Schlagwortarchiv für: STRAVA

Die Anzahl hochgeladener Trainingseinheiten auf Strava & Co. geht seit Beginn der Corona-Pandemie durch die Decke, doch das Körpergefühl bleibt auf der Strecke. Auf den digitalen Trainingsplattformen werden durchschnittliche Wattleistungen, NPs, FTPs KOMs und sogar Höhenmeter verglichen. Ausdauersportler nehmen immer öfter an virtuellen Rennen teil, deren absurde Herausforderungen im digitalen Everesting gipfeln. Ausdauersportarten werden immer öfter indoor im Wohnzimmer oder Keller, ja sogar in aufwendig eingerichteten Pain Caves auf dem Ergometer oder Laufband durchgeführt, deren Trainingserfolg einzig an banalen Zahlen oder dem maximalen Schweißverlust fest gemacht wird. Der gesundheitliche Benefit des Ausdauertrainings für Körper und Geist weicht der Technik, die sportliche Bewegung in der Natur und an der frischen Luft rückt das Körpergefühl in den Hintergrund. Das Training als banales Mittel zum Zweck.

Um Missverständnisse auszuschließen: Ich bin ein großer Fan von digitaler Technik und Innovationen, die uns, den Trainer*innen und Athlet*innen die Planung und Durchführung sowie die Steuerung und Analyse des sportlichen Trainings erleichtern und es verbessern. Jedoch sollte deren Einsatz im Training nachhaltig geplant und strukturiert sein, sodass es uns in unserem Tun vor allem da sinnvoll unterstützt, dort, wo es uns wirklich nützt. Vor allem von Freizeitsportlern. In meinem Kommentar stelle ich das bewusst überspitzt dar, um eine mitunter groteske Entwicklung einer Sportart zu skizzieren, deren Faszination eigentlich vom Kampf mit sich und den natürlichen Elementen lebt. Zu differenzieren ist der berufsbedingte Einsatz digitaler Technologien im Sport, wie bei Trainern gegeben.

NICHT AUF JEDEN TRENDZUG AUFSPRINGEN

Doch mit Beginn der Corona-Pandemie ist diese Entwicklung ähnlich exponenziell wie die Inzidenz des Covid19-Virus. Meine Kritik zielt deshalb in erster Linie auf die stark zunehmende sinnfreie Nutzung digitaler Trainingsmöglichkeiten und das Posten banaler Zahlen zum Zweck der persönlichen Selbstdarstellung anstelle qualitativen Contents. Meine Kritik zielt also keineswegs auf die zahlreichen digitalen Trainingsplattformen, Technologien und virtuellen Rennanbieter ab. Sie schaffen absolut fantastische neue technische und hochwertige Möglichkeiten, deren optimale Vermarktung ist schließlich ihr Job.

Wer für einen realen Triathlon, für einen IRONMAN oder eine Challenge im Sommer trainiert, der sollte nicht bei jeder Gelegenheit auf jeden Trendzug aufspringen, der durchs Dorf rollt, um dadurch sein eigentliches Ziel aus den Augen zu verlieren. Einige Hobbytriathleten kopieren, simulieren oder imitieren sogar eins zu eins manche Trainingsmethoden von Profis, vom Materialeinsatz ganz abgesehen. Wir alle kennen schließlich den oder die Athlet*In, die in jeder ihrer Trainingseinheiten persönliche Rekorde aufstellen, aber am Tag X in ihrem Saisonhighlight, dann wenn’s zählt, spektakulär explodieren.

ENTWICKLUNG EINES POSITIVEN KÖRPERGEFÜHLS

Alle diese digitalen „Spielereien“, ob auf Zwift, Rouvy, Sufferfest und den vielen diversen digitalen Trainingsplattformen können durchaus besondere Vorteile für die Motivation haben. Die Ergebnisse virtueller Challenges sagen jedoch selten etwas über die tatsächliche Leistungsfähigkeit aus. Sie können auch kaum eine Prognose für die Leistungsentwicklung oder Vorhersage für den Renntag sein. Das Problem liegt dabei meist in der Spontanität und oder unstrukturierten Planung und Umsetzung solcher Trainingseinheiten durch die Sportler selbst.

Viele Triathleten können sich in ihr digitales Training so sehr hineinsteigern, dass sie dabei den Blick aufs große Ganze verlieren: Die gesamte Trainingsplanung aller drei Disziplinen mit dem Fokus auf Tag X, das geduldige Training der Grundlagenausdauer, die Entwicklung eines positiven Körpergefühls und eine regelmäßige Regeneration.

Kennt man seine aerobe und anaerobe Schwelle und weiteren leistungsbestimmenden Parameter, lassen sich die Belastungen im Training und am Tag X mit den entsprechenen technischen Geräten perfekt steuern. Was aber, wenn die Sportuhr bereits beim Schwimmen im Wasser verloren geht oder der Radcomputer ausfällt?

