Schon die ersten Sonnenstrahlen über dem Isartal versprachen einen goldenen Herbsttag auf dem Rennrad für unseren SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 durch’s bayerische Oberland. Die Idee: Eine herrliche Tour zum gemeinsamen Saisonabschluss und gleichzeitig lockeren Auftakt der nächsten Trainingssaison mit unseren Athletes & Friends durch den Indian Summer. Der Plan: Quer durch’s bayerische Oberland in entspanntem Tempo mit viel Zeit für persönliche Gespräche und einer intensiven Pause bei frischem Espresso. Das Resultat: 12 Rider, 140 Kilometer, unzählige Espressi und eine ganze Menge Spass.

 

Die Saison war durch und somit endlich wieder mehr Zeit, um sich in bester Gesellschaft auf das Rennrad zu schwingen. Zeit für persönliche Gespräche und die spannenden Geschichten, Zeit zu fachsimpeln, zu philosophieren und zu geniessen. Der Herbst ist die perfekte Zeit ohne jeglichem Trainingsdruck das Erlebte mit Freunden und Gleichgesinnten Revue passieren zu lassen. Und das Beste daran ist, dass alle währenddessen genau das machen, was sie ganz besonders lieben. Die Vorhersage für den 14. Oktober versprach schliesslich bestes Rennradwetter mit Sonne satt und 22 Grad.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Morgenstimmung in den Isarauen zum Start © Stefan Drexl

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Morgenstimmung in den Isarauen zum Start © Stefan Drexl

 

Im Gruppo Completto der Sonne entgegen

Zum Auftakt unseres ENDLESS SEASON RIDE gab’s erst einmal einen frischen Espresso an unserem ersten Treffpunkt am Kiosk 1917 in Thalkirchen. Schliesslich lieben wir nicht nur Rennradfahren, sondern auch guten Kaffee, das gehört für uns schon immer zusammen. Entsprechend eingestimmt und mit Koffein gestärkt ist das erste Gruppetto um 10:30 Uhr über Harlaching, durch den Perlacher Forst gen Osten zur Kugler Alm aufgebrochen, um dort die weiteren Fahrer zu treffen. Gemeinsam ist il gruppo completo dann der Sonne entgegen bis zum Toursplit nach Otterfing geradelt, und hat dabei die ersten 35 Kilometer intensiv zum ersten Small Talk oder auch erst kennenlernen genutzt.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Im Windschatten der jungen Wilden, Markus und Maxi rollt's locker s/w © Stefan Drexl

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Im Windschatten der jungen Wilden, Markus und Maxi rollt’s locker s/w © Stefan Drexl

 

Endless Season Ride – Ein Ritt durch den Indian Summer

Dort nutzten dann ein paar Fahrer die Option einer kürzeren, flacheren Route zu unserer gemeinsamen Kaffeepause bei MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS nach Hermannsdorf zu fahren. Für alle Anderen ging’s über den Taubenberg durch das Mangfalltal und Leitzachtal nach Bruckmühl. Fortan wurden Strassen schmäler und leerer, die Berge länger und steiler. Aber vor allem wurde es erheblich wärmer, der Himmel blauer und die Wälder immer Bunter. Die Fahrt durch den goldenen Herbsttag wurde zu einem Ritt durch den Indian Summer.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Auf abgelgenen Strassen durch den herbstlichen Wald © Stefan Drexl

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Auf abgelgenen Strassen durch den herbstlichen Wald © Stefan Drexl

 

Der Kick mehr Koffein

Pünktlich um zwei Uhr nachmittags, nach dreieinhalb Stunden und fast ein hundert Kilometern war Hermmannsdorf erreicht. Hinter uns lag bisher eine selektive und abwechslungsreiche, vor allem aber eine landschaftlich herrliche Strecke. Das kleine Gruppetto der kürzeren Route war schon eine halbe Stunde eher eigetroffen und die Espressomaschine in der Kaffeerösterei MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS bereits vorgeheitzt. Andi Merchant, der Gründer von MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS hat uns sehr herzlichen empfangen und sein Barista Lienhart Rau stand längst an den Siebträgern, um den frisch gemahlenen House Blend mit 20% Edelrobusta in unsere Tassen zu pressen. Die edlen Robustabohnen in Merchant’s Bar Mischung geben dem Espresso mehr Körper, eine kräftigere Crema und den gewissen Kick mehr Koffein. Ein Geschmacksabenteuer, dass einfach Bock auf exzellenten Kaffee macht und genau das, was die Fahrer nach zwei Drittel des ENDLESS SEASON RIDE brauchen.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Ein Cappuccino in veredelter Bio Qualität gibt's bei Merchant & Friends © Stefan Drexl

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Ein Cappuccino in veredelter Bio Qualität gibt’s bei Merchant & Friends © Stefan Drexl

 

Süsse Gaumenfreuden für die Heimfahrt

Wer noch etwas mehr Kraft braucht, für den gibt’s Merchant’s SEVENth aus 40% Arabica und 60% Edelrobusta mit einer sehr runden und weichen Tonalität. Übrigens, was den Unterschied der Bohnen von Arabica und Robusta betrifft, das erfahrt Ihr HIER. Dazu gab’s einen selbsgemachten Apfelkuchen für die süssen Gaumenfreuden und um die Speicher noch etwas mit Kohlenhydraten für die Heimfahrt zu befüllen. WUNDERBAR!
 

[Not a valid template]

 

Rechtzeitig zurück zum Ironman Hawaii

Nach einer Stunde Entspannung in der warmen Herbstsonne bei Kaffee und Kuchen haben wir uns wieder in den Sattel geschwungen. Das letzte Drittel galt es noch gen Heimat zu radeln und schliesslich wollte jeder pünktlich zurück sein, denn noch ein weiteres Highlight stand an diesem Samstag Abend auf dem Plan: Der Start des Ironman Hawaii, die Weltmeisterschaft der Triathleten über die Langdistanz war an diesem Abend in Kona und Jan Frodeno wollte das Triple. Doch es kam anders, als mancher dachte, wie sich nachts um halb drei jeder live verfolgen konnte.
 

Wir hatten zum Glück an diesem Nachmittag keine Langdistanz mehr vor uns und haben unsere Rückfaht auch wieder gemeinsam in Angriff genommen. Es galt nur noch einen Anstieg zu überwinden und dann im Schutze des Windschattens 30 Kilometer auszurollen. Nach und nach trennten sich die Wege mancher Fahrer von unserer Gruppe, um die direkte Strecke heimwärts zu nehmen und so kamen wir wieder mit dem selben Gruppetto aus sechs Fahrern an unserem Ausgangspunkt am Kiosk 1917 in Thalkirchen an.
 

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Windschattenspiele vs. Lichtschattenspiele © Stefan Drexl

SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 Indian Summer, Rennrad und viel Espresso / Windschattenspiele vs. Lichtschattenspiele © Stefan Drexl

 

Ein wunderbarer Tag zum ENDLESS SEASON RIDE 17

Besser kann man eine Saison auf dem Rennrad eigentlich nicht beenden und die Vorbereitung auf die nächste Saison starten. Nach wunderbaren 140 Kilometern mit Gleichgesinnten und Freunden ist der SUGAR & PAIN ENDLESS SEASON RIDE 17 schon wieder Geschichte und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr. Geschichte schrieb in dieser Nacht dann auch noch Patrick Lange, der sich auf Hawaii mit einem beherzten Marathon und Streckenrekord zum King of Kona krönte. Was für ein gelungenes Rennen für Patrick und was für ein wunderbarer Tag!
 
 

FACTS ENDLESS SEASON RIDE 2017

  • WANN Samstag, 14. Oktober 2017
  • WER Frauen & Männer, Mädels & Jungs, alle Altersklassen, aller Leistungs
  • START 01 10:20 Uhr Treffpunkt 01 Kiosk 1917 / Abfahrt 10:30 Uhr
  • START 02 10:50 Uhr Treffpunkt 02 Kugler Alm / Abfahrt 11:00 Uhr
  • STRECKE Quer durch’s bayerische Oberland (Round Trip)
  • DISTANZ 100 km / 140 km +/- (je nach Treffpunkt)
  • TEMPO Ø 26 – 28 km/h
  • PAUSE 60 km / 100 km +/- MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS

 

PARTNER DES ENDLESS SEASON RIDE 2017

MERCHANT & FRIENDS Coffee Roasters
CANYON Pure Cycling
MAVIC
POLAR
ULTRASPORTS
 

PHOTOCREDITS

© Jochen Hoops / www.creativehubparis.com for Nicola Werner Challenge 2016
© Stefan Drexl

 

Vor seinem Marathonrekord 2016 kannte kaum jemand Patrick Lange, nur ein Jahr danach gewinnt der 31-Jährige den Ironman Hawaii 2017 und krönt sich zum King of Kona. Während Jan Frodeno einen Wandertag einlegen musste und Lionel Sanders mit ungewöhnlicher Lauftechnik in Front lag, starrt die Triathlonszene gebannt in die Monitore und traute erneut ihren Augen nicht. Patrick Lang wiederholte seinen spektakulären Marathon des Vorjahres und sammelte nicht die Konkurrenz, sondern sämtliche Schwämme an den Verpflegungsstellen ein. Nach Sebastian Kienle stellte der deutsche Profiathlet nur vier Kilometer vor dem Ziel den Führenden und rannte beinahe ungebremst in Rekordzeit nach 08:01:40 Stunden als Erster über die Finishline am King Kamehameha Highway. Beendet Patrick Lange jetzt seine Triathlonkarriere?

 

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Überwältigt von der eigenen Leistung rennt Patrick Lange auf Platz 3 des Ironman Hawaii 2016

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Überwältigt von der eigenen Leistung rennt Patrick Lange auf Platz 3 des Ironman Hawaii 2016

 

Nach schnellen Erfolgen bei der Ironman 70.3 EM Wiesbaden und einem 2. Platz beim Ironman 70.3 Luxemburg plagten den Darmstädter immer wieder Pleiten, Pech und Pannen. Die Konsequenzen folgten auf dem Fuss, denn hinschmeissen kam für den zweifachen Deutschen Duathlon Meister nicht in Frage. Er zog den Stecker und krämpelte sein sportliches Umfeld beinahe komplett um, auch privat sollte sich einiges ändern. Für das größte Aufsehen sorgte wohl sein neuer Trainer Faris Al-Sultan, der erst kurz zuvor seinen Rücktritt als Triathlonprofi erklärte. Das zeigte prompt Wirkung mit dem Gewinn des Ironman Texas 2016, der ersten Langdistanz von Lange und der direkten Qualifikation für Hawaii. So geradlinig und romantisch dieses „Triathlon-Märchen“ jetzt auch klingen mag, war es für den 30-Jährigen emotional und mental jedoch keineswegs. In einem sehr persönlichen Interview während seiner Off-Season erzählt uns Patrick Lange über dein Ironman seines Lebens, die Emotionen während seines Penaltys und den kleinen Mann im Ohr …

 

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / In Rekordzeit von 2:39 Stunden läuft Patrick Lange den Marathon des Ironman Hawaii 2016

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / In Rekordzeit von 2:39 Stunden läuft Patrick Lange den Marathon des Ironman Hawaii 2016

 

PATRICK LANGE, 30 Jahre, Professional Triathlet im Interview

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Auch der Drittplatzierte hat mit seinem Rekordlauf im Ironman Hawaii ausreichend Punkte auf seinem Kona Pro Ranking (KPR) Konto und braucht nur ein „Validation“-Race, um seine Teilnahme beim Ironman Hawaii 2017 zu bestätigen, ebenso wie Sebastian Kienle (2. Platz) und Weltmeister Jan Frodeno. Lange möchte das im Sommer ebenso wie Anja Beranek mit dem Ironman Frankfurt bei den European Championships erldeigen und wird dabei im Duell um die europäische Langdistanz-Krone 2017 auf Vize-Weltmeister Kienle treffen.

 

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Seit 2015 ist Weltmeister Faris Al-Sultan an der Seite von Patrick Lange, als Coach und Trainingspartner mit großem Erfahrungsschatz

INTERVIEW PATRICK LANGE „Triathlon bis ich Hawaii gewinne“ / Seit 2015 ist Weltmeister Faris Al-Sultan an der Seite von Patrick Lange, als Coach und Trainingspartner mit großem Erfahrungsschatz

 

 

MEHR INFORMATIONEN
HOMEPAGE Athlet
HOMEPAGE Canyon Bicycles
PRODUKTTEST Canyon Speedmax CF Di2
HOMEPAGE Sailfish
PRODUKTTEST Sailfish Rebel Swimskin

 

QUELLEN
HOMEPAGE Patrick Lange
WIKIPEDIA Patrick Lange

 

PHOTOS
COPYRIGHT Patrick Lange

Am Sonntag, 8. Oktober haben wir zwei SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good Staffeln auf die 42,195 Kilometer des Marathon München 2017 geschickt. Mit einer Mixed-Staffel und eine Männer-Staffel haben sich je vier Läufern die Marathondistanz geteilt und so die Strecke vom Münchener Olympistadion durch die bayerische Landeshaupstadt und wieder zurück. Dabei ging es aber nicht unbedingt um die schnellste Zeit, es ging um die Freude am Laufen und an einem gesunden Lebensstil. Die drei Mädels und fünf Jungs sind aber vor allem für einen guten Zweck gelaufen und diesen Spirit mit den Läufern, mit den Zuschauern entlang der Strecke, mit den jungen Menschen und besonders jungen Frauen zu teile. SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good für die Unterstützung des Nicola Werner Research Awards.

