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Für ein erfrischendes Geschmackserlebnis im Sommer und Winter sorgt MAS HUNI mit vielen hochwertigen Proteinen und gesunden Fetten. Das typisch maledivische Rezept ist reich an essenziellen Nährstoffen und Vitaminen und kann ausschliesslich aus frischen und natürlichen Zutaten hergestellt werden. MAS HUNI ist im Handumdrehen zubereitet und lecker zu jeder Tageszeit ob zum Frühstück auf den Toast, mittags im Wrap oder als Beilage. Es verbessert die Regeneration nach intensiven Trainingseinheiten und stärkt das Immunsystem.

Mas Huni zählt zu den traditionellen Grundnahrungsmitteln auf den Malediven und passt zum Frühstück ebenso, wie als Beilage zum Abendessen oder einfach mal zwischendurch auf Toast oder im Wrap. Der Blick über den Tellerrand in die Küchen ferner Esskulturen lohnt sich immer und sorgt meist für erfrischende Abwechslung einer natürlichen und ausgewogenen Ernährung. Mas Huni ist herzhaft würzige und fruchtig. Es wird aus Thunfisch und frischer Kokosnuss mit Koriander, Pfefferminze und Chili zubereitet. Auf den Inseln im indischen Ozean wird es am frühen Morgen in frisch gebackenes Roshi gefüllt, einem maledivischen Fladenbrot.

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Das Kommt rein © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Das Kommt rein © Stefan Drexl

Mas Huni – Fisch und Kokosnuss

Mas Huni ist eine ideale natürliche Mahlzeit nach intensiven Trainingseinheiten oder vor Fettstoffwechseltraining im Grundlagenausdauerbereich. Es is reichhaltig an hochwertigen Aminosäuren und gesunden gesättigten und ungesätigten Fettsäuren, essentiellen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen.

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Die Zutaten © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Die Zutaten © Stefan Drexl

Mas Huni – Rezept

Das kommt rein

Die Zutaten für 2-4 Personen
250 g Thunfisch im Glas oder frisch als Tartar
200 g Kokosraspel
250 ml Kokosmilch
1-2 Limette
1-2 Handvoll frische Pfefferminze
1-2 Handvoll frischer Koriander
1 rote Chilischote entkernt
1 Prise Salz

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Thunfisch & Kokosraspel gut mischen © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Thunfisch & Kokosraspel gut mischen © Stefan Drexl

Das braucht’s

Das Werkzeug
2 Esslöffel
1 Zitruspresse
1 Messer
1 Raspel
1 Wiegemesser
1 Schneidebrett
1 Grosse Schale
2 Kleine Schalen

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Chili. Koriander, Pfefferminze und Limette dazugeben © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Chili. Koriander, Pfefferminze und Limette dazugeben © Stefan Drexl

Das dauert’s

Die Zubereitungszeit
ca. 20 Minuten

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Alle Zutaten gut miteinander vermischen und mit Kokosmilch saftig abschmecken © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Alle Zutaten gut miteinander vermischen und mit Kokosmilch saftig abschmecken © Stefan Drexl

So geht’s

Die Zubereitung (Variante)

  1. Die frische Pfefferminze und den frischen Koriander waschen, abtrocknen und mit dem Wiegemesser sehr klein schneiden.
  2. Die Chilischote längs öffnen und entkernen. Die übrige Schale erst in Streifen und dann kleinst möglich mit dem Wiegemesser schneiden.
  3. Die Limette gut waschen und die dünne Oberschale mit einer Reibe fein abraspeln- nicht tiefer, sonst wird’s bitter. Die restliche Limette halbieren, den Saft auspressen und anschliessend mit der geraspelten Limettenschale vermengen.
  4. Den Thunfisch aus dem Glas in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen, in eine grosse Schale geben und mit einer Gabel fein zerkleinern.
  5. Die Kokosraspel zusammen mit der fein geschnittenen Chilischote, der Pfefferminze und dem Koriander dazu geben und mit dem zerkleinerten Thunfisch gut vermengen.
  6. Eine Prise Salz dazu und gut vermischen.
  7. Den Limettensaft mit der geraspelten Limettenschale dazu geben und mit dem zerkleinerten Thunfisch gut vermengen.
  8. Die Kokosmilch gut schütteln und dazu geben, den Menge je nach Geschmack, so dass es dezent saftig und nicht zu trocken aber keinesfalls matschig wird
  9. Jetzt lass es dir gut schmecken!
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Guten Appetit © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Guten Appetit © Stefan Drexl

Da kommt’S her

Die Herkunft des Has Muni
Malediven. Indischer Ozean

MAS HUNI  – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Frisch geraspelte Kokosnuss © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Frisch geraspelte Kokosnuss © Stefan Drexl

Das Steckt drin

Die Nährstoffe im Has Muni

MAS HUNI  – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Thunfisch © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Thunfisch © Stefan Drexl

THUNFISCH 100 g (130 kcal)
Protein 29 g
Fette 0,6 g
gesättigte Fettsäuren 0,2 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,2 g
einfach ungesättigte Fettsäuren 0,1 g
Kohlenhydrate 0 g

Cholesterin 47 mg
Eisen 0,9 mg
Kalium 527 mg
Kalzium 4 mg
Magnesium 42 mg
Natrium 54 mg

Vitamin A
Vitamin D
Vitamin B6
Vitamin B12

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Kokosraspel © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Kokosraspel © Stefan Drexl

KOKOSNUSS 100 g (354 kcal)
Protein 3,3 g
Fette 33 g
gesättigte Fettsäuren 30 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,4 g
einfach ungesättigte Fettsäuren 1,4 g
Kohlenhydrate 15 g
Ballaststoff 9 g
Zucker 6 g

Eisen 2,4 mg
Kalium 356 mg
Kalzium 14 mg
Magnesium 32 mg
Natrium 20 mg

Vitamin C
Vitamin B6
Vitamin B12
Vitamin D

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Kokosmilch © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Kokosmilch © Stefan Drexl

KOKOSMILCH 100 g (230 kcal)

Protein 2,3 g
Fette 24 g
gesättigte Fettsäuren 21 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,3 g
einfach ungesättigte Fettsäuren 1 g
Kohlenhydrate 6 g
Ballaststoff 2,2 g
Zucker 3,3 g

Eisen 1,6 mg
Kalium 263 mg
Kalzium 16 mg
Magnesium 37 mg
Natrium 15 mg

Vitamin C 2,8 mg

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Koriander © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Koriander © Stefan Drexl

KORIANDER 100 g (22 kcal)

Protein 2,1 g
Fette 0,5 g
Kohlenhydrate 3,7 g
Zucker 0,9 g
Ballaststoffe 2,8 g

Eisen 2,5 mg
Kalium 521 mg
Kalzium 67 mg
Kupfer 0,2 mg
Mangan 0,4 mg
Phosphor 48 mg

Vitamin A
Vitamin B1
Vitamin B2
Vitamin B6
Vitamin C
Vitamin E

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Pfefferminze © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Pfefferminze © Stefan Drexl

PFEFFERMINZE 100 g (44 kcal)

Protein 3,8 g
Fette 0,9 g
gesättigte Fettsäuren 0,2 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,5 g
einfach ungesättigte Fettsäuren 0 g
Kohlenhydrate 15 g
Ballaststoff 8 g
Zucker 7 g

Eisen 5,1 mg
Kalium 569 mg
Kalzium 243 mg
Magnesium 80 mg
Natrium 31 mg

Vitamin A
Vitamin C
Vitamin B6

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Limette © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Limette © Stefan Drexl

