Schlagwortarchiv für: Langdistanz

Der Saucony Zealot ISO 2 Reflex ist ein neutraler Lightweight Trainer, der mit seiner 4 mm Sprengung dem Läuferdennoch einen natürlichen Schritt mit hervorragendem Abdruck über den Mittelfuß ermöglicht. Der Zealot ISO 2 bietet ausreichend Flexibilität im Vorderfuß und eine anständige Dämpfung über die komplette Lauffläche. Damit stellt der Zealot ISO 2 eine gute Wahl für einen vielseitigen und komfortablen Trainingsschuh dar, der allerdings nicht unbedingt besonders schnell ist. Dennoch kann der Saucony Zealot ISO 2 Reflex durchaus für Läufe von 10 Kilometern bis zu einem Marathon eingesetzt werden und das nicht nur bei Tageslicht.


 
Diesmal bin ich den Saucony Zealot ISO 2 Reflex in Größe US 9.5 gelaufen, gefühlt hätte es im Vergleich zum Kinvara 7 aber durchaus eine halbe Nummer größer sein dürfen. Während die Länge des Schuhs und die Zehenfreiheit für mich optimal sind, ist er mir im Vorderfuss und am Rist (Fussrücken) etwas zu schmal. Dieses Gefühl mag womöglich am gut gepolsterten Innenschuh und der liegen. Die Schnürung mit dem ISO-Fit-System schmiegt sich erst einmal kaum spürbar um den Fuss und so sitzt der Zealot ISO 2 ordentlich fest am Fuss – für meinen persönlichen Geschmack ist das aber eine Idee zu fest. Denn in der Kombination mit seiner guten Polsterung fühlt sich das im Stehen und langsamen Gehen zwar komfortabel an, doch nach wenigen Kilometern im Laufen muss ich regelmäßig nachschnüren. Die Zehen und Füsse schlafen ein. Die perfekte Schnürung beim Zealot ISO 2 ist ein schmaler Grad, aber ist sie gefunden, dann läuft’s wie auf Schienen.

 

SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex: Komfortables Leichtgewicht für Nachteulen / Während der ersten Laufeinheiten war der Zealot ISO 2 stabil und geschmeidig, was unter anderem an der TRI-FLEX Aussensohle liegt. Sie verteilt auftretende Kräfte von der Landezone im Vorder- und Mittelfuss über eine größer Fläche.

SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex: Komfortables Leichtgewicht für Nachteulen / Während der ersten Laufeinheiten war der Zealot ISO 2 stabil und geschmeidig, was unter anderem an der TRI-FLEX Aussensohle liegt. Sie verteilt auftretende Kräfte von der Landezone im Vorder- und Mittelfuss über eine größer Fläche.


 

Der Zealot
Komfort für bequeme lange Läufe

Bei Saucony gefällt mir, dass mein eher breiter Vorderfuss dank der geräumigen Zehenbox eigentlich stets gut Platz findet und die Laufschuhe dennoch fest an Mittelfuss und Ferse sitzen. So bin ich das zumindest von den minimalistischen Laufschuh-Modellen aus Massachusetts (USA) gewohnt, wie das der Kinvara oder Fastwitch sind. Vor allem im Inneren sind Laufschuhe von Saucony angenehm seidig glatt und ohne störenden Falten und Nähten, die an den typischen Stellen reiben könnten. Ja, sogar ohne Socken und barfuss verursachen Saucony Laufschuhe nur selten Blasen. Das fühlt sich gut an, denn die FlexFilm Technologie sorgt für nahtlos verschweisst Lagen und so umschliesst der Laufschuh den Fuss auf natürliche Weise. Der Zealot ISO 2 wird man allerdings eher selten barfuss laufen, denn er ist eher für’s Training und den jahreszeitlichen Übergang gedacht. Seine Zunge ist gut gepolstert, seitlich mit dem fein gewebten Obermaterial aus Mesh verbunden und bleibt faltenfrei an ihrem Platz. Trotz seiner üppig komfortablen Bauweise ist der Zealot unglaublich leicht. Das dünne RUNDRY Mesh ist ein großartiges Material, es ist atmungsaktive und gibt die Feuchtigkeit gut nach aussen ab.
 


Reaktionsfreudig dämpfend

Läuft man das gesamte Jahr bevorzugt flachere und direkter Laufschuhe, dann fühlt sich der Zealot ISO 2 auf den ersten Kilometern ungewohnt weich, aber keineswegs schwammig an. Der Zealot ISO 2 hält die Spur, verlangt aber einen aktiveren Abdruck, im Mittelfuss scheint etwas die Energie verloren zu gehen. Für Laufschuhe von Saucony eher untypisch, aber aus irgendeinem Grund vermisse ich die Reaktionsdreudigkeit beim Zealot ISO 2 in diesem Bereich, wie ich es von der EVERUN Dämpfungstechnologie bisher eigentlich gewohnt bin. Die Zwischensohle dämpft den Aufprall zwar gut ab, aber gibt keine Energie für den Abdruck zurück. Das fördert andererseits natürlich den Trainingseffekt, denn meine Schrittfrequenz habe ich dadurch etwas erhöht. Allerdings hat sich die Dämpfung besonders bei langen Läufen dauerhaft gut und komfortabel angefühlt.

 

SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex: Komfortables Leichtgewicht für Nachteulen / Die Schnürung mit dem ISO-Fit-System schmiegt sich erst einmal kaum spürbar um den Fuss und so sitzt der Zealot ISO 2 ordentlich fest am Fuss.

SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex: Komfortables Leichtgewicht für Nachteulen / Die Schnürung mit dem ISO-Fit-System schmiegt sich erst einmal kaum spürbar um den Fuss und so sitzt der Zealot ISO 2 ordentlich fest am Fuss.


 


Geschmeidige
Laufruhe

Während der ersten Laufeinheiten war der Zealot ISO 2 stabil und geschmeidig, was unter anderem an der TRI-FLEX Aussensohle liegt. Sie verteilt auftretende Kräfte von der Landezone im Vorder- und Mittelfuss über eine größer Fläche. Nach einigen Läufen war dieses Dämpfungsgefühl allerdings nicht mehr so stark ausgeprägt, dennoch blieb die Laufruhe erhalten.
 


Moderate Geschwindigkeit
mit Laufgefühl

Der Zealot ISO 2 ist äusserst bequem, man könnte fast denken einen Racer an den Füssen zu tragen, aber trotz einer  Sprengung von 4 mm fehlt ihm etwas an Reaktionsfreudigkeit, wodurch weniger Energie zurück kommt. Das mag unter anderem an der Sohlenhöhe von 22 bis 26 mm liegen. Aufgrund des Mehr an Polsterung und der höheren Laufsohle entsteht am Fuss der gefühlte Eindruck, als sei der Zealot ISO 2 wesentlich größer und sperriger. Doch er ist keineswegs klobig und sogar angenehm leicht, ja elegant schlank. Die IBR+ Sohle verspricht vom Vorder- bis Mittelfuss vor allem lange Haltbarkeit bei guter Dämpfung, an der Ferse wurde härterer XT900 Schaum verwendet, der mit seinem hohen Carbonanteil extrem abriebfest ist. Gut gefällt mir die konvexe, nach aussen laufende Sohle, die dem neutralen Lightweight Trainer mehr Stabilität und eine gute Führung beim Abrollen über den Mittelfuss gibt. Das erinnert mich an den Kinvara und sorgt bei höherem Tempo für Laufruhe. Wenn der Untergrund jedoch feucht oder nass ist, was in der dunklen Jahreszeit gelgentlich vorkommt, dann kann es mit der Sohle des Zealot ISO 2 schon einmal rutschig werden. Vor allem bei Minusgraden wird es auf feuchtem Asphalt kritisch, denn bei kühlen Temperaturen wird EVA Schaum hart und der Grip der Aussensohle reduziert sich drastisch.

 

SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex: Komfortables Leichtgewicht für Nachteulen / Das dünne RUNDRY Mesh ist ein großartiges Material, es ist atmungsaktive und gibt die Feuchtigkeit gut nach aussen ab.

SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex: Komfortables Leichtgewicht für Nachteulen / Das dünne RUNDRY Mesh ist ein großartiges Material, es ist atmungsaktive und gibt die Feuchtigkeit gut nach aussen ab.


 


Vielseitiger Einsatzbereich

Der Zealot ISO 2 ist sehr vielseitig einsetzbar, wie ich finde. Saucony liefert mit dem Zealot ISO 2 viel Schuh ohne viel Gewicht, wodurch er für kurze und lange Läufe gut geeignet ist. Seine extrem abriebfeste Außensohle mit hohem Carbonanteil verspricht eine verbesserte Haltbarkeit, aber die hat auch ihren Preis. Der Zealot ISO ist für ein breite Zielgruppe, von Einsteigern bis ambitionierte Läufer, die einen zuverlässigen Schuh möchten, der nicht zu fordernd ist und auch bei Dauerläufen mit moderaten Laufgeschwindigkeiten lange Komfort bietet. Für persönliche Bestzeiten ist der Zealot ISO 2 allerdings weniger geeignet, da sollte man dann schon eher zum Kinvara oder Fastwitch greifen.
 


FAZIT

Der Saucony Zealot ISO 2 Reflex ist ein gut gepolsterter und dämpfender Trainingsschuh, der einem aufgrund seines dennoch geringen Gewichts (269 g) und einer niedrigen Sprengung (4mm), das Gefühl gibt, einen Wettkampfschuh zu tragen. Der Zealot ISO 2 ist ein komfortabler Laufschuh mit guter Unterstützung, der sich gut um einen normal breiten Fuss des Läufers anschmiegt. Hat man dann die beste Schnürung endlich im Griff, ist er auch komfortabel zu tragen. Der Zealot ISO 2 ist eine ideale Wahl für den täglichen Trainingslauf an jeglichem Untergrund, der sich bei fast allen Geschwindigkeiten gut anfühlt, so lange es nicht nass oder zu kühl ist. Die Besonderheit des Saucony Zealot ISO 2 Reflex ist die elegante schwarz-weiss Gestaltung des Laufschuhs, das ist sehr chic, doch erst im Dunkeln schöpft er sein optisches Potential vollständig aus. Der komplette Laufschuh ist, nomen est omen, rundum reflektierend inklusive seiner Mittelsohle, so dass man bei Nachtläufen im Scheinwerferlicht garantiert durch hervorragende Sichtbarkeit heraus sticht. Das gilt übrigens für die gesamte Saucony Reflex-Serie zu der auch der Ride 9 Reflex und Hurricane ISO 2 Reflex gehören.

 

[Not a valid template]
 


Teststrecken

Den Zealot ISO 2 Reflex bin ich für den Laufschuhtest abwechselnd auf befestigten Feldwegen entlang der Isar, auf Kies, Pflaster, Asphalt und der Laufbahn, aber auch bei Schnee über einen Zeitraum von 3 Monaten gelaufen. Die Streckenlängen waren von 8 bis 20 km und am bequemsten lief sich der reflektierende Zealot ISO 2 mit extra dünnen Socken, wie zum Beispiel den Pro Racing Socks von Compresport.


Die Fakten
: SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex

Neutral Lightweight Trainer
EVERUN Dämpfungstechnologie
TRI-FLEX Außensohle
IBR+ Aussensohle im Vorder- und Mittelsohle
XT-900 abriebfeste Außensohle
ISOFIT Obermaterial
FlexFilm Lightweight nahtloses Obermaterial
Sprengung: 4 mm (Fersenhöhe 26 mm / Vorderfuss 22 mm)
Gewicht 269 g
EUR 149,95

Empfehlung SAUCONY Zealot ISO 2 Reflex

Testgröße: US 9.5
Testdauer: 4 Monate
Testlänge: 160 km
Schuhart: Trainer, neutral
Einsatzbereich: ruhige Dauerläufe / Tempodauerläufe, alle Distanzen
Läufertyp: leicht – mittelschwer, Einsteiger – Ambitioniert
Passform: 6
Komfort: 8
Stabilität: 8
Geschwindigkeit: 7
Reaktionsfreudigkeit: 6
Wertigkeit: – 7


Supported Post

Der Zealot ISO 2 Reflex wurde für den Produkttest von der Firma Saucony zur Verfügung gestellt. Der Laufschuhtest erfolgte unabhängig und ohne Einfluss des Herstellers auf das Testergebnis. Der Testbericht ist frei und unabhängig verfasst und gibt ausschlisslich unsere persönliche Meinung auf Basis unserer Erfahrung während des Lauftrainings wieder. Wir haben weder für den Produkttest noch für die Berichterstattung eine Vergütung erhalten.


QUELLEN

SAUCONY
SAUCONY Blog
SAUCONY Freedom ISO
SAUCONY Kinvara 7

ON hat seinen neu entwickelten Cloudflow für lange Dauerläufe auf Wolken zum Herbst / Winter 2017 vorgestellt. Den siebten Streich der schweizer Laufschuh-Manufaktur mit extra leichtem Zero-Gravity-Schaum wollten wir natürlich sofort auf Herz und Wolken testen und uns damit geradewegs ins Runner’s High befördern.

 

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl Grenzen los sein“, sang Reinhard Mey in den 70er-Jahren. Diese Zeilen sind auch dem deutschen Künstler eher nicht während des Laufens eingefallen. Dem neuen Cloudflow von ON sind diese Zeilen beinahe auf den Leib, oder besser auf den Schuh geschnitten. Denn über den Cloudflow führt der schnellste Weg zum gewünschten Hochgefühl eines Läufers, dem „Shortcut to Runner’s High“, so der ON-Mitgründer Oliver Bernhard.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Guys-Modell in dezentem grau

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Guys-Modell in dezentem grau

 

Auf Wolken läuft’s sonnig

Um dieses Gefühl, wenigstens ein bischen persönlich erleben zu können, hatte ON in’s Herzen Schwabing’s geladen. Am frühen Morgen, die Sonne ging gerade auf und es lag noch ein leichter Dunst über dem Kleinhesseloher See, durften wir erstmals auf achtzehn CloudTec-Elementen durch den Englischen Garten schweben – laufen natürlich. Die extra-leichten Wolken aus Zero-Gravity-Schaum liesen meine schmerzenden Waden vom Intervalltraining am Vortag zwar fast vergessen, aber von ganz allein läuft’s natürlich auch mit dem besten Schuhen nicht. Aber dank der „Wolken“ war’s laufen wie bei Sonnenschein. Denn die Vorspannung und der reaktive Flex des Cloudflow erleichtert jeden Schritt ungemein. Die Clouds sorgen während des Laufens für ein natürliches Abrollen und fördern den kraftvollen Abdruck. ON selbst nennt es Speedboard, auch wenn von Speed bei mir heute nicht zu sprechen war, so hat die Sohle doch optimal gedämpft ohne dabei Vortriebsenergie zu vernichten und zum richtigen Zeitpunkt beschleunigt. Wie sich das dann auf längeren Strecken und fit anfühlt, und ob der Cloudflow der schnellste Weg zum Runner’s High ist, das gilt es in den nächsten Wochen zu testen.

 

Die 7,5 Kilometern fühlten sich heute zwar länger an, mit dem Cloudflow aber deutlich leichter und wieder zurück wurden wir im OCCAM Deli mit einem feinen Frühstück belohnt. Das hatten wir uns aber auch wirklich verdient, nach dieser „kalorienzehrenden“ Laufeinheit, und auch die Waden waren wieder locker. Das OCCAM Deli ist der perfekte Ort für ein reichhaltiges und gesundes Frühstück und durch seine Nähe zum münchener Englischen Garten bietet es sich für Läufer geradezu an. Obwohl, verschwitzt sollte man hier auch nicht einlaufen. Aber das haben wir ja nicht und waren noch unter uns. Na, dann Mahlzeit!

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Breakfrast im Occam Deli nach dem ersten Testlauf im Englischen Garten

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Breakfrast im Occam Deli nach dem ersten Testlauf im Englischen Garten

 

Der Cloudflow durchbricht die Barriere

„Eine Welle schwappt über deinen Körper“, beschreibt es ON-Mitgründer Oliver Bernhard und „mit einem Mal läuft es sich mit Leichtigkeit.“ Für den sechsfachen Ironman Weltmeister ist das Runner’s High ein pures Glücksgefühl, das die Gedanken verfliegen und den Körper auf das Hier und Jetzt konzentrieren lässt.

