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Warum die Laktatbildungsrate im Triathlon und Ausdauersport entscheidend ist

Im modernen Ausdauertraining entscheidet nicht nur die VO₂max über deine Leistungsfähigkeit. Ein weiterer zentraler Parameter ist die VLa max – die maximale Laktatbildungsrate.

Gerade im Triathlon mit Schwimmen, Radfahren und Laufen beeinflusst die VLa max maßgeblich, wie effizient dein Stoffwechsel unter Belastung arbeitet. Sie bestimmt, wie schnell Laktat produziert wird, wie hoch dein Kohlenhydratverbrauch ist und wie stabil deine Leistung bei steigender Intensität bleibt.

Wer sein metabolisches Leistungspotenzial im Ausdauersport optimal ausschöpfen möchte, muss die VLa max verstehen – und gezielt trainieren.

Was ist die VLa max?

Die VLa max (maximale Laktatbildungsrate) beschreibt die maximale Geschwindigkeit der Laktatproduktion in der Muskulatur. Sie ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit des anaerob-glykolytischen Stoffwechsels.

Wichtig ist: Laktat entsteht nicht ausschließlich bei Sauerstoffmangel. Es wird immer dann gebildet, wenn der Glukosefluss durch die Muskelzelle hoch ist – unabhängig davon, ob ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Die Höhe der Laktatproduktion ist daher primär ein Ausdruck der Stoffwechselrate und weniger ein reines „Mangelzeichen“.

Die VLa max quantifiziert, wie stark ein Athlet bei intensiver Belastung zur schnellen Glykolyse neigt – und damit, wie „explosiv“ sein Stoffwechsel arbeitet.

 

TRAINING Leistungsdiagnostik Laktatmessung © SUGAR & PAIN, AdobeStock Photo

Was wir heute über Laktat wissen?

Die frühere Annahme von Laktat als Abfallprodukt ist wissenschaftlich überholt. Moderne Forschung, insbesondere das Konzept des „Lactate Shuttle“ (Brooks), zeigt:

Laktat ist ein zentraler Energieträger und ein regulatorisches Molekül.

Es wird kontinuierlich produziert und zwischen verschiedenen Geweben transportiert. Herzmuskel, oxidative Muskelfasern und sogar das Gehirn nutzen Laktat direkt als Energiequelle. Zudem ist Laktat eine wichtige Vorstufe der Glukoneogenese im Cori-Zyklus.

Moderne Forschung (Lactate Shuttle nach Brooks) zeigt:

  • Laktat ist ein zentraler Energieträger
  • Es wird zwischen Muskelfasern transportiert
  • Herz, oxidative Muskelfasern und Gehirn nutzen Laktat direkt
  • Es ist eine wichtige Vorstufe der Glukoneogenese (Cori-Zyklus)
  • Es wirkt als regulatorisches Signalmolekül

Laktat beeinflusst die Substratverwertung im Stoffwechsel. Eine hohe Laktatbildungsrate geht mit:

  • höherem Kohlenhydratverbrauch
  • reduzierter Fettverbrennung
  • schnellerer Ermüdung

einher.

 

Eine hohe Laktatbildungsrate geht mit einem erhöhten Kohlenhydratverbrauch einher und kann die Fettverbrennung hemmen. Entscheidend ist daher nicht „wenig Laktat“, sondern eine günstige Balance zwischen Laktatproduktion und -abbau.

Auch im Bereich der Neurobiologie gewinnt Laktat zunehmend an Bedeutung. Es dient Neuronen als Energieträger und ist an Prozessen der neuronalen Plastizität beteiligt.

 

Bedeutung der VLa max im Triathlon

Im Triathlon Training treffen lange aerobe Belastungsphasen auf intensive Spitzen. Genau hier wird die VLa max leistungsentscheidend und es zeigt sich die praktische Relevanz der VLa max:

Hohe VLa max

  • schnelle Laktatproduktion
  • hohe anaerobe Leistungsfähigkeit
  • Vorteil bei Attacken, Antritten, Endspurts
  • jedoch höherer Kohlenhydratverbrauch und schnellere Ermüdung

Niedrige VLa max

  • geringere glykolytische Aktivität
  • höhere aerobe Effizienz
  • bessere Fettstoffwechselnutzung
  • stabilere Leistung über lange Distanzen

Für Langdistanz-Triathlon ist meist eine moderat niedrige VLa max leistungsförderlich. Für Kurzdistanzformate kann eine höhere VLa max strategische Vorteile bringen.

Klodian Mitri profitiert im Energy Lab während der IRONMAN World Championships HAWAII 2018, Kailua Kona von unserem Laufseminar © Klodian Mitri for SUGAR & PAIN

Zusammenhang VLa max, VO2 max, Schwelle und andere Leistungsfaktoren

VO₂max beschreibt die maximale Sauerstoffaufnahme und bestimmt die aerobe Obergrenze. Die VLa max beeinflusst hingegen, wie schnell die Glykolyse aktiviert wird und wie hoch die Laktatakkumulation bei steigender Intensität ist.

Beide Parameter wirken gemeinsam auf die Schwellenleistung. Vereinfacht:

Hohe VO₂max + niedrige VLa max

  • hohe prozentuale Schwellenleistung
  • ideal für lange Ausdauerbelastungen

Hohe VLa max

  • hohe anaerobe Kapazität
  • relevant bei kurzen, intensiven Formaten

Entscheidend ist das individuelle metabolische Profil in Relation zur Wettkampfdistanz. Die individuelle Leistungsstruktur ergibt sich aus dem Verhältnis dieser beiden Größen.

Anwendung der VLa max im Training von Triathleten

Die VLa max ist trainierbar – sowohl nach oben als auch nach unten.

VLa max senken (für Langdistanz & aerobe Effizienz)

Ziel: Reduktion der glykolytischen Aktivität, Verbesserung der Fettstoffwechselkapazität.

Geeignete Maßnahmen:

  • Hoher Umfang im Grundlagenausdauerbereich (Zone 1–2)
  • Längere Einheiten im Sweetspot-/Schwellenbereich
  • Vermeidung übermäßiger hochintensiver anaerober Reize
  • Ökonomietraining
  • Periodisierte Kohlenhydratstrategie

VLa max erhöhen (für Kurzdistanz & Explosivität)

Ziel: Steigerung der anaeroben Kapazität und Sprintfähigkeit.

Geeignete Maßnahmen:

  • Kurze, sehr intensive Intervalle (z. B. 10–30 s maximal)
  • Sprint-Intervalle mit vollständiger Pause
  • Hochintensives Intervalltraining (HIIT)
  • Krafttraining mit hoher Intensität

Wichtig: Jede Anpassung beeinflusst gleichzeitig VO₂max und Schwellenleistung. Deshalb muss die Trainingssteuerung immer zielgerichtet erfolgen.

 

Konkrete Trainingsempfehlung zur gezielten Beeinflussung der VLa max

Beispiel zur Senkung der VLa max (Langdistanz-Fokus)

Wöchentliche Struktur

  • 2–3 lange Grundlageneinheiten (90–180 Min)
  • 1 Schwellen- oder Sweetspot-Training (2×20 Min oder 3×15 Min)
  • 1 kurze Technik-/Ökonomieeinheit
  • Hochintensive Reize stark begrenzen

Zeitraum: mindestens 6–10 Wochen für messbare Anpassungen.

Beispiel zur Erhöhung der VLa max (Kurzdistanz-Fokus)

Einheit

  • 2 Serien à 6–8 × 20 Sekunden maximal
  • Pause: 2–3 Minuten locker
  • Fokus: maximale Glykolyse-Aktivierung

1–2 Einheiten pro Woche über 4–6 Wochen.

FAZIT: VLa max als ein Schlüsselparameter im Triathlontraining

Die VLa max ist ein zentraler Leistungsfaktor im Triathlon und Ausdauersport. Sie bestimmt, wie dein Stoffwechsel Intensität verarbeitet, wie hoch dein Kohlenhydratverbrauch ist und wie stabil deine Leistung über Zeit bleibt.

Gemeinsam mit der VO₂max bildet sie die Grundlage für dein individuelles metabolisches Leistungsprofil. Wer seine VLa max kennt und gezielt trainiert, steuert sein Ausdauertraining präziser – und schöpft sein Leistungspotenzial vollständig aus.

 

FAQ zur VLa max im Triathlon und Ausdauersport

Was ist die VLa max?

Die VLa max (maximale Laktatbildungsrate) beschreibt die höchste Geschwindigkeit, mit der die Muskulatur Laktat produzieren kann. Sie ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit des anaerob-glykolytischen Stoffwechsels und beeinflusst, wie schnell Intensität metabolisch „teuer“ wird.

Was bedeutet eine hohe VLa max?

Eine hohe VLa max steht für eine schnelle Laktatproduktion und eine ausgeprägte anaerobe Kapazität. Das ist vorteilhaft bei kurzen, intensiven Belastungen wie Sprints oder Attacken, führt jedoch zu höherem Kohlenhydratverbrauch und schnellerer Ermüdung bei langen Ausdauerbelastungen.

Ist eine niedrige VLa max besser im Triathlon?

Für Mittel- und Langdistanz-Triathlon ist eine moderat niedrige VLa max meist leistungsförderlich. Sie ermöglicht eine bessere Fettstoffwechselnutzung, eine stabilere Schwellenleistung und eine höhere prozentuale Ausnutzung der VO₂max über längere Zeiträume.

Wie hängt VLa max mit der VO₂max zusammen?

