Es könnten ausgerechnet die natürlichen, die echten Nahrungsmittel sein, die deinem Körper bei langen Trainingseinheiten und Langdistanzrennen als wichtigste Zutat für 100 % Leistung fehlen. Ganz egal, ob du von verarbeiteten Nahrungsmitteln und speziellen Sporternährungsprodukten die Nase voll hast. Oder ob du bisher nie die passenden Produkte für dich gefunden hast und du endlich mehr darauf achten möchtest, was du vor, während und im Training oder Wettkampf isst. Warum solltest du unbedingt natürliche Nahrungsmittel bevorzugen und wann sind spezielle Sporternährungsprodukte, wie Energie-Riegel und Gels besser geeignet?
Es ist in der Regel meist besser natürliche Nahrungsmittel zu essen. In natürlichen Nahrungsmitteln sind bereits von naturaus essentielle Nährstoffe enthalten, die wichtig für unseren Körper, den Stoffwechsel und die Gesundheit sind. Sie enthalten zum Beispiel pflanzlichen Nährstoffe und Phytochemikalien, die sich nicht quantifizieren lassen und die sich weder technich noch genetisch herstellen lassen. Wäre ja auch wenig sinnvoll, denn es gibt sie ja bereits in ihrer Komplexität in der Natur. Bei Phyto-Nährstoffen, den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um chemische Substanzen, die es Pflanzen ermöglichen, sich vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Schädlinge oder ultraviolettem Licht zu schützen. Aber auch beim Menschen entfalten sie anscheinend ihre Schutzfunktionen gegenüber. Immer neue Untersuchungen, wie der Universität von Kalifornien belegen ihre Wirksamkeit bei der Behandlung und Verhinderung einer erheblichen Bandbreite von Erkrankungen von Krebs und Herzerkrankungen bis zu Diabetes und Bluthochdruck.
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Natürliche Nahrungsmittel enthalten essentielle Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe
Phytochemikalien zeichnen für viele dieser Schutzfunktionen gegen Erkrankungen verantwortlich, die sich aus einer an Obst, Gemüse, Bohnen, Zerealien und aus Pflanzen gewonnenen Getränken wie Tee und Wein reichen Ernährungsweise ergeben. Auch wenn allgemein anerkannt ist, dass eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide ist, das Risiko für Krebs, Herzbeschwerden und andere Erkrankungen senkt, haben Wissenschaftler erst vor kurzem damit begonnen, die Auswirkungen der verschiedenen sekundären Pflanzenstoffe, die in diesen Lebensmitteln enthalten sind, genauer zu erforschen. Diese essentielle Nährstoffe sowie Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, die du durch eine ausgewogenene Ernährungseise mit natürlichen Nahrungsmitteln aufnimmst, unterstützen sämtliche wichtigen Körperfunktionen, sind gesund und geben dir Energie. Zudem kannst du so auch nach langen Stunden im Sattel oder Wettkampf den künstlichen, zuckersüßen Geschmack stark verarbeiter Lebensmittel vermeiden. Einige Athleten sind der Überzeugung, dass weniger verarbeitete Lebensmittel auch seltener Magenbeschwerden verursachen.
ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Alles drin was Körper und geist brauchen – Proteine und ungesättigte Fette in Avocado, Rührei und Tomaten
Wann sollte ich zu speziellen Sporternährungsprodukten greifen?
Aus Bequemlichkeit: Wer sich nicht über mehrere Stunden von Bananen ernähren möchte, ganz zu schweigen von den Transportproblemen, der wird während langer Trainingseinheiten und im Wettkampf wohl eher zu Energie-Riegel und Gels greifen. Das ist einfacher und spart Platz. Dennoch kann ich empfehlen auf langen Radtouren auch an einem Obsstand oder Supermarkt eine kurze Pause einzulegen, und sich während des Trainings nicht ausschließlich mit verarbeiteten Nahrungsmitteln speziell für Sportler zu verpflegen. So lassen sich verschiedene Nahrungsmittel im Training ausprobieren, um herauszufinden was man gut verträgt. Das Thema Ernährung ist sehr komplex und Sporternährung noch viel mehr. Es erfodert ein gewisses Grundverständnis und Erfahrung, um herauszufinden, welche Ernährung während sportlicher Belastung wirklich am besten funktioniert – was ist die richtige Dosis an Kohlenhydraten und Elektrolyte? Sind zu viele Balaststoffe oder Fett enthalten? Mit natürlichen Nahrungsmitteln ist das einfach schwerer zu berechnen, denn sie haben natürlich kein Etikett mit einer Nährwerttabelle.
ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Magerquark mit Erdbeeren und Eiweissmüsli von Dr. Feil
Die bunte Mischung natürlicher Nahrungsmittel mit Sporternährungsprodukten macht’s
Drei Monate vor deinem Saisonhöhepunkt, einer Mitel- oder Langdistanz ist die wichtigste Phase und du solltest deine Ernährung während intensiver Trainingseinheiten testen. Während mindestens zwei bis drei langen Radtouren und einem Koppellauf kannst du verschiedenes ausprobieren und dir Gewissheit verschaffen, was du am besten verträgst. Achte darauf ausreichend zu trinken und vergewissere dich, dass du keine Magenprobleme während der Umstellung zum Laufen bekommst. Denk daran, dass du die meisten der natürlichen Nahrungsmitteln während des Radfahrens zu dir nimmst. Auf dem Rad hast eine bunte Mischung an Nährstoffen zur Verfügung, leicht zu transportieren und genügend Zeit gut zu verdauen und Sammelsurium zu haben.
ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Voller Energie – Riegel und Gels gibt’s von vielen Herstellern für jeden Geschmack – nur nicht jeder hält was er verspricht oder verträgt sich gut mit dem Magen
Welche Nährstoffe und Mengen sind wichtig?
Für Trainingseinheiten von zwei Stunden oder länger, empfehle ich dieses Gleichgewicht:
• 60-90 Gramm Kohlenhydrate (fest oder flüssig) pro Stunde mit einem Liter Flüssigkeit (in regelmäßigen Schlücken) je nach Außentemperatur aufnehmen
• Je nach Intensität und Dauer der Belastungen sind Eiweißmengen von 1,4 g / kg bis 1,8 g / kg Körpergewicht pro Tag empfehlenswert. Mengen von mehr als 2 g / kg Körpergewicht pro Tag haben keinen zusätzlichen Nutzen, aber auch keine Risiken für gesunde Athleten. Je jünger der Athlet, je intensiver und länger er trainiert, desto mehr gilt es, sich im oberen Bereich zu orientieren. Das gilt auch für gezieltes Muskelaufbau- und Krafttraining.
• 800-1000 Milligramm Natrium pro Stunde (bis zu 2.000 Milligramm Natrium pro Stunde, wenn du viel Salz und Mineralstoffe während heißer Wettkampfbedingungen über deinen Schweiß verleirst)
• Nicht mehr als 2-3 Gramm Ballaststoffe pro Stunde
• 3 Gramm oder weniger Fett pro Stunde
• Gut geeignete natürlichen Nahrungsmittel sind zum Beispiel: Bananen, Rosinen, getrocknete Früchte wie Ananas und Datteln, Mandeln, Goji-Beeren, Brezen, selbstgebackener Bananenkuche und Reiskuchen, sowie die Gewürze Zimt und Kardamom
ECHT IS(S)T BESSER! Der Mehrwert natürlicher Nahrungsmittel im Sport: Innosnacks Riegel und Trinkpulver aus Isomaltulose – ideal für unterwegs
Es muss nicht ausschließlich nur das Eine oder das Anderen sein. Du kannst durchaus natürliche Nahrungsmittel mit speziellen industriellen Sporternährungsprodukten mischen. Kalter Tee (nicht Schwarztee) oder Molke sind zum Beispiel ein ideales Getränk während langer Radeinheiten und Wettkämpfen im Sommer. Beides solltest du aber noch mit Salztabletten und etwas Kohlenhydraten wie Isomaltulose, natürlichen Fruchsaft oder ein Energie-Gel ergänzen.
Bananenkuchen – Dieses natürliche Nahrungsmittel geht schnell und macht schnell
Dieses Rezept für Bananenkuchen, wie auch Reiskuchen, begleitet mich seit ich in der Jugend Radrennen gefahren bin. Bananenkuchen gibt mir während langer Radeinheiten oder Wettkämpfen wichtige Energie und verursacht keine Magenprobleme. Das Rezept ist ideal um überreife Bananen noch zu verbrauchen.
Dauer
Zubereitungszeit: 15 min
Koch- bzw. Backzeit: 30 min
Gesamtzubereitungszeit: 45 min …
Zutaten
350 g Dinkelmehl
200 g Honig
200 g Butter
3 Eier
350 g Bananen ( 3 bis 4 Stück)
2 TL Natron
1 TL Zimt
1 Msp gemahlene Muskatnuss
½ TL Salz
Zubereitung
1. Die Butter mit Honig schaumig rühren. Die Eier (ohne Schale 😉 dazugeben und gut unterrühren
2. Dinkelmehl, Natron, Zimt und Muskatnuss dazugeben und wiederum gut verrühren
3. Bananen zerdrücken und unterrühren. Je reifer die Bananen, desto saftiger und besser wird der Kuchen. Daher ist dieses Rezept super um ältere, besonders reife Bananen zu verbrauchen
4. Den Teig in eine mit Butter gefettete und gemehlte Kastenform geben
5. Bei 190° C ca. 30 – 40 Minuten backen
Für lange Trainingseinheiten auf dem Rad nehme ich zwei Stücke (200 g) in einer kleinen Lebensmitteltüte mit und stecke diese aufgerollt in meine Trikottasche. Bei uns, vor allem meinem Sohn und mir ist der Bananenkuchen nach maximal zwei Tagen verputzt.
Empfehlung für bewährte Sporternährungsprodukte
Diese speziellen Sporternährungsprodukte aus natürlichen Nährstoffen oder einem besonders hohen Anteil können dir bei der Energiegewinnung helfen deine Verpflegung zu optimieren. Ich habe sie alle vor oder während intensiver Trainingseinheiten oder Wettkämpfen ausprobiert, gut vertragen und konnte damit sehr gute persönliche Ergebnisse erzielen.
Seit dem neunten Jahrhundert etwa bringt Koffein die Menschen auf Touren, zwar nicht von Beginn an als Espresso, aber das koffeinreiche Gebräu galt schon bei Urvölkern in afrikanischen Hochlagen als äusserst gesund und belebend. Erstmals wurde Kaffee wahrscheinlich in Äthiopien gebrüht und erst im 17. Jahrhundert erreichten die rohen Kaffeebohnen dann auch endlich das nördliche Europa. Heute ist Kaffee das am meisten gehandelte Produkt in der Welt – nach Öl. Der kurze Schwarze am frühen Morgen oder zwischendurch, ob als Espresso, Mokka oder Curtado ist Wachmacher und ein tägliches Ritual, unter Ausdauersportlern gilt das herzhafte Genussmittel sogar als stimulierend und leistungssteigernd.
Nun haben Lebenswissenschaftler in unzähligen wissenschaftlichen Studien dem Kaffee ja fast jedes Geheimnis seines natürlichen, aromatischen und belebenden Wirkstoffs Koffein entlockt. Durch seine vielen zahlreichen Inhaltsstoffe – längst sind nicht alle erforscht – besitzt die Kaffeebohne aber auch viele Eigenschaften, die sich richtig posititv auf deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Ausdauersportlern auswirken. So enthält Kaffee mehrere Antioxidantien wie Flavonoide, Chlorogensäuren sowie Resveratrol und Melanoidine, welche unter anderem die Konzentration von antioxidativ wirkenden körpereigenen Enzymen in der Leber erhöhen. Durchschnittlich konsumiert jeder deutsche Bürger etwa 200 Milligramm Koffein am Tag. Dabei wird Koffein nicht nur über den Kaffee aufgenommen. Ebenso über Tee, Cola, Energydrinks und sogar Schokolade nehmen wir täglich einige Milligramm in unseren Körper auf.
IST ESPRESSO DENN DOPING?
