Nach knapp zehn Stunden und zehn Minuten gehe ich über die Ziellinie des IRONMAN Vichy 2017, länger unterwegs als geplant, aber mit einem erfolgreiche Finish. Der Sonntag, 27. August sollte meine schnellste Langdistanz werden und forderte stattdessen große mentale Stärke und ganze Arbeit. Das Ziel war zwischenzeitlich in weite Ferne gerückt, aber wenn du denkst es geht nicht mehr … Doch was hat meine Pläne am längsten Tag des Jahres letztendlich über den Haufen geworfen und wer ist eigentlich Dixie?
Meine Wettkampfanalyse zur Langdistanz in der Auvergne, Frankreich.

 
Morgens um vier Uhr läutet heute bereits der Wecker. Jetzt ist er da, der eine Tag, der seit acht Monaten ein sportlicher Fixstern, Teil jeder Trainingseinheit und des Alltags ist. Auf diesen Tag habe ich 240 Tage hingefiebert, mein komplettes Training ausgerichtet und meine Ernährung angepasst. Für diesen einen Sonntag, den 34. in diesem Jahr, für den 27. August und den IRONMAN Vichy 2017
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

 

MORGENROUTINE VOR DEM LÄNGSTEN TAG

Ich stehe auf, was folgt, ist jetzt Routine, nur wesentlich akribischer. Irgendetwas ist diesmal dennoch anders, fühlt sich anders an, ich kann es nicht beschreiben. Ist wohl Vorwettkampfnervosität? Immer noch, nach über 25 Jahren im Triathlon, eigentlich gut so. Genau das liebe ich an unserer Sportart, ein geiles Gefühl. Ich setze Wasser auf und zünde das Gas, bereite Haferflocken mit Sojamilch vor und fülle frisches Espressopulver in meine Bialetti. Es sind die selben Handgriffe seit vielen Jahren, in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Zwischendurch fülle ich meine Trinkflaschen mit kaltem Tee und Maltodextrin, diesmal die doppelte Menge als für die Mitteldistanzen Lauingen und Erlangen. Ich trinke mein heißes Wasser, das mache ich immer, es bringt den Stoffwechsel und Kreislauf in Gang. Dann sind auch schon die Haferflocken fertig.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

 
Ich packe alles in Ruhe zusammen, für’s Schwimmen sicherheitshalber auch den Neo, doch wahrscheinlich wird das Wasser ohnehin wärmer als 24,6 Grad sein. Ausserdem das gesamte Setup mit Verpflegung und Radschuhen für die zweite Disziplin, das Rad und den Helm habe ich bereits am Samstag Abend eingecheckt. Jetzt nur nichts vergessen. Es ist noch tiefe Nacht und dunkel draussen als ich zum Parc Omnisport du Vichy laufe, um 5:30 Uhr öffnet der Parc fermée, die Wechselzone des IRONMAN Vichy 2017 und es bleiben mir noch 1:20 Stunde bis zum Rolling Start. Im Lac d’Allier. Meine gesamten Utensilien und mein Race Outfit nimmt Kerstin im Auto mit.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

 

WENN’S ARSCHERL BRUMMT, I’S HERZERL G’SUND

Nach nur zwei Kilometern im lockeren Lauftempo beginnt sich mein Magen zu melden und ich springe mal eben schnell auf eine der Designertoiletten an der Flusspromenade. Erneut, wie schon in den Tagen seit unserer Ankunft am Mittwoch, musste es wieder schnell gehen. Ich habe mir wohl auf der Anreise oder im Hotel den Magen verdorben oder einen kleinen Virus eingefangen. Meine letzten kurzen Trainingseinheiten konnte ich alle problemlos absolvieren, wenn auch etwas geschwächt, aber eine gewisse Müdigkeit ist während der Woche vor dem Wettkampf nicht aussergewöhnlich. Ich habe dem also nicht weiter große Beachtung geschenkt, schließlich war mein gesundheitliches Befinden bis zum heutigen Tag insgesamt in Ordnung.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

 

LETZTER CHECK VOR DEM START DES IRONMAN VICHY 2017

Als ich die Wechselzone erreiche gehe ich direkt zu meinem Speedmax, das an guter Position steht und heute die Nummer 111 tragen darf. Ich pumpe gleich meine Reifen auf, mit dem neuen Mavic Scheibenrad ist das etwas tricky, und stelle den richtigen Gang ein. Die Radschuhe in die Pedale geklickt und mit Gummis waagrecht fixiert, und die kleine Werkzeugtasche mit den Kartuschen. Dann stecke ich die Trinkflaschen in die Flaschenhalter, fixiere am Lencker zwei Banana Bread und fülle meine Food Box mit Energy Gels und Salztabletten. Zuletzt richte ich noch meinen Radcomputer ein bevor ich zurück gehe und mich umziehe. Es ist Neoverbot, was zwar das Umziehen verkürzt, dafür aber das Schwimmen auch erschwert. Dann werde ich heute wohl den neuen Project X Trisuit von 2XU anziehen und somit erstmals einen Einteiler mit Ärmeln bis zum Ellbogen auf einer längeren Distanz tragen. Für die 3800 Meter im Wasser tragen ich darüber noch die 2XU Swimskin. Black in Black!
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

3800 METER SCHWIMMEN MIT ROLLING START

Gemeinsam mit Kerstin und Moritz gehe ich am Centre Omnisport vorbei zum Schwimmstart im Lac d’Allier, allmählich steigt die Nervosität, noch ein Gel und ein paar Schlücke, die Gedanken fahren Achterbahn und dann folgt tiefe Konzentration vor dem Countdown. Der „Rolling Start“ des IRONMAN Vichy 2017 beginnt um 6:50 Uhr und ich schaffe es sogar relativ weit vorne zu stehen. Alle vier Sekunden können stets drei Athleten ins Wasser, ein ungewöhnliches Startformat, von „smart“ kann hier nicht die Rede sein. Es fehlen die Anspannung und das Adrenalin vor dem Start und damit die wichtige schnelle Startphase, im Grunde fehlt damit das echte Wettkampfgefühl. Das mag für das langsamerste Drittel der Teilnehmer möglicherweise positiv sein, das mittlere Drittel duldet es und die schnelleren empfinden es als einen gravierenden Einschnitt in den Triathlonsport. Es ist keine funktionierende Rennstrategie mehr möglich (Vorschläge könnt ihr gerne per Mail senden), überholte oder überholende Athleten liegen nicht zwingend hinter oder vor einem, der Erste im Ziel ist nicht unbedingt der Schnellste und im Schwimmen gibt es damit nicht mehr das besondere Gefühl eines „First out of the Water“ im laufenden Wettkampf. Das sind nur ein paar Punkte, die ich hier ansprechen möchte, ein objektiver Beitrag zu diesem Thema folgt später.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

OHNE RHYTHMUS MIT SATTEM BASS ZUM LANDGANG

Doch an diesem Sonntag scheinen mich andere Dinge wesentlich mehr zu beschäftigen, denn nach den ersten fünfhundert Metern im Allier habe ich noch keinen Rhythmus gefunden, die Wasserlage ist nicht optimal und es fehlt der letzte Druck mit jedem Armzug. Ich quäle mich durch den ersten Loop mit zweitausend Meter bis zum Landgang und hoffe auf die zweite Hälfte. Die Stimmung entlang der Pier ist spektakulär und die Bässe wummern als ich zum zweiten Mal in den Allier springe. Aber dennoch wird es wohl mein bisher langsamstes Schwimmen werden, das nach exakt einer Stunde beendet ist. Abgehakt. Der erste Wechsel gelingt mir gewohnt schnell, auf dem Weg zum Rad setze ich den Helm auf und verstaue mein Banana Bread in den Rückentaschen. Ich greife mein Rad und erfahre, dass ich dennoch als Sechzehnter aus dem Wasser gekommen bin und im Moment erster meiner Altersklasse bin. Mit diesem positiven Gefühl schwinge ich mich auf den Sattel und rein in die Radschuhe.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

KONZENTRATION UND POSITIVE GEDANKEN

Nach etwas mehr als fünf Kilometer ist man auf der Landstrasse in Richtung Süden unterwegs, ich kann mich in der Aeroposition einrichten und es kehrt etwas Ruhe ein. Zeit für das erste Gel während ich in regelgerechtem Abstand hinter zwei Triathleten herfahre. Dennoch ist hohe Konzentration erforderlich, der französische Strassenbelag ist in der Regel rauh, und zahlreiche Schlaglöcher und Spurrinnen verlangen reaktionsschnelligkeit. Der Rundkurs durch die Auvergne ist zwar relativ flach aber mit vielen Hügeln gespickt, was ihn doch sehr anspruchsvoll macht. Vor allem der Wind dreht zwischen Massive Centrale und dem Puy de Dôme oft und kommt meist aus ungünstiger Richtung. Mein Tritt ist unrhythmisch, wie schon das Schwimmen und ich merke auch auf dem Rad den fehlenden letzten Druck. Allmählich scheint mir die Ursache klar, doch noch verusche ich weiterhin positiv zu denken. Insbesondere so lange ich noch immer Athleten überholen kann und von hinten keiner kommt. Ich schaue kurz auf meinen Spickzettel am Vorbau und lese ein paar kurze Zitate ehe ich meinen Blick wieder voll und ganz der Strasse widme.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

 

KEINE ENERGIE – KEIN DRUCK

Nach fast einer Stunde esse ich den ersten Riegel, doch der will nur kurze Zeit später schon wieder vorne raus. Kann ja mal vorkommen, also doch gleich ein Gel hinterher, schließlich braucht mein Körper jetzt regelmässig Kohlenhydrate. Das Tempo ist okay aber es entspricht nicht meinen Erwartungen, besonders aber entspricht es nicht meinem Plan. Ich trinke regelmäßig, denn die Temperaturen werden spürbar heisser, doch auch davon bleibt höchstens die Hälfte im Magen. Unbeirrt trete ich weiter, checke die Herzfrequenz und denke positiv, denn schließlich ist der Tag lange und es kann noch viel passieren. Die erste Runde habe ich nach 2:25 Stunden abgehakt und greife an der Verpflegungsstelle im vorbeirollen nach meiner persönlichen Trinkflasche. Jetzt noch einmal 90 Kilometer. Die Sonne kommt allmählich durch die Wolken und der Wind nimmt zu. Die Beine werden schwerer, mein Tritt unrund. Ich muss den Druck und mein Tempo reduzieren, der fehlende Energienachschub hat Konsequenzen.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

KURZES HIGHLIGHT UND EIN BIKE SPLIT SUB 5

Ich versuche dennoch weiterhin Energy Gels und Banana Bread regelmäßig im Wechsel zu essen und auch den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Mit meiner schwindenden Energie geht aber auch die Motivation etwas verloren, ich übergebe mich erneut. Erst bei Kilometer 130 etwas überholt mich mein Triathlonfreund Marco, wir reden kurz miteinander und er motivert mich dran zu bleiben. Etwas Ablenkung und ich bin etwas positiv überrascht, denn was muss ich für einen Vorsprung gehabt haben, nachdem Marco erst so spät im Rennen aufgefahren ist. Ein kurzes Highlight, doch der letzte Berg zieht mir die Körner. Ich erreiche nach gesamt 4:58 Stunden endlich das zweite Mal die Wechselzone, gerade noch unter fünf Stunden aber auch acht Minuten langsamer als in Runde eins.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

MONSIEUR DIXIE UND DER TRISUIT

Unterversorgt und natürlich auch genervt von der Situation ziehe ich in Ruhe meine Laufschuhe in der Wechselzone. In meinem Magen rumort es ordentlich. Mit Verlassen des Wechselzeltes nehme ich den direkten Weg in eine der vielen Dixie-Häuschen. „Oh je, was mache ich da?“, denke ich. Erstmals in einem Rennen. Ist aber eine dringend erforderliche Maßnahmen, wenn auch eine ungewollte Premiere. Unfassbar, habe ich diese ein Quardratmeter großen Vollkunstsoffbuden für dringend menschlich Bedürfnisse bisher großräumig umgehen können. Aber! Die Sauberkeit dieses stillen Örtchens überrascht mich durchaus, zumindest noch aktuell, was wohl auch an meiner noch guten Platzierung zum Zeitpunkt des Geschehens liegen mag. Relativ zügig kann ich die reihenhausähnliche Kunsstofftoilettensiedlung des berühmten Architekten Dixie wieder verlassen und nach knapp 4:30 Minuten Wechselzeit in meinen Marathon starten. Das An- und Ausziehens meines erstmals verwendeten Trisuits hat nahezu reibungslos funktioniert. Ist der Triathlon-Einteiler doch sehr eng anliegend und die ellbogenlangen Ärmel können durchaus eine Herausforderung darstellen, selbst für einen IRONMAN Weltmeister, wie man weiss. Aber mich beschäftigt viel mehr die Frage: Wer ist eigentlich dieser Monsieur Dixie?
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

DIE ACHTERBAHN MEINES IRONMAN VICHY 2017

Auf den ersten Kilometern versusche ich meine Konzentration wieder dem eigentlichen wichtigeren Thema und einem gleichmäßigen Lauf- und Atemrhythmus zu widmen. Ich hoffe nach meiner Dixie-Premiere wieder Ruhe in Magen und Darm zu bekommen. Die Verpflegungsstationen lasse ich vorerst links liegen. Bei Kilometer fünf stehen Kerstin und Moritz um mich zu motivieren unbedingt weiterzulaufen. Meine Beine sind schwer, der Magen krampft und die Waden zwicken, was fehlt sind Flüssigkeit und Kohlehydrate, in diesem Fall ist’s ein Teufelskreis. Die Beine wollen stehen, der Kopf sagt weiter. Durch die dritte Verpflegungsstation gehe ich, nehme zwei Orangen und trinke ein paar Schluck Cola. Ich bleibe nicht stehen, aber ich laufe auch nicht. Es werden fast zwei Kilometer gehend, ehe ich wieder weiterlaufe und das fühlt sich dann nicht wirklich gut an. Die Situation ist mir nicht neu, deren Ursache aber schon und ich sehe während der ersten von vier Runden keine Grund den IRONMAN Vichy 2017 tatsächlich zu Ende zu machen. Meine Motivation ist in diesen Momenten am Boden. Die Emotionen fahren Achterbahn. In der nächsten Verpflegung gehe ich wieder, nehme erneut zwei Orangen und trinke ein paar Schluck Cola. Nur diesmal erkennt mich eine Helferin begeistert aus dem Vorjahr und verwickelt mich in ein kurzes Gespräch. „Wir sehen uns ohnehin noch dreimal“, ruft sie auf französisch und ich laufe inutitiv weiter.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

WENN DU DENKST ES GEHT NICHT MEHR – DNF IS NO OPTION!

