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Warum Resilienz neben VO₂max und VLa max im Triathlon leistungsentscheidend ist

Ist Resilienz im Triathlon und Ausdauersport möglicherweise der entscheidendere Faktor für nachhaltige Leistungsfähigkeit als VO₂max oder VLa max?

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, hohe körperliche und mentale Belastungen über einen langen Zeitraum stabil zu tolerieren – im Training wie im Wettkampf. Sie entscheidet darüber, ob ein Athlet seine Leistung über Stunden, Tage oder sogar Jahre hinweg konstant auf hohem Niveau abrufen kann.

Ein Blick auf internationale Wettkämpfe der letzten Jahre zeigt: Erfolgreiche Athleten zeichnen sich nicht nur durch hohe Spitzenwerte aus, sondern durch außergewöhnliche Belastungsstabilität. Sie bleiben über die gesamte Distanz leistungsfähig – und können am Ende sogar noch zulegen.

 

Resilienz im Ausdauersport bedeutet nicht nur Tempohärte. Sie umfasst:

  • metabolische Stabilität
  • muskuläre Widerstandsfähigkeit
  • Regenerationsfähigkeit
  • mentale Belastbarkeit
  • langfristige Trainingsverträglichkeit
TRAINING SCIENCE Resilienz im Triathlon und Ausdauersport / Strukturierte Trainingsplanung mit der richtigen Balance aus Belastung und Erholung / erschöpfte Läuferin (female Runner suffering) © SUGAR & PAIN / AdobeStock

Was bedeutet Resilienz im Ausdauersport?

Resilienz im Triathlon beschreibt die Fähigkeit des Organismus, Trainingsreize und Wettkampfbelastungen zu verarbeiten, ohne dass Leistungsparameter, Immunsystem oder hormonelle Balance nachhaltig beeinträchtigt werden.

Sie entsteht durch das Zusammenspiel von:

  • aerober Kapazität
  • muskulärer Belastbarkeit
  • Stoffwechselstabilität
  • zentralnervöser Regulation
  • Schlafqualität
  • Stressmanagement

Moderne Trainingswissenschaft spricht hier zunehmend von Load Management und Allostatic Load – also der Gesamtsumme aus Trainings-, Berufs- und Alltagsstress.

Resilienz ist damit ein systemischer Leistungsfaktor.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Training und Adaptation: Wie Resilienz entsteht

Resilienz entsteht durch kontrollierte Überlastung mit anschließender Erholung. Nur wenn Trainingsbelastung und Regeneration im Gleichgewicht stehen, kommt es zu positiven Anpassungen.

Ein optimaler Trainingsreiz:

  1. setzt einen ausreichend starken Stimulus
  2. wird vollständig verarbeitet
  3. führt zu struktureller und funktioneller Anpassung

Wird dieser Zyklus dauerhaft gestört, etwa durch zu hohe Intensität, zu geringe Erholung oder zusätzliche Stressoren, steigt das Risiko für:

  • Übertraining
  • hormonelle Dysregulation
  • Infektanfälligkeit
  • Verletzungen

Eine strukturierte, individuell angepasste Trainingsplanung ist deshalb Grundvoraussetzung für resilientes Leistungswachstum.

Nachhaltige Ernährungsstrategien / Avocado Edamame Tuna Bowl © Adobe Stock

Ernährung und Hydration als Resilienzfaktor

Eine gezielte Sporternährung im Ausdauersport verbessert nicht nur die Performance, sondern erhöht auch die Trainingsresilienz.

Aktuelle Erkenntnisse zeigen:

  • Niedrige Energieverfügbarkeit (RED-S) reduziert Anpassungsfähigkeit
  • Chronischer Kohlenhydratmangel kann hormonelle Balance beeinträchtigen
  • Protein unterstützt strukturelle Reparaturprozesse
  • Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungsmodulierend

Individuelle Leistungsdiagnostik, Stoffwechselanalyse und Blutwerte ermöglichen eine präzisere Ernährungssteuerung.

Hydration beeinflusst:

  • Herz-Kreislauf-Stabilität
  • Thermoregulation
  • kognitive Leistungsfähigkeit

Bereits 2 % Flüssigkeitsverlust können die Ausdauerleistung signifikant reduzieren.

Honolulu Marathon 2010: Mit Aloha durch das Blaue Paradies / Suffering is a leck of resilience © stefandrexl.de

Regeneration und Prävention: Resilienz entsteht in der Pause

„Die Form in der Pause.“ – sportwissenschaftlich ist dieser Satz absolut korrekt.

Regeneration fördert:

  • Muskelreparatur
  • Glykogenspeicherung
  • neuronale Erholung
  • hormonelle Stabilisierung

Aktuelle Forschung hebt insbesondere hervor:

  • Schlaf (7–9 Stunden) als zentraler Adaptationsfaktor
  • HRV-Monitoring zur Belastungssteuerung
  • aktive Erholung zur Durchblutungsförderung

Kälteanwendungen zeigen kurzfristige Entzündungsreduktion, sollten jedoch nicht unmittelbar nach intensiven Kraftreizen eingesetzt werden, da sie Anpassungsprozesse abschwächen können.

 

REGENERATION Die Form kommt in der Pause © AdobeStock, SUGAR & PAIN

Mentale Stärke als Bestandteil der Resilienz

Rennen werden nicht nur mit den Beinen, sondern auch im Kopf entschieden.

Mentale Resilienz umfasst:

  • Fokussierung unter Ermüdung
  • Emotionsregulation
  • Umgang mit Rückschlägen
  • Aufrechterhaltung der Motivation

Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass mentale Ermüdung die physische Leistungsfähigkeit direkt beeinflussen kann. Mentales Training ist daher kein Zusatz, sondern Bestandteil systematischer Leistungsentwicklung.

 

Mit High-Speed auf dem Zeitfahrrad durch die Wälder der Auvergne beim IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Mentale Stärke und Motivation spielen eine zentrale Rolle für den Erfolg eines Athleten. Während körperliche Fitness zweifellos eine grundlegende Voraussetzung ist, können mentale Fähigkeiten den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen, insbesondere bei langen und anstrengenden Wettkämpfen wie Marathons, Triathlons oder Ultraläufen. Mentale Stärke und Motivation sind wichtige Faktoren der Resilienz, um fokussiert zu bleiben.

Mentale Stärke beinhaltet die Fähigkeit, sich auf das Ziel zu konzentrieren und trotz Schmerzen, Erschöpfung und negativer Gedanken weiterzumachen. Es umfasst auch die Fähigkeit, Rückschläge zu überwinden, Hindernisse als Chancen zu betrachten und sich selbst zu motivieren, wenn die Dinge schwierig werden.

Motivation ist der Antrieb, der Athleten dazu bringt, ihre Ziele weiter zu verfolgen trotz aller Herausforderungen und Hindernisse durchzuhalten. Die Erhaltung der Motivation ist entscheidend, insbesondere wenn Schwierigkeiten auftreten oder Rückschläge zu verzeichnen sind.

Durch die Verbesserung ihrer mentalen Fähigkeiten können Athleten nicht nur ihre Leistung steigern, sondern auch ein besseres Verständnis ihren Körper und mehr Selbstbewußtsein für ihre Fähigkeiten entwickeln, was langfristig zu sportlichem Erfolg führen kann.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Nach 9:24 Stunden auf dem Buckel ist die ganze Energie auf einen lauten Freudenschrei konzentriert ©stefandrexl.de

Resilienz ist messbar – und trainierbar

Wer seine Leistungsfähigkeit auf der Langdistanz stabilisieren will, sollte nicht nur Trainingsumfänge erhöhen, sondern sein individuelles Belastungsprofil verstehen.

Eine präzise Leistungsdiagnostik zeigt, wie VO₂max, VLa max und Resilienz zusammenwirken – und wo dein größtes Entwicklungspotenzial liegt.

Mehr über individuelle Leistungsanalyse erfahren

 


 

Fazit: Resilienz als ganzheitlicher Leistungsfaktor

Resilienz im Triathlon und Ausdauersport ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus Training, Ernährung, Regeneration, mentaler Stärke und Belastungssteuerung. VO₂max und VLa max definieren das Leistungspotenzial. Resilienz entscheidet, ob dieses Potenzial unter realen Bedingungen abrufbar bleibt. Eine ausschließlich trainingszentrierte Betrachtung greift zu kurz. Nachhaltige Leistungsentwicklung erfordert eine ganzheitliche Strategie.

 

 


 

FAQ – Resilienz im Triathlon und Ausdauersport

Was bedeutet Resilienz im Ausdauersport?