LIMETTE 100 g (30 kcal)

Protein 0,7 g
Fette 0,2 g
gesättigte Fettsäuren 0 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,1 g
einfach ungesättigte Fettsäuren 0 g
Kohlenhydrate 11 g
Ballaststoff 2,8 g
Zucker 1,7 g

Eisen 0,6 mg
Kalium 102 mg
Kalzium 33 mg
Magnesium 6 mg
Natrium 2 mg                 

Vitamin A
Vitamin B6
Vitamin C

MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Chili © Stefan Drexl
MAS HUNI – ERFRISCHEND HOCHWERTIGE PROTEINE UND FETTE / Chili © Stefan Drexl

CHILI 100 g (40 kcal)

Protein 1,9 g
Fette 0,4 g
gesättigte Fettsäuren 0 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,2 g
einfach ungesättigte Fettsäuren 0 g
Kohlenhydrate 9 g
Ballaststoff 1,5 g 
Zucker 5 g

Eisen 1 mg
Kalium 322 mg
Kalzium 14 mg
Magnesium 23 mg
Natrium 9 mg

Vitamin A
Vitamin C
Vitamin B6

Quellen

Wikipedia
Wikifit


Wenn’s im Frühling und Sommer heiss ist und die Sonne scheint, dann sind thailändische Summer Rolls eine sensationell erfischende Mahlzeit nach dem Training. Ich liebe selbstgemachte, frische Gemüserollen in Reispapier mit Erdnusssauce. Sie sind im Handumdrehen selbst zubereitet und liefern wichtige Nährstoffe, nicht nur für Ausdauersportler. Ich empfehle das gesunde Fingerfood meinen Athleten auch gerne in der Taperphase, es ist leicht verdaulich, wunderbar erfrischend und richtig lecker. Summer Rolls kannst du in den verschiedensten Variationen zubereiten, zu Haue, im Büro oder auch auf Reisen. Vegetarisch mit rohem Gemüse und frischen Kräutern, wie Koriander oder Pfefferminze, sind die fruchtig frischen Rollen ein schnelles, günstiges Rezept und vor allem kohlenhydratarm …

 
 

Summer Rolls sind äusserst gesund, denn sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fette. Wenn du noch Garnelen dazurollst, werden sie zu hochwertigen Proteinspendern, für die extra Portion Kohlenhydrate gibst du einfach Reisnudeln dazu. Summer Rolls sind wunderbar als leichte Vorspeise oder auch als Haupgericht. Zu Hause vorbereitet kannst du die vorgekühlten Zutaten fast allen Orts als handlichen Snack selbst rollen. Das natürlich besser ohne Meeresfrüchte aber dafür eine feine Erdnusssauce als würzigen Dip. Als Verpflegung in der Trikottasche habe ich es noch nicht ausprobiert, sicherlich schick könnten die asiatischen Vitaminbomben auf dem Oberrohr der Zeitfahrmaschine aussehen. Für hausgemachte Summer Rolls brauchst du kaum Zubehör und sämtliche Zutaten bekommst du je nach Rezept, auf dem Wochenmarkt, am Gemüsestand und im Asiamarkt.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Limette, Knoblauch, Ingwer © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Limette, Knoblauch, Ingwer © Stefan Drexl

 
 

Die Basis für den würzigen Dip ist Erdnussbutter, sie enthält hochwertige Proteine, viele wertvolle einfach- und mehrfach-ungesättigte Fette sowie einige gesunde gesättigte Fette. Alternativ kannst du auch Mandelbutter verwenden, sie schmeckt etwas süsslicher und ist cremiger, wird aber ebenso aus nur einer Zutat, nämlich der jeweiligen Nusssorte. Egal für welche Nuss du dich entscheidest, beide sind gleich hochwertig und gesund, und enthalten ähnliche Nährstoffe. Für die Zubereitung der cremigen Sosse gibst du etwas Sojasauce, Ingwer und Chili dazu, sie wird deinen hausgemachten, frischen Summer Rolls ein würzig süsses und pikantes Aroma geben.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Pfefferminze © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Pfefferminze © Stefan Drexl

 
 

DAS DAUERT’S – DIE ZUBEREITUNGSZEIT VON SUMMER ROLLS

Für 4 – 8 Personen
40 Minuten Vorbereitungszeit
2 Minuten Rollzeit / Rolle
 
 

DAS KOMMT REIN – DIE ZUTATEN FÜR SUMMER ROLLS

16 Blätter Reispapier
1 -2 Avocado https://de.wikipedia.org/wiki/Avocado
2 -3 Karotten
2 Limette
1 Romain Lettuce Salatherzen
½ Salatgurke entkernt
200 g Sojasprossen
1 rote Spitzpaprika
1 Handvoll frische Pfefferminze
1 Handvoll frischer Thai Basilikum
1 Handvoll frischer Koriander
 

Option
100 g gekochte Reisnudeln
200 g gegarte Garnelen
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Reispapierblätter © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Reispapierblätter © Stefan Drexl

 
 

DAS KOMMT REIN – DIE ZUTATEN FÜR ERDNUSSSAUCE

2 Stk Knoblauchzehen
2 Stk rote Chilischoten https://de.wikipedia.org/wiki/Paprika
1 Stk Ingwer daumengroß
2 EL Sojasauce
2 EL Ahornsirup
2 EL frischer Limettensaft
100 g Tasse Erdnussbutter
50 ml Tasse Wasser (mehr oder weniger nach Bedarf)
 
 

DAS BRAUCHT’S – DAS WERKZEUG FÜR SUMMER ROLLS

Esslöffel
Zitruspresse
Messer
Schneidebrett
Salatschale
großer Teller
kleine Schalen
Sieb (optional für die Reisnudeln)
Kochtopf (optional für die Reisnudeln)
 
 

SO GEHT’S – DIE ZUBEREITUNG VON SUMMER ROLLS

Als erstes bereitest du die Erdnusssauce zu, so dass sie gut dirchzieht und ihren Geschmack entwickelt bis deine Thai Summer Rolls fertig sind. Solltest du optional Reisnudeln oder Garnelen in deinen Summer Rolls wollen, oder andere Zutaten, die vorgekocht werden müssten, dann auch diese vor allem vorbereiten, so dass sie abkühlen können.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Chili © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Frische Chili © Stefan Drexl

 
 

1. Chillischoten längs öffnen und entkernen. Ingwer waschen und zusammen mit dem Knoblauch schälen. Eine Limette halbieren und den Saft auspressen. Den Limettensaft zusammen mit Ahornsirup, Sojasauce und Erdnussbutter in einer Schale vermischen und cremig rühren. Chillischoten, Ingwer und Knoblauch klein hacken und zusammen mit warmen Wasser unter die Erdnusssauce rühren, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Für die Erdnusssauce alles in einer Schale vermengen und cremig rühren © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Für die Erdnusssauce alles in einer Schale vermengen und cremig rühren © Stefan Drexl

 
 

Option
Falls du optional Reisnudeln oder Garnelen in deinen Thai Summer Rolls möchtes, solltest du sie vor allem anderen in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser für drei bis fünf Minuten kochen und anschließend mit kaltem Wasser abgießen.