In diesem Moment war mir klar, dass ich diesen dritten Ironman in zwei Jahren zu Ende bringen werde. Mein primäres Ziels von neun Stunde konnte ich in diesem Zustand längst nicht mehr erreichen. Plan B, das Podium war trotz der aktuell sechsten Position auch nicht mehr zu schaffen. Doch der Tag ist noch lange und auf der Strecke eine ganze Menge motivierter und freundlicher Helfer, mit denen ich in jeder Runde ein paar Worte wechseln konnte. Dazu kommen mit jeder Runde immer mehr Triathleten auf die Laufstrecke, die ich überhole, die mich überholen oder mit denen ich ein paar Kilometer gemeinsam laufe.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Die letzten Kilometer vor dem erfolgreichen Finish © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Die letzten Kilometer vor dem erfolgreichen Finish © Moritz Werner

 
Aber vor allem sind da zusammen mit einem sportbegeisterten französischem Publikum auch meine ganz besonderenSupporter an der Strecke, die besonders eines erwarten dürfen und verdient haben: DID NOT FINISH IS NO OPTION! Oder wie mein besonderers guter, leider viel zu früh verstorbener Freund Stephan stets gesagt hat, wenn’s mal wieder hart und auswegslos schien: „Wenn du denkst es geht nicht mehr, komt von fern ein Lichtlein her, …!“ Ich danke Dir und nach fast zehn Stunden und zehn Minuten gehe ich schließlich über die Zielline.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

RESUMÉE IRONMAN VICHY 2017

Ich habe es wohl ignoriert oder ignorieren wollen, dass ich mir schon in den Tagen vor dem IRONMAN Vichy 2017 einen Magen-Darm-Virus eingefangen habe. Trotz meiner vielen Erfahrung. Ich bin dennoch in das Rennen gestartet als wäre ich zu hundert Prozent fit. Das könnte ein Fehler gewesen sein und ich hätte vorab Maßnahmen egreifen können. Allerdings welche? Es könnt aber auch genau die richtige Entscheidung gewesen sein können, denn bis zu Hälfte des Rennens lief es im Grunde gut und vielleicht gerade deshalb. Ich wäre so oder so an den Start gegangen, denn nichts sprach offensichtlich dagegen. Meine erbrachte Leistung entsprach zwar nicht meinen Erwartungen und Möglichkeiten, es war unter diesen Umständen allerdings die einzige mögliche Leistung, die zu erwarten war. Am Ende des Tages ist das Finish der Erfolg und wenn der Schmerz vergeht dann kommt der Stolz.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

DANKE ET MERCI À TOUS

Ein Projekt, wie den IRONMAN Vichy 2017 kann man kaum alleine erfolgreiche ohne der entsprechenden Unterstützung von Familie und Freunden, einem guten Trainer und eventuell Physiotherapeuten oder auch einem guten Radmechaniker bestreiten. Für einen IRONMAN und besonders den langen Weg dorthin braucht es einige gute und interessierte Menschen für ein positives soziales Umfeld mit Geduld und Leidensfähigkeit, wenn eine Langdistanz in unter neun oder höchstens zehn Stunden von Erfolg gekrönt sein soll. Selbst dann bleiben noch immer einige Faktoren, die man selbst nicht unbedingt kontrollieren kann oder im Griff hat, wie sich wieder einmal gezeigt hat. Eine Langdistanz ist anders als jeder andere Triathlon, sie folgt eigenen Gesetzen und ist auch stets eine wunderbare Überraschungskiste. Ganz egal was am Ende dabei herauskommt, alleine wäre man nicht so weit gekommen Deshalb gilt mein besonderer Dank von ganzem Herzen meiner Frau Kerstin und meinem Sohn Simon für Ihre tatkräftigte und emotionale Unterstützung. Auch meinen Freunden und Trainingspartnern, die mich immer wieder motiviert und bei meinen Trainingseinheiten begleitet haben, danke Moritz und Orhan.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Unbegreiflich und glückliche Momente nach einer unerwartet harten und emotionalen Langdistanz © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Unbegreiflich und glückliche Momente nach einer unerwartet harten und emotionalen Langdistanz © Moritz Werner

 
Nur mit einer perfekt funktionierenden Technik ist die zweite Disziplin pannenfrei zu bewältigen und so lief auch in diesem Jahr mein CANYON Speedmax wie geschmiert und rollte mit dem neuen Scheibenrad, der MAVIC Comet richtig schnell über den Asphalt. Danke für die professionelle Unterstützung an Mathias Jooss von MAVIC und an Pascal Ketterer vom Radlabor München für die spontane Optimierung meiner Sitzposition, die gemeinsam erneut für eine der schärfsten Zeitfahrwaffen in der zweiten Disziplin gesorgt haben. Mit ULTRASPORTS sollte die Verpflegung und Energieversorgung diesmal das i-Tüpfelchen sein, es gab allerdings schon im Vorfeld Probleme mit dem Stoffwechsel, so dass hier noch Nachholbedarf ist. Dennoch danke an Nils Grote und Wolfgang Feil für die gute Versorgung mit exzellenten Nahrungsergänzungsprodukten.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Alles für diesen einen, ganz besonderen Moment © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Alles für diesen einen, ganz besonderen Moment © Moritz Werner

 
Doch alles das könnte nicht zum Einsatz kommen, gäbe es da nicht eine Menge freiwilliger Helfer während solch eines langen Tages entlang der Strecke und eine extrem professionelle Organisation: Amandine und Gael Mainard, ihr habt mit der dritten Auflage des IRONMAN Vichy 2017 und der ersten ohne Profis erneut alle Erwartungen übertroffen und eine grossartige Langdistanz durch die Auvergne und im wohl zauberhaftesten Städtchen im Herzen Frankreichs organisiert. DANKE!
Amandine et Gael Mainard, vous avez dépassé toutes les attentes avec le troisième IRONMAN Vichy 2017 et le premier sans triathlètes professionnels. Vous avez organisé une grande distance longue de triathlon par l’Auvergne et dans la ville la plus charmante au coeur de la France. MERCI BEAUCOUP!

Einen möchte ich an dieser Stelle noch ganz besonders erwähnen, denn schließlich hat er mir und manch anderen Triathleten an diesem Tag sicherlich zu großer Erleichterung verholfen. Danke Monsieur Dixie, denn was rein kommt, muss auch wieder raus!
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Vier Mal geht's durch die Galerien der historischen Altstadt vorbei an der alten Oper © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Vier Mal geht’s durch die Galerien der historischen Altstadt vorbei an der alten Oper © Moritz Werner

 
Den Rücken wollen wir Vichy trotz der Verlängerung aber nicht kehren– noch nicht. Denn das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen!

THE IRONMAN VICHY 2017 – CLIP

 

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Mehr Informationen

 

HERE ist the link to the IRONMAN VICHY 2017 – CLIP in case the video above won’t work

 

MY IRONMAN VICHY 2016 RESULT

2017 / 2016 (Vergleich)
STARTNUMMER 111 / 1446
AGE GROUP M45-49 / M45-49
STARTZEIT 6:50 Uhr / 7:00 Uhr
ROLLING START 4 Athleten pro 4 Sekunden
SCHWIMMEN 01:00:38 (1. AK) / 00:59:49 min (1. AK)
TRANSITION 1 00:02:40 / 00:02:46 min
RADFAHREN 04:58:58 h / 04:53:27 h
TRANSITION 2 00:04:14 / 00:03:23 min
LAUFEN 04:02:39 / 03:24:06 h
FINISH 10:09:06 h / 09:24:30 h
OVER ALL 104 / 84
INDIVIDUAL 20 / 5

SEE MY RESULT ON IRONMAN.COM
MORE DETAILED RESULTS ON MIKA TIMING

 

STUFF FOR RACING IRONMAN VICHY 2017

SWIMMING

2XU Project X Speed Suit
2XU Project X Trisuit
ZOGGS Predator Schwimmbrille
POLAR V800 GPS Multisportuhr
POLAR H7 Herzfrequenzsensor
 

CYCLING

CANYON Speedmax CF Di2 Zeitfahrrad
CONTINENTAL Schlauchreifen
FIZIK Tritone 5.5 Sattel
GIRO Inciter Tri Radschuhe
MAVIC COMET Scheibenrad & CXR80 T Laufrad
POC Cerebel Aerohelm
POLAR V650 Radcomputer
PROFILE DESIGN ATTK Food Unit
 

RUNNING

SAUCONY Freedom Laufschuh
OAKLEY EVZERO Prizm Sonnenbrille
SUGAR & PAIN Trucker SnapBack Cap
 

NUTRITION

ultraSports UltraGel
OAT SNACK Banana Bread
MYPROTEIN Maltodextrin

 
DER ERSTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER ZWEITE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER DRITTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete

 

QUELLEN

Race Report 2015
The Story 2016
IRONMAN Vichy 2017
Ville Vichy
Sugar & Pain Racing Team

 

PHOTOCREDIT

© Stefan Drexl
© Moritz Werner
© Kerstin Drexl
© Bryn Lennon / Getty Images for IRONMAN

 

THIRD TIME IS A CHARM – ALLE GUTEN DINGE SIND DREI – und so sind’s jetz nur noch Tage bis zum IRONMAN Vichy 2017. Die vergangenen acht Wochen waren sehr intensiv, wie sich’s eben gehört vor einer Langdistanz und besonders erlebnisreich. Mit den beiden traditionellen Triathlonrennen in Karlsfeld und Erlangen war ich im Juli auf der Kurzdistanz und Mitteldistanz am Start. Im August ging’s dann mit dem Rennrad in die Berge nach Südtirol, in die Schweiz und Österreich. Neben langen Trainingseinheiten habe ich noch viele Höhenmeter über manchen legendären Alpenpass, wie den Jaufenpass und das Timmelsjoch, sowie den Ofenpass und das Stilfser Joch für den Feinschliff und mentale Stärke gesammelt.

 
Seit Mittwoch sind wir in der Auvergne, dem Herzen Frankreichs angekommen und es scheint als war die Langdistanz 2016 erst gestern und 2015 letzte Woche. Same same, but different! Wir haben bei unserer Ankunft das gleiche Wetter mit strahlend blauem Himmel, den selben heissen Temperaturen von 34 Grad Celsius und sind sogar im gleichen Zimmer untergebracht. Die verbleibende Zeit bis Sonntag Morgen heisst es jetzt Beine hoch legen und erholen, kühlen Kopf bewahren und gute zu essen.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Mit Startnummer zwei als Zweiter aus dem Wasser und im Ziel Platz zwei der Altersklasse © Triathlon Karlsfeld

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Mit Startnummer zwei als Zweiter aus dem Wasser und im Ziel Platz zwei der Altersklasse © Triathlon Karlsfeld

 

IN KARLSFELD MIT STARTNUMMER ZWEI ALS ZWEITER AUS DEM WASSER

Das zehnte Mal in Folge war ich in diesem Jahr beim Triathlon Karlsfeld über die Kurzdistanz am Start. Das bescherte mir von Veranstalter Dieter Asböck zu meiner Freude überraschend die Startnummer zwei und das sogar vor Triathlonprofi Johannes Moldan. Natürlich wollte ich zumindest über die 1500 Meter Schwimme im 21,5 Grad warmen Karlsfelder See dem etwas gerecht werden und so kam ich als Zweiter hinter Profi Moldan mit nur 44 Sekunden Abstand aus dem Wasser. Durch mein fehlendes Tapering in der Vorwoche fehlten über die 45 Kilometer auf dem Rad noch ein paar Prozent Druck in den Beinen und so war durch die übermässig verbrauchte Energie zusammen mit den schwülen Temperaturen auf den 10,5 Kilometern nur noch an ein flottes auslaufen zu denken.

Es reichte mir immerhin noch zu einem 2. Platz in meiner Altersklasse und ich konnte nach diesem Rennen zumindest hinter die Auftaktdisziplin einen Haken setzen. Besonders habe ich mich an diesem Tag aber für meinen Athleten Jakob Heindl gefreut, der mit einem zweiten Platz gesamt hinter Johannes Moldan seine starke Rad- und Laufform demonstriert aber endlich auch gute Schwimmleistung abgeliefert hat.

 

LETZTER TEST AUF DER MITTELDISTANZ HINTERLÄSST FRAGEZEICHEN

Vierzehn Tag darauf sind wir kurz entschlossen noch nach Erlangen, um über die Mitteldistanz des Erlanger Triathlon zu starten. Im Jahr 2015 wurde ich dort gesamt Vierter. Angesichts meiner Vorbereitung auf den IRONMAN Vichy 2017 und dem diesmal sehr starken Teilnehmerfeld war im Grunde im Vorfeld klar, dass eine solch tolle Platzierung nur mit viel Glück drin sein würde. Ich wollte aber einerseits wissen, was auf dem Rad möglich ist, denn im Radlabor München habe ich mit Pascal noch einmal die Sitzposition optimiert. Andererseits wollte ich ein Gefühl für die geplante IRONMAN-Pace bekommen und den Halbmarathon entsprechend laufen. Aus dem Main-Donau-Kanal kam ich schließlich nach 28:15 Minuten über 2000 Meter und bin als Sechster auf den Sattel meines Zeitfahrrades geschwungen.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Optimierung der Sitzpolsition für die Langdistanz im Radlanbor München © Pascal Ketterer

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Optimierung der Sitzpolsition für die Langdistanz im Radlanbor München © Pascal Ketterer

 
Mit einer durchschnittlicher Speed von 38,8 km/h über die zwei Radrunden mit 80 Kilometer habe ich schließlich an Position 14 in die Laufschuhe gewechselt. Für die 21 Kilometer habe ich natürlich vorher Laufsocken angezogen, auch um den Wechsel und Ablauf für die Langdistanz zu üben. Doch schon nach wenigen Kilometern haben sich meine Füsse ähnliche wie zuletzt in Lauingen angefühlt und die Fusssohlen zu brennen begonnen, trotz anderer Socken. Ich versuchte es so lange wie möglich zu ignorieren, an den Verpflegungsstellen ging ich ein paar Meter obwohl es muskulär und energetisch keinen Anlass gab. Das linderte zwar diesen brennenden Schmerz aber kostete auch Zeit und Platzierungen. Nach der Hälfte des Halbmarathons nahm ich raus, um die Gefahr einer Verletzung oder Muskelverhärtung zu vermeiden, schließlich wollte ich meine großes Ziel nicht gefährden. So wurde erneut Zweiter meiner Altersklasse und konnte zumindest hinter die zweite Disziplin jetzt auch einen Haken setzen.