Da Koffein eine anregende Wirkung hat, helfen uns ein Espresso oder ein Glas Cola durchaus kleine Leistungstiefs zu überwinden. Jedoch kann es auch unerwünschte Nebenwirkungen haben, vor allem, wenn zu viel davon konsumiert wird. Wie gesund Kaffee letztendlich ist und warum sich seine positiven Eigenschaften auf Ausdauersportler vorteilhaft auswirken, dass lässt sich nicht uneingeschrängt mit ja oder nein beantworten, denn jeder Mensch reagiert schließlich anders auf den Genuss von Koffein. Klar ist, Koffein benötigt etwa 30 bis 45 Minuten, um in den Blutkreislauf zu gelangen und so im Körper verteilt zu werden. Die Halbwertszeit von Koffein im Körper beträgt etwa vier Stunden, bevor es dann wieder mit dem Urin ausgeschieden wird.
Tatsächlich stand Koffein noch im Jahr 2004 auf der Dopingliste der WADA. Das ausgerechnet die (Kaffee-) Mühlen der WADA so langsam mahlten, war erstaunlich. Doch das lag an dem festen Glauben, dass Kaffee nicht nur Wachmacher ist, sondern auch eine übermäßig leistungssteigernde sei. Mancher Mythos währt länger, aber zum Glück ist der nun auch widerlegt! Mittlerweile ist Koffein von der Liste verbotener Substanzen gestrichen, weil man diese Wirkung tatsächlich überbewertet hat. Es ist einfach kaum möglich, allein durch den Genuss von Kaffee oder Cola positiv auf Doping getestet zu werden. Der zugelassenen Grenzwert liegt bei 12 mg Koffein pro Liter Urin, um diesen zu überschreiten, müsstest du in kurzer Zeit viele Liter Espresso trinken. Das würde sich aber dann aber auch negativ auf deinen Stoffwechsel und Wasserhaushalt auswirken. Es wäre nicht kaum noch möglich vernünftig Sport zu treiben, vor allem würdest du vermutlich ständig auf der Toilette sitzen, denn Kaffee kann auch abführend wirken.
DAS NATÜRLICHE GEHEIMNIS EINES ESPRESSO
1,3,7-Trimethylxanthine, besser bekannt als Koffein, ist weltweit der am häufigsten konsumierte, natürliche, pharmakologische Wirkstoff. Koffein ist in Kaffeebohnen, Teeblättern, Kakaobohnen und Colanüsse enthalten und seine Verwendung ist unglaublich weit verbreitet. Nach Öl ist Kaffee der zweit meist gehandelte Rohstoff der Welt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Länder.
Das Alkaloid Koffein ist eine der wenigen Natursubstanzen, die sich nachweislich bewährt hat die Leistung in Ausdauersportarten über unterschiedliche Distanzen zu verbessern. Durchschnittlich kann man eine vorübergehende Steigerung der Leistungsfähigkeit von etwa zwei bis drei Prozent erwarten. Trotz dieser Vorteile ist noch immer nicht eindeutig geklärt, wie Koffein richtig angewendet werden soll und warum, wann und wie es tatsächlich wirkt. Im schlimmsten Fall kann ein übermässiger Genuss oder zu starker Espresso individuell zu Übelkeit, erhöhter Nervosität und Schlafstörungen führen.
DIE WIRKUNG VON KOFFEIN
Es gibt viele unterschiedliche Theorien – manche überzeugender und manche weniger – über die tatsächliche Wirkung eines Espressos und dem Koffein. Warum führt Koffein eigentlich zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit?
1. Theorie
Koffein schont die Glykogenspeicher der Muskeln und fördert die Fettverbrennung während körperlicher Belastung!
Klar ist, dass Koffein eine geringe Wirkung auf den Stoffwechsel und die Nutzung der verschiedenen Energiesysteme hat. Es fördert selbst nicht unmittelbar die Fettverbrennung oder Gewichtsverlust. Es kann allerdings abführend wirken, wodurch man kurzfristig natürlich auch sein Gewicht reduziert.
2. Theorie
Koffein kann die Aufnahme von Kohlenhydraten begünstigen!
Einige Studien haben ergeben, dass die gleichzeitige Einnahme von Koffein und Kohlenhydraten während des Trainings durchaus die Resorption fördern kann. Doch reagiert jeder Mensch unterschiedlich darauf und so lässt sich das wissenschaftliche nicht grundsätzlich feststellen.
3. Theorie:
Koffein steigert die Konzentration und Reizweiterleitung. Es regt das Gehirn und den Muskeltonus an.
Koffein beeinflusst nachweislich positiv das Empfinden von Schmerzen und steigert die Reizweiterleitung während des Trainings und körperlicher Anstrengung günstig. Das funktioniert tatsächlich und so werden intensive Trainingseinheiten „weniger anstrengend“ empfunden. Das Resultat: Der Athlet ist bereit sich intensiver, länger und öfter zu belasten.
WANN UND WIE KANN ESPRESSO ABER SCHNELLER MACHEN
Tatsache bleibt dennoch, dass Koffein die Leistung im Training und Wettkampf positiv beeinflussen kann. Das trifft vor allem in den folgenden Situationen zu:
Training am frühen Morgen
Die Einnahme von Koffein steigert die Konzentrationsfähigkeit und die koordinative Fähigkeiten, die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Wer einen starken Espresso etwa 30 bis 60 Minuten vor einem frühmorgendlichen Schwimmtraining trinkt, der kann effektiver trainieren. Um von diesem Effekt zu profitieren, reicht etwa ein 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht aus.
Vor hochintensiven Trainingseinheiten
Kaffee hat nachweislich viele Vorteile für Sportler bei hoch intensiven Trainingseinheiten. Es kann durchaus Sinn machen etwa eine Stunde vor einer harten Trainingseinheit, wie Intervallen, einen Espresso zu trinken. Etwa 1 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht sollte es wieder sein, um härter und schneller zu trainieren.
Wettkämpfe bis zwei Stunden
60 Minuten vor einem Rennen können bis zu 2 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht von Vorteil sein, um die Leistung im Wettkampf zu verbessern. Zusätzliche empfehle ich einen starken Kaffee oder doppelten Espresso etwa drei Stunden vor dem Wettkampf. Während des Rennens nehme ich ab der zweiten Disziplin 50 – 100 mg Koffein in Form von Gels und Getränken.
Langdistanz-Rennen
Auf diesem Gebiet gibt es noch kaum wissenschaftliche Forschung aber vielseitige Erfahrungswerte. Vor Mittel- und Langdistanzen trinke ich spätestens 60 Minuten vor dem Start einen Espresso, um hellwach zu werden und meine Schwimmleistung hundertprozentig abrufen zu können. Der Start ist doch meistens sehr früh und übrigens auch ein Grund, warum ich mich lange Zeit erfolgreich vor einem Ironman gedrückt habe. Während des Rennens nehme ich erst Koffein zu mir, sobald ich etwas Müdigkeit verspüre, um die Leistung zu erhalten oder noch einmal Gas zu geben. Ab der zweiten Hälfte des Rennens, dem letzten Drittel auf dem Rad nehme ich 50 mg Koffein pro Stunde über ein kohlenhydratreiches Getränk auf Basis von Grünem Tee oder Energy-Gels zu mir. Je nach Bauchgefühl und Verfügbarkeit trinke ich während des Laufens langsam, kleine Schlücke Cola mit wenig Kohlensäure. Das kann perfekt funktionieren, erfordert aber auch etwas Erfahrung, um keine Magenprobleme zu bekommen. Dann sollte man aber wegen des hohen Zuckergehalts auch regelmäßig mit Cola nachtrinken, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
FAZIT: EIN ESPRESSO ZUM ABGANG
Zahlreich Studien belegen, dass sich ein Espresso durchaus positiv auf die Ausdauerleistung von Sportlern auswirkt. Ganz besonders wirkunsvoll ist das bei Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Triathlon, denn hier wird die Energie überwiegend über aerobe Stoffwechselprozesse zur Verfügung gestellt.
Im Unterschied zum Ausdauersport erfolgt die Energiezufuhr bei sehr kurzzeitigen körperlichen Höchstleistungen, wie in den Sportarten Sprint, Mannschaftsspiele und Krafttraining hauptsächlich anaerob. Studien zu den Effekten von Koffein auf anaerobe, also auf kurzzeitige intensive Belastungen kommen zu sehr uneinheitlichen Resultaten. Einige Studien zeigen eine signifikante Leistungssteigerung, so zum Beispiel bei Mannschafts- und Kraftsportarten. Andere wiederum kommen zu gegenteiligen Ergebnissen. Eine mögliche Erklärung für diese unterschiedlichen Resultate könnte in der unterschiedliche Reaktion auf Koffein und in desse individueller Verstoffwechselung begründet liegen. Zudem könnte die Dauer der Belastung sowie die Art der Energiebereitstellung eine wichtige Rolle spielen. Bei aeroben Stoffwechselprozessen steht der Muskulatur ausreichend Sauerstoff im Blut – dort befindet sich auch das Koffein – zur Verfügung während bei anaeroben ein Überschuss an Kohlendioxid herrscht. Man darf also gespannt sein was zukünftige Forschungen für Erkenntnisse bringen und bis dahin entspannt ein paar Espressi trinken.
Nicola Spirig und Frederic Funk holen sich sensationell die Titel der Europameister 2021 im Rahmen der CHALLENGE Walchsee am gestrigen Sonntag. Die beiden Athleten legten bereits im Schwimmen den Grundstein ihres Erfolges und krönten sich mit beeindruckenden in allen drei Disziplinen verdient zu Europas schnellsten Triathleten über die Mitteldistanz. Die deutsche IRONMAN-Weltmeisterin Anne Haug wurde Zweite bei den Triathlon Europameisterschaften im malerischen Kaiserwinkl.
Wir waren unterwegs in Tirol bei der CHALLENGE Kaiserwinkl-Walchsee und konnten beobachten wie sich die Favoriten Frederic Funk und Nicola Spirig bei den Europameisterschaften über die Triathlon Mitteldistanz durchsetzen konnten. Nicht nur für die Schweizer Olympiasiegerin und den Chiemgauer Jungprofi war der 27. Juli ein perfekter Tag in allen drei Disziplinen, auch einige unserer Triathleten waren am Start und konnten sich selbst mit starken Leistungen überraschen.
Es war an diesem letzten Juni-Wochenende fast als wäre nichts gewesen. Die Triathlongemeinde kehrte zurück an den bezaubernden Walchsee und machte sich an den Start um die neuen Europameister zu kühren. Es sollte ein wunderbarer Sommertag werden, der pünktlich mit dem Start der Profis um 8:30 Uhr begann. Schon früh ging Frederic Funk in Führung und wurde nur kurzzeitig vom ehemaligen Radprofi Ruben Zepuntke eingeholt. Der Sieg mit einer Zielzeit von 03:36:56 Stunden war allerdings ähnlich wie vier Wochen zuvor in St. Pölten nie gefährdet. Auch Nicola Spirig hatte einen eher leichten Arbeitstag. Nach einer überragenden Schwimmzeit von nur 26:12 Minuten über die 1,9 Kilometer gemeinsam mit der Spanierin Sara Perez Sala durch den wunderbaren Walchsee, übernahm sie auf dem Rad die Führung, um diesen Vorsprung noch weiter auszubauen. Anne Haug kam bereits mit 3 Minuten Rückstand aus dem Wasser und verlor weitere Vier auf dem Rad durch den malerischen Kaiserwinkl. Zwar lief die deutsche IRONMAN Weltmeisterin auf den 21 Kilometern um den Walchsee zwei Minuten schnelle als Nicola Spirig, überquerte aber dennoch sehr enttäuscht die Ziellinie als Zweite.
Souveräner Sieg von Frederic Funk und dramtischer Kampf ums Podium
Christophe de Keyser setze im Rennen der Männer besonders im Schwimmen eine Marke. Bei strahlend blauem Himmel, Sonne und beinahe Windstille waren die Voraussetzungen ideal. Nach 24:35 Minuten kam der Belgier als Erster aus dem Wasser. Dicht auf den Fersen waren ihm zu diesem Zeitpunkt nur Nicolas Mann, Frederic Funk und Giulio Molinari die zusammen einen kleinen Abstand zur nächsten Gruppe erschwimmen konnten. Die meisten Probleme mit dem hohen Schwimmtempo hatte Mitfavorit Thomas Steger. Mit über eineinhalb Minuten Rückstand kam der Tiroler aus dem Wasser und hatte viel Mühe auf dem Rad Kontakt zur Spitze zu halten.
