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… swim, bike, run – eat, sleep, repeat! Ehe ich mich versehe, sind es gerade einmal noch 50 Tage bis zu meiner ersten Langdistanz und jetzt ist die richtige Balance entscheidend. Es ist viel passiert in den letzten Wochen und Monaten. Unzählige Trainingseinheiten und jede Menge Cappuccino, drei Wochen fasten, zwei Trainingslager und die ersten Rennen sind auf meinem Weg zum Ironman Vichy absolviert: Ein neuer Blog ist also längst überfällig!

Wir befinden uns Mitten in der europäischen Triathlonsaison und während die letzten Vorbereitungen auf den Challenge Roth laufen, jagt ein großes Highlight das Nächste: Jan Frodeno hat in Frankfurt erstmals einen Ironman gewonnen und Marino Vanhoenacker seinen siebten Streich in Klagenfurt vollbracht. Während ganz Europa unter einer Omega-Wetterlage mit Rekordtemperaturen schwitzt, werden die Triathleten nervöser und die Fingernägel immer kürzer. Spekulationen über Neoverbote und Wettkampfverkürzung, wie zuletzt beim Challenge Vichy 2011, ja sogar über Rennabbruch werden während der Taperingphase und den letzten Trainingseinheiten der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung angeheizt. Ich habe zum Glück noch fast acht Wochen bevor ich schließlich selbst am Start meiner ersten Langdistanz beim Ironman Vichy stehe.

Setzt man sich neben Beruf und Familie ernsthaft mit den Anforderungen einer Langdistanz auseinander, so werden einem schnell der zeitliche Aufwand für das viele Training und die erforderliche körperliche Fitness bewußt. Der Formaufbau für eine Triathlon-Langdistanz in individueller Topform ist ein Prozess der normalerweise über Jahre erfolgt. Langfristig betrachtet sind die zurückgelegten Trainingskilometer und -stunden ein wichtiges Erfolgskriterium, Für ambitionierte Freizeitsportler ist das meist eine ganz besondere Herausforderung und verlangt viel Geduld, Ruhe und Toleranz von dessen persönlichem Umfeld. Entscheidend ist es die richtige Balance zu finden – denn die Dosis macht das Gift! So ein Projekt zu meistern, erfordert in der Regel eine erhebliche Anzahl an Trainingsstunden und am besten sogar einen Trainer für die Trainingsplanung, der den Trainingsverlauf im Auge behält, um am Tag X perfekt vorbereitet, gesund und hundert Prozent fit zu sein.

Unser täglich Brot und das Lebensgefühl als Triathlon-Profi

Wer mich kennt, der weiß, dass ich leidenschaftlich gerne und viel trainiere. Auch nach 25 Jahren Triathlon hat sich das nicht geändert. Aber nur das optimale Gleichgewicht von Alltag, Training und Erholung bilden die optimale Voraussetzung für einen nachhaltigen Leistungsaufbau und den Erhalt von Motivation und Gesundheit. Die Balance zu schaffen war nicht immer einfach, aber mittlerweile habe ich das gut im Griff. Natürlich ist es ein riesiges Privileg, dass ich meine sportliche Leidenschaft und Faszination für Triathlon auf eine besondere Art und Weise auch mit meinem Beruf verbinden konnte. Seit fast zwei Jahrzehnten verdiene ich mein „täglich Brot“ zwar nicht als Profi-Triathlet mit meinen sportlichen Leistungen, sondern vielmehr durch das Coaching von Triathleten verschiedener Altersgruppen und Leistungsstufen sowie als Autor und Redakteur mit dem Schreiben von Fachartikeln, Reportagen, Interviews und Portraits. Ich bin im Triathlon und in dieser Subkulturen selbst zu Hause, kenne die Strukturen, Gesetzmäßigkeiten und verstehe die Individuen, ihre Emotionen und kann das Lebensgefühl glaubwürdig wiedergeben. So gesehen, bin ich doch fast auch ein Triathlon-Profi.

Organisation im Triathlon erhält die Balance

Alleine die Tatsache, dass meine Frau und mittlerweile auch unsere Kinder seit einigen Jahren erfolgreich im Triathlon zu Hause sind, erleichtert mir einiges. Das war natürlich nicht immer so. Noch während des Studiums kamen unsere zwei Kinder zur Welt und das war schlicht und einfach nicht mit meinen sportlichen Ambitionen vereinbar. Zwar war Training zu dieser Zeit möglich, an Leistungssport oder Wettkämpfe war jedoch nicht zu denken. Wer jedoch einmal Leistungssport gemacht, der weiß, dass es irgendwann wieder kribbelt, einen die Motivation packt und man wieder ernsthafter zu trainieren beginnt. Hat man schließlich wieder ein bestimmtes Leistungsniveau erreicht, dann möchte man’s auch wieder ganz genau wissen und ist bereit mehr Zeit zu investieren. In all den Jahren haben wir viele Erfahrungen gesammelt und an richtiger Planung und Organisation dazugelernt. Von der gewonnenen Routine unseres „Triathlon Life Balance“ können wir heute profitieren, ohne dass dabei die Qualität im Beruf und unser soziales Leben auf der Strecke bleiben. Eine Cappuccino geht immer. Denn gerade im Frühjahr und Sommer starten unsere Tage früh, durch das Training auf meine erste Langdistanz noch einmal etwas früher: 25 Stunden Training und 12 Trainingseinheiten pro Woche mit 400 km auf dem Rad, 20 km im Wasser und 60 – 80 km Laufen wollen schließlich irgendwie untergebracht werden!

