Schlagwortarchiv für: Simon Drexl

 

Der SUGAR & PAIN RACING TICKER 2019 erfasst kurz und knapp alle Ergebnisse, Resultate und Neuigkeiten zu den Wettkämpfen und Events unserer Athleten, unserer Freunde und unserer Trainer der Saison 2019.

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MARATHON Berlin 2019

Was für ein Rennen?

Der BERLIN MARATHON gilt weltweit als der schnellste 42-Kilometer-Strecke, hier purzeln die Rekorde. Am Sonntag, 29. September 2019 fehlten dazu nur zwei winzige Sekunden, nicht mir, sondern dem Sieger Kenenisa Bekele. Den Äthiopier trennten nur zwölf Meter, um in der deutschen Hauptstadt Marathongeschichte zu schreiben. Mir fehlten noch ein paar mehr, diesmal, denn es steckte noch der IRONMAN 70.3 SLOVENIA der Vorwoche in den Beinen. Trotz der etwas ungünsteren Voraussetzungen gab es keinen Moment nur zwei Sekunden darüber nachzudenken, ob vielleicht etwas schmerzen könnte.

Ich habe schon an vielen, sehr vielen Rennen teilgenommen, aber noch nie zuvor habe ich eine derartige Welle der Begeisterung entlang der Strecke erlebt. 42 000 Meter ohne einen Meter der Ruhe oder Einsamkeit. Die ganze Stadt feierte die Läufer und die Läufer feiern mit. Man ist permanent abgelenkt und merkt kaum, wie die Kilometer im Flug vergehen. Ich kann absolut verstehen, dass man vor den vielen Eindrücken, schnell einmal zwei Sekunden liegen lässt. Nach 02:54 Stunden habe ich absolut zufrieden die Ziellinie auf der Strasse des 17. Juni, kurz hinter dem Brandenburger Tor gequert und damit die Saison 2019 sehr zufrieden abgeschlossen.

Meine Antwort auf die Eingangsfrage: „Spektakuär!“

IRONMAN 70.3 Slovenia 2019

Am Sonntag, 22. September fand in Koper, Istrien der IRONMAN 70.3 SLOVENIA statt, an dem zum Abschluss der Triathlonsaison einige unserer Athleten und SUGAR & PAIN Friends erfolgreich teilgenommen haben. Für die meisten war es nach dazu das Saison-Highlight 2019.

Chrissi Pietzner konnte nach einem soliden Schwimmen mit Sichtproblemen auf der anspruchsvollen Radstrecken mit knapp 1300 Höhenmetern wieder Position für Position gut machen. Durch ihre exzellente Vorbereitung mit viel Bergtraining konnte sie die 90 Kilometer durchs Hinterland sehr effizient absolvieren und hatte noch einige Reserven für den abschliessenden Halbmarathon entlang der Küste. Als sechste Frau gesamt schnappt sich Chrissi den 2. Platz in der AK W25 in 05:04 Stunden. Leider gab es nur einen Slot für die 70.3 World Championship 2020 in ihrer Altersklasse. Mit dem letzten Rennen der Saison konnte Chrissie Pietzner dennoch eine äusserst starke Saison krönen. Die 26-Jährige stand 2019 in jedem Rennen mindestens auf dem Altersklassen-Podium oder sogar gesamt.

Mit seinem schnellsten Halbmarathon in einer Mitteldistanz hat Sven Pollert diesmal nur knapp das Podium verpasst. Das kann eine sehr erfolgreiche Saison keinesfalls trüben, denn auch die anderen Splitzeiten, wie die 27 Minuten über die mehr als 2000 Meter lange Schwimmstrecke und seine Gesamtzeit waren persönliche Bestzeiten auf diesen Distanzen und fordernden Strecken. Mit 04:33 Stunden und dem 11. Platz gesamt in einem starken Starterfeld bestätigte Sven seine konstant steigende Leistung. Für den 4. Platz der AK M25 gab es sogar einen Slot für die WM in Taupo, Neuseeland, den er diesmal jedoch nicht angenommen hat.

Den hat dann unser Rookie Samuel Proske bekommen, der mit seiner ersten Mitteldistanz und zweiten Triathlon überhaupt den 6. Platz in 4:40 Stunden erreicht hat. Der 27-Jährige darf somit SUGAR & PAIN Coach Stefan Drexl auf die Südhalbkugel begleiten.

Stefan Drexl konnte erst spät in die Triathlonsaison 2020 einsteigen und kam im Laufe des Jahres immer besser in Schwung. Erst wenige Wochen zuvor war überhaupt klar, dass der Münchner beim IRONMAN 70.3 SLOVENIA kann. Mit einem schnellen Schwimmsplit in der 21 Grad warmen Adrian kam Stefan kurz hinter Sven aus dem Wasser. Seine vielen Radkilometer in den Bergen kamen dem leidenschaftlichen Radsportler und Triathleten auf der anspruchsvollen Radstrecke mit langen und teilweise steilen Anstiegen sehr entgegen.

Die Wahl des Sportgeräts war eine Abwägung der Vorlieben und des Wetters. Beides, ob Rennrad oder Zeitfahrmaschine hat Vorteile – bei nasser Strecke oder Regen, wäre das Rennrad eindeutig die bessere Wahl. Einige Abfahrten erfordern durchaus fahrtechnisches Geschick. Nach 02:34 Stunden, 90 Kilometern und aktuell Dritter seiner AK konnte Stefan sein Rad wieder in der Wechselzone am Hafen von Koper parken und die Laufschuhe anziehen. Nach nur 5 Kilometern hatte er bereits den Zweitplatzierten überholt und nur noch eine Minute auf den Führenden. Kilometerzeiten knapp unter vier Minuten und muskulär alles im grünen Bereich begannen dann seine Fusssohlen zu brennen, was immer stärker wurde.

Einzig hilfreich war letztendlich nur das Tempo zu drosseln, um die Schmerzen zu kontrollieren. Die Aufholjagd war damit natürlich beendet und nur einen Kilometer vor dem ziel war auch Platz zwei wieder weg. Es wäre zu schön gewesen aber der dritte Platz nach 04:44 Stunden in der AK sowie die Qualifikation für die IRONMAN 70.3 World Championship 2020 waren für diese anspruchsvolle Mitteldistanz und das starke Teilnehmerfeld unter diesen Umständen ein grosser Erfolg.

TRIATHLON Seenland 2019

Am Sonntag, 09. September 2019 fand der Öberpfälzer Seenland Triathlon statt. Gemeinsam mit SUGAR & PAIN Coach Stefan Drexl waren Sven, Jan und Alex am Start über die Sprintdistanz am Steinberger See. Was für Jan und Alex eine Premiere im Triathlon war, war für Sven ein weiteres Kategorie A Rennen und für Stefan ein Aufbauwettkampf für den IRONMAN 70.3 SLOVENIA. Zu unser aller Überraschung bot die überschaubare Veranstaltung nördlich von Regensburg ein beeindruckend starkes und grosses Teilnehmerfeld.

ERGEBNISSE
1. Marchello Kunzelmann-Lozza // 01:04 h / 1. Platz AK
2. Leo Kreuzer // 01:05 h / 1. Platz AK
2. Sven Pollert // 01:06 h / 1. Platz AK

23. Stefan Drexl / 01:14 h / 2. Platz AK

82. Jan Eichelkraut // 01:25 h / 22. Platz AK

127. Alex von Nordheim // 01:32 h / 15. Platz AK

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TRIATHLON 3MUC 2019

Einen starkes Vorbereitungsrennen auf seine zweite Langdistanz im Oktober konnte Andreas Will am 25. August 2019 über die Kurzdistanz des 3MUC Triathlon München finishen. Nach nur 02:06 Stunden lief er als 22. gesamt ins Ziel an der Ruderregatta Oberschleissheim und holte den 2. Platz seiner Altersklasse SEN 4.

Den 1. Platz seiner Alterklasse gewann Stefan Drexl am Samstag, 24. August über die Sprintdistanz des 3MUC Triathlon München 2019. In nur 55:14 Minuten schwamm, radelte und finishte er auf Platz 6 gesamt und zweiter der ersten Startgruppe. Auf das Rennen der zweiten Startgruppe und letztendliche Gesamtergebnis konnten Stefan Drexl noch der Schnellste der ersten Startgruppe, Christoph „Arti“ Arthofer leider keinen Einfluss mehr nehmen. Die beiden lieferten sich ein spannendes und freundschaftliches Duell: Nachdem sie beinahe zeitgleich aus dem 18,5 ° C frischen Wasser kamen, Arti mit Neopren und Stefan ohne, ging Stefan Drexl als Erster auf die Radstrecke und kam nach nur 29 Minuten über die 20 km so auch zum zweiten Wechsel. Erst auf der Laufstrecke konnte Christoph Arthofer dann die Führung übernehmen und mit 45 Sekunden Vorsprung finishen.

Nachwuchstriathletin Derya Hatil wurde gesamt 16. in 01:09 Stunden als eine der Jüngsten auf der Sprintdistanz des 3MUC Triathlon München 2019 und gewann den 1. Platz ihrer Altersklasse Jugend A.

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IRONMAN Copenhagen 2019

Moritz Sanoner hat am Sonntag, 18. September seine Premiere über die Langdistanz beim IRONMAN Kopenhagen 2019 mit überwältigendem Erfolg gefeiert. Mit einem Zeitverlust von über 15 Minuten wegen eines Plattens und technischen Problems beim Reifenwechsel hat der 28-jährige Südtiroler die 3,8 km Swim, 180 km Bike und 42,2 km Run in starken 10:12 Stunden absolviert.

TRIATHLON DM Beilngries 2019

Chrissi Pietzner und Sven Pollert konnten am Samstag, 17- August mit starken Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften 2019 auf der Triathlon Kurzdistanz in Beilngries überzeugen und auf’s Podium laufen. Chrissi Pietzner holte den 3. Platz ihrer Altersklasse und platz 10 gesamt nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen in 02:14 Stunden. In nur 01:57 Stunden lief Sven Pollert auf Platz 2 seiner Altersklasse (7. Platz gesamt) und wurde Deutscher Vizemeister der Triathlon Kurzdistanz in der AK 25.

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TRIATHLON Regensburg 2019

Einen sensationellen Sieg auf der Kurzdistanz des Triathlon Regensburg 2019 konnte Chrissi Pietzner am 04. August 2019 erstmals für sich verbuchen. Unsere derzeit schnellste Triathletin gewann mit neun Minuten Vorsprung den 1. Platz in 02:10 Stunden.

Christian Teufel erreichte das Ziel am Regensburger Festplatz in 02:19 Stunden auf Platz 55 und 6. in seiner Altersklasse.

Auf der Sprintdistanz des Triathlon Regensburg gelang Sven Pollert mit einem perfektes Rennen in 01:00 Stunde: Erster aus dem Wasser, schnellste Radzeit und ein solider Lauf mit 18:00 Minuten waren der 1. Platz und die Titelverteidigung von 2018. Mit drei Siegen in den letzten drei Rennen innerhalb von zwei Wochen war das der Hattrick.

In der Vorbereitung auf den IRONMAN Copenhagen 2019 war auch Moritz Sanoner für seinen letzten Test auf der Sprintdistanz des Triathlon Regensburg 2019 gestartet und erreichte den 17. Platz in 01:09 Stunden mit einer starken Laufzeit von 17:30 Minuten über die 5000 Meter entlang der Donau.