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, hohe Trainings- und Wettkampfbelastungen langfristig zu tolerieren, ohne Leistungsabfall, Übertraining oder gesundheitliche Beeinträchtigungen zu riskieren.

Warum ist Resilienz wichtiger als VO₂max?

VO₂max bestimmt das physiologische Potenzial. Resilienz entscheidet, wie stabil dieses Potenzial unter Dauerbelastung abrufbar bleibt.

Wie kann man Resilienz trainieren?

Durch strukturierte Belastungszyklen, ausreichende Regeneration, angepasste Ernährung, Schlafoptimierung und mentale Trainingsstrategien.

Welche Rolle spielt Regeneration für Resilienz?

Regeneration ist zentral für hormonelle Stabilität, Muskelreparatur und neuronale Erholung. Ohne ausreichende Pause entsteht keine nachhaltige Leistungssteigerung.

Wie erkenne ich mangelnde Resilienz?

Typische Anzeichen sind Leistungsstagnation, erhöhte Infektanfälligkeit, Schlafprobleme, erhöhte Ruheherzfrequenz oder sinkende HRV-Werte.

 



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QUELLEN
  1. „Resilience in Elite Sport: A Systematic Review and Recommendations for Future Research“ von Daniel J. Brown et al. – Diese Übersichtsarbeit untersucht den Stand der Forschung zur Widerstandsfähigkeit im Spitzensport und gibt Empfehlungen für zukünftige Studien.
  2. „Resilience in Endurance Athletes: The Role of Coping Strategies, Emotion Regulation and Mindfulness“ von Verena G. Engert et al. – Diese Studie untersucht die Rolle von Bewältigungsstrategien, Emotionsregulation und Achtsamkeit bei der Entwicklung von Widerstandsfähigkeit bei Ausdauersportlern.
  3. „Psychological Resilience and Positive Emotional Granularity: Examining the Benefits of Positive Emotions on Coping and Health“ von Judith Tedlie Moskowitz et al. – Obwohl nicht direkt auf den Ausdauersport bezogen, bietet diese Arbeit Einblicke in die Rolle positiver Emotionen bei der Förderung von Resilienz und Bewältigungsfähigkeiten.
  4. „Resilience in Sport: A Critical Review of Psychological Processes, Sociocultural Influences, and Organizational Dynamics“ von Mark B. Andersen et al. – Diese Arbeit untersucht verschiedene psychologische Prozesse, soziokulturelle Einflüsse und organisatorische Dynamiken, die die Widerstandsfähigkeit im Sport beeinflussen.
  5. „Resilience, Stress, and Coping Among Canadian Elite Athletes During the COVID-19 Pandemic“ von Carly Priebe et al. – Diese Studie untersucht die Resilienz von kanadischen Spitzensportlern während der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Stressoren und Bewältigungsstrategien.
  6. „Examining Resilience in Olympic Coaches“ von Lee-Ann Sharp et al. – Diese Forschungsarbeit untersucht die Resilienz von Olympia-Trainern und identifiziert Faktoren, die ihre Widerstandsfähigkeit beeinflussen.

Warum die Laktatbildungsrate im Triathlon und Ausdauersport entscheidend ist

Im modernen Ausdauertraining entscheidet nicht nur die VO₂max über deine Leistungsfähigkeit. Ein weiterer zentraler Parameter ist die VLa max – die maximale Laktatbildungsrate.

Gerade im Triathlon mit Schwimmen, Radfahren und Laufen beeinflusst die VLa max maßgeblich, wie effizient dein Stoffwechsel unter Belastung arbeitet. Sie bestimmt, wie schnell Laktat produziert wird, wie hoch dein Kohlenhydratverbrauch ist und wie stabil deine Leistung bei steigender Intensität bleibt.

Wer sein metabolisches Leistungspotenzial im Ausdauersport optimal ausschöpfen möchte, muss die VLa max verstehen – und gezielt trainieren.

Was ist die VLa max?

Die VLa max (maximale Laktatbildungsrate) beschreibt die maximale Geschwindigkeit der Laktatproduktion in der Muskulatur. Sie ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit des anaerob-glykolytischen Stoffwechsels.

Wichtig ist: Laktat entsteht nicht ausschließlich bei Sauerstoffmangel. Es wird immer dann gebildet, wenn der Glukosefluss durch die Muskelzelle hoch ist – unabhängig davon, ob ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Die Höhe der Laktatproduktion ist daher primär ein Ausdruck der Stoffwechselrate und weniger ein reines „Mangelzeichen“.

Die VLa max quantifiziert, wie stark ein Athlet bei intensiver Belastung zur schnellen Glykolyse neigt – und damit, wie „explosiv“ sein Stoffwechsel arbeitet.

 

TRAINING Leistungsdiagnostik Laktatmessung © SUGAR & PAIN, AdobeStock Photo

Was wir heute über Laktat wissen?

Die frühere Annahme von Laktat als Abfallprodukt ist wissenschaftlich überholt. Moderne Forschung, insbesondere das Konzept des „Lactate Shuttle“ (Brooks), zeigt:

Laktat ist ein zentraler Energieträger und ein regulatorisches Molekül.

Es wird kontinuierlich produziert und zwischen verschiedenen Geweben transportiert. Herzmuskel, oxidative Muskelfasern und sogar das Gehirn nutzen Laktat direkt als Energiequelle. Zudem ist Laktat eine wichtige Vorstufe der Glukoneogenese im Cori-Zyklus.

Moderne Forschung (Lactate Shuttle nach Brooks) zeigt:

  • Laktat ist ein zentraler Energieträger
  • Es wird zwischen Muskelfasern transportiert
  • Herz, oxidative Muskelfasern und Gehirn nutzen Laktat direkt
  • Es ist eine wichtige Vorstufe der Glukoneogenese (Cori-Zyklus)
  • Es wirkt als regulatorisches Signalmolekül

Laktat beeinflusst die Substratverwertung im Stoffwechsel. Eine hohe Laktatbildungsrate geht mit:

  • höherem Kohlenhydratverbrauch
  • reduzierter Fettverbrennung
  • schnellerer Ermüdung

einher.

 

Eine hohe Laktatbildungsrate geht mit einem erhöhten Kohlenhydratverbrauch einher und kann die Fettverbrennung hemmen. Entscheidend ist daher nicht „wenig Laktat“, sondern eine günstige Balance zwischen Laktatproduktion und -abbau.

Auch im Bereich der Neurobiologie gewinnt Laktat zunehmend an Bedeutung. Es dient Neuronen als Energieträger und ist an Prozessen der neuronalen Plastizität beteiligt.

 

Bedeutung der VLa max im Triathlon

Im Triathlon Training treffen lange aerobe Belastungsphasen auf intensive Spitzen. Genau hier wird die VLa max leistungsentscheidend und es zeigt sich die praktische Relevanz der VLa max:

Hohe VLa max

  • schnelle Laktatproduktion
  • hohe anaerobe Leistungsfähigkeit
  • Vorteil bei Attacken, Antritten, Endspurts
  • jedoch höherer Kohlenhydratverbrauch und schnellere Ermüdung

Niedrige VLa max

  • geringere glykolytische Aktivität
  • höhere aerobe Effizienz
  • bessere Fettstoffwechselnutzung
  • stabilere Leistung über lange Distanzen

Für Langdistanz-Triathlon ist meist eine moderat niedrige VLa max leistungsförderlich. Für Kurzdistanzformate kann eine höhere VLa max strategische Vorteile bringen.

Klodian Mitri profitiert im Energy Lab während der IRONMAN World Championships HAWAII 2018, Kailua Kona von unserem Laufseminar © Klodian Mitri for SUGAR & PAIN

Zusammenhang VLa max, VO2 max, Schwelle und andere Leistungsfaktoren

VO₂max beschreibt die maximale Sauerstoffaufnahme und bestimmt die aerobe Obergrenze. Die VLa max beeinflusst hingegen, wie schnell die Glykolyse aktiviert wird und wie hoch die Laktatakkumulation bei steigender Intensität ist.

Beide Parameter wirken gemeinsam auf die Schwellenleistung. Vereinfacht:

Hohe VO₂max + niedrige VLa max

  • hohe prozentuale Schwellenleistung
  • ideal für lange Ausdauerbelastungen

Hohe VLa max

  • hohe anaerobe Kapazität
  • relevant bei kurzen, intensiven Formaten

Entscheidend ist das individuelle metabolische Profil in Relation zur Wettkampfdistanz. Die individuelle Leistungsstruktur ergibt sich aus dem Verhältnis dieser beiden Größen.

Anwendung der VLa max im Training von Triathleten

Die VLa max ist trainierbar – sowohl nach oben als auch nach unten.

