Andreas Raelert sorgte bei der Ironman Weltmeisterschaft Hawaii 2015 für ein sensationelles Comeback, dessen Grundlage er beim Schwimmen mit dem Sailfish Rebel Swimskin legte. Nach 52:24 Minuten für 3,8 km in der Bucht von Kailua-Kona, 180 Kilometer auf dem Rad mit einer Reifenpanne und einem Marathon läuft der sympathische Rostocker als Zweiter hinter Jan Frodeno über die Finishline am Alii Drive …
 

Wenn früh morgens ein Kanonenschlag den Start des Ironman Hawaii markiert, dann liegen auf der ersten Etappa 3800 Meter durch salzigen Pazifik vor den über 2000 Triathleten. In diesem Jahr waren es 175 deutsche Qualifikanten, darunter auch Profi-Triathlet Andreas Raelert. Um halbe sieben Uhr morgens, kurz vor Sonnenaufgang haben Luft und Wasser die selbe Temperatur, mit 26 Grad war es 2015 noch wärmer als in den vergangenen Jahren. Klar, dass der Neoprenanzug an diesem Tag im Koffer blieb und eine dünnere, schnelle zweite Schwimmhaut gefragt war.
 

Schwimmen wie ein Fisch – flinke zweite Haut von Sailfish für Männer: Der Rebel Swimskin

Schwimmen wie ein Fisch – flinke zweite Haut von Sailfish für Männer: Der Rebel Swimskin


 

Spezielle Teflonbeschichtung des Sailfish Rebel Swimskin

Für die meisten Triathleten stellt die erste Disziplin jedoch die größte Herausforderung dar, vor allem ohne Neoprenanzug und noch dazu im Meer. Um dennoch nicht nur mit Badehose, Triathlonanzug oder Badeanzug schwimmen zu müssen, hat Sailfish einen neuen innovativen Speedsuit für Bestzeiten in der ersten Disziplin entwickelt. Der neue Sailfish Rebel Swimskin soll den Wasserwiderstand erheblich reduzieren und das Wassergefühl verbessern. Der Rebel Swimskin besteht zu 100% aus textilen Materialien und ist damit wohl eines der schnellsten legalen Hilfsmittel im Wasser bei warmen Temperaturen. Der körperzonenorientierten Panel Cut garantiert eine optimale Passform mit unterlegtem, inversem Rückenreißverschluss für schnelles und bequemes Ausziehen. Flatlock-Nähte gewährleisten einen angenehmen Tragekomfort und verhindern unangenehme Reibung.

Durch eine spezielle Oberflächenbehandlung wird der Wasseraufnahmekoeffizient um ein vielfaches reduziert und verhilft dem Anzug zu einem extrem geringen Eigengewicht. In Kombination mit der zusätzlichen Teflonbeschichtung wird somit der Reibungswiderstand des Materials im Wasser enorm herab gesetzt und sorgt für hervorragende Gleiteigenschaften. Speedsuits sind ein Muss für ambitionierten Triathleten und Freiwasserschwimmer, der auch ohne Neoprenanzug mit guten Schwimmzeiten glänzen will.
 

Sailfish Rebel Swimskin sitzt perfekt

In meiner Vorbereitung auf den Ironman Vichy 2015 bin ich den Sailfish Rebel Swimskin geschwommen und konnte ihn intensiv testen. Die zweite Haut begeistert mit guten Gleiteigenschaften und Schwimmzeiten. Der Anzug sitzt perfekt auf der Haut, so dass kein Wasser am Hals eindringt und kein Widerstand entsteht. Der Sailfish Rebel Swimskin fällt eher klein aus. Doch leider kam der Anzug bei meiner ersten Langdistanz nicht zum Einsatz. Mit 23,6 Gard war das Wasser des Lac d’Allier um 0,4 Grad zu kühl für ein Neoprenverbot. Als guter Schwimmer hätte ich ohne Neopren einen größeren Abstand auf meine Verfolger heraus schwimmen können. Stattdessen habe ich den Sailfish G-Range gewählt, den wohl schnellsten Neopren von Sailfish für Triathleten mit einer guten Schwimmtechnik und exzellenten Wasserlage. Und so ermöglichte mir der G-Range die schnellste Schwimmzeit in der Altersklasse M40-44 des Ironman Vichy 2015.
 

Schwimmen wie ein Fisch – flinke zweite Haut von Sailfish: Der Rebel Swimskin sitzt perfekt

Schwimmen wie ein Fisch – flinke zweite Haut von Sailfish: Der Rebel Swimskin sitzt perfekt


 

Andreas Raelert sorgt für Doppelsieg auf Hawaii

Nach zwei schwierigen Jahren mit Verletzungen und Rückschlägen hat Andreas Raelert gemeinsam mit Jan Fordeno, dem neuen King of Kona, für den deutschen Doppelsieg 2015 gesorgt. Die Basis dafür hat Raelert, der schon dreimal in Folge auf dem Podium in Hawaii stand, in der ersten Disziplin gelegt. Schwimmen zählt zu seinen Stärken und der neue Sailfish Rebel Swimskin hat Andreas Raelert geholfen, das auch beim Ironman Hawaii umzusetztn. Ein wahres Comeback des 39-Jährigen, den kaum einer mehr auf der Rechnung hatte. Wäre da nicht noch eine Reifenpanne auf dem Rückweg von Hawi gewesen, wer weiß, welch eine Spannung uns noch erwartet hättet.
 

FAZIT Sailfish Rebel Swimskin

Der Sailfish Rebel Swimskin sitzt wie angegossen und ermöglicht hervorragende Bewegungsfreiheit während des gesamten Kraularmzugs. Die zweite Haut von Sailfish für warme Wassertemperaturen fällt relativ klein aus, dadurch können Schwimmer mit eher längeren Oberkörpern einen möglichen Zug an den Schultern empfinden. Das Oberflächenmaterial des Sailfish Rebel Swimskin ist rau und vollständig wasserabweisend. Während des Schwimmens kann man erkennen, dass kleine Luftbläschen an der Körperunterseite des Anzugs anhaften. An den oft problematischen Stellen am Hals bleibt der Rebel Swimskin selbst bei höheren Schwimmgeschwindigkeiten am Körper – weder ein Flattern noch Eindringen von Wasser konnte ich wahrnehmen. Nach einem Testschwimmen mit mittlerer Speed hatte ich eine leichte Reibungsstelle am äußeren Schlüsselbein meiner Atmungsseite. Das mag individuell unterschiedlich sein und so ist ein Speedsuit natürlich stets ein Kompromiss zwischen perfekter Passform und größtmöglichen Komfort. Das subjektive Empfinden und die persönlichen Schwimmzeiten sind letztendlich entscheidend, mit oder ohne einem Speedsuite, wie dem Sailfish Rebel Swimskin zu schwimmen.
 

FACTS

• 100% aus textilen Materialien
• 71% Polyamid, 29% Elasthan
• idealer Einsatz bei Neoprenverbot
• optimale Passform
• Rückenreißverschluss
• Flatlocknähte gewährleisten Tragekomfort und verhindern Reibung
• Teflonbeschichtung gewährleistet gute Gleiteigenschaften
• Herren: XXS – XL
• Damen XXS – L
 

UVP

249,00 EUR
 

MORE INFO

HOMEPAGE Sailfish
GRÖSSENTABELLE Sailfish
HOMEPAGE Andreas Raelert
RESULTS Ironman Hawaii 2015
 

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Seit diesem Frühjahr gibt’s den siebten Streich des legendären Kinvara, das Erfolgsmodell von Saucony, vieles ist vertraut, einiges anders und manches neu, komfortabel und schnell ist er weiterhin. Eigentlich habe ich bei der Suche nach neuen Laufschuhen stets Schwierigkeiten passende Lightweight Trainer oder Racer zu finden. In 99% der Fälle sind diese zu schmal. Als ich 2010 den ersten Kinvara anprobiert habe, hat dieser sofort gepasst und war sogar im Marathon mein bisher schnellster Laufschuh. Ich habe den Kinvara 7 auf Herz und Nieren im Training und Wettkampf einem intensiven Praxistest unterzogen und sag’s ja nur ungern … aber lest selbst!

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Wesentliche Änderungen gegenüber früheren Versionen (Modell Damen) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Wesentliche Änderungen gegenüber früheren Versionen (Modell Damen) ©stefandrexl.de

Der Saucony Kinvara 7 kommt mit einer Handvoll wesentlicher Änderungen gegenüber früheren Versionen. Dennoch werden all jene Läufer, die dem Kinvara bisher treu gewesen sind auch weiterhin seinen leichtgewichtigen, ansprechenden Laufstil genießen können. Der wesentliche Unterschied des Kinvara 7 zu seinem Vorgänger, dem Kinvara 6, besteht im komplett neuen Aufbau der Laufsohle mit der neuen Dämpfungstechnologie Everun der Zwischensohle und dem Obermaterial. Everun wurde zuvor nur im Triumph ISO 2 verbaut und hält nun Einzug in immer mehr Modelle von Saucony, die auch bisher mit einer dämpfenden Laufsohle ausgestattet waren. Trotz der gravierenden Veränderungen von Zwischensohle und Laufsohle blieben die gewisse Einfachheit und der Still des Kinvara 7 erhalten, welche ihm seit der Markteinführung 2010 zu seiner Popularität verholfen haben. Kaum ein Läufertyp fühlt sich in diesem Laufschuh nicht angenehm wohl. Man kann den Kinvara für das tägliche Lauftraining, für schnelle Läufe und Intervalle, aber auch für lange Strecken und Marathons einsetzen. Bekannt für seine eindrucksvolle Balance aus Komfort und Leistung bietet der Kinvara 7 ein äusserst stabiles und ansprechendes Laufgefühl – ganz im Sinne des ursprünglichen Gedanken des Kinvara.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Fest am Fuss auf Asphalt und befestigten Wirtschaftswegen (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Fest am Fuss auf Asphalt und befestigten Wirtschaftswegen (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Kinvara (irisch: Cinn Mhara, was etwa Kopf des Meeres bedeutet) ist ein kleines Hafenstädtchen am Südrand des County Galway in der Provinz Connacht an der Galway Bay in Irland. Der Ort befindet sich westlich der Barony of Kiltartan nahe der Grenze zum Burren im County Clare. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kinvara)

