Schlagwortarchiv für: Wintertraining

Dein Bike ist natürlich längst für das Wintertraining top präpariert, Schaltung und Bremsen justiert und sogar Schutzbleche montiert oder doch lieber der Purist. Und wie schaut’s mit deiner Radbekleidung für den Ritt durch die nasse, kalte Jahreszeit aus? Auch eher pur oder doch besser etwas, das funktioniert? Wenn Du’s ernst meinst mit deinem Radtraining bei jeder Witterung, dann sind Wahl und Zahl der Textilien und ihrer Funktionen wichtig, um nicht zu frieren und schon gar nicht zu überhitzen. Nur mit dem richtigen Mix funktioneller Radbekleidung ist dein Radtraining auch bei Kälte und Nässe effektiv und macht vor allem mehr Spass.

Wenn du im Herbst und Winter nur ans richtige Material unterm Sattel denkst, dann wird dir der Spass schnell vergehen und du wirst nach wenigen Kilometern durchnässt und kraftlos auf von deinem Bike steigen wei du frierst. Wenn du stattdessen im Radtrainings trocken und warm bleiben möchtest, dann entscheidet die richtige Radbekleidung über Freud und Leid. Das Zwiebelprinzip ist der bewährte Schlüssel für einen warmen und gut klimatisierten Körper während deines Radtrainings durch den Winter. Nur drei Textilschichten übereinander reichen dabei vollkommen aus: die unterste Schicht sollte atmungsaktiv sein, die Mittlere muss wärmen und die äußere schützt vor Wind und Nässe. Damit bist Du gut eingepackt!

Raus mit dem Schweiss

Man schwitzt natürlich auch bei Kälte, ganz besonders dann, wenn’s bergig wird oder Intervalle auf dem Programm stehen und Du warm angezogen bist. Sobald es aber wieder rollt, würde der Fahrtwind deinen Körper wieder rasch auskühlen, denn die Textilschichten liegen dicht übereinander. Wer da an der Qualität spart, der öffnet einer Erkältung Tür und Tor, bekannt als „Open Window”. Es ist darum wichtig, dass deine erste Textilschicht direkt auf der Haut getragen wird, dass sie Feuchtigkeit optimal aufnehmen und funktionell nach aussen abgeben kann. Gut passende, anliegende Langarmshirts aus synthetischen Materialien mit einem nur geringen Anteil an Baumwolle sind dafür bestens geeignet. Von Shirts aus 100% Baumwolle ist abzuraten, sie sammeln die Feuchtigkeit im Gewebe, werden nass und kalt.

Die Mitte sorgt für’s gute Klima

Die mittlere Schicht deiner Radbekleidung erfüllt die größte Funktion, denn sie sollte zwischen innen und aussen gut vermitteln. Die „Mittelschicht” muss in erster Linie für eine gute Innentemperatur sorgen und sollte anderseits die Feuchtigkeit weiter nach aussen transportieren um für eine gute Zirkulation zu sorgen, so dass sich keine Staunässe bildet oder Überhitzung droht. Die isolierende Textilschicht sollte die Wärme nahe am Körper halten und speichern, und gleichzeitig für frische Luft sorgen indem es atmungsaktiv funktioniert. Das Wetter mit all seinen Facetten und deine Trainingsintensität entscheiden, wie warm (dick) die mittlere Schicht letztendlich ist. Das hängt auch etwas von deiner Erfahrung ab, denn jeder empfindet Temperatur anders. Die Auswahl ist von Fleece bis Daune natürlich groß ist und auch Kleidung aus Merinowolle hat Vorteile, solange es trocken bleibt und die Intensität moderat ist.

Den Elementen trotzen und vor Witterung schützen

Die äußere Schicht muss am meisten leisten. Vor jeder Witterung sollte sie die darunter getragenen Textilien schützen. Die äußere Schicht isoliert deinen Körper vor Kälte, Wind und ganz besonders vor Nässe durch Wasser und Schnee. Sie sollte wasserdicht und atmungsaktiv vor allem aber auch robust sein und zugleich nicht dick auftragen. Sie darf deine Beweglichkeit nicht einschränken und sollte daher gut über die darunter getragenen Schichten passen ohne im Fahrtwind zu flattern oder Falten zu bilden, in denen sich Wasser sammelt. Der Einsatzbereich und deine persönlichen Anforderungen entscheiden über die richtige Wahl des Materials: Ist es draussen nass oder kalt oder beides, überhitzt man schnell oder friert man leicht, und soll sich die Jacke leicht in der Trikottasche verstauen lassen.

