Lange schwimmen und dauerhaft Luft ohne einer Kopfdrehung ermöglicht der Ameo Powerbreather. Nach mehr als fünfjähriger Entwicklungszeit mit intensiven Tests hat Ameo seinen innovativen Schnorchel präsentiert und dafür prompt den Ispo Award 2012. Weitere drei Jahre sollte es dann noch dauern, in denen an den Details getüftelt wurde, bis schließlich 2015 ein technisch durchdachtes Produkt von hoher Qualität für den Einsatz im Schwimmtraining von Triathleten und Freiwasserschwimmern entstand.

Der Ameo Powerbreather soll während des Schwimmtrainings und Kraulen ein gänzlich freies Atmen ohne Drehung des Kopfes ermöglichen. Vor allem für das Techniktraining und lange GA2 Einheiten soll der AMEO PowerBreather einen großen Vorteil und Komfort bieten: Der Schwimmer kann sich damit ausschließlich auf eine korrekte Bewegungsausführung, den reinen Vortrieb sowie die Wasserlage konzentrieren. Ich habe den Powerbreather bekommen und soll den innovativen Schwimmschnorchel in den nächsten Trainingseinheiten auf seine Alltagstauglichkeit testen: Zum einen aus der Perspektive des Trainers zusammen mit den unterschiedlichsten Athleten. Zum anderen selbst, um persönlich ein Gefühl für dessen optimalen Einsatzbereich und seine Vorteile auszuloten. Natürlich können auch Schwimmeinsteiger äusserst von dem neuen Schnorchelsystem profitieren. Der Schwimmer erhält mit dem Schnorchel ein höheres Sicherheitsgefühl ausreichend Atmen zu können und kann sich dadurch gänzliche dem Erlernen der richtigen Schwimmtechnik im Wasser widmen.

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Mehr Informationen
Mehr Atemluft mit dem Ameo Powerbreather

Zu den ersten Top-Athleten der Schwimm- und Triathlonszene, die den Ameo PowerBreather testen konnten, zählen unter anderem Thomas Lurtz, zwölfmaliger Weltmeister im Freiwasser und Jan Frodeno, Triathlon Olympiasieger von 2008 und Ironman Weltmeister 2015. „Der Powerbreather ist eine großartige, technische Trainingshilfe und eine perfekte Unterstützung, um mit der Dauermethode ideal für Langdistanzen im Wasser zu trainieren,“ betont der Ironman Europameister 2015, Jan Frodeno. 2012 wurde der innovative Ameo Powerbreather mit dem ISPO Brand New Award ausgezeichnet, den Red Dot Design Award gab es dann 2015. Seit März unterstützt das Münchener Unternehmen mit seinem innovativen Hightech-Schnorchel den deutschen Triathlon Dachverband DTU und wird die deutschen Triathlon-Asse um Anne Haug und Gregor Buchholz fortan auf ihrem Weg zu Olympia 2016 nach Rio mit dem Ameo PowerBreather ausstatten.

Ich werde den Powerbreather von Ameo in den nächsten Wochen der Saisonvorbereitung intensiv persönlich und mit anderen Athleten testen, und Euch dann wieder darüber berichten.

Ameo Powerbreather: Lange schwimmen und dauerhaft Luft ohne einer Kopfdrehung

Ameo Powerbreather: Lange schwimmen und dauerhaft Luft ohne einer Kopfdrehung

Die Fakten

• Twist Lock System: Komfortable Anpassung an die individuelle Kopfgröße
• Speed Valve: Für eine schnelle Reaktionszeit des Ventils und widerstandsfreies Einatmen
•AMEO Fresh Air System: Innovatives 2-Wege-Trennsystem sichert die fortlaufende Einatmung von Frischluft bei stets freien D-Tubes
• Easy Fit Air Junction: Rasches, einfaches Anlegen bei maximaler Passgenauigkeit
• D-Tube: D-förmiger Querschnitt für bequemen, sicheren Halt bei gleichzeitig optimiertem Luftstrom (innen) und Strömungswiderstand (außen)
• Comfort Bridge: Gewährleistet ein angenehmes Tragegefühl des Mundstücks

Die Kosten

Ameo Powerbreather Sport (Einsteiger) 89,00 EUR
Ameo Powerbreather Lap Edition (Fortgescheschrittene / Rollwende) 99,00 EUR
Ameo Powerbreather Wave Edition (Triathleten / Freiwasser) 124,00 EUR

Weitere Informationen

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Es ist fünf Uhr und noch dunkel, die Milchstraße erstrahlt in ihrer ganzen Pracht und ich stehe am Start des Honolulu Marathons als ein gewaltiger Kanonenschlag die frühmorgendlich Stille durchbricht und den Boden im Herzen Polynesien erzittern lässt. Ich befinde mich inmitten des Pazifiks, 4000 Meilen von jeglichem Festland entfernt bei tropischen Klimabedingungen und warmen 22 Grad. Kräftige Regenschauer am Vorabend haben die Luftfeuchtigkeit auf 96% ansteigen lassen. Gemeinsam mit mehr als 22000 Menschen mache ich mich an diesem besonderen Ort auf die 42 Kilometer entlang der Südküste Oahus …
 
 

Wer vor seinem geistigen Auge ein Bild von Hawaii malt, wird ein großes Meer sehen, dessen Wellen erst die Surfer reiten, bevor sie über die hellblauen Riffe an weite Sandstrände spülen. Durch die Wolken blinzelt die Sonne und das sanfte subtropische Klima sorgt für eine immergrüne und üppige Vegetation, in der die Vielfalt der Natur und des Lebens sich kraftvoll entfaltet. Mit Hawaii, so scheint es, werden alle Phantasien eines Südsee-Paradieses verbunden. Und doch gibt es auf dem polynesischen Archipel auch noch andere Träume, die sich manch einer gerne erfüllen möchte. Nur wenige Regionen der Erde sind so bekannt wie Hawaii. Aber wer denkt bei den Inseln im Herzen des Pazifiks schon an Laufen? Dabei findet hier einer der größten Langstreckenläufe weltweit statt: Der Honolulu Marathon.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Das Meer ist immer im Blick ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Das Meer ist immer im Blick ©stefandrexl.de


 
 

Stets am zweiten Sonntag im Dezember findet bereits seit 43 Jahren der Marathon in der Hauptstadt Hawaiis statt. Er zählt zu den zehn größten Langstreckenläufen weltweit. Die Veranstaltung an diesem besonderen Ort, mit seinen außergewöhnlichen Bedingungen und dem frühen Start sind längst kein Geheimtipp mehr, immerhin nehmen jedes Jahr Läufer aus über 40 Nationen den weiten Weg zum pazifischen Archipel nach Oahu auf sich, um sich in Honolulu auf der Marathondistanz messen zu können. Unter Europäern sind die 42 km entlang des Waikiki Beachs und der Südküste Oahus bisher unbekannt. Überschaubar ist daher auch die Anzahl deutscher Starter, denn nur wenige Läufer verbinden das „Blaue Paradies“ und Honolulu mit einem Marathons. Hört man in unseren Breitengraden von Hawaii, denkt man in erster Linie an Wellenreiten oder vielleicht noch an den Ironman auf der benachbarten Insel Big Island.
 

Anpassung an das Klima und den Tagesrhythmus Hawaiis

Es ist Marathonwoche und die Wettervohersage für diesen Montag Vormittag verspricht leichte Tradewinds mit einzelnen Regenschauern bis 27°C, überwiegend sonnig bei 95% Leuftfeuchtigkeit. Die Zeitverschiebung von zwölf Stunden wirkt sich nach der langen Anreise anfänglich noch auf meine Schlafdauer aus. Also stehe ich früh auf um eine lockere Morgenrunde zur Akklimatisierung entlang der North Shore, der Nordküste von Oahu zu laufen. Warum eigentlich den Wetterbericht anhören, denke ich mir während der ersten Meter. Heimatliche Gewohnheit! Das Wetter auf Hawaii ist beinahe täglich ähnlich: ein subtropisches Klima mit mal mehr oder wenigen Regenfällen. Nach wenigen Minuten leichter, körperlicher Anstrengung ist man vollkommen durchfeuchtet. Der Vorteil ist, man muss sich kaum Gedanken machen, was man täglich anzieht, zudem stehen Duschen in jedem Beach Park. Short, Shirt, Shoes und los geht’s.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Subtropisches Klima an Oahu's North Shore ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Subtropisches Klima an Oahu’s North Shore ©stefandrexl.de


 
 

Es ist halb sieben morgens und ich laufe Richtung Nord-Westen entlang des Farrington Highways und Kaena Point. Auf meinem Rückweg drehe ich eine Runde um das Dillingham Airfield und am Horizont geht die Sonne über den Ananasfeldern. Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt es überall nach frischen Blüten zu duften: Jasmin, Orchideen und Hibiskusblüten, ein wahrer Blütenrausch. Diese Jahreszeit ist gerade zu ideal, gelegentliche warme Regenschauer sorgen für eine angenehme Erfrischung und die Natur entfaltet ihre volle Pracht. Das Klima mit der hohen Luftfeuchtigkeit ist allerdings auch nicht zu unterschätzen und so ist das erste Training mit moderatem Tempo für eine aktive Regeneration. Die Gewöhnung an die klimatischen Bedingungen ist im Hinblick auf den Honolulu Marathon sehr wichtig, vor allem die Atmung fällt wegen der stark gesättigten Luft bei den erst Trainingsläufen schwer. Mindestens eine Woche vor dem Start anzureisen hilft, um sich rechtzeitig von den Strapazen des langen Fluges zu erholen.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Sunrise bei der morgendlichen Laufeinheit ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Sunrise bei der morgendlichen Laufeinheit ©stefandrexl.de


 
 

Haleiwa – Idyll der North Shore

Auf Oahu bietet es sich an, mit dem Auto erst einmal raus aus dem Trubel nach Norden zu fahren und entspannt die Insel zu erkunden. Auf dem Weg zur North Shore macht man am besten einen kurzen erfrischenden Abstecher zu Dole, dem weltweit größten Hersteller von Ananas. Nach einer kurzen Plantagenbesichtigung kann man dann die zahlreichen fruchtigen Variationen verköstigen. Lässt man die endlos scheinenden Ananasfelder hinter sich und fährt den Kamehameha Highway weiter nach Norden, dann erreicht man als erstes das historische Städtchen Haleiwa, das einst ein beliebtes Ausflugsziel der letzten Königin Hawaiis, Queen Lili`uokalani war. Heute ist Haleiwa die Heimat von Surfern, Künstlern, Intellektuellen und Aussteigern. Die wenige Zeit zwischen Wellenreiten und der Arbeit verbringen viele Surfer und Einheimische für einen geselligen Kaffee in einer der Röstereien. Hier ist Hawaii noch sehr authentisch und das Motto „Hang loose“ – sich einfach mal treiben lassen.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Feriendomizil der letzten Königin Hawaiis ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Feriendomizil der letzten Königin Hawaiis ©stefandrexl.de


 
 

Der Duft von frisch geröstetem Kaffee und Meer

Am Marketplace trifft man immer jemanden und kommt völlig unkompliziert ins Gespräch. Ich hole mir in der Coffee Gallery einen frisch gerösteten Kaffee und ein leckeres vegetarisches Sandwiches mit Hummus, Avocado und frischer Papaya. Anschließend gehe ich runter ans Meer zum Haleiwa Beach Park, lege mich unter die Palmen und beobachtet die Surfer. Salzige Luft und frischer Kaffee, was will man mehr! Wer etwas warmes zu essen bevorzugt, der bekommt gegrillten frischen Fisch an einem der Imbisse-Wägen an der Straße. Die umgebauten Garküchen aus ehemaligen Lieferwägen gibt es an fast jeder Ecke. Ich nehme gerne Mahi Mahi Steaks, das ist ein pazifischer Weissfisch, dazu gibt es etwas Reis und Salat. Wer Fleisch bevorzugt, dem kann ich Teriyaki-Chicken empfehlen, eine hawaiische Spezialität. Wem es an der North Shore gut gefällt, dass er hier übernachten möchte, der sucht sich am Besten eine der zahlreichen privaten Unterkünfte in Haleiwa. Direkt vom Beach Park aus hat man gute Trainingsmöglichkeiten und kann auf geteerten Radwegen wunderschöne Strecken nach Waialua und Mokuleia laufen. Sind die Wellen einmal zu hoch, um im Meer zu schwimmen, dann findet man in Waialua auch ein Schulbad mit 25 Metern, um seine Bahnen zu ziehen.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Es duftet nach frisch gerösteten Kaffeebohnen in der Coffee Gallery ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Es duftet nach frisch gerösteten Kaffeebohnen in der Coffee Gallery ©stefandrexl.de


