen reduzieren. Die psychologische Regeneration wird oft unterschätzt. Entspannungsübungen wie Meditation und autogenes Training können helfen, Trainingstress sowie Stress im Berufs- und Privatleben abzubauen und die mentale Stärke zu steigern.

Die Vermeidung von Krankheiten und Verletzungen ist von großer Bedeutung, um den Körper resilienter zu machen. Es ist wichtig, sich auf eine angemessene Trainingsprogression zu konzentrieren und eine gute Technik zu entwickeln, insbesondere beim Laufen und Schwimmen. Durch die Verwendung geeigneter Ausrüstung sowie regelmäßige Leistungsdiagnostiken, Videoanalysen und Gesundheitschecks können Fehlentwicklungen oder Warnsignale des Körpers rechtzeitig erkannt werden, wodurch das Verletzungsrisiko reduziert wird.

Eine strukturierte Integration und individuelle Anpassung der Regenerations- und Präventionsstrategien in die Trainingsplanung kann die Leistungsfähigkeit steigern, das Verletzungsrisiko reduzieren und langfristig die Gesundheit erhalten. Dabei ist die Entwicklung eines guten Körpergefühls von großer Bedeutung.

Mit High-Speed auf dem Zeitfahrrad durch die Wälder der Auvergne beim IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Rennen werden im Kopf gewonnen: Mentale Stärke und Motivation

Im Ausdauersport spielen mentale Stärke und Motivation eine zentrale Rolle für den Erfolg eines Athleten. Während körperliche Fitness zweifellos wichtig ist, können mentale Fähigkeiten den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen, insbesondere bei langen und anstrengenden Wettkämpfen wie Marathons, Triathlons oder Ultraläufen. Mentale Stärke und Motivation sind wichtige Faktoren der Resilienz, um fokussiert zu bleiben.

Mentale Stärke beinhaltet die Fähigkeit, sich auf das Ziel zu konzentrieren und trotz Schmerzen, Erschöpfung und negativer Gedanken weiterzumachen. Es umfasst auch die Fähigkeit, Rückschläge zu überwinden, Hindernisse als Chancen zu betrachten und sich selbst zu motivieren, wenn die Dinge schwierig werden.

Motivation ist der Antrieb, der Athleten dazu bringt, ihre Ziele weiter zu verfolgen trotz aller Herausforderungen und Hindernisse durchzuhalten. Die Erhaltung der Motivation ist entscheidend, insbesondere wenn Schwierigkeiten auftreten oder Rückschläge zu verzeichnen sind.

Durch die Verbesserung ihrer mentalen Fähigkeiten können Athleten nicht nur ihre Leistung steigern, sondern auch ein besseres Verständnis ihren Körper und mehr Selbstbewußtsein für ihre Fähigkeiten entwickeln, was langfristig zu sportlichem Erfolg führen kann.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Nach 9:24 Stunden auf dem Buckel ist die ganze Energie auf einen lauten Freudenschrei konzentriert ©stefandrexl.de

FAZIT

Zusammenfassend ist Resilienz im Ausdauersport ein Zusammenspiel aus körperlicher Leistungsfähigkeit, Ernährung, Regeneration, Prävention und mentaler Stärke. Diese einzelnen Faktoren interagieren in der Summe auf eine sehr komplexe Weise miteinander und beeinflussen die Widerstandsfähigkeit von Ausdauersportlern maßgeblich. Die Optimierung dieser Aspekte kann dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern und Verletzungen zu vermeiden, was wiederum zu einer verbesserten Widerstandsfähigkeit insgesamt führt. Durch eine ganzheitliche Herangehensweise an Training, Ernährung sowie Regenerations- und Präventionsmaßnahmen können Ausdauersportler ihre Widerstandsfähigkeit entscheidend steigern und ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig entwickeln, was langfristig zu mehr planbarem Erfolg führt.

Eine ausschließliche Konzentration auf die Trainingsplanung, wie sie oft noch angeboten wird, entspricht nicht mehr den aktuellen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine solche Herangehensweise vernachlässigt das biologische Individuum des Athleten, ignoriert wichtige Zusammenhänge und lässt bedeutendes Potential ungenutzt. Die persönlichen Anforderungen und Bedürfnisse des Menschen würden dabei zudem nicht ausreichend berücksichtigt. Eine ganzheitliche Betrachtung ist heutzutage unerlässlich, um konkurrenzfähig und zielführend zu sein.

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  1. „Resilience in Elite Sport: A Systematic Review and Recommendations for Future Research“ von Daniel J. Brown et al. – Diese Übersichtsarbeit untersucht den Stand der Forschung zur Widerstandsfähigkeit im Spitzensport und gibt Empfehlungen für zukünftige Studien.
  2. „Resilience in Endurance Athletes: The Role of Coping Strategies, Emotion Regulation and Mindfulness“ von Verena G. Engert et al. – Diese Studie untersucht die Rolle von Bewältigungsstrategien, Emotionsregulation und Achtsamkeit bei der Entwicklung von Widerstandsfähigkeit bei Ausdauersportlern.
  3. „Psychological Resilience and Positive Emotional Granularity: Examining the Benefits of Positive Emotions on Coping and Health“ von Judith Tedlie Moskowitz et al. – Obwohl nicht direkt auf den Ausdauersport bezogen, bietet diese Arbeit Einblicke in die Rolle positiver Emotionen bei der Förderung von Resilienz und Bewältigungsfähigkeiten.
  4. „Resilience in Sport: A Critical Review of Psychological Processes, Sociocultural Influences, and Organizational Dynamics“ von Mark B. Andersen et al. – Diese Arbeit untersucht verschiedene psychologische Prozesse, soziokulturelle Einflüsse und organisatorische Dynamiken, die die Widerstandsfähigkeit im Sport beeinflussen.
  5. „Resilience, Stress, and Coping Among Canadian Elite Athletes During the COVID-19 Pandemic“ von Carly Priebe et al. – Diese Studie untersucht die Resilienz von kanadischen Spitzensportlern während der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Stressoren und Bewältigungsstrategien.
  6. „Examining Resilience in Olympic Coaches“ von Lee-Ann Sharp et al. – Diese Forschungsarbeit untersucht die Resilienz von Olympia-Trainern und identifiziert Faktoren, die ihre Widerstandsfähigkeit beeinflussen.


Es könnten ausgerechnet die natürlichen, die echten Nahrungsmittel sein, die deinem Körper bei langen Trainingseinheiten und Langdistanzrennen als wichtigste Zutat für 100 % Leistung fehlen. Ganz egal, ob du von verarbeiteten Nahrungsmitteln und speziellen Sporternährungsprodukten die Nase voll hast. Oder ob du bisher nie die passenden Produkte für dich gefunden hast und du endlich mehr darauf achten möchtest, was du vor, während und im Training oder Wettkampf isst. Warum solltest du unbedingt natürliche Nahrungsmittel bevorzugen und wann sind spezielle Sporternährungsprodukte, wie Energie-Riegel und Gels besser geeignet?

Es ist in der Regel meist besser natürliche Nahrungsmittel zu essen. In natürlichen Nahrungsmitteln sind bereits von naturaus essentielle Nährstoffe enthalten, die wichtig für unseren Körper, den Stoffwechsel und die Gesundheit sind. Sie enthalten zum Beispiel pflanzlichen Nährstoffe und Phytochemikalien, die sich nicht quantifizieren lassen und die sich weder technich noch genetisch herstellen lassen. Wäre ja auch wenig sinnvoll, denn es gibt sie ja bereits in ihrer Komplexität in der Natur. Bei Phyto-Nährstoffen, den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um chemische Substanzen, die es Pflanzen ermöglichen, sich vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Schädlinge oder ultraviolettem Licht zu schützen. Aber auch beim Menschen entfalten sie anscheinend ihre Schutzfunktionen gegenüber. Immer neue Untersuchungen, wie der Universität von Kalifornien belegen ihre Wirksamkeit bei der Behandlung und Verhinderung einer erheblichen Bandbreite von Erkrankungen von Krebs und Herzerkrankungen bis zu Diabetes und Bluthochdruck.

ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Nahrung für's Gehirn und Muskeln - Quark mit Blaubeeren und Himbeeren

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Natürliche Nahrungsmittel enthalten essentielle Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe

Phytochemikalien zeichnen für viele dieser Schutzfunktionen gegen Erkrankungen verantwortlich, die sich aus einer an Obst, Gemüse, Bohnen, Zerealien und aus Pflanzen gewonnenen Getränken wie Tee und Wein reichen Ernährungsweise ergeben. Auch wenn allgemein anerkannt ist, dass eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide ist, das Risiko für Krebs, Herzbeschwerden und andere Erkrankungen senkt, haben Wissenschaftler erst vor kurzem damit begonnen, die Auswirkungen der verschiedenen sekundären Pflanzenstoffe, die in diesen Lebensmitteln enthalten sind, genauer zu erforschen. Diese essentielle Nährstoffe sowie Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, die du durch eine ausgewogenene Ernährungseise mit natürlichen Nahrungsmitteln aufnimmst, unterstützen sämtliche wichtigen Körperfunktionen, sind gesund und geben dir Energie. Zudem kannst du so auch nach langen Stunden im Sattel oder Wettkampf den künstlichen, zuckersüßen Geschmack stark verarbeiter Lebensmittel vermeiden. Einige Athleten sind der Überzeugung, dass weniger verarbeitete Lebensmittel auch seltener Magenbeschwerden verursachen.

ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Alles drin was Körper und geist brauchen - Proteine und ungesättigte Fette in Avocado, Rührei und Tomaten

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Wann sollte ich zu speziellen Sporternährungsprodukten greifen?

Aus Bequemlichkeit: Wer sich nicht über mehrere Stunden von Bananen ernähren möchte, ganz zu schweigen von den Transportproblemen, der wird während langer Trainingseinheiten und im Wettkampf wohl eher zu Energie-Riegel und Gels greifen. Das ist einfacher und spart Platz. Dennoch kann ich empfehlen auf langen Radtouren auch an einem Obsstand oder Supermarkt eine kurze Pause einzulegen, und sich während des Trainings nicht ausschließlich mit verarbeiteten Nahrungsmitteln speziell für Sportler zu verpflegen. So lassen sich verschiedene Nahrungsmittel im Training ausprobieren, um herauszufinden was man gut verträgt. Das Thema Ernährung ist sehr komplex und Sporternährung noch viel mehr. Es erfodert ein gewisses Grundverständnis und Erfahrung, um herauszufinden, welche Ernährung während sportlicher Belastung wirklich am besten funktioniert – was ist die richtige Dosis an Kohlenhydraten und Elektrolyte? Sind zu viele Balaststoffe oder Fett enthalten? Mit natürlichen Nahrungsmitteln ist das einfach schwerer zu berechnen, denn sie haben natürlich kein Etikett mit einer Nährwerttabelle.

ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Magerquark mit Erdbeeren und Eiweissmüsli von Dr. Feil

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Die bunte Mischung natürlicher Nahrungsmittel mit Sporternährungsprodukten macht’s

Drei Monate vor deinem Saisonhöhepunkt, einer Mitel- oder Langdistanz ist die wichtigste Phase und du solltest deine Ernährung während intensiver Trainingseinheiten testen. Während mindestens zwei bis drei langen Radtouren und einem Koppellauf kannst du verschiedenes ausprobieren und dir Gewissheit verschaffen, was du am besten verträgst. Achte darauf ausreichend zu trinken und vergewissere dich, dass du keine Magenprobleme während der Umstellung zum Laufen bekommst. Denk daran, dass du die meisten der natürlichen Nahrungsmitteln während des Radfahrens zu dir nimmst. Auf dem Rad hast eine bunte Mischung an Nährstoffen zur Verfügung, leicht zu transportieren und genügend Zeit gut zu verdauen und Sammelsurium zu haben.

ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Voller Energie - Riegel und Gels gibt's von vielen Herstellern für jeden Geschmack – nur nicht jeder hält was er verspricht oder verträgt sich gut mit dem Magen

ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Voller Energie – Riegel und Gels gibt’s von vielen Herstellern für jeden Geschmack – nur nicht jeder hält was er verspricht oder verträgt sich gut mit dem Magen

Welche Nährstoffe und Mengen sind wichtig?