 
 

REZEPT: Rollin’ Home  – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die fertige Erdnusssauce in einer kleinen Schale anrichten © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die fertige Erdnusssauce in einer kleinen Schale anrichten © Stefan Drexl

 
 

2. Für die hausgemachten Summer Rolls wäschst du das gesamte Gemüse und schneidest es in dünne Streifen. Die Salatblätter vom Stil lösen, waschen, halbieren und längs schneiden. Das Gemüse zusammen mit den gewaschenen Sojasprossen eine einer Salatschale vermengen. Die Avocado halbieren, den Kern entnehmen und das Fruchtmark mit einem Esslöffel komplett aus der Schale lösen. Die beiden Avocadohälften in schmale Scheiben schneiden. Die Kräuter vorsichtig waschen und die Blätter vom Stil lösen. Die zweite Limette vierteln.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Avocado in schmale Streifen schneiden © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Avocado in schmale Streifen schneiden © Stefan Drexl

 
 

3. Frisches Wasser in einen großen, tiefen Teller füllen. Nacheinander die Reispapierblätter in das Wasser legen und einweichen. Das weiche Reispapierblatt herausnehmen und auf einen trockenen Teller legen gegebenenfalls mit einem frischen Küchentuch abtupfen.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Gurke, Karotte und Spitzpaprika in Streifen schneiden © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Gurke, Karotte und Spitzpaprika in Streifen schneiden © Stefan Drexl

 
 

4. Eine Handvoll des geschnittenen Gemüses, Sojasprossen, Avocado und ein paar frische Kräuter (optional Reisnudeln) auf einem Drittel des Reispapiers gleichmässig anordnen. Ein paar Spritzer Limette darüber pressen und dann die untere Reispapierseite über die Füllung schlagen. Jetzt klappst du die Ränder übrer die Füllung nach innen und wickelst deine Summer Roll von dir weg auf. Achte darauf, dass die Enden gut verschlossen sind. Ehrlich gesagt, brauche ich selbst immer ein bis zwei Versuche bis es klappt. Rollen kannst du bis alle Zutaten verbraucht oder keine reispapier mehr übrig ist.
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Sojasprossen vor gebrauch waschen © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die Sojasprossen vor gebrauch waschen © Stefan Drexl

 
 

5. Jetzt kannst du jeweils zwei, drei oder vier deiner hausgemachten Thai Summer Rolls auf einem Teller zusammen mit einer kleinen schale Erdnusssauce, frischen Krätern und einem stück Limette anrichten und servieren.
 

Jetzt lass es dir gut schmecken!
 
 

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die frischen Thai Summer Rolls zusammen mit frischen Kräutern, Limetten und der Erdnusssauce auf einem Teller anrichten. Guten Appetit! © Stefan Drexl

REZEPT: Rollin’ Home – Thai Summer Rolls Hausgemacht / DAS KOMMT REIN: Die frischen Thai Summer Rolls zusammen mit frischen Kräutern, Limetten und der Erdnusssauce auf einem Teller anrichten. Guten Appetit! © Stefan Drexl

 
 

DAS IST DRIN – DIE WICHTIGSTEN NÄHRSTOFFE IN SUMMER ROLLS

– einfach und mehrfach ungesättigte Fette
– gesunde gesättigte Fette
– Proteine
– Biotin
– Folsäure
– Eisen
– Kalium
– Kupfer
– Mangan
– Magnesium
– Vitamin B5
– Vitamin K
und noch viele andere essentielle Mineralstoffe und Spurenelemente.
 
 

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PHOTOCREDITS
Stefan Drexl

Jedes Jahr werden neue Ernährungstrends durchs digitale Sportlerdorf getrieben. Die Superfood-Botschaften verbreiten sich dank Social Media rasend schnell und ungefiltert. Sie versprechen außergewöhnlich positive Wirkungen für Körper und Geist, für Gesundheit und Leistung, ohne wirklich etwas an seiner Ernährungsweise ändern zu müssen. Das klingt wunderbar und verlockend. Könnte es doch im nächsten IRONMAN für den gewissen Wettbewerbsvorteil sorgen und Trainingszeit einsparen. Auffällig oft investieren Triathleten in erfolgversprechende Ernährungstrends. Aber was ist dran am Hype? Wie super sind Superfoods & Co? Wir klären Mythen und stellen Alternativen vor.

Trends kommen, Trends gehen und manche bleiben. So oder so ähnlich verhält es sich mit Ernährungstrends. Das können spezielle Diäten wie Fasten oder Ernährungsformen wie vegan oder ketogen sein. Leicht in die täglichen Mahlzeiten integrieren lassen sich die besonders beliebten Superfoods wie Acerola, Chia, Goji, Ingwer oder Quinoa. Doch viele der exotischen Nahrungsmittel sind längst nicht so neu oder super, einigen fehlen weitgehend wissenschaftliche Nachweise. Versprochene gesundheitliche Vorteile „superfoodhaltiger” Nahrungsergänzungsprodukte sind ebenso selten bis gar nicht wissenschaftlich belegt. Manche Produkte eignen sich schlichtweg nicht für jeden Menschen gleichermaßen. So erfreuen sich seit einiger Zeit zum Beispiel aus Kokosöl oder Palmöl gewonnene MCT-Öle einer ungewöhnlichen großen Popularität.

MCT-Öl ist einer der neuen Ernährungstrends und wird als vielseitiger Heilsbringer der Superfoodindustrie gepriesen. Es enthält gesättigte Fettsäuren mittlerer Kettenlänge (Medium-Chain-Triglycerids), die unser Körper schneller als Langkettige spalten kann und direkt zur Leber transportiert. Die Dreifach-Ester bestehen aus 6 bis 12 Kohlenstoffatomen und enthalten Capron-, Capryl-, Caprin- und Laurinsäure. Die natürlichen, chemischen Eigenschaften, die Fettverbrennung befeuern, das Sättigungsgefühl beschleunigen und viele gesundheitlichen Vorteile besitzen.

MCT-ÖLE EHER MITTELMÄSSIG ALS MITTELKETTIG

MCT-Öle wurden ursprünglich medizinisch für parenterale Ernährungsweisen und therapeutische Diäten von Darmkrankheiten wie Fettverdauungsstörungen genutzt. Es erleichtert den Einstieg in eine Reduktionsdiät und lässt die Pfunde purzeln. Allerdings nur anfangs, denn schnell gewöhnt sich der Körper daran. Zusätzlich werden viele weitere, teilweise absurde gesundheitliche Vorteile für Körper und Geist versprochen, Alzheimerprävention bis Zeckenschutz. Es gibt für MCT-Öle bisweilen keine wissenschaftlich belegten Erkenntnisse, nicht für positive Langzeitwirkungen oder den Einsatz als „Schlankmacher” bei gesunden Menschen.

Allerdings sind Unverträglichkeitsreaktionen und schwere Mangelerscheinungen durch eine langfristige Einnahme bekannt. Zudem stehen die auch enthaltenen gesättigten Fettsäuren Myristin- und Palmitinsäure im Verdacht, den LDL-Cholesterin-Wert des Bluts zu erhöhen. MCT-Öl kann mit 90 Prozent gesättigten Fettsäuren kein geeigneter Ersatz für essenzielle, gesättigte Fettsäuren sein. Vor allem aber fehlen ihm ungesättigte Fettsäuren, in denen unter anderem wichtige natürliche, fettlösliche Vitamine enthalten sind. Eine fettreiche Ernährung mit guten, gesunden, überwiegend ungesättigten Ölen und Fetten ist wichtig für unsere Ernährung und kann nicht durch MCT-Öl ersetzt werden.