Die VO₂max beschreibt die maximale Sauerstoffaufnahme, während die VLa max die Geschwindigkeit der Laktatproduktion angibt. Beide Parameter bestimmen gemeinsam die Schwellenleistung und das individuelle metabolische Leistungsprofil im Ausdauersport.

Wie wird die VLa max gemessen?

Die VLa max wird im Rahmen einer Leistungsdiagnostik bestimmt. Dabei werden Laktatwerte, Leistung und Stoffwechselparameter analysiert. Die Berechnung erfolgt über spezielle Modelle, die die maximale Laktatbildungsrate aus Belastungs- und Erholungsdaten ableiten.

Kann man die VLa max trainieren?

Ja. Die VLa max ist trainierbar.
Lange Grundlageneinheiten und Schwellentraining senken die VLa max, während kurze, hochintensive Intervalle mit maximaler Belastung sie erhöhen können. Die Trainingssteuerung hängt vom Wettkampfziel ab.

Warum ist die VLa max wichtig für die Schwellenleistung?

Die VLa max beeinflusst, wie schnell Laktat bei steigender Intensität ansteigt. Eine niedrigere VLa max ermöglicht oft eine höhere Schwellenleistung relativ zur VO₂max und verbessert die Dauerleistungsfähigkeit im Ausdauersport.

Welche Rolle spielt Laktat im Körper?

Laktat ist kein Abfallprodukt, sondern ein zentraler Energieträger und Signalstoff. Es wird zwischen Muskelfasern transportiert, vom Herzen und Gehirn genutzt und spielt eine wichtige Rolle in der Regulation des Stoffwechsels.

 

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QUELLEN
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  • M. Siegmund / AdobeStock
  • torwaiphoto / AdobeStock
  • Klodian „Gossling“

Die VO2 max ist der zentrale Leistungsparameter, der Intensität, Belastbarkeit und nachhaltige Performance bestimmt. Sie entscheidet, wie viel Leistung dein Körper effizient erzeugen, halten und nachhaltig abrufen kann, wenn es um deine Ausdauerfähigkeit geht. Entscheidend dabei: Die aerobe Kapazität ist keine starre Grenze. Durch eine strukturierte Trainingsplanung mit gezielten hochintensiven Intervallen lässt sich die VO2 max deutlich steigern – und damit die Fähigkeit, über längere Zeit ein hohes Leistungsniveau aufrechtzuerhalten.

Warum die VO2 max ein so wichtiger Indikator ist und wie du sie effektiv trainierst, erfährst du in diesem Beitrag.

Die maximale aerobe Kapazität, kurz VO2 max, beschreibt die größte Menge an Sauerstoff, die der Körper unter maximaler Belastung pro Minute effektiv verwerten kann. Entscheidend ist dabei nicht die eingeatmete Luftmenge, sondern der Sauerstoff, der im Rahmen des aeroben Stoffwechsels tatsächlich in der Muskulatur ankommt und zur Energiegewinnung genutzt wird. Der VO2 max-Wert wird in Millilitern Sauerstoff pro Minute angegeben (ml/min) beziehungsweise relativ zum Körpergewicht in ml/kg/min.

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Mountain ©  photo: OneAndAHalf / graphic: STEREOGRAPHIC

Die Messung der VO2 max im Labor

Die aerobe Kapazität kann im Labor im Rahmen einer Leistungsdiagnostik auf dem Fahrrad oder Laufband bestimmt werden, wie zum Beispiel an der TU München. Mithilfe der Spiroergometrie werden während einer stufenweise ansteigenden Belastung die Atemgase analysiert. Parallel dazu werden weitere leistungsrelevante Parameter wie Herzfrequenz (kontinuierliches EKG), Trittfrequenz und die tatsächlich erbrachte Leistung (Watt) erfasst.

Während der Untersuchung atmest du über eine Atemmaske, die Veränderungen der Atemfrequenz, des Atemvolumens sowie der aufgenommenen Sauerstoff- (O₂) und abgegebenen Kohlendioxidmenge (CO₂) pro Minute misst. Häufig kommt ein Rampentest nach Scharhag-Rosenberger (et al., 2011) zum Einsatz, bei dem die Belastung beispielsweise mit 25 Watt beginnt und gleichmäßig um 25 Watt pro Minute gesteigert wird.

Die Auswertung erfolgt unter anderem anhand der Wasserman-9-Felder-Grafik. Neben der VO₂max lassen sich so auch die ventilatorischen Schwellen (VT1 und VT2) sowie wertvolle Erkenntnisse über das Zustandekommen der Leistung, den Belastungsverlauf und die Art der Energiegewinnung – Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel – gewinnen.

Anaerobe Energiegewinnung

Während sportlicher Belastung benötigt der Körper Energie für sämtliche Stoffwechselprozesse, vor allem für die Muskelarbeit. Der direkte Energieträger jeder Muskelkontraktion ist Adenosintriphosphat (ATP). In den Muskelzellen steht nur ein sehr begrenzter ATP-Speicher zur Verfügung, der Energie für wenige Sekunden liefert.

Die Mitochondrien, die Kraftwerke der Muskelzellen, stellen ATP kontinuierlich neu her. Bei der Spaltung von ATP zu ADP (Adenosindiphosphat) wird Energie frei, von der etwa 30–40 % für die Muskelarbeit genutzt werden, während der größere Anteil als Wärme abgegeben wird. Für länger andauernde Belastungen ist daher eine fortlaufende Resynthese von ATP zwingend notwendig. Dafür greift der Körper auf unterschiedliche Energiesysteme und Substrate zurück.

Aerobe Energiegewinnung

Zu Beginn intensiver Belastungen erfolgt die Energiebereitstellung zunächst überwiegend anaerob, da das Herz-Kreislauf-System den Sauerstoffbedarf der Muskulatur nicht sofort decken kann. Mit zunehmender Belastungsdauer und -stabilisierung kommen weitere Systeme hinzu, darunter die Kreatinkinase-Reaktion und die anaerobe Glykolyse.

Sobald ausreichend Sauerstoff in der Muskulatur zur Verfügung steht, können die aerobe Glykolyse und die Lipolyse einsetzen – also die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Fetten. Alle Energiesysteme laufen dabei parallel ab, ihr jeweiliger Anteil hängt von Dauer und Intensität der Belastung ab. An dieser Stelle spielen sowohl die VO₂max als auch die Ernährung vor, während und nach dem Training eine entscheidende Rolle.

Bei dauerhaft hoher oder weiter steigender Intensität stößt das Herz-Kreislauf-System jedoch an seine Grenzen. Der Sauerstoffbedarf kann nicht mehr vollständig gedeckt werden, der Anteil der anaeroben Energiegewinnung steigt. Diese wird ausschließlich über Kohlenhydrate abgedeckt, Fett kann nicht mehr genutzt werden. Da die Kohlenhydratspeicher begrenzt sind und gleichzeitig Laktat entsteht, kommt es entweder zu einer deutlichen Reduktion der Intensität oder zum Leistungsabbruch.

 

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Velodrom © photo: AboutLife

VO2 max – wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit

Der maximale Sauerstoffumsatz pro Minute ist damit ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit bei intensiven Ausdauerbelastungen. Verbessert sich deine VO₂max durch gezieltes Training, kannst du mehr Sauerstoff aufnehmen, transportieren und verwerten. Das ermöglicht höhere Intensitäten über längere Zeit und wirkt sich positiv auf zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse aus.

Positive Effekte der VO2 max

Die VO2 max kann sowohl absolut (in Litern Sauerstoff pro Minute) als auch relativ zum Körpergewicht (ml/kg/min) angegeben werden. Gerade im Radsport ist die relative VO2 max ein wichtiger Referenzwert, da sie in engem Zusammenhang mit der Leistungsentwicklung in Watt pro Kilogramm Körpergewicht steht.

Untrainierte Frauen erreichen im Durchschnitt etwa 30–35 ml/kg/min, Männer etwa 40–45 ml/kg/min. Werte ab 40 ml/kg/min bei Frauen und 50 ml/kg/min bei Männern gelten medizinisch als deutlich überdurchschnittlich. Für den ambitionierten Amateurbereich werden VO₂max-Werte von etwa 50 ml/kg/min (Frauen) und 60 ml/kg/min (Männer) als Mindestvoraussetzung angesehen. Spitzenwerte im Profiradsport liegen teils deutlich über 80 ml/kg/min.

Trainierbarkeit der VO2 max

Alter, Geschlecht und genetische Voraussetzungen beeinflussen die VO2 max und dennoch lässt sich die aerobe Kapazität durch strukturiertes Ausdauertraining nachweislich um bis zu 25 % steigern. Neben dem Training spielt die Energiebereitstellung eine zentrale Rolle. Ohne ausreichende und hochwertige Nährstoffzufuhr kann auch der beste Sauerstoffumsatz nicht in Leistung umgesetzt werden. Eine angepasste Ernährung ist daher ein wesentlicher Bestandteil eines effektiven Trainingskonzepts.

Die VO₂max allein ist jedoch nicht das Maß aller Dinge. Ein Athlet kann trotz niedrigerer VO2 max leistungsfähiger sein, wenn er diese Kapazität besser nutzt – etwa durch einen höheren FTP oder eine bessere Effizienz. Besonders im Radsport und am Berg, wo das Körpergewicht eine große Rolle spielt, kann dies entscheidende Vorteile bringen.