Nach nur fünfzehn Kilometern übernahmen Frederic Funk und Giulio Molinari gemeinsam die Führung von De Keyser. Allerdings blieben die zwei nicht lange zusammen, denn auf dem Weg zurück nach Walchsee übernahm der Mann des Tages, Frederic Funk, alleine die Spitze und setzte sich vom Italienier ab. Mit etwa einer Minute Rückstand lag Molinari nach der Hälfte der Radstrecke immer noch gut im Rennen, während Funk weiter Druck an der Front machte. Doch von weit hinten schoss der ehemalige Radprofi Ruben Zepuntke heran, der mit dem schnellsten Bikesplit des Tages besonders stark unterwegs war und auf den ersten 45 Kilometern fast eine Minute aufholte.
Zwanzig Kilometer vor dem Ziel war Zepuntke an Frederic Funk dran und so wechselten die zwei Triathleten gemeinsam auf die Halbmarathonstrecke. Der Vorsprung auf Molinari war groß, der auf den letzten Radkilometern noch einige Zeit verlor und mit mehr als drei Minuten Rückstand zu den Führenden auf die Laufstrecke startete. Thomas Steger, der schwach ins Rennen begonnen hatte, aber immer besser in Schwung kam, hatte zwischenzeitlich zur Aufholjagd geblasen und wechselte als Vierter in die Laufschuhe.
Die zweite Hälfte des Renntages gehörte Thomas Steger
Frederic Funk konnte sich noch in der ersten Runde wieder von Zepuntke absetzen, der seinem starken Einsatz auf dem Rad nun Tribut zollen musste. Es war die Zeit des Thomas Steger gekommen, der jetzt die Gunst der Mittagsstunde nutzte und sich immer weiter nach vorne kämpfte. Zur Halbzeit des Laufs war der Vorsprung von Funk auf Zepuntke wieder auf 01:30 Minuten gewachsen und Steger bereits auf den dritten Platz vorgelaufen. Sein Rückstand zur Spitze wurde immer geringer und nach dem er an Molinari regelrecht vorbei geschossen war, hatte Steger schon Platz zwei im Blick.
Es wurde als noch einmal spannend in der Schlussphase im Kampf um die Podiumsplätze während Frederic Funk uneinholbar seine Runden um den Walchsee drehte und sich nach nur 03:36:56 Stunden zum Triathlon Europameister 2021 auf der Mitteldistanz krönte. Steger gelang derweil tatsächlich beinahe unmöglich Geglaubtes und überholte Ruben Zepuntke mit dem schnellsten Laufsplit des Tages. Nach nur 01:08 Stunden über 21 Kilometer wurde Thomas Steger zweiter bei den ETU Europameisterschaften in einer Gesamtzeit von 03:38:51 Stunden. Auch Bart Aernouts wurde im weiteren Rennverlauf immer schneller nachdem er auf dem Rad bereits abgeschlagen schien. Der Belgier konnte im Lauf mit der zweitschnellsten Zeit noch kurz vor dem Ziel Zepuntke schnappen und wurde mit vier Sekunden Vorsprung überraschend dritter.
Olympiasiegerin Nicola Spirig in allen drei Disziplinen überragend
Im Rennen der Frauen diktierte nicht überraschend Sara Perez Sala das Schwimmtempo. Vor einigen Monaten gelang der Spanierin bereits ein beeindruckendes Debüt auf der Mitteldistanz in Daytona. Dennoch liegen ihre Wurzeln auf der Kurzdistanz, was sie mit einer schnellen Pace im Schwimmen unter Beweis stellte. Nach 26:10 Minuten waren die 1,9 Kilometer abgehakt und Perez kam als erste wieder aus dem Walchsee. Doch zu ihrem Leid hatte Sara Perez der Favoritin Nicola Spirig einen hervorragenden Wasserschatten geboten, die ihr somit dicht auf den Fersen war. Eine besser Ausgangsposition hätte sich die ehemalige Olympiasiegerin nicht wünschen können, um schon zu Beginn enormen Druck auf Mitfavoritin Anne Haug aufzubauen. Die IRONMAN-Weltmeisterin kam mit fast 03:30 Minuten Rückstand aus dem Wasser.
Ihre wahre Größe zeigte Spirig dann auf dem Rad. Die Schweizerin setzt sich unmittelbar von Perez Sala ab und baute ihren Vorsprung konsequent aus. Es überraschte nicht, dass dieses Tempo für den Rest der weiblichen Konkurrenz schlichtweg zu schnell war. Nach 45 Kilometern hatte Nicola Spirig der Spanierin schon drei Minuten aufgebrummt. Doch auch Anne Haug verlor zu aller Überraschung weiter viel Zeit auf die ehemalige Olympiasiegerin. Nicht einmal auf Sara Perez Sala konnte die IRONMAN-Weltmeisterin von 2019 während der ersten Hälfte des Rennens etwas Zeit gut machen, sodass sie zwischenzeitlich über sechs Minuten hinter Spirig lag.
Anne Haug mit schnellstem Laufsplit in Walchsee
Erst in der zweiten von zwei Radrunden fand Anne Haug zu alter Stärke zurück und konnten bis zu T2 die Lücke zur Spanierin schließen, sodass beide gemeinsam auf die vier Laufrunden um den Walchsee wechselten. Doch der Vorsprung von Nicola Spirig war zu diesem Zeitpunkt des Rennens sehr komfortabel, dass sie sich ihres Sieges fast schon sicher sein konnte, sollte nichts Unvorhergesehenes passieren. Über 6 Minuten lagen die Verfolgerinnen Haug und Perez Sala nun hinter der Schweizerin zurück, die den Europameistertitel so gut wie in der Tasche hatte.
Nicola Spirig war an diesem Tag konkurrenzlos dominierend. Zwar rannte keine so schnell wie Anne Haug in 01:15 Minuten über die Halbmarathondistanz, doch der Vorsprung der Schweizerin war am Ende mit 5 Minuten noch immer gewaltig. Mit einer Zielzeit von 03:58:00 Stunden überquerte Nicola Spirig schließlich als Erste die Ziellinie und krönte sich damit zur neuen ETU Europameisterin über der Triathlon Mitteldistanz. Ann Haug kam nach 04:03:03 Stunden als Zweite ins Ziel und wurde Vize-Europameisterin. Perez Sala erleidet ein ähnliches Schicksal wie Ruben Zepuntke und fiel im Verlauf des Rennens immer weiter zurück. Schließlich musst sie auch Platz drei aufgeben und finishte als fünftschnellste Frau der Challenge Walchsee 2021. Der dritte Platz und damit Bronze gewann die laufstarke Italienerin Marta Bernardi in 04:09:53 Stunden.
Der SUGAR & PAIN RACING TICKER 2019 erfasst kurz und knapp alle Ergebnisse, Resultate und Neuigkeiten zu den Wettkämpfen und Events unserer Athleten, unserer Freunde und unserer Trainer der Saison 2019.
Der BERLIN MARATHON gilt weltweit als der schnellste 42-Kilometer-Strecke, hier purzeln die Rekorde. Am Sonntag, 29. September 2019 fehlten dazu nur zwei winzige Sekunden, nicht mir, sondern dem Sieger Kenenisa Bekele. Den Äthiopier trennten nur zwölf Meter, um in der deutschen Hauptstadt Marathongeschichte zu schreiben. Mir fehlten noch ein paar mehr, diesmal, denn es steckte noch der IRONMAN 70.3 SLOVENIA der Vorwoche in den Beinen. Trotz der etwas ungünsteren Voraussetzungen gab es keinen Moment nur zwei Sekunden darüber nachzudenken, ob vielleicht etwas schmerzen könnte.
Ich habe schon an vielen, sehr vielen Rennen teilgenommen, aber noch nie zuvor habe ich eine derartige Welle der Begeisterung entlang der Strecke erlebt. 42 000 Meter ohne einen Meter der Ruhe oder Einsamkeit. Die ganze Stadt feierte die Läufer und die Läufer feiern mit. Man ist permanent abgelenkt und merkt kaum, wie die Kilometer im Flug vergehen. Ich kann absolut verstehen, dass man vor den vielen Eindrücken, schnell einmal zwei Sekunden liegen lässt. Nach 02:54 Stunden habe ich absolut zufrieden die Ziellinie auf der Strasse des 17. Juni, kurz hinter dem Brandenburger Tor gequert und damit die Saison 2019 sehr zufrieden abgeschlossen.
Meine Antwort auf die Eingangsfrage: „Spektakuär!“
Am Sonntag, 22. September fand in Koper, Istrien der IRONMAN 70.3 SLOVENIA statt, an dem zum Abschluss der Triathlonsaison einige unserer Athleten und SUGAR & PAIN Friends erfolgreich teilgenommen haben. Für die meisten war es nach dazu das Saison-Highlight 2019.
Chrissi Pietzner konnte nach einem soliden Schwimmen mit Sichtproblemen auf der anspruchsvollen Radstrecken mit knapp 1300 Höhenmetern wieder Position für Position gut machen. Durch ihre exzellente Vorbereitung mit viel Bergtraining konnte sie die 90 Kilometer durchs Hinterland sehr effizient absolvieren und hatte noch einige Reserven für den abschliessenden Halbmarathon entlang der Küste. Als sechste Frau gesamt schnappt sich Chrissi den 2. Platz in der AK W25 in 05:04 Stunden. Leider gab es nur einen Slot für die 70.3 World Championship 2020 in ihrer Altersklasse. Mit dem letzten Rennen der Saison konnte Chrissie Pietzner dennoch eine äusserst starke Saison krönen. Die 26-Jährige stand 2019 in jedem Rennen mindestens auf dem Altersklassen-Podium oder sogar gesamt.
Mit seinem schnellsten Halbmarathon in einer Mitteldistanz hat Sven Pollert diesmal nur knapp das Podium verpasst. Das kann eine sehr erfolgreiche Saison keinesfalls trüben, denn auch die anderen Splitzeiten, wie die 27 Minuten über die mehr als 2000 Meter lange Schwimmstrecke und seine Gesamtzeit waren persönliche Bestzeiten auf diesen Distanzen und fordernden Strecken. Mit 04:33 Stunden und dem 11. Platz gesamt in einem starken Starterfeld bestätigte Sven seine konstant steigende Leistung. Für den 4. Platz der AK M25 gab es sogar einen Slot für die WM in Taupo, Neuseeland, den er diesmal jedoch nicht angenommen hat.
Den hat dann unser Rookie Samuel Proske bekommen, der mit seiner ersten Mitteldistanz und zweiten Triathlon überhaupt den 6. Platz in 4:40 Stunden erreicht hat. Der 27-Jährige darf somit SUGAR & PAIN Coach Stefan Drexl auf die Südhalbkugel begleiten.
Stefan Drexl konnte erst spät in die Triathlonsaison 2020 einsteigen und kam im Laufe des Jahres immer besser in Schwung. Erst wenige Wochen zuvor war überhaupt klar, dass der Münchner beim IRONMAN 70.3 SLOVENIA kann. Mit einem schnellen Schwimmsplit in der 21 Grad warmen Adrian kam Stefan kurz hinter Sven aus dem Wasser. Seine vielen Radkilometer in den Bergen kamen dem leidenschaftlichen Radsportler und Triathleten auf der anspruchsvollen Radstrecke mit langen und teilweise steilen Anstiegen sehr entgegen.
Die Wahl des Sportgeräts war eine Abwägung der Vorlieben und des Wetters. Beides, ob Rennrad oder Zeitfahrmaschine hat Vorteile – bei nasser Strecke oder Regen, wäre das Rennrad eindeutig die bessere Wahl. Einige Abfahrten erfordern durchaus fahrtechnisches Geschick. Nach 02:34 Stunden, 90 Kilometern und aktuell Dritter seiner AK konnte Stefan sein Rad wieder in der Wechselzone am Hafen von Koper parken und die Laufschuhe anziehen. Nach nur 5 Kilometern hatte er bereits den Zweitplatzierten überholt und nur noch eine Minute auf den Führenden. Kilometerzeiten knapp unter vier Minuten und muskulär alles im grünen Bereich begannen dann seine Fusssohlen zu brennen, was immer stärker wurde.
Einzig hilfreich war letztendlich nur das Tempo zu drosseln, um die Schmerzen zu kontrollieren. Die Aufholjagd war damit natürlich beendet und nur einen Kilometer vor dem ziel war auch Platz zwei wieder weg. Es wäre zu schön gewesen aber der dritte Platz nach 04:44 Stunden in der AK sowie die Qualifikation für die IRONMAN 70.3 World Championship 2020 waren für diese anspruchsvolle Mitteldistanz und das starke Teilnehmerfeld unter diesen Umständen ein grosser Erfolg.