 
 

Honolulu Marathon mit einzigartigem Flair

Er zählt mit Recht zu den wunderschönsten Läufen der Welt. 2010, mit der 38. Auflage konnte ich mich selbst davon überzeugen. Auf der gesamten Strecke werden die Teilnehmer von einer einzigartigen Begeisterung und faszinierenden Stimmung getragen. Der Aloha Spirit ist hier nicht ein Lippenbekenntnis, er ist Ausdruck eines besonderen Lebensgefühls. An einem der zauberhaftesten Flecken der Erde werden die Läufer von den Zuschauern und freiwilligen Helfern mit einer Leidenschaft, Herzlichkeit und Mitgefühl unterstützt – vom Ersten bis zum Letzten. Das erfordert echte Ausdauer, denn auf Oahu kann es schon einmal länger dauern. Aloha bedeutet auch, in der Ruhe liegt die Kraft. Der Honolulu Marathon kenn kein Zeitlimit für die Teilnehmer, jeder läuft so schnell wie er eben kann und so war es in diesem Jahr kurz vor sieben Uhr am Abend als schließlich der letzte Läufer ins Ziel kam.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Ersehnte Erfrischung nach dem Zieleinlauf ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Ersehnte Erfrischung nach dem Zieleinlauf ©stefandrexl.de


 
 

Die Marathon Elite in Honolulu

Auf Hawaii erfolgt der Start für alle gleichzeitig, gemeinsam mit der Elite und es gibt keine Startblöcke. Jeder stellt sich entsprechend seiner läuferischen Leistung auf, das klappt hervorragend und jeder lässt ausreichend Freiraum zu seinen Mitbewerbern. So ist auch durchaus möglich vor dem Start neben einem kenianischen Weltrekordler oder dem späteren Sieger zu stehen und sich etwas zu unterhalten. Auf Hawaii ist das ganz selbstverständlich. In der ersten Reihe waren in diesem Jahr unter anderem mit der Sieger von Antwerpen und Zweite des diesjährigen Berlin Marathons, Patrick Makau und Jimmy Muindi, der Titelverteidiger aus Kenia zu sehen. Ein Zeichen dafür, dass sich Honolulu auch unter den Langstreckenspezialisten als durchaus interessanter Marathon herum gesprochen hat. Immerhin hat Makau in diesem Jahr die Jahresbestzeit aufgestellt.
 

Allerdings spielten die Zwei diesmal bei der Entscheidung um den Sieg des Honolulu Marathon 2010 keine Rolle. Patrick Makau war vielmehr zur Regeneration auf den polynesischen Inseln und absolvierte ausschließlich die ersten 10 km als Traininglauf und Tempomacher. Er wollte sich einen ersten Eindruck verschaffen und den Honolulu Marathon erst einmal beobachten bevor er hier ernsthaft in den nächsten Jahren über die gesamte Distanz läuft: „Das Bedarf mehr als nur schneller Beine“, wie mir der sympathische Kenianer vor dem Start erzählte. Die Erfahrung spielt auf dieser Strecke bei diesen Bedingungen eine ganz große Rolle und die machte sich in diesem Jahr Nicholas Chelimo aus Kenia wieder einmal zu nutze. Nach einem eher langsamen Rennen bis Kilometer 34 suchte Chelimo schließlich die Entscheidung und gewann mit 2 Minuten Vorsprung vor Richard Limo. Der Vorjahressieger und Titelverteidiger, Jimmy Mundi wurde Fünfter.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Belainesh Gebe gewinnt ihr Marathon-Debüt ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Belainesh Gebe gewinnt ihr Marathon-Debüt ©stefandrexl.de


 
 

Für das eher langsame Tempo an diesem Sonntag Morgen sorgten die ungewöhnlich warmen Temperaturen und die besonders hohe Luftfeuchtigkeit. Das machte selbst der Elite zu schaffen. Neben den klimatischen Bedingungen sind auf dem welligen und windigen Kurs natürlich auch die Tagesform und richtige Strategie entscheidend. Besondere Einflussgrößen auf die Leistungsfähigkeit sind die sehr lange Reise zu den hawaiischen Inseln mit dem Flugzeug von über 20 Stunden, eine Zeitverschiebung von zwölf Stunden und das außergewöhnliche Klima. Diese Kombination erfordert eine gewisse Regeneration und Adaptionszeit. Für einen Marathonlauf ist eine kurzfristige Anreise nicht unbedingt ideal, um Bestzeiten zu laufen. Zumindest diese Gemeinsamkeit konnte ich mit einem der schnellsten Marathonläufer teilen: Zwar lagen unsere persönliche Bestzeiten knapp 40 Minuten auseinander aber beide sind wir erst 36 Stunden zuvor auf Oahu gelandet.
 

Marathonsieg für eine Debütantin

Für Belainesh Gebre spielte das offenbar keine Rolle. Die junge Äthiopierin startet erstmals über die komplette Marathondistanz. Allerdings durfte die in den USA lebende Äthiopierin nicht in der Elite starten und kam somit nicht in den Genuss der eigenen Getränkeversorgung. Dennoch bestritt Gebre das Rennen von Beginn an äußerst offensiv und konnte einen frühen herausgelaufenen Vorsprung bis ins Ziel am Honolulu Zoo retten. Mit 2:32:13 verwies sie die Vorjahressiegerin Svetlana Zakharova auf den zweiten Platz. Das jedoch nicht ohne Protest der russischen Läuferin. Sie unterstellte, dass Gebre ihren Freund als Tempomacher einsetzte und er ihr auch Getränke reichte, um sich damit einen entsprechenden Ausgleich zur Elite zu verschaffen. Das sorgte für reichlich Unverständnis unter der weiblichen Konkurrenz, dennoch sollte das nicht für eine Disqualifikation der äthiopischen Siegerin des Honolulu Marathons reichen. Damit ist Belainesh Gebre automatisch für das Rennen im nächsten Jahr eingeladen, der Renndirektor gab ihr allerdings mahnende Worte mit auf den Heimweg. Auf Hawaii hat schon immer auch das Glück eine bedeutende Rolle gespielt.
 
 

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Die Finishline am Waikiki Beach ©stefandrexl.de

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Die Finishline am Waikiki Beach ©stefandrexl.de


 
 

Mit hawaiischer Gelassenheit und Aloha ins Ziel

Wer sich (noch) nicht zur Elite der Marathonläufer zählt sollte sich bei seiner ersten Teilnahme auf Hawaii am Honolulu Marathon nicht unbedingt zu viel vornehmen und erwarten. Ein zu hohes Risiko kann sich auf dem welligen Kurs von Waikiki um den Diamond Head zum Hawaii Kai und zurück schnell rächen. Viele Läufer mussten schon mit Sonnenaufgang oder nach dem Halbmarathon gehen. Sie waren hoch motiviert gestartet und haben sich verleiten lassen, für das zu hohe Anfangstempo durch die sternenklare Nacht mussten sie am Ende büssen. Die steigenden Temperaturen machten diese Herausforderung natürlich nicht leichter. Die atemberaubende Stimmung der Bevölkerung Hawaiis und den Aloha Spirit über 42 km durch das blaue Paradies aufsaugen zu können, das sollte Motivation genug sein, um den Honolulu Marathon gelassener anzulaufen und sich die Kräfte für die zweite Hälfte zu sparen. Wer es schafft die komplette Strecke gut einzuteilen und durchzulaufen, der wird das Ziel ebenso glücklich erreichen, wie die Schnellsten. Ich konnte mit dieser Strategie 2010 viele Eindrücke gewinnen, besondere Momente erleben und Erfahrungen während meines Laufs des Honolulu Marathons sammeln. Ich konnte keine Bestzeit laufen, das war nicht mein Ziel, aber die Strapazen wurden durch die aussergewöhnliche Atmosphäre, den Duft der Luft und das großartige Licht belohnt.
 

Mahalo

 
 

GOOD STUFF

Ala Moana Shopping Centerwww.alamoanacenter.com

Aloha Tower, der erste Marketplace Honolulus mit dem Nachbau der Barkasse von James Cookwww.alohatower.com

Bishop Museum, wer sich für die Geschichte Hawaiis interessiertwww.bishopmuseum.org

China Town Honoluluwww.chinatownhi.com

Coffee Gallery Haleiwawww.roastmaster.com

Diamond Headwww.hawaiistateparks.org

Haleiwawww.gonorthshore.org

Honolulu Zoowww.honoluluzoo.org

Polynesian Culture Centerwww.polynesianculturalcenter.com

Waimea Valleywww.waimeavalley.net
 
 

INFOS

Hawaii Visitors and Convention Bureau2270 Kalakaua Avenue, Suite 801Honolulu, HI 96815 TEL: +1 (808) 923-1811FAX: +1 (808) 924-0290www.hvcb.org

GoHawaiiwww.gohawaii.com

Deutsches Konsulat
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
252 Paoa Place Suite 4-1
Honolulu, HI 96815
Tel: +1 808 946 3819

USA TIPPS HAWAIIhttps://usatipps.net/hawaii-sehenswurdigkeiten/

HAWAII GUIDEhttps://hawaii-guide.co/de/
 
 

ANREISE

Für die Einreise in die USA braucht man einen noch drei Monate gültigen Reisepaß und muss sich vorab unbedingt auf www. esta.cbp.dhs.gov registrieren. Falls man länger bleiben möchte, braucht man ein Visum. Für die Anreise nach Hawaii muss man mit etwa 20 Stunden und ein- bis mehrmaligem Umsteigen rechnen. Flüge gibt es bei zahlreichen Airlines, aber auch Flug-Portale haben oft sehr günstige Angebote. Man sollte alles vorab im Internet reservieren, da sich die Preise sehr von denen Vorort unterscheiden. Über entsprechende Portale bekommt man stets die günstigeren Preise. Oft lohnt es sich sogar von Hawaii aus über ein deutsches Portal zu buchen, um auf Nummer sicher zu gehen.
 

FLUG

Air New Zealandwww.airnewzealand.de

Canadian Airlineswww.aircanada.com

Lufthansawww.lufthansa.com

United Airlineswww.united.com

Hawaiian Airlines (für Inselflüge)www.hawaiianairlines.com

Portal mit günstigen Angeboten und gutem Telefon-Servicewww.billigfluege.de
 
 

AUTO

Auf den Inseln ist ein Mietwagen unerläßlich. Es gibt zwar ein günstiges öffentliches Busnetz, aber man muss dafür sehr viel Zeit einplanen und meistens sind die Busse überfüllt. In Honolulu kann man auch den „Trolley“ nehmen, der einen für wenige Dollar den ganzen Tag zu den wichtigsten Punkten der Stadt bringt. Mietwägen gibt es bei allen bekannten Ketten und lokalen Auto-Verleihern.

ALAMO
www.alamo.com

ADVANTAGE
www.advantage.com

DOLLAR
www.dollar.com

Hertz
www.hertz.com

Thrifty
www.thrifty.com
 
 

UNTERKUNFT

Die Palette reicht vom Super-Luxusresort bis zur einfachen Herberge für Rucksackreisende. Wer es nicht individuell macht erkundigt sich im Internet oder Reisebüro nach speziellen Packages, oft gibt es Zimmer mit Frühstück und sogar Mietwagen. Verteten sind natürlich alle internationalen Hotelketten, es gibt aber auch einheimische Hotels in mittlerer Preislage, wie das Outrigger oder Seaside. Für Aufenthalte ab einer Woche und länger können private Unterkünfte, sogenante Condos oder Vacation Homes eine gute Lösung sein. Meist Zimmer (Nutzung von Küche und Bad inkl.) oder Häuser, die von Privatpersonen vermietet werden.