Für Trainingseinheiten von zwei Stunden oder länger, empfehle ich dieses Gleichgewicht:
• 60-90 Gramm Kohlenhydrate (fest oder flüssig) pro Stunde mit einem Liter Flüssigkeit (in regelmäßigen Schlücken) je nach Außentemperatur aufnehmen
• Je nach Intensität und Dauer der Belastungen sind Eiweißmengen von 1,4 g / kg bis 1,8 g / kg Körpergewicht pro Tag empfehlenswert. Mengen von mehr als 2 g / kg Körpergewicht pro Tag haben keinen zusätzlichen Nutzen, aber auch keine Risiken für gesunde Athleten. Je jünger der Athlet, je intensiver und länger er trainiert, desto mehr gilt es, sich im oberen Bereich zu orientieren. Das gilt auch für gezieltes Muskelaufbau- und Krafttraining.
• 800-1000 Milligramm Natrium pro Stunde (bis zu 2.000 Milligramm Natrium pro Stunde, wenn du viel Salz und Mineralstoffe während heißer Wettkampfbedingungen über deinen Schweiß verleirst)
• Nicht mehr als 2-3 Gramm Ballaststoffe pro Stunde
• 3 Gramm oder weniger Fett pro Stunde
• Gut geeignete natürlichen Nahrungsmittel sind zum Beispiel: Bananen, Rosinen, getrocknete Früchte wie Ananas und Datteln, Mandeln, Goji-Beeren, Brezen, selbstgebackener Bananenkuche und Reiskuchen, sowie die Gewürze Zimt und Kardamom

ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Innosnacks Riegel und Trinkpulver aus Isomaltulose - ideal für unterwegs

ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Innosnacks Riegel und Trinkpulver aus Isomaltulose – ideal für unterwegs

Es muss nicht ausschließlich nur das Eine oder das Anderen sein. Du kannst durchaus natürliche Nahrungsmittel mit speziellen industriellen Sporternährungsprodukten mischen. Kalter Tee (nicht Schwarztee) oder Molke sind zum Beispiel ein ideales Getränk während langer Radeinheiten und Wettkämpfen im Sommer. Beides solltest du aber noch mit Salztabletten und etwas Kohlenhydraten wie Isomaltulose, natürlichen Fruchsaft oder ein Energie-Gel ergänzen.

Bananenkuchen – Dieses natürliche Nahrungsmittel geht schnell und macht schnell

Dieses Rezept für Bananenkuchen, wie auch Reiskuchen, begleitet mich seit ich in der Jugend Radrennen gefahren bin. Bananenkuchen gibt mir während langer Radeinheiten oder Wettkämpfen wichtige Energie und verursacht keine Magenprobleme. Das Rezept ist ideal um überreife Bananen noch zu verbrauchen.

Dauer
Zubereitungszeit: 15 min
Koch- bzw. Backzeit: 30 min
Gesamtzubereitungszeit: 45 min …

Zutaten
350 g Dinkelmehl
200 g Honig
200 g Butter
3 Eier
350 g Bananen ( 3 bis 4 Stück)
2 TL Natron
1 TL Zimt
1 Msp gemahlene Muskatnuss
½ TL Salz

Zubereitung
1. Die Butter mit Honig schaumig rühren. Die Eier (ohne Schale 😉 dazugeben und gut unterrühren
2. Dinkelmehl, Natron, Zimt und Muskatnuss dazugeben und wiederum gut verrühren
3. Bananen zerdrücken und unterrühren. Je reifer die Bananen, desto saftiger und besser wird der Kuchen. Daher ist dieses Rezept super um ältere, besonders reife Bananen zu verbrauchen
4. Den Teig in eine mit Butter gefettete und gemehlte Kastenform geben
5. Bei 190° C ca. 30 – 40 Minuten backen

Für lange Trainingseinheiten auf dem Rad nehme ich zwei Stücke (200 g) in einer kleinen Lebensmitteltüte mit und stecke diese aufgerollt in meine Trikottasche. Bei uns, vor allem meinem Sohn und mir ist der Bananenkuchen nach maximal zwei Tagen verputzt.

Empfehlung für bewährte Sporternährungsprodukte

Diese speziellen Sporternährungsprodukte aus natürlichen Nährstoffen oder einem besonders hohen Anteil können dir bei der Energiegewinnung helfen deine Verpflegung zu optimieren. Ich habe sie alle vor oder während intensiver Trainingseinheiten oder Wettkämpfen ausprobiert, gut vertragen und konnte damit sehr gute persönliche Ergebnisse erzielen.

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Es drehen sich viele Mythen und Legenden um das Fasten. Fasten hat Tradition in vielen Kulturen zur inneren Reinigung von Körper und Geist und ust wichtiger Bestandteil des Jahreszyklus. In der modernen Gesellschaft wird Fasten allerdings meist nur als eine Diät missverstanden und auf eine Möglichkeit reduziert, überschüssige Pfunde und ungeliebtes Körperfett wieder loszuwerden. Durchaus kann das ein willkommener Nebeneffekt sein, doch ist Fasten gewiss mehr als einfach nur Abzuspecken. Fasten ist ein nachhaltiger Weg zu einer besseren Leistung und gesunden Ernährung.

Für Athleten, die sich bester Gesundheit erfreuen, birgt das Fasten eine gute Möglichkeit nach der trainingsfreien Zeit einen Übergang in die Vorbereitung auf die nächste Saison zu schaffen. Ich faste regelmäßig einmal im Jahr, je nach meinem persönlichen Saisonhöhepunkt, im Januar oder Februar. Nach eine Saisonpause im Herbst und einer eher unregelmäßigen Trainingsphase bis Neujahr, beginnt für mich mit der Fastenzeit die geplante Vorbereitungsphase auf die Saison. Was Fasten für mich bedeutet, um Interessierten das Thema „Fasten” etwas näher zu bringen und mögliche Vorurteile auszuräumen, beschreibe ich in diesem Beitrag.

Fasten – fast jeder kennt es. Dennoch gibt es viele Mythen, Fehlinformationen und Unkenntnis. Fasten hat erst einmal nicht den Zweck einer Gewichtsreduzierung, dies kann ein positiver Nebeneffekt sein. In erster Linie geht es darum Gewohnheiten des Essverhaltens, unseren Lebensstil mit jedem Fasten zu verändern und zu verbessern. Unseren hohen Anspruch an das Essen, den teilweise gedankenlosen Einkauf von Lebensmitteln und die Fragen zum Sinn der unüberschaubaren Vielfalt, die uns täglich umgibt, zu überdenken.

ERHOLUNG Alternative Aktivitäten in der Saisonpause © AdobeStock, SUGAR & PAIN

 Kein Breakfast ohne zu fasten

Mit dem Fasten eng verbunden ist der Apfel. Er begleitet den Fastenden vom ersten bis zum letzten Tag des Fastenden. Symbol für den ersten, dem Entlastungstag bis zum Fasten brechen, dem Ende der Fastenzeit, dem ersten Breakfast. Der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist wissenschaftlich unumstritten. Ohne einer entsprechenden Nahrung gibt es kein Leben. Die Bedeutung von Ernährung und Regeneration für die Leistungsentwicklung ist den meisten Athleten wohl bewusst. Die Umsetzung mag dem Ein oder Anderen wohl eher schwer fallen, bzw. fehlt oft das entsprechend Wissen.

Essen und Fasten sind wie Trainieren und Regenerieren, wie Wachen und Schlafen, wie Spannung und Entspannung. Es sind die Pole zwischen denen sich unser Leben ereignet. Essen tagsüber und fasten in der Nacht gehören so selbstverständlich zu unserem Biorhythmus ohne dass wir uns darüber Gedanken machen. Wenn wir aber spät gegessen haben, fällt uns am nächsten Morgen auf, dass wir keinen Appetit haben. Ein Zeichen des Körpers, dass die für ihn notwendige Fastenzeit noch nicht zu Ende ist – wir haben sie verschoben. Daher auch die englische Bezeichnung für Frühstück, „breakfast” – Fasten brechen. Wer also in der Nacht nicht fastet braucht am nächsten Morgen kein „breakfast”.

Der Mensch ist durchschnittlich vierzehn bis sechzehn Stunden am Tag wach. In dieser Zeit isst, arbeitet und trainiert er, nimmt Kontakt mit der Außenwelt auf. Zehn bis Zwölf Stunden bleiben Ihm in der Nacht für den regenerativen Stoffwechsel und somit für den Abbau, Umbau und Ausbau von Körpersubstanzen. Dafür braucht er Energie, die er aus den Reserven, seinen Depots bezieht. Der menschliche Organismus beschäftigt sich während der nächtlichen Fastenzeit endlich mit sich selbst. Ruhe, Geborgenheit und Wärme helfen ihm, allein von sich selbst, seinen Reserven zu leben. Wer krank ist fastet meist instinktiv, denn der Organismus braucht Zeit und Kraft für sich selbst, um gesund zu werden.

Die notwendige Energie gewinnt er aus seinen körpereigenen Nahrungsdepots. Während des Fastens spart sich der Körper die Verdauungsenergie und somit dreißig Prozent des gesamten Energieaufwandes. Die lässt sich bei gesunden Sportlern nach einigen Tagen sogar zur Fortsetzung des Trainings nutzen. Unsere Grundlagenausdauer und das Denkvermögen hängen nicht unmittelbar vom Essen ab. Sind die Kohlenhydratspeicher gelehrt versorgen uns die Fettreserven mit der erforderlichen Energie. Für längere, intensivere Leistungen nimmt man daher rechtzeitig entsprechende Nahrung vor dem Training und dem Wettkampf zu sich.

BESSER ESSER Mehr Leistung und gesünder durch Fasten! Der Apfel als Symbol für den Einstieg und das Ende der Fastenzeit © SUGAR & PAIN

 Fasten heißt nicht Hungern

Wir leben also nicht „von der Hand in den Mund”, die Energie beziehen wir nicht unmittelbar und ausschliesslich aus der Nahrung. Jeder gesund Mensch verfügt über entsprechende Reserven, die in Form von Nahrungsmitteldepots angelegt sind. Sie sind schneller und rationeller abrufbar. Der Körper besitzt daher zwei Energieprogramme. Meist ist „Programm I” „eingeschaltet”, wenn wir, wie gewohnt, drei Mal am Tag oder öfter essen. Einen Teil, der in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe setzt der Körper unmittelbar in lebenserhaltende Energie (Kraft und Wärme) um. Alle überschüssige Energie, die der Körper momentan nicht benötigt, wird gespeichert und erst bei Bedarf „abgerufen”.

Übersteigt die zugeführte Energiemenge daher den täglichen Bedarf, so wandelt der menschliche Organismus den Überschuss in Fett um und lagert diese in den entsprechenden Depots ein. Somit ist der Körper mit diesen Vorräten bestens darauf eingerichtet, über einen längeren Zeitraum ohne Nahrungszufuhr auszukommen. Während des Schlafs, zum Beispiel, schaltet der menschliche Organismus dann auf das „Energieprogramm II” um. Genau das macht der Körper auch zu Beginn des Fastens. Fasten ist Leben aus gespeicherter Nahrung. Fasten heißt nicht Hungern. Wer hungert, fastet nicht.

Jede Fastenzeit beginnt mit einem Entlastungstag, der Tag, an dem weniger und nur noch leichte Nahrung aufgenommen wird. Vollkornprodukte und andere Kohlehydrate, Fisch und Fleisch oder Salat werden hier schon vom Speiseplan gestrichen. Milch und Soyaprodukte, gegartes Gemüse und ungezuckerte Getränke, wie Säfte bieten sich an. Die letzte feste Mahlzeit vor dem Fasten am Entlastungstag ist ein Apfel, den kann man andünsten und mit Zimt würzen. Tags darauf, dem ersten Fastentag, wird dann der Magen mit Hilfe von Buttermilch und Leinsamen oder einem halben Liter warmen Wasser mit Glaubersalz entleert. Von nun an wird keine feste Nahrung mehr gegessen, ausschließlich Tee, Wasser, die Brühe selbst gemachter Gemüsesuppen und gelegentlich ein Glas hundert prozentigen Fruchtsaft –natürlich ungezuckert.

 

Die Wahl der Nahrungsmittel entscheidet

Ein Hungergefühl ist eher selten ab diesem Moment, viel mehr will das Unterbewusstsein die Routine der regelmäßigen Mahlzeiten wahrnehmen. Die ersten zwei Tage ist man eher schlapp und antriebslos, ab die dritten Tag kommt dann die Energie zurück. Die Energie, die man sich aufgrund der eingesparten Verdauungsenergie erspart. In der Regel wird 5 – 7 Tage gefastet bis das Fasten mit einem Apfel gebrochen wird. Ich faste mittlerweile 14 -21 Tage, was aber viel Erfahrung und bester Gesundheit bedarf. Ab der zweiten Woche kann ich wieder nahezu meinen gesamten Trainingsplan umsetzen. Entscheidend ist aber vielmehr der Beginn der Nahrungsaufnahme nach dem Fastenbrechen. Ab dem Moment entscheiden die Art der Nährstoffe, die Zusammensetzung der Nahrungsmittel sowie deren Mengen und Zeitpunkt. Der Stoffwechsel ist nun wie ein leerer Computer, der bereit für eine neue Software bzw. Nahrungsmittel ist. Geschmack und Ernährung können ab jetzt neu definiert werden. Ein wahres Geschmackserlebnis.

 

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Verfügbar bis 04. März 2018
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Seit dem neunten Jahrhundert etwa bringt Koffein die Menschen auf Touren, zwar nicht von Beginn an als Espresso, aber das koffeinreiche Gebräu galt schon bei Urvölkern in afrikanischen Hochlagen als äusserst gesund und belebend. Erstmals wurde Kaffee wahrscheinlich in Äthiopien gebrüht und erst im 17. Jahrhundert erreichten die rohen Kaffeebohnen dann auch endlich das nördliche Europa. Heute ist Kaffee das am meisten gehandelte Produkt in der Welt – nach Öl. Der kurze Schwarze am frühen Morgen oder zwischendurch, ob als Espresso, Mokka oder Curtado ist Wachmacher und ein tägliches Ritual, unter Ausdauersportlern gilt das herzhafte Genussmittel sogar als stimulierend und leistungssteigernd.

