Das winterliche Rezept für Ausdauersportler und Geniesser ist Milchreis mit Apfel, Vanille und Zimt – ein Wohlfühlessen, das auch hochwertige Kohlenhydrate schlechthin liefert. Wer ordentlich Dampf für die bevorstehenden Nikolausläufe und Winterlaufserien braucht, dem zeig ich, wie mein verfeinerter Kindheitsklassiker Vanille Milchreis mit Apfel und Zimt besonders gut gelingt.

Das braucht’s für Vier

400 g Milchreis (Rundkorn-, Sushi- oder Risotto-Reis)
1 Vanilleschote
1 Zimtstange
4 Äpfel
1,5 L Soyamilch light
2 EL Honig
1 EL Rapsöl (Bio, geschmacksneutral)
2 TL Zimtpulver (zum Bestreuen)
Salz

So gelingt der Milchreis

1. Alle Zutaten vorbereiten: die Soyamilch abmessen; den Reis abwiegen; Vanilleschote längs aufschlitzen, Salz und Honig bereitstellen.

2. Soyamilch in einen breiteren Topf geben; den Reis dazu und gleichmässig in der Soyamilch verteilen; das Salz dazugeben; noch nicht erwärmen, erst 30 – 60 min ziehen lassen.

3. Dann den Reis mit der Sojamilch langsam zum köcheln bringen und immer wieder umrühren; man muss nicht ständig rühren, aber je öfter um so cremiger wird der Milchreis; den Honig erst später unterrühren (siehe Schritt 7)

4. Das Vanillemark mit der Messerspitz aus der Schote kratzen und direkt in den Topf mit dem Milchreis geben; anschliessend die Vanilleschote ebenfalls zugeben.

5. Alles weiter unter gleichmäßig Rühren aufkochen; dann zugedeckt bei leichter Hitze 30 min garen und die Zimtstange dazugeben; den Milchreis regelmässig umrühren.

6. Währenddessen die Äpfel waschen und mit Schale in klein Stückchen schneiden; Die Apfelstücke mit etwas Rapsöl in einer Pfanne andünsten bis sie glasig sind; mit etwas Zimt bestreuen und zur Seite stellen.

7. Den Milchreis von der Hitze nehmen; die Vanilleschote und Zimtstange herausnehmen; 1-2 EL Honig unterrühren, je nach Geschmack; ist der Reis zu fest, noch etwas kalte Soyamilch einrühren.

8. Den Milchreis in einer Schale portionieren; die Äpfel darüber und mit Zimtzucker bestreut servieren.

Extra

Dem Milchreis können noch Rosinen während des Garens untergerührt werden; Es können ebenso Blaubeeren oder Sauerkirschen dazu serviert werden. Den Milchreis in Gläser geschichtet ist das ein guter Nachtisch für Feierlichkeiten!

So lang dauert’s

45 min bis 60 min (+ 30 min Reis einweichen lassen)

Nährwert

360 kcal / Portion (300 g) Milchreis
120 kcal / 100 g Milchreis
55 kcal / 100 g Apfel

Nährstoffe

hochwertige Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitamin C, Magnesium

Zubereitung

einfach, schnell

Ernährungsart

laktosefrei, zuckerfrei (nat. Fruchtzucker), vegetarisch, vegan

Saison

ganzjährig (beliebt im Winter)

Erfahre mehr über Reis

Das Tannheimer Tal bietet mit 140 Loipenkilometer ideale Trainingsmöglichkeiten für Triathleten und Ausdauersportler zum Langlaufen und Skating. Auch wenn sich Frau Holle noch etwas Zeit lässt, der Schnee kommt und oberhalb 1000 Meter ganz sicher. Die Langlauf- und Skating-Strecken des Tannheimer Tals führen durch Naturschutzgebiete und die Wettkampfstrecke, auf der alljährlich der Langlaufmarathon SKI-TRAIL Tannheimer Tal — Bad Hindelang stattfindet. Das 1.100 Meter gelegene Hochtal darf sich zu den Tiroler Langlaufspezialisten und einem der besten Loipenreviere Europas zählen.

Langläufer sind im Tannheimer Tal nicht nur von den Höhenmetern ganz oben. Das schneesichere Hochtal im Norden Tirols und an der Grenze zum Allgäu zeichnet sich durch ein umfangreiches Loipenangebot für alle Leistungsklassen aus: von leichten Einsteigertouren über abwechslungsreiche Rundtouren bis hin zur Wettkampfstrecke. Für jeden Geschmack und Anspruch ist die richtige Loipe dabei. So kann man in der Grundlagenausdauer gemütlich seine Runde von Dorf zu Dorf ziehen oder zu einem der idyllischen Seen laufen, oder an den verschiedenen Ansteigen die Kraftausdauer für den nächsten Langlaufmarathon oder Weltcupstart trainieren.

Langlaufen im Tannheimer - Tal: Trainieren im schneesicheren Hochtal: Das Tannheimer Tal bietet mit 140 Loipenkilometer ideale Trainingsmöglichkeiten für Triathleten und Ausdauersportler zum Langlaufen und Skating.

Langlaufen im Tannheimer Tal: Trainieren im schneesicheren Hochtal

Die Anreise ist zügig und erholsame

Schon wenige Kilometer hinter der Landesgrenze zu Österreich liegt das Tannheimer Tal – vignetten- und stressfrei. Die Unterkünfte liegen meist nur wenige Schritte zur nächsten Loipe. Stolze 140 Loipenkilometer hat das Tal zu bieten. Und für die Langlaufziele, die doch etwas weiter entfernt liegen, fährt ein Skibus, der für Gästekarten-Inhaber kostenlos ist.

Strecken für jeden Geschmack

Zur Einstimmung in ein Langlaufcamp bietet sich ein Ausflug auf dem zugefrorenen Haldensee an. Eine kurze genussvolle Strecke mit unvergesslichen Eindrücken und Aussichten. Am Ende der Tour warten rund um den See zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Etwas länger, landschaftlich aber mindestens genauso reizvoll ist die Rundloipe Vilsalpsee. Von Tannheim führt die knapp 13 Kilometer lange Loipe südwärts über Wiesen und vorbei an Waldpassagen in das malerische Naturschutzgebiet. Sie endet direkt vor dem Vilsalpsee, der sich zwischen steilen Bergflanken ausbreitet. Dort bietet sich eine Einkehr im Gasthof am Seeufer an, bevor es auf der sanft abfallenden Loipe Richtung Tannheim zurück geht.

Sportliche Alternative für ambitionierte Langläufer

Alternativ können sich die Langläufer auch vom Bus oder vom Pferdeschlitten zurückbringen lassen. Etwas anspruchsvoller wird es auf der knapp 19 Kilometer langen Rundloipe Gaichtpaß. Mit Ausblick auf Rote Flüh und Gimpel sorgt sie für reichlich Abwechslung. Der Weg führt am Südufer des Haldensees entlang, weiter bis Nesselwängle, wo die Loipe zum Ostufer des Haldensees gelangt. Nach dessen Überquerung, denn der See ist während der Wintermonate meist zugefroren, geht es über weite offene Wiesen mit herrlichen Aussichten nach Tannheim zurück. Das Tannheimer Tal bietet zudem eine sportliche Alternative für Langläufer: die rund 30 Kilometer lange SKI-TRAIL Loipe. Sie ist jeden Winter Schauplatz des Langlaufmarathons SKI-TRAIL Tannheimer Tal – Bad Hindelang. Los geht es unterhalb der Lourdes Grotte in Tannheim, über Zöblen entlang der Vils bis Unter- und mit einem längeren Anstieg bis Oberjoch auf der Allgäuer Seite. Nach einer Abfahrt Richtung Unterjoch führt die Loipe über Schattwald zurück nach Mannheim.