Ein gezieltes VO2 max-Training verbessert daher nicht nur die maximale Sauerstoffaufnahme, sondern auch weitere leistungsbestimmende Faktoren wie den FTP-Wert, die Belastungstoleranz und die mentale Widerstandsfähigkeit.

 

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Time Trial Racing © photo: OneAndAHalf

Fazit

Ohne ausreichende Sauerstoffversorgung ist Ausdauerleistung nicht möglich. Je höher die aerobe Kapazität, desto effizienter funktioniert die Energiegewinnung. Eine gezielte Verbesserung der VO2 max führt nachweislich zu einer höheren Leistungsfähigkeit und wirkt sich positiv auf zahlreiche weitere physiologische Faktoren aus.

Du möchtest deine VO2 max nachhaltig trainieren und endlich mehr Druck auf dem Rad. Wir unterstützen Dich mit unserem sportwissenschaftlichen Know-How und mehr als 30 Jahren intensive Erfahrung im Leistungssport.
COACHING ANFRAGE

Erfahre in Teil 2, wie Du die VO2 max verbessern kannst und welche Faktoren sich ungünstig auf die aerobe Kapazität auswirken.
Deine VO2 max richtig trainieren – Fehler vermeiden T2

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https://flexikon.doccheck.com/de/Energiestoffwechsel
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https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/4077920
http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html
https://www.foodspring.de/magazine/energiebereitstellung
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kreatin/37295
http://www.gesundheits-lexikon.com/Labormedizin-Labordiagnostik/Sonstiges/Lactat.html
http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html
Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.

 

 

Ein gut strukturiertes Intervalltraining in Kombination mit einer smarten Ernährung steigert nachweislich die VO2max. Die maximale aerobe Kapazität ist ein zentraler Parameter der individuellen Ausdauerleistungsfähigkeit. Eine höhere VO2max verbessert zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse im Körper – insbesondere die Energiegewinnung und den Energieverbrauch. Das führt zu einem effizienteren Fettstoffwechsel und einem geringeren Kohlenhydratverbrauch. Ein klarer Vorteil bei Wettkämpfen über längere Distanzen: Es wird weniger Verpflegung benötigt. Im zweiten Teil unseres Specials erfährst Du, wie Du Deine VO2max gezielt trainierst und typische Fehler vermeidest.

WAS IST DIE VO₂MAX?

VO₂max beschreibt die maximale Sauerstoffmenge, die Dein Körper pro Minute und Kilogramm Körpergewicht unter maximaler Belastung aufnehmen, transportieren und in den Muskeln verwerten kann.
→ Sie definiert die physiologische Obergrenze Deiner aeroben Leistungsfähigkeit.

Die Sauerstoffaufnahme steuert alle wesentlichen Stoffwechselprozesse der Energiegewinnung. Ohne ausreichend verfügbaren Sauerstoff kann aus Fett und Kohlenhydraten keine nachhaltige Energie für die Muskelarbeit bereitgestellt werden. Die maximale aerobe Kapazität zeigt, wie gut dieses System funktioniert: Je höher der VO2max-Wert, desto leistungsfähiger der Organismus. Gemessen wird er mittels Spiroergometrie in Millilitern Sauerstoff pro Minute. Dabei geht es jedoch nicht um die maximal aufgenommene Sauerstoffmenge der Lunge allein, sondern um die Menge an Sauerstoff, die das Herz-Kreislauf-System effektiv aus der Lunge aufnimmt, transportiert und den Zellen tatsächlich zur Verfügung stellt.

WAS SAGT DER WERT AUS?

  • Leistungsmarker: Goldstandard für aerobe Kapazität und Ausdauerperformance

  • Gesundheitsfaktor: Hohe VO₂max = geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Systemleistung: Ergebnis aus Herzschlagvolumen, Lungenfunktion und muskulärer Verwertung

 

WIE WIRD DIE VO₂MAX GEMESSEN?

  • Spiroergometrie (Labor): Goldstandard – direkte Messung der Atemgase

  • Smartwatches: Algorithmen aus Puls & Leistung – gut für Trends, ±5 % Abweichung

  • Feldtests: z. B. Cooper-Test – praxisnahe Schätzung über Formeln


Vor allem hochintensive Intervalle im Bereich von 90–95 % der HFmax sowie Sweetspot-Training, kombiniert mit einer intelligenten Ernährungsstrategie, wirken sich besonders positiv auf die Entwicklung der maximalen aeroben Kapazität aus. Dennoch sollte der Anteil des intensiven Tempotrainings mit 90–100 % VO2max lediglich 10–20 % des gesamten Trainingsumfangs betragen. Die restlichen 80–90 % sollten dem aeroben Grundlagentraining und dem Fettstoffwechsel gewidmet sein. Ohne eine solide Grundlagenausdauer und als Teil einer insgesamt strukturierten und individuell angepassten Trainingsplanung sollte hochintensives Training nicht durchgeführt werden.

Typische Richtwerte der VO2max

FitnesslevelFrauen (20–30 J.)Männer (20–30 J.)
Untrainiert~35~40
Hobbysport40–5045–55
Leistungs-/Profisport60–70+70–90+
Hinweis: Der VO2max-Wert sinkt altersbedingt. Training kann diesen Prozess jedoch deutlich verlangsamen.

Die Argumente für diesen Ansatz sind eindeutig. Wird das Training jedoch vernachlässigt, fällt die maximale aerobe Kapazität innerhalb weniger Monate nahezu auf das Ausgangsniveau zurück. Gleichzeitig können bereits kleine Anpassungen entweder eine positive Entwicklung der VO2max fördern – oder sie deutlich hemmen.

 

VO2max: Richtig trainieren und Fehler vermeiden / TTL © photo: AdobeStock_213329914x1200

WELCHE FAKTOREN BEEINFLUSSEN DIE VO2MAX POSITIV?

Für eine Verbesserung der VO2max ist das reibungslose Zusammenspiel aller am Energiestoffwechsel beteiligten Systeme entscheidend: Muskulatur, Zentralnervensystem, Herz-Kreislauf-System, Lunge sowie die Sauerstofftransportkapazität des Blutes.

Das Blut übernimmt dabei als Transportmedium eine Schlüsselrolle. Es bestimmt, wie viel Sauerstoff die Muskulatur in welcher Zeit erreicht. Entscheidend hierfür sind der Mineralstoff Eisen und das Protein Hämoglobin. Beide befinden sich in den roten Blutkörperchen, verleihen ihnen ihre Farbe und binden den Sauerstoff für den Transport von der Lunge zu den arbeitenden Muskeln.

Eine eisen- und eiweißreiche Ernährung ist im Ausdauersport daher essenziell. Eisen ist unter anderem in grünem Gemüse wie Kohl oder Roter Bete enthalten. Hochwertige Proteinquellen sind Fisch, Geflügel, ausgewählte Hülsenfrüchte und Nüsse. Je natürlicher und weniger verarbeitet die Lebensmittel sind, desto höher ist ihre Nährstoffdichte. Neben Makronährstoffen liefern sie zahlreiche weitere Mineralstoffe und Spurenelemente, die für sämtliche Stoffwechselprozesse notwendig sind. Je mehr rote Blutkörperchen das Blut enthält, desto größer ist seine Sauerstofftransportkapazität – und damit die Fähigkeit, den aeroben Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Blutmenge, die mit jedem Herzschlag durch die Gefäße gepumpt wird. Sie beeinflusst direkt die Transportleistung des Systems. Je mehr Blut pro Zeiteinheit bewegt wird, desto schneller gelangen Sauerstoff und Nährstoffe zur Muskulatur und desto effizienter wird Kohlendioxid abtransportiert. Ein hohes Herzminutenvolumen ist daher von Vorteil. Es beschreibt die Blutmenge, die das Herz pro Minute durch den Kreislauf pumpt, und lässt sich durch gezieltes Ausdauertraining sowie eine abgestimmte Ernährung steigern.

Auch die Fließgeschwindigkeit des Blutes spielt eine wichtige Rolle. Eine ausreichende und gut verteilte Flüssigkeitsaufnahme verbessert die Viskosität des Blutes und ermöglicht einen schnelleren Sauerstofftransport. Neben der besseren Energieversorgung wirkt sich dies auch positiv auf die Gesundheit aus: Ein geringerer Strömungswiderstand entlastet Herz und Gefäße, reduziert das Risiko von Bluthochdruck und erlaubt es dem Körper, bei intensiven Belastungen effizienter zu reagieren. Plötzliche Belastungsspitzen können so besser über die Regulation der Herzfrequenz abgefangen werden.

Der letzte zentrale Faktor ist die Leistungsfähigkeit der Muskulatur selbst. Eine strukturierte Trainingsplanung verbessert das Verhältnis der unterschiedlichen Muskelfasertypen, deren Kapillarisierung sowie die Rekrutierung und Leistungsfähigkeit der Mitochondrien. Die Fähigkeit dieser Zellkraftwerke, Sauerstoff effizient zur Energiegewinnung zu nutzen, lässt sich durch eine gezielte Trainingsmethodik und eine intelligent abgestimmte Ernährung deutlich steigern. Insbesondere Fettstoffwechseltraining in Kombination mit einer protein- und fettreicheren Ernährungsstrategie erhöht sowohl die Effizienz als auch die Anzahl der Mitochondrien. Das führt zu einer spürbaren Verbesserung der aeroben Kapazität und des Energiestoffwechsels in den Muskelzellen.

WIE VERBESSERST DU DEINE VO₂MAX?

