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Sensation in letzter Minute: Nach Jan Frodeno hat jetzt auch die amtierende Langdistanz-Weltmeisterin Daniela Ryf (Schweiz) ihren Start beim DATEV Challenge Roth am 17. Juli 2016 zugesagt. Damit ist das grösste Langdistanz-Rennen der Welt der einzige Wettkampf außerhalb von Hawaii, bei dem beide Weltmeister gleichzeitig antreten.

Sensation in letzter Minute: Nach Jan Frodeno hat jetzt auch die amtierende Langdistanz-Weltmeisterin Daniela Ryf (Schweiz) ihren Start beim DATEV Challenge Roth am 17. Juli zugesagt. Damit ist das grösste Langdistanz-Rennen der Welt der einzige Wettkampf außerhalb von Hawaii, bei dem beide Weltmeister gleichzeitig antreten.

Ausnahmetriathletin Ryf bei der legendären Langdistanz am Start

Für die derzeit beste Triathletin der Welt war der Wettkampf in der Triathlon-Hochburg Roth schon lange ein Herzenswunsch, durch ihren Rennabbruch in Frankfurt ergab sich nun plötzlich die willkommene Chance für die 29-jährige Ausnahme-Athletin, ihren Traum wahr zu machen. Mit Startnummer 57 wird die hoch ambitionierte Daniela Ryf, die in Feldkirchen in der Schweiz lebt, am kommenden Sonntag in der ersten Frauen-Startgruppe (Startgruppe 5, 6.50 Uhr) in den mit 22 Grad angenehm temperierten Main-Donau-Kanal steigen.

Daniela Ryf: „Nachdem ich in Frankfurt das Rennen leider aus bekannten Gründen nicht beenden konnte, haben wir nun unseren Plan geändert. Ich freue mich enorm darauf, in Roth am Start stehen und die legendäre Atmosphäre dieses Rennens einmal selbst erleben zu können!“

Felix Walchshöfer glücklich über den Start der Weltmeisterin Ryf

Für Challenge-Veranstalter Felix Walchshöfer ist die kurzfristige Startzusage der Weltmeisterin ein echter Glücksfall: „Ich kann meine Freude gar nicht in Worte fassen, dass nun beide Weltmeister bei unserem Legendenrennen starten. Daniela Ryf wertet unser ohnehin starkes Frauenfeld nochmals immens auf. Wir werden am 17. Juli zusammen mit den besten Athleten der Welt zum 15. Challenge-Geburtstag ein Triathlon-Fest feiern, auf das die ganze Welt blicken wird!“

INFORMATIONEN

HOMEPAGE Challenge Roth
HOMEPAGE Daniela Ryf

Bekanntlich kann eine Mitteldistanz und Langdistanz im Triathlon oder auch ein Marathon voller Überraschungen stecken, vor allem wenn’s um die richtige Wettkampfernaehrung geht. Das Wetter Temperaturen und Niederschlag haben sicher den größten Einfluss auf unsere Leistung, das können wir aber nicht beeinflussen. Aber auch andere Kleinigkeiten können große Auswirkungen haben: Die Schwimmbrille wird dir vom Kopf geschlagen, du fährst einen Platten oder läufst dir Blasen. Es ist aber auch möglich, dass du eine neue persönliche Bestzeit erreichst oder überraschend deine Altersklasse gewinnst. Dafür sollte vor allem deine Energieversorgung funktionieren. Für mehr Dampf mit dem richtigen Mampf haben wir einige essentielle Erfahrungen, handfestes Wissen und wichtige Tipps im unserem neuen Blog zusammengefasst.

Denkt man eine Langdistanz, so kreisen die Gedanken hauptsächlich um das viele Training, die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, und um den Tag X selbst: Der Wettkampftag! Doch um die vierte Disziplin, welche erst die Voraussetzungen schafft, um überhaupt Leistung erbringen zu können, darüber zerbrechen sich die wenigsten den Kopf. Und wenn, dann erst ein paar Tage zuvor. Derweil gibt es ohnehin schon einiges unvorhersehbares, was während des längsten Tages des Jahres so alles passieren könnte. Deshalb solltest auch du so wenig wie möglich am Wettkampftag dem Zufall überlassen, besonders nicht deine Ernährung während des Rennens. Diese ganz große und sehr individuelle Variable solltest du rechtzeitig in den Monaten zuvor planen und möglichst oft während des Trainings und in Vorbereitungswettkämpfen testen. Dein Körper ist schließlich dein größtes Kapital und wenn du ihn während der langen intensiven Belastung nicht richtig mit Nährstoffen und Energie versorgst, dann wird dir auch dein wochenlanges Training nicht viel helfen.

Ernährungsstrategie eine Frage des Geschmacks
Über die Ernährung im Triathlon und Marathon gibt es viel Wissen und Wahrheiten darüber, was am Besten für den Athleten ist. Aber auch es gibt noch viel mehr Halbwissen, Gerede und Mythen. In der Regel herrscht große Verwirrung über die Art, Mengen und den Zeitpunkt der richtigen Ernährung während des gesamten Wettkampftages. Und das natürlich zu recht: Es gibt einerseits eine unüberschaubare Anzahl an Herstellern und Produkten für Sporternährung deren Qualität, Preise und Verträglichkeiten sehr unterschiedlich sind. Befragst du andererseits einige erfahrene Ausdauersportler zu deren Wettkampfernaehrung, so wirst du ebenso viele verschiedene Antworten und erfolgreiche Rezepte bekommen. Denn eines solltest du wissen: Was bei einem Athleten gut funktioniert, wird nicht unbedingt bei dir gut funktionieren. Die Ernährung ist bereits im Alltag der Menschen sehr individuell, eine Frage des Geschmacks und der Verträglichkeit. Um so komplexer ist es deine persönliche Ernährung und Strategie herauszufinden, welche dir die beste Leistung am Wettkampftag ermöglicht.

Es ist daher hilfreich deine Ernährung am Wettkampftag auf drei Säule zu stellen, um dieses komplexe Thema übersichtlich zu gestalten und somit die beste Strategie für dein perfektes Rennen zu entwickeln.

DIE RICHTIGE WAHL DER ENERGIEQUELLE

Die Ernährung in der Woche vor dem Wettkampf ist natürlich ebenso bedeutend wie am Wettkampftag selbst. Wie das Tapering im Training werden auch die Qualität, Nährstoffe und Mengenverhältnisse deiner Ernährung individuell angepasst, um deine Kohlenhydratspeicher richtig zu füllen. Würdest du zum Beispiel stets mit vollen Kohlenhydratspeicher trainieren, dann hätte der Effekt des „Carbo Loading“ kaum eine Wirkung. Das wäre ähnlich, stets nur intensiv oder maximale Umfänge zu trainieren.

Sind die Kohlenhydratspeicher einmal voll, dann ist in Muskeln und Leber genügend Energie, so dass du für eine Dauer von 60 – 90 Minuten ordentlich im Wettkampftempo feuern kannst. Währenddessen greift der Körper sowohl auf Kohlenhydrate als auch auf Fett zur Energiegewinnung zurück. Weil deine Kohlenhydratspeicher allerdings begrenzt sind, ist es während eines Rennens erforderlich regelmäßig leicht verdauliche Kohlenhydrate (CHO) zu dir zu nehmen, um deine Kohlenhydratspeicher nicht vollständig aufzubrauch und dadurch einen Hungerast zu bekommen oder „gegen die Wand zu laufen“. Je länger ein Wettkampf dauert, um so entscheidender wird natürlich die Ernährung währendessen, um die Energieversorgung erfolgreich aufrecht zu erhalten und bis zum Finish ein hohes Leistungsniveau halten zu können.

Die beste Wettkampfernaehrung für jede Distanz
Es ist deshalb von Vorteil eine Ernährungsstrategie zu entwickeln und sie dann während deines Trainings auszuprobieren, um sie dann während deines Saisonhöhepunkts auch exakt so umzusetzen. Keine Experimente am Wettkampftag! Während langen Trainingseinheiten oder in Vorbereitungsrennen solltest du deine Ernährung unter intensiver Belastung gut testen und gegebenenfalls optimieren. Es ist wichtig zu wissen, dass deine Ernährung mindestens ebenso individuell ist, wie dein Training. Es bedarf viel Erfahrung und gibt trotz aller Erkenntnisse keine goldene Formel, die für alle Ausdauerathleten passt. Die gennanten Werte können darum stets nur eine grobe Empfehlung sein.

Für Wettkämpfe bis zu 60 Minuten, wie Läufe bis 15 km oder ein Sprinttriathlon ist keine Aufnahme von Kohlenhydraten währenddessen sinnvoll und es reichen ein paar Schlücke reines Wasser zwischendurch.

Marathon und Mitteldistanz – der optimale Kompromiss
Dauert der Wettkampf länger als 1 Stunde und bis 4 Stunden, wie ein Marathon, eine Kurz- oder eine Mitteldistanz, dann trinkst du während des Wettkampfes alle 15 – 20 Minuten 4 – 6 Schluck eines 10 bis 12 Prozentigen Kohlenhydrat-Getränks. Daraus ergeben sich etwa 0,4 – 0,6 g CHO / h (100-200 kcal), das ist alles, was du währenddessen brauchst, um den Kohlenhydratverbrauch zu puffern. Natürlich kannst du deinen Bedarf an Kohlenhydraten auch mit einem Energieriegel kombinieren, der auch noch etwas Fett enthält, wie Banana Bread oder Oat Snack. Das hängt natürlich von den individuellen Vorlieben und deinem Stoffwechsel ab. Aber denk daran, deine Kohlenhydratspeicher sind vor dem Start schließlich voll und sollten mit erreichen des Ziels fast geleert sein. Es ist eine Kunst in Marathons und Mitteldistanzen dich optimal zu versorgen und wenig Energie für die Verdauung zu verschwenden.

Wenn’s mal wieder länger dauert – Ernährung auf der Langdistanz
Triathlon Langdistanzen und Wettkämpfe ab 4 Stunden erfordern hingegen eine komplexere Ernährungsstrategie, die auf mehereren Energiequellen aufbaut. Im allgemeinen essen die meisten Triathleten erheblich zu viel. Es gilt neben des Tagesbedarfs eines Erwachsenen auch ein konstantes Leistungsniveau über 9 Stunden und länger aufrechtzuerhalten, um dann auch noch ein starkes Finish hinlegen zu können. 0,6 – 0,8 g CHO / h / kg Körpergewicht und eine Kombination von flüssigen und festen Kohlenhydratquellen haben optimal Resultate gezeigt. Der Ballaststoffgehalt sollte dabei moderat sein, um Darmprobleme während des Sports möglichst zu vermeiden. Daraus ergeben sich während des Wettkampfes etwa 40 – 60 g CHO / h (ca. 200 kcal), die aus hauptsächlich schnell oxidierernden Kohlenhydratquellen, wie Mischungen aus Glukose, Isomaltulose, Maltodextrin und Fruktose bestehen sollten. Die Ergänzung mit etwa 12% Fett und 6% Eiweiss, mit essentiellen Mineralstoffen und Koffein helfen deine Energiebilanz optimal ausgeglichen zu halten und erleichtern den Stoffwechsel. Welche Mischung und Mengenverhältnisse dir am besten bekommen, musst du ausprobieren, gerade die Fruktose sorgt bei manchen Athleten für Magenbeschwerden.

Optimale kohlenhydratreiche Energiequellen sind spezielle isotonische Getränkepulver (z.B. Innosnack) zum selbst dosieren und mischen mit Wasser, Tee oder Saft. Es können ausserdem Energie-Gels und / oder Honig dazu gegeben werden. In kleinen, konzentrierten Mengen verpackte Energie-Gels (z.B. Multipower Fordissimo) und Energie-Riegel (z.B. Banana Bread oder Oat Snack) lassen sich gut transportieren, liefern vielseitige Kohlenhydrate und schmecken zudem abwechslungsreich. Auf dem Rad kann dein Körper aufrgrund der niedrigeren Herzfrequenz leichter verdauen, so kannst du besonders in dieser Zeit mehr und vor allem feste Kohlenhydrate zu dir nehmen. Während des Laufens deckst du deinen Bedarf hauptsächlich über flüssige und weniger konzentrierte Kohlenhydratquellen. Entscheidend für eine erfolgreiche Ernährungsstrategie auf einer Langdistanz ist die konstante und individuell abgestimmte Zufuhr von flüssigen und festen Energiequellen, sowie ausreichend zu trinken. Wenn fit und gesunde bist, dann geht der Erfolg deiner Langdistanz durch den Magen und einer optimalen Wettkampfernaehrung.