Ausgezeichnete Möglichkeiten für ein ergänzendes Schwimmtraining bieten einige moderne Schwimmbäder ausserhalb des Tals in Pfronten, nur 20-30 Minuten Fahrzeit mit dem Auto. Zudem bieten viele Hotels ausgezeichnete Sportstudios für das unterstützende Ahtletic Training.

Langlaufen im Tannheimer - Tal: Trainieren im schneesicheren Hochtal: Das Tannheimer Tal bietet mit 140 Loipenkilometer ideale Trainingsmöglichkeiten für Triathleten und Ausdauersportler zum Langlaufen und Skating.

Langlaufen im Tannheimer Tal: Trainieren im schneesicheren Hochtal

Gekürt zum „Top Langlaufgebiet“

Der Marathon ist nicht die einzige Referenz für ausgezeichnete Langlaufmöglichkeiten im Tannheimer Tal. Das Land Tirol verlieh dem Tannheimer Tal das Loipengütesiegel. Dieses steht nicht nur für gute Loipen, sondern auch für eine entsprechend gute Infrastruktur und beste Serviceleistungen wie spezialisierte Gastbetriebe, Langlaufschulen und Leihmöglichkeiten von Ausrüstungen. Top Bewertungen hat das Tannheimer Tal auch vom DSV Ski-Atlas des Deutschen Skiverbandes erhalten. Auch der ADAC Ski Guide wählte die Region unter die besten Langlaufdestinationen und die Redaktion von www.alpensicht.com kürte das Tal mehrmals zum Testsieger in der Kategorie „Top Langlaufgebiet“.

FACTS

Orte: Jungholz 1.054 m, Schattwald 1.072 m, Zöblen 1.087 m, Tannheim 1.097 m, Grän – Haldensee 1.138 m, Nesselwängle – Haller 1.136 m
Das Tannheimer Tal ist ein Hochtal auf ca. 1.100 Metern Höhe in Tirol an der Grenze zum Allgäu (Bayern).
Loipennetz: 140 km (70 km Klassisch, 70 km Skating)
leicht: 98 km
mittel: 30 km
schwer: 12 km

Website des Tannheimer Tals

Das Tannheimer Tal auf Facebook

CLRFLXS Adventsblog ist der sportliche Weihnachtskalender qualitativ hochwertiger und intensiv erprobter Sportprodukte für Geschenkideen, ein „Best of Product Special“, ein „Athletes 1st Choice“. Der Countdown zum Jahresfinale 2014 und dem Saisonauftakt 2015. 24 ausgewählte Sportprodukte hochwertiger Marken und Hersteller mit denen gut Erfahrungen gemacht wurden. Empfehlungen von Athleten, Trainern, sportbegeisterten Freunden und von mir, die jeden leidenschaftlichen Sportler in seinem Alltag bestens unterstützen und gerne jederzeit verschenken möchte.

Die Schokonikoläuse stehen zwar schon seit Oktober in den Regalen der Supermärkte, erste Gedanken über Geschenke für die Familie und Freunde machen sich die Meisten erst mit Beginn der Adventszeit und dem Öffnen des ersten Türchens. Aber vor allem Weihnachtsgeschenke für Sportler sollen oft auch besonders nützlich sein. Das geht längst über Funktionsunterwäsche oder Sportsocken hinaus. Ob hochwertige Hard- und Softgoods, Electronic Devices oder die Kombination von beiden, Wearable Technology stehen ganz hoch im Kurs.

Ein ganz Jahr lang habe ich wieder viele interessante Sportprodukte, ob im Training, in Trainingscamps, bei Wettkämpfen, auf Touren mit dem Snowboard oder Bike, an Land, im Wasser und am Berg gesehen. Viele Innovationen, Evolutionen längst bekannter Produkte, revolutionäre und faszinierende Technologien, die erst durch neue Materialien und Herstellungsverfahren möglich sind. Manches konnte ich testen, manche Produkte habe ich mir auf Empfehlung gekauft und das ein oder andere auch Sportfreunden geschenkt. 2014 hatte viel für sportbegeisterte Menschen zu bieten und 2015 verspricht noch mehr.

Ein Empfehlung von Sportlern aus Leidenschaft

Die besten Highlights von 2014 und für 2015 präsentiere ich meinem Adventsblog auch dieses Jahr wieder in einem Weihnachtsspecial vom 1. – 24. Dezember. Jeden Tag stelle ich einen interessantes Sportprodukt von großem Nutzen und guter Qualität vor, welches das Training und den sportlichen Alltag auf besondere Art und Weise verschönert und verbessert. Sportprodukte mit einem gewissen Mehrwert, die das Herz eines jeden Sportbegeisterten höher schlagen lassen, den Spaß am Sport steigern und zur sportlichen Aktivität motivieren.

A COLORFUL CHRISTMASS – CLRFLXS Adventsblog 2014

CLRFLXS – COLORFUL CHRISTMAS 2014 ist das Motto des Weihnachts-Countdowns und sportlichen Adventsblog 2014, farbenfrohe Sportprodukte, sportliche Highlights des Jahres und der kommenden Saison 2015 für eine farbenfrohe Weihnachtsbescherung und mehr Motivation und persönlichen Erfolg im Sport beim Training und Erreichen der individuellen Ziele.

Der CLRFXS Adventsblog ist ein Projekt aus Freude und Leidenschaft am Sport. Es umfasst Erfahrungen mit qualitativ hochwertigen Sportprodukten aus Praxistests und von intensiven Einsätzen, die ich, Freunde, Athleten, Trainer, Sportbegeisterte und Leistungssportler gemacht haben, und diese gerne weiter empfehlen möchten. Mal ganz ehrlich: Wir legen doch großen Wert auf die Meinung von Freunden und Bekannten.

Sportprodukte für den Sommer und Winter, für Indoor und Outdoor, aus den Bereichen Performance, Healthstyle, Fitness, Outdoor, Action, Snow und Active Technology, welche jede / jeder leidenschaftliche Sportlerin / Sportler gerne unter dem Weihnachtsbaum finden möchte. Nach REDXS® (rot), WHTXS® (weissen) und BRGHTXS® (leuchtend) ist es bereits das vierte Weihnachts-Special in Folge für eine sportliche Bescherung.

Täglich ein CLRFLXS Türchen und sportliches Highlight

Jeden Tag stelle ich ein spannendes und hilfreiches, interessantes und hilfreiches Produkt für den alltäglichen Einsatz in einer oder mehreren meiner bevorzugten Sportarten vor. Sportprodukte aus den Segmenten Action- und Performance Sport, die das Herz eines jeden Sportlers höher schlagen lassen, das täglich Training erleichtern und praktisch erscheinen, die unseren Sport verschönern und die Vorfreude und Motivation auf das nächste sportliche Highlight steigern. Sportprodukte für Indoor und Outdoor, für den Winter und den Sommer, die jede / jeder leidenschaftliche Sportlerin / Sportler gerne unter dem Weihnachtsbaum finden möchten und die Faszination Sport perfekt erleben lassen.

Viel Freude und eine sportliche Weihnachtszeit!