Nun haben Lebenswissenschaftler in unzähligen wissenschaftlichen Studien dem Kaffee ja fast jedes Geheimnis seines natürlichen, aromatischen und belebenden Wirkstoffs Koffein entlockt. Durch seine vielen zahlreichen Inhaltsstoffe – längst sind nicht alle erforscht – besitzt die Kaffeebohne aber auch viele Eigenschaften, die sich richtig posititv auf deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Ausdauersportlern auswirken. So enthält Kaffee mehrere Antioxidantien wie Flavonoide, Chlorogensäuren sowie Resveratrol und Melanoidine, welche unter anderem die Konzentration von antioxidativ wirkenden körpereigenen Enzymen in der Leber erhöhen. Durchschnittlich konsumiert jeder deutsche Bürger etwa 200 Milligramm Koffein am Tag. Dabei wird Koffein nicht nur über den Kaffee aufgenommen. Ebenso über Tee, Cola, Energydrinks und sogar Schokolade nehmen wir täglich einige Milligramm in unseren Körper auf.

IST ESPRESSO DENN DOPING?

Da Koffein eine anregende Wirkung hat, helfen uns ein Espresso oder ein Glas Cola durchaus kleine Leistungstiefs zu überwinden. Jedoch kann es auch unerwünschte Nebenwirkungen haben, vor allem, wenn zu viel davon konsumiert wird. Wie gesund Kaffee letztendlich ist und warum sich seine positiven Eigenschaften auf Ausdauersportler vorteilhaft auswirken, dass lässt sich nicht uneingeschrängt mit ja oder nein beantworten, denn jeder Mensch reagiert schließlich anders auf den Genuss von Koffein. Klar ist, Koffein benötigt etwa 30 bis 45 Minuten, um in den Blutkreislauf zu gelangen und so im Körper verteilt zu werden. Die Halbwertszeit von Koffein im Körper beträgt etwa vier Stunden, bevor es dann wieder mit dem Urin ausgeschieden wird.

Tatsächlich stand Koffein noch im Jahr 2004 auf der Dopingliste der WADA. Das ausgerechnet die (Kaffee-) Mühlen der WADA so langsam mahlten, war erstaunlich. Doch das lag an dem festen Glauben, dass Kaffee nicht nur Wachmacher ist, sondern auch eine übermäßig leistungssteigernde sei. Mancher Mythos währt länger, aber zum Glück ist der nun auch widerlegt! Mittlerweile ist Koffein von der Liste verbotener Substanzen gestrichen, weil man diese Wirkung tatsächlich überbewertet hat. Es ist einfach kaum möglich, allein durch den Genuss von Kaffee oder Cola positiv auf Doping getestet zu werden. Der zugelassenen Grenzwert liegt bei 12 mg Koffein pro Liter Urin, um diesen zu überschreiten, müsstest du in kurzer Zeit viele Liter Espresso trinken. Das würde sich aber dann aber auch negativ auf deinen Stoffwechsel und Wasserhaushalt auswirken. Es wäre nicht kaum noch möglich vernünftig Sport zu treiben, vor allem würdest du vermutlich ständig auf der Toilette sitzen, denn Kaffee kann auch abführend wirken.

DAS NATÜRLICHE GEHEIMNIS EINES ESPRESSO

1,3,7-Trimethylxanthine, besser bekannt als Koffein, ist weltweit der am häufigsten konsumierte, natürliche, pharmakologische Wirkstoff. Koffein ist in Kaffeebohnen, Teeblättern, Kakaobohnen und Colanüsse enthalten und seine Verwendung ist unglaublich weit verbreitet. Nach Öl ist Kaffee der zweit meist gehandelte Rohstoff der Welt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Länder.

Das Alkaloid Koffein ist eine der wenigen Natursubstanzen, die sich nachweislich bewährt hat die Leistung in Ausdauersportarten über unterschiedliche Distanzen zu verbessern. Durchschnittlich kann man eine vorübergehende Steigerung der Leistungsfähigkeit von etwa zwei bis drei Prozent erwarten. Trotz dieser Vorteile ist noch immer nicht eindeutig geklärt, wie Koffein richtig angewendet werden soll und warum, wann und wie es tatsächlich wirkt. Im schlimmsten Fall kann ein übermässiger Genuss oder zu starker Espresso individuell zu Übelkeit, erhöhter Nervosität und Schlafstörungen führen.

DIE WIRKUNG VON KOFFEIN

Es gibt viele unterschiedliche Theorien – manche überzeugender und manche weniger – über die tatsächliche Wirkung eines Espressos und dem Koffein. Warum führt Koffein eigentlich zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit?

1. Theorie
Koffein schont die Glykogenspeicher der Muskeln und fördert die Fettverbrennung während körperlicher Belastung!
Klar ist, dass Koffein eine geringe Wirkung auf den Stoffwechsel und die Nutzung der verschiedenen Energiesysteme hat. Es fördert selbst nicht unmittelbar die Fettverbrennung oder Gewichtsverlust. Es kann allerdings abführend wirken, wodurch man kurzfristig natürlich auch sein Gewicht reduziert.

2. Theorie
Koffein kann die Aufnahme von Kohlenhydraten begünstigen!
Einige Studien haben ergeben, dass die gleichzeitige Einnahme von Koffein und Kohlenhydraten während des Trainings durchaus die Resorption fördern kann. Doch reagiert jeder Mensch unterschiedlich darauf und so lässt sich das wissenschaftliche nicht grundsätzlich feststellen.

3. Theorie:
Koffein steigert die Konzentration und Reizweiterleitung. Es regt das Gehirn und den Muskeltonus an.
Koffein beeinflusst nachweislich positiv das Empfinden von Schmerzen und steigert die Reizweiterleitung während des Trainings und körperlicher Anstrengung günstig. Das funktioniert tatsächlich und so werden intensive Trainingseinheiten „weniger anstrengend“ empfunden. Das Resultat: Der Athlet ist bereit sich intensiver, länger und öfter zu belasten.

WANN UND WIE KANN ESPRESSO ABER SCHNELLER MACHEN

Tatsache bleibt dennoch, dass Koffein die Leistung im Training und Wettkampf positiv beeinflussen kann. Das trifft vor allem in den folgenden Situationen zu:

Training am frühen Morgen
Die Einnahme von Koffein steigert die Konzentrationsfähigkeit und die koordinative Fähigkeiten, die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Wer einen starken Espresso etwa 30 bis 60 Minuten vor einem frühmorgendlichen Schwimmtraining trinkt, der kann effektiver trainieren. Um von diesem Effekt zu profitieren, reicht etwa ein 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht aus.

Vor hochintensiven Trainingseinheiten
Kaffee hat nachweislich viele Vorteile für Sportler bei hoch intensiven Trainingseinheiten. Es kann durchaus Sinn machen etwa eine Stunde vor einer harten Trainingseinheit, wie Intervallen, einen Espresso zu trinken. Etwa 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht sollte es wieder sein, um härter und schneller zu trainieren.

Wettkämpfe bis zwei Stunden
60 Minuten vor einem Rennen können bis zu 2 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht von Vorteil sein, um die Leistung im Wettkampf zu verbessern. Zusätzliche empfehle ich einen starken Kaffee oder doppelten Espresso etwa drei Stunden vor dem Wettkampf. Während des Rennens nehme ich ab der zweiten Disziplin 50 – 100 mg Koffein in Form von Gels und Getränken.

Langdistanz-Rennen
Auf diesem Gebiet gibt es noch kaum wissenschaftliche Forschung aber vielseitige Erfahrungswerte. Vor Mittel- und Langdistanzen trinke ich spätestens 60 Minuten vor dem Start einen Espresso, um hellwach zu werden und meine Schwimmleistung hundertprozentig abrufen zu können. Der Start ist doch meistens sehr früh und übrigens auch ein Grund, warum ich mich lange Zeit erfolgreich vor einem Ironman gedrückt habe. Während des Rennens nehme ich erst Koffein zu mir, sobald ich etwas Müdigkeit verspüre, um die Leistung zu erhalten oder noch einmal Gas zu geben. Ab der zweiten Hälfte des Rennens, dem letzten Drittel auf dem Rad nehme ich 50 mg Koffein pro Stunde über ein kohlenhydratreiches Getränk auf Basis von Grünem Tee oder Energy-Gels zu mir. Je nach Bauchgefühl und Verfügbarkeit trinke ich während des Laufens langsam, kleine Schlücke Cola mit wenig Kohlensäure. Das kann perfekt funktionieren, erfordert aber auch etwas Erfahrung, um keine Magenprobleme zu bekommen. Dann sollte man aber wegen des hohen Zuckergehalts auch regelmäßig mit Cola nachtrinken, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

FAZIT: EIN ESPRESSO ZUM ABGANG

Zahlreich Studien belegen, dass sich ein Espresso durchaus positiv auf die Ausdauerleistung von Sportlern auswirkt. Ganz besonders wirkunsvoll ist das bei Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Triathlon, denn hier wird die Energie überwiegend über aerobe Stoffwechselprozesse zur Verfügung gestellt.

Im Unterschied zum Ausdauersport erfolgt die Energiezufuhr bei sehr kurzzeitigen körperlichen Höchstleistungen, wie in den Sportarten Sprint, Mannschaftsspiele und Krafttraining hauptsächlich anaerob. Studien zu den Effekten von Koffein auf anaerobe, also auf kurzzeitige intensive Belastungen kommen zu sehr uneinheitlichen Resultaten. Einige Studien zeigen eine signifikante Leistungssteigerung, so zum Beispiel bei Mannschafts- und Kraftsportarten. Andere wiederum kommen zu gegenteiligen Ergebnissen. Eine mögliche Erklärung für diese unterschiedlichen Resultate könnte in der unterschiedliche Reaktion auf Koffein und in desse individueller Verstoffwechselung begründet liegen. Zudem könnte die Dauer der Belastung sowie die Art der Energiebereitstellung eine wichtige Rolle spielen. Bei aeroben Stoffwechselprozessen steht der Muskulatur ausreichend Sauerstoff im Blut – dort befindet sich auch das Koffein – zur Verfügung während bei anaeroben ein Überschuss an Kohlendioxid herrscht. Man darf also gespannt sein was zukünftige Forschungen für Erkenntnisse bringen und bis dahin entspannt ein paar Espressi trinken.

Regionale Kaffeeröstereien um München

Murnauer Kaffeerösterei GmbH, Am Mösl 4, 82418 Murnau
Erste Tegernseer Kaffeerösterei, Café & EspressoBar Felix, Tegernseerstrasse 104, 83700 Weißach, Gde. Kreuth / Tegernsee
SUPREMO Kaffeerösterei & Café, Kapellenstrasse 9, 82008 Unterhaching
Dinzler Kaffeerösterei AG, Wendling 15, 83737 Irschenberg
Vits Kaffeerösterei GmbH & Co.KG, Rumfordstrasse 49, 80469 München
Caffé Fausto GmbH, Birkenleiten 41, 81543 München
emilo Spezialiatätenrösterei GmbH
Levelingstrasse 18, 81673 München

Wildkaffee Rösterei, Wild & Wild GbR, Bahnhofstraße 40 & 42, 82467 Garmisch-Partenkirchen

Superfoods sind natürliche Nahrungsmittel, die den Athleten eine Vielzahl hochwertiger Nährstoffe für die Erhaltung der Gesundheit und Verbesserung der Leistungsfähigkeit liefern. Für das regelmäßige Training in den drei Ausdauersportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen ist die Ernährung die wichtigste vierte Disziplin. Ohne einer smarten Energieversorgung im Triathlon kann auch die beste Trainingsplanung keine nachhaltigen Erfolge erzielen. Eine gesunde, angepasste Ernährung wirkt sich unmittelbar auf den Trainingseffekt, die Leistungsfähigkeit und die Regeneration aus. Die Superfoods sollen unseren Körper mit der erforderlichen Energie versorgen und das Immunsystem stärken. Und manche können das ganz besonders gut.

Wer schnell regenerieren möchte, um in der nächsten Trainingseinheit wieder hundertprozentig alles geben zu können, der sollte zu hochwertigen Nahrungsmitteln, sogenannten Superfoods greifen. Zwar verleihen Superfoods nicht gleich Superkräfte, sie sind jedoch besonders reich an gesunden natürlichen Nährstoffen. Die enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien liefern dem Körpere wichtige Enzyme und Vitalstoffe in großen Mengen. Diese unverarbeiteten hochwertigen Nahrungsmittel und Energiequellen sind nun auch nicht neu. Es braucht dafür nicht in die Ferne schweifen oder einen dicken Geldbeutel. Die Bezeichnung „Superfood“ mit manch weit entfernter Herkunft inklusiver der mitgelieferten Mythen sind vielmehr eine Marketingidee der Lebensmittelindustrie. Das verkauft sich einfach gut und teuer. Eine gesunde, hochwertige und angepasste Ernährung muss aber nicht ins Geld gehen. Es gibt gute, teilweise sogar bessere regionale Alternativen. Wir stellen Dir unsere fünf besten und leckersten Superfoods vor.
 