RICHTIG TRINKEN – RICHTIG KÜHLEN

Mehr als 2 % Flüssigkeitsverlust / kg Körpergewicht während des Trainings oder Wettkampfes ist in den meisten Fällen die Ursache für Müdigkeit und eine schlechte Leistung. Eine Dehydration führt zu einem Anstieg der Körperkerntemperatur, einer erhöhten Herzfrequenz und einem gesteigerten Belastungsempfinden. Aber glücklicherweise ist das noch am leichtesten zu vermeiden. Wasser ist natürlich ein guter Durstlöscher, aber leider auf Dauer kein wirksamer Flüssigkeitslieferant. Eine Hyponatriämie, ein niedriger Natriumgehalt im Blut, tritt besonders bei Ausdauersportlern auf, die versuchen ihren Flüssigkeitsbedarf ausschliesslich mit Wasser zu decken. Stattdessen solltest du isotonische Getränke zu dir nehmen, die du, wie oben beschrieben, selbst mischt oder vom Veranstalter auf der Strecke gereicht werden. Sie enhalten wichtige Elektrolyte und können vom Körper leichter aufgenommen werden.

3 Tipps für richtiges Trinken von der Mitteldistanz bis zur Langdistanz

  • Trinke mindestens 100 ml an jeder Verpflegungsstation, das ist ein guter Schluck. Nur so kannst du bei Hitzerennen die Körperkerntemperatur effektiv senken, sie ist der limitierenste Faktor der Leistung.
  • Wenn du alle 2 – 3 Stunden pinkeln musst, dann ist es ein gutes Zeichen genug getrunken zu haben. Auf einer Mitteldistanz kann das auch erst im Ziel sein, während einer Langdistanz sollte es dann schon zwei Mal sein.
  • Denk an die essentiellen Mineralien: Vor allem bei Hitze braucht der Körper Natriumchlorid, damit deine Muskeln über die lange Zeit einer Mittel- oder Langdistanz kontinuierlich Leistung bringen und du keine Krämpfe bekommst. Gerade wer viel schwitzt, verliert viel Wasser und essentielle Mineralstoffe. Etwa 400 – 600 mg NaCl / h sind daher während intensiver Belastungen zu empfehlen, je nachdem, wie hoch dein Schweißverlust ist. Der Flüssigkeits- und Mineralverlust ist individuell unterschiedlich und kann mithilfe eines medizinischen Tests während einer Trainingsbelastung ermittelt werden.
DAS RICHTIGE TIMING FÜR DIE BESTE ZEIT

Mit deiner Verpflegung beginnst du zwischen den ersten 10 – 15 Kilometern auf dem Rad, dann wenn sich deine Herzfrequenz nach dem Schwimmen und ersten Wechsel wieder moderatist, du dich in deiner Radposition eingerichtet und einen Tretrhythmus gefunden hast. Es ist sehr wichtig jetzt das Kaloriendefizit nach der ersten Disziplin wieder mit hochwertigen Kohlenhydratquellen zu kompensieren und frühzeitig mit der Flüssigkeitsaufnahme zu beginnen.

Wenn du feste Kohlenhydratquellen bevorzugtst, solltest du spätestens 60 Minuten vor dem zweiten Wechsel damit aufhören. Wartest du zu lange mit der Verpflegung oder ist zu spät und zu viele feste Kohlenhydratquellen, kann das erhöhte Flüssigkeitsverlust und Magen-Darm-Probleme verursachen. Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen wären die Folge. Sobald du dann auf der Laufstrecke bist, trink an jeder Verpflegungsstation, um den Körper ausreichend und kontinuierlich mit Flüssigkeit zu versorgen. Du kannst an den Verpflegungsstation auch einige Meter gehen, das erleichtert zu trinken und es läuft danach auch wieder lockerer.

Du möchtest mehr über die richtige Ernährung vor und während des Wettkampfes erfahren oder die Ernährung auf deine persönlichen Bedürfnisse für mehr Leistungsfähigkeit, ein optimales Körpergewicht und eine nachhaltige Gesundheit anpassen, dann schreib ein kurzes Mail und wir vereinbaren einen unverbindlichen Gesprächstermin.

INFORMATIONEN

HOMEPAGE von Multipower
HOMEPAGE von UltraSPORTS
HOMEPAGE von PowerBar
HOMEPAGE von Red Bull Simply Cola

Wenn`s mal wieder länger dauert: Gels haben sich bei vielen Ausdauersportlern zu einer beliebten Quelle für Kohlenhydrate gemausert. Das neue Frodissimo Gel von Multipower wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Ironman-Weltmeister Jan Frodeno entwickelt. Der Espresso to Ride kann sich absolut sehen, trinken lassen: Obwohl bewusst auf den Einsatz von Fruktose verzichtet wurde (zu süß), verfügt das Frodissimo Gel mit Maltodextrin und Isomaltose über zwei effektive Kohlenhydratquellen. Um dem Natriumverlust durch Schweiß entgegenzuwirken, enthält das Gel zusätzlich 340 Milligramm Salz …

Jan Frodeno mag seinen Espresso am liebsten Doppelt ohne Zucker. Erst danach springt der Ironman Weltmeister von 2015 ins Wasser, schwingt er sich auf’s Rad oder schnürt seine Laufschuhe. Bei Kaffee gibt’s für Fordo keine Kompromisse, daher hat er auch seine eigene Röstung: Espresso aus feinstem Hochlandrobusta aus einem der besten Anbaugebiete Indiens. Wichtig sind dem Saarländer ein kräftiger und ausgeprägter Geschmack nach Zartbitter-Schokolade und einer sanften nussigen Note.

Seine Leidenschaft für Kaffee und Triathlon hat auch die Zusammenarbeit mit seinem Ernährungspartner Multipower Sportsfood geprägt. Denn auch bei der Geschmacksrichtung seiner Energie Gels möchte der Sportler des Jahres 2015 keine Experimente machen: Der Liebhaber von koffeinhaltigen Muntermachern setzt auf einen leckeren und bewusst weniger süßen Coffee-Nut Flavour.

Von Jan Frodeno frisch gebrüht: Frodissimo Gel – nussiger Espresso für längere Ausdauer!

„Ich habe in den 8 Stunden beim IRONMAN Hawaii unter anderem 22 Multipower Gele zu mir genommen“, sagt Jan Frodeno und versichert weiter: „Ich glaube, ich kann ganz solide Feedback geben, wie gut die Produkte funktionieren“. Das bestätigt auch Felix Steinmann, Senior Brands Manager Endurance bei Multipower: „Das Besondere an der Produktentwicklung des Frodissimo Gels, ist Jan’s Fähigkeit, seine Praxiserfahrung und exakten Bedürfnisse als Athlet akribisch mitzuteilen und zu definieren. Somit konnten unsere F&E-Spezialisten Jan’s „Wunschliste“ ideal in ein finales Produkt übersetzen“.

KOFFEIN IM BLUT Espresso to Ride - Multipower Gel Frodissimo Coffee Nut © Multipower

KOFFEIN IM BLUT Espresso to Ride – Multipower Gel Frodissimo Coffee Nut © Multipower

Und das ist drin im Multipower Gel Frodissimo Coffee Nut

– Entwickelt mit dem IRONMAN Weltmeister Jan Frodeno
– Weniger süß – bewusst ohne Fruktose
– Kaffee-Nuss-Geschmack
– Zweifache Kohlenhydratquelle Maltodextrin & Isomaltulose
– 340 mg Salz pro Gel um dem Salzverlust durch Schweiß entgegenzuwirken

Multipower Gel Frodissimo Coffee Nut im Praxistest

Wir werden den „Espresso to Ride“, das Multipower Gel Frodissimo Coffee Nut in den nächsten Wochen der Saison 2016 im Training, in Lauf-Wettkämpfen, Triathlons und Radmarathons intensiv auf Wirkung und Verträglichkeit testen, um uns nicht nur mit den wichtigen Kohlenhydraten zu versorgen, sondern auch für die wichtige Dosis Koffein im Blut. Aber mehr noch: Die inhaltlich und geschmacklich interessanten Protein-Riegel und Eiweiss-Drinks haben wir auch im Test. Ich halte euch auf dem Laufenden, doch eines vorweg – das Zeug von Multipower hat „Suchtpotential“.

Über Multipower Sportsfood

Die Atlantic Multipower Germany GmbH & Co. OHG mit Sitz in Hamburg ist europäischer Marktführer im Bereich Sportsfood. Gegründet 1977 als Hanseatisches Lebensmittelkontor (HaLeKo) produziert und vertreibt sie heute hochwertige Sporternährung für Athleten und Sportler aller Disziplinen. Die Besonderheit: Produkte wie Riegel, Getränke, Gels und Pulver sind speziell auf die jeweiligen Trainingsziele abgestimmt. In der firmeneigenen Produktionsstätte in Bleckede bei Lüneburg unterhält Multipower ein eigenes, unabhängiges Forschungs- und Entwicklungslabor. Hier arbeiten Lebensmittelwissenschaftler und erfahrene Ernährungsexperten nach höchsten Qualitätsstandards (IFS, DIN und ISO) – sie stehen für das Gütesiegel „Made in Germany“.

Weitere Informationen zu Multipower findest du hier:

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Florian Neuschwander gilt als der Ballerman der Ultrarunner Szene und kurze Läufe sind ihm viel zu stressig. Selbst wenn er am Abend feiern war, schnürt er am Morgen noch vor dem Frühstück seine Laufschuhe und rennt zum Semmel holen 30 Kilometer. Der Künstler der Langsstrecke möchte beim Wings for Life World Run 2016 die 80 km knacken und auch den Gesamtsieg. Danach kann er sich durchaus auch mal einen Ironman vorstellen, auch wenn er dafür nicht Veganer werden würde. Das und vieles andere hat der sympathische Frankfurter in meinem Inteview verraten.
 
 

Wie geht’s Dir, bist Du heute schon gelaufen?
Ja, ich wollte eigentlich länger laufen aber ich bin etwas platt und hatte noch ein paar wichtige Termine. Aber das ist auch gut so, denn sonst wäre ich bestimmt wieder zu weit gelaufen und etwas Erholung schadet sicher auch nicht. Ansonsten bin ich topfit und mir geht’s ganz gut.
 

Dein Leben lässt sich beinahe nahtlos verfolgen, denn du bist sehr aktiv in den sozialen Netzwerken und postet mehrmals täglich auf Facebook und Instagram. Womit verdienst du denn eigentlich dein Geld?
Durch die Sponsoren kommt mittlerweile schon ein bischen Taschengeld rein und ich spare mir natürlich auch die Kosten für’s Material. Preisgelder bekomme ich leider keine. Dann arbeite ich zweimal die Woche im Frankfurter Laufshop und das alles zusammen reicht, dass ich mich so über Wasser halten kann.
 
 

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner</b> "Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum" © runwiththeflow.com

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner „Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum“ © runwiththeflow.com


 
 

Die Sozialen Netzwerke sind vor allem gut für die eigene PR, aber es kommt doch eigentlich nicht viel dabei rum. Du beantwortest gefühlt auch fast alle Fragen und Kommentare zu deinen Posts – das ist sehr zeitintensiv. Macht dir das tatsächlich so viel Spaß oder gibt’s irgendwann auch einen Punkt, an dem du sagst, jetzt reicht’s, und dann abschaltest?