Zum CLRFLXS – THE COLORFUL CHRISTMAS 2014 SPECIAL

Am vergangenen Wochenende fand in Saarbrücken der Prüfungslehrgang der DTU Trainer-B Leistungssport Ausbildung statt, den ich erfolgreich abschliessen konnte. Somit habe ich jetzt offiziell, und sogar mit dem Segen des DOSB, die Lizenz um Euch so richtig Dampf zu machen bis das Becken kocht und der Asphalt glüht.

Bereits Mitte September war ich zusammen mit 22 Trainer-B Anwärtern für eine Woche zum ersten Ausbildungslehrgang am IAT in Leipzig. Die Auftaktveranstaltung in der historischen Metropole des Freistaats Sachsen fand unter der Seminarleitung von des DTU Bundesnachwuchstrainers Thomas Möller, sowie den Lehrbeauftragten Sabine Pöller und Michael Söldner, den der DTU statt. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag auf dem Nachwuchsleistungssport, dafür diente als Grundlage erstmals die neue DTU Rahmentrainingskonzeption Nachwuchs. Der Ausbildungslehrgang zum DTU Trainer-B Leistungssport war in zwei Präsenzphasen mit 60 Unterrichtseinheiten und eine Intensivierungsphase gegliedert. Für die erste Präsenzphase waren erfahrene Referenten und Spezialisten wie der Bundesstützpunkttrainer Neubrandenburgs, Frank Heimerdiger und auch Bernd Berkhahn, DSV Schwimmtrainer des deutschen Freiwasserteams. Auch Justus Steffen ist eigens an den Bundesstützpunkt nach Leipzig gereist, der Vizeweltmeister hielt einen spannenden Vortrag über seine leistungssportliche Karriereentwicklung als Nachwuchs-Triathlet bis zur Elite.

DTU Trainer-B ist kein Zuckerschlecken

Fünf Tage drehte sich in Leipzig alles um die aktuellsten Erkenntnisse der Trainingswissenschaften im Triathlon und ich durfte intensiv die Gehirnzellen trainieren. Besondere Praxisnähe gab’s mit der Durchführung von zwei umfangreichen Leistungsdiagnostiken, einem Stufentest auf dem Ergometer und einem speziellen Laufband, sowie der Test des Gegenstrombeckens zur umfangreichen Schwimmanalyse.

In den folgenden acht Wochen galt es schliesslich umfangreiches Erlerntes zu vertiefen und trainingswissenschaftliche Manuskripte zu studieren. Bis zum abschliessenden Prüfungslehrgang in der saarländischen Landeshauptstadt war eine 60-Minütige Klausur auf der Online-Plattform der DTU erfolgreich zu bestehen, eine Seminararbeit (Planungsaufgabe) zu entwickeln und gemeinsamen mit einem Kollegen ein Trainingsprojekt zu konzipieren und abschliessend zu präsentieren. Ohne Fleiss kein Preis! Damit es in der heissen Lernphase nicht zu überraschenden Synapsenzerrungen und erheblichen Blutzuckerschwankungen kam, hat mich Trainerkollege Jürgen für die entsprechende Balance einer Kakao-Raffinerie gesorgt. Rechtzeitig traf die schwergewichtige Lieferung der schwäbischen Schokomanufaktur bei mir ein, um die Leistung aufrecht zu erhalten. Mindestens 60 Trainingsstunden und Schlafmangel für die intensive Lernphase konnten so erheblich versüßt werden.

Von der Theorie zur Praxis

Am vorletzten Novemberwochenende ging’s dann in den äussersten Westen der Republik zum Olympiastützpunkt (OSP) der Triathleten nach Saarbrücken. So konnten wir uns vom guten Ruf der Hermann-Neuberger-Sportschule mit ihren exzellenten Trainingsstätten und den kurzen Wegen im Rahmen des dreitägigen Prüfungslehrgangs einmal selbst ein Bild machen. Dem wird das OSP mehr als gerecht, Schwimmbecken und Leichtathletikhalle sind sensationell. Einziges Manko: Saarbrücken ist am A… der Welt! Na ja, dann war da noch das Essen – Ohne Worte!

Von Freitag bis Sonntag wurden den entwickelten Projekte praktisch und in Vorträgen präsentiert. Mein Projekt, gemeinsam mit Michael Wüst, war die Darstellung der wichtigen schwimmerischen Fertigkeiten für ein erfolgreiches Freiwasserschwimmen, die Erarbeitung eines Übungskatalogs für deren Schulung und das Training im Schwimmbecken und Freiwasser und die speziell Schulung des Gegnerkontakts bzw. der Durchsetzung beim Anschwimmen sowie beim Umschwimmen der ersten Boje nach ca. 250- 350m ein.

Mein Beitrag war neben der Konzeption der Präsentation und der Ausarbeitung des ersten Punktes, ein intensiver Test des Sicherungssystems „Restube“ auf Praxistauglichkeit und der Dokumentation anhand eines kurzen Videos.

Showtime und Rock ’n‘ Roll in Saarbrücken

Am Samstag Nachmittag hieß es dann Showtime und wir präsentierten das Thema Freiwasserschwimmen. Kurze Rede langer Sinn: Nach der Klausur mit 100% waren auch die Seminararbeit und das gemeinsame Projekt bestanden und ich konnte die trainingswissenschaftliche Ausbildung zum DTU Trainer-B Leistungssport erfolgreich in Saarbrücken abschliessen. Am 23. November habe ich dann endlich die DOSB Lizenz DTU Trainer-B Leistungssport entgegen genommen.

So Sportsfreunde, jetzt heisst’s Rock ’n‘ Roll und neueste trainingswissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis erfolgreich umzusetzen.



Zur Schwimmanalyse im Gegenstrombecken



Zum Praxistest des Restube im Feiwasserschwimmen



Zur Website der Deutschen Triathlon Union



Zur Website des OSP Saarbrücken



Zur Website des OSP Saarbrücken

Ist der Windkanal ein probates Instrument für die Optimierung der Aerodynamik, so kann im Wasser ein Strömungskanal für die Schwimmanalyse sehr nützlich sein. Für eine bessere Schwimmtechnik und schnellere Schwimmzeiten sind sie Gegenstromanlagen im Training und in der Analyse hilfreich. Ich war während der DTU Trainer B Ausbildung für einen kurzfristigen Test des Wassergefühls und der Wasserlage im Gegenstrombecken am IAT Leipzig.

Ob Leistungsdiagnostik, Sitzpositionsanalyse oder Wattmessung, technische Hilfsmittel für eine Steigerung der Leistung werden immer beliebter Sport. Die Entwicklung moderner Trainingsgeräte ist eine eigene Wissenschaft geworden. Für die Optimierung seiner Fähigkeiten hat der moderne Athlet mittlerweile eine Fülle an Instrumentarien zur Leistungsmessung und -optimierung zur Hand, um möglichst viele beteiligte Parameter an der Leistungserbringung zu messen. Was im Schwimmsport längst von den Profis eingesetzt und weiterentwickelt wurde, wird nun immer mehr auch dem ambitionierten Freizeitsportler im Schwimmen und Triathlon weiterhelfen: der Gegenstromkanal. Am IAT in Leipzig, dem Institut für angewandte Trainingswissenschaften steht solch eine Anlage zur Schwimmanalyse. Im Rahmen meiner DTU Trainer B Ausbildung habe ich es mir nicht nehmen lassen für einen kleinen Test des Wassergefühls und der Wasserlage in das Strömungsbecken zu springen und gleich mal alle Kameras scharf zu stellen. Durch eine Videoanalyse kann der Schwimmstil dem Trainierenden besser in der Nachbesprechung visualisiert werden

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Gleichbleibend Trainingsbedingungen für die Schwimmanalyse

Ein Gegenstromkanal erlaubt es konstante Strömungsgeschwindigkeiten zu erzeugen und die Trainingsbedingungen wiederholbar und für eine Schwimmanalyse reproduzierbar zu machen. Anders als im Becken wird dem Sportler, vergleichbar zu einem Laufband, eine gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeit vorgegeben. Dadurch kann die Schwimmgeschwindigkeit präzise gesteuert werden oder aber dem Schwimmer auch eine bestimmte Geschwindigkeit auferlegt werden. Anders als im Schwimmbecken, wo es zu Temposchwankungen kommt, erfährt der Schwimmer im Kanal eine gleichmäßige Tempogestaltung.

