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Mit unseren fünf Tipps wirst Du die Herausforderungen im Freiwasser besser meistern und in Zukunft mit mehr Spass sicherer und schneller in offenen Gewässern Kraulschwimmen.

1. Die Angst vor dem Schwimmen im Freiwasser überwinden

Die Ursachen könnten unterschiedlicher nicht sein, dass Menschen Ängste haben in offenen Gewässern zu schwimmen. Das kann an einem beklemmenden Gefühl am Brustkorb und Hals durch den Neoprenanzug liegen, der kühlen Wassertemperaturen, der ungewissen Wassertiefe mit einer geringen Sicht unter Wasser oder der Angst vor Fischen. Die Liste scheint endlos, die Gründe vielseitig und oft irrational und unrealistisch. Dennoch, auch wenn viele Ängste meist unbegründet sind, so gilt es individuell darauf einzugehen. Wie kann man diese verschiedenen Ängste aber nun überwinden?

Nimm Dir Zeit, wenn du im Freiwasser schwimmen und trainieren möchtest. Geh langsam ins Wasser und mach dein Gesicht nass und erst dann setzt du deine Schwimmbrille und Schwimmkappe auf – unbedingt eine leuchtend farbige bitte. Ich lege mich zum Beispiel ein paar Minuten in Rücklage ins Wasser bis die Atmung gleichmässig und ruhig ist, bevor ich dann losschwimme.

RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Safety First – vernünftiges Risikobewusstsein © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Safety First – vernünftiges Risikobewusstsein © SUGAR & PAIN Stefan Drexl

Mit Neo klappt das noch viel besser und ist dann sogar noch wichtiger, damit sich der Neo durch das einfliessende Wasser dem Körper gut anpasst und sich auch die Atmung mit dem etwas eingeengten Brustkorb entspannt. Versuche natürlich und gleichmässig zu atmen – nicht zu tief oder zu flach atmen, um eine hohe CO2-Konzentration im Blut zu vermeiden.

Wenn ich alleine in offenen Gewässern schwimme, habe ich stets eine leuchtend farbige Schwimmboje dabei. Sie gibt mir mehr Sicherheit und ich kann mich daran auch über Wasser halten. Am Besten schwimmst du aber immer mit einer zweiten Person und besprichst klare Signale der Kommunikation. Zu zweit im Freiwasser zu schwimmen und zu trainieren macht zudem mehr Spass und ermöglicht zahlreiche spielerische Trainingsmethoden.

2. Die richtige Atmung für das Freiwasserschwimmen

Die beidseitige Atmung während des Kraulschwimmens regelmässig im Schwimmtraining zu üben, kann von grossem Vorteil sein. Das kann durch einen 3er-Atemzug – wechselseitig nach jedem dritten Armzug einmal links und einmal rechts atmen – oder abwechselnd 50 Meter (1 Minute) zur linken und 50 Meter (1 Minute) zur rechten Seite zu atmen, geübt werden. Desweiteren gibt es zahlreiche Varianten, wie 5er-Atemzug oder etwa 2 mal links, 2 mal rechts atmen und viele mehr.

Die Vorteile sind unter anderem eine symmetrische Entwicklung der richtigen Kraultechnik oder eine gleichmässige muskuläre Leistungsentwicklung beider Kraularmzüge. Im Triathlon und Freiwasser hilft die Möglichkeit zu beiden Seiten atmen zu können, wenn auf deiner „Schokoladenseite“ zum Beispiel Wellen sind oder dir ein Mitstreiter bei jedem Atemzug Wasser ins Gesicht spritzt. Eine bilaterale Atmung im Kraulschwimmen gibt dir also mehr Flexibilität und kann es dir erleichtern deine Schwimmrichtung besser zu halten.

Eine andauernde, wechselseitge 3er-Atemzug im Kraulschwimmen ist während intensiven Belastungen, wie im Triathlon aber nur selten von Vorteil. Wer nur nach jedem dritten Armzug atmet, der erhöht den Kohlendioxidgehalt im Blut und senkt die Sauserstoffaufnahmekapazität. Mit einem wechselseitigen 3er-Atemzug nimmst du bei gleicher Distanz letztendlich ein Drittel weniger Sauerstoff auf als mit einer Atmung nach jedem zweiten Kraularmzug zu nur einer Körperseite. Für intensive Belastungen, wie im Triathlon und bei Wettkämpfen mit Distanzen über 500 Meter ist eine kontinuierliche Sauerstoffaufnahme wichtig., schliesslich ist das Kraulschwimmen eine Ausdauersportart.

3. Im Freiwasser geradeaus schwimmen

Im Schwimmbad auf abgeleihnten Schwimmbahnen gerade zu schwimmen ist keine grosse Kunst und sollte jeder mühelos beherrschen – zumindest wenn man die Augen offen hat. Schliesst man seine Augen werden die meisten, selbst guten Kraulschwimmer schnell vom Kurs abkommen. Schaffst du es an einem perfekten Sommertag früh morgens bei spiegelglatter Wasseroberfläche und ohne einer geringsten Welle nicht 50 Meter auf einer geraden Linie durch den See zu schwimmen, dann liegt das ganz sicher einzig und alleine an dir. Klingt hart, ist aber so.

Es gibt dafür zwei wesentliche Gründe: Ein mangelhafter Kraularmzug und/oder eine ungünstige Wasserlage! Die Meisten driften in die gegenüberliegende Richtung ihrer Atmungsseite vom Kurs ab. Das liegt am vorne gestreckten Arm, auf den sich manche Kraulschwimmer während des Atemzugs stützen möchten, um das Gefühl einer stabileren Wasserlage zu haben – aber alles andere ist der Fall. Der nach vorne gestreckte linke Arm zum Beispiel, sinkt zu früh ab, während sich der Kopf nach rechts dreht und dabei aus dem Wasser gehoben werden muss. Denn mit dem früh absinkenden Arm sinkt auch der Körper ab. Durch das Anheben des Kopfes zieht der linke Arm unter den Körper und kreuzt die Körpermittelachse. Das ist alles andere als eine stabile Wasserlage, denn während der Atmung sollte gleichzeitig der rechte Arm in der Entlastungsphase nach vorne geschwungen werden … – du merkst schon wohin das führt.

RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Optimal Wasserlage und richtige Kraultechnik im Tüttensee © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Optimal Wasserlage und richtige Kraultechnik im Tüttensee © SUGAR & PAIN Stefan Drexl

Merke: Actio gleich Reaction. Drückst du Wasser mit deinem Kraularmzug in jede andere Richtung als von vorne nach hinten, wirst Du auch in jede andere Richtung als gerade nach vorne schwimmen. Ganz abgesehen vom erhöhten Widerstand, der nicht nur bremst sondern ebenso die Richtung auslenkt und dem erhöhten Energieverbrauch.

Stell dir vor du sitzt in einem Ruderboot und während Du das linke Ruder gerade ins Wasser steckst, bewegst du mit der rechten Ruder auf direktem Weg das Wasser von vorne nach hinten. Wenn du das lange genug machst, wirst du im Kreis fahren.

WIE SCHWIMMT MAN IM FREIWASSER MÖGLICHST GERADE AUS?

Die Fähigkeit geradeaus zu schwimmen setzt eine gute Kraultechnik voraus. Für eine gute Kraultechnik braucht es eine gute Rumpfstabilität, ein gutes Körpergefühl und richtiges Timing. Entscheidend für eine geradlinige Schwimmrichtung ist ein gerade gestreckter Körper zu jedem Zeitpunkt der komplexen Kraularmzugbewegung, der mit jedem Kraularmzug und Atemzug einzig um seiner Mittelachse rotiert.

Die nach vorne gerade gestreckten Arme liegen parallel zur Mittelachse in Verlängerung der Schultern bis der Atemzug beendet ist und aktive Arm während der Entlastungsphase am Gesicht vorbei schwingt. Erst dann leitet die Hand des vorne gestreckt liegend Armes die Zugphase ein und bewegt sich bei hohem Ellbogen auf direktem Weg nach hinten. Die Handfläche ist dabei stets senkrecht zur Schwimmrichtung und die Finger zeigen nach unten. Wir nennen diese Kraultechnik FRONT QUADRANT SWIMMING.

Entscheidend ist auch während der Atmung die Lücke zwischen Kopf und Oberam des nach vorne gestreckten Armes geschlossen zu halten, den Kopf nicht aus dem Wasser zu heben und 90 zur Seit zu atmen. Wer’s richtig beherrscht, der hat eine Auge unter Wasser während der Atmung.

Für den orientierenden Blick in Schwimmrichtung nach vorne kannst Du zusammen mit dem, am Gesicht – während der Atmung – aktiv vorbeischwingenden Entlastungsarm deinen Kopf nach vorne drehen und leicht in den Nacken neigen ohne ihn dabei aus dem Wasser zu heben. Dein Mund bleibt dabei unter Wasser. Gleichzeitig beginnst du mit der Zugeinleitung der Hand deines passiven, vorne gestreckt liegendes Armes.

Eine gute Übung im Schwimmbecken ist Kraulschwimmen mit geschlossenen Augen. Versuche anfangs eine möglichst lange Strecke kontrolliert ohne Atmung mit sauberen Kraularmzügen geschlossenen Augen zu schwimmen. Du wirst relativ schnell merken in welche Richtung du sogar ohne störender Atmung vom Kurs abkommst. Im nächsten Schritt wiederholst du die Übung mit jeweils 5 Armzüge zu deiner Schokoladenseite und zur gegenüberliegenden Körperseite – probier dabei verschiedene Atemtechniken aus und steigere dich, das schärft deine Wahrnehmung und steigert dein Orientierungsgefühl im Wasser.

4. So klappt die Orientierung im Freiwasser

Um so höher du den Kopf für deine Orientierung und den Blick nach vorne aus dem Wasser hebst, um so tiefer sinken deine und schlechter wird die Wasserlage. Dadurch die ungünstige Wasserlage steigt der Wasserwiderstand schlagartig und bremst dich ab. Nun solltest du regelmässig die richtige Richtung kontrollieren und bei Bedarf korrigieren, somit kann eine schlechte Orientierung technik ganz schön zeitraubend werden, vom erhöhten Energieverbrauch ganz zu schweigen.