Nein, ich habe schon viel Spaß daran und den ganzen Möglichkeiten und ich finde es toll, dass es so viele interessiert, was ich da mache. Aber es gibt natürlich schon so ein paar Fragen, die man irgendwann auch nicht mehr sehen kann oder lesen will. Ich versuche dennoch so viel wie möglich zu beantworten, so dass die Leute auch zufrieden sind. Viele Fragen kommen vor allem von Hobbyläufern, die nicht so recht wissen, was sie genau trainieren sollen. Ich kann das natürlich nicht alles ganz detailliert erklären, aber ich gebe mir große Mühe, dass es auch passt.
 

Du bist auch Teil der Guilty76 Community von Initiator Florian Joeckl, dadurch hat man dich dann auch stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Wie kam es denn zu dieser Kooperation und wie habt ihr euch kennen gelernt?
Ich kannt Florian Joeckl schon etwas seit ich in Frankfurt lebe. Intensiver hat sich unsere Freundschaft dann entwickelt, als Flo und Jan Regenfuss während des Wings for Life World Run 2015 mit dem Rad als Guides und Streckenbetruer vorne mitgefahren sind. Florian Joeckl war danach so begeistert, dass er meinte ich verkörpere beim Laufen den Lifestyle, den er quasi mit Guilty76 im Radfahren lebt und das könnte doch super zusammenpassen: Rock ‚n’ Roll und einfach etwas durchgeknallt! Seitdem treffen wir uns regelmäßig und möchten auch ein paar Projekte gemeinsam machen.

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner</b> "Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum" © runwiththeflow.com

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner „Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum“ © runwiththeflow.com


 
 

Du bist Vorbild einer neuen Laufgeneration und verkörperst einen neuen Typus von Athleten – mehr Rockstar. Was unterscheidet dich vom typischen Läufer, was machst Du anders?
Ja, irgendwie schon. Es gibt natürlich verschiedene Spezialisten wie Disziplinen im Laufen: Für die Bahn, für Läufe über 10 Kilometer, für Spezialisten für da und dort, die das Eine gerne und dafür das Andere eher nicht gerne machen. Ich laufe am liebsten alles, ich laufe überall, weil ich einfach gerne laufe und Läufer bin. Wenn ich Bock habe auf der Bahn zu trainieren, dann mache ich das eben. Vorwiegend laufe ich aber gerne im Gelände und mache vor allem längere Läufe, alles bis hin zu Ultraruns und eben ein bischen anders ohne einem strickten Trainingsplan, wie bei absoluten Topläufern. Wenn man die Olympianorm erreichen möchte, dann muss man das natürlich durchziehen, aber das ist dann eher weniger etwas für mich. Ich bin eher jemand, der einfach los läuft und auf seinen Körper hört. Wenn ich mich gut fühle, dann baller ich eben auch schnell mal einen Marathon runter. Fühle ich mich aber ehe müde, so wie heute morgen, dann bin ich aber auch so vernünftig und laufe halt nur kurz mal acht Kilometer.
 

Hast du denn eigentlich selbst auch ein Vorbild?
Oh ja, klar. Da gibt’s ein paar. Früher war Haile Gebrselassie mein großes Vorbild. Nachdem ich heutzutage aber eher eine unorthodoxe Trainingsmehtode verfolge, also keinen strikten Trainingsplan habe und mein Fokus auf den ultra-langen Strecken liegt, sind das heute eher Läufer wie Scott Jurek, der schon sehr viel Ultraläufe gewonnen hat. Vor allem aber Steve Prefontaine aus den USA, das war auch so ein kleiner Rebell in den siebziger Jahren und ist seine Wettkämpfe stets ohne Taktik von vorne gerannt. Einfach mal Vollgas drauflosballern, der ist daher auch ein großes Vorbild von mir.
 

Prefontaine ist eine US-amerikanische Legend und hat seine Rennen mit purer Kraft gewonnen. Ultraläufer Scott Jurek lebt sehr asketisch, plant jeden Schritt ganz genau und ist vor allem Veganer. Das ist alles andere als Rock ‚n’ Roll oder gibt es eine Seite an dir, die wir noch nicht kennen?
Nun ja, das stimmt natürlich (lacht), dass Jurek sich ausschliesslich vegan ernährt und auch alles selbst kocht. Pre war auch jetzt auch nicht mit Talent gesegnet und konnte von Natur aus schnell laufen. Sicher musst er auch irgend einen genauen Trainingsplan folgen, sonst wäre nicht so schnell geworden. Das wäre natürlich alles nichts für mich und da gibt’s auch keine andere Seite von mir. Klar muss ich auch bestimmte Kerneinheiten trainieren, um eine bestimmte Zeit zu laufen oder beim Wings for Life World Run die 80 Kilometer zu knacken. Dafür muss ich schon einen groben Plan im Kopf haben, aber der ändert sich dann auch spontan mal.
 
 

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner</b> "Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum" © redbull.com

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner „Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum“ © redbull.com


 
 

Die meisten Menschen, die regelmäßig laufen, tun dies vor allem um abzunehmen oder für Ihre Gesundheit. Einige denken, sie müssten mindesten einmal im Leben einen Marathon gelaufen sein und nur ein kleiner Teil trainiert ambitionierter für eine persönliche Bestzeit nach einem Trainingsplan. Auf den ersten Blick könnte man bei dir denken, dass du aus purem Spaß läufst, schnell und lange, und dann die meisten deiner Rennen, salopp gesagt, nebenbei und rein zufällig auch noch gewinnst. Täuscht dieser Eindruck oder wirkst du nur nach aussen so cool und verfolgst durchaus einen konkreten Plan?
Wenn man das natürlich nur so auf Instagram, Facebook, etc. verfolgt, dann wirkt das bestimmt recht durchgeknallt. Aber eigentlich weiß ich schon ganz genau was ich mache und habe vor allem 20 Jahre Erfahrung im Laufen. Vor allem möchte ich meine Rennen immer gewinnen. Ich habe schon eine grobe Planung aber kann das natürlich wesentlich flexibler gestalten. Ich weiß schon ganz genau, wenn ich z.B. am Freitag dreimal 3000 Meter Intervalle im Dauerlauf mache, was ich dann zehn Tage später im Halbmarathon, bis auf ein paar Sekunden hin oder her auf dem Kilometer laufen werde. Drum herum trainiere ich sehr nach Bauchgefühl und kann das auch sehr gtu einschätzen, wie ich mich belaste. Ob ich heute ruhiger oder schneller, kürzer oder länger laufe. Das sieht von aussen dann vielleicht krasser aus als es letztendlich ist.
 

Viele Athleten spüren einen Leistungs- bzw Erfolgsdruck, Du wirkst immer recht entspannt, wie motivierst du dich vor Wettkämpfen und bist du dennoch nervös vor dem Start und hast das gewisse Adrenalin?
Das kommt schon auf das Rennen und nervös bin ich schon immer noch aber längst nicht so aufgeregt wie als Jugendliocher auf der Bahn. Bei so einem Mittelstreckenlauf muss man einfach von einer Sekunde auf die Andere zu 100% funktionieren was auf mich einen hohen Druck erzuegt hat. Das habe ich dann manchmal überhaupt nicht ausgehalten. Ein Ultra dagegen ist voll entspannt und man hat viel Zeit sich die Gegner auszuschauen und zurecht zu legen. Aber das Adrenalin ist schon da und eine gewisse Nervosität gehört natürlich auch dazu.
 

Du hast 2015 eine großartige Saison hingelegt und dieses Jahr läuft bisher ähnlich erfolgreich. Du hast den Trans Rockie Run gewonnen, bist Vierter bei der Xterra WM auf Hawaii und eine Woche danach beim Honolulu Marathon spontan auf Platz 6 mit einer 2:27:58 Stunden gelaufen. Neben dem Wings for Life World Run, den du als bester Deutscher und Sechster gesamt mit 64 km absolviert hast, war dein großes Saisonziel erstmals die Ultra WM über 100 Kilometer in Holland zu laufen. Wie war das wieder als Rookie über diese Distanz am Start zu stehen?
Ja, genau, die Premiere lief leider etwas unglücklich: Es war mein erster 100er überhaupt und unmittelbar nach dem Trans Rockie Run, was nicht unbedingt eine ganz ideale Vorbereitung auf eine Weltmeisterschaft über 100 Kilometer ist. Das Tempo in den Rockies ist deutlich höher und die Strecke bergiger. Unglücklicherweise bin ich im Training davor auch noch umgeknickt und der Knöchel war dick, so dass ich eine Woche pausiert habe. Es ging dann schon wieder einigermassen aber ich war mir nicht sicher, ob es für die WM reicht und ich den kompletten Hunderter überhaupt durchlaufen kann. Irgendwie bin ich’s dann doch gelaufen und es hat dann auch recht gut geklappt, wobei ich ein paar Ernährungsfehler gemacht habe. Ich wußte nicht recht, wie ich mich über so eine lange Strecke richtig ernähren soll. Das braucht zusätzliche Erfahrung und bestimmt noch zwei bis drei Rennen mehr, um zu wissen, was am besten funktioniert. Ich war oft auf der Toilette und dadurch mehr als zehn Minuten verloren, sonst wäre ich vielleicht sicher noch in Medaillennähe gelaufen. Aber ansonsten bin ich mit dem neunten Platz voll zufrieden.
 

Aber hallo, ein starkes Ergebnis und das nach solch einer Saison. Trotz deines unorthodoxen Trainingsplanes trainierst du ganz schön ordentliche Umfänge, teilweise läufst du bis zu 200 km pro Woche. Das laufen die meisten ambitonierten Freizeitläufer selbst nicht pro Monat. Wie sieht es bei dir mit der Regeneration aus?
Das sieht natürlich immer so aus als würde ich so viel trainieren. Ich poste zwar auch mal schlechte Trainingseinheiten aber eben doch öfter die guten, wo ich auch was gerissen habe, aber dazwischen mache ich eigentlich schon auch viele Pausen. Gerade zum Beispiel zwischen den beiden Rennen auf Hawaii habe ich die ganze Woche die Beine hoch gelegt und bin höchstens ein wenig herum spaziert oder hab’s auch mit Surfen versucht.
 
 

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner</b> "Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum" © redbull.com

INTERVIEW Florian Neuschwander, Ultrarunner „Der WM Titel über die 100 Kilometer wäre ein Traum“ © redbull.com


 
 

Laufen ist dein Leben und pure Leidenschaft für dich. Gerade Ultraläufe sind für den Körper sehr belastend und als Leistungssportler bzw. Extremsportler bist du ganz besonders von deiner Gesundheit abhängig. Warst du schon einmal länger verletzt und hast du denn nicht auch Angst deiner Leidenschaft nicht mehr in dieser extremen Form nachgehen zu können?
Absolut. Ich möchte natürlich noch mindestens die nächsten zehn Jahre laufen und ich habe auch noch einige besondere Rennen geplant, wie den Western States One Hundred oder eben die 80 Kilometer beim Wings for Life World Run in diesem Jahr zu knacken. Aber auch noch viele andere internationale Ultraläufe und daher hoffe ich, dass ich das in den nächsten zehn Jahren gesundheitlich genau so durchziehen kann und noch sehr lange laufen kann. Natürlich höre ich auf meinen Körper und wenn bestimmte Signale auftreten, wie heute morgen und ich mich eher schlapp fühle, dann tritt man eben kürzer oder pausiert auch mal zwei, drei Tage.
Eine Philosophie von Dir ist, „zu machen, was dir Spaß macht“, hast du in einem Interview einmal gesagt, „sonst bin ich nicht glucklich und laufe auch scheiße.“
 

Das ist sehr selbstbewußt und setzt auch ein gewisses Talent voraus, um dann so schnell laufen zu können. Kurzum, wenn dir am Abend nach Burgern und ein paar Bier ist, dann gehst du dennoch am nächsten Morgen noch vor dem Frühstück mal eben 30 km ballern. Ich nehme an, das ist eher die Ausnahme aber wie hältst du’s denn sonst mit der Ernährung?
Eigentlich schon, ich zerbereche mir da jetzt nicht den Kopf und gehe eher recht unkompliziert an die Sache ran. Ich ernähre mich ziemlich normal und esse aber eben auch keinen Scheiß. Wenn ich mal Bock auf eine Pizza habe und da stehe ich vol drauf, dann esse ich am Abend eben auch mal eine Pizza und trinke ein, zwei Bierchen dazu. Das schadet dann auch überhaupt nicht, so lange das halt nicht regelmäßig vorkommt. Ich sehe das Thema im Grunde recht entspannt, ich bin auch kein Veganer aber ich esse nicht viel Fleisch und versuche oft Gemüse oder Salat zu essen. Meine Ernährung versuche ich gesund und ausgewogen zu halten aber folge jetzt keiner bestimmten Ernährungsphilosophie.
 