BESTE WETTKAMPFSTRATEGIE

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, Trainingseinheiten nicht nur nach banalen Zahlen und zu häufig digital zu absolvieren, sondern möglichst oft nach Körpergefühl draußen zu trainieren, um die Zusammenhänge der Zahlen zu verstehen. Verwende Sportuhr, Radcomputer, Herzfrequenz- und Leistungsmesser wie Werkzeuge, denn sie sind auch genau nur das. Lerne den Zusammenhang zwischen den Meßwerten und deinem Körpergefühl für Intensität und Speed unter verschiedenen äußeren Bedingungen richtig zu interpretieren. Wie unterscheiden sich leichte, moderate und intensive Belastungen? Denn das macht Dich unabhängig und vor allem flexibel. Die beste Wettkampfstrategie.

Versuche im Training, ganz egal für welche Distanz und in welcher Disziplin konsequent ein Gefühl für deine Geschwindigkeit zu entwickeln, die Du am Tag X schwimmen, fahren oder laufen möchte. Das heißt selbstverständlich nicht, dass Du stets mit Race Pace trainieren sollst. Aber der Schlüssel für eine echte, nachhaltige Verbesserungen besteht darin, die Vorbereitungszeit auch dafür zu nutzen der eigenen Geschwindigkeit und der Belastung vertrauen zu lernen.

AB UND ZU DAS DISPLAY ABKLEBEN

Ich lege großen Wert darauf, regelmäßig ohne Uhr zu laufen oder ohne Radcomputer mit dem Rennrad zu trainieren. Im Schwimmtraining hat die Uhr ohnehin nichts am Handgelenk zu suchen. Das immer besser werdende Körpergefühl für Tempo und Intensität hilft besser einschätzen zu können, wie lange man unterwegs ist und weit stark man sich belasten kann. Je fitter man wird, um so genauer wird das Körpergefühl innerhalb einer Trainingseinheit. Wer dennoch weiter Daten sammeln möchte, klebt einfach ab und zu das Display ab.

Je mehr Körper und Geist im Einklang sind, umso besser lässt sich die geplante Intensität der jeweiligen Trainingseinheiten erreichen, ohne die Zahlen zu kennen. Wirklich zu spüren, was im Körper während intensiver Belastungen vorgeht und auch zu verstehen, könnte im Wettkampf den entscheidenden Unterschied ausmachen.

DAS KÖRPERGEFÜHL MACHT DEN UNTERSCHIED

Es gibt Athlet*innen, die können wie ein Uhrwerk rennen und liefern zuverlässig exzellente Leistungen ab. Man kennt ihre Zahlen und weiß ungefähr, an welcher Position sie aus dem Wasser kommen, wie viel Watt sie treten und welche Splits sie laufen. Ist die Konkurrenz allerdings einmal stärker, bleibt ihnen wenig Spielraum nach oben und sie haben kaum eine Antwort. Ihre körperliche Leistungsfähigkeit ist auf Kante genäht. Es fehlt ihnen der Mut etwas zu riskieren, um noch etwas härter und schneller zu rennen, aus Angst zu überziehen, weil sie ihrem Körper nicht vertrauen, es mangelt an Körpergefühl. Ihr Rennen orientiert sich ausschließlich an den Zahlen ihrer Sportuhr und ihres Radcomputers. Aber Triathlon ist keine Mathematik, wer Grenzen verschieben möchte, der muss schneller als 100% rennen und braucht dafür weniger Technik und mehr Gefühl für Körper und Geist.

Wer also nur innerhalb der ihm bekannten Werte das Ziel erreichen oder eine neue persönliche Bestzeit aufstellen möchte, der teilt sein Rennen einfach nach den Zahlen ein. Wer seine Grenzen aber verschieben möchte, wenn’s hart wird oder spitz auf Knopf steht, der hat mit einem guten Körpergefühl die Möglichkeit, bisher geltenden Leistungsgrenzen zu durchbrechen. Das könnte im Ziel dann der entscheidende Unterschied zwischen einem Platz auf dem Stockerl und einer Teilnahmemedaille sein.

ÜBRIGENS

Die Absurdidät einer einzig an Zahlen ausgerichteten Wettkampfstrategie eskaliert in der Berechnung der Wettkampfverpflegung auf die Kommastelle genau. Nicht auszudenken, was mit sämtlichen vorab akribisch berechneten Werten für Watteistung und Kohlenhydrataufnahme geschieht, wenn unverhersehbare Ereignisse, wie eine Panne oder ein Wetterumschwung die Renndauer verlängern. Wahrscheinlich ein emotionales Desaster für die oder den Athlet:in. In diesem Sinne, frohes Schaffen und bleibt gesund.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

TRIATHLON IST KEINE MATHEMATIK
5 TIPPS FÜR MEHR DRUCK
CARBO LOADING VS LOW CARB

FOTOCREDIT

Fotocollage enthält Bildmaterial von ©Strava, ©Zwift, ©Traineroad, ©Rouvy, ©Sufferfest, ©Wahoo, ©Garmin, ©h/p/cosmos

Ambitionierte Rennradfahrer verbinden mit Pedaldruck sehr oft die Vorstellung, viel hilft viel: Je härter, je stärker, je schneller! Kette rechts, dicke Gänge und damit sehr viele Kilometer kurbeln soll automatisch besser machen. Das mag kurzfristig gedacht funktionieren. Wer jedoch langfristig mit mehr Druck in die Pedale seines Rennrads oder Mountainbikes treten möchte, der würde mit dieser Strategie schnell an die Wand fahren. Mit unseren 5 Tipps entwickelst Du wirklich mehr Pedaldruck und wirst nachhaltig fitter und schneller?