Darum ist es wichtig, sich mit möglichst geringem Wasserwiderstand und wenig Auswirkung auf eine gute Wasserlage nach vorne zu orientieren. Das gelingt dir am Besten mit dem „Krokodilsblick“, für den nur deine Augen knapp über der Wasseroberfläche nach vorne blicken. Dafür drehst du gleichzeitig mit dem nach vorne schwingenden Entlastungsarm deinen Kopf in der Körpermittelachse vorne ohne ihn dabei aus dem Wasser zu heben. Neige den Kopf dabei nur leicht in den Nacken ohne ihn aus dem Wasser zu heben, sodass dein Mund unter Wasser und die Bugwelle erhalten bleibt.

RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Schneller Start auf den ersten hundert Metern © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
RICHTIGE KRAULTECHNIK / 5 Tipps für dein Schwimmtraining im Freiwasser / Schneller Start auf den ersten hundert Metern © SUGAR & PAIN Stefan Drexl
DREH DEN KOPF WIE EINEN BALL

Stell dir einen Basketball vor, dessen eine Hälfte Unterwasser schwimmt und den du ohne aus dem Wasser anzuheben bei gleichbleibender Wasserlinie in jede belibige Richtung drehen kannst. Genau so sollte sich dein Kopf für die Atmung zur Seit drehen und zur Orientierung nach vorne. Mit dem „Krokodilsblick“ nach vorne beginnt gleichzeitig die Hand des vorne, gestreckt liegenden Armes mit der Zugeinleitung. Spätestens mit dem Übergang von Zug- in Druckphase des Armes sollte dein Kopf wieder gerade ins Wasser gesenkt und dein Blick nach unten vorn gerichtet werden.

Vor deinem Schwimmtraining im Freiwasser suchst du dir gute Orientierungspunkte am Ufer, wie freistehende Bäume, Waldschneisen oder Kirchtürme, die schnell aus dem Wasser erkennbar sind. Übrigens auch für vor einem Wettkampf ist das sehr hilfreich, denn oft sind die Bojen schlecht zu sehen. Mit dieser elementaren Kraultechnik für eine bessere Orientierung gelingt es dir, die Schwimmgeschwindigkeit konstant zu halten und dich mit wenig Energieaufwand zu orientieren.

5. Die richtige Strategie für die Einteilung der Strecke und Energie

Ein schneller Schwimmstart über einige hundert Meter und mit etwas overpacing kann im Wettkampf von besonderem Vorteil sein, um dem Pulk zu entkommen. Doch in der Dosis liegt das Gift, schliesslich kommt nach der wichtigen Startphase der längere Teil der Schwimmdistanz. Jedoch verwechseln viele Triathleten overpacing mit all out und verschwinden nach einem vielversprechenden, zu schnellen Start und wenigen hundert Metern im oder gar am Ende des Pulks.

Die Kunst des richtigen Tempogefühls gilt es, zusammen mit deiner Kraultechnik in unzähligen Trainingseinheiten im Schwimmbecken zu üben. Im Schwimmtraining hast du dafür eine Uhr, Schwimmleinen, den Beckenboden, meist andere Schwimmer und eine Trainerin oder einen Trainer – das Wichtigste – für eine bessere und objektiv richtige Einschätzung deines Schwimmtempos. Wenn du deine Technikübungen zu schnell oder deine Intervalle zu langsam schwimmst, dann wird dir dein/e Trainer/in das lautstark mitteilen.

Entscheidend ist, wie so oft, eine realistische Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit verbunden mit der richtigen Streckeneinteilung. Das Geheimnis besteht in der optimalen Armzuglänge und hohen Armzugfrequenz bei einer konstanten Erhaltung der richtigen Kraultechnik. Dadurch kannst du deine Schwimmgeschwindigkeit über längere Distanzen konstant hoch halten ohne sinnfrei Energie zu verschwenden.

SUGAR & PAIN TRI CAMP #CH20 – Das Triathlon Traningslager im Chiemgau 2020 / Traumhafte Atmosphäre im Sonnenuntergang am Chiemsee @ SUGAR & PAIN / Adobe Stock
SUGAR & PAIN TRI CAMP #CH20 – Das Triathlon Traningslager im Chiemgau 2020 / Traumhafte Atmosphäre im Sonnenuntergang am Chiemsee @ SUGAR & PAIN / Adobe Stock
VIEL GEDULD PLUS RICHTIGE KRAULTECHNIK

Es kann Jahre dauern bis du ein gutes Tempogefühl entwickelst und deine ideale Verbindung von Armzuglänge und Armzugfrequenz generierst. Du brauchst dafür viel Geduld, genau darum sollte der Schwerpunkt deines Schwimmtrainings immer auf der richtigen Kraultechnik liegen. Schwimmen – im Freiwasser und Triathlon – ist Ausdauersport, dessen Erfolg in der Fähigkeit einer lang andauernden Erhaltung der richtigen Kraultechnik liegt. Entscheidende Faktoren sind nicht Kraft und Fitness.

Es ist dabei hilfreich zu wissen, dass du für die Verbesserung einer 1500 -m-Schwimmzeit (Kraulschwimmen) von 25 min um etwa 10 % (2:30 min) anstatt 1m Zuglänge, eine Länge von 1,1 m pro Armzug zurücklegen müsstest – Basis des Rechenbeispiels ist, mit jedem Armzug 1m zurückzulegen und dafür 1 sec zu brauchen. Eine andere Möglichkeit ist die Frequenz zu erhöhen und bei selber Armzuglänge, jeden einzelnen Armzug in kürzerer Zeit auszuführen – oder beides zusammen. Wenn Du deinen Armzug somit um 10 cm verlängerst, deine Armzugfrequenz um 0,1 sec pro Armzug erhöhst und das konstant über 1500 m kraultechnisch erhalten kannst, dann wirst du nach bereits nach 20:15 min aus dem Wasser kommen und dich ziemlich weit vorne im Teilnehmerfeld befinden.


ÜBRIGENS

Bevor du dich mit einem zu hohen Schwimmtempo schin in der ersten Disziplin abschiesst, schwimm etwas langsamer und dafür konstant. Wenn du auf 2000 m zum Beispiel 5 sec pro 100 m langsamer schwimmst, brauchst du für die gleiche Distanz gerade einmal 1:40 min länger und sparst Energie – dafür kannst du dann vielleicht schneller wechseln und Rad fahren.


Um dieses Trainingsziel zu erreichen wirst du noch unzählige Bahnen im Schwimmbecken ziehen. Solange solltest du deine Startphasen mit bedacht angehen und im letzten drittel der Schwimmdistanz deinen Turbo zünden. Auch die hervorragenden Schwimmer unter den Triathleten starten auf längeren Distanzen zurückhaltend mit leicht angezogener Handbremse aber können dieses Tempo konstant halten und sogar noch steigern. Sie wissen, dass nach den einigen hunderten Metern die Meisten wegplatzen.

Erfahrung ist im Schwimmen Gold wert. Darum ist es wichtig regelmässig im Freiwasser zu trainieren und Wettkampferfahrung zu sammeln, um verschiedene Strategien auszuprobieren. Für dein Schwimmtraining im Freiwasser zählt natürlich ebenso, deine Energie richtig einzuteilen und dich nicht zu überschätzen. Es geht um deine Sicherheit und darum, wieder gut zurück an Land zu schwimmen.

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von Martin Fladerer

Aufhören oder weiterstrampeln, das fragt sich gerade eine Vielzahl von Athleten. Die Corona-Krise stellt die Saisonplanung und den Trainingsalltag komplett auf den Kopf – schwierige Zeiten für Athleten. Wenn du dich auch fragst: Wie trainiere ich jetzt weiter? Und warum überhaupt? Dann können die folgenden Erkenntnisse aus der Psychologie und Sportpsychologie für dich und dein Training nützlich sein.

Kennst du die alte Geschichte der zwei Frösche, die in einen Sahnetopf fielen? Nein? Dann möchte ich sie dir kurz erzählen: Es fielen einmal zwei Frösche in einen Sahnetopf. Die zwei Frösche wurden sich schnell ihrer misslichen Lage bewusst. Sie fingen an zu strampeln, doch bewegten sich nicht vom Fleck. Der eine Frosch gab bald auf – Warum sich weiter abrackern? – und versank in der zähen Masse. Der andere Frosch aber paddelte und paddelte bis, ja bis er eines Moments Widerstand unter seinen Schenkeln spürte: Die Sahne hatte sich allmählich in Butter verwandelt … kurz darauf konnte sich dieser Frosch mit einem kräftigen Sprung aus seiner misslichen Lage befreien.

Auch wir Athleten stecken aktuell in einer misslichen Lage: Schwimmbäder sind geschlossen, Vereinstrainings entfallen, Wettbewerbe werden abgesagt (z.B. Challenge Roth). Das ist für viele enttäuschend und für einige frustrierend. Manch einer mag sogar wütend darüber sein. Auch das ist verständlich. Gleichzeitig möchte ich sagen, dass es in dieser Krise um mehr als persönliche Erfolge und PBs geht. Das sollte uns im Moment allen bewusst sein. Sport bleibt dennoch die schönste Nebensache der Welt und leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesunderhaltung. Aus der Geschichte der zwei Frösche lassen sich drei Botschaften – und viele psychologische Tipps für dein Training – erkennen: (1) die Naheliegende, (2) die Verborgene, und (3) die Unerzählte.

DIE NAHELIEGENDE: WEITERMACHEN LOHNT SICH!