Neben der Ernährung ist bei vielen Läufern das Körpergewicht ein großes Thema, je leichter, um so besser, denken viele. Es gibt immerhin die Formel, jedes Kilogramm macht ca. eine Minute auf zehn Kilometern. Wie sieht deine Ernährung vor und dann natürlich während wichtigen Wettkämpfen aus?
Also ich denke, dass man gerade bei Ultraläufen eher nicht auf zu viel vorneweg verzichtet und eher mit ein paar Kilo mehr in’s Rennen geht. Denn gerade wenn man hundert Kilometer vor sich hat, dann braucht man ja auch eine gewisse Energie über sehr lange Zeit. Während so einem Lauf nimmt man bestimmt vier bis fünf Kilogramm ab und wenn man jetzt auch noch zu leicht und mit seinem persönlichen Optimalgewicht an den Start geht, dann ist die Wahrscheinlichkeit doch groß, dass man hinten heraus einbricht, weil man in den Bereich des Untergewichts läuft. Ich denke, dass man sich da auch verrückt machen kann und sollte eher darauf achten optimal fit am Start zu stehen. Wenn dann vielleicht zwei Kilo mehr auf den Hüften sind, dann ist das egal oder vielleicht sogar gut in diesem Fall.
 
Während des Wettkampfs gibt’s natürlich genügend Stationen, wo man seine eigene Verpflegung deponieren kann, aber was ich dann ganz genau in meine Flaschen reinmache, dass muss ich noch herausfinden. In Holland habe ich Isogetränke und Gels verwendet. Das Isogetränke war wohl etwas zu hoch dosiert und pro Runde habe ich dann auch noch ein Gel und Salztabletten genommen. Das war wahrscheinlich etwas zu viel, vor allem Fruktose und dann war ich in jeder Runde auch der Toilette. Das muss ich dann einfach mit mehr Läufen und Erfahrung aoch besser mischen und da war meine Strategie auf der Ultra WM einfach schlecht. Beim Wings for Life World Run habe ich Smoothies verwendet und das lief eigentlich recht gut. Allerdings hatte ich da meine Salztabletten vergessen.
 

Was sind deine weiteren Saisonziele nach dem du natürlich die 80 Kilometer beim Wings for Life World Run 2016 geknackt hast?
Ha ha, ja genau. Ich hoffe, dass ich mich schnell in vier Wochen erhole und dann möchte ich die 24 Stunden von Biehl laufen. Das ist in Europa seit 50 Jahren DER 100 Kilometer Ultralauf der Szene schlecht hin und startet nachts um 22 Uhr. Das möchte ich schon gerne durchziehen und dann im Herbst wieder die Weltmeisterschaft über die Hundert laufen und richtig was reißen und ohne Probleme durchkommen. Eine Zeit um die 6:35 Stunden wäre schon stark und natürlich möchte ich diesmal schon gerne auf’s Podium laufen. Je nachdem wer so alles am Start ist, wäre sicher auch der Weltmeistertitel drin. Das ist auf jeden Fall schon mein Ziel. Wenn’s zwischendrin, vielleicht in der Vorbereitung auf die WM reinpasst, dann träume ich immer noch davon die 2:20 Stunden im Marathon zu knacken.
 

Trainierst du denn ausser zu laufen auch noch unspezifisch und machst auch Athletik?
Oh nee, leider nicht. Es gab zwar mal die Idee den ein oder anderen langen Lauf durch eine Radeinheit zu ersetzen oder auch mal zu schwimmen. Aber irgendwie schnüre ich mir dann doch immer die Laufschuhe und renne am Schwimmbad vorbei. Schlecht wär’s natürlich nicht aber es ist auch immer so zeitaufwendig extra hinzufahren und sich umzuziehen. Ich bin dann doch immer etwas zu faul und in der selben Zeit hat man eben auch schon 20 Kilometer beim Laufen runtergerissen.
 

Ich habe aber irgendwo mal läuten hören, dass du doch noch irgendwann auch einen Ironman machen möchtest?
Ja, das ist richtig. Das ist auch noch so ein Ding, irgendwie habe ich das schon noch irgendwann vor. Laufen kann ich ja und ich war auch mal zwei Jahre lang Bademeister, das heißt Schwimmen kann ich und bekomme die 3,8 Kilometer sicher noch respektabel hin. Nun gut und für’s Radfahren muss ich halt ein bischen üben und mal mit meinem WG-Kollegen zum Strampeln gehen. Und dann habe ich mit Flo und Guilty76 genügend Jungs vor der Haustür mit denen ich sicher ein paar Runden drehen kann.
 
 

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Mit einem dritten Platz beim Cannes International Triathlon ist Andreas Raelert ein guter Auftakt der Saison 2016 gelungen. Doch sein bisher größter Erfolg ist jetzt vier Monate alt und der Rostocker stolzer Vater eines gesunden Sohnes. Als professioneller Triathlet war es der zweite Platz beim Ironman Hawaii und damit das Comeback des Jahres 2015.

Andreas Raelert, Vizeweltmeister, 2010 nur knapp geschlagen hinter Chris McCormack, Ironman Hawaii 2010 © stefandrexl.de

Andreas Raelert, Vizeweltmeister, 2010 nur knapp geschlagen hinter Chris McCormack, Ironman Hawaii 2010 © stefandrexl.de

Mit seinem zweiten Platz letzten Oktober stand der 40-Jährige bereits zum fünfte Mal auf dem Podium von Kona. Nach harten Jahren mit Verletzungen wiegt dieser Titel, Vizeweltmeister hinter Jan Frodeno schwerer und war eine echte Meisterleistung. Mit dem Nachwuchs ändert sich für das Familienunternehmen Raelert jetzt natürlich einiges und besonders für Andreas bedeutet es eine große Umstellung für das Training. Das heißt in erster Linie wieder mehr alleine trainieren, ohne Bruder Michael und bei jeder Witterung in der Heimat. Der schnellste Triathlet auf der Langdistanz (07:41:33 Stunden, Challenge Roth 2011) ist besser aufgestellt dennje: Die Sponsoren stehen hinter ihm und sein Bruder Sven übernimmt wichtige Aufgaben der Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Was ihm der zweite Platz auf Hawaii wirklich bedeutet, wie er die Balance von Familie mit Triathlon plant und worauf sich die Konkurrenz in der kommenden Triathlonsaison einstellen muss, das hat der erfahrenen Triathlonprofi, frisch gebackene Vater und vor allem der Mensch, Andreas Raelert in einem sehr persönlichen Interview wenige Wochen vor der Geburt seines Sohnes ausführlich erzählt. Das sportliche Resultat des ersten Wintertrainings bestätigt seine Worte …

Triathlonprofi Andreas Raelert im Gespräch mit Stefan Drexl: „Der Fokus für 2016 ist Kona!“

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Video Ironman Hawaii 2015: „Andreas Raelert Kona 2015 Run (Over taking T.O)“

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Sein zweiter Auftritt beim Ironman Hawaii 2015, sollte eine ganz große Nummer für Nils Frommhold werden. Nach einem starken 6. Platz bei seiner Premiere 2014 wollte der Freiburger ein Finish unter den Top 5 in Kona. Mit der frühen Qualifikation im März als Fünfter beim Ironman Melbourne und dem Titelgewinn bei der Deutschen Meisterschaft über die Langdistanz beim Challenge Roth hat Nils Frommhold deutliche Akzente gesetzt, er konnte seine Trümpfe spielen. Aber in Kona werden die Karten neu gemischt und Nils Frommhold erlebte ausgerechnet bei der Weltmeisterschaft seinen schwersten Tag : Die Götter lehrten ihm den Mythos Hawaiis! Schon in den Wellen des Pazifiks lief’s unrund, dann folgte eine Reifenpanne, Krämpfe und er dachte daran aufzugeben. Doch der gebürtige Potsdamer hat sich durch seine neunte Langdistanz gekämpft, intensive Erfahrungen gesammelt und gemeinsam mit Trainer Wolfram Bott analysiert. Nach seiner Saisonpause habe ich mich mit dem sympathischen 29-Jährigen auf ein paar Espressi getroffen und dabei nicht nur über seine bisher erfolgreichste Triathlonsaison, sondern auch über’s Kartenspielen, seine Pläne für 2016 und vor allem über ihn selbst gesprochen. Wie er mit etwas Abstand sein Triathlonjahr 2015 resümiert und wie er in der kommenden Saison 2016 seine Karten spielen möchte, erzählt der Deutsche Meister in meinem Interview.
 

Triathlonprofi Nils Frommhold im Gespräch mit Stefan Drexl: „Der Fokus für 2016 ist Kona!“

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Video-Blog Hawaii von Nils Frommhold: „Until the Gun: Schwerer Tag beim Ironman Hawaii“

 

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Mit einem Trainingsgutschein geht’s zu mehr sportlicher Leistung durch eine bessere Technik und gesündere Ernährung. Ganz egal ob Schwimmseminar oder Lauftraining, Videoanalyse oder Trainingsplanung oder ein Personal Coaching, in dem endlich mal alle Fragen zum Thema Ernährung besprochen werden: Ein Geschenkgutschein für eine individuelle Trainingseinheit mit persönlicher Betreuung ist für jeden Sportler mit einer überdurchschnittlichen Ausdauerfähigkeit eine gute Überraschung. Ein perfektes Geschenk für ambitionierte Ausdauersportler die ihren ersten Marathon oder Triathlon planen, oder ihre persönliche Bestzeit verbessern möchten.

Mit einem Geschenkgutschein für eine individuelle Trainingseinheit mit persönlicher Betreuung sind bei mir sowohl Ausdauersportler als auch ambitionierte Wettkämpfer in den besten Händen. Von der Trainingsplanung und Trainingsberatung über ein Technikseminar und Ernährungscoaching bis zu einer kompletten Wettkampfvorbereitung über mehrere Wochen oder eine komplette Saison ist alles möglich.

Dieses Angebot können Sie als Gutschein erwerben, es ist das perfekte Geschenk für jeden Ausdauersportler der regelmäßig trainieren und sich verbessern möchte. Egal welches Ziel man verfolgt, welchen Leistungsstand man hat, mit meinen individuellen Trainingsplänen und persönlicher Beratung ist eine nachhaltige Verbesserung der Leistung sicher.

Trainingsgutschein für Freude am Ausdauersport und Motivation

Ein Gutschein kann für jede meiner angebotenen Leistungen und Sportarten inklusive persönlicher Betreuung erworben werden. Jede Verlängerung ist innerhalb von 12 Monaten 10% ermäßigt. Für eine komplette Trainingsbetreuung erstelle ich auf Anfrage gerne ein individuelles Angebot. Das empfehle ich für alle Sportler, diee ihr Training langfristig und systematisch aufbauen wollen. Mit einem Trainingsgutschein verschenken Sie langfristige Freude am Ausdauersport und Motivation für das ganze Jahr.

Wenn Sie jemandem mit einem Trainingsgutschein von STEFAN DREXL Sportscience, Coaching & Racing eine Freude machen wollten, schreiben Sie mir einfach eine kurze Mail an sport@stefandrexl.de.