Am Anfang Deiner Radkariere kann jeder gekurbelte Kilometer natürlich schneller und fitter machen. Sobald Du jedoch ein bestimmtes Niveau der Grundlagen- und Kraftausdauer erreicht hast, wird das pure Kilometersammeln nur noch Mittel zum Zweck für die Statistik auf Strava. Fragt man erfahrene Radsportler, bekommt man oft zu hören, dass es kein echtes Geheimnis ist, mehr Pedaldruck zu bekommen und auf dem Rennrad schneller zu werden. Möchte man das tatsächlich ganz egal auf welchem Bike, dann sollte man sein Radtraining strukturieren und planen. Man sollte gelegentlich seine Komfortzone auf dem Rad verlassen und manche Einheit mit der nötigen Intensität und höheren Geschwindigkeiten fahren, als man dann in Zukunft gerne auf längeren Strecken treten möchte. Es ist also entscheidend, in Grenzbereiche vorzudringen, um Grenzen auch verschieben zu können und die persönliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Und manchmal sogar wesentlich öfter ist es sehr wichtig, langsam und lange zu fahren, um an der Basis an Deiner Grundlagenausdauer zu arbeiten. Nur dann wirst Du wirklich mehr Pedaldruck zu entwickeln und bei Deinem Saisonziel oder im Wettbewerb kraftausdauernder am Berg treten, ein höheres Tempo fahren und vor allem auch länger halten können.  

WER MEHR PEDALDRUCK MÖCHTE, MUSS MEHR DRÜCKEN

Wenn du eine neue Bestzeit in deinem Lieblingssegment erzielen möchtest, um von deinen Trainingskollegen möglichst viele Kudos zu bekommen oder in der nächsten Kurzdistanz nach einer Stunde von deiner Maschine steigen möchtest, dann solltest du dein geplantes Tempo regelmäßig und manchmal auch schneller im Training fahren. Spezielles Krafttraining für deine Beinmuskulatur, wie Kniebeugen und Ausfallschritte helfen ergänzend. So kommt der Druck dann auch auf den Pedalen an.

Zusätzlich solltest du ein- bis zweimal pro Woche an deiner Schnellkraft und Kraftausdauer arbeiten. Eine große Wirkung haben besonders Intervalle, kurze und knackige Antritte mit hoher Trittfrequenz, wie zum Beispiel 8 x 20 Sekunden all out plus 60 Sekunden locker rollen und zwei bis drei Mal wiederholen 2 – 3 Sätze, bis dir das Laktat aus den Augen quillt. Das kannst du hervorragend mit langen Tempointervallen von 8 – 20 Minuten bei 85 – 95 Prozent deiner maximalen Herzfrequenz kombinieren. Effektiv sind auch sitzende Intervalle am Berg an moderaten, konstanten Steigungen und mit niedrigen Trittfrequenzen (8 – 12 Minuten; Trittfrequenz 60 – 70; 85 – 95 Prozent deiner maximalen Herzfrequenz im Wechsel mit 90 – 100 Trittfrequenz und 65 – 75 Prozent; 2 – 3 Sätze).

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Im letzte Formtest und Tiefflug über die Radstrecke der Triathlon Erlangen Mitteldistanz © Stefan Drexl
IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Im letzte Formtest und Tiefflug über die Radstrecke der Triathlon Erlangen Mitteldistanz © Stefan Drexl

DER TRUMPF FÜR MEHR PEDALDRUCK IST EIN STARKER RUMPF

Eine Schwachstelle vieler Triathleten ist die Rumpfmuskulatur. Die vorzeitige muskuläre Ermüdung aufgrund von Rückenschmerzen ist ein großes Problem von Freizeittriathleten. Nicht nur deshalb sollte dem Training der Rumpfkraft und Rumpfstabilität ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt werden wie dem Rad- und Lauftraining. Ein bis zwei Mal pro Woche regelmäßiges Athletiktraining sollte für jeden Triathleten so selbstverständlich wie das Lauf-ABC, die richtige Kraultechnik und Stretching! Mit einer schwachen oder vorzeitig ermüdeten Rumpfmuskulatur und fehlenden Stabilität des Oberkörpers gehen auch die optimale Kraftübertragung auf die Beine und vor allem Energie mit jedem Tritt verloren. Das Resultat sind weniger Druck auf die Pedale niedrigere Geschwindigkeiten.
 
Ausgezeichnet sind deshalb Übungen für den Rückenstrecker, Hüftstrecker und großen Gesäßmuskel, sowie die Kombination mancher Übungen. Ideal für die Verbesserung in allen drei Disziplinen ist der Superman im knienden Ellbogenstütz: Aus der Grundposition mit geraden Rücken werden gleichzeitig und gegengleich je ein Arm und ein Bein in der Bewegungsachse vollständig und gerade nach vorne, beziehungsweise nach hinten gestreckt. Anschliessend werden der Arm und das Knie wieder angezogen und unter dem Körper zusammengeführt (12 – 15 Wiederholungen pro Seite, 2 – 3 Sätze). Entscheidend ist es währenddessen die Körperstabilität zu erhalten ohne den Rumpf zu verdrehen und den Bewegungsablauf richtig zu koordinieren.