PARK SHORE WAIKIKI HOTEL
2586 Kalakaua Avenue
Honolulu, Hawaii 96815
Phone: +1 808 923 0411
Fax: +1 808 923 0311
www.parkshorewaikiki.com

OHANA WAIKIKI WEST
2330 Kuhio Avenue
Honolulu, Hawaii, 96815-2997
Phone: +1 808 922 5022
www.outrigger.com

THE ROYAL HAWAIIAN
2259 Kalakaua Avenue
Honolulu, Hawaii 96815
Phone: +1 808 921 4620
www.royal-hawaiian.com

TURTLE BAY RESORT
57-091 Kamehameha Highway
Kahuku, Oahu, Hawaii 96731
Phone: +1 808 293 6000
Fax: +1 808 293 914
www.turtlebayresort.com

SEASIDE HAWAIIAN HOSTEL
419 Seaside Avenue
Honolulu Hawaii 96815, USA
Tel: +1 808 924 330
www.seasidehawaiianhostel.com

BACKPACKERS
Vacation Inn and Plantation Village
59-788 Kamehameha Highway
Haleiwa, Hawaii 96712
Tel. +1 808 638 7838
Fax +1 808 638 7515
www.backpackers-hawaii.com

MAUI SEASIDE HOTEL
100 W. Kaahumanu Avenue
Kahului, Hawaii 96732
Tel: +1 808 877 3311
www.seasidehotelshawaii.com
 
 

REISE

Man sollte unbedingt vergleichen, denn die Preise variieren teilweise sehr stark, oft kann es sehr nützlich sein, sich dafür eigens auf bestimmten Seiten zu registrieren. Manchmal werden die europäischen Kreditkarten zwar online nicht akzeptiert, dennoch sind Reservierungen möglich und es kann dann Vorort bezahlt werden.

www.expedia.com
www.hotwire.com
www.hawaiihostelsguide.com
www.billig-mietwagen.com
 
 

KLIMA

Mit Hawaii meinen es die Götter gut, durch die Pasatwinde kennen die Inseln keine Jahreszeiten. Die Sonne scheint praktisch das ganze Jahr und die Temperaturen liegen im Winter bei etwa 26°C. Im Dezember und Januar kann es gelegentlich einige Regentage geben.
 
 

HONOLULU MARATHON

Sonntag, 10. Dezember 201742,195 km / 26,2 miles / ca. 110 HöhenmeterStart: 5.00 AMTemperatur: 22 -26°CLuftfeuchtigkeit: ca. 95%Start: Ala Moana ParkZiel: Kapiolani ParkStartgebühr 195 – 240 $www.honolulumarathon.org
 
 

Mit einem Trainingsgutschein geht’s zu mehr sportlicher Leistung durch eine bessere Technik und gesündere Ernährung. Ganz egal ob Schwimmseminar oder Lauftraining, Videoanalyse oder Trainingsplanung oder ein Personal Coaching, in dem endlich mal alle Fragen zum Thema Ernährung besprochen werden: Ein Geschenkgutschein für eine individuelle Trainingseinheit mit persönlicher Betreuung ist für jeden Sportler mit einer überdurchschnittlichen Ausdauerfähigkeit eine gute Überraschung. Ein perfektes Geschenk für ambitionierte Ausdauersportler die ihren ersten Marathon oder Triathlon planen, oder ihre persönliche Bestzeit verbessern möchten.

Mit einem Geschenkgutschein für eine individuelle Trainingseinheit mit persönlicher Betreuung sind bei mir sowohl Ausdauersportler als auch ambitionierte Wettkämpfer in den besten Händen. Von der Trainingsplanung und Trainingsberatung über ein Technikseminar und Ernährungscoaching bis zu einer kompletten Wettkampfvorbereitung über mehrere Wochen oder eine komplette Saison ist alles möglich.

Dieses Angebot können Sie als Gutschein erwerben, es ist das perfekte Geschenk für jeden Ausdauersportler der regelmäßig trainieren und sich verbessern möchte. Egal welches Ziel man verfolgt, welchen Leistungsstand man hat, mit meinen individuellen Trainingsplänen und persönlicher Beratung ist eine nachhaltige Verbesserung der Leistung sicher.

Trainingsgutschein für Freude am Ausdauersport und Motivation

Ein Gutschein kann für jede meiner angebotenen Leistungen und Sportarten inklusive persönlicher Betreuung erworben werden. Jede Verlängerung ist innerhalb von 12 Monaten 10% ermäßigt. Für eine komplette Trainingsbetreuung erstelle ich auf Anfrage gerne ein individuelles Angebot. Das empfehle ich für alle Sportler, diee ihr Training langfristig und systematisch aufbauen wollen. Mit einem Trainingsgutschein verschenken Sie langfristige Freude am Ausdauersport und Motivation für das ganze Jahr.

Wenn Sie jemandem mit einem Trainingsgutschein von STEFAN DREXL Sportscience, Coaching & Racing eine Freude machen wollten, schreiben Sie mir einfach eine kurze Mail an sport@stefandrexl.de.

• Die Terminvergabe erfolgt nach telefonischer Absprache
• Ergänzende Kosten je Sportart und / oder Trainingsinhalt (Eintritte, Material- / Platzmieten, etc.) sind vom Kunden zu tragen.
• Fahrtkosten für die Anreise von mehr als 25km zum Trainingsort werden mit 0,45 €/km ergänzend berechnet.
• Der Kunde verpflichtet sich nur in absolut gesunder körperlicher Verfassung das Trainingsangebot in Anspruch zu nehmen.
• Jegliche körperliche Einschränkungen müssen dem Trainer vor Trainingsbeginn wahrheitsgemäß mitgeteilt und schriftlich bestätigt werden.
• Um den Gutschein einzulösen, bitte ein Mail mit dem Betreff „GUTSCHEIN“ an sport@stefandrexl.de senden.
• Der Gutschein ist innerhalb von 6 Monaten ab Ausstellungsdatum einzulösen

Aus welchen Gründen man auch immer Sport treibt, die wichtigste Voraussetzung für jede körperliche Bewegung und sportliche Leistung ist die richtige Ernährung und die Leistungsbereitschaft bzw. –fähigkeit seines eigenen Körpers, des menschlichen Organismus. Denn im Grunde und aus Sicht eines Biologen ist unser Körper ein Verband von Zellen, die, zusammengeschlossen zu funktionellen Einheiten, verschiedene Tätigkeiten verrichten und dafür Energie benötigen. Die Energie benötigen sie, um ihre allgemeinen und speziellen Aufgaben, den sogenannten Zellfunktionen, zu erledigen. Hier wird unterschieden zwischen dem Basisstoffwechsel, dessen Aufrechterhaltung unsere eigentliche Lebensfähigkeit ermöglicht, sowie dem Leistungsstoffwechsel. Er erlaubt es uns, durch das Ausschöpfen aller Energiereserven, eine höhere Aktivitätsstufe zu erreichen, um so bestimmte Leistungen, wie sämtliche sportlichen Tätigkeiten, wie Ausdauersport zu vollbringen. Eine kleine Einführung mit Podcast …

Für den Erfolg sportlicher Leistung letztendlich entscheidend sind die folgenden Faktoren:
1. ein optimales Training (Planung und Methodik)
2. die mentale Einstellung (Motivation)
3. sportartspezifische Ernährung (Energie)

In seiner Bedeutung, als die Voraussetzung für eine optimale Leistungsfähigkeit des Körpers, immer wieder unterschätzt, wird dabei der letztgenannte Faktor. Aufgrund von Unkenntnis und Glaube an Mystik dominieren vielmehr althergebrachte Gewohnheiten, sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport. Der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist wissenschaftlich unumstritten. Ohne Nahrung gibt es kein Leben. Die Bedeutung von Ernährung und auch der Regeneration für die Gesamt-Leistungsentwicklung ist vielen, Athleten wie auch Trainern, selten voll bewusst. Es kommt in letzter Zeit sogar zu einer zunehmenden Verunsicherung bei den Sportlern, durch teilweise falsch interpretierte und mit Informationsverlust verbundene, populärwissenschaftlich formulierter Aussagen in den Medien und Werbeversprechungen, die an bekannte, erfolgreiche Sportler gekoppelt sind. Frei nach dem Motto, der Erfolg gibt ihnen Recht.

Aus diesem Grund fassen wir hier mal zusammen, wie der menschliche Organismus und seine Körperzellen, den mannigfaltigen Aufgaben, einer optimalen Energiegewinnung, zukünftig noch besser nachkommen kann. Unsere Zellen sind so entwickelt, dass sie die, über die Nahrung zugeführte Energie durch komplexe Stoffwechselprozesse in biologische Energie umwandeln. Der Schlüssel dafür, das entstehende Substrat dieser biologischen Energie, ist das Adenosin-Triphosphat, kurz ATP. Der Leistungsstoffwechsel verbraucht das ATP, wodurch unter anderem auch Wärme entsteht. Es ist leider nicht möglich eine hundertprozentige Energieausbeute zu erzielen.
 

PODCAST Die richtige Ernährung für Ausdauersportler

Das Angebot an Nahrungsergänzung für Sportler im Supermarkt ist breit gefächert. Aber braucht es das eigentlich alles? Und wenn ja, dann wann und wofür? Denn wer nur zwei bis dreimal pro Woche für eine Stunde läuft, mit dem Rad fährt oder schwimmt, bei dem ist der Energieverbrauch kaum erhöht und auch der zusätzliche Energiebedarf gering. Ergänzende Nährstoffkombinationen, wie Eiweiß-Shakes, Energie-Riegel & Co. sind dann nicht nötig, sonst würde schnell die Energiezufuhr den Energieverbrauch übersteigen. Erst mit zehn Stunden und mehr intensivem Training pro Woche sollte auf die richtige Ernährung geachtet werden. Selbst dann ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit natürlichen Lebensmitteln ausreichen und eine zusätzliche Energiezufuhr über Nahrungsergänzungspräparate nicht erforderlich.

Zum Thema Nahrungsergänzung im Sport war ich am Sonntag, 22.11.2015 bei Petra Martin im Fitnessmagazin auf B5 aktuell zusammen mit Claudia Osterkamp, Ernährungsberaterin unter anderem für Athleten des Olympiastützpunktes Bayern in München
PODCAST B5 aktuell – Das Fitnessmagazin u.a. mit den Themen „Zirkeltraining im Hallenbad / … / Was kommt nach dem Marathon / … / Die richtige Ernährung für Sportler …“
Das B5 aktuell – Das Fitnessmagazin kommt immer sonntags um 07:35 Uhr, Wiederholung um 17:05 Uhr
 

Grundnährstoffe der Ernährung: Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette

Da wir nun die Nahrung zum Leben brauchen, bezeichnen wir Nahrungsmittel auch schlichtweg als Lebensmittel. Alle Inhaltsstoffe der Nahrung, die unser Organismus verwerten und zu Energiegewinnung nutzen kann, werden Nährstoffe genannt. Als energieliefernde Stoffe werden im weiteren Sinne die Grundnährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße (Proteine) bezeichnet. Sie können sich in ihrer Bedeutung und Wirkung gegenseitig ersetzen, was von der zur Verfügung stehenden Sauerstoffmenge abhängt. Sie werden daher teilweise auch als nichtessentielle Nahrungsfaktoren bezeichnet. Anders verhält es sich mit den essentiellen Nährstoffen, wie die essentiellen Amino- und Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, und natürlich Wasser. Als dritte Gruppe gibt es dann noch die funktionsfördernden Nährstoffe. Das sind die Balast und Aromastoffe, Farbstoffe sowie die Inhaltsstoffe von Genussmitteln, wie z.B. Koffein.
 

Fette haben den höchsten Brennwert

Für die Sporternährung sind die Grundnährstoffe primär von Bedeutung. Sie müssen bedarfsangepaßt und vollwertig sein, um den entsprechenden Anforderungen des Trainings oder des Wettkampfs zu genügen. In Ausnahmen kann auch Eiweiß Energie liefern, es dient jedoch vorwiegend dem Ausgleich und Aufbau eiweißhaltiger Substanzen, wie Muskelfasern, Enzymen und Hormonen. Die Maßeinheit der Nahrungsenergie ist im allgemeinen Sprachgebrauch auch heute noch die Kilokalorie, kurz als Kalorie bekannt. Daneben gibt es seit 1978 die Einheit Joule. Sie bezieht sich auf die tatsächlich enthaltene Energie und nicht wie die Kalorie auf die durch die Nahrungsenergie freigesetzte Wärme.
 