VLa max senken (für Langdistanz & aerobe Effizienz)

Ziel: Reduktion der glykolytischen Aktivität, Verbesserung der Fettstoffwechselkapazität.

Geeignete Maßnahmen:

  • Hoher Umfang im Grundlagenausdauerbereich (Zone 1–2)
  • Längere Einheiten im Sweetspot-/Schwellenbereich
  • Vermeidung übermäßiger hochintensiver anaerober Reize
  • Ökonomietraining
  • Periodisierte Kohlenhydratstrategie

VLa max erhöhen (für Kurzdistanz & Explosivität)

Ziel: Steigerung der anaeroben Kapazität und Sprintfähigkeit.

Geeignete Maßnahmen:

  • Kurze, sehr intensive Intervalle (z. B. 10–30 s maximal)
  • Sprint-Intervalle mit vollständiger Pause
  • Hochintensives Intervalltraining (HIIT)
  • Krafttraining mit hoher Intensität

Wichtig: Jede Anpassung beeinflusst gleichzeitig VO₂max und Schwellenleistung. Deshalb muss die Trainingssteuerung immer zielgerichtet erfolgen.

 

Konkrete Trainingsempfehlung zur gezielten Beeinflussung der VLa max

Beispiel zur Senkung der VLa max (Langdistanz-Fokus)

Wöchentliche Struktur

  • 2–3 lange Grundlageneinheiten (90–180 Min)
  • 1 Schwellen- oder Sweetspot-Training (2×20 Min oder 3×15 Min)
  • 1 kurze Technik-/Ökonomieeinheit
  • Hochintensive Reize stark begrenzen

Zeitraum: mindestens 6–10 Wochen für messbare Anpassungen.

Beispiel zur Erhöhung der VLa max (Kurzdistanz-Fokus)

Einheit

  • 2 Serien à 6–8 × 20 Sekunden maximal
  • Pause: 2–3 Minuten locker
  • Fokus: maximale Glykolyse-Aktivierung

1–2 Einheiten pro Woche über 4–6 Wochen.

FAZIT: VLa max als ein Schlüsselparameter im Triathlontraining

Die VLa max ist ein zentraler Leistungsfaktor im Triathlon und Ausdauersport. Sie bestimmt, wie dein Stoffwechsel Intensität verarbeitet, wie hoch dein Kohlenhydratverbrauch ist und wie stabil deine Leistung über Zeit bleibt.

Gemeinsam mit der VO₂max bildet sie die Grundlage für dein individuelles metabolisches Leistungsprofil. Wer seine VLa max kennt und gezielt trainiert, steuert sein Ausdauertraining präziser – und schöpft sein Leistungspotenzial vollständig aus.

 

FAQ zur VLa max im Triathlon und Ausdauersport

Was ist die VLa max?

Die VLa max (maximale Laktatbildungsrate) beschreibt die höchste Geschwindigkeit, mit der die Muskulatur Laktat produzieren kann. Sie ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit des anaerob-glykolytischen Stoffwechsels und beeinflusst, wie schnell Intensität metabolisch „teuer“ wird.

Was bedeutet eine hohe VLa max?

Eine hohe VLa max steht für eine schnelle Laktatproduktion und eine ausgeprägte anaerobe Kapazität. Das ist vorteilhaft bei kurzen, intensiven Belastungen wie Sprints oder Attacken, führt jedoch zu höherem Kohlenhydratverbrauch und schnellerer Ermüdung bei langen Ausdauerbelastungen.

Ist eine niedrige VLa max besser im Triathlon?

Für Mittel- und Langdistanz-Triathlon ist eine moderat niedrige VLa max meist leistungsförderlich. Sie ermöglicht eine bessere Fettstoffwechselnutzung, eine stabilere Schwellenleistung und eine höhere prozentuale Ausnutzung der VO₂max über längere Zeiträume.

Wie hängt VLa max mit der VO₂max zusammen?

Die VO₂max beschreibt die maximale Sauerstoffaufnahme, während die VLa max die Geschwindigkeit der Laktatproduktion angibt. Beide Parameter bestimmen gemeinsam die Schwellenleistung und das individuelle metabolische Leistungsprofil im Ausdauersport.

Wie wird die VLa max gemessen?

Die VLa max wird im Rahmen einer Leistungsdiagnostik bestimmt. Dabei werden Laktatwerte, Leistung und Stoffwechselparameter analysiert. Die Berechnung erfolgt über spezielle Modelle, die die maximale Laktatbildungsrate aus Belastungs- und Erholungsdaten ableiten.

Kann man die VLa max trainieren?

Ja. Die VLa max ist trainierbar.
Lange Grundlageneinheiten und Schwellentraining senken die VLa max, während kurze, hochintensive Intervalle mit maximaler Belastung sie erhöhen können. Die Trainingssteuerung hängt vom Wettkampfziel ab.

Warum ist die VLa max wichtig für die Schwellenleistung?

Die VLa max beeinflusst, wie schnell Laktat bei steigender Intensität ansteigt. Eine niedrigere VLa max ermöglicht oft eine höhere Schwellenleistung relativ zur VO₂max und verbessert die Dauerleistungsfähigkeit im Ausdauersport.

Welche Rolle spielt Laktat im Körper?

Laktat ist kein Abfallprodukt, sondern ein zentraler Energieträger und Signalstoff. Es wird zwischen Muskelfasern transportiert, vom Herzen und Gehirn genutzt und spielt eine wichtige Rolle in der Regulation des Stoffwechsels.

 

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QUELLEN
  • Gastin, P. B. (2001). Energy system interaction and relative contribution during maximal exercise. Sports Medicine, 31(10), 725-741.
  • Billat, V. L., Morton, R. H., & Koralsztein, J. P. (2000). The use of VO2max inflection point in running training prescription. Journal of Sports Medicine and Physical Fitness, 40(2), 106-112.
  • Faude, O., Kindermann, W., & Meyer, T. (2009). Lactate threshold concepts. Sports Medicine, 39(6), 469-490.
  • Joyner, M. J., & Coyle, E. F. (2008). Endurance exercise performance: the physiology of champions. The Journal of Physiology, 586(1), 35-44.
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  • Beaver, W. L., Wasserman, K., & Whipp, B. J. (1986). A new method for detecting anaerobic threshold by gas exchange. Journal of Applied Physiology, 60(6), 2020-2027.
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PHOTOCREDIT
  • M. Siegmund / AdobeStock
  • torwaiphoto / AdobeStock
  • Klodian „Gossling“

Die VO2 max ist der zentrale Leistungsparameter, der Intensität, Belastbarkeit und nachhaltige Performance bestimmt. Sie entscheidet, wie viel Leistung dein Körper effizient erzeugen, halten und nachhaltig abrufen kann, wenn es um deine Ausdauerfähigkeit geht. Entscheidend dabei: Die aerobe Kapazität ist keine starre Grenze. Durch eine strukturierte Trainingsplanung mit gezielten hochintensiven Intervallen lässt sich die VO2 max deutlich steigern – und damit die Fähigkeit, über längere Zeit ein hohes Leistungsniveau aufrechtzuerhalten.

Warum die VO2 max ein so wichtiger Indikator ist und wie du sie effektiv trainierst, erfährst du in diesem Beitrag.

Die maximale aerobe Kapazität, kurz VO2 max, beschreibt die größte Menge an Sauerstoff, die der Körper unter maximaler Belastung pro Minute effektiv verwerten kann. Entscheidend ist dabei nicht die eingeatmete Luftmenge, sondern der Sauerstoff, der im Rahmen des aeroben Stoffwechsels tatsächlich in der Muskulatur ankommt und zur Energiegewinnung genutzt wird. Der VO2 max-Wert wird in Millilitern Sauerstoff pro Minute angegeben (ml/min) beziehungsweise relativ zum Körpergewicht in ml/kg/min.

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Mountain ©  photo: OneAndAHalf / graphic: STEREOGRAPHIC

Die Messung der VO2 max im Labor

Die aerobe Kapazität kann im Labor im Rahmen einer Leistungsdiagnostik auf dem Fahrrad oder Laufband bestimmt werden, wie zum Beispiel an der TU München. Mithilfe der Spiroergometrie werden während einer stufenweise ansteigenden Belastung die Atemgase analysiert. Parallel dazu werden weitere leistungsrelevante Parameter wie Herzfrequenz (kontinuierliches EKG), Trittfrequenz und die tatsächlich erbrachte Leistung (Watt) erfasst.

Während der Untersuchung atmest du über eine Atemmaske, die Veränderungen der Atemfrequenz, des Atemvolumens sowie der aufgenommenen Sauerstoff- (O₂) und abgegebenen Kohlendioxidmenge (CO₂) pro Minute misst. Häufig kommt ein Rampentest nach Scharhag-Rosenberger (et al., 2011) zum Einsatz, bei dem die Belastung beispielsweise mit 25 Watt beginnt und gleichmäßig um 25 Watt pro Minute gesteigert wird.

