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Zur Jahreshalbzeit stand für einige SUGAR & PAIN Athleten am vergangenen Sonntag, 25. Juni, mit dem Triathlon Chiemsee und Triathlon Würzburg das erste grosse Highlight über die Kurzdistanz und Mitteldistanz der Triathlonsaison 2017 auf dem Rennkalender. Jakob Heindl und Florian Sailer, sowie die Ladies Brigitte Bauer und Julia Jaenicke hatten die 2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer auf dem Rad und 20 Kilometer Laufen in Angriff genommen. Fabian Sailer startete auf der olympischen Distanz am Bayerischen Meer. Sven Pollert wagte sich in Unterfranken auf die Mitteldistanz des Triathlon Würzburg. Für uns bedeutete das somit intensiven Support an diesem Wochenende während der zeitgleich stattfindenden Wettkämpfe auf verschiedenen Distanzen in Chieming und Würzburg.

 

Nach nur einer Woche Regeneration von den Bayerischen Meisterschaften der Kurzdistanz beim Triathlon Erding und dem 4. Platz wollte Jakob Heindl mindestens sein starkes Ergebnis (11. Platz / 2. AK20) des Vorjahres wiederholen, und das bei einem diesmal wahrlich hochkarätigen Teilnehmerfeld mit einer Vielzahl an Profis. Mit Thomas Steger, dem Vorjahressieger, Markus Fachbach, Andreas Giglmayr, Michael Rünz, Markus Liebelt, Lokalmatador Julian Erhardt, Niclas Bock und den frischen Mitteldistanz Europameister Michael Raelert konnten einem durchaus die Knie weich werden. Der Bayerische Vizemeister der Duathlon Kurzdistanz seiner Altersklasse, Florian Sailer konnte aufgrund seines intensiven Studiums keinen Wettkampf in den letzten Wochen absolvieren und saß öfter über seinen Büchern und in der Uni als auf dem Rennrad. Doch so hat jeder der Altersklassen-Athleten seine ganz persönlichen alltäglichen Gegebenheiten, ob privat oder beruflich, in die er sein Triathlon-Training einbinden muss und ihn vor eine ganz individuelle Wettkampfbedingungen stellen.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Startschuss des 6. Eberl Chiemsee Triathlon in Chieming © larasch

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Startschuss des 6. Eberl Chiemsee Triathlon in Chieming © larasch


 

Internationaler Triathlonflair am Bayerischen Meer

Bereits am Samstag war Check-In für die Mittel- und Kurzdistanz des Triathlon Chiemsees bei „noch“ hoch sommerlichen Temperaturen, eher selten für einen Triathlon, der keiner der Marken Challenge oder Ironman angehört. Somit stand das Wochenende für die Akteure und uns ganz im Zeichen des Triathlons und des Chiemsees, wodurch natürlich auch der zauberhafte Ort Chieming und sein umliegenden Gemeinden profitierten. So vielen die Scharen an Triathleten nicht nur kurzfristig zum Rennen wie Heuschrecken über die Region ein und flohen wieder nach vollbrachtem Tagwerk. Die Sportelr bekamen dadurch auch einen saftige Portion bayerische Kultur und Tradition mit auf den Weg und ließen nicht nur leer Gels und Trinkflaschen zurück. Die Pressekonferenz brachte dann die Riege der Pros zusammen und den Vertretern des Volkes und der Medien entsprechend näher, was dem Chiemgau an diesem Wochenende einen internationalen Triathlonflair verlieh. Schließlich waren ein Dutzend Pros zusammen mit den Damen, wie Daniela Sämmler, Ricarda Lisk, Jenny Schulz, Beatrice Weiss oder Tamara Hitz gemeldet.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Fabian Sailer eilt nach 1500 m im stürmischen See zur Wechselzone © Fabian Sailer

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Fabian Sailer eilt nach 1500 m im stürmischen See zur Wechselzone © Fabian Sailer


 

Sturmböen zum Start des Triathlon Chiemsee

Am Sonntag war um 9 Uhr der Start der sechsten Mitteldistanz im südlichen Oberbayern am Strandbad von Chieming.
Und das trotz pünktlich einsetzender, starker Böen und Regen mit dem Start des halben Ironman, der sogar eine Boje der Schwimmstrecke aus der Verankerung riss und abtreiben liess. Vor den Triathleten lag statt des kristallklaren Wasser des Chiemsees vom Vortag nun ein aufgebrachtes Gewässer mit Wellengang und Gischt, wie man es im Grunde von der Nord- und Ostsee kennt. Dennoch hatte der See angenehmen 24 Grad zum Zeitpunkt der Temperaturmessung ergeben, was für die Kurzdistanz ein Verbot der Nutzung des Neoprenanzugs bedeutet. Trotz Neopren mussten manche Triathleten der Mitteldistanz aufgrund des starken Seegangs ihren Wettkampf bereits nach wenigen hundert Metern im Wasser aufgeben. Das restliche Feld schwamm weitflächig verteilt, teils orientierungslos aufgrund der abgetriebenen Boje die knapp 1000 Meter zur Wende hinaus. Allen voran ein unbeirrter Michael Raelert, der angesichts der Wetterbedingung schwamm als gäbe es weder Wind noch Wellen. Nach nur 25:14 Minuten kam der Rostocker bereits aus dem Wasser und hatte seiner Konkurrenz zu diesem Zeitpunkt bereits 1:20 Minuten Rückstand aufgebrummt.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Jenny Schulz hat Spaß trotz Regen und Wind, das Ziel erreicht sie als Zweite hinter Daniela Sämmler © Marc Sjoeberg - www.ingokutsche.de

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Jenny Schulz hat Spaß trotz Regen und Wind, das Ziel erreicht sie als Zweite hinter Daniela Sämmler © Marc Sjoeberg – www.ingokutsche.de


 

Jagd auf die Profis

Jakob und Flo, für die das Schwimmen „noch“ nicht zur schwächeren Disziplin zählt, stiegen fast zeitgleich zehn Minuten später aus dem Chiemsee. Ab jetzt ging’s richtig rund im wahrsten Sinne des Wortes, schliesslich waren der Radkurs zwei Mal und der Laufkurs vier Mal zu bewältigen. Beeindruckender war die beginnende Aufholjagd innerhalb der Altersklassen-Konkurrenz im „Heindl-Stil“. Jakob überrollt regelrecht das komplette Feld und jagt den Profis hinterher. Von Platz 55 nach dem Schwimmen fuhr Jakob auf Platz 16 zum zweiten Wechsel und rannte sogar an die Top Ten hin, mit jeder Runde Minute um Minute näher. Auch Flo Sailer lag optimal auf Kurs, auch wenn er deutlich mehr mit den Wetterbedingungen zu kämpfen hatte, fuhr er beherzt über die sehr nasse Radstrecke. Währenddessen erfolgte der Start für seinen Zwillingsbruder, der die 1500 Kilometer bei ähnlichen Bedingungen ohne Neopren schwimmen durfte. Auch Julia und Brigitte hatten den Kampf gegen die Elemente gut überstanden und waren froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben und endlich auf ihrem Rad zu sitzen. Mit starkem Regen, Wind und nassen Strassen galt „Safety First“ und das Risiko möglichst gering auf dem 40 Kilometer Rundkurs zu halten.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Endlich ins Ziel abbiegen nach vier Runden und 20 Kilometern: Florian Sailer finisht in 4:30 H

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Endlich ins Ziel abbiegen nach vier Runden und 20 Kilometern: Florian Sailer finisht in 4:30 H


 