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TRIATHLON Wörthsee 2019

Für Sven Pollert war der Triathlon Wörthsee 2019 das erste Highlight der Saison. Nach einem exzellenten Platz drei im Vorjahr wollte er zur 34. Auflage gerne noch ein bischen weiter oben auf dem Treppchen stehen – darauf war unsere Trainingsplanung in diesem Jahr augelegt. Mit der schnellsten Schwimmzeit First Out Of Water, First Off Bike und Finish First schnappte sich Sven Pollert mit einem Vorsprung von über zwei Minuten den Gesamtsieg auf der Kurzdistanz am Wörthsee in 02:05 Stunden.

Jan Böttcher lief mit nur fünf Minuten Rückstand und 02:10 Minuten ebenso in die Top Five und auf Platz 2 der Altersklasse hinter Sven.

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TRIATHLON Erlangen 2019

Am Sonntag, 21. Juli 2019 war Chrissi Pietzner am Start ihrer zweiten Mitteldistanz der Saison beim traditionellen Triathlon Erlangen 2019. Nach leichten Startschwierigkeiten im Schwimmen aufgrund von Fußtritten ins Gesicht und Klammergriffen an meinen Füßen kam Chrissi als vierte Frau aus dem Wasser. Innerhalb weniger Kilometer übernahm sie die Spitze auf der winkligen und windigen Radstrecke. Nach Hälfte der ersten Radrunde überholte Profitriathletin Kristin Liephold. Als zweite Frau wechselte Chrissi schliesslich nach 86 Kilometern auf die Laufstrecke und wurde nur noch einmal von Margrit Elfers überholt. Nach nur 04:39 Stunden lief Chrissi Pietzner schliesslich durchs Ziel in erlangen und erreichte einen überragenden 3. Platz gesamt bei den Frauen.

Christian Teufel hat sich die Kurzdistanz des Triathlon Erlangen 2019 vorgeknöpft. Nach einer sechswöchigen Verletzungspause hat der 42-Jährige 02:39 Stunden für die 1500 Meter Schwimmen, 43 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen erfolgreiche die Ziellinie überquert.

TRIATHLON Pressath 2019

Am Samstag, 20. Juli 2019 konnte Sven Pollert endlich sein Heimrennen, den Triathlon Pressath 2019 gewinnen – hier absolvierte er vor elf Jahren seinen ersten Triathlon. Es war ein Start-Ziel-Sieg: Sven kam schon als Erster aus dem Wasser und gab die Führung bis ins auch nicht mehr ab. Nach 01:03 Stunden finishte Sven dann endlich auch als Sieger die prägende Sprintdistanz seines Heimatorts.

Jarit Lötz startete nur zwei Wochen nach seinem Langdistanz-Debüt bei der Challenge Roth auch auf der Sprintdistanz des Triathlon Pressath. Jarit wurde spontan Dritter beim Triathlon Pressath in 01:09 Stunden.

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TRIATHLON Karlsfeld 2019

Am Sonntag, 14. Juli 2019 stand der legendäre Triathlon Karlsfeld auf dem Wettkampfkalender einiger SUGAR & PAIN Triathleten. Die Sprint- und Kurzdistanz im Westen von München hat für uns Tradition, hier konnten wir schon zahlreiche Erfolge und insbesondere schnellste Schwimmzeiten mit First Out Of Water verbuchen.

Auch bei der 31. Auflage ist das auf der Kurzdistanz erfolgreich gelungen und damit auch der Generationswechsel. Nach nur 18:30 Minuten über 1500 Meter ist Simon Drexl mit grossem Vorsprung auf die Verfolger als Erster aus dem Wasser gekommen. Ganz drei Minuten danach stieg Stefan Drexl als Sechster aus dem Karlsfelder See. Die Lücke von 3 Minuten zu Simon konnte er dann über die 46 Kilometer auf dem Rad zwar wieder schließen aber auf der 10 Kilometer Laufstrecke war an diesem Sonntag nur noch eine glatte 4er Pace drin.

Es steckten wohl noch die 230 km mit 4000 Höhenmeter im Regen des Engadin Radmarathon ziemlich in den Beinen. Für den 2. Platz in seiner Altersklasse hat’s für Stefan im Ziel dennoch gereicht. So auch für den Sohnemann Simon, der mit 30 Sekunden Vorsprung und dem 10. Platz nur knapp davor die Ziellinie querte.. Das persönliche Ziel der beiden war zusammen eine gutes Rennen und erstmals gemeinsam eine Kurzdistanz mit viel Spaß zu zu bestreiten. Mit Platz 10 und 11 sowie zwei 2. Plätzen in den Altersklassen war das ein großer Erfolg.

Im Team zusammen mit Jan Böttcher haben die Drei zudem die Mannschaftswertung der Kurzdistanz des Triathlon Karlsfeld gewonnen. Jan ist sogar bis auf den 6. Platz gesamt vorgelaufen und hat Platz 3 der Altersklasse 25 gewonnen. Den Gesamtsieg hat sich Markus Stöhr nur eine Woche nach der Challenge Roth gesichert.

Einen sensationell Sieg mit einer starken Leistung konnte Christine Pietzner als schnellste Frau auf der Sprintdistanz verbuchen. Die 26-Jährige hat zu ihrer eigenen Überraschung den 1. Platz der Frauen beim Karlsfeld Triathlon in 01:15 gewonnen.

Den Triathlon Karlsfeld kann ich nur empfehlen, es gibt kaum ein Rennen das beständig über drei Jahrzehnte hinweg super und zudem ehrenamtlich organisiert wird.

+ + + SUGAR & PAIN RACING Ticker / /  0 8 . 0 7 . 2 0 1 9 + + +

TRIATHLON Challenge Roth 2019

Seine erste Langdistanz hat Jarit Lötz am vergangenen Sonntag, 07.07.2019 mit der Challenge Roth 2019 absolut erfolgreich gefinisht. Der 25-Jährige segelte über die Strecken der Triathlontraumfabrik und erreichte die Finishline als Achter der Altersklasse (84. Platz Gesamt) in sensationellen 09:09 Stunden. Mit acht Monaten strukturierter und fokusierter Trainingsplanung hat Jarit das geplantes Ziel exzellent umgesetzt und deutlich übertroffen. Sieger der Challenge Roth 2019 ist Andreas Dreitz in 07:59 Stunden

RADMARATHON Engadin 2019

Wir waren am Sonntag, 07.07.2019 in der Schweiz und sind den 14. Engadin Radmarathon gefahren. Die traumhaft harte Strecke durch das Kanton Graubünden besticht durch die spektakuläre Landschafte des Schweizer Nationalparks und einige der schönsten, anspruchsvollsten Strassenpässe der Alpen für leidenschaftliche Rennradfahrer.

Mit 97 Kilometern und einem Gesamtaufstieg von 1367 Höhenmetern hat sich Simon Drexl erstmals die kurze Strecke über Ofenpass, Forcola di Livigno und Berninapass vorgenommen – mit Option lange Strecke. Diese spontane Möglichkeit der Streckenwahl hat jeder Teilnehmer des Engadin Radmarathon, wenn er den Start- und Zielort Zernez erstmals erreicht.
Nach 2:55 Stunden erreicht Simon das Ziel in Zernez und Platz 104. Aufgrund starken Regens ab Samedan und einer deutlich Abkühlung eine vernünftige Entscheidung.

Mit einer Durchgangszeit von 02:58 Stunden hat Stefan Drexl Zernez passiert und sich auf die nächte Runde gemacht. Mit der langen Strecke lagen jetzt noch 117 Kilometer mit über 2500 Höhenmetern über den Flüela Pass nach Davos und den legendären Albulapass vor ihm. Nach 07:55 Stunden (Netto 07:41 Stunden) und insgesamt 214 Kilometern mit 3889 Höhenmeter erreichte Stefan als 121. / 35. Platz Masters dann wieder Zernez

IRONMAN Austria 2019

Am Sonntag, 07.07. 2019 war Andreas Will am Start des IRONMAN Austria-Kärnten. Die Temperaturen der Vorwochen hatten den Wörthersee auf über 25,6 Grad erwärmt, so dass die 3800 Meter ohne Neoprenanzug geschwommen wurden. Im Verlauf des Bikesplits kam es dann zum Wetterumschwung mit einer deutlichen Abkühlung. Andreas kam zwar noch trocken in die zweite Wechselzone, doch auf der Laufstrecke setzte dann massiver Regen ein, der zusätzlich viel Energie kostete. Mit 10:55 Stunden, anders als ursprünglich geplant, erreichte Andreas Will das Ziel in Klagenfurt als 9. seiner Alterklasse. Nächste Station IRONMAN Barcelona am 06. Oktober 2019

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TRIATHLON Chiemsee 2019

Für die 8. Auflage des Dreikampffestivals im Chiemgau waren auch unsere Triathleten am Start. Das Highlight war natürlich die Mitteldistanz des Triathlon Chiemsee am Sonntag, 30. Juni.

Die 2 km Schwimmen, 85 km Radfahren und 20 km Laufen nutzte Moritz Sanoner als wichtigen Test seiner Vorbereitung auf den IRONMAN Kopenhagen im August. Die vorhergesagten heissen Temperaturen und Wettkampfbedingungen ähnlich Hawaii erforderten eine spezielle Ernährungsstrategie und natürlich war bei 25,5 Grad die erste Disziplin ohne Neoprenanzug. Für den Südtiroler zwar eine Herausforderung aber kein Hindernis. Optimal vorbereitet und mit purer Freude trotzte der 29-Jährige der Hitze und erreichte das Ziel deutlich unter fünf Stunden. Nach 04:51 Stunden lief Moritz als 72. und Platz 12 seiner Altersklasse ins Ziel.

Knapp eine Stunde länger unterwegs war Brigitte Bauer, die deutlich mehr mit den klimatische Bedingungen zu kämpfen hatte als mit der Strecke. Zumal länger unterwegs auch länger mehr Hitze bedeutet. Als vierte ihrer Altersklasse hat Brigitte nach 05:50 Stunden glücklich das Ziel erreicht.

Bereits am Samstag war Stefan Drexl am Start in Chieming. Über die Sprintdistanz und bei nicht ganz so heissen Temperaturen zur Mittagszeit wurde der Münchener in 01:04 Stunden Siebter gesamt lief als Dritter auf das Podium seiner Altersklasse.

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Triathlon Erding 2019

Chrissi Pietzner und Jan Böttcher waren am Sonntag, 23. Juni in Erding, um sich über die Triathlon Kurzdistanz zu messen. In einem starken Frauenfeld konnte Chrissi mit Platz sieben in die TOP 10 laufen und damit auch als Dritte auf das Podium ihrer Altersklasse. Für Jan war die Konkurrenz noch stärker und mit einem starken Schwimmen und super Radsplit rannte er nach 02:07:15 Stunden auf Platz 23 und Platz 5 seiner Altersklasse über die Ziellinie. Sieger und neuer Bayerischer Meister auf der Tirathlon Kurzdistanz war Jungprofi und Favorit Frederic Funk in 01:50:40 Stunden.