Die Auswertung erfolgt unter anderem anhand der Wasserman-9-Felder-Grafik. Neben der VO₂max lassen sich so auch die ventilatorischen Schwellen (VT1 und VT2) sowie wertvolle Erkenntnisse über das Zustandekommen der Leistung, den Belastungsverlauf und die Art der Energiegewinnung – Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel – gewinnen.

Anaerobe Energiegewinnung

Während sportlicher Belastung benötigt der Körper Energie für sämtliche Stoffwechselprozesse, vor allem für die Muskelarbeit. Der direkte Energieträger jeder Muskelkontraktion ist Adenosintriphosphat (ATP). In den Muskelzellen steht nur ein sehr begrenzter ATP-Speicher zur Verfügung, der Energie für wenige Sekunden liefert.

Die Mitochondrien, die Kraftwerke der Muskelzellen, stellen ATP kontinuierlich neu her. Bei der Spaltung von ATP zu ADP (Adenosindiphosphat) wird Energie frei, von der etwa 30–40 % für die Muskelarbeit genutzt werden, während der größere Anteil als Wärme abgegeben wird. Für länger andauernde Belastungen ist daher eine fortlaufende Resynthese von ATP zwingend notwendig. Dafür greift der Körper auf unterschiedliche Energiesysteme und Substrate zurück.

Aerobe Energiegewinnung

Zu Beginn intensiver Belastungen erfolgt die Energiebereitstellung zunächst überwiegend anaerob, da das Herz-Kreislauf-System den Sauerstoffbedarf der Muskulatur nicht sofort decken kann. Mit zunehmender Belastungsdauer und -stabilisierung kommen weitere Systeme hinzu, darunter die Kreatinkinase-Reaktion und die anaerobe Glykolyse.

Sobald ausreichend Sauerstoff in der Muskulatur zur Verfügung steht, können die aerobe Glykolyse und die Lipolyse einsetzen – also die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Fetten. Alle Energiesysteme laufen dabei parallel ab, ihr jeweiliger Anteil hängt von Dauer und Intensität der Belastung ab. An dieser Stelle spielen sowohl die VO₂max als auch die Ernährung vor, während und nach dem Training eine entscheidende Rolle.

Bei dauerhaft hoher oder weiter steigender Intensität stößt das Herz-Kreislauf-System jedoch an seine Grenzen. Der Sauerstoffbedarf kann nicht mehr vollständig gedeckt werden, der Anteil der anaeroben Energiegewinnung steigt. Diese wird ausschließlich über Kohlenhydrate abgedeckt, Fett kann nicht mehr genutzt werden. Da die Kohlenhydratspeicher begrenzt sind und gleichzeitig Laktat entsteht, kommt es entweder zu einer deutlichen Reduktion der Intensität oder zum Leistungsabbruch.

 

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Velodrom © photo: AboutLife

VO2 max – wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit

Der maximale Sauerstoffumsatz pro Minute ist damit ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit bei intensiven Ausdauerbelastungen. Verbessert sich deine VO₂max durch gezieltes Training, kannst du mehr Sauerstoff aufnehmen, transportieren und verwerten. Das ermöglicht höhere Intensitäten über längere Zeit und wirkt sich positiv auf zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse aus.

Positive Effekte der VO2 max

Die VO2 max kann sowohl absolut (in Litern Sauerstoff pro Minute) als auch relativ zum Körpergewicht (ml/kg/min) angegeben werden. Gerade im Radsport ist die relative VO2 max ein wichtiger Referenzwert, da sie in engem Zusammenhang mit der Leistungsentwicklung in Watt pro Kilogramm Körpergewicht steht.

Untrainierte Frauen erreichen im Durchschnitt etwa 30–35 ml/kg/min, Männer etwa 40–45 ml/kg/min. Werte ab 40 ml/kg/min bei Frauen und 50 ml/kg/min bei Männern gelten medizinisch als deutlich überdurchschnittlich. Für den ambitionierten Amateurbereich werden VO₂max-Werte von etwa 50 ml/kg/min (Frauen) und 60 ml/kg/min (Männer) als Mindestvoraussetzung angesehen. Spitzenwerte im Profiradsport liegen teils deutlich über 80 ml/kg/min.

Trainierbarkeit der VO2 max

Alter, Geschlecht und genetische Voraussetzungen beeinflussen die VO2 max und dennoch lässt sich die aerobe Kapazität durch strukturiertes Ausdauertraining nachweislich um bis zu 25 % steigern. Neben dem Training spielt die Energiebereitstellung eine zentrale Rolle. Ohne ausreichende und hochwertige Nährstoffzufuhr kann auch der beste Sauerstoffumsatz nicht in Leistung umgesetzt werden. Eine angepasste Ernährung ist daher ein wesentlicher Bestandteil eines effektiven Trainingskonzepts.

Die VO₂max allein ist jedoch nicht das Maß aller Dinge. Ein Athlet kann trotz niedrigerer VO2 max leistungsfähiger sein, wenn er diese Kapazität besser nutzt – etwa durch einen höheren FTP oder eine bessere Effizienz. Besonders im Radsport und am Berg, wo das Körpergewicht eine große Rolle spielt, kann dies entscheidende Vorteile bringen.

Ein gezieltes VO2 max-Training verbessert daher nicht nur die maximale Sauerstoffaufnahme, sondern auch weitere leistungsbestimmende Faktoren wie den FTP-Wert, die Belastungstoleranz und die mentale Widerstandsfähigkeit.

 

VO2max: Wichtigster Indikator der Leistungsfähigkeit im Radsport / Time Trial Racing © photo: OneAndAHalf

Fazit

Ohne ausreichende Sauerstoffversorgung ist Ausdauerleistung nicht möglich. Je höher die aerobe Kapazität, desto effizienter funktioniert die Energiegewinnung. Eine gezielte Verbesserung der VO2 max führt nachweislich zu einer höheren Leistungsfähigkeit und wirkt sich positiv auf zahlreiche weitere physiologische Faktoren aus.

Du möchtest deine VO2 max nachhaltig trainieren und endlich mehr Druck auf dem Rad. Wir unterstützen Dich mit unserem sportwissenschaftlichen Know-How und mehr als 30 Jahren intensive Erfahrung im Leistungssport.
COACHING ANFRAGE

Erfahre in Teil 2, wie Du die VO2 max verbessern kannst und welche Faktoren sich ungünstig auf die aerobe Kapazität auswirken.
Deine VO2 max richtig trainieren – Fehler vermeiden T2

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https://www.foodspring.de/magazine/energiebereitstellung
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kreatin/37295
http://www.gesundheits-lexikon.com/Labormedizin-Labordiagnostik/Sonstiges/Lactat.html
http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html
Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.

 

 

Ein gut strukturiertes Intervalltraining in Kombination mit einer smarten Ernährung steigert nachweislich die VO2max. Die maximale aerobe Kapazität ist ein zentraler Parameter der individuellen Ausdauerleistungsfähigkeit. Eine höhere VO2max verbessert zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse im Körper – insbesondere die Energiegewinnung und den Energieverbrauch. Das führt zu einem effizienteren Fettstoffwechsel und einem geringeren Kohlenhydratverbrauch. Ein klarer Vorteil bei Wettkämpfen über längere Distanzen: Es wird weniger Verpflegung benötigt. Im zweiten Teil unseres Specials erfährst Du, wie Du Deine VO2max gezielt trainierst und typische Fehler vermeidest.

WAS IST DIE VO₂MAX?

VO₂max beschreibt die maximale Sauerstoffmenge, die Dein Körper pro Minute und Kilogramm Körpergewicht unter maximaler Belastung aufnehmen, transportieren und in den Muskeln verwerten kann.
→ Sie definiert die physiologische Obergrenze Deiner aeroben Leistungsfähigkeit.

Die Sauerstoffaufnahme steuert alle wesentlichen Stoffwechselprozesse der Energiegewinnung. Ohne ausreichend verfügbaren Sauerstoff kann aus Fett und Kohlenhydraten keine nachhaltige Energie für die Muskelarbeit bereitgestellt werden. Die maximale aerobe Kapazität zeigt, wie gut dieses System funktioniert: Je höher der VO2max-Wert, desto leistungsfähiger der Organismus. Gemessen wird er mittels Spiroergometrie in Millilitern Sauerstoff pro Minute. Dabei geht es jedoch nicht um die maximal aufgenommene Sauerstoffmenge der Lunge allein, sondern um die Menge an Sauerstoff, die das Herz-Kreislauf-System effektiv aus der Lunge aufnimmt, transportiert und den Zellen tatsächlich zur Verfügung stellt.