 

ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT 5 Superfood für gesunde Superkräfte / AVOCADO – DIE FETTREICHE SUPERFRUCHT Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Avocado liefern hochwertige Energie, regen die Fettverbrennung an und schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. © stefandrexl.com

ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT 5 Superfood für gesunde Superkräfte / AVOCADO – DIE FETTREICHE SUPERFRUCHT Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Avocado liefern hochwertige Energie, regen die Fettverbrennung an und schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. © stefandrexl.com

 
 

1. AVOCADO: DIE FETTREICHE SUPERFRUCHT

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Avocado liefern hochwertige Energie, regen die Fettverbrennung an und schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die zahlreichen Omega-3-Fettsäuren, Omega-6-Fettsäuren und Omega-9-Fettsäuren sind essentiell die Erneuerung und Kräftigung der Körperzellen und die Gefäßwände, die Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit und die Verbesserung des Stoffwechsels. Ihr Fruchtfleisch enthält wichtige Vitamine und Antioxidantien, welche die Körperzellen vor Schäden und Angriffen durch freie Radikale schützen und so entzündungungshemmend wirken. Das Enzym Lipase ist wichtiger Schlüssel des Fettstoffwechsels und somit der Fettverbrennung. Die Avocado besitzt einzigartige Heilwirkungen und ist die perfekte Zutat einer gesundheitsbewussten und leistungsfördernden Sporternährung. Übrigens zählt die Avocado zu den Beeren und besitzt den höchsten Fettanteil unter den pflanzlichen Früchten.
 
 

ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT 5 Superfood für gesunde Superkräfte / BEEREN – DIE ECHTEN GESUNDHEITSBOMBEN In fast allen fruchtigen Beeren ob Himbeeren, Johannisbeeren Brombeeren und ganz besonders Heidelbeeren schlummern beinahe geheime Kräfte für unser Immunsystem und unseren Stoffwechsel, ganz egal ob sauer oder süß. © stefandrexl.com

ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT 5 Superfood für gesunde Superkräfte / BEEREN – DIE ECHTEN GESUNDHEITSBOMBEN
In fast allen fruchtigen Beeren ob Himbeeren, Johannisbeeren Brombeeren und ganz besonders Heidelbeeren schlummern beinahe geheime Kräfte für unser Immunsystem und unseren Stoffwechsel, ganz egal ob sauer oder süß. © stefandrexl.com

 
 

2. BEEREN – DIE ECHTEN GESUNDHEITSBOMBEN

In fast allen fruchtigen Beeren ob Himbeeren, Johannisbeeren Brombeeren und ganz besonders Heidelbeeren schlummern beinahe geheime Kräfte für unser Immunsystem und unseren Stoffwechsel, ganz egal ob sauer oder süß. Die enormen Mengen an Mineralstoffen, Vitaminen und vor allem Antioxidantien machen aus den Superfrüchten echte Gesundheitsbomben, ihre Ballasstoffe fördern positiv die Verdauung. Durch den hohen Eisenanteil sind Beeren vor allem für Frauen sehr positiv.
 
 

3. INGWER – DIE SCHARFE WUNDERWURZEL

Ingwer kann in fast jede Mahlzeit roh oder gekocht beigegeben werden, vor allem aber in die meisten Getränke, ganz besonders in Tees, ob warm oder kalt gemischt werden. Ingwer passt beinahe immer, vorausgesetzt man mag die scharfe Wurzel. Ingwer enthält Gingerol und Curcuminoide, zwei Wirkstoffe, die eine stark antioxidative Wirkung besitzen und entzündungshemmend sind. Ingwer hilft aber auch bei Muskelschmerzen und Glenkschmerzen und unterstützt die Regeneration nach intensiven Belastungen. Die Wunderwurzel wird auch in der Krebstherapie eingesetzt, um die Folgen der Chemotherapie, wie Übelkeit und Erbrechen zu lindern.
 
 

4. NÜSSE – DIE REGENERATIONSBESCHLEUNIGER

Es gibt nicht nur auf die Nuss, sondern es steckt auch viel in den holzigen Fruchtwundern. Wer auf seine Gesundheit wert legt, vor allem aber für Ausdauersportler und diejenigen, welche ambitionierte Ziele haben, zählen die vielseitigen Nährstoffe in Nüssen längst zur täglichen Ernährung. Eine handvoll Nüsse am Tag sollten essentieller Bestandteil jeder gesunden Sporternährung sein, denn sie sind nicht nur hochwertige Energielieferant sondern unterstützen nach intensiven Trainingseinheiten eine schnelle Regeneration. Wegen ihrer zahlreichen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, ihrem hohen Proteingehalt und den vielen Mineralstoffen leisten Nüsse, wie Walnüsse, Paranüsse oder Mandeln einen entscheidenden Beitrag für eine gesunde Leistungsentwicklung, aber auch bei der Steuerung des Körperfettgehalts und der Verbesserung der Konzentration und koordinativen Fähigkeiten.
 
 

ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT 5 Superfood für gesunde Superkräfte / MEERESFISCHE – DER STRUKTURBILDENDEN PROTEINQUELLEN Meeresfische sind sehr reichhaltig an gesunden Fetten und enthalten wichtige Proteine und Aminosäuren. © stefandrexl.com

ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT 5 Superfood für gesunde Superkräfte / MEERESFISCHE – DER STRUKTURBILDENDEN PROTEINQUELLEN
Meeresfische sind sehr reichhaltig an gesunden Fetten und enthalten wichtige Proteine und Aminosäuren. © stefandrexl.com

 
 

5. FISCH – DIE REICHHALTIGSTE PROTEINQUELLE

Süsswasser- und Meeresfische sind sehr reichhaltig an gesunden Fetten und enthalten wichtige hochwertige Proteine und Aminosäuren. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie in Lachs oder Makrele schützen unsere Organe, kurbeln die Hormonproduktion an und stärken unser Immunsystem. Die Omega-3-Fettsäuren fördern die Regeneration und halten Muskulatur, Bänder, Sehnen und Gelenke geschmeidig und reduzieren das Herzinfarktrisiko. Die tierischen Proteine in ausgewählten Fischarten sind strukturbildend und essentiell für den Leistungszuwachs nach harten Trainingseinheiten, für die Reparatur der muskulären Zellstrukturen und den Muskelaufbau. Eiweiss fördert unter anderem auch den Fettstoffwechsel. Aber auch einige Süsswasserfische, wie Forellen und Zander sind ausgezeichnete Eiweissquellen und enthalten Omega-3-Fettsäuren.
 
 
Du möchtest mehr zu angepasster Ernährung für dein Training, mehr Leistung und ein kräftiges Immunsystem erfahren oder eine individuelle Ernährungsberatung, dann schreib uns ein MAIL.
 
 

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PHOTOCREDITS
Stefan Drexl


Wenn’s im Frühling und Sommer heiss ist und die Sonne scheint, dann sind thailändische Summer Rolls eine sensationell erfischende Mahlzeit nach dem Training. Ich liebe selbstgemachte, frische Gemüserollen in Reispapier mit Erdnusssauce. Sie sind im Handumdrehen selbst zubereitet und liefern wichtige Nährstoffe, nicht nur für Ausdauersportler. Ich empfehle das gesunde Fingerfood meinen Athleten auch gerne in der Taperphase, es ist leicht verdaulich, wunderbar erfrischend und richtig lecker. Summer Rolls kannst du in den verschiedensten Variationen zubereiten, zu Haue, im Büro oder auch auf Reisen. Vegetarisch mit rohem Gemüse und frischen Kräutern, wie Koriander oder Pfefferminze, sind die fruchtig frischen Rollen ein schnelles, günstiges Rezept und vor allem kohlenhydratarm …

 
 

Summer Rolls sind äusserst gesund, denn sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fette. Wenn du noch Garnelen dazurollst, werden sie zu hochwertigen Proteinspendern, für die extra Portion Kohlenhydrate gibst du einfach Reisnudeln dazu. Summer Rolls sind wunderbar als leichte Vorspeise oder auch als Haupgericht. Zu Hause vorbereitet kannst du die vorgekühlten Zutaten fast allen Orts als handlichen Snack selbst rollen. Das natürlich besser ohne Meeresfrüchte aber dafür eine feine Erdnusssauce als würzigen Dip. Als Verpflegung in der Trikottasche habe ich es noch nicht ausprobiert, sicherlich schick könnten die asiatischen Vitaminbomben auf dem Oberrohr der Zeitfahrmaschine aussehen. Für hausgemachte Summer Rolls brauchst du kaum Zubehör und sämtliche Zutaten bekommst du je nach Rezept, auf dem Wochenmarkt, am Gemüsestand und im Asiamarkt.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Limette, Knoblauch, Ingwer © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Limette, Knoblauch, Ingwer © Stefan Drexl

 
 

Die Basis für den würzigen Dip ist Erdnussbutter, sie enthält hochwertige Proteine, viele wertvolle einfach- und mehrfach-ungesättigte Fette sowie einige gesunde gesättigte Fette. Alternativ kannst du auch Mandelbutter verwenden, sie schmeckt etwas süsslicher und ist cremiger, wird aber ebenso aus nur einer Zutat, nämlich der jeweiligen Nusssorte. Egal für welche Nuss du dich entscheidest, beide sind gleich hochwertig und gesund, und enthalten ähnliche Nährstoffe. Für die Zubereitung der cremigen Sosse gibst du etwas Sojasauce, Ingwer und Chili dazu, sie wird deinen hausgemachten, frischen Summer Rolls ein würzig süsses und pikantes Aroma geben.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Pfefferminze © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Pfefferminze © Stefan Drexl

 
 

DAS DAUERT’S – DIE ZUBEREITUNGSZEIT VON SUMMER ROLLS

Für 4 – 8 Personen
40 Minuten Vorbereitungszeit
2 Minuten Rollzeit / Rolle
 
 

DAS KOMMT REIN – DIE ZUTATEN FÜR SUMMER ROLLS

16 Blätter Reispapier
1 -2 Avocado https://de.wikipedia.org/wiki/Avocado
2 -3 Karotten
2 Limette
1 Romain Lettuce Salatherzen
½ Salatgurke entkernt
200 g Sojasprossen
1 rote Spitzpaprika
1 Handvoll frische Pfefferminze
1 Handvoll frischer Thai Basilikum
1 Handvoll frischer Koriander
 

Option
100 g gekochte Reisnudeln
200 g gegarte Garnelen
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Reispapierblätter © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Reispapierblätter © Stefan Drexl

 
 

DAS KOMMT REIN – DIE ZUTATEN FÜR ERDNUSSSAUCE

2 Stk Knoblauchzehen
2 Stk rote Chilischoten https://de.wikipedia.org/wiki/Paprika
1 Stk Ingwer daumengroß
2 EL Sojasauce
2 EL Ahornsirup
2 EL frischer Limettensaft
100 g Tasse Erdnussbutter
50 ml Tasse Wasser (mehr oder weniger nach Bedarf)
 
 

DAS BRAUCHT’S – DAS WERKZEUG FÜR SUMMER ROLLS

Esslöffel
Zitruspresse
Messer
Schneidebrett
Salatschale
großer Teller
kleine Schalen
Sieb (optional für die Reisnudeln)
Kochtopf (optional für die Reisnudeln)
 
 

SO GEHT’S – DIE ZUBEREITUNG VON SUMMER ROLLS

Als erstes bereitest du die Erdnusssauce zu, so dass sie gut dirchzieht und ihren Geschmack entwickelt bis deine Thai Summer Rolls fertig sind. Solltest du optional Reisnudeln oder Garnelen in deinen Summer Rolls wollen, oder andere Zutaten, die vorgekocht werden müssten, dann auch diese vor allem vorbereiten, so dass sie abkühlen können.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Chili © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Chili © Stefan Drexl

 
 

1. Chillischoten längs öffnen und entkernen. Ingwer waschen und zusammen mit dem Knoblauch schälen. Eine Limette halbieren und den Saft auspressen. Den Limettensaft zusammen mit Ahornsirup, Sojasauce und Erdnussbutter in einer Schale vermischen und cremig rühren. Chillischoten, Ingwer und Knoblauch klein hacken und zusammen mit warmen Wasser unter die Erdnusssauce rühren, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Für die Erdnusssauce alles in einer Schale vermengen und cremig rühren © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Für die Erdnusssauce alles in einer Schale vermengen und cremig rühren © Stefan Drexl

 
 

Option
Falls du optional Reisnudeln oder Garnelen in deinen Thai Summer Rolls möchtes, solltest du sie vor allem anderen in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser für drei bis fünf Minuten kochen und anschließend mit kaltem Wasser abgießen.