Das Training in einem Strömungskanal schafft Möglichkeiten, die das Schwimmbecken so nicht liefern kann. Im Schwimmbecken kann man selten derart hohe und konstante Geschwindigkeiten erreichen und erfährt so einen völlig anderen Trainingsreiz. Für Schwimmprofis ist die Gegenstromanlage beinahe unverzichtbar für eine Schwimmanalyse.

Simulation von Wettkampfbedingungen in der Schwimmanalyse

Die Exaktheit der Anlage, ermöglicht es bereits früh in der Saison die geplante Zielgeschwindigkeiten für den Hauptwettkampf zu erproben und diese immer länger auf der Stelle schwimmend, zu absolvieren. Das erlaubt eine hohe Vorhersagekraft und Steuerung der Wettkampfleistung. Ergänzende Schnelligkeitsübungen in Intervallform mit Höchstgeschwindigkeit sind ebenso möglich.

Für Biomechaniker und Leistungs­diagnostiker schafft das Schwimmen auf der Stelle völlig neue Analysemöglichkeiten. Mehrere Kameras innerhalb und außerhalb der Beckens erfassen die Schwimmtechnik des Athleten mehrdimensional. So lassen sich nicht nur einzelne Fehlerbilder erkennen, sondern auch mit dem Ursprungsproblem zusammenhängende Fehlerketten während der Schwimmanalyse bestimmen.

Die Kraft des Wasserwiderstandes

Im Gegensatz zum freien Schwimmen und dem damit verbundenen Streckengewinn fließt das Wasser in exakt abgestimmter Geschwindigkeit auf den Schwimmer zu. Dabei entwickelt man nicht nur erstmalig ein Gefühl für das eigene Tempo, sondern erfährt intensiv die enormen Widerstandskräfte des Wassers.

Schon bei geringen Geschwindigkeiten um einen Meter pro Sekunde (1:40min/100m) spürt man den großen Widerstand des Wassers. Auf diese Weise bekommt man ein Gefühl, welche Bedeutung eine hydrodynamisch günstige Wasserlage hat. Schließlich wirken während des Schwimmens mit dem Frontalwiderstand sowie den Verwirbelungen und dem Endsog gleich mehrere Widerstände auf den Athleten ein.

Diese bremsenden Faktoren zu minimieren ist deshalb die Hauptaufgabe eines Schwimmers. Häufige Fehlerquellen, wie fehlende Armstreckung und Zugeinleitung, eine zu hohe Kopfhaltung, schlingernde Rumpfbewegungen, starke Rotationen oder ein umrhythmische Beinschlag sind beim Schwimmen im Schwimmkanal präzise erkennbar. Schnell lässt sich durch leichte Korrekturen der Körperposition eine kraftsparendere Schwimmtechnik in zweistelliger Prozenthöhe erzielen. Und letztlich erhält man einen doppelten Nutzen: Mit dem sinkenden Energieverbrauch, steigen Geschwindigkeit und Ausdauer!

Kann man mit Reis was feineres zaubern als Lachs Risotto? Nur wenig schmeckt genauso lecker. Risotto gibt ein herrlich schmackhaftes Bett für viele kulinarische Dinge dieser Welt. Zudem versorgt der suppige Reis uns Ausdauersportler mit den hochwertigsten Kohlenhydraten und Flüssigkeit. Risotto lässt sich wunderbar auf vielseitige Art zubereiten, zum Beispiel mit Parmesan, Safran, Spargel Trüffel und Meeresfrüchten. Die Italiener haben nach der Pasta das Risotto beinahe perfektioniert. Doch wie kam der Reis eigentlich nach Italien?

Mit den früheren arabischen Seefahrern kam der Reis über das Mittelmeer nach Sizilien und weiter auf die Halbinsel. Der Süden interessierte sich hauptsächlich für den Hartweizen für Pizza und Pasta, den Reis überwiesen sie den Norden Italiens. Dort wurde das Korn schließlich in den fruchtbaren Böden der Po-Ebene angebaut und erlangte durch die Fantasien die Köchinnen und Köche von Mailand bis Venedig schnell Bekanntheit.

Ich stelle heute eine etwas suppigeres Risotto vor, bei der etwas mehr Brühe hinzu kommt. Der Reis bleibt während des Kochens von der Flüssigkeit bedeckt, ähnlich den Gassen Venedigs. Und weil heute Freitag ist bereite ich dieses Rezept aus Venetien mit Lachs zu, so bekommt die Nähe zum Meer auch ihre geschmacklich Note im Lachs Risotto. Mit Zitronengrass und Koriander erhält es schliesslich seine fruchtige Note. Lachs Risotto stellt eine ideale Kombination für die Phase der erhöhten Kohlenhydratzufuhr vor Wettkämpfen dar und hat ergänzend viele Eiweisse und ungesättigte Fettsäuren.

Das braucht’s für Vier

3 Stangen Lauchzwiebeln
3 Knoblauchzehe
50 g geriebener Parmesan
100 ml trockener Weisswein
1000 ml Gemüsebrühe (wenn’s geht frisch und selbst gemacht)
300 g Rundkornreis (Risotto- oer Sushireis)
5 EL Rapsöl (Bio)
1 Stange Zitronengrass
1 Limette
1 Bund frischer Koriander
500 g frischer Lachs (Bio oder Seelachs)
1 Rote Chili
Chilipulver
Pfeffer (aus der Mühle)
Salz

So geht’s

Lachs waschen, trocken tupfen und in große Würfel (á 40 g) schneiden; Limette waschen, trocken reiben und halbieren; Eine halbe Limette auspressen, die andere Hälfte in dünne Scheiben schneiden; Lachs mit Limettensaft, Salz und rotem Chilipulver würzen; Limettenscheiben zum in eine flache Schale geben, abdecken und kühlen;

Gemüsebrühe anrühren (1); Koriander (2) waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken (einige zum Garnieren aufheben); Zitronengras längs spalten, Enden abschneiden, und dann in Finger lange streifen schneiden; Zitronengras und Koriander in einer Schale vermengen, mit etwas Gemüsebrühe übergiessen, abdecken und beiseite stellen; Lauchzwiebeln waschen und in Ringe schneiden; Knoblauch schälen, fein hacken; Chili leicht öffnen und komplett entkernen;

3 EL Rapsöl in einem grossen Topf erwärmen; Lauchzwiebeln, Chili und Knoblauch darin glasig dünsten; Risottoreis dazugeben und unter Rühren, bis er glasig aussieht, ebenso dünsten; mit der Hälfte des Weissweins löschen und rühren bis er fast vollständig eingekoch ist; dann mit dem restlichen Wein wiederholen; anschliessend mit so viel Gemüsebrühe angießen, bis der Reis unter der Flüssigkeit bedeckt ist; unter gelegentlichem Rühren fast ganz einkochen lassen; nach und nach die heiße Brühe zufügen; hat der Reis die Flüssigkeit aufgenommen, wieder Brühe zugießen; immer so weiter, bis die gesamte Brühe verbraucht ist oder der Reis keine Flüssigkeit mehr aufnimmt; der Vorgang dauert etwa 20-25 Minuten (der Reis soll noch einen leichten Biss haben); Topf vom Herd ziehen; mit Salz und Pfeffer abschmecken; den Parmesan reiben und zusammen mit dem Zitronengras und Koriander zufügen und vorsichtig unterheben.
5 – 10 Minuten ruhen lassen

Inzwischen 2 EL Rapsöl in einer Pfanne erwärmen; die Lachswürfel auf ein Tuch trocken legen und die dann auf allen Seiten ca. 5 Minuten goldbraun anbraten; 2/3 der Lachswürfel zum Risotto geben und leicht unterheben;

Das Risotto auf erwärmten flachen Schalen anrichten, mit den übrigen Lachswürfeln und Koriander garnieren, und etwas Pfeffer darüber mahlen.