 

Der Nicola Werner Research Award wurde zur Förderung der Forschung in den Bereichen Virologie, Immunologie und Prävention von Krebserkrankungen ins Leben gerufen. Die acht Läufer und Supporter der beiden Marathonstaffeln haben auf den 42,195 Kilometer diese Motivation, die Philosophie und den Spirit von Nicola Werner durch München transportiert: „Lebe die Musik, die in Dir gespielt wird!” Denn Nicola Werner war eine Künstlerin, aber Sie war auch eine leidenschaftliche Rennradfahrerin und Läuferin. Vor allem hat Nicola Werner die Bewegung geliebt, sie war gerne draußen in der Natur und hat dieses Lebensgefühl in ihren Bildern interpretiert.
 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Team II hat's geschafft mit Sarah, Doro, Jamie, und Sebastian (v.l.n.r.) © Stefan Drexl

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Team II hat’s geschafft mit Sarah, Doro, Jamie, und Sebastian (v.l.n.r.) © Stefan Drexl

 
 

Mit Teamspirit durch das Marathontor

Mit dem SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good wollten wir an diesem Sonntag die besondere Bedeutung von Ausdauersport, von Gesundeheit und der Freiheit und Freude am Laufen, aber auch den Teamspirit teilen. Es war dabei jedem selbst überlassen diese Freiheit und Freude am Laufen selbst zu interpretieren. Der eine als Genussläufer, ein anderer um gemeinsam mit anderen zu laufen oder mancher, um eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen. Jeder der acht Läufer hat sein ganz persönliche Vorstellung vom Spaß am Laufen. Doch nur gemeinsam als Team konnten sie die 42,195 Kilometer schaffen. Jeder Einzelne war ein wichtiges Bindeglied um die einzelnen Segmente zu einem kompletten Marathon zu verknüpfen und dann am Ende gemeinsam den letzten Kilometer durch das Marathontor in das Münchener Olympiastadion zu laufen.
 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Große Freude nach 2:47 Stunden über den 9. Platz für Sami, Patrick, Simon und Gary (v.l.n.r.) © Stefan Drexl

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Große Freude nach 2:47 Stunden über den 9. Platz für Sami, Patrick, Simon und Gary (v.l.n.r.) © Stefan Drexl

 
 

Lebt Euer Leben – es gibt nur eines!

Das Marathontor war aber nur ein Ziel des SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good, denn das zweite Ziel war natürlich die Aufmerksamkeit für den Nicola Werner Research Award steigern, der sich ausschliesslich aus Spenden und Erlösen finanziert. De Nicola Werner Research Award wird einmal jährlich jungen Forschern am Institut Gustave Roussy und dem Deutschen Krebsforschungszentrum übergeben. Ihre Mission ist es, junge Menschen, Ausdauersportler und Läufer für die Notwendigkeit der Erforschung von Therapie- und Präventionsmöglichkeiten einer maligne Neoplasie zu sensibilisiern. Wir möchten die Menschen motivieren sich mehr draussen zu bewegen, zu laufen, sich Ziele zu setzen, ob alleine oder mit einer Staffel die 42,195 Kilometer zu laufen. Aber ganz egal ob solo, mit Freunden oder in einem Team zu laufen, oder ander Läufer am Streckenrand anzufeuern. Es geht letztendlich darum den Spirit in die Welt hinauszutragen, stets ein Ziel zu haben und dabei Grenzen zu überwinden. Lebt Euer Leben – es gibt nur eines!
 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Jamie ist bereit © Stefan Drexl

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Jamie ist bereit © Stefan Drexl

 
 

Always Run with a Smile!

Mit Doro Pieck, Jamie Drexl, Sarah Wilhelm und Sebastian Schmidt im SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good 02, mit Gary Urena Sanchez, Patrick Simonyi, Sami Ritzmann und Simon Drexl im SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good 01 haben das erstmals acht Läufer im Rahmen des Marathon München 2017 getan. Dafür haben wir alle Läufer eigens mit extra produzierten und limitierten SUGAR & PAIN RUN Shirts unseres Kooperationspartners Saucony ausgestattet. Das Laufshirt und die persönlichen Startunterlagen gab es dann für jeden unserer Athleten im SUGAR & PAIN Junk Bag in der NICOLA WERNER CHALLENGE Edition. Es war bemerkenswert mit welchem Einsatz und wie motiviert die beiden Teams trotz des frischen aber typischen Hersttages an diesem Sonntag gerannt sind. Jede Staffel teilte sich dafür die einzelnen Segmenten mit 6,8 km > 14,2 km > 10,5 km > 10,695 km auf, um nach 42,195 km ihr gemeinsames Zeil zu erreichen. Würde einer ausfallen, würde das Team das Olympiastadion nicht erreichen. Jeder wusste, was zu tun war und wofür, und jeder hatte dabei stets daran gedacht: Run! And always Run with a Smile!
 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Während Team I von Patrick auf Gary wechselt, wartet Sebastian auf Jamie für den ersten Wechsel von Team II © Stefan Drexl

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Während Team I von Patrick auf Gary wechselt, wartet Sebastian auf Jamie für den ersten Wechsel von Team II © Stefan Drexl

 
 
Und obwohl manch einer schon die Saison beendet hatte oder sich gar in der Offseason befand, standen den beiden Marathonstaffeln des SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good im Ziel starke Zeiten und Platzierungen zu buche.
 

SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good 01

Startnummer 7224
Läufer 1 Patrick Simonyi 6,8 km 00:28:15
Läufer 2 Gary Urena Sanchez 14,2 km 00:57:10
Läufer 3 Simon Drexl 10,5 km 00:41:25
Läufer 4 Sami Ritzmann 10,695 km 00:40:50
Gesamt 42,195 km 02:47:38
Platz 9
 

SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good 02

Startnummer 7223
Läufer 1 Jamie Ann Drexl 6,8 km 00:30:00
Läufer 2 Sebastian Schmidt 14,2 km 01:05:53
Läufer 3 Sarah Wilhelm 10,5 km 00:54:10
Läufer 4 Doro Pieck 10,695 km 00:46:06
Gesamt 42,195 km 03:16:08
Platz 36
 
 

[Not a valid template]

 
 

SUGAR & PAIN ATHLETES and Friends

Mit Julien Petat und Sven Pollert sind auch zwei Athleten und Freunde von SUGAR & PAIN am Start über die 21,1 Kilometer am Start gewesen und den Spirit über die Strecke getragen. Sven wollte dabei seine persönliche Bestzeit verbesseren und für Julien war der Halbmarathon gleichzeitig der Abschluss seiner Seminararbeit für das Abitur 2018.
 
 

Sven Pollert
Startnummer 12321
21,1 km 01:21:32
 

Julien Petat
Startnummer 13771
21,1 km 01:39:24
 

Die beiden Athleten konnten erfolgreich ihre selbsgesteckten Ziele erreichen, haben an diesem Sonntag wieder alles gegeben und dabei auch richtige Freude gehabt.
 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Motivation für alle Läufer und gute Stimmung an unserem Actionpoint am Gärtnerplatz © Stefan Drexl

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Motivation für alle Läufer und gute Stimmung an unserem Actionpoint am Gärtnerplatz © Stefan Drexl

 
 

SUGAR & PAIN Actionpoint

Wir haben natürlich nicht nur Marathonstaffeln und Athleten ins Rennen am 8. Oktober geschickt, sondern auch für die Zuschauer einen einen SUGAR & PAIN Actionpoint zur Motivation aller Läufer des Marathon München 2017 eingerichtet. Ab 11 Uhr waren wir wieder am Gärtnerplatz bei Kilometer 29,5 aktiv und haben den Spirit „Live the Music that Plays within You“ lautstark den Teilnehmern mit auf ihrem Weg zurück zum Olympiastadion gegeben. Danke allen engagierten Supportern, die Vorort die Sportler angefeuert haben.
 
 

Nicola Werner Challenge Ed.2 / LIVE THE MUSIC THAT PLAYS WITHIN YOU © Moritz Werner

Nicola Werner Challenge Ed.2 / LIVE THE MUSIC THAT PLAYS WITHIN YOU © Moritz Werner


 
 

SUGAR & PAIN Colaboration

Nur durch die Kooperation mit zuverlässigen Partnern, unseren Athleten und Freunden können solche Projekte erfolgreich realisiert werden. Wir möchten an dieser Stelle deshalb Saucony für die Unterstützung der Läufer des SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit funktionellen Laufshirts danken. Unser Dank geht auch an ultraSports für die richtige Energieversorgung der Läufer mit ultraGels und ultraPERFORM Trink. Ein ganz besonderer Dank geht vor allem an Moritz Werner für sein großartiges Engagement zur Unterstützung der Krebsforschung durch seine große Begeisterung für den Ausdauersport, für den Radsport und Laufsport.
 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Kerstin holt schnell noch Croissant und Baguette zum Petit Dejeuner aus der Boulangerie mit unserer limitierten SUGAR & PAIN Junk Bag © Stefan Drexl

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spirit und viel Spass / Kerstin holt schnell noch Croissant und Baguette zum Petit Dejeuner aus der Boulangerie mit unserer limitierten SUGAR & PAIN Junk Bag © Stefan Drexl

 
 

SUGAR & PAIN Hashtags

 

#nicolawernerchallenge
#sugarandpainruns
#sugarandpain4good
#sugarandpainteam
#runyourworld
#themusicinyou
#marathonmuenchen
 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good FACTS

 
WAS

  • MARATHON MÜNCHEN 2017
  • 2 Marathonstaffeln (Team Relay)
  • 8 Läufer
  • 42,195 km
  • 6,8 km; 14,2 km; 10,5 km; 10,695 km

 

WANN & WO

  • Datum: Sonntag, 08. Oktober 2017
  • Startzeit: 10:00 Uhr
  • Start: Coubertinplatz, Olympiapark
  • Ziel: Olympiastadion

 

WER

  • 4 Frauen
  • 4 Männer
  • alle Altersklassen
  • alle Leistungstufen

 
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spaß und viel / Limited Edition SUGAR & PAIN RUNNING Shirt "Run Your Word" plus SUGAR & PAIN JUNK Bag

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Run Four Good mit Speed, Spaß und viel / Limited Edition SUGAR & PAIN RUNNING Shirt „Run Your Word“ plus SUGAR & PAIN JUNK Bag

 
 

DU MÖCHTEST SPENDEN ODER HAST FRAGEN

DONATE NOW WRITE A MESSAGE

 
 

PARTNER DER SUGAR & PAIN TEAM RELAY FOUR GOOD

SAUCONY RUNNING Shirt Run Your World ULTRASPORTS ultraGEL + ultraPERFORM Trink

 

SAUCONY Logo Kooperationspartner ultraSPORTS Logo 300 px

 
 

PHOTOCREDITS

Stefan Drexl
 

Am Samstag, 14. Oktober findet unser SUGAR & PAIN Endless Season RIDE 17 statt, unser Saisonausklang 2017 für Athletes & Friends. Mit dem Rennrad fahren wir eine herrliche Tour durch das bayerische Oberland in entspanntem, moderaten Tempo. Eine lockere Rennradrunde unter Sportlern, mit Freunden und Gleichgesinnten, und auch für den ein oder anderen, den Du dabei erst kennen lernst. Es ist Zeit für interessante Gespräche und spannende Geschichten während dem was wir am Liebsten tun. Dazu gehört natürlich auch guter Espresso und Cappuccino aus frisch gerösteten Kaffeebohnen. Es wird also ganz sicher keine Trainingseinheit, es gibt keine Zeitnahme und Du kannst auch nichts gewinnen ausser einer wunderbaren Zeit miteinander und ein tolles Erlebnis. Gerade deshalb solltest Du bei unserem SUGAR & PAIN Endless Season RIDE 17 dabei sein.

 

Endlich haben wir wieder mehr Zeit für persönliche Gespräche und für die spannenden Geschichten der vergangenen Saison ohne jedem Trainingsdruck und Ambitionen während dem, was wir zwar nicht unbedingt am Besten können aber dafür am Liebsten tun: Rennradfahren. Darum möchten wir für ein paar Stunden und Kilometer eine tolle Zeit gemeinsam mit Dir, mit Freunden und Gelichgesinnten erleben, und auch mit dem ein oder anderen, den Du dabei erst kennen lernen wirst. Schließlich ist der Herbst die beste Gelegenheit eine erfolgreiche Saison Revue passieren zu lassen, Erlebtes auszutauschen, Ideen zu sammeln und Pläne zu schmieden.
 