  • Hochintensive Intervalle: z. B. 4 × 4 Minuten nahe HFmax

  • Aerobe Basis: 80–90 % des Trainings im Grundlagentempo

  • Struktur schlägt Härte: Intensität wirkt nur auf einem stabilen Fundament

Das Ergebnis ist eine messbar bessere Grundlagenausdauer – die Basis für nachhaltige Leistungssteigerung. Während untrainierte Personen lediglich etwa 65 % ihrer Energie aus dem Fettstoffwechsel gewinnen, können gut trainierte Athletinnen und Athleten Werte von 87 % und mehr erreichen. Der dadurch deutlich geringere Kohlenhydratverbrauch bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit und langsamerer Entleerung der Speicher ist ein entscheidender Vorteil.

 

VO2max: Richtig trainieren und Fehler vermeiden / TTL © photo: AdobeStock_120654806x1200

FAZIT

Neben einer strukturierten Trainingsplanung liegt insbesondere in der Ernährung enormes Potenzial zur Verbesserung der maximalen aeroben Kapazität. Richtig dosiertes, hochintensives Intervalltraining in Kombination mit einer angepassten Verpflegung im Alltag und im Training wirkt sich besonders positiv auf die VO2max aus. Entscheidend ist, alle am Ausdauerstoffwechsel beteiligten Faktoren ganzheitlich zu betrachten und gezielt zu optimieren. Denn oft sind es die kleinen Stellschrauben, die am Ende den Unterschied machen.

 

FOKUS

Die VO₂max ist kein isolierter Wert – sie ist das Resultat eines funktionierenden Systems. Training, Ernährung und Regeneration entscheiden gemeinsam darüber, wie hoch Dein Limit liegt.

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http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html
Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.

 

 

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1. Optimierung der Leistung durch individuelle Trainingssteuerung

2. Professionelle Trainingssteuerung verbessert die Verletzungsprävention und Rehabilitation

3. Steigerung der Motivation und Bindung durch bessere Planung

4. Förderung des langfristigen Trainingsfortschritts

COACHING Professionelle Trainingssteuerung / Coached Athletic Training © SUGAR & PAIN

6. Angepasste Trainingssteuerung haeißt auch effiziente Nutzung der verfügbaren Zeit

7. Optimierung der Regeneration und Vermeidung von Übertraining

8. Vermeidung von körperlicher und mentaler Erschöpfung

9. Steigerung der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit

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COACHING Professionelle Trainingssteuerung / Spiroergometrie Diagnostics © AdobeStock © SUGAR & PAIN

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Nach einer längeren Saisonpause ist es für viele Sportler eine besondere Herausforderung, sich zu Motivieren und wieder ins Triathlontraining einzusteigen. Dein Körper hat sich von der intensiven Belastung erholt und ist bereit für neue, aufregende Abenteuer! Mit der richtigen Herangehensweise meisterst du den Neustart mit Bravour und kannst deine Trainingsroutine wieder aufnehmen! Hier sind einige hervorragende Tipps, die dir dabei helfen, den Einstieg zurück in die Trainingsroutine optimal zu gestalten und deine Vorfreude auf die nächste Wettkampfsaison zu steigern!

Fokus Grundlagenausdauer beim Wiedereinstieg

Die Grundlagenausdauer ist die Basis jedes Triathlontrainings. Nach der Saisonpause und gerade zum Wiedereinstieg sollte man sich zunächst auf die Verbesserung der Grundlagenausdauer konzentrieren, bevor man intensivere Einheiten wie Intervalle oder Tempoläufe einbaut. Ausdauertraining stärkt das Herz-Kreislauf-System und bereitet den Körper auf die höheren Belastungen eines intensiveren Trainings vor.

TIPP: Setze auf lange, lockere Einheiten in allen drei Disziplinen (Schwimmen, Radfahren, Laufen), um deine Ausdauer nachhaltig zu verbessern.

Train Low and Long: Langsame Steigerung des Trainingsumfangs

Nach einer längeren Pause ist der Körper nicht mehr an die Belastungen des Triathlontrainings gewöhnt. Deshalb ist es zum Wiedereinstieg wichtig, den Trainingsumfang in den ersten Wochen langsam zu steigern. Beginne mit lockeren Einheiten und steigere die Dauer und Intensität langsam, um Verletzungen zu vermeiden und dem Körper genügend Zeit zu geben, sich an die Belastung zu gewöhnen.

TIPP: Plane in den ersten Wochen kürzere und weniger intensive Einheiten. Konzentriere dich auf Technik und Ausdauer, um eine solide Basis für die kommende Saison zu schaffen.

Schwächen elemenieren und fokussiert trainieren

Der Wiedereinstieg bietet die perfekte Gelegenheit, an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Vielleicht gab es in der letzten Saison Schwächen beim Radfahren oder Laufen? Nutze die ersten Wochen des Wiedereinstiegs, um gezielt an den Disziplinen zu arbeiten, die dir noch Probleme bereiten. Diese Phase eignet sich besonders, um die Technik zu verfeinern und an der Bewegungsqualität zu arbeiten.

TIPP: Setze auf Technikübungen und gezieltes Krafttraining, um Schwächen zu beheben und deine Form zu verbessern.

Kraft- und Mobilisationstraining zum Wiedereinstieg stärker integrieren

Krafttraining spielt im Triathlon eine wichtige Rolle, um die Muskulatur zu stabilisieren und Verletzungen vorzubeugen. Nach der Saisonpause ist der ideale Zeitpunkt, um den Körper mit gezielten Übungen zu kräftigen. Ergänzend ist Mobilisation wichtig, um die Gelenke beweglich zu halten und eine gute Bewegungsqualität zu erhalten.

Tipp: Baue Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte, Planks und Rumpftraining in dein Programm ein. Ein starker Rumpf ist für alle drei Disziplinen im Triathlon wichtig.

Den Wiedereinstieg mental vorbereiten und Ziele setzen

Der mentale Aspekt ist oft genauso wichtig wie das körperliche Training. Der Wiedereinstieg kann eine Herausforderung sein, vor allem wenn du nach einer Pause wieder an dein altes Leistungsniveau anknüpfen möchtest. Setze dir realistische und kurzfristige Ziele, um motiviert zu bleiben und deine Fortschritte sichtbar zu machen. Kleine Erfolge helfen dir, wieder in den Trainingsrhythmus zu kommen.

Tipp: Visualisiere deine Ziele und denke daran, dass Fortschritte Zeit brauchen. Habe Geduld mit dir und freue dich über jeden kleinen Erfolg.

Regeneration nicht vernachlässigen

Die Regeneration ist ein oft unterschätzter, aber ebenso wichtiger Teil des Trainingsprozesses. Vor allem nach einer längeren Pause braucht der Körper Zeit, um sich anzupassen. Zu hohe Belastungen in der Anfangsphase können schnell zu Verletzungen führen. Achte deshalb auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Entspannungsübungen wie Massagen, Dehnübungen oder Yoga.

Tipp: Plane regelmäßige Ruhetage ein und baue aktive Erholungseinheiten wie Spaziergänge oder lockeres Radfahren ein, um deinem Körper die nötige Regeneration zu ermöglichen.

Den Spaß am Training nicht vergessen

Triathlon ist ein anspruchsvoller Sport, der aber auch viel Spaß machen kann. Gerade nach einer Pause sollte man sich darauf konzentrieren, mit Spaß und ohne großen Druck wieder ins Training einzusteigen. Der Wiedereinstieg sollte nicht als Pflicht, sondern als erster Schritt in eine neue Saison gesehen werden.

TIPP: Experimentiere mit neuen Trainingsmethoden oder plane Abwechslung im Training ein, z.B. Schwimmen in einem neuen Gewässer oder Radfahren in einer anderen Umgebung.
Schlussfolgerung

FAZIT

Der Wiedereinstieg ins Triathlontraining nach einer Saisonpause erfordert Geduld, eine durchdachte Strategie und ein gewisses Maß an Disziplin. Mit einem langsamen, aber stetigen Aufbau, einer klaren Zielsetzung und einer ausgewogenen Mischung aus Ausdauer-, Technik-, Kraft- und Regenerationseinheiten legt man den Grundstein für eine erfolgreiche neue Saison. Und vor allem: Lass den Spaß am Training nicht zu kurz kommen!

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Die Ernährung während der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel ist für Triathleten eine ganz besondere Herausforderung, um gesund und fit zu bleiben. Schließlich bedeutet das nicht nur leckere Festtagsmenüs und gesellige Feiern, sondern auch, dass sich Training und Ernährung in dieser Zeit leicht aus dem gewohnten Rhythmus bringen lassen. Gerade jetzt ist es für den Körper extrem wichtig, sich richtig zu ernähren, damit man gesund und fit durch die Feiertage kommt und gut ins neue Jahr starten kann. Aber wie kann das am besten gelingen? Wir haben ein paar einfache Tricks, wie ihr als Triathleten eure Ernährung optimieren könnt, um auch während der Weihnachtszeit auf Kurs zu bleiben.

Die Weihnachtszeit ist traditionell geprägt durch eine Vielzahl an kulinarischen Versuchungen, welche von Plätzchen, Lebkuchen und Schokolade bis hin zu fettreichen Festmahlzeiten reichen. Als Triathlet ist es von essenzieller Bedeutung, auch während dieser Zeit eine ausgewogene Ernährung zu verfolgen.

AUSGEWOGENHEIT IN DER WEIHNACHTSZEIT IST DER SCHLÜSSEL

Eine ausgewogene Ernährung, die eine angemessene Zufuhr an Kohlenhydraten, Eiweißen und gesunden Fetten gewährleistet, ist von entscheidender Bedeutung, um die Energie für das Training zu erhalten und die Regeneration zu unterstützen.

  • Eiweiße: Für den Muskelaufbau und die Regeneration von entscheidender Bedeutung. Dabei ist der Verzehr von magerem Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten oder pflanzlichen Eiweißen, beispielsweise aus Tofu und Tempeh, besonders zu empfehlen.
  • Fette: Avocados, Seefisch, Nüsse, Samen und Olivenöl stellen eine essentielle Quelle für Fettsäuren und Vitamine dar. Diese sind nicht nur für das Immunsystem und die Gesundheit von Bedeutung, sondern dienen zudem als langanhaltende Energiequelle.
  • Kohlenhydrate: Vollkornprodukte wie Haferflocken, Vollkornbrot, Süßkartoffeln oder brauner Reis sind ideale Nahrungsmittel, um die Speicher an Glykogen zu füllen und die für das Training erforderliche Energie bereitzustellen.

WEIHNACHTSZEIT ZUCKER IN MASSEN GENIESSEN

In der Weihnachtszeit üben insbesondere süße Leckereien eine große Anziehungskraft aus. Für Triathleten besteht jedoch keine Notwendigkeit, gänzlich auf Süßes zu verzichten. Der entscheidende Aspekt ist die Einhaltung eines maßvollen Konsums. Anstelle einer hohen Zuckerzufuhr ist es empfehlenswert, alternativ weniger verarbeitete süße Snacks zu konsumieren. Als gesunde Alternativen zu Süßigkeiten können frisches Obst, dunkle Schokolade (mit hohem Kakaoanteil) oder selbstgebackene Energy Balls aus Datteln, Nüssen und Haferflocken konsumiert werden.

NUTRITION Gesund und Fit durch die Weihnachszeit / Alternatives Training im Winter mit Nordic Skiing © AdobeStock © SUGAR & PAIN

AUSREICHENDE HYDRATION SICHERSTELLEN

In der kalten Jahreszeit wird von vielen Menschen immer wieder gerne die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme vernachlässigt, da im Vergleich zum Sommer natürlich weniger Schweiß produziert wird. Dennoch ist eine adäquate Hydration essenziell, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten und die Regeneration zu fördern. Als geeignete Getränke sind Wasser, Kräutertees sowie ungesüßte Fruchtschorlen zu nennen. Bei intensiveren Trainingseinheiten ist die Einnahme von Elektrolytlösungen zu empfehlen, um den Mineralstoffhaushalt zu stabilisieren. Alkohol sollte möglichst vermieden werden oder ausschließlich zu festlichen Mahlzeiten mit Bedacht getrunken werden.

LEICHTE MAHLZEITEN UND SNACKS FÜR DEN ALLTAG

Die Weihnachtszeit ist geprägt von ausgiebigen Festessen, langen Tagen voller Stress, Einkäufen und Vorbereitungen. In der vorweihnachtlichen Zeit, die von Hektik geprägt ist, ist es empfehlenswert, den Körper mit leicht verdaulichen, aber nahrhaften Mahlzeiten zu versorgen. Einfache Rezepte wie eine Gemüse-Quinoa-Pfanne, ein bunter Salat mit Hähnchenbrust oder ein Eintopf aus Linsen und Gemüse liefern dem Körper schnell Energie und wichtige Nährstoffe, ohne ihn zu belasten.

Für die Zwischenmahlzeit eignen sich insbesondere leichte Snacks wie Mandeln, griechischer Joghurt mit Beeren oder Karotten mit Hummus. Diese Maßnahmen dienen der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und der Prävention von Heißhungerattacken.

NUTRITION Gesund und Fit durch die Weihnachszeit / Yoga & Meditation © AdobeStock © SUGAR & PAIN

NICHT NUR ESSEN – AUCH AUF DIE REGENERATION ACHTEN

Die festliche Zeit bietet die ideale Gelegenheit, dem Körper eine Pause zu gönnen und sich von intensiven Trainingsphasen zu erholen. Für Personen, die weniger trainieren, ist eine proteinreiche Ernährung dennoch empfehlenswert, um einem Muskelabbau vorzubeugen. Des Weiteren können Lebensmittel, welche entzündungshemmend wirken, wie beispielsweise Ingwer, Kurkuma oder fettreiche Fische (beispielsweise Lachs), die Regeneration fördern.

MIT DEN RICHTIGEN LEBENSMITTELN IN DAS NEUE JAHR STARTEN

Um das neue Jahr gesund zu beginnen, ist es empfehlenswert, die Ernährungsgewohnheiten bewusst zu verändern. Der Januar eignet sich in besonderem Maße für eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, wobei eine pflanzenbetonte Ernährung, eine Reduktion zuckerhaltiger Lebensmittel sowie eine ausgewogene Verteilung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten empfohlen wird. Fermentierte Lebensmittel, wie beispielsweise Sauerkraut oder Kimchi, können ebenfalls förderlich für die Verdauung sowie das Immunsystem sein.

TRAINING UND ERNÄHRUNG IN EINKLANG MIT DER WEIHNACHTSZEIT BRINGEN

Gerade in der Weihnachtszeit, wenn das Training möglicherweise etwas reduziert wird oder durch das Festtagsprogramm ersetzt wird, ist es von besonderer Bedeutung, die Ernährung anzupassen. Für Triathleten ist es empfehlenswert, eine zu starke Reduktion der Kohlenhydratzufuhr zu vermeiden, um eine unnötige Reduktion der energetischen Versorgung des Körpers zu verhindern. Eine ausgewogene Ernährung mit einem Fokus auf Eiweiß und gesunden Fetten kann dazu beitragen, die Muskulatur zu erhalten und die allgemeine Fitness zu stabilisieren.

NUTRITION Gesund und Fit durch die Weihnachszeit / Ausgewogenes Festmahl © AdobeStock © SUGAR & PAIN

FAZIT

Insbesondere die Weihnachtszeit kann für Triathleten eine Herausforderung hinsichtlich der Ernährung darstellen. Zusammenfassend lässt sich darum festhalten, dass eine bewusste Ernährungsweise dazu beitragen kann, die eigene Gesundheit und Fitness zu erhalten. Mit einigen simplen Modifikationen sowie einer ausgewogenen Ernährungsweise kann die festliche Zeit genossen werden, ohne dass dabei die sportliche Form beeinträchtigt wird. Eine ausgewogene Ernährung, die gesunde Fette, moderate Kohlenhydrate und ausreichend Eiweiß beinhaltet, gewährleistet nicht nur die Überwindung der winterlichen Jahreszeit, sondern auch einen gesunden und energiegeladenen Start ins neue Jahr. Dabei ist zu beachten, dass neben dem Genuss auch die Nährstoffversorgung und Regeneration berücksichtigt werden, um die volle Leistungsfähigkeit zu erhalten.

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  1. Nutrition for Sport and Exercise – Susan A. Lanham-New, Ian D. Macdonald, Stephen J. Boyer (2019)
  2. Essentials of Sports Nutrition and Supplements – Jeff S. Volek, PhD, RD, et al. (2012)
  3. Sports Nutrition: A Practice Manual for Professionals – Heather Fink, Lisa Hark, et al. (2016)
  4. American College of Sports Medicine (ACSM)www.acsm.org
  5. Triathletes Guide to Nutrition – Ben Greenfield (2018)

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Stefan Drexl

Du möchtest deine sportlichen Ziele erreichen? Egal, ob dein erstes Mal beim Triathlon, die Verbesserung deiner persönlichen. Oder Du möchtest endlich die Qualifikation zum IRONMAN HAWAII und in Kona starten? Wir sind an deiner Seite und unterstützen dich persönlich und individuell auf deinem Weg zum Erfolg! Mit unserem maßgeschneiderten Triathlon-Coaching bringen wir dich an deine Grenzen – und darüber hinaus! Egal, ob du gerade erst mit dem Triathlon anfängst oder schon ein Profi bist – wir haben das perfekte Angebot und eine super Aktion für dich, die du dir nicht entgehen lassen solltest! Sicher dir jetzt 10 % Ermäßigung auf die ersten sechs Monate und nutze deine Chance, dich von den Besten coachen zu lassen! Starte noch heute mit SUGAR & PAIN Coaching auf deine Road to Kona …

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Stefan Drexl

Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 war einmal mehr ein atemberaubendes Spektakel, dass aufgrund seiner hohen Leistungsdichte die Triathlonfans weltweit in seinen Bann zog! Patrick Lange brillierte in einem äusserst spannenden Rennen mit einer unglaublichen Zeit von 7:35:53 Stunden, stellte einen neuen Streckenrekord auf und krönte sich damit zum dritten Mal zum Weltmeister. Die herausfordernde Strecke rund um Kailua-Kona bot alles – von sengender Hitze bis zu starken Winden – und verlangte den Athleten alles ab. Auch SUGAR &PAIN Athlet Christian Schiwek zeigte eine beeindruckende Leistung und bewies mit seiner Zielzeit von 9:50 Stunden, dass er zu den besten Amateuren zählt. Dieses Rennen wird nicht nur als unvergessliches Erlebnis in die Geschichte des Triathlons eingehen, sondern auch als spektakuläre Demonstration menschlicher Ausdauer und Entschlossenheit!

Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 auf Big Island war das spektakulärste Langdistanzrennen der vergangenen Jahre – und das aus gutem Grund! Am vergangenen Samstag hat der Deutsche Patrick Lange neue Maßstäbe gesetzt! Mit einer sensationellen Zeit von 7:35:53 Stunden holte er sich nicht nur den dritten Weltmeistertitel nach 2017 und 2018, sondern stellte auch einen neuen Streckenrekord auf. Die 226 Kilometer lange Strecke rund um Kailua-Kona war wie immer eine unglaubliche Herausforderung, die es in sich hatte: sengende Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und starke Winde verlangten den Triathleten alles ab. Der zweifache IRONMAN-Weltmeister zeigte, was er drauf hat! Er bewies exzellente Ausdauer und taktische Klasse, vor allem auf der Laufstrecke, und ließ seine Konkurrenten mit einer clveren Strategie hinter sich zurück.

RACING IRONMAN World Championship HAWAII 2024 Freude und Tränen, Sugar and Pain in Kona / Patrick Lange @ IM Hawaii 2024 © Simone Stegbauer

Ein grandioses Rennen lieferte auch Magnus Ditlev aus Dänemark, der in einer beeindruckenden Zeit von 7:43:39 Stunden den zweiten Platz erreichte. Rudy Von Berg aus den USA komplettiert das Podium mit einer Zeit von 7:46:00 Stunden. Auch Leon Chevalier aus Frankreich und Menno Koolhaas aus den Niederlanden erreichten mit hervorragenden Zeiten das Ziel in den Top 5. Das zeigt beeindruckend, wie stark das diesjährige Teilnehmerfeld war – ein echtes Feuerwerk an Spitzenathleten! Das Kona-Rennen ist ohne Zweifel eine der härtesten Triathlonstrecken der Welt. Die schnellsten Athleten haben bewiesen, dass sie dieser Herausforderung mehr als gewachsen sind!

WIE LIEF’S FÜR DEN TITELVERTEIDIGER BEI HAWAII 2024?

Titelverteidiger Sam Laidlow demonstrierte in HAWAII 2024 eindrucksvoll seine herausragende Form und stellte mit 03:57 Stunden einen neuen Radrekord auf. Die 180 Kilometer lange Strecke, geprägt von anspruchsvollen Winden und der gnadenlosen Hitze Hawaiis, meisterte Laidlow mit einer sensationellen Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,5 km/h und setzte damit neue Maßstäbe in der IRONMAN-Geschichte.

RACING IRONMAN World Championship HAWAII 2024 Freude und Tränen, Sugar and Pain in Kona / Sam Laidlow @ IM Hawaii 2024 © Simone Stegbauer

Diese ausgezeichnete Radleistung kostete Laidlow allerdings sehr viel Energie, und so kam es während des Marathons leider zu einem bitteren Einbruch für den Franzosen. Der immense Energieverbrauch und die hohen Temperaturen forderten ihren Tribut – die körperliche Belastung war einfach zu viel, und ab Kilometer 12 war der Tank leer und Laidlow griff an den Verpflegung Stationen zu allem, was er bekommen konnte, um die leeren Kohlenhydrat Speicher7 wenigstens noch etwas füllen zu können.

Dieser Moment verdeutlicht erneut die signifikanten Herausforderungen, die mit den außergewöhnlichen Belastungen und klimatischen Bedingungen auf Hawaii einhergehen. Es wurde ersichtlich, dass neben der Renntaktik eine individuelle Verpflegungsstrategie mit geeigneten Nährstoffen, einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr sowie einer effektiven Kühlung während der Dauer einer Langdistanz von entscheidender Bedeutung ist. Unter Hawaiis sengender Sonne ist es erforderlich, nicht nur eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit aufzuweisen, sondern auch den Körper vor Überhitzung zu bewahren und den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten, was eine besondere zusätzliche Herausforderung darstellt.

Die Versorgung mit Flüssigkeit während sportlicher Belastung und hoher Temperaturen ist wichtig um die Leistung zu erhalten, Ironman World Championships 2010, Kailua-Kona, Hawaii
© Stefan Drexl / www.stefandrexl.com

DER IRONMAN HAWAII 2024 WAR AUCH FÜR SUGAR & PAIN EIN ERFOLG

Am 26. Oktober waren auch Christian Schiwek (AK 30) und Reinhard Nitsche (AK 70) am Start der prestigeträchtigen IRONMAN Weltmeisterschaft auf HAWAII 2024. Mit heißen Temperaturen über 30 Grad Celsius im berüchtigten Energy Lab, teils starken Winden entlang der Küste nach Hawi, viel Sonne und sogar Regen im Ziel waren die Bedingungen auf den Strecken wieder legendär anspruchsvoll. Doch damit nicht genug, denn im Pazifik mussten die Triathleten diesmal auch gegen Quallen ankämpfen.

Mit seiner dritten Langdistanz in diesem Jahr konnte Christian in einem starken Teilnehmerfeld mit einer beeindruckenden Leistung seine beste Seite präsentieren. Mit einer starken Schwimmzeit von 1:02 Stunden startete er in den Tag und legte damit den perfekten Grundstein für ein großartiges Rennen! Der 31-Jährige nutzte unsere besprochene Rennstrategie, um sich im Mittelfeld zu positionieren. Damit hat er sich eine clevere Ausgangsposition für den entscheidenden Marathon verschafft. Nach nur 5 Stunden und 1 Minute stellte er somit sein Bike wieder in die Wechselzone und machte sich auf die 42,2 km lange Strecke durch die beeindruckende Lavawüste von Big Island zum Energy Lab.

Mit beeindruckender Konsequenz, fokussiert und dem Aloha-Spirit lief Christian einen fantastischen Marathon nach Plan. Für die 42,2 km brauchte der Münchner ohne eines Leistungseinbruchs und Moments des Zweifelns nur 3:30 Stunden. Das Resultat einer cleveren Pacing- und Verpflegungsstrategie. Nach 9 Stunden und 50 Minuten lief Christian mit einem breiten Grinsen über den Ali’i Drive und überquerte überglücklich die Finishline in Kona! Damit hatte er in seiner Altersklasse eine hervorragende Platzierung erzielt und sich mit Platz 526 unter den besten Amateuren weltweit behauptet.

RACING IRONMAN World Championship HAWAII 2024 Freude und Tränen, Sugar and Pain in Kona / Reinhard Nitsche @ IM Hawaii 2024 © Simone Stegbauer

Reinhard Nitsche hat sich mit seinem Start auf Hawaii einen großen Traum erfüllt! Als Triathlet der Altersklasse 70 absolvierte er den IRONMAN mit bewundernswerter Konstanz und beeindruckendem Durchhaltevermögen. Und das, obwohl die Bedingungen alles andere als einfach waren und ihn körperlich ganz schön herausgefordert haben. Mit einer überaus beeindruckenden Leistung erreichte er Kona nach 14 Stunden und 32 Minuten und ließ sich von den begeisterten Zuschauern für seine herausragende Leistung feiern.

Beide Athleten haben mit ihren erstaunlichen Leistungen eindrucksvoll bewiesen, dass Hawaii nicht nur absolute körperliche, sondern auch extreme mentale Stärke verlangt. Die IRONMAN World Championship HAWAII 2024 ist und bleibt das ultimative Rennen mit einer unvergesslichen Atmosphäre, bei dem selbst die stärksten Athleten physische und mentale Grenzen überwinden müssen – ein echtes Highlight für alle Ausdauersportfans! Doch damit nicht genug: 2024 war auch ein Rennen mit der höchsten je an einem Tag gezeigten Leistungsdichte! Patrick Langes Rekordlauf und die beeindruckenden Leistungen seiner Mitstreiter und aller Altersklassenathleten machen die IRONMAN World Championship 2024 auf Big Island zu einem historischen Ereignis, das die Welt des Triathlons begeistert hat und noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Simone Stegbauer
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Die Auswirkungen der Jetlag kann die Leistung im Triathlon erheblich beeinträchtigen. Besonders bei Wettkämpfen oder Trainingslagern in verschiedenen Zeitzonen kann das neben der Akklimatisation, wie bei den IRONMAN Worldchampionship auf Hawaii ein großes Problem darstellen. Diese Auswirkungen betreffen die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Auswirkungen eines Jetlags auf die sportliche Leistungsfähigkeit zu verringern. Diese Möglichkeiten gelten für die Reise, das Training und besonders für den Wettkampf. Im Folgenden betrachten wir verschiedene Aspekte und möchen einige bewährte Lösungsansätze, um am Race Day hundertprozent fit am Start zu sein.

Die Auswirkungen der Zeitverschiebung auf die körperliche Leistungsfähigkeit im Triathlon und Ausdauersport sind meist unter dem Begriff „Jetlag“ bekannt. Insbesondere bei internationalen Wettkämpfen in Übersee, wie der IRONMAN Worldchampionship auf Hawaii, der 70.3 Worldchampionship in Taupo, Neuseeland oder Trainingslagern in verschiedenen Zeitzonen können diese Auswirkungen für Triathleten und Ausdauerathleten von beträchtlicher Relevanz sein. Dabei sind sowohl die körperliche als auch die mentale Leistungsfähigkeit betroffen, was sich in verschiedenen Aspekten deutlich bemerkbar machen kann. Es existieren natürlich diverse Lösungsansätze, um die negativen Konsequenzen eines Jetlags auf die sportliche Leistungsfähigkeit zu reduzieren. Die genannten Ansätze umfassen sowohl kurzfristige Maßnahmen, die direkt vor und während einer Reise ergriffen werden können, als auch langfristige Strategien zur Anpassung an neue Zeitzonen.