 
 

REZEPT: Rollin’ Home  – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die fertige Erdnusssauce in einer kleinen Schale anrichten © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die fertige Erdnusssauce in einer kleinen Schale anrichten © Stefan Drexl

 
 

2. Für die hausgemachten Summer Rolls wäschst du das gesamte Gemüse und schneidest es in dünne Streifen. Die Salatblätter vom Stil lösen, waschen, halbieren und längs schneiden. Das Gemüse zusammen mit den gewaschenen Sojasprossen eine einer Salatschale vermengen. Die Avocado halbieren, den Kern entnehmen und das Fruchtmark mit einem Esslöffel komplett aus der Schale lösen. Die beiden Avocadohälften in schmale Scheiben schneiden. Die Kräuter vorsichtig waschen und die Blätter vom Stil lösen. Die zweite Limette vierteln.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Avocado in schmale Streifen schneiden © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Avocado in schmale Streifen schneiden © Stefan Drexl

 
 

3. Frisches Wasser in einen großen, tiefen Teller füllen. Nacheinander die Reispapierblätter in das Wasser legen und einweichen. Das weiche Reispapierblatt herausnehmen und auf einen trockenen Teller legen gegebenenfalls mit einem frischen Küchentuch abtupfen.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Gurke, Karotte und Spitzpaprika in Streifen schneiden © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Gurke, Karotte und Spitzpaprika in Streifen schneiden © Stefan Drexl

 
 

4. Eine Handvoll des geschnittenen Gemüses, Sojasprossen, Avocado und ein paar frische Kräuter (optional Reisnudeln) auf einem Drittel des Reispapiers gleichmässig anordnen. Ein paar Spritzer Limette darüber pressen und dann die untere Reispapierseite über die Füllung schlagen. Jetzt klappst du die Ränder übrer die Füllung nach innen und wickelst deine Summer Roll von dir weg auf. Achte darauf, dass die Enden gut verschlossen sind. Ehrlich gesagt, brauche ich selbst immer ein bis zwei Versuche bis es klappt. Rollen kannst du bis alle Zutaten verbraucht oder keine reispapier mehr übrig ist.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Sojasprossen vor gebrauch waschen © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Sojasprossen vor gebrauch waschen © Stefan Drexl

 
 

5. Jetzt kannst du jeweils zwei, drei oder vier deiner hausgemachten Thai Summer Rolls auf einem Teller zusammen mit einer kleinen schale Erdnusssauce, frischen Krätern und einem stück Limette anrichten und servieren.
 

Jetzt lass es dir gut schmecken!
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die frischen Thai Summer Rolls zusammen mit frischen Kräutern, Limetten und der Erdnusssauce auf einem Teller anrichten. Guten Appetit! © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die frischen Thai Summer Rolls zusammen mit frischen Kräutern, Limetten und der Erdnusssauce auf einem Teller anrichten. Guten Appetit! © Stefan Drexl

 
 

DAS IST DRIN – DIE WICHTIGSTEN NÄHRSTOFFE IN SUMMER ROLLS

– einfach und mehrfach ungesättigte Fette
– gesunde gesättigte Fette
– Proteine
– Biotin
– Folsäure
– Eisen
– Kalium
– Kupfer
– Mangan
– Magnesium
– Vitamin B5
– Vitamin K
und noch viele andere essentielle Mineralstoffe und Spurenelemente.
 
 

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PHOTOCREDITS
Stefan Drexl

Die Möglichkeiten, einen Espresso zuzubereiten, sind so vielseitig wie die Kaffeesorten weltweit. Welche Espressovariation, zu welcher Tageszeit und Gelegenheit ist auch davon abhängig, welcher Espressotyp man ist. Die Geschmäcker sind verschieden und die Vorlieben sehr individuell. Heiß wie die Hölle, schwarz wie die Nacht, zartbitter wie das Leben und cremig süß wie die Liebe, sollte der Espresso immer sein. Doch wie schmeckt er nun am besten? Pur, mit einem Fleck Milch darauf oder vielleicht sogar mit Zitrone? Alles über die beliebtesten Espressovariationen, ihre richtige Zubereitung und der Einfluss auf den Geschmack erfährst Du in diesem Beitrag.

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, individuell und vielseitig wie die weltweit angebauten Kaffeesorten. Die Weiterverarbeitung der Kaffebohnen vom Anbau über die Trocknung bis zur Röstung, vom richtigen Mahlgrad über die optimale Wassertemperatur bis zum fertigen Espresso ist von Region zu Region, von Sorte zu Sorte höchst komplex und individuell. Jeder einzelne Arbeitschritt bedarf viel Know How, Erfahrung und Fingerspitzengefühl im Umgang mit dem hochwertigen natürlichen Rohstoff und hat Einfluss auf den Geschmack. Erst dann kann der Barista ein wunderbares Geschmackserlebnis in die Espressotasse zaubern, ob pur, doppio, macchiato, crèma oder Cappuccino, dass wir in Ruhe von Zartbitter bis Umami genießen können.

KOFFEIN IM BLUT Welcher Espressotyp bist Du / GIF © SUGAR & PAIN / stereographic

Die vielseitigen Varianten, einen Espresso zu trinken, sind natürlich auch eine Frage des Geschmacks. Es ist jedem selbst überlassen, welchen Espresso man wann, wo und wie trinkt. Vorausgesetzt, man findet eine Bar oder ein Café oder hat selbst eine Siebträgermaschine, ein Bialetti oder Aeropress für den schnellen Shot Koffein unterwegs. Dann hätte man sogar die frei Wahl der Bohne, ob Robusta oder Arabica oder eine exklusive Mischung aus beidem sowie deren Herkunft und Art der Röstung, wie oben geschrieben. Neben dem Geschmack entscheidet aber auch die Verträglichkeit des Koffeins und deren Menge, welcher Espressotyp man ist.

Doch meist ist die Wahl der Espressozubereitung von der regionalen Kaffeekultur, der Tageszeit und Verfügbarkeit vor Ort abhängig. Darum ist es umso wichtiger, sich einerseits mit den gängigen Zubereitungsvarianten vor Ort auseinanderzusetzen, um die für sich geschmacklich beste Zubereitungsart von Espresso zu kennen. Eines stelle ich neben all den genannten bedeutenden Aspekten immer wieder fest: In Italien schmeckt ein Espresso immer noch etwas besser.

IL MENÙ DELLA CAFFETERIA (INHALT)

RistrettoDoppio EspressoEspresso Lungo
EspressoEspresso RomanoEspresso Crema
CappuccinoEspresso AmericanoCaffè Latte
Flat WhiteEspresso MacchiatoLatte Macchiato
Latte (Milchschaum)

Die meisten Menschen denken, dass Arabica generell die bessere Bohne und Robusta qualitativ eher schlechter sei. Das wird uns seit vielen Jahrzehnten durch die Bezeichnung „100% Arabica“ weiss gemacht. Kaffee aus Arabicabohnen wird daher grundsätzlich geschmacklich hochwertiger eingeschätzt als aus Bohnen der Sorte Robusta. Arabica ist in der Regel säuerlich, fruchtig und schokoladig und enthält weniger Bitterstoffe. Die Robustabohne hingegen überzeugt mit mehr Volumen, wird eher bitter, nussig und intensiver geschmeckt. Ein guter Espresso vereint in der Regel beide Bohnen und besteht aus einer Mischung der beiden Sorten im Verhältnis von 70% Arabica zu 30% Robusta. Von großen Kaffeeröstereien wird aber meist suggeriert, dass ausschließlich Kaffee aus 100% Arabica Bohnen von höchster Qualität sei. Grundsätzlich ist das erst einmal nicht ganz falsch. Jedoch ist es auch wichtig zu wissen, dass Arabica nicht gleich Arabica ist und 100% nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein muss. Aber was bedeutet denn nun 100% Arabica tatsächlich und was unterscheidet Arabica von Robusta Kaffee eigentlich?

Arabicakaffee, wird von den meisten Kaffeeproduzenten als die hochwertigste Kaffeesorte mit bester Qualität verkauft, während Robustakaffee als eher qualitativ minderwertig bezeichnet wird. Unbestritten ist die Aromenvielfalt der Arabicabohne, sie reicht von blumig bis schokoladig und auch ihr milderer Geschmack. Denn es überwiegen besonders viele fruchtige Aromen, die sich durch eine leichte Säurenote bemerkbar machen – ein Merkmal des geringeren Koffeingehalts. Zu unrecht wird im Vergleich die Robusta sehr oft als Kaffebohne mit „minderer“ Qualität beschrieben, denn es gibt qualitativ hochwertige Sorten, die vollmundig intensiv, ja fast schokoladig bitter oder toastig schmecken. Für Laien sehen die Bohnen der beiden Sorten auf den ersten Blick sehr ähnlich aus. Aber das täuscht. Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal sind die Bohnen in Form und Grösse. Robustabohnen sind rundlicher und kleiner und haben einen fast geraden Einschnitt auf der flacheren Seite. Arabicabohnen dagegen sind insgesamt grösser und flacher, die Form ist deutlich ovaler. Die Einkerbung auf der flachen Seite ist in sanfter S-Form geschwungen – je nach Herkunft mehr oder weniger deutlich. Der genetische Code verteilt sich bei der Robusta auf 22 Chromosomen, die Arabica hat doppelt so viele. Das zeigt sich in Details wie Form und Farbe der Blätter, ganz besonders aber beim Wuchs. Während wild wachsende Robustas bis zu 10 m hoch werden können, begnügt sich die Arabicapflanze mit nur 6 – 8 m, was wohl auch mit den Hochlagen zu tun hat.

Schmeckt 100% Arabica denn grundsätzlich besser?

Mit der Bezeichnung „100% Arabica“ lassen sich von den Importeuren und Kaffeeröstereien wesentlich höhere Preise auf dem Markt durchsetzen. Derweil ist „100% Arabica“ einfach nur eine simple Inhaltsangabe und hat keine Aussage über die Qualität des Inhalts. „100% Arabica“ sagt auch rein gar nichts darüber aus, ob dir der Kaffee schmecken wird oder nicht. Interessanterweise zeigt die Erfahrung, dass bei einer Verkostung verschiedener Kaffees, meistens eine Mischung mit Robusta-Anteil bevorzugt wird, denn sie ist harmonischer und kommt dem individuellen Geschmacksempfinden am nächsten. Der Grund liegt wohl in der Verbindung zu Italien, dem Heimatland des Espresso, wo uns der Kaffee fast immer am besten schmeckt und dort immer Mischungen mit Anteilen von Robusta verwendet. Denn auf den intensiven Geschmack einer hochwertigen Robustabohne möchte in Italien niemand verzichten.

KOFFEIN IM BLUT: Arabica versus Robusta – die Qualität und Mischung macht’s / … und der Barista zaubert die Blume in den Milchschaum © stefandrexl.de

KOFFEIN IM BLUT: Arabica versus Robusta – die Qualität und Mischung macht’s / … und der Barista zaubert die Blume in den Milchschaum © stefandrexl.de

Arabica oder Robusta – worin liegt der Unterschied?

Die Kaffeekirschen, in dessen Kern die Kaffeebohnen reifen, wachsen an einem Kaffeebaum oder –strauch der Familie der Rotgewächse (Rubicacae) und gehören zur Gattung Coffea (Kaffee) mit etwas mehr als 120 bekannten Sorten. Wirtschaftliche bedeutend sind derzeit lediglich zwei Arten: Die Coffea Arabica und die Coffea Canephora, bekannt unter der Bezeichnung Robusta. Natürlich existieren noch weitere Kaffeesorten, die weltweit auch angebaut und getrunken werden. Da sie aber wirtschaftlich eher unbedeutend sind, ist es in Europa sehr schwierig diese Kaffeesorten zu erwerben. Die beiden beliebtesten Kaffeesorten, Coffea Arabica und Coffea Canephora sind durchaus zwei unterschiedliche Pflanzen. Die in ihrem Ursprung aus Äthiopien stammende Coffea Arabica bevorzugt höhere und kühlere Lagen von 800 – 2500 Meter und ist wesentlich senibler für Krankheiten oder beir Temperaturschwankungen. Aufgrund der erforderlichen Höhenlage des Arabicas sind die bevorzugten Anbaugebiete in Südamerika und Afrika. Die Arabicabohne wird generell als feiner, komplexer und mit einer wohlschmeckenden Fruchtsäure beschrieben. Der Koffeingehalt derArabica liegt bei etwa 1,1 – 1,7%.

Im Vergleich dazu ist die Coffea Canephora mit der Robustabohne, wie ihr umgangssprachlicher Name schon beschreibt, deutlich robuster. Die Coffea Canephora stammt aus West- und Zentralafrika, sie ist viel widerstandsfähiger und wächst am besten im feuchteren und wärmeren Klima tieferer Lagen von 200 – 300 Metern. Es gibt auch keinen Grund, ihren Anbau in höhere Regionen zu verlegen. Die Coffea Canephora kann in großen Mengen in den niedrigeren Lagen gut in größeren Mengen angebaut werden. Aus diesem Grund hat sich Vietnam als das weltgrößte Anbauland von Robusta entwickelt und sich in der Kaffeeproduktion auf den zweiten Platz hinter Brasilien geschoben, noch vor allen afrikanischen und anderen südamerikanischen Ländern. Die Coffea Canephora trägt erheblich mehr Früchte, die auch schneller reifen. Ihr Geschmack wird meist als wesentlich bitterer und rassiger beschrieben. Auch besitzt Robusta im Vergleich zu Arabica einen deutlich höheren, ja fast doppelten Koffeingehalt von 2 – 4,5%. Während der Koffeingehalt durch das Rösten kaum zu beeinflussen ist, können die Chlorogensäuren durch langsame und schonende Röstverfahren deutlich reduziert werden. Auch beim Gehalt an Chlorogensäuren hat die Robustabohne die Nase vorn. Diese Säuren sind harntreibend und können bei magenempfindlichen Menschen unter Umständen Unwohlsein und Verdauungsstörungen verursachen.