Brennwerte der Grundnährstoffe

Demnach lassen sich Mittelwerte der physiologische Brennwerte der Grundnährstoffe berechnen:
Kohlenhydrate 1g = 4,1 kcal
Fett 1g = 9,3 kcal
Eiweiß 1g = 4,1 kcal
 

Am vergangenen Sonntag, 15. November 2015 war ich im B5 aktuell Fitnessmagazin zum Thema „Trainingshilfen beim Kraulschwimmen“ zu hören. Hier der PODCAST Trainingshilfen beim Schwimmen zum Nachhören.

 

Zum Thema Trainingshilfen beim Schwimmen war Reporterin Petra Martin vom Fitnessmagazin des Radiosenders B5 aktuell zu Gast im Schwimmtraining der Triathleten des SC Prinz Eugen München e.V:
PODCAST B5 aktuell – Das Fitnessmagazin „Marathonlauf im Bürohaus, …, Training mit Erkältungsinfekt, Trainingshilfen beim Schwimmen, …“
Der Beitrag wurde am Sonntag, 15.11.2015 im B5 aktuell – Das Fitnessmagazin um 07:35 Uhr gesendet, die Wiederholung war um 17:05 Uhr.

 

Trainingsphasen und Periodisierung? Die Triathlonsaison ist kaum vorüber, schon werden neue Pläne für das nächste Jahr geschmiedet und Ziele formuliert. Motiviert von einer erfolgreichen, vergangenen Saison, von starken Rennen und neuen Bestzeiten oder von Wettkämpfen mit „gebrauchten“ Tagen, an denen man sich mehr erwartet hatte. Nach der Saison ist vor der Saison. Ganz egal, ob man es in der nächsten Triathlonsaison einfach besser machen möchte oder sich neue Ziel, wie zum Beispiel die erste Langdistanz steckt: Voraussetzung für den Erfolg im Triathlon ist die richtige Saisonplanung und Trainingsperiodisierung: Die Einteilung des Jahres in Trainingsphasen bzw. –perioden. Nur dann ist es möglich auf den Punkt fit für das persönliche Highlight zu sein …

Die begehrten Startplätze der beliebten Triathlonrennen sind oft nach kurzer Zeit ausgebucht und so muss man sich schon zwölf Monate für eines seiner Highlights der nächsten Saison entscheiden. Damit steht das Ziel schon sehr früh fest, wann man sich im nächsten Jahr der großen Herausforderung stellt und so wird auch bald noch ein passendes Trainingslager gebucht. Damit steht für die Meisten die grobe Planung der kommenden Triathlonsaison, doch der Teufel steckt im Detail. Auch weil es in der Regel selten bei nur einem einzigen Wettkampf und Highlight bleiben soll. Kein Problem – vorausgesetzt man beachtet in der Planung und im Aufbau seines Trainings, der Trainingseinheiten und Trainingswochen auch bestimmte Regeln. Liegt es doch in der Natur eines jeden Athleten, sich in Bestform präsentieren und alles geben zu wollen, sobald der Startschuss fällt.
 

Die Trainingsphasen entscheiden über deine Leistung

Gerade dann, wenn man neben dem Alltag, neben Beruf und Familie nicht vom Weg abkommen und sein persönliches Ziel erfolgreich und gesund erreichen möchte, dann ist eine Trainingsplanung über die vielen Wochen und Monate der Vorbereitung erforderlich. Ein Triathlon Coach kann dich hierbei unterstützen und optimal begleiten. Das kann viel Zeit, Arbeit und unnötigen Stress vermeiden. Ausgehend von deinem oder deinen persönlichen Saisonzielen wird im ersten Schritt die Triathlonsaison gemeinsam geplant und dann die Trainingsphasen bestimmt. Natürlich führen viele Wege ans Ziel, aber für einen muss man sich entscheiden und diesen dann konsequent mit Geduld gehen. Diese Periodisierung, die Einteilung in zeitliche Abschnitte, ist massgeblich für den individuellen Leistungsaufbau. Aber welche Trainingsphasen gibt es im Triathlontraining? Wie lange dauert eine Trainingsphase? Welche Trainingsinhalte werden in den jeweiligen Trainingsphasen trainiert?

Mit diesen 7 Tipps zur Periodisierung und richtigen Saisonplanung im Triathlon kannst du dein Trainingsjahr besser planen:
 

1. Trainingsphasen und Periodisierung im Triathlon

Die Dauer und Einteilung der Trainingsphasen ist abhhängig von den individuellen Rahmenbedingungen, deinem Alltag, Beruf und Familie, und der eingeplanten Zeit für das Training in den drei Kernporarten. Auch die Anzahl der Wettkämpfe und die geplante Dauer deiner Triathlonsaison (Wettkampfsaison) sind massgeblich. Ideal ist es, das Trainingsjahr (Makrozyklus) in fünf bis sechs Trainingsphasen einzuteilen: Grundlagentraining, Aufbautraining, Intensitätstraining, wettkampfspezifisches Training, die Wettkampfphase mit Saisonhighlight, und der Erholungsphase bzw. einer Übergangsphase bei mehr als einem Saisonhighlight. In Abhängigkeit von Alter, Trainingsalter und Leistungsfähigkeit des Triathleten sowie der Zielstellung dauern diese Perioden vier bis zwölf Wochen.
 

2. Grundlagen legen für die Höchstform

In der ersten Trainingsphase wird vor allem an den konditionellen Fähigkeiten gearbeitet und die individuelle Belastbarkeit verbessert. Sie ist das Fundament deren Schwerpunkt in erster Linie auf der Verbesserung von Grundlagenausdauer und Fettverbrennung (Ausdauerfähigkeit mit niedriger Herzfrequenz), sowie der speziellen Kraftausdauer mit regelmäßigem Athletiktraining liegt. Sie wird Vorbereitungsperiode 1 genannt., kurz VP1. In Abhängigkeit von deinem Trainingszustand und dem Trainingsziel dauert diese Periode mindesten 8 bis 12 Wochen. Für Triathleten mit einer guten Grundlagenausdauer, die schon drei oder mehr Jahre Triathlonwettkämpfe machen, sind acht Wochen meist ausreichend. Für untrainierte Athleten, Einsteiger, aber auch Wiedereinsteiger ist die VP1 die wichtigste Trainingsphase. Sie kann durchaus auch länger als 12 Wochen andauern und mit kleinen Wettkämpfen in den Einzeldisziplinen gespickt werden, um die Form zu testen oder zu heben. Das Training wir vor diesen Formtests allerdings kaum reduziert. Es würden dadurch zu viele Trainingstage verloren gehen.
 

3. Salz und Pfeffer für die zweite Trainingsphase

In der Vorbereitungsperiode 2 werden die Umfänge gesteigert und das Training wird spezifischer gestaltet als in der VP1. In dieser Trainingsphase werden immer öfter spezielle Kraft- und Athletikübungen mit eingebaut. Das spezifische Krafttraining auf dem Rad oder im Laufen wird beispielsweise durch Einheiten am Berg umgesetzt. Es verbessert das Stehvermögen. Mit dem Rad werden große Übersetzungen mit niederiger Frequenz getreten. Durch immer größere Übersetzungen mit niedrigen Trittfrequenzen resultieren höhere Geschwindigkeiten. Dennoch ist mit zu intensiven Trainingsbelastungen noch vorsichtig umzugehen, um keinen negativen Einfluss auf die aerobe Entwicklung zu haben. Es werden dabei regelmäßig Trainingseinheiten knapp unterhalb der anaeroben Schwelle mit dem Ziel absolviert, diese Belastungen über einen immer längeren Zeitraum durchzuhalten. In der Regel dauert die ‚Aufbau‘-Periode erneut 8 Wochen und kann bei Bedarf bis zu 12 Wochen ausgedehnt werden. Die VP2 ist gemeinsam mit der nächsten Trainingsphase, der „Intensivierungs-Periode“ die anstrengenste Periode. Während dieses Zeitraums, meist im Spätwinter und Frühjahr, ist das Wetter oft noch nicht optimal für die langen, entspannten Trainingseinheiten auf dem Rennrad. Das ist der optimale Zeitpunkt ist zu dieser Jahreszeit ein Trainingscamp in trockenen und wärmeren Regionen einzuplanen.
 

4. Mit der Intensivierung zur Zielgeschwindigkeit

Während der nächsten 4 bis 8 Wochen geht es um die spezifische Formausprägung und auch oft schon um die Vorbereitung auf ersten Wettkämpfe. Die Grundlage ist gelegt und diese muss jetzt in der Vorbereitungsphase 3 durch systematisches Training in Wettkampftempo, sprich Zielgeschwindigkeit umgewandelt werden. Es stehen lange (aerobe + anaerobe) Intervalle und zusätzlich intensive Intervalle auf dem Trainingsplan, denen nun regelmäßige Erholungstage folgen – entscheiden für die Leistungsentwicklung. Die Umfänge bleiben während der VP3 (Intensivierungsphase) dennoch hoch oder können sogar noch gesteigert werden. Hohe Umfänge werden noch immer als Ausdauertraining mit niedriger Herzfrequenz durchgeführt. In dieser Trainingsphase kann ein zweites Trainingslager in moderatem Klima das Leistungsniveau deutlich heben.
 

5. Die Dosis macht das Gift – kürzer und knackiger

Jetzt beginnt die Zeit deiner unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und nach Monaten mit unzähligen Trainingseinheiten und harten Training bist du schon fast bereit für den ersten Saisonhöhepunkt. In dieser Phase wird die Intensität spürbar höher, die Umfänge moderater – die Trainingseinheiten sind oft kurz aber knackig, die Erholung entscheidend für deine Leistungsentwicklung, jetzt macht die Dosis das Gift – es ist Zeit zu „tapern“. Die Taperphase ist sehr individuell. Sie kann von nur einigen Tagen bis mehrere Wochen dauern, je nach Saisonziel. Auf dem Trainingsplan stehen intensive Intervalle, Bergtraining oder auch Bahntraining. Wettkämpfe können während der Taperphase manche Trainingseinheit ersetzen. Inhaltlich kannt während einer mehrwöchigen Taperphase durchaus Variationen praktiziert werden: Intensität hoch halten und Umfänge reduzieren, Umfänge hoch halten und Intensität reduzieren, oder sowohl Umfang und Intensität stufenweise rausnehmen.
 

6. Jetzt zählt’s – Zeit die Früchte zu ernten!

Jetzt bist du in Topform, die Trainingsumfänge sind geringer, die Intensität bleibt wegen der Wettkämpfe hoch und die Erholung ist entscheidendes Trainingsmittel. Jetzt beginnt die Zeit die Früchte der monatelangen Strapazen und Entbehrungen zu ernten. Ziel ist es auf den Punkt die beste Leistung abzurufen oder über einen bestimmten Zeitraum auf einem hohen Niveau zu halten. Abhängig von der Anzahl der Rennen wechseln intensive Trainingseinheiten und passive oder auch aktive Erholungstage im ein oder zwei Wochenzyklus. In dieser Periode ist die unmittelbare Regeneration nach einem Wettkampf oder nach intensiven Trainingseinheiten besonders entscheidend für den Erhalt des Leistungsfähigkeit. Die Dauer der Wettkampfphase kann je nach Anzahl der Rennen und Athlet variieren und ist meist vier bis sechs Wochen lang. Das Alter des Athleten, das Trainingsalter und die Erholungsfähigkeit spielen bei Umfang und Häufigkeit der intensiven Belastungen eine leistungslimitierend Rolle. Sind zwei mögliche Saisonhöhepunkte geplant, die zeitlich deutlich auseinanderliegen, dann kann man die Wettkampfsaison splitten.
 

7. Nach der Arbeit sollst Du ruhen: Erholung in der Übergangsperiode

Nach einer anstrengenden Saison solltest du eine sechs- bis achtwöchige Trainingspause machen. Jeder Mensch, auch ein Sportler, braucht einmal Ruhe und Erholung. Das gilt für den Breitensportler genauso wie für den Hochleistungssportler. Das bedeutet aber nicht zwingend keinen Sport mehr zu machen und faul auf der Couch zu liegen. Alternative Aktivitäten, unspezifische Sportarten ohne großen Ambitionen sind in der Erholungsphase bzw. Off Season gefragt. Lockere Ausfahrten mit niedriger Herzfrequenz auf dem Mountainbike, geimensam Wandertouren oder Klettern bringen Abwechslung in den bisherigen Trainingsalltag. Es geht jetzt vor allem darum deinen Kopf frei zu bekommen und den Akku wieder aufzuladen dami du dann wieder mit neuer Motivation in die neue Saison starten kannst.