TRAINING Auswirkungen der Zeitsverschiebung im Leistungssport / Flug @ IM Hawaii 2010 © Stefan Drexl

AUSWIRKUNGEN EINES JETLAGS VON REISEN MIT ZEITVERSCHIEBUNG

  1. Störung des zirkadianen Rhythmus
    Der zirkadiane Rhythmus steuert den Schlaf-Wach-Zyklus sowie eine Reihe von wichtigen körperlichen Funktionen, darunter die Hormonproduktion, die Körpertemperatur und der Stoffwechsel. Eine plötzliche Veränderung der Zeitzone führt zu einer Störung des zirkadianen Rhythmus, was sich in Schlafstörungen, Müdigkeit und einer Verschlechterung der sportlichen Leistung manifestieren kann. Für Athleten, die in eine andere Zeitzone reisen, kann die Anpassung an die dortigen Schlafenszeiten problematisch sein, was zu einer Beeinträchtigung der nächtlichen Erholung und folglich zu einer Verschlechterung der sportlichen Leistung führen kann.
  2. Kognitive Beeinträchtigung
    Die Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit stellt ein weiteres Symptom des Jetlags dar. Die Fähigkeit zu reagieren, Entscheidungen zu treffen und sich zu konzentrieren kann durch Schlafmangel und die Anpassung an eine neue Zeitzone beeinträchtigt werden. In Sportarten, die ein schnelles Denken und Präzision erfordern (wie Tennis, Fußball oder Basketball), kann dies die Leistung erheblich beeinträchtigen.
  3. Leistungsabfall
    Ein Leistungsabfall ist insbesondere hinsichtlich der körperlichen Leistungsfähigkeit zu erwarten, wobei diesbezüglich die Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit betroffen sein können. Als Ursachen sind dabei insbesondere Schlafmangel, veränderte Essenszeiten sowie hormonelle Schwankungen, beispielsweise im Hinblick auf Melatonin und Cortisol, zu nennen. Empirische Belege hierfür liefern Studien, denen zufolge die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) sowie Reaktionszeiten bei Athleten nach Langstreckenflügen sinken können.
  4. Längere Erholungszeiten
    Nach intensiven Trainings- oder Wettkampfphasen ist eine ausreichende Erholung für die Aufrechterhaltung der Leistung von Athleten unerlässlich. Ein weiterer Faktor, der die Erholungszeit verlängern kann, ist der Jetlag. Dieser führt zu einer Störung des Schlafes und erschwert dem Körper die Anpassung an die neue Zeitzone. Eine prolongierte Erholungsphase birgt das Risiko, dass Athleten nicht vollständig regenerieren, bevor sie wieder eine Leistung erbringen müssen.
  5. Richtung der Reise
    Die Richtung der Reise, d. h. die Differenz zwischen der tatsächlichen und der Richtung der Reise, spielt eine entscheidende Rolle bei den Auswirkungen des Jetlags. Eine Reise in östlicher Richtung, beispielsweise von Europa nach Asien, erweist sich in der Regel als anspruchsvoller, da der Tag verkürzt wird und der Körper eine raschere Anpassung an frühere Schlafzeiten durchläuft. Demgegenüber werden Reisen in westlicher Richtung (beispielsweise von Europa nach Amerika) in der Regel als einfacher zu verkraften wahrgenommen, da der Tag verlängert wird und die Anpassung an spätere Schlafenszeiten einfacher fällt.
  6. Timing von Wettkämpfen und Training
    Wettkämpfe und Trainingspläne können durch die Zeitverschiebung in signifikantem Maße beeinträchtigt werden. Athleten, die in einer neuen Zeitzone antreten, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, dass ihr Körper zu einem Zeitpunkt Höchstleistungen erbringen muss, zu dem er normalerweise auf Ruhe eingestellt wäre. Die „innere Uhr“ des Körpers kann zu einer Leistungsverschlechterung führen, wenn wichtige Wettkämpfe während der biologischen Nacht stattfinden.
  7. Langfristige Anpassung
    Für Athleten, die regelmäßig mit Zeitverschiebungen konfrontiert sind, ist die Entwicklung langfristiger Strategien zur Anpassung von entscheidender Bedeutung. Die Anwendung von Techniken wie Lichttherapie, die gezielte Einnahme von Melatonin, die Anpassung der Schlaf- und Essenszeiten vor der Reise sowie eine schrittweise Anpassung des Trainings an die neue Zeitzone kann dazu beitragen, die Auswirkungen des Jetlags zu minimieren.
  8. Beispiele aus dem Spitzensport
    Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele bringen Athleten meist in Zeitzonen, die von ihrem Heimatland stark abweichen. Daher integrieren zahlreiche nationale Teams und Profiathleten ausgedehnte Trainingslager vor Ort in ihre Vorbereitungen, um hinlänglich Zeit zur Adaption an die neuen Gegebenheiten zu gewährleisten. Auch im Triathlon, der Leichtathletik und Fussball sind Sportler und Mannschaften regelmäßig in verschiedenen Zeitzonen aktiv. Diese Reisebelastung kann sich dabei nachteilig auf die Wettkampfleistung oder Spielleistung auswirken, weshalb eine spezielle Reiseroutine und Regeneration erforderlich ist.
TRAINING Auswirkungen der Zeitsverschiebung im Leistungssport / Watershot beach palms @ Hawaii © AdobeStock / Lucas

LÖSUNGEN ZUR VERMEIDUNG EINES JETLAG

  1. Vorab-Anpassung des Schlaf-Wach-Rhythmus
    Um den durch eine Zeitumstellung bedingten Jetlag zu minimieren, ist es für Athleten empfehlenswert, bereits vor der Reise damit zu beginnen, ihren Schlaf-Wach-Rhythmus teilweise an die neue Zeitzone anzupassen. Diesbezüglich sei angemerkt, dass eine Anpassung des Schlaf-Wach-Rhythmus durch ein früheres oder späteres Zubettgehen erfolgen kann. Die schrittweise Anpassung der Schlafenszeiten um eine Stunde pro Nacht ermöglicht es Athleten, sich an die Zeitzone des Zielortes zu gewöhnen. Bei Zeitverschiebungen von 6 Stunden und mehr kann das natürlich eine Herausforderung sein. Für eine Vorabanpassung des Schlafrhythmus mit Blick auf den IRONMAN Hawaii könnte das kompliziert werden insbesondere für Altersklassen-Athleten.

    Des Weiteren kann Morgen- oder Abendlicht genutzt werden, um den zirkadianen Rhythmus zu beeinflussen. Tageslicht stellt einen wesentlichen Regulator des zirkadianen Rhythmus dar. Es wird empfohlen, dass Athleten sich bereits vor der Reise vermehrt dem Licht aussetzen, welches ihrer neuen Zeitzone entspricht. Dies kann beispielsweise durch einen Aufenthalt in der entsprechenden Zeitzone am Morgen einer Ostreise erfolgen. Triathlonprofis reisen auch gerne in mehreren Etappen zur IRONMAN Weltmeisterschaft nach Hawaii. So könnte einigen Tagen Aufenthalt an der US-amerikanischen Ostküste ein mehrwöchiges Trainingslager in Colorado oder Kalifornien Folgen, bevor schließlich zum Wettkampfort im pazifischen Ozean gereist wird.
  2. Lichttherapie
    Die Lichttherapie ist eine bewährte Methode zur Regulierung des biologischen Rhythmus sowie zur Beschleunigung des Anpassungsprozesses. Die Verwendung spezieller Lichtlampen ermöglicht eine gezielte Beeinflussung der inneren Uhr. Dies kann insbesondere hilfreich sein, wenn kein natürliches Tageslicht verfügbar ist, beispielsweise bei Reisen im Winter oder bei Nachtflügen. Bei Reisen in westliche Richtung erfolgt eine Verlängerung des Tages. Es wird empfohlen, dass Athleten sich später am Tag hellem Licht aussetzen, um Wachsamkeit zu bewahren und eine Verzögerung ihres zirkadianen Rhythmus zu erreichen.

    Bei Reisen in östlicher Richtung (Verlängerung der Nacht) ist zu beachten, dass am Morgen eine helle Lichtquelle verwendet werden sollte, um den Körper auf ein früheres Aufstehen vorzubereiten.
  3. Melatonineinnahme
    Melatonin ist ein Hormon, welches den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Die Einnahme von Melatonin kann dazu beitragen, den Schlafzyklus nach einer Zeitverschiebung anzupassen. Bei einer früheren Zeitverschiebung in Richtung Osten ist folgendes zu beachten: Die Einnahme von Melatonin vor dem Schlafengehen in der neuen Zeitzone kann dazu beitragen, das Einschlafen zu erleichtern.

    Bei späteren Zeitverschiebungen (Westen) ist Folgendes zu beachten: Die Einnahme von Melatonin sollte nur nach sorgfältiger Abwägung und bei Bedarf erfolgen, da das Hormon den natürlichen Schlafdruck unterstützt, jedoch auch die Anpassung verlangsamen kann. Auch die Nebenwirkungen einer Zugabe von Melatonin sollte nicht unterschätzt werden. So könnten Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und erhöhte Schläfrigkeit ergänzend ausgelöst werden. Aber auch eine vorübergehende Depression könnte insbesondere Athleten treffen, die ohnehin leicht zu Selbstzweifeln oder dem Motivation neigen.
  4. Anpassung der Ernährung
    Die Ernährung spielt eine wesentliche, wenn nicht sogar die bedeutendste und einfachste Rolle im zirkadianen Rhythmus. So haben Athleten die Möglichkeit, ihren Körper auf die neue Zeitzone vorzubereiten, indem sie ihre Mahlzeiten entsprechend der Ortszeit am Wettkampfort anpassen.