Die Auswahl ist gross, sie reicht von der dicken Softshell mit Kälteschutz und Belüftungseinsätzen über die zwei Klimazonenjacke, vorne dicht, hinten belüftet, bis zur ultraleichten, winddichten Regenjacke. Wenn du hier sparst, hat der Spass ein Loch. Setze auf Qualität, denn das hält dich nicht nur bei jeder Witterung länger warm und trocken, sondern ist auch haltbarer und für nachhaltig. Mit einer funktionellen, hochwertigen Radbekleidung schützt du deinen Körper und auch deinen „Spielplatz”, die Natur, und hast mehr Spass im Training und mehr Komfort.

MEHR ZUM THEMA

5 Tipps für mehr Druck auf dem Rad
Wintertraining Biketrainer: Rock ’n‘ Roll im Takt der Trittfrequenz

Mit freundlicher Unterstützung der Firma MAVIC für die Butzung der Produktbilder.

Wenn dir der Winter mit Schnee und Kälte wieder einmal einen Strich durch dein geplantes Radtraining macht, dann ist das Rollentraining auf einem stationären Biketrainer eine optimale Alternative, um nicht erneut die Laufschuhe zu schnürren oder in den Pool zu springen und an der Radform zu arbeiten. Das regelmässige Training auf dem stationären Biketrainer ist witterungsunabhängig, ermöglicht einen sanften Trainingseinstieg und sorgt für die wichtigen Grundlagenkilometer. Mit kaum einem anderen Trainingsgerät lassen sich radspezifische Schwächen effektiver verbessern als auf einem Biketrainer. Per Widerstand und Trittfrequenz lässt sich das Training sehr gut steuern und ideal an der Kraftausdauer und Schnellkraft feilen. Also rauf auf die Rolle, damit die Form der vergangenen Saison nicht ganz verloren geht und es in der nächsten noch besser rockt und rollt.
 
 

Für die Meisten startet die neue Radsaison in den eigenen vier Wänden ist auf dem Biketrainer – zumindest für all jene nördlich der Alpen, die ein Trainingsziel haben oder nur schwer von ihrem Rennrad zu trennen sind. Die ersten Kilometer des Jahres nach der Off-Season können zwar anfangs manchmal zäh und schwer sein, doch mit einem guten Roadmovie oder einer Trainingssoftware, wie ZWIFT kommt man wieder relativ zügig in einen lockeren Tretrhythmus, und das im wohlig-warmen, trockenen Heim. Darin liegen für manch einen auch die besondere Motvation und grossen Vorteilen des Rollentrainings: Bei Nässe, Kälte oder Dunkelheit, ganz egal, man kann sich je nach Lust und Laune zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Sattel schwingen und lostreten. Vorausgesetzt der Nachbar hat einen guten Schlaf. Es gibt also kaum noch Ausreden, das Rennrad länger in der Ecke stehen zu lassen. Mit dem richtigen Sound auf den Ohren, einem packenden Film im Blick und einem guten Rollentrainer, kommt es schon mal vor, dass so mancher mehr Kilometer im Wohnzimmer runterspult als die restliche Saison auf der Strasse – das macht Bock auf Rock ’n’ Roll.
 
 

DIE FREQUENZ UND WATT STEUERN DAS ROLLENTRAINING

Auch auf den Rollentrainer solltest du stets gut erholt steigen und das stationäre Kilometersammeln nicht als Secondhand-Training oder notwendiges Übel betrachten. Das Radtraining auf dem stationären Biketrainer ist für den Körper sehr anstrengend und auch für den Kopf äusserst belastend, besonders wegen des fehlenden Gegenwindes. Die Körpertemperatur steigt während des Rollentrainings aufgrund der fehlenden Kühlung um fast drei Grad an. Selbst die Herzfrequenz und gefühlte Belastung sind bei gleicher Leistung meist etwas höher als auf der Strasse. Es kann deshalb vorkommen, dass die gewohnten Trainingsbereiche weniger relevant sind und teilweise angepasst werden müssen. Es is aus diesem Grund auch nur bedingt geeignet, ausschliesslich die Herzfrequenz für die Trainingssteuerung zu nutzen.
 