Aus der Trainings-Monotonie in den Renn-Modus: Saisonauftakt mit Kienle und Bracht

Nach zwei wunderbaren Trainingslagern mit Freunden in der Toskana und mit meiner Frau am Gardasee standen schon die ersten Triathlon-Rennen an, die endlich Abwechslung in den monotonen Tagesablauf brachten. Es war Zeit erstmals die Form zu testen und dafür reisten wir ins badische Forst. Für meinen Sohn war der erste Stop des DTU Jugend Cup auf dem Plan und so nutzte ich die Gelegenheit um am Heidesee Triathlon über die Kurzdistanz zu starten. Für den Saisonauftakt war das Starterfeld jedenfalls spektakulär: Mit dem Deutschen Meister 2014 der Langdistanz, Timo Bracht und Sebastian Kienle, Hawaii Sieger und Ironman Weltmeister 2014 am Start. Ein Highlight der Saison 2015 mit Seltenheitswert. Als Redakteur hatte ich die beiden Triathlon Profis schon des Öfteren zum Interview, gemeinsam an der Startlinie war allerdings Premiere. Im Wasser rechnete ich mir zugegebenermaßen noch leichte Chancen aus und kam immerhin gemeinsam mit Sebi zum ersten Wechsel. Wir stiegen auch noch zusammen auf’s Rad, was aber dann geschah, brauche ich wohl nicht weiter ausführen: OFF and AWAY he was! Das lag sicher nur an meinen noch etwas müden Beinen vom vielen Training der vergangenen Wochen. Immerhin reichte meine Leistung, um den zweiten Platz hinter Timo Bracht zu belegen … in der Altersklasse! … mit fast zehn Minuten Rückstand! Der Tagessieg des Heidesee Triathlon 2015 ging an Hawaii Sieger Sebastian Kienle vor Timo. Spektakulär war Frederic Funk, der den Profis erst davon schwamm und auch auf dem Rad auf Augenhöhe war. Der Junior des Bayerischen Triathlon Kaders wurde sensationeller Dritter mit nicht einmal drei Minuten Rückstand auf Kienle.

ALPEN TRIATHLON 2015:  Stefan Drexl als Siebter raus aus dem Schliersee und rauf auf's Rad - im Hintergrund das Ziel: Der Spitzingsattel

ALPEN TRIATHLON 2015: Stefan Drexl als Siebter raus aus dem Schliersee und rauf auf’s Rad – im Hintergrund das Ziel: Der Spitzingsattel

Die härteste Triathlon Kurzdistanz

Die zweite Station der jungen Saison 2015 waren vier Wochen später die bayerischen Berge. Eher kurzfristig und aus dem Training heraus hatte ich mir zum fünften Mal in 25 Jahren den Sixtus Schliersee Alpen Triathlon vorgenommen. Die härteste Kurzdistanz mit dem legendären Ritt über den Spitzingsattel nach 1,5 km Schwimmen und über 30 Kilometer auf dem Rad bereitet stets Schmerzen. Spätestens beim 11,5 km langen Crosslauf durchs Valepp und um den Spitzingsee. Warum ich mir das antue? Das kann ich ganz einfach beantworten: Ich tu es mir nicht an – ich liebe es einfach! Dazu gibt’s HIER einen ausführlichen Bericht …

ERSTER IRONMAN / BLOG #3: Fifty Shades of TRI - Keeping the Balance! The Next Generation Triathlon macht den Sieg unter sich aus:  Fabian Kraft und Simon Drexl am Rothsee

ERSTER IRONMAN / BLOG #3: Fifty Shades of TRI – Keeping the Balance!

Duell der Triathlon-Generationen: Dieselmotor gegen Raketenantrieb

Nach Heidesee und Schliersee war Rothsee an der Reihe – das Triathlon-Spektakel mit der Sprintdistanz am Samstag. Es stand erneut eine Premiere an, die für mich als Vater etwas ganz Besonderes bedeutete: Unser erstes Vater-Sohn-Duell im Triathlon. Ganze 16 Jahre hatte ich mich darauf vorbereitet, mental und körperlich, all die Jahre hart trainiert, mich wie einst Rocky zurück zu alter Form gekämpft, die Ernährung umgestellt, jedes Gramm Körperfett gezählt und neue Trainingsmethoden ausprobiert. Jetzt endlich war der Tag der Tage gekommen – und ging auch ganz kurz und! Schmerzlos vorbei! Die erste Hälfte der 750 m war ich noch optimistisch, bis zur ersten Boje sind wir immerhin noch gemeinsam geschwommen – doch dann war die Lücke da. 15 Sekunden Abstand nach meinem Sohn kam ich aus dem Wasser, weitere 30 verlor ich im Wechsel. Auf dem Rad längst nicht so spritzig, wuchs mein Rückstand auf über eine Minute zu den jungen Triathlon Raketen. Endlich auf Touren kam der „Dieselmotor“ eim abschließenden Laufen. Für eine Sprintdistanz allerdings zu spät, denn da war bereits das Ziel. Das erste Vater-Sohn-Duell endete 0:1 – absolut verdient! Im Ergebnis waren es gesamt der 3. und 6. Platz, in den jeweiligen Altersklassen beide Mal das Podium mit Platz 2 in der Jugend A und Platz 3 im Sprint der Männer. Das Ergebnis war an diesem Tag eher Nebensache für mich. Was soll ich sagen? Es macht mich einfach unglaublichen glücklich und Stolz mit welcher Begeisterung mein Sohn Triathlon macht und dass wir diese Leidenschaft teilen dürfen. Es zeigt mir, dass wir im Grunde alles richtig gemacht haben.