ZWEIFELHAFTER ERNÄHRUNGSTREND

Zum Kochen sollte man MCT-Öl nicht und natives Kokosöl nur gelegentlich nutzen. Durch Erhitzen über 120 Grad entstehen gesundheitsschädliche Transfette, ganz abgesehen vom bitteren Geschmack. Schädlich ist insbesondere auch deren Herstellung für das Klima aufgrund der Abholzung von tropischen Regenwäldern für die Monokultur von Palmölplantagen. Eine gesunde und nachhaltig Ernährung sollte neben der eigenen Gesundheit stets auch die Auswirkungen auf die Umwelt im Blick haben. Dennoch scheinen viele „ernährungsbewusste” Freizeitsportler noch immer lieber zweifelhaften Marketingversprechen als der seriösen Ernährungswissenschaft zu vertrauen. Sie betrachtet auf Grundlage umfangreicher Studien und Metaanalysen die gezielte Vermarktung von Kokosöl als vermeintlich gesundheitsförderndes Speiseöl eher mit großer Sorge.

Zwar sind gesättigte Fette länger hitzestabil, sie sollten dennoch nur in Maßen genutzt werden, solange deren Risiko für Herzerkrankungen nicht eindeutig geklärt ist. Es gäbe eigentlich genügend wissenschaftlich belegte Erkenntnisse für eine strategisch günstige Energiebereitstellung durch eine fett- und proteinreiche, gesunde Ernährungsweise anstelle zweifelhafter Ernährungstrends. Es gibt oft sogar bessere und vor allem günstigere Superfood-Alternativen aus Europa und der Region, deren Produktion und Transportwege meist nachhaltiger sind. Für die tägliche Verwendung sind pflanzliche Öle wie Lein-, Oliven-, Raps- oder Walnussöle gesünder als Kokos- und MCT-Öl, gerade für Menschen mit einem hohen Fleischkonsum. Durch ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, kräftigen pflanzliche Öle und Fette unser Immunsystem als Teil einer ausgewogenen Ernährungsstrategie.

SAUER MACHT LUSTIG UND SÄTTIGT: SAUERKRAUT

Regionale Superfoods kamen bei unseren Großeltern fast schon täglich auf den Tisch, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Doch vor lauter Hype ständig neuer Ernährungstrends gerieten sie zu Unrecht in Vergessenheit. Hierzulande beinahe schon legendäre ist die bunte Vielfalt der Kohlsorten und deren Zubereitungsarten. Das wohl beliebteste Kraut ist Sauerkraut, das durch einen Umwandlungsprozess organischer Stoffe mithilfe von Mikroorganismen der Fermentation hergestellt wird. Es hat uns den Spitznamen „Krauts” beschert. Das sehr schmackhafte Sauerkraut enthält viele Ballaststoffe, sättigt schnell und andauernd.

Die Fermentation hat seine Wurzeln in Ostasien vor etwa 3000 Jahren. Die eigentlich simple, aber sehr delikate Konservierungsmethode von Chinakohl durch Milchsäuregärung zu Kimchi hat große Tradition in der koreanischen Küche. Seine Nährstoffdichte und der hohe Vitamingehalt machen Kimchi zu einer exzellenten Nahrungsquelle in der kalten Jahreszeit. Seit dem Mittelalter ist diese köstliche Möglichkeit der Haltbarmachung bei uns bekannt und heimischer Weißkohl in Salzlake zu Sauerkraut vergoren. Die Fermentation in gesalzenem Wasser setzt Milchsäure und Essigsäure frei und verdoppelt dabei den Vitamingehalt. Fermentierte Kohl enthält besonders viel Vitamin A, B, C und Spuren von K, gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien, Enzyme und Mineralstoffe.

DREHEND MILCHSÄUREBAKTERIEN FÜRS IMMUNSYSTEM

Gerade Milchsäurebakterien sind wichtig für einen gesunden Darm, Vitamin A und C erhöhen die Widerstandsfähigkeit unseres Körpers vor bakteriellen und viralen Infektionen. Nach intensiven körperlichen Belastungen verbessert und beschleunigt Sauerkraut die Regeneration. Leider verträgt nicht jeder fermentierten Kohl gleichermaßen. Mit 0 Gramm Fett, etwa 2 % Proteine und 4 % Kohlenhydrate hat Sauerkraut nur 20 Kalorien pro 100 g und ist damit praktisch kalorienarm. Neben der besonderen Stärkung des Immunsystems ist der regionale Anbau von Kohl günstig und klimaverträglich. Die große Beliebtheit des Sauerkrauts in Bayern wurde 2018 sogar verfilmt.

DIE MILCH MACHTS – AUCH VEGAN

Hoher Fleischkonsum und Massentierhaltung sind ein Problem für das Klima und die Gesundheit der Menschen. Viele ernährungsbewusste Menschen suchen darum nach geeigneten Alternativen für Fleisch und tierische Milchprodukte. Clevere Hersteller haben entsprechend reagiert und Nahrungsmittel aus protein- und fettreichen Pflanzen entwickelt. Neben Fleischersatzprodukten, wie Tofu und Hummus sind Soja- oder Mandelmilch* gute und vegane Ersatzprodukte für Kuhmilch. Noch geeigneter wäre Hafermilch. Nahrungsmittel aus Hafer sind echte und nachhaltige Superfoods für die Gesundheit von Menschen und Klima, allen voran die Haferflocke.

POWERFOOD PORRIDGE – MEHR ALS EIN BREI

Wer kennt ihn nicht den Haferbrei zu neudeutsch Porridge? Haferflocken in warmer Milch aus Soja, Mandel oder Hafer eingeweicht mit etwas Zimt und Honig schmecken sensationell und sind sehr bekömmlich. Haferbrei kann in verschiedenen Varianten zubereitet und täglich zum Frühstück vor dem Training oder einem Rennen gegessen werden. Auch mit gebratenen Äpfeln sehr lecker. Haferflocken sind vielseitiger Alleskönner und ein echtes Powerfood. Hafer wächst regional, liefert viele essenziellen Nährstoffe, Mineralstoffe (Eisen, Magnesium, Zink, usw.) und Vitamine, unter anderem den höchsten Gehalt an B1 und B6.

HANF: DAS UNTERSCHÄTZTE SUPERPROTEIN

Wer Low Carb und mehr Protein bevorzugt, der sollte Hanfprotein versuchen. Das Pulver aus Hanfsamen hat einen hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt und mit ca. 50 g Protein eine besonders hohe Nährstoffdichte. Das macht Hanfprotein zu einer hervorragenden veganen Energiequelle im Alltag und nach intensivem Training. Hanfprotein zählt zu den Ernährungstrends schlechthin. Das hochwertige Protein in Hanf enthält viel L-Arginin reichlich, verzweigtkettigte Aminosäuren BCAA (Isoleucin, Leucin, Valin) in einem optimalen Verhältnis. Das pflanzliche Proteinpulver kann man unter eine Mahlzeit mischen oder als Milchshake zubereiten.

Es spricht nichts gegen die gelegentliche Verwendung von Kuhmilch für ein Shake. Sie enthält viele wichtige Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium und kann vor Bluthochdruck und Diabetes schützen. Milch per se zu verteufeln ist ebenso falsch, wie sie als den Heilsbringer partout einzustufen. Kuhmilch und Milchprodukte sollten als Teil einer ausgewogenen Ernährung aber stets maßvoll verzehrt werden. Wer einen Liter Milch oder Latte Macchiatto unmittelbar nach dem Sport oder einem Salat ex trinkt, der braucht sicht nicht über einen Blähbauch, Übelkeit oder anderen Beschwerden wundern. Das hat nichts mit einer Laktoseintolleranz zu tun, nach einer Mass Bier spricht schließlich auch keiner von Alkoholintolleranz. Am besten verwendet man ökologische Milch artgerecht gehaltener Kühe und holt idealerweise die Rohmilch direkt beim Biobauern aus der Region.