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Triathlon Lauingen 2019

Am Sonntag, 16. Juni standen im schwäbischen Lauingen Jarit Lötz und Sven Pollert am Start der Bayerischen Meisterschaft über die Triathlon Mitteldistanz 2019. Jarit, für den es die Generalprobe der Challenge Roth war, lief auf den 13. Platz gesamt und Platz 5 in seiner Altersklasse. Sven verpasste mit Platz 6 die TOP 5 nur knapp wurde dafür aber mit dem zweiten Platz seiner Altersklasse in der Bayerischen Meisterschaft belohnt

+ + + SUGAR & PAIN RACING Ticker / /  0 8 . 0 6 . 2 0 1 9 + + +

Triathlon Kallmünz 2019

Seinen verspäteten Einstand in die Saison 2019 aufgrund einer Verletzung gab Sven Pollert am 08. Juni 2019 in der Oberpfalz zum Besten. Als erster aus dem Wasser und mit der schnellsten Radzeit in T2 rannte der 27-jährige Triathlet auf den zweiten Platz der Sprintdistanz von Kallmünz.

+ + + SUGAR & PAIN RACING Ticker / /  0 4 . 0 6 . 2 0 1 9 + + +

Triathlon Kirchbichl 2019

Am Samstag, 01. Juni 2019 waren Moritz Sanoner, Simon und Stefan Drexl am Start des 34. Internationalen Triathlon Kirchbichl in Austria. Für Simon war es die erste Kurzdistanz überhaupt und die hatte ihren Reiz durch ein starkes Teilnehmerfeld mit einigen Elite-Triathleten und Profis, wie Per van Vlerken und Thomas Steger, und ganz besonders natürlich wegen des Starts des zweimaligen Ironman World Champions, Patrick Lange. Mit einem starken Schwimm- und Radsplit fehlten Simon Drexl auf der äusserst anspruchsvollen Laufstrecke nur hinten raus noch ein paar Körner. Simon erreichte nach nur 2:09 Stunden als Fünfzehnter das Ziel von Kirchbichl und holte den 3. Platz seiner Altersklasse.

Moritz Sanoner war für seinen ersten Formtest zum 34. Internationalen Triathlon Kirchbichl gereist und startete in Vorbereitung auf den Ironman Kopenhagen über die Sprintdistanz. Nach einem soliden Schwimmen über 750 Meter und schnellen 20 km Radsplit konnte der 28-Jährige sein Rennen leider nicht erfolgreich ins Ziel bringen. Nachdem ihm ein Streckenposten den falschen bzw. gar keinen Weg angezeigt hatte, bemerkte Moritz seinen Fehler zu spät, um den Wettkampf noch ordentlich ins Ziel bringen zu können.

Im italienischen Bibione noch auf den Start verzichtet, startete Stefan Drexl beim Triathlon Kirchbichl 2019 über die Sprintdistanz. Mit der viertschnellsten Schwimmzeit aus dem Wasser, kam der Münchner dann sogar als Zweiter von der Radstrecke. Auf der bergigen Laufstrecke konnten dann nur noch drei verdammt flinke Ligatriathleten passieren, so dass Stefan in 1:03 Stunden in den Top Five die Ziellinie querte und die Altersklasse M40-50 mit grossem Vorsprung gewann.

Triathlon Kurzdistanz Tölz 2019

Fünf unserer Triathleten waren am Sonntag, 02. Juni 2019 in das bayerische Oberland gereist, um am wunderschönen Kirchsee im Rahmen des Tölzer Triathlon 2019 auf den verscheidenen Distanzen zu starten. Ausgesoprochen überragend war dabei die Leistung von Jan Böttcher, der in 2:07 Stunden den 4. Platz gesamt erreichte. Die einzige Triathletin am Start von Tölz, Maria Erdmann, wurde Zweite ihrere Altersklasse und lief als zwölfte Frau ins Ziel von Bad Tölz.

PLATZ
4
21
94
113

AK
2
5
16
2

NAME
Böttcher, Jan
Negele, Philipp
Muir, Ross
Erdmann, Maria

ZEIT
02:07 H
02:17 H
02:35 H
02:38 H

Langstreckenschwimmen München 2019

An der Ruderregatta München wagten sich am Donnerstag, 30. Mai bei frischen 16,5 Grad Wassertemperatur zwei unserer Athleten auf die 4000 Meter lange Schwimmstrecke im Rahmen des Langstreckenschwimmen München 2019

180                  67                  Torsten Lange                  01:17:56

236                  59                  Andreas Kipf                  01:30:03

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Ironman 70.3 St. Pölten 2019

Am Sonntag, 26. Mai stand für Christine Pietzner bereits der zweite Wettbewerb und das erste Highlight der frischen Triathlon Saison 2019 auf dem Rennkalender. Die 26-Jährige erreichte beim IRONMAN 70.3 St. Pölten 2019 mit ungünstigen Voraussetzungen den glücklichen 3. Platz ihrer Altersklasse und die Top Ten gesamt bei den Frauen.

Result Ironman 70.3 St. Pölten 2019

Info Ironman 70.3 St. Pölten 2019

+ + + SUGAR & PAIN RACING Ticker  //  2 0 . 0 5 . 2 0 1 9 + + +

Am vergangenen Wochenende 18./19. Mai 2019 waren wieder einige unserer Triathleten am Start verschiedener Veranstaltungen und haben erfolgreich das Ziel über unterschiedliche Distanzen erreicht.

Challenge Heilbronn 2019

Im Rahmen der Challenge Heilbronn ist Christian Teufel am 19. Mai auf der Kurzdistanz gestartet und hat in 2:30 Stunden den 106. Platz Gesamt und Platz 13 seiner Altersklasse erreicht.

Result Challenge Heilbronn 2019

Info Challenge Heilbronn 2019

Triathlon Deggendorf 2019

Andreas Kipf und Christoph Höller sind am Sonntag beim Triathlon Deggendorf über die Kurzdistanz gestartet. Christoph erreichte als Dreizehnter seiner Altersklasse auf Platz 41 Gesamt in 2:20 Stunden das Ziel, knapp sechs Minuten vor Andreas (16. AK / 61.).

Result Triathlon Deggendorf 2019

Info Triathlon Deggendorf 2019

Triathlon Gütersloh 2019

Jarit Lötz war in seiner Heimat Nordrhein-Westfalen und am Start der Triathlon Oberliga Nord in Gütersloh für das Ligateam SG Triathlon Witten. In 1:54 Stunden lief Jarit auf den 11. Platz Gesamt und gewann mit seiner Mannschaft das Rennen über die Kurzdistanz.

Result Triathlon Gütersloh 2019

Info Triathlon Gütersloh 2019

Triathlon Bibione 2019

Im italienischen Bibione startete Simon Drexl am vergangenen Sonntag in die Triathlon Saison 2019. Beim ersten Stopp der stark besetzten Volkswagen TriO Serie rannte Simon in 58:28 Minuten über die Sprintdistanz mit Windschatten Freigabe auf Platz 11 Gesamt und den 4. Platz seiner Altersklasse.

Result Triathlon Bibione 2019

info Triathlon Bibione 2019

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Am Sonntag, 05. Mai 2019 sind die ersten Triathleten beim Duathlon Krailling und bei der Challenge Riccione in die Saison 2019 gestartet und haben durch starke Leistungen überzeugt.

Duathlon Krailling 2019

Chrissi Pietzner holte sich nur eine Woche nach dem Trainingslager den Gesamtsieg über die Sprintdistanz der Frauen beim 26. Duathlon Krailling. Das bedeutete zugleich den ersten Gesamtsieg überhaupt der 26-jährigen Triathletin.

In die Top Ten rannte Jan Böttcher nach starkem Bike-Split und damit auch auf das Podium der Bayerischen Meisterschaft über die Kurzdistanz. Platz 3 und das ohne Schwimmen ist eine Vorwarnung für die Konkurrenz der AK25.

Result Duathlon Krailling 2019

Info Duathlon Krailling 2019

Challenge Riccione 2019

Im italienischen Riccione hat David Keller neben Pizza und Pasta gleich einmal eine Mitteldistanz zum Auftakt der Triathlon-Saison verspeist. Die 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen absolvierte David in 4:57 Stunden erreichte als 16. der AK30 (77. Gesamt) das Ziel bei der Challenge Riccione 2019. Frederic Funk holt nach 2018 erneut Platz 2.

Result Challenge Riccione 2019

Info Challenge Riccione 2019

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WE COACH YOU.

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
HAPPY COACH Support an der Wechselzone © Simon Drexl

 
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Diverse – Please ask our Press Office

Am Sonntag, 07. Juli sind wir den ENGADIN RADMARATHON 2019 gefahren, das schönste Jedermannrennen mit spektakulärem Panorama und einem wunderbaren Biest. Die Schweiz allein ist immer schon ein zauberhaftes Erlebnis, die legendäre Strecke durch das Kanton Graubünden noch viel mehr. Mit dem Rennrad über die vier Alpenpässe Forcola di Livigno und Bernina, über Flüela und Albula lässt einen dieses landschaftliche Juwel noch intensiver erleben. Die wechselnden Wettersituation von Sonne und Regen verstärken das Wechselbad der Gefühle während der intensiven Anstiege und rasanten Abfahrten. Wir haben versucht unsere Eindrücke während der acht Stunden Berg- und Talfahrt des 14. ENGADIN RADMARATHON in treffende Worte zu verfassen.

Wir haben uns erst während unseres Trainingcamp Toskana 2019 entschlossen, gemeinsam am ENGADIN RADMARATHON in den schweizer Alpen teilzunehmen, genauer gesagt im pitoresken Graubünden. Wir sind bereits am Freitag Abend ins Engadin gereist, um uns zu aklimatisieren und auch an die Höhe anzupassen. Immerhin liegt der Start- und Zielort Zernez auf 1474 Höhenmeter. Wir, mein Sohn Simon und ich. Für zwei Nächte haben wir uns kurzfristig im Gästehaus CONVICT in Zuoz, etwa 15 km talaufwärts einquartiert. Das historische Dorf Zuoz befindet sich zwischen Zernez und St. Moritz auf 1716 Höhenmeter in Mitten der Landschaft La Plaiv.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Die Landstrasse durchs Oberengadin nach St. Moritz © Stefan Drexl
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Die Landstrasse durchs Oberengadin nach St. Moritz © Stefan Drexl

ÜBER TUBELESS, DICHTMILCH UND FAHRKOMFORT

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Entspannung mit einer lockeren Sightseeingtour und der Abholung unserer Startunterlagen. Wir haben unsere Rennräder zusammengebaut und letzte Details eingestellt, unter ander neue Bremsbeläge montiert und frisches Dichtmilch in die Tubeless Reifen gefüllt. Für den ENGADIN RADMARATHON am Sonntag haben wir extra MAVIC UST Alufelgen besorgt und frische Reifen aufgezogen. Alufelgen sind wesentlich steifer, ideal für die langen Anstiege, insbesondere im Wiegetritt aus dem Sattel. Sie erlauben es zudem wesentlich später zu bremsen und somit höhere Geschwindigkeiten bergab. Die Tubeless Bereifung erhöht den Fahrkomfort enorm und zusammen mit der breiteren Lauffläche (700 x 28C) sind Kurvenfahrten stabiler, schneller und sicherer, vom erhöhten Pannenschutz ganz zu schweigen.

Wir sind talaufwärts gefahren, die Landstrasse von Zuoz über Samedan und locker die alte Passstrasse hinauf nach St. Moritz gerollt. Vorbau an den Luxusboutiquen des modänen Skiortes hat unsere Route Richtung Maloja Pass geführt, das Tagesziel und Wendpunkt der Silvaplana See. Natürlich alles nur Grundlage!