Heindl stürmt auf’s Podium, Sailer knapp vorbei

Nach 2:26 Stunden über die Kurzdistanz erreichte Fabian Sailer sehr zufrieden das Ziel mit einem 34. Platz gesamt und dem 6. Platz in seiner Altersklasse. Der Sieg ging an den Profi Jan Raphael aus Hannover. Jakob und Flo kamen zu diesem Zeitpunkt zum zweiten Mal in die Wechselzone der Mitteldistanz und überholten weiterhin den ein oder anderen. Doch die Lücken waren relativ groß und für Flo auch die Schmerzen im rechten Fuss auf dem anspruchsvollen Laufkurs. Von ehemals fast neun war Jakob nur noch drei Minuten hinter Platz acht und Profis, wie Niclas Bock oder Julian Erhardt. Es hätte so weiter gehen können, doch nach 20 Kilometern war Schluss in Chieming und der Sturm zum Sieg der Altersklasse sowie einem 12. Platz gesamt der verdiente Lohn.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Strahlender Sieger: Ironman 70.3 Europameister Michael Raelert fliegt in 3:39 Stunden über die Strecke am Bayerischen Meer © Marc Sjoeberg - www.ingokutsche.de

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Strahlender Sieger: Ironman 70.3 Europameister Michael Raelert fliegt in 3:39 Stunden über die Strecke am Bayerischen Meer © Marc Sjoeberg – www.ingokutsche.de


 

Somit waren das Vorjahresergebnis und die Erwartungen bestätigt, ja sogar übertroffen und der Fahrplan für die Ironman 70.3 WM in Chattanooga ist voll im Soll. Nur knapp vorbei am Podium ist Florian Sailer mit dem 4. Platz in der Altersklasse gelaufen und kann dennoch sehr zufrieden sein, die Mitteldistanz bei diesen Wetterbedingungen und mit seinen Fussproblemen erfolgreich gefinisht zu haben. Den Sieg des 6. Eberl Chiemsee Triathlons über die Mitteldistanz holte sich erwartungsgemäss Triathlonprofi Michael Raelert aus Rostock vor dem Österreicher Thomas Steger und Markus Fachbach.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Der Lohn eines harten Rennens: Jakob Heindl, 12 Platz und Gewinner der AK 20 M bei der Siegerehrung zusammen mit Thomas Steger und Michael Raelert (v.r.)

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Der Lohn eines harten Rennens: Jakob Heindl, 12 Platz und Gewinner der AK 20 M bei der Siegerehrung zusammen mit Thomas Steger und Michael Raelert (v.r.)


 

Solide Leistungen der Mädels bei harten Bedingungen

Julia Jaenicke wurde bei den Damen Zwölfte in 4:47 Stunden und Brigitte Bauer kam glücklich nach 5:34 Stunden auf Platz 35 ins Ziel am Chiemsee. Schnellste Frau war auch 2017 wieder Daniela Sämmler, die erst eine Woche zuvor bei der Challenge Heilbronn über die selbe Distanz triumphieren konnte. Damit war die Schlacht geschlagen und nach überschreiten der Ziellinie gings geradewegs in den Chiemsee, um den Motoren wieder herunterzukühlen, den Dreck abzuspülen und die Wunden zu „lecken“. Denn mittlerweile hat, wie so oft, der Regen aufgehört, der Wind abgeflacht und der Himmel wieder ein paar Sonnenstrahlen durchgelassen.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Sven Pollert glücklich nach seinem Erfolg auf der Mitteldistanz des Triathlon Würzburg 2017

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Sven Pollert glücklich nach seinem Erfolg auf der Mitteldistanz des Triathlon Würzburg 2017


 

Sven Pollert mit Platz 6 auf der Mitteldistanz Würzburg und schnellster im Wasser

Am 25. Juni fand auch in Würzburg eine Mitteldistanz, die sich Sven Pollert am Sonntag vorgenommen hat.
Den 24 Grad warmen Erlabrunner See, Neopren war gerade noch für die erste Disziplin erlaubt, hat Sven gleich mal als Schnellster in 29:43 Minuten über die drei Runden durchschwommen und somit auch als erster auf dem Rad. Nach einer verhaltenen ersten Radrunde hat er dann Druck über die zweiten 40 Kilometer auf dem bergigen Radkurs am Main gemacht, aber dennoch zwei Plätze in der Altersklassen-Wertung vorerst verloren. Der Plan war das eigene Tempo unbeeindruckt durchzuziehen und sich nicht von der Konkurrenz das Rennen überstülpen zu lassen. Denn auch in Würzburg war der Wind hart und die Strecke mit knapp 800 Höhenmeter durchaus knackig. Hier kann man mehr verlieren als gewinnen und schließlich galt es auch noch 20 Kilometer zu laufen
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Nach 80 km Rad ab auf die Laufstrecke für die letzten 20 km der Triathlon Würzburg Mitteldistanz

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Nach 80 km Rad ab auf die Laufstrecke für die letzten 20 km der Triathlon Würzburg Mitteldistanz


 

Nach 2:12:29 Stunden waren die 80 Kilometer geschafft und es wurde in die Laufschuhe gewechselt. Die Beine noch fit war es jetzt entscheidend moderat den Übergang zu schaffen ohne den Anschluss zu verlieren. Die ersten acht Kilometer liefen mit einer vierer Pace gefolgt von vier Kilometern mit 4:20 Minuten / Kilometer. Der Vorsprung der Konkurrenz schmolzt stetig, die Form war voll im Plan und der Versorgung optimal, so dass Sven auf den verbleibenden acht Kilometern das Tempo wieder verschärfen konnte. Mit der fünft besten Laufzeit ist Sven Pollert in 1:21:09 Stunden wieder von Platz 5 auf 3 seiner Altersklasse vorgelaufen und hat in 4:03:21 Stunden als gesamt Siebter gefinisht. Nach einem erst kurzzeitigen Coaching lief das erste Highlight, die Mitteldistanz des Triathlon Würzburg für Sven Pollert in puncto Leistungsentwicklung, Energieversorgung und Strategie optimal. Darauf lässt sich in den nächsten Wochen mit dem Saisonziel Ironman 70.3 Zell am See aufbauen.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Erstes Saisonhighlight erfolgreich gefinisht: Sven Pollert 7. Platz und 3. Platz Altersklasse in 4:03 H beim Traithlon Würzburg 2017

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Erstes Saisonhighlight erfolgreich gefinisht: Sven Pollert 7. Platz und 3. Platz Altersklasse in 4:03 H beim Traithlon Würzburg 2017


 

Das sind starke Erfolge aller Athleten im Kampf gegen die Elemente in Würzburg und Chieming am vergangenen Wochenend. Darauf können wir für die zweite Saisonhälfte aufbauen und genießen erst einmal einen frischen Espresso am Chiemsee Strand.
 

ERGEBNISSE

6. Chiemsee Triathlon 2017
Kurzdistanz
Fabian Sailer / 34. Platz / 6. Platz AK 20 M / 2:26:45 h
 

Mitteldistanz
Jakob Heindl / 12. Platz / 1. Platz AK 20 M / 3:59:48 h
Florian Sailer / 50. Platz / 4. Platz AK 20 M / 4:30:22 h
Julia Jaenicke / 105. Platz / 5. Platz AK 35 W / 4:47:46 h
Brigitte Bauer / 256. Platz / 6. Platz AK 45 W / 5:34:19 h
 

Würzburg Triathlon 2017
Mitteldistanz
Sven Pollert / 7. Platz / 3. Platz AK 25 M / 4:03:21 h
 

INFO & QUELLEN

Veranstaltung 6. Chiemsee Triathlon 2017
Homepage Ergebnisse Instagram #TriChi17 

Veranstaltung Würzburg Triathlon 2017
Homepage Ergebnisse  

PHOTOCREDIT

© Wechselszene
© Jakob Heindl
© Fabian Sailer
© Florian Sailer
© Sven Pollert
© Ingo Kutsche
© Larasch
© Marc Sjoeberg
 

Es gibt wohl kaum einen ambitionierten Ausdauersportler, der bisher noch keines der pappig süssen Energy Gels probiert hat. Die sämige Pampe ist der definitiv schnellste verfügbare Energienachschub für unterwegs. Ganz egal, ob während eines langen Trainings, eines Marathon oder Triathlon, der klebrig süsse Sirup liefert hochkonzentrierte Kohlenhydrate, füllt die Energiespeicher und erhält somit länger deine Leistungsfähigkeit. Zudem kommen Energy Gels meist optimal portioniert und praktisch verpackt, so dass sie sich einfach transportieren und leicht verstauen lassen. Aber was unterscheidet die zahlreichen Energy Gels und wie wichtig sind die zahlreichen Zusatzstoffe? Die Qual der Wahl ist nicht nur eine Frage des guten Geschmacks, sondern auch der Verträglichkeit.