Falls du eine lange Wettkampfsaison oder zwei Saisonhöhepunkte planst, dann sieht das etwas anders aus. Hier ist am besten eine Zweifach- oder Merhfachperiodisierung mit der Jahresplanung zu berücksichtigen und manche Trainingsphasen sind entsprechend zu verkürzen. Dazwischen wird dann eine Übergangsphase integriert. Das ist zum Beispiel bei einer früh im Jahr geplanten Langdistanz, wie einem IRONMAN mit geplanter Qualifikation für Hawaii der Fall und sollte idealerweise auch schon mit einem Plan B für den 2. Versuch im Mittsommer berücksichtigt werden.
 

Für Fragen und mehr Informationen kannst Du mir gerne ein MAIL schreiben.

 

FACTS

MIKROZYKLUS Trainingsplanung / 1 – 4 Wochen
MESOZYKLUS Trainingsphase / 2 – 4 Mikrozyklen
MAKROZYKLUS Jahresplanung / 3 – 12 Monate
PERIODISIERUNG Einfach-, Zweifach-, Mehrfachperiodisierung

TRIANINGSPHASEN
Vorbereitungsphase 1 (VP1)
Vorbereitungsphase 2 (VP2)
Vorbereitungsphase 3 (VP3)
Taperphase (TP)
Wettkampfphase (WP)
Übergangsphase (ÜP)

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PERSONAL COACHING – Individuelle Trainingsplanung für Triathleten und Ausdauersportler

Wenige Tage vor dem Marathon München 2015 entscheide ich mich spontan für einen Start. Nur sechs Wochen nach meinem Ironman möchte ich noch einmal einen Marathon laufen ohne zu gehen, was während meiner ersten Langdistanz in Vichy nicht möglich war. 42,195 Kilometer laufen, für mich, für meinen Kopf – eine persönliche Revanche zum Abschluss einer wunderbaren Saison …

Während der zwei Wochen nach meiner ersten Langdistanz in der Auvergne bin ich nur am Strand gelegen oder ein paar Wellen an der französischen Atlantikküste gesurft und habe mich erholt. Wieder in München bin ich einige mal locker gelaufen, Rad gefahren und etwas geschwommen. Die Woche vor dem Marathon habe ich moderat getapert: Intervalle, Steigerungsläufe und Lauf ABC. Den Schwerpunkt meiner Ernährung habe ich auf Proteine gelegt, das optimiert die Speicherung der Kohlenhydrate unmittelbar vor dem Wettkampf. Den Körper und Geist nach den vergangenen Wochen noch einmal zu mobilisieren, noch einmal auf Wettkampfmodus einzustellen, das ist nicht leicht gefallen. Auch weil sich bereits wieder ein paar Pfunde zum idealen Wettkampfgewicht addiert haben.

Mit Haferflocken und Espresso zum Marathon München 2015

Sonntag früh am Morgen, der Wecker klingelt, es ist sieben Uhr. Draussen Nebel, nur acht Grad misst das Thermometer am Balkon. Es fällt zwar schwer bei diesem herbstlichen Wetter aufzustehen, aber es ist Zeit für ein kleines Frühstück: Warme Haferflocken, bevor es aus dem Haus geht noch ein Espresso. Dann geht’s mit dem Rad zum Olympiapark, das spart das Warmlaufen und lockert die Beine. Am Olympiastadium angekommen, hier sind im Jubiläumsjahr Start und Ziel des 30. München Marathons, ist noch etwas Zeit für ein kleines Vorstartprogramm: Etwas Lauf-ABC, Steigerungsläufe und Beweglichkeitsübungen – Routine.

Marathon München 2015: Im Rhythmus durch den Englischen Garten

Start ist um zehn Uhr, anlässlich des Jubiläums diesmal am Coubertinplatz in Mitten des Olympiaparks, und das Ziel traditionell im Olympiastadium – das möchte ich gerne vor 13 Uhr erreichen. Die ersten Kilometer sind schnell aber laufen recht locker. Bei moderatem Anfangstempo unterhalte ich mich mit dem ein und anderen, man kennt sich von den vielen Rennen. Unter anderem mit Julia Viellehner, sie wird die Damenwertung des 30. Marathon München später für sich entscheiden. Auf der Leopoldstrasse in Schwabing, nach fünf Kilometern läuft’s, Schritt- und Herzfrequenz sind im Rhythmus, und es geht in den Englischen Garten – sieben einsame Kilometer durch München’s grüne Lunge folgen.

39 Minuten für die ersten zehn Kilometer, 1 Stunde 24 Minuten für den Halbmarathon – schneller als erwartet, schneller als geplant. Es läuft, alle paar Kilometer stehen die Familie und Freunde an der Strecke, das motiviert. Dennoch nehme ich das Tempo etwas raus, es ist kalt und ich bin schließlich nicht mehr in Topform. Anzukommen und unter drei Stunden zu laufen ist der Plan, nicht mehr und nicht weniger. Besser noch ein paar Reserven für die letzten Kilometer aufheben, für das Finale.

30. Marathon München  2015

Durch die Altstadt beim 30. Marathon München 2015

Stimmung „light“ beim Marathon München 2015

Punkt zwölf Uhr laufe ich über den Marienplatz und der ist endlich voll mit Zuschauern. Nach den einsamen Kilometern durch den Münchener Osten eine angemessene Menge Zuschauer, denke ich mir. Doch die schauen währenddessen alle nach oben, kaum einer applaudiert, denn sie sind nicht etwa wegen des Marathons gekommen. Hunderte Touristen lauschen den Klängen des Glockenspiels im Münchener Rathaus, nur wenige bemerken die schnellsten Athleten über den Marienplatz laufen. Am Odeonsplatz dann endlich ein großes Stimmungsnest, auf den nächsten Kilometern um den Königsplatz und durch die Leopoldstrasse wird man von einer Welle der Begeisterung getragen – jetzt nur nicht überzocken.

An der Ecke Franz-Josef-Strasse, der traditionellen Hot Corner des München Marathons, sorgt Klaus Ruscher für Motivation und schickt die Athleten auf die letzten Kilometer Richtung Olympiastadion. Ich biege links von der Leopoldstrasse ab und laufe vorbei an der 38 KM-Marke. Noch einmal etwas das Tempo anziehen, auch wenn die Beine wegen der Kälte schon am Limit sind. Doch keine Gnade für die Wade, denn jetzt kann nicht mehr viel anbrennen. Als ich mich dem Olympiapark nähere kann ich bereits das Dröhnen der Lautsprecher aus dem Stadion hören: Der Puls ist im Grünen, das Adrenalin steigt, die Uhr zeigt 2:49 Stunden.

Endorphine zur Belohnung im Olympiastadium

Wie ein Magnet wirkt das Olympiastadion, alles läuft, ich fühle mich leicht, zumindest subjektiv. Es werden die schnellsten 1,5 Kilometer, Gänsehaut als ich durch das große Marathontor in das Münchener Olympiastadion einbiege – die Bässe wummern aus den Boxen. 400 Meter auf der Laufbahn zum geniessen, die Erleichterung ist groß, die ganze Anstrengung vergessen. Die Endorphine schlagen Purzelbäume, die Glücksgefühle dieses Moments lassen alle Anstrengung vergessen und ist der Lohn für 42,195 Kilometer. Die Uhr bleibt bei 2 Stunden 55 Minuten stehen und damit ist es für mich gelaufen wie geplant. Das war wichtig für den Kopf, die Beine und für meine nächsten Herausforderungen – zu wissen, dass es doch geht. Zu meiner Überraschung und nach Abgleich mit mehreren Kollegen war die Strecke mit 42,845 km dann auch noch 650 Meter länger. Was war da los? Korrigiert wäre das dann eine Zeit von 2:52:18 h! Die Antwort des Veranstalters auf meine Anfrage ist bis heute offen …

Sechs Monate Training für die Marathon Premiere

Gelaufen wie geplant ist es auch für Florian Weiss, Moderator und einer meiner Athleten. In nur sechs Monaten hat er sich auf seinen ersten Marathon vorbereitet und ist zuvor nur gelaufen, wenn sein Hund „Emma“ wieder einmal Gas gegeben hat. Sechs Monate habe ich Florian trainiert und seine Ernährung optimiert. Er war immer hochmotiviert, musste einige Rückschläge wegstecken und hat sich mit eiserner Disziplin auf den Münchener Marathon vorbereitet. Sein Plan: Natürlich nach 42,195 Kilometer das Olympiastadion wieder zu erreichen und nach Möglichkeit sogar unter vier Stunden. Wie es Florian auf dem Weg zu seinem ersten Marathon erging, ob und in welcher Zeit er sein Ziel erreicht hat, das hat er in seinem Videoblog dokumentiert:

VIDEO-BLOG Florian Weiss läuft Marathon 1/3
VIDEO-BLOG Florian Weiss läuft Marathon 2/3
VIDEO-BLOG Florian Weiss läuft Marathon 3/3

Ganz egal wie schnell man läuft, ab einem gewissen Moment schmerzen 42,195 Kilometer immer. Jeder möchte sein Bestes geben, dafür hat man trainiert. Der Wille und der Glaube an die eigene Leistung lassen einen diese schwierigen Momente eines Marathons überwinden. Die Freude über das Erreichen seines persönlichen Ziels ist der Lohn aller Mühen.

Der Schmerz vergeht, der Stolz besteht – Sugar and Pain!

MEHR INFORMATIONEN
RESULT Marathon München 2015
HOMEPAGE Marathon München 2015
HOMEPAGE Florian Weiss

Triathleten trainieren oft nur ihre beanspruchten Muskelgruppen der drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, aber selten tiefer liegende Muskeln, wie den Psoas. Ist nach dem zeitraubenden Training noch etwas Zeit folgen manchmal noch ein paar Athletikübungen für den Rumpf und mehr Stabilität. Auch wer zusätzlich in ein Fitnessstudio geht, wird dort zahllose Geräte und Maschinen finden, mit denen wiederum Arme, Beine, Rumpf- und Rückenmuskulatur trainiert werden können. Die gesamte Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die großen Muskelgruppen, die äußerlich gut erkennbar sind. Ein Gerät zur Kräftigung des Lendenmuskels, dem sogenannten Psoas, wird man dort vergeblich suchen. Auch von einschlägigen Fitnessmagazinen wird der Psoas-Muskel stiefmütterlich behandelt, er fristet ein eher unscheinbares Dasein …

Dass der Psoas äußerlich kaum sichtbar ist, bedeutet aber längst nicht, dass er fü̈r die körperliche Fitness und Gesundheit unbedeutend ist. Tatsächlich können die Auswirkungen eines verkürzten oder überdehnten und schwachen Psoas ganz erheblich sein. Das kann sich unter anderem in einer schlechten Haltung, einem hervorstehenden Unterbauch, Hüft- und Gelenkschmerzen sowie einer mangelnden Mobilität manifestieren, bis hin zu Verletzungen.

Die Bedeutung des Psoas für die Gesundheit

„Training für den Psoas“ von Pamela Ellgen soll zu einem gesunden Psoas-Muskel verhelfen. Im ersten Schritt lernt man, den Zustand Ihres Psoas-Muskels zu bestimmen und festzustellen. Ist er zu fest und verkürzt oder überdehnt und schwach, wobei sich diese Zustände nicht gegenseitig ausschließen. Zudem wird die Gesundheit des Psoas-Muskels von verschiedenen Faktoren des persönlichen Lebensstils beeinflusst, wie dem Körpergewicht und Körperfettanteil, der Körperbewegung und körperlichen Fitness, Ernährung, Schlaf und Hydrierung.

Für unsere gesamte Mobilität ist die Psoas-Muskelgruppe elementar. Sie verläuft im unteren Rückenbereich und verbindet den Oberkörper mit dem Becken. Sie sorgt für einen aufrechten Gang, die korrekte Stellung der Beine und der Wirbelsäule und ist für die Beugung der Hüfte zuständig. Für leidenschaftliche Läufer und Radfahrer, und für ambitionierte Triathleten ist ein Training des Psoas präventiv für den Schutz vor Verletzungen und Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Aufgrund all dieser wichtigen Funktionen ist ein kräftiger und zugleich flexibler Psoas unabdingbar.