• Die Terminvergabe erfolgt nach telefonischer Absprache
• Ergänzende Kosten je Sportart und / oder Trainingsinhalt (Eintritte, Material- / Platzmieten, etc.) sind vom Kunden zu tragen.
• Fahrtkosten für die Anreise von mehr als 25km zum Trainingsort werden mit 0,45 €/km ergänzend berechnet.
• Der Kunde verpflichtet sich nur in absolut gesunder körperlicher Verfassung das Trainingsangebot in Anspruch zu nehmen.
• Jegliche körperliche Einschränkungen müssen dem Trainer vor Trainingsbeginn wahrheitsgemäß mitgeteilt und schriftlich bestätigt werden.
• Um den Gutschein einzulösen, bitte ein Mail mit dem Betreff „GUTSCHEIN“ an sport@stefandrexl.de senden.
• Der Gutschein ist innerhalb von 6 Monaten ab Ausstellungsdatum einzulösen

Trainingsphasen und Periodisierung? Die Triathlonsaison ist kaum vorüber, schon werden neue Pläne für das nächste Jahr geschmiedet und Ziele formuliert. Motiviert von einer erfolgreichen, vergangenen Saison, von starken Rennen und neuen Bestzeiten oder von Wettkämpfen mit „gebrauchten“ Tagen, an denen man sich mehr erwartet hatte. Nach der Saison ist vor der Saison. Ganz egal, ob man es in der nächsten Triathlonsaison einfach besser machen möchte oder sich neue Ziel, wie zum Beispiel die erste Langdistanz steckt: Voraussetzung für den Erfolg im Triathlon ist die richtige Saisonplanung und Trainingsperiodisierung: Die Einteilung des Jahres in Trainingsphasen bzw. –perioden. Nur dann ist es möglich auf den Punkt fit für das persönliche Highlight zu sein …

Die begehrten Startplätze der beliebten Triathlonrennen sind oft nach kurzer Zeit ausgebucht und so muss man sich schon zwölf Monate für eines seiner Highlights der nächsten Saison entscheiden. Damit steht das Ziel schon sehr früh fest, wann man sich im nächsten Jahr der großen Herausforderung stellt und so wird auch bald noch ein passendes Trainingslager gebucht. Damit steht für die Meisten die grobe Planung der kommenden Triathlonsaison, doch der Teufel steckt im Detail. Auch weil es in der Regel selten bei nur einem einzigen Wettkampf und Highlight bleiben soll. Kein Problem – vorausgesetzt man beachtet in der Planung und im Aufbau seines Trainings, der Trainingseinheiten und Trainingswochen auch bestimmte Regeln. Liegt es doch in der Natur eines jeden Athleten, sich in Bestform präsentieren und alles geben zu wollen, sobald der Startschuss fällt.
 

Die Trainingsphasen entscheiden über deine Leistung

Gerade dann, wenn man neben dem Alltag, neben Beruf und Familie nicht vom Weg abkommen und sein persönliches Ziel erfolgreich und gesund erreichen möchte, dann ist eine Trainingsplanung über die vielen Wochen und Monate der Vorbereitung erforderlich. Ein Triathlon Coach kann dich hierbei unterstützen und optimal begleiten. Das kann viel Zeit, Arbeit und unnötigen Stress vermeiden. Ausgehend von deinem oder deinen persönlichen Saisonzielen wird im ersten Schritt die Triathlonsaison gemeinsam geplant und dann die Trainingsphasen bestimmt. Natürlich führen viele Wege ans Ziel, aber für einen muss man sich entscheiden und diesen dann konsequent mit Geduld gehen. Diese Periodisierung, die Einteilung in zeitliche Abschnitte, ist massgeblich für den individuellen Leistungsaufbau. Aber welche Trainingsphasen gibt es im Triathlontraining? Wie lange dauert eine Trainingsphase? Welche Trainingsinhalte werden in den jeweiligen Trainingsphasen trainiert?

Mit diesen 7 Tipps zur Periodisierung und richtigen Saisonplanung im Triathlon kannst du dein Trainingsjahr besser planen:
 

1. Trainingsphasen und Periodisierung im Triathlon

Die Dauer und Einteilung der Trainingsphasen ist abhhängig von den individuellen Rahmenbedingungen, deinem Alltag, Beruf und Familie, und der eingeplanten Zeit für das Training in den drei Kernporarten. Auch die Anzahl der Wettkämpfe und die geplante Dauer deiner Triathlonsaison (Wettkampfsaison) sind massgeblich. Ideal ist es, das Trainingsjahr (Makrozyklus) in fünf bis sechs Trainingsphasen einzuteilen: Grundlagentraining, Aufbautraining, Intensitätstraining, wettkampfspezifisches Training, die Wettkampfphase mit Saisonhighlight, und der Erholungsphase bzw. einer Übergangsphase bei mehr als einem Saisonhighlight. In Abhängigkeit von Alter, Trainingsalter und Leistungsfähigkeit des Triathleten sowie der Zielstellung dauern diese Perioden vier bis zwölf Wochen.
 

2. Grundlagen legen für die Höchstform

In der ersten Trainingsphase wird vor allem an den konditionellen Fähigkeiten gearbeitet und die individuelle Belastbarkeit verbessert. Sie ist das Fundament deren Schwerpunkt in erster Linie auf der Verbesserung von Grundlagenausdauer und Fettverbrennung (Ausdauerfähigkeit mit niedriger Herzfrequenz), sowie der speziellen Kraftausdauer mit regelmäßigem Athletiktraining liegt. Sie wird Vorbereitungsperiode 1 genannt., kurz VP1. In Abhängigkeit von deinem Trainingszustand und dem Trainingsziel dauert diese Periode mindesten 8 bis 12 Wochen. Für Triathleten mit einer guten Grundlagenausdauer, die schon drei oder mehr Jahre Triathlonwettkämpfe machen, sind acht Wochen meist ausreichend. Für untrainierte Athleten, Einsteiger, aber auch Wiedereinsteiger ist die VP1 die wichtigste Trainingsphase. Sie kann durchaus auch länger als 12 Wochen andauern und mit kleinen Wettkämpfen in den Einzeldisziplinen gespickt werden, um die Form zu testen oder zu heben. Das Training wir vor diesen Formtests allerdings kaum reduziert. Es würden dadurch zu viele Trainingstage verloren gehen.
 

3. Salz und Pfeffer für die zweite Trainingsphase

In der Vorbereitungsperiode 2 werden die Umfänge gesteigert und das Training wird spezifischer gestaltet als in der VP1. In dieser Trainingsphase werden immer öfter spezielle Kraft- und Athletikübungen mit eingebaut. Das spezifische Krafttraining auf dem Rad oder im Laufen wird beispielsweise durch Einheiten am Berg umgesetzt. Es verbessert das Stehvermögen. Mit dem Rad werden große Übersetzungen mit niederiger Frequenz getreten. Durch immer größere Übersetzungen mit niedrigen Trittfrequenzen resultieren höhere Geschwindigkeiten. Dennoch ist mit zu intensiven Trainingsbelastungen noch vorsichtig umzugehen, um keinen negativen Einfluss auf die aerobe Entwicklung zu haben. Es werden dabei regelmäßig Trainingseinheiten knapp unterhalb der anaeroben Schwelle mit dem Ziel absolviert, diese Belastungen über einen immer längeren Zeitraum durchzuhalten. In der Regel dauert die ‚Aufbau‘-Periode erneut 8 Wochen und kann bei Bedarf bis zu 12 Wochen ausgedehnt werden. Die VP2 ist gemeinsam mit der nächsten Trainingsphase, der „Intensivierungs-Periode“ die anstrengenste Periode. Während dieses Zeitraums, meist im Spätwinter und Frühjahr, ist das Wetter oft noch nicht optimal für die langen, entspannten Trainingseinheiten auf dem Rennrad. Das ist der optimale Zeitpunkt ist zu dieser Jahreszeit ein Trainingscamp in trockenen und wärmeren Regionen einzuplanen.
 

4. Mit der Intensivierung zur Zielgeschwindigkeit

Während der nächsten 4 bis 8 Wochen geht es um die spezifische Formausprägung und auch oft schon um die Vorbereitung auf ersten Wettkämpfe. Die Grundlage ist gelegt und diese muss jetzt in der Vorbereitungsphase 3 durch systematisches Training in Wettkampftempo, sprich Zielgeschwindigkeit umgewandelt werden. Es stehen lange (aerobe + anaerobe) Intervalle und zusätzlich intensive Intervalle auf dem Trainingsplan, denen nun regelmäßige Erholungstage folgen – entscheiden für die Leistungsentwicklung. Die Umfänge bleiben während der VP3 (Intensivierungsphase) dennoch hoch oder können sogar noch gesteigert werden. Hohe Umfänge werden noch immer als Ausdauertraining mit niedriger Herzfrequenz durchgeführt. In dieser Trainingsphase kann ein zweites Trainingslager in moderatem Klima das Leistungsniveau deutlich heben.
 

5. Die Dosis macht das Gift – kürzer und knackiger

Jetzt beginnt die Zeit deiner unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und nach Monaten mit unzähligen Trainingseinheiten und harten Training bist du schon fast bereit für den ersten Saisonhöhepunkt. In dieser Phase wird die Intensität spürbar höher, die Umfänge moderater – die Trainingseinheiten sind oft kurz aber knackig, die Erholung entscheidend für deine Leistungsentwicklung, jetzt macht die Dosis das Gift – es ist Zeit zu „tapern“. Die Taperphase ist sehr individuell. Sie kann von nur einigen Tagen bis mehrere Wochen dauern, je nach Saisonziel. Auf dem Trainingsplan stehen intensive Intervalle, Bergtraining oder auch Bahntraining. Wettkämpfe können während der Taperphase manche Trainingseinheit ersetzen. Inhaltlich kannt während einer mehrwöchigen Taperphase durchaus Variationen praktiziert werden: Intensität hoch halten und Umfänge reduzieren, Umfänge hoch halten und Intensität reduzieren, oder sowohl Umfang und Intensität stufenweise rausnehmen.
 

6. Jetzt zählt’s – Zeit die Früchte zu ernten!

Jetzt bist du in Topform, die Trainingsumfänge sind geringer, die Intensität bleibt wegen der Wettkämpfe hoch und die Erholung ist entscheidendes Trainingsmittel. Jetzt beginnt die Zeit die Früchte der monatelangen Strapazen und Entbehrungen zu ernten. Ziel ist es auf den Punkt die beste Leistung abzurufen oder über einen bestimmten Zeitraum auf einem hohen Niveau zu halten. Abhängig von der Anzahl der Rennen wechseln intensive Trainingseinheiten und passive oder auch aktive Erholungstage im ein oder zwei Wochenzyklus. In dieser Periode ist die unmittelbare Regeneration nach einem Wettkampf oder nach intensiven Trainingseinheiten besonders entscheidend für den Erhalt des Leistungsfähigkeit. Die Dauer der Wettkampfphase kann je nach Anzahl der Rennen und Athlet variieren und ist meist vier bis sechs Wochen lang. Das Alter des Athleten, das Trainingsalter und die Erholungsfähigkeit spielen bei Umfang und Häufigkeit der intensiven Belastungen eine leistungslimitierend Rolle. Sind zwei mögliche Saisonhöhepunkte geplant, die zeitlich deutlich auseinanderliegen, dann kann man die Wettkampfsaison splitten.
 

7. Nach der Arbeit sollst Du ruhen: Erholung in der Übergangsperiode

Nach einer anstrengenden Saison solltest du eine sechs- bis achtwöchige Trainingspause machen. Jeder Mensch, auch ein Sportler, braucht einmal Ruhe und Erholung. Das gilt für den Breitensportler genauso wie für den Hochleistungssportler. Das bedeutet aber nicht zwingend keinen Sport mehr zu machen und faul auf der Couch zu liegen. Alternative Aktivitäten, unspezifische Sportarten ohne großen Ambitionen sind in der Erholungsphase bzw. Off Season gefragt. Lockere Ausfahrten mit niedriger Herzfrequenz auf dem Mountainbike, geimensam Wandertouren oder Klettern bringen Abwechslung in den bisherigen Trainingsalltag. Es geht jetzt vor allem darum deinen Kopf frei zu bekommen und den Akku wieder aufzuladen dami du dann wieder mit neuer Motivation in die neue Saison starten kannst.