    Zudem können leichte Mahlzeiten im Flugzeug dazu beitragen, die Verdauung weniger zu belasten und den Schlaf während des Fluges zu unterstützen.

    Der Konsum bestimmter Nahrungsmittel kann, zu dem die Müdigkeit fördern. Eine kohlenhydratreiche oder proteinreiche Mahlzeit vor dem Schlafengehen kann dazu beitragen, Müdigkeit zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern. Dabei sollten bevorzugt Nahrungsmittel mit intelligenten Kohlenhydraten und besonders hochwertigen Proteinen gegessen werden. Industrieller verarbeitete Nahrungsmittel sollten ohnehin gemieden werden, ebenso wie raffinierter Zucker und Nahrungsmittel mit zugesetztem Zucker oder Zuckerersatzstoffen.

    Eine ausreichende Hydrierung mit isotonischen Getränken und Wasser ist von entscheidender Bedeutung, um Müdigkeit und Dehydrierung zu vermeiden und trägt auch zur Verbesserung des gesamten Wohlbefindens bei. Alkohol sollte Nicht nur während des Fluges vermieden werden, sondern auch mit Blick auf das Trainings- oder Wettkampfziel. Die Einnahme koffeinhaltiger Getränke wie Kaffee oder Cola, ist individuell unterschiedlich und sollte in Maßen erfolgen.
  5. Schlafhygiene während der Reise
    Um die Erholung und Anpassung nach der Reise zu fördern, ist es empfehlenswert, auf eine gute Schlafhygiene zu achten. Ohrstöpsel und Schlafmasken könnten dazu beitragen, den Schlaf im Flugzeug oder am Zielort zu optimieren, insbesondere bei Vorliegen einer Lärmbelästigung oder einer Beeinträchtigung durch Licht.

    So wird empfohlen, auf Koffein und Bildschirme zu verzichten, da diese die Schlafqualität beeinträchtigen können. Des Weiteren kann das Durchführen kurzer, geplanter Nickerchen (20–30 Minuten) während des Tages hilfreich sein, um Müdigkeit zu bekämpfen, ohne den nächtlichen Schlaf zu beeinträchtigen.
  6. Gezieltes Training nach der Ankunft
    Nach der Ankunft kann ein gezieltes Training zur Unterstützung der körperlichen Adaptation beitragen. Dazu ist die Durchführung geplanter Trainingseinheiten erforderlich. Dies kann dazu beitragen, den zirkadianen Rhythmus schneller zu stabilisieren. Am ersten Tag nach der Ankunft wird leichte Bewegung empfohlen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und eine Adaption des Körpers an die neue Umgebung zu fördern.

    Dazu eignen sich beispielsweise leichte Trainingsformen, wie Radfahren und Schwimmen oder Spaziergänge an der frischen Luft. In den ersten Tagen nach der Ankunft sollte das Training zu Zeiten stattfinden, die der Wettkampfzeit in der neuen Zeitzone entsprechen, um eine Anpassung des Körpers an die neue Routine zu ermöglichen. Am besten ist, man passt das Training individuell von Tag zu Tag und strukturiert an, um am Race Day hundertprozentig fit am Start zu stehen.
  7. Frühzeitige Anreise
    Es wird auch empfohlen, frühzeitig zum Wettkampfort reisen, sofern möglich, um eine ausreichende Zeitspanne zur Anpassung an die neue Zeitzone und das Themazu ermöglichen. In Abhängigkeit von der Distanz der Zeitverschiebung kann eine entsprechende Anpassung drei bis fünf Tage oder sogar bis zu einer Woche im Voraus erfolgen, insbesondere bei einer signifikanten Verschiebung der Zeitzonen.
  8. Technologische Unterstützung
    Es gibt verschiedene Technologien und Apps, die Athleten unterstützen können, den Jetlag zu gut bewältigen. Applikationen wie „Timeshifter“ offerieren individualisierte Pläne zur Kompensation des Jetlags, welche auf Reisedaten, Schlafgewohnheiten und der individuellen Chronobiologie basieren. Tragbare Schlaftracker stellen eine Möglichkeit zur Überwachung des Schlafzyklus dar, sodass Optimierungen vorgenommen werden können, um eine schnellere Anpassung zu erreichen.
  9. Mentale Vorbereitung und Stressmanagement
    Eine stressfreie Anreise kann die Auswirkungen eines Jetlag reduzieren während Stress ein Jetlags sogarpotenzieren kann. Mentale Vorbereitung und Techniken zur Stressbewältigung, wie beispielsweise Meditation, Atemtechniken oder Yoga, können dazu beitragen, den Anpassungsprozess zu erleichtern und die Erholung zu fördern. Es gibt ebenso psychologische Techniken für eine leichtere Bewältigung von realen Herausforderungen oder emotionalen Krisen während langen Reisen. Schließlich kommt es auch gelegentlich vor, das Reisegepäck oder gar das Equipment nicht zeitgleich am Zielort eintreffen.
  10. Zusammenarbeit mit Trainern, Sportwissenschaftlern und Experten
    Es ist sehr hilfreich, mit professionellen und erfahrenen Coaches zusammenzuarbeiten. Zahlreiche Profiteams kooperieren mit Sportwissenschaftlern, Ernährungspezialisten, Chronobiologen und Schlafexperten, um für ihre Athleten individuelle Anpassungspläne zu konzipieren. Bei der Entwicklung von Maßnahmen gegen den Jetlag berücksichtigen diese Experten den persönlichen Biorhythmus, die individuelle Ernährung, den Wettkampfkalender sowie die persönlichen Bedürfnisse der Athleten.
TRAINING Auswirkungen der Zeitsverschiebung im Leistungssport / Sunset with palms @ Hawaii © AdobeStock /

FAZIT

Ein Jetlag aufgrund einer ortsbedingten Zeitverschiebung kann sich ziemlich stark auf die sportliche Leistung auswirken. Sie beeinträchtigt nämlich den Schlaf, die kognitiven Funktionen und die körperliche Leistungsfähigkeit. Bei internationalen Wettkämpfen oder Turnieren in unterschiedlichen Zeitzonen ist es deshalb besonders wichtig, sich mit Strategien zur Minimierung der Auswirkungen des Jetlags auseinanderzusetzen. Wenn man seine Reisezeiten gut plant, angepasste Trainings- und Erholungsprogramme umsetzt und auf eine gesunde Schlafhygiene achtet, können Athleten ihre Leistung trotz Jetlag optimieren. Die Auswirkungen eines Jetlag auf die sportliche Leistung können durch eine Kombination aus Schlafhygiene, Lichttherapie, Ernährungsanpassung und gezieltem Training erheblich reduziert werden. Es ist essentiell, frühzeitig zu planen, die Strategien auf die individuellen Bedürfnisse auszurichten und sich professionell unterstützen zu lassen. So wirst du auch nach langen Reisen fit am Wettkampfort sein und am Race Day, wie den ironman World Championship auf Hawaii deine Bestform abrufen können.

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  1. Leota, J., et al. (2022). Eastward Jet Lag is Associated with Impaired Performance and Game Outcome in the National Basketball Association.
    Diese Studie analysierte zehn Spielzeiten der NBA und untersuchte den Einfluss von Jetlag auf die Spielleistung. Die Ergebnisse zeigten, dass ostwärts gerichtetes Reisen mit einer signifikant schlechteren Leistung verbunden war, während westwärts Reisen weniger Auswirkungen hatten.Quelle: Frontiers in Physiology, 2022.
  2. Leatherwood, W. E., & Dragoo, J. L. (2013). Effect of airline travel on performance: A review of the literature.
    Dieser Übersichtsartikel fasst die Auswirkungen von Flugreisen auf die sportliche Leistung zusammen und hebt hervor, wie Jetlag physische und kognitive Fähigkeiten von Athleten beeinflusst.
    Quelle: British Journal of Sports Medicine, 47(10), 561–567.
  3. Facer-Childs, E. R., & Brandstaetter, R. (2015). The impact of circadian phenotype and time since awakening on diurnal performance in athletes.
    Diese Studie untersucht, wie die individuelle Chronotypik von Athleten und der Zeitpunkt des Aufwachens ihre Leistung im Tagesverlauf beeinflusst. Sie zeigt auf, dass der Chronotyp eine wichtige Rolle bei der Anpassung an Zeitverschiebungen spielt.
    Quelle: Current Biology, 25(4), 518–522.
  4. Waterhouse, J., Reilly, T., & Edwards, B. (2004). The stress of travel.
    Dieses Buchkapitel bietet eine detaillierte Analyse der Belastungen, die durch Reisen und Zeitverschiebungen entstehen, und untersucht spezifische Anpassungsstrategien für Sportler.
    Quelle: Physiology of Sports (Second Edition), Elsevier.
  5. Reilly, T., & Waterhouse, J. (2009). Sports performance: Is there evidence that the body clock plays a role?
    Diese Übersichtsarbeit untersucht den Einfluss der biologischen Uhr auf die sportliche Leistungsfähigkeit und gibt einen umfassenden Überblick über zirkadiane Rhythmen und ihre Auswirkungen auf Athleten.
    Quelle: European Journal of Applied Physiology, 106(3), 321–332.

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Stefan Drexl