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Immer vorwärts - jeder Schritt eine Leichtigkeit (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Immer vorwärts – jeder Schritt eine Leichtigkeit (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Mit großer Spannung habe ich den Kinvara 7 erwartet und mich auf den Praxistest gefreut nachdem ich manchen seiner Vorgänger erfolgreich gelaufen bin. Sollten alle seine neuen Eigenschaften, besonders die neue Dämpfungstechnologie Everun, ihr Versprechen halten, so wollte ich den Kinvara 7 auch beim Marathon Hamburg laufen. Der Kinvara 3 hatte mir schließlich seinerzeit eine neue persönliche Bestzeit beschert. Mit dem Öffnen des Schuhkartons war ich allerdings erst einmal von seiner grellen neon-grünen Farbgebung geblendet und in hartes Schwarz verlief: Slime / Black nennt es Saucony. Ähnlich aber nicht ganz so extrem ist das Modell für Damen in leuchtendem Türkis kombiniert mit Korallenrosa: Blue / Navy / Coral. Der Kinvara 7 ist sicherlich ein Blickfang.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Rundum Update mit interessanter Farbkombi (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Rundum Update mit interessanter Farbkombi (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Allgemeines zum Laufschuh und Praxistest

Der Kinvara 7 wiegt 187 Gramm für Frauen (Größe 8) und 218 Gramm für Männer (Größe 9) mit einer Sprengung von 4 mm, sowie einer Höhe von 18mm im Vorderfuß und 22mm unter der Ferse. Die Passform der 7. Ausgabe bleibt nahezu unverändert zu seinem Vorgänger und besitzt weiterhin eine großzügige breite Zehenbox, und dem Gefühl eines festsitzenden Mittelfußes. Auch der Kinvara 7 ist maßgenau und stimmt mit der tatsächlichen Schuhgröße überein. Getestet habe ich den Kinvara 7 auf asphaltierten Straßen und befestigten Schotterwegen entlang der Isar in München und in Hamburg. Der Kinvara 7 hat sich aufgrund seiner direkten Kraftübertragung vor allem bei langen Dauerläufen, Tempoläufen, Intervallen, und allem dazwischen sehr gut bewährt – im Training sowie im Wettkampf. Trotz einiger wesentlicher Veränderungen der Technologie des Laufschuhs, bleiben der allgemeine Charakter und das typische Lauferlebnis eines Kinvara auch mit Version 7 erhalten.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Komplett neu: EveRun Dämpfungssohle mit Tri-Flex Aussensohle (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Komplett neu: EveRun Dämpfungssohle mit Tri-Flex Aussensohle (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Dämpfung und Energie mit der neuen Saucony Kinvara 7 Laufsohle

Der Aufbau und die sich daraus ergebende Optik des Kinvara haben sich sichtbar verändert und so verwendet Saucony mit Version 7 in den strategischen Zonen der Laufsohle auch IBR+, um so das Gewicht des Schuhs niedrig zu halten, aber dennoch optimale Strapazierfähigkeit und Schutz in den Bereichen mit intensiven Bodenkontakt zu gewährleisten. Mit IBR+ wird der Laufschuh um 33% leichter und seine Fähigkeit entstehende Aufprallkräfte zu Absorption verdreifacht sich im Vergleich zu herkömmlich geschäumten Aussensohlen. So werden die Gramm hin und her verschoben, am Ende wurde der Kinvara 7 dadurch 4 g leichter als sein Vorgänger. Die strategische Anordnung des geschäumten, abriebfesten Gummis mit der TRI-FLEX Struktur unter dem Vorfuß und entlang der Aussenkante der Außensohle sorgt für eine gute Traktionskontrolle mit optimaler Flexibilität. Dennoch werden die erzeugten Spitzenkräfte während der Lande- und der Abdruckphase über die größere Fläche gleichmäßig über die Sohle verteilt.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Neuer Aufbau der Laufsohle mit EveRun (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Neuer Aufbau der Laufsohle mit EveRun (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Dabei hat Saucony den bisherige Aufbau mit Powergrid EVA+ Schaum durch den rückfedernden, elastischen Everun SSL TU Materials mit Dämpfungstechnologie ersetzt, der wesentlich höhere Dichte und Festigkeit als frühere Modelle besitzt. Durch die Verwendung von Everun anstatt des herkömmlichen EVA-Schaums sollen Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer erhöht und verlängert werden. Die Everun Dämpfungstechnologie ist eine neue Art der Laufschuh-Konstruktion. Sie bringt die optimale Dämpfung so nah wie möglich an den Fuß. Aufgrund des geringen Komprimierungsgrad des auf TPU basierenden Everun Materials erfährt der Läufer sowohl eine effektivere und lebendigere Art des Laufens, mehr Energierückgewinnung als auch kontinuierliche Dämpfung für den gesamten Lauf, vom ersten bis zum letzten Kilometer. Diese Veränderungen wirken sich zweifellos positiv auf das Laufgefühl des Schuhs aus. Während meines ersten Trainingslaufes im neuen Kinvara 7, habe ich einen spürbaren Unterschied in der Geschmeidigkeit und Effektivität der Laufschritte gespürt. Mit der Markteinführung in Version 7 erwarte ich mir mit diesem Kinvara durchaus mehr Laufkilometer, denn die Haltbarkeit der Außensohle war bisher die Kinvara-typische Schwachstelle. Vor allem im seitlichen Vorfußbereich, wo es gar keine Gummi-Inlays gibt.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Mehr Dämpfung, weniger Traktion mit EveRun und IBR+ (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Mehr Dämpfung, weniger Traktion mit EveRun und IBR+ (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Die Idee hinter Everun und der gefühlte Unterschied

Über die Idee hinter Everun und was man mit der neuen Technologie erreichen möchte, wurde beim Saucony Blogger Meeting München intensiv besprochen. Hier ein kurzer Auszug:
„Was den Aufbau der Laufsohle und den seitlichen Fersebereich betrifft war es sicherlich eine große Veränderung für uns! Durch die Entwicklung von EVERUN haben wir auch die Art und Weise verändert, wie wir unsere Mittelsohle (und bei dieser Gelegenheit auch gleich das Laufprofil) konstruieren, um im Einklang mit der neuen Dämpfungstechnologie zu arbeiten. Wir haben daher die traditionellen tiefen Rillen und Mulden unter der Ferse entfernt, so dass für den Läufer mehr Bodenkontakt und ein weicherer Übergang von der Ferse über Mittelfuß zum Vorfuß erreicht werden. Eine Frage, die dabei meist aufkommt, ist: „Wie kann es funktionieren, dass der Schuh gleichzeitig Aufprallkräfte absorbiert, für Energierückgewinnung sorgt und gleichzeitig flexibel ist?“ – Die Formgebung und die geometrische Struktur, die wir hier verwenden und sich auch in unseren anderen EVERUN Schuhen befindet, hilft aufgrund des Laufzyklus des Läufers, wie der Fuß aufsetzt, rollt und abdrückt die komprimierte Energie wieder teilweise abzugeben. In Verbindung mit der konkaven Gestaltung der Laufsohle war es uns dennoch möglich die Flexibilität und eine flüssigen Bewegungsablauf zu erhalten. Darüber hinaus sorgt das EVERUN Material in der durchgängigen Topsole- Konstruktion für eine ideale Druckverteilung über den ganzen Fuß und reduziert die herrschenden Maximalkräfte. Die Fersenkonstruktion gewährleistet die Absorption der Aufprallkräfte.“

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Mit der zweiten Auflage zur Marathon Bestzeit 2012 (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Mit der zweiten Auflage zur Marathon Bestzeit 2012 (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Während der Kinvara 6 und frühere Modelle für ein eher weiches, fast schon luxuriöses Laufgefühl berüchtigt waren, kommt der Kinvara 7 stabiler und kompakter daher. Der Schuh erweckt den Eindruck als wären Aufbau und Bauhöhe höher als der Vorgänger, aber das täuscht. Ich führe dieses Gefühl auf die höhere Festigkeit, denn der Kinvara 7 ist weniger nachsichtig als seine Vorgänger. Meine ersten Laufeinheiten in diesem Schuh auf der Straße fühlten sich wesentlich direkter, vorwärts gerichtet und für einen Kinvara steif an. Ich hörte mit jedem Schritt meinen Fuß auf dem Asphalt platschen; ein Phänomen, das ich von den vorherigen Versionen bisher nicht kannte. Aber nach ein paar Kilometern der Einlaufphase hatte ich mich daran gewöhnt und der Kinvara hat sich immer natürlicher an meinen Füßen angefühlt. Ich hatte das positive Gefühl in jeden Schritt mit weniger Kraftaufwand regelrecht hineinzufliegen.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Obermaterial aus Mesh und FlexFilm mit Pro-Lock-Schnürung (Modell Damen) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Obermaterial aus Mesh und FlexFilm mit Arch-Lock-Schnürung (Modell Damen) ©stefandrexl.de