SUGAR & PAIN Endless Season RIDE 17 mit nachhaltigem Geschmack

Im Oktober heißt es die letzten wärmenden Sonnenstrahlen geniessen und die Tage zu nutzen, wie sie kommen, wenn der Indian Summer seine ganze bunte Pracht entfaltet. Und das Beste daran ist, dass alle von uns währenddessen genau das machen, was Du auch ganz besonders liebst. Genau deshalb legen wir auch großen Wert auf frischen Espresso, Cappuccino und Kuchen in einer der regionalen Kaffeeröstereien und machen eine intensive Pause bei MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS in Hermannsdorf. Für die richtige Qualität Deines Koffeinbedarfs ist also auch gesorgt, denn der ist schliesslich nicht nur eine Frage des guten Geschmacks, sondern ebenso bedeutend für Deine Gesundheit und die Nachhaltigkeit, wie Dein Training und die Regeneration.
 

Unsere Strecke wird Dich von Thalkirchen auf ruhigen Straßen über das südliche Münchener Umland in das Mangfalltal führen. Von dort fahren wir weiter nach Nordosten Richtung Hermannsdorf / Glonn, wo wir nach etwa 80 Kilometern eine ordentliche Pause bei MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS für den aromatischen Koffeinnachschub mit feinsten Kuchenspezialitäten machen werden. Nach unserer Kaffeepause mit hoffentlich intensivem Small Talk fahren wir gen Westen wieder zurück nach München.
 

Perfekte Wettervorhersage für den SUGAR & PAIN Endless Season RIDE 17

Die exakte Streckenführung mit aktuellem Zeitplan und Treffpunkten bekommst nach Deiner persönlichen Anmeldung rechtzeitig zugeschickt. Es ist möglich in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Tempi zu fahren und wir haben auch eine kürzere Strecke zum Zwischenstopp in Hermansdorf als Alternative für eine zweite Gruppe. Die Anmeldung und der SUGAR & PAIN Endless Season RIDE 17 sind kostenfrei. Deinen Espresso oder Cappuccino und Kuchen bezahlst du natürlich selbst. Wir von SUGAR & PAIN freuen uns natürliche über jede Einladung für die Organisation des Endless Season RIDE 17.
 

Wir überlegen uns mit unserem Kooperatiosnpartner MAVIC noch eine kleine Überraschung den ENDLESS SEASON RIDE. Ich persönlich werde erstmals die neuen tubeless Comete Pro Carbon SL UST in den Rahmen einspannen um die entspannte Tour mit der Gruppe für einen ersten Praxistest zu nutzen. Unser Ausweichtermin bei schlechter Witterung ist Sonntag, 15. Oktober 2017. Aktuell sieht die Wettervorhersage nach einem perfekten spätsommerlichen Herbsttag aus. Für unser Planung der Tour und der Kaffeepause bitten wir um Deine schnellst mögliche Anmeldung bis spätestens Freitag 13. Oktober 2017, 12:00 Uhr.
 

JETZT ANMELDEN  
 

ENDLESS SEASON RIDE FACTS 2017

 
WANN & WO

  • Samstag, 14. Oktober 2017 (Ausweichtermin Sonntag, 15.10.)
  • 10:20 Uhr Treffpunkt 01 Kiosk 1917 (Tierparkstraße 2, 81379 München)
    10:30 Uhr Abfahrt
  • 10:50 Uhr Treffpunkt 02 Kugler Alm (Linienstraße 93, 82041 Oberhaching)
    11:00 Uhr Abfahrt

 

WAS

    • Round Trip
    • 2 Distanzen ca. 80 km und ca. 120 km +/- (je nach Treffpunkt)
    • Tempo Ø 26 – 28 km/h
    • Pause nach ca. 60 oder 80 km +/-
    • 2 Strecken(tba. je nach Witterung)

 

WER

    • Frauen & Männer, Mädels & Jungs
      (ab 16 Jahren mit Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten)
    • beherrschen der StVO und des Gruppenfahrens
    • Teilnehmerlimit 20 FahrerInnen

 

EXTRA

    • zwei Gruppen und zwei Tempo möglich
    • zwei Strecken mit selbem Pausenziel möglich
    • wir starten gemeinsam, wir fahren gemeinsam
    • wir warten nach Anstiegen auf die Langsameren
    • es ist ein Social Ride und soll Menschen zusammenbringen
    • es besteht die Möglichkeit auch anderswo zum Gruppetto dazu zu stossen
    • selbständige Verpflegung
    • Kaffeepause bei MERCHANT & FRIENDS COFFEE ROASTERS in Hermannsdorf
    • Deine Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko
    • NO HELMET >> NO RIDE (Absolute Helmpflicht)

 

KOSTEN

    • Deine Teilnahme am SUGAR & PAIN Endless Season RIDE 17 ist kostenfrei
    • Deinen Espresso / Cappuccino + Kuchen bezahlst du natürlich selbst
    • Ich freue mich natürliche über jede Einladung für die tolle Organisation des Endless Season RIDE 17

 

PREISE

    • Zucker, Brot und Peitsche – Sugar and Pain!

 
 

PARTNER DES ENDLESS SEASON RIDE

Rennradschuh Mavic CXR Ultimate
CANYON
FIZIK
MAVIC
POLAR
 

PHOTOCREDITS

© Jochen Hoops / www.creativehubparis.com for Nicola Werner Challenge 2016

 

 

Am 01. Oktober gings nach vielen Jahren wieder in die Karnevalshochburg an den Rhein um zum Saisonfinale den Marathon Köln 2017 zu laufen. Unter dem Motto RUN YOUR WORLD standen die 42,195 Kilometer durch die Hauptstadt der Jecken ganz im Zeichen der Freude und Freiheit des Laufens. Große Ambitionen hatte ich nur fünf Wochen nach dem Ironman Vichy eigentlich keine aber ich sag’s ja nur ungern: Das Wochenende, die Menschen und die Stimmung entlang der sehr winkeligen Strecke waren spektakulär. Und dann war da noch Profi Triathlet Andreas Niedrig. Kölle alaaf!

 
 
Nach einer zu langen Anreise von München sind wir am Freitag Abend nach neun Stunden in Köln angekommen. Verdammt lang her als ich zuletzt hier war, vor vielen Jahren noch während meines Studiums der Sportwissenschaften. Nach einen schnellen, unkomplizierten Check-In im Hotel am Friesenwall war der direkte Weg zu einem erst kürzlich eröffneten, vietnamesisch Restaurant, dass ausschliesslich vegetarisch kocht und biologischen Tofu verwendet. Nicht, dass ich Vegetarier wäre, doch ein Beitrag in der Stadtrevue Köln machte mich in der Tat neugierig.
 

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Das Chum Chay ist der neue Stern am Kölner Himmel vegetarisch vietnamesischer Garküchen © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Das Chum Chay ist der neue Stern am Kölner Himmel vegetarisch vietnamesischer Garküchen © Stefan Drexl


 

VEGETARISCHE GARKÜCHE & VIETNAMESISCHE URLAUBSROMANTIK

Die kleine aisatische Garküche ist mittendrin im Friesenviertel und liegt etwas versteckt in einem Hinterhof am Friesenwall. Geht man durch die Toreinfahrt des historischen Vordergebäudes kommt man in einen begrünten Innenhof und steht direkt vor dem CHUM CHAY und seiner kleinen Terrasse. Es war schon etwas frisch draussen und ich suchte drinnen ein nettes Plätzchen das Ambiente in dem kleinen Restaurant mit seiner offenen Küche, den typisch asiatischen Dachziegeln an der Decke und den Korblampen aus vietnamesichen Hühnerkäfigen wecken Urlaubsromantik. Ein kurzer Blick auf die Wandtafel und die Sache war klar, schließlich gilt: Zwei Tage vor einem Marathon soll man Experimente in der Ernährung tunlichst vermeiden und wertige, leicht verdaulich Kohlenhydrate essen. Darum gab es heute doppelt Reis.
 

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Die Tageskarte der vietnamesichen Garküche Chum Chay ist ein Hochgenuss © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Die Tageskarte der vietnamesichen Garküche Chum Chay ist ein Hochgenuss © Stefan Drexl


 
Was der Chef, Toni Pham hier persönlich auf den Teller bzw. in Schüssel gezaubert hat, dass war ein Hochgenuss und Geschmacksfeuerwerk. Das kommt nicht von ungefähr, erzählte Toni Pham anschließend, schließlich ist er ein alter Hase am Herd und das CHUM CHAY schon sein zweites Lokal seit er vor fast 18 Jahren nach Köln gekommen ist. Für meinen ersten Abend in der Rhein-Metropole war das ein Volltreffer und ich gut satt. Für die feine vietnamesiche Garküche gibt’s von uns drei Sterne für diesen schmackhaften Auftakt. Wer mehr darüber wissen möchte, der sollte auch diesen guten Beitrag der beiden Kölner Food- & Travelblogger Leuk über das CHUM CHAY lesen.
 
MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Carbo Loading mit vegetarischem Dau Hu Sat mit extra Reis in der vietnamesichen Garküche Chum Chay © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Carbo Loading mit vegetarischem Dau Hu Sat mit extra Reis in der vietnamesichen Garküche Chum Chay © Stefan Drexl


 

RUN YOUR WORLD MIT SAUCONY UND ANDREAS NIEDRIG

Für den Samstag Morgen stand noch vor dem Frühstück ein kurzer Lauf auf meinem Programm. Ich wollte unbedingt runter an Rhein und zu den Kranhäusern laufen. Am alten Rheinauhafen ist in den vergangenen zehn Jahren ein komplett neues Viertel mit alten denkmalgeschützten Hafenbauwerken aus Backstein, sowie neuen Wohn- und Geschäftshäusern entstanden. Doch leider hat es so stark geregnet und gestürmt, dass ich meinen Morgenlauf zügig durchgezogen habe. Soblieb viel Zeit für ein ausgiebiges Frühstück und Office bis zum frühen Nachmittag
 

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Triathlonkollege und Ex-Profi Andreas Niedrig hat in einem Motivationvortrag über die Herausforderungen des Lebens gesprochen © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Triathlonkollege und Ex-Profi Andreas Niedrig hat in einem Motivationvortrag über die Herausforderungen des Lebens gesprochen © Stefan Drexl


 
Um vierzehn Uhr war dann unser Meeting mit Saucony anlässlich des Marathon Köln 2017 angesetzt. Zum Glück, denn bei so einem Wetter hätte ich keinen Hund vor die Tür geschickt. Der Auftakt versprach ein Highlight zu werden: Triathlonkollege und Ex-Profi Andreas Niedrig hat über den Triathlon und natürlich über sein sehr intensives Leben mit Höhen und Tiefen einen ergreifenden Vortrag gehalten. Insbesondere über seinen exzessiven Lebensstil als Jugendlicher, aber vor allem darüber wie er sich aus diesen Tiefen und extremen Situation wieder Stück für Stück herausgearbeitet hat, was er daraus gelernt hat und wie das sein heutiges Tun, vor allem sein Triathlontraining und seine Wettkämpfe geprägt hat.
 
MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Andreas Niedrig über die Höhen und Tiefen seines Lebens, über die Lehren und gelernte Motivation © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Andreas Niedrig über die Höhen und Tiefen seines Lebens, über die Lehren und gelernte Motivation © Stefan Drexl


 

MUSS DAS LEBEN IMMER LEICHT SEIN?

Andi hat in seinem Vortrag ein bedeutendes Kernelement der Motivation beschrieben, der Erkenntnis, dass wir selbst entscheiden, ob und was wir, wann und wie tun und letztendlich einzig und alleine selbst die Verantwortung für unser Handeln tragen. Und damit auch die Verantwortung für unser eigenes Glück, nur wir ganz allein und kein anderer sonst. Wer handelt und wer etwas tut, der kann Fehler machen, der kann verlieren, der kann aber gewinnen. Das ist sicherlich kein leichter Weg, aber es ist eine Chance. Wer aber nichts tut, wer sich nur treiben lässt, der hat schon verloren und wird dem Glück wohl nie begegnen. Aber, „wer sagt, dass das Leben immer leicht sein muss?“. Diese rethorische Frage zum Abschluss traf es auf den Punkt und war auch die Headline seines Motivationsvortrags Damit hatte Andreas Niedrig es zumindest geschafft die meisten Läufer im Saal für den morgigen Marathon zu motivieren. Ich war auf jeden Fall stark beeindruckt und hatte auf den 42,195 Kilometern am Sonntag ausreichend Denkstoff.
 

