ERNÄHRUNG Fasten für den Fettstoffwechsel und mehr Ausdauer
Fasten wirkt sich positiv auf die sportliche Ausdauer und die allgemeine Gesundheit aus. Und, Fasten erfreut sich aufgrund seiner vielfältigen gesundheitlichen und leistungsfördernden Vorteile großer Beliebtheit. Studien zeigen, dass intermittierendes Fasten oder Fastenperioden die Fettverbrennung steigern, die aerobe Ausdauer verbessern und die Erholung fördern können. Dies liegt daran, dass der Körper während des Fastens auf gespeicherte Fettreserven zurückgreift, was die Effizienz des Fettstoffwechsels und die Ausdauerleistung optimiert. Wir beschreiben in diesem Beitrag fünf der besten Fastenmethoden für den Fettstoffwechsel und mehr Ausdauer, interessante Studien und die besonderen Vorteile und des Fastens.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass es positive Effekte auf den Körper hat, sowohl auf metabolischer Ebene als auch auf der Ebene der Zellregeneration, der Prävention von chronischen Erkrankungen und der Ausdauerleistungsfähigkeit, wenn es richtig angewendet wird. Das Fasten fördert die Gewichtsreduktion durch eine Reduktion des Insulinspiegels und steigert die Fettverbrennung.
Darüber hinaus aktiviert das Fasten die sogenannte Autophagie, ein Reparaturmechanismus des Körpers, der beschädigte Zellen abbaut und das Risiko für zahlreiche Krankheiten, einschließlich Krebs und neurodegenerativer Erkrankungen, reduziert. Ferner hat das Fasten entzündungshemmende Effekte, die zur Verbesserung der Herzgesundheit und zur Verringerung chronischer Entzündungen im Körper beitragen können.
Neben den physischen Vorteilen, die sich aus dem Fasten ergeben, sind auch positive Effekte auf die geistige Klarheit, die Konzentration und den Fokus zu beobachten. Darüber hinaus wird von vielen Menschen von einer verbesserten emotionalen Resilienz und einem stärkeren Gefühl der Selbstkontrolle berichtet. Studien legen nahe, dass das Fasten sogar das Risiko für altersbedingte Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer senken kann, da es neuroprotektive Prozesse unterstützt und das Gehirn vor Schäden schützt.
FÜNF DER BESTEN METHODEN ZU FASTEN
Intervall-Fasten
Das 16:8-Modell gehört zu den populärsten Fastenmethoden. Dabei wird über einen Zeitraum von 16 Stunden auf Nahrung verzichtet und in einem Zeitfenster von 8 Stunden eine Nahrungsaufnahme durchgeführt. Diese Methode ist einfach umzusetzen und fördert die Fettverbrennung, verbessert die Insulinempfindlichkeit und stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Es hat sich als effektiv für die Gewichtsreduktion erwiesen und ist gut in den Alltag integrierbar, ohne dass komplexe Ernährungspläne erforderlich sind.
Fasten nach Lürzer
Das Fasten nach Lürzer kombiniert Elemente des Intervallfastens mit speziellen Fastentagen, an denen nur kleine Mengen leicht verdaulicher Nahrungsmittel wie Brühen, Obst oder Gemüse konsumiert werden. Diese Methode ermöglicht es, den Körper regelmäßig in einen Zustand der Ketose zu versetzen, wodurch der Fettabbau gefördert und die Regeneration unterstützt wird. Die Flexibilität dieser Methode macht sie für Menschen attraktiv, die eine moderate Form des Fastens suchen, ohne auf längere Fastenzeiten oder eine strikte Kalorienreduktion angewiesen zu sein.
Heil-Fasten über eine oder mehrere Wochen
Die intensivere Form des Heilfastens, bei der der Körper über einen längeren Zeitraum, typischerweise von mehreren Tagen bis zu drei Wochen, keinerlei feste Nahrung aufnimmt, wird als Heilfasten bezeichnet. Stattdessen wird hauptsächlich Wasser, Tee und in einigen Fällen Gemüsebrühe oder Säfte konsumiert. Heilfasten fördert tiefgehende Entgiftungsprozesse, aktiviert die Autophagie und kann dazu beitragen, chronische Entzündungen zu reduzieren.Es hat sich gezeigt, dass Heilfasten insbesondere für die Regeneration des Verdauungssystems und die Stärkung des Immunsystems vorteilhaft ist.Diese Methode erfordert jedoch eine sorgfältige Vorbereitung und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, da längeres Fasten den Körper stark beanspruchen kann.