Der zweite Frosch zeigte etwas, das wir als Resilienz bezeichnen. Resilienz ist die Fähigkeit von Personen, bei Problemen und in Krisen widerstandsfähig zu bleiben und diese Herausforderungen als Chance zu nutzen. Eine Extrembeispiel ist wohl der Franzose, der kurzerhand den abgesagten Barcelona Marathon auf seinen Balkon verlegte. Jeder von euch kennt wahrscheinlich jemanden, der gerade „locker weiter trainiert“ und, „das Ganze eigentlich super findet.” Doch um ein „Einfach weiter so!“ geht’s es bei Resilienz nicht. Es ist bedeutend, hinzuschauen und zu akzeptieren, dass es eine Herausforderung gibt, die Handlung bedarf. In der Geschichte kommen beide Frösche zu dem Schluss, dass ihre Situation aussichtslos sei, dennoch verhalten sie sich in der Folge unterschiedlich: Aufhören vs. weiterstrampeln.

Wenn es dir nun eher wie dem ersten Frosch geht und dich die aktuelle Situation demotiviert und du sogar die Saison abbrechen möchtest – „Warum sich weiter abrackern?” – dann versuche über zwei Aspekte nachzudenken: deine Wahrnehmung und deinen Handlungsspielraum. Zum einen kannst du kritisch deine Wahrnehmung hinterfragen: Ist die Lage tatsächlich aussichtslos und kannst du absolut nichts daran ändern? Ist die Saison tatsächlich komplett gelaufen? Ist jedes Training jetzt wirklich nutzlos? Diese Fragen sind bewusst suggestiv formuliert, denn sie legen nahe, dass „die Lage ernst, aber nicht hoffnungslos” ist.

Daraus ergibt sich zum anderen die folgende Überlegung für deinen Handlungsspielraum: Worauf hast du aktuell Einfluss und worauf nicht? Welche Möglichkeiten hast du weiterhin für dein Training? Wie kannst du jetzt bestmöglich weitertrainieren? Schwimmen geht nicht, klar. Aber du kannst noch immer Radfahren, Laufen sowie deine Athletik, Stabilität und Flexibilität trainieren. Du kannst dir ebenso bewusst machen, und dass bei allem Respekt und Ernst der aktuellen Lage, dass diese Situation auf eine gewisse Art im Grunde gar nicht so ungewöhnlich ist. Denn es ist doch eher die Regel als die Ausnahme für viele Athleten, dass Saisonplan A nicht aufgeht: „Was ist also dein Plan B und C?”

DIE VERBORGENE: WISSEN WARUM, WISSEN WIE

Die Geschichte zeigt uns nur eine Momentaufnahme der beiden Frösche. Sie zeigt uns, wie resilient die Frösche in dieser einen Situation sind. Das sagt uns aber nichts darüber, warum und wieso der eine Frosch gerade resilienter ist als das andere. In der ausführlichen Version der Geschichte sagt der zweite Frosch zu sich: „Bevor mein letztes Stündlein nicht geschlagen hat, werde ich keine Sekunde herschenken“. Es hat eine klare Antwort darauf, warum und wozu es durchhält und weiterstrampelt. Genauso können wir uns in der aktuellen Situation fragen: Warum mache ich Sport? Für viele werden Wettkämpfe und Platzierungen nicht im Vordergrund stehen, sondern andere Dinge, wie zum Beispiel: die Freude an der Bewegung, das Erleben, etwas zu schaffen (Kompetenzerleben), und die Struktur im Alltag.

Diese drei exemplarischen Funktionen kann der Sport auch in der aktuellen Zeit weiter erfüllen. Resilienz hat also etwas mit dem Warum zu tun und darüber hinaus mit dem Wie. Wenn ich weiß, wie ich etwas bewältigen kann, dann werde ich es auch eher in Angriff nehmen. Das Wie sind in diesem Falle Ideen, wie du dein Training der aktuellen Situation anpassen kannst. Einige Profis zeigen diese, ihre situativ angepassten Ideen auf YouTube, wie zum Beispiel Team Charles-Barclay. Diese Profis teilen ihren individuellen Umgang mit der Situation und wie sie ihr Training und ihre Übungen ihrer aktuellen Lage anpassen. Es ist entscheidend sich stets daran zu erinnern, dass diese Trainingseinheiten auf die persönlichen Anforderungen dieser Profis, deren Möglichkeiten und individuellen Ziele strukturiert abgestimmt sind.

Weiterstrampeln in herausfordernden Zeiten im Triathlon – Am Besten gemeinsam © sugarandpain.de / Adobe Stock
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Du solltest deine Situation reflektieren, genau überlegen, was zu dir und deinen persönlichen Anforderungen und vor allem deinen Leistungsvoraussetzungen passt, anstatt eins-zu-eins das Training und Verhalten von Profiathleten zu kopieren. Wenn du jetzt einen Coach an deiner Seite hast, könnt ihr gemeinsam deine neuen Saison- und Trainingsziele formulieren und die Trainingsinhalte strukturiert auf deinen Plan B oder Plan C ausrichten. Das Training wird dadurch individuell und spezifisch auf deine persönlichen Bedürfnisse in der veränderten Situation angepasst. Darum gilt, Weiterstrampeln, aber bitte mit Köpfchen – und am Besten nicht alleine.

DIE UNERZÄHLTE: LEICHTER GEHT’S ZUSAMMEN!

Wenige beachten in der Geschichte den ersten Frosch, der bald aufgibt und sang- und klanglos untergeht. Stellen wir uns vor, der zweite Frosch hätte den Ersten an die Hand genommen (im metaphorischen Sinne) und ihn zum Weiterstrampeln ermutigt, sie wären wohl doppelt so schnell und vor allem gemeinsam aus dem Topf entkommen. In der aktuellen Situation müssen wir uns zwar physisch, also körperlich auf Distanz begeben, doch wir sollten uns nicht sozial distanzieren und „einigeln”. Für viele ist sozialer Anschluss eine wichtige (oft vergessene) weitere Funktion des Sports und darüber hinaus ein menschliches Grundbedürfnis. Daher möchte ich bewusst als Appell formulieren: Bleib mit anderen Athleten, mit deiner Trainingsgruppe und mit deinem Coach in Verbindung.

Es gibt viele digitale Möglichkeiten sich auszutauschen, zu unterstützen und sogar zusammen Sport zu machen: ein gemeinsamer Ride auf ROUVY, SUFFERFEST, TrainerRoad oder ZWIFT, eine digitale Trainingsstunde mit deinem Coach über TEAMS oder ZOOM, oder ein gemeinsamer SKYPE-Brunch mit deiner Trainingsgruppe. Nicht nur diejenigen, die aktuell aufhören möchten weiter zu strampeln werden davon profitieren, sondern auch die Impulsgeber! Kurz und knapp: Weiterstrampeln – am Besten zusammen.

Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels.

DER AUTOR

Martin Fladerer ist promovierter Psychologe. Er lehrt und forscht an der TU München und LMU München zu Kommunikation, Teamprozessen und Führung. Das Wir steht für Martin im Mittelpunkt. Neben seiner Tätigkeit an der Universität ist Martin als Coach und Teamentwickler für Zielgruppen aus Sport und Wirtschaft tätig. Er betreut sportpsychologisch unter anderem LeichtathletInnen und TriathletInnen.

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Der SUGAR & PAIN RACING TICKER 2019 erfasst kurz und knapp alle Ergebnisse, Resultate und Neuigkeiten zu den Wettkämpfen und Events unserer Athleten, unserer Freunde und unserer Trainer der Saison 2019.

+ + + SUGAR & PAIN RACING Ticker / /  3 0 . 0 9 . 2 0 1 9 + + +

MARATHON Berlin 2019

Was für ein Rennen?

Der BERLIN MARATHON gilt weltweit als der schnellste 42-Kilometer-Strecke, hier purzeln die Rekorde. Am Sonntag, 29. September 2019 fehlten dazu nur zwei winzige Sekunden, nicht mir, sondern dem Sieger Kenenisa Bekele. Den Äthiopier trennten nur zwölf Meter, um in der deutschen Hauptstadt Marathongeschichte zu schreiben. Mir fehlten noch ein paar mehr, diesmal, denn es steckte noch der IRONMAN 70.3 SLOVENIA der Vorwoche in den Beinen. Trotz der etwas ungünsteren Voraussetzungen gab es keinen Moment nur zwei Sekunden darüber nachzudenken, ob vielleicht etwas schmerzen könnte.

Ich habe schon an vielen, sehr vielen Rennen teilgenommen, aber noch nie zuvor habe ich eine derartige Welle der Begeisterung entlang der Strecke erlebt. 42 000 Meter ohne einen Meter der Ruhe oder Einsamkeit. Die ganze Stadt feierte die Läufer und die Läufer feiern mit. Man ist permanent abgelenkt und merkt kaum, wie die Kilometer im Flug vergehen. Ich kann absolut verstehen, dass man vor den vielen Eindrücken, schnell einmal zwei Sekunden liegen lässt. Nach 02:54 Stunden habe ich absolut zufrieden die Ziellinie auf der Strasse des 17. Juni, kurz hinter dem Brandenburger Tor gequert und damit die Saison 2019 sehr zufrieden abgeschlossen.

Meine Antwort auf die Eingangsfrage: „Spektakuär!“

IRONMAN 70.3 Slovenia 2019

Am Sonntag, 22. September fand in Koper, Istrien der IRONMAN 70.3 SLOVENIA statt, an dem zum Abschluss der Triathlonsaison einige unserer Athleten und SUGAR & PAIN Friends erfolgreich teilgenommen haben. Für die meisten war es nach dazu das Saison-Highlight 2019.

Chrissi Pietzner konnte nach einem soliden Schwimmen mit Sichtproblemen auf der anspruchsvollen Radstrecken mit knapp 1300 Höhenmetern wieder Position für Position gut machen. Durch ihre exzellente Vorbereitung mit viel Bergtraining konnte sie die 90 Kilometer durchs Hinterland sehr effizient absolvieren und hatte noch einige Reserven für den abschliessenden Halbmarathon entlang der Küste. Als sechste Frau gesamt schnappt sich Chrissi den 2. Platz in der AK W25 in 05:04 Stunden. Leider gab es nur einen Slot für die 70.3 World Championship 2020 in ihrer Altersklasse. Mit dem letzten Rennen der Saison konnte Chrissie Pietzner dennoch eine äusserst starke Saison krönen. Die 26-Jährige stand 2019 in jedem Rennen mindestens auf dem Altersklassen-Podium oder sogar gesamt.