 

REGEN BRINGT SEGEN UND MENTALE STÄRKE

Nach einer Woche der Regeneration bin ich für ein intensives Radwochenenden ins Zillertal gefahren, um unter anderem meinen Freund Moritz wieder zu treffen. Intensiv waren bei der Hinfahrt am Freitag von München über 180 Kilometer mit Valepp, Spitzing und Thiersee weniger die Berge und die Hitze als die abschliessenden 60 Kilometer im Regen. Die erste Einheit im Sinne mentaler Härte. Nachdem wir komplett durchgespült Stumm im Zillertal erreicht haben, war die Schwimmeinheit damit auch absolviert.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Der Spitzingsattel über das Valepp lohnt immer, auch auf dem Weg ins Zillertal © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Der Spitzingsattel über das Valepp lohnt immer, auch auf dem Weg ins Zillertal © Stefan Drexl

 
Am Samstag habe ich mir dann bei Sonnenschein und erneut warmen Temperaturen das Triple der Stauseen am Talende vorgenommen. Nach Schlegeis mit bis zu 14 Prozent Steigung und Zillergrund mit zwölf lies ich das Stillup aufggrund des Wetterumschwungs lieber links liegen und ersetzte es mit 20 Kilometer im Wettkampftempo zurück zur Unterkunft. Nur fünf Kilometer vor dem Ziel wurde dann aus ein paar Regentropfen das heftigtste Gewitter des Jahres im Zillertal mit Überflutungen und zahlreichen Muhrenabgängen. Auf dem kurzen Heimweg wurde ich genauso nass wie tagszuvor. Nach einem Halbmarathon im Dauerregen am nächsten Tag wurden wir am Montag endlich mit durchgängi Sonnenschein und moderaten 22 Grad belohnt, die wir nach einer frühen Schwimmeinheit für eine Tour nach Brandenberg und zu den Reintaler Seen nutzen. So haben wir in vier Tagen dennoch zwölf Kilometer im Wasser, 400 Radkilometer, 40 Kilometer laufen, wenn auch meist in nassen Schuhen zurück gelegt. Ganz besonders aber hat’s den Kopf gewaschen und den Willen gestärkt.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von der Abfahrt des Jaufenpasses geht's direkt in den Anstieg über 29 km zum Timmelsjoch hinauf © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von der Abfahrt des Jaufenpasses geht’s direkt in den Anstieg über 29 km zum Timmelsjoch hinauf © Stefan Drexl

 

DIE KÖNIGSETAPPEN ZU TIMMELSJOCH UND STILFSER JOCH FÜR DAS I-TÜPFELCHEN

Das Beste zum Schluss, mit dieser Philosophie bin ich für zwei der letzten Radeinheiten wieder einmal ins zauberhafte Südtirol gefahren. Mit der ersten stabilen Wetterlage über dem Alpenhauptkamm habe ich mir die große Rundtour des Ötztaler Radmarathons vorgenommen. Die Strecke von Zirl im Inntal über Axams zum Brennerpass, von Sterzing über den Jaufenpass (2094 m) ins Passeiertal und dann hinauf zum Timmelsjoch hat nicht nur mehr als 5000 Höhenmeter sondern einen vielseitig hochalpine Landschaft um die Ötztaler Alpen zu bieten. Wir waren an diesem Sonntag leider etwas zu spät gestartet, so dass wir aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr das Kühtai mitnehmen konnten und das Ziel Ötz am Ende des Tals war. Dieses war der erste Streich, …
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Beeindruckende Bergkulisse am Anstieg zum Timmelsjoch © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Beeindruckende Bergkulisse am Anstieg zum Timmelsjoch © Stefan Drexl

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Nach Brenner und Jaufenpass der dritte und höchste Strassenpass der Ötztaler Runde, das Timmelsjoch © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Nach Brenner und Jaufenpass der dritte und höchste Strassenpass der Ötztaler Runde, das Timmelsjoch © Stefan Drexl

 
… der Zweite folgte mit dem Stilfser Joch zwei Tage später zugleich. Was mir 2016 noch wegen eines Wetterumschwungs verwehrt war, das war mir in diesem Jahr endlich möglich. Vom Startort Glurns gings als erster auf den Ofenpass (2149 m) hinauf und dann hinunter Richtung Zernez ab vorher rechts ab durch den Tunnel nach Livigno.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Auf dem Weg zum Stilfserjoch von Livigno sind der Passo d'Eira und del Foscagno zu überfahren © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Auf dem Weg zum Stilfserjoch von Livigno sind der Passo d’Eira und del Foscagno zu überfahren © Stefan Drexl

 
Weiter über den Passo d’Eira und Passo di Foscagno hinüber nach Bormio von wo es schließlich über 36 Kehren auf 22 Kilometern mit durchschnittlich 12% Steigung zum Stilfser Joch auf 2757 m hinauf ging, dem zweithöchsten asphaltierten Alpenpass nach den Col de l’Iseran. Nach zwei Cappuccini rollte es dann über die legandäre Südrampe wieder hinunter ins Vinschgau nach Prad und zurüch nach Glurns.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von Bormio zum Stilfserjoch sind's 36 Kehren, nach der Hälfte des Anstiegs mit dem steilsten Teilstück von 14% sind schon neun geschafft © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von Bormio zum Stilfserjoch sind’s 36 Kehren, nach der Hälfte des Anstiegs mit dem steilsten Teilstück von 14% sind schon neun geschafft © Stefan Drexl

 

DAS BESTE ZUM SCHLUSS

Mit diesen beiden letzten, wunderbaren Touren und den Wochen zuvor mit Zillertal, Erlangen und Karlsfeld war alles getan, was zu tun war und ich begann mit dem Tapering für meinen dritten IRONMAN Vichy 2017. Es gab bisher keinerlei Verletzungen, keine Stürze und erneut ein Jahr, eine Saison ohne Krankheiten und in bester Gesundheit dank der optimalen Balance von Work, Life und Training.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Im letzten Drittel hinauf zum Passo dello Stelvio kommt der Umbrail Pass von Santa Maria © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Im letzten Drittel hinauf zum Passo dello Stelvio kommt der Umbrail Pass von Santa Maria © Stefan Drexl

 
Nur wenn Belastung und Erholung stets optimal an den persönlichen Gegebenheiten angepasst sind, wenn Gleichgewicht und Wohlbefinden stimmen, nur dann ist man in der Lage durch ein individuelles Training, mit der richtigen Ernährung und mit etwas Disziplin seine persönlichen Ziele erfolgreich zu erreichen.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Es ist vollbracht - die Königsetappe der Radsaison und Vorbereitung auf den IRONMAN Vichy 2017 © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Es ist vollbracht – die Königsetappe der Radsaison und Vorbereitung auf den IRONMAN Vichy 2017 © Stefan Drexl

 
Ich habe in den vergangenen acht Monaten sehr viele neue Erfahrungen sammeln können, lange Bewährtes hinterfragt, einiges Neues ausprobiert, manche Dinge wieder verworfen und manches etabliert. Ich habe auf meinem langen Weg im Wasser, auf dem Rad und zu Fuss wieder eine Menge dazu gelernt, tolle Gespräche geführt und neue Freunde gewonnen. Einige Athleten haben meinen Weg gekreuzt und mich begleitet, mancher kurz und andere länger, doch alle haben daran irgendwie Teil gehabt..
 
Das Ziel, es war das Gleiche, aber der Weg war ein anderer. Nur wer neue Wege geht, der kann eigene Spuren hinterlassen und neue Erkennntnisse gewinnen. Drei Tage vor meiner dritten Langdistanz haber ich dieses erste Ziel bereits erreicht und kann am kommenden Sonntag noch einen Punkt dahintersetzen. Keiner weiss, wie es ab 6:50 Uhr morgens laufen wird, was der Tag alles bringen wird. Aber eines ist gewiss, ich werde wieder eine Menge lernen und bin allen dankbar, die mich dabei unterstützt haben. DENN ERFOLG IST KEIN ZUFALL UND DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS!
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Jetzt ist es an der Zeit, dass es los geht, werde wieder eine Menge Erfahrungen sammeln und bin allen dankbar, die mich dabei unterstützen © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Jetzt ist es an der Zeit, dass es los geht, werde wieder eine Menge Erfahrungen sammeln und bin allen dankbar, die mich dabei unterstützen © Kerstin Drexl

 
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RACEWEEK, sieben Tage vor dem Saisonkracher, dem IRONMAN Vichy 2017 und der Blick zurück, zeigt mir klar und deutlich, welche langen Weg man zurückgelegt und großartiges erlebt hat. Nach dem Trainingscamp in der Toskana und drei Wochen Regeneration startete Mitte Mai endlich die Triathlon Saison und damit die zweite Vorbereitungsphase auf den IRONMAN Vichy 2017. Einmal mehr war der legendäre Heidesee Triathlon des DTU Jugend Cups und für Simon der erste nationale Formtest. Für mich war die Kurzdistanz im badischem Forst der Auftakt einer fünfwöchigen Wettkampfphase an dessen Ende die Triathlon Mitteldistanz Lauingen mit dem Sieg meiner Altersklasse stand. Im darauf folgenden Trainingsblock waren große Umfänge in allen drei Disziplinen und knackige Intervalle auf dem Trainingsplan, die wir unter anderem im Chiemgau und Tirol absolvierten. Mit dem Karlsfeld Race und der Mitteldistanz des Triathlon Erlangen konnte ich diese harte Trainingsphase erfolgreich abschliessen. Seven Days, one Week to go!

 
Die legendäre Kurzdistanz des Heidesee Triathlon haben in der Vergangenheit zahlreiche Profis als ersten Formtest der jungen Saison genutzt. Darunter der neunmalige Ironman Gewinner Timo Bracht oder Thomas Hellriegel, Hawaii Sieger 1997 und der Ironman Weltmeister 2014, Sebastian Kienle. Mit Horst Reichel stand 2017 wieder ein deutscher Triathlon-Profi am Start und das ist natürlich immer zusätzliche Motivation. Für Simon jedoch war zuvor der Start des DTU Jugend Cups in dem er erstmals mit den Junioren ins Rennen ging.

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Ein letzter Wink bevor es zum Saison-Opening 2017 an den Start geht © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Ein letzter Wink bevor es zum Saison-Opening 2017 an den Start geht © Kerstin Drexl

 

SAISON-OPENING MIT HEIDEN SPASS UND TEAMGEIST

Als einer der schnellsten Schwimmer war die Erwartung natürlich groß, unseren frisch gebackenen, 18-Jährigen Sohn wieder mit der ersten Gruppe aus dem Wasser kommen zu sehen. Dem wurde der bayerische Meister von 2016 auch voll gerecht, doch wie sich die Sprintdistanz der Junioren dann entwickelte, damit hatte keiner gerechnet. Den Race Report zum Saison-Opening 2017 am Heidesee kannst Du hier lesen.

 
Mit insgesamt zwei Sprintdistanzen, zwei Kurzdistanzen und einer Mitteldistanz innerhalb von fünf Wochen war der Start in die Triathlonsaison 2017 recht ordentlich. Fünf Triathlon-Wettkämpfe das reicht für die meisten Athleten schonin einer Saison. Doch meine Teilnahme an einer der Sprintdistanzen, war eher kurzfristig, um das SCPE Triathlon Team als fünfter Mann in der Triathlon Regionalliga Bayern zu unterstützen. Eine sehr intensive Erfahrung mit nachhaltigem Trainingseffekt, wie sich besonders auf der Laufstrecke im Nachhinein herausstellen sollte. Hier der Race Report zum Start in die Triathlon Regional Liga Bayern.

 
Nach dem Heidesee Triathlon, dem Super- und Teamsprint von Weiden, sowie einer Sprintdistanz in Trebgast war es an der Zeit mich endlich wieder auf den Sattel der Zeitfahrmaschine zu schwingen bevor dann mit der Triathlon Mitteldistanz Lauingen das erste Highlight auf dem Saisonplan stand. Ich suchte mir deshalb kurzfristig noch eine nahegelegene Kurzdistanz und wurde im österreichischen Kirchbichl fündig. Eine Kurzdistanz der besonderen Art, betrachtet man nur die Fakten, aber auch ein besonders gut organisierter Triathlon, der wiederum einige Profis, wie Thomas Steger oder Andreas Giglmayr lockte: 4,5 Runden schwimmen für 1500 Meter, zwei Runden Radfahren à 20 Kilometer mit zweimal 18% Steigung über zwei Kilometer und vier Runden laufen für fast 11 Kilometer mit insgesamt 200 Höhenmetern. Recht knackig nach drei Rennen innerhalb von drei Wochen in den Beinen und als Vorbereitung auf eine durchwegs flache Mitteldistanz im schwäbischen Lauingen.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

 

WENN DIE SONNE KNALLT UND DER MOTOR QUALMT

Das Schwimmen war entgegen der Erwartungen bei 4,5 Runden ein richtiger Spaß. Natürlich ohne Neopren, denn die Badewanne von Kirchbichl hatte fast 25 Grad. Nach etwas mehr als 330 Metern war stets Landgang und das Publikum hat ordentlich angefeuert. Nach zwei Runden begannen natürlich die Überrundungen, doch dank der disziplinierten Teilnehmer war der Weg aussen herum frei und absolut problemlos. Ich kam als fünfter hinter den Pros aus dem Wasser und nach einem schnellen Wechsel, wie immer, ging’s volldampf zum ersten Mal in den 19-prozentigen Anstieg hinein.

 
Ich war mir anfangs nicht sicher, ob noch das Wasser vom Schwimmen ins Visier tropfte oder der Schweiß unter dem heißen Helm. Zusätzlich zu den heissen Temperaturen knallte auch die Sonne in den Hang. Dennoch, der Druck auf dem Pedal war ordentlich und auch die zweite Radrunde lief, wie geschmiert. Allerdings hatte ich währenddessen bereits einen Liter meiner Flaschen geleert, ein deutliches Zeichen der schwülen Witterung., schließlich brauchte der qualmende Motor regelmäßig Kühlung. Nach der ersten Laufrunde (2,5 km) war dann der Motor heiß gelaufen und ich nutzte die Verpflegung vor dem Anstieg zur intensiven Kühlung. Dennoch war das mental kein Problem, denn mehr hatte ich ohnehin nicht erwartet und bis dahin war ich richtig zufrieden. Es war zudem ein Platz auf dem Stockerl in der Altersklasse, gesamt der 11. Platz und jetzt etwas Zeit zu regenerieren.

 

HEISSESR LAUFSTIL IM SCHWABENLAND

Die Triathlon Lauingen war das erste Highlight auf dem Saisonplan, Abschluss der ersten Wettkampfphase. Die Mitteldistanz war zudem ein erster Indikator, um im Juni und Juli an weiteren Stellschrauben für die Langdistanz drehen zu können. Das Teilnehmerfeld über die 2250 Meter Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen ist rund um die schwäbische Klosterstadt zwar übersichtlich aber traditionell stark besetzt. So ist auch Christian Brader wieder am Start um die Schwäbische Meisterschaft gewesen, während Faris Al-Sultan als Läufer einer Staffel auf die Strecke ging und sogar Nicole Leder sich auf die Sprintditanz traute. Thomas Hellriegel musste aufgrund einer Verletzung diesmal leider Absagen.