Alternierendes Fasten
Das Konzept des alternierenden Fastens (ADF) beschreibt einen Zyklus, in dem zwischen Fastentagen und normalen Tagen alterniert wird. An den Fastentagen wird die Kalorienaufnahme signifikant reduziert (circa 500–600 kcal), während an den Nicht-Fastentagen eine reguläre Ernährung möglich ist. Empirische Studien belegen die Effektivität dieser Methode, insbesondere in Bezug auf die Optimierung des Stoffwechsels, die Förderung des Fettabbaus und die Verbesserung der Insulinempfindlichkeit. Diese Methode zeichnet sich durch eine ausgewogene Herangehensweise aus, die leichter langfristig eingehalten werden kann, ohne drastische Einschränkungen.
Wasserfasten
Eine weitere Variante des Fastens ist das Wasserfasten, bei dem über einen Zeitraum von 24 bis 72 Stunden ausschließlich Wasser konsumiert wird. Es handelt sich um eine sehr intensive Form des Fastens, bei der der Körper in den Zustand der Ketose übergeht, um Fett als Energiequelle zu nutzen. Wasserfasten fördert die Zellregeneration und hat starke entzündungshemmende und entgiftende Effekte. Die vollständige Nahrungsabstinenz bedingt, dass der Organismus auf seine eigenen Ressourcen zurückgreift, was zu einer gründlichen Detoxifikation führen kann. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Methode nur unter medizinischer Aufsicht durchgeführt werden sollte, insbesondere bei längeren Fastenzeiten.
STUDIENLAGE ZUM THEMA FASTEN UND FETSTOFFWECHSEL
Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien beschäftigt sich mit der Wirkung von Fasten auf den Fettstoffwechsel und die sportliche Leistungsfähigkeit. Im Folgenden werden einige relevante Studien und ihre Ergebnisse zu diesen Themen präsentiert.
Intermittierendes Fasten und Fettstoffwechsel
Intermittierendes Fasten (Intermittent Fasting, IF) hat in den letzten Jahren eine gesteigerte Aufmerksamkeit erfahren. Es gibt Hinweise darauf, dass es den Fettstoffwechsel verbessern und die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflussen kann.
Studie: „Intermittent fasting and human metabolic health“ (2015) von Mattson et al.
Ergebnisse: Diese Studie beschreibt, dass intermittierendes Fasten den Fettstoffwechsel optimieren kann, indem es die Insulinempfindlichkeit verbessert und die Fettverbrennung fördert. Fastenperioden aktivieren Prozesse wie die Ketogenese, die den Körper in einen Zustand versetzen, in dem vermehrt Fett als Energiequelle genutzt wird.Relevanz für Sportler: Durch die Verbesserung der Fettverbrennung könnte intermittierendes Fasten die Ausdauerleistung bei Sportlern steigern, da der Körper effizienter Fett als Energiequelle nutzt.
Eine Studie aus dem Jahr 2016 von Tinsley und La Bounty zeigt, dass intermittierendes Fasten bei sportlich aktiven Menschen zu einer verbesserten Fettverbrennung führen kann, ohne negative Auswirkungen auf die Muskelmasse. Besonders hervorzuheben ist, dass Fasten während des Trainings die Fettverbrennung ankurbeln kann.
Langzeitfasten und Stoffwechselanpassungen
Langzeitfasten (d. h. mehr als 24 Stunden) beeinflusst den Fettstoffwechsel und die sportliche Leistung, wobei einige Anpassungen des Körpers den Fettabbau begünstigen (vgl. Chaves et al. 2018).
Die vorliegende Studie zeigt, dass längere Fastenperioden die Lipidstoffwechselrate erhöhen. Es konnte in Studien nachgewiesen werden, dass der menschliche Körper dazu tendiert, während längerer Fastenperioden vermehrt auf die Verbrennung von Fett als primäre Energiequelle zurückzugreifen. Dieser Prozess kann zu einer Reduktion der Körperfettmasse führen.
Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020 von Zabolotny et al. beleuchtet die Auswirkungen von Fasten auf die Ausdauerleistung. In dieser systematischen Übersichtsarbeit wird darauf hingewiesen, dass Fasten vor einem Ausdauertraining (insbesondere in der Form von langen Fastenperioden oder Morgenfasten) die Fettverbrennung im Training optimieren kann.Allerdings kann es auch zu einem Leistungsabfall kommen, wenn das Fasten zu lange andauert oder nicht richtig angepasst wird.
Das Fasten und seine Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit
Ein weiteres interessantes Forschungsgebiet stellt die Auswirkung des Fastens auf die sportliche Leistungsfähigkeit dar, insbesondere im Hinblick auf anaerobe und aerobe Aktivitäten.
Die Studie „The effect of intermittent fasting on performance in endurance and strength sports: a meta-analysis“ (2020) von Santos et al. untersuchte die Auswirkungen des Fastens auf die sportliche Leistungsfähigkeit.
Ergebnisse: Die vorliegende Meta-Analyse untersuchte die Auswirkungen von intermittierendem Fasten auf die Leistung bei Ausdauer- und Kraftsportarten und kam zu dem Ergebnis, dass intermittierendes Fasten in der Regel die Ausdauerleistung fördert, jedoch keine signifikante Verbesserung bei maximaler Kraftleistung oder Explosivkraft bewirkt.Die Verbesserung der Fettverbrennung durch Fasten ist für Sportler, die auf Ausdauer angewiesen sind, von Vorteil.
Die Studie „Effects of intermittent fasting on exercise performance: a systematic review and meta-analysis“ (2019) von Moussavi et al. kommt zu dem Schluss, dass intermittierendes Fasten keine negativen Auswirkungen auf die Ausdauerleistung hat und in einigen Fällen zu einer Verbesserung der Fettverbrennung während körperlicher Aktivität führt. Allerdings gibt es auch Hinweise darauf, dass Fasten die Kraftleistung negativ beeinflussen kann, wenn das Training in einem fastenden Zustand durchgeführt wird.
Das Fasten und die Insulinempfindlichkeit
Das Fasten übt einen signifikanten Einfluss auf die Insulinempfindlichkeit aus, was für den Fettstoffwechsel von zentraler Relevanz ist.Study: „Intermittent fasting improves insulin sensitivity and reduces body fat“ (2016) von Sutton et al.Ergebnisse: Die vorliegende Studie kommt zu dem Schluss, dass intermittierendes Fasten die Insulinempfindlichkeit verbessert, was den Fettabbau fördert. Die Insulinempfindlichkeit wird gesteigert, was zu einer effizienteren Nutzung von Fett als Energieträger führt.
Studie: „Fasting, insulin sensitivity and the role of the ketogenic diet“ (2017) von Paoli et al.
Ergebnisse: Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Fasten und ketogene Diäten die Insulinempfindlichkeit verbessern und den Fettstoffwechsel optimieren können, was in der Theorie die sportliche Leistungsfähigkeit in Ausdauersportarten potenziell steigern könnte.
FAZIT DES FASTENS
Die vorliegende Evidenz legt nahe, dass intermittierende Formen des Fastens einen positiven Einfluss auf die sportliche Ausdauerleistungsfähigkeit und die allgemeine Gesundheit haben können, sofern es adäquat praktiziert wird. Untersuchungen belegen, dass intermittierende Formen des Fastens oder spezifische Fastenperioden die Fettverbrennung steigern, die aerobe Ausdauer verbessern und die Regenerationsphase fördern können. Dieser Effekt ist darauf zurückzuführen, dass während des Fastens die Reserven an gespeicherten Fetten genutzt werden, was zu einer Optimierung der Fettstoffwechsel- und Ausdauerleistung führt.
Aus gesundheitlicher Perspektive wird zudem die Zellregeneration gefördert, es wird eine entzündungshemmende Wirkung erzielt und die Insulinempfindlichkeit verbessert. Darüber hinaus kann es das Risiko von chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verringern.
Für Sportler ist eine individuelle Anpassung des Fastens von Bedeutung, um den Muskelabbau zu vermeiden und die Energielevel während intensiver Trainingseinheiten aufrechtzuerhalten. Die optimale Wirkung zeigt sich oft bei moderatem Fasten in Kombination mit gezieltem Training und ausreichender Erholung.
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