ERSTER IRONMAN / BLOG #3: Fifty Shades of TRI - Keeping the Balance! Stefan Drexl auf der Verfolgung: Der "Diesel" kommt auf Touren …

ERSTER IRONMAN / BLOG #3: Fifty Shades of TRI – Keeping the Balance!

Triathlon, die drei Disziplinen, das Training und der Wettkampf haben einen unantastbaren Stellenwert in meinem Leben. Dass meine ganze Familie und eine Großteil unserer Freunde mit dieser faszinierenden Sportart und dem besonderen Lebensstil verwurzelt sind, ist ein wahres Glück. Dennoch legt jeder Wert auf ein Leben abseits unseres wunderbaren Sports, um nicht völlig zum Sozialzombie zu verkommen. Ich freue mich daher auch jedes Jahr wieder auf die ruhige Zeit nach der Saison, auf Wellenreiten am Atlantik und die verschneiten Berge mit dem Snowboard. Anders, aber auch verrückt!

Wir sehen uns: Keep on Swimming, Cycling and Running – and keep the Balance!

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BLOG #1: Langdistanz-Debüt nach 25 Jahren Triathlon
BLOG #2: Überraschung und Herausforderung: Anmeldung zur ersten Langdistanz
BLOG #3: Fifty Shades of Tri – Keeping the Balance
BLOG #4: Der Weg ist das Ziel ist der Weg – Vorfreude auf die erste Langdistanz
BLOG #5: Kein zurück mehr, jetzt zählt’s – Sugar and Pain!
BLOG #6: Triathlon ist keine Mathematik – Eiserner Wille beim IRONMAN Vichy 2015

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TRI2B Erster Ironman Blog #3 am 11. Juli 2015

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WEITERE INFORMATIONEN
Markenwechsel beim Triathlon Vichy
Homepage Ironman Vichy
Homepage Ville Vichy
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Als leidenschaftlicher Trekker stand Marco Steinhilber schon oft vor der Herausforderung einer optimalen Energieversorgung. Gewöhnliche Energie-Snacks „verpufften“ schon nach kurzer Zeit, die Leistung sank weiter, und die nächste energieliefernde Mahlzeit lag noch in stundenlanger Entfernung. Als Lebensmitteltechnologe nahm er sich dieses Problems einfach selbst an: Steinhilber gründete Innosnack, entwickelte fortan nach völlig neuer Rezeptur seine eigenen Energieriegel und erhielt dafür prompt den ISPO AWARD 2015. Sein Geheimnis: Isomaltulose, ein gesunder und niedrig glykämischer Zucker. Wie er auf die Idee mit dem Zucker der Zukunft kam, was Isomaltulose so einzigartig macht, hat mir der sympathische Münchener im Interview erzählt.

Wie kommt man bei der aktuellen Flut neuer Nahrungsergänzungsmittel und Müsliriegel auf die Idee, einen weiteren Energieriegel zu entwickeln und auf den Markt zu bringen?
Wir bieten ja nicht nur Riegel an und differenzieren uns durch eine saubere Zutatenliste und den hundertprozentigen Ersatz herkömmlicher Zuckerarten durch Isomaltulose. Unsere Produkte sind alle vegan, gluten- und lactosefrei sowie frei von Zusatzstoffen. Ja, Riegel gibt es wie Sand am Meer, warum braucht die Welt also den 1001. Riegel? Ganz einfach: weil dieser revolutionär ist. Bislang gab es keine Mischung, die nur aus Isomaltulose und nahrhaften Körnern und Mandeln bestand. Die meisten Riegel sind ähnlich aufgebaut: eine Zuckerart als Bindemittel und weitere Zutaten wie Cerealien oder Trockenfrüchte. Die meisten Zuckerarten sind jedoch schnell verbraucht oder schlecht verträglich. Bei Isomaltulose ist das anders, da die Spaltung langsamer erfolgt. So haben wir nicht nur die Performance, sondern auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, wie beispielsweise mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Mineralien. Ich setze darauf, dass die Menschen den Mehrwert, den wir mit diesen Produkten schaffen, erkennen und eine neue Option der gesunden und funktionellen Nahrungsergänzung für den Sport entdecken.