MEHR KRAFT LIEGT IN DER RUHE

Manche ambitionierten Triathleten nutzen neben ihres Fulltimejobs und der Famile jede freie Minute für ihr intensives Training in den drei Disziplinen. Gerade auf dem Rennrad oder der Zeitmaschine werden dann Stunden lang Kilometer gefressen. Aber nur wenigen ist die besondere Bedeutung der gezielt gesetzten Erholung bekannt oder selbst wenn, dannnutzen sie diese zu selten bis gar nicht. Die Zeit mit der Familie und in der Arbeit mit Meeting und Überstunden zählt ganz sicher nicht zur Erholung.
 
Kein Training ist nicht gleich zu setzen mit Regeneration. Aber erst während der Regeneration wirken die Belastungen uaf den Körper nach und kommt der eigentliche Trainingseffekt voll zum tragen. In der Erholungsphase repariert und optimiert der Körper wichtige organische Strukturen und optimiert die Muskulatur für die nächste Belastung. Gerade nach intensiven Trainingseinheiten zählt das um so mehr. Du solltest deshalb stets darauf achten, deine leichten Radeinheiten, so locker wie möglich und deine Intensiven, so hart wie nötig zu trainieren, dann macht dein Radtraining zudem gleich doppelt so viel Spaß!

02 DER SUPERMAN ist eine essentielle Übung zur Kräftigung des Rumpfstrecker für einen gesunden Rücken, zur Verbesserung der Wasserlage und gute Schwimmzeiten.
02 DER SUPERMAN ist eine essentielle Übung zur Kräftigung des Rumpfstrecker für einen gesunden Rücken, zur Verbesserung der Wasserlage und gute Schwimmzeiten.

SCHRITT FÜR SCHRIT, TRITT FÜR TRITT: ERST HARTES TRAINING, DANN DAS GEWICHT

Am Berg haben Leichtgewichte in der Regel einen entscheidenden Vorteil – weniger Kilos bergauf zu bewegen, ist gleich schneller bei weniger Energieverbrauch. Gerade im Frühling mit den ersten warmen Sonnentagen möchten Rennradfahrer und Triathleten ihre Radleistung schnell wieder steigern und zugleich die überschüssigen Pfunde des Winters wieder reduzieren. Doch das ist oftmals kontraproduktiv und kann schnell mal in die Sackgasse führen: In harten Trainingseinheiten verbrauchst du zwischen 800 bis 1200 Kalorien pro Stunde, je nach Bealstungsart. Dein Körper kann allerdings nur zwischen 1500 und 1800 Kcal in den Muskeln und der Leber speichern, abhängig von Körpergröße, dem Alter und Trainingsalter, sowie dem Geschlecht. Wenn du nun also zu wenig isst, dann wirst du mit deinem Verbrauch im regulären Training ziemlich bald an deine Grenzen stossen. Wenn du dann noch parallel deine Radleistung steigern möchtest, wirst schneller als du denkst „an die Wand fahren“. Körperlich und auch geistig wird es demotivierend auf Dauer im Unterzucker zu trainieren.
 
Natürlich kann es durchaus hilfreich sein, deine aufgenommenen Kohlenhydrate und Kalorien stets grob abzuschätzen. Auch für das Training der Grundlagenausdauer und dem Fettstoffwechseltraining braucht es Kohlenhydrate. Auch bei einem gut trainierten Fettstoffwechsel verbrennst du besser Fett mit Kohlenhydraten an Bord und betreibst zudem keinen Raubbau an deiner Muskulatur. Um nun parallel durch intensivere Einheiten deine Leistung zu steigern, musst du das richtige Mass an gefüllten Glykogenspeichern finden und welche Art der Kohlenhydratzufuhr für dich die Optimalste ist. Das ist individuell und höchst komplex, schließlich ist unser Körper biologisch organisch und kann Automobil.
 
Eine optimale Lösung steckt in der Art der richtigen Nährstoffe vor, während und nach dem Training, die Aufnahmen zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge. Eine normale Portion hochwertiger Kohlenhydrate zusammen mit eiweissreichen Nahrungsmitteln, wie Reis oder Haferflocken solltest du zwei bis drei Stunden vor einem intensivem Training essen. Während des Trainings kannst du rechtzeitig zu Bananen oder Energieriegel greifen, aber nicht erst, wenn der Hunger kommt. In den ersten 30 bis 60 Minuten nach dem Training sind grundsätzlich natürliche Eiweissquellen in Form von mageren Milchprodukten, wie Magerquark oder Nüssen, sowie Fisch und Hülsenfrüchte mit Obst und Gemüse ideal. Es gilt dabei stets, je natürlicher die Nahrungsmittel sind, umso besser. Meine Philosophie: „Echt ist besser!“ https://dev.sugarandpain.deecht-isst-besser-der-mehrwert-natuerlicher-nahrungsmittel-im-sport/
 
 