WAS SAGT DER WERT AUS?

  • Leistungsmarker: Goldstandard für aerobe Kapazität und Ausdauerperformance

  • Gesundheitsfaktor: Hohe VO₂max = geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Systemleistung: Ergebnis aus Herzschlagvolumen, Lungenfunktion und muskulärer Verwertung

 

WIE WIRD DIE VO₂MAX GEMESSEN?

  • Spiroergometrie (Labor): Goldstandard – direkte Messung der Atemgase

  • Smartwatches: Algorithmen aus Puls & Leistung – gut für Trends, ±5 % Abweichung

  • Feldtests: z. B. Cooper-Test – praxisnahe Schätzung über Formeln


Vor allem hochintensive Intervalle im Bereich von 90–95 % der HFmax sowie Sweetspot-Training, kombiniert mit einer intelligenten Ernährungsstrategie, wirken sich besonders positiv auf die Entwicklung der maximalen aeroben Kapazität aus. Dennoch sollte der Anteil des intensiven Tempotrainings mit 90–100 % VO2max lediglich 10–20 % des gesamten Trainingsumfangs betragen. Die restlichen 80–90 % sollten dem aeroben Grundlagentraining und dem Fettstoffwechsel gewidmet sein. Ohne eine solide Grundlagenausdauer und als Teil einer insgesamt strukturierten und individuell angepassten Trainingsplanung sollte hochintensives Training nicht durchgeführt werden.

Typische Richtwerte der VO2max

FitnesslevelFrauen (20–30 J.)Männer (20–30 J.)
Untrainiert~35~40
Hobbysport40–5045–55
Leistungs-/Profisport60–70+70–90+
Hinweis: Der VO2max-Wert sinkt altersbedingt. Training kann diesen Prozess jedoch deutlich verlangsamen.

Die Argumente für diesen Ansatz sind eindeutig. Wird das Training jedoch vernachlässigt, fällt die maximale aerobe Kapazität innerhalb weniger Monate nahezu auf das Ausgangsniveau zurück. Gleichzeitig können bereits kleine Anpassungen entweder eine positive Entwicklung der VO2max fördern – oder sie deutlich hemmen.

 

VO2max: Richtig trainieren und Fehler vermeiden / TTL © photo: AdobeStock_213329914x1200

WELCHE FAKTOREN BEEINFLUSSEN DIE VO2MAX POSITIV?

Für eine Verbesserung der VO2max ist das reibungslose Zusammenspiel aller am Energiestoffwechsel beteiligten Systeme entscheidend: Muskulatur, Zentralnervensystem, Herz-Kreislauf-System, Lunge sowie die Sauerstofftransportkapazität des Blutes.

Das Blut übernimmt dabei als Transportmedium eine Schlüsselrolle. Es bestimmt, wie viel Sauerstoff die Muskulatur in welcher Zeit erreicht. Entscheidend hierfür sind der Mineralstoff Eisen und das Protein Hämoglobin. Beide befinden sich in den roten Blutkörperchen, verleihen ihnen ihre Farbe und binden den Sauerstoff für den Transport von der Lunge zu den arbeitenden Muskeln.

Eine eisen- und eiweißreiche Ernährung ist im Ausdauersport daher essenziell. Eisen ist unter anderem in grünem Gemüse wie Kohl oder Roter Bete enthalten. Hochwertige Proteinquellen sind Fisch, Geflügel, ausgewählte Hülsenfrüchte und Nüsse. Je natürlicher und weniger verarbeitet die Lebensmittel sind, desto höher ist ihre Nährstoffdichte. Neben Makronährstoffen liefern sie zahlreiche weitere Mineralstoffe und Spurenelemente, die für sämtliche Stoffwechselprozesse notwendig sind. Je mehr rote Blutkörperchen das Blut enthält, desto größer ist seine Sauerstofftransportkapazität – und damit die Fähigkeit, den aeroben Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Blutmenge, die mit jedem Herzschlag durch die Gefäße gepumpt wird. Sie beeinflusst direkt die Transportleistung des Systems. Je mehr Blut pro Zeiteinheit bewegt wird, desto schneller gelangen Sauerstoff und Nährstoffe zur Muskulatur und desto effizienter wird Kohlendioxid abtransportiert. Ein hohes Herzminutenvolumen ist daher von Vorteil. Es beschreibt die Blutmenge, die das Herz pro Minute durch den Kreislauf pumpt, und lässt sich durch gezieltes Ausdauertraining sowie eine abgestimmte Ernährung steigern.

Auch die Fließgeschwindigkeit des Blutes spielt eine wichtige Rolle. Eine ausreichende und gut verteilte Flüssigkeitsaufnahme verbessert die Viskosität des Blutes und ermöglicht einen schnelleren Sauerstofftransport. Neben der besseren Energieversorgung wirkt sich dies auch positiv auf die Gesundheit aus: Ein geringerer Strömungswiderstand entlastet Herz und Gefäße, reduziert das Risiko von Bluthochdruck und erlaubt es dem Körper, bei intensiven Belastungen effizienter zu reagieren. Plötzliche Belastungsspitzen können so besser über die Regulation der Herzfrequenz abgefangen werden.

Der letzte zentrale Faktor ist die Leistungsfähigkeit der Muskulatur selbst. Eine strukturierte Trainingsplanung verbessert das Verhältnis der unterschiedlichen Muskelfasertypen, deren Kapillarisierung sowie die Rekrutierung und Leistungsfähigkeit der Mitochondrien. Die Fähigkeit dieser Zellkraftwerke, Sauerstoff effizient zur Energiegewinnung zu nutzen, lässt sich durch eine gezielte Trainingsmethodik und eine intelligent abgestimmte Ernährung deutlich steigern. Insbesondere Fettstoffwechseltraining in Kombination mit einer protein- und fettreicheren Ernährungsstrategie erhöht sowohl die Effizienz als auch die Anzahl der Mitochondrien. Das führt zu einer spürbaren Verbesserung der aeroben Kapazität und des Energiestoffwechsels in den Muskelzellen.

WIE VERBESSERST DU DEINE VO₂MAX?

  • Hochintensive Intervalle: z. B. 4 × 4 Minuten nahe HFmax

  • Aerobe Basis: 80–90 % des Trainings im Grundlagentempo

  • Struktur schlägt Härte: Intensität wirkt nur auf einem stabilen Fundament

Das Ergebnis ist eine messbar bessere Grundlagenausdauer – die Basis für nachhaltige Leistungssteigerung. Während untrainierte Personen lediglich etwa 65 % ihrer Energie aus dem Fettstoffwechsel gewinnen, können gut trainierte Athletinnen und Athleten Werte von 87 % und mehr erreichen. Der dadurch deutlich geringere Kohlenhydratverbrauch bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit und langsamerer Entleerung der Speicher ist ein entscheidender Vorteil.

 

VO2max: Richtig trainieren und Fehler vermeiden / TTL © photo: AdobeStock_120654806x1200

FAZIT

Neben einer strukturierten Trainingsplanung liegt insbesondere in der Ernährung enormes Potenzial zur Verbesserung der maximalen aeroben Kapazität. Richtig dosiertes, hochintensives Intervalltraining in Kombination mit einer angepassten Verpflegung im Alltag und im Training wirkt sich besonders positiv auf die VO2max aus. Entscheidend ist, alle am Ausdauerstoffwechsel beteiligten Faktoren ganzheitlich zu betrachten und gezielt zu optimieren. Denn oft sind es die kleinen Stellschrauben, die am Ende den Unterschied machen.

 

FOKUS

Die VO₂max ist kein isolierter Wert – sie ist das Resultat eines funktionierenden Systems. Training, Ernährung und Regeneration entscheiden gemeinsam darüber, wie hoch Dein Limit liegt.

Du möchtest deine VO2 max nachhaltig trainieren und endlich mehr Druck auf dem Rad. Wir unterstützen Dich mit unserem sportwissenschaftlichen Know-How und mehr als 30 Jahren intensive Erfahrung im Leistungssport.
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QUELLEN

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https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Svendsen
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http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html
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http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Sport-und-Ernaehrung/Energiestoffwechsel.html
Dr. Kurt A. Moosburger (1994): Die Muskuläre Energiebereitstellung im Sport. In: Sportmagazin Jan. 1995.