Das Obermaterial der nächsten Kinvara Generation

Das Obermaterial des Kinvara 7 hat die beiden prägenden technischen Features seines Vorgängers übertragen bekommen: das FlexFilm und die Pro-Lock-Schnürung. Die FlexFilm Folie wird auf der gesamten Oberseite des Schuhs verarbeitet und vermeidet störende Nähte. Das Lightweight Material ermöglicht so weniger Schichten im Obermaterial für eine nahtlose und flexible Passform und sorgt für mehr Tragekomfort. Durch den Einsatz von Flexfilm im Vorfuß hat der Kinvara 7 übrigens spürbar mehr Platz im Vorfußbereich. Im Mittel- und Rückfußbereich ist die Flexfilm-Schicht deutlich dicker als im Vorfuß. Das verleiht dem Obermaterial des Kinvara 7 mehr Halt und Festigkeit, ohne auf die gewohnte Leichtigkeit verzichten zu müssen.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Stabile Fersenkappe: angenehm weich und nachsichtig mit gutem Halt (Modell Damen) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Stabile Fersenkappe: angenehm weich und nachsichtig, mit gutem Halt (Modell Damen) ©stefandrexl.de

Ganz ehrlich, eigentlich hatte ich fast damit gerechnet das Arch-Lock Schnürsystem in der siebten Auflage nicht wieder zu sehen, denn ich halte es beim Kinvara 7 nicht für notwendig und finde eher beengend. Anfangs musste ich alle 10 Minute anhalten, um die Schnürsenkel zu lockern, weil mein Fuß eingeschlafen war. Das Arch-Lock sitzt am Rist unterhalb der Hauptlaschen aber auf der Zunge. Es soll für den sockenähnlichen Halt des Kinvara 7, sowie für ein komfortables und gleichzeitig reaktives Laufgefühl sorgen. Ist es einmal richtig eingestellt, dann verschmilzt der Schuh mit dem Fuß zu einer Einheit. Ich lasse aber von vorneherein das mittlere Schuhband wegen meines flachen Rists und breiteren Fuß lockerer. Das Obermaterial des Kinvara sitzt bei mir ohnehin fest und bequem – das Arch-Lock-Schnürsystem wäre daher nicht wirklich erforderlich. Das liegt aber vor allem an dem dehnbaren Mittelfuß-Band, das den Fuß in der richtigen Position hält. Kombiniert mit der Arch-Lock-Schnürung ist es vor allem dafür gedacht, den flexibleren Vorfuß-Bereich der komfortablen Zehenbox auszugleichen. Dennoch ist die Zehen-Box wie bei den früheren Modellen großzügig und die Fersenkappe des Kinvara 7 ist an der Achillessehne angenehm weich und nachsichtig mit gutem Halt.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Perfekt für schnelle Zeiten im Marathon und Halbmarathon (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Perfekt für schnelle Zeiten im Marathon und Halbmarathon (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Fazit des Praxistests

Aus gutem Grund ist der Kinvara das bekannteste Modell von Saucony auf dem Laufschuhmarkt. Der Kinvara 7 entspricht exakte den Erwartungen, die Läufer an einen leichten, hochleistungsfähigen und komfortablen Schuh haben. Er unterscheidet sich dennoch von seinem Vorgänger in einigen bemerkenswerten Punkten, die von langjährigen Anhängern des Kinvara möglicherweise nicht so geschätzt werden könnten. Ohne Zweifel bleibt auch Nummer 7 dem typischen Charakter eines Kinvara treu, aber keine der Veränderungen sind echte Verbesserungen, abgesehen von seiner erhöhten Haltbarkeit und der Verschmelzung mit der Everun Dämpfungstechnologie. Wenn ich die Wahl zwischen dem Kinvara 6 und dem Kinvara 7 hätte, ich würde am liebsten beide Modelle laufen. Das weiche, luxuriöse Laufgefühl des Sechser würde ich für lange Trainingsläufe bevorzugen, während ich den Siebener schon wegen seiner höheren Steifigkeit und der Direktheit für Wettkämpfe und Tempoläufe verwenden würde. Der Kinvara 7 läuft sich auf Asphalt und befestigten Wirtschaftswegen ebenso gut wie auf der Laufbahn mit schnellen Intervallen und Technikläufen.

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Kompromissloser Lightweight Trainer mit neuem aufwändigen Dämpfungskonzept (Modell Herren) ©stefandrexl.de

TEST SAUCONY KINVARA 7: Der siebte Streich läuft typisch anders / Kompromissloser Lightweight Trainer mit neuem aufwändigen Dämpfungskonzept (Modell Herren) ©stefandrexl.de

Mein persönlicher Eindruck

… ich sag’s ja nur ungern, aber der Kinvara 7 ist wieder einmal ein außergewöhnlicher und eigenständiger Laufschuh geworden, für fast jeden Lauftyp, für fast jeden Laufeinsatz und für fast jedes Tempo bestens geeignet ist. Saucony hat es mit der siebten Auflage geschafft seinen beinahe kompromisslosen Lightweight Trainer mit dem neuen und aufwändigen Dämpfungskonzept zu verschmelzen. Das Resultat kann sich trotz einiger Kleinigkeiten sehen lassen und reiht sich nahtlos in die erfolgreiche Tradition der Kinvara-Serie ein. Die Kritik ist sicherlich auf einem hohen Niveau, denn ein Laufschuh in dieser Kategorie für das Gros ambitionierter Läufer zu entwickeln ist stets auch eine gewisse Herausforderung. Nach einigen Trainingseinheiten hat sich der siebte Kinvara optimal an den Fuss angepasst, ist dann auch etwas geschmeidiger und nur kaum von dem doch komfortableren Vorgänger zu unterscheiden. Es wird sich zeigen, wie sich seine „verbesserte“ Haltbarkeit auf die Lebensdauer der Außensohle des Kinvara 7 auswirkt. Im Einsatz während des Marathon Hamburg 2016 hat der Kinvara 7 bereits seine neuen Stärken ausgespielt und selbst ab den kritischen 32 Kilometern haben sich meine Füße komfortabel und schmerzfrei angefühlt.

<h3>Supported Post</h3>
Der Kinvara 7 wurde für den Produkttest von der Firma Saucony zur Verfügung gestellt. Der Laufschuhtest erfolgte unabhängig und ohne Einfluss des Herstellers auf das Testergebnis. Der Testbericht ist frei und unabhängig verfasst und gibt ausschlisslich unsere persönliche Meinung auf Basis unserer Erfahrung wieder. Der Kinvara 7 wurde über verschiedene Laufeinheiten, in zwei Laufwettkämpfen und mehr als 120 Kilometern über einen Zeitraum von acht Wochen.Wir haben weder für den Produkttest noch für die Berichterstattung eine Vergütung erhalten.

Fakten: Saucony Kinvara 7

Damen
Sprengung: 4mm (22mm Ferse/ 18mm Vorfuß)
Gewicht: 187 g
Farbkombinationen: Blue / Navy / Coral und Citron / Teal
Artikel Nummer: S10298-1

Herren
Sprengung: 4mm (22mm Ferse/ 18mm Vorfuß)
Gewicht: 218 g
Farbkombinationen: Black / Slime und Citron / Red
Artikel Nummer: S20298-1

Technologie
Zwischensohle: EVERUN
Außensohle: TRI-FLEX und IBR +

UVP
ab 100 EUR

BEWERTUNG

Qualität 8
Optik 6
Laufgefühl 8
Haltbarkeit 5
Preis 6

INFO

HOMEPAGE Saucony

Es zählt zu den unausgesprochenen Must Do’s eines Rennradfahrers, neben dem Sammeln berüchtigter Anstiegen des Giro d’Italia und der Tour de France, ein regelmäßiges Trainingslager auf Mallorca. Über 33 Jahre sitze ich bereits auf dem Rennrad, bin Radrennen gefahren, habe legendäre Pässe erklommen und zahlreiche Trainingslager in den Beinen. Um die berühmteste und berücksichtigste Insel der Balearen habe ich jedoch stets einen Bogen gemacht: Zu viele Sportspinner, zu viel Verkehr und dann das ständige Gelaber. Gerüchte oder Vorurteile? Vergangene Woche hab ich’s dann getan und bin dem Ruf des Teams ROSE Vaujany fueled by ultraSPORTS zu einer gemeinsamen Trainingswoche gefolgt. Irgendwann ist schließlich immer das erste Mal(lorca).

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Rauf geht's im Gruppo von Selva nach Sa Calobra ©irmokeizer.com

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Rauf geht’s im Gruppo von Selva nach Sa Calobra ©irmokeizer.com

Also ging’s vom 17. bis 21. Februar mit dem Rennrad auf die größte Baleareninsel, genauer gesagt in den Süden Mallorcas, um erste Kilometer auf der Straße nach Se Salinas, Alcudia oder Sa Calobra zu sammeln. Dabei bot sich die Gelegenheit die neuesten Highlights der Teamsponsoren GORE Bike Wear, POLAR und ultraSPORTS einem ersten Produktstest zu unterziehen. GORE hatte auf den intensiven Anstiegen und langen Abfahrten Höhenmeter für den wichtigen Komfort durch eine innovative Sitzpolsterlösung für Rennrad-Trägerhosen gesorgt.