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Heisse Sohle © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Heisse Sohle © Kerstin Drexl

 
Es war mein dritter Start in Lauingen und so konnte ich mit einem sehr schnellen Schwimmen über drei Runden à 750 nach 30:51 Minuten erneut als Erster aus dem Auwaldsee, gemeinsam mit Christian Brader steigen. Wir hatten uns in jeder Runde in der Führung abgewechselt und einen satten Vorsprung herausgeschwommen. Von den vier flachen Radrunden war auf den ersten 20 Kilometern noch etwas Müdigkeit in den Beinen, die während der verbeleibenden 60 Kilometern dann wich. Nach zwei Stunden wechselte ich in der 750 Meter langen Wechselzone vom in meine Laufschuhe bevor ich durch die historische Altstadt hinunter entlang der Donau auf die letzten 21 Kilometer lief.

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Saisonauftakt im badischen Forst - Triathlon Kurzsdistanz Heidesee © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Saisonauftakt im badischen Forst – Triathlon Kurzsdistanz Heidesee © Kerstin Drexl

 
Doch gleich zu Beginn brannten die Fusssohlen und die Laufschuhe schienen zu eng, ein bisher eher seltenes Problem und mir bei dem erfahrungsgemäß optimalen und schon viel eingesetzten Setup unerklärlich. Ich musste ein paar Mal anhalten, die Laufschuhe aus und wieder anziehen, um die Bänder zu lockern, doch es half alles nichts. Das kostet natürlich Zeit und trotz des ständigen Gefühls jederzeit einen Wadenkrampf zu bekommen, lief ich den gesamten Halbmarathon letztendlich mit Feuer unter den Füssen in 1:30 Stunden. Ich möchte nicht wissen, wie der heisse Laufstil ausgesehen hat. Auf den letzten Kilometern konnte ich mir dann zum Glück doch noch den Sieg der Altersklasse sichern und insgesamt den 12. Platz. Christian Brader, auf dem Rad und in den Laufschuhen stark, wie die schwäbsche Eisebahn, hat die Triathlon Mitteldistanz Lauingen 2017 gewonnen. Den Grund meiner brennenden Füsse konnte ich jedoch nicht herausfinden und es sollte mich noch einmal erwischen.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check In des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de

 

SCHRAUBEN DREHEN IN DER REGENERATION

Mit diesem Resultat ging erste einmal in die verdiente Regeneration und Saisonpause. Vier Wochen für Erholung, und Analyse, um die Erfahrungen und Erkenntnisse umzusetzen und im nächsten Trainingsblock an den Stellschrauben zu drehen. Mittlerweile war Sommer in München, noch zehn Wochen bis zum IRONMAN Vichy 2017.

 
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Am Anfang scheint es eine Ewigkeit, über viele Monate, zahlreiche Wochen, unzählige Tage und Stunden Training, manchmal mit Freunden, aber meist alleine, stets an der Seite des inneren Schweinhundes, um die Leistungsfähigkeit und mentale Stärke zu verbessern: Swim, Bike, Run – Eat, Sleep & Repeat! Mit viel Disziplin und der richtigen Balance von Belastung und Regeneration, von sportlichem Training nebendem beruflichen und sozialem Alltag, um einen Langdistanz Triathleten aus sich zu machen. Und dann sind’s plötzlich nur noch zehn Tage bis zum Saison-Highlight und dem IRONMAN Vichy 2017. Der Countdown zum Showdown.

 

Vor zwei Jahren war es die Erste in 25 Jahren Triathlon und jetzt wird’s mit dem IRONMAN Vichy 2017 bereits die dritte Langdistanz sein, erneut oder noch einmal im bezaubernden Städtchen Vichy, Auvergne. Eigentlich sollte es 2015 auch der einzige Ironman werden, doch manchmal kommt es anders als man denkt. Wie es nun doch soweit kommen konnte, das könnt ihr in meinem Race Report 2015 und The Story 2016 lesen.

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Die Lust auf's Rennrad wuchs nach den vielen Trainingseinheiten auf den Skating Latten © Simon Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Die Lust auf’s Rennrad wuchs nach den vielen Trainingseinheiten auf den Skating Latten © Simon Drexl

 

Der Winter sollte endlich mal wieder voll und ganz dem Wintersport gehören, möglichst viele Tage im Schnee und entspannt auf dem Brett den Pulver an den Hängen. Aber der Schnee kam nicht, zumindest nicht so, wie erhofft und ausreichend, um in den Bergen schöne Touren zu gehen. Als Frau Holle dann doch ein Einsehen hatte, überwarf sie sich mit Flocken und Wind in Hülle und Fülle, so dass dennoch keine Touren möglich waren, jetzt aber aufgrund anhaltend hoher Lawinengefahr. Ich blieb also im Tal und nahm die Skating Ski um wenigstens ein paar Tage im Schnee zu sammeln, daraus wurden dann mehrere Wochen und so stieg die Formkurve nach der langen Saisonpause im Herbst allmählich an und die Freude wuchs natürlich ebenso.

 

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ERSTE ANZEICHEN FÜR DAS TRIPLE BEIM IRONMAN VICHY 2017

Mitte Februar klingelte dann das Telefon und mein Freund Moritz erzählte mir von seinen Mallorca-Plänen mit unserem gemeinsamen Radfreund Orhan. Zehn Tage Trainingslager auf der Baleareninsel Anfang März, über 1200 Kilometer und knapp 10.000 Höhenmetern mit ambitionierten Rennradfahrern, absoluten Puristen. Das waren gute Aussichten und ein perfektes Timing, dachte ich mir. Denn längst wieder stand die Insel auf meinem Plan. Zudem war die Lust groß mich nach den vielen Trainingseinheiten auf den Skating Latten und der schlechten Witterung endlich wieder bei Sonneschein in kurzen Hosen auf’s Rennrad zu schwingen. Ich buchte also spontan einen Flug und ein Zimmer im Club Polentia und konnte mit Sven sogar noch einen meiner Athleten motivieren kurzfristig nach Mallorca mitzukommen.

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Schon um 10 Uhr am Beckenrand des Club Polentia bis die Crew komplett war © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Schon um 10 Uhr am Beckenrand des Club Polentia bis die Crew komplett war © Stefan Drexl

 

Wir flogen also Ende KW 09 mit dem ersten Flug um sechs Uhr morgens von München nach Palma und weiter mit dem Bus an die Nordküste Mallorcas nach Polentia. Und so standen wir um 10 Uhr am Beckenrand eines der beiden 25 Meter Pools, bereit für die erste Schwimmeinheit bis die Crew dann mittags komplett war. Das zu einem Zeitpunkt im Trainingsjahr, wo man genau diese Impulse und Reize setzt, wenn für Mitte des Jahres eine Langdistanz, wie der IRONMAN Vichy 2017 geplant ist. Erste Anzeichen?

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Die erste kleine, lockere Einrollrunde gemeinsam mit der zwölfmannstarken Trainingsgruppe zum akklimatisieren: 120 KM © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Die erste kleine, lockere Einrollrunde gemeinsam mit der zwölfmannstarken Trainingsgruppe zum akklimatisieren: 120 KM © Stefan Drexl

 

Unsere Rennräder haben wir bei Bikeexperience Mallorca organisiert und wurden ebenso um 12 Uhr vom Inhaber persönlich aus Sineo gebracht. Ein großartiger Service und mit einem nagelneuen Giant TCR Advanced 1 LTD mit aktueller Shimano Ultegra Gruppe ein super Bike. Für den kurzen Zeitraum bis zehn Tage rechnet sich das und macht weniger Stress als das eigene Rennrad im Flugzeug zu transportieren, zu zerlegen und wieder aufzubauen. Nach einem kleinen Lunch war pünktlich um zwei Uhr Nachmittag eine kleine und lockere Einrollrunde mit der zwölfmannstarken Trainingsgruppe geplant: 120 Kilometer, schließlich waren wir hier unter Rennradfahrern und nicht im Triathlon Camp. Wie dann wohl die Radumfänge der nächsten Tage aussehen würden, wenn der Auftakt schon derart üppig war?

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Die Cobra von Sa Calobra - wie eine Schlange windet sich die Straße entlang der Berge vom Port Calobra hinauf zum Coll dels Reis © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Die Cobra von Sa Calobra – wie eine Schlange windet sich die Straße entlang der Berge vom Port Calobra hinauf zum Coll dels Reis © Stefan Drexl

 

VON SA CALOBRA NACH LA SASSA

Was soll ich sagen, es war mit den Klassikern nach Arta und Portocolom, nach Sant Salvador und Randa oder nach Soller, Puig, Sa Calobra und natürlich Cap Formentor natürlich in Streckenlänge und Höhenmeter ausbaufähig. Schwimmen in einem der beiden 25 Meter Becken und Laufen organisierten wir um unsere langen und vielen Radeinheiten herum selbst. Um so effizienter, entweder kurz und knackig, regenerativ oder auch koppeln waren dann die Trainingseinheiten im Wasser und in den Laufschuhen dann, denn natürlich lag der Fokus auf dem Rennrad. So früh im Jahr kann ich solch einen Trainingsblock mit intensiven Radkilometer und Umfängen durchaus empfehlen. Es ist eine gute Option nach den ersten Trainingswochen während der nasskalten Wintermonaten in der Heimat ordentlich Kilometer in wärmeren Gefilden zu sammeln.

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Das SUGAR & PAIN Racing Team in Canetto im Toskana Triathlon Camp © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Das SUGAR & PAIN Racing Team in Canetto im Toskana Triathlon Camp © Stefan Drexl

 

Nach dem Trainingscamp war vor dem Trainingscamp, denn schon vier Wochen nach der Rückkehr aus Mallorca standen zwei Wochen in der Toskana zusammen mit dem SUGAR & PAIN Racing Team auf dem Trainingsplan. Es ging so mit etwas Zeit zur Regeneration und Adaption fast nahtlos von Sa Calobra nach La Sassa. Doch anders als auf Mallorca im Club Polentia haben wir uns bei Cecina in kleine Bungalows mit Selbstversorgung eingemietet. Das erleichtert die Organisation, weil wir nicht an feste Essenszeiten gebunden sind, sorgt für eine flexiblere Trainingsplanung und ist wesentlich günstiger. Zudem kann man so die Ernährung optimaler und individueller planen, was bei den gesteigerten und intensiveren Trainingsumfängen zu dieser Jahreszeit durchaus sinnvoll ist. Geprägt von den vielen Radkilometern auf der Baleareninsel war das Team skeptisch was es in der Toskana erwarten würde.

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Wer viele Kilometer mit dem Rennrad absolviert, der braucht viel Espresso © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Wer viele Kilometer mit dem Rennrad absolviert, der braucht viel Espresso © Stefan Drexl

 

Doch während der 14 Tage an der italienischen Westküste galt es alle drei Disziplinen, Schwimmen, Radfahren und Laufen ausgewogen zu trainieren. Wasser stand uns auf dem Gelände des Cecinella oder im örtlichen Hallenbad von Cecina zur Verfügung, das in Deutschland wohl längst einem Neubau hätte weichen müssen. Verschiedene Laufstrecken unterschiedlicher Streckenlängen gab es im Pinienwald entlang des Meeres. Natürlich standen auch längere Einheiten mit dem Rennrad auf dem Trainingsplan, denn das Saison-Highlight der meisten Athleten ist eine Mitteldistanz oder Langdistanz. Prägende Schlüsselerleinheiten, physiologisch und besonders psychologisch, wurden für die gesamte Mannschaft das Kraftausdauertraining hinauf nach La Sassa. Ein fünf Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich zehn Prozent zu einem kleinen Bergdorf vier Mal hintereinander.

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Prägende Schlüsselerleinheiten, waren die Kraftausdauertraining hinauf nach La Sassa: 5 km mit Ø 10% © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Prägende Schlüsselerleinheiten, waren die Kraftausdauertraining hinauf nach La Sassa: 5 km mit Ø 10% © Stefan Drexl

 

ERFOLG IST KEIN ZUFALL MIT DER RICHTIGEN TRAININGSPLANUNG

Wer sich neben Beruf und Familie ernsthaft mit einer Triathlon Langdistanz auseinandersetzt, dem wird schnell der zeitliche Aufwand für die vielen Trainingseinheiten bewußt. Eine nachhaltige Leistungsentwicklung ist für gewöhnlich ein Prozess der normalerweise über Jahre erfolgt, möchte man die Gesundheit als Freizeittriathlete nicht ausser acht lassen. Langfristig betrachtet sind die zurückgelegten Trainingskilometer und -stunden natürlich ein wichtiges Erfolgskriterium. Für ambitionierte Freizeitsportler ist das die größte Herausforderung und erfordert viel Geduld, Ruhe und Toleranz des persönlichen Umfeldes.

 

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Für den Erfolg eines solchen Projekts ist viel Disziplin und Organisationstalent erforderlich. Am besten ist es dafür mit einem erfahrenen Triathlon Coach zusammenzuarbeiten, der das Training und die wichtige Regeneration professionell plant, um perfekt am Tag X vorbereitet, gesund und hundertprozentig fit zu sein. Das nimmt vor allem den Planungsstress und vermeidet möglichen Ärger mit dem sozialen Umfeld. Es gibt Sicherheit und erhält ganz besonders die Motivation während der vielen intensiven Trainingsmonate. Ein guter Coach ist kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rundum das richtige Training und die Ernährung im Triathlon, er hilft auch bei der Jahresplanung und ist sogar psychologischer Beistand, wenn’s nicht rund läuft.

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Mit einem professionellen Triathlon Coach, der richtigen Trainingsplanung und Ernährung wird der Erfolg eines Ironmans kein Zufall © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Mit einem professionellen Triathlon Coach, der richtigen Trainingsplanung und Ernährung wird der Erfolg eines Ironmans kein Zufall © Stefan Drexl

 
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Zur Jahreshalbzeit stand für einige SUGAR & PAIN Athleten am vergangenen Sonntag, 25. Juni, mit dem Triathlon Chiemsee und Triathlon Würzburg das erste grosse Highlight über die Kurzdistanz und Mitteldistanz der Triathlonsaison 2017 auf dem Rennkalender. Jakob Heindl und Florian Sailer, sowie die Ladies Brigitte Bauer und Julia Jaenicke hatten die 2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer auf dem Rad und 20 Kilometer Laufen in Angriff genommen. Fabian Sailer startete auf der olympischen Distanz am Bayerischen Meer. Sven Pollert wagte sich in Unterfranken auf die Mitteldistanz des Triathlon Würzburg. Für uns bedeutete das somit intensiven Support an diesem Wochenende während der zeitgleich stattfindenden Wettkämpfe auf verschiedenen Distanzen in Chieming und Würzburg.