 

DIE GRUNDLAGENAUSDAUER NICHT VERNACHLÄSSIGEN

Die Herzfrequenz zusammen mit dem relativen Belastungsempfinden stets im Blick zu haben ist dennoch sinnvoll zu empfehlen, um nicht irgendwann überhitzt vom Rad zu fallen. Deshalb auch auf dem Rollentrainer regelmässig trinken. Am besten kombiniert man die Herzfrequenz mit der Trittfrequenz und benutzt ein Powermeter, das die absolute Belastung in Watt misst, sofern im Budget. Denn ansonsten ist das Risiko natürlich gegeben, dass man sich regelmäßig überbelastet und die Grundlagenausdauer vernachlässigt. Ein typisches Phänomen zu vieler, intensiver Spinning-Stunden im Sportstudio oder zu vieler ambitionierter Trainingsrennen auf ZWIFT. Auch das winterliche Radtraining auf dem Rollentrainer erfordert eine cleverer Trainingsplanung und Trainingssteuerung.
 
 

WINTERTRAINING BIKETRAINER Rock ’n’ Roll im Takt der Trittfrequenz / Der KICKR Rollentrainer von WAHOO © wahoofitness.com

WINTERTRAINING BIKETRAINER Rock ’n’ Roll im Takt der Trittfrequenz / Der KICKR Rollentrainer von WAHOO © wahoofitness.com


 
 

MODERNE BIKETRAINER FÖRDERN KOORDINATION, KONDITION UND MOTIVATION

Auf stationären Biketrainern, wie dem WAHOO Kickr und ähnlichen, kann neben der Trettechnik auch ideal an der Koordination, Biomechanik und Ökonomie des Rennradfahrens gearbeitet werden. Abwechselnd einbeinig zu treten, trainiert den runden Tritt und die koordinativen Fähigkeiten, um die verschiedenen Tretphasen richtig auszuführen. Ebenso stellen Antritte und kraftvolle Sprints mit hohen Trittfrequenzen sowie HIIT-Einheiten grosse Herausforderungen dar, deren Trainingseffekte für die Leistungsentwicklung äusserst positiv sind. Viele Übungen, die im Freien kaum oder nur schwer unter gleichbleibenden Bedingungen ausgeführt werden können, lassen sich auf neuen Rollentrainern mit hoher Schwungmasse und einem festem Standgewicht optimal in das Trainingsprogramm integrieren.
 
 

Die Trainingseinheiten auf dem stationären Biketrainer sind also nicht nur ein geeignetes Alternativtraining, um noch mehr mit jeder Kurbelumdrehung aus jedem Tritt herauszuholen, sondern können selbst dann, wenn’s draussen schon milder wird, in den wöchentlichen Trainingsplan optimal integriert werden. Der Komfort moderner Rollentrainer ist dank neuer technischer Möglichkeiten und der Digitalisierung enorm gestiegen. Wer das Training auf der Rolle regelmässig in seine Vorbereitung auf die Radsaison oder Triathlonsaison einplanen möchte oder vielleicht sogar muss, der sollte etwas mehr investieren und kann damit nicht nur seine Leistung, sondern auch die Motivation für das Radtraining in den eigenen vier Wänden erheblich zu steigern.
 
 

ROLLENTRAINING MIT TRETTECHNIK FÜR SCHNELLKRAFT UND KRAFTAUSDAUER

 
TRAININGSDAUER 77 min
 
ERWÄRMEN
15 min Warm Up
95 – 100 U/min Trittfrequenz, locker – moderater Widerstand steigern
 
TECHNIK
15 min „Runder Tritt“
5 x (1 min 85 U/min einbeinig links plus 1 min einbeinig rechts plus 1 min 105 U/min beidbeinig, moderater Widerstand)
Beachte: Oberkörper stabilisieren, Hüfte nicht vorkippen!
 
SCHNELLKRAFT
15 min Sprints
5 x (2 min locker 85 – 95 U/min + 1 min steigern auf maximale Trittfrequenz, moderater – harter Widerstand)
Beachte: fester Griff am Unterlenker, im Sattel sitzen (nicht hüpfen), Oberkörper stabil!
 
KRAFTAUSDAUER
22 min Hill Climb progressiv
Start 2 min 120 Watt 75 – 85 U/min
Alle 2 min plus 10 Watt (Trittfrequenz halten)
Finish 2 min 220 Watt 75 – 85 U/min
 
AUSROLLEN
10 min Cool Down
95 -100 U/min, moderater – leichter Widerstand mindern mindern.
 
 

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN …
WAHOO
TACX
ZWIFT
SRM
POLAR
GARMIN
 
 

PHOTOCREDITS
Stefan Drexl