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Frisch war's am Sattel des Coll delles Reis, Dank der klein verpackten GORE Rescue WS AS Jacke für den kühlen Notfall alles bestens ©irmokeizer.com

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Frisch war’s am Sattel des Coll delles Reis, Dank der klein verpackten GORE Rescue WS AS Jacke für den kühlen Notfall alles bestens ©irmokeizer.com

Durch eine patentierte Schnittführung im vorderen Bereich ergibt sich eine Cup-Form, welche gerade Männern mehr Platz bietet, an den wichtigen Stellen den Druck reduziert und vor Auskühlung durch Wind schützt. Oben drüber gab’s das neue GORE Oxygen WS SO Jersey mit elastischen Einsätzen aus Windstopper, um an Schulter, Brust, Bauch und an den Nieren vor Wind und Auskühlung zu schützen. Die Farbe ist zwar sehr mutig, dafür saß es bestens.

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Strada al Cala Km 28 ©stefandrexl.de

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Strada al Cala Km 28 ©stefandrexl.de

Leistungsmessung und beinharte Realität in den Bergen von Mallorca

Wie’s um die Leistung und dem Druck auf’s Pedal während der vielen Höhenmetern hinauf von Selva zu Coll dels Reis und nach Sa Calobra, zum Puig de Randa oder nach Sant Salvador steht, haben wir über das neue integrierte Look Kéo Power Bluetooth Smart System von POLAR messen können. Die Aufzeichnung und Auswertung erfolgte mit den Bike Computern V650 und M450.

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Das Thema Herzfrequenz- und Leistungsmessung ist die Stärke von Polar – der kleine Bruder des V650, der M450, ist dabei ebenso überscihtlich und überzeugend ©irmokeizer.com

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Das Thema Herzfrequenz- und Leistungsmessung ist die Stärke von Polar – der kleine Bruder des V650, der M450, ist dabei ebenso überscihtlich und überzeugend ©irmokeizer.com

GPS, Höhenmesser und Herzfrequenz geben dabei eine perfekte optische Darstellung zur Optimierung der Leistung. Über das individuell konfigurierbare Display sind alle wichtigen Daten und Informationen stets abrufbar. Dennoch, trotz der motivierenden Analysewerkzeug ist Radsport längst keine Mathematik sondern bleibt hartes Training. Die Realität holt einen schnell ein und die leere Beinmuskulatur am Ende eines langen Trainingstages hat sich spürbar auf die Erholung und Verpflegung gefreut.

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Mit Tilmann (Polar) und Jürgen (Gore) am Puig de Randa ©stefandrexl.de

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Mit Tilmann (Polar) und Jürgen (Gore) am Puig de Randa ©stefandrexl.de

Ernährungsstrategien und Gaumenfeuden auf Mallorca

Um die optimale Verpflegung mit Nährstoffen während der ambitionierten Touren über die fünf Tage zu gewährleisten hatte ultraSPORTS ausreichend Proviant für die Trikottaschen der Athleten. Immerhin seit 20 Jahren gibt es die hochwertigen Produkte des schwäbischen Familienunternehmen bereits, die Sportler optimal und nach den neuesten Erkenntnissen der Forschung versorgen. Für die Ernährung vor und nach dem Training haben sich Arne und Michael von der Agroturismo Fincahotel Es Llobets, der Team-Base und unserer Unterkunft kräftig ins Zeug gelegt.

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Das gemeinsame Abendmahl an der langen Tafel der Finca Es Llobets lädt ein zum Analysieren, Fachsimpeln und gemütlichen Zusammensein ©irmokeizer.com

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Das gemeinsame Abendmahl an der langen Tafel der Finca Es Llobets lädt ein zum Analysieren, Fachsimpeln und gemütlichen Zusammensein ©irmokeizer.com

Die zauberhafte Finca südlich von Llucmajor, in Mitten weitläufiger Felder ist abgeschieden von den Tourismushochburgen der mallorquinischen Städte. In idealer Ort, um sich zurückzuziehen und auf Training, Erholung und Teambuilding zu konzentrieren. Den sozialen Mittelpunkt des Agroturismo Fincahotel Es Llobets bildet der fünf Meter lange Esstisch an dem alle zusammen kommen, gemeinsam Essen und arbeiten. Die Mahlzeiten waren typisch mallorquinisch und im intensiver Zusammenarbeit mit Dr. Wolfgang Feil auf die Anforderung der Radsportler abgestimmt. Im Anschluss gab’s ein umfassenden Vortrag von Sport- und Ernährungswissenschaftler Dr. Feil persönlich, um die Hintergründe und Motivation seiner Forschungen und Strategien besser zu verstehen, die für einen gezielten Energiekick und optimale Regeneration stehen.

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Vortrag Ernährungsstrategien von Dr. Feil ©stefandrexl.de

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Vortrag Ernährungsstrategien von Dr. Feil ©stefandrexl.de

Mit Stil und Teamgeist zum Erfolg

Für professionelle Begleitung und Gastfreundschaft hatten die MTB-Profis Steffen Thum, Viviane Favery, Remi Laffont, Nathalie Schneitter und Simon Gegenheimer vom ROSE Vaujany fueled by ultraSPORTS gesorgt. Sie hatten während des Trainingcamps gezeigt, wie man professionell auf Höchstleistungen trainiert und dennoch die soziale Gemeinschaft und den Lifestyle erfolgreich pflegt. Es war beeindrucken und hat sehr viel Spaß gemacht ein paar Tage das Leben der Pros zu begleiten und mitzubekommen, wie viel Arbeit und helfende Hände es auf dem harten Weg zur Weltspitze bedarf.

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Agroturismo Fincahotel Es Llobets ©stefandrexl.de

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Agroturismo Fincahotel Es Llobets ©stefandrexl.de

Mallorca: Jetzt wird’s bunt

Und die Insel: Aus dem für mich einst weißen Fleck im Mittelmeer ist allen Gerüchten und Vorurteilen zum trotz ein buntes Bild mit einer zauberhaften Landschaft, einzigartigen Bergpässen und vielen Radkilometern geworden. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, mache mir aber eben gerne selbst ein Bild. Zwar waren die Temperaturen kühler als zu dieser Jahreszeit gewöhnlich, aber dennoch hat mich besonders die schnelle An- und Abreise begeistert. Während ich am späten Sonntag Nachmittag noch hundert Kilometer durch den Osten Mallorcas irrte, lag ich am Abend schon wieder zu Hause im eigenen Bett. Das ist einfach überzeugend!

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) - Herrlich eingebettet in die pitoreske Felslandschaft Mallorcas winden sich die Serpentinen am Bergmassiv entlang ©irmokeizer.com

ON THE ROAD: Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca) – Herrlich eingebettet in die pitoreske Felslandschaft Mallorcas winden sich die Serpentinen am Bergmassiv entlang ©irmokeizer.com

Demnächst gibt’s noch mehr zu UltraSports, Gore, Polar und das Team Rose Vaujani in meinem Blog SUGAR AND PAIN sowie über die Ergebnisse meiner Praxistests und ein Interview mit „Señor El Doctor Chile“, Dr. Wolfgang Feil.

THE DAILY CYCLIST Mallorca Edition 2016

INFOS „Irgendwann ist immer das erste Mal(lorca)“

Homepage ROSE Vaujany fueled by ultraSPORTS
Homepage Dr. Wolfgang Feil
Homepage ultraSPORTS
Homepage GORE Bike Apparel
Homepage POLAR
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Auf Initiative der führenden Snowboard-Marken, der EUROSIMA Snow Division (European Surf Industry Manufactures Association) und des Boardsport Business Magazines SOURCE fand die siebte Auflage des Shops 1ST Try im Alpbachtal statt. 60 Marken ermöglichten Snowboardhändlern und medien ihre Produkte zu testen um so einen ersten Eindruck auf nächsten Winter.

Im siebten Jahr des Shops 1st Try folgten mehr als 360 Snowboardhändler dem Ruf der Snowboardindustrie ins Alpbachtal. Sie nutzten die Gelegenheit, um vom 17. bis 19. Januar einen ersten Ausblick auf die Wintersaison 16/17 zu bekommen und intensiv die neueste Snowboard Hardware zu testen. Der Shops 1st Try ist der größte und einzige On Snow Test für den Snowboardhandel in den deutschsprachigen Alpen und bietet mit rund 60 Marken vielfältige Möglichkeiten noch vor der Ispo einen ersten persönlichen Eindruck des Materials in der Praxis zu bekommen. In der Branche hat das Event seit Jahren einen großen Stellenwert, was die hohen Teilnehmerzahlen regelmäßig belegen.

Winter pur zum 7. Shops 1st Try im Alpbachtal
Shops 1ST Try 2016: Die siebte Auflage im Alpbachtal bei bestem Wetter © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: Die siebte Auflage im Alpbachtal bei bestem Wetter © Stefan Drexl

Die kalte Jahreszeit und der lang ersehnte Schnee erlauben es, sich auch einmal alternativen Sportarten zu widmen, die mehr Koordination erfordern. Also haben wir uns am Montag früh morgens auf den Weg ins Alpbachtal gemacht, dass sich zu unserer Freude von seiner besten Seite zeigte: Frischer Pulverschnee, Blue Sky und winterliche -15 Grad – Winter Wonderland. Auf dem Gelände des 7. Shops 1st Try bat ich dann die Marken Arbor, Deeluxe, Goodboards, Jones, K2, Lib Tech, Nitro, Salomon und Smith mir ihr jeweiliges Produkthighlight des nächsten Winters zu präsentieren.

#01 Chris Siebrecht, ARBOR SNOWBOARDS
Shops 1ST Try 2016: ARBOR Clovi © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: ARBOR Clovi © Stefan Drexl

Das Clovis Freeride Snowboard wurde gemeinsam mit dem Teamfahrer Marc Carter entwickelt. Der Directional Twin Shape mit Arrow Head Nose, Swallow Tail und Grip Tech Kante ist perfekt für passionierte Freerider.
HOMEPAGE ARBOR Snowboards

#02 Joyce Boot, DEELUXE
Shops 1ST Try 2016: DEELUXE Joyce Snowboard Boot © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: DEELUXE Joyce Snowboard Boot © Stefan Drexl

Der Joyce Snowboard Boot mit patentierter C3-Konstruktion bietet trotz weichem Flex perfekten Support. Das ermöglicht der dreiteilige Aufbau mit zwei Flex-Zonen und separater Fersenschnürung.
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#03 Quirin Zwerenz, GOODBOARDS
Shops 1ST Try 2016: Quirin Zwerenz, GOODBOARDS Vulca © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: Quirin Zwerenz, GOODBOARDS Vulca © Stefan Drexl

Das Vulcao ist ein All-Mountain Snowboard mit Basalt im Ober und Untergurt im Directional Shape. Das sorgt für einen weichen Flex und zugleich eine besonders hohe Torsionssteifigkeit.
HOMEPAGE GOODBOARDS

#04 Peter Frank, JONES Snowboards
Shops 1ST Try 2016: Peter Frank, JONES Storm Chaser © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: Peter Frank, JONES Storm Chaser © Stefan Drexl

Das beliebte Storm Chaser Board präsentiert Jones Snowboards im nächsten Winter als Splitboard-Variante. Das directional Cam-Rocker Profil und die Spoon-Nose sorgen für viel Auftrieb im Powder.
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#05 Max Anselstetter, K2 Snowboarding
Shops 1ST Try 2016: Max Anselstetter, K2 Party Platte © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: Max Anselstetter, K2 Party Platte © Stefan Drexl

Die Party Platter ein neues Freestyle Board der Enjoyer Serie und verspeist jeden Kicker mit Genuss. Das Design folgt dabei dem bewehrten Volume-Shift-Konzept von K2 Snowboards. So entstehen kürzere, breitere Boards für enge Turns auf der Piste und mit viel Auftrieb im Powder.
HOMEPAGE K2 Snowboarding

#06 Tobi Leyendecker, Lib Tech Snowboards
Shops 1ST Try 2016: Tobi Leyendecker, Lib Tech Mayhem © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: Tobi Leyendecker, Lib Tech Mayhem © Stefan Drexl

Das Lib Tech Mayhem ist ein Round-Nose Fish der in Kooperation mit Lost-Surfboards entstand. Die breite Nose und das tiefe Swallow-Tail stehen für kompromisslose Powder-Performance.
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#07 Mirko Holzmüller, NITRO Snowboards
Shops 1ST Try 2016: Mirko Holzmüller, NITRO Nuat © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: Mirko Holzmüller, NITRO Nuat © Stefan Drexl

Das Nuat ist ein neues Freeride Board des Nitro Quivers im Design von Bryan Fox und Austin Smith mit einem durch und durch Surfboard-inspirierten Shape. Der Cam-Out Camber mit angehobener Nose und Tailkick erlaubt beste Performance im Champagner-Powder.
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#08 Philipp von Nathusius, SALOMON Snowboards
Shops 1ST Try 2016: Philipp von Nathusius, SALOMON The Ultimate Ride © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: Philipp von Nathusius, SALOMON The Ultimate Ride © Stefan Drexl

The Ultimate Ride ist ein aggressives Parkboard mit neuen „Gunslinger Sidewalls“. Diese innovativen Karbon-Inlays geben dem Pro-Modell von Bode Merrill auch bei hoher Geschwindigkeit einen präzisen Kantengriff.
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#09 Pivot Helm, SMITH Optics
Shops 1ST Try 2016: SMITH Pivot Helm © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: SMITH Pivot Helm © Stefan Drexl

Dieser Multi-Impact Helm mit EPP-Schaum ist wesentlich haltbarer als Helme mit herkömmlichem EPS-Schaum. Erhältlich als Pivot (Herrenversion im Bild) und Point (Damenversion).
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#10 I/OX Chroma Pop Goggle, SMITH Optics
Shops 1ST Try 2016: SMITH I/OX Chroma Pop Goggle © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: SMITH I/OX Chroma Pop Goggle © Stefan Drexl

Mit der Chroma Pop präsentiert Smith eine neue Scheibentechnologie, welche für eine vollständig Trennung des Farbspektrums sorgt. Sie gewährleistet stärkere Kontraste und damit eine bessere Sicht bei unterschiedlichsten Wetterbedingungen. In drei Tönungen ist die Chroma Pop erhältlich, ein kleines Membran-Ventil ermöglicht den Druckausgleich der komplett abgedichteten Doppelscheibe.
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#11 Ultra Snowboard Bindung, UNION Bindings
Shops 1ST Try 2016: UNION Ultra Snowboard Bindung © Stefan Drexl

Shops 1ST Try 2016: UNION Ultra Snowboard Bindung © Stefan Drexl

Das Highback der „Ultra“ Snowboard Bindung aus Forged-Carbon ist für direkte Kraftübertragung gefertigt. Das tiefengezogene Karbon ist leichter und stabiler als herkömmlich gewebte Karbonmatten.
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Jabra hat mit dem Sport Pulse Wireless seinen neuen hochwertigen Stereo Kopfhörer für Athleten mit hochmoderner Audio-Technologie und Bluetooth ausgestattet. Das High-End In-Ear-Modell mit integrierter biometrischen Herzfrequenzmessung misst jetzt auch den Puls des Anwenders direkt im Innenohr. Während meiner Vorbereitung auf den Ironman und den zahleichen Laufeinheiten habe ich Jabras musikalischen Trainingspartner getestet …

Zum täglichen Einsatz im Training haben die Audioexperten von Jabra ihren Bluetooth-Kopfhörer resistent gegen Schweiss, Wasser und Staub konstruiert. Mit Extremtests wurde der Jabra Sport Pulse Wireless zudem für eine hohe Beanspruchung optimiert. Die Lautsprecher und die Bedieneinheit des Jabra Sport Pulse Wireless sind aus beständigem Edelstahl gefertigt, das Kabel ist kevlarverstärkt und somit besonders reissfest. Anfang des Jahres hat der Sport Pulse Wireless von Jabra immerhin den ISPO Gold Award 2015 erhalten.

Jabra Pulse Sport Wireless mit USB-Kabel, verschieden großen Aufsätzen und Gummistöpsel zur individuellen Anpassung an das Ohr

Jabra Pulse Sport Wireless mit USB-Kabel, verschieden großen Aufsätzen und Gummistöpsel zur individuellen Anpassung an das Ohr

 

Simple Verbindung des Jabra Sport Pulse Wireless mit Dolby Qualität

Der Jabra Sport Pulse Wireless kommt in einer edlen Umverpackung und mit verschiedenem Zubehör. Im Lieferumfang ist eine stabile Hülle enthalten, in der sicher der Kopfhörer gut verstauen lässt, ein USB-Kabel, um den Sport Pulse Wireless zu laden, sowie verschieden große Aufsätze und Gummistöpsel zur individuellen Anpassung an das Ohr. Dadurch sitzt das In-Ear-Modell gut im Ohr, ist gut fixiert und dichte es beinahe vollständig ab. Auf der rechten Seite gibt es eine kleine Bedieneinheit mit Mikro zur Steuerung und kabellosen Verbindung des Jabra Sport Pulse Wireless mit der Jabra Sport App. Völlig unkompliziert lässt sich der 16 Gramm leichte Kopfhörer über Bluetooth mit allen mobilen Endgeräten auf NFC Standart verbinden. Über die Jabra Sport Life App gibt der Kopfhörer alle multimediale Inhalte in Dolby Qualität wieder. Nutzer erstellen zudem ihren individuellen Trainingsplan und bekommen per Sprachansage Informationen zu ihrem Workout in Echtzeit direkt in’s Ohr. Vor Trainingsbeginn wählt man die gewünschte Aktivität, die App trackt dann die Laufstrecke und zeigt die Herzfrequenz (Puls) auf dem Smartphone an. Vor dem Trainingsstart erfolgt ein kurzer Countdown.

Sichtbare und hörbare biometrische Herzfrequenzmessung

Die Messung der Herzfrequenz erfolgt über einen optomechanischen Infrarot-Sensor, der in das Ohrgewebe strahlt und aus der zurückkommenden Lichtstreuung sowie der Beschleunigung des Athleten die Herzfrequenz misst. Die Messgenauigkeit dieser neuen Art der Herzfrequenzmessung ergab bei Tests an der Campell University in North Carolina angeblich eine Übereinstimmung des Jabra Pulse Sport Wireless von 99,2% zu Messergebnissen eines medizinischen Elektrocardiodiagramms. Jennifer Bunn, PhD, Assistant Professor und Direktorin des Department of Exercise Science erklärte, dass „Jabra mit seinen In-Ear-Kopfhörer biometrische Informationen erstmals kombiniert in einem elektronischen Gerät sowohl sichtbar als auch hörbar mache.” Das möchte ich genau wissen und mache einen 10 km Testlauf mit dem Jabra Pulse Sport Wireless. Ergänzend trage ich am Handgelenk den Polar V800, der die Herzfrequenz mit einem Brustgurt misst, um die Trainingsdaten miteinander zu vergleichen.

Druckknopf für den Batteriestatus am Ohrstöpsel des Jabra Sport Pulse Wireless

Druckknopf für den Batteriestatus am Ohrstöpsel des Jabra Sport Pulse Wireless

 

PROS

Ich hatte bisher das Problem, dass In-Ear Kopfhörer meist nach wenigen Kilometern aus dem Ohr gerutscht sind, das natürlich mitunter auch an wakelnden und ziehenden Kabeln gelegen hat. Der Jabra Sport Pulse Wireless sitzt während der gesamten 10 Kilometer und selbst bei schnellen Intervallen fest im Ohr. Ein lästiger Kabelsalat entfällt ausserdem, was sehr angenehm ist. Mit der kleinen Bedieneinheit kann das Smartphone leicht angesteuert werden und auch die Funktionen der Sprachsteuerung genutzt werden, um zwischen Playlisten zu wechseln ohne extra anzuhalten.

CONS

Wer es eher simpel möchte, der kommt mit dem Sport Pulse Wireless nicht drum herum auch das Smartphone zu jeder Trainingseinheit mitzunehmen. Zumindest dann, wenn auch die Herzfrequenz, Strecke und Pace gemessen und aufgezeichnet werden sollen. Andernfalls gibt es bestimmt auch MP3-Player mit Bluetooth-Funktion. Allerdings ist gerade während des Trackings die Ungenauigkeit der Jabra Sport App negativ aufgefallen. Die Strecke war ca. 400 m länger und die aktuelle Laufgeschwindigkeit weichte erheblich von den Werten der Polar V800 ab. Enttäuschender fand ich jedoch die Herzfrequenzmessung. Im Testlauf über 10 km und den direkten Vergleich mit der Polar V800 (Brustgurt) zeigten die Werte der Herzfrequenzmessung des Jabra Pulse Sport Wireless im Durchnitt eine Differenz von 10%. Das ist sehr hoch. Für einen ambitionierten Athleten, der sein Training mit der Herzfrequenz steuert und dokumentiert ist das deutlich zu ungenau und die Trainingsdaten nicht verwertbar. Jabra muss hier noch unbedingt nachbessern, wenn mit dem Sport Pulse Wireless zukünftig eine verlässliche Herzfrequenzmessung möglich sein soll, die zudem eine professionelle Alternative zum Brustgurt sein möchte.

FAZIT

Der Jabra Pulse Sport Wireless sitzt fest im Ohr und drückt nicht, ob bei langen Läufen oder schnellerem Tempo. Endlich keine lästigen Kabel mehr, die am Kopfhörer zerren und ständig umherwackeln. Die Klangqualität ist satt und klar, die Verbindung über Bluetooth einwandfrei. Die Herzfrequenzmessung hat mich nicht überzeugt, daher werde ich persönliche weiterhin den Brustgurt bevorzugen.

FACTS

• Wireless In-Ear-Headset
• Bluetooth
• Dolby-Qualität
• Gewicht: 16 g
• NFC Standart
• IP 55 zertifiziert
• 3 EarWing-Größen
• 4,5 Stunden Musikwiedergabe
• bis zu 10 Tage Standby-Zeit
• kompatibel mit Endomondo, Run Keeper, Map My Run, Strava

UVP

199,99 EUR

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Seit 2013 gibt es das Canyon Speedmax CF mit Shimanos Di2,  die aktuellste TT-Kreation der Koblenzer Fahrradschmiede für Pros und ambitionierte Triathleten. Mehrmals musste Canyon die Auslieferung aufgrund von Problemen in der Lieferkette verschoben, doch alles das ist vergessen, hat man die neue Zeitfahrmaschine der Koblenzer dann endlich zwischen den Beinen. Schneller, leichter und steifer als sein Vorgänger soll es sein, besonders aber mit einer außergewöhnlichen Stabilität und vielseitiger Einstellbarkeit. An dem neuen Design hat ein 10-köpfiges Team vier Jahre gearbeitet, dass einzigartige Rohrformen mit einer integrativen, fast schon nahtlosen Rahmengeometrie kombiniert, wie es bisher nur selten an einem Zeitfahrrad zu sehen war.

Das neue Canyon Speedmax ist mit seinem Vorgänger einzig im Namen identisch. Es ist ein völlig neues Konzept, was man schon an der umfangreichen Verwendung der neu entwickelten, wie die Koblenzer es nennen, Trident Rohrprofile erkennt. Die neue Version soll dadurch selbst bei geringen Geschwindigkeiten kaum Luftwiderstand und Verwirbelungen erzeugen. Die Trident-Profile variieren ein wenig am gesamten Rahmen, je nach Bauteil, aber alle Rohre haben eine gewölbte Stirnseite, die sich dann in eine winkelförmige Schräge übergeht und an der Rückseite abgeschnitten ist. Canyon verwendet diese Formgebung an der Gabel, an Unter- und Sitzrohr, an der Sattelstütze und den Sitzstreben – also an den meisten vertikalen Elementen des Rahmens.

Das Rahmenprofil – mehr Stabilität plus mehr Leistung

Canyon hat die Trident-Profile am Computer mit Hilfe der Computational Fluid Dynamics (CFD), einer etablierten Methode der numerischen Strömungsmechanik entwickelt und anschließend im Mercedes GP Windkanal in Silverstone zusammen mit den Aerodynamik-Spezialisten von Drag 2 Zero weiter ausgefeilt. Simon Smart von Drag 2 Zero war in den vergangenen Jahren an zahlreichen bedeutenden aerodynamischen Entwicklungen beteiligt, wie auch am Giant Trinity SL und einer Laufrad-Serie von Enve. Laut Canyon ist mit dem neuen Trident-Designs der Luftwiderstand noch einmal um bis zu 10% geringer, die Steifigkeit des Rahmen dabei aber um 20% erhöht und die Anfälligkeit auf Seitenwind im Vergleich zu tropfenförmigen Profilen deutlich niedriger.

Das Trident-Profil hat auch eine relativ geringe Querschnittsfläche betrachtet man es von der Seite und das, obwohl die Rohre im Grunde sehr tief sind. Jedoch sind sie längst nicht so tief, wie die vieler anderer Zeitfahrräder. Dadurch bleibt das Speedmax gerade bei starkem Seitenwind sehr stabil, wie die Koblenzer betonen. Für mehr Stabilität sorgen sicher auch die längeren Kettenstreben von 42 cm – im Vergleich 39cm beim Vorgängermodell. Aufgrund des geringeren Energieaufwands, um das Fahrrad bei Seitenwind zu kontrollieren, bleibt mehr Kraft, die für den Vortrieb genutzt werden kann. Und weil sämtliche Bauteile zudem ähnlich aufgebaut sind, hilft eine geringere Querschnittsfläche auch das Gewicht des Rahmens möglichst gering zu halten.

Die Integration – Nahtlose Übergänge

Canyon hat sehr viel Zeit und Arbeit in den nahtlosen Übergang der verschiedenen Elemente ihres neuen Speedmax gesteckt, um den Luftwiderstand und Verwirbellungen weitestgehend zu minimieren. Die Koblenzer haben eine Kraftersparnis von 21 Watt errechnet, wie die Messungen an einem Prototypen im Windtunnel bei 50 km/h ergaben.
Ein entscheidendes Kernelement ist die Gestaltung des gesamten Vorderbaus mit Gabel, Lenker und Vorbau, der alleine schon 8 Watt einspart. Die Gabel ist über eine Strebe vor dem Steuerrohr mit dem Vorbau verbunden, der nahtlos auf dem Schaft sitzt und schließlich in einen aerodynamischen geformten Basislenker übergeht. Die Front des Speedmax wirkt wie aus einem Guss, vor allem die Version mit dem flachen Vorbau, der bündig in Verlängerung des Oberrohrs sitzt. Die Triathlonversion, wie ich sie teste hat den gekröpften Vorbau, der mehr Komfort bietet.

Die Schaltzüge laufen aus den hinteren Enden des Aero-Aufsatzes und verschwinden dann unmittelbar unter der Lenkerkopfabdeckung wieder, von wo aus sie im Rahmeninnern zu Schaltung und Umwerfer geführt werden. Somit sind nur 12 cm Kabel außerhalb und dem Wind ausgesetzt, welche die Aerodynamik beeinflussen könnten. Das spart erneut 4 Watt gegenüber einer Außenverlegung. Das Speedmax CF gibt es ausschließlich mit der Shimano Di2 Gruppe, mit Ultegra oder Dura Ace Komponenten, und der Batterie im Inneren des Rahmens versteckt, damit die Kabel für sämtliche elektronischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Ebenso wie die gesamte Elektronik verlaufen Die Bremszüge vollständig intern.

Die von Canyon entwickelte vordere Mittelzugbremse ist 60 g leichter als herkömmliche Felgenbremsen. Sie ist in die Rückseite der Gabel integriert und durch eine eigene kleine Abdeckung geschützt. Nach Angaben von Canyon spart dies weitere 5 Watt. Die Hinterradbremse sitzt, wie schon oft gesehen, unmittelbar an der Unterseite hinter dem Tretlager und auch hier sorgt eine Abdeckung für weitere 4 Watt Energieersparnis.

Mehr Steifigkeit bei weniger Gewicht

Canyon schätzt, dass besonders die winkeligen Ecken des Trident-Profils ihrem neuen Speedmax CF ungefähr 15% mehr Torsionssteifigkeit gegenüber dem Vorgängermodell verleihen. Der Rahmen selbst hat dadurch auch mit eine geringeren Oberfläche und eine wesentlich geringeres Gewicht. Während der Vorgängerrahmen noch 1550 g auf die Waage brachte, sind es bei dem neuen Modell nur 1280 g – eine Gewichtseinsparung von immerhin 17%.