 
Wie sind Sie auf Isomaltulose als möglichen Inhaltsstoff aufmerksam geworden?
Ich hatte während meiner sieben Jahre in der Produktentwicklung schon mehrfach mit Isomaltulose zu tun und fragte mich, warum dieser „goldene Rohstoff“ nicht stärker in der Lebensmittelproduktion eingesetzt wird. Die Industrie hat durchaus Interesse daran. Die etwa zehnmal höheren Kosten, die technischen Hürden und die noch geringe Nachfrage scheinen jedoch zu bremsen. Wir versuchen jetzt dennoch, eine Nachfrage zu schaffen und bringen mit Innosnack Produkte auf den Markt, die wir auf Messen vorstellen, um so Isomaltulose bekannt zu machen.

Was hat sie bei der Produktentwicklung mehr motiviert: die Herausforderung, Isomaltulose generell als hochwertigen Inhaltsstoff für Lebensmittel zu promoten oder der eigene Bedarf nach einem funktionellen Energieriegel?
Zuerst habe ich Isomaltulose als neuen Rohstoff mit großem Potential entdeckt und mich gefragt, was sich daraus entwickeln lässt. Ein Riegel ist dabei eine sehr naheliegende Verwendungsmöglichkeit. Ich habe auf Expeditionen die Erfahrung gemacht, dass man schnell wieder Hunger bekommt und gleichzeitig die Leistung abfällt, wenn die Ernährung nicht stimmt. Es musste also ein Snack her, der hier energetisch besser performt. Ich hatte eine Idee, wie man das mit Isomaltulose technologisch umsetzen kann. Dieses Verfahren habe ich als Patent angemeldet und dann den Riegel entwickelt.

Gibt es neben Isomaltulose weitere besondere Zutaten, die Ihre Produkte von anderen unterscheiden?
Grundsätzlich verwenden wir neben Isomaltulose natürliche Inhaltsstoffe, die bezüglich ihres Nährstoffgehaltes besonders hochwertig sind. Wir verzichten vollständig auf Haferflocken, die zwar günstiger sind, aber nicht das Spektrum an essentiellen Aminosäuren liefern wie etwa Quinoa. Dieses ursprünglichere Korn ist hinsichtlich des Stärkegehalts nicht hochgezüchtet. Es bietet ein breiteres Spektrum an Nährstoffen wie Lysin, das der Körper dringend benötigt. Neben Quinoa, Buchweizenflocken oder Hirse im Müsli setzen wir im Riegel noch auf Leinsamen, Kürbiskerne und Mandeln (Vitamin E).

 

Welche Zukunft hat Isomaltulose, um minderwertige Einfachzucker in der Nahrungsergänzung zu ersetzen? Es gibt ja eine große Lobby, und der Trend geht sogar zum Ersatzzucker High Fructose Corn Sirup (HFCS).
Isomaltulose hat eine nachhaltige Zukunft, die sich in den nächsten zehn Jahren richtig entfalten wird. Isomaltulose ist noch unbekannt. Obwohl Gesundheitsorganisationen wegen des übermäßigen Zuckerkonsums und der daraus folgenden Konsequenzen schon lange Alarm schlagen, wird nicht viel dagegen getan. Es dauert leider lange, die Ernährungsgewohnheiten der Menschen zu ändern. Wir sind geduldig und da, wenn man uns braucht.

Einen besseren Stand hatte bisher die natürliche Fructose. Doch auch hier gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Bezug auf Diabetes und Cholesterin. Sind diese begründet, und welche Vorteile hat demgegenüber Isomaltulose?
Stimmt, Fructose in ihrer Reinform ist nicht besonders vorteilhaft. Es geht um verschiedene ernährungsphysiologische Aspekte, aber die hier zu erläutern würde den Rahmen sprengen. Fructose ist zwar ähnlich wie Isomaltulose niedrig glykämisch, besitzt aber bei weitem nicht die Vorteile der Isomaltulose. Das betrifft besonders die Verträglichkeit, Fettverbrennung, Hungerreduktion und Zahnfreundlichkeit.

Auch die gewünschte kontrollierte Bereitstellung von direkter Glucose haben wir nur bei Isomaltulose. Fruchtriegel, die als Kohlenhydrat in erster Linie Fructose enthalten, sind für den Sport eher nicht zu empfehlen.

Gibt es Sportler die Ihre Produkte bereits testen?
Ja! 2014 fuhr der Extremsportler Stefan Schlegel das Race Across America (RAAM), eines der längsten Radrennen der Welt. Den benötigten Energiebedarf von rund 10.000 kcal pro Tag hat er zum großen Teil mit Isomaltulose gedeckt und dabei keinerlei Versorgungsprobleme gehabt. Das zeigt die gute Verträglichkeit und Funktionalität dieses Kohlenhydrats. Michael Willeitner, Biathlet der DSV-Nationalmannschaft, bekommt von Innosnack für ein Jahr Bars, Drinks und Müsli gestellt und hat bereits bestätigt, dass diese nicht nur schmecken, sondern auch helfen, keinen „Hungerast“ während des Laufens zu bekommen. In Kürze stellen wir noch weitere Sportler und deren Erfahrungen auf unserer Website vor.