Falls du eine lange Wettkampfsaison oder zwei Saisonhöhepunkte planst, dann sieht das etwas anders aus. Hier ist am besten eine Zweifach- oder Merhfachperiodisierung mit der Jahresplanung zu berücksichtigen und manche Trainingsphasen sind entsprechend zu verkürzen. Dazwischen wird dann eine Übergangsphase integriert. Das ist zum Beispiel bei einer früh im Jahr geplanten Langdistanz, wie einem IRONMAN mit geplanter Qualifikation für Hawaii der Fall und sollte idealerweise auch schon mit einem Plan B für den 2. Versuch im Mittsommer berücksichtigt werden.
 

Für Fragen und mehr Informationen kannst Du mir gerne ein MAIL schreiben.

 

FACTS

MIKROZYKLUS Trainingsplanung / 1 – 4 Wochen
MESOZYKLUS Trainingsphase / 2 – 4 Mikrozyklen
MAKROZYKLUS Jahresplanung / 3 – 12 Monate
PERIODISIERUNG Einfach-, Zweifach-, Mehrfachperiodisierung

TRIANINGSPHASEN
Vorbereitungsphase 1 (VP1)
Vorbereitungsphase 2 (VP2)
Vorbereitungsphase 3 (VP3)
Taperphase (TP)
Wettkampfphase (WP)
Übergangsphase (ÜP)

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PERSONAL COACHING – Individuelle Trainingsplanung für Triathleten und Ausdauersportler

Nach neun Stunden, fünfundfünfzig Minuten und dreißig Sekunden ist meine erste Langdistanz erfolgreich ins Ziel gebracht und der IRONMAN Vichy 2015 Geschichte. Mit Temperaturen über 36 Grad und starkem Südwind habe ich am 30. August 2015 nach 25 Jahren im Triathlon meine Premiere über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen gefeiert. Entgegen viel Rechnerei hat sich wieder einmal gezeigt, dass Triathlon keine Mathematik ist und es meistens anders kommt als man denkt. Zum Glück! Denn als Rookie in der Königsdisziplin konnte ich somit viel Erfahrung und neue Erkenntnisse sammeln. Trotz großer Hitze und unerwarteter Probleme habe ich keinen Moment an einem Finish gezweifelt und jede Minute meiner ersten Langdistanz voll und ganz genossen. Über Höhen und Tiefen, Freude und eisernen Willen …

 

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Der Vollmond erleuchtet hell die Nacht als wir uns um fünf Uhr morgens auf den Weg zum Wettkampfgelände des Ironman Vichy am Lac d’Allier machen. Es ist windstill und der Himmel sternenklar. Um vier Uhr hat schon der Wecker geläutet, um ausreichend Zeit vor dem Start und für die letzten Vorbereitungen zu haben und in Ruhe frühstücken zu können: Haferflocken mit Rosinen und Honig in warmer Sojamilch – darauf freue ich mich vor jedem Rennen, das hat sich bewährt. Morgenstund hat Gold im Mund!

Morgenstund hat Gold im Mund / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Morgenstund hat Gold im Mund / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Nur wenige Triathleten stehen schon am Palais du Lac und warten auf die Öffnung der Wechselzone. Es herrscht eine angenehm entspannt Atmosphäre im Parc Omnisport als wir ankommen. Es ist 5:30 Uhr, pünktlich öffnen die Tore und es bleiben noch 90 Minuten bis zu meinem Schwimmstart. Ich gehe vorbei an Christian Brader und Michael Ruenz, zwei deutschen Profis, sowie Natascha Badmann, der sechsmaligen IRONMAN Hawaii-Gewinnerin. Ich sage, Aloha! Mein CANYON Speedmax durfte ich bereits am Vorabend einchecken, es steht fast am Ende des zweiten Radständers. Meine Startnummer (446) und den Helm lege ich sicher auf dem Aerolenker ab, reine Routine. Flaschen rein, Radschuhe in die Pedale und Reifen aufpumpen. Ich habe mich zudem für die MAVIC CX80 mit Schlauchreifen entschieden, die sind komfortabler auf den französischen Straßen, und dafür vorsorglich bei Holger von SPEED COMPANY München noch ein paar Reifen im Schnelldurchgang abgezogen und wieder aufgeklebt. Übung macht schließlich den Meister!

 

ÜBER ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS AM SCHWIMMSTART

Ich gehe noch einmal alle Laufwege der Wechselzone ab und schließlich zurück zu meiner Familie, um mich dann zu erwärmen und einzulaufen. In der Zwischenzeit erfahre ich die gemessene Wassertemperatur: 23,6 Grad und das bedeutet, Schwimmen findet mit Neopren statt – gerade noch. Aber ich habe vorgesorgt, denn ich habe einen dünnern Sailfish G-Range Neoprenanzug zum Testen bekommen, der eine gute Wasserlage ermöglicht, nicht zu warm und schnell ist. Es bleiben noch zehn Minuten bis zu meinem Start, am Horizont dämmert es leuchtend orange! Ein kurzer Abschied und es geht rein in den Lac d’Allier zusammen mit 400 weiteren Triathleten der ersten Startwelle. Nach 200 Tagen Vorbereitung geht’s endlich los, noch einmal Schwimmen, Radfahren und Laufen, ein Highlight, ich freue mich und bin gespannt. Das Einschwimmen habe ich mit 5 Minuten Thera Band ersetzt, zu dreckig und voll ist mir das Wasser des gestauten Flusses. Jetzt steigen die Anspannung und das Adrenalin, in der ersten Reihe auch die Nervosität und der Kampf um die besten Startpositionen – als würde schon hier der IRONMAN entschieden.

 

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS AM SCHWIMMSTART / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS IM WASSER / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

Ein lautes Horn ertönt, das Wasser kocht und ab geht’s. Pünktlich um sieben Uhr erfolgt der Start, die Hektik und das Chaos habe ich aber dennoch bei keinem Triathlon bisher erlebt. Noch nach 500 Metern bekomme ich im Kampf um den besten Wasserschatten einige Hände auf den Kopf und manch einer schwimmt sogar noch oben drüber. Mit der ersten Wende nach 900 Metern habe ich mich freigeschwommen und befinde mich wenige Meter hinter einer kleinen Führungsgruppe. Das Wasser ist sehr unruhig, die Orientierung aufgrund der Wendestrecke und den nahen Uferpromenaden aber relativ übersichtlich. Ich überhole die ersten Profi-Frauen, welche acht Minuten vor mir gestartet sind, bevor es nach der ersten Runde zum Landgang geht. Die Menge tobt, das französische Publikum ist sensationell, das spornt an und ich fühle mich nach der Hälfte der Schwimmstrecke durchaus locker. Mit einem kräftigen Absprung geht’s von der Pier wieder in’s Wasser und durch den Schwung kann ich eine fünf Meter Lücke zu drei Schwimmern schließen.

 

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Dann geht die Sonne auf und mit jedem Atemzug nach links scheint sie mir immer stärker ins Gesicht – einfach wunderbar. Während der zweiten Runde frischt der Wind aus Süden auf und treibt Wellen und Gischt entgegen. Nach anstrengenden 600 Metern kommt endlich die Boje und es geht zurück, vorbei an immer mehr Frauen und sogar männlichen Profis, die einen Vorsprung von zehn Minuten hatten. Auf den letzten 800 Metern erhöhe ich meine Zugfrequenz und bin selbst überrascht, wie flott ich ein nach dem anderen Schwimmer überhole. Ich kommen nach 3,8 km als Schnellster meiner Altersklasse mit 54 Minuten aus dem Lac d’Allier zu und freue mich als ich vorbei an meinem Sohn und meiner Frau Richtung Wechselzone laufe.

 

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS IM WASSER / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

ANSPANNUNG, FREUDE UND CHAOS IM WASSER / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

SOLORITT DURCH DIE AUVERGNE MIT PAPARAZZI UND EINER HAWAII-LEGENDE

Nach nur 2:46 Minuten sitze ich auf dem Rad und es liegen 180 km durch die zauberhafte Landschaft der beiden Departements d’Allier und Puy de Dôme bei strahlend blauem Himmel vor mir. Durch den Parc Omnisport und mit vielen Kurven und kurzen Steigungen in Vichy geht’s Richtung Süden auf die Radstrecke, zwei Runden à 90 km mit 1194 Höhenmetern sind zurückzulegen. Ich finde schnell meinen Tretrhythmus, jedoch bin ich alleine unterwegs über die Felder und durch die verschlafenen Dörfer. Auf einer der langen Geraden sehe ich nach 10 km in weiter Ferne einen Triathleten vor mir, endlich ein Orientierungspunkt. Ich versuche ein konstantes Tempo zu fahren und dabei nicht zu viel Druck zu machen. Zeit mit der Verpflegung zu Beginnen: Ich nehme in regelmäßigen Abständen abwechselnd je einen Schluck konzentrierter Isomaltulose von INNOSNACK und aus einer anderen Flasche Wasser.

 

SOLORITT DURCH DIE AUVERGNE MIT PAPARAZZI UND EINER HAWAII-LEGENDE / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

SOLORITT DURCH DIE AUVERGNE MIT PAPARAZZI UND EINER HAWAII-LEGENDE / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Die Landschaft und Stimmung im Morgenlicht ist herrlich und es liegt ein leichter Dunst über den Wäldern. Nur wenige Leute stehen um diese Uhrzeit am Straßenrand, aber in jedem Dorf, riecht es nach frischem Baguette. Bei Kilometer 20 überhole ich meinen Vordermann und nur wenige Minuten später die bisher führende Frau, Nicole Woysch. Schließlich kommt eine Gruppe Profis zügig vorbei und kurz darauf höre ich viele Motorräder hinter mir. Es ist Natascha Badmann, eine Legende im Triathlon, die auf ihrem außergewöhnlichen Cheetah Custom Bike an mir vorbei gleitet, umringt von einer Scharr Paparazzi und Race Marshalls. Es kehrt wieder Ruhe ein, nur die Carbon-Laufräder auf dem groben Asphalt dröhnen monoton. Einem beinahen Soloritt über das Hochplateau und durch die welligen Wälder oberhalb von Vichy folgt die lange steile Abfahrt wieder hinunter ins Tal des Allier.

 

 

HEISSE SCHWÄCHEPHASE IN DER ZWEITEN RADRUNDE DES IRONMAN VICHY 2015

Die zweiten 90 km werden weniger einsam, der Wind aus Süden wird jetzt deutliche stärker und ich werde von mehreren kleinen Radgruppen überholt. Während die Temperaturen die 30 Grad übersteigen, ist mein Tempo jetzt langsamer als in der ersten Runde. Es scheint wohl an einer ersten Schwächephase zu liegen, dass ich den Eindruck habe, die Triathleten würden trotz Windschattenverbots Rad an Rad dicht aneinander kleben – vielleicht sehe ich aber bereits doppelt aufgrund der Hitze unter meinem Aerohelm. Ein Race Marshall ward längst nicht mehr gesehen. Anders als in Erlangen ist es mir nicht möglich das Tempo und die Dynamik der Passierenden mitzufahren. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich ausreichend Flüssigkeit und Kohlenhydrate getrunken und ebenso Riegel gegessen. Jedoch vermag mein Magen das längst nicht so schnell zu verdauen, wie ich unterwegs sein wollte. Na ja, das Rennen ist ja noch lang, denke ich bei Kilometer 140, da kommt es auf zehn Minuten hin oder her nicht an: Besser etwas moderater rollen und dann fitter vom Rad. Doch der Südwind zehrt deutlich mehr an den Kräften als mir lieb war und der Magen muckt.