DIE MEXIKANISCHE ENERGIEQUELLE

Die vergangenen zwei Jahrzehnte waren stark von Ernährungstrends südamerikanischer Getreide- und Samensorten geprägt. Das optimale Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren mit 3:1, hochwertige Proteine und ein hoher Anteil Antioxidantien stärken das Immunsystem, schützen vor Entzündungen besonders Kraft und erhält die Gesundheit. Die populärsten Supersamen sind ganze oder gemahlene Chia Samen. Sie können roh oder gekocht zubereitet werden und ergänzen hervorragend frische Poké Bowls, Smoothies oder Müsli. Die grauweißen Powerkörner aus Mexiko galten als energiereiches Heilmittel der Azteken und Maya. Sie wirken unter anderem auf den Blutzuckerspiegel regulierend und helfen bei Diabetes und senken durch ihre blutverdünnende Wirkung nachweislich Bluthochdruck. Wird Chia Samen für den Verzehr gemahlen, kann man von vielen weiteren hochwertigen Inhaltsstoffen gesundheitlich profitieren. Chia Samen werden heute in tropischen und subtropischen Regionen weltweit kultiviert.

DIE WUNDERSAME ÄLTESTE KULTURPFLANZE

Wozu in die Ferne schweifen, wächst vor unsere Haustür doch ähnlich kraftvolle Wundersamen. Sie zählen längst nicht mehr zu den Ernährungstrends, denn viele kennen das pflanzliche Textilmaterial der Pflanze oder verwenden sein Öl zum Kochen und für die Holzpflege. Flachs ist eine der ältesten genutzten Kulturpflanzen, dessen Fruchtkapseln etwa zehn braun glänzenden Samen hervorbringen: seit der Steinzeit von Menschen genutzt und ist Leinsamen und dessen positiven Wirkungen fast in Vergessenheit geraten. Die Quell- und Schleimstoffe der flachen Samen stärken das Immunsystem, reinigen den Magen und Darm und pflegen und schützen die Schleimhäute. Die quellenden Ballaststoffe binden Giftstoffe, fördern die Verdauung und wirken abführend bei Verstopfungen.

Leinsamen enthalten mehrfach ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die vor Entzündungen schützen und positiv auf zahlreiche Körperfunktionen wirken. Leinsamen enthält 25% Eiweiß, darunter die essenziellen Aminosäuren Arginin, Leucin, Valin und Alanin. Die Vitamine B1, B2, B6 und Folsäure unterstützen den Stoffwechsel und die Energiebereitstellung. Leinsamen besitzt eine große Menge des antioxidativen Vitamins E, das Körperzellen vor schädigenden freien Radikalen, den hochreaktiver Sauerstoffverbindungen schützt. Kalium, Magnesium, Kalzium, Natrium und Eisen, das wichtig für die Blutbildung und Sauerstoffversorgung ist, machen Leinsamen zu einer reichhaltigen Mineralstoffquelle.

Leinsamen schmeckt nussig und lecker in Müsli, Porridge oder auch einfach nur in Buttermilch, Kefir oder Skyr. Um das gesamte Potenzial Wundersamen zu nutzen Samen sollte es einige Stunden vor dem Verzehr in warmen Wasser aufquellen. Die Flachspflanze wird in Europa angebaut und ist sehr widerstands- und anpassungsfähig. Leinsamen ist durch die kurzen Transportwege zudem ressourcenschonend und günstig und somit ein echtes und nachhaltiges Superfood für Körper und Klima.

ES GIBT ORIENTIERUNG IM ERNÄHRUNGSDSCHUNGEL

Die unzähligen Ernährungstrends machen das Angebot qualitativ hochwertiger Nahrungsergänzungsprodukte und echter Superfoods von Jahr zu Jahr unüberschaubarer. Tatsächlich wissenschaftlich gestützte Neuigkeiten sind jedoch rar. Sportler, Gesundheitsbewusste und Hobbyköche teilen, liken und posten fleißig Bilder ihrer Mahlzeiten und neueste Rezepte. Ein wirklich zu begrüßender positiver Effekt ist, dass sich mehr Menschen intensiver mit ihrer Ernährung beschäftigen, kochen wieder gerne und öfter zusammen und bereiten ihre Mahlzeiten mit gewissem Stolz selbst zu. Dabei ist ein echter Trend zu erkennen: die Anzahl der verwendeten Zutaten bei der Zubereitung von Mahlzeiten wird übersichtlicher, es zeichnet sich ein Minimalismus in den Küchen ab. Das mag wolmöglich auch daran liegen, dass die Mahlzeiten für Instagram, Facebook, Pinterest & Co. besser aussehen?

Neben Ernährungstrends, all den fotogenen Posts von Essen oder zahlreichen Food-Blogs sollte man jedoch nicht vergessen, worum es bei unserer Ernährung grundsätzlich geht: Die Versorgung unseres Körpers mit allen lebenswichtigen Nährstoffen für die Erhaltung unserer Gesundheit und die Energiebereitstellung für die körperliche Leistungsfähigkeit. Die Auswahl natürlich hochwertiger Nahrungsmittel für den Leistungssport und täglichen Bedarf ist regional groß. Ernährung muss nicht hip und teuer sein, sondern sollte wissenschaftlich gestützt sein.

Der Blick in die mediterrane Küche ist eine gute Orientierung, sie bietet weitaus mehr als Pizza und Pasta. Nahrungsmittel sollten so natürlich und unverarbeitet als möglich sein, die Zutaten einer zubereiteten Mahlzeit sollte man erkennen können und Nahrungsergänzungsprodukte nur für einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Nahrungsergänzungsprodukte können echte Mahlzeiten aber nicht ersetzen. Wer die Vorteile einer nachhaltig gesunden und ausgewogenen natürlichen Ernährung nutzt, wird auch im Training und Wettkampf auf ganzer Linie profitieren. Guten Appetit!

ÜBRIGENS

MCT-Öl hat keine wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteile für die Ernährung gegenüber anderen natürlichen Ölen und ist kein „Abnehm-Fett”. Der Erfolg der stark verarbeiteten und umweltschädlich hergestellten Triglyceride ist auf aggressiven Marketing eines Mythos begründet.

Der Großteil des Sojas in Nahrungsmitteln kommt übrigens aus der Überproduktion von Futtermittel für die Massentierhaltung. Knapp zwei Drittel des Sojas werden heute in Europa kultiviert. Selbst wenn alles Soja für die Herstellung Nahrungsmittel eigens angebaut würde und man dadurch den Fleischkonsum reduzierte, wäre das nachhaltiger.

Für Hanfprotein verwendeter Hanf ist frei von THC, es wirkt nicht berauschend und macht auch nicht abhängig. Rauchen sollte man es dennoch nicht.

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* Pflanzlich hergestellte Produkte dürfen aufgrund möglicher Verwechslungen nicht die Bezeichnung Milch, Butter oder Joghurt enthalten, so der EuGH. Sie müssen von Herstellern z.B. Sojadrink, Hafertrunk o.ä. bezeichnet werden.