Hohe Preise – mindere Qualität – der deutsche Arabica

Nach Öl ist Kaffee ist der am meisten gehandelte Rohstoff der Welt und deshalb wird sein Preis in der Regel auch an den internationalen Rohstoffmärkten festgelegt. Allerdings werden in New York und London nur die beiden Sorten Arabica und Robusta gehandelt, was individuellen Qualitätsabstufungen, anderen Herkunftsländern oder Sorten natürlich keinen Handlungsspielraum mehr lässt sich auf dem Weltmarkt zu präsentieren. Immer mehr Kaffeeproduzenten bevorzugen daher den „direkten“ Handel mit den Erzeugern ohne den Umweg über die komplexen Börse zu nehmen und von deren Preispolitik abhängig zu sein. Das hat große Vorteile, ganz besonders für die bewußten Kaffeegenießer unter den Kunden. Der Kaffeeproduzent kann sich dadurch für einzelne Erzeuger und ihre individuellen Sorten, bestimmte Anbaugebiete und Herkunftsländer entscheiden und vor allem seine gewünschte Qualität auswählen. Da der Arabica international nicht nur geschmacklich als der qualitativ hochwertigere Kaffee bezeichnet wird und sein Anbau in den Hochlagen erheblich aufwendiger ist, liegen natürlich auch der Börsenpreis deutlich höher als die der Robustabohne. In Deutschland landet in der Regel die schlechteste Qualität an Kaffeebohnen – Industrieware. Das liegt daran, dass hierzulande selbst am Kaffee gespart wird, vielmehr an dessen Qualität, denn für den „Coffee to go“ oder aus der Kapsel verschiedener Marken zahlt man bereitwillig überteuerte Preise – allerdings für den Lifestyle und nicht für die Qualität des Inhalts.

Kaffee – eine Frage des guten Geschmacks?

Kaffee aus der Arabicabohne besitzt eine höhere geschmackliche Komplexität im Vergleich zu Robusta. Entscheidend ist dafür natürlich die exakte Bedeutung von geschmacklicher Komplexität im Kaffee zu verstehen. So werden generell intensive und kräftige Aromen in Richtung Nuss, Schokolade, Karamell bevorzugt, während ein großes Säurespektrum und Fruchtigkeit nur wenigen Menschen zusagen. Nun ist aber vor allem die Säure eine bedeutende Eigenschaft des hochwertigen Arabica. Das führt in der Konsequenz leider dazu, dass die meisten Arabicabohnen im mitteleuropäischen Raum zu dunkel geröstet werden, um den fruchtigen und säuerlichen Geschmack in den Hintergrund treten zu lassen.

Nun ist der Robusta hingegen eigentlich genau dafür gerade zu prädestiniert, um dieses weniger fruchtiges und säuerliches Geschmackserlebnis im Kaffee hervorzurufen. Sein Geschmack ist deutlich kräftiger, herzhafter und besonders mit Milch als Cappuccino erzeugt der Robusta meist eine schokoladige Note. Aus diesem Grund werden besondere Mischungen aus beiden Sorten hergestellt, sogenannte „Blends“, welche die verschiedenen Qualitäten des Arabicas und Robustas kombinieren. Diese Kombination ermöglich es dem Röster die besten Eigenschaften der beiden Bohnesorten durch die Röstung herauszuholen, sie zu verstärken und ein einzigartiges Geschmackserlebnis zu erzeugen.

Was ist denn jetzt besser- Arabica oder Robusta?

Ob nun deshalb Arabica oder Robusta der bessere Kaffee ist, das ist letztendlich eine Frage des Geschmacks, denn es sind schlichtweg zwei völlig unterschiedlich Bohnen- und Kaffeesorten. Es kommt einfach darauf an, was man persönlich bevorzugt und welches Ergebnis man möchte, denn beide Kaffeesorten können zu einem guten Geschmackserlebnis führen. Richtig ist, dass günstige Robustasorten mit minderer Qualität auch meist einen schlechtere geschmacklich Qualität aufweisen, als das grundsätzlich schon einmal bei Arabica der Fall ist. Vor allem Großröster verlangen häufig nach sehr billigem Robusta für günstig gemahlene Kaffees um die Packungen zu füllen. Und weil Robusta leichter und einfacher hergestellt werden kann, wird er eben häufig für diesen Zweck missbraucht. Allgemein werden die Arabicabohnen geschmacklich höher eingeschätzt als die Robustas. Sie sind in der Regel weicher, aromatischer und weniger bitter. Dafür überzeugen die Robustas mit dem besseren Körper. Viele Espressosorten möchten das Beste aus beiden Welten vereinen und bestehen deshalb aus einer Mischung beider Arten.

„In Vino veritas“ gilt auch für Kaffee

Am besten lassen sich die beiden bekanntesten Kaffeebohnen mit den verschiedenen Weinsorten vergleichen. Grundsätzlich zu behaupten, „Robusta sei qualitativ schlechter“ wäre vergleichbar mit der Aussage „Rotwein ist qualitativ schlechter als Weißwein“. Diese Behauptung ist falsch und nicht haltbar, denn seit einigen Jahren werden von immer mehr Kaffeebauern qualitativ hochwertige Robusta-Kaffees angebaut und die Nachfrage unter den Röstereien steigt. Es gibt sensationell gute Röstungen speziell für Espresso, die aus 100% Robusta bestehen und in Geschmack und Qualität, als auch im Preis über manchem hochwertigen Arabica liegen. Und so schließt sich der Kreis und wir stellen fest, dass die Aussage 100% Arabica oder Robusta alleine kein Qualitätsmerkmal sein kann.

Stünde auf einer Flasche Wein „100% Rotwein“, so heißt das eben auch nur in der Flasche ist 100% Wein aus roten Trauben. Nicht mehr und auch nicht weniger. Selbst wenn auf dem Etikett „100% roter Bordeaux“ stehen würde, dann würde das auch nichts über die Qualität des Inhalts aussagen, denn auch bei Rotweinen aus der Region Bordeaux gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Das ist auch die Wahrheit bei Kaffeebohnen und so werden an den internationalen Rohkaffeebörsen die unterschiedlichsten Qualitäten an Arabicabohnen gehandelt – und das zu völlig unterschiedlichen Preisen und aus völlig unterschiedlichen Ländern, wie den Brasilianischen Santos, Äthiopischen Yirgacheffe oder einen neue Arabicasorte von Haiti. Das selbe gilt natürlich auch für die Kaffeebohnen des Robusta. Es gibt günstige Robustabohnen aus dem Vietnam, und teure, qualitativ hochwertigere, wie den Indischen Monsooned Robusta oder den bekannten Indonesischen Java.

Mein Fazit

Möchte man in Zukunft Kaffee mit hervorragender Qualität und einem wunderbaren Geschmackserlebnis, so kauft man seine Kaffeebohnen beim nächsten Mal am besten bei einer individuellen mittelständischen Kaffeerösterei in der Region und lässt sich nach dazu beraten. Eine Verkostung der verschiedenen Kaffeesorten vor Ort ist meistens auch möglich. So wird man schnell selbst feststellen, dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist und sowohl Robusta als auch Arabica über viel mehr Geschmackserlebnisse und Varianten verfügt, als uns das in der Werbung großer Produzenten suggeriert wird. Die Aussage „100% Arabica“ ist daher keine grundsätzliche Definition für guten Geschmack und beste Qualitat. Ich persönlich bevorzuge eine Mischung qualitativ hochwertiger Kaffeebohnen einer Arabica aus Tansania mit Robusta aus Panama.

Kaffeeröstereien in und um München

Murnauer Kaffeerösterei GmbH, Am Mösl 4, 82418 Murnau
Erste Tegernseer Kaffeerösterei, Café & EspressoBar Felix, Tegernseerstrasse 104, 83700 Weißach, Gde. Kreuth / Tegernsee
SUPREMO Kaffeerösterei & Café, Kapellenstrasse 9, 82008 Unterhaching
Dinzler Kaffeerösterei AG, Wendling 15, 83737 Irschenberg
Vits Kaffeerösterei GmbH & Co.KG, Rumfordstrasse 49, 80469 München
Caffé Fausto GmbH, Birkenleiten 41, 81543 München
emilo Spezialiatätenrösterei GmbH, Levelingstrasse 18, 81673 München
Wildkaffee Rösterei, Wild & Wild GbR, Bahnhofstraße 40 & 42, 82467 Garmisch-Partenkirchen

Jedes Jahr werden neue Ernährungstrends durchs digitale Sportlerdorf getrieben. Die Superfood-Botschaften verbreiten sich dank Social Media rasend schnell und ungefiltert. Sie versprechen außergewöhnlich positive Wirkungen für Körper und Geist, für Gesundheit und Leistung, ohne wirklich etwas an seiner Ernährungsweise ändern zu müssen. Das klingt wunderbar und verlockend. Könnte es doch im nächsten IRONMAN für den gewissen Wettbewerbsvorteil sorgen und Trainingszeit einsparen. Auffällig oft investieren Triathleten in erfolgversprechende Ernährungstrends. Aber was ist dran am Hype? Wie super sind Superfoods & Co? Wir klären Mythen und stellen Alternativen vor.

Trends kommen, Trends gehen und manche bleiben. So oder so ähnlich verhält es sich mit Ernährungstrends. Das können spezielle Diäten wie Fasten oder Ernährungsformen wie vegan oder ketogen sein. Leicht in die täglichen Mahlzeiten integrieren lassen sich die besonders beliebten Superfoods wie Acerola, Chia, Goji, Ingwer oder Quinoa. Doch viele der exotischen Nahrungsmittel sind längst nicht so neu oder super, einigen fehlen weitgehend wissenschaftliche Nachweise. Versprochene gesundheitliche Vorteile „superfoodhaltiger” Nahrungsergänzungsprodukte sind ebenso selten bis gar nicht wissenschaftlich belegt. Manche Produkte eignen sich schlichtweg nicht für jeden Menschen gleichermaßen. So erfreuen sich seit einiger Zeit zum Beispiel aus Kokosöl oder Palmöl gewonnene MCT-Öle einer ungewöhnlichen großen Popularität.

MCT-Öl ist einer der neuen Ernährungstrends und wird als vielseitiger Heilsbringer der Superfoodindustrie gepriesen. Es enthält gesättigte Fettsäuren mittlerer Kettenlänge (Medium-Chain-Triglycerids), die unser Körper schneller als Langkettige spalten kann und direkt zur Leber transportiert. Die Dreifach-Ester bestehen aus 6 bis 12 Kohlenstoffatomen und enthalten Capron-, Capryl-, Caprin- und Laurinsäure. Die natürlichen, chemischen Eigenschaften, die Fettverbrennung befeuern, das Sättigungsgefühl beschleunigen und viele gesundheitlichen Vorteile besitzen.

MCT-ÖLE EHER MITTELMÄSSIG ALS MITTELKETTIG

MCT-Öle wurden ursprünglich medizinisch für parenterale Ernährungsweisen und therapeutische Diäten von Darmkrankheiten wie Fettverdauungsstörungen genutzt. Es erleichtert den Einstieg in eine Reduktionsdiät und lässt die Pfunde purzeln. Allerdings nur anfangs, denn schnell gewöhnt sich der Körper daran. Zusätzlich werden viele weitere, teilweise absurde gesundheitliche Vorteile für Körper und Geist versprochen, Alzheimerprävention bis Zeckenschutz. Es gibt für MCT-Öle bisweilen keine wissenschaftlich belegten Erkenntnisse, nicht für positive Langzeitwirkungen oder den Einsatz als „Schlankmacher” bei gesunden Menschen.

Allerdings sind Unverträglichkeitsreaktionen und schwere Mangelerscheinungen durch eine langfristige Einnahme bekannt. Zudem stehen die auch enthaltenen gesättigten Fettsäuren Myristin- und Palmitinsäure im Verdacht, den LDL-Cholesterin-Wert des Bluts zu erhöhen. MCT-Öl kann mit 90 Prozent gesättigten Fettsäuren kein geeigneter Ersatz für essenzielle, gesättigte Fettsäuren sein. Vor allem aber fehlen ihm ungesättigte Fettsäuren, in denen unter anderem wichtige natürliche, fettlösliche Vitamine enthalten sind. Eine fettreiche Ernährung mit guten, gesunden, überwiegend ungesättigten Ölen und Fetten ist wichtig für unsere Ernährung und kann nicht durch MCT-Öl ersetzt werden.