 

 

Ausdauersport erfordert eine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit, die unter anderem durch die Laktatbildungsrate VLa max bestimmt werden kann. Im Triathlon gilt dies umso mehr mit den drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, die nahtlos aneinander gefügt werden. Das Training ist sehr komplex und unterscheidet sich wesentlich vom Spezialtraining der Einzeldisziplinen. Die Maximierung der Leistung in jeder dieser Disziplinen und die Fähigkeit, effizient zwischen ihnen zu wechseln, sind entscheidend für den Erfolg eines Triathleten. VLamax, die maximale Laktatbildungsrate, spielt eine wichtige Rolle in der Leistungsentwicklung und Leistungsdiagnostik im Triathlon und steht in engem Zusammenhang mit anderen physiologischen Faktoren, wie unter anderem der VO2 max, der anaeroben Kapazität oder der glykolytischen Rate.

Was ist die VLa max?

Die VLa max bezeichnet die maximale Geschwindigkeit, mit der ein Athlet Laktat produziert. Laktat entsteht während intensiver körperlicher Aktivität, wenn der Energiebedarf der Muskeln die Sauerstoffversorgung übersteigt. Durch die Messung von VLa max kann die Fähigkeit des Athleten, Laktat zu produzieren, quantifiziert werden, was Aufschluss über seinen anaeroben Stoffwechsel und seine tatsächliche Leistungsfähigkeit gibt.

Laktat spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulation des menschlichen Stoffwechsels, obwohl es noch immer eine große Unbekannte ist. Es entsteht als Nebenprodukt der Glukoseverwertung in den Muskelzellen. Die Laktatproduktion steigt mit dem Glukosefluss in der Zelle, unabhängig von der Sauerstoffverfügbarkeit. Über viele Jahre hinweg hat man angenommen, dass Laktat lediglich ein Abfallprodukt der anaeroben Glykolyse darstellt. In den 80er-Jahren wurde sogar angenommen, dass Laktat nach dem Training kristallisiert, was zu Muskelkater führt. Heute wissen wir mehr, allerdings dank dieser falschen Annahme.

TRAINING Leistungsdiagnostik Laktatmessung © SUGAR & PAIN, AdobeStock Photo

Was wir über Laktat wissen?

Wir wissen heute, dass Laktat auch unter aeroben Bedingungen gebildet werden kann und dass die Laktatproduktion das Ergebnis der Glukoseverwertung durch die Muskelzellen unter aeroben und anaeroben Bedingungen ist. Ebenso wissen wir, dass Laktat von den Muskelzellen auch als Energieträger genutzt werden und wie ein Turbo wirken kann.

Laktat ist kein Abfallprodukt, sondern die wichtigste glukoneogene Vorstufe im Körper. Etwa 30 Prozent der während des Trainings verbrauchten Glukose stammen aus dem Recycling von Laktat zu Glukose. Laktat ist auch ein wichtiger Regulator des Intermediärstoffwechsels, der die Substratverwertung reguliert. Es hemmt somit den Abbau von Fett zu Energiezwecken (Lipolyse) und verlangsamt die Geschwindigkeit, mit der die Zellen Glukose verarbeiten (Glukolyse). Entscheidend ist also die optimale Laktat-Balance im Energiestoffwechsel.

Des Weiteren spielt Laktat eine entscheidende Rolle für unser Gehirn, da es der Hauptbrennstoff für Neuronen ist und für das Langzeitgedächtnis unerlässlich ist. Möglicherweise spielt es sogar eine Rolle bei der Alzheimer-Krankheit. Einige Studien zeigen, dass die Unterdrückung der Laktataufnahme durch die Neuronen das Langzeitgedächtnis beeinträchtigt.

Laktat ist nicht nur ein Zwischenprodukt bei anaerober körperlicher Betätigung, sondern auch ein wichtiger Brennstoff und Regulator des Stoffwechsels. Es könnte zudem ein möglicher Auslöser verschiedener chronischer Krankheiten sein. Die Laktatwerte im Blut von Menschen mit Typ-2-Diabetes sind zwei- bis dreimal höher als bei gesunden, körperlich aktiven Menschen. Laktat könnte also auch bei einigen chronischen Stoffwechselerkrankungen eine Rolle spielen. Von Krebszellen ist bekannt, dass sie einen gestörten Stoffwechsel haben. Es wird einfach zu viel Glukose aerob verwertet (Warburg-Effekt), wobei große Mengen Laktat entstehen. Dies könnte wiederum zum Wachstum und Fortschreiten eines Tumors beitragen.

Die Bedeutung der VLa max im Triathlon und Ausdauersport

Für Triathleten ist die VLa max besonders relevant, da diese Sportart eine Kombination aus konstanter Ausdauerbelastung plus hoher Intensität darstellt. Ein hoher VLa max-Wert weist auf eine zügige Laktatproduktion hin, was bedeutet, dass der Athlet bei intensiven Belastungen schnell auf anaerobe Energiegewinnung umschaltet. Dies kann besonders in Disziplinen wie Radfahren und Laufen von Vorteil sein, in denen kurze, intensive Momente über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Im Triathlon möchte man das weniger je länger die Distanzen oder die Dauer eines Wettkampfes werden.

Darum ist es auch wichtig, die aerobe Leistungsfähigkeit zu steigern, um die Ausdauer und Intensität über längere Distanzen konstant aufrecht zu erhalten. Athleten mit einem niedrigeren VLa max-Wert können eine höhere aerobe Kapazität haben, die es ihnen ermöglicht, länger im submaximalen Bereich zu arbeiten, bevor sie anaerob werden und die Ermüdung einsetzt. Das hat Vorteile.

Klodian Mitri profitiert im Energy Lab während der IRONMAN World Championships HAWAII 2018, Kailua Kona von unserem Laufseminar © Klodian Mitri for SUGAR & PAIN

Zusammenhang VLa max, VO2 max und andere Leistungsfaktoren

Im Triathlon sind VLa max, die anaerobe Schwelle und VO2 max eng miteinander verbunden. Eine höhere VO2 max zeigt die Fähigkeit des Körpers an, Sauerstoff effizient aufzunehmen und zu verwerten, was besonders beim Schwimmen und Laufen wichtig ist. Athleten mit einer höheren VLa max können auch eine höhere VO2 max aufweisen, da beide Faktoren auf eine verbesserte Fähigkeit des Körpers hinweisen und unter hoher Belastung effizient zu arbeiten. Der Fokus liegt bei langen Ausdauerleistungen mehr auf der VO2 max, die VLa max wird um so bedeutender, je kürzer und intensiver die erforderliche Leistungsfähigkeit ist.

Die anaerobe Schwelle ist ein weiterer wichtiger Faktor im Triathlon, da sie den Punkt markiert, an dem die Ermüdung durch die Anhäufung von Laktat im Blut ansteigt. Athleten mit einem höheren VLa max-Wert haben in der Regel auch eine höhere anaerobe Schwelle, was bedeutet, dass sie länger im aeroben Bereich trainieren können, bevor sie auf anaerobe Energie umsteigen müssen. Athleten mit einem höheren VO2 max-Wert haben in der Regel auch eine etwas niedrigere anaerobe Schwelle, können allerdings länger Leistung auf diesem hohen Niveau erbringen.

Anwendung der VLa max im Training von Triathleten

Die Bestimmung des VLa max-Wertes kann Triathleten entscheidende Informationen zur Optimierung ihres Trainings liefern. Durch gezielte Trainingmethoden kann versucht werden, den VLa max-Wert zu optimieren, um die Leistungsfähigkeit in allen Disziplinen des Triathlons zu verbessern. Ein niedrigerer VLa max-Wert kann z.B. durch längere, moderat intensive Trainingseinheiten erreicht werden, während ein höherer VLa max-Wert durch hochintensives Intervalltraining gefördert werden kann. Allerdings wird auch die VO2 max durch diese Trainingsmethodiken verbessert. Entscheidend ist somit eine angepasst Trainingsstuerung in Abhängigkeit vom geplanten Ziel.

Trainingspläne sollten individuell auf die spezifischen Bedürfnisse und Ziele des Athleten abgestimmt sein. Der VLa max-Wert dient als wichtiger Indikator, um den richtigen Umfang und die richtige Intensität zu berücksichtigen. Durch eine gezielte Verbesserung des VLa max-Wertes kann der Triathlet seine Leistungsfähigkeit in allen Disziplinen maximieren und seine Wettkampfleistung optimieren.

FAZIT

Die VLa max spielt neben der VO2 max und weiteren Leistungsfaktoren eine entscheidende Rolle in der Leistungsentwicklung und -diagnostik im Ausdauersport und im Triathlon ganz besonders. Als Maß für die maximale Laktatbildungsrate liefert die VLa max wichtige Informationen über den anaeroben Stoffwechsel und die Leistungsfähigkeit eines Athleten. Durch die gezielte Optimierung des VLa max-Wertes können Triathleten ihre aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit verbessern und ihre Chancen auf sportlichen Erfolg im Triathlon, Marathon, Radsport oder anderen Ausdauersport wesentlich erhöhen.