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Die Zeitfahrmaschine von Andreas Niedrig erzählt die Geschichten eines exzessiven Lebens © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Die Zeitfahrmaschine von Andreas Niedrig erzählt die Geschichten eines exzessiven Lebens © Stefan Drexl


 

DIE SAUCONY HIGHLIGHTS FÜR 2018

Auch für die Hersteller von Laufschuhen ist nach der Saison vor der Saison. Deshalb nutzte Saucony als Partner des Marathon Köln 2017 diesen Anlass um seine besonderen Produkt-Highlights für die Saison 2018 den neuen Colourstories und Technologien vorzustellen sowie tiefer auf die neue Markenausrichtung einzugehen. Mit RUN YOUR WORLD überspannt Saucony jetzt sämtliche Kollektionen, die ORIGINALS Serie, die LIFE ON THE RUN Serie und die PERFORMANCE Serie und möchte damit die vielseitigen Interessen seiner Kunden in den Mittelpunkt stellen. Ganz egal ob Läufer oder Nicht-Läufer, jeder findet bei Saucony einen Schuh für sein ganz persönliches Erlebnis und für die Freiheit, selbst zu entscheiden wie er die Welt gestaltet. CLaudia Niemeyer, PR Managerin von Saucony Deutschland und Österreich erklärte, „dass man so in Zukunft noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen eingehen kann und das auch eher der Philosophie von Saucony entspricht.”
 

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Die Saucony Technologien, Highlights und neue RUN YOUR WORLD Philosophie im zweiten Workshop © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Die Saucony Technologien, Highlights und neue RUN YOUR WORLD Philosophie im zweiten Workshop © Stefan Drexl


 
Ich denke, dass ist ein richtiger Schritt des amerikanischen Tradionsunternehmens, von dem alle drei Produktserien hinsichtlich Qualität, Technologie und Innovation profitieren können. Profitieren wird davon aber sicherlich der Kunde, ob Läufer oder Nicht-Läufer, denn schon jetzt bekommt er in den Lifestyle-Schuhen der LIFE ON THE RUN Serie die selben Technologien, wie in der PERFORMANCE Serie. Ich bin auf jeden Fall begeistert von den neuen Entwicklungen und einigen Colourstories. Und dann war da ja noch „Liberty“, der Name ist Programm. Es war ein sehr interessanter Nachmittag mit beeindruckenden Highlights und ich freue mich schon jetzt auf die neue Saison. Wobei, warum neue Saison? Laufen hat doch immer Saison und laufen kann man schließlich immer und überall, und vor allem wohin man will.
 
MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / In Sachen Inspiration und Kreativität kennt Claudia Niemeyer, PR Managerin sich aus © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / In Sachen Inspiration und Kreativität kennt Claudia Niemeyer, PR Managerin D + A sich aus © Stefan Drexl


 

MARATHON KÖLN 2017 – Die beinahe Punktlandung

Die Karnevalshochburg am Rhein war um zehn Uhr bereit für den Start des 21. Marathon Köln. Zum Start in Deutz musste ich nur 2,5 Kilometer und über die Hohenzollern Brücke laufen, was sehr komfortabel war. Der Regen des Vortags ist einem strahlend blauen Sonntag Morgen gewichen, der mit nur 8 Grad dafür besonders frisch startete. Vorsorglich hatte ich ein langes Laufshirt und Handschuhe angzogen, was im späteren Verlauf des Rennens dann etwas warm wurde. Zwar sind 42,195 Kilometer schon eine ordentlich Strecke, aber im Grunde ist diese Geschichte dennoch schnell erzählt. In Köln vielleicht mit ein paar Ecken und Kanten mehr als andernorts.
 

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Auf geht's zum Saisonfinale © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Auf geht’s zum Saisonfinale © Stefan Drexl


 
Eigentlich hatte ich keine großen Ambitionen für das Saisonfinale in Köln, schließlich war der Ironman Vichy erst fünf Wochen zuvor und seither nicht viel Training möglich, aber dann lief es dennoch überraschend gut auf den ersten 10,5 Kilometern. Vielleicht ein bisschen zu schnell nach dem Start, aber doch sehr flüssig. Für diesen Fall war mein Plan jedes weitere Viertel 2,5 Minuten langsamer zu laufen und die drei Stunden anzupeilen um so noch einen Puffer von 5 Minuten zu haben. Aber mit der Halbzeit in Lindenthal war dieser Plan schon wieder fast verworfen. Meine Waden wurden immer härter und schließlich hart wie Beton und ich lief fortan nur noch Messers Schneide, aber dennoch die Zeit weiterhin im Blick. Sieben Kilometer vor dem Ziel war tatsächlich noch immer eine Zeit unter drei Stunden drin, vorausgesetzt die Waden würden halten. Wenn auch knapp, aber es war möglich. Also versuchte ich noch einmal alles rauszuholen, das Tempo stets im Auge und den Kölner Dom in Sicht.
 
MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Stuff for Racing © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Stuff for Racing © Stefan Drexl


 

COLOGNE À LA MINUTE

Nach dem intensiven Kilometerzählen waren es nur noch wenige hundert Meter und es würde tatsächlich perfekt passen. Doch als meine Uhr endlich 42,2 Kilometer angezeigt hat, war noch kein Ziel in Sicht. Selbst 200 Meter weiter noch nicht, aber neben mir war längst der Kölner Dom. Nach 300 Metern fiel dann die drei Stunden Marke und ich bog auf die Zielgerade. Letztendlich konnte ich die Ziellinie nach 3 Stunden plus 1 Minute und 20 Sekunden nach 42,2 Kilometern plus 500 Metern überqueren. Etwas ärgerlich aber im Grunde Makulatur und im Rückblick freue mich über diese Zeit und noch möglich Leistung „à la minute“. Es war ein spektakuläres Finale nach einer sehr langen und intensiven Saison. Was für ein tolles Event zum Abschluss in Köln? Es waren fantastische Meschen und eine sensationelle Atmosphäre entlang der Laufstrecke eines durchaus kurvenreichen und verwinkelten Marathon. Das Wochenende war wieder einmal sehr ereignisreich mit vielen interessanten Menschen, mit spannenden Gesprächen, neuen Kontakten und großartigen Erfahrungen. Danke dem Team von Saucony für die gute Organisation und den tollen Support.
 

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Stets der passende Lifestyle vor und nach dem Training oder Wettkampfstrecke © Stefan Drexl

MARATHON KÖLN 2017 Run Your World alaaf / Stets der passende Lifestyle vor und nach dem Training oder Wettkampfstrecke © Stefan Drexl


 

HASHTAGS MARATHON KÖLN 2017

#marathonkoeln #koelnmarathon #deinkoeln #saucony #runyourworld #lifeontherun #runyourworldkoeln
 
 

INFOS MARATHON KÖLN 2017

CHUM CHAY
Andreas Niedrig – Profi Triathlet und Motivator
Marathon Köln
Marathon Köln 2017 Ergebnisse
 
 

STUFF FOR RACING MARATHON KÖLN 2017

SAUCONY Freedom Laufschuh
OAKLEY EVZERO Prizm Sonnenbrille
SUGAR & PAIN Trucker SnapBack Cap
POLAR V800 GPS Multisportuhr
POLAR H7 Herzfrequenzsensor
ultraSports UltraGel
OAT SNACK Banana Bread
MYPROTEIN Maltodextrin
 
 

QUELLEN

Saucony
Andreas Niedrig – Profi Triathlet und Motivator
Food- & Travelblog Leuk
 
 

PHOTOCREDITS

© docs._.photography
© Stefan Drexl / www.stefandrexl.com
© Saucony

Am Sonntag, 8. Oktober findet der Marathon München 2017 statt und wir schicken mit den SUGAR & PAIN TEAM Relay Four Good gleich zwei Staffeln ins Rennen. Eine Frauen-Staffel und eine Männer-Staffel wird die Marathondistanz mit je vier Läufern in Angriff nehmen. 42,195 Kilometer durch die bayerischen Landeshaupstadt bis ins Olympistadion. Aber es geht dabei nicht um die schnellste Zeit, sondern vor allem um die Freude am Laufen und an einem gesunden Lebensstil. Und es geht darum, diesen Spirit mit jungen Menschen, mit Läufern und Zuschauern zu teilen. Laufen für einen guten Zweck und der Motivation „RUN FOUR GOOD” für die Unterstützung des Nicola Werner Research Awards.

 

Der Nicola Werner Research Award wurde zur Förderung der Forschung in den Bereichen Virologie, Immunologie und Prävention von Krebserkrankungen ins Leben gerufen. Am 9. September fand bereits die 2. Nicola Werner Challenge THE RIDE in Paris statt, an dem auch Athleten des Sugar und Pain Racing teilnahmen. Über 50 Radfahrer transportierten auf den 220km von Paris nach Cabourg die Philosophie und den Spirit von Nicola Werner: „Lebe die Musik, die in Dir gespielt wird!” Nicola Werner war eine Künstlerin und leidenschaftliche Läuferin und Rennradfahrerin. Vor allem hat Nicola Werner die Bewegung geliebt, sie war gerne draußen in der Natur und hat dieses Lebensgefühl in ihren Bildern interpretiert.
 

Nicola Werner Challenge Ed.2 / LIVE THE MUSIC THAT PLAYS WITHIN YOU © Moritz Werner

Nicola Werner Challenge Ed.2 / LIVE THE MUSIC THAT PLAYS WITHIN YOU © Moritz Werner


 

Mit der SUGAR & PAIN 42K Team Relay möchten wir die besondere Bedeutung von Ausdauersport, die Freiheit und Freude am Laufen und den Teamspirit teilen. Es ist dabei jedem selbst überlassen, wie sie oder er diese Freiheit und Freude in diesem Moment, an diesem Tag interpretiert. Ob Du ein Genussläufer bist oder in Deinem Segment eine persönliche Bestzeit aufstellen möchtest. Am Ende zählen die Teamleistung und der Teamspirit gemeinsam die 42,195 Kilometer bewältigt zu haben und durch das Marathontor in das Olympiastadion zu laufen.
 

Wir möchten mit der SUGAR & PAIN Team Relay die Aufmerksamkeit für den Nicola Werner Research Award steigern, der sich aus Spenden und Erlösen finanziert. Einmal jährlich wird der Award junge Forschern am Institut Gustave Roussy und dem Deutschen Krebsforschungszentrum vergeben. Die Mission: Wir möchten junge Menschen, Ausdauersportler und Läufer für die Notwendigkeit der Erforschung von Therapie- und Präventionsmöglichkeiten einer maligne Neoplasie sensibilisiern. Wir möchten jeden motivieren auch selbst die 42,195 Kilometer zu laufen, ob mit Freunden in einem Team oder alleine, um den Spirit in die Welt hinauszutragen und Grenzen zu überwinden. Lebt Euer Leben – es gibt nur eines!
 

Wir freuen uns, dass wir mit Saucony kurzfristig einen Kooperationspartner für dieses Projekt gewinnen konnten, der die SUGAR & PAIN TEAM Relays mit Laufshirts ausstattet. Für ein hochwertige Verpflegung vor, im und nach dem München Marathon wird ultraSports die SUGAR & PAIN TEAM Relays mit ultraGels und ultrPerform Trink unterstützen. Natürlich wäre all das nicht realisierbar, ohne der Begeisterung und dem großen Engagement von Moritz Werner für diesen guten Zweck. Dafür möchten wir uns schon vorab bei allen Beteiligten und den Läufern für die spontane Unterstützung danken.
 

Wir werden am 8. Oktober auch einen SUGAR & PAIN Actionpoint an der Laufstrecke einrichten um alle Teilnehmer des Marathon München 2017 zu motivieren und den Spirit Live The Music That Plays Within You den Läufern mit auf den Weg zu geben. Ab 11 Uhr sind wir nähe Kilometer 29 am Gärtnerplatz. Wir können jede Hilfe und Unterstützung brauchen. Unter den Helfern und engagiertesten Supportern verlosen wir je ein SAUCONY Run Your World Laufshirt in der SUGAR & PAIN limited Edition
 

Die Hashtags für Deine Social Media Posts der SUGAR & PAIN 42K Team Relay, des SUGAR & PAIN Actionpoint und des Marathon München:
 

#nicolawernerchallenge
#sugarandpainruns
#sugarandpain4good
#sugarandpainrelay
#runyourworld
#themusicinyou
#marathonmuenchen
 

Wir wünschen allen Startern des Marathon München 2017 einen erfolgreichen Lauf und viel Freude.
Live the Music that plays within you – Run your World
If it doesn’t Challenge you, it doesn’t Change you
 

MARATHON MÜNCHEN 2017 SUGAR & PAIN TEAM Relay Four Good FACTS

 

WANN & WO

  • Datum: Sonntag, 08. Oktober 2017
  • Startzeit: 10:00 Uhr
  • Start: Coubertinplatz, Olympiapark
  • Ziel: Olympiastadion

 

WAS

  • 2 Marathonstaffeln (Team Relay)
  • 8 Läufer
  • 42,195 km
  • 6,8 km; 14,2 km; 10,5 km; 10,695 km

 

WER

  • 4 Frauen
  • 4 Männer
  • alle Altersklassen
  • alle Leistungstufen

 
 

DU MÖCHTEST SPENDEN ODER HAST FRAGEN

DONATE  

INFOS MARATHON MÜNCHEN 2017

 

PARTNER DER SUGAR & PAIN TEAM RELAY FOR GOOD

SAUCONY Run Your World Laufshirt
ULTRASPORTS
 

PHOTOCREDITS

Stefan Drexl
 

 


Vor, während und nach einer Langdistanz entsteht eine wahre Bilderflut und so hat der IRONMAN Vichy 2017 in der französischen Auvergne erneut viele besondere Einblicke, einzigartige Augenblicke und emotionale Momente hinterlassen. Die intensiven Stunden im Verlaufe des Rennens erzeugen ganze Bilderwelten in den Köpfen der Triathleten, die sich mit den gefühlten Höhen und Tiefen ständig verändern aber nie greifbar werden. Am Streckenrand hingegen werden unzählige Male die Fotoapperate und Smartphones gedrückt und die visuellen Momente ohne wenn und aber eingefroren. Sie zeichnen ein Bild das nur grob vermitteln kann, was in dem Sportler in diesem Moment vorgeht und das ist manchmal vieleicht auch gut so. Es ist deshalbt um so spannender, wenn am Ende des längsten Tages des Jahres die innere Wahrnehmung des Protagonisten auf diese festgehaltenen, eingefrorenen Momente treffen und daraus eine Geschichte entsteht.