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QUELLEN

MCT
Wikipedia MTC
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Süddeutsche Zeitung
Stiftung Warentest
Ernährungsmedizin Blog
Foodwatch Kokosöl
Foodwatch Gute Öle
Deutsche Apotheker Zeitung  
American Heart Association
National Institutes of Health

SAUERKRAUT
Wikipedia Sauerkraut
Wikipedia Kimchi
Wikipedia Sauerkrautkome
Zentrum der Gesundheit
Wikipedia Sojabohne
Wikipedia Haferflocken
Zentrum der Gesundheit

Milch
MRI Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel
Stiftung Warentest

Leinsamen / Chia Samen
GEO Magazin
Ecodemy GmbH
Landeszentrum für Ernährung Baden Württemberg
Wikipedia Leinsamen
Bayerischer Rundfunk
Verbraucherzentrale

Vergiss alles, was einen Namen hat. Ganz egal welche Diät, ganz egal welches Ernährungsmodell. Die Ernährung ist höchst komplex und darf nicht einseitig sein. Sie sollte sich nicht auf wenige, bestimmte Nahrungsmittel und Nährstoffe beschränken oder manche gar ausschliessen. Was Du brauchst, ist eine individuelle Ernährung, die ausgewogen und gesund ist und deinen persönlichen Anforderungen gerecht wird. Was du isst oder was nicht, sollte dich nicht einschränken. Deine Ernährung sollte deine Leistungsfähigkeit unterstützen und ganz besonders deine Gesundheit nachhaltig fördern. Das hat höchste Priorität und definiert die Qualität deiner Nahrungsmittel, deren Nährstoffe und Herkunft. Höre weniger auf Deinen Bauch und nutze öfter deinen Verstand bei der Nahrungssuche. Dafür brauchst du keinen einschränkenden Diäten zu folgen, sondern nur diese acht goldenen Ernährungsregeln in deinem Alltag anwenden.
 
 

1. BEERIG DUNKEL FÜR’S IMMUNSYSTEM

Ob Blaubeeren oder Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren oder Moosbeeren (engl.: Cranberries), Beeren sind deine Verbündeten im Kampf gegen alle sämtliche freien Radikale, Viren und Bakterien. Ihre Antoxidantien stärken dein Immunsystem und erhalten deine Gesundheit, schützen Körper und Geist, und beschleunigen die Regeneration. Darüber hinaus schützen Beeren die Arterien und Gefässe, verbessern die Sauerstoffaufnahmekapazität und senken das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alle Beerenarten lassen sich mit vielen nährstoffreichen Grundnahrungsmitteln, wie zum Beispiel Quark kombinieren und sorgen dank ihrer Ballaststoffe und des hohen Flüssigekeitsgehalts für ein gutes Sättigungsgefühl. Demnach können sind sie auch hilfreich für die Reduzierung von Körpergewicht und Körperfett. Die runden dunklen Fitmacher senken aufgrund ihrer enthaltenen Flavonoiden zudem wesentlich das Risiko an Krebs und Alzheimer zur erkranken. Übrigens, je dunkler und saurer, um so besser, nicht nur geschmacklich. Möchte man ausserhalb der Saison nicht auf den beerigen Geschmack verzichten, muss man nicht gleich auf teuere Kontainerware aus Südamerika zugreifen, auch die tiefgefrorenen Beerenfrüchte sind noch voller Vitamine und Antoxidantien, und haltbarer noch dazu.
 
 

2. KEEP IT SIMPLE, FRISCH UND GRÜN

Du musst nicht gleich zum Vegetarier oder gar Veganer werden, wenn Du das Hauptaugenmerk Deiner Ernährung auf frisches Obst, Gemüse und Salat legst. Es macht die Nahrungsaufnahme nur erheblicher einfacher, insbesondere dann, wenn man den Fokus zudem auf alles, was grün ist, richtet. Der Anteil an Ballaststoffen und lebenswichtigen Nährstoffen ist enorm, insbesondere bei sämtlichen Kohlsorten, und gleichzeitig ist der Sättigungsgrad hoch bei einer relativ geringen Kalorienaufnahme. Das populärste Leibgericht der Fastensaison ist die Kohlsuppe. Du kannst also nichts falsch machen, wenn du zu vegetarischen Produkten greifst, aber solltest dich möglichst für Bioqualität entscheiden, um die Belastung durch Pestizide niedrig zu halten.
 
 

3. UNVERARBEITET NAHRUNGSMITTEL

Das Auge isst mit, also iss auch nur, was Du noch erkennst. Optisch und natürlich erst recht inhaltlich. Das gelingt dann am besten, wenn du nicht mehr als drei Produkte miteinander vermischt sind. Ein absolut überzeugendes Beispiel ist Sushi: Nori (geröstetes Meeresalgenblatt), japanischer Rundkornreis, frischer roher Meeresfisch (auch sehr lecker mit geräucherten, heimischen Süsswasserfischen). Ganz oben auf deiner Ernährungsliste sollten täglich Gemüse, Obst und Nüsse, sowie ein bis zwei mal in der Woche auch Fisch und gelegentlich Fleisch.
 
 

GESUNDHEIT UND LEISTUNG 8 goldene Ernährungsregeln / Keep it simple, frisch und grün, dafür musst du nicht gleich zum Vegetarier werden. Tomaten, Avocado, Paprika und Eier vom regionalen Bio-Bauern © stefandrexl.com

GESUNDHEIT UND LEISTUNG 8 goldene Ernährungsregeln / Keep it simple, frisch und grün, dafür musst du nicht gleich zum Vegetarier werden. Tomaten, Avocado, Paprika und Eier vom regionalen Bio-Bauern © stefandrexl.com


 
 

4. VERMEIDE FERTIGGERICHTE ZÄHLT ZU DEN WICHTIGSTEN ERNÄHRUNGSREGELN

Der Bequemlichkeit in der Ernährung widmet sich mittlerweile ein eigener Industriezweig, der sich immer weiter vom ursprünglichen Anbau natürlicher Nahrungsmittel entfremdet und einzig den eigene Gewinnmaximierung und selten die Gesundheit der Konsumenten zum Ziel hat. „Convenience Food“ ist der Inbegriff verarbeiteter, vorgekochter und mundgerecht portionierter Fertiggerichte, die dem echten Nahrungsmittel oft nur noch optisch ähneln und in der Regel in der Mikrowelle erwärmt oder mit kochendem Wasser aufgebrüht werden. Der einzige Arbeitsschritt für den Mensch ist die Verdauung. Die Ursprünge der Convenience-Lebensmittel liegen in der chinesischen Instant-Nudelsuppe und der klassischen Tiefkühlpizza. Von einer nachhaltigen und gesunden Ernährung ist das weit entfernt. Vermeiden solltest du aber auch den regelmässigen Verzehr industriell hergestellter Lebensmittel wie Aufbackwaren, Fertigsnacks, Chips oder Margarine.
 
 

5. NAHRUNGSMITTEL AUS REGIONALEM ANBAU

Regionale Nahrungsmittel zeichnen sich durch ihre kurzen Transportwege aus, das ist nicht nur klimafreundlich und schont die Umwelt sondern fördert die kleinen Betriebe und meist auch die eigene Gesundheit. Ist’s noch dazu hundertprozentige Bio-Qualität, dann noch viel mehr. Grundsätzlich besser müssen frische, biologisch hergestellte Produkte jedoch nicht sein, vor allem dann nicht, wenn sie nur die EU-Normen erfüllen und eine lange Reise bis zum Verbraucher hinter sich haben. Anders ist das natürlich bei Trockenware oder grundsätzlich nicht innerhalb Europas nachwachsender Nahrungsmittel, wie Kakao, Soja und besonders Kaffee. Alles samt Nahrungsmittel deren nachhaltige Erzeugung und Qualität zusammen mit einem fairen Handel von großer Bedeutung für die Gesundheit und die Umwelt sind. Nichteinheimische Obst- und Gemüsesorten können schon aufgrund ihrer besseren Haltbarkeit auch aus dem Tiefkühlregal gekauft werden, ohne dass man dabei auf deren essentielle Vitamine und Mineralien verzichten muss.
 