(1) Selbstgemachte Frische Gemüsebrühe

3 Karotten, 2 Petersilienwurzel, 1 Pastinake, 1 Scheibe Sellerie 1 Lauch, 1 ganze Zwiebel, Rapsöl, Pfeffer (aus der Mühle) und Salz

Gemüse putzen, gegebenenfalls schälen und in feine Streifen schneiden; die Zwiebel vierteln; alles in Rapsöl andünsten und mit heißem Wasser auffüllen; 10 Minuten leicht kochen und dann 20 Minuten leicht ziehen lassen; mit Salz und Pfeffer abschmecken; die Hälfte der Flüssigkeit durch ein Sieb in einen anderen Tropf abgießen.

Fertig ist die Gemüsebrühe; die restliche Suppe kann als Minestrone oder püriert mit Creme Frâiche verfeinert als Vorspeise serviert werden.

(2) Parmesan statt Koriander

Wer kein Freund von Koriander ist, kann alternativ noch etwas Parmesan über das Risotto reiben

So lang dauert’s

45 min bis 60 min

Nährwert

200 kcal / Portion (400 g) Suppe
50 kcal / 100 g Garnelen

Nährstoffe

Höher wertige Kohlenhydrate, ungesättigte Fette (Omega 3 und Omega 6), essentielle Proteine (Isoleucin, Valin)

Zubereitung

einfach, schnell, vegetarisch & vegan (ohne Lachs)

Saison

ganzjährig

Herkunft

Mittelmeer

Was ist Zitronengrass?

Wie wirkt Koriander?

Warum ist Lachs gesund?

Der Herbst, für die meisten Ausdauerportler heißt das Saisonpause. Sind die letzten nationalen Marathons erledigt, dann ist die Zeit der wohl verdienten Ruhepause für Leib und Seele. An’s Schwimmtraining denkt da eigentlich schon längst keiner mehr, schon gar nicht im nahe gelegenen See. Eigentlich!

Um den November drehen sich ähnliche Vorurteile, wie um den April, der nicht weiß, was er will. Meist neblig, alles grau in grau, viel Regen oder Schnee und kalt: Nicht Fisch, nicht Fleisch! Wer denkt schon an frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein im November.

Weil der Herbst in diesem Jahr aber der bessere Sommer ist, waren wir am 2. November für den Praxistest eines neuen Produkts am Wörthsee, nur 60 Minuten südlich von München – den Neoprenanzug natürlich mit im Gepäck.

Die Lufttemperatur war an diesem herrlich herbstlichen Sonntag bei ungefähr 16 Grad und der See lag spiegelglatt und glasklar vor uns. Bevor ich mich aber mühevoll in den Neo quälen sollte, wollte ich doch noch vorher einen Zehentest der Wassertemperatur wagen. Davon sehr überrascht wagte ich dann, was ich trotz meines schwimmerischen Backgrounds bisher nie gemacht hat. Aber seht selbst!


Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Nur in Badehose, mit Badekappe und Schwimmbrille fühlte sich das Wasser anfangs zwar frisch aber nicht so kalt wie erwartet an. Die Überwindung war nicht groß, lediglich die Atmung war für etwa zwei bis drei Minuten kurzatmig. Es dauerte etwas bis sich der Atemrhythmus an die kühle Umgebungstemperaturen gewöhnt hat. Doch dann empfand ich das Wasser sogar sehr angenehm, je länger ich im See blieb und solange man schwamm. Nach etwas mehr als 20 Minuten war der Spaß dann auch schon wieder vorbei, nicht weil ich etwa fror, sondern man das Immunsystem nicht überstrapazieren sollte.

Eine Anwohner des Wörthsees hatte die Wassertemperatur um 14 Uhr mit einem Thermometer gemessen, und plus minus 12 Grad gemessen.

Da ist es endlich, das TRIATHLON SPECIAL Ironman Hawaii 2014: Acht Jahre nach Norman Stadels zweitem Sieg in Kona hat Deutschland mit Sebastian ‚Sebi‘ Kienle wieder einen Ironman-Weltmeister. Alles rund um die Hawaii-Rookies Jan Frodeno und Nils Frommhold, die mit ihren Plätzen drei und sechs ein starkes Debüt auf Big Island zeigten. Oder wie sich die Australierin Mirinda Carfrae mit einer unglaubliche Aufholjagd mit dem dritten Hawaiititel krönte.
 

Mit fast 200 Seiten umfangreichste triathlon special

Auf 196 Seiten blickt das neue triathlon special ausführlich auf den Tag der Deutschen beim Rennen des Jahres zurück, liefert interessante Statistiken und unbekanntes Background-Wissen zum Mythos Hawaii. Es beschreibt aber vor allem, wie der Ironman Europameister Sebastian Kienle seine Zweifel besiegte und sich innerhalb eines Jahres auch zum König von Kona krönte. Seit dem 22. Oktober ist das triathlon special 2/2014: Ironman Hawaii mit diesen und vielen weiteren spannenden Themen im Zeitschriftenhandel erhältlich.
 

Kona kompakt mit Reportagen, Impressionen und Emotionen


Die große Analyse des Frauen- und Männerrennens, die schnellsten Amateure, Wall of Fame mit allen 232 deutschsprachigen Finishern und die spektakulärsten Bilder von der heißen Rennwoche auf Hawaii.
 



Der Ironman-Mann: Faris Al-Sultan im Interview


Der Münchener ist seit mehr als einem Jahrzehnt bei der Ironman-WM auf Hawaii am Start. Im Gespräch plaudert der Weltmeister von 2005 über den Ironman damals und heute, seine Zukunft im Profisport, das TV-Desaster und nervige Plastikteller.
 

Die 

Königsklasse: Acht Hawaiiprofis und ihre Kona-Waffen


Modernes Material ist für Profis gleichermaßen Schlaraffenland wie Herausforderung auf der Jagd nach den entscheidenden Sekunden. triathlon special hat sich das Equipment von acht Hawaiiprofis ganz genau angeschaut.


triathlon special 2/2014: Ironman Hawaii


Die Zeitschrift triathlon erscheint im festen Monatsrhythmus mit zehn Standard- und zwei Special-Ausgaben bei spomedis und liefert aktuelle Informationen und zahlreiche Hintergründe zum Schwimmen, Radfahren und Laufen. Mit Berichten über die Entwicklungen auf dem Ausstattungs- und Techniksektor, die neuesten Trends aus den Bereichen des Trainings, der Sportmedizin und der Ernährung für Ausdauersportler sowie das nationale und internationale Wettkampfgeschehen.