Am Sonntag, 09. September 2019 fand der Öberpfälzer Seenland Triathlon statt. Gemeinsam mit SUGAR & PAIN Coach Stefan Drexl waren Sven, Jan und Alex am Start über die Sprintdistanz am Steinberger See. Was für Jan und Alex eine Premiere im Triathlon war, war für Sven ein weiteres Kategorie A Rennen und für Stefan ein Aufbauwettkampf für den IRONMAN 70.3 SLOVENIA. Zu unser aller Überraschung bot die überschaubare Veranstaltung nördlich von Regensburg ein beeindruckend starkes und grosses Teilnehmerfeld.
ERGEBNISSE 1. Marchello Kunzelmann-Lozza // 01:04 h / 1. Platz AK 2. Leo Kreuzer // 01:05 h / 1. Platz AK 2. Sven Pollert // 01:06 h / 1. Platz AK … 23. Stefan Drexl / 01:14 h / 2. Platz AK … 82. Jan Eichelkraut // 01:25 h / 22. Platz AK … 127. Alex von Nordheim // 01:32 h / 15. Platz AK
Einen starkes Vorbereitungsrennen auf seine zweite Langdistanz im Oktober konnte Andreas Will am 25. August 2019 über die Kurzdistanz des 3MUC Triathlon München finishen. Nach nur 02:06 Stunden lief er als 22. gesamt ins Ziel an der Ruderregatta Oberschleissheim und holte den 2. Platz seiner Altersklasse SEN 4.
Den 1. Platz seiner Alterklasse gewann Stefan Drexl am Samstag, 24. August über die Sprintdistanz des 3MUC Triathlon München 2019. In nur 55:14 Minuten schwamm, radelte und finishte er auf Platz 6 gesamt und zweiter der ersten Startgruppe. Auf das Rennen der zweiten Startgruppe und letztendliche Gesamtergebnis konnten Stefan Drexl noch der Schnellste der ersten Startgruppe, Christoph „Arti“ Arthofer leider keinen Einfluss mehr nehmen. Die beiden lieferten sich ein spannendes und freundschaftliches Duell: Nachdem sie beinahe zeitgleich aus dem 18,5 ° C frischen Wasser kamen, Arti mit Neopren und Stefan ohne, ging Stefan Drexl als Erster auf die Radstrecke und kam nach nur 29 Minuten über die 20 km so auch zum zweiten Wechsel. Erst auf der Laufstrecke konnte Christoph Arthofer dann die Führung übernehmen und mit 45 Sekunden Vorsprung finishen.
Nachwuchstriathletin Derya Hatil wurde gesamt 16. in 01:09 Stunden als eine der Jüngsten auf der Sprintdistanz des 3MUC Triathlon München 2019 und gewann den 1. Platz ihrer Altersklasse Jugend A.
Moritz Sanoner hat am Sonntag, 18. September seine Premiere über die Langdistanz beim IRONMAN Kopenhagen 2019 mit überwältigendem Erfolg gefeiert. Mit einem Zeitverlust von über 15 Minuten wegen eines Plattens und technischen Problems beim Reifenwechsel hat der 28-jährige Südtiroler die 3,8 km Swim, 180 km Bike und 42,2 km Run in starken 10:12 Stunden absolviert.
Chrissi Pietzner und Sven Pollert konnten am Samstag, 17- August mit starken Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften 2019 auf der Triathlon Kurzdistanz in Beilngries überzeugen und auf’s Podium laufen. Chrissi Pietzner holte den 3. Platz ihrer Altersklasse und platz 10 gesamt nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen in 02:14 Stunden. In nur 01:57 Stunden lief Sven Pollert auf Platz 2 seiner Altersklasse (7. Platz gesamt) und wurde Deutscher Vizemeister der Triathlon Kurzdistanz in der AK 25.
Einen sensationellen Sieg auf der Kurzdistanz des Triathlon Regensburg 2019 konnte Chrissi Pietzner am 04. August 2019 erstmals für sich verbuchen. Unsere derzeit schnellste Triathletin gewann mit neun Minuten Vorsprung den 1. Platz in 02:10 Stunden.
Christian Teufel erreichte das Ziel am Regensburger Festplatz in 02:19 Stunden auf Platz 55 und 6. in seiner Altersklasse.
Auf der Sprintdistanz des Triathlon Regensburg gelang Sven Pollert mit einem perfektes Rennen in 01:00 Stunde: Erster aus dem Wasser, schnellste Radzeit und ein solider Lauf mit 18:00 Minuten waren der 1. Platz und die Titelverteidigung von 2018. Mit drei Siegen in den letzten drei Rennen innerhalb von zwei Wochen war das der Hattrick.
In der Vorbereitung auf den IRONMAN Copenhagen 2019 war auch Moritz Sanoner für seinen letzten Test auf der Sprintdistanz des Triathlon Regensburg 2019 gestartet und erreichte den 17. Platz in 01:09 Stunden mit einer starken Laufzeit von 17:30 Minuten über die 5000 Meter entlang der Donau.
Für Sven Pollert war der Triathlon Wörthsee 2019 das erste Highlight der Saison. Nach einem exzellenten Platz drei im Vorjahr wollte er zur 34. Auflage gerne noch ein bischen weiter oben auf dem Treppchen stehen – darauf war unsere Trainingsplanung in diesem Jahr augelegt. Mit der schnellsten Schwimmzeit First Out Of Water, First Off Bike und Finish First schnappte sich Sven Pollert mit einem Vorsprung von über zwei Minuten den Gesamtsieg auf der Kurzdistanz am Wörthsee in 02:05 Stunden.
Jan Böttcher liefmit nur fünf Minuten Rückstand und 02:10 Minuten ebenso in die Top Five und auf Platz 2 der Altersklasse hinter Sven.
Am Sonntag, 21. Juli 2019 war Chrissi Pietzner am Start ihrer zweiten Mitteldistanz der Saison beim traditionellen Triathlon Erlangen 2019. Nach leichten Startschwierigkeiten im Schwimmen aufgrund von Fußtritten ins Gesicht und Klammergriffen an meinen Füßen kam Chrissi als vierte Frau aus dem Wasser. Innerhalb weniger Kilometer übernahm sie die Spitze auf der winkligen und windigen Radstrecke. Nach Hälfte der ersten Radrunde überholte Profitriathletin Kristin Liephold. Als zweite Frau wechselte Chrissi schliesslich nach 86 Kilometern auf die Laufstrecke und wurde nur noch einmal von Margrit Elfers überholt. Nach nur 04:39 Stunden lief Chrissi Pietzner schliesslich durchs Ziel in erlangen und erreichte einen überragenden 3. Platz gesamt bei den Frauen.
Christian Teufel hat sich die Kurzdistanz des Triathlon Erlangen 2019 vorgeknöpft. Nach einer sechswöchigen Verletzungspause hat der 42-Jährige 02:39 Stunden für die 1500 Meter Schwimmen, 43 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen erfolgreiche die Ziellinie überquert.
Am Samstag, 20. Juli 2019 konnte Sven Pollert endlich sein Heimrennen, den Triathlon Pressath 2019 gewinnen – hier absolvierte er vor elf Jahren seinen ersten Triathlon. Es war ein Start-Ziel-Sieg: Sven kam schon als Erster aus dem Wasser und gab die Führung bis ins auch nicht mehr ab. Nach 01:03 Stunden finishte Sven dann endlich auch als Sieger die prägende Sprintdistanz seines Heimatorts.
Jarit Lötz startete nur zwei Wochen nach seinem Langdistanz-Debüt bei der Challenge Roth auch auf der Sprintdistanz des Triathlon Pressath. Jarit wurde spontan Dritter beim Triathlon Pressath in 01:09 Stunden.
Am Sonntag, 14. Juli 2019 stand der legendäre Triathlon Karlsfeld auf dem Wettkampfkalender einiger SUGAR & PAIN Triathleten. Die Sprint- und Kurzdistanz im Westen von München hat für uns Tradition, hier konnten wir schon zahlreiche Erfolge und insbesondere schnellste Schwimmzeiten mit First Out Of Water verbuchen.
Auch bei der 31. Auflage ist das auf der Kurzdistanz erfolgreich gelungen und damit auch der Generationswechsel. Nach nur 18:30 Minuten über 1500 Meter ist Simon Drexl mit grossem Vorsprung auf die Verfolger als Erster aus dem Wasser gekommen. Ganz drei Minuten danach stieg Stefan Drexl als Sechster aus dem Karlsfelder See. Die Lücke von 3 Minuten zu Simon konnte er dann über die 46 Kilometer auf dem Rad zwar wieder schließen aber auf der 10 Kilometer Laufstrecke war an diesem Sonntag nur noch eine glatte 4er Pace drin.
Es steckten wohl noch die 230 km mit 4000 Höhenmeter im Regen des Engadin Radmarathon ziemlich in den Beinen. Für den 2. Platz in seiner Altersklasse hat’s für Stefan im Ziel dennoch gereicht. So auch für den Sohnemann Simon, der mit 30 Sekunden Vorsprung und dem 10. Platz nur knapp davor die Ziellinie querte.. Das persönliche Ziel der beiden war zusammen eine gutes Rennen und erstmals gemeinsam eine Kurzdistanz mit viel Spaß zu zu bestreiten. Mit Platz 10 und 11 sowie zwei 2. Plätzen in den Altersklassen war das ein großer Erfolg.
Im Team zusammen mit Jan Böttcher haben die Drei zudem die Mannschaftswertung der Kurzdistanz des Triathlon Karlsfeld gewonnen. Jan ist sogar bis auf den 6. Platz gesamt vorgelaufen und hat Platz 3 der Altersklasse 25 gewonnen. Den Gesamtsieg hat sich Markus Stöhr nur eine Woche nach der Challenge Roth gesichert.
Einen sensationell Sieg mit einer starken Leistung konnte Christine Pietzner als schnellste Frau auf der Sprintdistanz verbuchen. Die 26-Jährige hat zu ihrer eigenen Überraschung den 1. Platz der Frauen beim Karlsfeld Triathlon in 01:15 gewonnen.
Den Triathlon Karlsfeld kann ich nur empfehlen, es gibt kaum ein Rennen das beständig über drei Jahrzehnte hinweg super und zudem ehrenamtlich organisiert wird.
Seine erste Langdistanz hat Jarit Lötz am vergangenen Sonntag, 07.07.2019 mit der Challenge Roth 2019 absolut erfolgreich gefinisht. Der 25-Jährige segelte über die Strecken der Triathlontraumfabrik und erreichte die Finishline als Achter der Altersklasse (84. Platz Gesamt) in sensationellen 09:09 Stunden. Mit acht Monaten strukturierter und fokusierter Trainingsplanung hat Jarit das geplantes Ziel exzellent umgesetzt und deutlich übertroffen. Sieger der Challenge Roth 2019 ist Andreas Dreitz in 07:59 Stunden
Wir waren am Sonntag, 07.07.2019 in der Schweiz und sind den 14. Engadin Radmarathon gefahren. Die traumhaft harte Strecke durch das Kanton Graubünden besticht durch die spektakuläre Landschafte des Schweizer Nationalparks und einige der schönsten, anspruchsvollsten Strassenpässe der Alpen für leidenschaftliche Rennradfahrer.
Mit 97 Kilometern und einem Gesamtaufstieg von 1367 Höhenmetern hat sich Simon Drexl erstmals die kurze Strecke über Ofenpass, Forcola di Livigno und Berninapass vorgenommen – mit Option lange Strecke. Diese spontane Möglichkeit der Streckenwahl hat jeder Teilnehmer des Engadin Radmarathon, wenn er den Start- und Zielort Zernez erstmals erreicht. Nach 2:55 Stunden erreicht Simon das Ziel in Zernez und Platz 104. Aufgrund starken Regens ab Samedan und einer deutlich Abkühlung eine vernünftige Entscheidung.