Mit seinem schnellsten Halbmarathon in einer Mitteldistanz hat Sven Pollert diesmal nur knapp das Podium verpasst. Das kann eine sehr erfolgreiche Saison keinesfalls trüben, denn auch die anderen Splitzeiten, wie die 27 Minuten über die mehr als 2000 Meter lange Schwimmstrecke und seine Gesamtzeit waren persönliche Bestzeiten auf diesen Distanzen und fordernden Strecken. Mit 04:33 Stunden und dem 11. Platz gesamt in einem starken Starterfeld bestätigte Sven seine konstant steigende Leistung. Für den 4. Platz der AK M25 gab es sogar einen Slot für die WM in Taupo, Neuseeland, den er diesmal jedoch nicht angenommen hat.

Den hat dann unser Rookie Samuel Proske bekommen, der mit seiner ersten Mitteldistanz und zweiten Triathlon überhaupt den 6. Platz in 4:40 Stunden erreicht hat. Der 27-Jährige darf somit SUGAR & PAIN Coach Stefan Drexl auf die Südhalbkugel begleiten.

Stefan Drexl konnte erst spät in die Triathlonsaison 2020 einsteigen und kam im Laufe des Jahres immer besser in Schwung. Erst wenige Wochen zuvor war überhaupt klar, dass der Münchner beim IRONMAN 70.3 SLOVENIA kann. Mit einem schnellen Schwimmsplit in der 21 Grad warmen Adrian kam Stefan kurz hinter Sven aus dem Wasser. Seine vielen Radkilometer in den Bergen kamen dem leidenschaftlichen Radsportler und Triathleten auf der anspruchsvollen Radstrecke mit langen und teilweise steilen Anstiegen sehr entgegen.

Die Wahl des Sportgeräts war eine Abwägung der Vorlieben und des Wetters. Beides, ob Rennrad oder Zeitfahrmaschine hat Vorteile – bei nasser Strecke oder Regen, wäre das Rennrad eindeutig die bessere Wahl. Einige Abfahrten erfordern durchaus fahrtechnisches Geschick. Nach 02:34 Stunden, 90 Kilometern und aktuell Dritter seiner AK konnte Stefan sein Rad wieder in der Wechselzone am Hafen von Koper parken und die Laufschuhe anziehen. Nach nur 5 Kilometern hatte er bereits den Zweitplatzierten überholt und nur noch eine Minute auf den Führenden. Kilometerzeiten knapp unter vier Minuten und muskulär alles im grünen Bereich begannen dann seine Fusssohlen zu brennen, was immer stärker wurde.

Einzig hilfreich war letztendlich nur das Tempo zu drosseln, um die Schmerzen zu kontrollieren. Die Aufholjagd war damit natürlich beendet und nur einen Kilometer vor dem ziel war auch Platz zwei wieder weg. Es wäre zu schön gewesen aber der dritte Platz nach 04:44 Stunden in der AK sowie die Qualifikation für die IRONMAN 70.3 World Championship 2020 waren für diese anspruchsvolle Mitteldistanz und das starke Teilnehmerfeld unter diesen Umständen ein grosser Erfolg.

TRIATHLON Seenland 2019

Am Sonntag, 09. September 2019 fand der Öberpfälzer Seenland Triathlon statt. Gemeinsam mit SUGAR & PAIN Coach Stefan Drexl waren Sven, Jan und Alex am Start über die Sprintdistanz am Steinberger See. Was für Jan und Alex eine Premiere im Triathlon war, war für Sven ein weiteres Kategorie A Rennen und für Stefan ein Aufbauwettkampf für den IRONMAN 70.3 SLOVENIA. Zu unser aller Überraschung bot die überschaubare Veranstaltung nördlich von Regensburg ein beeindruckend starkes und grosses Teilnehmerfeld.

ERGEBNISSE
1. Marchello Kunzelmann-Lozza // 01:04 h / 1. Platz AK
2. Leo Kreuzer // 01:05 h / 1. Platz AK
2. Sven Pollert // 01:06 h / 1. Platz AK

23. Stefan Drexl / 01:14 h / 2. Platz AK

82. Jan Eichelkraut // 01:25 h / 22. Platz AK

127. Alex von Nordheim // 01:32 h / 15. Platz AK

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TRIATHLON 3MUC 2019

Einen starkes Vorbereitungsrennen auf seine zweite Langdistanz im Oktober konnte Andreas Will am 25. August 2019 über die Kurzdistanz des 3MUC Triathlon München finishen. Nach nur 02:06 Stunden lief er als 22. gesamt ins Ziel an der Ruderregatta Oberschleissheim und holte den 2. Platz seiner Altersklasse SEN 4.

Den 1. Platz seiner Alterklasse gewann Stefan Drexl am Samstag, 24. August über die Sprintdistanz des 3MUC Triathlon München 2019. In nur 55:14 Minuten schwamm, radelte und finishte er auf Platz 6 gesamt und zweiter der ersten Startgruppe. Auf das Rennen der zweiten Startgruppe und letztendliche Gesamtergebnis konnten Stefan Drexl noch der Schnellste der ersten Startgruppe, Christoph „Arti“ Arthofer leider keinen Einfluss mehr nehmen. Die beiden lieferten sich ein spannendes und freundschaftliches Duell: Nachdem sie beinahe zeitgleich aus dem 18,5 ° C frischen Wasser kamen, Arti mit Neopren und Stefan ohne, ging Stefan Drexl als Erster auf die Radstrecke und kam nach nur 29 Minuten über die 20 km so auch zum zweiten Wechsel. Erst auf der Laufstrecke konnte Christoph Arthofer dann die Führung übernehmen und mit 45 Sekunden Vorsprung finishen.

Nachwuchstriathletin Derya Hatil wurde gesamt 16. in 01:09 Stunden als eine der Jüngsten auf der Sprintdistanz des 3MUC Triathlon München 2019 und gewann den 1. Platz ihrer Altersklasse Jugend A.

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IRONMAN Copenhagen 2019

Moritz Sanoner hat am Sonntag, 18. September seine Premiere über die Langdistanz beim IRONMAN Kopenhagen 2019 mit überwältigendem Erfolg gefeiert. Mit einem Zeitverlust von über 15 Minuten wegen eines Plattens und technischen Problems beim Reifenwechsel hat der 28-jährige Südtiroler die 3,8 km Swim, 180 km Bike und 42,2 km Run in starken 10:12 Stunden absolviert.

TRIATHLON DM Beilngries 2019

Chrissi Pietzner und Sven Pollert konnten am Samstag, 17- August mit starken Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften 2019 auf der Triathlon Kurzdistanz in Beilngries überzeugen und auf’s Podium laufen. Chrissi Pietzner holte den 3. Platz ihrer Altersklasse und platz 10 gesamt nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen in 02:14 Stunden. In nur 01:57 Stunden lief Sven Pollert auf Platz 2 seiner Altersklasse (7. Platz gesamt) und wurde Deutscher Vizemeister der Triathlon Kurzdistanz in der AK 25.

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TRIATHLON Regensburg 2019

Einen sensationellen Sieg auf der Kurzdistanz des Triathlon Regensburg 2019 konnte Chrissi Pietzner am 04. August 2019 erstmals für sich verbuchen. Unsere derzeit schnellste Triathletin gewann mit neun Minuten Vorsprung den 1. Platz in 02:10 Stunden.

Christian Teufel erreichte das Ziel am Regensburger Festplatz in 02:19 Stunden auf Platz 55 und 6. in seiner Altersklasse.

Auf der Sprintdistanz des Triathlon Regensburg gelang Sven Pollert mit einem perfektes Rennen in 01:00 Stunde: Erster aus dem Wasser, schnellste Radzeit und ein solider Lauf mit 18:00 Minuten waren der 1. Platz und die Titelverteidigung von 2018. Mit drei Siegen in den letzten drei Rennen innerhalb von zwei Wochen war das der Hattrick.

In der Vorbereitung auf den IRONMAN Copenhagen 2019 war auch Moritz Sanoner für seinen letzten Test auf der Sprintdistanz des Triathlon Regensburg 2019 gestartet und erreichte den 17. Platz in 01:09 Stunden mit einer starken Laufzeit von 17:30 Minuten über die 5000 Meter entlang der Donau.

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TRIATHLON Wörthsee 2019

Für Sven Pollert war der Triathlon Wörthsee 2019 das erste Highlight der Saison. Nach einem exzellenten Platz drei im Vorjahr wollte er zur 34. Auflage gerne noch ein bischen weiter oben auf dem Treppchen stehen – darauf war unsere Trainingsplanung in diesem Jahr augelegt. Mit der schnellsten Schwimmzeit First Out Of Water, First Off Bike und Finish First schnappte sich Sven Pollert mit einem Vorsprung von über zwei Minuten den Gesamtsieg auf der Kurzdistanz am Wörthsee in 02:05 Stunden.

Jan Böttcher lief mit nur fünf Minuten Rückstand und 02:10 Minuten ebenso in die Top Five und auf Platz 2 der Altersklasse hinter Sven.

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TRIATHLON Erlangen 2019

Am Sonntag, 21. Juli 2019 war Chrissi Pietzner am Start ihrer zweiten Mitteldistanz der Saison beim traditionellen Triathlon Erlangen 2019. Nach leichten Startschwierigkeiten im Schwimmen aufgrund von Fußtritten ins Gesicht und Klammergriffen an meinen Füßen kam Chrissi als vierte Frau aus dem Wasser. Innerhalb weniger Kilometer übernahm sie die Spitze auf der winkligen und windigen Radstrecke. Nach Hälfte der ersten Radrunde überholte Profitriathletin Kristin Liephold. Als zweite Frau wechselte Chrissi schliesslich nach 86 Kilometern auf die Laufstrecke und wurde nur noch einmal von Margrit Elfers überholt. Nach nur 04:39 Stunden lief Chrissi Pietzner schliesslich durchs Ziel in erlangen und erreichte einen überragenden 3. Platz gesamt bei den Frauen.