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QUELLEN
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Wie gerne möchte der Mensch sich mit der Schwimmtechnik eines Fisches im Wasser bewegen, doch das ist ihm aufgrund seiner anatomischen und physiologischen Voraussetzungen leider nicht möglich. Schwimmen ist die erste Disziplin des Triathlon und so beginnt jeder Wettkampf mit der Anspruchsvollsten der drei Sportarten. Der komplexe Bewegungsablauf des Kraulschwimmens erfordert viel Kondition und Koordination. Nur mit der richtigen Kraultechnik und einer stabilen Wasserlage bewegt man sich ökonomisch und schnell durchs Wasser. Ein individuelles Training der Technik und das Feedback des Trainers helfen, das Wassergefühl und die Schwimmtechnik zu verbessern. Versteht man es, die Eigenschaften des Wassers biomechanisch und physikalisch richtig für sich zu nutzen, wird man sich bald wie ein Fisch im Wasser fühlen. Mit Geduld, und Übung können so neue Erfahrungen und Fortschritte gemacht werden, um in Zukunft auch in der ersten Disziplin erfolgreich zu sein …

Ist der Windkanal ein probates Instrument für die Optimierung der Aerodynamik, so kann im Wasser ein Strömungskanal für den Schwimmer sehr nützlich sein. Für eine bessere Schwimmtechnik und schnellere Schwimmzeiten sind sie Gegenstromanlagen im Training und in der Analyse hilfreich.

Ob Leistungsdiagnostik, Sitzpositionsanalyse oder Wattmessung, technische Hilfsmittel für eine Steigerung der Leistung werden immer beliebter Sport. Die Entwicklung moderner Trainingsgeräte ist eine eigene Wissenschaft geworden. Für die Optimierung seiner Fähigkeiten hat der moderne Athlet mittlerweile eine Fülle an Instrumentarien zur Leistungsmessung und -optimierung zur Hand, um möglichst viele beteiligte Parameter an der Leistungserbringung zu messen. Was im Schwimmsport längst von den Profis eingesetzt und weiterentwickelt wurde, wird nun immer mehr auch dem ambitionierten Freizeitsportler im Schwimmen und Triathlon weiterhelfen: der Gegenstromkanal. Am IAT in Leipzig, dem Institut für angewandte Trainingswissenschaften steht solch eine Anlage.

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Mehr Informationen

Gleichbleibend Trainingsbedingungen für gute Schwimmtechnik

Ein Gegenstromkanal erlaubt es konstante Strömungsgeschwindigkeiten zu erzeugen und die Trainingsbedingungen wiederholbar und reproduzierbar zu machen. Anders als im Becken wird dem Sportler, vergleichbar zu einem Laufband, eine gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeit vorgegeben. Dadurch kann die Schwimmgeschwindigkeit präzise gesteuert werden oder aber dem Schwimmer auch eine bestimmte Geschwindigkeit auferlegt werden. Anders als im Schwimmbecken, wo es zu Temposchwankungen kommt, erfährt der Schwimmer im Kanal eine gleichmäßige Tempogestaltung.

Das Training in einem Strömungskanal schafft Möglichkeiten, die das Schwimmbecken nicht liefern kann. Im Schwimmbecken kann man selten solch hohe und konstante Geschwindigkeiten erreichen und erfährt so einen völlig anderen Trainingsreiz. Für Schwimmprofis ist eine Gegenstromanlage unverzichtbar.

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FACTS

5x 60 min One-To-One Schwimmtraining
1x Videoanalyse der aktuellen Schwimmtechnik
4x Schwimmprogramme mit individuell angepassten Umfängen, Intensität und Art
10% Ermäßigung bei Folgebuchung (innerhalb 6 Monaten)
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Im Radlabor München geht es um die richtige Sitzposition auf dem Rad, um die Harmonie von Mensch und Fahrrad, um Muskelkraft und Vortrieb, und um die Faszination des Radfahrens. Besonders im Triathlon wird diese Leidenschaft durch immer extremere Zeitfahrmaschinen ambitionierter Athleten mehr und mehr ausgelebt. Doch was nutzt das beste Arbeitsgerät, wenn sein Fahrer nicht wirklich optimal darauf sitzt, die Leistung nicht auf’s Pedal bringt und an Ende auch noch Rückenbeschwerden bekommt. Und was nutzt ein Aerorad ohne einer aerodynamisch günstigen Sitzposition? Andreas Bruch vom Radlabor München kennt die Lösung und hat sich genau darauf spezialisiert.

Lange wurde beim Radfahren die Einstellung und die Sitzposition vernachlässigt. Dabei sind eine optimale Sitzposition und die dadurch optimale muskuläre Kraftübertragung ein entscheidender Faktor. Bei gleicher konditioneller Leistungsfähigkeit ist es besonders die Ökonomie der Bewegung, die den Unterschied ausmacht. Voraussetzung für eine optimale Sitzposition ist eine entsprechend professionelle Fahrrad- und Sitzpositionsanalyse vorab. Besonders im Triathlon geht es, je nach Distanz mehr oder weniger, neben Geschwindigkeit und Fahrkomfort auch um eine möglichst geringe Ermüdung für das abschließende Laufen. Mensch und Maschine sollten daher so optimal als möglich aufeinander abgestimmt werden.

Innovative Technologie des Radlabors für mehr Komfort und Speed

Bedürfnisse unterschiedlicher Art sind, so ist dies für den Gelegenheits- oder ambitionierten Triathleten ebenso wichtig, wie für den Profi. Liegen die Schwerpunkte beim Einen auf einer eher komfortablen und knieschonenden Einstellung, geht es dem Anderen mehr um die effiziente Kraftübertragung und Aerodynamik. Um den individuellen Anforderungen gerecht zu werden hat das Radlabor einzigartige technische Innovationen entwickelt sowie verschiedene Test- und Analysemöglichkeiten um die Sitzposition auf dem Rad und auch die individuelle Trettechnik zu optimieren.

In unserem Praxistest habe ich bereits die vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten des neuen Specialized Shiv Tri beschrieben. Im nächsten Schritt ging es also darum meine optimale individuelle Sitzposition auf dieser triathlonspezifische Zeitfahrmaschine herauszufinden und es entsprechend anzupassen. Keine leichte Aufgabe, die mit nur zwei bis drei Schraubendrehs erledigt ist.

Ich habe mich daher mit dem Shiv auf den Weg zu Andreas Bruch ins Radlabor München gemacht. Ziel war es, neben der Sitzposition, dem sogenannten„Bike Fitting“, auch die Pedalkraft für einen entsprechend „Runden Tritt“ zu analysieren. Am Ende sollte eine möglichst aerodynamische Sitzposition für eine optimale Leistungsentfaltung auf Kurz- und Mitteldistanzen ermittelt werden.

Im Radlabor geht es um die richtige Sitzposition, um die Harmonie von Mensch und Fahrrad, um Muskelkraft und Vortrieb, und um die Faszination des Radfahrens

Das Radlabor München für die Perfektion der Sitzposition

Millimetergenauer 3D-Scan im Radlabor

Mit dem Paket Sitzposition Aero Pro das speziell auf Zeitfahren und Triathlon zugeschnitten ist, hat das Radlabor hier die optimale Lösung für ambitionierte Triathleten mit dem Hang zu einer windschlüpfrigen Haltung. Aerodynamik, Sitzkomfort und die Kraftübertragung auf das Zeitfahrrad werden hierbei optimiert, um so im Wettkampf wertvolle Sekunden einzusparen und fitter vom Rad zu steigen damit mehr Kraft für die dritte Disziplin bleibt.

Als erstes hat Andreas Bruch das Rad vermessen und die aktuellen Einstellungen des Shiv Tri in seine Software eingegeben. Dafür wird das Rad auf eine Vorrichtung gespannt und mittels eines 3D Scanners werden die Daten ermittelt. Im nächsten Schritt wird der Körper gescannt, die entscheidenden Messpunkte sind hier die Gelenkachsen. Ein Laser tastet die markierten Punkte ab, während die Innenbeinlänge noch am exaktesten manuell durch ein rustikales Federbein mit integrierter Wasserwaage gemessen wird. Die Abweichungen gegenüber der bisherigen Sitzposition werden schließlich berechnet und die Ergebnisse anschließend auf ein Hightech-Egometer gespiegelt, an dem sich jede Höhe und jeder Abstand millimetergenau, und jeder Winkel auf das feinste Grad justieren lassen.