Geometrie und Passform

Das 2013er Speedmax gibt es in drei verschiedenen Größen, in S (53,9 cm Sitzrohr), M (56 cm) und L (58,1 cm) und jeweils mit 73,25/73,5 Grad Sitzwinkel. Damit bleibt es wohl ausschließlich den männlichen Triathleten vorbehalten und auf ein kleineres Damenmodell muss weiterhin gehofft werden. Dennoch ist Canyon mit ihrer neu entwickelten Zeitfahr- und Triathlonmaschine sehr daran interessiert, viele individuelle Einstellungen zu ermöglichen, um eine große Anzahl an Athleten mit dem neuen Speedmax anzusprechen. Daher gibt es die Sattelstütze in zwei verschiedenen Versionen: Eine Version verfügt über das Monolink-System, welches ausschließlich eine UCI-konforme Sattelverstellung erlaubt und die Zweite gibt es speziell für Triathleten. Diese Sattelstütze besitzt ein Schienensystem mit drehbarem Sattelkopf wodurch man den Sattel noch weiter nach vorne schieben kann und sich der Sitzwinkel steiler auf 76,5 Grad stellen lässt. Beiden gemeinsam ist der integrierte neue Akku der Di2. Sicherlich schick, dass er nicht wie bisher klobig außen am Rahmen sondern jetzt in der Aero-Sattelstütze verbaut ist – jedoch wäre eine externe Auflademöglichkeit hier sicher wünschenswert.

Noch mehr Optionen gibt es mit der Konfiguration des Cockpits, um es genau zu sagen 7560 verschiedene Einstellungen, wie Canyon vorrechnet. Das beginnt bereits bei der Auswahl des Basislenkers, den es einerseits waagrecht flach oder nach unten geneigt. Ebenso gibt es verschiedene Längen und Winkel des integrierten Vorbaus. Zudem kann man zwischen geraden, L- und S-förmig gebogenen Aero-Aufsätzen wählen, sowie unterschiedliche Höhen und Breiten montieren.

Für den Test habe ich entsprechend der Vermessung im Radlabor München ein Canyon Speedmax CF in Größe S mit einen geneigten S Vorbau und einem L-Bend Aeroaufsatz gewählt. Als Sattelstütze habe ich mich natürlich für die Triathlon-Version entschieden, denn einerseits kommen UCI Rennen für mich eher nicht in Frage und andereseits möchte ich je nach Renneinsatz verschiedene Einstellungen testen. Leider konnte Shimano bis zum Testebginn die neue Ultegra Di2 nicht liefern, so dass am Speedmax, wie auch am Specialized Shiv im Vorjahr, erneut die elektronische Dura Ace Di2 verbaut ist. Die noch einmal einen Tick präziser schaltet, ergonomischer und leichter ist. Eine wahrlich professionelle Ausstattung wie sie auch für das Katusha-Team während der Tour de France zum Einsatz kam. Als Basis-Laufradsatz für das Training fahre ich Reynolds Assault Strike Carbon Clincher mit einer Profilhöhe von 46 / 66 mm. Für den Renneinsatz habe ich das Speedmax CF mit den neuen Mavic CXR 80 Tubeless ausgestattet, dem derzeit aerodynamsich schnellsten Laufradsatz. Das ist in der Tat ein spektakuläres Setup, was Canyon mit dem neuen Speedmax CF hier serviert, dass auch durchaus seinen Preis hat. Bedenkt man jedoch was man hier an High-Tech präsentiert bekommt. So ist das Basismodell sicherlich eine Überlegung wert. Ob Canyon auch hält was es verspricht kann ich erst beurteilen, sobald ich das optisch sehr gelungen Bike im Training und Triathlon gefahren bin.

WEBSITE von Canyon

Der finnischen Hersteller von Herzfrequenzmessern für den Sport, Polar, hat seine neue Multifunktionsuhr V800 im Frühjahr herausgebracht. Schon seit ein bis zwei Jahr können Athleten dank neuer innovativer Technologien der Sportelektronik ihre Leistungen optimieren und sich neue Ziele setzen. Die neuen Produkte verfügen über Raffinessen, die es Sportlern erlauben ihr Training besser zu planen, exakter durchzuführen und die Leistungsdaten leichter auszuwerten. Polar liess lange auf sich warten, doch es hat sich gelohnt, so meine ersten Eindrücke!

Das ist immer noch erst der Beginn einer neuen Generation elektronischer Sporttechnologien. Für 2014 haben die Sportuhren-Hersteller neue revolutionäre Innovationen präsentiert und sogleich das Jahr der Activitytracker (Gerät zur Bewegungsaufzeichnung) ausgerufen. Diese neuen Geräte zur 24-Stunden-Messung von Bewegung und Energieverbrauch steigern nicht nur die Motivation, sie sorgen zudem für einen hohen Spaßfaktor.

Der Polar V800 als schicke 24/7 Sportuhr

Polar, der führende Hersteller von Herzfrequenzmessern, sogar noch einen Schritt weiter. Die Finnen haben auf der Ispo 2014 die Polar V800 präsentiert und damit die Technologie ihres erfolgreichen Activitytrackers ‚Loop’ in eine Multifunktions-Sportuhr integriert. Nach den Erfolgsmodellen RCX5 und RC3 GPS hat man damit sämtliche Technologien verschmolzen und in einer schicken 24/7 Sportuhr verpackt. Während Polar’s RCX5 schon schlank und flach war, musste die GPS-Einheit noch extern mitgeführt werden. Der 2013 vorgestellte RC3 GPS hatte schon alles an Bord, war jedoch nicht wasserdicht.



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Mit der neuen Polar V800 haben die Finnen endlich eine multifunktionelle Triathlon Uhr entwickelt, die nicht nur mit höchst qualitativen Eigenschaften ausgestattet ist, sondern auch als sehr schicke Armbanduhr für den ganzen Tag gedacht ist. Die V800 ist das zweite Modell von Polar, das einen GPS Sensor integriert hat und verfügt ergänzend über einen Activitytracker, der die Trainingseffizienz sowie die Ruhephasen aufzeichnet. Er misst somit sämtliche Bewegungen und die verbrauchte Energie außerhalb des Trainings, ob man Auto fährt oder Einkaufen geht. Polar’s neuer Trainingsmotivator hilft somit zukünftig nicht nur das Leistungslevel mittels Herzfrequenzmessung und integriertem GPS zu steigern, sondern unterstützt auch effizient die Erholung des Sportlers. Da scheint es fast schon selbstverständlich, dass Polar noch einen Barometer zur genauen Höhenmessung reinpackt und die komplette Uhr wasserdicht verpackt hat. Somit zeichnet die V800, wie schon die RCX5 die Herzfrequenz sogar während des Schwimmtrainings auf.

Alle Trainingswerte im Blick auf dem Polar V800

Für diese neue Kombination, Trainingssteuerung mit 24 h Aktivitätsmessung, integriert in einem schlichten hochwertigen Design aus Edelstahl und stoßfestem Gorilla-Glas, hat Polar zurecht den ISPO Award 2014 in der Kategorie ‚Devices’ erhalten. Das schätzen auch Weltklasse-Athleten wie Frederik Van Lierde, der immerhin bis zu 35 Stunden in der Woche trainiert. Dem Triathlet und IRONMAN Weltmeister liefert der Polar V800 sämtliche Informationen zu seinen Trainingseinheiten, egal ob beim Schwimmen, Laufen oder auf dem Rad.

Die Polar V800 nutzt für alle Verbindungen Bluetooth und koppelt sich für den kabellosen Datentransfer sogar mit dem Smartphone, um Einstellungen der Sportprofile, detaillierte Analysemöglichkeit aller Trainingseinheiten via mobile App Polar Flow oder einzigartige Features wie die Bedienung von Musikplayern zu ermöglichen. Dennoch erreicht der wiederaufladbare Akku des Polar V800 eine lange Lebensdauer: die Trainingszeit beträgt bis zu 14 h, sogar 50 h im GPS-Energiesparmodus oder 30 Tage im Uhrzeit-Modus mit 24/7 Aktivitätsmessung.

Der Polar V800 ist für EUR 399,95 (EUR 449,95 mit Herzfrequenz-Sensor) in schwarz und auch in blau erhältlich sein.

INFO
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Für die Optimierung der Aerodynamik und Technik sind Triathleten seit jeher bereit große Summen zu investieren. Das unterstreicht ebenso den ungebrochenen Trend zu aerodynamisch optimierten Rennrädern für die zweite, die materialintensivste Disziplin. Aber für welchen Einsatzbereich und Fahrertyp bringt ein Aero-Renner im Triathlon eigentlich Vorteile? Dem möchte ich mit unserem Praxistest in der Saison 2013 auf den Grund gehen und habe dafür das aktuelle Aeroad CF von Canyon gewählt.

Unter aerodynamischen und biomechanischen Gesichtspunkten könnte man einen Aero-Renner als den idealen Kompromiss für den Trainings- und Renneinsatz verstehen. Hinter einem aerodynamisch optimierten Rennrad verbirgt sich jedoch mehr als ein Zwitter aus Rennrad und Zeitfahrrad. Ein Aero-Renner kann einerseits die optimale Ergänzung zu einem Zeitfahrrad, besonders für das Training sein. Andererseits kann man ihn auch als eigenständige und reinrassige Speedmaschine für Spezialdisziplinen nutzen.

Geometrie und Sitzposition eines Aero-Renners sind verschärfter im Vergleich zum klassischen Rennrad, aber dennoch nicht ganz so extrem wie von einem Zeitfahrrad. Der besondere Vorteil liegt vor allem im Sitzkomfort während langer Trainingseinheiten oder bei umfangreichem Bergfahrten in der Vorbereitungsphase. Die Sitzposition fällt zwar, bedingt durch ein längeres Oberrohr und ein kürzeres Steuerrohr, wesentlich sportlich gestreckter aus. Die Sattelüberhöhung ist hingegen moderater und die Körperhaltung auf längeren Strecken entspannter, als dies auf einem Zeitfahrrad, wie dem Speedmax von Canyon der Fall ist. Die Grundidee und das Gesamtkonzept eines Aero-Renners sind einleuchtend: Kommt man mit weniger Widerstand durch den Wind, spart das Kraft oder ist bei gleicher Leistung schneller.