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Die Kurze Pause im modänen St. Moritz © Stefan Drexl
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Die Kurze Pause im modänen St. Moritz © Stefan Drexl

CAPPUCCINO UND ANDERE SPORTSFREUNDE

Während eines Cappuccinos auf der Terrasse des MULETS oberhalb des Swiss Kitesurf Clubs haben wir uns den Zieleinlauf des ÖTTILI SWIMRUN ENGADIN Sprints, der am selben Wochenende wie der ENGADIN RADMARATHON 2019 verfolgt. Dort haben wir prompt unseren Triathlonkollegen Christoph „Arti“ Arthofer getroffen, der zusammen mit seinem Sportsfreund Christian Götz am Sonntag an der World Series teilgenommen hat und glatt den 10. Platz holte. Anschliessend sind wir mit ordentlich Rückenwind und hauptsächlich bergab zurück nach Zuoz gefahren. Nach einer schnellen Dusche und grossen Portion Süsskartoffeln gemischt mit Avocado und Thunfisch sind wir zur Startnummernausgabe nach Zernez gefahren – mit dem Auto.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Startnummernausgabe in Zernez © Stefan Drexl
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Startnummernausgabe in Zernez © Stefan Drexl

KEINE TYPISCHE WETTKAMPF-CHECK-IN-ROUTINE BEIM ENGADIN RADMARATHON

Zwischenzeitlich ist der strahlend blaue Himmel vom Vormittag kräftigen Wolken gewichen und auch der Wind wurde stärker. In Zernez haben wir uns noch mit Bananen und Säften für den ENGADIN RADMARATHON eingedeckt und anschliessend eingecheckt. Es ist das gesamte Dorf, ach was, gefühlt sämtlich Einwohner der umliegend Täler engagiert. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der freiwilligen Helfer fällt auf und niemand gibt sich mit einem einfachen „Hallo“ zufrieden. Man ist interessiert, frägt nach der Herkunft und erzählt. Es ist angenehm aus seiner typischen Wettkampf-Check-In-Routine etwas herausgerissen zu werden und bekommt den Kopf frei. Bemerkenswert!

Als wir uns wieder auf den Rückweg machten, war der Himmel schwarz und zusammen mit starkem Regen kamen orkanartige Böen. Also warteten wir in Zernez ab. Nachdem die Gewitterfront durch war, der intensiver Regen folgte, sind los gefahren. Zahlreiche Bäume waren umgefallen, unter anderem auf die Strasse, und viel Wasser floss, ja ganze Bäche strömten über die Strasse, unsere Radstrecke des nächsten Tages. Einige asphaltfreie Baustellen waren geflutet – das würde ein Spass werden am Sonntag. Zurück in Zuoz klarte der Himmel wieder auf, die Abendsonne kam raus, als wäre nichts gewesen. Wir bereiteten unser Equipement, unser Frühstück und unsere Verpflegung für das Rennen vor und haben uns endlich abgelegt, denn schliesslich würden wir sehr früh am nächsten Tag aufstehen müssen.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Kurz vor dem Start in Zernez © Stefan Drexl
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Kurz vor dem Start in Zernez © Stefan Drexl

AUS DEM BETT INS TRIKOT AN DEN START

Fünf Uhr, der Wecker klingelt! Nach einer kurzen Nacht sind wir direkt aus dem Bett in unsere Radklamotten gesprungen, haben unseren aufgeweichten Porridge weggeputzt, die Trinkflaschen aufgefüllt, alles wichtige in unsere Trikottaschen gesteckt und uns auf’s Rennrad geschwungen. Es war frisch, nicht untypisch für diese Höhenlage, Nebel zog das dämmerige Tal hinauf, wir hatten zum Glück Rücklichter angebracht – für die Tunnelfahrten. 17 Kilometer waren es zum Start in Zernez, eine gute Distanz um uns einzufahren und zu erwärmen, der Strassenbelag war wieder abgetrocknet. Es galt allerdings knapp 300 Höhenmeter zu „vernichten“, so dass wir deutlich mehr rollten als in die Pedale zu treten. Weitere zwei Mal sollten wir diesen Streckenabschnitt an diesem Tag noch passieren dürfen – die umgestürzten Bäume des Vortags waren natürlich über Nacht entfernt worden. Zwanzig Minuten vor dem Start waren wir vor Ort und jeglicher Verusch uns doch noch in Startblock 1 einordnen zu können wurde uns leider verwehrt. Dafür standen wir im zweiten Block ganz vorne. Noch schnell die Ärmlinge und Windweste ordentlich in den Trikottaschen verstaut und ein Energy Gel für den ersten Anstieg in die Backen gedrückt.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

DIE RICHTIGE DOSIS MACHT DEN ENGADIN RADMARATHON

Mit einem massivem Kanonenschlag erfolgte Punkt 07:00 Uhr der Start für den 34. ENGADINER RADMARATHON 2019 – eine Minute danach durfte Block 2 starten. Nach nur 1000 Metern ging’s bereits in den Anstieg des Ofenpasses und wie immer gab’s zahlreicher Teilnehmer, die bereits zu Beginn losfuhren als wäre in Livigno bereits das Ziel. Geduld und Kontinuität sind die Tugenden für ein Radrennen dieser Kategorie. Die richtige Dosis und Einteilung für eine Radstrecke mit 214 Kilometern und knapp 4000 Höhenmetern ist. Den Altersunterschied galt es darum mit langjähriger Erfahrung zu kompensieren. Meine Strategie: Am Berg möglichst lange, eine mittlere bis hohe Trittfrequenz mit moderater Herzfrequenzen unterhalb der Schwelle im Kraftausdauer 1-2 zu kurbeln, um auch im letzten Streckendrittel noch gut Körner zu haben – dann, wenn’s das Biest Albula zu bezwingen galt. Es war nicht einfach sich zurückzuhalten und das Adrenalin richtig dosiert abzubauen, aber sollte enorm effizient an diesem Sonntag sein.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Traumhaft harte Alpenrunde – wir kommen © Henning Angerer

MIT TUNNELBLICK NACH LIVIGNO

Der Anstieg zum Ofenpass schlängelt sich circa 7 Kilometer entlang des Südhangs bis zum Munt-la-Schera-Tunnel, wo uns die Strecke dann rechts weg ins italienische Livigno führte. Nach Hälfte des Anstiegs war Simon etwa eine Minute vor mir, in den Bergbuchten und Rechtskurven hatten wir stets Blickkontakt. Eine besonderes Highlight der Strecke ist der erwähnte Munt-la-Schera-Tunnel. Der einspurige, 3385 m lange Strassentunnel unter dem Massiv des Munt-la-Schera hindurch ist sonst für Radfahrer gesperrt und die Durchfahrt nur für den ENGADIN RADMARATHON erlaubt. Der Tunnel verbindet das Engadin im Schweizer Kanton Graubünden mit dem Dorf Livigno in der italienischen Provinz Sondrio. Für Autos ist der Mauttunnel ansonsten stundenweise in eine Richtung geöffnet, Rennradfahrer werden während des Sommers mit einem Kleinbus und Anhänger befördert. Der Blick durch den schnurrgeraden, leicht ansteigenden Tunnel mit einem leichten Rechtsknick ist bizarr. Die Entfernungen sind im Halbdunkel kaum abzuschätzen und die Geräuschkulisse der surrenden Rennräder hallt duch die endlos erscheinende Röhre nach Livigno.

Am südlichen Ende Munt-la-Schera-Tunnels macht’s eine scharfe Rechtskurven und es geht über die 130 Meter hohe Staumauer des Punt dal Gall. Nach dem Passieren der schweizerischen Zollstation wurde das Tempo stetig höher und ich befand mich in bester Gesellschaft einer zwölfmann starken Gruppe. Darunter natürlich auch einige starke Frauen, mit der späteren Siegerin der langen Strecke. Wir schossen durch die Galerien und Lawinenverbauungen entlang des Lago di Livigno. Nach und nach sammelten wir einzelne Fahrer ein und holten einige vorausfahrende Grüppchen ein. So wuchs das Peloton allmählich auf gut vierzig Fahrer an, in dem es sich locker mitrollen liess, allerdings weniger entspannt aufgrund manch unruhigen Fahrstils.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

ENTSPANNT ROLLTS DURCH DIE WESTERNSTADT

Wir erreichten Livigno, bogen am ersten Kreisverkehr vor Ortsbeginn links ab und ich konnte Simon an der Spitze der Gruppe entdecken. Lücke geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Führenden um den späteren Sieger Florian Lipowitz schon gute zwei Kilometer enteilt und wir befanden uns, hinter wenigen vereinzelten Fahrern in der Verfolgergruppe. Ich nutzte den Moment für meine erste Verpflegung, rechtzeitig anfangen, die Speicher regelmässig nachfüllen und immer wieder kleine Schlücke trinken war die Strategie. Wir rollten endlich etwas entspannter durch das Hochtal, neben uns der langgestreckte, italienische Wintersportort. Livigno erinnert mich zu dieser Jahreszeit stets ein wenig an eine verlassene Westernstadt mit unzählig riskanten Kreisverkehren. Das Feld zog sich nun etwas in die Länge, einige äusserst riskante Überholmanöver von Autofahrern und teilweise rücksichtsloser Gegenverkehr sorgten zu diesem frühen Zeitpunkt des Rennens für die einzige Spannung – und auch Gefahr. Derweil hatte ich mich vorgearbeitet und konnte zu Simon aufschliessen.

Jetzt ging‘ erst richtig los!

QUELLE

Engadin Radmarathon
Gemeinde Zernez

PHOTOCREDITS

Henning Angerer / Engadin Radmarathon
Sportograf GmbH & Co KG
Stefan Drexl
Simon Drexl

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

#01 DIE SONNIG RAMPE DES FORCOLA DIE LIVIGNO

Kurz hinter Livigno beginnt bereits der Anstieg hinauf zum Forcola di Livigno mit 450 Höhenmeter über eine Strecke 12 Kilometer. Man merkt es kaum, denn es rollte recht gut, entsprechend wurde auch gleich das Tempo wieder höher. Ich dacht mir, „jetzt nur ruhig bleiben“ und gab auch Simon ein Zeichen, dass er „nicht jedes Tempo halten“ solle, denn Steigung wird steiler und es mancheinen der „Raketen“ zerreisen. Nach 5,5 Kilometer kam die erste Welle und nur 1000 Meter danach waren es 7- 8 % Steigung. Spätestens jetzt bereuten so einige das hohe Tempo der Anfahrt und mit Kilometer neun ging’s dann richtig zur Sache. Dagegen war der Ofenpass nur eine lauwarme Vorspeise. Zudem lag die Rampe hinauf zur Passhöhe auf 2315 m am frühen Morgen vollständig in der Sonne. Oben am Forcola di Livigno angekommen war das grosse Peloton sichtlich zerlegt und es ging unmittelbar hinein in die steile Abfahrt der Südrampe. Die Forcola di Livigno vereint übrigens mehrere Besonderheiten: Sie ist unter anderem Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer, sowie „der einzige Pass zwischen der Schweiz und Italien, wo man aus der Alpensüdseite aus der Schweiz auf die Alpennordseite nach Italien hin wechselt.“ (Wikipedia: Forcola di Livigno)