IRONMAN VICHY 2017 Die Fotostory / Links, rechts oder gerade aus, wo geht's nach Haus? © Stefan Drexl
IRONMAN VICHY 2017 Die Fotostory / Links, rechts oder gerade aus, wo geht’s nach Haus? © Stefan Drexl

SCHNELLER DURCH DIE KURVE MIT GUTER FAHRTECHNIK

Eine Ursache langsamerer Geschwindigkeiten und eines erhöhten Energieverbrauchs ist oft auch eine schlechte Fahrtechnik auf dem Rennrad. Und das trotz meist guter körperlicher Fitness – besonders am Berg und in Kurven. Bergauf richtig zu schalten und Abfahrt mit einer guten Kurventechnik zu meistern, können so manches Leistungsdefizit wettmachen. Die richtige Fahrtechnik solltest du deshalb regelmäßig üben.
 
Wenn du ein eher mäßiger Bergfahrer bist, dann solltest du öfter Berge fahren, um richtiges Schalten zu üben und die effektivste Trittfrequenz herauszufinden. Suche dir einen geeigneten Berg an dem es etwa zehn Minuten bergauf geht und fahre ihn drei bis vier Mal. Wenn’s hoch geht, geht’s natürlich auch wieder runter. Denn selben Berg kannst du gelichzeitig für dein Abfahrtstraining nutzen. In der Abfahrt kann man viel Zeit verlieren, aber auch wieder einiges gut machen – vorausgesetzt, sie können Kurven richtig fahren. Viele Etappen der Tour de France werden bergab entschieden.
 
Das kurveninnere Pedal solltest du stets oben halten und auf dem Äusseren durch entsprechenden Gegendruck die Kurvenlage variieren. Mach dich flach und greif den Lenker unten, so dass der Körperschwerpunkt möglichst tief und der Blick auf den Kurvenausgang gerichtet ist. Das Tempo passt du unbedingt vor Kurvenbeginn und hauptsächlich mit der Hinterradbremse an. Spätestens am Kurvenscheitel haben ihre Finger nichts mehr an den Bremshebeln zu suchen. Dadurch hast du in deinem nächsten Rennen ganz bestimmt mehr Druck auf den Pedalen und kannst in jeder Abfahrt zügig und elegant durch jede Kurve gleiten.
 
 

MEHR TIPPS FÜR MEHR DRUCK

SUGAR & PAIN SEASON OPENING RIDE 2018
Rock ’n’ Roll im Takt der Trittfrequenz
Ein Espresso ist Rennradkultur und macht Druck

PHOTOCREDITS
Stefan Drexl

Auf der Suche nach mehr und besseren Möglichkeiten mein Training und das meiner Athleten aufzuzeichnen und zu analysieren, haben wir die SUUNTO 9 entdeckt. Das neue Multisport Flagship von Suunto ist der Nachfolger der Spartan Ultra oder auch der Spartan V2. Suunto hat mit dem Modell 9 seine Modellbezeichnungen geändert, falls der Ein oder Andere verwirrt sein sollte. So läutet die Suunto 9 auch keine tatsächliche neue Modellreihe ein, sondern ist vielmehr eine Weiterentwicklung, eine Evolution der etablierten Spartan Serie – zumindest die Optik betreffend. Der sollte jedoch nicht täuschen: denn hinter der Fasade verbirgt sich durchaus neue Technologie. Am markantesten ist der neu integrierte, optische Herzfrequenzsensor, der weitere Ausbau der Suunto App und des Webservices. Wir haben uns von Suunto das neue Modell 9 geliehen und im Vergleich mit unserer Polar V800 für ein halbes Jahr im Wasser, am Rad, zum Laufen und Langlauf Skating getestet.

Die Suunto 9 ist eine 24/7 Uhr, deren dezentes Erscheinungsbild nicht aufdringlich wirkt, wie manch andere globige Multifunktionsuhr. Das mag vor allem an den hochwertigen Materialien des Leichtgewichts liegen.  Die 72 Gramm leichte Suunto 9 hat ein schwarzes Gehäuse aus glasfaserverstärktem Polyamid auf dem ein Saphirkristall sitzt, dass von einer gebürsteten Edelstahllünette eingefasst ist. Ein weiches Armband aus flexiblem Silkon sorgt für komfortablem Sitz der Suunto 9 am Handgelenk.

Der finnische Uhrenspezialist hat mit dem neuen optischen Herzfrequenzsensor drei weitere markante Features in sein neues Flagship gepackt. Die Suunto 9 kommt vor allem mit erheblich verbesserter Akkulaufzeit von maximal 120 Stunde: “Built to last – Just like you!“, oder zu deutsch, „Grundsolide – genau wie sie!“ Nummer zwei ist der neue, abgefahrene GPS-Tracking-Modus FusedTrack dank des neuen GPS-Prozessors von Sony und wesentlich exakterer Höhenmessung für Auf- und Abstieg. Wer kennt das nicht, das er zurück am Startpunkt weniger Abstieg als Aufsteig hatte, oder deutlich unter dem Meeresspiegel mit seinem Training startet.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Simon Drexl