 
 

IRONMAN VICHY 2017 Die Fotostory / Die Begeisterung der Franzosen für den Triathlon entlang der Radstrecke ist grenzenlos © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Die Fotostory / Die Begeisterung der Franzosen für den Triathlon entlang der Radstrecke ist grenzenlos © Kerstin Drexl


 
 
Spannend bei der gemeinesamen Auswahl der Motive für die Fotostory waren dabei die Unterschiede der Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Entstanden ist daraus eine interessante Bildergeschichte mit besonderen Einblicken, einzigartigen Augenblicke und emotionalen Momenten aus den vielen verschiedenen Perspektiven vor, während und nach dem Rennen. Hier ist die Fotostory meiner Triathlon Langdistanz durch die französische Auvergne vom Sonntag, 27. August 2017 aus dem Blickwinkel meiner Supporter, meiner Frau und mir.
 
 
Bestimmt interessiert Dich auch „Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse des IRONMAN Vichy 2017“
 
 

Die IRONMAN VICHY 2017 Fotostory

 
[Not a valid template]
 
 

Der IRONMAN VICHY 2017 Race Clip

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
 
 
Link zum RACE CLIP
 
 
VICHY RESULTS 2017
 
 
IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Wo sind hier die Triathleten? Hochbetrieb auf der Laufstrecke vor dem Stadion © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Wo sind hier die Triathleten? Hochbetrieb auf der Laufstrecke vor dem Stadion © Moritz Werner


 
 
Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse des IRONMAN Vichy 2017
DER DRITTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER ZWEITE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER ERSTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
 
 

QUELLEN

Race Report 2015
The Story 2016
Event Homepage IRONMAN
Ville Vichy
Sugar & Pain Racing Team
 
 

PHOTOCREDIT

© Stefan Drexl
© Moritz Werner
© Kerstin Drexl
 


Nach knapp zehn Stunden und zehn Minuten gehe ich über die Ziellinie des IRONMAN Vichy 2017, länger unterwegs als geplant, aber mit einem erfolgreiche Finish. Der Sonntag, 27. August sollte meine schnellste Langdistanz werden und forderte stattdessen große mentale Stärke und ganze Arbeit. Das Ziel war zwischenzeitlich in weite Ferne gerückt, aber wenn du denkst es geht nicht mehr … Doch was hat meine Pläne am längsten Tag des Jahres letztendlich über den Haufen geworfen und wer ist eigentlich Dixie?
Meine Wettkampfanalyse zur Langdistanz in der Auvergne, Frankreich.

 
Morgens um vier Uhr läutet heute bereits der Wecker. Jetzt ist er da, der eine Tag, der seit acht Monaten ein sportlicher Fixstern, Teil jeder Trainingseinheit und des Alltags ist. Auf diesen Tag habe ich 240 Tage hingefiebert, mein komplettes Training ausgerichtet und meine Ernährung angepasst. Für diesen einen Sonntag, den 34. in diesem Jahr, für den 27. August und den IRONMAN Vichy 2017
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

 

MORGENROUTINE VOR DEM LÄNGSTEN TAG

Ich stehe auf, was folgt, ist jetzt Routine, nur wesentlich akribischer. Irgendetwas ist diesmal dennoch anders, fühlt sich anders an, ich kann es nicht beschreiben. Ist wohl Vorwettkampfnervosität? Immer noch, nach über 25 Jahren im Triathlon, eigentlich gut so. Genau das liebe ich an unserer Sportart, ein geiles Gefühl. Ich setze Wasser auf und zünde das Gas, bereite Haferflocken mit Sojamilch vor und fülle frisches Espressopulver in meine Bialetti. Es sind die selben Handgriffe seit vielen Jahren, in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Zwischendurch fülle ich meine Trinkflaschen mit kaltem Tee und Maltodextrin, diesmal die doppelte Menge als für die Mitteldistanzen Lauingen und Erlangen. Ich trinke mein heißes Wasser, das mache ich immer, es bringt den Stoffwechsel und Kreislauf in Gang. Dann sind auch schon die Haferflocken fertig.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

 
Ich packe alles in Ruhe zusammen, für’s Schwimmen sicherheitshalber auch den Neo, doch wahrscheinlich wird das Wasser ohnehin wärmer als 24,6 Grad sein. Ausserdem das gesamte Setup mit Verpflegung und Radschuhen für die zweite Disziplin, das Rad und den Helm habe ich bereits am Samstag Abend eingecheckt. Jetzt nur nichts vergessen. Es ist noch tiefe Nacht und dunkel draussen als ich zum Parc Omnisport du Vichy laufe, um 5:30 Uhr öffnet der Parc fermée, die Wechselzone des IRONMAN Vichy 2017 und es bleiben mir noch 1:20 Stunde bis zum Rolling Start. Im Lac d’Allier. Meine gesamten Utensilien und mein Race Outfit nimmt Kerstin im Auto mit.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

 

WENN’S ARSCHERL BRUMMT, I’S HERZERL G’SUND

Nach nur zwei Kilometern im lockeren Lauftempo beginnt sich mein Magen zu melden und ich springe mal eben schnell auf eine der Designertoiletten an der Flusspromenade. Erneut, wie schon in den Tagen seit unserer Ankunft am Mittwoch, musste es wieder schnell gehen. Ich habe mir wohl auf der Anreise oder im Hotel den Magen verdorben oder einen kleinen Virus eingefangen. Meine letzten kurzen Trainingseinheiten konnte ich alle problemlos absolvieren, wenn auch etwas geschwächt, aber eine gewisse Müdigkeit ist während der Woche vor dem Wettkampf nicht aussergewöhnlich. Ich habe dem also nicht weiter große Beachtung geschenkt, schließlich war mein gesundheitliches Befinden bis zum heutigen Tag insgesamt in Ordnung.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Stefan Drexl

 

LETZTER CHECK VOR DEM START DES IRONMAN VICHY 2017

Als ich die Wechselzone erreiche gehe ich direkt zu meinem Speedmax, das an guter Position steht und heute die Nummer 111 tragen darf. Ich pumpe gleich meine Reifen auf, mit dem neuen Mavic Scheibenrad ist das etwas tricky, und stelle den richtigen Gang ein. Die Radschuhe in die Pedale geklickt und mit Gummis waagrecht fixiert, und die kleine Werkzeugtasche mit den Kartuschen. Dann stecke ich die Trinkflaschen in die Flaschenhalter, fixiere am Lencker zwei Banana Bread und fülle meine Food Box mit Energy Gels und Salztabletten. Zuletzt richte ich noch meinen Radcomputer ein bevor ich zurück gehe und mich umziehe. Es ist Neoverbot, was zwar das Umziehen verkürzt, dafür aber das Schwimmen auch erschwert. Dann werde ich heute wohl den neuen Project X Trisuit von 2XU anziehen und somit erstmals einen Einteiler mit Ärmeln bis zum Ellbogen auf einer längeren Distanz tragen. Für die 3800 Meter im Wasser tragen ich darüber noch die 2XU Swimskin. Black in Black!
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

3800 METER SCHWIMMEN MIT ROLLING START

Gemeinsam mit Kerstin und Moritz gehe ich am Centre Omnisport vorbei zum Schwimmstart im Lac d’Allier, allmählich steigt die Nervosität, noch ein Gel und ein paar Schlücke, die Gedanken fahren Achterbahn und dann folgt tiefe Konzentration vor dem Countdown. Der „Rolling Start“ des IRONMAN Vichy 2017 beginnt um 6:50 Uhr und ich schaffe es sogar relativ weit vorne zu stehen. Alle vier Sekunden können stets drei Athleten ins Wasser, ein ungewöhnliches Startformat, von „smart“ kann hier nicht die Rede sein. Es fehlen die Anspannung und das Adrenalin vor dem Start und damit die wichtige schnelle Startphase, im Grunde fehlt damit das echte Wettkampfgefühl. Das mag für das langsamerste Drittel der Teilnehmer möglicherweise positiv sein, das mittlere Drittel duldet es und die schnelleren empfinden es als einen gravierenden Einschnitt in den Triathlonsport. Es ist keine funktionierende Rennstrategie mehr möglich (Vorschläge könnt ihr gerne per Mail senden), überholte oder überholende Athleten liegen nicht zwingend hinter oder vor einem, der Erste im Ziel ist nicht unbedingt der Schnellste und im Schwimmen gibt es damit nicht mehr das besondere Gefühl eines „First out of the Water“ im laufenden Wettkampf. Das sind nur ein paar Punkte, die ich hier ansprechen möchte, ein objektiver Beitrag zu diesem Thema folgt später.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

OHNE RHYTHMUS MIT SATTEM BASS ZUM LANDGANG

Doch an diesem Sonntag scheinen mich andere Dinge wesentlich mehr zu beschäftigen, denn nach den ersten fünfhundert Metern im Allier habe ich noch keinen Rhythmus gefunden, die Wasserlage ist nicht optimal und es fehlt der letzte Druck mit jedem Armzug. Ich quäle mich durch den ersten Loop mit zweitausend Meter bis zum Landgang und hoffe auf die zweite Hälfte. Die Stimmung entlang der Pier ist spektakulär und die Bässe wummern als ich zum zweiten Mal in den Allier springe. Aber dennoch wird es wohl mein bisher langsamstes Schwimmen werden, das nach exakt einer Stunde beendet ist. Abgehakt. Der erste Wechsel gelingt mir gewohnt schnell, auf dem Weg zum Rad setze ich den Helm auf und verstaue mein Banana Bread in den Rückentaschen. Ich greife mein Rad und erfahre, dass ich dennoch als Sechzehnter aus dem Wasser gekommen bin und im Moment erster meiner Altersklasse bin. Mit diesem positiven Gefühl schwinge ich mich auf den Sattel und rein in die Radschuhe.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

KONZENTRATION UND POSITIVE GEDANKEN

Nach etwas mehr als fünf Kilometer ist man auf der Landstrasse in Richtung Süden unterwegs, ich kann mich in der Aeroposition einrichten und es kehrt etwas Ruhe ein. Zeit für das erste Gel während ich in regelgerechtem Abstand hinter zwei Triathleten herfahre. Dennoch ist hohe Konzentration erforderlich, der französische Strassenbelag ist in der Regel rauh, und zahlreiche Schlaglöcher und Spurrinnen verlangen reaktionsschnelligkeit. Der Rundkurs durch die Auvergne ist zwar relativ flach aber mit vielen Hügeln gespickt, was ihn doch sehr anspruchsvoll macht. Vor allem der Wind dreht zwischen Massive Centrale und dem Puy de Dôme oft und kommt meist aus ungünstiger Richtung. Mein Tritt ist unrhythmisch, wie schon das Schwimmen und ich merke auch auf dem Rad den fehlenden letzten Druck. Allmählich scheint mir die Ursache klar, doch noch verusche ich weiterhin positiv zu denken. Insbesondere so lange ich noch immer Athleten überholen kann und von hinten keiner kommt. Ich schaue kurz auf meinen Spickzettel am Vorbau und lese ein paar kurze Zitate ehe ich meinen Blick wieder voll und ganz der Strasse widme.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Kerstin Drexl

 

KEINE ENERGIE – KEIN DRUCK

Nach fast einer Stunde esse ich den ersten Riegel, doch der will nur kurze Zeit später schon wieder vorne raus. Kann ja mal vorkommen, also doch gleich ein Gel hinterher, schließlich braucht mein Körper jetzt regelmässig Kohlenhydrate. Das Tempo ist okay aber es entspricht nicht meinen Erwartungen, besonders aber entspricht es nicht meinem Plan. Ich trinke regelmäßig, denn die Temperaturen werden spürbar heisser, doch auch davon bleibt höchstens die Hälfte im Magen. Unbeirrt trete ich weiter, checke die Herzfrequenz und denke positiv, denn schließlich ist der Tag lange und es kann noch viel passieren. Die erste Runde habe ich nach 2:25 Stunden abgehakt und greife an der Verpflegungsstelle im vorbeirollen nach meiner persönlichen Trinkflasche. Jetzt noch einmal 90 Kilometer. Die Sonne kommt allmählich durch die Wolken und der Wind nimmt zu. Die Beine werden schwerer, mein Tritt unrund. Ich muss den Druck und mein Tempo reduzieren, der fehlende Energienachschub hat Konsequenzen.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

KURZES HIGHLIGHT UND EIN BIKE SPLIT SUB 5

Ich versuche dennoch weiterhin Energy Gels und Banana Bread regelmäßig im Wechsel zu essen und auch den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Mit meiner schwindenden Energie geht aber auch die Motivation etwas verloren, ich übergebe mich erneut. Erst bei Kilometer 130 etwas überholt mich mein Triathlonfreund Marco, wir reden kurz miteinander und er motivert mich dran zu bleiben. Etwas Ablenkung und ich bin etwas positiv überrascht, denn was muss ich für einen Vorsprung gehabt haben, nachdem Marco erst so spät im Rennen aufgefahren ist. Ein kurzes Highlight, doch der letzte Berg zieht mir die Körner. Ich erreiche nach gesamt 4:58 Stunden endlich das zweite Mal die Wechselzone, gerade noch unter fünf Stunden aber auch acht Minuten langsamer als in Runde eins.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

MONSIEUR DIXIE UND DER TRISUIT

Unterversorgt und natürlich auch genervt von der Situation ziehe ich in Ruhe meine Laufschuhe in der Wechselzone. In meinem Magen rumort es ordentlich. Mit Verlassen des Wechselzeltes nehme ich den direkten Weg in eine der vielen Dixie-Häuschen. „Oh je, was mache ich da?“, denke ich. Erstmals in einem Rennen. Ist aber eine dringend erforderliche Maßnahmen, wenn auch eine ungewollte Premiere. Unfassbar, habe ich diese ein Quardratmeter großen Vollkunstsoffbuden für dringend menschlich Bedürfnisse bisher großräumig umgehen können. Aber! Die Sauberkeit dieses stillen Örtchens überrascht mich durchaus, zumindest noch aktuell, was wohl auch an meiner noch guten Platzierung zum Zeitpunkt des Geschehens liegen mag. Relativ zügig kann ich die reihenhausähnliche Kunsstofftoilettensiedlung des berühmten Architekten Dixie wieder verlassen und nach knapp 4:30 Minuten Wechselzeit in meinen Marathon starten. Das An- und Ausziehens meines erstmals verwendeten Trisuits hat nahezu reibungslos funktioniert. Ist der Triathlon-Einteiler doch sehr eng anliegend und die ellbogenlangen Ärmel können durchaus eine Herausforderung darstellen, selbst für einen IRONMAN Weltmeister, wie man weiss. Aber mich beschäftigt viel mehr die Frage: Wer ist eigentlich dieser Monsieur Dixie?
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

DIE ACHTERBAHN MEINES IRONMAN VICHY 2017

Auf den ersten Kilometern versusche ich meine Konzentration wieder dem eigentlichen wichtigeren Thema und einem gleichmäßigen Lauf- und Atemrhythmus zu widmen. Ich hoffe nach meiner Dixie-Premiere wieder Ruhe in Magen und Darm zu bekommen. Die Verpflegungsstationen lasse ich vorerst links liegen. Bei Kilometer fünf stehen Kerstin und Moritz um mich zu motivieren unbedingt weiterzulaufen. Meine Beine sind schwer, der Magen krampft und die Waden zwicken, was fehlt sind Flüssigkeit und Kohlehydrate, in diesem Fall ist’s ein Teufelskreis. Die Beine wollen stehen, der Kopf sagt weiter. Durch die dritte Verpflegungsstation gehe ich, nehme zwei Orangen und trinke ein paar Schluck Cola. Ich bleibe nicht stehen, aber ich laufe auch nicht. Es werden fast zwei Kilometer gehend, ehe ich wieder weiterlaufe und das fühlt sich dann nicht wirklich gut an. Die Situation ist mir nicht neu, deren Ursache aber schon und ich sehe während der ersten von vier Runden keine Grund den IRONMAN Vichy 2017 tatsächlich zu Ende zu machen. Meine Motivation ist in diesen Momenten am Boden. Die Emotionen fahren Achterbahn. In der nächsten Verpflegung gehe ich wieder, nehme erneut zwei Orangen und trinke ein paar Schluck Cola. Nur diesmal erkennt mich eine Helferin begeistert aus dem Vorjahr und verwickelt mich in ein kurzes Gespräch. „Wir sehen uns ohnehin noch dreimal“, ruft sie auf französisch und ich laufe inutitiv weiter.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

WENN DU DENKST ES GEHT NICHT MEHR – DNF IS NO OPTION!

In diesem Moment war mir klar, dass ich diesen dritten Ironman in zwei Jahren zu Ende bringen werde. Mein primäres Ziels von neun Stunde konnte ich in diesem Zustand längst nicht mehr erreichen. Plan B, das Podium war trotz der aktuell sechsten Position auch nicht mehr zu schaffen. Doch der Tag ist noch lange und auf der Strecke eine ganze Menge motivierter und freundlicher Helfer, mit denen ich in jeder Runde ein paar Worte wechseln konnte. Dazu kommen mit jeder Runde immer mehr Triathleten auf die Laufstrecke, die ich überhole, die mich überholen oder mit denen ich ein paar Kilometer gemeinsam laufe.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Die letzten Kilometer vor dem erfolgreichen Finish © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Die letzten Kilometer vor dem erfolgreichen Finish © Moritz Werner

 
Aber vor allem sind da zusammen mit einem sportbegeisterten französischem Publikum auch meine ganz besonderenSupporter an der Strecke, die besonders eines erwarten dürfen und verdient haben: DID NOT FINISH IS NO OPTION! Oder wie mein besonderers guter, leider viel zu früh verstorbener Freund Stephan stets gesagt hat, wenn’s mal wieder hart und auswegslos schien: „Wenn du denkst es geht nicht mehr, komt von fern ein Lichtlein her, …!“ Ich danke Dir und nach fast zehn Stunden und zehn Minuten gehe ich schließlich über die Zielline.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

RESUMÉE IRONMAN VICHY 2017

Ich habe es wohl ignoriert oder ignorieren wollen, dass ich mir schon in den Tagen vor dem IRONMAN Vichy 2017 einen Magen-Darm-Virus eingefangen habe. Trotz meiner vielen Erfahrung. Ich bin dennoch in das Rennen gestartet als wäre ich zu hundert Prozent fit. Das könnte ein Fehler gewesen sein und ich hätte vorab Maßnahmen egreifen können. Allerdings welche? Es könnt aber auch genau die richtige Entscheidung gewesen sein können, denn bis zu Hälfte des Rennens lief es im Grunde gut und vielleicht gerade deshalb. Ich wäre so oder so an den Start gegangen, denn nichts sprach offensichtlich dagegen. Meine erbrachte Leistung entsprach zwar nicht meinen Erwartungen und Möglichkeiten, es war unter diesen Umständen allerdings die einzige mögliche Leistung, die zu erwarten war. Am Ende des Tages ist das Finish der Erfolg und wenn der Schmerz vergeht dann kommt der Stolz.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / © Moritz Werner

 

DANKE ET MERCI À TOUS

Ein Projekt, wie den IRONMAN Vichy 2017 kann man kaum alleine erfolgreiche ohne der entsprechenden Unterstützung von Familie und Freunden, einem guten Trainer und eventuell Physiotherapeuten oder auch einem guten Radmechaniker bestreiten. Für einen IRONMAN und besonders den langen Weg dorthin braucht es einige gute und interessierte Menschen für ein positives soziales Umfeld mit Geduld und Leidensfähigkeit, wenn eine Langdistanz in unter neun oder höchstens zehn Stunden von Erfolg gekrönt sein soll. Selbst dann bleiben noch immer einige Faktoren, die man selbst nicht unbedingt kontrollieren kann oder im Griff hat, wie sich wieder einmal gezeigt hat. Eine Langdistanz ist anders als jeder andere Triathlon, sie folgt eigenen Gesetzen und ist auch stets eine wunderbare Überraschungskiste. Ganz egal was am Ende dabei herauskommt, alleine wäre man nicht so weit gekommen Deshalb gilt mein besonderer Dank von ganzem Herzen meiner Frau Kerstin und meinem Sohn Simon für Ihre tatkräftigte und emotionale Unterstützung. Auch meinen Freunden und Trainingspartnern, die mich immer wieder motiviert und bei meinen Trainingseinheiten begleitet haben, danke Moritz und Orhan.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Unbegreiflich und glückliche Momente nach einer unerwartet harten und emotionalen Langdistanz © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Unbegreiflich und glückliche Momente nach einer unerwartet harten und emotionalen Langdistanz © Moritz Werner

 
Nur mit einer perfekt funktionierenden Technik ist die zweite Disziplin pannenfrei zu bewältigen und so lief auch in diesem Jahr mein CANYON Speedmax wie geschmiert und rollte mit dem neuen Scheibenrad, der MAVIC Comet richtig schnell über den Asphalt. Danke für die professionelle Unterstützung an Mathias Jooss von MAVIC und an Pascal Ketterer vom Radlabor München für die spontane Optimierung meiner Sitzposition, die gemeinsam erneut für eine der schärfsten Zeitfahrwaffen in der zweiten Disziplin gesorgt haben. Mit ULTRASPORTS sollte die Verpflegung und Energieversorgung diesmal das i-Tüpfelchen sein, es gab allerdings schon im Vorfeld Probleme mit dem Stoffwechsel, so dass hier noch Nachholbedarf ist. Dennoch danke an Nils Grote und Wolfgang Feil für die gute Versorgung mit exzellenten Nahrungsergänzungsprodukten.
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Alles für diesen einen, ganz besonderen Moment © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Alles für diesen einen, ganz besonderen Moment © Moritz Werner

 
Doch alles das könnte nicht zum Einsatz kommen, gäbe es da nicht eine Menge freiwilliger Helfer während solch eines langen Tages entlang der Strecke und eine extrem professionelle Organisation: Amandine und Gael Mainard, ihr habt mit der dritten Auflage des IRONMAN Vichy 2017 und der ersten ohne Profis erneut alle Erwartungen übertroffen und eine grossartige Langdistanz durch die Auvergne und im wohl zauberhaftesten Städtchen im Herzen Frankreichs organisiert. DANKE!
Amandine et Gael Mainard, vous avez dépassé toutes les attentes avec le troisième IRONMAN Vichy 2017 et le premier sans triathlètes professionnels. Vous avez organisé une grande distance longue de triathlon par l’Auvergne et dans la ville la plus charmante au coeur de la France. MERCI BEAUCOUP!

Einen möchte ich an dieser Stelle noch ganz besonders erwähnen, denn schließlich hat er mir und manch anderen Triathleten an diesem Tag sicherlich zu großer Erleichterung verholfen. Danke Monsieur Dixie, denn was rein kommt, muss auch wieder raus!
 

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Vier Mal geht's durch die Galerien der historischen Altstadt vorbei an der alten Oper © Moritz Werner

IRONMAN VICHY 2017 Der Dixie Race Report – Eine Wettkampfanalyse / Vier Mal geht’s durch die Galerien der historischen Altstadt vorbei an der alten Oper © Moritz Werner

 
Den Rücken wollen wir Vichy trotz der Verlängerung aber nicht kehren– noch nicht. Denn das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen!