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

#02 ATEMBERAUBENDE KULISSE AM BERNINA PASS

Nachdem wir durch die nächste Zollstation durchgeschossen waren kam nach 500 Metern der Abzweig hinauf zum Berninapass. Die platt gemachten 300 Höhenmeter galt es jetzt auf nur 3 Kilometer wieder hinauf zu klettern. Die durchschnittliche Steigung lässt sich wohl schnell selbst berechnen. Die fantastische Aussicht der Passhöhe des Bernina auf 2330 m haben den geflossenen Schweiss schnell vergessen lassen. Der Diavolezza zur Linken, der Piz Lagalb zur Rechten und mittendrin der Lago Bianco mit dem vorbeischnurrenden Bernina Express der Rhätischen Bahn. Viel Zeit diese atemberaubend Kulisse zu geniessen blieb leider nicht, denn natürlich stürzten wir uns prompt in die 20 Kilometer lange Abfahrt ins Tal.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Die Aussichten ins Tal waren jedoch weniger rosig sondern äusserst dunkel – eine Regenfront stand über dem Oberengadin. Auf den ersten Kilometern hinunter nach Pontresina konnte ich zahlreiche Fahrer einsammeln und wurde auch mehrfach eingsammelt, wodurch sich wieder eine flotte Truppe bildete. Simon fuhr derweil, gut auf den langen Geraden erkennbar, 1000 Meter vor mir ohne Chance näher zu kommen. Mit regelmässigem Blick zum Himmel überlegte ich lange hin und her, wann und wie die Regenjacke rechtzeitig anzuziehen. Ich entschied mich für einen kurzen Stopp und musste meine schnelle Gruppe und natürlich Simon fahren lassen.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Wieder fest im Sattel begann auch prompt der Regen, erst leicht und dann richtig heftig, aber nicht lange. Es hat dennoch ausgereicht die Strassen vollständig zu fluten und nicht lange gedauert bis das Wasser in den Radschuhen stand. Zum Glück hatten wir beide Zehenkappen aus Neopren übergezogen, so dass die Füsse warm blieben und auch unter der Regenjacke war es warm und trocken noch dazu. Danke MAVIC und Christian Lehner dafür!

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

FRÖHLICH FLOTTE TRUPPE DURCH DAS LA PLAIV

Auf der Abfahrt bis nach Samedan fand sich schnell wieder eine gute Gruppe mit der ich gut mitfahren konnte. Durch das Hochtal des La Plaiv verläuft die Strasse zumeist schnurrgerade und stets leicht abfallend. Entsprechend wurde das Tempo allmählich höher und die Gruppe wuchs stetig an bis es fast 50 Fahrerinnen und Fahrer waren. Es macht trotz der Nässe von unten grossen Spass in dieser homgenen und flotten Truppe mitzufahren. Dass das Tempo hoch blieb, dafür sorgten auch einige der Mädels im Peloton. Kurz hinter Zuoz wurde es steiler und merklich rasanter, schliesslich näherten wir uns zügig dem Zielort Zernez. Das bedeutete für die meisten Finale, rechtzeitig in Position bringen und um die Platzierung fahren. Nach ein paar Kurven und links-rechts Kombinationen konnte ich den Anschluss selbst mit Kette rechts und höchster Trittfrequenz nicht mehr halten – es standen bereits 79 km/h auf dem Radcomputer.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Es war die einzig richtige Entscheidung, denn 70 Prozent dieser Gruppe würden bereits das Ziel der kurzen Strecke anpeilen, doch vor mir lagen noch weitere 120 Kilometer und insgesamt 2500 Höhenmeter mit zwei Alpenpässen der Kategorie 1. Nach der Durchfahrt von Zernez war es an der Zeit für weitere Verpflegung bevor uns in Susch der Flüela Pass erwartete. Nur 02:57 Stunden hatten wir für die ersten 97 Kilometer mit 1400 Höhenmeter gebraucht und dabei hoffentlich nicht zu viele Körner gelassen.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

#03 KONSEQUENT HART – DER FLÜELA PASS

Nach einer Neunziggrad Linkskurve geht’s direkt hinein in den Anstieg. Vor dem Abzweig unbedingt noch die richtige Übersetzung zu schalten ist entscheidend, möchte man nicht abrupt stehen bleiben. Der Flüela zeigt sofort seine ganze Härte – 950 Höhenmeter auf 13 Kilometern und gleich auf den ersten 1000 Metern ein Vorgeschmack seiner Steilheit. Ich ging’s mit Bedacht an und fuhr zurückhaltend am Hinterrad von Nathalie Alexander, eine der Favoritinnen auf’s Podium, um meinen Tretrhythmus zu finden. Wir wechselnden uns regelmässig in der Führung ab, das war insbesondere kräftesparend, weil uns ein immer stärker werdender kühler Wind entgegenblies. Ein Duo schloss zu uns auf, überholte und machte fortan die Pace.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

An der Casa Chantsura, knapp dreieinhalb Kilometer unterhalb der Passhöhe holten wir Simon ein, der leider alle Kraft aufgebraucht hatte und dem vor allem kalt war. Wir stoppten kurz und ich versuchte alles, um Simon noch einmal zu motivieren, doch weiterzufahren, ganz egal, wie lange wir brauchen würden. Er fuhr noch bis zur Verpflegung Schwarzensee mit doch die konsequente Steigung brauchte alle Kraft auf, so dass er sich entschloss umzukehren und wieder nach Zernez zurückzufahren.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Es war eine vernünftige Entscheidung von ihm, doch fortan war ich alleine unterwegs. Die Abfahrt war wesentlich einsamer als noch den Bernina hinunter. Ab und an schoss ein übermütiger Mitstreiter an mir vorbei oder ich konnte auf den Ein oder Anderen aufschliessen. Die Strasse nach Davos (1560 hm) war abwechslungsreich und lies sich wunderbar hinunter cruisen.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

ENTSPANNTE SIGHTSEEINGTOUR DAVOS SCHÖN IST

Es wurde immer wärmer je mehr Höhe wir verloren, im modänen Luftkurort schien die Sonne. Mit der Ankunft in Davos hat sich eine homogene Fünfergruppe gebildet. Nach der rasanten Bergabfahrt wirkte unser Durchfahrt einer entspannten Sightseeingtour. Ich nutzte die Gelegenheit die Bein etwas baumeln zu lassen und füllte erneut meine Energiespeicher auf: Ein OAT SNACK Riegel und eine Banane, ein paar Schlücke Iso.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Der beliebte Luftkurort scheint im Dornröschenschlaf, nur wenige Menschen auf den Strassen, kaum Verkehr. Das Klima diesseits ist ein Anderes als jenseits der Flüela Pass. Das schweizer Städtchen unterhalb des Jakobshorns ist berühmt für das jährliche Weltwirtschaftsforum und ist auch Austragungsort der CHALLENGE. Lang dauert’s nicht und wir verlassen Davos nach Süden in Richtung Tiefencastel. Das Tempo wir wieder flotter, nach wenigen Kilometern herrschte wieder typische Radsportdisziplin und wir wechselnden uns konsequent mit der Führungsarbeit ab.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Wir durchfuhren den Landwasser Tunnels mit knapp 60 km/h bevor uns erneut ein kurzer, knackiger Anstieg nach Wieser auf 1400 Höhenmeter hinauf unser Tempo drosselte – die Gruppe zerfiel leider wieder. Es war mittlerweile Mittag, die Steigung moderat und die Trittfrequenz komfortabel, einzig der Anstieg lag vollständig in der Sonne. Über Schmitten gings erst am Hang entlang und dann wieder hinab nach Filsur, dass nur mehr auf 1030 Höhenmeter liegt. Es ist der tiefstgelegenste Ort des ENGADIN RADMARATHON und zugleich das Tor zum Albulapass. Ein kurzer Stopp an der Verpflegungsstation, um meine Flaschen zu füllen und ein Energy Gel zu nehmen, dann war ich auch schon wieder im Sattel.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

#04 DER ALBULA PASS – DAS WUNDERBARE BIEST

Der Albulapass steigt erst sanft an und der Wind blies jetzt von hinten. Ich war alleine, genoss die Ruhe und spektakuläre wunderbare Landschaft entlang des Gebrigsbaches Albula. Zwei Teilnehmer überholten mich in einem kraftvollen Tempo als wollten sie auch den letzten der vier Pässe hinaufsprinten. Doch ich lies mich davon nicht beeindrucken, hatte einen guten und kraftvollen Tretrhythmus gefunden, meine optimal Herzfrequenz stets im Blick. Allmählich nahm die Steigung zu und der pitoreske Albula zeigte sein wahres Gesicht. Spätestens mit der ersten Serpentine wurd’s ernst und ich wechselte regelmässig zwischen Wiegetritt und Sitzposition. Dennoch war der Blick für die besonderen Augenblicke stets offen, so natürlich auch für den tosenden Wasserfall während sich die schmale Strasse, regelrecht in den Fels gemeiselt, durch die enge Schlucht den Berg kompromisslos hinaufschlängelte. Das lies mich immer wieder einmal, zumindest für einen kurzen Moment, die konstante Intensität vergessen. Vielleicht gerade deshalb trägt die Passstrasse den Namen Bellaluna.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Nach dem romatischen Bergdorf Bergün war dann „Schluss mit lustig“. Der Albulapass präsentierte sein wahres Gesicht: Das wunderbare Biest erwachte. Während sich die Rhätische Bahn in grosszügigen Bögen spielerisch über Brücken und durch Tunnels den Pass hinaufschraubte suchte sich der Strassenverlauf den beinahe direkten Weg bergauf. Die wenigen Kurven waren in der Regel erheblich steiler als die Geraden, sie täuschten Serpentinen nur vor. Der Strassenbelag war immer wieder einmal komplett entfernt worden und manche Passagen konnte ich ausschliesslich sitzend fahren. Seit einigen Jahren werden viele Streckenabschnitte der Passstrasse und die Eisenbahnbrücken nach und nach saniert. Jedoch ist drei Kilometer später alles vergessen und ich werde mit dem Blick auf den kristallklaren Palpuogna See zu meiner Rechten belohnt.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

DUNKLE WOLKEN ÜBER DER PASSHÖHE

Kurz danach erreichte ich die Baumgrenze und nach bislang einsamer Auffahrt sammelte ich einzelne Fahrer ein, denen sichtbar die Kräfte, wenige Kilometer vor der Passhöhe schwanden. Die zwei „ambitionierten Bergsprinter“ von zuvor hatte ich übrigens schon vor Bergün wieder überholt. Über dem Albula, die Passhöhe vier Kilometer entfernt bereits in Sichtweite, brauten sich erneut dunkle Wolken zusammen, zwischendurch tropften einzelne Regentropfen auf den Helm. Die letzte Verpflegung 1000 Meter unterhalb des Albulapass nutzte ich für ein weiteres Energy Gel und noch ein paar Schlücken Cola während ich bereits meine Regenjacke anzog. So konnte ich ohne weiteren Stopp durchfahren. An der Verpflegungsstelle überholte ich drei weitere Teilnehmer, die später noch eine entscheidende Rolle spielen sollten.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

Mit der Überquerung des Albulaauf auf 2312 Meter Höhe begann es ordentlich zu Regnen, das Wasser floss in Bächen über die Strasse. Es war also vorsicht in der Anfahrt auf die Kurven geboten, dank der MAVIC UST Alufelgen funktionierten die Bremsen einwandfrei und ich fühlte mich wesentlich sicherer. Die Abfahrt machte zwar nicht ganz so viel Spass wie bei trockenen Strassen, dennoch war das Tempo ordentlich. Weder vor mir noch bei meinem Blick zurück ins langgezogene Hochtal war noch irgendein weiterer Teilnehmer des ENGADIN RADMARATHONS oder anderer verrückter Rennradfahrer zu sehen.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

DAS FINALE: MIT DEM D-ZUG NACH ZERNEZ

Im Tal war bereits La Punt zu erkennen, nur noch wenige Serpentinen überwanden die letzten 300 Höhenmeter hinunter ins oberengadiner Dorf, doch zwei davon waren erneut purer Schotter und die Autos hatten tiefe Rinnen hineingefahren. Mit dem Rennrad war das kein Zuckerschlecken zusammen mit dem Regen und wie aus dem Nichts waren die drei Fahrer von der letzten Verpflegungsstelle wieder hinter mir.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

In La Punt ging’s links weg auf die Landstrasse für’s Finale nach Zernez, ein letztes Mal und es war durchaus optimal jetzt wieder in Gesellschaft zu sein. Noch regenete es, aber der Wind hatte die Richtung gewechselt und gemeinsam rollte der D-Zug schneller als einsam. Erst bei Zuoz, kurz bevor wir die letzten – zum dritten Mal an diesem Tag – 17 Kilometer mit der rasanten Abfahrt nach Zernez erreichten wich der Regen immer öfter der Sonne und die Strasse wurde trockener. Das Tempo der Gruppe war hoch, nicht ganz so schnell wie in der ersten Runde, so dass wir bis kurz vor erreichen des Zielorts zusammenblieben.