Training für den Psoas – einfach erklärt

Pamela Ellgen, Autorin und Trainerin, beschreibt für jeden verständlich Aufgabengebiet und Bedeutung des Psoas und zeigt einfache Flexibilitätsübungen aus unterschiedlichen Sportarten, die den Bewegungsradius der Hüftbeuger, der Bauchmuskeln und der unteren Rückenmuskulatur verbessern. Das Buch enthält eine Reihe von Kräftigungsübungen mit Bildern in schwarz-weiss, die allesamt zu einer gesunden Funktion Ihres Psoas-Muskels beitragen sollen, damit er synergistisch mit den benachbarten Muskelgruppen zusammenarbeitet. Es werden zudem Techniken zur Eigenmassage von Muskeln und Faszien mit der Schaumstoffrolle vorgestellt, mit denen Verklebungen des Bindegewebe gelöst werden können. Pamela Ellgen ist Personal Trainerin und hat bereits zahlreiche Artikel zu Gesundheits-, Fitness- und Ernährungsthemen veröffentlicht.

Fazit

Das Buch ist ein gute Übersicht mit zahlreichen Kräftigungsübungen, welche den Psoas und die unmittelbar umgebenden Muskelgruppen trainieren. Es werden verschiedene Übungen aus den unterschiedlichsten Sportarten, wie Yoga, Pilates oder dem Faszientraining zusammengefasst, sie werden sehr einfach beschrieben, ebenso wie und wo deren Wirkungen zu spüren sind. Es wird jedoch kaum auf mögliche Fehler eingegangen, die bei der Ausführungen einiger komplexer Übungen zu vermeiden sind. Dem Leser sollte, wie so oft bewußt sein, dass ein Buch nicht einen Trainer ersetzen kann, der die Übungsausführung beobachtet und bei Bedarft korrigiert. Das kann das Buch auch nicht, es soll eine ergänzende Lektüre zum angeleitenden Training sein und einen leichten Einstieg in die Thematik ermöglichen.

FACTS

• Titel: Training für den Psoas
• Autorin: Pamela Ellgen
• Verlag: riva Verlag
• ISBN: 978-3-86883691-2

UVP

16,99 EUR

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QUELLE

riva Verlag

Nach neun Stunden, fünfundfünfzig Minuten und dreißig Sekunden ist meine erste Langdistanz erfolgreich ins Ziel gebracht und der IRONMAN Vichy 2015 Geschichte. Mit Temperaturen über 36 Grad und starkem Südwind habe ich am 30. August 2015 nach 25 Jahren im Triathlon meine Premiere über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen gefeiert. Entgegen viel Rechnerei hat sich wieder einmal gezeigt, dass Triathlon keine Mathematik ist und es meistens anders kommt als man denkt. Zum Glück! Denn als Rookie in der Königsdisziplin konnte ich somit viel Erfahrung und neue Erkenntnisse sammeln. Trotz großer Hitze und unerwarteter Probleme habe ich keinen Moment an einem Finish gezweifelt und jede Minute meiner ersten Langdistanz voll und ganz genossen. Über Höhen und Tiefen, Freude und eisernen Willen …

 

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Der Vollmond erleuchtet hell die Nacht als wir uns um fünf Uhr morgens auf den Weg zum Wettkampfgelände des Ironman Vichy am Lac d’Allier machen. Es ist windstill und der Himmel sternenklar. Um vier Uhr hat schon der Wecker geläutet, um ausreichend Zeit vor dem Start und für die letzten Vorbereitungen zu haben und in Ruhe frühstücken zu können: Haferflocken mit Rosinen und Honig in warmer Sojamilch – darauf freue ich mich vor jedem Rennen, das hat sich bewährt. Morgenstund hat Gold im Mund!

Morgenstund hat Gold im Mund / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Morgenstund hat Gold im Mund / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Nur wenige Triathleten stehen schon am Palais du Lac und warten auf die Öffnung der Wechselzone. Es herrscht eine angenehm entspannt Atmosphäre im Parc Omnisport als wir ankommen. Es ist 5:30 Uhr, pünktlich öffnen die Tore und es bleiben noch 90 Minuten bis zu meinem Schwimmstart. Ich gehe vorbei an Christian Brader und Michael Ruenz, zwei deutschen Profis, sowie Natascha Badmann, der sechsmaligen IRONMAN Hawaii-Gewinnerin. Ich sage, Aloha! Mein CANYON Speedmax durfte ich bereits am Vorabend einchecken, es steht fast am Ende des zweiten Radständers. Meine Startnummer (446) und den Helm lege ich sicher auf dem Aerolenker ab, reine Routine. Flaschen rein, Radschuhe in die Pedale und Reifen aufpumpen. Ich habe mich zudem für die MAVIC CX80 mit Schlauchreifen entschieden, die sind komfortabler auf den französischen Straßen, und dafür vorsorglich bei Holger von SPEED COMPANY München noch ein paar Reifen im Schnelldurchgang abgezogen und wieder aufgeklebt. Übung macht schließlich den Meister!

 

ÜBER ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS AM SCHWIMMSTART

Ich gehe noch einmal alle Laufwege der Wechselzone ab und schließlich zurück zu meiner Familie, um mich dann zu erwärmen und einzulaufen. In der Zwischenzeit erfahre ich die gemessene Wassertemperatur: 23,6 Grad und das bedeutet, Schwimmen findet mit Neopren statt – gerade noch. Aber ich habe vorgesorgt, denn ich habe einen dünnern Sailfish G-Range Neoprenanzug zum Testen bekommen, der eine gute Wasserlage ermöglicht, nicht zu warm und schnell ist. Es bleiben noch zehn Minuten bis zu meinem Start, am Horizont dämmert es leuchtend orange! Ein kurzer Abschied und es geht rein in den Lac d’Allier zusammen mit 400 weiteren Triathleten der ersten Startwelle. Nach 200 Tagen Vorbereitung geht’s endlich los, noch einmal Schwimmen, Radfahren und Laufen, ein Highlight, ich freue mich und bin gespannt. Das Einschwimmen habe ich mit 5 Minuten Thera Band ersetzt, zu dreckig und voll ist mir das Wasser des gestauten Flusses. Jetzt steigen die Anspannung und das Adrenalin, in der ersten Reihe auch die Nervosität und der Kampf um die besten Startpositionen – als würde schon hier der IRONMAN entschieden.

 

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS AM SCHWIMMSTART / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS IM WASSER / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

Ein lautes Horn ertönt, das Wasser kocht und ab geht’s. Pünktlich um sieben Uhr erfolgt der Start, die Hektik und das Chaos habe ich aber dennoch bei keinem Triathlon bisher erlebt. Noch nach 500 Metern bekomme ich im Kampf um den besten Wasserschatten einige Hände auf den Kopf und manch einer schwimmt sogar noch oben drüber. Mit der ersten Wende nach 900 Metern habe ich mich freigeschwommen und befinde mich wenige Meter hinter einer kleinen Führungsgruppe. Das Wasser ist sehr unruhig, die Orientierung aufgrund der Wendestrecke und den nahen Uferpromenaden aber relativ übersichtlich. Ich überhole die ersten Profi-Frauen, welche acht Minuten vor mir gestartet sind, bevor es nach der ersten Runde zum Landgang geht. Die Menge tobt, das französische Publikum ist sensationell, das spornt an und ich fühle mich nach der Hälfte der Schwimmstrecke durchaus locker. Mit einem kräftigen Absprung geht’s von der Pier wieder in’s Wasser und durch den Schwung kann ich eine fünf Meter Lücke zu drei Schwimmern schließen.

 

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Dann geht die Sonne auf und mit jedem Atemzug nach links scheint sie mir immer stärker ins Gesicht – einfach wunderbar. Während der zweiten Runde frischt der Wind aus Süden auf und treibt Wellen und Gischt entgegen. Nach anstrengenden 600 Metern kommt endlich die Boje und es geht zurück, vorbei an immer mehr Frauen und sogar männlichen Profis, die einen Vorsprung von zehn Minuten hatten. Auf den letzten 800 Metern erhöhe ich meine Zugfrequenz und bin selbst überrascht, wie flott ich ein nach dem anderen Schwimmer überhole. Ich kommen nach 3,8 km als Schnellster meiner Altersklasse mit 54 Minuten aus dem Lac d’Allier zu und freue mich als ich vorbei an meinem Sohn und meiner Frau Richtung Wechselzone laufe.

 

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS IM WASSER / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS IM WASSER / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

SOLORITT DURCH DIE AUVERGNE MIT PAPARAZZI UND EINER HAWAII-LEGENDE

Nach nur 2:46 Minuten sitze ich auf dem Rad und es liegen 180 km durch die zauberhafte Landschaft der beiden Departements d’Allier und Puy de Dôme bei strahlend blauem Himmel vor mir. Durch den Parc Omnisport und mit vielen Kurven und kurzen Steigungen in Vichy geht’s Richtung Süden auf die Radstrecke, zwei Runden à 90 km mit 1194 Höhenmetern sind zurückzulegen. Ich finde schnell meinen Tretrhythmus, jedoch bin ich alleine unterwegs über die Felder und durch die verschlafenen Dörfer. Auf einer der langen Geraden sehe ich nach 10 km in weiter Ferne einen Triathleten vor mir, endlich ein Orientierungspunkt. Ich versuche ein konstantes Tempo zu fahren und dabei nicht zu viel Druck zu machen. Zeit mit der Verpflegung zu Beginnen: Ich nehme in regelmäßigen Abständen abwechselnd je einen Schluck konzentrierter Isomaltulose von INNOSNACK und aus einer anderen Flasche Wasser.

 

SOLORITT DURCH DIE AUVERGNE MIT PAPARAZZI UND EINER HAWAII-LEGENDE / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

SOLORITT DURCH DIE AUVERGNE MIT PAPARAZZI UND EINER HAWAII-LEGENDE / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Die Landschaft und Stimmung im Morgenlicht ist herrlich und es liegt ein leichter Dunst über den Wäldern. Nur wenige Leute stehen um diese Uhrzeit am Straßenrand, aber in jedem Dorf, riecht es nach frischem Baguette. Bei Kilometer 20 überhole ich meinen Vordermann und nur wenige Minuten später die bisher führende Frau, Nicole Woysch. Schließlich kommt eine Gruppe Profis zügig vorbei und kurz darauf höre ich viele Motorräder hinter mir. Es ist Natascha Badmann, eine Legende im Triathlon, die auf ihrem außergewöhnlichen Cheetah Custom Bike an mir vorbei gleitet, umringt von einer Scharr Paparazzi und Race Marshalls. Es kehrt wieder Ruhe ein, nur die Carbon-Laufräder auf dem groben Asphalt dröhnen monoton. Einem beinahen Soloritt über das Hochplateau und durch die welligen Wälder oberhalb von Vichy folgt die lange steile Abfahrt wieder hinunter ins Tal des Allier.

 

 

HEISSE SCHWÄCHEPHASE IN DER ZWEITEN RADRUNDE DES IRONMAN VICHY 2015

Die zweiten 90 km werden weniger einsam, der Wind aus Süden wird jetzt deutliche stärker und ich werde von mehreren kleinen Radgruppen überholt. Während die Temperaturen die 30 Grad übersteigen, ist mein Tempo jetzt langsamer als in der ersten Runde. Es scheint wohl an einer ersten Schwächephase zu liegen, dass ich den Eindruck habe, die Triathleten würden trotz Windschattenverbots Rad an Rad dicht aneinander kleben – vielleicht sehe ich aber bereits doppelt aufgrund der Hitze unter meinem Aerohelm. Ein Race Marshall ward längst nicht mehr gesehen. Anders als in Erlangen ist es mir nicht möglich das Tempo und die Dynamik der Passierenden mitzufahren. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich ausreichend Flüssigkeit und Kohlenhydrate getrunken und ebenso Riegel gegessen. Jedoch vermag mein Magen das längst nicht so schnell zu verdauen, wie ich unterwegs sein wollte. Na ja, das Rennen ist ja noch lang, denke ich bei Kilometer 140, da kommt es auf zehn Minuten hin oder her nicht an: Besser etwas moderater rollen und dann fitter vom Rad. Doch der Südwind zehrt deutlich mehr an den Kräften als mir lieb war und der Magen muckt.