 

Nach nur einer Woche Regeneration von den Bayerischen Meisterschaften der Kurzdistanz beim Triathlon Erding und dem 4. Platz wollte Jakob Heindl mindestens sein starkes Ergebnis (11. Platz / 2. AK20) des Vorjahres wiederholen, und das bei einem diesmal wahrlich hochkarätigen Teilnehmerfeld mit einer Vielzahl an Profis. Mit Thomas Steger, dem Vorjahressieger, Markus Fachbach, Andreas Giglmayr, Michael Rünz, Markus Liebelt, Lokalmatador Julian Erhardt, Niclas Bock und den frischen Mitteldistanz Europameister Michael Raelert konnten einem durchaus die Knie weich werden. Der Bayerische Vizemeister der Duathlon Kurzdistanz seiner Altersklasse, Florian Sailer konnte aufgrund seines intensiven Studiums keinen Wettkampf in den letzten Wochen absolvieren und saß öfter über seinen Büchern und in der Uni als auf dem Rennrad. Doch so hat jeder der Altersklassen-Athleten seine ganz persönlichen alltäglichen Gegebenheiten, ob privat oder beruflich, in die er sein Triathlon-Training einbinden muss und ihn vor eine ganz individuelle Wettkampfbedingungen stellen.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Startschuss des 6. Eberl Chiemsee Triathlon in Chieming © larasch

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Startschuss des 6. Eberl Chiemsee Triathlon in Chieming © larasch


 

Internationaler Triathlonflair am Bayerischen Meer

Bereits am Samstag war Check-In für die Mittel- und Kurzdistanz des Triathlon Chiemsees bei „noch“ hoch sommerlichen Temperaturen, eher selten für einen Triathlon, der keiner der Marken Challenge oder Ironman angehört. Somit stand das Wochenende für die Akteure und uns ganz im Zeichen des Triathlons und des Chiemsees, wodurch natürlich auch der zauberhafte Ort Chieming und sein umliegenden Gemeinden profitierten. So vielen die Scharen an Triathleten nicht nur kurzfristig zum Rennen wie Heuschrecken über die Region ein und flohen wieder nach vollbrachtem Tagwerk. Die Sportelr bekamen dadurch auch einen saftige Portion bayerische Kultur und Tradition mit auf den Weg und ließen nicht nur leer Gels und Trinkflaschen zurück. Die Pressekonferenz brachte dann die Riege der Pros zusammen und den Vertretern des Volkes und der Medien entsprechend näher, was dem Chiemgau an diesem Wochenende einen internationalen Triathlonflair verlieh. Schließlich waren ein Dutzend Pros zusammen mit den Damen, wie Daniela Sämmler, Ricarda Lisk, Jenny Schulz, Beatrice Weiss oder Tamara Hitz gemeldet.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Fabian Sailer eilt nach 1500 m im stürmischen See zur Wechselzone © Fabian Sailer

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Fabian Sailer eilt nach 1500 m im stürmischen See zur Wechselzone © Fabian Sailer


 

Sturmböen zum Start des Triathlon Chiemsee

Am Sonntag war um 9 Uhr der Start der sechsten Mitteldistanz im südlichen Oberbayern am Strandbad von Chieming.
Und das trotz pünktlich einsetzender, starker Böen und Regen mit dem Start des halben Ironman, der sogar eine Boje der Schwimmstrecke aus der Verankerung riss und abtreiben liess. Vor den Triathleten lag statt des kristallklaren Wasser des Chiemsees vom Vortag nun ein aufgebrachtes Gewässer mit Wellengang und Gischt, wie man es im Grunde von der Nord- und Ostsee kennt. Dennoch hatte der See angenehmen 24 Grad zum Zeitpunkt der Temperaturmessung ergeben, was für die Kurzdistanz ein Verbot der Nutzung des Neoprenanzugs bedeutet. Trotz Neopren mussten manche Triathleten der Mitteldistanz aufgrund des starken Seegangs ihren Wettkampf bereits nach wenigen hundert Metern im Wasser aufgeben. Das restliche Feld schwamm weitflächig verteilt, teils orientierungslos aufgrund der abgetriebenen Boje die knapp 1000 Meter zur Wende hinaus. Allen voran ein unbeirrter Michael Raelert, der angesichts der Wetterbedingung schwamm als gäbe es weder Wind noch Wellen. Nach nur 25:14 Minuten kam der Rostocker bereits aus dem Wasser und hatte seiner Konkurrenz zu diesem Zeitpunkt bereits 1:20 Minuten Rückstand aufgebrummt.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Jenny Schulz hat Spaß trotz Regen und Wind, das Ziel erreicht sie als Zweite hinter Daniela Sämmler © Marc Sjoeberg - www.ingokutsche.de

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Jenny Schulz hat Spaß trotz Regen und Wind, das Ziel erreicht sie als Zweite hinter Daniela Sämmler © Marc Sjoeberg – www.ingokutsche.de


 

Jagd auf die Profis

Jakob und Flo, für die das Schwimmen „noch“ nicht zur schwächeren Disziplin zählt, stiegen fast zeitgleich zehn Minuten später aus dem Chiemsee. Ab jetzt ging’s richtig rund im wahrsten Sinne des Wortes, schliesslich waren der Radkurs zwei Mal und der Laufkurs vier Mal zu bewältigen. Beeindruckender war die beginnende Aufholjagd innerhalb der Altersklassen-Konkurrenz im „Heindl-Stil“. Jakob überrollt regelrecht das komplette Feld und jagt den Profis hinterher. Von Platz 55 nach dem Schwimmen fuhr Jakob auf Platz 16 zum zweiten Wechsel und rannte sogar an die Top Ten hin, mit jeder Runde Minute um Minute näher. Auch Flo Sailer lag optimal auf Kurs, auch wenn er deutlich mehr mit den Wetterbedingungen zu kämpfen hatte, fuhr er beherzt über die sehr nasse Radstrecke. Währenddessen erfolgte der Start für seinen Zwillingsbruder, der die 1500 Kilometer bei ähnlichen Bedingungen ohne Neopren schwimmen durfte. Auch Julia und Brigitte hatten den Kampf gegen die Elemente gut überstanden und waren froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben und endlich auf ihrem Rad zu sitzen. Mit starkem Regen, Wind und nassen Strassen galt „Safety First“ und das Risiko möglichst gering auf dem 40 Kilometer Rundkurs zu halten.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Endlich ins Ziel abbiegen nach vier Runden und 20 Kilometern: Florian Sailer finisht in 4:30 H

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Endlich ins Ziel abbiegen nach vier Runden und 20 Kilometern: Florian Sailer finisht in 4:30 H


 

Heindl stürmt auf’s Podium, Sailer knapp vorbei

Nach 2:26 Stunden über die Kurzdistanz erreichte Fabian Sailer sehr zufrieden das Ziel mit einem 34. Platz gesamt und dem 6. Platz in seiner Altersklasse. Der Sieg ging an den Profi Jan Raphael aus Hannover. Jakob und Flo kamen zu diesem Zeitpunkt zum zweiten Mal in die Wechselzone der Mitteldistanz und überholten weiterhin den ein oder anderen. Doch die Lücken waren relativ groß und für Flo auch die Schmerzen im rechten Fuss auf dem anspruchsvollen Laufkurs. Von ehemals fast neun war Jakob nur noch drei Minuten hinter Platz acht und Profis, wie Niclas Bock oder Julian Erhardt. Es hätte so weiter gehen können, doch nach 20 Kilometern war Schluss in Chieming und der Sturm zum Sieg der Altersklasse sowie einem 12. Platz gesamt der verdiente Lohn.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Strahlender Sieger: Ironman 70.3 Europameister Michael Raelert fliegt in 3:39 Stunden über die Strecke am Bayerischen Meer © Marc Sjoeberg - www.ingokutsche.de

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Strahlender Sieger: Ironman 70.3 Europameister Michael Raelert fliegt in 3:39 Stunden über die Strecke am Bayerischen Meer © Marc Sjoeberg – www.ingokutsche.de


 

Somit waren das Vorjahresergebnis und die Erwartungen bestätigt, ja sogar übertroffen und der Fahrplan für die Ironman 70.3 WM in Chattanooga ist voll im Soll. Nur knapp vorbei am Podium ist Florian Sailer mit dem 4. Platz in der Altersklasse gelaufen und kann dennoch sehr zufrieden sein, die Mitteldistanz bei diesen Wetterbedingungen und mit seinen Fussproblemen erfolgreich gefinisht zu haben. Den Sieg des 6. Eberl Chiemsee Triathlons über die Mitteldistanz holte sich erwartungsgemäss Triathlonprofi Michael Raelert aus Rostock vor dem Österreicher Thomas Steger und Markus Fachbach.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Der Lohn eines harten Rennens: Jakob Heindl, 12 Platz und Gewinner der AK 20 M bei der Siegerehrung zusammen mit Thomas Steger und Michael Raelert (v.r.)

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Der Lohn eines harten Rennens: Jakob Heindl, 12 Platz und Gewinner der AK 20 M bei der Siegerehrung zusammen mit Thomas Steger und Michael Raelert (v.r.)


 

Solide Leistungen der Mädels bei harten Bedingungen

Julia Jaenicke wurde bei den Damen Zwölfte in 4:47 Stunden und Brigitte Bauer kam glücklich nach 5:34 Stunden auf Platz 35 ins Ziel am Chiemsee. Schnellste Frau war auch 2017 wieder Daniela Sämmler, die erst eine Woche zuvor bei der Challenge Heilbronn über die selbe Distanz triumphieren konnte. Damit war die Schlacht geschlagen und nach überschreiten der Ziellinie gings geradewegs in den Chiemsee, um den Motoren wieder herunterzukühlen, den Dreck abzuspülen und die Wunden zu „lecken“. Denn mittlerweile hat, wie so oft, der Regen aufgehört, der Wind abgeflacht und der Himmel wieder ein paar Sonnenstrahlen durchgelassen.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Sven Pollert glücklich nach seinem Erfolg auf der Mitteldistanz des Triathlon Würzburg 2017

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Sven Pollert glücklich nach seinem Erfolg auf der Mitteldistanz des Triathlon Würzburg 2017


 

Sven Pollert mit Platz 6 auf der Mitteldistanz Würzburg und schnellster im Wasser

Am 25. Juni fand auch in Würzburg eine Mitteldistanz, die sich Sven Pollert am Sonntag vorgenommen hat.
Den 24 Grad warmen Erlabrunner See, Neopren war gerade noch für die erste Disziplin erlaubt, hat Sven gleich mal als Schnellster in 29:43 Minuten über die drei Runden durchschwommen und somit auch als erster auf dem Rad. Nach einer verhaltenen ersten Radrunde hat er dann Druck über die zweiten 40 Kilometer auf dem bergigen Radkurs am Main gemacht, aber dennoch zwei Plätze in der Altersklassen-Wertung vorerst verloren. Der Plan war das eigene Tempo unbeeindruckt durchzuziehen und sich nicht von der Konkurrenz das Rennen überstülpen zu lassen. Denn auch in Würzburg war der Wind hart und die Strecke mit knapp 800 Höhenmeter durchaus knackig. Hier kann man mehr verlieren als gewinnen und schließlich galt es auch noch 20 Kilometer zu laufen
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Nach 80 km Rad ab auf die Laufstrecke für die letzten 20 km der Triathlon Würzburg Mitteldistanz

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Nach 80 km Rad ab auf die Laufstrecke für die letzten 20 km der Triathlon Würzburg Mitteldistanz


 

Nach 2:12:29 Stunden waren die 80 Kilometer geschafft und es wurde in die Laufschuhe gewechselt. Die Beine noch fit war es jetzt entscheidend moderat den Übergang zu schaffen ohne den Anschluss zu verlieren. Die ersten acht Kilometer liefen mit einer vierer Pace gefolgt von vier Kilometern mit 4:20 Minuten / Kilometer. Der Vorsprung der Konkurrenz schmolzt stetig, die Form war voll im Plan und der Versorgung optimal, so dass Sven auf den verbleibenden acht Kilometern das Tempo wieder verschärfen konnte. Mit der fünft besten Laufzeit ist Sven Pollert in 1:21:09 Stunden wieder von Platz 5 auf 3 seiner Altersklasse vorgelaufen und hat in 4:03:21 Stunden als gesamt Siebter gefinisht. Nach einem erst kurzzeitigen Coaching lief das erste Highlight, die Mitteldistanz des Triathlon Würzburg für Sven Pollert in puncto Leistungsentwicklung, Energieversorgung und Strategie optimal. Darauf lässt sich in den nächsten Wochen mit dem Saisonziel Ironman 70.3 Zell am See aufbauen.
 
 

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Erstes Saisonhighlight erfolgreich gefinisht: Sven Pollert 7. Platz und 3. Platz Altersklasse in 4:03 H beim Traithlon Würzburg 2017

TRIATHLON CHIEMSEE 2017 Starke Erfolge im Kampf gegen die Elemente / Erstes Saisonhighlight erfolgreich gefinisht: Sven Pollert 7. Platz und 3. Platz Altersklasse in 4:03 H beim Traithlon Würzburg 2017


 

Das sind starke Erfolge aller Athleten im Kampf gegen die Elemente in Würzburg und Chieming am vergangenen Wochenend. Darauf können wir für die zweite Saisonhälfte aufbauen und genießen erst einmal einen frischen Espresso am Chiemsee Strand.
 

ERGEBNISSE

6. Chiemsee Triathlon 2017
Kurzdistanz
Fabian Sailer / 34. Platz / 6. Platz AK 20 M / 2:26:45 h
 

Mitteldistanz
Jakob Heindl / 12. Platz / 1. Platz AK 20 M / 3:59:48 h
Florian Sailer / 50. Platz / 4. Platz AK 20 M / 4:30:22 h
Julia Jaenicke / 105. Platz / 5. Platz AK 35 W / 4:47:46 h
Brigitte Bauer / 256. Platz / 6. Platz AK 45 W / 5:34:19 h
 

Würzburg Triathlon 2017
Mitteldistanz
Sven Pollert / 7. Platz / 3. Platz AK 25 M / 4:03:21 h
 

INFO & QUELLEN

Veranstaltung 6. Chiemsee Triathlon 2017
Homepage Ergebnisse Instagram #TriChi17 

Veranstaltung Würzburg Triathlon 2017
Homepage Ergebnisse  

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© Wechselszene
© Jakob Heindl
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© Florian Sailer
© Sven Pollert
© Ingo Kutsche
© Larasch
© Marc Sjoeberg
 

Vor dem 8. Oktober 2016 und dem Ironman Hawaii kannte kaum jemand Patrick Lange bis sich der Deutsche in Rekordzeit auf’s Podium von Kona katapultierte. Während hier zu Lande noch alles schlief und nur wenig ihren Augen vor den Monitoren nicht trauten war, rannte der 30-jährige Profitriathlet mit dem schnellsten je gelaufenen Marathon bei der Weltmeisterschaft auf Platz drei im Ironman Hawaii. Für Lange war das Geburtstag, Ostern und Weihnachten zusammen, denn mit seiner zweiten Langdistanz überhaupt war er endlich in der Triathlon Weltspitze angekommen. Doch das war nicht immer so.