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Die Rhätische Bahn und Stefan im Regen nach Zernez © Simon Drexl
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest / Die Rhätische Bahn und Stefan im Regen nach Zernez © Simon Drexl

Als die Strasse flacher und gerader wurde, Zernez in Sichtweite kam, liesen wir uns den Spass natürlich nicht nehmen und taktierten als gäbe es noch etwas zu gewinnen. Immer wieder wechselten die Positionen bis wir rechts ab in die langgezogene Zielkurve bogen. Es war endlich geschafft, die Freude darüber war allen von uns ins Gesicht geschrieben, wie auch der Dreck der langen Regenfahrt zum Abschluss. Wir waren nass bis auf das Sitzpolster und es stellte sich nach fast acht Stunden im Sattel die Frage:

Warum macht man das?
WEIL’S GEIL IST!

ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf
ENGADIN RADMARATHON 2019 Spektakuläres Panorama und wunderbares Biest © Sportograf

DIE SIEGER DES ENGADIN RADMARATHON 2019

Meine Begleitung hinauf zum Flüela Pass, Nathalie Alexander, wurde dritte Frau auf der Langen Strecke und Zweite ihrer Altersklasse in 07:42 Stunden. Zweite Frau mit einem knappen 01:14 Minuten Rückstand wurde die Schwedin Eva Lindskog in 06:58 Stunden. Siegerin des langen ENGADIN RADMARATHON 2019 wurde die Vorjahres-Zweite Nina Zoller aus Chur (Graubünden) in 06:57 Stunden. Sie sorgte für ein nervenraufreibendes Finale: Nachdem sie mit grossem Vorsprung den Albula Pass in Angriff nahm, schmolz ihr gosszügiger Vorsprung bis Zernez deutlich.


Für durchgängig Spannung sorgte das Rennen der Herren über die lange Strecke des 14. ENGADIN RADMARATHON. Erst nach der Hälft des Albula Passes konnten sich mit Routinier Mathias Nothegger und Youngster Florian Lipowitz zwei Fahrer von der vierköpfigen Spitzengruppe um Vorjahressieger Thomas Gschnitzer und Maxime Galletti absetzen. Das Duo blieb bis nach Zernez zusammen, „schliesslich fährt sich’s zu zweit schneller“, so der erst 20-Jährige. Im Zielsprint konnte sich der deutsche Nachwuchsfahrer mit seiner jugendlichen Spritzigkeit und winzigen 0,8 Sekunden gegenüber dem 22 Jahre älteren Mathias Nothegger durchsetzen und gewann den ENGADIN RADMARATHON 2019 mit neuem Streckenrekord in 06:09 Stunden – ein 34,8 km/h schnitt für die 214 Kilometer und 3850 Höhenmeter! Noch auf den 3. Platz für der Vorjahressieger Thomas Gschnitzer mit nur sechs Minuten Rückstand.

UNSER FAZIT

Ich denke, mit meiner intensiven und individuellen, detaillierten und teilweise natürlich auch subjektiven Dokumentation, konnte ich ausführlich beschreiben, dass es sich beim ENGADIN RADMARATHON um einen der schönsten, der spektakuärsten und auch der härtesten Jedermann-Radrennen in den Alpen handelt. Wir sind begeistert von der ausgezeichneten Organisation und den zahlreichen freiwilligen Helfern entlang der gesamten Radstrecke und an den Verpflegungsstellen. Das Engadin und das schweizer Dorf Zernez im Kanton Graubünden sollte bei jedem leidenschaftlichen Rennradfahrer, nicht nur einmal auf der Bucketlist stehen. Der ENGADIN RADMARATHON hat echt Klasse statt Masse!

Vielen Dank an die Gemeinde Zernez, an das Organisationsteam um Fabian Schorta und an das Kommunikationsteam um Martina Hänzi.

QUELLE

Engadin Radmarathon
Gemeinde Zernez

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Henning Angerer / Engadin Radmarathon
Sportograf GmbH & Co KG
Stefan Drexl
Simon Drexl

 

Zwei Jahre nach seinem letzten Triathlon stand Simon Drexl am 19. Mai bei der Volkswagen TriO Series 2019 in Bibione wieder am Start einer Sprintdistanz. Erstmals fand im italienischen Adriastrand der erste Stopp des professionell organisierten Triathlon-Events vom 18. bis 19. Mai statt. Dabei können die Teilnehmer an zwei aufeinander folgenden Tagen über die Kurzdistanz und die Sprintdistanz starten – beide Rennen sind mit Windschatten-Freigabe, es gibt eine Gesamtwertung. Zum Saisonauftakt an der Adria hat sich trotz schlechter Witterung ein hochkrarätigen Starterfeld angekündigt, darunter Massimo Cigana und einige WTS Triathleten. Für unseren Athleten und Coach, Simon Drexl ist das eine zusätzliche Motivation zu seinem Triathlon Comeback beim Santini TriO Bibione.

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com

Aufgrund des starken Regens und der aufgewühlten Adria wurde der Start um 45 Minuten später angesetzt und sogar über einen Duathlon nachgedacht – entsprechend gross war die Nervosität. Doch bevor das Adrenalin vor Anspannung aus dem Neopren platzte, durften die Triathleten sich in die Adria stürzen, um die erste Disziplin über 750 m im sehr turbulenten Meer zu schwimmen.

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com

DIE RICHTIGE TAKTIK AUF DEM RENNRAD

Als Achter aus dem Wasser zählte jetzt ein schneller Wechsel, um eine gute Gruppe für die Radeinheit mit Windschatten Freigabe zu erwischen. Die schnellste zwei Schwimmer waren auf und davon und Simon erwischt eine Vierergruppe unmittelbar hinter der Verfolgergruppe. Noch vor Ende der ersten Runde kam es zum Zusammenschluss – gelernt ist gelernt, die richtige Taktik aus dem Triathlon Kader Bayern sitzt noch. Der Abstand auf die beiden Führenden lag zu dem Zeitpunkt bei 1:20 Minuten. Etwa 40 sekunden dahinter lag die Gruppe um Profi Massimo Cigana, der bis zum Ende des 20 km Radsplits fast im Alleingang für den Anschluss sorgte.

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com

ALS ZWÖLFTER AUF DIE LAUFSTRECKE DES TRIO BIBIONE

Die 15-köpfige Gruppe wechselte gemeinsam auf die abschliessende 5 km Laufstrecke durch das sumpfige Naturschutzgebiet aufgrund des anhaltenden starken Regenfalls. Simon rannte an Position zwölf aus T2, den schnellsten Wechsel und auf und davon war einzig Cigana. Die italienische Triathlon Legende hatte bereits am Vortag mit einer starken Laufperformance über die Kurzdistanz grossen Eindruck hinterlassen. Die schnellsten zwei Schwimmer haben nach der zweiten Disziplin auch in Führung liegend in die Laufschuhe gewechselt und waren auf und davon. Cigana, der knapp zwei Minuten später aus der salzigen Adria stieg, rannte mit dem viertschnellsten Laufsplit erneut in die Top 5, nur acht Sekunden vom Podium entfernt.

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com

PLATZ 11 ZUM COMEBACK AN DER ADRIA

Simon Drexl unterdessen rannte mit 18 Minuten über die sehr durchnässte 5 km Laufstrecke auf einen exzellenten elften Platz, nur knapp an den Top Ten vorbei, die gespickt mit Italiens Triathlon Elite war. In der Wertung seiner Altersklasse – übrigens erstmals zusammen mit den Masters – war das der 4. Platz für den 20-jährigen Münchner und ein starkes Comeback. Wir sind gespannt auf den nächsten Streich und die erste Kurzdistanz. Oder vielleicht auch bald eine Mitteldistanz?

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
RESULTS TRIO BIBIONE 2019 SPRINT
ABOUT

Die Volkswagen TriO Series ist eine sehr gut organisierte Triathlon-Serie mit drei Terminen zwischen Mai und September in drei verschiedenen Städten Oberitaliens. Die Rennen über die Kurzdistanzen und Sprintdistanzen sind stets mit Windschatten-Freigabe. Es gibt Einzelwertungen pro Distanz, Kombinationswertungen und eine Gesamtwertung der kompletten Serie.

TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
DATES

18. – 19. Mai 2019 / SANTINI TriO Bibione
22. Juni 2019 / OAKLEY TriO Sirmione
14. – 15. September / KUOTA TriO Peschiera

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TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com
TRIO BIBIONE 2019 Triathlon Comeback zur Premiere an der Adria © stefandrexl.com

 
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Kerstin Drexl
Stefan Drexl
Simon Drexl

Mit einem Supersprint und einer Mannschaftsverfolgung beim Triathlon Weiden startet das SCPE Triathlon Team um Simon Drexl, Sami Ritzmann, Stefan Drexl, Jakob Heindl und Sven Pollert mit einem aussergewöhnlichen Erfolg und jungem Teamgeist in die Triathlon Regionalliga Bayern 2017. Der französische Nachwuchstriathlet Julien Petat erreicht im Rennen um den Bayerischen Jugend Cup den zehnten Platz in der Jugend A.

 

Am Nachmittag um Viertel nach vier Uhr war das erste Rennen Triathlon Regionalliga Bayern 2017 für alle fünf Starter des SCPE Triathlon Teams eingetütet. Mit dem elften Platz ist der Start der Triathlon Prinzen in die zweite Saison in dieser Liga zwar nicht ganz so gut geglückt wie erhofft, mit dem soliden Ergebnis und nur 90 Sekunden hinter den Top 5 kann die junge Mannschaft um Trainer Stefan Drexl dennoch froh, denn der war sogar selbst am Start und hat den Altersdurchschnitt des Teams damit enorm gehoben. Nachdem bei der Saisonplanung noch 15 Triathleten aus den eigenen Reihen für das Liga-Team zur Auswahl standen, hat Mannschaftsführer Martin Allers aufgrund von Verletzungen, Erkrankungen und beruflichen Gründen gerade noch rechtzeitig die erforderlichen Fünf für den vergangenen Samstag zusammengebracht und damit den Start gesichert. So ist das SCPE Triathlon Team ohne eines vorherigen gemeinsamen Trainings am Vormittag in den Supersprint, ein Einzelwettkampf ohne Windschattenfreigabe und mit 15 Sekunden Startintervallen, gestartet.