In Mitten des Pazifiks eröffnete ein leidenschaftlicher Rennradfahrer im April 1984 den ersten Triathlonstore auf Hawaii, möglicherweise den Ersten weltweit. Er leistete damit Pionierarbeit in einer Zeit als Dave Scott und Mark Allen beim Ironman in Kailua Kona ihre ersten Duelle austrugen. In Honolulu traf ich Frank Smith und begab mich auf eine Zeitreise zu den Wurzeln des Mythos Ironman …
 
 

In Mitten des Pazifiks, im Herzen Polynesiens, hat ein leidenschaftlicher Rennradfahrer vor über dreißig Jahren eine Mission: er möchte den Radsport und die junge Sportart Triathlon auf Hawaii weiter entwickeln und für die Athleten mit dem bestmöglichen Material und Service stets zu Diensten zu sein. Im April 1984 öffnet Frank Smith erstmals die Türen von IT&B, „Island Triathlon and Bike“und damit den ersten Triathlonstore auf Hawaii, möglicherweise den Ersten weltweit. Triathlon steckte damals noch in den Kinderschuhen, erst als Dave Scott und Mark Allen allmählich mehr Aufmerksamkeit für ihre Schlachten beim Ironman in Kailua Kona erhielten, lockte die ultimative sportliche Herausforderung immer mehr Ausdauerathleten aus aller Welt. IT&B entwickelte sich zu einer unschätzbaren Quelle für ehrgeizige Athleten vor Ort und aller Ambitionierten, die auf der Durchreise waren. Von jenen Tagen der Rahmenschaltung, bis zu aerodynamischen Kohlefaserverbundwerkstoffen und der elektronischen Schaltung, hat Frank Smith die gesamte technische Entwicklung des Sports durchlebt.
 
 


 
 

Etwa eine Meile nördlich vom Strand parke ich meinen rostigen Pickup. Ich bin mit Frank Smith, dem radsportbegeisterten Mann von damals und heute Inhaber von „Island Triathlon and Bike“ in Honolulu, Hawaii verabredet. Es ist eine historische Zeitreise, erreicht man das kleine Viertel unterhalb des Diamond Heads. Die Häuser hinter dem Honolulu Zoo haben nur ein Stockwerk und die Gegend blieb weitestgehend von dem Bauboom am berühmtesten Strand der Welt verschont. Ich treffe Frank an der Kapahulu, Ecke Campell Avenue, direkt vor seinem Store. „Morgens ist es noch ruhiger und die Mechaniker sind mit dem Rad unterwegs in’s Nuuanu Valley “, meinte er tags zuvor, „wir können uns bestens unterhalten und etwas Frühstücken“. Frank schrieb in einem Mail, dass er demnächst 68 Jahre wird, als ich ihn aber nun das erste Mal traf, war ich überrascht, wie jung und fit er wirkte. Vor mir stand ein sympathischer und durchtrainierter Mann in Laufschuhen, mit kurzen, grauen Haaren und spitzen Bart.
 
 

„Aloha!“, rief mir Frank gut gelaunt über die Strasse, „Willkommen auf Hawaii! Komm rüber und lass uns gleich rein gehen.“
„Aloha, Frank. Schön, dass Du etwas Zeit hast?“, antwortet ich begeistert von der Herzlichkeit des Empfangs.
 
 

Wir gehen quer durch einen bestens sortierten Bike- und Triathlonstore, hinauf in den ersten Stock und vorbei an der Radwerkstatt. Nur Matt, der Chef Mechaniker von IT&B schraubt schon an einer Zeitfahrmaschine. Wir setzen uns in die Küche, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben dürfte. Frank macht frischen Kona Coffee und hat dazu selbst gebackene Papaya Muffins mitgebracht.
 
 


 
 

Stefan Drexl: Der Küchentisch scheint schon sehr alt zu sein, Frank?
Frank Smith: Das stimmt. In diesem Haus war über zwanzig Jahre lang ein asiatisches Restaurant und im ersten Stock wurde gekocht. Wir haben die Küche erhalten und komplett renoviert, der Tisch dürfte aus den Sechzigern sein.
 
 

Auch das Viertel hier wirkt älter, zumindest unterscheidet er sich erheblich vom Rest der Stadt?
Dieser Teil Honolulus blieb von den Angriffen auf Pearl Harbor weitest gehend verschont. Das Viertel ist sehr authentisch und gefiel mir am besten, als wir nach Oahu kamen. Einige Häuser wurden vor 1940 erbaut, wie auch das hier. Es hat viel erlebt und ist wie eine kleine Zeitreise in dem Store.
 
 

Du bist nicht auf Hawaii geboren, seit wann lebst Du auf Oahu?
Nein, nein, nein. Als ich drei war, mein Vater war bei der Navy, sind wir nach Hawaii gezogen. Nach der ersten Klasse wurde er nach Japan versetzt und wir mussten wieder weg. Ich wurde in Virginia geboren und war später auch dort auf der Universität. Anschließend ging ich zur Navy, nicht so lange wie mein Vater, aber immerhin kam ich dadurch 1969 auf einem U-Boot wieder nach Hawaii.
 
 


 
 

Bist Du dann gleich auf Hawaii geblieben?
Leider nicht, ich war bereits verheiratet … Frank schmunzelt aber ich hatte eine Entscheidung getroffen. Als ich wieder zurück in Virginia bei meiner Frau war, habe ich die Navy verlassen und eine Stelle bei der Regierung angenommen. Ich liebe das Meer, aber fester Boden unter den Füssen war mir lieber.
 
 

Bist Du damals schon Rad gefahren?
Ja, ich habe oft Touren gemacht. Es gab längst noch keine so gute Rahmen und Komponenten, wie dann später. Die ersten Mountainbikes haben zwar einiges ausgehalten, waren aber auch ziemlich schwer. 1975 habe ich mich für eine interne Stelle auf Hawaii beworben und wurde prompt genommen. Zusammen mit meiner Frau bin ich dann nach Oahu gezogen, diesmal für immer. Auf Hawaii fuhr ich fast täglich mit dem Rad, anfangs noch mit dem Mountainbike und später habe ich gelegentlich das Rennrad eines Freundes geliehen. Wir haben gemeinsam mit einer kleinen Rennradgruppe trainiert und so wuchs meine Begeisterung. Es haben sich auch sehr gute Freundschaften daraus entwickelt und wir hatten schließlich alle das Ziel unsere Leidenschaft für Räder weiter auf Hawaii auszubauen.
 
 

Nun ist ja Oahu keine sehr große Insel, wo trainierst Du denn hier?
Ja, es wird schnell langweilig … Frank lacht Nein, eher selten. Gleich hier die Strasse hinauf, vorbei an der Universität kommt der Tantalus Drive. Eine Panoramastrasse mit vielen Serpentinen und einem langen Anstieg über einige Hügel. Das sind natürlich nicht die Alpen, aber ein gutes Bergtraining und ein herrlicher Kurs mit einer großartigen Aussicht auf’s Meer. Mit dem Rennrad kann man oben durch den Tunnel, hinüber zur Ostküste fahren und eine schöne Schleife auf der anderen Seite machen. Es geht natürlich auch weiter nach Norden, das ist eine durchaus anspruchsvolle Strecke, besonders der Weg von Haleiwa über den „Three Hanky Hill“. Mit dem Mountainbike dagegen sind die Möglichkeiten großartig und das Naturerlebnis noch um einiges spektakulärer. Es gibt eine Vielzahl von Trials in beinahe jedes Tal der alten Vulkankette und während der Osten Oahus wie ein Dschungel etwas kühler und vor allem feucht ist, erlebt man an der Westküsten das Gegenteil mit Hitze und Trockenheit.
 