Welche Produkte können wir zukünftig von Innosnack erwarten?
Wir haben mit Energieriegel, Müsli und Energiedrinks bereits eine Grundpalette. In jeder dieser Kategorien sind weitere Varianten geplant, und in Zukunft sollen auch neue Kategorien dazukommen. Welche das genau sind, ist noch ein Geheimnis …

FAKTEN
Isomalutlose: Glykämischer Index 32; 379 kcal/100 g
Snacks: Innobar, Innoballs
Innodrink: Zitrone
Innocrunch Müsli: Quinoa-Flakes; Schoko-Mandel
Laktosefrei, ohne Zucker, vegan, glutenfrei und energetisch lang anhaltend

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ISPO NEWS Blog am 21. Mai 2015

Die Würfel waren gefallen! Meinem Langdistanz-Debüt nach 25 Jahren Triathlon sollte somit nichts mehr im Weg stehen. Jetzt ging es darum ein passendes Rennen und für die weitere Planung zu finden. Es gab ein paar Favoriten und ich wollte schnell meine Anmeldung im Kasten haben. Was allerdings dann geschah, damit rechnet wohl erst einmal Keiner! Eine überraschende und entscheidende Änderung kündigte sich bereits mit der Anmeldung zu meiner ersten Langdistanz an. Das hat natürlich für einen ordentlichen Adrenalinschub gesorgt. Im zweiten Teile meines „Erster Ironman“ Blogs geht’s über Hürden und Überraschungen bei der Anmeldung zur ersten Langdistanz

Jetzt war es endlich raus, ohne einen Zweifel oder jeglichen äußeren Druck habe ich eine Entscheidung getroffen. Gut Ding braucht Weile – schnell kann jeder. Zählen tut’s dann, wenn der Startschuss fällt. Die Zeit war einfach reif! In 25 Jahren bin ich an einer ganzen Menge Startlinien von Sprintdistanzen, Kurzdistanzen und Mitteldistanzen in ganz Europa gestanden. Ich liebe diese Augenblicke kurz vor dem Start. Zahlreiche Triathlons und historische Momente habe ich live oder im Fernsehen verfolgt, von legendären Wettkämpfen wie Roth und auch Hawaii berichtet. Viele Athleten habe ich auf dem Weg zu ihrem ersten Triathlon, ihrer ersten Langdistanz oder neuen persönlichen Bestzeit betreut. Ganz egal, ob als Athlet, Trainer, Journalist oder Zuschauer, es waren stets intensive Erfahrungen und bis heute spüre ich das Adrenalin durch den Körper schießt.

Nägel mit Köpfchen bei der ersten Langdistanz

Während all der Jahre im Triathlon gab es nur eine handvoll Langdistanzen, die bei mir aus den unterschiedlichsten Gründen einen besonderen Eindruck hinterlassen haben. Ich konnte mir gut vorstellen dort jemals selbst zu starten, wenn die Zeit reif war. Das hat natürlich eine wichtige Rolle bei meiner Suche nach einer neuen Herausforderung für diese Saison gespielt. Eine Langdistanz schüttelt man nicht mal schnell so aus dem Ärmel, wie eine Kurzdistanz. Die gesamte Vorbereitung mit Trainingplanung, Trainingscamps und Aufbauwettkämpfen, sowie die Vereinbarkeit mit dem Alltag bekommen eine wesentlich größere Bedeutung. Viele Optionen für die erste Langdistanz gab es für mich ohnehin nicht, entweder war der Zeitpunkt unpassend oder die Veranstaltung war längst ausgebucht. Ich hatte natürlich einen ganz bestimmten Wettkampf im Auge und wollte nach meiner Entscheidung zügig Nägel mit Köpfen und auch Köpfchen machen. Für den Erfolg der ersten Langdistanz macht es durchaus Sinn, vor der Anmeldung die Wettkampfstrecken und -profile anzusehen.

Eine Langdistanz wie „Gott in Frankreich“

Vor fünf Jahren war ich erstmals in der Auvergne und habe von der Premiere der Challenge Vichy berichtet. Längst hat es sich auch unter Triathleten herumgesprochen: Die Langdistanz von Vichy im geografischen Zentrum Frankreichs – „Le Cœur de la France“ – zählt zu einer der Schönsten Europas. Neben der beeindruckenden Landschaft der Auvergne und der Freundlichkeit der Menschen, überzeugen in Vichy besonders die idealen Wettkampfstätten und optimalen Wettkampfstrecken, die gute Infrastruktur und ausgezeichnete Organisation. Der bisherige Höhepunkt war die Austragung der ETU Langdistanz Europameisterschaft im Jahr 2013. Erfreulich aus deutscher Sicht konnte sich damals die Merseburgerin Diana Riesler EM-Gold sichern. Organisator Gael Maenard hatte schon 2011 die Messlatte hoch gelegt und in den Jahren darauf die Qualität und das Niveau des Wettkampfes gesteigert.

Für tri2b.com habe ich vier Mal von den zauberhaften Wettkampfstrecken der Auvergne mit Block, Stift und Kamera berichtet. Ich habe die Triathleten auf jeden der insgesamt 226 Kilometer durch die hügelige Campagne zwischen Massive Central, der Haute Loire und dem Puy de Dôme hautnah begleitet. Zahlreiche erloschene Vulkane mit Kraterseen, unendliche Wälder so weit das Auge reicht und grüne Weiden mit den berühmten Nièver-Rindern, über 20.000 km Wasserläufe und mehr als einhundert natürliche Quellen prägen die Landschaft. Beinahe jeden Kilometer im Wasser und an Land, können die Triathleten während dieser Langdistanz genießen, beinahe wie „Gott in Frankreich“. Von Anfang an war Vichy einer jener wenigen Wettkämpfe, um dort erstmals über eine Langdistanz zu starten.