 

Hohe Leistungsdichte der Regionalliga Bayern bei Triathlon Weiden

Zwar gelang Simon die schnellste Schwimmzeit des Tages aber dennoch blieben er, wie auch die anderen vier Teamkollegen hinter ihren schwimmerischen Fähigkeiten. Der Supersprint war insgesamt wie verhext für das SCPE Triathlon Team, denn in keiner der drei Disziplinen konnte einer sein gesamtes Potential an diesem Samstag Vormittag abrufen. Mit einem leicht „verschlafenen“ ersten Streich und Platz 10, aber dennoch nur einem Rückstand von 40 Sekunden auf den 3. Platz sahen die Chancen für die Mannschaftsverfolgung am Nachmittag weiter vor zu laufen im Grunde gut aus. Es macht aber auch deutlich, das dass Leistungsniveau deutlich gestiegen war im Vergleich zum Vorjahr, nachdem sieben Mannschaft dicht an dicht hintereinander lagen.

 

Im Formationsflug im Triathlon Weiden um das Schätzlerbad

Mit den durchschnittlichen Zeitabständen des Supersprints ging’s in’s Nachmittagsrennen, wobei nun den ersten Wechsel alle fünf, den zweiten Wechsel und das Ziel mindestens vier Triathleten eines Teams erreichen müssen und die Zeit erst nach dem vierten Mann gestoppt wird. Geschwommen wurde diesmal ohne Neo im See, zuvor war es noch das anliegende Freibad, und schon hier verloren wir einen weiteren Platz. Gewechselt wurde dafür umso schneller und auf dem ersten Teil der Radstrecke kam das Team auch näher an die vorneweg fahrenden drei Teams. Doch auf der zweiten Hälfte stagnierten die Zeiten und erst durch den zweiten Wechsel konnten die SCPE Triathleten wieder Boden gut machen. Sie rannten, wie um ihr Leben. Doch es mussten ja alle Viere mit, also formierten sich die drei laufstarken Team-Kollegen Sami, Jakob und Simon um ihren Coach Stefan, gaben ihm Windschatten und schoben links wie rechts. Der lief ohnehin schon deutlich schneller und drohte fast zu explodieren. So flog das Quartett um den Badeweiher des Schätzlerbades, ganz egal ob es um die Plätze elf bis sieben ging. Schließlich ist alles möglich, so lange man es versucht!

 

2017 0520 RACE TRI XS LIGA Weiden / Das SCPE Triathlon Team nach einem schnellen Wechsel im Formationsflug über die Radstrecke

2017 0520 RACE TRI XS LIGA Weiden / Das SCPE Triathlon Team nach einem schnellen Wechsel im Formationsflug über die Radstrecke

 

Besonderer persönlicher Erfolg eines neuen  jungen Teamspirit

Mit enromer Schrittfrequenz und maximum Speed im  dunkelroten Bereich angefeuert vom Publikum kam das SCPE Triathlon Team auf den zwei Runden um den Badeweiher Meter für Meter näher ran. Nur wenige Sekunden davor rannten die dreie anderen Teams und schwächelten zusehends, doch das Ziel kam diesmal schneller als erhofft und nach 2,5 Kilometer war die Aufholjagd zu Ende. Eine Niederlage? Keineswegs! Ein Rennen ohne Erfolg, könnte man meinen, aber das täuscht!

Für das junge SCPE Triathlon Team war das erste Rennen der Triathlon Regionalliga Bayern eine unglaublich positive Erfahrung und eine besonderer, persönlicher Erfolg, der sich weder in Sekunden noch Punkten messen läßt. Es ist bewundernswert, wie sich jeder Einzelne des Teams in der Mannschaftsverfolgung von Start bis Ziel für den anderen eingesetzt hat. Ganz besonders für ihren Coach haben sich alle eingesetzt, der nur danke des besonderen Teamgeists das Ziel als vierter Mann sicher und dadurch schneller erreichen konnte. In einer Individualsportart wie Triathlon ist dieses sportliche Verhalten heutzutage keinesfalls mehr selbstverständlich. Dieser soziale Zusammenhalt und die Empathie ist eine besondere Qualität und haben den Charakter der jungen Triathleten langfristig gestärkt. Das könnte man sich ab und an auch wieder mehr Abseits des Renngeschehens von vielen Triathleten wünschen, denen man nicht nur an den Wochenenden bei diversen Wettkämpfen Land auf, Land ab begegnet. Ob vor dem Start, im Rennen oder nach dem Zieleinlauf mangelt es all zu oft an sozialen Umgangsformen und Kompetenz unter den „eigentlich“ gleichgesinnten Freizeitsportlern, die nicht einmal mehr grüßen und jegliche Freundlichkeit, gegenseitige Rücksicht oder gar Menschlickeit missen lassen.

Genau deshalb und völlig unabhängig von jedem Ergebnis war dieser Wettkampf für das Regional-Liga Team des SC Prinz Eugen eine wertvolle Erfahrung, ein mannschaftlicher Erfolg und wichtiger Schritt. Der Tagessieg in der Regionalliga des ersten Wettkampfes der Triathlon-Liga Bayern beim Triathlon Weiden ging diesmal an das Kiwami Tri Team Grassau.

 

Erste BJC-Punkte für Julien Petat

Zwischen Supersprint und Mannschaftsverfolgung der Triathlon-Liga Bayern durfte Julien Petat im Rennen um den Bayerischen Jugend Cup über die Triathlon Sprintdistanz. Julien bringt frischen Wind durch seinen französischen Humor in das junge Team. Auch der 16-jährige Franzose des SCPE Triathlon Teams war an diesem Tag im Wasser nicht in seinem Element und konnte nicht seine gewohnte Schwimmleistung im Schätzlerbad abrufen, wechselte dann aber hoch motiviert auf’s Rad. Noch etwas gehandicapt von einem Sturz wenige Tage zuvor fuhr Julien beherzt über die 20 Kilometer Wendepunkt-Strecke des Triathlon Weiden. Auf den abschließenden fünf Kilometern lief der derzeit jüngste Nachwuchs-Triathlet des Teams auf Platz zehn seiner Altersklasse. Der „frische“ Franzose konnte damit erste Punkte um den Titel des Bayerischen Meisters der Triathlon Jugend A sammeln.

 

 

NACHRUF JULIA VIELLEHNER

Der Kampf um Platzierungen, das Sammeln von Punkten und Zählen von Sekunden verliert schlagartig an Bedeutung, wenn zur selben Zeit eine junge Triathletin den Kampf um ihr Leben verloren hat. Während ich die ersten Zeilen über das vergangene Triathlon-Wochenende geschrieben habe, hat mich die traurige Nachricht vom tragischen Tod von Julia Viellehner erreicht. Julia ist eine Woche zuvor in der italienischen Emilia-Romagna während des Radtrainings von einem Lastwagen angefahren und schwer verletzt worden. Am Montag ist die sympathische Sportlerin aus dem niederbayerischen Waldkraiburg an der „Summe der vielen schweren Verletzungen“ verstorben, so ihr Freund Tom Stecher. Ich durfte oft an der Startlinie gemeinsam mit Julia stehen, manchmal einige Kilometer an ihrer Seite laufen, wie bei ihrem Sieg im Marathon München 2015 und im Ziel haben wir das ein oder andere Rennen analysiert, zuletzt bei einem Kaiserschmarrn nach dem Schliersee Triathlon. Mit Julia Viellehner verliert der Ausdauerport erneut einen ganz besonderen Menschen und leidenschaftliche Athletin, deren immer freundliche Art und ihr Lachen wir am Start vermissen werden. Julia wurde nur 31 Jahre alt. Meine Gedanken sind in diesen schweren Momenten bei ihrem Lebenspartner, Freund und Coach Tom, bei Julias Mutter und ihrer Familie.

Julia, wir sehen uns …

 

ERGEBNIS Triathlon Weiden Supersprint Regionalliga Bayern

Pl. Nr. Name AG Pl. Swim Bike Run Total
12 RLH36 Simon Drexl Junior 2 00:04:55 00:15:57 00:07:30 00:30:03
22 RLH39 Jakob Heindl AK20M 7 00:06:32 00:15:36 00:06:58 00:31:01
47 RLH37 Sami Ritzmann Junior 8 00:05:37 00:16:52 00:08:11 00:32:26
50 RLH38 Stefan Drexl AK45M 1 00:05:55 00:16:49 00:07:56 00:32:29
60 RLH40 Sven Pollert AK25M 22 00:06:08 00:16:57 00:08:17 00:33:13

 

ERGEBNIS Triathlon Weiden Mannschaftsverfolgung Regionalliga Bayern

Pl. Nr. Name AG Pl. Swim Bike Run Total
11 RLH36 Simon Drexl Junior 41 00:34:54
11 RLH37 Sami Ritzmann Junior 42 00:34:54
11 RLH39 Jakob Heindl AK20M 43 00:34:55
11 RLH38 Stefan Drexl AK45M 44 00:34:55
11 RLH40 Sven Pollert AK25M 00:35:58

 

ERGEBNIS Triathlon Weiden Bayerischer Jugend Cup Jugend A

Pl. Nr. Name AG Pl. Swim Bike Run Total
10 36 Julien Petat Jugend A 10 00:12:12 00:33:48 00:20:07 01:08:13

 

QUELLEN

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Fabian Kellner

Am vergangenen Sonntag sind Simon und Stefan im Kraichgau beim Triathlon Heidesee und DTU Jugend Cup Forst mit Erfolg nach Maß in die Saison 2017 gestartet. Forst gilt als Triathlon-Klassiker in Baden-Württemberg und einmal im Jahr pilgern die Triathleten zu dem kleinen Baggersee, der nur ein Kilometer von dem kleinen Dorf entfernt liegt. Das sind nicht wenige oder irgendwelche Freizeitathleten, hier treffen sich die besten Nachwuchstriathletinnen und –Triathleten aus ganz Deutschland um sich beim diesjährigen Auftakt der wichtigsten Triathlon-Wettkampfserie im Jugend- und Juniorenbereich zu messen. Doch auch zahlreiche Profitriathleten nutzten in der Vergangenheit den Triathlon Heidesee für einen ersten Formtest. Diesmal war Horst Reichel vom Team Sport for Good nach Forst gekommen, um Mensch und Material vor dem Ironman 70.3 St. Pölten über die Kurzdistanz zu testen.