 

Dieses Phänomen welches jegliche Anstrengung vergessen lässt, beschäftigt Sportler und Wissenschaftler schon sehr lange. Man dachte ursprünglich, dass einzig das Endorphin für dieses Hochgefühl verantwortlich sei. Mittlerweile weiß man aber, dass Endorphine die Barriere vom Blut ins Gehirn, welche den Stoffaustausch im Nervensystem kontrolliert, nicht überwinden können. So ist ebenso bekannt, dass während des Laufens noch weitere körpereigenen Opioidpeptide, wie Endocannabinoide produziert werden 1.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / die Clouds aus Zero-Gravity-Schaum für bessere Dämpfung

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / die Clouds aus Zero-Gravity-Schaum für bessere Dämpfung

 

Sie sind denjenigen Cannabinoiden ähnlich, welche in der Hanfpflanze Cannabis enthalten sind und als Arzneimittel in Form von Marihuana und Haschisch verwendet werden: Die körpereigenen Endocannabinoide reduzieren während des Laufens den Schmerzen und Stress – der Läufer kann dadurch eine Art Rausch und Glücksgefühl erfahren 2. Das ist natürlich individuell und wird von den Läufern, abhängig von Alter, Geschlecht und Trainingsjahren unterschiedlich stark wahrgenommen. Eines ist aber ganz sicher: Dieses Glücksgefühl fühlt sich großartig an, es macht das Laufen noch ein Stück schöner und der Cloudflow soll es den Läufern erleichtern die Barriere zum Runner’s High zu durchbrechen. Die Erwartungen an den Cloudflow sind damit hoch, ob zu hoch, das werden nie nächsten Laufeinheiten zeigen.

 

 

Der Cloudflow bricht die ON Tradition

Eines steht fest: Mit dem Cloudflow hat sich ON intensiv Gedanken bis ins kleinste Detail gemacht, um einen Laufschuh für eine möglichst große Zielgruppe zu entwickeln. Der erste Blick fällt auf das wertige Obermaterial aus einem atmungsaktiven und stabilen Netzgewebe mit geschweisten Nähten. Die Löcher der Schnürung sind zwar nach wie vor sehr filigran und kaum verstärkt, was in der Vergangenheit gelegentlich dazu geführt hat, dass das dünne Obermaterial bei zu starkem Zug ausreisen konnte. Jetzt wurden am letzten Loch des Schafts, wo es während des Schnürens zur höchsten Belastung kommt, beidseitig Ösen in Form des ON-Logos verarbeitet. Dadurch wird mehr Haltbarkeit und leichteres Binden des Cloudflows gewährleistet und es sieht schick aus.

 

Schlüpft man in den Cloudflow, fällt sofort der komfortable Innenschuh auf, der sich leicht wie eine Socke um den Fuß schließt. Eine antimikrobische Behandlung des Textils soll langanhaltende Frische gewährleisten und während langer Läufe die Feutchtigkeit nach aussen abgeben und so den Fuß trocken und geruchsfrei halten. Die Zehenbox des Cloudlow passt bei mir und meinem breiteren Fuß optimal, ist nicht ganz so breit wie die des Cloudsurfers und aber auch nicht so schmal wie vom Cloudracer. Als ich den Cloudflow erstmals schnüre, beginne ich vorne im Zehenbereich und ziehe die Schuhbänder Loch für Loch nach oben fest. Denn erfahrungsgemäß rutschen die dünnen Schuhbänder nicht ohne weiteres bis nach unten durch, wenn man obe zieht und sie schneiden dann in den nicht verstärkten Schnürlöchern ein. Zieht man zu fest und das über viele Laufeinhieten, dann kann schon einmal eines der Löcher reißen.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High mit flacher Zunge und dünnem Obermaterial

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High mit flacher Zunge und dünnem Obermaterial

 

Der Cloudflow – auffällig unauffällig

Sitzt der Cloudflow dann fest und bequem am Fuß bemerkt man das Leichtgewicht kaum. Die ersten Schritte sind Nomen est Omen: Auch wenn man nicht gleich fliegt, so schwebt man. Das Abrollverhalten unterscheidet sich einfach grundsätzlich zu dem, anderer Laufschuhhersteller. Das ist für’s erste aber auch kein Wunder, denn mit 220 Gramm ist der Cloudflow ein Leichtigewicht in diesem Segment. Es kann also raus gehen und die Waden sind diesmal auch erholt.

 

Nach zwanzig Minuten fällt mir auf, dass mir nicht’s auffällt. Ich habe ganz vergessen, warum ich Laufe, denn es läuft fast von alleine mit dem Cloudflow. Ich spüre den Cloudflow kaum, so natürlich läuft er sich auf den ersten Kilometern bei einer fünfer Pace. Das mag sicher an den neuen Clouds aus Zero-Gravity-Schaum liegen, welche jedem Schritt eine gewisse Leichtigkeit geben. Sie sind weicher als die Vollgummi-Dämpfungselemente anderer ON-Modelle und dämpfen jeden Schritt. Ein Gefühl wie auf Wolken, ganz nach der Idee der Schweizer.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Ladies-Modell mit Clouds aus Zero-Gravity-Schaum

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / Ladies-Modell mit Clouds aus Zero-Gravity-Schaum

 

Ich steigere das Tempo und bin gespannt, wie sich das patentierte Speedboard der Mittelsohle auf meinen Fußabdruck und das Laufgefühl auswirken. Das Speedboard verspricht den Abrollvorgang des Fußes besser zu unterstützen und gleichzeitig den explosiven Abdruck zu fördern. Durch die Verstärkung im Vorfuss soll der Cloudflow trotz des Zero-Gravity-Schaums noch reaktiver werden und die Landung ist weich wie auf Sand 3. Mit der höheren Pace von 4:30 Minuten / Kilometer verändert sich das Verhalten des Laufschuhs, auch weil jetzt der Abdruck vom Mittelfuß deutlich Richtung Vorderfuß wandert. Jetzt wird die Führung etwas schwammiger, wodurch die Waden stärker gefordert werden. Es scheint auch als würde mit der Dämpfung auch mehr Energie absorbiert wodurch der Kraftauwand steigt. Vorteilhaft macht sich hierbei aber die konvexe Form der Laufsohle bemerkbar, welche diesen Stabilitätsverlust leicht ausgleicht.

 

Perfekte Wolken für Trockenheit

Dafür merke ich ein anderes Problem: Im Aufbau der Laufsohle aus Speedboard und den Clouds aus weichem Zero-Gravity-Schaum setzt ON auf härtere Abriebkissen an der Außensohle. Die Idee und Funktion sind natürlich sehr positiv, denn das sorgt für mehr Haftung in jeder Phase des Bodenkontakts und weniger Verschleiss. Allerdings funktionieren die Abriebkissen nur auf trockenem Boden. Als es leicht zu regnen beginnt, erhöht sich auf Asphalt mit dem höheren Tempo auch die Drift mit jedem Schritt und sobald noch etwas nasses Laub dazukommt wird’s rutschig. Auf der Tartanlaufbahn reicht dann leider schon eine typisch herbstliche Feuchtigkeit für eine mangelhafte Bodenhaftung aus, insbesondere in den Kurven. Ist es aber trocken, dann läuft sich der Cloudflow bestens bei Technikläufen und Intervalltraining mit moderater Geschwindigkeiten auf der Laufbahn danke seines flachen Profils und einer Sprengung von nur sechs Millimetern.

 

[Not a valid template]

Fazit: ON Cloudflow füllt die Lücke

Die schweizer Laufschuh-Manufaktur hat mit dem Cloudflow einen edlen Trainingsschuh entwicklet, der durch eine hochwertige Verabreitung, viel Style und Funktion begeistert. Die Qualitäten des Cloudflow liegen vor allem in seiner Leichtigkeit, in der Reaktionsfähigkeit und im Grip auf festem, trockenen Untergrund bei mittleren Geschwindigkeiten und längeren Strecken. Dass die Laufsohle von ON auf losem Untergrund gerne einmal das ein oder andere Steinchen zwischen seinen Wolken einklemmt, ist bekannt. Wer sich für einen Laufschuh von ON entscheidet, der nimmt das in Kauf, sind sie schließlich für die Straße und Laufbahn entwickelt. Zwar bricht der Cloudflow mit mancher ON Tradition, dennoch läutet er damit noch keine neue Generation ein. Mit dem Cloudflow ergänzen die Schweizer ihr Portfolio an Trainingslaufschuhen und möchten damit die Lücke zwischen dem Cloudsurfer und Cloudracer schließen. Nach mehr als 250 Kilometern auf verschiedenen Bodenbelägen, mit unterschiedlichen Streckenlängen und Geschwindigkeiten sehe ich persönlich den Cloudflow eher zwischen dem Cloudflyer und Cloudsurfer.

 

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / zwar wird's auf feuchtem Laub rutschig, aber die Optik passt perfekt in den Herbst für trockene Dauerläufe

ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / ON CLOUDFLOW Geradewegs zum Runner’s High / zwar wird’s auf feuchtem Laub rutschig, aber die Optik passt perfekt in den Herbst für trockene Dauerläufe

 

Als optimal für den Cloudflow haben sich lange Trainingsläufe ab 60 Minuten im Grundlagenausdauerbereich herausgestellt. Hierbei konnte der Cloudflow durch die Leichtigkeit und das Speedboard seine energiesparenden Vorteile ausspielen und war auch nach 20 Kilometern noch komfortabel und stabil. Jedoch kann ich mir den Cloudflow auch gut über die Halbmarathon- und Marathondistanz, sowie im Triathlon auf der Ironman-Distanz vorstellen. Damit empfehle ich den ON Cloudflow besonders für Läufe über längere Distanze mit moderatem Tempo und all denjenigen, für die alle anderen ON-Modelle einen Tick zu aggressiv und vorderfussbetont sind. Ob der Cloudflow seinen Läufer mit jedem Training auf direktem Weg ins Runner’s High befördert, sei dahingestellt, aber die Freude am Laufen steigert er ganz bestimmt.

 

Die Fakten des ON Cloudflow

KATEGORIE
Lightweight-Trainer neutral

DAMEN
Sprengung: 6mm (k.A. mm Ferse/ k.A. mm Vorfuß)
Gewicht: 190 g (US W 7,0)
Farbkombinationen: Blue / Haze, Spice / Flash
SKU Nummer: 15.4516

HERREN
Sprengung: 6mm (k.A. mm Ferse/ k.A. mm Vorfuß)
Gewicht: 220 g (US M 8,5)
Farbkombinationen: Malibu / Neon, Rock / Orange
SKU Nummer: 15.4247

TECHNOLOGIE
Zwischensohle: Speedboard
Clouds: Zero-Gravity-Schaum

UVP
149,95 EUR

BEWERTUNG
Qualität
*****
Optik 6
Laufgefühl 8
Haltbarkeit 5
Preis 6

 

INFORMATIONEN
ON
OCCAM Deli

 

QUELLEN
1 Sparling, P. B., Giuffrida, A., Piomelli, D., Rosskopf, L. and Dietrich, A. (2003). Exercise activates the endocannabinoid system. NeuroReport 14, 2209-2211.

2 Fuss, J. , Steinle, J., Bindila, L., Auer, M. K., Kirchherr, H., Lutz, B., Gass, P. (2015). A runner’s high depends on cannabinoid receptors in mice. Proc. Natl. Acad. Sci. 112, 13105–13108.

3 ON Technologie Speedboard Factsheet

 

Nach einer kurzen, schwül warmen Nacht stand ein harter Tag vor mir: IRONMAN Vichy 2016 . Zum zweiten Mal stand ich bereits in dem französischen Kurort am Start und hatte nach meiner Premiere 2015 noch eine Rechnung offen. Erneut gab es Hitze und Wind in der Auvergne vorhergesagt, und die erste Disziplin im Lac d’Allier galt es diesmal ohne Wetsuit zu bewältigen. Mein IRONMAN Vichy 2016 im zauberhaften Herzen Frankreichs durch die Auvergne zwischen Puy de Dôme und Massive Central in Zahlen …

 

HERE ARE MY IRONMAN VICHY 2016 STATISTICS

 

MY IRONMAN VICHY 2016 RESULT

STARTNUMMER 1446
AGE GROUP M45-49
INDIVIDUAL 5.
GENDER 87.
OVER ALL 89.

 

MY IRONMAN VICHY 2016 RACE SUMMERY

STARTZEIT 6:50 Uhr
STARTGRUPPE Rolling Start (4 Athleten / 4 Sekunden)
SCHWIMMEN 59:49 min / 2. M40-44
T1 2:46 min
RADFAHREN 4:53:27 h / 4. M40-44
T2 3:23 min
LAUFEN 3:24:06 h / 4. M40-44
FINISH 9:24:30 h / 5. M40-44

 

MY IRONMAN VICHY 2016 SWIM DETAILS

1.9 km / 1.9 km / 29:05 / 29:07 / 1:31/100m
3.8 km / 1.9 km / 30:10 / 59:17 / 1:35/100m
TOTAL 3.8 km / 59:17 / 59:17 / 1:33/100m
INDIVIDUAL 2.
GENDER 44.
OVER ALL 48.

 

MY IRONMAN VICHY 2016 BIKE DETAILS

4.2 km / 4.2 km / 7:14 / 1:09:21 / 34.84 km/h
23.4 km / 19.2 km / 31:12 / 1:40:33 / 36.92 km/h
51.1 km / 27.7 km / 45:18 / 2:25:51 / 36.69 km/h
89.8 km / 38.7 km / 1:01:13 / 3:27:04 / 37.93 km/h
109 km / 9.2 km / 31:44 / 3:58:48 / 36.30 km/h
136.8 km / 27.8 km / 48:58 / 4:47:46 / 34.06 km/h
176.8 km / 40 km / 1:08:15 / 5:56:01 / 35.16 km/h
TOTAL 176.8 km / 4:53:54 / 5:56:01 / 36.09 km/h
INDIVIDUAL 4.
GENDER 75.
OVER ALL 75.

 

MY IRONMAN VICHY 2016 RUN DETAILS

3.5 km / 3.5 km / 14:47 / 6:13:45 / 4:13/km
4.8 km / 1.3 km / 6:13 / 6:19:58 / 4:46/km
5.2 km / 0.4 km / 2:01 / 6:21:59 / 5:02/km
6.3 km / 1.1 km / 5:02 / 6:27:01 / 4:34/km
8.7 km / 2.4 km / 10:48 / 6:37:49 / 4:30/km
13.9 km / 5.2 km / 25:13 / 7:03:02 / 4:50/km
15.2 km / 1.3 km / 5:59 / 7:09:01 / 4:36/km
15.6 km / 0.4 km / 2:21 / 7:11:22 / 5:52/km
16.7 km / 1.1 km / 5:24 / 7:16:46 / 4:54/km
19.2 km / 2.5 km / 12:21 / 7:29:07 / 4:56/km
24.3 km / 5.1 km / 25:09 / 7:54:16 / 4:55/km
25.7 km / 1.4 km / 6:17 / 8:00:33 / 4:29/km
26.1 km / 0.4 km / 2:40 / 8:03:13 / 6:39/km
27.2 km / 1.1 km / 5:34 / 8:08:47 / 5:03/km
29.7 km / 2.5 km / 13:25 / 8:22:12 / 5:22/km
34.8 km / 5.1 km / 27:26 / 8:49:38 / 5:22/km
36.1 km / 1.3 km / 6:40 / 8:56:18 / 5:07/km
36.5 km / 0.4 km / 3:04 / 8:59:22 / 7:40/km
37.6 km / 1.1 km / 5:51 / 9:05:13 / 5:19/km
40.1 km / 2.5 km / 13:02 / 9:18:15 / 5:12/km
41.6 km / 1.5 km / 6:30 / 9:24:45 / 4:20/km
Total 41.6 km / 3:25:47 / 9:24:45 / 4:56/km
INDIVIDUAL 4.
GENDER 87.
OVER ALL 89.

 

MY IRONMAN VICHY 2016 TRANSITION DETAILS

T1: Swim-to-bike 2:50
T2: Bike-to-run 2:57
READ MY IRONMAN VICHY 2016 STORY
WATCH MUCH MORE PICTURES IN MY IRONMAN VICHY 2016 GALLERY

 

THE IRONMAN VICHY 2016 TOP5 AGE GROUP M45-49

1. Selukov, Arnaud (FRA) 25 / 01:02:35 / 04:44:49 / 03:09:09 / 09:02:14
2. Petermann, Laurent (FRA) 57 / 01:12:32 / 04:48:35 / 03:08:28 / 09:15:24
3. Prezzi, Franco (ITA) 61 / 01:12:36 / 04:47:22 / 03:09:29 / 09:16:58
4. Robustelli, Alessandro (ITA) 78 / 01:08:28 / 04:47:22 / 03:17:17 / 09:21:51
5. Drexl, Stefan (DEU) 89 / 00:59:17 / 04:53:54 / 03:25:47 / 09:24:45

IRONMAN Vichy 2016 Results

 

THE IRONMAN VICHY 2016 TOP 5

WOMEN
1. Faux, Catherine (GBR) 09:13:40
2. Schaerer, Celine (SUI) 09:17:21
3. Fillnow, Kelly (USA) 09:27:56
4. Capone, Lauren (USA) 09:34:06
5. Tanaka, Keiko (JPN) 09:35:46

MEN
1. Wiltshire, Harry (GBR) 08:17:14
2. Brydenbach, Tim (BEL) 08:18:34
3. Risti, Ivan (ITA) 08:19:58
4. Delsaut, Trevor (FRA) 08:21:51
5. Brader, Christian (GER) 08:22:43

 

THE IRONMAN VICHY 2016 STATISTICS

STARTER 1946 / 100 %
FINISHER 1543 / 79,3 %
DNF 403 / 20,7 %
STARTER M40-44 254
FINISHER M40-44 234
AIR TEMPERATUR 36 Grad Celsius
WATER TEMPERATURE 26 Grad Celsius
WIND DIRECTION S-SW-NW
WIND SPEED 10 – 45 km
READ MY IRONMAN VICHY 2016 STORY
WATCH MUCH MORE PICTURES IN MY IRONMAN VICHY 2016 GALLERY

 

MY IRONMAN VICHY 2016 RACING STUFF

BEN & JERRY’S Cookie Dough Icecream
CANYON Speedmax CF Di2 Zeitfahrrad
CONTINENTAL Schlauchreifen
FIZIK Tritone 5.5 Sattel
GIRO Inciter Tri Radschuhe
MAVIC CXR80 T Laufräder
MYPROTEIN Maltodextrin
OAKLEY Hollbrook Sonnenbrille
OAT SNACK Banana Bread
POC Cerebel Aerohelm
POLAR V650 Radcomputer
POLAR V800 GPS Multisportuhr
POWERBAR PowerGel
PROFILE DESIGN ATTK Food Unit
SAILFISH G-Range Wetsuit
SAILFISH Rebel Swimskin
SAUCONY Kinvara 7 Laufschuh
SKINFIT Tri Top, Tri Pant Funktionskleidung
SUGAR & PAIN Trucker SnapBack Cap
ZOGGS Predator Schwimmbrille

 

MEHR INFORMATIONEN

HOMEPAGE IRONMAN Vichy
HOMEPAGE Ville Vichy
READ my IRONMAN Vichy 2016 Story
WATCH more Pictures in my IRONMAN Vichy 2016 Gallery
CHECK my IRONMAN Vichy 2016 Statistics
RESULTS IRONMAN Vichy 2016

Es liegt eine kurze, schwül warme Nacht hinter uns und mit dem IRONMAN Vichy 2016 ein harter Tag vor mir. Zum zweiten Mal stehe ich in dem französischen Kurort am Start und habe noch eine Rechnung zu begleichen, denn meine Premiere 2015 lief nicht ganz nach Plan. Erneut sind Hitze und Wind für die Auvergne vorhergesagt und schon am Vortag war klar, dass die erste Disziplin im Lac d’Allier ohne Wetsuit zu schwimmen ist. Jedoch könnte ein anderes, viel diskutiertes Thema diesmal Einfluss auf mein Rennen haben. Werden mit meine Wettkampf- und Ernährungsstrategie diesmal funktionieren? Wie wird der neue Rolling Start? Was der Tag wohl heute bringt? Mein IRONMAN Vichy 2016 mit Nebenwirkungen und anderen Kuriositäten.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die letzte Trainingseinheit auf dem Rad durch das Val d'Allier noch in entgegengesetzter Richtung ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die letzte Trainingseinheit auf dem Rad durch das Val d’Allier noch in entgegengesetzter Richtung ©stefandrexl.de



HERE IS MY IRONMAN VICHY 2016 STORY


Der Wecker klingelt, es ist zehn vor vier und das Thermometer zeigt schon jetzt 24 Grad Celsius – oder immer noch! Es ist Sonntag, 28. August 2016, noch drei Stunden bis zum Start des IRONMAN Vichy 2016. Die Saison war lang und so habe ich mich eher kurzfristig für meine zweite Langdistanz entschieden. Ich bereite mein Frühstück: Haferflocken in warmer Sojamilch mit Zimt, zerquetschter Banane und Honig. Diese Kombination hat sich stets bewährt und ich genieße meine letzte Mahlzeit vor dem Rennen. Morgenstund’ hat Gold im Mund, und heute darf’s ein bisschen mehr sein!

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Zum Betthupferl etwas innere Kühlung und süße Motivation ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Zum Betthupferl etwas innere Kühlung und süße Motivation ©stefandrexl.de

Die letzten Tage vor meiner zweiten Langdistanz habe ich mit intensiver Entspannung, kurzen Trainingseinheiten, sowie viel Trinken und Essen hochwertiger Kohlenhydrate und Fette verbracht. Am Abend zuvor gab’s einige Galettes mit Deftigem und Crêpes mit Süßem bei meiner Lieblings-Crêperie Josephine in Vichy. Wir sind diesmal sogar extra früher angereist, um besser zu akklimatisieren, und haben ein gut gekühltes Hotel gewählt. Das einzig Richtige angesichts der hohen Temperaturen während der IRONMAN Race Week von bis zu 38 Grad Celsius. Zur inneren Kühlung und Belohnung habe ich mir als Betthupferl noch eine leckere Eiscrème, natürlich ein Ben & Jerry’s, gegönnt.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Französiche Kreativität an der Radstrecke ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Französiche Kreativität an der Radstrecke ©stefandrexl.de

Anschließend fülle ich meine Trinkflaschen mit Tee und Maltodextrin von MyProtein und bereite die Wettkampf-Verpflegung vor. Alles Routine, bis jetzt. Nach einem frisch gebrühten Espresso in meiner Bialetti gönne ich mir noch etwas Ruhe zur Konzentration. Zwei Stunden vor dem Start brechen wir auf. In Begleitung meines Sohnes laufe ich durch die Dunkelheit auf der Promenade entlang des Lac d’Allier zum Wettkampfgelände. Es ist ein Teilstück der Marathonstrecke des IRONMAN Vichy. Kein Wind, das Wasser ist still und die Nacht sternenklar.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check In des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check In des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de



CROISSANT ET CAFE AM START DES IRONMAN VICHY


Auf der anderen Uferseite schlummert der Parc Omnisports mit der noch verlassenen Wechselzone. Die Ruhe vor dem Sturm. Wir erreichen um 5:30 Uhr, pünktlich zur Öffnung den Bike-Park. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, es gibt Croissant mit Café Crème im Palais du Lac Centre Omnisports, ich lasse lieber die Finger davon. Es bleiben mir noch 80 Minuten bis zum Start. Auf meinem Weg durch die Wechselzone treffe ich noch Christian Brader und Diana Riesler auf ein kurzes Gespräch, zwei deutsche Profi Triathleten und heute Favoriten auf den Gesamtsieg. Mein Bike (CANYON Speedmax CF) steht mit Startnummer 1446 diesmal an einem undankbaren Platz im Zentrum der Wechselzone, Mitte, Mitte.



WATCH MORE PICTURES IN MY IRONMAN VICHY 2016 GALLERY
LIKE MATHS? HERE ARE MY IRONMAN VICHY 2016 STATISTICS



Die letzten Vorbereitungen: Trinkflaschen in die Flaschenhalter und Verpflegung in die Food Box. Radschuhe einpudern, in die Pedale klicken und mit Gummis fixieren. Reifen aufpumpen und das richtige Ritzel auflegen. Fertig! Ich habe für den IRONMAN Vichy 2016 wieder die MAVIC CXR80 T Hochprofilfelgen mit Schlauchreifen gewählt, vorne wie hinten, auch wenn ein Reifenwechsel dadurch komplizierter wäre und länger dauern würde. Schlauchreifen rollen wesentlich komfortabler, vor allem auf dem rauen, französischen Straßenbelag und sind zugleich haltbarer. Holger Schiegel von SPEED COMPANY München hat vorsorglich ein paar neue Reifen aufgeklebt, damit alles hundertprozentig ist. Wichtiger für den Komfort auf dem Rad und den 180 Kilometern war aber noch eine leichte Korrektur meiner Sitzposition durch Pascal vom Radlabor. Denn erst dadurch ist es möglich ohne Rückenprobleme dauerthaft in der Aeroposition zu bleiben und mehr Druck auf’s Pedal zu bringen. Meinen POC Zeitfahrhelm und die Startnummer habe ich diesmal im Wechselbeutel deponiert, so dass ich beides bereits während meines Laufwegs zum Rad auf- und anziehen kann.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die Waffe ist geladen und Startplatz 1446 ist scharf ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die Waffe ist geladen und Startplatz 1446 ist scharf ©stefandrexl.de



IRONMAN VICHY 2016: ROLLING START MIT FANZÖSISCHER KLEIDERORDNUNG


Der Lac d’Allier misst 26 Grad Celsius, ein Grad über der zulässigen Wassertemperatur und das bedeutet, dass die 3800 Meter heute ohne Wetsuit zu schwimmen sind. Wieder einmal dieses Jahr, denn nur zwei meiner neun Triathlons waren mit Wetsuit, weniger denn je. Die Klimaerwärmung hat damit auch immer öfter Auswirkungen auf unsere faszinierende Sportart. Als guter Schwimmer kommt mir das zwar entgegen, eventuell, es kostet mich aber auch mehr Energie wegen des höheren Beineinsatzes. Während ich noch ein Energy Gel zu mir nehme, gehe ich noch einmal meine Laufwege durch die Wechselzone ab und ziehe meinen Speedsuit von Sailfish an. Dann geht’s an den Start, für mich erstmals im neu eingeführten Rolling Start Modus , der die erste Disziplin für die Triathleten entspannter und komfortabler machen soll.

Wettkampf in der Komfortzone – ein Widerspruch! Ein kurzer Abschied von meiner Frau und meinem Sohn, Schwimmbrille aufgesetzt und dann hinein in die Gatterschleuse für die freiwillige Vorsortierung nach den persönlichen Schwimmzeiten. Statt Entspannung und Komfort herrscht hektisches Gedränge im Kampf um die besten Startpositionen – als würde schon hier der IRONMAN entschieden. Ich komme mir vor wie ein Schaf auf dem Gang zum Schlachthof, wie das wohl erst für die Zuschauer aussieht. Dann erreiche ich endlich den ersten Block der schnellsten Schwimmer mit der Schleuse zum Ponton. Der Horizont färbt sich in sanftes orange und die Dämmerung setzt ein.

Ein Kampfrichter spricht mich überraschend an, erst in Highspeed-Französisch, dann auf englisch: Ich soll mein ärmelloses Triathlon Oberteil unter meinem Speedsuit auszuziehen oder runterzurollen, denn es sei nur ein Layer bei Wetsuitverbot erlaubt. Für mich zwar unverständlich, denn in den IRONMAN Reglement § 4.03 (f) wurde das mit zunehmender Popularität der Speedsuits angepasst mehr und auch während der Wettkampfbesprechung wurde diesbezüglich nichts erwähnt. Ich war über diese französische Kleiderordnung irritiert aber es machte keinen Sinn kurz vor dem Start zu diskutieren und so die Konzentration womöglich zu verlieren. Also ziehe ich meinen Speedsuit wieder aus, schlüpfe mit meinen Schultern durch das enge Kopfteil meines ärmellosen Tri Tops und schiebe es nach unten über den Bauch. Natürlich alles andere als optimal, denn um meine Taille war jetzt eine unbequem Wurst gewickelt. Zu einem früheren Zeitpunkt hätte ich dafür sicherlich eine bessere Lösung gefunden. Mit diesem Thema wurden auch andere Triathleten kurzfristig konfrontiert und mancher später deshalb auch disqualifiziert, selbst einige Profis (LINK).

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Stau am Ponton und die Zeit läuft: Der Schwimmstart mit Rolling Start gleicht selbst bei einigen schnelleren Triathleten einem planlosen Sprung ins Ungewisse ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Stau am Ponton und die Zeit läuft: Der Schwimmstart mit Rolling Start gleicht selbst bei einigen schnelleren Triathleten einem planlosen Sprung ins Ungewisse ©stefandrexl.de



BLEIENTEN UND TREIBGUT STATT ADRENALIN


Nach acht Monaten Training, Verzicht und intensiver Vorbereitung ist es dann soweit für mich und fast 2000 Triathleten. Um 6:50 Uhr ertönt erstmals das Startsignal des IRONMAN Vichy 2016 für die ersten vier Athleten gefolgt von den Nächsten alle vier Sekunden. Mit einem kurzen Piepston startet für mich knapp eine Minute später die zweite Langdistanz und ich laufe mit drei weiteren Triathleten über den Steg, wo die vorherigen Starter noch spazieren. Ein Kampfrichter fordert uns auf, nicht zu überholen. Ein Scherz, denke ich mir. Da war sie die Komfortzone! Am Ende des Steges hole ich Schwung und setze zum Startsprung an. Gerade noch rechtzeitig erkenne ich, wie ein Starter vor mir eher hilflose ins Wasser plumpst. Als ich gerade noch seitlich an ihm vorbeisegle, taucht unter mir ein anderer Schwimmer auf – ohne Brille. Ich segle glücklicherweise weit genug. Nach einer kurzen Tauchphase ohne „Bleienten“ schwimme ich relativ moderat los, denn von Beginn an muss ich mich durch oder über vor mir gestarteten Triathleten kämpfen. Für gewöhnlich geht es mit dem Start und der ersten Disziplin so richtig zur Sache, die Strecke ist frei und das Tempo hoch. Bei einem regulären Start wäre ich jetzt wohl mit den schnellsten Schwimmern schon vorne weg. Mit dem Rolling Start ist alles anders und das Problem liegt ursächlich nicht bei den Teilnehmern.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Konzentrierte Vorbereitung auf das Schwimmen mit Rollin Start ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Konzentrierte Vorbereitung auf das Schwimmen mit Rollin Start ©stefandrexl.de

Das Wasser ist zwar unruhig aber das Wassergefühl ist sehr gut, das Tempo eher kontrolliert. An der ersten Boje wird gedrängelt, Positionskämpfe und so verläuft auch das gesamte Schwimmen. Mit dem ersten und einzigen Landgang gibt’s etwas Abwechslung. Die Zuschauermenge tobt, das französische Publikum ist sensationell und das spornt an. Ich fühle mich nach der Hälfte der Schwimmstrecke durchaus locker, jedoch habe ich keine Orientierung an welcher Position ich mich befinde, denn überall sind Schwimmer Im vergangen Jahr war ich zu diesem Zeitpunkt in der Spitzengruppe und wir haben sogar die langsameren Profis eingesammelt. Beim erneuten Sprung in den Lac d’Allier ein ähnliches Szenario, wie beim Start. Was mag das wohl für ein Bild von unserer Sportart für Außenstehende abgegeben? Die Sonne geht auf über Vichy und mit jedem Atemzug nach links schaue ich ihr auf der zweiten Runde direkt entgegen.



SOLORITT DURCH DEN GLUTOFEN DER AUVERGNE


Mit meiner bisher langsamsten Schwimmzeit steige ich nach die 3,8 Kilometer mit 59 Minuten aus dem badewannenwarmen Lac d’Allier und schwinge mich mit einem schnellen ersten Wechsel nach nur 2:50 Minuten auf den Sattel meines Canyon Speedmax CF. Jetzt folgen die schönsten 180 km eines IRONMAN bei strahlend blauem Himmel durch die zauberhafte Landschaft der Departements d’Allier und Puy de Dôme. Nach dem Parc d’Omnisport und ein paar kurze Steigungen des Vororts Bellerive-sur-Allier geht’s Richtung Süden auf die Radstrecke. Zwei Runden à 90 km mit 1194 Höhenmetern sind zurückzulegen. Meine Beine sind locker und schnell finde ich einen Tretrhythmus. Auf den ersten Kilometern überhole ich einige Athleten, beinahe alle hundert Meter einen. Nach 20 km bin ich alleine unterwegs durch die Felder des Val d’Alliers und die verschlafenen Dörfer des Département Puy-de-Dôme.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Feuer frei: Mit Fullspeed über die Felder im Val d'Allier ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Feuer frei: Mit Fullspeed über die Felder im Val d’Allier ©stefandrexl.de

Es geht raus aus dem Tal und von Limones auf einer der langen Geraden über Luzillat nach Maringues. In der Ferne, bei Kilometer 40 sehe ich endlich wieder einen Mitstreiter vor mir, ein Orientierungspunkt. Erst jetzt merke ich, selbst einen Verfolger zu haben, wohl schon seit einiger Zeit, ganz so einsam ist es also doch nicht. Der scheint es sich hinter mir eingerichtet zu haben, zwar im erlaubten Mindestabstand der zwölf Meter langen Windschattenbox, aber ohne einen Zentimeter zu verschenken, zu überholen oder sich abschütteln zu lassen.

Das Morgenlicht ist herrlich und der klare Blick auf den Puy de Dôme ist einfach wunderbar. Über den Feldern liegt ein leichter Dunst und in den Dörfern stehen Menschen am Straßenrand und winken, es riecht nach frischem Baguette. Motivation. Es läuft und ich fahre ein konstantes Tempo um die 40 km/h, ein leichter Wind von links-vorne bläst mir aus Süd-Westen entgegen. Der Pedaldruck passt und es ist Zeit nach einem Energy Gel bei Kilometer zehn für etwas feste Verpflegung mit Banana Bread.Bei Kilometer 44 überhole ich meinen Vordermann und ein paar Kilometer später die eher gestartete führende Frau. Nach 50 Kilometern im Schlepptau überholt mich mein Windschatten –Verfolger. Es ist Holger aus Deutschland (praktisch die beschrifteten Starnummern) zusammen mit einem weiteren Athleten und klebt erneut kritisch an dessen Hinterrad – sechs Radlängen, keinen Zentimeter mehr oder weniger.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Ausser eines Verfolgers keine Traithlet in Sichtweite ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Ausser eines Verfolgers keine Traithlet in Sichtweite ©stefandrexl.de

Bevor es erstmals von Bas-et-Lezat den langen Anstieg hinauf nach Razet geht, werde ich von einem Gruppo mit acht Mann überholt, die ein Mannschaftszeitfahren simulieren, dicht gefolgt von einem Race Marshall und einem Referee. Doch beide warten nur auf eine verkehrsgünstige Chance, um zügig an dem Pulk vorbeifahren ohne einer Reaktion auf das Renngeschehen. Rolling Start mit Schwimmen im selbst gewählten Wasserschatten, Windschattenfahren ohne Konsequenzen, wozu eigentlich Zeitnahme für Age Grouper? Wir könnten im Ziel auch Würfeln …

Es kehrt wieder Ruhe ein, nur die Carbon-Laufräder dröhnen monoton über den groben Asphalt. Nach den fast hundert Höhenmetern und einer Achterbahn durch den welligen Forêt vor Vichy führt eine lange Abfahrt wieder hinunter ins Val d’Allier und durch das Labyrinth von Bellerive-sur-Allier. Nach einigen heiklen Bremsbuckeln mit Tempo 75 und einer scharfen Rechtskurve folgen einige Kreisverkehre und Kreuzungen bis schließlich die erste Radrunde mit einer Verpflegungsstelle geschafft ist: 2:25 Stunden für die ersten 90 Kilometer! Ich trenne mich von meinen leeren Trinkflaschen und bekomme bei den Individual Needs meine zwei vorbereiteten vollen Flaschen. Ab jetzt zählts!



WATCH MORE PICTURES IN MY IRONMAN VICHY 2016 GALLERY
LIKE MATHS? HERE ARE MY IRONMAN VICHY 2016 STATISTICS



NACH DER RUHE KOMMT DER STURM: DIE ZWEITE RADRUNDE


Die zweiten 90 km beginnen bereits weniger einsam. Ich überhole einige sehr langsame Triathleten, sie sind scheinbar wohl erst am Anfang der zweiten Disziplin. Aber auch ich werde alle paar Kilometer von langsameren Schwimmern oder später gestarteten Triathleten überholt. Während die Temperaturen jetzt 30 Grad übersteigen, nehmen die Böen deutliche zu und der Wind bläst aus verschiedenen Richtungen. Als ich das zweite Mal aus dem Val d’Allier hinauf nach Limons fahre weht mir ein starker Westwind entgegen und dunkle Gewitterwolken entstehen über dem Puy-de-Dome, die schnell Richtung Vichy ziehen. Nun steigt auch die Luftfeuchtigkeit und die Luft riecht nach warmen Regen.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Lange Geraden und eine überwältigende Aussicht auf den Puy de Dôme ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Lange Geraden und eine überwältigende Aussicht auf den Puy de Dôme ©stefandrexl.de



Der Wind bremst die Athleten und das Tempo wird langsamer. Etwa zwanzig Radfahrer passieren die Verpflegungsstelle in Martres-sur-Morge und plötzlich fliegen Trinkflaschen auf den Boden und rollen über die Straße. Eine freiwillige Helferin springt hinterher, ein Fehler. Unmittelbar hinter mir kommt es zum Sturz. Während ich mit einer Hand noch nach einer Trinkflasche greife, rollt eine Volle direkt vor mein Vorderrad. Einarmig versuche ich meine Lenker zu stabilisieren und schon rumpelt es unter mir. Ich kann gerade noch das Gleichgewicht halten und glücklicherweise einen Sturz vermeiden. Eine Schrecksekunde, das Adrenalin schießt mir durch den kompletten Körper. Das wäre fast ins Auge gegangen – durchschnaufen, sortieren und weiterfahren!

Der Regen kommt nicht, aber der Wind nimmt zu, vor allem der Gegenwind bläst stark und gibt mir das Gefühl über den Asphalt zu kriechen. Nach knapp 140 Kilometern fahre ich wieder einmal alleine durch die Prärie. Ich fühle mich etwas matt, werde unkonzentriert und meine Gedanken schweifen ab. Ich denke an die vergangenen Monate, das Training und meine Familie, an die vielen wunderbaren Moment und die viel zu früh verstorbenen Freunde. Ich hinterfrage den Sinn der Sache, welch ein Privileg diesen Sport machen zu können – zu dürfen. Gesund. Welch ein Glück? Mein Blick schweift über den Radcomputer und meinen Notizzettel auf dem Vorbau mit meinen Stichpunkten, die der Sache einen Sinn geben. Die Konzentration kehrt schlagartig zurück und mit einem erneuten Tempocheck auch die Motivation. Auf den letzten 25 Kilometern nütze ich endlich den Rückenwind und verschärfe noch einmal das Tempo. Der Regen hat es dafür nicht zu mir geschafft, nur im Dorf St.-Clément-de-Regnat waren die Straßen feucht.



IRONMAN VICHY 2016 The Story: Hochbetrieb an der Verpflegungsstelle mit Schrecksekunde ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Hochbetrieb an der Verpflegungsstelle mit Schrecksekunde ©stefandrexl.de



Auf der Abfahrt zurück nach Vichy erhöhe ich die Trittfrequenz, lockere meine Beine und entspanne den Rücken. Die dauerhafte Haltung in der Aeroposition mit dem hohen Druck und der fehlenden Abwechslung ist anstrengend, aber dank des vielen Athletiktrainings gab es diesmal keine Rückenschmerzen. Die letzten Kilometer zurück zur Wechselzone sind aufgrund der vielen Kurven und Kanaldeckel riskant. Nach 4:53 Stunden steige ich pannenfrei und dankbar von meinem Speedmax, ganze 17 Minuten schneller als im Vorjahr und an Position vier meiner Altersklasse. Die Beine fühlen sich zumindest nach dem ersten Bodenkontakt gut an.



HAWAII-FEELING IM MARATHON AM LAC D’ALLIER


Mit einem weiteren flotten Wechsel, Socken an und rein in die Laufschuhe, starte ich meine erste Laufrunde und finde sofort meinen Laufrhythmus. Mein Marathon soll diesmal besser laufen und so wähle ich ganz bewusst ein moderates Tempo, denn schließlich liegen bereits 3,8 km Schwimmen und 180 km Radfahren hinter mir. Die Erfahrungen des Vorjahres möchte ich nicht mehr machen aber ich möchte sie auch nicht missen. Nach 5 km überrascht mich ein Blick auf meine Uhr: 21:30 Minuten – das ist zu schnell. An der ersten Verpflegungsstelle nehmen ich nur Wasser im Vorbeilaufen, die Mittagshitze von jetzt 33 Grad ist noch erträglich. Ich lauf durch die Galerien von Vichy und vorbei an der Oper, noch ist die Laufstrecke zwar leer aber den Streckenrand säumen bereits zahlreiche Zuschauer.

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Die Beine sind auch im Marathon locker und schnell läuft's durchdie Galerien des Parc de l'Opèra ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Die Beine sind auch im Marathon locker und schnell läuft’s durchdie Galerien des Parc de l’Opèra ©stefandrexl.de



Nach zehn Kilometern gehe ich ein paar Meter durch die nächste Verpflegung und trinke erstmals auch ein paar Schlücke Cola im Wechsel mit Wasser. Nach wenigen Metern laufe ich wieder locker weiter. In der zweiten Runde erreicht dann doch noch etwas warmer Sprühregen das Städtchen Vichy. Das Nass von oben ist angenehm und für kurze Zeit ist es auch. Doch der Regen kühlt kaum und nach zwanzig Minuten ist der Regen schon wieder vorbei. Dafür steigt jetzt die Luftfeuchtigkeit und erschwert die Atmung. Fast schon Hawaii-Feeling. In 1:40 Stunden ist die Hälfte des Marathons geschafft, jetzt heißt es die Konzentration und das Tempo halten.



IRONMAN VICHY 2016: COLA ORANGE FÜR DEN ZUCKERSPIEGEL


Zu diesem Zeitpunkt des IRONMAN habe ich keine Ahnung, was hinter mir passiert und an welcher Position ich laufe. Ebenso gibt es keine Informationen, wie viele Athleten vor oder nach mir gestartet sind, die eventuell langsamer oder schneller unterwegs sind als ich ohne sie jemals während des gesamten Rennens zu sehen. Es ist ein Rennen ohne Orientierung. Ich halte stattdessen an meiner Renntaktik fest, ab jetzt durch jede Verpflegungsstelle ein paar Meter zu gehen während ich trinke und an Orangen sauge, um nicht Gefahr zu laufen, hinten raus einzugehen. Dennoch beginnt in der dritten Runde mein Blutzuckerspiegel zu schwanken und auch die Waden werden etwas matschig. Ich verkürze die Schrittlänge, erhöhe dafür die Schrittfrequenz und nehme etwas das Tempo raus. Es funktioniert und ich kann diese Schwächephase relativ schnell überwinden. Auf der Uferpromenade überhole ich dann wieder Holger, mein Windschatten. Er hat Krämpfe und muss gehen!



IRONMAN VICHY 2016 The Story: In der Mittagssonne entlang am Lac d'Allier ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: In der Mittagssonne entlang am Lac d’Allier ©stefandrexl.de



Ein letztes Mal laufe ich durch das IRONMAN Stadion im Pac d’Omnisport, nur noch zehn Kilometer, die letzte Runde. Ich freue mich und denke kurz zurück an den IRONMAN Vichy 2015, an den letzten Marathon, der ganz anders kam als ich dachte, an die vergangenen zwölf Monate mit den die vielen Einheiten, Kilometern, Höhenmetern und den Fahrten durch den Regen. Ein tolles Jahr mit vielen Erfahrungen, für die ich dankbar bin und aus denen ich einiges gelernt habe. Sometimes you win and sometimes you learn, but you never lose, spreche ich laut aus. Es ist das erste Mal seit mehr als acht Stunden schweigen. Wir Triathleten sind schon eine seltsame Spezies.



FINISH MIT EISERNEM WILLEN UND GÄNSEHAUT BEIM IRONMAN VICHY 2016


Ich bin wieder hell wach und die Beine laufen fast automatisiert. Ich spüre zwar meine Waden, aber wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Die Uhr zeigt keine neun Stunden an und es sind kaum mehr sechs Kilometer. Im Vorjahr war ein Slot für Hawaii längst abgehakt, jetzt ist vielleicht sogar ein Platz auf dem Podium in Reichweite. Aber keine Rechnerei, denn Triathlon ist keine Mathematik und auf fünf Kilometern kann noch einiges passieren. Auf der Schleife zur Opéra de Vichy kommt mir noch Frank Aurich entgegen, ein Sportsfreund aus München. Wir sind in der selben Altersklasse und er hat mir zum Glück laut zugerufen, sonst hätte ich ihn unter den vielen Läufern nich erkannt. Frank läuft knapp einen Kilometer vor mir und scheint somit erst in Runde drei zu sein.



IRONMAN VICHY 2016 The Story: Die letzte Runde läuft wie die Erste im Flug und ein letztes Mal geht's über die Europa-Brücke von Vichy ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Die letzte Runde läuft wie die Erste im Flug und ein letztes Mal geht’s über die Europa-Brücke von Vichy ©stefandrexl.de



Die letzten beiden Verpflegungen lasse ich aus, um Zeit zu sparen und merke, wie sich eine Leichtigkeit in mir ausbreitet. Ich laufe ein letztes Mal über die Europabrücke von Vichy und dann hinein in’s IRONMAN Stadion und die letzten einhundert Meter. Das Publikum feiert trotz der großen Hitze, angeheizt von einem DJ und zwei sensationellen Moderatoren. Was für eine Stimmung, Adrenalin und Gänsehaut, schlagartig löst sich meine Anspannung mit Tränen der Freude und des puren Glücks. Über der Finishline sehe ich die Uhrzeit: Neun Stunden, vierundzwanzig Minuten! Dieser Moment ist so intensiv und gewaltig, so wunderbar einzigartig: „You are an IRONMAN,“ schallt es aus den Boxen. Ich bin im Ziel.



FAZIT: VIRTUELLE DUELLE, GEDANKENSPIELE UND PERSÖNLICHE BESTZEIT


Das war ein Triathlon, eine Langdistanz und ein IRONMAN, wie ich ihn mir gewünscht habe. Das Wassergefühl war über die gesamten 3,8 km hervorragend, beide Wechsel haben sauber geklappt, auf dem Rad habe ich Pedaldruck und Tretfrequenz 180 km lang halten können und den Marathon bin ich nahezu 42,295 km mit einer konstanten Pace gelaufen. Meine Veränderungen im Training und in der Vorbereitung haben sich ausgezahlt und auch meine Ernährungsstrategie hat gut funktioniert. Meine Renntaktik war kontrolliert und darauf ausgelegt, nicht in eine ähnliche Situation zu geraten wie im Vorjahr.

Ich habe mit einer Zeit von 9:24:45 Stunden die TOP 5 meiner Altersklasse M45-49 erreicht und war damit 30:46 Minuten schneller als bei meinem ersten IRONMAN 2015. Gesamt ist es Platz 89 und somit ähnlich mit der Platzierung des Vorjahrs, dem 84 Platz (9:55:31 Stunden). Das verdeutlicht einen starken Anstieg der Leistungsdichte meiner Alterklasse beim IRONMAN Vichy von 2015 zu 2016. Interessant ist auch der Vergleich der Siegerzeit meiner Alterklasse: 9:22:41 Stunden (2015) zu 09:02:14 Stunden (2016). Mit meiner Zielzeit wäre man im vergangenen Jahr noch zweiter geworden. Aber jedes Rennen hat seinen eigenen Charakter und Triathlon ist keine Mathematik.



IRONMAN VICHY 2016 The Story: Nach 9:24 Stunden auf dem Buckel ist die ganze Energie auf einen lauten Freudenschrei konzentriert ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Nach 9:24 Stunden auf dem Buckel ist die ganze Energie auf einen lauten Freudenschrei konzentriert ©stefandrexl.de



Einen ganz besonderen Charakter hat der IRONMAN Vichy 2016 schon wegen des Rolling Starts. Als ich mir kurze Zeit später im Ziel erneut die Ergebnisse und Zwischenzeiten anschaue bekomme ich die Nebenwirkungen des neuen Startmodus persönlich zu spüren. Ich bin als vierter meiner Altersklasse durchs Ziel gelaufen und fünfzehn Minuten später auf Platz fünf gerutscht. Die Zeitdifferenz zum neuen Viertplatzierten beträgt nur 2:54 Minuten. Ein Positionsverlust ohne einem direkten Duell. Ein virtueller Gegner, den man zu keinem Zeitpunkt des Rennens zu Gesicht bekommen hat, weil er später gestartet war. Auch Platz drei war nur 7:47 Minuten vor mir, das Podium somit in Reichweite, doch immerhin hat jener Athlet mich irgendwann tatsächlich überholt. Auch wenn wir wohl beide nicht wussten, um welche Positionen wir eigentlich aktuell kämpften. Oder hätte ich mich vielleicht doch etwas mehr trauen sollen. Es wäre ja sinnfrei gewesen jedem Athleten hinterher zu laufen, ohne zu wissen, wann dieser tatsächlich gestartet war. Für mich ist das eine unglückliche Folge des Rolling Start und im Grunde eine eklatante Wettbewerbsverzehrung, die möglicherweise auch einigen andere Triathleten betreffen wird.

Der IRONMAN Vichy 2016 ist in the Books and History. Ich bin richtig zufrieden und glücklich mit meiner Leistung und meinem Rennen, über meine gute Zeit und das Ergebnis. Mein IRONMAN Vichy 2016 ist ein echter Erfolg. Es lief alles nach Plan und hat vom Start bis zum Finish richtig Spaß gemacht. Meine Rechnung mit Vichy ist beglichen und meine Saison damit erfolgreich beendet: AUS – SCHLUSS – VORBEI!



NACHTRAG


Am nächsten Tag erfahre ich dann während der Award Ceremony, dass in meiner Altersklasse M45-49 nur vier Slots für die IRONMAN World Championships Hawaii zu vergeben sind. Alle vier Qualifikationsplätze werden angenommen.



WATCH MORE PICTURES IN MY IRONMAN VICHY 2016 GALLERY
LIKE MATHS? HERE ARE MY IRONMAN VICHY 2016 STATISTICS



The IRONMAN VICHY 2016 VIDEO Highlights


2000 Triathleten nahmen an der 2016 Ausgabe des Ironman Vichy teil. Es galt 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen im typischen Glutofen der Auvergne zu absolvieren …

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen



MY SPECIAL THANKS


Einen Triathlon kann man alleine bestreiten. Für einen IRONMAN und besonders den langen Weg dorthin braucht es einige Menschen und ein positives soziales Umfeld mit Geduld und Leidensfähigkeit, wenn das Vorhaben von Erfolg gekrönt sein soll. Mein herzlicher Dank gehen an meine Frau Kerstin und meine Kinder Jamie und Simon für Ihre liebevolle Unterstützung. Ich danke meinen Freunden, die mich immer wieder motiviert oder auch bei meinen Trainingseinheiten begleitet haben, danke Jochen und Moritz. Ohne einer perfekt funktionierenden Technik ist die zweite Disziplin nicht pannenfrei zu bewältigen. Damit mein CANYON Speedmax wie geschmiert läuft und es richtig schnell rollt, braucht es einen Meister, der sein Handwerk versteht. Danke an Holger Schiegl von SPEED COMPANY München für den zuverlässigen technischen Support und an Pascal Ketterer vom Radlabor München für die großartigen Sitzpositionsanalysen. Ohne den beiden und ihrer fachlicher Kompetenz würde es selbst mit der schärfsten Zeitfahrwaffe in der zweiten Disziplin nur halb so schnell rollen.



MY IRONMAN VICHY 2016 RESULT


STARTZEIT 6:50 Uhr
STARTGRUPPE Rolling Start (4 Athleten / 4 Sekunden)
STARTNUMMER 1446
SCHWIMMEN 59:49 min / 1. M40-44 (2.)
T1 2:46 min
RADFAHREN 4:53:27 h / 18. M40-44 (4.)
T2 3:23 min
LAUFEN 3:24:06 h / 17. M40-44 (4.)
FINISH 9:24:30 h
OVER ALL 84
AGE GROUP M45-49
INDIVIDUAL 5



THE IRONMAN VICHY 2016 TOP5 AGE GROUP M45-49


1. Selukov, Arnaud (FRA) 25 / 01:02:35 / 04:44:49 / 03:09:09 / 09:02:14
2. Petermann, Laurent (FRA) 57 / 01:12:32 / 04:48:35 / 03:08:28 / 09:15:24
3. Prezzi, Franco (ITA) 61 / 01:12:36 / 04:47:22 / 03:09:29 / 09:16:58
4. Robustelli, Alessandro (ITA) 78 / 01:08:28 / 04:47:22 / 03:17:17 / 09:21:51
5. Drexl, Stefan (DEU) 89 / 00:59:17 / 04:53:54 / 03:25:47 / 09:24:45



IRONMAN Vichy 2016 Ergebnisse



MY IRONMAN VICHY 2016 RACING STUFF


BEN & JERRY’S Cookie Dough Icecream
CANYON Speedmax CF Di2 Zeitfahrrad
CONTINENTAL Schlauchreifen
FIZIK Tritone 5.5 Sattel
GIRO Inciter Tri Radschuhe
MAVIC CXR80 T Laufräder
MYPROTEIN Maltodextrin
OAKLEY Hollbrook Sonnenbrille
OAT SNACK Banana Bread
POC Cerebel Aerohelm
POLAR V650 Radcomputer
POLAR V800 GPS Multisportuhr
POWERBAR PowerGel
PROFILE DESIGN ATTK Food Unit
SAILFISH G-Range Wetsuit
SAILFISH Rebel Swimskin
SAUCONY Kinvara 7 Laufschuh
SKINFIT Tri Top, Tri Pant Funktionskleidung
SUGAR & PAIN Trucker SnapBack Cap
ZOGGS Predator Schwimmbrille



ALLE ERGEBNISSE




MEHR INFORMATIONEN


Homepage IRONMAN Vichy
Homepage Ville Vichy

READ MY IRONMAN VICHY 2016 STORY


WATCH MUCH MORE PICTURES IN MY IRONMAN VICHY 2016 GALLERY

Der POC Cerebel Raceday ist ein sehr kompakter Aerohelm, den ich besonders auf der Langdistanz, wie bei Ironman Vichy sehr komfortabel finde. Intensive Tests der Schweden im Windkanal und CFD-­Simulationen haben gezeigt, dass der Cerebel besonders bei dynamischen und wechselnden Körperhaltungen überzeugt. Im Vergleich zu einer statischen Zeitfahrposition kann dies positive Auswirkungen auf die Bewegungsmöglichkeiten des Oberkörpers haben. Der Nackenbereich des Cerebel besteht aus weichem EVA, der Blick geht durch ein großzügiges Zeiss-Visier, welches ein einzigartiges Magnetsystem zur Befestigung nutzt und sicheren Halt garantiert. Die Größe kann in Höhe und Umfang verstellt werden.

Der Cerebel Raceday Aerohelm wurde 2015 von den POC Produktdesignern in Zusammenarbeit mit dem Garmin-Sharp Rad-Team, der Volvo Car Group sowie dem WATTS Lab entwickelt. Letzteres ist eine auf die Optimierung von Aerodynamik und Performance spezialisierte Entwicklungsabteilung von POC. Das WATTS Lab, in dem Aerodynamik-Spezialisten und Ingenieure der numerischen Strömungsmechanik (Computational Fluid Dynamics) zusammenarbeiten, wurde von dem schwedischen Unternehmen ins Leben gerufen um die Geschwindigkeiten von Rennradsportlern bei gleichzeitig möglichst geringem Energieverbrauch zu steigern.

POC’s neuer Aerohelm Cerebel Raceday mit magnetischem Zeiss Visier für das Zeitfahren und Triathlon wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Garmin-Sharp Pro Cycling Team, der Volvo Car Group und dem WATTS Lab entwickelt.

POC’s neuer Aerohelm Cerebel Raceday mit magnetischem Zeiss Visier für das Zeitfahren und Triathlon wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Garmin-Sharp Pro Cycling Team, der Volvo Car Group und dem WATTS Lab entwickelt.

POC Cerebel spart Watt und wertvolle Sekunden

POC-Gründer und CEO Stefan Ytterborn erklärt zum neuen Helm: „Mit dem Cerebel komplettieren wir unser Sortiment an Straßenhelmen, von denen jedes Modell für einen bestimmten Einsatzbereich entwickelt wurde. Alle vier Helme – Octal, Octal Aero, Cerebel und Tempor – sind aber mit Augenmerk auf optimale Performance entstanden. Daher ist die Wahl des Helms abhängig von den Vorlieben des Fahrers, dem persönlichen Fahrstil, den vorherrschenden Bedingungen und der Strecke. Im Mittelpunkt steht jedoch immer die größtmögliche Ersparnis von Watt und wertvollen Sekunden.“

POC’s neuer Aerohelm Cerebel Raceday für das Zeitfahren und Triathlon mit magnetischem Zeiss Visier wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Garmin-Sharp Pro Cycling Team, der Volvo Car Group und dem WATTS Lab entwickelt.

POC’s neuer Aerohelm Cerebel Raceday für das Zeitfahren und Triathlon mit magnetischem Zeiss Visier wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Garmin-Sharp Pro Cycling Team, der Volvo Car Group und dem WATTS Lab entwickelt.

Know-How der zahlreichen Ski- und Bike-Helme auf den POC Cerebel übertragen

Um den Einfluss von Aerodynamik im Rennradsport noch besser zu verstehen, hat POC CFD-Simulationen und Windtunnel-Tests durchgeführt. Hier arbeiteten die Schweden mit der Volvo Car Group sowie den Garmin-Sharp-Fahrern Dan Martin, Jack Bauer und Andrew Talansky zusammen. Die Technologien und das Wissen, das sich POC bei der Entwicklung der zahlreichen Ski- und Bike-Helme angeeignet hat, wurden außerdem auf die spezifischen Anforderungen der Straßenhelme übertragen.

Offiziell vorgestellt wurde der Cerebel bei den großen Fachmessen bereits im Sommer 2014. Im Handel ist er seit dem Frühjahr 2015 mit einer kompletten Rennradkollektion.

Website von POC

POC auf Facebook

PO Cerebella im CLRFLXS® – THE COLORFUL CHRISTMAS 2014 SPECIAL

Es liegt eine kurze, schwül warme Nacht hinter uns und mit dem IRONMAN Vichy 2016 ein harter Tag vor mir. Zum zweiten Mal stehe ich in dem französischen Kurort am Start und habe noch eine Rechnung zu begleichen, denn meine Premiere 2015 lief nicht ganz nach Plan. Erneut sind Hitze und Wind für die Auvergne vorhergesagt und schon am Vortag war klar, dass die erste Disziplin im Lac d’Allier ohne Wetsuit zu schwimmen ist. Mein IRONMAN Vichy 2016 in Bildern im zauberhaften Herzen Frankreichs durch die Auvergne zwischen Puy de Dôme und Massive Central.

 

HERE IS MY IRONMAN VICHY 2016 GALLERY

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Das Ironman Branding an allen Orten der Stadt ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Das Ironman Branding an allen Orten der Stadt ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Historische Bauten in der Altstadt, hier läßt es sich gut aushalten ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Historische Bauten in der Altstadt, hier läßt es sich gut aushalten ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die letzte Schwimmeinheit vor dem Wettkampf ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die letzte Schwimmeinheit vor dem Wettkampf ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die letzte Trainingseinheit auf dem Rad durch das Val d'Allier noch in entgegengesetzter Richtung ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die letzte Trainingseinheit auf dem Rad durch das Val d’Allier noch in entgegengesetzter Richtung ©stefandrexl.de

 
READ my IRONMAN Vichy 2016 Story
CHECK my IRONMAN Vichy 2016 Statistics

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Französiche Kreativität an der Radstrecke ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Französiche Kreativität an der Radstrecke ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Galettes mit Deftigem und Crêpes mit Süßem bei meiner Lieblings-Crêperie am Vorabend ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Galettes mit Deftigem und Crêpes mit Süßem bei meiner Lieblings-Crêperie am Vorabend ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Zum Betthupferl etwas innere Kühlung und süße Motivation ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Zum Betthupferl etwas innere Kühlung und süße Motivation ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Wer suchet der findet - noch geht's ohne Lupe ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Wer suchet der findet – noch geht’s ohne Lupe ©stefandrexl.de

 
READ my IRONMAN Vichy 2016 Story
CHECK my IRONMAN Vichy 2016 Statistics

 

 

MY IRONMAN VICHY 2016 SWIM PART

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check In des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Letzte Vorbereitungen beim Check In des Zeitfahrrades ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Zwei Mal 2000 Wechselbeutel für's Bike Gear und Run Gear, dazwischen hängen meine mit Startnummer 1446 ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Zwei Mal 2000 Wechselbeutel für’s Bike Gear und Run Gear, dazwischen hängen meine mit Startnummer 1446 ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die Waffe ist geladen und Startplatz 1446 ist scharf ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Die Waffe ist geladen und Startplatz 1446 ist scharf ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Konzentrierte Vorbereitung auf das Schwimmen mit Rollin Start ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Konzentrierte Vorbereitung auf das Schwimmen mit Rolling Start ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Stau am Ponton und die Zeit läuft: Der Schwimmstart mit Rolling Start gleicht selbst bei einigen schnelleren Triathleten einem planlosen Sprung ins Ungewisse ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Stau am Ponton und die Zeit läuft: Der Schwimmstart mit Rolling Start gleicht selbst bei einigen schnelleren Triathleten einem planlosen Sprung ins Ungewisse ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Romantischer Sonnenaufgang über dem Lac d'Allier ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Romantischer Sonnenaufgang über dem Lac d’Allier ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Nach 3,8 km im Lac d'Allier schnell den Sailfish Speedsuit abstreifen und das runter gerollte Tri Top wieder anziehen ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Nach 3,8 km im Lac d’Allier schnell den Sailfish Speedsuit abstreifen und das runter gerollte Tri Top wieder anziehen ©stefandrexl.de

 
READ my IRONMAN Vichy 2016 Story
CHECK my IRONMAN Vichy 2016 Statistics

 

 

MY IRONMAN VICHY 2016 BIKE PART

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Feuer frei: Mit Fullspeed über die Felder im Val d'Allier ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Feuer frei: Mit Fullspeed über die Felder im Val d’Allier ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Ausser eines Verfolgers keine Traithlet in Sichtweite ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Ausser eines Verfolgers keine Traithlet in Sichtweite ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Es rollt in der Aeroposition trotz stetiger Steigung durch das Allier Tal ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Es rollt in der Aeroposition trotz stetiger Steigung durch das Allier Tal ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Lange Geraden und eine überwältigende Aussicht auf den Puy de Dôme ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Lange Geraden und eine überwältigende Aussicht auf den Puy de Dôme ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Um acht Uhr morgens sind die Schatten noch lang und nicht viele Menschen in den kleinen Dörfern unterwegs ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Um acht Uhr morgens sind die Schatten noch lang und nicht viele Menschen in den kleinen Dörfern unterwegs ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Ständiger Gegenwind auf den langen Geraden durch die Auvergne - ob der Abstand wohl noch regelkonform ist ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Ständiger Gegenwind auf den langen Geraden durch die Auvergne – ob der Abstand wohl noch regelkonform ist ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Rechtzeitig regelmäßig zu trinken ist bei den angekündigten Temperaturen leistungsentscheidend ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Rechtzeitig regelmäßig zu trinken ist bei den angekündigten Temperaturen leistungsentscheidend ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Hochbetrieb an der Verpflegungsstelle mit Schrecksekunde ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Hochbetrieb an der Verpflegungsstelle mit Schrecksekunde ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Scherenschitt – fast hundert Höhenmeter sind im letzten Drittel der Radrunde zu überwinden ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Scherenschitt – fast hundert Höhenmeter sind im letzten Drittel der Radrunde zu überwinden ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Ständiger Gegenwind auf den langen Geraden durch die Auvergne - ob der Abstand wohl noch regelkonform ist ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Ständiger Gegenwind auf den langen Geraden durch die Auvergne – ob der Abstand wohl noch regelkonform ist ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Auch wenn kein Vordermann in Sichtweite ist, so herrscht dahinter doch oft Hochbetrieb ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Auch wenn kein Vordermann in Sichtweite ist, so herrscht dahinter doch oft Hochbetrieb ©stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Oft fahre ich allein auf weiter Flur ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Oft fahre ich allein auf weiter Flur ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Mit Fullspeed zurück zum Parc Omnisport und den zweiten Wechsel ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Echter Erfolg mit virtuellen Nebenwirkungen / Mit Fullspeed zurück zum Parc Omnisport und den zweiten Wechsel ©stefandrexl.de

 
READ my IRONMAN Vichy 2016 Story
CHECK my IRONMAN Vichy 2016 Statistics

 

 

MY IRONMAN VICHY 2016 RUN PART

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: In der Mittagssonne entlang am Lac d'Allier ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: In der Mittagssonne entlang am Lac d’Allier ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Die Beine sind auch im Marathon locker und schnell läuft's durchdie Galerien des Parc de l'Opèra ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Die Beine sind auch im Marathon locker und schnell läuft’s durchdie Galerien des Parc de l’Opèra ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Konzentriert und fokusiert, den Kopf hoch und den Blick immer nach vorne gerichtet läuft's diesmal schnell im Marathon ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Konzentriert und fokusiert, den Kopf hoch und den Blick immer nach vorne gerichtet läuft’s diesmal schnell im Marathon ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Die schönen Galerien an der Oper von Vichy spenden Schatten – es läuft schnell und ich überhole einige Athleten ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Die schönen Galerien an der Oper von Vichy spenden Schatten – es läuft schnell und ich überhole einige Athleten ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: eine leichte Schwächephase in der dritten Runde bei 36 Grad ist nach acht Stunden auch von aussen erkennbar ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Eine Schwächephase in der dritten Runde bei 36 Grad ist nach acht Stunden auch von aussen erkennbar ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Die letzte Runde läuft wie die Erste im Flug und ein letztes Mal geht's über die Europa-Brücke von Vichy ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Die letzte Runde läuft wie die Erste im Flug und ein letztes Mal geht’s über die Europa-Brücke von Vichy ©stefandrexl.de

 
READ my IRONMAN Vichy 2016 Story
CHECK my IRONMAN Vichy 2016 Statistics

 

 

MY IRONMAN VICHY 2016 FINISH

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Finisherparty mit dem Empfang der letzten Triathleten kurz vor Zielschluss um 23:20 Uhr ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Finisherparty mit dem Empfang der letzten Triathleten kurz vor Zielschluss um 23:20 Uhr ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Freude pur – die Hormone tanzen Samba, sobald die Finishline im Blickfeld ist ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Freude pur – die Hormone tanzen Samba, sobald die Finishline im Blickfeld ist ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Nach 9:24 Stunden auf dem Buckel ist die ganze Energie auf einen lauten Freudenschrei konzentriert ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Nach 9:24 Stunden auf dem Buckel ist die ganze Energie auf einen lauten Freudenschrei konzentriert ©stefandrexl.de

 

IRONMAN VICHY 2016 The Story: Der verdiente Lohn am ende einer langen Saison am Strand von Anglet im Pays Basque ©stefandrexl.de

IM VICHY 2016 The Gallery: Der verdiente Lohn am ende einer langen Saison am Strand von Anglet im Pays Basque ©stefandrexl.de

 

THANK YOU FOR WATCHING

 

ALLE ERGEBNISSE

IRONMAN Vichy 2016 Ergebnisse

 

MEHR INFORMATIONEN

HOMEPAGE IRONMAN Vichy
HOMEPAGE Ville Vichy
READ my IRONMAN Vichy 2016 Story
SEE more Pictures in my IRONMAN Vichy 2016 Gallery
CHECK my IRONMAN Vichy 2016 Statistics
RESULTS IRONMAN Vichy 2016

Seit vier Tagen sind wir nun schon in der Auvergne um uns für den IRONMAN Vichy an die große Hitze zu gewöhnen. In 24 Stunden heißt’s: The Race is on! Ein Jahr ist’s her, seit ich hier meine erst Langdistanz absolviert habe und kurz nach dem Wechsel zum Laufen mit dem Stoffwechsel so einige Probleme bekommen habe. Ich habe aus dieser Erfahrung gelernt, einiges in dieser Saison getestet und positive verändern können, ganz nach dem Prinzip: There are Races you win and there are Races you learn. Mit dem IRONMAN Vichy habe ich erneut den für mich passenden Triathlon über die Königsdisziplin ausgewählt und denke an den Vorteil hier ein zweites mal zu starten. Am kommenden Sonntag folgt also der zweite Teil der Hitzeschlacht.

IRONMAN VICHY 2016 Die Hitzeschlacht – PART TWO / Für's letzte Schwimmtraining geht's in den Aquadom d'Allier © Stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 Die Hitzeschlacht – PART TWO / Für’s letzte Schwimmtraining geht’s in den Aquadom d’Allier © Stefandrexl.de

Mit der Saisonplanung vergangen Herbst hatte ich die Langdistanz noch überhaupt nicht eingeplant und ganz andere Ziele fokusiert, besonders die intensivere Betreuung meiner Athleten und Unterstützung des Triathlon Teams der Regionalliga Bayern. Doch das Jahr 2015 verlief bis jetzt als Coach und Triathlet sehr gut und die Motivation wuchs je näher der IRONMAN Vichy 2016 rückte. Was auch immer am kommenden Sonntag passieren wird, wie auch immer es laufen wird, es wird bestimmt wieder nicht leicht. Und auch nach vier Tagen habe ich mich nicht wirklich an die heißen Temperaturen von 36 Grad Celsius gewöhnt. Ich hoffe, dass die Veränderung meiner Renntaktik und der Ernährungsstrategie auch hier in Vichy ihre Wirkung zeigen. Ich werde erneut eine Menge neuer Erfahrungen sammeln, die für mein Training und für meine Athleten sehr wertvoll sein werden, und möchte vor allem Spaß daran haben. Genau dann ist es für mich ein Erfolg, der sich auch im Ergebnis widerspiegeln wird. Ich bin gespannt und entspannt. Wenn ich am Sonntag, 28. August um 6:50 Uhr dann erstmals mit einem Rolling Start meine zweite Langdistanz angreife, dann werden euch diese Informationen hilfreich sein, den IRONMAN Vichy optimal zu verfolgen. Vielleicht ist es für den ein oder anderen Triathleten ebenso eine Motivation demnächst im herzen Frankreichs zu starten.

IRONMAN VICHY 2016 Die Hitzeschlacht – PART TWO / Wenn du da drauf stehst, dann weißt du, dass es ernst wird © Stefandrexl.de

IRONMAN VICHY 2016 Die Hitzeschlacht – PART TWO / Wenn du da drauf stehst, dann weißt du, dass es ernst wird © Stefandrexl.de

Die Wettkampfstrecken des IRONMAN Vichy

Mit 2016 wird die Langdistanz in Vichy zum zweiten Mal als ein offizielles Rennen von IRONMAN ausgetragen. Waren es vergangenes Jahr noch 50 Slots, so können sich 2016 nur noch 40 Agegroup Triathleten beim IRONMAN Vichy für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifizieren. Die diesjährigen Slots in der Auvergne sind dann schon für das nächste Jahr und die IRONMAN WM 2017.

 
Der Schwimmstart des Ironman Vichy 2016 erfolgt im Lac d’Allier, der mitten durch Vichy fließt, wird aber in diesem Jahr erstmals als Rolling Start ausgetragen. Wie der IRONMAN Rolling Start funktioniert, kannst du hier lesen:
Rolling Start IRONMAN Vichy

Was ich davon halte, habe ich in meiner Kolumne vor einigen Wochen geschrieben:
Rolling Start IRONMAN Vichy

Der Fluss Allier ist im Bereich des Parc Omnisports eigens für die Nutzung als Ruderregattastrecke aufgestaut und ein entsprechendes Stadion bildet den entsprechenden Rahmen. Das Gefühl eines Formel-1 Starts wird somit weiterhin das Adrenalin der Athleten durch den Körper treiben, wenn am 30. August 2015 früh morgens um 7 Uhr der Countdown des Starts durch eine Ampelanlage erfolgt. Die Triathlon Profis starten 10 Minuten zuvor und in meheren Startwellen, eingeteilt nach den Schwimmleistungen, folgen die Triathleten der Altersklassen. Die Schwimmstrecke besteht aus einem ufernahen Rundkurs über zwei Runden mit einem Landgang, was das Anfeuern der Athleten während der gesamten Strecke ermöglicht und die Zuschauer hautnah mitfiebern lässt. Nach zwei Kilometer kommt man erstmals aus dem Wasser und es sind somit die ersten Abstände messbar.

Nach 3,8 km geht’s erstmals in die Wechselzone, die sehr nah am Schwimmausstieg ist und sich zwischen dem Lac d’Allier und Palais du Lac befindet. Das erlaubt schnelle Wechselzeiten und ist zuschauerfreundlich, wenn die Triathleten auf die Radstrecke fahren oder wieder zurückkommen. Der Radaufstieg (Radstart) und Abstieg (Radziel) der zweiten Disziplin sind in südlich Richtung aus der Wechselzone durch den Parc Omnisports vorbei am C.R.E.P.S. Auvergne Vichy führt.

Panorama Runde über’s Hochplateau

Die Fahrtrichtung der Radstrecke durch die zauberhafte Landschaft der beiden Departements d’Allier und Puy de Dôme ist im Uhrzeigersinn. Der zweimal zu fahrende Rundkurs über 180 km, den man über einen Zubringer erreicht steigt stetig ind Richtung Süden und Süd-Westen an. Die zwei Runden verlaufen durch die beiden Departements Allier und Puy de Dôme mit ihren zahlreichen Wäldern und den weitläufigen Feldern des atemberaubenden Hochplateaus. Das gibt den Athleten zwischendurch die Gelegenheit den Blick auf das grandiose Panorama der Vulkane der Auvergne zu richten. Zwar beträgt der Höhenunterschied pro Runde nur etwa 400 Höhenmeter, jedoch verläuft die Radstrecke stetig über mehrere Wellen und kurze Anstiege, so dass man im Gesamten dann doch auf 1250 gesammelte Höhenmeter kommt. Am Ende jeder Radrunde fährt man flott hinunter nach Vichy in’s Val d’Allier, bevor es in die zweite Runde oder schließlich zurück zur Wechselzone geht.

Je nach Wetterlage und Windrichtung kann das den Triathleten vor allem in Runde zwei etwas mehr Strapazen abverlangen. Ende August sind die Temperaturen mit heißen Winden im Herzen Frankreichs meist sehr hoch und der Wind bläßt häufig aus nördlichen Richtungen oder die Windrichtung ist sehr drehend. Wer hier den regelmäßigen Flüssigkeitsbedarf vernachlässigt, wird das im weiteren Rennverlauf bitter bereuen. Ich erinnere mich dabei auch an die Challenge Vichy 2012, als die Langdistanz aufgrund der Hitzewelle seitens der Behörden auf eine Mitteldistanz verkürzt werden musste. Selbst die halbierte Distanz zwang damals viele Triathleten zur hitzebedingten Rennaufgabe.

Historische Laufrunde durch Vichy

Nach zwei Runden geht’s über den selben Zubringer zurück zur Wechselzone und anschließend auf die Marathonstrecke. Von dort laufen die Athleten in südliche Richtung entlang der Uferpromenade des Lac d’Alliers und überqueren diesen nach gut 3 km. Schließlich geht es runter an den Fluß und nach zwei Kilometer wieder hoch auf die gegenüberliegende Uferpromenade und in einen Bilderbuchpark. Die ehemals steile Treppe wurde endlich durch eine 100 m Meter nördlichere Auffahrtsrampe ersetzt. Da ebenso die einsame Schleife im Glutofen des Parc Omnisports gestrichen wurde, führt die Laufstrecke die Athleten jetzt über eine Schleife von zwei Kilometer durch die historische Altstadt von Vichy, wo deutlich mehr Zuschauer den Ironman beobachten werden als bisher.

Für die Sportart Triathlon und die Triathleten durchaus positiv und motivierender. Anschließend geht es zurück über die östliche Uferpromenade nach Norden und mit der Überquerung der Pont de l’Europe zurück zum Wettkampfgelände. Für die Triathleten ein äußerst abwechslungsreicher Rundkurs, der vier Mal zu absolvieren ist und mit jeder Runde durch das eigens errichtetet Stadion führt. Erreicht man das Stadion ein fünftes Mal dann heißt es nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,8 km Laufen erstmals auch in Vichy: You are an Ironman!

Deutsch Favoriten zur zweiten Auflage des IRONMAN Vichy

Einer, der genau diese Hitze liebt, ist Christian Brader. „Hier würde die 35 Gradmarke schon gestern geknackt, vielleicht klappt es ja diesmal mit dem ersehnten Hitzerennen,“ so der Allgäuer, der im vergangenen Jahr immerhin Dritter in Vichy wurde und am Sonntag sogar mit Startnummer Eins ins Rennen darf. Seine Freude darüber teilte der deutsche Profi Triathlet seinen Fans bereits auf Facebook: „Dass ich das noch erleben darf, mit der Startnummer 1 beim Ironman Vichy ins Rennen zu gehen. Das macht mich noch lange nicht zum Favoriten, es ist mir allerdings eine große Ehre, und ich werde alles versuchen sie würdig ins Ziel zu tragen.“

Großen Respekt vor den hohen Temperaturen hat hingegen Andreas Niedrig, der nach einer langen Verletzungspause wieder an der Startlinie steht. „Es wird heißer als Hawaii, der Ironman Vichy wird für mich definitiv ein Spiel mit dem Feuer.“, beschreibt der 48-jährige Triathlonprofi die aktuelle Hitzewelle in der Auvergne und ergänzte, „aber wer bei über 30 Grad Rasenmähen kann, sollte es hoffentlich auch schaffen einen Ironman zu finishen.“ Erst vor drei Monaten hatte Niedrig einen Teilabriss der Achillessehne erlitten und jetzt endlich grünes Licht von seinem Arzt für den Start bekommen. „Ich freue mich und lasse es einfach mal auf mich zukommen“, so der Nordrein-Westfale.

Als Topfavoritin der Frauen ist Diana Riesler wieder am Start des IRONMAN Vichy. Die Deutsche holte sich hier vor drei Jahren den Titel der ETU-Langdistanz-Europameisterin. Auch die Saarländerin Nicole Woysch steht nach 2014 wieder am Start im Kurort Vichy und möchte nur zwei Wochen nach der CHALLENGE Regensburg ihre zweite Langdistanz ins Ziel bringen.

Es wundert kaum das trotz der bekannten heißen Temperaturen der IRONMAN Vichy immer wieder viele Triathleten lockt und mit dem IRONMAN 70.3 Vichy am Samstag insgesamt 4000 Teilnehmer im Jahr 2016 zählt: Ausverkauft! Der es ist zurecht einer der landschaftlich und historisch schönsten Wettkampforte auf der europäischen Triathlon-Landkarte. Der IRONMAN Vichy erlaubt es den Zuschauern auf dem gesamten Parcours stets hautnah an den Athleten dran zu sein und das Renngeschehen bestens beobachten zu können.

Meine IRONMAN Vichy Checkliste

Renntaktik
Eine konstante Pace und gute Renneinteilung ist beim IRONMAN Vichy wichtig für ein erfolgreiches Finish. Die Radstrecke hat nicht viele Höhenmeter, aber die Auvergne ist der Glutofen Frankreichs. Regelmäßig zu trinken und den Körper gut kühlen in den Tagen vor dem Rennen ist hilfreich.

Konzentration pur
Der IRONMAN Vichy ist zwar meine erste Langdistanz aber es gibt keinen Grund, irgendetwas anders zu machen als vor jedem anderen Rennen. Die Strecken sind doppelt so lang und der Tag wird doppelt so lang dauern. Es wird ein hartes Rennen und ein starker Kopf ist gefragt. Ich konzentriere mich voll und ganz auf mein Rennen.

Weniger ist manchmal mehr
Alles, was ich für ein gutes Rennen brauche, ist ein gesunder Körper, eine gute Tagesform, mein Material und die mentale Unterstützung von meiner Familie und Freunden.

Das letzte Abendmahl
Am Abend vor dem Rennen gibt es diesmal Süsskartoffeln mit Thunfisch und als Nachtisch obligatorisch einen Becher BEN & JERRY’S Cookie Dough. Das sind hochwertige Kohlenhydrate mit guten Proteinen und ungesättigten Fetten, sowie, ganz wichtig, etwas für’s Gehirnm.