Schon die Anmeldung zu einer Langdistanz – kann eine Herausforderung seine

Diese Entscheidung war daher schnell getroffen und so wollte ich die Anmeldung auch zügig erledigen, um weiter planen zu können. Ein Aufschub könnte zu Orientierungslosigkeit führen, im schlechtesten Fall sogar zum Verwerfen der Ziele. Frühzeitig zu fokussieren ist wichtig für die Motivation und für den persönlichen Erfolg. „Nichts einfacher als das“, könnte man denken: Notebook auf, Internet an, die Anmeldung zur Challenge Vichy aufrufen und … nix. Falsch gedacht! „Seite momentan nicht verfügbar!“, heißt es da. Ich versuchte es noch einmal, doch „rien ne va plus“. Auch der nächste Tag bleibt erfolglos. Die Anmeldung zur Challenge Vichy war nicht mehr erreichbar obwohl noch wenige Tage zuvor ausreichend Startplätze verfügbar waren. Sollte nach den vielen schlaflosen Nächten und Überlegungen bereits mit der Anmeldung etwas Unerwartetes meine Pläne kreuzen? Die Anmeldung schien die erste Herausforderung auf dem Weg zur ersten Langdistanz zu werden. Also schrieb ich dem Veranstalter Gael Maenard, berichtet von dem Problem und schilderte die Gründe für meine Entscheidung.

Vichy eröffnet ein neues Langdistanz-Kapitel

Die Antwort aus Frankreich kam prompt: Der Jahreswechsel brachte eine überraschende Veränderung im Kurbad und so wird es 2015 erneut eine Premiere im Departement d’Allier geben. Der Challenge Vichy war Vergangenheit! In der Auvergne gab es einen Markenwechsel. Das kam völlig unerwartet und ziemlich überraschend für mich. Mit dem 15. Januar übernahm nun Ironman Europe das Ruder in Vichy und den örtlichen Veranstalter Optimum Sports Events. Damit hat die WTC sein Portfolio um gleich zwei prestigeträchtige Rennen erweitert, eine Mittel- und eine Langdistanz. Für die Challenge Family ist das einerseits natürlich schade, für mich als Athlet hat diese Entwicklung andererseits erst einmal keine größeren Auswirkungen. So wechselt zwar der Markenname, der Inhalt jedoch bleibt – die Qualität hoffe ich, vorerst auch. Gael Maenard hat es so formuliert:„Die Übernahme durch Ironman eröffnet ein neues Kapitel in der Geschichte unserer Veranstaltung. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Triathlon in Vichy nun auf eine neue Stufe heben können.“ Wie dieses Kapitel schließlich ausgehen wird, werden wir nach dem erster Ironman Vichy wissen.

Erste Langdistanz, erster Ironman, doppeltes Debüt in Vichy

Damit feiert der französische Kurort 2015 sein Debüt im weltweiten Netzwerk der WTC. Vichy wird für mich somit nicht nur das Debüt meiner ersten Langdistanz, sondern ebenso mein erster Ironman sein. Ein besonderer Nebeneffekt wird dabei natürlich für zusätzliche Motivation sorgen: Denn mit dem Markenwechsel, weg von der europäischen Challenge Family, hin zu Ironman, spielt Vichy von jetzt an natürlich auch eine wichtige Rolle in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii. Es besteht somit eine theoretische Chance auf einen der wenigen Qualifikations-Slots für die Ironman Weltmeisterschaft Hawaii 2016. Erstmals unter dem neuen Label wird der Ironman Vichy am Sonntag, 30. August 2015 stattfinden. Nach fünf Jahren ist das erneut eine Premiere. Dadurch wird es in exakt 100 Tagen ein doppeltes Debüt im Herzen der Auvergne geben und zumindest meine Leidenschaft für Triathlon um ein neues und faszinierendes Kapitel reicher.

Exakt 200 Tage zuvor, am 11. Februar, konnte ich mich schließlich erfolgreich zu meiner ersten Triathlon Langdistanz und somit gleichzeitig zu meinem erster Ironman anmelden: Ironman Vichy 2015 – Registration completed!

In meinem nächsten Blog gibt’s einen ersten Strecken Check und die wesentlichen Änderungen durch den Markenwechsel. Bis dahin viel Spaß und einen erfolgreichen Saisonstart …

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Die Morgendämmerung färbt den Himmel rot und spendet erstes Licht. Die Straßen sind leer gefegt, entlang der Isar ist nur das Pfeifen der Vögel zu hören, über dem Becken liegt leichter Dunst. Mit jedem Armzug teilt sich die spiegelglatte Oberfläche des Wassers und die Wellen breiten sich gleichmäßig zu beiden Seiten aus. Das Surren der Kette und Ritzel klingt zwischen den Häusern, nur der eigene Atem durchdringt das morgendliche Idyll. Es sind genau diese Momente, früh morgens im Sommer, für die ich diese Sportart liebe und leidenschaftlich gerne trainiere. Wenn man begreift, dass die Freude am Training das Ziel ist und nicht der Wettkampf oder das Ergebnis, dann hat man schon am Start gewonnen.