 

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Überwältigt von der eigenen Leistung rennt Patrick Lange auf Platz 3 des Ironman Hawaii 2016

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Überwältigt von der eigenen Leistung rennt Patrick Lange auf Platz 3 des Ironman Hawaii 2016

 

Nach schnellen Erfolgen bei der Ironman 70.3 EM Wiesbaden und einem 2. Platz beim Ironman 70.3 Luxemburg plagten den Darmstädter immer wieder Pleiten, Pech und Pannen. Die Konsequenzen folgten auf dem Fuss, denn hinschmeissen kam für den zweifachen Deutschen Duathlon Meister nicht in Frage. Er zog den Stecker und krämpelte sein sportliches Umfeld beinahe komplett um, auch privat sollte sich einiges ändern. Für das größte Aufsehen sorgte wohl sein neuer Trainer Faris Al-Sultan, der erst kurz zuvor seinen Rücktritt als Triathlonprofi erklärte. Das zeigte prompt Wirkung mit dem Gewinn des Ironman Texas 2016, der ersten Langdistanz von Lange und der direkten Qualifikation für Hawaii. So geradlinig und romantisch dieses „Triathlon-Märchen“ jetzt auch klingen mag, war es für den 30-Jährigen emotional und mental jedoch keineswegs. In einem sehr persönlichen Interview während seiner Off-Season erzählt uns Patrick Lange über dein Ironman seines Lebens, die Emotionen während seines Penaltys und den kleinen Mann im Ohr …

 

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / In Rekordzeit von 2:39 Stunden läuft Patrick Lange den Marathon des Ironman Hawaii 2016

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / In Rekordzeit von 2:39 Stunden läuft Patrick Lange den Marathon des Ironman Hawaii 2016

 

PATRICK LANGE, 30 Jahre, Professional Triathlet im Interview

 

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Auch der Drittplatzierte hat mit seinem Rekordlauf im Ironman Hawaii ausreichend Punkte auf seinem Kona Pro Ranking (KPR) Konto und braucht nur ein „Validation“-Race, um seine Teilnahme beim Ironman Hawaii 2017 zu bestätigen, ebenso wie Sebastian Kienle (2. Platz) und Weltmeister Jan Frodeno. Lange möchte das im Sommer ebenso wie Anja Beranek mit dem Ironman Frankfurt bei den European Championships erldeigen und wird dabei im Duell um die europäische Langdistanz-Krone 2017 auf Vize-Weltmeister Kienle treffen.

 

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Seit 2015 ist Weltmeister Faris Al-Sultan an der Seite von Patrick Lange, als Coach und Trainingspartner mit großem Erfahrungsschatz

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Seit 2015 ist Weltmeister Faris Al-Sultan an der Seite von Patrick Lange, als Coach und Trainingspartner mit großem Erfahrungsschatz

 

 

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Mit einem Supersprint und einer Mannschaftsverfolgung beim Triathlon Weiden startet das SCPE Triathlon Team um Simon Drexl, Sami Ritzmann, Stefan Drexl, Jakob Heindl und Sven Pollert mit einem aussergewöhnlichen Erfolg und jungem Teamgeist in die Triathlon Regionalliga Bayern 2017. Der französische Nachwuchstriathlet Julien Petat erreicht im Rennen um den Bayerischen Jugend Cup den zehnten Platz in der Jugend A.

 

Am Nachmittag um Viertel nach vier Uhr war das erste Rennen Triathlon Regionalliga Bayern 2017 für alle fünf Starter des SCPE Triathlon Teams eingetütet. Mit dem elften Platz ist der Start der Triathlon Prinzen in die zweite Saison in dieser Liga zwar nicht ganz so gut geglückt wie erhofft, mit dem soliden Ergebnis und nur 90 Sekunden hinter den Top 5 kann die junge Mannschaft um Trainer Stefan Drexl dennoch froh, denn der war sogar selbst am Start und hat den Altersdurchschnitt des Teams damit enorm gehoben. Nachdem bei der Saisonplanung noch 15 Triathleten aus den eigenen Reihen für das Liga-Team zur Auswahl standen, hat Mannschaftsführer Martin Allers aufgrund von Verletzungen, Erkrankungen und beruflichen Gründen gerade noch rechtzeitig die erforderlichen Fünf für den vergangenen Samstag zusammengebracht und damit den Start gesichert. So ist das SCPE Triathlon Team ohne eines vorherigen gemeinsamen Trainings am Vormittag in den Supersprint, ein Einzelwettkampf ohne Windschattenfreigabe und mit 15 Sekunden Startintervallen, gestartet.

 

Hohe Leistungsdichte der Regionalliga Bayern bei Triathlon Weiden

Zwar gelang Simon die schnellste Schwimmzeit des Tages aber dennoch blieben er, wie auch die anderen vier Teamkollegen hinter ihren schwimmerischen Fähigkeiten. Der Supersprint war insgesamt wie verhext für das SCPE Triathlon Team, denn in keiner der drei Disziplinen konnte einer sein gesamtes Potential an diesem Samstag Vormittag abrufen. Mit einem leicht „verschlafenen“ ersten Streich und Platz 10, aber dennoch nur einem Rückstand von 40 Sekunden auf den 3. Platz sahen die Chancen für die Mannschaftsverfolgung am Nachmittag weiter vor zu laufen im Grunde gut aus. Es macht aber auch deutlich, das dass Leistungsniveau deutlich gestiegen war im Vergleich zum Vorjahr, nachdem sieben Mannschaft dicht an dicht hintereinander lagen.

 

Im Formationsflug im Triathlon Weiden um das Schätzlerbad

Mit den durchschnittlichen Zeitabständen des Supersprints ging’s in’s Nachmittagsrennen, wobei nun den ersten Wechsel alle fünf, den zweiten Wechsel und das Ziel mindestens vier Triathleten eines Teams erreichen müssen und die Zeit erst nach dem vierten Mann gestoppt wird. Geschwommen wurde diesmal ohne Neo im See, zuvor war es noch das anliegende Freibad, und schon hier verloren wir einen weiteren Platz. Gewechselt wurde dafür umso schneller und auf dem ersten Teil der Radstrecke kam das Team auch näher an die vorneweg fahrenden drei Teams. Doch auf der zweiten Hälfte stagnierten die Zeiten und erst durch den zweiten Wechsel konnten die SCPE Triathleten wieder Boden gut machen. Sie rannten, wie um ihr Leben. Doch es mussten ja alle Viere mit, also formierten sich die drei laufstarken Team-Kollegen Sami, Jakob und Simon um ihren Coach Stefan, gaben ihm Windschatten und schoben links wie rechts. Der lief ohnehin schon deutlich schneller und drohte fast zu explodieren. So flog das Quartett um den Badeweiher des Schätzlerbades, ganz egal ob es um die Plätze elf bis sieben ging. Schließlich ist alles möglich, so lange man es versucht!

 

2017 0520 RACE TRI XS LIGA Weiden / Das SCPE Triathlon Team nach einem schnellen Wechsel im Formationsflug über die Radstrecke

2017 0520 RACE TRI XS LIGA Weiden / Das SCPE Triathlon Team nach einem schnellen Wechsel im Formationsflug über die Radstrecke

 

Besonderer persönlicher Erfolg eines neuen  jungen Teamspirit

Mit enromer Schrittfrequenz und maximum Speed im  dunkelroten Bereich angefeuert vom Publikum kam das SCPE Triathlon Team auf den zwei Runden um den Badeweiher Meter für Meter näher ran. Nur wenige Sekunden davor rannten die dreie anderen Teams und schwächelten zusehends, doch das Ziel kam diesmal schneller als erhofft und nach 2,5 Kilometer war die Aufholjagd zu Ende. Eine Niederlage? Keineswegs! Ein Rennen ohne Erfolg, könnte man meinen, aber das täuscht!

Für das junge SCPE Triathlon Team war das erste Rennen der Triathlon Regionalliga Bayern eine unglaublich positive Erfahrung und eine besonderer, persönlicher Erfolg, der sich weder in Sekunden noch Punkten messen läßt. Es ist bewundernswert, wie sich jeder Einzelne des Teams in der Mannschaftsverfolgung von Start bis Ziel für den anderen eingesetzt hat. Ganz besonders für ihren Coach haben sich alle eingesetzt, der nur danke des besonderen Teamgeists das Ziel als vierter Mann sicher und dadurch schneller erreichen konnte. In einer Individualsportart wie Triathlon ist dieses sportliche Verhalten heutzutage keinesfalls mehr selbstverständlich. Dieser soziale Zusammenhalt und die Empathie ist eine besondere Qualität und haben den Charakter der jungen Triathleten langfristig gestärkt. Das könnte man sich ab und an auch wieder mehr Abseits des Renngeschehens von vielen Triathleten wünschen, denen man nicht nur an den Wochenenden bei diversen Wettkämpfen Land auf, Land ab begegnet. Ob vor dem Start, im Rennen oder nach dem Zieleinlauf mangelt es all zu oft an sozialen Umgangsformen und Kompetenz unter den „eigentlich“ gleichgesinnten Freizeitsportlern, die nicht einmal mehr grüßen und jegliche Freundlichkeit, gegenseitige Rücksicht oder gar Menschlickeit missen lassen.

Genau deshalb und völlig unabhängig von jedem Ergebnis war dieser Wettkampf für das Regional-Liga Team des SC Prinz Eugen eine wertvolle Erfahrung, ein mannschaftlicher Erfolg und wichtiger Schritt. Der Tagessieg in der Regionalliga des ersten Wettkampfes der Triathlon-Liga Bayern beim Triathlon Weiden ging diesmal an das Kiwami Tri Team Grassau.

 

Erste BJC-Punkte für Julien Petat

Zwischen Supersprint und Mannschaftsverfolgung der Triathlon-Liga Bayern durfte Julien Petat im Rennen um den Bayerischen Jugend Cup über die Triathlon Sprintdistanz. Julien bringt frischen Wind durch seinen französischen Humor in das junge Team. Auch der 16-jährige Franzose des SCPE Triathlon Teams war an diesem Tag im Wasser nicht in seinem Element und konnte nicht seine gewohnte Schwimmleistung im Schätzlerbad abrufen, wechselte dann aber hoch motiviert auf’s Rad. Noch etwas gehandicapt von einem Sturz wenige Tage zuvor fuhr Julien beherzt über die 20 Kilometer Wendepunkt-Strecke des Triathlon Weiden. Auf den abschließenden fünf Kilometern lief der derzeit jüngste Nachwuchs-Triathlet des Teams auf Platz zehn seiner Altersklasse. Der „frische“ Franzose konnte damit erste Punkte um den Titel des Bayerischen Meisters der Triathlon Jugend A sammeln.

 

 

NACHRUF JULIA VIELLEHNER

Der Kampf um Platzierungen, das Sammeln von Punkten und Zählen von Sekunden verliert schlagartig an Bedeutung, wenn zur selben Zeit eine junge Triathletin den Kampf um ihr Leben verloren hat. Während ich die ersten Zeilen über das vergangene Triathlon-Wochenende geschrieben habe, hat mich die traurige Nachricht vom tragischen Tod von Julia Viellehner erreicht. Julia ist eine Woche zuvor in der italienischen Emilia-Romagna während des Radtrainings von einem Lastwagen angefahren und schwer verletzt worden. Am Montag ist die sympathische Sportlerin aus dem niederbayerischen Waldkraiburg an der „Summe der vielen schweren Verletzungen“ verstorben, so ihr Freund Tom Stecher. Ich durfte oft an der Startlinie gemeinsam mit Julia stehen, manchmal einige Kilometer an ihrer Seite laufen, wie bei ihrem Sieg im Marathon München 2015 und im Ziel haben wir das ein oder andere Rennen analysiert, zuletzt bei einem Kaiserschmarrn nach dem Schliersee Triathlon. Mit Julia Viellehner verliert der Ausdauerport erneut einen ganz besonderen Menschen und leidenschaftliche Athletin, deren immer freundliche Art und ihr Lachen wir am Start vermissen werden. Julia wurde nur 31 Jahre alt. Meine Gedanken sind in diesen schweren Momenten bei ihrem Lebenspartner, Freund und Coach Tom, bei Julias Mutter und ihrer Familie.

Julia, wir sehen uns …

 

ERGEBNIS Triathlon Weiden Supersprint Regionalliga Bayern

Pl. Nr. Name AG Pl. Swim Bike Run Total
12 RLH36 Simon Drexl Junior 2 00:04:55 00:15:57 00:07:30 00:30:03
22 RLH39 Jakob Heindl AK20M 7 00:06:32 00:15:36 00:06:58 00:31:01
47 RLH37 Sami Ritzmann Junior 8 00:05:37 00:16:52 00:08:11 00:32:26
50 RLH38 Stefan Drexl AK45M 1 00:05:55 00:16:49 00:07:56 00:32:29
60 RLH40 Sven Pollert AK25M 22 00:06:08 00:16:57 00:08:17 00:33:13

 

ERGEBNIS Triathlon Weiden Mannschaftsverfolgung Regionalliga Bayern

Pl. Nr. Name AG Pl. Swim Bike Run Total
11 RLH36 Simon Drexl Junior 41 00:34:54
11 RLH37 Sami Ritzmann Junior 42 00:34:54
11 RLH39 Jakob Heindl AK20M 43 00:34:55
11 RLH38 Stefan Drexl AK45M 44 00:34:55
11 RLH40 Sven Pollert AK25M 00:35:58

 

ERGEBNIS Triathlon Weiden Bayerischer Jugend Cup Jugend A

Pl. Nr. Name AG Pl. Swim Bike Run Total
10 36 Julien Petat Jugend A 10 00:12:12 00:33:48 00:20:07 01:08:13

 

QUELLEN

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ERGENBISSE Triathlon Weiden 2017
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Fabian Kellner

Es war ein Start-Ziel-Sieg im Triathlon Heidessee 2017 für Horst Reichel am vergangenen Sonntag in Forst. Keine Überraschung für Zuschauer und Teilnehmer dieses Frühjahrs-Klassikers, für den Triathlon-Profi dennoch keine Selbstverständlichkeit. Die Kurzdistanz war zwar der Saison Opener des Darmstädter aber zugleich ein Vorbereitungsrennen für sein erstes Triathlon-Highlight am kommenden Sonntag, dem Ironman 70.3 St. Pölten. Dort wird der 35-Jährige den Druck dann noch deutlich erhöhen, wenn er unter anderem mit den deutschen Profikollegen Nils Frommhold, Andi Böcherer oder Markus Thomschke um das Podium schwimmen, radfahren und laufen wird. Für die schnellsten Nachwuchstriathleten Deutschlands fand in Forst ausserdem der DTU Jugend Cup statt und so haben wir die Gelegenheit ergriffen, um mit Horst Reichel zwischen Zieleinlauf und Siegehrung ein paar Worte zum erfolgreichen Saisonauftakt zu wechseln.