 

Das Kraichgau ist durchaus eine Reise wert und wenn man schon die lange Fahrt für einen Triathlon auf sich nimmt kann man hier viel Natur und Kultur finden. Zudem ist hier bereits Spargelzeit und Erdbeerzeit gleichzeitig, so dass sich alle paar Kilometer die Möglichkeit anbieten direkt beim Bauern frischen Spargel zu essen und anschließend einen hausgemachten Erdbeerkuch zum Abgang. Wir sind deshalb bereits an unserem Ruhetag, am Freitag Abend angereist und haben uns in einem Hotel in Bad Schönborn einquartiert, um am Samstag entspannt auszuschlafen. Vor dem Frühstück stand ein kurzes Läufchen über die Felder zum lockern Beine auf dem Plan, okay, ein paar kurze Steigerungen waren auch dabei. Aber der Morgen war einfach wunderbar, denn die Luft war frisch nach einem nächtlichen Schauer und die Sonne stieg gerade hinter den Hügeln des Kraichgaus auf – ich wäre auch gerne länger gelaufen. Doch das wäre vor einem Triathlon erstens sinnfrei gewesen und zweitens wartete ein frischer Cappuccino im Hotel, denn dort stand eine La Cimbali Maschine. Am Nachmittag war Simon mit dem Bayerischen Triathlon Kader und Roland Knoll für die Streckenbesichtigung verabredet, so dass wir nach Wiesloch ins Freibad zum Schwimmtraining gefahren sind. Im Anschluss hieß es ran an die hochwertigen Kohlenhydrate, Carbo Loading und Beine hochlegen.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und die Junioren des Bayerischen Triathlon Kaders ging’s um neun Uhr in den 16 Grad frischen Heidesee über die 750 Meter.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und die Junioren des Bayerischen Triathlon Kaders ging’s um neun Uhr in den 16 Grad frischen Heidesee über die 750 Meter.

 

Die Junioren machen den Auftakt beim Triathlon Heidesee

Triathlon-Wochenenden mit DTU Jugend Cup sind in der Regel lange und intensive Tage, denn es beginnt natürlich früh morgens, es startet jede Altersklasse einzeln und auch erst dann, wenn die vorherige auf der Laufstrecke unterwegs ist. Für Simon, Bayerischer Meister 2016 (Jugend A) und die Junioren des Bayerischen Triathlon Kaders ging’s um neun Uhr in den 16 Grad frischen Heidesee über die 750 Meter. Simon hatte sich als guter Schwimmer am Rand des Junioren-Feldes aufgestellt und kam mit dem Startschuss schnell vom Sandstrand des Heidesses ins Wasser. Er konnte sich zwar etwas vom Feld absetzen, doch die erste Boje galt es um 120 Grad nach links zu umschwimmen, so dass sich das breit aufgefächerte Feld spätestens am Richtungswechsel komprimierte. Von da an war das starke Feld der Junioren wie auf der Perlenschnur aufgereiht. Simon durchwamm den Dreieckskurs in 8:25 Minuten und stieg als neunter aus dem Wasser. Der Auftakt des Triathlon Heidesee war damit erfolgreich gemacht.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon durchwamm den Dreieckskurs in 8:25 Minuten und stieg als neunter aus dem Wasser

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon (ZOOT Neopren) durchwamm den Dreieckskurs in 8:25 Minuten und stieg als neunter aus dem Wasser

 

Mit der besten Strategie zum besten Resultat

Nach einem gelungenen Wechsel ging’s auf die 20 Kilometer Radstrecke. Die flache und wenig slektive Radstrecke gab kaum Möglichkeiten für Positionsänderungen und so waren von Anfang bis Ende mehrere Gruppen unterwegs. Simon befand sich in der ersten Verfolgergruppe der vier Ausreisser um Fabian Kraft und Moritz Horn. Fabian erlitt in der zweiten Runde dann leider einen Speichnbruch, was ihn aus dem Rennen um das Podium warf. Entscheidend vor T2 ist eine gute Strategie, um möglichst vorne im Feld in die Wechselzone zu kommen und das Getümmel zu meiden.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon befand sich in der ersten Verfolgergruppe der vier Ausreisser um Fabian Kraft und Moritz Horn.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Simon befand sich in der ersten Verfolgergruppe der vier Ausreisser um Fabian Kraft und Moritz Horn.

 

Das hat für den Junior gut geklappt und er lief unter den Top 10 auf die fünf Kilometer Laufrunde. Von da an hieß es Zähne zusammenbeissen und voll Gas, schließlich laufen hier Deutschlands beste Nachwuchstriathleten inklusiver geladener nationaler Kader aus Österreich und Schweiz. Ins Ziel des DTU Cup Forst lief Simon Drexl sensationell als 13. gesamt und erreichte somit Platz 10 in der DTU Cup Wertung, sein bestes nationales Resultat bisher.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Das hat für den Junior gut geklappt und er lief unter den Top 10 auf die fünf Kilometer Laufrunde.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Das hat für den Junior gut geklappt und er lief unter den Top 10 auf die fünf Kilometer Laufrunde.

 

Schwimmstart mit hoher Frequenz im Triathlon Heidesee

Wenn man, wie ich, auch selbst an den Start geht, dann dauert’s schon mal länger. Für die Atlersklasse war der Start erst Mittags und aufgrund der knapp 400 Teilnehmer gab’s zudem zwei Stargruppen. Horst Reichel vom Team Sport for Good durfte bereits um Punkt zwölf Uhr ins Wasser während ich Oldie zusammen mit den Altersklassen ab 45 erst um 13:20 Uhr dran waren. Dafür aber auch zusammen mit allen Frauen, man muss also nur alt genug werden im Triathlon. Dennoch sind es so eigentlich zwei komplett getrennte Wettkämpfe zu ebenso unterscheidlichen Bedingungen, was Wind und Wetter betrifft und dennoch am Ende eine Gesamtwertung.

 

Der Start erfolgte pünktlich, schnell und reibungslos, zumindest ein Vorteil dieser Altersklassen ist mehr Disziplin.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Start erfolgte pünktlich, schnell und reibungslos, zumindest ein Vorteil dieser Altersklassen ist mehr Disziplin.

 

Der Start erfolgte pünktlich, schnell und reibungslos, zumindest ein Vorteil dieser Altersklassen ist mehr Disziplin. Geschwommen wurde natürlich mit Neo aufgrund der kühlen Wassertemperaturen und dennoch war die Armzugfrequenz hoch. Noch vor der ersten Boje konnte ich zusammen mit Uli Mutscheller vorne weg schwimmen, an den Füssen zwei super Schwimmerinen mit Kathrin Halter und Franziska Schildhauer. Nach 14:48 Minuten für die etwas mehr als 1100 Meter durch den Heidesee kam ich wieder an Land und in T1. Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß ich 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Der Wechsel hat hervorragend funktioniert und so saß Stefan 1:24 Minuten später schon auf meiner Zeitfahrmaschine.

 

Solide Leistung am Rad, schnelle Beine beim Lauf

Jetzt galt es Druck auf dem relativ flachen Radkurs zu machen und das Tempo möglichst konstant und hoch zu halten, die größte Erhebung war eine Autobahnbrücke. Einzig Gegner war der Wind, denn der wurde stärker und auch die Bewölkung nahm zu, dafür waren die Straßen mittlerweile abgetrocknet. Nach einer von drei Runden lag ich auf Position zwei unserer Startgruppe, vorne weg fuhr Uli Mutscheller. Die Kilometer vergingen im Flug und das intensive Radtraining auf Mallorca und in der Toscana hatte sich ausgezahlt. Es blieb abzuwarten, wie fit die Beine nach der zweiten Disziplin waren. In Runde drei überholte mich dann doch noch ein Duo und dann rollte ich nach soliden 46:48 Minuten schon in T2 zurück.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Noch einmal schnell gewechselt, rein in den Fastwitch – nomen est omen mit 1:11 Minuten – und ab in den Wald für 7,5 Kilometer.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Noch einmal schnell gewechselt, rein in den Fastwitch – nomen est omen mit 1:11 Minuten – und ab in den Wald für 7,5 Kilometer.

 

Noch einmal schnell gewechselt, rein in den Fastwitch – nomen est omen mit 1:11 Minuten – und ab in den Wald für 7,5 Kilometer. Der äusserst selektive Rundkurs verläuft wahrlich über Stock und Stein, die Gegengerade ist dafür geteert und eignete sich gut zum Tempo machen. Das Polster auf meine Verfolger Rolf Lautenbacher und Sven Egolf war komfortabel aber auch nach vorne war Luft. Wo ich zu diesem Zeitpunkt in der Gesamtwertung (Addition aus erster und zweiter Startgruppe) lag, war mir natürlich nicht bekannt. Möglicherweise wäre die Renndynamik eine andere, würde man die gesamte Konkurrenz stets vor und hinter sich sehen. Die Beine fühlten sich gut an und ich konnte meine Position halten. Nach 1:32:43 Stunden lief ich schlussendlich durch’s Ziel, das waren immerhin zwei Minuten flotter als vergangenes Jahr und Platz zwei in der Altersklasse.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Nach 1:32:43 Stunden lief Stefan schlussendlich durch’s Ziel, das waren immerhin zwei Minuten flotter als vergangenes Jahr und Platz zwei in der Altersklasse.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Nach 1:32:43 Stunden lief Stefan schlussendlich durch’s Ziel, das waren immerhin zwei Minuten flotter als vergangenes Jahr und Platz zwei in der Altersklasse.

 

Fazit mit Aussicht

Die Leistungskurve zeigt in die richtige Richtung aber dennoch ist Luft nach oben. Der Triathlon Heidesee ist nicht umsonst eines der legendären Rennen im wilden Westen, bestens organisiert und die Strecken gut geeignet für den ersten Formtest unter Wettkampfbedingungen. Für die bisher wenigen Schwimmumfänge war ich mit der Leistung zufrieden, auf dem Rad ist deutlich mehr Druck und die neue Position optimal, nur kommt das noch nicht ganz auf den Asphalt. Für noch schnellere Laufzeiten liegt noch etwas Arbeit vor mir bis zum ersten Highlight der Saison 2017. Aber um genau diese Erfahrungen zu sammeln eignen sich solche Veranstaltungen perfekt. Übrigens hat Horst Reichel die Kurzdistanz natürlich deutlich gewonnen und mich diesmal auf Platz 15 gesamt verwiesen – die Revanche folgt.

 

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und Stefan war das ein erfolgreiches Saison Opening 2017, absolut nach Maß und im Rahmen der Möglichkeiten so früh im Jahr.

TRIATHLON HEIDESEE 2017 Erfolgreiches Saison Opening mit DTU Jugend Cup / Für Simon und Stefan war das ein erfolgreiches Saison Opening 2017, absolut nach Maß und im Rahmen der Möglichkeiten so früh im Jahr.

 

Für Simon und mich war das ein erfolgreiches Saison Opening 2017, absolut nach Maß und im Rahmen der Möglichkeiten so früh im Jahr. Mit den Ergebnissen unserer beiden Rennen ist die Motivation hoch und dank der Erfahrungen können wir jetzt noch an unseren Schwächen schrauben und unsere Stärken weiter ausbauen. Eine ideale Voraussetzung mit guten Aussichten für die nächsten Wochen. Am kommenden Samstag bietet sich dafür die Möglichkeit in Weiden mit dem Supersprint und der Mannschaftsverfolgung zum Start der Triathlon Regionalliga Bayern.

 

ERGEBNISSE

PL
NR
NAME
AG
PL
SWIM
BIKE
RUN
TOTAL
13 412 Simon Drexl Junior 13 00:08:25 00:27:50 00:16:12 00:54:36
15 274 Stefan Drexl AK45M 2 00:14:48 00:46:48 00:28:31 01:32:43
                 

 

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