Meist im Herbst stellt sich den meisten Triathleten die Frage nach den sportlichen Zielen für das nächste Jahr. Gerade im Triathlon könnten diese nicht unterschiedlicher sein. So unterschiedlich wie dessen drei Disziplinen, die verschiedenen Distanzen oder allem das vielseitige Training dafür. Von der Verbesserungen der Schwimm- und Lauftechnik, über noch mehr, noch effizienteres Trainingseinheiten, bis hin zu neuen persönlichen Bestzeiten. Mir macht einfach schon immer das Training im Wasser, auf dem Rad und Laufen sowie die damit verbundene Abwechslung Spaß. Bei Wettkämpfen liebe ich das Adrenalin, dieses besondere Art der Schmerzen und die unglaubliche Leichtigkeit nach dem Überqueren der Ziellinie. Aber im Grunde sind für mich Wettkämpfe eine Art der Motivation um mich konditionell und koordinativ weiter zu entwickeln, mit den Aufgaben zu wachsen und neue Herausforderungen zu meistern. Wenn ich mir etwas vornehme, dann möchte ich es richtig machen und dafür braucht es Ziele. Dennoch sehe ich das Training als die Zeit für den wichtigen Ausgleich zum Alltag. Dem Bauchgefühl schenke ich stets die nötige Aufmerksamkeit zu und werde nie etwas „über’s Knie brechen“. Gerade in unserer kurzlebigen Zeit, in der nur schnelle Erfolge zählen und in der oft nur für den Lebenslauf kurzfristig auf einen Marathon oder Ironman trainiert wird ohne je zuvor einen Kilometer gelaufen zu sein oder einen Triathlon gemacht zu haben. Für mich sind Ausdauersport und Outdoorsport ein Teil meines Lebens: Triathlon mein Lifestyle!

Die Balance von Leben und Triathlon

In den vergangenen Jahren konnte ich aus privaten und beruflichen Gründen schwer planen und habe mir daher nur kurzfristige sportliche Ziele gesteckt. Ich habe daher mein Training verändert und versucht es möglichst optimal auf den Alltag abzustimmen und effizient zu gestalten – Qualität vor Quantität, mehr Regeneration. Dafür lief die letzte Saison im Grunde gut, von einigen Ergebnissen war ich sogar selbst etwas überrascht. Ich lege mehr Wert auf die kleinen Dinge im Training, die wesentlich dazu beigetragen die Ausdauer und Schnelligkeit zu verbessern und verletzungsfrei zu bleiben. Rumpfstabi, Dehnen und Faszienrollen sind Dinge, denen ich früher selbst nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Am Meisten habe ich aber bei meiner Ernährung verändert, vieles ausprobiert und viele Erfahrungen gesammelt. Die Ernährung hat den größten Einfluss auf unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und auf unsere Leistungsfähigkeit. Eine schlechte Ernährung ist meist die Ursache vieler gesundheitlicher Störungen und schlechter Leistungen. Bei bis zu fünf Mahlzeiten täglich liegen darin die größten Möglichkeiten für jeden Sportler. Während das Training sehr zeitintensiv ist, lässt sich die Ernährungsweise ohne großen Aufwand, schnell und mit spürbarem Erfolg verändern. Der Sinn von Ernährung liegt doch vor allem darin, gesund, glücklich und leitungsfähig zu bleiben. Vitalstoffe wie Vitamine, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe finden wir in der für unsere Gesundheit nötigen Menge und Qualität ausschließlich in frischen und möglichst unverarbeiteten Nahrungsmitteln. Natürlichkeit, Herkunft und Herstellung der Nahrungsmittel sind daher besonders wichtig.

Ich versuche mich sehr ausgewogen und vielseitig, optimal an meinen Alltag und das Training angepasst zu ernähren. Von speziellen Diäten halte ich nichts und habe aus vielen Elementen meine eigene Ernährungsform entwickelt. Man braucht es auch nicht zu übertreiben, aber es hat durchaus einen Vorteil, sich langfristig etwas mehr Gedanken über das „täglich Brot“ zu machen und nicht erst kurz vor dem Wettkampf. Für das persönliche Wohlbefinden ¬und die Leistungsfähigkeit ist das richtige Gleichgewicht von Alltag und Sport ist entscheidend. Ich fühle mich heute gesünder und fitter als vor 10 oder 20 Jahren.

Nach der Saison ist vor der Saison – auf zu neuen Zielen

Nach der vergangenen Saison wollte ich wieder einmal etwas verändern. Nicht weiter nach dem Motto „same same but different“ zu machen und gewisse Gewohnheiten aufzubrechen. An kleine Stellschrauben habe ich von Jahr zu Jahr gedreht, doch diesmal wollte ich generell etwas ändern – auch für die eigene Motivation. Mehr Wettkämpfe sind für mich nicht möglich und halte ich eher für sinnfrei. Den Fokus auf Ergebnisse, die Verbesserung von Platzierungen oder gar Meisterschaften zu legen entspricht nicht meiner Vorstellung. Meinen ersten Marathon bin ich zwar erst vor fünf Jahren gelaufen, gegen eine neue persönliche Bestzeit könnten der Aufwand und das biologische Alter sprechen. So blieben für mich nicht mehr viele neue Ziele!