Effiziente Überhöhung und geringe Stirnfläche

Als das erledigt war, folgte die dynamische Analyse der Sitzposition, wobei Andreas Bruch ganz genau den Bewegungsablauf beobachtete, den Kniewinkel vermisst und zwischendurch immer wieder die Position nachjustierte. Die von der Analysesoftware errechneten Werte gleicht er so mit seinen intensiven Erfahrungen in der Forschung ab und stimmt die Sitzposition immer exakter auf das individuelle Bewegungsmuster des Fahrers ab. Parallel wird nach jeder Positionsänderung die Kraftübertragung durch mehrere Rampentests auf das linke und rechte Pedal gemessen, bis das optimale Verhältnis von Leistungsentfaltung, Fahrkomfort und Aerodynamik gefunden ist.

Im Radlabor geht es um die richtige Sitzposition, um die Harmonie von Mensch und Fahrrad, um Muskelkraft und Vortrieb, und um die Faszination des Radfahrens

Das Radlabor für die Perfektion der Sitzposition

Entscheidend für die Aerodynamik ist gerade die Stirnfläche, die eine direkte Auswirkung auf die mögliche Geschwindigkeit hat, den der Luftwiderstand hat mit rund 80 Prozent den größten Anteil am Gesamtwiderstand. Die Überhöhung der Sitzposition, der Höhendifferenz von Sattel und Aerolenker bietet hier die meisten Möglichkeiten einer Anpassung. Dies hängt natürlich auch ein wenig von der Länge der Oberarme ab, die auf dem Aerolenker etwa einen rechten Winkel zu den Unterarmen bilden. Die neue Position sollte jedoch nur langsam verschärft werden und unbedingt vor einem Wettkampf erprobt werden. Nur wenn eine widerstandsärmere Haltung durch eine starke Überhöhung effizient gefahren werden kann und man nach der zweiten Disziplin nicht mit Rückenbeschwerden vom Rad steigt, bringt eine extremere Aeroposition wirklich Vorteile.

Die Radlabor Pedalkraftanalyse für einen „runden Tritt“

Das Pedal bildet die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Die muskulär erzeugten Kräfte werden hier auf das Fahrrad übertragen, der Abstand zwischen Fußsohle und Pedalachse sollte daher gering sein. Misst man genau an dieser Stelle, so erhält man Informationen über die vom Sportler tatsächlich erzeugten Kräfte. Die Kräfte werden dabei in „effektive Kräfte“, in die für den Vortrieb des Rades verantwortlichen, und in „ungenutzte Kräfte“, die nicht in den Vortrieb umgesetzte, sondern im Material „verpuffende“ Leistung, aufgespalten. Dieses System hat Andreas Bruch zusammen mit seinem Kollegen Dr. Björn Stapelfeldt entwickelt und kann es sogar „mobil“ einsetzbar an jedes andere Ergometer montieren.

Die gewonnen Erkenntnisse und ermittelten Messwerte wurden anschließend auf das Triathlonrad übertragen und durch Veränderung am Sattel und am Lenker die Feinabstimmung der neuen individuellen Sitzposition vorgenommen. Der Effekt war enorm und die Bewegungsabläufe waren spürbar lockerer und harmonischer. Ob es langfristig bei exakt diesen Einstellungen bleiben würde, werden schließlich die nächsten knapp 1000 km zeigen. Erst dann, wenn sich die spezifische Muskulatur auch angepasst hat, lässt sich subjektiv einschätzen, ob man sich mit der neuen Sitzposition auch wohlfühlt. Hier gibt es natürlich einen gewissen Spielraum, in dem man dann in den folgenden Trainingseinheiten nachjustiert.

Im Radlabor geht es um die richtige Sitzposition, um die Harmonie von Mensch und Fahrrad, um Muskelkraft und Vortrieb, und um die Faszination des Radfahrens

Das Radlabor München für die Perfektion der Sitzposition

Fazit

Eines steht fest: Mit dieser professionellen Sitzpositionsanalyse kann verhindert werden, dass der Bewegungsablauf gestört wird und es somit zu Beschwerden wie Muskelverkrampfungen der Arme, des Nackens und des Rückens, oder Schmerzen in den Oberschenkeln, Waden und der Achillessehne kommen kann. Manch ein ambitionierter Triathlet oder Radprofi, der von seinem Trainingsrad auf seine anders eingestellte Zeitfahrmaschine gewechselt hat, musste schon mit Sehnenreizungen gerade im Kniegelenk wegen einer minimal anderen Sitzposition bezahlen. Das zeigt die Bedeutung einer richtigen individuellen Sitzposition mit einer optimalen Passform und einer effizienten, ermüdungsfreien Kraftentfaltung für mehr Komfort und Speed in der zweiten Disziplin.

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ab 110,00 EUR

RADLABOR FACTS

Die Vorteile der Sitzpositionsanalyse Aero
1. Leistungssteigerung ohne Training durch eine optimale Kraftübertragung
2. Schutz vor Fehlbelastungen
3. Ausgleich möglicher Dysbalancen
4. Ursachenforschung und Hilfe bei Beschwerden auf dem Rad
5. Optimierung der Schnittstelle zwischen Mensch und Sportgerät
6. Hilfe im Umgang mit Asymmetrien (z.B. Beinlängendifferenzen)
7. Optimierung der persönlichen Biomechanik
8. Information über Ihre Pedaliertechnik
9. Kraftvergleich von linkem und rechtem Bein
10. „Online-“ Feedback mit direktem Aufschluss über die Pedaliertechnik

Der Ablauf der Sitzpositionsanalyse Aero
• Dauer ca. 75-90 Minuten
• Detaillierte 12-Punkte Laservermessung des Körpers mit dem Radlabor BikeScanner
• Laservermessung der IST-Position Ihres aktuellen Rades (falls vorhanden) mit dem Radlabor BikeScanner
• Abweichungen gegenüber Ihrer bisherigen Position
• Überprüfung der Pedalplatteneinstellung
• Individuelle Empfehlung für Ihre persönliche Sitzposition
• Übersichtliche Analysemappe
• Beratung und Trainingshinweise zum Abbau der Bewegungsbeschwerden und Disbalancen
• Optional: Radvermessung und Empfehlung für ein weiteres Rad (+20€)

Wir empfehle optional die Sitzpositionsanalyse Aero Pro
• Für eine 100%ige high technology Optimierung der Sitzposition & Pedaliertechnik
• Für die Sitzpositionanalyse in Verbindung mit der Kraftübertragung
• Bei (größeren) anatomischen Beschwerden auf dem Rad
• Für Wettkampforientierte Fahrer
• Für Triathlon und die optimale Zeitfahrposition

Die optionale Sitzpositionsanalyse Aero Pro
• Dauer ca. 2,5-3 Stunden
• Paket aus Sitzpositiom Aero und Pedalkraftanalyse (inklusive)
• Eine individuelle Empfehlung für Ihre persönliche Sitzposition auf Basis der Pedalkraftmessung
• Übersichtliche Analysemappe mit:
a. Ihrer optimalen Position auf dem Rad (Triathlon- oder Zeitfahrrad)
b. Ihrer Pedaliertechnik
c. Vergleichen von rechtem und linken Bein
d. Vergleichen zu anderen Sitzpositionen
e. Darstellung über den 360° Pedalverlauf
• Trainingshinweise und Tipps zur Optimierung der Pedaliertechnik


Ich empfehle eine ergänzende Pedalkraftanalyse
• Für eine 100%ige high technology Optimierung der Pedaliertechnik
• Bei gefühlten Kraftdifferenzen zwischen beiden Körperseiten
• Für Rennrad, Mountainbike, Triathlon

Die Vorteile der Pedalkraftanalyse
• Leistungssteigerung ohne Training durch eine optimale Kraftübertragung
• Informationen über Ihre Pedaliertechnik


• Kraftvergleich von linkem und rechtem Bein 


• Optimierung der Schnittstelle zwischen Mensch und Sportgerät

• Optimierung der persönlichen Biomechanik
• „Online-“ Feedback mit direktem Aufschluss über die Pedaliertechnik


• Dauer ca. 1,5 Stunden (bzw. 30 Min. zusätzlich zum Laktattest)
• Differenzen der beiden Körperseiten (rechts/links)
• Übersichtliche Analysemappe mit:
a. Pedaliertechnik
b. Vergleichen von rechtem und linken Bein
c. Vergleich zu anderen Belastungen
d. Darstellung über den 360° Pedalverlauf
• Training auf dem SRM Ergometer mit „Online Feedback“ der Pedalkräfte
• Trainingshinweise und Tipps zur Optimierung der Pedaliertechnik

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