 

Nachhaltige Energie mit Innopur und Innobar von Innosnack / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Nachhaltige Energie mit Innopur und Innobar von Innosnack / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Die Abfahrt nach Vichy nutzte ich, um die Beine etwas zu lockern und den Rücken zu entspannen. Der meckert wegen der langen Haltung in der Aeroposition mit dem hohen Druck und der fehlenden Abwechslung. Die letzten Kilometer über den Zubringer zurück zur Wechselzone rolle ich locker mit hoher Frequenz. Endlich und vor allem pannenfrei darf ich nach 5:10 Stunden von meinem Rad steigen – zwar 15 Minuten später als geplant, dennoch bin ich überrascht wie schnell die zweite Disziplin vorbei ging.

 

HEISSE SCHWÄCHEPHASE IN DER ZWEITEN RADRUNDE DES IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

HEISSE SCHWÄCHEPHASE IN DER ZWEITEN RADRUNDE DES IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH

Alles im grünen Bereich und auf Kurs, denn mit dem Marathon sollte es so richtig los gehen. Nach einem moderaten zweiten Wechsel starte ich die erste Laufrunde. Es fühlt sich anfangs etwas unrund an, aber ich war mir sicher, allmählich meinen Laufrhythmus zu finden. Schließlich steckten bereits 3,8 km Schwimmen 180 km Radfahren in meinen Beinen, da kann es das durchaus etwas dauern. Nach 5 km die erste Verpflegung mit etwas Wasser und Energy Drink, vor allem aber einer Dusche, um der Mittagshitze zu trotzen sowie meine IDENIXX Laufkappe und Pulskühler ordentlich nass zu machen – ich laufe weiter und passiere Kilometer 7. Plötzlich spüre ich ein starkes Stechen in meinem Bauch, kurz danach habe ich das Gefühl der komplette Magen zieht sich zusammen, aus laufen wird gehen. Ok, denke ich, das kann vorkommen und möchte nach 500 Metern Fußmarsch wieder anlaufen.

Doch keine Chance. Ich gehe weiter und erreiche die nächste Verpflegungsstelle: Ein paar Schlücke Wasser, etwas Energy Drink, eine leichte Dusche. „Keep on walking, never Stop“, hat mir einmal Chris McCormack in einem Interview nach seinem zweiten Sieg des IRONMAN Hawaii 2010 gesagt. Aber ich möchte laufen, doch jeder Versuch zu beschleunigen schmerzt. Ok, ganz egal, auch wenn ich 42 km gehen muss, was zählt ist das Finish, sage ich mir. Ich bekomme Zuspruch von überholenden Triathleten und nach 15 Kilometern begleitet mich meine Frau am Streckenrand. „Lauf, denk an den langen Weg bis hier her, die vielen Einheiten und Kilometer, lauf,“ schreit sie mich an. Und immer lächeln, denke ich mir. Einige Freunde rufen an und lassen ihren Zuspruch ausrichten, vor allem eine Freundin, die schwer erkrankt ist und mehr als nur einen IRONMAN zu meistern hat.

 

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 

FINISH MIT EISERNEM WILLEN UND GLÜCKSGEFÜHLEN BEIM IRONMAN VICHY 2015

Es war der zündende Funke: Mein Kopf übernimmt wieder die Regie, ganz egal, ob der Körper rebelliert, ich ignoriere den Schmerz und beginne wieder zu laufen – erst langsam und dann immer schneller. Es ist Halbzeit, zwei Runden von vier sind geschafft und ich erreiche mit Wettkampftempo zum zweiten Mal das Stadion. Ich habe viel Zeit verloren, aber ich laufe. Das ist Triathlon und keine Mathematik, immerhin ist das mein Debüt auf der Langdistanz und das lass ich mir nicht verderben. Meine Taktik behalte ich bei und gehe durch jede Verpflegung, nehme von allem einen Schluck, jetzt auch Cola. Eine Zeit um die 9 Stunden, einen Platz auf dem Podium oder ein Slot für Hawaii: längst abgehakt!

 

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

WENN’S NICHT LÄUFT TUT’S RICHTIG WEH / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Ich erreiche die 35,5 km Marke und merke, wie sich Leichtigkeit und ein Glücksgefühl in mir ausbreiten. Es geht zurück, die letzten 7 km und ich spüre, wie die Euphorie in mir aufsteigt, die Schritte immer lockerer werden und sich ein Lachen in meinem Gesicht ausbreitet. Ich erreiche das Stadion, die letzten 200 Meter und kann es nicht fassen als ich die Uhr sehe. Während die Ränge voll gepackt sind, feiert das Publikum trotz der großen Hitze, angeheizt von zwei sensationellen Moderatoren. Ich werde langsamer, richte den Blick zum Himmel und kann es kaum begreifen. Dieser Moment ist nicht greifbar, ich bin einfach überwältigt: Nach neun Stunden, fünfundfünfzig Minuten und dreißig Sekunden bleibt die Uhr für mich an diesem Sonntag Nachmittag stehen und meine erste Langdistanz, der Ironman Vichy 2015 ist damit Geschichte.

 

FINISH MIT EISERNEM WILLEN UND GLÜCKSGEFÜHLEN BEIM IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

FINISH MIT EISERNEM WILLEN UND GLÜCKSGEFÜHLEN BEIM IRONMAN VICHY 2015 / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Das erste Mal ist immer am schönsten, wenn es jedoch einmal nicht mehr läuft, dann tut es richtig weh. Mein Körper, der in der Saison 2015, an anderen Tagen, in anderen Rennen und unter anderen Umständen stets zuverlässig funktioniert hat, ist an diesem Sonntag kurzzeitig etwas ins stottern gekommen, scheinbar leicht irritiert von der ungewohnten und langen Belastung. Trotz der enormen Hitze und der Probleme war mein Kopf stets konzentriert, fokussiert und ich habe nie gezweifelt. Ich habe meine erste Langdistanz mit jeder Sekunde genossen, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Danke Nicola!

 

DANKE

Ich danke meiner Frau und meinen Kindern für Ihre Geduld und die Kraft, die sie mir während der gesamten Vorbereitung in den letzten 200 Tagen gegeben haben. Ich danke auch meinen Freunden, die mich stets motiviert und bei den ein oder anderen Trainingseinheiten begleitet haben – dann, wenn’s darauf ankommt! Mein Dank gilt außerdem zwei besonderen Menschen, die mir in den letzten, den härtesten und intensivsten Wochen vor meiner ersten Langdistanz tatkräftig zur Seite gestanden und mich unterstützt haben. Danke Anderl und Christoph! Ohne Eurer Unterstützung hätte ich es vielleicht nicht einmal bis zur Startlinie geschafft.

 

DIE UNTERSTÜTZER

SPEED COMPANY, Holger Schiegl
THERAPIE54, Andreas Ellenrieder
INNOSNACK, Marco Steinhilber
RADLABOR München, Pascal Ketterer

 

MEIN EQUIPMENT

ASICS Gel-Noosa Tri 10
CANYON Speedmax CF Di2 Zeitfahrrad
FIZIK Arione K1 Sattel
IDENIXX Kühllaufkappe und Performance PulsKühler
INNOSNACK Innobar Riegel & Innopur Drink
MAVIC CXR80 Laufräder
OAKLEY Radar Lock
POC Cerebel Aerohelm
POLAR V650 Radcomputer
POLAR V800 Multisportuhr
SAILFISH G-Range Neoprenanzug
SKINFIT Funktionskleidung
ZOGG’S Predator Schwimmbrille

 

IRONMAN VICHY 2015 ERGEBNIS

Startzeit 7:00 Uhr
Startgruppe 3
Startnummer 446
Schwimmen: 54:49 min / 1. M40-44
T1: 2:46 min
Rad: 5:10:27 h / 18. M40-44
T2: 3:23 min
Laufen: 3:44:06 h / 17. M40-44
Finish: 9:55:30 h
Platz: 84.
M40-44: 17.

Alle Ergebnisse & Athlete Tracker IRONMAN Vichy 2015

 

IRONMAN VICHY 2015 STATISTIK

Starter: 1799 / 100 %
Finish: 1182 / 65,7 %
DNF: 617 / 34,3 %
Starter M40-44: 317
Temperatur: 36 Grad Celsius
Wind: 33 km/h S-SW-SO

 

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IRONMAN Vichy 2015: Der Schweizer Mauro Bärtsch und die Spanierin Gurutze Frades gewinnen die Premiere, Brader wird Dritter!

 
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MEHR INFORMATIONEN
Markenwechsel beim Triathlon Vichy
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Jetzt sind es noch 24 Stunden und es gibt kein zurück mehr – morgen heißt’s Sugar and Pain! Seit der Anmeldung zu meiner ersten Langdistanz vor fast 200 Tagen ist viel passiert und allmählich wird’s richtig Ernst. Mit dem Ironman Vichy habe ich den für mich passenden Triathlon über die Königsdisziplin ausgewählt. Vor fünf Jahren habe ich hier auf einer Fahrt zum Atlantik erstmals einen Zwischenstopp gemacht und ein Jahr später von der Premiere der Challenge aus Vichy berichtet. Dass ich vier Jahre später hier einmal selbst starten würde, das hätte ich mir trotz meiner 25 Jahren im Triathlon damals noch nicht vorstellen können. Das Jahr 2015 lief für mich bisher wunderbar und ich möchte nichts missen, selbst Niederlagen und Fehler nicht. Aus ihnen lernt, sie machen uns menschlich und zu noch stärkeren Triathleten. Was auch immer am kommenden Sonntag passieren wird, wie auch immer es laufen wird, es wird bestimmt nicht leicht – mitunter kann es auch schmerzvoll werden. Auf jeden Fall werde ich eine Menge neuer Erfahrungen sammeln, die für mein Training sehr wertvoll sein werden, ganz besonders aber für meine Arbeit als Trainer und Autor. Ich bin gespannt und freue mich, wenn am 30. August um 7 Uhr endlich der Startschuss fällt …

Die Wettkampfstrecken

Mit 2015 wird die Langdistanz Vichy nun auch erstmals als offizielles Rennen der Marke Ironman ausgetragen. Das bedeutet zugleich, dass somit zukünftig 50 Agegroup Startplätze für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii beim Ironman Vichy vergeben werden. Die diesjährigen Slots in der Auvergne sind dann allerdings bereits für das nächste Jahr, für die Ironman WM 2016. Mit dem neuen Markennamen ergeben sich auch einige Änderungen der Strecke und des Setups, die durchaus von Bedeutung sind und auf die ich hier näher eingehen möchte.

 

Jetzt zählt's: Startunterlagen - check! / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

Jetzt zählt’s: Startunterlagen – check! / Meine erste Langdistanz, IRONMAN Vichy 2015 © stefandrexl.de

 
Der Schwimmstart des Ironman Vichy 2015 erfolgt weiterhin im Lac d’Allier, der mitten durch Vichy fließt. Der Fluss Allier ist am Parc Omnisports eigens für die Nutzung als Ruderregattastrecke aufgestaut und ein entsprechendes Stadion bildet den entsprechenden Rahmen. Das Gefühl eines Formel-1 Starts wird somit weiterhin das Adrenalin der Athleten durch den Körper treiben, wenn am 30. August 2015 früh morgens um 7 Uhr der Countdown des Starts durch eine Ampelanlage erfolgt. Die Triathlon Profis starten 10 Minuten zuvor und in meheren Startwellen, eingeteilt nach den Schwimmleistungen, folgen die Triathleten der Altersklassen. Die Schwimmstrecke besteht aus einem ufernahen Rundkurs über zwei Runden mit einem Landgang, was das Anfeuern der Athleten während der gesamten Strecke ermöglicht und die Zuschauer hautnah mitfiebern lässt. Nach zwei Kilometer kommt man erstmals aus dem Wasser und es sind somit die ersten Abstände messbar.

Nach 3,8 km geht’s erstmals in die Wechselzone, die jetzt näher an den Schwimmausstieg gerückt und sich zwischen dem Lac d’Allier und Palais du Lac befindet. Eine durchaus positive Veränderung, wie ich finde. Das erlaubt schnellere Wechselzeiten und ist somit zuschauerfreundlicher, wenn die Triathleten auf die Radstrecke fahren oder wieder zurückkommen. Dadurch hat sich ebenso die Zufahrt der Radstrecke verändert, die jetzt in südlich Richtung aus der Wechselzone durch den Parc Omnisports vorbei am CREPS Auvergne Vichy führt.