Christian Teufel hat sich die Kurzdistanz des Triathlon Erlangen 2019 vorgeknöpft. Nach einer sechswöchigen Verletzungspause hat der 42-Jährige 02:39 Stunden für die 1500 Meter Schwimmen, 43 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen erfolgreiche die Ziellinie überquert.

TRIATHLON Pressath 2019

Am Samstag, 20. Juli 2019 konnte Sven Pollert endlich sein Heimrennen, den Triathlon Pressath 2019 gewinnen – hier absolvierte er vor elf Jahren seinen ersten Triathlon. Es war ein Start-Ziel-Sieg: Sven kam schon als Erster aus dem Wasser und gab die Führung bis ins auch nicht mehr ab. Nach 01:03 Stunden finishte Sven dann endlich auch als Sieger die prägende Sprintdistanz seines Heimatorts.

Jarit Lötz startete nur zwei Wochen nach seinem Langdistanz-Debüt bei der Challenge Roth auch auf der Sprintdistanz des Triathlon Pressath. Jarit wurde spontan Dritter beim Triathlon Pressath in 01:09 Stunden.

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TRIATHLON Karlsfeld 2019

Am Sonntag, 14. Juli 2019 stand der legendäre Triathlon Karlsfeld auf dem Wettkampfkalender einiger SUGAR & PAIN Triathleten. Die Sprint- und Kurzdistanz im Westen von München hat für uns Tradition, hier konnten wir schon zahlreiche Erfolge und insbesondere schnellste Schwimmzeiten mit First Out Of Water verbuchen.

Auch bei der 31. Auflage ist das auf der Kurzdistanz erfolgreich gelungen und damit auch der Generationswechsel. Nach nur 18:30 Minuten über 1500 Meter ist Simon Drexl mit grossem Vorsprung auf die Verfolger als Erster aus dem Wasser gekommen. Ganz drei Minuten danach stieg Stefan Drexl als Sechster aus dem Karlsfelder See. Die Lücke von 3 Minuten zu Simon konnte er dann über die 46 Kilometer auf dem Rad zwar wieder schließen aber auf der 10 Kilometer Laufstrecke war an diesem Sonntag nur noch eine glatte 4er Pace drin.

Es steckten wohl noch die 230 km mit 4000 Höhenmeter im Regen des Engadin Radmarathon ziemlich in den Beinen. Für den 2. Platz in seiner Altersklasse hat’s für Stefan im Ziel dennoch gereicht. So auch für den Sohnemann Simon, der mit 30 Sekunden Vorsprung und dem 10. Platz nur knapp davor die Ziellinie querte.. Das persönliche Ziel der beiden war zusammen eine gutes Rennen und erstmals gemeinsam eine Kurzdistanz mit viel Spaß zu zu bestreiten. Mit Platz 10 und 11 sowie zwei 2. Plätzen in den Altersklassen war das ein großer Erfolg.

Im Team zusammen mit Jan Böttcher haben die Drei zudem die Mannschaftswertung der Kurzdistanz des Triathlon Karlsfeld gewonnen. Jan ist sogar bis auf den 6. Platz gesamt vorgelaufen und hat Platz 3 der Altersklasse 25 gewonnen. Den Gesamtsieg hat sich Markus Stöhr nur eine Woche nach der Challenge Roth gesichert.

Einen sensationell Sieg mit einer starken Leistung konnte Christine Pietzner als schnellste Frau auf der Sprintdistanz verbuchen. Die 26-Jährige hat zu ihrer eigenen Überraschung den 1. Platz der Frauen beim Karlsfeld Triathlon in 01:15 gewonnen.

Den Triathlon Karlsfeld kann ich nur empfehlen, es gibt kaum ein Rennen das beständig über drei Jahrzehnte hinweg super und zudem ehrenamtlich organisiert wird.

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TRIATHLON Challenge Roth 2019

Seine erste Langdistanz hat Jarit Lötz am vergangenen Sonntag, 07.07.2019 mit der Challenge Roth 2019 absolut erfolgreich gefinisht. Der 25-Jährige segelte über die Strecken der Triathlontraumfabrik und erreichte die Finishline als Achter der Altersklasse (84. Platz Gesamt) in sensationellen 09:09 Stunden. Mit acht Monaten strukturierter und fokusierter Trainingsplanung hat Jarit das geplantes Ziel exzellent umgesetzt und deutlich übertroffen. Sieger der Challenge Roth 2019 ist Andreas Dreitz in 07:59 Stunden

RADMARATHON Engadin 2019

Wir waren am Sonntag, 07.07.2019 in der Schweiz und sind den 14. Engadin Radmarathon gefahren. Die traumhaft harte Strecke durch das Kanton Graubünden besticht durch die spektakuläre Landschafte des Schweizer Nationalparks und einige der schönsten, anspruchsvollsten Strassenpässe der Alpen für leidenschaftliche Rennradfahrer.

Mit 97 Kilometern und einem Gesamtaufstieg von 1367 Höhenmetern hat sich Simon Drexl erstmals die kurze Strecke über Ofenpass, Forcola di Livigno und Berninapass vorgenommen – mit Option lange Strecke. Diese spontane Möglichkeit der Streckenwahl hat jeder Teilnehmer des Engadin Radmarathon, wenn er den Start- und Zielort Zernez erstmals erreicht.
Nach 2:55 Stunden erreicht Simon das Ziel in Zernez und Platz 104. Aufgrund starken Regens ab Samedan und einer deutlich Abkühlung eine vernünftige Entscheidung.

Mit einer Durchgangszeit von 02:58 Stunden hat Stefan Drexl Zernez passiert und sich auf die nächte Runde gemacht. Mit der langen Strecke lagen jetzt noch 117 Kilometer mit über 2500 Höhenmetern über den Flüela Pass nach Davos und den legendären Albulapass vor ihm. Nach 07:55 Stunden (Netto 07:41 Stunden) und insgesamt 214 Kilometern mit 3889 Höhenmeter erreichte Stefan als 121. / 35. Platz Masters dann wieder Zernez

IRONMAN Austria 2019

Am Sonntag, 07.07. 2019 war Andreas Will am Start des IRONMAN Austria-Kärnten. Die Temperaturen der Vorwochen hatten den Wörthersee auf über 25,6 Grad erwärmt, so dass die 3800 Meter ohne Neoprenanzug geschwommen wurden. Im Verlauf des Bikesplits kam es dann zum Wetterumschwung mit einer deutlichen Abkühlung. Andreas kam zwar noch trocken in die zweite Wechselzone, doch auf der Laufstrecke setzte dann massiver Regen ein, der zusätzlich viel Energie kostete. Mit 10:55 Stunden, anders als ursprünglich geplant, erreichte Andreas Will das Ziel in Klagenfurt als 9. seiner Alterklasse. Nächste Station IRONMAN Barcelona am 06. Oktober 2019

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TRIATHLON Chiemsee 2019

Für die 8. Auflage des Dreikampffestivals im Chiemgau waren auch unsere Triathleten am Start. Das Highlight war natürlich die Mitteldistanz des Triathlon Chiemsee am Sonntag, 30. Juni.

Die 2 km Schwimmen, 85 km Radfahren und 20 km Laufen nutzte Moritz Sanoner als wichtigen Test seiner Vorbereitung auf den IRONMAN Kopenhagen im August. Die vorhergesagten heissen Temperaturen und Wettkampfbedingungen ähnlich Hawaii erforderten eine spezielle Ernährungsstrategie und natürlich war bei 25,5 Grad die erste Disziplin ohne Neoprenanzug. Für den Südtiroler zwar eine Herausforderung aber kein Hindernis. Optimal vorbereitet und mit purer Freude trotzte der 29-Jährige der Hitze und erreichte das Ziel deutlich unter fünf Stunden. Nach 04:51 Stunden lief Moritz als 72. und Platz 12 seiner Altersklasse ins Ziel.

Knapp eine Stunde länger unterwegs war Brigitte Bauer, die deutlich mehr mit den klimatische Bedingungen zu kämpfen hatte als mit der Strecke. Zumal länger unterwegs auch länger mehr Hitze bedeutet. Als vierte ihrer Altersklasse hat Brigitte nach 05:50 Stunden glücklich das Ziel erreicht.

Bereits am Samstag war Stefan Drexl am Start in Chieming. Über die Sprintdistanz und bei nicht ganz so heissen Temperaturen zur Mittagszeit wurde der Münchener in 01:04 Stunden Siebter gesamt lief als Dritter auf das Podium seiner Altersklasse.

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Triathlon Erding 2019

Chrissi Pietzner und Jan Böttcher waren am Sonntag, 23. Juni in Erding, um sich über die Triathlon Kurzdistanz zu messen. In einem starken Frauenfeld konnte Chrissi mit Platz sieben in die TOP 10 laufen und damit auch als Dritte auf das Podium ihrer Altersklasse. Für Jan war die Konkurrenz noch stärker und mit einem starken Schwimmen und super Radsplit rannte er nach 02:07:15 Stunden auf Platz 23 und Platz 5 seiner Altersklasse über die Ziellinie. Sieger und neuer Bayerischer Meister auf der Tirathlon Kurzdistanz war Jungprofi und Favorit Frederic Funk in 01:50:40 Stunden.