Mit einer Durchgangszeit von 02:58 Stunden hat Stefan Drexl Zernez passiert und sich auf die nächte Runde gemacht. Mit der langen Strecke lagen jetzt noch 117 Kilometer mit über 2500 Höhenmetern über den Flüela Pass nach Davos und den legendären Albulapass vor ihm. Nach 07:55 Stunden (Netto 07:41 Stunden) und insgesamt 214 Kilometern mit 3889 Höhenmeter erreichte Stefan als 121. / 35. Platz Masters dann wieder Zernez
Am Sonntag, 07.07. 2019 war Andreas Will am Start des IRONMAN Austria-Kärnten. Die Temperaturen der Vorwochen hatten den Wörthersee auf über 25,6 Grad erwärmt, so dass die 3800 Meter ohne Neoprenanzug geschwommen wurden. Im Verlauf des Bikesplits kam es dann zum Wetterumschwung mit einer deutlichen Abkühlung. Andreas kam zwar noch trocken in die zweite Wechselzone, doch auf der Laufstrecke setzte dann massiver Regen ein, der zusätzlich viel Energie kostete. Mit 10:55 Stunden, anders als ursprünglich geplant, erreichte Andreas Will das Ziel in Klagenfurt als 9. seiner Alterklasse. Nächste Station IRONMAN Barcelona am 06. Oktober 2019
Für die 8. Auflage des Dreikampffestivals im Chiemgau waren auch unsere Triathleten am Start. Das Highlight war natürlich die Mitteldistanz des Triathlon Chiemsee am Sonntag, 30. Juni.
Die 2 km Schwimmen, 85 km Radfahren und 20 km Laufen nutzte Moritz Sanoner als wichtigen Test seiner Vorbereitung auf den IRONMAN Kopenhagen im August. Die vorhergesagten heissen Temperaturen und Wettkampfbedingungen ähnlich Hawaii erforderten eine spezielle Ernährungsstrategie und natürlich war bei 25,5 Grad die erste Disziplin ohne Neoprenanzug. Für den Südtiroler zwar eine Herausforderung aber kein Hindernis. Optimal vorbereitet und mit purer Freude trotzte der 29-Jährige der Hitze und erreichte das Ziel deutlich unter fünf Stunden. Nach 04:51 Stunden lief Moritz als 72. und Platz 12 seiner Altersklasse ins Ziel.
Knapp eine Stunde länger unterwegs war Brigitte Bauer, die deutlich mehr mit den klimatische Bedingungen zu kämpfen hatte als mit der Strecke. Zumal länger unterwegs auch länger mehr Hitze bedeutet. Als vierte ihrer Altersklasse hat Brigitte nach 05:50 Stunden glücklich das Ziel erreicht.
Bereits am Samstag war Stefan Drexl am Start in Chieming. Über die Sprintdistanz und bei nicht ganz so heissen Temperaturen zur Mittagszeit wurde der Münchener in 01:04 Stunden Siebter gesamt lief als Dritter auf das Podium seiner Altersklasse.
Chrissi Pietzner und Jan Böttcher waren am Sonntag, 23. Juni in Erding, um sich über die Triathlon Kurzdistanz zu messen. In einem starken Frauenfeld konnte Chrissi mit Platz sieben in die TOP 10 laufen und damit auch als Dritte auf das Podium ihrer Altersklasse. Für Jan war die Konkurrenz noch stärker und mit einem starken Schwimmen und super Radsplit rannte er nach 02:07:15 Stunden auf Platz 23 und Platz 5 seiner Altersklasse über die Ziellinie. Sieger und neuer Bayerischer Meister auf der Tirathlon Kurzdistanz war Jungprofi und Favorit Frederic Funk in 01:50:40 Stunden.
Am Sonntag, 16. Juni standen im schwäbischen Lauingen Jarit Lötz und Sven Pollert am Start der Bayerischen Meisterschaft über die Triathlon Mitteldistanz 2019. Jarit, für den es die Generalprobe der Challenge Roth war, lief auf den 13. Platz gesamt und Platz 5 in seiner Altersklasse. Sven verpasste mit Platz 6 die TOP 5 nur knapp wurde dafür aber mit dem zweiten Platz seiner Altersklasse in der Bayerischen Meisterschaft belohnt
Seinen verspäteten Einstand in die Saison 2019 aufgrund einer Verletzung gab Sven Pollert am 08. Juni 2019 in der Oberpfalz zum Besten. Als erster aus dem Wasser und mit der schnellsten Radzeit in T2 rannte der 27-jährige Triathlet auf den zweiten Platz der Sprintdistanz von Kallmünz.
Am Samstag, 01. Juni 2019 waren Moritz Sanoner, Simon und Stefan Drexl am Start des 34. Internationalen Triathlon Kirchbichl in Austria. Für Simon war es die erste Kurzdistanz überhaupt und die hatte ihren Reiz durch ein starkes Teilnehmerfeld mit einigen Elite-Triathleten und Profis, wie Per van Vlerken und Thomas Steger, und ganz besonders natürlich wegen des Starts des zweimaligen Ironman World Champions, Patrick Lange. Mit einem starken Schwimm- und Radsplit fehlten Simon Drexl auf der äusserst anspruchsvollen Laufstrecke nur hinten raus noch ein paar Körner. Simon erreichte nach nur 2:09 Stunden als Fünfzehnter das Ziel von Kirchbichl und holte den 3. Platz seiner Altersklasse.
Moritz Sanoner war für seinen ersten Formtest zum 34. Internationalen Triathlon
Kirchbichl gereist und startete in Vorbereitung auf den Ironman Kopenhagen über
die Sprintdistanz. Nach einem soliden Schwimmen über 750 Meter und schnellen 20
km Radsplit konnte der 28-Jährige sein Rennen leider nicht erfolgreich ins Ziel
bringen. Nachdem ihm ein Streckenposten den falschen bzw. gar keinen Weg
angezeigt hatte, bemerkte Moritz seinen Fehler zu spät, um den Wettkampf noch
ordentlich ins Ziel bringen zu können.
Im italienischen Bibione noch
auf den Start verzichtet, startete Stefan Drexl beim Triathlon
Kirchbichl 2019 über die Sprintdistanz. Mit der viertschnellsten Schwimmzeit
aus dem Wasser, kam der Münchner dann sogar als Zweiter von der Radstrecke. Auf
der bergigen Laufstrecke konnten dann nur noch drei verdammt flinke
Ligatriathleten passieren, so dass Stefan in 1:03 Stunden in den Top
Five die Ziellinie querte und die Altersklasse M40-50 mit grossem Vorsprung
gewann.
Fünf unserer Triathleten waren am Sonntag, 02. Juni 2019 in das bayerische Oberland gereist, um am wunderschönen Kirchsee im Rahmen des Tölzer Triathlon 2019 auf den verscheidenen Distanzen zu starten. Ausgesoprochen überragend war dabei die Leistung von Jan Böttcher, der in 2:07 Stunden den 4. Platz gesamt erreichte. Die einzige Triathletin am Start von Tölz, Maria Erdmann, wurde Zweite ihrere Altersklasse und lief als zwölfte Frau ins Ziel von Bad Tölz.
An der Ruderregatta München
wagten sich am Donnerstag, 30. Mai bei frischen 16,5 Grad Wassertemperatur zwei
unserer Athleten auf die 4000 Meter lange Schwimmstrecke im Rahmen des
Langstreckenschwimmen München 2019
Am Sonntag, 26. Mai stand für Christine
Pietzner bereits der zweite Wettbewerb und das erste Highlight der frischen
Triathlon Saison 2019 auf dem Rennkalender. Die 26-Jährige erreichte beim IRONMAN 70.3
St. Pölten 2019 mit ungünstigen Voraussetzungen den glücklichen 3. Platz ihrer
Altersklasse und die Top Ten gesamt bei den Frauen.
Am vergangenen Wochenende 18./19.
Mai 2019 waren wieder einige unserer Triathleten am Start verschiedener
Veranstaltungen und haben erfolgreich das Ziel über unterschiedliche Distanzen
erreicht.
Challenge Heilbronn 2019
Im Rahmen der Challenge Heilbronn ist Christian Teufel am 19. Mai auf der Kurzdistanz gestartet und hat in 2:30 Stunden den 106. Platz Gesamt und Platz 13 seiner Altersklasse erreicht.
Andreas Kipf und Christoph Höller sind am Sonntag beim Triathlon Deggendorf über die Kurzdistanz gestartet. Christoph erreichte als Dreizehnter seiner Altersklasse auf Platz 41 Gesamt in 2:20 Stunden das Ziel, knapp sechs Minuten vor Andreas (16. AK / 61.).
Jarit Lötz war in seiner Heimat Nordrhein-Westfalen und am Start der Triathlon Oberliga Nord in Gütersloh für das Ligateam SG Triathlon Witten. In 1:54 Stunden lief Jarit auf den 11. Platz Gesamt und gewann mit seiner Mannschaft das Rennen über die Kurzdistanz.
Im italienischen Bibione startete Simon Drexl am vergangenen Sonntag in die Triathlon Saison 2019. Beim ersten Stopp der stark besetzten Volkswagen TriO Serie rannte Simon in 58:28 Minuten über die Sprintdistanz mit Windschatten Freigabe auf Platz 11 Gesamt und den 4. Platz seiner Altersklasse.
Am Sonntag, 05. Mai 2019 sind
die ersten Triathleten beim Duathlon Krailling und bei der Challenge Riccione
in die Saison 2019 gestartet und haben durch starke Leistungen überzeugt.
Duathlon Krailling 2019
Chrissi Pietzner holte sich nur eine Woche nach dem Trainingslager den Gesamtsieg über die Sprintdistanz der Frauen beim 26. Duathlon Krailling. Das bedeutete zugleich den ersten Gesamtsieg überhaupt der 26-jährigen Triathletin.
In die Top Ten rannte Jan Böttcher nach starkem Bike-Split und damit auch auf das Podium der Bayerischen Meisterschaft über die Kurzdistanz. Platz 3 und das ohne Schwimmen ist eine Vorwarnung für die Konkurrenz der AK25.
Im italienischen Riccione hat David Keller neben Pizza und Pasta gleich einmal eine Mitteldistanz zum Auftakt der Triathlon-Saison verspeist. Die 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen absolvierte David in 4:57 Stunden erreichte als 16. der AK30 (77. Gesamt) das Ziel bei der Challenge Riccione 2019. Frederic Funk holt nach 2018 erneut Platz 2.
Am Sonntag, 26. Mai stand für Christine Pietzner bereits der zweite Wettbewerb und das erste Highlight der frischen Triathlon Saison 2019 auf dem Rennkalender: Der IRONMAN 70.3 St. Pölten.
Die Freude auf die erste Mitteldistanz des Jahres war gerade nach dem intensiven Trainingcamp in der Toskana und dem Sieg zum Saisonstart beim Duathlon Krailling gross. Allerdings plagte bereits am Freitag und Samstag eine starke Migräne unsere Athletin, so dass Chrissi die letzten Einheiten nur ‚solala’ trainieren konnte. Als ob das nicht genug war, kam in der Nacht vor dem Rennen noch Übelkeit dazu – im Grunde keine guten Vorraussetzungen für einen Start.
Mit gedämpften Erwartungen an den Start
Nach einer kurzen Nacht mit nur zwei Stunden schlaf klingelte bereits um 4 Uhr der Wecker. Zur Überraschung waren weder von den Kopfschmerzen noch von der Übelkeit mehr etwas zu spüren. Die 26-Jährige entschied sich deshalb zu starten, auch wenn die Erwartungen natürlich zeimlich gedämpft waren: „Jedes andere Rennen hätte ich unter diesen Vorraussetzungen wahrscheinlich abgesagt, aber St. Pölten war mir einfach wichtig!“
Es lief für Chrissi überraschen gut vom Start weg, insbesondere die 1,9 km Schwimmen waren sehr gut und auch auf dem Rad hatte Chrissie gute Beine – nur der Magen rebellierte. Zu klebrigen Gels oder sattdessen flüssigen Kohlenhydraten führte leider kein Weg hin. Es war ein Rennen gegen die verbliebenen Energiereserven.
Glückliches Finale beim IRONMAN 70.3 St. Pölten
Der Wechsel in die Laufschuhe lief reibungslos und bis Kilometer acht relativ flüssig, wenn auch verhalten. Die letzten verbleibenden 13 Kilometer wurden dann jedoch mehr ein Kampf gegen den Magen. Der boykottierte jeglichen Versuch der Nahrungsaufnahme, was natürlich zunehmend in einen Kräfteverlust resultierte. Mit gedrosseltem Tempo rannte Chrissi dennoch weiter, an eine DNF war nicht zu denken. So erreichte sie glücklich dennoch den 3. Platz ihrer Altersklasse beim IRONMAN 70.3 St. Pölten 2019 und die Top Ten gesamt der Frauen. Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!