 

6. EINE FRAGE DES GESCHMACKS?

Im Grunde der Evolutionsgeschichte war der menschliche Geschmack stets verlässlich und bewahrte uns vor vermeintlichen verdorbenen, ungesunden oder giftigen Nahrungsmitteln. War, richtig, denn heute leidet der Grossteil der Menscheit im warsten Sinne des Wortes unter Geschmacksverirrung. Anders ausgedrückt können sich die wenigsten mehr auf ihren Geschmack verlassen, können gesunde von ungesunden Nahrungsmitteln kaum mehr unterscheiden und greifen sogar wissentlich zu gesundheitlich bedenktlich bis riskanten Produkten immer und immer wieder. Andererseits werden von Natur aus bitter, herb oder saure schmeckende, besonders gesunde Nahrungsmittel oft gänzlich gemieden. Die Ursachen liegen bereits in der Wiege und Ernährung von Kleinkindern mit regelmässig süsser oder zusätzlich gesüsster Babynahrung, an die wir uns immer mehr gewöhnen und unsere ursprünglich vielseitige, diffenrenzierte Wahrnehmung der vielfältigen Geschmacksnuancen verblassen lassen. Die Geschmackssinne werden von der Lebensmittelindustrie geprägt. Dabei macht sauer lustig, pflanzliche Bitterstoffe fördern unter anderem die Verdauung und vermeiden Heisshungerattacken. In herben Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Ingwer, Zimt oder Pfefferminze sind essentielle Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme, die Schlüssel- und Botenstoffe für das Immunsystem und unseren Stoffwechsel enthalten. Auch wenn bitter nicht zu deinem favorisierten Geschmack zählt, solltest du dich mit dieser Ernährungsregel schnell anfreunden und auf mehr Vielfalt deiner Nahrungsmittel achten.
 
 

GESUNDHEIT UND LEISTUNG 8 goldene Ernährungsregeln / Täglich etwas auf die Nüsse sorgen für nährstoffreiche, gesunde Fette, zusammen mit hochwertigem Eiweiss und Mineralstoffen © stefandrexl.com

GESUNDHEIT UND LEISTUNG 8 goldene Ernährungsregeln / Täglich etwas auf die Nüsse sorgen für nährstoffreiche, gesunde Fette, zusammen mit hochwertigem Eiweiss und Mineralstoffen © stefandrexl.com


 
 

7. TÄGLICH ETWAS AUF DIE NÜSSE

Nährstoffreiche, gesunde Fette sind essentielle Energiespeicher und zusammen mit hochwertigem Eiweiss und Mineralstoffen in den meisten Nüssen enthalten. Nüsse schützen den menschlichen Körper vor Entzündungen, stärken das Immunsystem und fördern die Verdauung aufgrund ihrer Ballaststoffe. Manche Nuss steigert zudem das Konzentrationsvermögen und das sieht man ihr auch an. Die Walnuss ist nicht nur für den Geist sondern auch den Körper die erste Wahl, aufgrund ihrer reichhalten Omega-3-Fettsäuren und des hohen Vitamin-B6-Gehalts. Es darf aber auch eine handvoll Paranüsse oder Mandeln sein, um den täglichen Bedarf ungesättigter Fettsäuren zu ergänzen.
 
 

8. DER ZUCKERSÜSSEN VERSUCHUNG WIDERSTEHEN

Die Volksdroge Nummer eins ist weltweit Zucker. Nicht gemeint ist damit Zucker, wie er in natürlichen Lebensmitteln und im Verbund mit hochwertigen Nährstoffen und Vitaminen, so zum Beispiel in Obst und Gemüse vorkommt, sondern industriell hergestellter und raffinierter Zucker oder Zuckerersatzstoffe. Längst sind die schädlichen Auswirkungen des Industriezuckers auf unsere Gesundheit bekannt und dennoch möchten die wenigsten auf das süsse Gift verzichten. Die Lebensmittelindustrie zieht daraus grossen Profit und ersetzt wertige Inhaltsstoffe durch immer noch mehr Zucker. Selbst hinter dem Begriff zuckerfrei verstecken sich industrielle Süssmacher auf Maisbasis, die extrem günstig herzustellen sind und unter den kreativsten Decknamen auf der Zutatenliste zahlreicher industrielle verarbeiteter Lebensmittel. Den prozentual höchsten Anteil unnatürlichen Ersatzzuckers ist, man glaubt es kaum, in diätischen light Produkten zu finden. Diese Tatsache an sich ist nicht das Problem, sondern dass kaum einer damit rechnet. Selbst in manchen Pasta- und Brotprodukten ist mittlerweile braungefärbter Glucosesirup enthalten, um einen dunkle Vollkornoptik zu erzeugen. Merke: Immer die Zutaten und Nährstofftabellen der Umverpackungen von Lebensmitteln lesen und raffinierten Industriezucker gänzlich meiden. Die wichtigste aller Ernärhungsregeln lautet: Es gibt nur eine Gesundheit, aber unzählig viele Krankheiten.
 
 

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Stefan Drexl

Sie galten unter Triathleten und Ausdauersportler seit jeher als Heilsbringer und die scheinbar einzig wahren Energielieferanten: Die Kohlenhydrate. Die aktuelle Studienlage der Sporternährung stellt diesen Mythos jedoch in Frage, räumt auf mit dem Glauben an eine einzige Nährstoffquelle und wirft in den letzten Jahren neue, individuelle Ernährungsstrategien in den Ring. Mehr Eweiß und ungesättige Fette anstatt ausschliesslich einer kohlenhydratreichen Ernährung sollen den Fettstoffwechsel verbessern und das Immunsystem stärken. Für ausgesprochen viel Diskussion hat vor allem ein Thema gesorgt: Low Carb statt Carbo Loading. Durch das regelmässige Ausdauertraining mit niedrigen Kohlenhydratspeichern lernt der Körper des Athleten immer mehr auch bei intensiven Belastungen länger Fett zu verbrennen und nicht vorzeitig in ein „Zuckerloch“ zu fallen. Weniger ist also mehr für eine bessere, nachhalitge gesunde Leistungsfähigkeit. Was ist dran an Low Carb – Methode und wie funktioniert eine kohlenhydratarme und gesunde Ernährung für Triathleten richtig?
 
 

Es war bisher eine gängige, fast schon die einzige Lehrmeinung, dass Fette im Feuer der Kohlenhydrate verbrennen. Natürlich spielen Kohlenhydrate auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Ernährung und Energiebereitstellung für Ausdauersportler: Je höher die Intensität und länger der Dauer einer Bewegung, desto bedeutender werden die Kohlenhydrate. Wichtig zu wissen ist dabei aber auch, dass unser Körper nicht unbegrenzte Mengen an Kohlenhydraten verstoffwechseln und speichern kann, weder durch noch mehr Ausdauerraining oder noch mehr Carbo Loading. Ganz im Gegensatz zu Fett, es zu speichern ist nahezu unbegrenzt, aber selten so gewollt. Der Weg zu einer besseren Energieversorgung führt also indirekt an das Ziel: Über die sekundären Energiespeicher. Aus diesem Grund ist es im Ausdauersport wichtig dem Fettstoffwechseltraining ein geeigentes Ernährungskonzept zur Seite zu stellen.