Panorama Runde über’s Hochplateau

Geändert hat sich allerdings auch die Fahrtrichtung der Radstrecke durch die zauberhafte Landschaft der beiden Departements d’Allier und Puy de Dôme. Der zweimal zu fahrende Rundkurs über 180 km, den man über den neuen Zubringer erreicht, ist von den Triathleten jetzt im Uhrzeigersinn und somit rechts herum zu absolvieren. Die zwei Runden verlaufen natürlich weiterhin durch die beiden Departements Allier und Puy de Dôme mit ihren zahlreichen Wäldern und den weitläufigen Feldern des atemberaubenden Hochplateaus. Das gibt den Athleten zwischendurch die Gelegenheit den Blick auf das grandiose Panorama der Vulkane der Auvergne zu richten. Zwar beträgt der Höhenunterschied pro Runde nach wie vor nur 380 m, jedoch verläuft die Radstrecke jetzt stetig über mehrere Wellen bergan. Am Ende jeder Radrunde fährt man jetzt den ehemals steileren Anstieg zügig hinunter, bevor es in die zweite Runde oder dann zurück zur Wechselzone geht.

Je nach Wetterlage und Windrichtung wird das den Triathleten etwas mehr Strapazen abverlangen als bisher. Ende August sind die Temperaturen mit heißen Winden im Herzen Frankreichs meist sehr hoch und der Wind bläßt häufig aus nördlichen Richtungen. Wer hier den regelmäßigen Flüssigkeitsbedarf vernachlässigt, wird das im weiteren Rennverlauf möglicherweise bitter bereuen. Ich erinnere mich dabei auch an die Challenge Vichy 2012, als die Langdistanz aufgrund der Hitzewelle seitens der Behörden auf eine Mitteldistanz verkürzt werden musste. Selbst die halbierte Distanz zwang damals viele Triathleten zur hitzebedingten Rennaufgabe.

Historische Laufrunde durch Vichy

Nach zwei Runden geht’s über den selben Zubringer zurück zur Wechselzone und anschließend auf die Marathonstrecke. Von dort laufen die Athleten in südliche Richtung entlang der Uferpromenade des Lac d’Alliers und überqueren diesen nach gut 3 km. Schließlich geht es runter an den Fluß und nach zwei Kilometer wieder hoch auf die gegenüberliegende Uferpromenade und in einen Bilderbuchpark. Die ehemals steile Treppe wurde endlich durch eine 100 m Meter nördlichere Auffahrtsrampe ersetzt. Da ebenso die einsame Schleife im Glutofen des Parc Omnisports gestrichen wurde, führt die Laufstrecke die Athleten jetzt über eine Schleife von zwei Kilometer durch die historische Altstadt von Vichy, wo deutlich mehr Zuschauer den Ironman beobachten werden als bisher.

Für die Sportart Triathlon und die Triathleten durchaus positiv und motivierender. Anschließend geht es zurück über die östliche Uferpromenade nach Norden und mit der Überquerung der Pont de l’Europe zurück zum Wettkampfgelände. Für die Triathleten ein äußerst abwechslungsreicher Rundkurs, der vier Mal zu absolvieren ist und mit jeder Runde durch das eigens errichtetet Stadion führt. Erreicht man das Stadion ein fünftes Mal dann heißt es nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,8 km Laufen erstmals auch in Vichy: You are an Ironman!

Großes Aufgebot zur Premiere des Ironman Vichy

Nach einer Saison mit vielen Verletzungen wird am kommenden Sonntag Dirk Bockel erstmals wieder über die Langdistanz antreten und versuchen erste Punkt für die Ironman Weltmeisterschaft Hawaii 2016 zu sammeln. Der gebürtige Deutsche mit Wohnsitz in Luxemburg musste aufgrund eines Bruchs im Fußgelenks seinen Start bei der Challenge Roth im Juli diesen Jahres absagen. Konkurrenz bekommt der 38-jährige durch 19 weitere Triathlonprofis im ersten Starterfeld des Ironman Vichy. Darunter die Schweizer Patrick Jaberg und Mike Schifferle, sowie das deutsche Trio Christian Brader, Marc Duelsen und Michael Ruenz. Sie alle möchte die Gelegenheit nutzen bereits frühzeitig wichtige Kona-Punkte für das nächste Jahr zu ergattern.

Die Startliste der Profifrauen ist beim Ironman Vichy etwas übersichtlicher. Neben Corinne Abraham aus Großbritannien wir die sechsmalige Hawaii-Siegering Natascha Badmann die Premiere des Ironman Vichy nutzen um ihr persönliches Konto des Kona Pro Rankings frühzeitig aufzubessern. Mit der 48-jähren Schweizerin am Start im Lac d’Allier um 6:52 Uhr wird unter anderem die Dänin Tine Holst sein, 15-malige Ironman-Finisherin und neunte beim Ironman Frankfurt 2015. Triathlon ist zum Glück keine Mathematik und das mach diese faszinierende Sportart so einzigartig. Für diesen Tag ist jeder an der Startlinie bestens vorbereitet nach Vichy gereist und dennoch ist die Tagesform alles entscheidend. Abgerechnet wird am Schluss.

Der Ironman Vichy ist zurecht einer der landschaftlich und historisch schönsten Wettkampforte auf der europäischen Triathlon-Landkarte. Er erlaubt es den Zuschauern auf dem gesamten Parcours stets hautnah an den Athleten dran zu sein und das Renngeschehen bestens beobachten zu können. In exakt 90 Tagen ist es dann soweit. Gesamt nutzen sieben weibliche Triathlon Profis die Langdistanz im französischen Heilbad, für die erste Etappe ihrer „Road to Kona“.

Meine IRONMAN Vichy Checkliste

Lust auf ein neues Abenteuer
Zwar habe ich die Langdistanz in Vichy schon vier Mal als Journalist erlebt und die Athleten auf Tritt und Schritt begleitet, selbst am Start und als Protagonist mittendrin zu sein ist dennoch etwas anderes. Frankreich macht immer Spass und im Wettkampf nimmt man sämtliche Eindrücke noch stärker war. Ich freue mich auf meine erste Langdistanz und die Premiere des Ironman Vichy, auf die leckeren Crêpes nach erfolgreichem Finish ganz besonders!

Die Vorbereitung
Eine konstante Pace und gute Renneinteilung ist in Vichy wichtig. Die Radstrecke hat nicht viele Höhenmeter aber die Auvergne ist der Glutofen Frankreichs. Regelmäßig zu trinken und den Körper gut kühlen in den Tagen vor dem Rennen ist hilfreich.

Pure Konzentration
Der Ironman Vichy ist zwar meine erste Langdistanz aber es gibt keinen Grund, irgendetwas anders zu machen als vor jedem anderen Rennen. Die Strecken sind doppelt so lang und der Tag wird doppelt so lang dauern. Es wird ein hartes Rennen und ein starker Kopf ist gefragt. Ich konzentriere mich voll und ganz auf mein Rennen.

Weniger ist mehr
Alles, was ich für ein gutes Rennen brauche, ist ein gesunder Körper, eine gute Tagesform, mein Material und die mentale Unterstützung meiner Familie und Freunde.

Das letzte Abendmahl
Am Abend vor dem Rennen gibt es ein Risotto mit Lachs und als Nachtisch einen Becher Ben & Jerry’s Cookie Dough, Kohlenhydrate mit Proteinen und auch etwas für den Kopf.

Von Rookie zu Rookie
Es ist meist sehr heiß und der Wind bläst stark in Vichy. Gut zu trinken, nicht zu viel Kraft auf dem Rad zu verschwenden und das Rennen gut einzuteilen ist von Vorteil. Dabei unbedintg das schöne Panorama und die tolle Atmosphäre genießen.

Meine Motivation
Vichy ist jetzt ein Rennen der Ironman Serie und es besteht somit die Chance mich für Kona zu qualifizieren. Dennoch, es ist meine erste Langdistanz und das heißt erst einmal finishen. Triathlon ist keine Mathematik und der Tag lang, aber ich bin sehr motiviert, ein gutes Rennen und eine tolle Zeit zu laufen. Ich fühle mich in einer guten Form und freue mich neue Grenzen zu überschreiten – Sugar and Pain, Rock ‚n’ Roll!

Mein Danke
Vielen Dank, meinen Freunden und allen Unterstützenden, die mich auf dem Weg zu meiner ersten Langdistanz begleiten. Vor allem danke ich meiner Frau und meinen Kindern für ihr Engagement und ihre Geduld mit den vielen Trainingseinheiten. Ich danke meiner Mutter, die mich mit 4 Jahren zum Schwimmverein gebracht hat, meinem viel zu früh verstorbenen Opa, der mir das erste Rennrad geschenkt hat und meinem Vater der viele große Touren gemeinsam mit mir gefahren ist. Ohne Euch, Euerem großen Engagement und Euerer Geduld wäre es nicht möglich gewesen, diesen langen Weg bis hier her zu gehen. Am morgigen Sonntag, werde ich meine aller Bestes geben und versuchen die Saat zu ernten: Rock ‚n‘ Roll!

Individual Facts

Startzeit 7:00 Uhr
Startgruppe 3
Startnummer 446
IRONMAN Vichy LIVE Athlete Tracker & Blog

Der Zeitplan des IRONMAN Vichy

6:50 Start Schwimmen 3,8 km Profis
7:00 Start Schwimmen 3,8 km Best Agegroup Athletes (51 – 450)
7:50 Finish Schwimmen
7:55 Start Bike 180 km
10:25 Transit Bike 90 km (1. Runde) Start 2. Runde
12:55 Finish Bike
13:00 Start Run 42,2 km
13:45 Transit 10,5 km (1. Runde)
14:30 Transit 21 km (2. Runde)
15:15 Transit 31,5 km (3. Runde)
16:00 Finish Run 42,2 km

Statistik IRONMAN Vichy

Pros: 7 Frauen, 25 Männer
Age Group M40-44: 317
Deutsche Triathleten: 9 Frauen, 52 Männer

Profis beim Ironman Vichy

Frauen
40 BADMANN Natascha CHE(Switzerland) FPRO
41 ABRAHAM Corinne GBR (United Kingdom) FPRO
42 FRADES Gurutze ESP (Spain) FPRO
43 HOLST Tine DNK (Denmark) FPRO
44 LEMESEVA Maria RUS (Russian Federation) FPRO
45 GODESKY Alyssa USA (United%States) FPRO
46 VELLA WOOD Michelle MLT (Malta) FPRO

Männer
1 BOCKEL Dirk LUX(Luxembourg) MPRO
2 BILLARD Bertrand FRA(France) MPRO
3 BRADER Christian DEU(Germany) MPRO
4 ROTA Sylvain FRA(France) MPRO
5 DUELSEN Marc DEU(Germany) MPRO
6 RUENZ Michael DEU(Germany) MPRO
7 BAUCCO AjUSA(United%States) MPRO
8 JABERG Patrick CHE(Switzerland) MPRO
9 BAERTSCH Mauro CHE(Switzerland) MPRO
10 RISTI Ian ITA(Italy) MPRO
11 HEMET Nicolas FRA(France) MPRO
12 JEANNIN Guillaume FRA(France) MPRO
13 ORIET Gilian SUI(Switzerland) MPRO
14 SCHIFFERLE Mike CHE(Switzerland) MPRO
15 ROSINSKI Steven USA(United%States) MPRO
16 LE GUELLEC Ludovic FRA(France) MPRO
17 CIOTTI Emanuele ITA(Italy) MPRO
18 SWEET Christopher USA(UnitedStates) MPRO
19 JALOVECKY Michal CZE MPRO
20 KALININ Maksim RUS(Russian Federation) MPRO
22 RAMALI Pascal DEU (Germany) MPRO
24 SCHAFFNER Frederic FRA(France) MPRO
25 LAVITSKY Andriy RUS (Russian Federation) MPRO

 

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