Als letztes Jahr der neue IRONMAN 70.3 Slovenia verkündet wurde, hatte Jakob Heindl nicht lange gezögert und sich sofort für die Mitteldistanz angemeldet. Die neue Mitteldistanz von IRONMAN 70.3 sollte Ende September an der slowenischen Mittelmeerküste in Koper stattfinden. Ich hatte einerseits Lust meine Triathlonsaison etwas in die Länge zu ziehen und in einem, für den Urlaub geeigneten Land zu beenden, schliesslich ist bei uns in Bayern normalerweise schon Anfang September Schluss mit den großen Wettkämpfen. Andererseits war natürlich eine weitere Qualifikation für die IRONMAN 70.3 WM verlockend, die 2019 in Nizza ausgetragen wird. Somit war der IRONMAN 70.3 Slovenia auch der geplante Höhepunkt meiner zweiten Saisonhälfte 2018.
Nach einer bislang sehr gut verlaufenen Saison und der Tatsache, dass ich lange nach meiner Anmeldung für den IRONMAN 70.3 Slovenia feststellen musste, dass mein Examen 2019 wohl keinen Start bei der IRONMAN 70.3 WM in Nizza zulassen würde, war ich die Tage vor dem Wettkampf relativ entspannt. Ich machte mir keinen Druck und wollte einfach „schaun, was geht“. Die Anreise am Donnerstag vor der Mitteldistanz war stressfrei und ich konnte die letzten Einheiten nach Plan absolvieren. Die Vorfreude stieg und wurde auch dadurch nicht gebremst, dass mit der Radstrecke eine echte Herausforderung durch das bergige Hinterland Sloweniens auf die Teilnehmer wartete und die Wetteraussichten zudem mäßig waren.
STARKE SCHWIMMLEISTUNG BILDET DIE BASIS
Nach der mittlerweile morgendlichen Wettkampfroutine erfolgte Sonntag Früh um 8 Uhr der Rolling-Start und nach dem Sprung ins Wasser ging es auf die 1900 Meter lange Schwimmstrecke im Hafenbecken von Koper. Als schlechten Schwimmer galt für mich, wie immer volles Risiko und zu hoffen, dass die Arme das Tempo bis zum Schluss einigermaßen halten können. Zu Gute kam mir hier, dass Neoprenanzug erlaubt war und sich der Wellengang in Grenzen hielt. Das Wetter war zum Glück weniger schlimm als erwartet. Nach dem Ausstieg standen 31 Minuten für 2050 Meter auf meiner Uhr, die Zeit war für die Distanz wirklich ordentlich! (Anm. d. R.: vorausgesetzt die GPS Uhr misst im Wasser richtig) Hätte ich mich aber wieder einmal in Schlangenlinien durch den Kurs bewegt, hätte das natürlich wenig bedeutet. Von vielen Athleten konnte man im Nachhinein jedoch hören, dass die Strecke wohl wirklich ein gutes Stück zu lange bemessen war.
KREATIVE RENNGESTALTUNG VERHINDERT FLUCHTVERSUCH
So fand ich mich nach dem ersten Wechsel in einer ungewohnten Situation auf dem Rad wieder. Normalerweise überhole ich zu Beginn des Radfahrens ziemlich viele Starter mit relativ großer Geschwindigkeitsdifferenz, diesmal jedoch war ich bereits nach 20 Kilometern gemeinsam mit einem Österreicher schon recht einsam auf der Strecke. Zu Beginn der „Bergetappe“, nach etwa einem Drittel der 90 Kilometer langen Radtrecke konnten wir noch eine Hand voll schneller Schwimmer einfangen. Das Tempo am ersten Anstieg war mir allerdings zu hoch, die Wattleistung ohnehin schon überdurchschnittlich. Vor dem Hintergrund, dass anschliessend noch ein Halbmarathon zu laufen war, wollte ich geduldig mein eigenes Rennen fahren.
Wenig später mussten einige für ihr hohes Tempo Tribut zollen und platzten. Irgendwann befand ich mich mit einem Polen und einem Slowenen auf der Strecke, die mit mir zusammen letztendlich das Podium belegen sollten. Der spätere, polnische Sieger war leider recht kreativ in der Auslegung der Windschattenbox. Ich hätte gerne eine Flucht nach vorne angetreten, doch das war für mich zu diesem Zeitpunkt des Rennens einfach nicht mehr möglich. Als Sechster erreichte ich die zweite Wechselzone und wusste nicht so recht, was nach der kräftezehrenden Radstrecke für den abschliessenden Halbmarathon noch zu erwarten war.
Mit Verlassen der Wechselzone musste ich mich deshalb schon bremsen, denn die vor mir liegenden Athleten liefen deutlich zu schnell an. Die Stimmung in Koper motivierte und spornte zu einem zügigen Auftakt der dritten Disziplin. Mir war klar, dass ich höchstens eine Pace von 3:40 min / km auf 21 Kilometer laufen darf, um am Ende nicht auch zu platzen. Den Lauf mit 3:20 min / km anzugehen, das wäre hier einfach sinnfrei gewesen. So tat sich bis zum ersten Drittel des Halbmarathons wenig und ich lief mit einem konstanten Tempo weiterhin an Position sechs. Doch dann begannen die ersten Athleten vor mir zu straucheln und ich konnte relativ bald zwei überholen und mich auch zügig absetzen. Gemeinsam mit dem Slowenen erreichten wir das nahegelegene Izola.
Der Pole war längst enteilt und wir liefen konstant an Position drei beziehungsweise vier. Auf einer langen Gerade konnte wir dann den Österreicher vor uns sehen, der eigentlich mit fünf Minuten Vorsprung vom Rad wechselte. Das motivierte mich natürlich und ich konnte den Slowenen distanzieren um mir den Österreicher zu schnappen und zu überholen. Jetzt war ich an zweiter Position unterwegs und die letzten Rennkilometer der Saison waren ein überwältigender Lauf. Ich war absolut am Anschlag aber die vielen Zuschauer am Streckenrand beflügelten so sehr, dass ich als Zweiter ins Ziel laufen konnte.
IRONMAN 70.3 SLOVENIA VORBILDLICH ORGANISIERT
Auch wenn keine Profis am Start des IRONMAN 70.3 Slovenia waren, so habe ich mit solch einer Platzierung absolut nicht gerechnet und der anschließende Urlaub mehr als verdient. Der europäische Triathlonkalender hat mit dem IRONMAN 70.3 Slovenia eine fabelhafte Veranstaltung hinzugewonnen, die sich Organisation, Strecken, engagierte Helfer und Stimmung betreffend, wirklich sehen lassen kann. Wir sehen und hören uns in der Saison 2019!
NAME / NAT / RANK / SWIM / BIKE / RUN / FINISH
Rajca, Michal / POL / 1 / 00:31:25 / 02:24:39 / 01:18:36 / 04:18:52
Heindl, Jakob / DEU / 2 / 00:30:54 / 02:24:37 / 01:21:14 / 04:21:10
Klancnik, Janez / SVN / 3 / 00:28:50 / 02:27:35 / 01:21:40 / 04:22:01
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-0923-TRI-M-70.3-Slovenia-JH-Zielx1920TTL.jpg12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2018-10-12 01:59:102018-10-12 02:05:55IRONMAN 70.3 SLOVENIA 2018 Jakob Heindl rennt auf Platz 2
Am 24. Juni stand mit dem Triathlon Chiemsee für unseren Triathleten Jakob Heindl das erste Highlight der noch jungen Saison 2018 über die Mitteldistanz auf dem Programm. Der 25-Jährige war fleißig in seiner Saisonvorbereitung und hatte sich zu Recht einiges für die anspruchsvolle Strecke durch den Chiemsee und das Chiemgau vorgenommen. Im Blogazine beschreibt Jakob seinen persönlichen Rennverlauf bei der Triathlon Chiemsee Mitteldistanz 2018 . . .
Gefühlt hatte ich erst kürzlich meine Saisonplanung mit den gesamten Anmeldungen gemacht und jetzt stand ich bereits am Start meines ersten Hauptwettkampfes, der Mitteldistanz des Triathlon Chiemsee 2018. Wie fast jedes Jahr vergingen die letzten Wochen und Monate zu schnell, so dass die Vorbereitungszeit einmal mehr deutlich zu kurz schien. Dennoch konnte ich alle wichtigen Trainingseinheiten im Vorfeld absolvieren und schon einige gute Wettkampfergebnisse einfahren, unter anderem den bayerischen Meistertitel im Duathlon und den 3. Platz in Ingolstadt auf der Triathlon Kurzdistanz.
DIE BASIS: EINE SOLIDE SCHWIMMLEISTUNG
Ergänzend zu meinem Training in allen drei Disziplinen habe ich meine Ernährung am Wettkampftag und in der Wettkampfwoche den Vorgaben meines Trainers Stefan Drexl angepasst. Das hat natürlich meine Erwartungen an ein erfolgreiches Rennen und ein gutes Ergebnis zusätzlich gesteigert. Die Motivation war also groß!
Der Triathlon Chiemsee 2018 präsentierte sich wie jedes Jahr auch perfekt organisiert und die Veranstaltung glänzte mit einem namhaften Starterfeld. Ein Resultat in den Top 10 auf der Mitteldistanz war zwar eine große Herausforderung, in meinen Augen aber nicht undenkbar. Das Wichtigste war es deshalb, mit dem Startschuss um 9:00 Uhr eine möglichst solide Schwimmleistung abzurufen, um den Rückstand mit der Auftaktdisziplin im Rahmen zu halten.
ÜBERRASCHENDE SCHWIMMFÜHRUNG FÜR JAKOB HEINDL
Ich stellte mich also an den rechten Rand des Starterfeldes, um etwas mehr Platz zu haben und um mich aus der anfänglichen „Waschmaschine“ rauszuhalten. Es folgten der Startschuss und dann das für mich Unfassbare. Für kurze Zeit führte ich das Rennen tatsächlich an, denn das Wasser war rechts länger flach und ich konnte somit am weitesten hineinlaufen. Natürlich behauptete ich diese Position nur kurz Zeit und sah schon bald die richtig schnellen Schwimmer und Profis zu meiner Linken vorbeiziehen. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich wohl im Wasser, ich konnte mich aus den großen Tumulten raushalten und meinen Rhythmus gut durchschwimmen. Der Chiemsee zeigte sich zudem von seiner freundlichen Seite bei optimalen Wetterbedingungen und so stieg ich nach 32 Minuten und 2000 Metern aus dem etwas über 21 Grad warmen Wasser.
Der Abstand auf meine direkten Konkurrenten war damit nicht allzu groß und so galt es jetzt meine Stärke auf dem Rad gut auszuspielen. Konzentriert konnte ich auf dem abwechslungsreichen Rundkurs meinen Druck aufs Pedal bergauf ebenso wie bergab konstant hoch halten. Schon in der ersten von zwei Runden konnte ich einige Triathleten überholen, die für gewöhnlich in meinem Leistungsbereich einzustufen waren. Das motivierte natürlich und gegen Ende der 80 Radkilometer lag ich an aussichtsreicher Position, so dass ich mir mit einem ordentlichen Halbmarathon ein durchaus gutes Ergebnis ausrechnete.
Der Übergang vom Radfahren zum Laufen nach dem zweiten Wechsel ist für mich einer der spannendsten Momente im Triathlon. Es gibt Tage, an denen fliegst du regelrecht aus der Wechselzone und dann gibt es Tage, an denen man am liebsten in Schrittgeschwindigkeit wechseln möchte. Doch diesmal war mein Gefühl eher in der ersten Kategorie anzusiedeln. Es lief sogar so gut, dass ich mich anfangs zügeln musste, um nicht zu überziehen, zumal viele meiner Bekannten zum Anfeuern gekommen waren, was zusätzlich motivierte.
REALITÄT AN DER BELASTUNGSGRENZE
Mit dem dritten Kilometer war ich dann aber wieder in der Realität. Mein Oberschenkel krampfte immer wieder, was ich aber zum Glück jedes Mal rauslaufen konnte, ohne erheblich mein Lauftempo drosseln zu müssen. So spulte ich Meter für Meter, Runde für Runde meine Kilometer mit einer 3:50er Pace ab. Mit der dritten Runde wurde es dann allerdings noch einmal richtig hart. Man läuft ohnehin an der Belastungsgrenze und hat im Hinterkopf auch stets den Gedanken, dass es irgendwann gar nicht mehr geht. Aber heute lief es und das Tempo wurde auch in der letzten von vier Runden unwesentlich langsamer. Ich machte kontinuierlich Plätze gut und konnte bis wenige Kilometer vor dem Ziel noch einige Triathleten einsammeln.