DIE WESENTLICHEN DETAILS DER SUUNTO 9

Individualisten haben jetzt sogar die Option jedes beliebige Armband für ihre Suunto 9 zu verwenden. Mit dem Update wird erstmals eine universelle Befestigung für gängige Armbändern von 24 mm Breite angeboten. Daneben gibt es natürlich noch eine Vielzahl weiterer Updates, die ich hier kurz und knapp aufzählen möchte:

  • NEU! FusedTrack bietet die Möglichkeit einen GPS Track aufzuzeichnen ohne GPS Datenfluss
  • NEU! GPS-Prozessor von SONY (bislang SIRF)
  • NEU! Optischer Herzfrequenzsensor von VALENCELL der neuesten Generation 1.2
  • NEU! Wechselbare Armbänder mit branchenüblicher Breite 24 mm
  • NEU! 120 h Akkulaufzeit im Ultra Modus / 25 h im Performance Modus
  • OPTION! Permanentes 24/7 HR-Tracking rund um die Uhr
  • OPTION! Dynamische Änderung der Batterieoptionen während des Trainingsmodus, um das Ziel zu erreichen
  • OPTION! Wechsel in den Super-Low-Power-Chrono-Modus, um das Training zu beenden
  • OPTION! „Intelligente“ Warnhinweise bei geringer Akkulaufzeit am Tag vor dem langen Trainingseinheiten
  • Etwas größere (höhere) Knöpfe mit besserer Formgebung
  • Kompatibilität mit der neuen mobilen App „Suunto“ und der auf Sports Tracker basierenden Webplattform
  • 599 EUR ohne Brustgurt * (UVP)
  • 649 EUR mit Brustgurt * (UVP)

* einen extra Brustgurt zur Herzfrequenzmessung gibt’s optional für 80 EUR (UVP)

Falls dich manch anderes technische Feature oder Detail mehr interessiert, dann findest du dazu mehr Informationen in einschlägigen Technik-Blogs. Entsprechende Links dazu habe ich am Ende dieses Beitrags gelistet.

Für mich und unseren Test der SUUNTO 9 sind in erster Linie die Funktionen für Training und Wettkampf wichtig. Grosse Bedeutung kommen der Usability und den Analysemöglichkeiten für eine zügige und präzise, sowie eine gute visualisierte Auswertung per App und über die Website zu. Entscheidend ist zudem die Konnektivität mit Plattformen von Drittanbieteren, wie Strava, TrainingPeaks und Time2Tri

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Simon Drexl

AUF AUGENHÖHE DER MITBERWERBER ANGEKOMMEN

Der Wettbewerb unter den Herstellern hochwertiger Multifunktionsuhren nördlich der 400 EUR-Marke ist hart umkämpt, der Markt entsprechend überschaubar. Die Mitbewerber, allen voran GARMIN und POLAR, buhlen seit Jahrzehnten um die Gunst der Ausdauersportler, der Läufer, Rad- und natürlich Triathleten. Seit kurzem mischt ein weiterer Globalplayer auf dem Spielfeld der Multifunktionsuhren mit: WAHOO. WAHOO hört seiner Zielgruppe ganz genau zu, bricht mit Konventionen, insbesondere in Sachen PR, schmeisst alles technisch Mögliche in einen Topf und reduziert es in Form und Funktion auf das Nötigste, durchdacht und massgeschneidert auf ambitionierte Radsportler. Das Ergebnis ist der WAHOO Elemnt Bolt, eine Erfolgsgeschichte. Bislang gibt es von WAHOO „nur“ einen Radcomputer und „noch“ keine Multisportuhr, dafür aber einen richtig guten und zuverlässigen noch dazu. Platzhirsch ist das schweizer Unternehmen GARMIN, dass mit enormer Manpower in seinem Headquater Olathe, Kansas eine hohe Frequenz an Modellzyklen und zahlreicher Innovationen an den Tag legt. Auch wenn’s nicht auf Anhieb rund läuft, wie mit den Leistungsmesspedalen Vektor 1, ganz egal. Die wahrscheinlich populärsten Produkte sind der GARMIN Edge und GARMIN Forerunner.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Simon Drexl

POLAR, Erfinder des Herzfrequenzmesser, geht bedachter an das Thema ran, mitunter wirken die Finnen manchmal etwas verträumt und versäumen durchaus den ein oder anderen Innovationszug. Mit manch neuem Modell lassen sich die Finnen durchaus länger auf sich warten, so zum Beispiel mit dem Radcomputer V650. Seit nunmehr fünf Jahren warten Polar-Fans erneut auf ein echtes Update. Umso überaschender das Release der neuen POLAR Vantage: Ein Paukenschlag und echter Hingucker, wenngleich für mich nicht nachvollziehbar. Die Vantage Serie ersetzt nach nur fünf Jahren das Erfolgsmodell V800, wei gänzlich verschiedene Uhren-Konzepte mit unterschiedlichen Zielgruppen. Zwar verfügt Suunto im Segment der Multifunktionsuhren längst nicht über die Ressourcen im Entwicklungsbereich, wie GARMIN und hat auch die Herzfrequenzmessung relativ spät integriert, dennoch ist SUUNTO spätestens mit seinem Modell 9 auf Augenhöhe angekommen. SUUNTO setzt auf Nachhaltigkeit und möchte Geräte entwickeln, von denen das Unternehmen überzeugt ist, dass sie langlebiger und zu hundert Prozent auf die Anforderungen von Ausdauersportlern abgestimmt sind: Längere Akkulaufzeit, besseres GPS-Tracking, exaktere Höhenmessung und insbesondere solide Zuverlässigkeit.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Simon Drexl