Canyon Aeroad CF steht für aerodynamischen Komfort mit mehr Druck

Für den Rahmen des Aeroad CF verwendet Canyon aerodynamisch günstige und ovale Rohrformen, die Luftverwirbelungen reduzieren. Ein sanduhrförmiges Steuerrohr bietet dem Wind wesentlich weniger Angriffsfläche, wodurch die Stirn des Aero-Renners ca. 20% geringer als die des Erfolgsmodells Ultimate CF ist. Die Kombination mit einem steileren Sitzwinkel von 74 Grad bringt den Athleten mit dem Lenker weiter nach vorne unten. Die Sitzposition fällt gestreckter aus und erlaubt dank der ordentlichen Sattelüberhöhung ein druckvolleres Pedalieren. Der niedrig angesetzte Hinterbau mit dem organisch geformten Übergang von Kettenstreben, Sattel- und Unterrohr im Press-Fit Tretlagergehäuse charakterisieren wesentlich das Fahrwerk des Aeroad CF. Die Steifigkeitswerte eines Ultimate CF können mit dieser Geometrie zwar nicht ganz erreicht werden, sie reichen aber vollkommen aus, um dem Aero-Renner sichere Fahreigenschaften, Laufruhe und Wendigkeit selbst bei höheren Geschwindigkeiten zu verleihen. Die Stabilität bekommt das Aeroad CF durch die Rohrdimensionen, die mit der Rahmengröße zunehmen.

Sportlich direkt und agil steuert sich das Canyon Aeroad

Ein Highlight sind die wechselbaren Inlays der Aeroblade SL Carbongabel. Das Rake Shift ermöglicht durch einfachen Austausch die Veränderung von Radstands und Nachlauf und damit den Fahreigenschaften des Aeroad CF. So kann sich, je nach Einsatzbereich der Athlet zwischen laufruhig oder sportlich direkt entscheiden. Dennoch bleibt die Lenkung weiterhin ansprechend, ja sie reagiert sogar untypisch spielerisch und positiv. Von einer stoischen Laufruhe, wie man sie meist von Zeitfahrädern kennt, kann nicht die Rede sein. Dafür sorgen auch die speziellen Basaltfasern, die einen deutlichen Komfortgewinn in vertikaler Richtung erzielen. Durch belastungsgerecht verlegte Carbonfasern für mehr Seitensteifigkeit bei starken Stößen und Vibrationen, sowie der spezielle Gabelform hat Canyon einen perfekten Mittelweg zwischen Aerodynamik und Leichtbau eingeschlagen.

Großzügiger Setback für vielseitige Sitzpositionen&lt

Ein optisches Schmankerl sind die innen verlegten Seilzüge sowie die integrierte Klemmung der Sattelstütze. Sie fixiert die aerodynamisch optimierte VCLS Sattelstütze mit zwei Schrauben am Oberrohr. Die Eigenentwicklung aus Karbon- und Basaltfasern mit ovaler Rohrform verleiht der Sattelstütze mehr Steifigkeit und bessere Dämpfung. Der großzügige Einstellbereich des Sattelstützenkopfes mit einem Setback von 20mm schafft eine Vielzahl verschiedener Sitzpositionen und erlaubt die Sitzposition des Fahrers weiter nach vorne zu bringen. Einziges Manko: Die Schrauben der Klemmung sollten stets sauberes und gleichmäßig eingedreht werden, um nicht die einlaminierten Gewindeösen zu beschädigen. Ein Wechsel der im Karbonrohr befindlichen Inserts ist nicht möglich.

Erstklassige Komponenten mit 11 Gänge-Menü&lt

Canyon liefert wie alle seine Rahmen auch das Aeroad CF mit verschiedenen perfekten Setups, im Test fahre ich Shimano’s neue Dura Ace 9000. Für 2013 hat Shimano seiner Premium-Gruppe mit einer komplett neuen Kurbel und einer 11-fach Kassette (11-28er) ein ordentliches Update und Facelift verpasst. Auch die elektronische Version der Dura Ace, die Di2 wurde kompakter, leichter und um einige Bauteile erweitert. Die neue Kurbel wurde steifer und fällt durch ihr asymmetrisches Design mit vierarmiger Kettenblattaufnahme auf. Ohne großem Umbau kann sie jetzt auch als Kompaktkurbel mit allen Dura-Ace Kettenblättern (50/34 – 55/42) genutzt werden. Die 11-fach Kassette gibt es in fünf Abstufungen mit allen Ritzeln ab 16 Zähnen aus Titanium und einem Carbon-Ritzelträger.

Geringerer Kraftaufwand durch schlankere Schalthebel&lt

Die neuen Dura-Ace Schalthebel sind schlanker, der Umfang der Hörnchen hat abgenommen und der Auslöseweg wurde um 30 Prozent verkürzt. Damit möchte Shimano den Komfort und die Kontrolle steigern, Schaltvorgänge sollen damit noch schneller werden. Mit den neuen Polymer-Material beschichteten Dura-Ace-Innenzügen klappt der Schaltvorgang beinahe reibungslos.

Mehr Bremskraft, weniger Aufwand

Shimano hat mit der 9000er von Dura-Ace nun auch den Bremsen ein komplettes Update verpasst. Die Bremsarme sind nun kürzer und ergonomischer als die der Vorgängergruppe. Die Bremskraft wird nun durch zwei Drehpunkte, statt bisher einem, bei gleichem Kraftaufwand wesentlich erhöht. Damit ist die Gegenüber die Bremsleistung laut Shimano um 10 Prozent gestiegen.

Leistungsstarker Laufradsatz

Bei den Laufrädern macht Canyon setzt unter anderem auf die gesamte Erfahrung von Reynolds und deren High-End Carbon Radsätze. Mit ihrem neuen Assault-Laufradsatz haben die Amerikaner eine Carbon Clincher Felgen realisiert und behaupten

Mein erster Eindruck vom Canyon Aeroad&lt

die Assaults sehen ziemlich scharf am Aeroad CF aus, sicher auch ein Grund warum sich Canyon für die komplett schwarzen Carbon Clincher entscheiden hat. Die hohen Felgen mit den ebenso schwarzen Grafiken erwecken eindeutige Wettkampfambitionen. Sobald die Assaults rollen, sorgt die Laufräder für eine sanfte Fahrt und sind dennoch sehr steif und bieten einen festen Halt, geht man für einen Antritt aus dem Sattel. Auch wenn sich die Clincher ein wenig träge beim Klettern aus dem Sattel an fühlten, bremst man mit den Reynolds eigenen Cryo Blau Bremsbacken ist äußerst zufriedenstellend und grenzt zwar an gut, ist aber nicht gut genug, um ein besonders aggressives Bremsen zu riskieren. Die Bremsbacken greifen konsequent, auch wenn sie ein wenig lauter werden, wenn Man vernimmt ein leichtes Zwitschern oder Zirpen, dass offensichtlich nur bei höheren Geschwindigkeiten bei kräftigem Bremsen entsteht. Am auffälligsten war die Wirkung des Windes auf die Laufräder. Die Felgen fangen, wie die meisten Hochflanschfelgen natürlich leicht den Wind und so erfordert ein starker Seitenwind leichte Kurskorrekturen. Unter ruhigen Bedingungen erzeugt der Wind ein Kreiselgefühl, dass das Vorderrad manchmal schwer und widerwillig zu lenken macht. Insgesamt ist der Assault Laufradsatz leistungsstark, aber es fehlt ihm ein wenig Vielseitigkeit.

Stimmiges Gesamtkonzept für ambitionierte Triathleten und Einsteiger

Das Gesamtkonzept des Aeroad CF wirkt durchdacht und ist stimmig. Es bietet Möglichkeiten, die weit über denen eines herkömmlichen Rennrades liegen. Das macht es besonders für den Einsatz im Triathlon interessant, denn seine Einsatzmöglichkeiten scheinen ebenso variabel, wie das Bike selbst. Die aerodynamischen Eigenschaften des Aeroad CF alleine dürften in einem Triathlon eher eine untergeordnete Rolle spielen. Aber die Kombination von Bike und Athlet aufgrund der flacheren Sitzposition und besser Kraftumsetzung birgt Vorteile für leidenschaftliche Rennradfahrer, die sich noch nicht für eine reinrassige Zeitfahrmaschine entscheiden möchten. Dennoch bedeuten Aero-Renner auch eine gewisse Abkehr vom bisherigen Streben nach höchster Steifigkeit bei geringem Gewicht, wobei gerade das Aeroad CF eine ideale Alternative für die unterschiedlichen Anforderungen von Training und Wettkämpfen über die Sprint- und Kurzdistanz sind. Ambitionierte Triathleten könnten das Aeroad CF auch ein perfektes Trainingsrad in der Vorbereitungsphase einsetzen, um den Übergang in die Wettkampfphase und auf ein Zeitfahrrad, wie dem Canyon Speedmax, aufgrund der überhöhten und aerodynamischeren Sitzposition zu erleichtern. Aber genau hier möchte Canyon das Aeroad CF positionieren, als aerodynamisches Rennrad für ambitionierte Athleten und rasante Attacken auf anspruchsvollen Streckenprofilen.

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