Nach 3:58 Stunden lief ich dann tatsächlich und auch etwas überrascht als gesamt Zehnter durchs Ziel in Chieming und war damit nicht nur der zweitschnellste Amateur, sondern auch der Sieger in meiner Altersklasse. Top Ten in solch einem Starterfeld! Dennoch, vor diesem Hintergrund und angesichts der für mich starken Zeit über eine Mitteldistanz – das Rennen hätte heute keinen Meter länger sein dürfen – ist meine Bewunderung für die Profis umso größer. Markus Fachbach, der Sieger der Triathlon Chiemsee Mitteldistanz war an diesem Tag noch einmal 16 Minuten schneller, dicht gefolgt von Horst Reichel. Für mich sind solch starken Leistungen unvorstellbar. Sollte es sich wieder ausgehen, dann möchte ich auch 2019 wieder versuchen, meinen Abstand zu den Schnellsten so gering wie möglich zu halten, vielleicht sogar wieder ein bisschen zu verkürzen.
Ich freue mich jetzt auf etwas Erholung, um dann schnell wieder in ein geregeltes Training einzusteigen. Ich bin schon sehr auf meine nächsten Wettkämpfe gespannt.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2018/07/2018-0624-TRI-M-Chiemsee-JHeindl-419954298880_n_x1024.jpg6921024Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2018-06-28 01:30:592018-09-10 23:47:03TRIATHLON MITTELDISTANZ Jakob Heindl am Chiemsee in den TOP 10
Mit der schnellsten Schwimmzeit des Tages und einem beherzten Rennen läuft Sven Pollert in die Top 5 auf der Triathlon Mitteldistanz im schwäbischen Lauingen. Der 25-Jährige holt sich am Sonntag, 17. Juli damit auch den eiss umkämpften dritten Platz seiner starken Altersklasse bei den Bayerischen Meisterschaften 2018.
Nach nur 27:11 Minuten und etwa 2100 Meter schwimmen durch den Auwaldsee, stieg Sven als Führender auf sein Zeitfahrrad. Auf der Ersten von vier Radrunden über die knapp 80 km langen und flachen Strecke führte er das Feld zunächst an, fiel dann aber in der zweiten Runde auf den zweiten Platz zurück. In Runde drei wurde Sven, der für den SC Prinz Eugen München startet, dann noch vom tagesschnellsten Radfahrer, Michael Keppler überholt. Unbeeindruckt vom Tempo des Memmingers blieb Sven in regelkonformem Abstand am Hinterrad des späteren gesamt Zweitplatzierten. Gemeinsam absolvierten sie schließlich die letzte Runde. Mit einer schnellen Radzeit von 01:55:02 Stunden – knapp Ø 42 km/h – erreichte Sven als Dritter die zweite Wechselzone.
Es folgte die dritte Disziplin: Der Halbmarathon. Die kurvige und teilweise anspruchsvolle Laufstrecke durch die Lauinger Altstadt und entlang der Donau galt es erneut vier mal zu laufen. Das hohe Tempo der zweiten Disziplin hatte viel Energie gekostet und so musste Sven nach der Hälfte der Distanz seinen ersten Verfolger vorbei lassen. Die Kärfte schwanden allmählicht, dennoch war das Tempo weiterhin hoch. Nur einen Kilometer vort dem Ziel kam dann noch Leo Mattis von hinten angeflogen, dem Sven diesmal leider nichts mehr entgegensetzen konnte. Mit 01:20:43 Stunden über die Halbmarathondistanz rannte Sven dennoch auf den 5. Platz gesamt und finishte mit einer Gesamtzeit von 3:42:57 Stunden. Angesichts dieses Ergebnisses unter den Top 5 und der starken Leistung in allen drei Disziplinen war dies ein erfolgreicher Test für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft im September in Port Elizabeth, Südafrika. Zugleich holte sich Sven mit diesem Ergebnis den dritten Platz der Bayerischen Meisterschaft 2018 der Triathlon Mitteldistanz in seiner Altersklasse AK 25
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2018/06/2018-0617-TRI-Lauingen-SPollert-01_Swim-x1920TTL.jpg12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2018-06-24 10:00:222018-07-04 10:51:37TRIATHLON MITTELDISTANZ Sven Pollert mit Top 5 Resultat in Lauingen
THIRD TIME IS A CHARM – ALLE GUTEN DINGE SIND DREI – und so sind’s jetz nur noch Tage bis zum IRONMAN Vichy 2017. Die vergangenen acht Wochen waren sehr intensiv, wie sich’s eben gehört vor einer Langdistanz und besonders erlebnisreich. Mit den beiden traditionellen Triathlonrennen in Karlsfeld und Erlangen war ich im Juli auf der Kurzdistanz und Mitteldistanz am Start. Im August ging’s dann mit dem Rennrad in die Berge nach Südtirol, in die Schweiz und Österreich. Neben langen Trainingseinheiten habe ich noch viele Höhenmeter über manchen legendären Alpenpass, wie den Jaufenpass und das Timmelsjoch, sowie den Ofenpass und das Stilfser Joch für den Feinschliff und mentale Stärke gesammelt.
Seit Mittwoch sind wir in der Auvergne, dem Herzen Frankreichs angekommen und es scheint als war die Langdistanz 2016 erst gestern und 2015 letzte Woche. Same same, but different! Wir haben bei unserer Ankunft das gleiche Wetter mit strahlend blauem Himmel, den selben heissen Temperaturen von 34 Grad Celsius und sind sogar im gleichen Zimmer untergebracht. Die verbleibende Zeit bis Sonntag Morgen heisst es jetzt Beine hoch legen und erholen, kühlen Kopf bewahren und gute zu essen.
IN KARLSFELD MIT STARTNUMMER ZWEI ALS ZWEITER AUS DEM WASSER
Das zehnte Mal in Folge war ich in diesem Jahr beim Triathlon Karlsfeld über die Kurzdistanz am Start. Das bescherte mir von Veranstalter Dieter Asböck zu meiner Freude überraschend die Startnummer zwei und das sogar vor Triathlonprofi Johannes Moldan. Natürlich wollte ich zumindest über die 1500 Meter Schwimme im 21,5 Grad warmen Karlsfelder See dem etwas gerecht werden und so kam ich als Zweiter hinter Profi Moldan mit nur 44 Sekunden Abstand aus dem Wasser. Durch mein fehlendes Tapering in der Vorwoche fehlten über die 45 Kilometer auf dem Rad noch ein paar Prozent Druck in den Beinen und so war durch die übermässig verbrauchte Energie zusammen mit den schwülen Temperaturen auf den 10,5 Kilometern nur noch an ein flottes auslaufen zu denken.
Es reichte mir immerhin noch zu einem 2. Platz in meiner Altersklasse und ich konnte nach diesem Rennen zumindest hinter die Auftaktdisziplin einen Haken setzen. Besonders habe ich mich an diesem Tag aber für meinen Athleten Jakob Heindl gefreut, der mit einem zweiten Platz gesamt hinter Johannes Moldan seine starke Rad- und Laufform demonstriert aber endlich auch gute Schwimmleistung abgeliefert hat.
LETZTER TEST AUF DER MITTELDISTANZ HINTERLÄSST FRAGEZEICHEN
Vierzehn Tag darauf sind wir kurz entschlossen noch nach Erlangen, um über die Mitteldistanz des Erlanger Triathlon zu starten. Im Jahr 2015 wurde ich dort gesamt Vierter. Angesichts meiner Vorbereitung auf den IRONMAN Vichy 2017 und dem diesmal sehr starken Teilnehmerfeld war im Grunde im Vorfeld klar, dass eine solch tolle Platzierung nur mit viel Glück drin sein würde. Ich wollte aber einerseits wissen, was auf dem Rad möglich ist, denn im Radlabor München habe ich mit Pascal noch einmal die Sitzposition optimiert. Andererseits wollte ich ein Gefühl für die geplante IRONMAN-Pace bekommen und den Halbmarathon entsprechend laufen. Aus dem Main-Donau-Kanal kam ich schließlich nach 28:15 Minuten über 2000 Meter und bin als Sechster auf den Sattel meines Zeitfahrrades geschwungen.
Mit einer durchschnittlicher Speed von 38,8 km/h über die zwei Radrunden mit 80 Kilometer habe ich schließlich an Position 14 in die Laufschuhe gewechselt. Für die 21 Kilometer habe ich natürlich vorher Laufsocken angezogen, auch um den Wechsel und Ablauf für die Langdistanz zu üben. Doch schon nach wenigen Kilometern haben sich meine Füsse ähnliche wie zuletzt in Lauingen angefühlt und die Fusssohlen zu brennen begonnen, trotz anderer Socken. Ich versuchte es so lange wie möglich zu ignorieren, an den Verpflegungsstellen ging ich ein paar Meter obwohl es muskulär und energetisch keinen Anlass gab. Das linderte zwar diesen brennenden Schmerz aber kostete auch Zeit und Platzierungen. Nach der Hälfte des Halbmarathons nahm ich raus, um die Gefahr einer Verletzung oder Muskelverhärtung zu vermeiden, schließlich wollte ich meine großes Ziel nicht gefährden. So wurde erneut Zweiter meiner Altersklasse und konnte zumindest hinter die zweite Disziplin jetzt auch einen Haken setzen.
REGEN BRINGT SEGEN UND MENTALE STÄRKE
Nach einer Woche der Regeneration bin ich für ein intensives Radwochenenden ins Zillertal gefahren, um unter anderem meinen Freund Moritz wieder zu treffen. Intensiv waren bei der Hinfahrt am Freitag von München über 180 Kilometer mit Valepp, Spitzing und Thiersee weniger die Berge und die Hitze als die abschliessenden 60 Kilometer im Regen. Die erste Einheit im Sinne mentaler Härte. Nachdem wir komplett durchgespült Stumm im Zillertal erreicht haben, war die Schwimmeinheit damit auch absolviert.
Am Samstag habe ich mir dann bei Sonnenschein und erneut warmen Temperaturen das Triple der Stauseen am Talende vorgenommen. Nach Schlegeis mit bis zu 14 Prozent Steigung und Zillergrund mit zwölf lies ich das Stillup aufggrund des Wetterumschwungs lieber links liegen und ersetzte es mit 20 Kilometer im Wettkampftempo zurück zur Unterkunft. Nur fünf Kilometer vor dem Ziel wurde dann aus ein paar Regentropfen das heftigtste Gewitter des Jahres im Zillertal mit Überflutungen und zahlreichen Muhrenabgängen. Auf dem kurzen Heimweg wurde ich genauso nass wie tagszuvor. Nach einem Halbmarathon im Dauerregen am nächsten Tag wurden wir am Montag endlich mit durchgängi Sonnenschein und moderaten 22 Grad belohnt, die wir nach einer frühen Schwimmeinheit für eine Tour nach Brandenberg und zu den Reintaler Seen nutzen. So haben wir in vier Tagen dennoch zwölf Kilometer im Wasser, 400 Radkilometer, 40 Kilometer laufen, wenn auch meist in nassen Schuhen zurück gelegt. Ganz besonders aber hat’s den Kopf gewaschen und den Willen gestärkt.
DIE KÖNIGSETAPPEN ZU TIMMELSJOCH UND STILFSER JOCH FÜR DAS I-TÜPFELCHEN
Das Beste zum Schluss, mit dieser Philosophie bin ich für zwei der letzten Radeinheiten wieder einmal ins zauberhafte Südtirol gefahren. Mit der ersten stabilen Wetterlage über dem Alpenhauptkamm habe ich mir die große Rundtour des Ötztaler Radmarathons vorgenommen. Die Strecke von Zirl im Inntal über Axams zum Brennerpass, von Sterzing über den Jaufenpass (2094 m) ins Passeiertal und dann hinauf zum Timmelsjoch hat nicht nur mehr als 5000 Höhenmeter sondern einen vielseitig hochalpine Landschaft um die Ötztaler Alpen zu bieten. Wir waren an diesem Sonntag leider etwas zu spät gestartet, so dass wir aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr das Kühtai mitnehmen konnten und das Ziel Ötz am Ende des Tals war. Dieses war der erste Streich, …
… der Zweite folgte mit dem Stilfser Joch zwei Tage später zugleich. Was mir 2016 noch wegen eines Wetterumschwungs verwehrt war, das war mir in diesem Jahr endlich möglich. Vom Startort Glurns gings als erster auf den Ofenpass (2149 m) hinauf und dann hinunter Richtung Zernez ab vorher rechts ab durch den Tunnel nach Livigno.