ZWEIFELHAFTER ERNÄHRUNGSTREND

Zum Kochen sollte man MCT-Öl nicht und natives Kokosöl nur gelegentlich nutzen. Durch Erhitzen über 120 Grad entstehen gesundheitsschädliche Transfette, ganz abgesehen vom bitteren Geschmack. Schädlich ist insbesondere auch deren Herstellung für das Klima aufgrund der Abholzung von tropischen Regenwäldern für die Monokultur von Palmölplantagen. Eine gesunde und nachhaltig Ernährung sollte neben der eigenen Gesundheit stets auch die Auswirkungen auf die Umwelt im Blick haben. Dennoch scheinen viele „ernährungsbewusste” Freizeitsportler noch immer lieber zweifelhaften Marketingversprechen als der seriösen Ernährungswissenschaft zu vertrauen. Sie betrachtet auf Grundlage umfangreicher Studien und Metaanalysen die gezielte Vermarktung von Kokosöl als vermeintlich gesundheitsförderndes Speiseöl eher mit großer Sorge.

Zwar sind gesättigte Fette länger hitzestabil, sie sollten dennoch nur in Maßen genutzt werden, solange deren Risiko für Herzerkrankungen nicht eindeutig geklärt ist. Es gäbe eigentlich genügend wissenschaftlich belegte Erkenntnisse für eine strategisch günstige Energiebereitstellung durch eine fett- und proteinreiche, gesunde Ernährungsweise anstelle zweifelhafter Ernährungstrends. Es gibt oft sogar bessere und vor allem günstigere Superfood-Alternativen aus Europa und der Region, deren Produktion und Transportwege meist nachhaltiger sind. Für die tägliche Verwendung sind pflanzliche Öle wie Lein-, Oliven-, Raps- oder Walnussöle gesünder als Kokos- und MCT-Öl, gerade für Menschen mit einem hohen Fleischkonsum. Durch ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, kräftigen pflanzliche Öle und Fette unser Immunsystem als Teil einer ausgewogenen Ernährungsstrategie.

SAUER MACHT LUSTIG UND SÄTTIGT: SAUERKRAUT

Regionale Superfoods kamen bei unseren Großeltern fast schon täglich auf den Tisch, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Doch vor lauter Hype ständig neuer Ernährungstrends gerieten sie zu Unrecht in Vergessenheit. Hierzulande beinahe schon legendäre ist die bunte Vielfalt der Kohlsorten und deren Zubereitungsarten. Das wohl beliebteste Kraut ist Sauerkraut, das durch einen Umwandlungsprozess organischer Stoffe mithilfe von Mikroorganismen der Fermentation hergestellt wird. Es hat uns den Spitznamen „Krauts” beschert. Das sehr schmackhafte Sauerkraut enthält viele Ballaststoffe, sättigt schnell und andauernd.

Die Fermentation hat seine Wurzeln in Ostasien vor etwa 3000 Jahren. Die eigentlich simple, aber sehr delikate Konservierungsmethode von Chinakohl durch Milchsäuregärung zu Kimchi hat große Tradition in der koreanischen Küche. Seine Nährstoffdichte und der hohe Vitamingehalt machen Kimchi zu einer exzellenten Nahrungsquelle in der kalten Jahreszeit. Seit dem Mittelalter ist diese köstliche Möglichkeit der Haltbarmachung bei uns bekannt und heimischer Weißkohl in Salzlake zu Sauerkraut vergoren. Die Fermentation in gesalzenem Wasser setzt Milchsäure und Essigsäure frei und verdoppelt dabei den Vitamingehalt. Fermentierte Kohl enthält besonders viel Vitamin A, B, C und Spuren von K, gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien, Enzyme und Mineralstoffe.

DREHEND MILCHSÄUREBAKTERIEN FÜRS IMMUNSYSTEM

Gerade Milchsäurebakterien sind wichtig für einen gesunden Darm, Vitamin A und C erhöhen die Widerstandsfähigkeit unseres Körpers vor bakteriellen und viralen Infektionen. Nach intensiven körperlichen Belastungen verbessert und beschleunigt Sauerkraut die Regeneration. Leider verträgt nicht jeder fermentierten Kohl gleichermaßen. Mit 0 Gramm Fett, etwa 2 % Proteine und 4 % Kohlenhydrate hat Sauerkraut nur 20 Kalorien pro 100 g und ist damit praktisch kalorienarm. Neben der besonderen Stärkung des Immunsystems ist der regionale Anbau von Kohl günstig und klimaverträglich. Die große Beliebtheit des Sauerkrauts in Bayern wurde 2018 sogar verfilmt.

DIE MILCH MACHTS – AUCH VEGAN

Hoher Fleischkonsum und Massentierhaltung sind ein Problem für das Klima und die Gesundheit der Menschen. Viele ernährungsbewusste Menschen suchen darum nach geeigneten Alternativen für Fleisch und tierische Milchprodukte. Clevere Hersteller haben entsprechend reagiert und Nahrungsmittel aus protein- und fettreichen Pflanzen entwickelt. Neben Fleischersatzprodukten, wie Tofu und Hummus sind Soja- oder Mandelmilch* gute und vegane Ersatzprodukte für Kuhmilch. Noch geeigneter wäre Hafermilch. Nahrungsmittel aus Hafer sind echte und nachhaltige Superfoods für die Gesundheit von Menschen und Klima, allen voran die Haferflocke.

POWERFOOD PORRIDGE – MEHR ALS EIN BREI

Wer kennt ihn nicht den Haferbrei zu neudeutsch Porridge? Haferflocken in warmer Milch aus Soja, Mandel oder Hafer eingeweicht mit etwas Zimt und Honig schmecken sensationell und sind sehr bekömmlich. Haferbrei kann in verschiedenen Varianten zubereitet und täglich zum Frühstück vor dem Training oder einem Rennen gegessen werden. Auch mit gebratenen Äpfeln sehr lecker. Haferflocken sind vielseitiger Alleskönner und ein echtes Powerfood. Hafer wächst regional, liefert viele essenziellen Nährstoffe, Mineralstoffe (Eisen, Magnesium, Zink, usw.) und Vitamine, unter anderem den höchsten Gehalt an B1 und B6.

HANF: DAS UNTERSCHÄTZTE SUPERPROTEIN

Wer Low Carb und mehr Protein bevorzugt, der sollte Hanfprotein versuchen. Das Pulver aus Hanfsamen hat einen hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt und mit ca. 50 g Protein eine besonders hohe Nährstoffdichte. Das macht Hanfprotein zu einer hervorragenden veganen Energiequelle im Alltag und nach intensivem Training. Hanfprotein zählt zu den Ernährungstrends schlechthin. Das hochwertige Protein in Hanf enthält viel L-Arginin reichlich, verzweigtkettigte Aminosäuren BCAA (Isoleucin, Leucin, Valin) in einem optimalen Verhältnis. Das pflanzliche Proteinpulver kann man unter eine Mahlzeit mischen oder als Milchshake zubereiten.

Es spricht nichts gegen die gelegentliche Verwendung von Kuhmilch für ein Shake. Sie enthält viele wichtige Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium und kann vor Bluthochdruck und Diabetes schützen. Milch per se zu verteufeln ist ebenso falsch, wie sie als den Heilsbringer partout einzustufen. Kuhmilch und Milchprodukte sollten als Teil einer ausgewogenen Ernährung aber stets maßvoll verzehrt werden. Wer einen Liter Milch oder Latte Macchiatto unmittelbar nach dem Sport oder einem Salat ex trinkt, der braucht sicht nicht über einen Blähbauch, Übelkeit oder anderen Beschwerden wundern. Das hat nichts mit einer Laktoseintolleranz zu tun, nach einer Mass Bier spricht schließlich auch keiner von Alkoholintolleranz. Am besten verwendet man ökologische Milch artgerecht gehaltener Kühe und holt idealerweise die Rohmilch direkt beim Biobauern aus der Region.

DIE MEXIKANISCHE ENERGIEQUELLE

Die vergangenen zwei Jahrzehnte waren stark von Ernährungstrends südamerikanischer Getreide- und Samensorten geprägt. Das optimale Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren mit 3:1, hochwertige Proteine und ein hoher Anteil Antioxidantien stärken das Immunsystem, schützen vor Entzündungen besonders Kraft und erhält die Gesundheit. Die populärsten Supersamen sind ganze oder gemahlene Chia Samen. Sie können roh oder gekocht zubereitet werden und ergänzen hervorragend frische Poké Bowls, Smoothies oder Müsli. Die grauweißen Powerkörner aus Mexiko galten als energiereiches Heilmittel der Azteken und Maya. Sie wirken unter anderem auf den Blutzuckerspiegel regulierend und helfen bei Diabetes und senken durch ihre blutverdünnende Wirkung nachweislich Bluthochdruck. Wird Chia Samen für den Verzehr gemahlen, kann man von vielen weiteren hochwertigen Inhaltsstoffen gesundheitlich profitieren. Chia Samen werden heute in tropischen und subtropischen Regionen weltweit kultiviert.

DIE WUNDERSAME ÄLTESTE KULTURPFLANZE

Wozu in die Ferne schweifen, wächst vor unsere Haustür doch ähnlich kraftvolle Wundersamen. Sie zählen längst nicht mehr zu den Ernährungstrends, denn viele kennen das pflanzliche Textilmaterial der Pflanze oder verwenden sein Öl zum Kochen und für die Holzpflege. Flachs ist eine der ältesten genutzten Kulturpflanzen, dessen Fruchtkapseln etwa zehn braun glänzenden Samen hervorbringen: seit der Steinzeit von Menschen genutzt und ist Leinsamen und dessen positiven Wirkungen fast in Vergessenheit geraten. Die Quell- und Schleimstoffe der flachen Samen stärken das Immunsystem, reinigen den Magen und Darm und pflegen und schützen die Schleimhäute. Die quellenden Ballaststoffe binden Giftstoffe, fördern die Verdauung und wirken abführend bei Verstopfungen.

Leinsamen enthalten mehrfach ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die vor Entzündungen schützen und positiv auf zahlreiche Körperfunktionen wirken. Leinsamen enthält 25% Eiweiß, darunter die essenziellen Aminosäuren Arginin, Leucin, Valin und Alanin. Die Vitamine B1, B2, B6 und Folsäure unterstützen den Stoffwechsel und die Energiebereitstellung. Leinsamen besitzt eine große Menge des antioxidativen Vitamins E, das Körperzellen vor schädigenden freien Radikalen, den hochreaktiver Sauerstoffverbindungen schützt. Kalium, Magnesium, Kalzium, Natrium und Eisen, das wichtig für die Blutbildung und Sauerstoffversorgung ist, machen Leinsamen zu einer reichhaltigen Mineralstoffquelle.

Leinsamen schmeckt nussig und lecker in Müsli, Porridge oder auch einfach nur in Buttermilch, Kefir oder Skyr. Um das gesamte Potenzial Wundersamen zu nutzen Samen sollte es einige Stunden vor dem Verzehr in warmen Wasser aufquellen. Die Flachspflanze wird in Europa angebaut und ist sehr widerstands- und anpassungsfähig. Leinsamen ist durch die kurzen Transportwege zudem ressourcenschonend und günstig und somit ein echtes und nachhaltiges Superfood für Körper und Klima.

ES GIBT ORIENTIERUNG IM ERNÄHRUNGSDSCHUNGEL

Die unzähligen Ernährungstrends machen das Angebot qualitativ hochwertiger Nahrungsergänzungsprodukte und echter Superfoods von Jahr zu Jahr unüberschaubarer. Tatsächlich wissenschaftlich gestützte Neuigkeiten sind jedoch rar. Sportler, Gesundheitsbewusste und Hobbyköche teilen, liken und posten fleißig Bilder ihrer Mahlzeiten und neueste Rezepte. Ein wirklich zu begrüßender positiver Effekt ist, dass sich mehr Menschen intensiver mit ihrer Ernährung beschäftigen, kochen wieder gerne und öfter zusammen und bereiten ihre Mahlzeiten mit gewissem Stolz selbst zu. Dabei ist ein echter Trend zu erkennen: die Anzahl der verwendeten Zutaten bei der Zubereitung von Mahlzeiten wird übersichtlicher, es zeichnet sich ein Minimalismus in den Küchen ab. Das mag wolmöglich auch daran liegen, dass die Mahlzeiten für Instagram, Facebook, Pinterest & Co. besser aussehen?

Neben Ernährungstrends, all den fotogenen Posts von Essen oder zahlreichen Food-Blogs sollte man jedoch nicht vergessen, worum es bei unserer Ernährung grundsätzlich geht: Die Versorgung unseres Körpers mit allen lebenswichtigen Nährstoffen für die Erhaltung unserer Gesundheit und die Energiebereitstellung für die körperliche Leistungsfähigkeit. Die Auswahl natürlich hochwertiger Nahrungsmittel für den Leistungssport und täglichen Bedarf ist regional groß. Ernährung muss nicht hip und teuer sein, sondern sollte wissenschaftlich gestützt sein.