THE IRONMAN VICHY 2017 – CLIP

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

HERE ist the link to the IRONMAN VICHY 2017 – CLIP in case the video above won’t work

 

MY IRONMAN VICHY 2016 RESULT

2017 / 2016 (Vergleich)
STARTNUMMER 111 / 1446
AGE GROUP M45-49 / M45-49
STARTZEIT 6:50 Uhr / 7:00 Uhr
ROLLING START 4 Athleten pro 4 Sekunden
SCHWIMMEN 01:00:38 (1. AK) / 00:59:49 min (1. AK)
TRANSITION 1 00:02:40 / 00:02:46 min
RADFAHREN 04:58:58 h / 04:53:27 h
TRANSITION 2 00:04:14 / 00:03:23 min
LAUFEN 04:02:39 / 03:24:06 h
FINISH 10:09:06 h / 09:24:30 h
OVER ALL 104 / 84
INDIVIDUAL 20 / 5

SEE MY RESULT ON IRONMAN.COM
MORE DETAILED RESULTS ON MIKA TIMING

 

STUFF FOR RACING IRONMAN VICHY 2017

SWIMMING

2XU Project X Speed Suit
2XU Project X Trisuit
ZOGGS Predator Schwimmbrille
POLAR V800 GPS Multisportuhr
POLAR H7 Herzfrequenzsensor
 

CYCLING

CANYON Speedmax CF Di2 Zeitfahrrad
CONTINENTAL Schlauchreifen
FIZIK Tritone 5.5 Sattel
GIRO Inciter Tri Radschuhe
MAVIC COMET Scheibenrad & CXR80 T Laufrad
POC Cerebel Aerohelm
POLAR V650 Radcomputer
PROFILE DESIGN ATTK Food Unit
 

RUNNING

SAUCONY Freedom Laufschuh
OAKLEY EVZERO Prizm Sonnenbrille
SUGAR & PAIN Trucker SnapBack Cap
 

NUTRITION

ultraSports UltraGel
OAT SNACK Banana Bread
MYPROTEIN Maltodextrin

 
DER ERSTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER ZWEITE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER DRITTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete

 

QUELLEN

Race Report 2015
The Story 2016
IRONMAN Vichy 2017
Ville Vichy
Sugar & Pain Racing Team

 

PHOTOCREDIT

© Stefan Drexl
© Moritz Werner
© Kerstin Drexl
© Bryn Lennon / Getty Images for IRONMAN

 

THIRD TIME IS A CHARM – ALLE GUTEN DINGE SIND DREI – und so sind’s jetz nur noch Tage bis zum IRONMAN Vichy 2017. Die vergangenen acht Wochen waren sehr intensiv, wie sich’s eben gehört vor einer Langdistanz und besonders erlebnisreich. Mit den beiden traditionellen Triathlonrennen in Karlsfeld und Erlangen war ich im Juli auf der Kurzdistanz und Mitteldistanz am Start. Im August ging’s dann mit dem Rennrad in die Berge nach Südtirol, in die Schweiz und Österreich. Neben langen Trainingseinheiten habe ich noch viele Höhenmeter über manchen legendären Alpenpass, wie den Jaufenpass und das Timmelsjoch, sowie den Ofenpass und das Stilfser Joch für den Feinschliff und mentale Stärke gesammelt.

 
Seit Mittwoch sind wir in der Auvergne, dem Herzen Frankreichs angekommen und es scheint als war die Langdistanz 2016 erst gestern und 2015 letzte Woche. Same same, but different! Wir haben bei unserer Ankunft das gleiche Wetter mit strahlend blauem Himmel, den selben heissen Temperaturen von 34 Grad Celsius und sind sogar im gleichen Zimmer untergebracht. Die verbleibende Zeit bis Sonntag Morgen heisst es jetzt Beine hoch legen und erholen, kühlen Kopf bewahren und gute zu essen.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Mit Startnummer zwei als Zweiter aus dem Wasser und im Ziel Platz zwei der Altersklasse © Triathlon Karlsfeld

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Mit Startnummer zwei als Zweiter aus dem Wasser und im Ziel Platz zwei der Altersklasse © Triathlon Karlsfeld

 

IN KARLSFELD MIT STARTNUMMER ZWEI ALS ZWEITER AUS DEM WASSER

Das zehnte Mal in Folge war ich in diesem Jahr beim Triathlon Karlsfeld über die Kurzdistanz am Start. Das bescherte mir von Veranstalter Dieter Asböck zu meiner Freude überraschend die Startnummer zwei und das sogar vor Triathlonprofi Johannes Moldan. Natürlich wollte ich zumindest über die 1500 Meter Schwimme im 21,5 Grad warmen Karlsfelder See dem etwas gerecht werden und so kam ich als Zweiter hinter Profi Moldan mit nur 44 Sekunden Abstand aus dem Wasser. Durch mein fehlendes Tapering in der Vorwoche fehlten über die 45 Kilometer auf dem Rad noch ein paar Prozent Druck in den Beinen und so war durch die übermässig verbrauchte Energie zusammen mit den schwülen Temperaturen auf den 10,5 Kilometern nur noch an ein flottes auslaufen zu denken.

Es reichte mir immerhin noch zu einem 2. Platz in meiner Altersklasse und ich konnte nach diesem Rennen zumindest hinter die Auftaktdisziplin einen Haken setzen. Besonders habe ich mich an diesem Tag aber für meinen Athleten Jakob Heindl gefreut, der mit einem zweiten Platz gesamt hinter Johannes Moldan seine starke Rad- und Laufform demonstriert aber endlich auch gute Schwimmleistung abgeliefert hat.

 

LETZTER TEST AUF DER MITTELDISTANZ HINTERLÄSST FRAGEZEICHEN

Vierzehn Tag darauf sind wir kurz entschlossen noch nach Erlangen, um über die Mitteldistanz des Erlanger Triathlon zu starten. Im Jahr 2015 wurde ich dort gesamt Vierter. Angesichts meiner Vorbereitung auf den IRONMAN Vichy 2017 und dem diesmal sehr starken Teilnehmerfeld war im Grunde im Vorfeld klar, dass eine solch tolle Platzierung nur mit viel Glück drin sein würde. Ich wollte aber einerseits wissen, was auf dem Rad möglich ist, denn im Radlabor München habe ich mit Pascal noch einmal die Sitzposition optimiert. Andererseits wollte ich ein Gefühl für die geplante IRONMAN-Pace bekommen und den Halbmarathon entsprechend laufen. Aus dem Main-Donau-Kanal kam ich schließlich nach 28:15 Minuten über 2000 Meter und bin als Sechster auf den Sattel meines Zeitfahrrades geschwungen.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Optimierung der Sitzpolsition für die Langdistanz im Radlanbor München © Pascal Ketterer

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Optimierung der Sitzpolsition für die Langdistanz im Radlanbor München © Pascal Ketterer

 
Mit einer durchschnittlicher Speed von 38,8 km/h über die zwei Radrunden mit 80 Kilometer habe ich schließlich an Position 14 in die Laufschuhe gewechselt. Für die 21 Kilometer habe ich natürlich vorher Laufsocken angezogen, auch um den Wechsel und Ablauf für die Langdistanz zu üben. Doch schon nach wenigen Kilometern haben sich meine Füsse ähnliche wie zuletzt in Lauingen angefühlt und die Fusssohlen zu brennen begonnen, trotz anderer Socken. Ich versuchte es so lange wie möglich zu ignorieren, an den Verpflegungsstellen ging ich ein paar Meter obwohl es muskulär und energetisch keinen Anlass gab. Das linderte zwar diesen brennenden Schmerz aber kostete auch Zeit und Platzierungen. Nach der Hälfte des Halbmarathons nahm ich raus, um die Gefahr einer Verletzung oder Muskelverhärtung zu vermeiden, schließlich wollte ich meine großes Ziel nicht gefährden. So wurde erneut Zweiter meiner Altersklasse und konnte zumindest hinter die zweite Disziplin jetzt auch einen Haken setzen.

 

REGEN BRINGT SEGEN UND MENTALE STÄRKE

Nach einer Woche der Regeneration bin ich für ein intensives Radwochenenden ins Zillertal gefahren, um unter anderem meinen Freund Moritz wieder zu treffen. Intensiv waren bei der Hinfahrt am Freitag von München über 180 Kilometer mit Valepp, Spitzing und Thiersee weniger die Berge und die Hitze als die abschliessenden 60 Kilometer im Regen. Die erste Einheit im Sinne mentaler Härte. Nachdem wir komplett durchgespült Stumm im Zillertal erreicht haben, war die Schwimmeinheit damit auch absolviert.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Der Spitzingsattel über das Valepp lohnt immer, auch auf dem Weg ins Zillertal © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Der Spitzingsattel über das Valepp lohnt immer, auch auf dem Weg ins Zillertal © Stefan Drexl

 
Am Samstag habe ich mir dann bei Sonnenschein und erneut warmen Temperaturen das Triple der Stauseen am Talende vorgenommen. Nach Schlegeis mit bis zu 14 Prozent Steigung und Zillergrund mit zwölf lies ich das Stillup aufggrund des Wetterumschwungs lieber links liegen und ersetzte es mit 20 Kilometer im Wettkampftempo zurück zur Unterkunft. Nur fünf Kilometer vor dem Ziel wurde dann aus ein paar Regentropfen das heftigtste Gewitter des Jahres im Zillertal mit Überflutungen und zahlreichen Muhrenabgängen. Auf dem kurzen Heimweg wurde ich genauso nass wie tagszuvor. Nach einem Halbmarathon im Dauerregen am nächsten Tag wurden wir am Montag endlich mit durchgängi Sonnenschein und moderaten 22 Grad belohnt, die wir nach einer frühen Schwimmeinheit für eine Tour nach Brandenberg und zu den Reintaler Seen nutzen. So haben wir in vier Tagen dennoch zwölf Kilometer im Wasser, 400 Radkilometer, 40 Kilometer laufen, wenn auch meist in nassen Schuhen zurück gelegt. Ganz besonders aber hat’s den Kopf gewaschen und den Willen gestärkt.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von der Abfahrt des Jaufenpasses geht's direkt in den Anstieg über 29 km zum Timmelsjoch hinauf © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von der Abfahrt des Jaufenpasses geht’s direkt in den Anstieg über 29 km zum Timmelsjoch hinauf © Stefan Drexl

 

DIE KÖNIGSETAPPEN ZU TIMMELSJOCH UND STILFSER JOCH FÜR DAS I-TÜPFELCHEN

Das Beste zum Schluss, mit dieser Philosophie bin ich für zwei der letzten Radeinheiten wieder einmal ins zauberhafte Südtirol gefahren. Mit der ersten stabilen Wetterlage über dem Alpenhauptkamm habe ich mir die große Rundtour des Ötztaler Radmarathons vorgenommen. Die Strecke von Zirl im Inntal über Axams zum Brennerpass, von Sterzing über den Jaufenpass (2094 m) ins Passeiertal und dann hinauf zum Timmelsjoch hat nicht nur mehr als 5000 Höhenmeter sondern einen vielseitig hochalpine Landschaft um die Ötztaler Alpen zu bieten. Wir waren an diesem Sonntag leider etwas zu spät gestartet, so dass wir aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr das Kühtai mitnehmen konnten und das Ziel Ötz am Ende des Tals war. Dieses war der erste Streich, …
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Beeindruckende Bergkulisse am Anstieg zum Timmelsjoch © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Beeindruckende Bergkulisse am Anstieg zum Timmelsjoch © Stefan Drexl

 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Nach Brenner und Jaufenpass der dritte und höchste Strassenpass der Ötztaler Runde, das Timmelsjoch © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Nach Brenner und Jaufenpass der dritte und höchste Strassenpass der Ötztaler Runde, das Timmelsjoch © Stefan Drexl

 
… der Zweite folgte mit dem Stilfser Joch zwei Tage später zugleich. Was mir 2016 noch wegen eines Wetterumschwungs verwehrt war, das war mir in diesem Jahr endlich möglich. Vom Startort Glurns gings als erster auf den Ofenpass (2149 m) hinauf und dann hinunter Richtung Zernez ab vorher rechts ab durch den Tunnel nach Livigno.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Auf dem Weg zum Stilfserjoch von Livigno sind der Passo d'Eira und del Foscagno zu überfahren © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Auf dem Weg zum Stilfserjoch von Livigno sind der Passo d’Eira und del Foscagno zu überfahren © Stefan Drexl

 
Weiter über den Passo d’Eira und Passo di Foscagno hinüber nach Bormio von wo es schließlich über 36 Kehren auf 22 Kilometern mit durchschnittlich 12% Steigung zum Stilfser Joch auf 2757 m hinauf ging, dem zweithöchsten asphaltierten Alpenpass nach den Col de l’Iseran. Nach zwei Cappuccini rollte es dann über die legandäre Südrampe wieder hinunter ins Vinschgau nach Prad und zurüch nach Glurns.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von Bormio zum Stilfserjoch sind's 36 Kehren, nach der Hälfte des Anstiegs mit dem steilsten Teilstück von 14% sind schon neun geschafft © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Von Bormio zum Stilfserjoch sind’s 36 Kehren, nach der Hälfte des Anstiegs mit dem steilsten Teilstück von 14% sind schon neun geschafft © Stefan Drexl

 

DAS BESTE ZUM SCHLUSS

Mit diesen beiden letzten, wunderbaren Touren und den Wochen zuvor mit Zillertal, Erlangen und Karlsfeld war alles getan, was zu tun war und ich begann mit dem Tapering für meinen dritten IRONMAN Vichy 2017. Es gab bisher keinerlei Verletzungen, keine Stürze und erneut ein Jahr, eine Saison ohne Krankheiten und in bester Gesundheit dank der optimalen Balance von Work, Life und Training.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Im letzten Drittel hinauf zum Passo dello Stelvio kommt der Umbrail Pass von Santa Maria © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Im letzten Drittel hinauf zum Passo dello Stelvio kommt der Umbrail Pass von Santa Maria © Stefan Drexl

 
Nur wenn Belastung und Erholung stets optimal an den persönlichen Gegebenheiten angepasst sind, wenn Gleichgewicht und Wohlbefinden stimmen, nur dann ist man in der Lage durch ein individuelles Training, mit der richtigen Ernährung und mit etwas Disziplin seine persönlichen Ziele erfolgreich zu erreichen.
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Es ist vollbracht - die Königsetappe der Radsaison und Vorbereitung auf den IRONMAN Vichy 2017 © Stefan Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Es ist vollbracht – die Königsetappe der Radsaison und Vorbereitung auf den IRONMAN Vichy 2017 © Stefan Drexl

 
Ich habe in den vergangenen acht Monaten sehr viele neue Erfahrungen sammeln können, lange Bewährtes hinterfragt, einiges Neues ausprobiert, manche Dinge wieder verworfen und manches etabliert. Ich habe auf meinem langen Weg im Wasser, auf dem Rad und zu Fuss wieder eine Menge dazu gelernt, tolle Gespräche geführt und neue Freunde gewonnen. Einige Athleten haben meinen Weg gekreuzt und mich begleitet, mancher kurz und andere länger, doch alle haben daran irgendwie Teil gehabt..
 