Damit während langer Trainingseinheiten oder Wettkämpfen die Leistungsfähigkeit möglichst lange erhalten bleibt und nicht die Energie ausgeht, gibt es einige praktische Möglichkeiten, seine Speicher regelmäßig mit Kohlenhydraten nachzufüllen. Echte Lebensmittel, wie Bananen oder Rosinen sind natürlich stets die bessere Wahl aber lassen sich nicht immer und in den erforderliche Mengen mitführen, besonders im Triathlon und vor allem bei Läufen. Hier ist ein weiterer und entscheidender Aspekt die leichte Verdaulichkeit und schnelle Verfügbarkeit der Kohlenhydrate.

Genau dafür bieten die Nahrungsergänzungshersteller optimale Lösungen mit einem fast unüberschaubaren Sortiment kohlenhdratreicher Energiespender. Die Produkpalette ist so kreativ, wie vielseitig und reicht von Riegeln, Drops, Jellys, Chips, Shots und Boost bis zu Gels. Energy Gels sind sicherlich die beleibtesten Kohlenhydratlieferante und fast jeder Ausdauersportler ist mit dem klebrig süssen Sirup vor oder während eines Wettkampfs schon einmal in Kontakt gebunden. Dutzende Hersteller bieten inzwischen diese pappige Art des Energieschubs an, die Auswahl an sogenannten Ultra-Multisport-Power-Carbo-Energy-Gels reicht von koffeinierter Vanilla-Kirsch über bis zu Passionsfrucht, mit Guarana gesättigt, das Beutelchen zu knapp zwei Euro.

Das ist viel Geld dafür, dafür dass die meisten Gels aus Mixturen mehrerer Zuckerarten bestehen.Ich selbst habe schon die verschiedensten Energy Gels, während des Trainings, vor allem bei langen Läufen, auf Radtouren und in Triathlons ausprobiert. Insbesondere in einem Marathon und erst recht bei einem Ironman, sind die praktisch verpackten und hochkonzentrierten Gels die wichtigsten Energielieferanten, um nicht mit leeren Kohlenhydratspeichern einem Hungerast entgegen zu steuern und eventuell frühzeitig sein Vorhaben abbrechen zu müssen.


Warum sind Energy Gels nur ein Teil der Energierechnung?

Das wir während des Sports überhaupt Energienachschub brauchen, hängt natürlich mit unserem Stoffwechsel zusammen: Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle für intensive Leistungen während unsere Muskulatur für die Grundlagenausdauer hauptsächlich durch den Fettstoffwechsel versorgt wird. Die Kohlenhydrate beziehen die Kraftwerke der Muskelzellen (Mitochondrien) dabei aus den umliegenden Kohlenhydratspeichern und der Leber in Form von Traubenzucker (Glukose). Allerdings kann unser Körper nur in begrenzter Menge die Glukose in Form von Leber- und Muskelglykogen speichern. Selbst bei einem bestens trainierten Ausdauersportler sind die gefüllten Glykogenspeicher nach etwa 90 Minuten intesiver Belastung ausgeschöpft. Wenn dann ein Wettkampf oder die Trainingseinheit länger dauert, dann ist rechtzeitig eine regelmäßige Energiezufuhr mit Kohlenhydraten erforderlich, um die Leistung zu erhalten. Andernfalls muss die Intensität, in der Regel das Tempo, muss gedrosselt werden. Dennoch ist es selbst mit Energy Gels nicht möglich ein hohes Lauftempo unbegrenzt beliebig lang aufrechterhalten, denn auch die Verdauung der Glukose und die Transportwege vom Magen ins Blut und zu den Muskeln sind begrenzt.


Die richtige Mischung macht’s

Dennoch, Energy Gels sind eigens für den schnellen Energieschub entwickelt und das erkennt man schon an ihrer Zusammensetzung und den Nährstoffen: 0 % Eiweiss, 0 % Fett und fast 100 % Kohlenhydrate. Die Kohlenhydrate sind idealerweise eine optimale Mischung aus Maltodextrin, Glukose, Fruktose und Wasser. Manche Energy Gels enthalten geringe Mengen an Aminosäuren, Mineralstoffe und Elektrolyte, sowie Vitamine und natürlich Aroma für die gewünschte Geschmacksrichtung. Relativ neu ist Koffein den Energy Gels beizumischen. Abhängig von der Verpackungsgröße beträgt der Energiegehalt eines Beutels 100 – 200 kcal und liefert 25 – 50 g Kohlenhydrate aus schnell verfügbaren Zuckern. Somit muss ein durchschnittlicher Ausdauersportler von 75 kg bei intensiver Belastung über 90 Minuten stündlich 2 – 3 Enery Gel Beutel (70 – 90 g CHO / h) leeren.

Bei Kohlenhydratquellen, die zudem Fruktose enthalten können bis maximal 120 g Kohlenhydrate verzehrt werden. Neben kohlenhydratreichen Getränken sind Energy Gels eine optimale Möglichkeit für den kurzfristigen und in der Regel gut vertäglichen Energienachschub. Vorausgesetzt du trinkst ausreichend Wasser oder andere verdünnte Getränke zu dem hochkonzentrierten Kohlenhydratsirup, um die Maganverträglichkeit zu gewährleisten. Für die ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist das ohnhin erforderlich und bestens vor sowie unmittelbar nach der Aufnahme eines Energy Gels zu trinken. Nachteil von Energy Gels sind ihre geringe Nährstoffdichte im Vergleich zu Energieriegeln – ganz abgesehen von ihrem relativ hohen Preis und dem Verpackungsabfall.


Wozu Fettstoffwechseltraining, wenn’s doch Energy Gels gibt?

Die Basis für einen hohen Wirkungsgrad von Kohlehydraten ist natürlich ein gezieltes Fettstoffwechseltraining, um so den Fettanteil an der Energiegewinnung anzuheben und die endlichen Kohlenhydratspeicher länger schonen. Für Höchstleitungen und persönliche Bestzeiten kommen dann, nach dem entsprechenden Füllen der Kohlenhydratspeicher vor der Belastung, die gut verträglichen und hochkonzentrierten Kohlenhydratquellen zum Einsatz. Energy Gels bieten dabei gegenüber festen Kohlenhydratquellen, wie Riegeln, Bananen oder Drops einen Vorteil: Die flüssige Konsistenz verkürzt die Verweildauer im Magen-Darm-Trakt und die Energie steht schneller zur Verfügung als bei fester Nahrung. Zudem kann die hohe Herzfrequenz bei intensiven Belastungen das Kauen erschweren und man muss lange auf einem trockenen Riegel rumkauen bis man ihn schlucken kann.