Weiter über den Passo d’Eira und Passo di Foscagno hinüber nach Bormio von wo es schließlich über 36 Kehren auf 22 Kilometern mit durchschnittlich 12% Steigung zum Stilfser Joch auf 2757 m hinauf ging, dem zweithöchsten asphaltierten Alpenpass nach den Col de l’Iseran. Nach zwei Cappuccini rollte es dann über die legandäre Südrampe wieder hinunter ins Vinschgau nach Prad und zurüch nach Glurns.
Mit diesen beiden letzten, wunderbaren Touren und den Wochen zuvor mit Zillertal, Erlangen und Karlsfeld war alles getan, was zu tun war und ich begann mit dem Tapering für meinen dritten IRONMAN Vichy 2017. Es gab bisher keinerlei Verletzungen, keine Stürze und erneut ein Jahr, eine Saison ohne Krankheiten und in bester Gesundheit dank der optimalen Balance von Work, Life und Training.
Nur wenn Belastung und Erholung stets optimal an den persönlichen Gegebenheiten angepasst sind, wenn Gleichgewicht und Wohlbefinden stimmen, nur dann ist man in der Lage durch ein individuelles Training, mit der richtigen Ernährung und mit etwas Disziplin seine persönlichen Ziele erfolgreich zu erreichen.
Ich habe in den vergangenen acht Monaten sehr viele neue Erfahrungen sammeln können, lange Bewährtes hinterfragt, einiges Neues ausprobiert, manche Dinge wieder verworfen und manches etabliert. Ich habe auf meinem langen Weg im Wasser, auf dem Rad und zu Fuss wieder eine Menge dazu gelernt, tolle Gespräche geführt und neue Freunde gewonnen. Einige Athleten haben meinen Weg gekreuzt und mich begleitet, mancher kurz und andere länger, doch alle haben daran irgendwie Teil gehabt..
Das Ziel, es war das Gleiche, aber der Weg war ein anderer. Nur wer neue Wege geht, der kann eigene Spuren hinterlassen und neue Erkennntnisse gewinnen. Drei Tage vor meiner dritten Langdistanz haber ich dieses erste Ziel bereits erreicht und kann am kommenden Sonntag noch einen Punkt dahintersetzen. Keiner weiss, wie es ab 6:50 Uhr morgens laufen wird, was der Tag alles bringen wird. Aber eines ist gewiss, ich werde wieder eine Menge lernen und bin allen dankbar, die mich dabei unterstützt haben. DENN ERFOLG IST KEIN ZUFALL UND DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS!
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2017/09/2017-0815-CYCL-Stilfser-Joch-IMG_1619x1920px.jpg12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2017-08-24 03:00:032017-09-28 17:07:57IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3
RACEWEEK, sieben Tage vor dem Saisonkracher, dem IRONMAN Vichy 2017 und der Blick zurück, zeigt mir klar und deutlich, welche langen Weg man zurückgelegt und großartiges erlebt hat. Nach dem Trainingscamp in der Toskana und drei Wochen Regeneration startete Mitte Mai endlich die Triathlon Saison und damit die zweite Vorbereitungsphase auf den IRONMAN Vichy 2017. Einmal mehr war der legendäre Heidesee Triathlon des DTU Jugend Cups und für Simon der erste nationale Formtest. Für mich war die Kurzdistanz im badischem Forst der Auftakt einer fünfwöchigen Wettkampfphase an dessen Ende die Triathlon Mitteldistanz Lauingen mit dem Sieg meiner Altersklasse stand. Im darauf folgenden Trainingsblock waren große Umfänge in allen drei Disziplinen und knackige Intervalle auf dem Trainingsplan, die wir unter anderem im Chiemgau und Tirol absolvierten. Mit dem Karlsfeld Race und der Mitteldistanz des Triathlon Erlangen konnte ich diese harte Trainingsphase erfolgreich abschliessen. Seven Days, one Week to go!
Die legendäre Kurzdistanz des Heidesee Triathlon haben in der Vergangenheit zahlreiche Profis als ersten Formtest der jungen Saison genutzt. Darunter der neunmalige Ironman Gewinner Timo Bracht oder Thomas Hellriegel, Hawaii Sieger 1997 und der Ironman Weltmeister 2014, Sebastian Kienle. Mit Horst Reichel stand 2017 wieder ein deutscher Triathlon-Profi am Start und das ist natürlich immer zusätzliche Motivation. Für Simon jedoch war zuvor der Start des DTU Jugend Cups in dem er erstmals mit den Junioren ins Rennen ging.
Als einer der schnellsten Schwimmer war die Erwartung natürlich groß, unseren frisch gebackenen, 18-Jährigen Sohn wieder mit der ersten Gruppe aus dem Wasser kommen zu sehen. Dem wurde der bayerische Meister von 2016 auch voll gerecht, doch wie sich die Sprintdistanz der Junioren dann entwickelte, damit hatte keiner gerechnet. Den Race Report zum Saison-Opening 2017 am Heidesee kannst Du hier lesen.
Mit insgesamt zwei Sprintdistanzen, zwei Kurzdistanzen und einer Mitteldistanz innerhalb von fünf Wochen war der Start in die Triathlonsaison 2017 recht ordentlich. Fünf Triathlon-Wettkämpfe das reicht für die meisten Athleten schonin einer Saison. Doch meine Teilnahme an einer der Sprintdistanzen, war eher kurzfristig, um das SCPE Triathlon Team als fünfter Mann in der Triathlon Regionalliga Bayern zu unterstützen. Eine sehr intensive Erfahrung mit nachhaltigem Trainingseffekt, wie sich besonders auf der Laufstrecke im Nachhinein herausstellen sollte. Hier der Race Report zum Start in die Triathlon Regional Liga Bayern.
Nach dem Heidesee Triathlon, dem Super- und Teamsprint von Weiden, sowie einer Sprintdistanz in Trebgast war es an der Zeit mich endlich wieder auf den Sattel der Zeitfahrmaschine zu schwingen bevor dann mit der Triathlon Mitteldistanz Lauingen das erste Highlight auf dem Saisonplan stand. Ich suchte mir deshalb kurzfristig noch eine nahegelegene Kurzdistanz und wurde im österreichischen Kirchbichl fündig. Eine Kurzdistanz der besonderen Art, betrachtet man nur die Fakten, aber auch ein besonders gut organisierter Triathlon, der wiederum einige Profis, wie Thomas Steger oder Andreas Giglmayr lockte: 4,5 Runden schwimmen für 1500 Meter, zwei Runden Radfahren à 20 Kilometer mit zweimal 18% Steigung über zwei Kilometer und vier Runden laufen für fast 11 Kilometer mit insgesamt 200 Höhenmetern. Recht knackig nach drei Rennen innerhalb von drei Wochen in den Beinen und als Vorbereitung auf eine durchwegs flache Mitteldistanz im schwäbischen Lauingen.
TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.
WENN DIE SONNE KNALLT UND DER MOTOR QUALMT
Das Schwimmen war entgegen der Erwartungen bei 4,5 Runden ein richtiger Spaß. Natürlich ohne Neopren, denn die Badewanne von Kirchbichl hatte fast 25 Grad. Nach etwas mehr als 330 Metern war stets Landgang und das Publikum hat ordentlich angefeuert. Nach zwei Runden begannen natürlich die Überrundungen, doch dank der disziplinierten Teilnehmer war der Weg aussen herum frei und absolut problemlos. Ich kam als fünfter hinter den Pros aus dem Wasser und nach einem schnellen Wechsel, wie immer, ging’s volldampf zum ersten Mal in den 19-prozentigen Anstieg hinein.
Ich war mir anfangs nicht sicher, ob noch das Wasser vom Schwimmen ins Visier tropfte oder der Schweiß unter dem heißen Helm. Zusätzlich zu den heissen Temperaturen knallte auch die Sonne in den Hang. Dennoch, der Druck auf dem Pedal war ordentlich und auch die zweite Radrunde lief, wie geschmiert. Allerdings hatte ich währenddessen bereits einen Liter meiner Flaschen geleert, ein deutliches Zeichen der schwülen Witterung., schließlich brauchte der qualmende Motor regelmäßig Kühlung. Nach der ersten Laufrunde (2,5 km) war dann der Motor heiß gelaufen und ich nutzte die Verpflegung vor dem Anstieg zur intensiven Kühlung. Dennoch war das mental kein Problem, denn mehr hatte ich ohnehin nicht erwartet und bis dahin war ich richtig zufrieden. Es war zudem ein Platz auf dem Stockerl in der Altersklasse, gesamt der 11. Platz und jetzt etwas Zeit zu regenerieren.
HEISSESR LAUFSTIL IM SCHWABENLAND
Die Triathlon Lauingen war das erste Highlight auf dem Saisonplan, Abschluss der ersten Wettkampfphase. Die Mitteldistanz war zudem ein erster Indikator, um im Juni und Juli an weiteren Stellschrauben für die Langdistanz drehen zu können. Das Teilnehmerfeld über die 2250 Meter Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen ist rund um die schwäbische Klosterstadt zwar übersichtlich aber traditionell stark besetzt. So ist auch Christian Brader wieder am Start um die Schwäbische Meisterschaft gewesen, während Faris Al-Sultan als Läufer einer Staffel auf die Strecke ging und sogar Nicole Leder sich auf die Sprintditanz traute. Thomas Hellriegel musste aufgrund einer Verletzung diesmal leider Absagen.
Es war mein dritter Start in Lauingen und so konnte ich mit einem sehr schnellen Schwimmen über drei Runden à 750 nach 30:51 Minuten erneut als Erster aus dem Auwaldsee, gemeinsam mit Christian Brader steigen. Wir hatten uns in jeder Runde in der Führung abgewechselt und einen satten Vorsprung herausgeschwommen. Von den vier flachen Radrunden war auf den ersten 20 Kilometern noch etwas Müdigkeit in den Beinen, die während der verbeleibenden 60 Kilometern dann wich. Nach zwei Stunden wechselte ich in der 750 Meter langen Wechselzone vom in meine Laufschuhe bevor ich durch die historische Altstadt hinunter entlang der Donau auf die letzten 21 Kilometer lief.
Doch gleich zu Beginn brannten die Fusssohlen und die Laufschuhe schienen zu eng, ein bisher eher seltenes Problem und mir bei dem erfahrungsgemäß optimalen und schon viel eingesetzten Setup unerklärlich. Ich musste ein paar Mal anhalten, die Laufschuhe aus und wieder anziehen, um die Bänder zu lockern, doch es half alles nichts. Das kostet natürlich Zeit und trotz des ständigen Gefühls jederzeit einen Wadenkrampf zu bekommen, lief ich den gesamten Halbmarathon letztendlich mit Feuer unter den Füssen in 1:30 Stunden. Ich möchte nicht wissen, wie der heisse Laufstil ausgesehen hat. Auf den letzten Kilometern konnte ich mir dann zum Glück doch noch den Sieg der Altersklasse sichern und insgesamt den 12. Platz. Christian Brader, auf dem Rad und in den Laufschuhen stark, wie die schwäbsche Eisebahn, hat die Triathlon Mitteldistanz Lauingen 2017 gewonnen. Den Grund meiner brennenden Füsse konnte ich jedoch nicht herausfinden und es sollte mich noch einmal erwischen.
Mit diesem Resultat ging erste einmal in die verdiente Regeneration und Saisonpause. Vier Wochen für Erholung, und Analyse, um die Erfahrungen und Erkenntnisse umzusetzen und im nächsten Trainingsblock an den Stellschrauben zu drehen. Mittlerweile war Sommer in München, noch zehn Wochen bis zum IRONMAN Vichy 2017.
https://www.sugarandpain.de/wp-content/uploads/2017/08/2017-0827-TRI-L-IM-Vichy-PRE-IMG_7474x1920TTL.jpg12801920Stefan Drexl/wp-content/uploads/2024/08/sugar-and-pain-logo.svgStefan Drexl2017-08-21 07:00:132017-09-11 19:52:06IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2
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