 


 
 

Sind denn die vielen Autos und der Verkehr auf den kleinen Strassen nicht gefährlich?
Ja, schon. Man muss schon sehr aufpassen und immer konzentriert sein, um am Ende nicht im Strassengraben zu landen oder an einem der scharfen Lavafelsen zu kleben. Man muss auch wissen, dass die wenigsten Hawaiianer gute Autofahrer sind. Woher auch, sie kommen ja nicht weit und fahren stets die selben Straßen. Mit dem Rennrad unterwegs auf den Strassen Hawaiis ist meine Spezialität. Ich biete sogar Kurse an, wie man sich am sichersten durch den Verkehr auf der Insel bewegt. Man muss wissen, dass Ende der Siebziger auf Hawaii noch kaum jemand mit dem Fahrrad unterwegs war, jeder fuhr Auto, sogar zum Bäcker um die Ecke. Regelmäßig gab es ein Verkehrschaos in Honolulu. Es gab allerdings auch keine vernünftigen Räder, Rennräder oder Mounties, und Ersatzteile zu kaufen, wir waren Exoten. Wir wollten das ändern.
 
 

Wie habt ihr dann euere Räder in Stand gehalten?
Wir haben die Räder selbst repariert und uns gegenseitig geholfen. Ersatzteile haben uns Freunde vom Festland geschickt. Es hat allerdings eine Weile gedauert, bis die Teile geliefert wurden. 1978 fand auf Oahu schließlich der erste Ironman statt, gleich hier, die Straße runter am Strand von Waikiki. 12 Triathleten haben damals teilgenommen und es gab kaum Zuschauer, aber das Interesse der Radhersteller wurde geweckt. Bei der dritten Auflage, 1980, waren es über 100 Teilnehmer und zwei Frauen. Das Wetter war seit Tagen schlecht, sodass sie das Rennen um einen Tag verschoben haben und wegen zu hoher Wellen schließlich im Ala Moana Channel geschwommen wurde. 1981 ist der Ironman nach Kailua Kona umgezogen, der Verkehr in Honolulu war einfach zu groß und es war zu wenig Platz. Aber der Ironman hat einen Boom auf Hawaii ausgelöst und immer mehr Menschen wollten vernünftige Räder oder brauchten Ersatzteile.
 
 


 
 

Hast Du denn auch am Ironman teilgenommen?
Nein, nie. Aber ein guter Freund, John Collins, war beim ersten Ironman dabei und wurde immerhin Neunter. Auf Oahu gab es dann auch den Tinman Triathlon. Der Tinman sollte für Jedermann sein, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund stand. Ich hatte keine Zweifel das Radfahren zu überstehen und schwimmen konnte ich seit der Navy auch einigermaßen gut, aber Laufen. John meinte, dass ich die 10 Kilometer locker schaffen würde, also nahm ich 1982 am Tinman teil. John war eher ein Läufer, aber er war auch daran interessiert, den Radsport auf Hawaii voranzubringen. Wir kannten uns von der Trainingsgruppe. Der Tinman war mein aller erster Triathlon und ich erinnere mich heute noch gut daran, wie schmerzhaft das war, aber er hat auch meine Leidenschaft geweckt.
 
 

Machst Du denn immer noch Triathlon?
Oh ja, seit meinem ersten Tinman mache ich jedes Jahr ungefähr fünf bis sieben Wettkämpfe. Fast jeden Monat findet hier irgendwo auf der Insel ein Triathlon statt. Nächste Woche ist an der North Shore der Haleiwa Triathlon.
 
 

Wie kam es dann zu der Idee mit IT&B, denn wegen einer Handvoll radbegeisterter Freaks eröffnet man ja noch kein Fahrradgeschäft?
Ja genau. 1982 organisierte ich erstmals ein 100 Meilen Radrennen auf Oahu, den „Honolulu Century Ride“ bei dem damals 500 Teilnehmer starteten. Im nächsten Jahr berichtete eine Zeitung im Vorfeld über die Veranstaltung und es kamen über 1000 Radsportler. Im Jahr darauf verdoppelte sich die Anzahl der Starter noch einmal und auch die Nachfrage an guten Rädern stieg. Als ich immer mehr Zeit für den Radsport und Triathlon investierte, beschlossen wir 1984 uns voll und ganz unserer Leidenschaft zu widmen. Ich kündigte meinen Job und machte mich zusammen mit meiner Frau selbständig. Während zwei unserer Freunde begannen Radtouren anzubieten, eröffneten wir den ersten Triathlon und Bikestore auf Hawaii. Ich habe dann Kontakte zu Herstellern am Festland aufgenommen und rannte offene Türen ein, zumindest bis es um den Versand nach Hawaii ging. Wie es der Zufall so wollte, drängte Cannondale auf den Markt und war von unserem Vorhaben begeistert. „Wow“, dachte ich, „wir bekommen exklusiv Cannondale Bikes“. Es gab einige gute Hersteller, alle bauten mittlerweile Rahmen aus Aluminium, wie z.B. Vitus, Alan, aber auch Klein. Klein war sehr innovativ und hatte ausgefeilte Details, die Rahmen waren steif und leicht, allerdings auch kaum bezahlbar. Cannondale brachte ein Bike heraus, dass ziemlich ähnlich und gut verarbeitet war, aber nur die Hälfte kostete.
 
 


 
 

Und Cannondale hat euch die Rahmen nach Hawaii geliefert?
Richtig, das lies sich natürlich nicht weiterhin in unserer Garage realisieren. Eines Abends laufe ich dann die Kapahulu Avenue zum Strand hinunter und sehe dieses Haus das zu mieten war. Am nächsten Morgen haben wir es angeschaut und sofort unterschrieben. Es lief vom ersten Tag an super und der Store war ein voller Erfolg. Die Idee unserer Freunde und den Radtouren kam dagegen nicht so gut an. Für Cannondale haben wir damals gute Arbeit gemacht. So gut, dass sie eines Tages selbst einen Laden, nicht weit von hier, eröffnet haben. Wir sind auf Trek Räder umgestiegen, aber die haben es nach einigen Jahren ähnlich gemacht. Das hat uns aber nicht weiter gestört, denn es lief großartig und wir wollten uns stets von typischen Bikestores unterscheiden. So blieben wir weiter innovativ und haben mit dem Radsport auch Triathlon weiter ausgebaut. Es gab zwar bisher wenige spezielle Triathlonartikel, aber wir hatten Laufschuhe, Schwimmzubehör und Bekleidung im Angebot. Mit Laufschuhen konnten wir jedoch nicht viel Geld verdienen, so haben wir mit Running Room, die nur wenige Meter von hier die Straße hinauf sind, einen Spezialisten und seit 1991 eine gute Kooperation.
 
 

Mit ging es dann schließlich weiter mit Triathlon und Radsport?
Nachdem wir bei IT&B mit Mountainbikes begonnen hatten und lange beides im Store anboten, haben wir uns Ende der Neunziger ganz auf Triathlon- und Rennräder spezialisiert. Anfangs haben uns Cannondale und Trek zwar super unterstützt, wir haben für beide aber auch hervorragende Pionierarbeit auf Hawaii geleistet. Durch Triathlon ergab sich schließlich auch eine Zusammenarbeit mit Scott. Wir hatten einige Hersteller im Laufe der Jahre und versuchen heute nach wie vor mit innovativen und neuen Herstellern zusammenzuarbeiten, die eine gute Qualität zu fairen Preisen anbieten.
 