Unter uns
Es ist meist sehr heiß und der Wind bläst stark in Vichy. Gut zu trinken, nicht zu viel Kraft auf dem Rad zu verschwenden und das Rennen gut einzuteilen ist von großem Vorteil. Dabei unbedintg das schöne Panorama und die tolle Atmosphäre genießen. Es soll ja auch Spaß machen!

Meine Motivation
Vichy ist ein Rennen der IRONMAN Serie und somit besteht die Chance mich für Kona zu qualifizieren, theoretisch. Dennoch, es ist eine Langdistanz und sie kann einige Überraschungen bringen und muss erst einmal ins Ziel gebracht werden. Triathlon ist keine Mathematik und der Tag lang. Dennoch bin ich sehr motiviert und ich weiß, dass ich alles mir mögliche dafür in meiner Vorbereitung getan habe, um ein gutes Rennen und eine tolle Zeit an diesem Tag zu laufen. Ich fühle mich in einer guten Form und freue mich neue Grenzen zu überschreiten. In diesem Sinne: SUGAR & PAIN – eat smart, train hard and race like Hell!

Mein Dank
Vielen Dank, meinen Kooperationspartnern, meinen Freunden und ganz besonders meiner Familie, die mich auch auf dem Weg zu meiner zweiten Langdistanz begleitet.

2016-0828-TRI-L-IM-Vichy---4x

Individual Facts

Startzeit 6:50 Uhr
Startgruppe Rolling Start, alle 4 Sekunden 5 Athleten
Startnummer 1446
IRONMAN Vichy LIVE Athlete Tracker & Blog

Mein Zeitplan des IRONMAN Vichy 2016

6:40 Start Schwimmen 3,8 km Profis
6:50 Start Schwimmen 3,8 km Best Agegroup Athletes (51 – 450)
7:45 Finish Schwimmen
7:50 Start Bike 180 km
10:15 Transit Bike 90 km (1. Runde) Start 2. Runde
12:45 Finish Bike
12:50 Start Run 42,2 km
13:40 Transit 10,5 km (1. Runde)
14:25 Transit 21 km (2. Runde)
15:10 Transit 31,5 km (3. Runde)
15:55 Finish Run 42,2 km

Mein verwendetes Material für den IRONMAN Vichy 2016

Schwimmbrille ZOOGS Predator
Wetsuit SAILFISH G-Range
Speedsuite SAILFISH Rebel
Textil SKINFIT Tri Pant und Aero Tri Top
TT-Bike CANYON Speedmax CF Dura Ace Di2
Sattel FIZIK Tritone 5.5
Tacho POLAR V650
Helm POC Cerebel
Radschuhe GIRO
Laufschuhe SAUCONY Kinvara 7
Brille OAKLEY Holbrook
Uhr POLAR V800 mit H7 Brustgurt
Cap SUGAR & PAIN Trucker Snapback
Ernährung BANANA BREAD, POWERBAR Gel, MYPROTEIN Maltodextrin

 

STAY CONNECTED

Website von Stefan Drexl
Stefan Drexl auf Facebook
Stefan Drexl auf Instagram: @sugarandpain
Stefan Drexl auf Twitter: @stfndrxl

ALLE BLOGS ZU MEINEM ERSTEN IRONMAN VICHY 2015
BLOG #1: Langdistanz-Debüt nach 25 Jahren Triathlon
BLOG #2: Überraschung und Herausforderung: Anmeldung zur ersten Langdistanz
BLOG #3: Fifty Shades of Tri – Keeping the Balance
BLOG #4: Der Weg ist das Ziel ist der Weg – Vorfreude auf die erste Langdistanz
BLOG #5: Kein zurück mehr, jetzt zählt’s – Sugar and Pain!
BLOG #6: Triathlon ist keine Mathematik – Eiserner Wille beim IRONMAN Vichy 2015

WEITERE BEITRÄGE ZUM IRONMAN VICHY
TRI2B Erster Ironman-Blog #1 am 02. Mai 2015
TRI2B Erster Ironman-Blog #2 am 21. Mai 2015
TRI2B Erster Ironman Blog #3 am 11. Juli 2015
TRI2B Erster Ironman Blog #4 am 20. August 2015
TRI2B Erster Ironman Blog #5 am 20. August 2015

WEITERE INFORMATIONEN
Markenwechsel beim Triathlon Vichy
Homepage Ironman Vichy
Homepage Ville Vichy
Homepage Ville Vichy

Es gibt wohl kaum einen ambitionierten Ausdauersportler, der bisher noch keines der pappig süssen Energy Gels probiert hat. Die sämige Pampe ist der definitiv schnellste verfügbare Energienachschub für unterwegs. Ganz egal, ob während eines langen Trainings, eines Marathon oder Triathlon, der klebrig süsse Sirup liefert hochkonzentrierte Kohlenhydrate, füllt die Energiespeicher und erhält somit länger deine Leistungsfähigkeit. Zudem kommen Energy Gels meist optimal portioniert und praktisch verpackt, so dass sie sich einfach transportieren und leicht verstauen lassen. Aber was unterscheidet die zahlreichen Energy Gels und wie wichtig sind die zahlreichen Zusatzstoffe? Die Qual der Wahl ist nicht nur eine Frage des guten Geschmacks, sondern auch der Verträglichkeit.

Damit während langer Trainingseinheiten oder Wettkämpfen die Leistungsfähigkeit möglichst lange erhalten bleibt und nicht die Energie ausgeht, gibt es einige praktische Möglichkeiten, seine Speicher regelmäßig mit Kohlenhydraten nachzufüllen. Echte Lebensmittel, wie Bananen oder Rosinen sind natürlich stets die bessere Wahl aber lassen sich nicht immer und in den erforderliche Mengen mitführen, besonders im Triathlon und vor allem bei Läufen. Hier ist ein weiterer und entscheidender Aspekt die leichte Verdaulichkeit und schnelle Verfügbarkeit der Kohlenhydrate.

Genau dafür bieten die Nahrungsergänzungshersteller optimale Lösungen mit einem fast unüberschaubaren Sortiment kohlenhdratreicher Energiespender. Die Produkpalette ist so kreativ, wie vielseitig und reicht von Riegeln, Drops, Jellys, Chips, Shots und Boost bis zu Gels. Energy Gels sind sicherlich die beleibtesten Kohlenhydratlieferante und fast jeder Ausdauersportler ist mit dem klebrig süssen Sirup vor oder während eines Wettkampfs schon einmal in Kontakt gebunden. Dutzende Hersteller bieten inzwischen diese pappige Art des Energieschubs an, die Auswahl an sogenannten Ultra-Multisport-Power-Carbo-Energy-Gels reicht von koffeinierter Vanilla-Kirsch über bis zu Passionsfrucht, mit Guarana gesättigt, das Beutelchen zu knapp zwei Euro.

Das ist viel Geld dafür, dafür dass die meisten Gels aus Mixturen mehrerer Zuckerarten bestehen.Ich selbst habe schon die verschiedensten Energy Gels, während des Trainings, vor allem bei langen Läufen, auf Radtouren und in Triathlons ausprobiert. Insbesondere in einem Marathon und erst recht bei einem Ironman, sind die praktisch verpackten und hochkonzentrierten Gels die wichtigsten Energielieferanten, um nicht mit leeren Kohlenhydratspeichern einem Hungerast entgegen zu steuern und eventuell frühzeitig sein Vorhaben abbrechen zu müssen.


Warum sind Energy Gels nur ein Teil der Energierechnung?

Das wir während des Sports überhaupt Energienachschub brauchen, hängt natürlich mit unserem Stoffwechsel zusammen: Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle für intensive Leistungen während unsere Muskulatur für die Grundlagenausdauer hauptsächlich durch den Fettstoffwechsel versorgt wird. Die Kohlenhydrate beziehen die Kraftwerke der Muskelzellen (Mitochondrien) dabei aus den umliegenden Kohlenhydratspeichern und der Leber in Form von Traubenzucker (Glukose). Allerdings kann unser Körper nur in begrenzter Menge die Glukose in Form von Leber- und Muskelglykogen speichern. Selbst bei einem bestens trainierten Ausdauersportler sind die gefüllten Glykogenspeicher nach etwa 90 Minuten intesiver Belastung ausgeschöpft. Wenn dann ein Wettkampf oder die Trainingseinheit länger dauert, dann ist rechtzeitig eine regelmäßige Energiezufuhr mit Kohlenhydraten erforderlich, um die Leistung zu erhalten. Andernfalls muss die Intensität, in der Regel das Tempo, muss gedrosselt werden. Dennoch ist es selbst mit Energy Gels nicht möglich ein hohes Lauftempo unbegrenzt beliebig lang aufrechterhalten, denn auch die Verdauung der Glukose und die Transportwege vom Magen ins Blut und zu den Muskeln sind begrenzt.


Die richtige Mischung macht’s

Dennoch, Energy Gels sind eigens für den schnellen Energieschub entwickelt und das erkennt man schon an ihrer Zusammensetzung und den Nährstoffen: 0 % Eiweiss, 0 % Fett und fast 100 % Kohlenhydrate. Die Kohlenhydrate sind idealerweise eine optimale Mischung aus Maltodextrin, Glukose, Fruktose und Wasser. Manche Energy Gels enthalten geringe Mengen an Aminosäuren, Mineralstoffe und Elektrolyte, sowie Vitamine und natürlich Aroma für die gewünschte Geschmacksrichtung. Relativ neu ist Koffein den Energy Gels beizumischen. Abhängig von der Verpackungsgröße beträgt der Energiegehalt eines Beutels 100 – 200 kcal und liefert 25 – 50 g Kohlenhydrate aus schnell verfügbaren Zuckern. Somit muss ein durchschnittlicher Ausdauersportler von 75 kg bei intensiver Belastung über 90 Minuten stündlich 2 – 3 Enery Gel Beutel (70 – 90 g CHO / h) leeren.

Bei Kohlenhydratquellen, die zudem Fruktose enthalten können bis maximal 120 g Kohlenhydrate verzehrt werden. Neben kohlenhydratreichen Getränken sind Energy Gels eine optimale Möglichkeit für den kurzfristigen und in der Regel gut vertäglichen Energienachschub. Vorausgesetzt du trinkst ausreichend Wasser oder andere verdünnte Getränke zu dem hochkonzentrierten Kohlenhydratsirup, um die Maganverträglichkeit zu gewährleisten. Für die ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist das ohnhin erforderlich und bestens vor sowie unmittelbar nach der Aufnahme eines Energy Gels zu trinken. Nachteil von Energy Gels sind ihre geringe Nährstoffdichte im Vergleich zu Energieriegeln – ganz abgesehen von ihrem relativ hohen Preis und dem Verpackungsabfall.


Wozu Fettstoffwechseltraining, wenn’s doch Energy Gels gibt?

Die Basis für einen hohen Wirkungsgrad von Kohlehydraten ist natürlich ein gezieltes Fettstoffwechseltraining, um so den Fettanteil an der Energiegewinnung anzuheben und die endlichen Kohlenhydratspeicher länger schonen. Für Höchstleitungen und persönliche Bestzeiten kommen dann, nach dem entsprechenden Füllen der Kohlenhydratspeicher vor der Belastung, die gut verträglichen und hochkonzentrierten Kohlenhydratquellen zum Einsatz. Energy Gels bieten dabei gegenüber festen Kohlenhydratquellen, wie Riegeln, Bananen oder Drops einen Vorteil: Die flüssige Konsistenz verkürzt die Verweildauer im Magen-Darm-Trakt und die Energie steht schneller zur Verfügung als bei fester Nahrung. Zudem kann die hohe Herzfrequenz bei intensiven Belastungen das Kauen erschweren und man muss lange auf einem trockenen Riegel rumkauen bis man ihn schlucken kann.

Während des Trainings mag das weniger problematisch sein, im Wettkampf hingegen sollte die Nahrungsaufnahme einfach zu handhaben und aufzunehmen sein. Energy Gels in Kombination mit kohlenhydratreichen Getränken sind hierfür geradezu ideal. Während längeren Grand Fondos kannst du das natürlich leichter mit festen Kohlenhydratquellen kombinieren. Die zweite Disziplin einer Triathlon Halbdistanz oder gar eines Ironman ist ebenso der beste Zeitpunkt für etwas Abwechslung in der Nahrungsaufnahmen. In Läufen, selbst in einem Marathon ist von festen Energielieferanten eher abzuraten, da sie schwer verdaulich sind, lange im Magen verweilen und zu beschwerden führen können.


Der Ernährungstest während des Trainings

Die Verträglichkeit sämtlicher, persönlich bevorzugten Kohlenhydratquellen solltest du allerdings unbedingt während des Trainings, wie bei langen Lauf- oder Radeinheiten in der Grundlagenausdauer 1 – 2, um während großer Touren oder Wettkämpfen keine bösen Überraschungen zu erleben. Athleten profitieren während intensiver Leistungen besonders von der optimalem Mischung aus Maltodextrose, Glukose und einem geringen Anteil Fruktose. Gerade ein zu hoher Fruchtzuckeranteil kann sehr heikel werden, da Fruktose einerseits erst den Weg über die Leber zu den Muskeln nehmen muss und wenn ein Athlet andererseits unter einer Fruktoseintoleranz leidet. Fruktose sollte daher stets an letzter Stelle der verschiedenen Zucker auf der Zutatenliste stehen oder bei Problemen erst gar nicht enthalten sein (z.B. Multipower Frodissimo Gel). Die anderen kurzkettigen Zucker wie Glukose oder Saccharose stehen der Muskulatur zwar schneller zur Verfügung, sorgen aber auch für eine starke Insulinreaktion und in der Folge einen schnellen Abfall des Blutzuckerspiegel. Es ist daher erforderlich regelmäßig und schneller wieder ein Gel nachlegen.

Das mittelkettige Kohlenhydrate Maltodextrin wirkt wie ein Puffer und sorgt dagegen für eine gleichmäßige Aufnahme der Glukose ins Blut. Vermengt man diese Energieträger noch mit etwas Isomaltulose kann man die beinahe perfekte Mischung an Kohlenhydratquellen zusammenstellen. im Gegensatz zu einfachkettigen Zucker findet die Verdauung noch einmal langsamer statt, sodass die glykämische Wirkung sehr niedrig ist und die Glukose dem Körper über einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Denn insgesamt kann unser Magen-Darm-Trakt pro Stunde etwa 1 – 1,5 g Glukose pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Durch Fruktose lässt sich die Aufnahme zwar noch einmal Erhöhen, aber die möglichen Risiken habe ich ja bereits erklärt. Etwa 150 – 250 ml Flüssigkeit sollten zu einem Gel getrunken werden.


Elektrolyte und Mineralstoffe – das Salz im Energy Gel

Um den Verlust von Elektrolyten und Mineralstoffen durch Schwitzen während intensiver Belastungen und gerade bei hohen Temperaturen auszugleichen, sollten in den Kohlenhydratquellen diese wichtigen Zutaten, wie Natrium und Kalium nicht fehlen. Kommt alles zusammen in einem Erngy Gel, dann erleichtert es die Aufnahme. Ein hoher Kalium- und Natriumgehalt kann Muskelkrämpfe, aber auch Magenkrämpfe während hoher Belastungen vermeiden. Schließlich kann der Wasserverlust zur Regulation der Körpertemperatur 2 – 3 Liter Schweiß / Stunde sein und mit bis zu 1,5 g Natrium und 150 – 200 Kalium/ Liter einhergehen. Pro Stunden mindestens 0,75 – 1,5 g Natrium (Messerspitze Kochsalz) mit einem Liter Wasser aufzunehmen. Alternativ können auch Salztabletten verwendet werden. Sie enthalten neben der richtigen Dosis Natrium und Kalium meist auch weitere essentielle Mineralstoffe.

INFORMATIONEN

HOMEPAGE Multipower
HOMEPAGE Cliff Bar
HOMEPAGE 32Gi Sports Nutrition
HOMEPAGE GU Energy
HOMEPAGE PowerBar

Sensation in letzter Minute: Nach Jan Frodeno hat jetzt auch die amtierende Langdistanz-Weltmeisterin Daniela Ryf (Schweiz) ihren Start beim DATEV Challenge Roth am 17. Juli 2016 zugesagt. Damit ist das grösste Langdistanz-Rennen der Welt der einzige Wettkampf außerhalb von Hawaii, bei dem beide Weltmeister gleichzeitig antreten.

Sensation in letzter Minute: Nach Jan Frodeno hat jetzt auch die amtierende Langdistanz-Weltmeisterin Daniela Ryf (Schweiz) ihren Start beim DATEV Challenge Roth am 17. Juli zugesagt. Damit ist das grösste Langdistanz-Rennen der Welt der einzige Wettkampf außerhalb von Hawaii, bei dem beide Weltmeister gleichzeitig antreten.

Ausnahmetriathletin Ryf bei der legendären Langdistanz am Start

Für die derzeit beste Triathletin der Welt war der Wettkampf in der Triathlon-Hochburg Roth schon lange ein Herzenswunsch, durch ihren Rennabbruch in Frankfurt ergab sich nun plötzlich die willkommene Chance für die 29-jährige Ausnahme-Athletin, ihren Traum wahr zu machen. Mit Startnummer 57 wird die hoch ambitionierte Daniela Ryf, die in Feldkirchen in der Schweiz lebt, am kommenden Sonntag in der ersten Frauen-Startgruppe (Startgruppe 5, 6.50 Uhr) in den mit 22 Grad angenehm temperierten Main-Donau-Kanal steigen.

Daniela Ryf: „Nachdem ich in Frankfurt das Rennen leider aus bekannten Gründen nicht beenden konnte, haben wir nun unseren Plan geändert. Ich freue mich enorm darauf, in Roth am Start stehen und die legendäre Atmosphäre dieses Rennens einmal selbst erleben zu können!“

Felix Walchshöfer glücklich über den Start der Weltmeisterin Ryf

Für Challenge-Veranstalter Felix Walchshöfer ist die kurzfristige Startzusage der Weltmeisterin ein echter Glücksfall: „Ich kann meine Freude gar nicht in Worte fassen, dass nun beide Weltmeister bei unserem Legendenrennen starten. Daniela Ryf wertet unser ohnehin starkes Frauenfeld nochmals immens auf. Wir werden am 17. Juli zusammen mit den besten Athleten der Welt zum 15. Challenge-Geburtstag ein Triathlon-Fest feiern, auf das die ganze Welt blicken wird!“

INFORMATIONEN

HOMEPAGE Challenge Roth
HOMEPAGE Daniela Ryf

Bekanntlich kann eine Mitteldistanz und Langdistanz im Triathlon oder auch ein Marathon voller Überraschungen stecken, vor allem wenn’s um die richtige Wettkampfernaehrung geht. Das Wetter Temperaturen und Niederschlag haben sicher den größten Einfluss auf unsere Leistung, das können wir aber nicht beeinflussen. Aber auch andere Kleinigkeiten können große Auswirkungen haben: Die Schwimmbrille wird dir vom Kopf geschlagen, du fährst einen Platten oder läufst dir Blasen. Es ist aber auch möglich, dass du eine neue persönliche Bestzeit erreichst oder überraschend deine Altersklasse gewinnst. Dafür sollte vor allem deine Energieversorgung funktionieren. Für mehr Dampf mit dem richtigen Mampf haben wir einige essentielle Erfahrungen, handfestes Wissen und wichtige Tipps im unserem neuen Blog zusammengefasst.

Denkt man eine Langdistanz, so kreisen die Gedanken hauptsächlich um das viele Training, die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, und um den Tag X selbst: Der Wettkampftag! Doch um die vierte Disziplin, welche erst die Voraussetzungen schafft, um überhaupt Leistung erbringen zu können, darüber zerbrechen sich die wenigsten den Kopf. Und wenn, dann erst ein paar Tage zuvor. Derweil gibt es ohnehin schon einiges unvorhersehbares, was während des längsten Tages des Jahres so alles passieren könnte. Deshalb solltest auch du so wenig wie möglich am Wettkampftag dem Zufall überlassen, besonders nicht deine Ernährung während des Rennens. Diese ganz große und sehr individuelle Variable solltest du rechtzeitig in den Monaten zuvor planen und möglichst oft während des Trainings und in Vorbereitungswettkämpfen testen. Dein Körper ist schließlich dein größtes Kapital und wenn du ihn während der langen intensiven Belastung nicht richtig mit Nährstoffen und Energie versorgst, dann wird dir auch dein wochenlanges Training nicht viel helfen.

Ernährungsstrategie eine Frage des Geschmacks
Über die Ernährung im Triathlon und Marathon gibt es viel Wissen und Wahrheiten darüber, was am Besten für den Athleten ist. Aber auch es gibt noch viel mehr Halbwissen, Gerede und Mythen. In der Regel herrscht große Verwirrung über die Art, Mengen und den Zeitpunkt der richtigen Ernährung während des gesamten Wettkampftages. Und das natürlich zu recht: Es gibt einerseits eine unüberschaubare Anzahl an Herstellern und Produkten für Sporternährung deren Qualität, Preise und Verträglichkeiten sehr unterschiedlich sind. Befragst du andererseits einige erfahrene Ausdauersportler zu deren Wettkampfernaehrung, so wirst du ebenso viele verschiedene Antworten und erfolgreiche Rezepte bekommen. Denn eines solltest du wissen: Was bei einem Athleten gut funktioniert, wird nicht unbedingt bei dir gut funktionieren. Die Ernährung ist bereits im Alltag der Menschen sehr individuell, eine Frage des Geschmacks und der Verträglichkeit. Um so komplexer ist es deine persönliche Ernährung und Strategie herauszufinden, welche dir die beste Leistung am Wettkampftag ermöglicht.

Es ist daher hilfreich deine Ernährung am Wettkampftag auf drei Säule zu stellen, um dieses komplexe Thema übersichtlich zu gestalten und somit die beste Strategie für dein perfektes Rennen zu entwickeln.

DIE RICHTIGE WAHL DER ENERGIEQUELLE

Die Ernährung in der Woche vor dem Wettkampf ist natürlich ebenso bedeutend wie am Wettkampftag selbst. Wie das Tapering im Training werden auch die Qualität, Nährstoffe und Mengenverhältnisse deiner Ernährung individuell angepasst, um deine Kohlenhydratspeicher richtig zu füllen. Würdest du zum Beispiel stets mit vollen Kohlenhydratspeicher trainieren, dann hätte der Effekt des „Carbo Loading“ kaum eine Wirkung. Das wäre ähnlich, stets nur intensiv oder maximale Umfänge zu trainieren.

Sind die Kohlenhydratspeicher einmal voll, dann ist in Muskeln und Leber genügend Energie, so dass du für eine Dauer von 60 – 90 Minuten ordentlich im Wettkampftempo feuern kannst. Währenddessen greift der Körper sowohl auf Kohlenhydrate als auch auf Fett zur Energiegewinnung zurück. Weil deine Kohlenhydratspeicher allerdings begrenzt sind, ist es während eines Rennens erforderlich regelmäßig leicht verdauliche Kohlenhydrate (CHO) zu dir zu nehmen, um deine Kohlenhydratspeicher nicht vollständig aufzubrauch und dadurch einen Hungerast zu bekommen oder „gegen die Wand zu laufen“. Je länger ein Wettkampf dauert, um so entscheidender wird natürlich die Ernährung währendessen, um die Energieversorgung erfolgreich aufrecht zu erhalten und bis zum Finish ein hohes Leistungsniveau halten zu können.

Die beste Wettkampfernaehrung für jede Distanz
Es ist deshalb von Vorteil eine Ernährungsstrategie zu entwickeln und sie dann während deines Trainings auszuprobieren, um sie dann während deines Saisonhöhepunkts auch exakt so umzusetzen. Keine Experimente am Wettkampftag! Während langen Trainingseinheiten oder in Vorbereitungsrennen solltest du deine Ernährung unter intensiver Belastung gut testen und gegebenenfalls optimieren. Es ist wichtig zu wissen, dass deine Ernährung mindestens ebenso individuell ist, wie dein Training. Es bedarf viel Erfahrung und gibt trotz aller Erkenntnisse keine goldene Formel, die für alle Ausdauerathleten passt. Die gennanten Werte können darum stets nur eine grobe Empfehlung sein.

Für Wettkämpfe bis zu 60 Minuten, wie Läufe bis 15 km oder ein Sprinttriathlon ist keine Aufnahme von Kohlenhydraten währenddessen sinnvoll und es reichen ein paar Schlücke reines Wasser zwischendurch.

Marathon und Mitteldistanz – der optimale Kompromiss
Dauert der Wettkampf länger als 1 Stunde und bis 4 Stunden, wie ein Marathon, eine Kurz- oder eine Mitteldistanz, dann trinkst du während des Wettkampfes alle 15 – 20 Minuten 4 – 6 Schluck eines 10 bis 12 Prozentigen Kohlenhydrat-Getränks. Daraus ergeben sich etwa 0,4 – 0,6 g CHO / h (100-200 kcal), das ist alles, was du währenddessen brauchst, um den Kohlenhydratverbrauch zu puffern. Natürlich kannst du deinen Bedarf an Kohlenhydraten auch mit einem Energieriegel kombinieren, der auch noch etwas Fett enthält, wie Banana Bread oder Oat Snack. Das hängt natürlich von den individuellen Vorlieben und deinem Stoffwechsel ab. Aber denk daran, deine Kohlenhydratspeicher sind vor dem Start schließlich voll und sollten mit erreichen des Ziels fast geleert sein. Es ist eine Kunst in Marathons und Mitteldistanzen dich optimal zu versorgen und wenig Energie für die Verdauung zu verschwenden.

Wenn’s mal wieder länger dauert – Ernährung auf der Langdistanz
Triathlon Langdistanzen und Wettkämpfe ab 4 Stunden erfordern hingegen eine komplexere Ernährungsstrategie, die auf mehereren Energiequellen aufbaut. Im allgemeinen essen die meisten Triathleten erheblich zu viel. Es gilt neben des Tagesbedarfs eines Erwachsenen auch ein konstantes Leistungsniveau über 9 Stunden und länger aufrechtzuerhalten, um dann auch noch ein starkes Finish hinlegen zu können. 0,6 – 0,8 g CHO / h / kg Körpergewicht und eine Kombination von flüssigen und festen Kohlenhydratquellen haben optimal Resultate gezeigt. Der Ballaststoffgehalt sollte dabei moderat sein, um Darmprobleme während des Sports möglichst zu vermeiden. Daraus ergeben sich während des Wettkampfes etwa 40 – 60 g CHO / h (ca. 200 kcal), die aus hauptsächlich schnell oxidierernden Kohlenhydratquellen, wie Mischungen aus Glukose, Isomaltulose, Maltodextrin und Fruktose bestehen sollten. Die Ergänzung mit etwa 12% Fett und 6% Eiweiss, mit essentiellen Mineralstoffen und Koffein helfen deine Energiebilanz optimal ausgeglichen zu halten und erleichtern den Stoffwechsel. Welche Mischung und Mengenverhältnisse dir am besten bekommen, musst du ausprobieren, gerade die Fruktose sorgt bei manchen Athleten für Magenbeschwerden.

Optimale kohlenhydratreiche Energiequellen sind spezielle isotonische Getränkepulver (z.B. Innosnack) zum selbst dosieren und mischen mit Wasser, Tee oder Saft. Es können ausserdem Energie-Gels und / oder Honig dazu gegeben werden. In kleinen, konzentrierten Mengen verpackte Energie-Gels (z.B. Multipower Fordissimo) und Energie-Riegel (z.B. Banana Bread oder Oat Snack) lassen sich gut transportieren, liefern vielseitige Kohlenhydrate und schmecken zudem abwechslungsreich. Auf dem Rad kann dein Körper aufrgrund der niedrigeren Herzfrequenz leichter verdauen, so kannst du besonders in dieser Zeit mehr und vor allem feste Kohlenhydrate zu dir nehmen. Während des Laufens deckst du deinen Bedarf hauptsächlich über flüssige und weniger konzentrierte Kohlenhydratquellen. Entscheidend für eine erfolgreiche Ernährungsstrategie auf einer Langdistanz ist die konstante und individuell abgestimmte Zufuhr von flüssigen und festen Energiequellen, sowie ausreichend zu trinken. Wenn fit und gesunde bist, dann geht der Erfolg deiner Langdistanz durch den Magen und einer optimalen Wettkampfernaehrung.

RICHTIG TRINKEN – RICHTIG KÜHLEN

Mehr als 2 % Flüssigkeitsverlust / kg Körpergewicht während des Trainings oder Wettkampfes ist in den meisten Fällen die Ursache für Müdigkeit und eine schlechte Leistung. Eine Dehydration führt zu einem Anstieg der Körperkerntemperatur, einer erhöhten Herzfrequenz und einem gesteigerten Belastungsempfinden. Aber glücklicherweise ist das noch am leichtesten zu vermeiden. Wasser ist natürlich ein guter Durstlöscher, aber leider auf Dauer kein wirksamer Flüssigkeitslieferant. Eine Hyponatriämie, ein niedriger Natriumgehalt im Blut, tritt besonders bei Ausdauersportlern auf, die versuchen ihren Flüssigkeitsbedarf ausschliesslich mit Wasser zu decken. Stattdessen solltest du isotonische Getränke zu dir nehmen, die du, wie oben beschrieben, selbst mischt oder vom Veranstalter auf der Strecke gereicht werden. Sie enhalten wichtige Elektrolyte und können vom Körper leichter aufgenommen werden.

3 Tipps für richtiges Trinken von der Mitteldistanz bis zur Langdistanz

  • Trinke mindestens 100 ml an jeder Verpflegungsstation, das ist ein guter Schluck. Nur so kannst du bei Hitzerennen die Körperkerntemperatur effektiv senken, sie ist der limitierenste Faktor der Leistung.
  • Wenn du alle 2 – 3 Stunden pinkeln musst, dann ist es ein gutes Zeichen genug getrunken zu haben. Auf einer Mitteldistanz kann das auch erst im Ziel sein, während einer Langdistanz sollte es dann schon zwei Mal sein.
  • Denk an die essentiellen Mineralien: Vor allem bei Hitze braucht der Körper Natriumchlorid, damit deine Muskeln über die lange Zeit einer Mittel- oder Langdistanz kontinuierlich Leistung bringen und du keine Krämpfe bekommst. Gerade wer viel schwitzt, verliert viel Wasser und essentielle Mineralstoffe. Etwa 400 – 600 mg NaCl / h sind daher während intensiver Belastungen zu empfehlen, je nachdem, wie hoch dein Schweißverlust ist. Der Flüssigkeits- und Mineralverlust ist individuell unterschiedlich und kann mithilfe eines medizinischen Tests während einer Trainingsbelastung ermittelt werden.
DAS RICHTIGE TIMING FÜR DIE BESTE ZEIT

Mit deiner Verpflegung beginnst du zwischen den ersten 10 – 15 Kilometern auf dem Rad, dann wenn sich deine Herzfrequenz nach dem Schwimmen und ersten Wechsel wieder moderatist, du dich in deiner Radposition eingerichtet und einen Tretrhythmus gefunden hast. Es ist sehr wichtig jetzt das Kaloriendefizit nach der ersten Disziplin wieder mit hochwertigen Kohlenhydratquellen zu kompensieren und frühzeitig mit der Flüssigkeitsaufnahme zu beginnen.

Wenn du feste Kohlenhydratquellen bevorzugtst, solltest du spätestens 60 Minuten vor dem zweiten Wechsel damit aufhören. Wartest du zu lange mit der Verpflegung oder ist zu spät und zu viele feste Kohlenhydratquellen, kann das erhöhte Flüssigkeitsverlust und Magen-Darm-Probleme verursachen. Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen wären die Folge. Sobald du dann auf der Laufstrecke bist, trink an jeder Verpflegungsstation, um den Körper ausreichend und kontinuierlich mit Flüssigkeit zu versorgen. Du kannst an den Verpflegungsstation auch einige Meter gehen, das erleichtert zu trinken und es läuft danach auch wieder lockerer.

Du möchtest mehr über die richtige Ernährung vor und während des Wettkampfes erfahren oder die Ernährung auf deine persönlichen Bedürfnisse für mehr Leistungsfähigkeit, ein optimales Körpergewicht und eine nachhaltige Gesundheit anpassen, dann schreib ein kurzes Mail und wir vereinbaren einen unverbindlichen Gesprächstermin.

INFORMATIONEN

HOMEPAGE von Multipower
HOMEPAGE von UltraSPORTS
HOMEPAGE von PowerBar
HOMEPAGE von Red Bull Simply Cola