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Triathlon Lauingen 2019

Am Sonntag, 16. Juni standen im schwäbischen Lauingen Jarit Lötz und Sven Pollert am Start der Bayerischen Meisterschaft über die Triathlon Mitteldistanz 2019. Jarit, für den es die Generalprobe der Challenge Roth war, lief auf den 13. Platz gesamt und Platz 5 in seiner Altersklasse. Sven verpasste mit Platz 6 die TOP 5 nur knapp wurde dafür aber mit dem zweiten Platz seiner Altersklasse in der Bayerischen Meisterschaft belohnt

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Triathlon Kallmünz 2019

Seinen verspäteten Einstand in die Saison 2019 aufgrund einer Verletzung gab Sven Pollert am 08. Juni 2019 in der Oberpfalz zum Besten. Als erster aus dem Wasser und mit der schnellsten Radzeit in T2 rannte der 27-jährige Triathlet auf den zweiten Platz der Sprintdistanz von Kallmünz.

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Triathlon Kirchbichl 2019

Am Samstag, 01. Juni 2019 waren Moritz Sanoner, Simon und Stefan Drexl am Start des 34. Internationalen Triathlon Kirchbichl in Austria. Für Simon war es die erste Kurzdistanz überhaupt und die hatte ihren Reiz durch ein starkes Teilnehmerfeld mit einigen Elite-Triathleten und Profis, wie Per van Vlerken und Thomas Steger, und ganz besonders natürlich wegen des Starts des zweimaligen Ironman World Champions, Patrick Lange. Mit einem starken Schwimm- und Radsplit fehlten Simon Drexl auf der äusserst anspruchsvollen Laufstrecke nur hinten raus noch ein paar Körner. Simon erreichte nach nur 2:09 Stunden als Fünfzehnter das Ziel von Kirchbichl und holte den 3. Platz seiner Altersklasse.

Moritz Sanoner war für seinen ersten Formtest zum 34. Internationalen Triathlon Kirchbichl gereist und startete in Vorbereitung auf den Ironman Kopenhagen über die Sprintdistanz. Nach einem soliden Schwimmen über 750 Meter und schnellen 20 km Radsplit konnte der 28-Jährige sein Rennen leider nicht erfolgreich ins Ziel bringen. Nachdem ihm ein Streckenposten den falschen bzw. gar keinen Weg angezeigt hatte, bemerkte Moritz seinen Fehler zu spät, um den Wettkampf noch ordentlich ins Ziel bringen zu können.

Im italienischen Bibione noch auf den Start verzichtet, startete Stefan Drexl beim Triathlon Kirchbichl 2019 über die Sprintdistanz. Mit der viertschnellsten Schwimmzeit aus dem Wasser, kam der Münchner dann sogar als Zweiter von der Radstrecke. Auf der bergigen Laufstrecke konnten dann nur noch drei verdammt flinke Ligatriathleten passieren, so dass Stefan in 1:03 Stunden in den Top Five die Ziellinie querte und die Altersklasse M40-50 mit grossem Vorsprung gewann.

Triathlon Kurzdistanz Tölz 2019

Fünf unserer Triathleten waren am Sonntag, 02. Juni 2019 in das bayerische Oberland gereist, um am wunderschönen Kirchsee im Rahmen des Tölzer Triathlon 2019 auf den verscheidenen Distanzen zu starten. Ausgesoprochen überragend war dabei die Leistung von Jan Böttcher, der in 2:07 Stunden den 4. Platz gesamt erreichte. Die einzige Triathletin am Start von Tölz, Maria Erdmann, wurde Zweite ihrere Altersklasse und lief als zwölfte Frau ins Ziel von Bad Tölz.

PLATZ
4
21
94
113

AK
2
5
16
2

NAME
Böttcher, Jan
Negele, Philipp
Muir, Ross
Erdmann, Maria

ZEIT
02:07 H
02:17 H
02:35 H
02:38 H

Langstreckenschwimmen München 2019

An der Ruderregatta München wagten sich am Donnerstag, 30. Mai bei frischen 16,5 Grad Wassertemperatur zwei unserer Athleten auf die 4000 Meter lange Schwimmstrecke im Rahmen des Langstreckenschwimmen München 2019

180                  67                  Torsten Lange                  01:17:56

236                  59                  Andreas Kipf                  01:30:03

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Ironman 70.3 St. Pölten 2019

Am Sonntag, 26. Mai stand für Christine Pietzner bereits der zweite Wettbewerb und das erste Highlight der frischen Triathlon Saison 2019 auf dem Rennkalender. Die 26-Jährige erreichte beim IRONMAN 70.3 St. Pölten 2019 mit ungünstigen Voraussetzungen den glücklichen 3. Platz ihrer Altersklasse und die Top Ten gesamt bei den Frauen.

Result Ironman 70.3 St. Pölten 2019

Info Ironman 70.3 St. Pölten 2019

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Am vergangenen Wochenende 18./19. Mai 2019 waren wieder einige unserer Triathleten am Start verschiedener Veranstaltungen und haben erfolgreich das Ziel über unterschiedliche Distanzen erreicht.

Challenge Heilbronn 2019

Im Rahmen der Challenge Heilbronn ist Christian Teufel am 19. Mai auf der Kurzdistanz gestartet und hat in 2:30 Stunden den 106. Platz Gesamt und Platz 13 seiner Altersklasse erreicht.

Result Challenge Heilbronn 2019

Info Challenge Heilbronn 2019

Triathlon Deggendorf 2019

Andreas Kipf und Christoph Höller sind am Sonntag beim Triathlon Deggendorf über die Kurzdistanz gestartet. Christoph erreichte als Dreizehnter seiner Altersklasse auf Platz 41 Gesamt in 2:20 Stunden das Ziel, knapp sechs Minuten vor Andreas (16. AK / 61.).

Result Triathlon Deggendorf 2019

Info Triathlon Deggendorf 2019

Triathlon Gütersloh 2019

Jarit Lötz war in seiner Heimat Nordrhein-Westfalen und am Start der Triathlon Oberliga Nord in Gütersloh für das Ligateam SG Triathlon Witten. In 1:54 Stunden lief Jarit auf den 11. Platz Gesamt und gewann mit seiner Mannschaft das Rennen über die Kurzdistanz.

Result Triathlon Gütersloh 2019

Info Triathlon Gütersloh 2019

Triathlon Bibione 2019

Im italienischen Bibione startete Simon Drexl am vergangenen Sonntag in die Triathlon Saison 2019. Beim ersten Stopp der stark besetzten Volkswagen TriO Serie rannte Simon in 58:28 Minuten über die Sprintdistanz mit Windschatten Freigabe auf Platz 11 Gesamt und den 4. Platz seiner Altersklasse.

Result Triathlon Bibione 2019

info Triathlon Bibione 2019

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Am Sonntag, 05. Mai 2019 sind die ersten Triathleten beim Duathlon Krailling und bei der Challenge Riccione in die Saison 2019 gestartet und haben durch starke Leistungen überzeugt.

Duathlon Krailling 2019

Chrissi Pietzner holte sich nur eine Woche nach dem Trainingslager den Gesamtsieg über die Sprintdistanz der Frauen beim 26. Duathlon Krailling. Das bedeutete zugleich den ersten Gesamtsieg überhaupt der 26-jährigen Triathletin.

In die Top Ten rannte Jan Böttcher nach starkem Bike-Split und damit auch auf das Podium der Bayerischen Meisterschaft über die Kurzdistanz. Platz 3 und das ohne Schwimmen ist eine Vorwarnung für die Konkurrenz der AK25.

Result Duathlon Krailling 2019

Info Duathlon Krailling 2019

Challenge Riccione 2019

Im italienischen Riccione hat David Keller neben Pizza und Pasta gleich einmal eine Mitteldistanz zum Auftakt der Triathlon-Saison verspeist. Die 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen absolvierte David in 4:57 Stunden erreichte als 16. der AK30 (77. Gesamt) das Ziel bei der Challenge Riccione 2019. Frederic Funk holt nach 2018 erneut Platz 2.

Result Challenge Riccione 2019

Info Challenge Riccione 2019

WE TAKE CARE & HAVE AN EYE ON OUR ATHLETES.
WE COACH YOU.

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
HAPPY COACH Support an der Wechselzone © Simon Drexl

 
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Diverse – Please ask our Press Office

Am Sonntag, 07. Juli 2019 war es für Jarit Lötz endlich soweit, es war Race Day der Challenge Roth und seine Premiere auf der Langdistanz. 365 Tage nach seiner Anmeldung, 365 Tage an dem kein Tag verging ohne eines Gedanken an diese Rennen in Roth. Fast acht Monate fokussiertes Training und intensive Vorbereitung in allen drei Disziplinen für diesen einen besonderen Tag – meinen längsten Tag des Jahres 2019. Es war eine Vorbereitung mit einigen Höhen und Tiefen, mit über 9000 km im Sattel , davon alleine 2000 km auf der einsamen Rolle, mit knapp 1500 km in den Laufschuhen und etwa 280 km im Wasser. Vier Wochen war Jarit Lötz insgesamt im Trainingslager und Verletzung erforderte sogar eine ungeplante Trainingspause. Eine Vorbereitungszeit die unseren Triathleten Jarit einige Male an seine Leistungsgrenze brachte – gewollt für das grosse Ziel: Die Premiere auf der Langdistanz. Sein Erlebnis und seine Emotionen hat unser Athlet Jarit Lötz in seinem Rennbericht ausführlich und authentisch auf’s Papier gebracht.

Mein Wecker läutete bereits um 3.45 Uhr nach einer überraschend erholsamen Nacht. Meine Freude und Aufregung waren goss, nur selten in meinen Leben war ich bislang so nervös. Jetzt war er also endlich da, der 07.07.2019, der wichtigste Tag meines Triathlonjahres, die Challenge Roth, meine erste Langdistanz!

Ich machte mir mein Frühstück und bereitete die Rennverpflegung vor. Ein letzter Espresso und dann los mit dem Auto zum Schwimmstart nach Hilpoltstein. Es regnete in Strömenden als wir ankamen. Mein Blick von der Brücke auf die Wechselzone und dazu die dramatische Musik sorgten für unglaubliche Emotionen. Ich bekam sofort Gänsehaut.