 

 

Wie lief heute Dein Saisonauftakt hier beim Triathlon Heidesee in Forst?

Es verlief eigentlich fast alles nach Plan. Ich bin  sehr schnell geschwommen und konnte durchgehend ein hohes Tempo anschlagen. Auf dem Rad blieb ich etwas unter meinen Erwartungen, denn ich wollte mich eigentlich in einem Bereich von 345 – 355 Watt bewegen. Letztendlich wurden es dann doch nur 334 Watt. Es fehlte mir noch etwas die Spritzigkeit, was wahrscheinlich an der umfangreichen Trainingswoche lag. Mein Lauf war dann auch wieder top, ich hatte einen guten Schritt und konnte ordentlich pushen.

 

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Es war ein Start-Ziel-Sieg im Triathlon Heidessee 2017 für Horst Reichel in Forst

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Es war ein Start-Ziel-Sieg im Triathlon Heidessee 2017 für Horst Reichel in Forst

 

Die meisten Deiner Profi-Kollegen sind längst in die Saison gestartet, manche dafür auch weit gereist. Warum hast Du mit dem Triathlon Heidesee Dein erstes Rennen 2017 relativ spät und auch eher kurz gewählt?

Eigentlich wollte ich schon bei der Challenge Gran Canaria im April an den Start gehen jedoch hatte ich im Märztrainingslager eine fast dreiwöchige Krankheitsphase. Ich musste also erst einmal meine Grundfitness wiederherstellen und mich auf das Training konzentrieren. Das Rennen in Forst passte zeitlich ganz gut als Test für meinen Start in St. Pölten. Dass dann bei einer verkürzten Kurzdistanz antrete war dann eher Zufall.

 

Wenn Du später in die Triathlonsaison einsteigst, hattes Du dann auch länger Saisonpause oder planst Du eine längere Saison?

Die Saisonpause war dieses Mal wirklich länger. Ich hatte mein letztes Rennen Ende September und wollte die Zeit nutzen komplett ausgeruht in die neue Saison zu starten. Da für mich dieses Jahr Hawaii nicht auf der Prioritätenliste steht (es sei denn ich habe durch meine Starts in Frankfurt und den 70.3 Rennen genug Punkte) habe ich auch keinen Druck zu früh in das Jahr zu starten. Die Gefahr liegt einfach dabei dass man zu schnell ausbrennt. Ich plane aber in diesem Jahr wahrscheinlich mit mindestens einer weiteren Langdistanz. Außerdem bin ich ein absoluter Wettkampftyp und der internationale Rennkalender bietet mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten viele Rennen zu bestreiten.

 

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Reichel blieb beim Radfahren etwas unter seinen Erwartungen in Forst

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Reichel blieb beim Radfahren etwas unter seinen Erwartungen in Forst

 

Wo warst Du während des Winters und Frühlings im Trainingslager?

Ich mache eigentlich immer meine Standart Trainingslager. Im Januar SLL in Tirol, Februar Lanzarote und März / April Mallorca.

 

Was sind dann Deine Trainingsschwerpunkte im Trainingslager oder variiert das mit jedem Trainingslager?

Das kommt immer auf das Trainingslager an. Im Skicamp liegt der Schwerpunkt im Schwimmen, allgemeinem Krafttraining und dem Ausdauertraining durch das Skilanglaufen. Laufen ist eher reduziert und Radfahren auf der Rolle motorikorientiert. Auf Lanzarote im Februar mache ich dann sehr viel Kraftausdauer auf dem Rad und die Schwimmumfänge bleiben hoch. Beim Laufen wird es dann einfach etwas zügiger. Auf Mallorca im März und April kommen die höheren Geschwindigkeiten in allen drei Disziplinen dazu. Der Umfang im Schwimmen geht dabei zurück.

 

Du bist ein extrem starker Schwimmer. Wie oft in der Woche trainierst Du Schwimmen?

Ich schwimme ca. 4-5 mal pro Woche im Kern 4-6km. Im Winter gehe ich teilweise jeden Tag ins Wasser. Das Problem als guter Schwimmer ist, dass man auch schnell das Wassergefühl verliert wenn man mal zwei oder drei Tage nicht im Pool ist.

 

Was ist dann Dein bevorzugtes Schwimmprogramm?

Am liebsten schwimme ich Kraftausdauerprogramme mit Paddels und Band. Ein Klassiker ist z.B. 2x (10×50 Kr mit Band Pause 10 sek. + 5×100 nur Paddles 1.-5. gesteigert GA1-WSA Abgang 1.30 min. + 500 Kr Pullbuoy ruhig aber mit erhöhter Armfrequenz)

 

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Der Lauf war top, der Darmstädter hatte einen guten Schritt und konnte ordentlich pushen beim Heidesee Triathlon 2017

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Der Lauf war top, der Darmstädter hatte einen guten Schritt und konnte ordentlich pushen beim Heidesee Triathlon 2017

 

Welche Disziplin kommt bei Dir am schlechtesten weg?

Das Radfahren. Ich brauch unheimlich lange um Form auszubauen.

 

Wie versuchst Du diese Schwäche dennoch zu kompensieren?

Erste Konsequenz für dieses Jahr war schon mal ein Trainerwechsel zu Rainer Skutschik (Coach auch von Andi Dreitz). Mein Schwerpunkt liegt in dieser Saison schon allein deshalb deutlich mehr auf dem Rad.

 

Spielt das Material dabei eine wichtige Rolle für Dich?Das Material ist natürlich auch wichtig und wird ständig optimiert, macht aber schlussendlich nur einen kleinen Teil der Radperformance aus. Am wichtigsten ist nach wie vor die eigene Fitness und eine gute Sitzposition.

 

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Der Schwerpunkt liegt mit Trainer Skutschik in dieser Saison deutlich mehr auf dem Bike

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Der Schwerpunkt liegt mit Trainer Skutschik in dieser Saison deutlich mehr auf dem Bike

 

Als vierte Disziplin gilt die Ernährung zwischen und während des Trainings, besonders vor und in einem Triathlon. Je länger die Distanz, desto wichtiger die Verpflegung?

Das kann man so sagen. Auf der Langdistanz ist die Ernährung entscheidend da man seine optimale Leistungsfähigkeit auf Dauer nur durch die richtige Energiezufuhr abrufen kann. Auf kürzeren Distanzen spielen die Stoffwechselvorgänge einfach eine untergeordnete Rolle.

 

Wie wichtig ist Dir die Ernährung, warum?

Sehr wichtig. Je besser der Brennstoff desto besser läuft der Motor. Außerdem merke ich einfach, dass die Regenration deutlich besser verläuft wenn ich mich gesund ernähre.

 

Folgst Du einer bestimmten Ernährungsweise?

Ich habe schon vieles ausprobiert. Keto-, Lowcarb- High Fat / High Protein Diäten. Schlussendlich funktioniert bei mir am besten eine gesunde Mischkost mit unverarbeiteten Lebensmitteln. Vegane oder vegetarische Ernährungsweisen sind dauerhaft nichts für mich. Dazu esse ich einfach zu gerne Fleisch und Milchprodukte. Jedoch esse ich oftmals vegetarisch da es mir einfach schmeckt.

 

Gibt es bestimmte Nahrungsmittel, die Du bewusst meidest oder eventuell sogar meiden musst?

Ich versuche Einfachzucker zu meiden da diese meinen Fettstoffwechsel beeinflussen. Außerdem verzichte ich auf Weißmehlprodukte und versuche Milch reduziert zu mir zu nehmen. Allergien oder irgendwelche Intoleranzen habe ich zum Glück keine.

 

Planst Du Deine Mahlzeiten entsprechend Deinem Training bzw. stimmst Du Deine ernährung sogar speziell auf das Training ab?

Es ist wichtig das Essen auf das Training anzupassen um energetisch optimal versorgt zu sein. Habe ich z.B. eine sehr lange aber lockere Radtour, versuche ich im Vorfeld mich eiweiß- und fettreich zu ernähren. Genauso an Entlastungstagen mit wenig Training. An intensiven Trainingstagen überwiegen die Kohlenhydrate vor wie auch direkt nach dem Training.

 

Was isst Du am liebsten zwischen Deinen vielen Trainingseinheiten?

Oftmals mache bereite ich mir eine Gemüsepfanne

 

Wie verpflegst Du dich im Training?

Überwiegend mit Wasser mit etwas iostonischem Getränkepulver. Auf längeren Radfahrten esse ich dann zusätzlich auch Bananen und Müsliriegel. Wenn mal energetisch nichts mehr geht darf es auch gerne mal Cola und Snickers sein. Aber das eher selten. Gels nehme ich Training so gut wie keine.

 

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Der 34-Jährige möchte sich auf dem Bike eigentlich in einem Bereich von 350 Watt bewegen

INTERVIEW HORST REICHEL Mehr Mokka, mehr Bike! / Der 34-Jährige möchte sich auf dem Bike eigentlich in einem Bereich von 350 Watt bewegen

 

Wie sieht Dein Frühstück vor einem Rennen aus?

Ganz einfach. Mein Ernährungspartner P.Jentschura hat einen Frühstücksbrei (Morgenstund) aus Buchweizen. Diesen rühre ich mit heißem Wasser an, drücke eine Banane rein und süße ihn mit Honig. Ich mache das wahlweise auch mit Haferflocken.

 

Was darf vor einer Trainingseinheit oder einem Triathlon auf keinen Fall fehlen?

Für mich ist es immer wichtig gut hydriert zu sein. Von daher habe ich immer eine Radflasche mit Flüssigkeit dabei. Egal ob im Training, vor dem Wettkampf, selbst auf einer Pressekonferenz.

 

Du hast auf Reisen stets Deinen Mocca-Kocher dabei. Hast Du eine bevorzugte Kaffeesorte?

Guter Kaffee ist auf Reisen schwer zu finden. Ich habe einen Röster direkt in Darmstadt bei dem ich mich mit dem schwarzen Gold versorge. Mein amerikanischer Teamkollege Darby Thomas hat mich letztens für die Reisen für seine „AeroPress“ begeistert. Das ist jetzt die nächste Anschaffung inklusive Handmühle.

 

Mahlst Du die Kaffeebohnen denn selbst?

Leider nicht. Das wäre aber wohl der nächste Schritt auf dem Weg zum optimalen Kaffegenuss.

 

Hast Du zu Hause eine Espressomaschine?

Ich hatte zu meiner Freundin mal gesagt, wenn ich meinen ersten Ironman gewinne kaufe ich von meinem Preisgeld sofort eine gute Siebträgermaschine und Mühle dazu. Einen Ironman habe ich dann zwar gewonnen, daheim steht aber immer noch keine Espressomaschine. Es ist wohl einfach eine Frage der Zeit.

 

Was vor dem Rennen der Espresso ist, ist bei Dir während des Triathlon?

Bei mir ist das überwiegend Wasser und Gel!

 

Wie schaut nach dem gelungenen Saisonauftakt Deine weitere Wettkampfplanung aus, was wird Dein Saison-Highlight?

Mein Hauptrennen wird dieses Jahr der Ironman Frankfurt sein. Bei meinem Heimrennen würde ich gerne eine Top 5 Platzierung erreichen. Davor starte ich noch beim IM 70.3 Austria, der Challenge Heilbronn und evtl. bei der Challenge Samorin. Nach Frankfurt entscheide ich dann wie die Saisonplanung weitergehen wird. Abhängig vom Ergebnis. Definitiv werde ich aber noch mindestens ein bis zwei weitere Langistanzen absolvieren.

 

Ist die Qualifikation für den Ironman Hawaii in diesem Jahr ein Thema für Dich, wie planst Du die Punkte für’s KPR einzufahren?

Dieses Jahr nicht. Falls ich durch meine Ergebnisse is Frankfurt, St. Pölten und evtl. einem weiteren 70.3 Rennen genügend Punkte haben sollte, überlege ich es mir. Für 2018 ist es evtl. ein Thema.

 

Drei kurze Fragen und bitte drei kanckige Antworten:

Wann trainierst Du am liebsten und was?

Ich bin eher Frühaufsteher Früh! 6.30 Uhr Schwimmen ist 2 mal die Woche Pflicht!

Wie lange möchtest Du professionell Triathlon machen?

Eventuell noch 1-2 Jahre, je nach den Vertragsoptionen durch meine Sponsoren

Was wäre Dein Berufswunsch, wenn Du nicht Profi-Triathlet wärst und warum?

Sehr gerne Gymnasiallehrer und das strebe ich nach meiner sportlichen Karriere auch noch an. Ich habe während meines Lehramtstudiums drei Jahre an einer Schule gearbeitet. Mit Kindern zusammenzuarbeiten macht mir einfach sehr viel Spass.

 

Viele Dank für das Interview, Horst, und viel Erfolg für den Ironman 70.3 St. Pölten.

Besten Dank für das nette Gespräch, Stefan!

 

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Am vergangenen Sonntag sind Simon und Stefan im Kraichgau beim Triathlon Heidesee und DTU Jugend Cup Forst mit Erfolg nach Maß in die Saison 2017 gestartet. Forst gilt als Triathlon-Klassiker in Baden-Württemberg und einmal im Jahr pilgern die Triathleten zu dem kleinen Baggersee, der nur ein Kilometer von dem kleinen Dorf entfernt liegt. Das sind nicht wenige oder irgendwelche Freizeitathleten, hier treffen sich die besten Nachwuchstriathletinnen und –Triathleten aus ganz Deutschland um sich beim diesjährigen Auftakt der wichtigsten Triathlon-Wettkampfserie im Jugend- und Juniorenbereich zu messen. Doch auch zahlreiche Profitriathleten nutzten in der Vergangenheit den Triathlon Heidesee für einen ersten Formtest. Diesmal war Horst Reichel vom Team Sport for Good nach Forst gekommen, um Mensch und Material vor dem Ironman 70.3 St. Pölten über die Kurzdistanz zu testen.