Der Blick in die mediterrane Küche ist eine gute Orientierung, sie bietet weitaus mehr als Pizza und Pasta. Nahrungsmittel sollten so natürlich und unverarbeitet als möglich sein, die Zutaten einer zubereiteten Mahlzeit sollte man erkennen können und Nahrungsergänzungsprodukte nur für einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Nahrungsergänzungsprodukte können echte Mahlzeiten aber nicht ersetzen. Wer die Vorteile einer nachhaltig gesunden und ausgewogenen natürlichen Ernährung nutzt, wird auch im Training und Wettkampf auf ganzer Linie profitieren. Guten Appetit!

ÜBRIGENS

MCT-Öl hat keine wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteile für die Ernährung gegenüber anderen natürlichen Ölen und ist kein „Abnehm-Fett”. Der Erfolg der stark verarbeiteten und umweltschädlich hergestellten Triglyceride ist auf aggressiven Marketing eines Mythos begründet.

Der Großteil des Sojas in Nahrungsmitteln kommt übrigens aus der Überproduktion von Futtermittel für die Massentierhaltung. Knapp zwei Drittel des Sojas werden heute in Europa kultiviert. Selbst wenn alles Soja für die Herstellung Nahrungsmittel eigens angebaut würde und man dadurch den Fleischkonsum reduzierte, wäre das nachhaltiger.

Für Hanfprotein verwendeter Hanf ist frei von THC, es wirkt nicht berauschend und macht auch nicht abhängig. Rauchen sollte man es dennoch nicht.

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* Pflanzlich hergestellte Produkte dürfen aufgrund möglicher Verwechslungen nicht die Bezeichnung Milch, Butter oder Joghurt enthalten, so der EuGH. Sie müssen von Herstellern z.B. Sojadrink, Hafertrunk o.ä. bezeichnet werden.

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QUELLEN

MCT
Wikipedia MTC
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Süddeutsche Zeitung
Stiftung Warentest
Ernährungsmedizin Blog
Foodwatch Kokosöl
Foodwatch Gute Öle
Deutsche Apotheker Zeitung  
American Heart Association
National Institutes of Health

SAUERKRAUT
Wikipedia Sauerkraut
Wikipedia Kimchi
Wikipedia Sauerkrautkome
Zentrum der Gesundheit
Wikipedia Sojabohne
Wikipedia Haferflocken
Zentrum der Gesundheit

Milch
MRI Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel
Stiftung Warentest

Leinsamen / Chia Samen
GEO Magazin
Ecodemy GmbH
Landeszentrum für Ernährung Baden Württemberg
Wikipedia Leinsamen
Bayerischer Rundfunk
Verbraucherzentrale

 

Eine Tofu Poké Bowl ist simpel und im Hand umdrehen zubrereitet, vor allem aber ist sie durch ihre qualitativ hochwerigen Zutaten super gesund. Essentielle Proteine, ungesättigte Fettsäuren und komplexe Kohlenhydrate liefern wichtige Nährstoffe für die Energiebereitstellung, die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente stärken unser Immunsystem. Auch wenn Du deine Poké Bowl nach belieben zubreiten kannst, so sollten alle Nahrungsmittel stets natürlich und frisch sein.

Das Gebot der Stunde ist, das Immunsystem zu stärken, gerade als Ausdauersportler und in der Übergangszeit im Frühling. Dein Immunsystem entscheidet, ob es zu einer Infektion kommt oder wie schwer eine Krankheit tatsächlich verläuft. Unterstütze deinen Körper sich selbst mit den richtigen und hochwertigen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen optimal zu schützen.

Eine bunte Poké Bowl sieht nicht nur super lecker aus, sie ist auch sehr gesund, vorausgesetzt du achtest stets darauf, frische und natürliche, unverarbeitet Nahrungsmittel zu verwenden. Je nach Bedarf, ob vor oder nach einem Training, zur besseren Regeneration oder vor einem Wettkampf, und der Tageszeit sollten entsprechend angepasst immer alle Nährstoffe bei der Zubereitung berücksichtig werden. Eine Poké Bowl ist meist Low Carb aber kann natürlich auch optimal für das Carbo Loading zubereitet werden. Eine Poké Bowl ist ideal für jede Ernährungsweise, ganz egal ob Du’s scharft oder süss-sauer magst, Fleisch oder Fisch bevorzugst, Vegetariar oder sogar Veganer bist. Es gibt Möglichkeiten für fast jede Geschmacksrichtung.

GLOBALE EVOLUTION EINES ORIGINALS

Das Original der Poké Bowl geht zurück auf polynesische Fischer, die ihren frischen Fang erst mit Salz haltbarer machten und ihn später mariniert zusammen mit Algen, gegartem Gemüse und Südfrüchten in er Schale aus Bananenblättern verspeisten. Reis oder Süsskartoffeln wurden durch japanische Einwanderer später hinzugefügt und über Kalifornien nahm dann die Kreativität ihren Lauf. Dem weltweiten Siegeszug der Poké Bowl und ihrer individuellen regionalen Evolution in den Food Trucks rund um den Globus stand nichts mehr im Wege.

NATÜRLICH NACHHALTIG – VEGANE VIELFALT

So ist es nur konsequent, dass es mittlerweile zahlreiche Rezept für Poké Bowls gänzlich ohne tierschen Nahrungsmitteln gibt. Ein deutlicher Trend entwickelt sich zu ausschliesslich natürlichen pflanzlichen Zutaten aus nachhaltiger, ja sogar aus regionaler Herstellung. Das soll nicht Durck aufbauen oder Dir den Appetit verderben sondern die besondere Vielfalt dieser simpel und im Hand umdrehen zubereteiten Mahlzeit unterstreichen.

LEICHT, SCHNELL, GESCHMACKSINTENSIV

Die Zubereitung einer Poké Bowl ist unkompliziert und schnell – vorausgesetzt alle Zutaten sind vorrätig. Stets zu bevorugen sind dafür Nahrungsmittel aus biologischem und regionalen Anbau, soweit möglich und entsprechend des eigenen Geschmacks. Klar ist, das Avocado, Mango und Co. kaum regional angebuat werden, dann sollte zumindest auf Bio-Qualität und andere Qualitätsmerkmale geachtet werden. Auch den Sushi Reis gibt es nicht aus der Region, er kann dafür vorrätig und in grösseren Mengen gelagert werden.

Der Sushi Reis ist die einizge Zutat, was für Poké Bowls gekocht werden muss, selbst für die Variante mit Fisch gilt das. Je nachdem wie bunt und frisch Du deine Poké Bowl zubereiten möchtest, solltest Du die entsprechenden Zutaten einkaufen. Es gibt aber auch eine gute Auswahl hochwertig konservierter Zutaten in Gläsern und Dosen, die Du lange in grösseren Mengen vorrätig lagern kannst. Auch damit lassen sich geschmacksintensive Poké Bowls zubereiten.

GESUNDE BUNTE TOFU POKÉ BOWL

Für die traditionelle Zubereitung einer Poké Bowl ohne Fisch (einschleisslich Fleisch) wird Tofu aufgrund seiner pflanzlichen Herstellung und seines hochwertigen Proteinreichtums mittlerweile bevorzugt verwendet. Der aus Sojamilch hergestellte Tofu – das verfahren ist ähnlich der Käserzeugung aus Kuhmilch – kann gebraten, gegrillt, frittiert oder auch nur mariniert mit Ingwer, Sojasauce und Sesamöl für die Poké Bowl zubereitet werden.

WIE LANGE DAUERT’S?

Zubereitung Tofu Poké Bowl 20 – 30 min

Vorbereitung Sushi Reis 30 min

WAS BRAUCHT’S?

Material für die Zubereitung Tofu Poké Bowl

  • 1 Topf mittelgross
  • 1 Pfanne
  • 1 Pfannenwender (Holz)
  • 1 Kochlöffel (gross, Holz)
  • 2-4 Schalen mittelgross
  • 1 Geschirrtuch frisch
  • 1 Messer mittellang
  • 1 Raspel (für Ingwer und Karotten)
  • 1 Hobel (für Radieschen)
  • 1 Löffel gross
  • 3-4 Schüsseln (Bowls)

WAS KOMMT REIN?

Zutaten für Tofu Poké Bowl (3-4 Personen)

Qualität und Herkunft der Zutaten beachten: Biologischen und regionalen Anbau nach Möglichkeit bevorzugen!

Alternative Zutaten für Tofu Poké Bowl

Manchmal muss es schnell gehen oder man hat nicht alle Zutaten frisch im Haus, dann gibt es alternativ manche Zutaten eingemacht im Glas oder in der Dose – mittlerweile auch in Bio-Qualität. So zum Beispiel Cannellini, Sojasprossen oder Mango.

WIE GEHT’S?

Zubereitung Sushireis für Poké Bowl

  1. Sushi Reis mit kühlem Wasser waschen bis das Wasser nicht mehr milchig (nur noch leicht getrübt), abgiessen, trocken ruhen lassen
  2. 4 EL Reisessig, 2 EL Ahornsirup, 1 Brise Salz in vorgewärmter Schale gut verühren, Sushi Reis Marinade abkühlen lassen
  3. Sushi Reis in Topf geben, handwarmes Wasser dazugeben bis der Reis etwa ein Finger breit bedeckt ist (Verhältnis 4:5)
  4. Eine Brise Salz einrühren
  5. Topf mit Geschirrtuch abdecken, Deckel drauf, nicht mehr öffnen
  6. Sushi Reis bei hoher Hitze aufkochen, bis man es kochen hört, Herd abschalten – Deckel nicht öffnen!
  7. Topf nach etwa 10 min vom Herd nehmen – Deckel nicht öffnen!
  8. Sushi Reis etwa 10 – 20 min im abgedeckten Topf ruhen lassen
  9. Marinade mit Kochlöffel vorsichtig unter den Sushi Reis ziehen bis der Reis glänzt – vermeide den Reis zu zerquetschen!
  10. Sushi Reis weiter ruhen und abkühlen lassen.

Zubereitung Marinade für Tofu

  1. Frühlingszwiebeln waschen, trocknen, in feine Ringe schneiden
  2. Ingwer putzen und fein raspeln
  3. Limette halbieren und von 1 halben Limette Saft auspressen
  4. Sojasauce, Sesamöl, Limettensaft, 1 Brise Piment und 3 EL Ahornsirup in vorgewärmter Schale gut verühren

Zubereitung Tofu für Poké Bowl

  1. Tofu mit kaltem Wasser leicht waschen, trocken abtupfen
  2. Tofu in daumenbreite Würfel (etwa 1 cm) schneiden
  3. Tofu in die Schale mit Marinade geben, vermischen, kalt stellen

Zubereitung Edamame für Poké Bowl

  1. Edamamebohnen (oder weisse Bohnen oder Sojasprossen) waschen und trocknen (solltests du nur Edamameschoten bekommen, kannst Du die Bohnen aus den Hülsen schälen)
  2. Koriander waschen und trocken schütteln
  3. Korianderblätter abzupfen und klein hacken
  4. Klein gehackten Koriander zusammen mit Edamame in einer Schale vermengen

Zubereitung Gurke, Karotten, Radieschen für Poké Bowl

  1. Gurke, Karotten und Radieschen waschen und trocknen
  2. Enden der Gurke, Karotten und Radieschen abschneiden
  3. Gurke halbieren und mit dem Löffel die Kerne ausschaben
  4. Gurkenhälften erneut halbieren und in fingerbreite Würfel schneiden
  5. Karotten in lange Streifen raspeln und mit Limettensaft beträufeln
  6. Radieschen in dünne Scheiben hobeln

Zubereitung Mango für Poké Bowl

  1. Mango links und rechts entlang des Kerns (etwa daumenbreit) teilen
  2. Fruchtfleisch der Mangohälften bis zur Schale vorsichtig in Wüfel einschneiden
  3. Mangohälften umstülpen und die Würfel mit dem Löffel abschälen

Zubereitung Avocado für Poké Bowl

  1. Avocado vorsichtig am Kern teilen, den Kern entfernen
  2. Fruchtfleisch der Avocadohälften bis zur Schale vorsichtig in dünne Spalten einschneiden
  3. Avocadopalten mit dem Löffel vorsichtig aus der Schale heben und mit Limettensaft beträufeln

Zubereitung Wakame für Poké Bowl

  1. Goma Wakame Algen waschen und trocknen
  2. Sesamsamen in erhitzter Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Öl goldbraun rösten
  3. Algen in eine Schale geben, mit Limettensaft beträufeln, Sesamöl untermischen, einen Teil des gerösteten Sesamsamen und Kurkuma dazugeben, ziehen lassen

Zubereitung einer Portion Poké Bowl

  1. Gekühlten Sushi Reis in eine Schüssel (Bowl) geben
  2. Aufgefächerte Avocadospalten mittig auflegen
  3. Edamamebohnen, Gurkenwürfel, Karottenraspel, Mangowürfel, Radieschenscheiben, marinierte Wakame Algen aussenherum drapieren
  4. Marinierter Tofu darüber geben
  5. Gehakter Koriander, geröstete Sesamsamen darüber streuen
  6. Mit Sojasauce, Salz, Piment bei Bedarf abschmecken

GUTEN APPETIT! – ENJOY YOUR MEAL!

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