Das Ziel, es war das Gleiche, aber der Weg war ein anderer. Nur wer neue Wege geht, der kann eigene Spuren hinterlassen und neue Erkennntnisse gewinnen. Drei Tage vor meiner dritten Langdistanz haber ich dieses erste Ziel bereits erreicht und kann am kommenden Sonntag noch einen Punkt dahintersetzen. Keiner weiss, wie es ab 6:50 Uhr morgens laufen wird, was der Tag alles bringen wird. Aber eines ist gewiss, ich werde wieder eine Menge lernen und bin allen dankbar, die mich dabei unterstützt haben. DENN ERFOLG IST KEIN ZUFALL UND DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS!
 

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Jetzt ist es an der Zeit, dass es los geht, werde wieder eine Menge Erfahrungen sammeln und bin allen dankbar, die mich dabei unterstützen © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #3 / Jetzt ist es an der Zeit, dass es los geht, werde wieder eine Menge Erfahrungen sammeln und bin allen dankbar, die mich dabei unterstützen © Kerstin Drexl

 
DER ERSTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER ZWEITE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER DRITTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete

 

QUELLEN

Race Report 2015
The Story 2016
IRONMAN Vichy 2017
Ville Vichy
Club Polentia
Bikeexperience Mallorca
Cecinella
Sugar & Pain Racing Team

 

PHOTOCREDIT

@ Stefan Drexl
@ Moritz Werner
@ Kerstin Drexl

 

RACEWEEK, sieben Tage vor dem Saisonkracher, dem IRONMAN Vichy 2017 und der Blick zurück, zeigt mir klar und deutlich, welche langen Weg man zurückgelegt und großartiges erlebt hat. Nach dem Trainingscamp in der Toskana und drei Wochen Regeneration startete Mitte Mai endlich die Triathlon Saison und damit die zweite Vorbereitungsphase auf den IRONMAN Vichy 2017. Einmal mehr war der legendäre Heidesee Triathlon des DTU Jugend Cups und für Simon der erste nationale Formtest. Für mich war die Kurzdistanz im badischem Forst der Auftakt einer fünfwöchigen Wettkampfphase an dessen Ende die Triathlon Mitteldistanz Lauingen mit dem Sieg meiner Altersklasse stand. Im darauf folgenden Trainingsblock waren große Umfänge in allen drei Disziplinen und knackige Intervalle auf dem Trainingsplan, die wir unter anderem im Chiemgau und Tirol absolvierten. Mit dem Karlsfeld Race und der Mitteldistanz des Triathlon Erlangen konnte ich diese harte Trainingsphase erfolgreich abschliessen. Seven Days, one Week to go!

 
Die legendäre Kurzdistanz des Heidesee Triathlon haben in der Vergangenheit zahlreiche Profis als ersten Formtest der jungen Saison genutzt. Darunter der neunmalige Ironman Gewinner Timo Bracht oder Thomas Hellriegel, Hawaii Sieger 1997 und der Ironman Weltmeister 2014, Sebastian Kienle. Mit Horst Reichel stand 2017 wieder ein deutscher Triathlon-Profi am Start und das ist natürlich immer zusätzliche Motivation. Für Simon jedoch war zuvor der Start des DTU Jugend Cups in dem er erstmals mit den Junioren ins Rennen ging.

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Ein letzter Wink bevor es zum Saison-Opening 2017 an den Start geht © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Ein letzter Wink bevor es zum Saison-Opening 2017 an den Start geht © Kerstin Drexl

 

SAISON-OPENING MIT HEIDEN SPASS UND TEAMGEIST

Als einer der schnellsten Schwimmer war die Erwartung natürlich groß, unseren frisch gebackenen, 18-Jährigen Sohn wieder mit der ersten Gruppe aus dem Wasser kommen zu sehen. Dem wurde der bayerische Meister von 2016 auch voll gerecht, doch wie sich die Sprintdistanz der Junioren dann entwickelte, damit hatte keiner gerechnet. Den Race Report zum Saison-Opening 2017 am Heidesee kannst Du hier lesen.

 
Mit insgesamt zwei Sprintdistanzen, zwei Kurzdistanzen und einer Mitteldistanz innerhalb von fünf Wochen war der Start in die Triathlonsaison 2017 recht ordentlich. Fünf Triathlon-Wettkämpfe das reicht für die meisten Athleten schonin einer Saison. Doch meine Teilnahme an einer der Sprintdistanzen, war eher kurzfristig, um das SCPE Triathlon Team als fünfter Mann in der Triathlon Regionalliga Bayern zu unterstützen. Eine sehr intensive Erfahrung mit nachhaltigem Trainingseffekt, wie sich besonders auf der Laufstrecke im Nachhinein herausstellen sollte. Hier der Race Report zum Start in die Triathlon Regional Liga Bayern.

 
Nach dem Heidesee Triathlon, dem Super- und Teamsprint von Weiden, sowie einer Sprintdistanz in Trebgast war es an der Zeit mich endlich wieder auf den Sattel der Zeitfahrmaschine zu schwingen bevor dann mit der Triathlon Mitteldistanz Lauingen das erste Highlight auf dem Saisonplan stand. Ich suchte mir deshalb kurzfristig noch eine nahegelegene Kurzdistanz und wurde im österreichischen Kirchbichl fündig. Eine Kurzdistanz der besonderen Art, betrachtet man nur die Fakten, aber auch ein besonders gut organisierter Triathlon, der wiederum einige Profis, wie Thomas Steger oder Andreas Giglmayr lockte: 4,5 Runden schwimmen für 1500 Meter, zwei Runden Radfahren à 20 Kilometer mit zweimal 18% Steigung über zwei Kilometer und vier Runden laufen für fast 11 Kilometer mit insgesamt 200 Höhenmetern. Recht knackig nach drei Rennen innerhalb von drei Wochen in den Beinen und als Vorbereitung auf eine durchwegs flache Mitteldistanz im schwäbischen Lauingen.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

 

WENN DIE SONNE KNALLT UND DER MOTOR QUALMT

Das Schwimmen war entgegen der Erwartungen bei 4,5 Runden ein richtiger Spaß. Natürlich ohne Neopren, denn die Badewanne von Kirchbichl hatte fast 25 Grad. Nach etwas mehr als 330 Metern war stets Landgang und das Publikum hat ordentlich angefeuert. Nach zwei Runden begannen natürlich die Überrundungen, doch dank der disziplinierten Teilnehmer war der Weg aussen herum frei und absolut problemlos. Ich kam als fünfter hinter den Pros aus dem Wasser und nach einem schnellen Wechsel, wie immer, ging’s volldampf zum ersten Mal in den 19-prozentigen Anstieg hinein.

 
Ich war mir anfangs nicht sicher, ob noch das Wasser vom Schwimmen ins Visier tropfte oder der Schweiß unter dem heißen Helm. Zusätzlich zu den heissen Temperaturen knallte auch die Sonne in den Hang. Dennoch, der Druck auf dem Pedal war ordentlich und auch die zweite Radrunde lief, wie geschmiert. Allerdings hatte ich währenddessen bereits einen Liter meiner Flaschen geleert, ein deutliches Zeichen der schwülen Witterung., schließlich brauchte der qualmende Motor regelmäßig Kühlung. Nach der ersten Laufrunde (2,5 km) war dann der Motor heiß gelaufen und ich nutzte die Verpflegung vor dem Anstieg zur intensiven Kühlung. Dennoch war das mental kein Problem, denn mehr hatte ich ohnehin nicht erwartet und bis dahin war ich richtig zufrieden. Es war zudem ein Platz auf dem Stockerl in der Altersklasse, gesamt der 11. Platz und jetzt etwas Zeit zu regenerieren.

 

HEISSESR LAUFSTIL IM SCHWABENLAND

Die Triathlon Lauingen war das erste Highlight auf dem Saisonplan, Abschluss der ersten Wettkampfphase. Die Mitteldistanz war zudem ein erster Indikator, um im Juni und Juli an weiteren Stellschrauben für die Langdistanz drehen zu können. Das Teilnehmerfeld über die 2250 Meter Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen ist rund um die schwäbische Klosterstadt zwar übersichtlich aber traditionell stark besetzt. So ist auch Christian Brader wieder am Start um die Schwäbische Meisterschaft gewesen, während Faris Al-Sultan als Läufer einer Staffel auf die Strecke ging und sogar Nicole Leder sich auf die Sprintditanz traute. Thomas Hellriegel musste aufgrund einer Verletzung diesmal leider Absagen.

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Heisse Sohle © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete #2 / Heisse Sohle © Kerstin Drexl

 
Es war mein dritter Start in Lauingen und so konnte ich mit einem sehr schnellen Schwimmen über drei Runden à 750 nach 30:51 Minuten erneut als Erster aus dem Auwaldsee, gemeinsam mit Christian Brader steigen. Wir hatten uns in jeder Runde in der Führung abgewechselt und einen satten Vorsprung herausgeschwommen. Von den vier flachen Radrunden war auf den ersten 20 Kilometern noch etwas Müdigkeit in den Beinen, die während der verbeleibenden 60 Kilometern dann wich. Nach zwei Stunden wechselte ich in der 750 Meter langen Wechselzone vom in meine Laufschuhe bevor ich durch die historische Altstadt hinunter entlang der Donau auf die letzten 21 Kilometer lief.

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Saisonauftakt im badischen Forst - Triathlon Kurzsdistanz Heidesee © Kerstin Drexl

IRONMAN VICHY 2017 The Making of an Ironman Triathlete / Saisonauftakt im badischen Forst – Triathlon Kurzsdistanz Heidesee © Kerstin Drexl

 
Doch gleich zu Beginn brannten die Fusssohlen und die Laufschuhe schienen zu eng, ein bisher eher seltenes Problem und mir bei dem erfahrungsgemäß optimalen und schon viel eingesetzten Setup unerklärlich. Ich musste ein paar Mal anhalten, die Laufschuhe aus und wieder anziehen, um die Bänder zu lockern, doch es half alles nichts. Das kostet natürlich Zeit und trotz des ständigen Gefühls jederzeit einen Wadenkrampf zu bekommen, lief ich den gesamten Halbmarathon letztendlich mit Feuer unter den Füssen in 1:30 Stunden. Ich möchte nicht wissen, wie der heisse Laufstil ausgesehen hat. Auf den letzten Kilometern konnte ich mir dann zum Glück doch noch den Sieg der Altersklasse sichern und insgesamt den 12. Platz. Christian Brader, auf dem Rad und in den Laufschuhen stark, wie die schwäbsche Eisebahn, hat die Triathlon Mitteldistanz Lauingen 2017 gewonnen. Den Grund meiner brennenden Füsse konnte ich jedoch nicht herausfinden und es sollte mich noch einmal erwischen.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check In des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de

 

SCHRAUBEN DREHEN IN DER REGENERATION

Mit diesem Resultat ging erste einmal in die verdiente Regeneration und Saisonpause. Vier Wochen für Erholung, und Analyse, um die Erfahrungen und Erkenntnisse umzusetzen und im nächsten Trainingsblock an den Stellschrauben zu drehen. Mittlerweile war Sommer in München, noch zehn Wochen bis zum IRONMAN Vichy 2017.

 
DER ERSTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER ZWEITE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete
DER DRITTE BLOG des IRONMAN Vichy 2017 The Making Of An Ironman Triathlete

 

QUELLEN

Race Report 2015
The Story 2016
IRONMAN Vichy 2017
Ville Vichy
Club Polentia
Bikeexperience Mallorca
Cecinella
Sugar & Pain Racing Team

 

PHOTOCREDIT

@ Stefan Drexl
@ Moritz Werner
@ Flo Sailer
@ Sven Pollert