 

Nachhaltige Energie mit Innopur und Innobar von Innosnack / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Nachhaltige Energie mit Innopur und Innobar von Innosnack / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Die Abfahrt nach Vichy nutzte ich, um die Beine etwas zu lockern und den Rücken zu entspannen. Der meckert wegen der langen Haltung in der Aeroposition mit dem hohen Druck und der fehlenden Abwechslung. Die letzten Kilometer über den Zubringer zurück zur Wechselzone rolle ich locker mit hoher Frequenz. Endlich und vor allem pannenfrei darf ich nach 5:10 Stunden von meinem Rad steigen – zwar 15 Minuten später als geplant, dennoch bin ich überrascht wie schnell die zweite Disziplin vorbei ging.

 

HEISSE SCHWÄCHEPHASE IN DER ZWEITEN RADRUNDE DES IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

HEISSE SCHWÄCHEPHASE IN DER ZWEITEN RADRUNDE DES IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH

Alles im grünen Bereich und auf Kurs, denn mit dem Marathon sollte es so richtig los gehen. Nach einem moderaten zweiten Wechsel starte ich die erste Laufrunde. Es fühlt sich anfangs etwas unrund an, aber ich war mir sicher, allmählich meinen Laufrhythmus zu finden. Schließlich steckten bereits 3,8 km Schwimmen 180 km Radfahren in meinen Beinen, da kann es das durchaus etwas dauern. Nach 5 km die erste Verpflegung mit etwas Wasser und Energy Drink, vor allem aber einer Dusche, um der Mittagshitze zu trotzen sowie meine IDENIXX Laufkappe und Pulskühler ordentlich nass zu machen – ich laufe weiter und passiere Kilometer 7. Plötzlich spüre ich ein starkes Stechen in meinem Bauch, kurz danach habe ich das Gefühl der komplette Magen zieht sich zusammen, aus laufen wird gehen. Ok, denke ich, das kann vorkommen und möchte nach 500 Metern Fußmarsch wieder anlaufen.

Doch keine Chance. Ich gehe weiter und erreiche die nächste Verpflegungsstelle: Ein paar Schlücke Wasser, etwas Energy Drink, eine leichte Dusche. „Keep on walking, never Stop“, hat mir einmal Chris McCormack in einem Interview nach seinem zweiten Sieg des IRONMAN Hawaii 2010 gesagt. Aber ich möchte laufen, doch jeder Versuch zu beschleunigen schmerzt. Ok, ganz egal, auch wenn ich 42 km gehen muss, was zählt ist das Finish, sage ich mir. Ich bekomme Zuspruch von überholenden Triathleten und nach 15 Kilometern begleitet mich meine Frau am Streckenrand. „Lauf, denk an den langen Weg bis hier her, die vielen Einheiten und Kilometer, lauf,“ schreit sie mich an. Und immer lächeln, denke ich mir. Einige Freunde rufen an und lassen ihren Zuspruch ausrichten, vor allem eine Freundin, die schwer erkrankt ist und mehr als nur einen IRONMAN zu meistern hat.

 

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

FINISH MIT EISERNEM WILLEN UND GLÜCKSGEFÜHLEN BEIM IRONMAN VICHY 2015

Es war der zündende Funke: Mein Kopf übernimmt wieder die Regie, ganz egal, ob der Körper rebelliert, ich ignoriere den Schmerz und beginne wieder zu laufen – erst langsam und dann immer schneller. Es ist Halbzeit, zwei Runden von vier sind geschafft und ich erreiche mit Wettkampftempo zum zweiten Mal das Stadion. Ich habe viel Zeit verloren, aber ich laufe. Das ist Triathlon und keine Mathematik, immerhin ist das mein Debüt auf der Langdistanz und das lass ich mir nicht verderben. Meine Taktik behalte ich bei und gehe durch jede Verpflegung, nehme von allem einen Schluck, jetzt auch Cola. Eine Zeit um die 9 Stunden, einen Platz auf dem Podium oder ein Slot für Hawaii: längst abgehakt!

 

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Ich erreiche die 35,5 km Marke und merke, wie sich Leichtigkeit und ein Glücksgefühl in mir ausbreiten. Es geht zurück, die letzten 7 km und ich spüre, wie die Euphorie in mir aufsteigt, die Schritte immer lockerer werden und sich ein Lachen in meinem Gesicht ausbreitet. Ich erreiche das Stadion, die letzten 200 Meter und kann es nicht fassen als ich die Uhr sehe. Während die Ränge voll gepackt sind, feiert das Publikum trotz der großen Hitze, angeheizt von zwei sensationellen Moderatoren. Ich werde langsamer, richte den Blick zum Himmel und kann es kaum begreifen. Dieser Moment ist nicht greifbar, ich bin einfach überwältigt: Nach neun Stunden, fünfundfünfzig Minuten und dreißig Sekunden bleibt die Uhr für mich an diesem Sonntag Nachmittag stehen und meine erste Langdistanz, der Ironman Vichy 2015 ist damit Geschichte.

 

FINISH MIT EISERNEM WILLEN UND GLÜCKSGEFÜHLEN BEIM IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

FINISH MIT EISERNEM WILLEN UND GLÜCKSGEFÜHLEN BEIM IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Das erste Mal ist immer am schönsten, wenn es jedoch einmal nicht mehr läuft, dann tut es richtig weh. Mein Körper, der in der Saison 2015, an anderen Tagen, in anderen Rennen und unter anderen Umständen stets zuverlässig funktioniert hat, ist an diesem Sonntag kurzzeitig etwas ins stottern gekommen, scheinbar leicht irritiert von der ungewohnten und langen Belastung. Trotz der enormen Hitze und der Probleme war mein Kopf stets konzentriert, fokussiert und ich habe nie gezweifelt. Ich habe meine erste Langdistanz mit jeder Sekunde genossen, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Danke Nicola!

 

DANKE

Ich danke meiner Frau und meinen Kindern für Ihre Geduld und die Kraft, die sie mir während der gesamten Vorbereitung in den letzten 200 Tagen gegeben haben. Ich danke auch meinen Freunden, die mich stets motiviert und bei den ein oder anderen Trainingseinheiten begleitet haben – dann, wenn’s darauf ankommt! Mein Dank gilt außerdem zwei besonderen Menschen, die mir in den letzten, den härtesten und intensivsten Wochen vor meiner ersten Langdistanz tatkräftig zur Seite gestanden und mich unterstützt haben. Danke Anderl und Christoph! Ohne Eurer Unterstützung hätte ich es vielleicht nicht einmal bis zur Startlinie geschafft.

 

DIE UNTERSTÜTZER

SPEED COMPANY, Holger Schiegl
THERAPIE54, Andreas Ellenrieder
INNOSNACK, Marco Steinhilber
RADLABOR München, Pascal Ketterer

 

MEIN EQUIPMENT

ASICS Gel-Noosa Tri 10
CANYON Speedmax CF Di2 Zeitfahrrad
FIZIK Arione K1 Sattel
IDENIXX Kühllaufkappe und Performance PulsKühler
INNOSNACK Innobar Riegel & Innopur Drink
MAVIC CXR80 Laufräder
OAKLEY Radar Lock
POC Cerebel Aerohelm
POLAR V650 Radcomputer
POLAR V800 Multisportuhr
SAILFISH G-Range Neoprenanzug
SKINFIT Funktionskleidung
ZOGG’S Predator Schwimmbrille

 

IRONMAN VICHY 2015 ERGEBNIS

Startzeit 7:00 Uhr
Startgruppe 3
Startnummer 446
Schwimmen: 54:49 min / 1. M40-44
T1: 2:46 min
Rad: 5:10:27 h / 18. M40-44
T2: 3:23 min
Laufen: 3:44:06 h / 17. M40-44
Finish: 9:55:30 h
Platz: 84.
M40-44: 17.

Alle Ergebnisse & Athlete Tracker IRONMAN Vichy 2015

 

IRONMAN VICHY 2015 STATISTIK

Starter: 1799 / 100 %
Finish: 1182 / 65,7 %
DNF: 617 / 34,3 %
Starter M40-44: 317
Temperatur: 36 Grad Celsius
Wind: 33 km/h S-SW-SO

 

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IRONMAN Vichy 2015: Der Schweizer Mauro Bärtsch und die Spanierin Gurutze Frades gewinnen die Premiere, Brader wird Dritter!

 
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TRI2B Erster Ironman-Blog #1 am 02. Mai 2015
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TRI2B Erster Ironman Blog #4 am 20. August 2015
TRI2B Erster Ironman Blog #5 am 20. August 2015
TRI2B Erster Ironman Blog #6 am 06. September 2015

 
MEHR INFORMATIONEN
Markenwechsel beim Triathlon Vichy
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Jetzt sind es noch 24 Stunden und es gibt kein zurück mehr – morgen heißt’s Sugar and Pain! Seit der Anmeldung zu meiner ersten Langdistanz vor fast 200 Tagen ist viel passiert und allmählich wird’s richtig Ernst. Mit dem Ironman Vichy habe ich den für mich passenden Triathlon über die Königsdisziplin ausgewählt. Vor fünf Jahren habe ich hier auf einer Fahrt zum Atlantik erstmals einen Zwischenstopp gemacht und ein Jahr später von der Premiere der Challenge aus Vichy berichtet. Dass ich vier Jahre später hier einmal selbst starten würde, das hätte ich mir trotz meiner 25 Jahren im Triathlon damals noch nicht vorstellen können. Das Jahr 2015 lief für mich bisher wunderbar und ich möchte nichts missen, selbst Niederlagen und Fehler nicht. Aus ihnen lernt, sie machen uns menschlich und zu noch stärkeren Triathleten. Was auch immer am kommenden Sonntag passieren wird, wie auch immer es laufen wird, es wird bestimmt nicht leicht – mitunter kann es auch schmerzvoll werden. Auf jeden Fall werde ich eine Menge neuer Erfahrungen sammeln, die für mein Training sehr wertvoll sein werden, ganz besonders aber für meine Arbeit als Trainer und Autor. Ich bin gespannt und freue mich, wenn am 30. August um 7 Uhr endlich der Startschuss fällt …

Die Wettkampfstrecken

Mit 2015 wird die Langdistanz Vichy nun auch erstmals als offizielles Rennen der Marke Ironman ausgetragen. Das bedeutet zugleich, dass somit zukünftig 50 Agegroup Startplätze für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii beim Ironman Vichy vergeben werden. Die diesjährigen Slots in der Auvergne sind dann allerdings bereits für das nächste Jahr, für die Ironman WM 2016. Mit dem neuen Markennamen ergeben sich auch einige Änderungen der Strecke und des Setups, die durchaus von Bedeutung sind und auf die ich hier näher eingehen möchte.

 

Jetzt zählt's: Startunterlagen - check! / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Jetzt zählt’s: Startunterlagen – check! / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Der Schwimmstart des Ironman Vichy 2015 erfolgt weiterhin im Lac d’Allier, der mitten durch Vichy fließt. Der Fluss Allier ist am Parc Omnisports eigens für die Nutzung als Ruderregattastrecke aufgestaut und ein entsprechendes Stadion bildet den entsprechenden Rahmen. Das Gefühl eines Formel-1 Starts wird somit weiterhin das Adrenalin der Athleten durch den Körper treiben, wenn am 30. August 2015 früh morgens um 7 Uhr der Countdown des Starts durch eine Ampelanlage erfolgt. Die Triathlon Profis starten 10 Minuten zuvor und in meheren Startwellen, eingeteilt nach den Schwimmleistungen, folgen die Triathleten der Altersklassen. Die Schwimmstrecke besteht aus einem ufernahen Rundkurs über zwei Runden mit einem Landgang, was das Anfeuern der Athleten während der gesamten Strecke ermöglicht und die Zuschauer hautnah mitfiebern lässt. Nach zwei Kilometer kommt man erstmals aus dem Wasser und es sind somit die ersten Abstände messbar.