Prägende Vorbilder einer Ära, aber keine Helden

Seit 25 Jahren bin ich Triathlet. Ich bin zuvor einige Jahre Radrennen gefahren und habe fast zehn Jahre im Schwimmverein trainiert. Ständiges Kacheln zählen, bei Wind und Wetter, selbst bei Schnee auf’s Rad. Wenn Du musst, dann machen nur wenige Trainingseinheiten Spaß und dann kann eine Disziplin auf Dauer langweilig werden. Triathlon kam für mich wie ein Segen, abwechslungsreich und vielseitig, nicht mehr Sommer wie Winter nur eine Disziplin trainieren. Als ich meinen ersten Triathlon absolvierte hießen die Helden auf der Langdistanz Dave Scott und Mark Allen, und noch im selben Jahr wurde das legendäre Duell, der „Ironwar“ auf Hawaii ausgefochten. Die dominierenden „Big Three“ auf der Langdistanz aus deutscher Sicht waren zu dieser Zeit Wolfgang Dittrich, Jürgen Zäck und Dirk Aschmoneit. Sie haben mich motiviert dieser faszinierenden Sportart bis heute aktiv treu zu bleiben. Es waren für mich außergewöhnliche Menschen, vor deren sportlichen Leistungen ich bis heute großen Respekt habe. Diese Zeit prägende Triathleten! Dennoch habe ich in ihnen nicht Helden gesehen, denen ich jemals nacheifern wollte. Auch war für mich Hawaii kein ferner Mythos, auf der ich unbedingt einen Triathlon bestreiten musste. Hawaii war für mich immer schon eine zauberhafte Insel im Pazifik, von deren Schönheit und Wellen ich schon durch die Fernsehserie „Magnum“ beeindruckt war. Auch ohne sich vorab für die Ironman World Championships zu qualifizieren kann man nach Hawaii reisen. Hawaii ist einfach immer eine Reise wert und so durfte ich schon beruflich nach Kona reisen und auch privat um auf dem pazifischen Archipel zu surfen.

Von Anfang an haben mich die Kombination der drei Disziplinen, das vielseitige Training und der damit verbundene Lifestyle an Triathlon fasziniert. Vor allem aber, dass diese Sportart im Grunde nur als Wettkampfform existiert. Erst mit überschreiten der Ziellinie bist du ein Triathlet, zuvor ist man ein Schwimmer, Radfahrer und Läufer. Ich genieße die Wettkämpfe unabhängig von deren Distanzen und habe einen unglaublichen Spaß an Triathlon. Die vielen unterschiedlichen Erlebnisse und intensiven Erfahrungen in diesem Sport möchte ich nicht missen. Es musste für mich bisher nie ein Ironman oder die unbedingte Quali für Hawaii sein und so hatte ich in 25 Jahren Triathlon tatsächlich noch keine Langdistanz gemacht. Es ergab sich nicht und war auch in Ordnung, so wie es lief. Alles Weitere war der Gang der Dinge und vielleicht einfach nur eine Frage der Zeit.

Die Zeit ist reif für eine neue Herausforderung – eine Langdistanz

Die Frage nach einem neuen sportlichen Ziel für das nächste Jahr hat mich einige schlaflose Nächte gekostet. Ich habe mir viele Gedanken gemacht und intensive Gesprächen mit Freunden und meiner Familie geführt, welche machbaren Herausforderung ich planen und wie ich die Saison 2015 gestalten könnte. Die realistische Einschätzung der persönlichen sportlichen Vorhaben durch das familiäre Umfelde und befreundete Außenstehender kann bei solchen Entscheidungen durchaus von Vorteil sein. Meine Trainingsmöglichkeiten und der zeitliche Rahmen für meine nächsten sportlichen Ambitionen waren klar abgesteckt und nur wenig veränderbar. Das Training und der Alltag sollten auch weiterhin stressfrei und in der Balance bleiben. Es gab zwar ein paar interessante Ideen, eine ganz besondere Idee sorgte aber schon bei dem Gedanken daran für das gewisse Adrenalin. Ich entwarf also eine grobe Planung auf Grundlage meiner vorherigen Saisonvorbereitung. Das hat sich stets bewährt und so bekommt man schnell ein Gefühl dafür, ob eine Idee auch umsetzbar ist.

Ich schlief eine Nacht darüber und ließ den Plan reifen. Es folgte noch eine Zweite und nach der dritten Nacht traf ich eine Entscheidung. Der Wettkampfort hat dabei eine ganz wesentliche Rolle gespielt und so hatte ich das sichere Gefühl, dass die Zeit für dieses Ziel gekommen ist – noch bevor der körperliche Verfall gänzlich einsetzen würde. Die Zeit ist reif für mein Debüt auf der Langdistanz! Wann und wo, warum ausgerechnet dort, das erzähle ich in meinem nächsten Blog-Beitrag …

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