Um 5.45 Uhr, eine Stunde vor meinem Start präparierte ich mein Zeitfahrrad und meine Wechselsachen. Noch einmal ging ich zu meiner Familie und meinem, dem besten Supportteam um den Neoprenanzug anzuziehen und letzte Tipps abzuholen. Es wurde jetzt Zeit, dass es endlich losging, denn meine Aufregung war kaum noch mehr zu ertragen.

Der Challenge Roth Fokus: In der Ruhe liegt die Kraft

Der Start der Profis erfolgte pünktlich um 06:30 Uhr und dann durfte ich endlich auch ins den Main-Donau-Kanal. Noch 15 Minuten Ab diesem Moment habe ich nur noch diese unbeschreibliche Stimmung rund um den Kanal genossen. Ich bin noch einmal meine Renntaktik durchgegangen, habe mich an die wichtigen Worte meines Trainers Stefan erinnert und freute mich auf das Rennen. Ich wurde immer ruhiger und fokussierter, ich sammelte meine Kräfte. Nur noch wenige Minuten bis zum Start der zweiten Welle, meinem Start.

06.45 Uhr ein Böllerschuss gab unseren Start frei und ab ging die Post. Die ersten 500 Meter waren eine einzige Prügelei ohne Rücksicht auf Verluste, das mit Schwimmen nur kaum etwas zu tun hatte. Nach 10 Minuten etwa wurde es besser und es bildeten sich kleine Schwimmgruppen. Nach 1500 Metern kam die erste Wendeboje und mit 22:30 Minuten war ich optimal ins Rennen gestartet. Meine Arme waren locker und das Wassergefühl war gut. Vor mir schwamm eine große Gruppe also versuchte ich die Lücke zu schliessen, um fortan im Wasserschatten zu schwimmen. Nach nur 58:00 Minuten stieg ich dann schon wieder aus dem Wasser und mit einem flotten ersten Wechsel auf mein Zeitfahrrad.

Die ersten Meter mit dem Rad waren der absolute Hammer. Hunderte Zuschauer säumten die Brücke über den Main-Donau-Kanal und die grossartige Stimmung sorgte für eine super Motivation. Kurz danach allerdings ein paar Minuten der Verunsicherung: Mein rechter Radschuh ließ sich nicht schließen, also fuhr ich offen weiter, denn erstmal musste ich mich um meine Verpflegung kümmern. Meine Verpflegungsstrategie auf dem Rad lautetet ein Energie-Gel pro 10km. Meine Beine waren grandios wodurch die ersten 30 Kilometer fast im Fluge vergingen. Zwar bildeten sich immer wieder kleine Radgruppen um mich, aber die Abstände wurden stets eingehalten und es wurde unglaublich Fair gefahren.

CHALLENGE ROTH 2019 PREMIER MIT GÄNSEHAUT NACH PLAN @ Jarit Lötz
CHALLENGE ROTH 2019 PREMIER MIT GÄNSEHAUT NACH PLAN @ Jarit Lötz

Ein guter Athlet hat ein gutes Körpergefühl

Nach 38 Kilometern ging es das erste Mal den Kalvarienberg in Greding hinauf. Erneut standen hunderte Zuschauer am Streckenrand und „peitschten“ jeden Triathleten regelrecht die Steigung hinauf. Ich musste aufpassen nicht zu überziehen, so leicht rollte es bergauf. Es lief weiterhin flüssig und ich konnte meine vorgegebene Pace gut treten. Sogar meinen Radschuh habe ich endlich schliessen können.

Das absolute Highlight der Radstrecke der Challenge Roth folgte endlich: Der legendäre Solarer Berg. Allerdings sieht man keinen Berg sondern eine pure Menschenwand, die sich erst kurz vor einem auftat, um den Triathleten den Weg frei zu geben. 2 Minuten ohrenbetäubender Lärm, Gänsehaut und Pippi in den Augen. Diese Stimmung sollte jeder Triathlet einmal in seiner aktiven Karriere erlebt haben.

Während der gesamten ersten Runde macht ich die Pace unserer Gruppe also beschloss ich den Druck allmählich zu erhöhen. Ich konnte mich von der Gruppe lösen und war allein unterwegs. Allerdings war plötzlich das Display meiner Uhr durchgängig weiss und ich hatte keine Ahnung, wie schnell ich unterwegs und wie hoch meine Herzfrequenz war. Ich gebe zu, das ich für kurze Zeit Panik hatte. Zum Glück fielen mir im selben Moment die Worte meines Trainers ein: „Ein guter Athlet hat stets ein gutes Körpergefühl!“ Ich folgte also meinem Körpergefühl und das klappte prima.

Die zweiten 90 Kilometer waren schneller, der Druck war konstant hoch und dennoch fühlten sich meine Beine unglaublich locker an. Noch einmal den Kalvarienberg hoch und die Zuschauermassen am Solarer Berg genießen, dann waren es nur noch 22 Kilometer bis zur zweiten Wechselzone.

Fliegender Wechsel und kalkulierte Schwächephase

Auch mein zweiter Wechsel lief fliegend und meine Beine fühlten sich auf den ersten Laufkilometern super an. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung ob ich im gesetzten Zeitplan und auf welchem Platz ich unterwegs war – schliesslich lief ich noch immer nach Gefühl und so hatte ich auch nicht das Gefühl bereits 180 Radkilometer in den Beinen zu haben. Nach 5 Kilometern bekam ich dann meine eigene Verpflegung gereicht: Cola mit Gel in einer kleinen Trinkflasche. Eine Antwort auf meine aktuelle Rennsituation bekam ich von meinen Supportern allerdings nicht.

Das lockere Laufgefühl hielt noch bis Kilometer 20 und ich genoss die Einsamkeit am Kanal. Ich hatte richtig Spaß am Laufen. Das änderte sich am Wendepunkt mein Laufstil fühlte sich schlagartig wie Gehen an. Ehrlich gesagt, hatte ich und natürlich auch mein Trainer, das sogar einkalkuliert. Aber man weiss ja nie, wie und wann es einen erwischt. Zu diesem Zeitpunkt machte ich mir tatsächlich Sorgen das Ziel zu erreichen. Dennoch lief ich immer weiter, ging ein paar Meter an jeder Verpflegungsstelle, trank etwas und kühlte mich und lief  wieder weiter. Das dauerte ganze 10 Kilometer und noch immer teilte mir keiner meine Zeit mit. Ich war etwas orientierungslos.

Hart war dann noch einmal die Steigung hoch nach Büchenbach, kaum Zuschauer und sehr einsam. Aber es waren nur noch 12 Kilometer und die Energie kam wieder zurück, meine Beine wollten wieder laufen. Dann endlich bekam ich eine Zwischenzeit bei Kilometer 38 im Marathon 08:45 Stunden. „Unfassbar!. Das kann nicht sein“, dachte ich und grinste.

CHALLENGE ROTH 2019 PREMIER MIT GÄNSEHAUT NACH PLAN @ Jarit Lötz
CHALLENGE ROTH 2019 PREMIER MIT GÄNSEHAUT NACH PLAN @ Jarit Lötz

Das Finale mit Dauergrinsen  und Gänsehaut

Nach 41 Kilometer war dann endlich der legendäre rote Teppich zu sehen und ich konnte schon die Musik und Zuschauer im Stadion der Challenge Roth hören. Ich wusste, jetzt kommt das Beste, nur noch wenige Meter und dann ist es vollbracht. Schon auf den letzten Kilometer hatte ich nur noch ein Dauergrinsen im Gesicht und Gänsehaut am ganzen Körper, genau so, wie von meinem Trainer vorhergesagt. Die letzten Meter durch das Stadion haben all die harten Trainingseinheiten der letzten Monate vergessen lassen. Nach nur 09:09 Stunden habe ich als Achter meine Altersklasse und auf Platz 84 gesamt überglücklich die Ziellinie überquert, komplett leer und ein richtig geiles Gefühl. Das war es absolut wert.

Es war ein fast perfektes Rennen und das Rennen meines Lebens. Ich war auf den Tag genau top fit und konnte meine Leistung zum Saisonhöhepunkt perfekt abrufen. Die fast 8 Monate intensiven Trainings haben sich vollkommen ausgezahlt. Ich hatte bis auf 10 Laufkilometer keine Schwächephasen während der Challenge Roth und konnte mein Rennen fast durchgängig genießen.

Danke

Mein größter Dank geht an meinen Coach, Trainer und Motivator Stefan Drexl. Ohne seiner optimal strukturierten, individuell angepassten Trainingspläne und der empathischen Betreuung wäre meine Leistung so nicht möglich gewesen. Selbst während der Zeit meiner Verletzung unterstützte er mich und stand mir zur Seite, so dass ich mein Ziel, die Challenge Roth nie aus den Augen verloren habe. Die vielen wichtigen Ernährungstipps haben dann die letzten entscheidenden Prozent aus mir rausgeholt und mir diese kontinuierliche Leistung ermöglicht. Er hat mir gelernt, wie wichtig und was gutes Körpergefühl ist, nur so war diese Ergebnis ohne Uhr möglich. Danke für deine Geduld und das grossartige Coaching.

Info

HOMEPAGE Challenge Roth
ERGEBNISSE Challenge Roth 2019

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PRE RACE Challenge Roth 2019
RACE REPORT Challenge Roth 2016

Text & Photos

Jarit Lötz

Redaktion & Lektorat

Stefan Drexl

Die Pressekonferenz in der Kulturfabrik am gestrigen Donnerstag, 4. Juli machte den offiziellen Auftakt zum DATEV CHALLENGE Roth 2019. Am Sonntag, 7. Juli fällt dann endlich der Startschuss am Main-Donau-Kanal bei Hilpoltstein. Dann werden ab 6:30 Uhr insgesamt 3.400 Triathleten und 650 Staffeln aus 84 Nationen starten. Damit sind so viel Nationenbei der weltgrößten Triathlonveranstaltung auf der Langdistanz vertreten wie nie zuvor. „Es ist toll, aus wie vielen und welchen Ländern unsere Starter 2019 kommen, und das im kleinen mittelfränkischen Roth,” so Felix Walchshöfer, Geschäftsführer der CHALLENGE Roth.