NOCH GENAUERE ROUTEN- UND DISTANZDATEN DURCH SUUNTO FUSEDTRACK

Da GPS viel Strom verbraucht, ist die Batterielaufzeit für die genaue Aufzeichnung von Distanz und Route bei langen Ultraläufen oft ein einschränkender Faktor. Der einzigartige Suunto Algorithmus FusedTrack™ liefert verbesserte Routen- und Distanzdaten durch die Kombination aus GPS- und Bewegungssensor-Daten. Somit kann die Batterielaufzeit durch niedrigere GPS-Leistung verlängert werden, ohne wirkliche Kompromisse bei der Genauigkeit eingehen zu müssen.

Der Wechsel zu SONY als neuen Hersteller des verbauten GPS-Prozessors ist ein Schritt davon und hat sich gelohnt: Die Genauigkeit der Pace bei Tempowechseln, insbesondere der Reaktionsschnelligkeit bei Intervallen ist stark. Überzeugend ist dabei die Akkulaufzeit. Bislang waren 32 Stunden das Maximum für eine einsekunden getacktete GPS-Aufzeichnung, spätestens dann war Zeit für den Low-Battery-Modus, wie zum Beispiel bei Garmin. Durch das neue FusedTrack™ läuft die SUUNTO 9 immer weiter. Ob es Triathleten tatsächlich einmal nutzen, sei dahingestellt, für Ultrarunner und Long Ride Roadbiker ist die SUUNTO 9 jedenfalls geradezu perfekt.

LEERER AKKU – NIE WIEDER, SO LANGE DU LÄUFST

Mit dem Performance Modus, Endurance Modus und Ultra Modus gibt es drei vordefinierte Energiemodi für die Akkulaufzeit. Ausdauersportler können insbesondere auf Ultradistanzen bei eingeschaltetem GPS-Tracking zwischen 25 und 120 Stunden lang aufzeichnen. Mit dem Start der Trainingsaufzeichnung wird im aktuell eingestellten Modus die verbleibende Akkulaufzeit geschätzt und angezeigt. Falls diese dann nicht mehr ausreichen sollte, kann Energie Modus jederzeit gewechselt werden.

An den aktuellen Akkustand der Suunto 9 erinnert ganz smart der Aktivitätenverlauf, so dass die Multifunktionsuhr für das nächste Training wierder rechtzeitig voll aufgeladen werden kann. Die Suunto 9 erkennt einen niedrigen Grenzwert des Akkustandes während des Trainings selbständig und empfiehlt automatisch den Wechsel zu einem anderen, energiesparenden Modus.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Simon Drexl
SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Simon Drexl

HERZFREQUENZMESSUNG MIT DER SUUNTO 9

Die in der SUUNTO 9 integrierten Valencell-Sensoren zur Herzfrequenzmessung funktionieren individuell unterschiedlich. Eine korrekte Messung ist abhängig von der Position der Uhr am Handgelenk, von Handgelenksform und Hautfarbe. Für eine einwandfrei Funktion sollte die Uhr fest sitzen, so dass die Sensoren stets plan auf der Haut aufliegen. Das ist in dynamischen Sportarten, wie Schwimmen und Laufen schwer realisierbar und mitunter beengend. Für eine 24/7 Herzfrequenzmessung im Alltag oder einen RR-Messung im Schlaf funktioniert die SUUNTO 9 mit HR Sensoren einwandfrei. SUUNTO spricht deshablb auch von einer „geschätzten Handgelenks-Herzfrquenzmessung“. Für die zuverlässige, lückenlose und präzise Herzfrequenzmessung, wie sie zum Beispiel für eine effiziente Umsetzung des Lauftrainings erforderlich ist, deshalb nachwievor einen Brustgurt angelegen. Der ist je nach Modell im Package enthalten oder kann als Zubehör von SUUNTO gekauft werden.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Stefan Drexl

DIE SUUNTO 9 IM WASSER

Eine exakte Streckenmessung sowie das Zählen der Schwimmbahnen im Wasser ist für jede Multifunktionsuhr eine grosse Herausforderung: Rotationsbewegungen, Richtungwechsel, Über- und Unterwasserphasen. Eine menge Potential für Fehler und, wer mich kennt, der weiss, was ich von Schwimmen mit Uhr halte. Zu meiner Überraschung hat SUUNTO mit dem Modell 9 scheinbar einige Lösungen gefunden. Wenn eine Uhr zum Schwimmen Sinn macht, dann überhaupt im Freiwasser, um neben sichtbaren Orientierungspunkten im Wasser oder am Ufer auch messbare Orientierungswerte zu haben und sein Training entsprechend der Trainngsplanung durchführen zu können. Bislang zuverlässig war dafür nur die Zeitmessung. Mit der Sunnto 9 funktioniert jetzt die Streckenmessung mit nur 2-3% Abweichung zuverlässig und sogar der geschwommene Track ist mit einer latenten Nivellierung treffsicher. So kann endlich auch die Geschwindigkeit im Wasser mit der geplanten Intensität abgeglichen werden und gibt einem Trainer ein hilfreiches Tool zur Hand.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Simon Drexl