Nach 3,8 km geht’s erstmals in die Wechselzone, die jetzt näher an den Schwimmausstieg gerückt und sich zwischen dem Lac d’Allier und Palais du Lac befindet. Eine durchaus positive Veränderung, wie ich finde. Das erlaubt schnellere Wechselzeiten und ist somit zuschauerfreundlicher, wenn die Triathleten auf die Radstrecke fahren oder wieder zurückkommen. Dadurch hat sich ebenso die Zufahrt der Radstrecke verändert, die jetzt in südlich Richtung aus der Wechselzone durch den Parc Omnisports vorbei am CREPS Auvergne Vichy führt.

Panorama Runde über’s Hochplateau

Geändert hat sich allerdings auch die Fahrtrichtung der Radstrecke durch die zauberhafte Landschaft der beiden Departements d’Allier und Puy de Dôme. Der zweimal zu fahrende Rundkurs über 180 km, den man über den neuen Zubringer erreicht, ist von den Triathleten jetzt im Uhrzeigersinn und somit rechts herum zu absolvieren. Die zwei Runden verlaufen natürlich weiterhin durch die beiden Departements Allier und Puy de Dôme mit ihren zahlreichen Wäldern und den weitläufigen Feldern des atemberaubenden Hochplateaus. Das gibt den Athleten zwischendurch die Gelegenheit den Blick auf das grandiose Panorama der Vulkane der Auvergne zu richten. Zwar beträgt der Höhenunterschied pro Runde nach wie vor nur 380 m, jedoch verläuft die Radstrecke jetzt stetig über mehrere Wellen bergan. Am Ende jeder Radrunde fährt man jetzt den ehemals steileren Anstieg zügig hinunter, bevor es in die zweite Runde oder dann zurück zur Wechselzone geht.

Je nach Wetterlage und Windrichtung wird das den Triathleten etwas mehr Strapazen abverlangen als bisher. Ende August sind die Temperaturen mit heißen Winden im Herzen Frankreichs meist sehr hoch und der Wind bläßt häufig aus nördlichen Richtungen. Wer hier den regelmäßigen Flüssigkeitsbedarf vernachlässigt, wird das im weiteren Rennverlauf möglicherweise bitter bereuen. Ich erinnere mich dabei auch an die Challenge Vichy 2012, als die Langdistanz aufgrund der Hitzewelle seitens der Behörden auf eine Mitteldistanz verkürzt werden musste. Selbst die halbierte Distanz zwang damals viele Triathleten zur hitzebedingten Rennaufgabe.

Historische Laufrunde durch Vichy

Nach zwei Runden geht’s über den selben Zubringer zurück zur Wechselzone und anschließend auf die Marathonstrecke. Von dort laufen die Athleten in südliche Richtung entlang der Uferpromenade des Lac d’Alliers und überqueren diesen nach gut 3 km. Schließlich geht es runter an den Fluß und nach zwei Kilometer wieder hoch auf die gegenüberliegende Uferpromenade und in einen Bilderbuchpark. Die ehemals steile Treppe wurde endlich durch eine 100 m Meter nördlichere Auffahrtsrampe ersetzt. Da ebenso die einsame Schleife im Glutofen des Parc Omnisports gestrichen wurde, führt die Laufstrecke die Athleten jetzt über eine Schleife von zwei Kilometer durch die historische Altstadt von Vichy, wo deutlich mehr Zuschauer den Ironman beobachten werden als bisher.

Für die Sportart Triathlon und die Triathleten durchaus positiv und motivierender. Anschließend geht es zurück über die östliche Uferpromenade nach Norden und mit der Überquerung der Pont de l’Europe zurück zum Wettkampfgelände. Für die Triathleten ein äußerst abwechslungsreicher Rundkurs, der vier Mal zu absolvieren ist und mit jeder Runde durch das eigens errichtetet Stadion führt. Erreicht man das Stadion ein fünftes Mal dann heißt es nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,8 km Laufen erstmals auch in Vichy: You are an Ironman!

Großes Aufgebot zur Premiere des Ironman Vichy

Nach einer Saison mit vielen Verletzungen wird am kommenden Sonntag Dirk Bockel erstmals wieder über die Langdistanz antreten und versuchen erste Punkt für die Ironman Weltmeisterschaft Hawaii 2016 zu sammeln. Der gebürtige Deutsche mit Wohnsitz in Luxemburg musste aufgrund eines Bruchs im Fußgelenks seinen Start bei der Challenge Roth im Juli diesen Jahres absagen. Konkurrenz bekommt der 38-jährige durch 19 weitere Triathlonprofis im ersten Starterfeld des Ironman Vichy. Darunter die Schweizer Patrick Jaberg und Mike Schifferle, sowie das deutsche Trio Christian Brader, Marc Duelsen und Michael Ruenz. Sie alle möchte die Gelegenheit nutzen bereits frühzeitig wichtige Kona-Punkte für das nächste Jahr zu ergattern.

Die Startliste der Profifrauen ist beim Ironman Vichy etwas übersichtlicher. Neben Corinne Abraham aus Großbritannien wir die sechsmalige Hawaii-Siegering Natascha Badmann die Premiere des Ironman Vichy nutzen um ihr persönliches Konto des Kona Pro Rankings frühzeitig aufzubessern. Mit der 48-jähren Schweizerin am Start im Lac d’Allier um 6:52 Uhr wird unter anderem die Dänin Tine Holst sein, 15-malige Ironman-Finisherin und neunte beim Ironman Frankfurt 2015. Triathlon ist zum Glück keine Mathematik und das mach diese faszinierende Sportart so einzigartig. Für diesen Tag ist jeder an der Startlinie bestens vorbereitet nach Vichy gereist und dennoch ist die Tagesform alles entscheidend. Abgerechnet wird am Schluss.

Der Ironman Vichy ist zurecht einer der landschaftlich und historisch schönsten Wettkampforte auf der europäischen Triathlon-Landkarte. Er erlaubt es den Zuschauern auf dem gesamten Parcours stets hautnah an den Athleten dran zu sein und das Renngeschehen bestens beobachten zu können. In exakt 90 Tagen ist es dann soweit. Gesamt nutzen sieben weibliche Triathlon Profis die Langdistanz im französischen Heilbad, für die erste Etappe ihrer „Road to Kona“.

Meine IRONMAN Vichy Checkliste

Lust auf ein neues Abenteuer
Zwar habe ich die Langdistanz in Vichy schon vier Mal als Journalist erlebt und die Athleten auf Tritt und Schritt begleitet, selbst am Start und als Protagonist mittendrin zu sein ist dennoch etwas anderes. Frankreich macht immer Spass und im Wettkampf nimmt man sämtliche Eindrücke noch stärker war. Ich freue mich auf meine erste Langdistanz und die Premiere des Ironman Vichy, auf die leckeren Crêpes nach erfolgreichem Finish ganz besonders!

Die Vorbereitung
Eine konstante Pace und gute Renneinteilung ist in Vichy wichtig. Die Radstrecke hat nicht viele Höhenmeter aber die Auvergne ist der Glutofen Frankreichs. Regelmäßig zu trinken und den Körper gut kühlen in den Tagen vor dem Rennen ist hilfreich.

Pure Konzentration
Der Ironman Vichy ist zwar meine erste Langdistanz aber es gibt keinen Grund, irgendetwas anders zu machen als vor jedem anderen Rennen. Die Strecken sind doppelt so lang und der Tag wird doppelt so lang dauern. Es wird ein hartes Rennen und ein starker Kopf ist gefragt. Ich konzentriere mich voll und ganz auf mein Rennen.

Weniger ist mehr
Alles, was ich für ein gutes Rennen brauche, ist ein gesunder Körper, eine gute Tagesform, mein Material und die mentale Unterstützung meiner Familie und Freunde.

Das letzte Abendmahl
Am Abend vor dem Rennen gibt es ein Risotto mit Lachs und als Nachtisch einen Becher Ben & Jerry’s Cookie Dough, Kohlenhydrate mit Proteinen und auch etwas für den Kopf.

Von Rookie zu Rookie
Es ist meist sehr heiß und der Wind bläst stark in Vichy. Gut zu trinken, nicht zu viel Kraft auf dem Rad zu verschwenden und das Rennen gut einzuteilen ist von Vorteil. Dabei unbedintg das schöne Panorama und die tolle Atmosphäre genießen.

Meine Motivation
Vichy ist jetzt ein Rennen der Ironman Serie und es besteht somit die Chance mich für Kona zu qualifizieren. Dennoch, es ist meine erste Langdistanz und das heißt erst einmal finishen. Triathlon ist keine Mathematik und der Tag lang, aber ich bin sehr motiviert, ein gutes Rennen und eine tolle Zeit zu laufen. Ich fühle mich in einer guten Form und freue mich neue Grenzen zu überschreiten – Sugar and Pain, Rock ‚n’ Roll!

Mein Danke
Vielen Dank, meinen Freunden und allen Unterstützenden, die mich auf dem Weg zu meiner ersten Langdistanz begleiten. Vor allem danke ich meiner Frau und meinen Kindern für ihr Engagement und ihre Geduld mit den vielen Trainingseinheiten. Ich danke meiner Mutter, die mich mit 4 Jahren zum Schwimmverein gebracht hat, meinem viel zu früh verstorbenen Opa, der mir das erste Rennrad geschenkt hat und meinem Vater der viele große Touren gemeinsam mit mir gefahren ist. Ohne Euch, Euerem großen Engagement und Euerer Geduld wäre es nicht möglich gewesen, diesen langen Weg bis hier her zu gehen. Am morgigen Sonntag, werde ich meine aller Bestes geben und versuchen die Saat zu ernten: Rock ‚n‘ Roll!

Individual Facts

Startzeit 7:00 Uhr
Startgruppe 3
Startnummer 446
IRONMAN Vichy LIVE Athlete Tracker & Blog

Der Zeitplan des IRONMAN Vichy

6:50 Start Schwimmen 3,8 km Profis
7:00 Start Schwimmen 3,8 km Best Agegroup Athletes (51 – 450)
7:50 Finish Schwimmen
7:55 Start Bike 180 km
10:25 Transit Bike 90 km (1. Runde) Start 2. Runde
12:55 Finish Bike
13:00 Start Run 42,2 km
13:45 Transit 10,5 km (1. Runde)
14:30 Transit 21 km (2. Runde)
15:15 Transit 31,5 km (3. Runde)
16:00 Finish Run 42,2 km

Statistik IRONMAN Vichy

Pros: 7 Frauen, 25 Männer
Age Group M40-44: 317
Deutsche Triathleten: 9 Frauen, 52 Männer

Profis beim Ironman Vichy

Frauen
40 BADMANN Natascha CHE(Switzerland) FPRO
41 ABRAHAM Corinne GBR (United Kingdom) FPRO
42 FRADES Gurutze ESP (Spain) FPRO
43 HOLST Tine DNK (Denmark) FPRO
44 LEMESEVA Maria RUS (Russian Federation) FPRO
45 GODESKY Alyssa USA (United%States) FPRO
46 VELLA WOOD Michelle MLT (Malta) FPRO

Männer
1 BOCKEL Dirk LUX(Luxembourg) MPRO
2 BILLARD Bertrand FRA(France) MPRO
3 BRADER Christian DEU(Germany) MPRO
4 ROTA Sylvain FRA(France) MPRO
5 DUELSEN Marc DEU(Germany) MPRO
6 RUENZ Michael DEU(Germany) MPRO
7 BAUCCO AjUSA(United%States) MPRO
8 JABERG Patrick CHE(Switzerland) MPRO
9 BAERTSCH Mauro CHE(Switzerland) MPRO
10 RISTI Ian ITA(Italy) MPRO
11 HEMET Nicolas FRA(France) MPRO
12 JEANNIN Guillaume FRA(France) MPRO
13 ORIET Gilian SUI(Switzerland) MPRO
14 SCHIFFERLE Mike CHE(Switzerland) MPRO
15 ROSINSKI Steven USA(United%States) MPRO
16 LE GUELLEC Ludovic FRA(France) MPRO
17 CIOTTI Emanuele ITA(Italy) MPRO
18 SWEET Christopher USA(UnitedStates) MPRO
19 JALOVECKY Michal CZE MPRO
20 KALININ Maksim RUS(Russian Federation) MPRO
22 RAMALI Pascal DEU (Germany) MPRO
24 SCHAFFNER Frederic FRA(France) MPRO
25 LAVITSKY Andriy RUS (Russian Federation) MPRO

 

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