Spannung pur verspricht das stark besetzte Starterfeld

Am Start der Herren werden sechs Profitriathleten der Top Ten aus Hawaii 2018 stehen. Das ist aber noch nich alles, denn insgesamt können sich mehr als ein halbes Dutzend Starter durchaus Chancen auf eine Top-Platzierung ausrechnen. Der Belgier Bart Aernouts weiß schon, wie sich ein Sieg in Roth anfühlt. 2017 hat er beim DATEV Challenge Roth als erster die Ziellinie überquert: „Ich möchte den Wettkampf am Sonntag genießen und ein wirklich gutes Rennen vom Start bis zum Ziel haben. Das werde ich auch brauchen, wenn ich meinen Titel von 2017 wiederholen möchte. Die Konkurrenz ist groß und es wird ein harter Kampf, aber ich liebe es, gegen die Besten anzutreten.“

Dreitz und Wurf wollen die Erfahrung des Vorjahres nutzen

Einer davon ist Andreas Dreitz. Er landete 2018 mit einer starken Zeit von 7:53:06 auf dem zweiten Platz. Den Sprung aufs Podium möchte er 2019 wiederholen: „Letztes Jahr hatte ich ein wirklich gutes Rennen, aber es gibt ein paar Dinge, die ich besser machen könnte. Das will ich auch tun, dabei aber nicht die Dinge vergessen, die ich letztes Jahr schon richtig gemacht habe.“

Auch der Brite David McNamee, der Neuseeländer Braden Currie und der Fünfte des Vorjahres, der Australier Cameron Wurf, der letztes Jahr mit 4:05:37 in Roth einen Rekord auf der Radstrecke aufgestellt hat, wollen beim Kampf um den Sieg ein Wörtchen mitreden. McNamee gilt als schnellster Brite auf der Langdistanz: „Ich wollte schon immer in Roth starten. Jeder Triathlet auf der Welt will das. Ich trete gerne gegen starke Gegner an und hier treffe ich auf das wohl stärkste Feld abseits Hawaiis.“ Cameron Wurf hat über den Winter vor allem an seiner Schwimm- und Laufform gearbeitet: „Das Rennen hier im letzten Jahr hat mir gezeigt, dass ich noch härter an mir arbeiten muss. Ich will nicht nur der stärkste Radfahrer auf der Langdistanz sein, sondern der beste Gesamtathlet.“

Böcherer hat einen Plan und lieber den Sigestrauss

Für Braden Currie steht am Sonntag der Spaß im Vordergrund. „Ich habe nicht allzu viel Druck am Sonntag, das sind immer die besten Voraussetzungen für mich. Ein noch größerer Traum wäre es selbstverständlich, zu gewinnen.“ So sieht es auch Andreas Böcherer, der von den Lesern einer Fachzeitschrift die größten Chancen auf den Sieg zugesprochen bekommt: „Das ehrt mich, aber ich habe lieber den Siegerstrauß nach dem Rennen, als die Lorbeeren davor.“ Um am Ende ganz oben auf dem Podium zu stehen, hat er einen klaren Plan: „Erst schwimmen, dann Rad fahren, dann laufen. Und das, so schnell es geht“, erklärte er schmunzelnd.

Lucy Charles-Barclay möchte diesmal mehr als Platz 2

Bei den Damen wird wohl ein Quartett den Sieg unter sich ausmachen. Die größten Chancen, auf dem Siegertreppchen ganz oben zu stehen, räumen Beobachter der Britin Lucy Charles-Barclay ein. Sie durfte 2018 beim DATEV Challenge Roth nach einem packenden Rennen gegen Daniela Bleymehl (vorm. Sämmler) einen zweiten Platz feiern. „Letztes Jahr war ich im Ziel leider auf der falschen Seite der neun Sekunden Unterschied. Aber in meinem Rennen sind einige Dinge schief gelaufen und ich hoffe, dass ich diese Dinge diesmal besser mache.“ Aber Sarah Crowley aus Australien, die Kanadierin Rachel McBride und die Lokalmatadorin Anja Ippach, die sich kurzfristig zu einem Start beim DATEV Challenge Roth entschieden hat, wollen ihr den Sieg nicht kampflos überlassen.

Für Crowley stand Roth schon länger auf der To-Do-Liste. „Es ist das letzte große Rennen, das ich noch abhaken muss“, sagt sie. „Der ultimative Grund, diesen Sport zu machen, ist doch zu sehen, wie weit man seine Grenzen verschieben kann. Dazu treiben wir uns gegenseitig an.“ Rachel McBride freut sich vor allem auf die schnelle Radstrecke: „Mein oberstes Ziel ist es, die Finishline zu erreichen und dort diese unnachahmliche Atmosphäre erleben zu dürfen. Wenn ich es dabei noch aufs Podium schaffe, umso schöner.“ Nach dem Aus beim Ironman Ireland vor zwei Wochen hatte Anja Ippach nach etwas gesucht, das ihr wieder ein gutes Gefühl gibt. „Mit diesem Rennen verbinde ich so viel. Durch meine kurzfristige Entscheidung habe ich keinen Druck, bin nicht nervös.“

Der CHALLENGE ROTH 2019 erstmals komplett LIVE

Spannung ist also sowohl bei den Herren als auch bei den Damen vorprogrammiert. Für alle Triathlon-Begeisterten, die am Sonntag nicht an der Strecke dabei sein können: BR Fernsehen wird den DATEV Challenge Roth erstmals neun Stunden lang live übertragen – ein Ritterschlag für den größten One-Day-Sportevent in Bayern. Für Steffen Lunkenheimer vom BR ist die Live-Übertragung ein konsequenter nächster Schritt: „Wir begleiten den Triathlon in Roth seit Jahren. Und in den letzten Jahren haben sich die technischen Voraussetzungen so verbessert, dass wir dieses Projekt in diesem Jahr gerne angehen. Auch wenn wir alle zwei Jahre an der Übertragung der Olympischen Spiele beteiligt sind: Eine so große Live-Übertragung gab es im Bayerischen Fernsehen noch nie.” Flankiert wird die Live-Übertragung von einem internationalen Online-Livestream, moderiert von Belinda Granger und Dirk Bockel.

Keine Hitze mehr zum Challenge Roth 2019

Auch die Wetterbedingungen sprechen für ein hochkarätiges Rennen am Sonntag. Nach der Hitzewelle der vergangenen Wochen sind für das Rennen gemäßigte Temperaturen um 22 Grad vorausgesagt. Die derzeitige Wassertemperatur beträgt 24,6 Grad.

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Christoph Raithel

Der Ironman Hawaii 2016 war mit Platz 4 das stärkstes Rennen von Anja Beranek, bislang, denn an der Emilia Romagna möchte sie die lange Reise und ihren großen Traum am kommenden Wochenende fortsetzen und verrät im Interview das Geheimnis ihrer Motivation. Die Strahlefrau aus Nürnberg hat sich ihren Erfolg hat erarbeitet und fast schon einmal ihrer Triathlonkarriere an den Haken gehängt. Mit gerade erst einmal 32 Jahren hat die Profitriathletin noch viel vor und stellt dafür gerne alle anderen persönlichen Ziele hinten an. Dennoch ist die amtierende Deutsche Meisterin auf der Langdistanz ein absoluter Familienmensch und freut sich nach vollbrachtem Tagwerk auf den herzlichen Empfang von Mama und Papa im Ziel. Ihre Stärken sind Disziplin und Konsequenz, vor allem aber eine absolute Freude und Leidenschaft im Triathlon.

 

INTERVIEW ANJA BERANEK Leidenschaft und pure Freude am Triathlon / Ihr größter Erfolg: Platz 4 beim Ironman Hawaii 2016

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Am kommenden Sonntag startet die Hawaii-Vierte in die Triathlonsaison 2017 und trifft bei Challenge Rimini auf ihr vertraute Mitstreiterinnen ihres Heimrennens in Roth. Schon einige Duelle lieferte sie sich mit der Holländerin Yvonne van Vlerken und auch Natacha Badmann ist der schnellen Nürnbergerin schon unlängst begegnet. Anja Beranek vertraut dabei auf ihr Radbeine, denn in der Vergangenheit lagen ihr die profilierteren Radstrecken, auch wenn sie in Kona gezeigt hat, dass sie auch flach kann. Das erste Rennen der Saison ist stets eine Herausforderung für jeden Athleten und die Nervosität entsprechend hoch, doch dafür haben Anja Beranek und ihr Trainer Dan Lorang den gesamten Winter disziplinert und konsequent an der Formkurve gefeilt ohne sich dabei groß in die Karten schauen zu lassen.

 

Anja Beranek hütet manches Geheimnis so sorgsam wie ihren Hund und dennoch konnten wir einiges persönliches über die schnellste deutsche Triathletin erfahren als wir in unserem Interview über ihre nächsten sportlichen Ziele und Zukunft gesprochen haben …

 

ANJA BERANEK, 32 Jahre, Professional Triathletin im Interview

 

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Wir sind gespannt, wie Anja Beranek in der italienischen Adriaküste bei der Challenge Rimini der Auftakt in die Triathlonsaison 2017 gelingt. Als nächstes plant die sympathische Mittelfränkin in St.Pölten, Austria und im Kraichgau den Ironman 70.3 Mit ausreichend Punkten auf ihrem Kona Pro Ranking (KPR) Konto braucht die 32-Jährige nur ein „Validation“-Race, um ihre Teilnahme beim Ironman Hawaii 2017 zu bestätigen und hat dafür im Sommer den Ironman Frankfurt gewählt. Mit den Ironman European Championships wird Anja Beranek weiter ihrem Traum folgen und könnte sich nach der Ironman 70.3 Europameisterin 2015 vielleicht auch die europäische Langdistanz-Krone aufsetzen.

 

INTERVIEW ANJA BERANEK Leidenschaft und pure Freude am Triathlon / Unzertrennlich: Ihr Glücksbringer und treuester Begleiter

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