Die SUUNTO 9 kann auch einen SWOLF Wert (Schwimmzugeffizienz) ausgeben, der im Test auf einer 50 Meter Schwimmbahn exakter war als auf nur 25 Meter. Die Messung der Armzugrequenz lieferte bei langen Armzügen zuverlässigere Daten als bei einer hohen Freuqenz mit kurzen Zügen. Die Geschwindigkeit zwischen den Wenden lieferte die exakt selben Daten, wie die parallele Handmessung und auch das Tracking mit den Richtungswechseln im Pool war in sieben von zehn Trainingseinheiten stimmig. Die Differenz lag dann aber bei maximal minus 50 oder 100 Meter. Dan Grund dafür konnte ich nicht herausfinden. Der SWOLF setzt sich aus der gemessenen Zeit und der gebrauchten Anzahl an Armzügen zusammen. Das hat natürlich wenig Aussagekraft über die Qualität des individuellen Kraulstils und der Kraultechnik, sprich über das Zustandekommen des SWOLF. Exzellent wäre zum Beispiel der SWOLF Wert 70, mit 30 Sekunden und 40 Armzüge über 50 Meter. Wie bereits erwähnt, kann ich ein dauerhaftes Tragen einer Multifunktionsuhr während des Schwimmtrainings im Schwimmbecken nicht empfehlen, die SUUNTO 9 macht aber tatsächlich Spass, weil sie besonders zuverlässig funktioniert.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Suunto

MIT DER SUUNTO LÄUFTS LÄNGER BESSER

Die Basissportarten Laufen und Radfahren sollten GPS-Multifunktionsuhren aus dem Effeff beherschen. Für die neue SUUNTO 9 ist das natürlich keine Herausforderung. Ganz im Gegenteil, das Tracking funktioniert prima bis auf die üblichen Ausreisser unter Brücken, in Tunnels und Galerien, sowie dicht bewaldeten Wegen. Die Distanz- und Geschwindigkeitsmessung dadurch nur maginal beeinträchtigt. Wird die SUUNTO ordentlich kalibriert, so sind auch die Höhenangaben bis auf ±0,5 Meter genau. Lediglich Aufstieg und Abstieg könnten aufgrund von Druckunterschieden oder Wetteränderungen variieren. Mit dem SUUNTO FootPOD (extra Zubehör) können Laufeinheiten absolut exakte ausgeführt werden, neben Schrittfrequenz und Pace wird auch die Bodenkontaktzeit gemessen. Die SUUNTO 9 kann sogar mit dem Leistungsmesser STRYDE gekoppelt werden.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Suunto

ES ROLLT PRÄZISE KOMPATIBEL MIT NUMMER 9

Zwar braucht es auf dem Rad die etwas weniger chice Lenkerhaltung – kann ich dennoch nur empfehlen, anstatt für den Blick auf die Uhr stets die Hand vom Lenker zu nehmen–, um alle Werte stets im Blick zu haben. Der separat erhältliche Geschwindigkeits- und Trittfrequenzmesser kann zuverlässig per Bluetooth Smart mit der SUUNTO 9 gekoppelt werden (manch anderer finnischer Mitberwerber hat da noch immer so seine Probleme) und sendet sekündlich präzise Daten. Sogar Leistungsmesser, ganz egal ob im Pedal oder in der Kurbel verbaut, können leicht gekoppelt werden. Die SUUNTO 9 kann dann Durchschnitt und Maximum messen, Leistungsverteilung und –diagramme, sowie Leistungsspitzenkurven über den Webservie Movescount.com auswerten.

SUUNTO 9 Multifunktionsuhr – Läuft länger als du kannst © Suunto

DIE NEUE APP VON SUUNTO IST VIELSEITIGER DENNJE

Alle aufgezeichneten Trainingeinheiten können von der SUUNTO 9 mit der neuen SUUNTO App synchronisiert werden und langfristige Trends einschließlich täglicher Aktivitäten und Schlaf verfolgt werden. Die SUUNTO 9 kann auch dauerhaft mit der SUUNTO APP verbunden werden und so Benachrichtigungen zu eingehenden Anrufen, Nachrichten und Benachrichtigungen in ihrem Tagesgeschehen immer anzeigen. Die SUUNTO App ist im App Store und bei Google Play erhältlich.

HILFREICHE LINKS & WEITERE TESTS

https://www.suunto.com/de-de/Produkte/Sportuhren/suunto-9-baro/suunto-9-baro-black/
https://www.dcrainmaker.com/2018/07/suunto-9-multisport-gps-in-depth-review.html
https://www.sport-pulsuhr.de/suunto-9-multisport-gps-uhr-vorgestellt-und-im-test/
https://www.airfreshing.com/testbericht-suunto9-gps-multisportuhr-smartwatch
https://www.munichmountaingirls.de/magazin/suunto-9-test

PHOTOCREDITS

Stefan Drexl
Simon Drexl