Während des Trainings mag das weniger problematisch sein, im Wettkampf hingegen sollte die Nahrungsaufnahme einfach zu handhaben und aufzunehmen sein. Energy Gels in Kombination mit kohlenhydratreichen Getränken sind hierfür geradezu ideal. Während längeren Grand Fondos kannst du das natürlich leichter mit festen Kohlenhydratquellen kombinieren. Die zweite Disziplin einer Triathlon Halbdistanz oder gar eines Ironman ist ebenso der beste Zeitpunkt für etwas Abwechslung in der Nahrungsaufnahmen. In Läufen, selbst in einem Marathon ist von festen Energielieferanten eher abzuraten, da sie schwer verdaulich sind, lange im Magen verweilen und zu beschwerden führen können.


Der Ernährungstest während des Trainings

Die Verträglichkeit sämtlicher, persönlich bevorzugten Kohlenhydratquellen solltest du allerdings unbedingt während des Trainings, wie bei langen Lauf- oder Radeinheiten in der Grundlagenausdauer 1 – 2, um während großer Touren oder Wettkämpfen keine bösen Überraschungen zu erleben. Athleten profitieren während intensiver Leistungen besonders von der optimalem Mischung aus Maltodextrose, Glukose und einem geringen Anteil Fruktose. Gerade ein zu hoher Fruchtzuckeranteil kann sehr heikel werden, da Fruktose einerseits erst den Weg über die Leber zu den Muskeln nehmen muss und wenn ein Athlet andererseits unter einer Fruktoseintoleranz leidet. Fruktose sollte daher stets an letzter Stelle der verschiedenen Zucker auf der Zutatenliste stehen oder bei Problemen erst gar nicht enthalten sein (z.B. Multipower Frodissimo Gel). Die anderen kurzkettigen Zucker wie Glukose oder Saccharose stehen der Muskulatur zwar schneller zur Verfügung, sorgen aber auch für eine starke Insulinreaktion und in der Folge einen schnellen Abfall des Blutzuckerspiegel. Es ist daher erforderlich regelmäßig und schneller wieder ein Gel nachlegen.

Das mittelkettige Kohlenhydrate Maltodextrin wirkt wie ein Puffer und sorgt dagegen für eine gleichmäßige Aufnahme der Glukose ins Blut. Vermengt man diese Energieträger noch mit etwas Isomaltulose kann man die beinahe perfekte Mischung an Kohlenhydratquellen zusammenstellen. im Gegensatz zu einfachkettigen Zucker findet die Verdauung noch einmal langsamer statt, sodass die glykämische Wirkung sehr niedrig ist und die Glukose dem Körper über einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Denn insgesamt kann unser Magen-Darm-Trakt pro Stunde etwa 1 – 1,5 g Glukose pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Durch Fruktose lässt sich die Aufnahme zwar noch einmal Erhöhen, aber die möglichen Risiken habe ich ja bereits erklärt. Etwa 150 – 250 ml Flüssigkeit sollten zu einem Gel getrunken werden.


Elektrolyte und Mineralstoffe – das Salz im Energy Gel

Um den Verlust von Elektrolyten und Mineralstoffen durch Schwitzen während intensiver Belastungen und gerade bei hohen Temperaturen auszugleichen, sollten in den Kohlenhydratquellen diese wichtigen Zutaten, wie Natrium und Kalium nicht fehlen. Kommt alles zusammen in einem Erngy Gel, dann erleichtert es die Aufnahme. Ein hoher Kalium- und Natriumgehalt kann Muskelkrämpfe, aber auch Magenkrämpfe während hoher Belastungen vermeiden. Schließlich kann der Wasserverlust zur Regulation der Körpertemperatur 2 – 3 Liter Schweiß / Stunde sein und mit bis zu 1,5 g Natrium und 150 – 200 Kalium/ Liter einhergehen. Pro Stunden mindestens 0,75 – 1,5 g Natrium (Messerspitze Kochsalz) mit einem Liter Wasser aufzunehmen. Alternativ können auch Salztabletten verwendet werden. Sie enthalten neben der richtigen Dosis Natrium und Kalium meist auch weitere essentielle Mineralstoffe.

INFORMATIONEN

HOMEPAGE Multipower
HOMEPAGE Cliff Bar
HOMEPAGE 32Gi Sports Nutrition
HOMEPAGE GU Energy
HOMEPAGE PowerBar

Kein geringerer als Faris Al-Sultan ist am Freitag, 22. Juli zur Streckenbesichtigung in Beilngries. Also nicht die Chance verpassen und mit dem Ironman World Champion im Vorfeld des Bühler Beilngries Triathlons die Strecke mit dem Fahrrad abfahren. Im Anschluss erzählt der Münchner in seinem interaktiven Vortrag alles über Erfolge, Trainings uvm. Natürlich gibt er auch hilfreiche Tipps für den eigenen Triathlon.

Programm für Freitag, 22. Juli

• 14.30 Uhr: Treffpunkt, Haus des Gastes (Hauptstraße 14, 92339 Beilngries), Parkmöglichkeit direkt in der Hauptstraße – bitte eigene Fahrräder mitbringen,
• 14.40 Uhr – 15.50 Uhr: Streckenbesichtigung
• 16.00 Uhr: interaktiver Vortrag Faris Al-Sultan, Haus des Gastes
• während des Vortrags dürfen die Zuschauer gerne Fragen stellen
• Interview- und Fotomöglichkeit am Ende des Vortrags
• 17.00 Uhr: voraussichtliches Ende

Beilngries feiert 2016 sein Triathlon-Debüt

Am Samstag, 27. und Sonntag, 28. August 2016 feiert Beilngries eine Premiere: In der quirligen Zwiebeltreterstadt findet der erste Naturpark-Altmühltal-Triathlon statt. Für die Teilnehmer wird es ein aufregender Wettbewerb, denn es geht auf sehr abwechslungsreiche Strecken. Ob beim Schwimmen im Main-Donau-Kanal, beim Rennradfahren mit Blick auf beeindruckende Jurakalkfelsen oder beim Laufen durch die historische Altstadt mit barocken Bauten und mittelalterlichen Türmen. Teilnehmen kann jeder – Freizeitathleten, Hobbysportler, Teams und Firmenmannschaften oder Kinder. Bewegung und Attraktionen stehen im Vordergrund und zwar für die ganze Familie.

Bühler Beilngries Triathlon inklusive Super Sprint Mixed Team Relay

Beilngries wird noch eine zweite Premiere vom 27. bis 28. August feiern. Neben dem erstmals stattfindenden Bühler Beilngries Triathlon im Naturpark Altmühltal, präsentiert der Veranstalter, Endurance-Sportevents, auch die ersten Bayerischen Meisterschaften im Super Sprint Mixed Team Relay. Dieser Wettbewerb ist noch weitgehend unbekannt, soll aber ab 2016 ein Wettbewerb der Olympischen Spiel in Rio werden. Dieses Format ist ein idealer Wettkampf für Vereine mit ambitionierten Athleten, aber auch für alle Altersklassen, die den olympischen Gedanken teilen.

So funktioniert die Super Sprint Mixed Team Relay

Ein Team besteht aus vier Personen: Zwei männlichen und zwei weiblichen Athleten, die in der Reihenfolge Frau, Mann, Frau, Mann starten. Alle Athleten absolvieren einen kompletten Triathlon – 300 Meter Schwimmen, 8 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen. Die Zeit läuft dabei kontinuierlich weiter und zählt vom Start des ersten Teamstarters bis zum Zieleinlauf des vierten Athleten. Häufigen Führungswechsel und Spannung der bunt gemischten Mannschaften ist garantiert.

INFORMATIONEN

HOMEPAGE Triathlon Beilngries
ANMELDUNG Triathlon Beilngries

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• Der Gutschein ist innerhalb von 6 Monaten ab Ausstellungsdatum einzulösen

Trainingsphasen und Periodisierung? Die Triathlonsaison ist kaum vorüber, schon werden neue Pläne für das nächste Jahr geschmiedet und Ziele formuliert. Motiviert von einer erfolgreichen, vergangenen Saison, von starken Rennen und neuen Bestzeiten oder von Wettkämpfen mit „gebrauchten“ Tagen, an denen man sich mehr erwartet hatte. Nach der Saison ist vor der Saison. Ganz egal, ob man es in der nächsten Triathlonsaison einfach besser machen möchte oder sich neue Ziel, wie zum Beispiel die erste Langdistanz steckt: Voraussetzung für den Erfolg im Triathlon ist die richtige Saisonplanung und Trainingsperiodisierung: Die Einteilung des Jahres in Trainingsphasen bzw. –perioden. Nur dann ist es möglich auf den Punkt fit für das persönliche Highlight zu sein …

Die begehrten Startplätze der beliebten Triathlonrennen sind oft nach kurzer Zeit ausgebucht und so muss man sich schon zwölf Monate für eines seiner Highlights der nächsten Saison entscheiden. Damit steht das Ziel schon sehr früh fest, wann man sich im nächsten Jahr der großen Herausforderung stellt und so wird auch bald noch ein passendes Trainingslager gebucht. Damit steht für die Meisten die grobe Planung der kommenden Triathlonsaison, doch der Teufel steckt im Detail. Auch weil es in der Regel selten bei nur einem einzigen Wettkampf und Highlight bleiben soll. Kein Problem – vorausgesetzt man beachtet in der Planung und im Aufbau seines Trainings, der Trainingseinheiten und Trainingswochen auch bestimmte Regeln. Liegt es doch in der Natur eines jeden Athleten, sich in Bestform präsentieren und alles geben zu wollen, sobald der Startschuss fällt.
 

Die Trainingsphasen entscheiden über deine Leistung

Gerade dann, wenn man neben dem Alltag, neben Beruf und Familie nicht vom Weg abkommen und sein persönliches Ziel erfolgreich und gesund erreichen möchte, dann ist eine Trainingsplanung über die vielen Wochen und Monate der Vorbereitung erforderlich. Ein Triathlon Coach kann dich hierbei unterstützen und optimal begleiten. Das kann viel Zeit, Arbeit und unnötigen Stress vermeiden. Ausgehend von deinem oder deinen persönlichen Saisonzielen wird im ersten Schritt die Triathlonsaison gemeinsam geplant und dann die Trainingsphasen bestimmt. Natürlich führen viele Wege ans Ziel, aber für einen muss man sich entscheiden und diesen dann konsequent mit Geduld gehen. Diese Periodisierung, die Einteilung in zeitliche Abschnitte, ist massgeblich für den individuellen Leistungsaufbau. Aber welche Trainingsphasen gibt es im Triathlontraining? Wie lange dauert eine Trainingsphase? Welche Trainingsinhalte werden in den jeweiligen Trainingsphasen trainiert?

Mit diesen 7 Tipps zur Periodisierung und richtigen Saisonplanung im Triathlon kannst du dein Trainingsjahr besser planen:
 

1. Trainingsphasen und Periodisierung im Triathlon

Die Dauer und Einteilung der Trainingsphasen ist abhhängig von den individuellen Rahmenbedingungen, deinem Alltag, Beruf und Familie, und der eingeplanten Zeit für das Training in den drei Kernporarten. Auch die Anzahl der Wettkämpfe und die geplante Dauer deiner Triathlonsaison (Wettkampfsaison) sind massgeblich. Ideal ist es, das Trainingsjahr (Makrozyklus) in fünf bis sechs Trainingsphasen einzuteilen: Grundlagentraining, Aufbautraining, Intensitätstraining, wettkampfspezifisches Training, die Wettkampfphase mit Saisonhighlight, und der Erholungsphase bzw. einer Übergangsphase bei mehr als einem Saisonhighlight. In Abhängigkeit von Alter, Trainingsalter und Leistungsfähigkeit des Triathleten sowie der Zielstellung dauern diese Perioden vier bis zwölf Wochen.
 

2. Grundlagen legen für die Höchstform

In der ersten Trainingsphase wird vor allem an den konditionellen Fähigkeiten gearbeitet und die individuelle Belastbarkeit verbessert. Sie ist das Fundament deren Schwerpunkt in erster Linie auf der Verbesserung von Grundlagenausdauer und Fettverbrennung (Ausdauerfähigkeit mit niedriger Herzfrequenz), sowie der speziellen Kraftausdauer mit regelmäßigem Athletiktraining liegt. Sie wird Vorbereitungsperiode 1 genannt., kurz VP1. In Abhängigkeit von deinem Trainingszustand und dem Trainingsziel dauert diese Periode mindesten 8 bis 12 Wochen. Für Triathleten mit einer guten Grundlagenausdauer, die schon drei oder mehr Jahre Triathlonwettkämpfe machen, sind acht Wochen meist ausreichend. Für untrainierte Athleten, Einsteiger, aber auch Wiedereinsteiger ist die VP1 die wichtigste Trainingsphase. Sie kann durchaus auch länger als 12 Wochen andauern und mit kleinen Wettkämpfen in den Einzeldisziplinen gespickt werden, um die Form zu testen oder zu heben. Das Training wir vor diesen Formtests allerdings kaum reduziert. Es würden dadurch zu viele Trainingstage verloren gehen.
 

3. Salz und Pfeffer für die zweite Trainingsphase

In der Vorbereitungsperiode 2 werden die Umfänge gesteigert und das Training wird spezifischer gestaltet als in der VP1. In dieser Trainingsphase werden immer öfter spezielle Kraft- und Athletikübungen mit eingebaut. Das spezifische Krafttraining auf dem Rad oder im Laufen wird beispielsweise durch Einheiten am Berg umgesetzt. Es verbessert das Stehvermögen. Mit dem Rad werden große Übersetzungen mit niederiger Frequenz getreten. Durch immer größere Übersetzungen mit niedrigen Trittfrequenzen resultieren höhere Geschwindigkeiten. Dennoch ist mit zu intensiven Trainingsbelastungen noch vorsichtig umzugehen, um keinen negativen Einfluss auf die aerobe Entwicklung zu haben. Es werden dabei regelmäßig Trainingseinheiten knapp unterhalb der anaeroben Schwelle mit dem Ziel absolviert, diese Belastungen über einen immer längeren Zeitraum durchzuhalten. In der Regel dauert die ‚Aufbau‘-Periode erneut 8 Wochen und kann bei Bedarf bis zu 12 Wochen ausgedehnt werden. Die VP2 ist gemeinsam mit der nächsten Trainingsphase, der „Intensivierungs-Periode“ die anstrengenste Periode. Während dieses Zeitraums, meist im Spätwinter und Frühjahr, ist das Wetter oft noch nicht optimal für die langen, entspannten Trainingseinheiten auf dem Rennrad. Das ist der optimale Zeitpunkt ist zu dieser Jahreszeit ein Trainingscamp in trockenen und wärmeren Regionen einzuplanen.
 

4. Mit der Intensivierung zur Zielgeschwindigkeit

Während der nächsten 4 bis 8 Wochen geht es um die spezifische Formausprägung und auch oft schon um die Vorbereitung auf ersten Wettkämpfe. Die Grundlage ist gelegt und diese muss jetzt in der Vorbereitungsphase 3 durch systematisches Training in Wettkampftempo, sprich Zielgeschwindigkeit umgewandelt werden. Es stehen lange (aerobe + anaerobe) Intervalle und zusätzlich intensive Intervalle auf dem Trainingsplan, denen nun regelmäßige Erholungstage folgen – entscheiden für die Leistungsentwicklung. Die Umfänge bleiben während der VP3 (Intensivierungsphase) dennoch hoch oder können sogar noch gesteigert werden. Hohe Umfänge werden noch immer als Ausdauertraining mit niedriger Herzfrequenz durchgeführt. In dieser Trainingsphase kann ein zweites Trainingslager in moderatem Klima das Leistungsniveau deutlich heben.
 

5. Die Dosis macht das Gift – kürzer und knackiger

Jetzt beginnt die Zeit deiner unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und nach Monaten mit unzähligen Trainingseinheiten und harten Training bist du schon fast bereit für den ersten Saisonhöhepunkt. In dieser Phase wird die Intensität spürbar höher, die Umfänge moderater – die Trainingseinheiten sind oft kurz aber knackig, die Erholung entscheidend für deine Leistungsentwicklung, jetzt macht die Dosis das Gift – es ist Zeit zu „tapern“. Die Taperphase ist sehr individuell. Sie kann von nur einigen Tagen bis mehrere Wochen dauern, je nach Saisonziel. Auf dem Trainingsplan stehen intensive Intervalle, Bergtraining oder auch Bahntraining. Wettkämpfe können während der Taperphase manche Trainingseinheit ersetzen. Inhaltlich kannt während einer mehrwöchigen Taperphase durchaus Variationen praktiziert werden: Intensität hoch halten und Umfänge reduzieren, Umfänge hoch halten und Intensität reduzieren, oder sowohl Umfang und Intensität stufenweise rausnehmen.
 

6. Jetzt zählt’s – Zeit die Früchte zu ernten!

Jetzt bist du in Topform, die Trainingsumfänge sind geringer, die Intensität bleibt wegen der Wettkämpfe hoch und die Erholung ist entscheidendes Trainingsmittel. Jetzt beginnt die Zeit die Früchte der monatelangen Strapazen und Entbehrungen zu ernten. Ziel ist es auf den Punkt die beste Leistung abzurufen oder über einen bestimmten Zeitraum auf einem hohen Niveau zu halten. Abhängig von der Anzahl der Rennen wechseln intensive Trainingseinheiten und passive oder auch aktive Erholungstage im ein oder zwei Wochenzyklus. In dieser Periode ist die unmittelbare Regeneration nach einem Wettkampf oder nach intensiven Trainingseinheiten besonders entscheidend für den Erhalt des Leistungsfähigkeit. Die Dauer der Wettkampfphase kann je nach Anzahl der Rennen und Athlet variieren und ist meist vier bis sechs Wochen lang. Das Alter des Athleten, das Trainingsalter und die Erholungsfähigkeit spielen bei Umfang und Häufigkeit der intensiven Belastungen eine leistungslimitierend Rolle. Sind zwei mögliche Saisonhöhepunkte geplant, die zeitlich deutlich auseinanderliegen, dann kann man die Wettkampfsaison splitten.
 

7. Nach der Arbeit sollst Du ruhen: Erholung in der Übergangsperiode

Nach einer anstrengenden Saison solltest du eine sechs- bis achtwöchige Trainingspause machen. Jeder Mensch, auch ein Sportler, braucht einmal Ruhe und Erholung. Das gilt für den Breitensportler genauso wie für den Hochleistungssportler. Das bedeutet aber nicht zwingend keinen Sport mehr zu machen und faul auf der Couch zu liegen. Alternative Aktivitäten, unspezifische Sportarten ohne großen Ambitionen sind in der Erholungsphase bzw. Off Season gefragt. Lockere Ausfahrten mit niedriger Herzfrequenz auf dem Mountainbike, geimensam Wandertouren oder Klettern bringen Abwechslung in den bisherigen Trainingsalltag. Es geht jetzt vor allem darum deinen Kopf frei zu bekommen und den Akku wieder aufzuladen dami du dann wieder mit neuer Motivation in die neue Saison starten kannst.

Falls du eine lange Wettkampfsaison oder zwei Saisonhöhepunkte planst, dann sieht das etwas anders aus. Hier ist am besten eine Zweifach- oder Merhfachperiodisierung mit der Jahresplanung zu berücksichtigen und manche Trainingsphasen sind entsprechend zu verkürzen. Dazwischen wird dann eine Übergangsphase integriert. Das ist zum Beispiel bei einer früh im Jahr geplanten Langdistanz, wie einem IRONMAN mit geplanter Qualifikation für Hawaii der Fall und sollte idealerweise auch schon mit einem Plan B für den 2. Versuch im Mittsommer berücksichtigt werden.
 

Für Fragen und mehr Informationen kannst Du mir gerne ein MAIL schreiben.

 

FACTS

MIKROZYKLUS Trainingsplanung / 1 – 4 Wochen
MESOZYKLUS Trainingsphase / 2 – 4 Mikrozyklen
MAKROZYKLUS Jahresplanung / 3 – 12 Monate
PERIODISIERUNG Einfach-, Zweifach-, Mehrfachperiodisierung

TRIANINGSPHASEN
Vorbereitungsphase 1 (VP1)
Vorbereitungsphase 2 (VP2)
Vorbereitungsphase 3 (VP3)
Taperphase (TP)
Wettkampfphase (WP)
Übergangsphase (ÜP)

MORE INFO

PERSONAL COACHING – Individuelle Trainingsplanung für Triathleten und Ausdauersportler

Stefan Drexl 15. / 3. AK5 / 02:24:18

Die zweite Station der jungen Saison 2015 war der Sixtus Schliersee Alpen Triathlon am 13. Juni in den bayerischen Bergen – die wohl härteste Kurzdistanz.

HIER der ausführliche Rennbericht!
WEBSITE SIXTUS SCHLIERSEE ALPEN TRIATHLON 2015

Simon Drexl 23. / JUG A / 00:57:13
Stefan Drexl 13. / 2. AK5 / 01:31:11

Alle Infos und Ergebnisse

Das Auftaktrennen des DTU Jugend Cup 2015 und spannende Duell der Profi-Starter Kienle und Bracht beim Heidesee Triathlon 2015.

Am Sonntag, 17. Mai 2015 fand der sehr gut organisierte Heidesee Triathlon zum 27. Mal in Forst statt. Nicht nur beste Wetterbedingungen sorgten für einen erfolgreichen Wettkampftag mit über 600 Teilnehmern, der beste Triathlon-Nachwuchs Deutschlands und hochkarätige Profi Triathleten lockten Zuschauer von Nah und Fern zum DTU Jugend Cup 2015 und Heidesee Triathlon 2015!
Ergebnisse DTU Triathlon Jugendcup

Bei optimalen Wetterbedingungen waren fast 500 Ausdauersportler aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien und sogar Kanada am Samstag, 13. Juni 2015 beim Sixtus Schliersee Alpen Triathlon gestartet, um die schnellste Triathletin und den schnellsten Triathlet hinauf zum Spitzingsee zu ermitteln.

Die 28. Auflage des Alpen Triathlon wollte ich mir im Rahmen meiner Vorbereitung auf die erste Langdistanz nicht entgehen lassen und habe mich kurzfristig für einen Start über die legendäre und wohl härteste Kurzdistanz entschieden. Mit dabei war auch ein Team des Regionalfernsehen Oberbayern (RFO), welches die Triathleten auf den spektakulären Wettkampfstrecken mit der Kamera begleitet hat. Mittendrin im spannenden Geschehen, hautnah und dennoch unbemerkt entstand der Videobeweise mit dem Alpen Triathlon Video. Mein gelber Helm und die gelben Schuhe von MAVIC waren wohl ein idealer Eyecatcher und beliebtes Motiv für das RFO-Team auf der Radstrecke. Schön zu sehen sind mein Schwimmausstieg und der Wechsel auf die Laufstrecke.

Hier der Link zum Alpen Triathlon Video

VIDEO SIXTUS SCHLIERSEE ALPEN TRIATHLON 2015

Die Moderation des Alpen Triathlon Video und der Schnitt wären noch etwas ausbaufähig und könnten damit authentischer und spannender umgesetzt werden, um so der Sportart gerecht zu werden und mehr Menschen für Triathlon zu begeistern.

Das Alpen Triathlon Video ist eine schöne persönliche Erinnerung an einen großartigen Wettkampf: Sixtus Schliersee Alpen Triathlon 2015

MEIN BERICHT zum SIXTUS SCHLIERSEE ALPEN TRIATHLON 2015

Die Siege des Sixtus Schliersee Alpen Triathlon 2015 gingen an Julia Viellehner bei den Frauen und an Thomas Steger vom Pewag Racing Team. Erstmals fiel der Startschuss des Sixtus Schliersee Alpen Triathlon 2015 um 14.00 Uhr. Neu war auch die zweite Wechselzone unterhalb der Taubensteinbahn unmittelbar am Spitzingsee. Der Sixtus Schliersee Alpen Triathlon ist zum zweiten Mal auch Teil der deutsch-österreichischen Triathlon-Serie „AlpenASS”, zu der auch der Chiemsee Triathlon, der Trumer Triathlon und der Transvorarlberg Triathlon zählen.

Am Samstag, 13. Juni 2015 rockten einige wilde Jungstars der Triathlonszene und fast 500 ambitionierte Triathleten den Sixtus Schliersee Alpen Triathlon mit einem heißen Ritt auf den Spitzingsattel. Nach dem Saisonauftakt über die Kurzdistanz beim DTU Cup in Forst habe ich mich kurzfristig entschlossen an der wohl härtesten Kurzdistanz im Triathlon teilzunehmen und die spektakulären Wettkampfstrecken als knackige Trainingseinheit und einen idealen Formtest zu nutzen.

Für seine faszinierende Kulisse in den bayerischen Voralpen und der legendären Rad- und Laufstrecke ist der Alpen Triathlon unlängst bekannt Das hat sich mittlerweile nicht nur in Europa sondern bis über den Atlantik rumgesprochen, denn es stand bereits die 28. Auflage der traditionellen Kurzdistanz an. Welch ein Pass, was für eine Rampe! Nach dem und den ersten 30km auf dem Rad erreicht man die Spitzingstraße. Von nun an geht es nur noch bergauf: 3,5 Kilometer lang, 360 Höhenmeter, keine Kehren oder flachen Abschnitte, maximale Steigung 14 Prozent!

Fast 500 Triathleten aus ganz Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien und sogar Kanada waren bei optimalen Wetterbedingungen pünktlich um 14 Uhr zum Start am Schliersee gekommen. Darunter waren Kurzdistanzspezialisten, Elite- und Profi-Triathleten, wie der Altenfurter Tobias Heining, Thomas Steger vom Pewag Racing Team oder Christian Jais, die das Zeug für einen starken Gipfelsturm haben. Erstmals am Schliersee und überhaupt am Start eines Triathlons, war auch Jan Wolfgarten, der Schwimmtrainer von Ironman-Hawaii-Sieger Sebastian Kienle. Der ehemalige Leistungsschwimmer und Europameister möchte nun selbst in den Triathlon einsteigen und feierte somit beim Sixtus Schliersee Alpen Triathlon sein Debüt. Wenn der Spitzing ruft ist auch Langlaufspezialist Peter Schlickenrieder am Start, der manchem ambitionierten Triathleten wieder einmal klar gemacht hat, wie man einen Berg bezwingt.

 

Der Alpen Triathlon als perfekten Trainingseffekt

Eher kurzfristig habe ich mich eine Woche zuvor zum Start beim Sixtus Schliersee Alpen Triathlon entschlossen. Die späte Anmeldung bescherte mir Startnummer 15 Voll im Training auf meine erste Langdistanz, ohne entsprechender Vorbereitung und Erholung stand für mich zum fünften Mal in 25 Jahren Triathlon der heiße Ritt auf den Spitzingsattel auf dem Trainingsplan. Dennoch erhoffte ich mir natürlich einen schönen Wettkampf vor einer faszinierenden Kulisse und einen perfekten Trainingseffekt für meine Vorbereitung auf den Ironman Vichy in 75 Tagen. Wettkampf ist Wettkampf, da möchte man stets sein Bestes geben. Die ungewöhnliche späte Startzeit für einen Triathlon erforderte eine entsprechend Tagesplanung. Zu einer Tageszeit, wenn andere bereits wieder müde werden, galt es fit am Start und Ufer des Schliersees zu stehen. Also musste auch die Ernährung am Wettkampftag richtig geplant sein und ich entschied mich für eine lockere Laufeinheit nach einem ersten kleinen Frühstück, etwas Lauf ABC und ein paar kurzen Steigerungen. Dadurch waren die Kohlenhydratspeicher wieder leicht abgeschöpft und das Fenster für ein leichtes, kohlenhydratreiches Frühstück geöffnet, um die Speicher noch einmal randvoll zu machen.

 

Geduld und Stehvermögen – wichtige Qualitäten beim Alpen-Triathlon

Beim Sixtus Schliersee Alpen Triathlon mit seinem knapp 4 Kilometer langen Anstieg und der durchschnittliche 10 Prozent Steigung hinauf zum Spitzingsee kommt es auf besondere Qualitäten an. Entscheidend ist es nicht zu früh die Körner zu verschießen und möglichst energiesparend aber dennoch zügig den Spitzingsattel zu erklimmen, um noch genügend Spritzigkeit für die selektive Laufstrecke in den Beinen zu haben. Geduld war angesagt, um sich nicht von Attacken verleiten zu lassen. Die Wetterbedingungen waren ideal: Hitze, Temperaturstürze, ja sogar Schnee gab es hier bereits in der Vergangenheit. Ein kurzer Regenschauer während des Check-In’s sorgte zwar für etwas Erfrischung aber rechtzeitig zum Start lockerte die Bewölkung wieder auf und Sonne kam wieder raus. Vor allem aber stark böiger Wind sollte den Rennverlauf bestimmen und sorgte gleich zu anfangs für eine etwas längere Schwimmeinheit. Eine Boje hatte sich wohl leicht verlagert, denn mein Polar V800 zeichnete eine Schwimmstrecke von mehr als 1,7 km statt der 1500 Meter auf, was auch die Schwimmzeiten belegten. Der Wellengang und Gegenwind ab dem zweiten Drittel des Dreieckskurses erschwerten die Wassereinheit zusätzlich. Nicht desto trotz waren die Bedingungen für alle gleich. Doch halb so wild, was die erst Disziplin betraf, jetzt erst einmal von Anfang an!

 

First out of the Water beim Triathlon-Debüt

Der Schwimmstart verlief für mich gewohnt problemlos und ich konnte mich schnell vom Feld absetzen – zumindest auf meiner Seite des Startfeldes, denn die Favoriten mit Jan Wolfgarten waren rechts gestartet. Von beiden Seiten schwammen wir somit auf die erste Boje zu, doch mein Abstand zur Führungsgruppe betrug da bereits gute 15 Meter, um im Wasserschatten gegen die nun von vorne kommenden Wellen und den Wind zu schwimmen. Ich schwamm also alleine, mit zwei Triathleten im Schlepptau und schlechter Sicht bis zur zweiten Wendeboje. Auf dem Weg zum Ausstieg konnte ich mich schließlich absetzen und noch zwei Schwimmer überholen. In der Folge stieg ich als Siebter aus dem Schliersee und auf’s Rad. First out of Water bei seinem Triathlon-Debüt war Jan Wolfgarten, womit bei einem Schwimmeuropameister durchaus zu rechnen war. Mit 2:14 Minuten war mein Rückstand doch nicht so groß wie erwartet. Das mag wohl an der fehlenden Erfahrung im Freiwasser und herausfordernden Orientierung von Jan gelegen haben. Ähnlich erging es an gleichem Ort und im selben Rennen in den 90er-Jahren dem Olympiasieger Michael Gross. Nach einem guten Schwimmen ging’s dann auf dem Rad schnell zur Sache und nach nur 5 Kilometern einrollen bereits in den ersten Anstieg Richtung Wörnsmühle.

Berg-Spezialisten und Flachland-Tiroler

Viel Bergtraining in den Dolomiten und lange Trainingseinheiten bei heißen Temperaturen und gegen den Wind am Gardasee standen während der vergangenen Wochen auf meinem Plan. Ob die geringe Erholung und Spritzigkeit für die kurzen und knackige Strecke des am Samstag gegeben war, wurde mir nach den großen Umfängen schnell beantwortet. Die Radstrecke des Alpen Triathlon ist für Bergspezialisten und wer hier als erster am Spitzingsattel ankommen und ganz oben auf dem Stockerl stehen möchte, der ist für diesen Tag optimalvorbereitet und gut erholt. Keines von beidem traff an diesem Tag auf mich zu und zeigte mir die erste Steigung bereits meine heutigen Grenzen auf. Auf den Bergabpassagen und im Flachen hingegen konnte ich ordentlich Druck machen. Was folgte war ein überholt werden und überholen auf der bergigen Radtrecke. In Fischbachau hatte ich meinen Abstand vom Schwimmen zu Jan Wolfgarten gut gemacht und konnte ihn mit einem kurzen „Servus“ überholen. Nur wenig später ging es dann schon links weg und hinauf zum Spitzingsattel. Spätestens hier standen Flachland-Tiroler vor einer großen Herausforderung, wer hier überzockte, der sollte es auf der Laufstrecke bitter bereuen.

Jäger oder Gejagter

Dieser Herausforderung haben sich auch der mehrfache österreichische Meister Franz Höfer, genauso wie der Wolfgangsee-Challenge-Gewinner Maxi Kirmeier, der Altenfurter Tobias Heining und kurzfristig auch Thomas Steger, Pewag Racing Teamkollege von Faris Al-Sultan und Marino Vanhoenacker gestellt. Mit der Vorjahressiegerin und frisch gekürten Bayerischen Meisterin über die Sprintdistanz, Renate Forstner war bei den Frauen zu rechnen, die mit Julia Viellehner eine kurzfristig starke Herausforderin bekam. Julia Viellehner, erst vor einer Woche im Kraichgau mit dem Sieg ihrer Altersklasse und der Qualifikation für die Ironman 70.3 World Championships in Zell am See belohnt, wollte den Alpen Triathlon als „Trainingseinheit und kleine Laktatdusche nutzen“, wie sie mir beim Check-In erzählte. Es lässt sich jedoch immer schwer vorhersagen, wer hier wen jagen wird und das verspricht Spannung pur, wer wohl als Erster den Spitzingsattel erreichen wird.

Tour de France-Stimmung am Spitzingsattel

Dank meiner Erfahrung von fünf Starts beim Alpen-Triathlon bin ich den Spitzingpass von Beginn an moderat angefahren und habe eine hohe Trittfrequenz gewählt. Im mittleren Teil folgte die maximale Steigung mit 14 Prozent, die ich im Wiegtritt nahm. Im verbleibenden Anstieg konnte ich mehr Druck machen und auf 1.129 Höhenmetern wurden wir Triathleten dann von einer begeisterten Zuschauermenge und einer Stimmung wie bei der Tour de France empfangen. Die letzten Meter wird man regelrecht hinauf gejubelt und so nach 3,8km und 15 Minuten bergaufwärts mit einem kurzen Traumblick in Richtung Valepp für die Strapazen belohnt. Auf der ein Kilometer kurzen Abfahrt zum Spitzingsee und der zweiten Wechselzone hieß es runter vom Rad, rein in die Laufschuhe und wieder raus auf die Laufstrecke.

Über Almwiesen und randvoll mit Milchsäure um den Spitzingsee

11,3 Kilometer Laufen ins Valepp und rund um den Spitzingsee lagen noch vor mir. Nach der langen Bergauffahrt ganz sicher kein Zuckerschlecken und etwas länger als geplant. Der zweite Wechsel lief reibungslos und ich konnte schnell meinen Laufrhythmus finden. Nicht zu flott und überraschend locker lief es bergab zur Albert-Link-Hütte, gefolgt von einem Anstieg und der ersten Schleife über einen Höhenweg zurück zum Spitzingsee. Ich konnte wieder Platz für Platz und ebenso Zeit gutmachen. Jedoch bemerkte ich auch schnell, dass ich heute nicht in der Lage war das Tempo über die kompletten 2,5 Runden um den Spitzingsee zu halten. Das Gefälle über die unebene Almwiese vorbei an den weidenden Kühen ließ meine hintere Oberschenkelmuskulatur verhärten, so dass ich die Schrittlänge im weiteren Verlauf verkürzen musste. Ausreichend Zeitpolster zu den Verfolgern und keinen Vordermann mehr im Blick versuchte ich meine Pace zu halten.

Die Laufstrecke wurde ziemlich voll als man nach der ersten Seerunde die langsameren Triathleten überrundete. So wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht an welcher Position ich lief. Die letzte Runde war hart, die Muskeln auch und ziemlich leer. Ich hatte das Gefühl dass mir die Milchsäure bis „Oberkante Unterlippe“ stand, was gewiss nicht an den vielen Milchkühen auf der Laufstrecke lag. Die letzten Meter in’s ersehnte Ziel ging es noch einmal bergauf und nach 2009, 1994, 1992 und 1991 war ich dann zum fünften Mal in 25 Jahren glücklicher Finisher der wohl spektakulärsten Kurzdistanz im Triathlon. Mit Startnummer 15 war das der 15. Platz bei den Männern und Platz 3 in der Altersklasse – eine Punktlandung. Echtes Gipfelglück! Das war mein bestes Ergebnis beim Sixtus Schliersee Alpen Triathlon seit meiner Zeit als Junior. „Wie das Rennen wohl mit Startnummer 5 gelaufen wäre?“, nur ein flüchtiger Gedanke bevor ich mich wie alle tapferen Triathleten traditionell mit dem legendären Kaiserschmarrn belohnte. Reichlich verdient und wohl die beste Zielverpflegung, um die geleerten Kohlenhydratspeicher wieder schnell und schmackhaft zu füllen.

Nach dem Alpen Triathlon heißt es jetzt für mich aber erst einmal regenerieren, um für den nächsten Trainigsblock ordentlich erholt zu sein!

Die Siege des Sixtus Schliersee Alpen Triathlon 2015 gingen an Julia Viellehner bei den Frauen und an Thomas Steger vom Pewag Racing Team. Erstmals fiel der Startschuss des Sixtus Schliersee Alpen Triathlon 2015 um 14.00 Uhr. Neu war auch die zweite Wechselzone unterhalb der Taubensteinbahn unmittelbar am Spitzingsee. Der Sixtus Schliersee Alpen Triathlon ist zum zweiten Mal auch Teil der deutsch-österreichischen Triathlon-Serie „AlpenASS”, zu der auch der Chiemsee Triathlon, der Trumer Triathlon und der Transvorarlberg Triathlon zählen.

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