 

Das Kraichgau ist durchaus eine Reise wert und wenn man schon die lange Fahrt für einen Triathlon auf sich nimmt kann man hier viel Natur und Kultur finden. Zudem ist hier bereits Spargelzeit und Erdbeerzeit gleichzeitig, so dass sich alle paar Kilometer die Möglichkeit anbieten direkt beim Bauern frischen Spargel zu essen und anschließend einen hausgemachten Erdbeerkuch zum Abgang. Wir sind deshalb bereits an unserem Ruhetag, am Freitag Abend angereist und haben uns in einem Hotel in Bad Schönborn einquartiert, um am Samstag entspannt auszuschlafen. Vor dem Frühstück stand ein kurzes Läufchen über die Felder zum lockern Beine auf dem Plan, okay, ein paar kurze Steigerungen waren auch dabei. Aber der Morgen war einfach wunderbar, denn die Luft war frisch nach einem nächtlichen Schauer und die Sonne stieg gerade hinter den Hügeln des Kraichgaus auf – ich wäre auch gerne länger gelaufen. Doch das wäre vor einem Triathlon erstens sinnfrei gewesen und zweitens wartete ein frischer Cappuccino im Hotel, denn dort stand eine La Cimbali Maschine. Am Nachmittag war Simon mit dem Bayerischen Triathlon Kader und Roland Knoll für die Streckenbesichtigung verabredet, so dass wir nach Wiesloch ins Freibad zum Schwimmtraining gefahren sind. Im Anschluss hieß es ran an die hochwertigen Kohlenhydrate, Carbo Loading und Beine hochlegen.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und die Junioren des Bayerischen Triathlon Kaders ging’s um neun Uhr in den 16 Grad frischen Heidesee über die 750 Meter.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und die Junioren des Bayerischen Triathlon Kaders ging’s um neun Uhr in den 16 Grad frischen Heidesee über die 750 Meter.

 

Die Junioren machen den Auftakt beim Triathlon Heidesee

Triathlon-Wochenenden mit DTU Jugend Cup sind in der Regel lange und intensive Tage, denn es beginnt natürlich früh morgens, es startet jede Altersklasse einzeln und auch erst dann, wenn die vorherige auf der Laufstrecke unterwegs ist. Für Simon, Bayerischer Meister 2016 (Jugend A) und die Junioren des Bayerischen Triathlon Kaders ging’s um neun Uhr in den 16 Grad frischen Heidesee über die 750 Meter. Simon hatte sich als guter Schwimmer am Rand des Junioren-Feldes aufgestellt und kam mit dem Startschuss schnell vom Sandstrand des Heidesses ins Wasser. Er konnte sich zwar etwas vom Feld absetzen, doch die erste Boje galt es um 120 Grad nach links zu umschwimmen, so dass sich das breit aufgefächerte Feld spätestens am Richtungswechsel komprimierte. Von da an war das starke Feld der Junioren wie auf der Perlenschnur aufgereiht. Simon durchwamm den Dreieckskurs in 8:25 Minuten und stieg als neunter aus dem Wasser. Der Auftakt des Triathlon Heidesee war damit erfolgreich gemacht.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon durchwamm den Dreieckskurs in 8:25 Minuten und stieg als neunter aus dem Wasser

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon (ZOOT Neopren) durchwamm den Dreieckskurs in 8:25 Minuten und stieg als neunter aus dem Wasser

 

Mit der besten Strategie zum besten Resultat

Nach einem gelungenen Wechsel ging’s auf die 20 Kilometer Radstrecke. Die flache und wenig slektive Radstrecke gab kaum Möglichkeiten für Positionsänderungen und so waren von Anfang bis Ende mehrere Gruppen unterwegs. Simon befand sich in der ersten Verfolgergruppe der vier Ausreisser um Fabian Kraft und Moritz Horn. Fabian erlitt in der zweiten Runde dann leider einen Speichnbruch, was ihn aus dem Rennen um das Podium warf. Entscheidend vor T2 ist eine gute Strategie, um möglichst vorne im Feld in die Wechselzone zu kommen und das Getümmel zu meiden.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon befand sich in der ersten Verfolgergruppe der vier Ausreisser um Fabian Kraft und Moritz Horn.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon befand sich in der ersten Verfolgergruppe der vier Ausreisser um Fabian Kraft und Moritz Horn.

 

Das hat für den Junior gut geklappt und er lief unter den Top 10 auf die fünf Kilometer Laufrunde. Von da an hieß es Zähne zusammenbeissen und voll Gas, schließlich laufen hier Deutschlands beste Nachwuchstriathleten inklusiver geladener nationaler Kader aus Österreich und Schweiz. Ins Ziel des DTU Cup Forst lief Simon Drexl sensationell als 13. gesamt und erreichte somit Platz 10 in der DTU Cup Wertung, sein bestes nationales Resultat bisher.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Das hat für den Junior gut geklappt und er lief unter den Top 10 auf die fünf Kilometer Laufrunde.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Das hat für den Junior gut geklappt und er lief unter den Top 10 auf die fünf Kilometer Laufrunde.

 

Schwimmstart mit hoher Frequenz im Triathlon Heidesee

Wenn man, wie ich, auch selbst an den Start geht, dann dauert’s schon mal länger. Für die Atlersklasse war der Start erst Mittags und aufgrund der knapp 400 Teilnehmer gab’s zudem zwei Stargruppen. Horst Reichel vom Team Sport for Good durfte bereits um Punkt zwölf Uhr ins Wasser während ich Oldie zusammen mit den Altersklassen ab 45 erst um 13:20 Uhr dran waren. Dafür aber auch zusammen mit allen Frauen, man muss also nur alt genug werden im Triathlon. Dennoch sind es so eigentlich zwei komplett getrennte Wettkämpfe zu ebenso unterscheidlichen Bedingungen, was Wind und Wetter betrifft und dennoch am Ende eine Gesamtwertung.

 

Der Start erfolgte pünktlich, schnell und reibungslos, zumindest ein Vorteil dieser Altersklassen ist mehr Disziplin.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Start erfolgte pünktlich, schnell und reibungslos, zumindest ein Vorteil dieser Altersklassen ist mehr Disziplin.

 

Der Start erfolgte pünktlich, schnell und reibungslos, zumindest ein Vorteil dieser Altersklassen ist mehr Disziplin. Geschwommen wurde natürlich mit Neo aufgrund der kühlen Wassertemperaturen und dennoch war die Armzugfrequenz hoch. Noch vor der ersten Boje konnte ich zusammen mit Uli Mutscheller vorne weg schwimmen, an den Füssen zwei super Schwimmerinen mit Kathrin Halter und Franziska Schildhauer. Nach 14:48 Minuten für die etwas mehr als 1100 Meter durch den Heidesee kam ich wieder an Land und in T1. Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß ich 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

 

Solide Leistung am Rad, schnelle Beine beim Lauf

Jetzt galt es Druck auf dem relativ flachen Radkurs zu machen und das Tempo möglichst konstant und hoch zu halten, die größte Erhebung war eine Autobahnbrücke. Einzig Gegner war der Wind, denn der wurde stärker und auch die Bewölkung nahm zu, dafür waren die Straßen mittlerweile abgetrocknet. Nach einer von drei Runden lag ich auf Position zwei unserer Startgruppe, vorne weg fuhr Uli Mutscheller. Die Kilometer vergingen im Flug und das intensive Radtraining auf Mallorca und in der Toscana hatte sich ausgezahlt. Es blieb abzuwarten, wie fit die Beine nach der zweiten Disziplin waren. In Runde drei überholte mich dann doch noch ein Duo und dann rollte ich nach soliden 46:48 Minuten schon in T2 zurück.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Noch einmal schnell gewechselt, rein in den Fastwitch – nomen est omen mit 1:11 Minuten – und ab in den Wald für 7,5 Kilometer.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Noch einmal schnell gewechselt, rein in den Fastwitch – nomen est omen mit 1:11 Minuten – und ab in den Wald für 7,5 Kilometer.

 

Noch einmal schnell gewechselt, rein in den Fastwitch – nomen est omen mit 1:11 Minuten – und ab in den Wald für 7,5 Kilometer. Der äusserst selektive Rundkurs verläuft wahrlich über Stock und Stein, die Gegengerade ist dafür geteert und eignete sich gut zum Tempo machen. Das Polster auf meine Verfolger Rolf Lautenbacher und Sven Egolf war komfortabel aber auch nach vorne war Luft. Wo ich zu diesem Zeitpunkt in der Gesamtwertung (Addition aus erster und zweiter Startgruppe) lag, war mir natürlich nicht bekannt. Möglicherweise wäre die Renndynamik eine andere, würde man die gesamte Konkurrenz stets vor und hinter sich sehen. Die Beine fühlten sich gut an und ich konnte meine Position halten. Nach 1:32:43 Stunden lief ich schlussendlich durch’s Ziel, das waren immerhin zwei Minuten flotter als vergangenes Jahr und Platz zwei in der Altersklasse.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Nach 1:32:43 Stunden lief Stefan schlussendlich durch’s Ziel, das waren immerhin zwei Minuten flotter als vergangenes Jahr und Platz zwei in der Altersklasse.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Nach 1:32:43 Stunden lief Stefan schlussendlich durch’s Ziel, das waren immerhin zwei Minuten flotter als vergangenes Jahr und Platz zwei in der Altersklasse.

 

Fazit mit Aussicht

Die Leistungskurve zeigt in die richtige Richtung aber dennoch ist Luft nach oben. Der Triathlon Heidesee ist nicht umsonst eines der legendären Rennen im wilden Westen, bestens organisiert und die Strecken gut geeignet für den ersten Formtest unter Wettkampfbedingungen. Für die bisher wenigen Schwimmumfänge war ich mit der Leistung zufrieden, auf dem Rad ist deutlich mehr Druck und die neue Position optimal, nur kommt das noch nicht ganz auf den Asphalt. Für noch schnellere Laufzeiten liegt noch etwas Arbeit vor mir bis zum ersten Highlight der Saison 2017. Aber um genau diese Erfahrungen zu sammeln eignen sich solche Veranstaltungen perfekt. Übrigens hat Horst Reichel die Kurzdistanz natürlich deutlich gewonnen und mich diesmal auf Platz 15 gesamt verwiesen – die Revanche folgt.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und Stefan war das ein erfolgreiches Saison Opening 2017, absolut nach Maß und im Rahmen der Möglichkeiten so früh im Jahr.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und Stefan war das ein erfolgreiches Saison Opening 2017, absolut nach Maß und im Rahmen der Möglichkeiten so früh im Jahr.

 

Für Simon und mich war das ein erfolgreiches Saison Opening 2017, absolut nach Maß und im Rahmen der Möglichkeiten so früh im Jahr. Mit den Ergebnissen unserer beiden Rennen ist die Motivation hoch und dank der Erfahrungen können wir jetzt noch an unseren Schwächen schrauben und unsere Stärken weiter ausbauen. Eine ideale Voraussetzung mit guten Aussichten für die nächsten Wochen. Am kommenden Samstag bietet sich dafür die Möglichkeit in Weiden mit dem Supersprint und der Mannschaftsverfolgung zum Start der Triathlon Regionalliga Bayern.

 

ERGEBNISSE

PL
NR
NAME
AG
PL
SWIM
BIKE
RUN
TOTAL
13 412 Simon Drexl Junior 13 00:08:25 00:27:50 00:16:12 00:54:36
15 274 Stefan Drexl AK45M 2 00:14:48 00:46:48 00:28:31 01:32:43
                 

 

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Der Ironman Hawaii 2016 war mit Platz 4 das stärkstes Rennen von Anja Beranek, bislang, denn an der Emilia Romagna möchte sie die lange Reise und ihren großen Traum am kommenden Wochenende fortsetzen und verrät im Interview das Geheimnis ihrer Motivation. Die Strahlefrau aus Nürnberg hat sich ihren Erfolg hat erarbeitet und fast schon einmal ihrer Triathlonkarriere an den Haken gehängt. Mit gerade erst einmal 32 Jahren hat die Profitriathletin noch viel vor und stellt dafür gerne alle anderen persönlichen Ziele hinten an. Dennoch ist die amtierende Deutsche Meisterin auf der Langdistanz ein absoluter Familienmensch und freut sich nach vollbrachtem Tagwerk auf den herzlichen Empfang von Mama und Papa im Ziel. Ihre Stärken sind Disziplin und Konsequenz, vor allem aber eine absolute Freude und Leidenschaft im Triathlon.

 

INTERVIEW ANJA BERANEK Leidenschaft und pure Freude am Triathlon / Ihr größter Erfolg: Platz 4 beim Ironman Hawaii 2016

INTERVIEW ANJA BERANEK Leidenschaft und pure Freude am Triathlon / Ihr größter Erfolg: Platz 4 beim Ironman Hawaii 2016

 

Am kommenden Sonntag startet die Hawaii-Vierte in die Triathlonsaison 2017 und trifft bei Challenge Rimini auf ihr vertraute Mitstreiterinnen ihres Heimrennens in Roth. Schon einige Duelle lieferte sie sich mit der Holländerin Yvonne van Vlerken und auch Natacha Badmann ist der schnellen Nürnbergerin schon unlängst begegnet. Anja Beranek vertraut dabei auf ihr Radbeine, denn in der Vergangenheit lagen ihr die profilierteren Radstrecken, auch wenn sie in Kona gezeigt hat, dass sie auch flach kann. Das erste Rennen der Saison ist stets eine Herausforderung für jeden Athleten und die Nervosität entsprechend hoch, doch dafür haben Anja Beranek und ihr Trainer Dan Lorang den gesamten Winter disziplinert und konsequent an der Formkurve gefeilt ohne sich dabei groß in die Karten schauen zu lassen.

 

Anja Beranek hütet manches Geheimnis so sorgsam wie ihren Hund und dennoch konnten wir einiges persönliches über die schnellste deutsche Triathletin erfahren als wir in unserem Interview über ihre nächsten sportlichen Ziele und Zukunft gesprochen haben …

 

ANJA BERANEK, 32 Jahre, Professional Triathletin im Interview

 

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Wir sind gespannt, wie Anja Beranek in der italienischen Adriaküste bei der Challenge Rimini der Auftakt in die Triathlonsaison 2017 gelingt. Als nächstes plant die sympathische Mittelfränkin in St.Pölten, Austria und im Kraichgau den Ironman 70.3 Mit ausreichend Punkten auf ihrem Kona Pro Ranking (KPR) Konto braucht die 32-Jährige nur ein „Validation“-Race, um ihre Teilnahme beim Ironman Hawaii 2017 zu bestätigen und hat dafür im Sommer den Ironman Frankfurt gewählt. Mit den Ironman European Championships wird Anja Beranek weiter ihrem Traum folgen und könnte sich nach der Ironman 70.3 Europameisterin 2015 vielleicht auch die europäische Langdistanz-Krone aufsetzen.

 

INTERVIEW ANJA BERANEK Leidenschaft und pure Freude am Triathlon / Unzertrennlich: Ihr Glücksbringer und treuester Begleiter

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