Die Basis einer gesunden Sporternährung bilden in der Regel die natürliche Nährstoffquellen, sowie Fisch und Fleisch. Gemüse und Obst sind sehr wasser- und ballaststoffhaltig, sie sättigen und liefern dem Körper wichtig Mineralstoffe und Enzyme. Vor allem rohes Gemüse, Salate, Tomaten, Gurken, Karotten, Paprika, Kohlrabi und Co. ist besonders gesund und enthält wichtige Vitamine. Mindestens drei Portionen am Tag sollten Sie essen, nach oben gibt es dabei keine Grenzen. Verschiedene Obstsorten regelmässig zu essen ist wichtig, dennoch allerdings gilt es dabei Maß zu halten. Obst enthät von Natur aus Kohlenhydrate in Form von Fruktose. Für natürliche Fruktose, also Fruchtzucker ist unser Körper bestens gerüstet, sie wird in der Leber verstoffwechselt und gespeichert. Aber auch sie fördert die Ausschüttung von Insulin ähnlich wie Glukose und unterdrückt den Fettstoffwechsel. Richtige Probleme hingegen verursacht die industriell hergestellte Fructose, sie blockiert das Sättigungsgefühl, schädigt die Leber und Nieren und kann Dick machen.
 
 

NATÜRLICHE ENERGIEQUELLEN STEIGERN DIE LEISTUNGSFÄHIGKEIT

In der „Low Carb“-Ernährung liegt der wesentliche Mehrwert in natürlichen Nahrungssmitteln, die besonders reichhaltig an Eiweiss und gesunden, ungesättigten Fetten sind, während kohlenhydratereiche, insbesondere verarbeitete Nahrungssmittel nur in Ausnahmen gegessen werden sollten. Zwar war Fett lange als Dickmacher verrufen, aber Fette stärken unser Immunsystem und können Entzündungen abschwächen, sie schützen unsere Organe und können ganz nebenbei, richtig eingesetzt schnell machen, sogar sehr schnell. Entscheidend dafür ist natürlich ein gut trainierter Fettstoffwechsel, denn der schützt die eigenen Kohlenhydratspeicher. Isst man also die richtigen Fettsäuren erholt man sich gleichzeitig auch noch besser und kann somit wieder früher und auch härter trainieren. Durch eine kohlenhydratarme Ernährung wächst ergänzend die Zahl der Mitochondrien, die wesentlichen Kraftwerke unserer Muskelzellen, wodurch wiederum die Energiebereitstellung und Leistungsfähigkeit steigt.

Um den Fettstoffwechsel für mehr Ausdauerleistungsfähigkeit in allen drei Disziplinen zu verbessern, sollten deshalbe Trainingseinheiten der Grundlagenausdauer bevorzugt mit leeren Kohlenhydratspeichern durchgeführt werden. Das heißt, dass weder vor, noch während oder unmittelbar danach Kohlenhydrate, wie Reis, Brot, Nudeln, Sportriegel oder zuckerhaltige Sportgetränke verzehrt werden. Das gilt natürlich nicht für intensive Trainingseinheiten. Vor Tempotraining sollten unbeidngt hochwertige Kohlenhydrate aus nicht verarbeiteten Lebensmitteln aufgenommen werden. Schon allein zur Stärkung des Immunsystems sind deren essentielle Nährstoffe gesünder für den menschlichen Organismus und besser verträglich. Möchte man dennoch nicht nüchtern starten, ist ein 20-prozentiger Quark mit Beeren oder ein Eiweisstrink (ohne Zucker) vor dem Grundlagentraining ausreichend sättigend.
 
 

EIWEISS UND GESUNDE ÖLE SCHMIEREN DEN FETTSTOFFWECHSEL

Der wahre Schlüssel liegt in den natürlichen Eiweißquellen, denn ohne den Proteinbausteinen läuft im Körper schlichtweg gar nichts – genauer, ohne dessen kleinsten Elementen, den Aminosäuren. Denn daraus bauen sich unsere Muskeln und alle organischen Strukturen auf, sie bilden unter anderem Hormone, Boten- und Transportstoffe, sorgen für die Verdauung, Blutgerinnung und Verteidigung gegen schädliche Erreger. Eiweiß ist für den Trainingseffekt, die Kräftigung und Reparatur der Muskulatur, sowie die Leistungssteigerung essentiell. Täglich 1,5 – 2 g Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht sollten man, verteilt über alle Mahlzeiten essen.

Hochwertigen Eiweißquellen sind besonders Eier aus Freilandhaltung, Rohmilchkäse, Lachs, Makrele und mageres Fleisch aus artgerechter Haltung. Hülsenfrüchte und Nüsse sind ebenso hochwertige Eiweißlieferanten, steigern den Fettstoffwechsel und sollten regelmäßig gegessen werden. Für die Stärkung des Imunsystems und den besseren Geschmack sind hochwertiger Öle, wie Olivenöl, Rapsöl, Walnuss- oder Leinöl die beste natürliche Medizin. Diese essentiellen Öle schmieren nicht nur den Fettstoffwechsel, sondern machen besonders fit und halten gesund.
 
 

LOW CARB BEDEUTET NICHT NO CARB

Aber keine Sorge: Low Carb bedeutet nicht den absoluten Verzicht auf Kohlenhydrate, sondern Ihre Ernährung und insbesondere die Kohlenhydrataufnahme besser auf de Trainingsplan und dem persönlichen Energiebedarf anzupassen. Der richtige Zeitpunkt, die richtige Menge und Qualität der Kohlenhydrate ist dabei entscheidend, um den Fettstoffwechsel nachhaltig zu verbessern, überflüssiges Körperfett zu verbrennen und möglicherweise auch etwas abzunehmen – wer etwas mehr auf den Rippen hat oder oft in den Bergen fährt, wird diesen Vorteil schätzen. Die Umstellung zu Low Carb ist sicherlich nicht leicht, hat man bisher täglich einen Berg Pasta verspeist. Denn der Körper hat sich an die ständige Verfügbarkeit von Kohlenhydraten für’s Training gewohnt.

Aber unser Körper ist auch durchaus anpassungsfähig, mehr als man das denkt, sofern man das möchte. Nach ein paar Wochen kann die Umstellung auf eine Low Carb Ernährung schon ganz prima klappen. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Wer diesen Weg geht, beziehungsweise schwimmt, fährt und läuft, der hat definitiv mehr vom Triathlon. Drei bis fünf Tage vor einem Wettbewerb, je nachdem ob Sprint-, Kurz- oder Mitteldistanz, oder sogar ein Ironman sollte die Zufuhr hochwertiger Kohlenhydrat wieder immer weiter gesteigert werden. Diese Ladephase ist dann entscheidend und wesentlich wirkungsvoller, denn der Körper verfügt jetzt über deutlich mehr Enzyme, den Stellschrauben für den Fettstoffwechsel, wodurch gerade dann, wenn es drauf ankommt, zusammen mit den Kohlenhydraten länger mit hohem Tempo geschwommen, gefahren und gelaufen werden kann. Eine entsprechende Ernährungsstrategie während eines Wettbewerbs ist dafür natürlich ebenso wertvoll, wie die richtige Wahl einer qualitativ hochwertigen Verpflegung.
 
 

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Stefan Drexl