 


 
 

Im Grunde hast Du die gesamte Entwicklung des Sports miterlebt, was war für Dich die größte technische Innovation in dieser Zeit?
Das war natürlich der Aerolenker, Mitte der Achtziger, von ihm ging die Veränderung der gesamten Radgeometrie aus. Die größte Innovation war jedoch die Einführung von Kohlefaserverbundwerkstoffen. Sie ermöglichten leichtere Rahmen und Anbauteile, vor allem aber wurden dadurch erst richtige aerodynamische Konstruktionsformen möglich.
 
 

Welche Technik, denkst Du, wird die nächsten Jahre besonders prägen?
Ich denke, dass elektronischen Bauteile zunehmen werden, die Möglichkeiten sind heute noch gar nicht vorstellbar. Shimano hat mit der Di2 Baureihe erst den Anfang gemacht und andere wie Campagnolo oder Sram werden nachlegen. Das potential ist riesig. Die Versorgung der Komponenten mit Strom könnte außerdem durch den Sportler übernommen werden, immerhin erzeugt er sehr Energie im Laufe seines Trainings oder eines Ironmans, die man sinnvoll nutzen kann.
 
 

Welches Rad und welche Komponenten fährst Du momentan?
Ich habe erst vor kurzem ein neues Triathlonbike zusammengestellt, ein Cervélo S3 mit Dura Ace Di2 und 404 Laufrädern von Zipp. Ich hätte gerne eine Zeitfahrmaschine, wie das P3 gehabt, aber ich fahre mittlerweile lieber etwas aufrechter und bin schließlich nicht mehr der Jüngste.
Den Eindruck habe ich ganz und gar nicht, Frank. Herzlichen Dank für das spannende Interview und den guten Kaffee.
 
 


 
 

Am 31. Juli 2011 hat Frank noch einmal am Tinman Triathlon teilgenommen und wurde Zweiter seiner Altersklasse in 2:48:24 Stunden. Von 600 Startern erreichte er gesamt den 358 Platz und fuhr die 40 km in 1:12 Stunden.
 
 

Ende 2013 im reifen Alter von 70 Jahren ist Frank Smith schließlich in den Ruhestand gegangen. Nach über 29 Jahren hat er seinen Laden an der Kapahulu Avenue 569 in Honolulu einem neuen Besitzer verkauft, mit der Bedingung das langjährige Personal zu übernehmen und besonders den guten Service beizubehalten. Ab und zu schaut Frank nach dem Rechten, gibt Autogramm und erzählt. Ansonsten fährt er natürlich umso mehr mit seinem Rennrad, den geliebten Tantalus Ride …
 
 

INFORMATIONEN

ITB HAWAII – Island Triathlon & Bike Hawaii, Honolulu
RUNNING ROOM HAWAII – A Store for Runners by Runners
TINMAN TRIATHLON HAWAII
IRONMAN WORLD CHAMPIONSHIP Kailua-Kona, Hawaii
 
 

YES, IT’S ON! Kailua-Kona ist am 11. Oktober 2014 wieder der Nabel der Welt des Triathlons und pünktlich zur Ironman Hawaii Race-Week ist auch meine neue Website am Start. Am kommenden Samstag kämpfen Triathleten aus aller Welt über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen auf dem Pazifik-Archipel, um sich am berüchtigten Alii Drive ihren Traum zu erfüllen: dem Mythos IRONMAN HAWAII!

Aus einer Wette wächst ein Mythos

Seit 1978 findet der älteste, bekannteste und gleichzeitig spektakulärste Triathlon über die Langdistanz auf der Inselgruppe Hawaii, Mitten im Pazifischen Ozean, 3000 Meilen vom Festland entfernt statt. Es gibt für die meisten Triathleten keinen größeren Tag und kein wichtigeres Rennen als die IRONMAN World Championship auf Hawaii. Was in San Diego aus einer Wette heraus entstand, entwickelte sich schließlich mit dem ersten Ironman am Strand von Waikiki auf Oahu weiter. Aufgrund der schnell steigenden Popularität wechselte die Mutter des Langdistanz Triathlon schließlich auf die Nachbarinsel Big Island in das kleine Fischerdörfchen Kailua-Kona, das seither zahlreich Mythen und Legenden schuf.

Ironman Hawaii, heißt sich den Naturgewalten stellen

Der IRONMAN Hawaii ist einer der größten Herausforderungen denen sich Athleten stellen können und er zieht jedes Jahr immer mehr Triathleten in seinen Bann. Einmal die Qualifikation schaffen und dabei sein, wenn die besten Profi-Triathleten der um die Krone des Ironman-Weltmeisters schwimmen, Rad fahren und laufen. Über 2000 Alterklassenathleten suchen diese persönliche Herausforderung im Kampf gegen die Naturgewalten: Durch die Wellen im Meerwasser, gegen den heißen Mumuku-Wind und auf dem glühenden Asphalt. Das alles bekommt man auf den 226 km entlang der Westküste von Big Island geboten. Einmal dabei sein mit Sonnenaufgang am Dig-Me-Beach und ab 6:30 Uhr 3,8 km in der Bucht von Kailua-Kona, 180 km auf dem Queen Kaahumanu Highway und 42,2 km auf dem berüchtigen Alii Drive und ins Energy-Lab.

Die Qualität zur Legende

Nur wenigen ist das vergönnt, sie haben in einem der vielen weltweiten Ironman-Rennen ein Qualifikationsplatz durch eine entsprechende Platzierung in ihrer Altersklasse ergattern können. Für die mittlerweile zahlreichen Profis weltweit ist der Modus für eine Teilnahme beim Ironman Hawaii inzwischen noch härter geworden. Die WTC und Ironman haben mit 2012 das Kona-Pro-Ranking eingeführt, so dass zum Saison-Highlight im Oktober nur noch die Allerbesten an Pier von Kailua-Kona mit dem Kanonenschuss starten. Dem Mythos Ironman Hawaii hat die neue Regelung nicht geschadet: Wer in Kona gewinnt, schreibt Triathlon-Geschichte.

im Jahr 1997 gelang das erstmals einem deutschen Triathleten: Thomas Hellriegel aus Bruchsal konnte sich am Alii Drive zum Ironman World Champion krönen. Gleich zweimal, in den Jahren 2004 und 2006 ist das Normann Stadler gelungen. Der Münchner Triathlon-Dino Faris Al-Sultan holte sich im Jahr 2005 die Krone in Kona. Die US-Amerikaner Dave Scott und Mark Allen sind die Rekordgewinner des Ironman Hawaii, sie konnten jeweils sechsmal am Alii Drive gewinnen. Gleich achtmal hat Paula Newby-Fraser bei den Frauen triumphiert. Sie dominierte in den 80iger und 90iger Jahren den Ironman Hawaii und hat so wohl auch einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt.

In meinem „Road to Kona“-Blog bekommt ihr Aktuelles zum Ironman Hawaii 2014 auf Big Island mit Hintergrundwissen, Prognosen, Ergebnissen, Stories, Bildern und einiges mehr …

Hier findet ihr wichtige Links zum Ironman Hawaii Raceday 2014
Das Live Coverage mit Leaderboard, Athlete Tracker und Live-Ticker von Ironman

Von 18.30 bis 3.30 Uhr überträgt hr-online den Triathlon-Event des Jahres im Livestream, direkt aus Hawaii kommentiert von Dirk Froberg und dem ersten deutschen Sieger des Ironman Hawaii, Thomas Hellriegel: